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Dieses Thema hat 2.295 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

24.11.2017 19:59
#2051 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Und weil wir schon dabei sind, Reklov...

Auch daran dass du Karl Popper wohl nicht gelesen oder überhaupt nicht verstanden hast und auch im Fall Bertrand Russel nicht bewandert bist... besteht wohl kein Zweifel, dass du nichts weiter als ein Sammler schöner Sprüche bist, in denen sich dein narzisstisches Selbstideal besonders optimal wieder spiegelt. Überigens sind die beiden auch keine Bewunderer Platons...

Bertrand Russel..

Zitat
Russell bestritt so auch die Gültigkeit eines der verbreitetsten Argumente für die Existenz eines Schöpfergottes, das der angeblichen Notwendigkeit einer Ursache der Welt: „Wenn alles eine Ursache haben muss, dann muss auch Gott eine Ursache haben. Wenn es aber etwas geben kann, das keine Ursache hat, dann kann das ebensogut die Welt wie Gott sein, so dass das Argument bedeutungslos wird“. Gegen Ende seines Lebens bezeichnete sich Russell daher auch selbst als Atheist.

Reklov Offline




Beiträge: 5.921

26.11.2017 13:22
#2052 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Russell bestritt so auch die Gültigkeit eines der verbreitetsten Argumente für die Existenz eines Schöpfergottes, das der angeblichen Notwendigkeit einer Ursache der Welt: „Wenn alles eine Ursache haben muss, dann muss auch Gott eine Ursache haben. Wenn es aber etwas geben kann, das keine Ursache hat, dann kann das ebensogut die Welt wie Gott sein, so dass das Argument bedeutungslos wird“. Gegen Ende seines Lebens bezeichnete sich Russell daher auch selbst als Atheist.

Perquestavolta,

...Du solltest nicht immer von Deinen beschränkten Vermutungen ausgehen, was einer wohl gelesen oder verstanden haben könnte. Mache ich bei Dir ja auch nicht! - Russels atheistische Sicht verkennt bei solcher Sprachformulierung, dass der Begriff "Welt" weit mehr ist, als nur das uns Bekannte und dass "Welt" auch problemlos für "Gott" als "Sprachchiffer" stehen könnte. Alles nur eine Frage der Sprachdeutung oder eben des damit verbundenen Bewusstseins. - Du und Russel dürft aber gerne das eure pflegen und hegen. No problem!
Gott "muss" eben keine Ur-Sache haben, weil er als "bedingungslos" gedacht wird. Ist ja nun nicht so schwer zu verstehen.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

26.11.2017 17:15
#2053 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2052

Zitat
Russell bestritt so auch die Gültigkeit eines der verbreitetsten Argumente für die Existenz eines Schöpfergottes, das der angeblichen Notwendigkeit einer Ursache der Welt: „Wenn alles eine Ursache haben muss, dann muss auch Gott eine Ursache haben. Wenn es aber etwas geben kann, das keine Ursache hat, dann kann das ebensogut die Welt wie Gott sein, so dass das Argument bedeutungslos wird“. Gegen Ende seines Lebens bezeichnete sich Russell daher auch selbst als Atheist.

...Du solltest nicht immer von Deinen beschränkten Vermutungen ausgehen, was einer wohl gelesen oder verstanden haben könnte. Mache ich bei Dir ja auch nicht! - Russels atheistische Sicht verkennt bei solcher Sprachformulierung, dass der Begriff "Welt" weit mehr ist, als nur das uns Bekannte



Und somit sind wir schon wider beim für dich so wichtigen Unbekannten, das dir ja viel besser bekannt ist, als das uns Bekannte...

Immerhin war dir ja auch nicht bekannt, dass ein Radio weit mehr ist, als nur die Summe seiner Bauteile, wie dir auch nicht bekannt ist, dass Atheisten sich durchaus mit Ontologie, Metaphysik, Psychologie, Philosophie und auch schönen Dingen wie Kultur ...Kunst, Musik, Literatur, befassen ..und dass sie auch ethischen und moralischen Grundsätzen folgen..

Für dich aber, ist nur das Unbekannte das Eigentliche. Denn darin verbirgt sich die große alles umfassenden Wahrheit der Gläubigen. So zumindest ihre Hoffnung..

Worin unterscheiden sich also Atheisten von Gläubigen...Ich glaub sie sind um einige 100% klüger und mutiger und haben um 1000% mehr Charakter... Gläubige leben in der ständigen Angst, vom Schicksal benachteiligt zu werden, wenn sie ihren Gott durch Zweifel kränken. Und wenn man ihnen das Unbekannte entzaubert, leiden sie wie Drogenabhängige, die auf Entzug sind..

Oder in einem Satz auf den Punkt gebracht: Das Unbekannte und die darin eingepackte Hoffnung ist den Gläubigen so wichtig, dass ihr Leben mit einem Schlag jeglichen Sinn verlieren würde, wenn das Unbekannte enträtselt und entzaubert werden würde. Gottes Bewusstsein ist also das Unbekannte.

Reklov Offline




Beiträge: 5.921

26.11.2017 22:27
#2054 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Und somit sind wir schon wider beim für dich so wichtigen Unbekannten, das dir ja viel besser bekannt ist, als das uns Bekannte.

Perquestavolta,

... "wichtig" ist mir das Unbekannte schon, denn schließlich kannst Du ja selber ermessen, welcher Teil vom gesamten Universum der Menschheit denn wirklich "bekannt" ist.

Zitat
„Wenn alles eine Ursache haben muss, dann muss auch Gott eine Ursache haben. Wenn es aber etwas geben kann, das keine Ursache hat, dann kann das ebensogut die Welt wie Gott sein, so dass das Argument bedeutungslos wird“.

Dieser Satz von B. Russel, der ja besonders durch sein Hauptwerk PRINCIPIA MATHEMATICA auf sich aufmerksam machte, zeigt, dass der Engländer nicht recht berücksichtigte, dass die "Welt" z.B. bei Spinoza den "Attributen" einer SUBSTANZ zugeordnet wird. Spinoza unterschied aber sogar den Begriff SUBSTANZ noch einmal, denn er schrieb, für jeden deutlich nachvollziehbar:

>> Unter SUBSTANZ verstehe ich das, was in sich ist und durch sich begriffen wird; d.h. etwas, dessen Begriff nicht den Begriff eines anderen Dinges nötig hat, um daraus gebildet zu werden.<<

Die bekannte Analogie, >Russels Teekanne<, lässt sich nur schlecht mit der "Gottesidee" auf einen Nenner bringen, - denn - die "Teekanne" hat nun mal den Begriff eines anderen Dinges nötig, um daraus gebildet zu werden.

B. Russel (der ja mit L. Wittgenstein befreundet war) wurde von seinen Eltern durch einen atheistischen Hauslehrer erzogen, um nicht dem schädlichen Einfluss der Religionen zu unterliegen. Dagegen ist ja nichts einzuwenden. Bezeichnenderweise suchte B. Russel nun auf anderen Wegen, das Rätsel des Seins und Daseins zu knacken. So versuchte er die Welt eben auch mit mathematischer Logik zu deuten. Eine "Erklärung" ist ihm damit keinesfalls gelungen.
B. Russel soll, nach eigenen Angaben, eine einsame und unglückliche Jugend gehabt haben, die auch nicht frei von Selbstmordgedanken gewesen war.

Mit achtzig Jahren machte Russell jedoch noch eine Erfahrung, die ihn zu einer sehr überraschenden Selbsterkenntnis führte:
Anlässlich eines Griechenland-Besuchs empfand er unzweideutig, dass er sich in einer alten christlichen Kirche „weit mehr zu Hause“ fühlte als in Gebäuden der „heidnischen Antike“. Dabei wurde ihm „klar, dass christliches Lebensgefühl (Christian outlook) weit mehr Einfluss auf mich besaß, als ich geglaubt hatte.“ Den wesentlichen Unterschied zwischen antiker und christlicher Welt sah Russell im „Fehlen jeglichen Sündenbegriffs“ bei den alten Griechen. Er schrieb: „Ich bemerkte nunmehr überrascht, dass dieser Begriff auch meine Gefühle beherrschte.“

W. Leibniz, der ja lange vor B. Russel lebte, setzte voraus, dass nichts ohne "zureichenden Grund", weshalb es so und nicht anders ist, geschieht. Es muss daher einen zureichenden Grund für die Welt als ganze geben, einen Grund dafür, dass etwas existiert und nicht nicht existiert. Jedes Ding in der Welt ist Kontingent, kausal determiniert durch andere Dinge: Es wäre also nicht so, wie es ist, wenn die anderen Dinge anders wären. Die Reihe der Dinge und Ereignisse mit ihren Ursachen und den Ursachen ihrer Ursachen kann zeitlich unbegrenzt sein. Wenn sie aber unbegrenzt ist, dann mögen wir noch so weit zurückgehen - oder wir können sie auch als ganze betrachten: Immer ist sie kontingent und bedarf daher eines zureichenden Grundes außerhalb ihrer selbst. Das heißt, es muss einen zureichenden Grund für die Welt geben, der etwas anderes sein muss als die Welt. Dieser muss ein notwendiges Wesen sein, dass den zureichenden Grund seiner eigenen Existenz in sich enthält.
Kurz: Alle Dinge brauchen einen zureichenden Grund für ihre Existenz, und dieser muss letztlich in einem notwendigen "Wesen" gefunden werden. Es muss etwas geben, das frei von Mangel der Kontingenz ist, einem Mangel, der alles in der Welt und die Welt als ganze betrifft, selbst wenn sie in die Vergangenheit hinein unbegrenzt sein sollte.

Wer also glaubt, philosophisch denken zu können (und nicht nur versteht, die Bauteile eines Radios zum Funktionieren zu bringen ), kommt auch mit solchen >Sprachmustern der Logik< zurecht. Mit religiös gefärbten Vorstellungen haben sie ja wenig zu tun! Weder mit Häme, noch leichtfertigem Negieren kann man solche Sprachkonstrukte einfach vom Tisch wischen.

Zitat
Immerhin war dir ja auch nicht bekannt, dass ein Radio weit mehr ist, als nur die Summe seiner Bauteile, wie dir auch nicht bekannt ist, dass Atheisten sich durchaus mit Ontologie, Metaphysik, Psychologie, Philosophie und auch schönen Dingen wie Kultur ...Kunst, Musik, Literatur, befassen ..und dass sie auch ethischen und moralischen Grundsätzen folgen.

Ich kann mich nicht erinnern, das Gegenteil behauptet zu haben. Verdorbene Menschen findet man sowohl unter Gläubigen, wie auch unter Atheisten, denn der "menschliche Makel" haftet, in unterschiedlichem Maß, beiden Gruppen an, was ja von unserer Geschichte deutlich bezeugt wird.

Zitat
Worin unterscheiden sich also Atheisten von Gläubigen...Ich glaub sie sind um einige 100% klüger und mutiger und haben um 1000% mehr Charakter... Gläubige leben in der ständigen Angst, vom Schicksal benachteiligt zu werden, wenn sie ihren Gott durch Zweifel kränken. Und wenn man ihnen das Unbekannte entzaubert, leiden sie wie Drogenabhängige, die auf Entzug sind..

Soweit ich weiß, gibt es nicht mehr, als 100% - jedenfalls in Deutschland! - Wenn Du aber den Atheisten gar 1000% mehr Klugheit und Mut zusprechen willst, so darfst Du dies gerne tun. Ich würde dies allerdings nicht so laut sagen, denn damit blamierst Du Dich nur. Ich weiß, dass der Katholizismus in Italien besonders innbrünstig betrieben wird, habe auch schon einige "bunte" Prozessionen als Urlauber bestaunen dürfen. Das traditionelle Tragen von Heiligenstatuen durch die Gassen, zeigte mir z.B. deutlich, wie rückständig doch das Anhaften an "bildhafte" Symbole sein kann und wie gedankenlos sich Erwachsene von Priesterkasten in ihrer Gottesvorstellung gängeln und einengen lassen. - (Aber - jeder, wie er mag und kann.)

Zitat
Oder in einem Satz auf den Punkt gebracht: Das Unbekannte und die darin eingepackte Hoffnung ist den Gläubigen so wichtig, dass ihr Leben mit einem Schlag jeglichen Sinn verlieren würde, wenn das Unbekannte enträtselt und entzaubert werden würde. Gottes Bewusstsein ist also das Unbekannte.

Das kann man so nicht sagen - denn es käme ja auf die WAHRHEIT an, mit der sich solch eine "Entzauberung" präsentieren würde/könnte. Der Physik, der Chemie oder der Mathematik, die ja nur Zahlenmengen gegenüber stellt (wie es Leibniz sagte), ist eine "Entzauberung" bisher jedenfalls nicht gelungen. - All unser bisher katalogisiertes Wissen blieb/bleibt nicht nur ein "totes" Wissen, sondern konnte den großen Teil der Menschheit "innerlich" jedenfalls nicht wesentlich veredeln! - Man könnte fast sagen: Je größer der Fortschritt, desto mehr Nebenwege eröffnen sich für das sog. Böse.

Zitat
Gottes Bewusstsein ist also das Unbekannte.

Das Gottesbewusstsein (wenn man es zusammen schreibt und nicht, wie Du, als Genitiv-Begriff trennt) richtet sich an eine unbekannte >Macht/Kraft<, denn uns allen ist ja klar, dass nicht wir es waren, die das Universum in Gang gebracht haben können.
Schreibt man es als Genitiv (Gottes Bewusstsein), so äußern sich dem Menschen davon zumindest Splitter-Erkenntnisse - und zwar gerade durch die Erforschung der uns zugänglichen "Erscheinungen" in der Welt.

Es gibt ein gelungenes Gedicht zum vielschichtigen Rätsel der Welt:


WAS IST DIE WELT?

Was ist die Welt? Ein ewiges Gedicht,
Daraus der Geist der Gottheit strahlt und glüht,
Daraus der Wein der Weisheit schäumt und sprüht,
Daraus der Laut der Liebe zu uns spricht

Und jedes Menschen wechselndes Gemüt,
Ein Strahl ists, der aus dieser Sonne bricht,
Ein Vers, der sich an tausend andre flicht,
Der unbemerkt verhallt, verlischt, verblüht.

Und doch auch eine Welt für sich allein,
Voll süß-geheimer, nie vernommner Töne,
Begabt mit eigener, unentweihter Schöne,
Und keines Andern Nachhall, Widerschein.

Und wenn du gar zu lesen drin verstündest,
Ein Buch, das du im Leben nicht ergründest.

(Hugo von Hofmannsthal)



Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

27.11.2017 15:00
#2055 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Reklov..!! Wir wissen jetzt, dass das "Unbekannte" deiner Gottesvorstellung sein Bewusstsein ist und somit weder erfassbar noch begreifbar. Falls es für dich aber dennoch erfassbar und begreifbar sein sollte.. kann dir auch kein Arzt mehr helfen...

Wir Atheisten können damit aber leider nichts anfangen, weil das Unbekannte für uns weder heilig noch göttlich ist. Und auch sonst sind diese ganzen Sinnfragen des Seins und und des Da-Seins, wie du es meinst und glaubst - für die unsere Zeit längst überholt.

Ich zieh mich jetzt hier aus der Diskussion zurück..

Athon Offline




Beiträge: 3.585

27.11.2017 18:15
#2056 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #2052
Gott "muss" eben keine Ur-Sache haben, weil er als "bedingungslos" gedacht wird. Ist ja nun nicht so schwer zu verstehen.


Mit der Bedingungslosigkeit steht und fällt die Schöpfertheorie. Warum ist es aus Deiner Sicht eigentlich unmöglich, auch Materie als bedingungslos anzusehen? Es ist nicht wahrscheinlicher, eine mit Bewusstsein ausgestattete und ewig existierende geistige Energie zu vermuten, als ewig existente Materie. Oder irrte sich Einstein nun doch...?

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reklov Offline




Beiträge: 5.921

27.11.2017 21:11
#2057 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Mit der Bedingungslosigkeit steht und fällt die Schöpfertheorie.

Athon,

... das ich korrekt. Vieles steht und fällt schon bereits, wenn ein Gedanke ausgeführt oder aber nicht in die Tat umgesetzt wird wird. Neulich hörte ich in einer talk-show, dass z.B. Hitlers Mutter sich mit dem Gedanken beschäftigt haben soll, die Geburt ihres Sohnes abtreiben zu lassen. Man stelle sich nur vor, wieviel Leid der Welt damit erspart geblieben wäre.
Die ganze christliche Lehre steht und fällt (als anderes Beispiel) mit nur einer Person - JESUS.

Zitat
Warum ist es aus Deiner Sicht eigentlich unmöglich, auch Materie als bedingungslos anzusehen?

Den Atomen könnte man durchaus ewige Existenz zusprechen wollen, ob sie aber auch schon inhärenten Geist haben, darüber streiten sich seit geraumer Zeit 2 große buddhistische Denkschulen.
Atome, die ja als Bausteine für jede materielle Erscheinung gelten, kann man sich als ewig existenst "vorstellen", denn sie als SUBSTANZ sind sie in sich und werden durch sich begriffen, haben auch nicht den Begriff eines anderen Dinges nötig, um daraus gebildet zu werden. Spinoza macht z.B. hier noch mal eine Unterscheidung zu seinem Begriff "Gott", denn er schreibt der Substanz der Atome nur Attribute in seiner Art zu, die aber nicht unendliche "Attribute" in sich tragen, während er dem Begriff "Gott" das absolut Unendliche zuschreibt und meint, dass nur zu diesem "Wesen" alles gehört, was Sein ausdrückt und keine Verneinung in sich schließt.

Für mich ist Materie "bedingt" und ein Bewusstsein >unserer Art< möchte ich ihr ungern zusprechen, denn bekanntlich verbrennt z.B. Feuer alles rücksichtslos, und das Wasser schert sich auch nicht darum, welche oder wieviele Lebewesen in seinen Fluten jämmerlich ertrinken.

Zitat
Oder irrte sich Einstein nun doch...?

Auch Einstein war nur ein Mensch und deshalb kann man ihn vom Irrtum nicht ausschließen. - Das unterscheidet ihn z.B. von einem zur Erde "gesandten" Menschen, wie er uns mit dem bibl. Jesus vorgestellt wird, sei er nun Realität oder ledigliche eine Idee, welche "in die Welt kam".

Einsteins bekannter Formel über die Energie findet man sogar auf Briefmarken, kleine Kinder raunen sie einem manchmal mit wissendem Gesichtsausdruck zu, und manchmal findet sie den Weg in das Feuilleton einer überregionalen Zeitung. Viele wissen wohl, dass diese Formel irgendetwas mit einer Äquivalenz von Masse und Energie zu tun hat und dass das bei einer Atombombe und bei einem Atomreaktor eine große Rolle spielt. Diese Formel ist für viele so der Inbegriff der modernen Physik mit all ihren schrecklichen Möglichkeiten und "Geheimnissen" geworden und ein Kommentator verstieg sich sogar zu der Aussage, dass "Einsteins Formel E = mc² die Komplexität des Universums auf fünf Zeichen komprimiert."

Nun, so hintergründig diese Formel auch ist, die Komplexität des Universum ist wohl doch noch von einem anderen Kaliber. Das sieht man schon daran, dass man diese Formel recht gut verstehen kann, während wir von der Komplexität des Universums wohl höchstens erste Ahnungen haben.

Dagegen steht die Aussage von Jesus nicht minder schlecht da, wenn auch auf einer ganz anderen Bewusstseinsebene: >> Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. << (Bibelstelle: Joh 8,12)
Im Johannes-Evangelium gibt es viele Worte Jesu, in denen er sich als 'Brot des Lebens', 'Licht der Welt', der 'Gute Hirte' oder ähnlich bezeichnet. In diesen Bildworten wird deutlich, welche Bedeutung Johannes Jesus beimisst. Mit dem Wort vom Licht der Welt will Johannes ausdrücken, dass durch Jesus Gott für alle Menschen deutlich sichtbar wird. Solches kann nun mal eine physikalische Formel nicht leisten. - Einem Kind in der Taufe zuzusprechen, dass es niemals in Finsternis wandeln soll, ist sicherlich ein sehr schönes Bild. Es wird Klarheit und Leben ebenso symbolisiert wie Orientierung. -

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.921

28.11.2017 12:01
#2058 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Athon,

in meiner, an Dich gerichteten Antwort #2057 sind mir in der Eile leider einige Schreibfehler unterlaufen. Bitte um Nachsicht.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

28.11.2017 12:34
#2059 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2057


Einsteins bekannter Formel über die Energie findet man sogar auf Briefmarken, kleine Kinder raunen sie einem manchmal mit wissendem Gesichtsausdruck zu, und manchmal findet sie den Weg in das Feuilleton einer überregionalen Zeitung. Viele wissen wohl, dass diese Formel irgendetwas mit einer Äquivalenz von Masse und Energie zu tun hat und dass das bei einer Atombombe und bei einem Atomreaktor eine große Rolle spielt. Diese Formel ist für viele so der Inbegriff der modernen Physik mit all ihren schrecklichen Möglichkeiten und "Geheimnissen" geworden und ein Kommentator verstieg sich sogar zu der Aussage, dass "Einsteins Formel E = mc² die Komplexität des Universums auf fünf Zeichen komprimiert."


Oh mann, Reklov... wenn du nicht irgendwelchen "Scheißdreck" daher schwafelen kannst, dann gehts dir wohl ziemlich schlecht??!

Und sagtest du nicht, dass jedem Deutschen alles bekannte Schulwissen vermittelt wird? Aber bei dir haben wohl alle Vermittlungsversuche versagt..

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

28.11.2017 21:17
#2060 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

http://www.einstein-website.de/z_kids/refwerther.html.. Einsteins Biografie

Einsteins Formel der allgemeinen Relativitätstheorie hat nichts mit dem Bau der ersten Atombombe zu tun..
E=c·m² ist auch keine Energieformel.. sondern beschreibt die Beziehung von Energie, Masse und Zeit.

Der Jesusglaube hat Tausende mal mehr Tote, in Folge von Verfolgung und Gewalt verursacht, als alle bisher explodierten Atomkraftwerke und Atombomben zusammen..
Der Jesusglaube hat mehr Unterdrückung, Ausbeutung und Zerstörung anderer Kulturen unterstützt und gerechtfertigt, als jedwede andere bisher in Erscheinung getretene Ideologie...

Sogar die allseits hochverehrte Mutter Theresa war nichts weiter als eine grausame Sadistin, die wohl mehreren Milliarden an Spendengeldern und in heutigen Euros, nicht den Armen zukommen ließ, für die sie gespendet wurden.. sondern den Bankiers des Vatikans.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

28.11.2017 21:46
#2061 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

„Die Religion stützt sich vor allem und hauptsächlich auf die Angst. Teils ist es die Angst vor dem Unbekannten und teils, wie ich schon sagte, der Wunsch zu fühlen, dass man eine Art großen Bruder hat, der einem in allen Schwierigkeiten und Kämpfen beisteht. Angst ist die Grundlage des Ganzen – Angst vor dem Geheimnisvollen, Angst vor Niederlagen, Angst vor dem Tod. Die Angst ist die Mutter der Grausamkeit, und es ist deshalb kein Wunder, dass Grausamkeit und Religion Hand in Hand gehen, weil beide aus der Angst entspringen. […] Eine gute Welt braucht Wissen, Güte und Mut, sie braucht keine schmerzliche Sehnsucht nach der Vergangenheit, keine Fesselung der freien Intelligenz durch Worte, die vor langer Zeit von unwissenden Männern gesprochen wurden. Sie braucht einen furchtlosen Ausblick auf die Zukunft und eine freie Intelligenz.“

– Bertrand Russell: Warum ich kein Christ bin

Reklov Offline




Beiträge: 5.921

29.11.2017 11:42
#2062 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Der Jesusglaube hat Tausende mal mehr Tote, in Folge von Verfolgung und Gewalt verursacht, als alle bisher explodierten Atomkraftwerke und Atombomben zusammen..
Der Jesusglaube hat mehr Unterdrückung, Ausbeutung und Zerstörung anderer Kulturen unterstützt und gerechtfertigt, als jedwede andere bisher in Erscheinung getretene Ideologie...

Perquestavolta,

... Deine Schuldverschiebungen sind so nicht haltbar! - denn - es war/ist nicht der "Jesusglaube", welcher für den "menschlichen Makel" verantwortlich gemacht werden kann, sondern die Hinterlist der kirchlichen Macht, die es verstand, Gläubige für ihre dunklen Absichten einzuspannen - oder auch gar selber in verblendeter und negativer Weise aktiv zu werden. Allerdings dürfen die positiven Effekte des Jesusglaubens auch nicht einfach verschwiegen werden.

Zitat
Die Angst ist die Mutter der Grausamkeit, und es ist deshalb kein Wunder, dass Grausamkeit und Religion Hand in Hand gehen, weil beide aus der Angst entspringen.

Das ist richtig. Aber - dagegen steht ja nicht ohne Grund die Jesus in den Mund gelegte bibl. Aussage: >> In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. << (Joh. 16, 33)

Zitat
Sogar die allseits hochverehrte Mutter Theresa war nichts weiter als eine grausame Sadistin, die wohl mehreren Milliarden an Spendengeldern und in heutigen Euros, nicht den Armen zukommen ließ, für die sie gespendet wurden.. sondern den Bankiers des Vatikans.

Abgesehen davon, dass ich über den Vatikan hier ja schon mehrfach meine Meinung deutlich geäußert hatte, braucht es ja nun auch nicht viel Bibelwissen, um den krassen Gegensatz zwischen den Forderungen Jesu und dem verblendeten Treiben des Vatikans deutlich zu machen.

Zitat
Eine gute Welt braucht Wissen, Güte und Mut, sie braucht keine schmerzliche Sehnsucht nach der Vergangenheit, keine Fesselung der freien Intelligenz durch Worte, die vor langer Zeit von unwissenden Männern gesprochen wurden. Sie braucht einen furchtlosen Ausblick auf die Zukunft und eine freie Intelligenz.“

Klingt gut, was Du da schreibst, aber man weiß leider auch, dass eine "freie Intelligenz" allein sehr schnell der Versuchung unterliegt, ins Böse abzurutschen. Deswegen sollte stets die Güte (in Verbindung mit Moral und Ethik), als oberste Lenkerin des Ganzen, das Kommando über die Völker übernehmen. Leider nutzen aber auch die Feinde der Güte unser freies Wirtschaftssystem als Spielfeld für ihre Ziele, praktizieren rücksichtslosen Konkurrenzkampf auf den Kosten der Schwachen und Wehrlosen oder üben gewissenlosen Kundenbetrug aus, bis dieser aufgedeckt und vom Gesetzgeber untersagt wird. Danach suchen sich die "Haifische" auf ihrer "Jagd nach dem Geld" andere Schwachstellen, die sich als nachgiebig erweisen, denn gerade die >Intelligenz< hat bekanntlich u.a. die Eigenschaft, stets eine rein "pragmatische Lösung" für die Überwindung von Hindernissen jeglicher Art zu finden.

Zitat
Einsteins Formel der allgemeinen Relativitätstheorie hat nichts mit dem Bau der ersten Atombombe zu tun..
E=c·m² ist auch keine Energieformel.. sondern beschreibt die Beziehung von Energie, Masse und Zeit.

Einstein war nicht direkt am Bau der ersten Atombombe beteiligt. Einstein war zeitlebens überzeugter Pazifist und setzte sich gegen Gewalt und Krieg ein, wo er nur konnte.
Was hat Einsteins theoretische Arbeit aber mit der Bombe zu tun?
Allerdings bildete seine Entdeckung der Äquivalenz von Masse und Energie, die berühmte Formel E=mc², eine entscheidende theoretische Voraussetzung für die Entwicklung der Bombe!!!
Wie war Einsteins Reaktion auf Hiroshima? - Im August 1945 fanden etwa 250.000 Menschen sofort oder im Anschluss der Abwürfe der USA in Japan einen qualvollen Tod. Einstein zeigte sich tief betroffen. Nach Hiroshima verstärkte er nochmals sein Engagement gegen Krieg und gegen die Bombe. So wandte er sich später besonders scharf gegen den Bau der Wasserstoffbombe in den USA.
Informiere Dich also gründlicher, bevor Du hier lediglich nur Halbwahrheiten verkündest.

Zitat
– Bertrand Russell: Warum ich kein Christ bin

Wer kann schon von sich behaupten, jemand zu sein, der stets im Sinne Jesu handelt? Nur solch eine Person dürfte sich zurecht "Christ" nennen! - Jesus hätte niemals eine so gigantische Macht-Geld-Organisation aufgezogen, wie man sie in den heutigen Kirchenkonzernen erblicken kann, waren ihm doch die daraus entstehenden Auswüchse bestens bekannt.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.921

29.11.2017 12:08
#2063 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
E=c·m² ist auch keine Energieformel.. sondern beschreibt die Beziehung von Energie, Masse und Zeit.

Perquestavolta,

... was aber auch nicht unerwähnt bleiben sollte, ist die "indirekte Verstrickung" Einsteins mit der AtomBombe. -



>> 1200 Tonnen Uran aus den Erzminen des Kongo lagert der Minendirektor zunächst im Hafen von New York ein: atomwaffenfähiges Uran von höchster Qualität, wie es weder in den USA noch in Kanada zu finden war. Sengier ahnte bereits zu Beginn des Zweiten Weltkrieges, dass das Kongo-Uran waffenrelevant werden könnte. Schließlich war Otto Hahn bereits Ende 1938 der Versuch einer Kernspaltung gelungen. Physiker auf der ganzen Welt diskutierten deren waffentechnische Nutzung.

Den belgischen Minendirektor treibt die Angst um, dass Hitler die Welt in ein atomares Inferno verwandeln könnte, wenn dessen Afrika-Feldmarschall Erwin Rommel von Ägypten aus den Kongo-Rohstoff erbeuten würde. Mit Rückendeckung der belgischen Königin lässt Sengier deshalb 1940 die belgische Mine vorsichtshalber fluten. Elisabeth genehmigt auch den Uran-Transport in die USA.

Die Königin ist seit Jahren eine enge Vertraute des Physikers und Nobelpreisträgers Albert Einstein. In Brüssel hatten sich die Königin und der Nobelpreisträger kennengelernt. Am Rande einer Konferenz entdeckten sie ihre gemeinsame Liebe zur Geige. Und 1933, als die Königin Einstein vor den Nazis an der belgischen Nordseeküste versteckte, gaben sie sogar gemeinsam ein Violinkonzert im Kurhaus von Ostende.

Das Geigenduo hielt engen Briefkontakt, nachdem Einstein im September 1933 von Belgien aus über England in die USA emigrierte. Durch die Briefe der Königin wusste der Physiker, dass das belgische Uran nicht mehr im Kongo lag, sondern quasi vor der Haustür des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt, der sich häufig in New York aufhielt.

Einstein müsse auf den US-Präsidenten einwirken, die Kernforschung in den USA zu intensivieren und Hitler beim Bau der Atombombe zuvorzukommen, bedrängen ihn seine amerikanischen Physikerkollegen der Universitäten Princeton und Columbia, Robert Oppenheimer und Leo Szilard. Am 2. August 1939 schreibt Einstein jenen Brief, den er später als seinen "größten Fehler" bezeichnet.
Der Nobelpreisträger weist den US-Präsidenten eindringlich auf die Möglichkeit einer neuen, extrem zerstörerischen Bombe hin. Hitler-Deutschland verfüge über Uran aus tschechischen Minen, habe den Verkauf gestoppt und experimentiere damit. Einstein fordert Roosevelt auf, sofort die amerikanischen Forschungsarbeiten für den Bau einer atomaren Bombe voranzutreiben.

Belgien sei einer der weltbesten Uranlieferanten, schreibt der Physiker. Wenig später informiert er mit Hilfe des belgischen Botschafters den US-Präsidenten, dass ein Teil des belgischen Kongo-Urans bereits im Hafen von New York liegt - dank der weitsichtigen Initiative des belgischen Minendirektors Sengier, an dessen Bürotür kurze Zeit später US-General Nichols anklopft.

"Ich habe gehört, Du bist im Besitz von Uran", so habe er die Verhandlungen mit dem Belgier Sengier begonnen, erinnert sich Roosevelts Rohstoffbeschaffer Kenneth Nichols Jahre später in einem Interview: "Lass uns einen Deal machen". Kurze Zeit später ist der amerikanisch-belgische Vor-Vertrag perfekt. Er habe zunächst die Kaufoption und später das Uran bekommen, so günstig wie später niemand mehr, freut sich der Unterhändler des US-Präsidenten in einem Gespräch mit dem US-Journalisten Stephane Groueff.
Insgesamt lieferte Belgien 4200 Tonnen Natur-Uran an die US-Armee - mit einem hohen Anteil an Uran 235, ohne das der schnelle Bau der verheerenden Hiroshima-Bombe den Amerikanern nicht möglich gewesen wäre. 2,5 Milliarden US-Dollar kassiert Belgien von den USA für den Kongo-Rohstoff. Außerdem bekommt das Königreich Zugang zu amerikanischer Nukleartechnolgie. Belgien baut mit dem Geld zunächst einen Atom-Forschungsreaktor in der Hauptstadt des Kongo. Und die Amerikaner festigen die belgische Kolonialherrschaft, indem sie im Kongo den Bau zweier großer Militärflughäfen unterstützen.

Der US-Regierung ist durch den Uran-Deal mit Belgien plötzlich klar geworden, wie wichtig das Rohstoff-Eldorado Kongo für die Aufrüstung im Kalten Krieg ist - und vor allem die Minen von Shinkolobwe, der damals hochwertigsten Uranmine der Welt. Erst als mit dem Fall der Mauer auch der Kalte Krieg endet, lässt das Interesse der Amerikaner an den Machtverhältnissen in Kinshasa und in der kongolesischen Katanga-Provinz schlagartig nach.

Der Hiroshima-Deal beeinflusst auch die belgische Nachkriegsgeschichte bis heute: Ein Teil der Uran-Dollar floss später in das Kernforschungszentrum im flämischen Mol und in den Aufbau der heutigen Schrottreaktoren in Doel und Tihange.

SCHULDGEFÜHLE:

Einstein hat diese Spätfolgen des Uran-Deals nicht mehr erlebt. Bis zu seinem Tod 1955 verfolgt den jüdischen Pazifisten das Wissen, dass er den Uran-Kaufvertrag mit ermöglichte. Unter schweren Schuldgefühlen litt auch die belgische Königin. Rastlos reiste Elisabeth selbst mit über 80 Jahren zu Mao und Breschnjew und beschwor die Atommächte, niemals die Bombe einzusetzen.

"Ja, ich habe auf den Knopf gedrückt", sagte Einstein kurz vor seinem Tod und fügte hinzu: "Der Krieg ist gewonnen, aber nicht der Friede. Ohne einen radikalen Mentalitätswandel wird unsere Zivilisation dem Untergang geweiht sein." << (Quelle: Internet)

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

29.11.2017 20:58
#2064 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Ja, es waren damals keine Atheisten und keine Wissenschaftler die zu Holocaust aufriefen.https://www.theologe.de/theologe4.htm Auch die, die die beiden Atombomben über Japan abwarfen, taten es für Gott und das Vaterland.
Es ist auch überaus merkwürdig, dass gerade unter den Gläubigen immer die ärgsten und böswilligsten Rassisten zu finden sind.

Und natürlich könnte man jetzt sagen: "ja.. schau mal, was der Atheismus in Russland angerichtet hat".. Aber leider ist diese Meinung genauso falsch, wie wenn man für den 1. und 2. Weltkrieg die katholische Kirche verantwortlich machen wollte.. Zudem war das Leben für Regimfeinde in Russland schon immer extrem lebensgefährlich. Nicht zuletzt weil gerade die christlich Orthodoxe Kirche immer besonders eng mit dem Adel zusammenarbeitete. Zar Nikolaus der II war geradezu ein ganz besonders frommer Christ... der mit seinen Gegnern nicht weniger grausam umging, als Stalin. Dass der kommunistischen Revolution dann gerade im Besonderen die ganzen Scheinheiligen zum Opfer fielen.. hat überhaupt nichts mit den Atheisten zu tun.

Es war viel mehr die über Jahrhunderte angestaute Volkswut gegen den russischen Adel, mit dem sich die Obrigkeit der russisch orthodoxen Kirchen besonders eng verbunden sah.. unter dem christlichen Motto, dass Kaiser, König und alle anderen Adelsherrschaften immer von Gott erwählt werden.

Zugegeben, ist der statistische Unterschied zwischen bösen brutalen Gläubigen und bösen Atheisten so verschwindend klein, dass man selbst in langjährigen Studien zu keinem genaueren Unterscheidungsergebnis gekommen ist. Wobei ja eigentlich ja gerade eben der Glaube uns doch zu besseren Menschen machen sollte..
Einzig und allein die Untersuchungen bezüglich Intelligenz wurden gravierende Unterschiede festgestellt.. Religiöser Glaube scheint weit mehr mit dem primitiven Instinktverhalten der Selbstbezogenheit in Zusammenhang zu stehen, als man es für möglich halten könnte. Auch sind Gläubige um einige 100% anfälliger für Manipulationen..durch charismatische Führer-Persönlichkeiten und somit ideale Mitglieder für Schwarmdummheit.. z. B. III Reich

usw usf...

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

29.11.2017 22:25
#2065 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

https://www.heise.de/tp/features/Manche-...be-3401918.html



Ich war fest überzeugt, dass diese Art von Massenvernichtung richtig war; so fest, dass sich mir die Frage gar nicht stellte, ob das überhaupt moralisch vertretbar war. Das machte die 'Gehirnwäsche', der ich unterzogen wurde, ohne Zwang und Foltermethoden, einfach nur durch das Schweigen meiner Kirche und ihre vorbehaltlose Zusammenarbeit mit der Kriegsmaschinerie des Landes in tausend kleinen Dingen.

Reklov Offline




Beiträge: 5.921

30.11.2017 16:32
#2066 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ich war fest überzeugt, dass diese Art von Massenvernichtung richtig war; so fest, dass sich mir die Frage gar nicht stellte, ob das überhaupt moralisch vertretbar war. Das machte die 'Gehirnwäsche', der ich unterzogen wurde, ohne Zwang und Foltermethoden, einfach nur durch das Schweigen meiner Kirche und ihre vorbehaltlose Zusammenarbeit mit der Kriegsmaschinerie des Landes in tausend kleinen Dingen.

Perquestavolta,

... Produkte der Waffentechnik mit christl. Namen zu benennen, kann nur jemand machen, der die Botschaft Jesu nicht mal im Ansatz verstanden hat.

Dein link beleuchtet lediglich die "eine" Seite der Weltkriegstragödie, denn japanische Diplomaten und Unterhändler gingen schon vor Beginn des 2. Weltkrieges in Berlin ein und aus, hatten sie doch mit Hitler vereinbart, nach dem "Endsieg" als Lohn für ihre "Dienste" den großen Kontinent Australien gewaltsam erobern zu dürfen. Mit diesem "Plan" wollten sich die Japaner von ihrer unseligen kleinen "Erdbebeninsel" verabschieden und neuen, erdbebensicheren Boden für sich und die Ausbreitung ihres Volkes gewinnen. Das war der 2. Versuch, denn der vorherige Überfall auf China (1937) wurde mit großen Verlusten abgewehrt. Man spricht von 15 Millionen Toten!

1941 griffen japan. Flugzeuge ohne Vorwarnung Pearl Harbour an, um die uneingeschränkte Herrschaft über den Pazifik zu erreichen und führten danach noch weitere 4 Jahre Krieg gegen die USA.
Erst nach dem Abwurf der 2 Atombomben unterzeichneten die Japaner einen Friedensvertrag. So konnte das Töten auf beiden Seiten endlich gestoppt werden.-

Auch die Bombardierung deutscher Städte und Industrieanlagen war damals nötig, sonst hätten die Nazis in ihren Waffenfabriken ungestört weiter arbeiten können und der Krieg wäre nicht so schnell an sein Ende gekommen.

Jesus soll zum unseligen Kriegshandwerk gesagt haben: >> Wer das Schwert nimmt, der soll durch das Schwert umkommen. <<

Zitat
... dass man selbst in langjährigen Studien zu keinem genaueren Unterscheidungsergebnis gekommen ist. Wobei ja eigentlich ja gerade eben der Glaube uns doch zu besseren Menschen machen sollte.

Ein "besserer" Mensch wird nur derjenige, der seinen Glauben auch verinnerlicht und dementsprechend lebt, - sich also z.B. genau überlegt, ob er an einem "Angriffskrieg" teilnehmen soll, nur weil ihn seine derzeitige Regierung dazu auffordert/zwingt. - Sonntags nur gedankenlos die Kirchenbank zu drücken, reicht eben nicht aus, um Christ, Muslim, Jude etc. zu sein.

Der sog. "Heilige Krieg" sollte stets nur im Inneren eines Menschen stattfinden, wie ein Islamwissenschaftler neulich im TV bemerkte, ist also kein nach außen zu tragender Kampf, denn hierbei soll der Einzelne gegen seine mehr oder weniger schlechten Wesenszüge/Veranlagungen kämpfen. In den meisten Fällen bedeutet dies also ein lebenslanges Kämpfen!

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

30.11.2017 17:14
#2067 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2066
[quote]

... Produkte der Waffentechnik mit christl. Namen zu benennen, kann nur jemand machen, der die Botschaft Jesu nicht mal im Ansatz verstanden hat.


Da irrst du dich.. Ließ mal alle 10 Bände der Kriminalgeschichte des Christentums.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

30.11.2017 17:34
#2068 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Und wenn ich mir dann auch noch deine krankhafte und teilweise überaus bösartige Selbstbezogenheit anschaue, Reklov... von einem der von sich behaupte, "ernsthaft" christliche Werte zu vertreten... dann krieg ich glatt die "Scheißerei" vom Lachen.

http://www.vinnai.de/gewalt.html

Athon Offline




Beiträge: 3.585

01.12.2017 10:31
#2069 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #2057
Neulich hörte ich in einer talk-show, dass z.B. Hitlers Mutter sich mit dem Gedanken beschäftigt haben soll, die Geburt ihres Sohnes abtreiben zu lassen. Man stelle sich nur vor, wieviel Leid der Welt damit erspart geblieben wäre.


Das könnte auf den ersten Blick so erscheinen. Es ist aber reine Spekulation, weil hier tatsächliche Ereignisse zugrunde gelegt werden und niemand wissen kann, ob ohne Hitler nicht ein anderer Schlächter auf den Plan getreten wäre.
Wieso habe ich jetzt eigentlich den Begriff "Plan" erwähnt...?

Zitat
Für mich ist Materie "bedingt" und ein Bewusstsein >unserer Art< möchte ich ihr ungern zusprechen, denn bekanntlich verbrennt z.B. Feuer alles rücksichtslos, und das Wasser schert sich auch nicht darum, welche oder wieviele Lebewesen in seinen Fluten jämmerlich ertrinken.


Feuer und Wasser weisen offensichtlich in dieser Hinsicht eine hundertprozentige Übereinstimmung mit dem bewusst handelnden (oder eben auch nicht handelnden...) "Schöpfergott" auf, findest Du nicht...?

Zitat
Auch Einstein war nur ein Mensch und deshalb kann man ihn vom Irrtum nicht ausschließen. - Das unterscheidet ihn z.B. von einem zur Erde "gesandten" Menschen, wie er uns mit dem bibl. Jesus vorgestellt wird, sei er nun Realität oder ledigliche eine Idee, welche "in die Welt kam"...
Dagegen steht die Aussage von Jesus nicht minder schlecht da, wenn auch auf einer ganz anderen Bewusstseinsebene: >> Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. << (Bibelstelle: Joh 8,12)


Gut, dass Einstein und Jesus nicht miteinander verglichen werden können. Denn, einen von beiden "kennt" man nur aus Büchern. Wenn Du hier also Einsteins Formel anzweifeln möchtest, solltest Du dabei etwas fundierter vorgehen...

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reklov Offline




Beiträge: 5.921

01.12.2017 11:46
#2070 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat

Da irrst du dich.. Ließ mal alle 10 Bände der Kriminalgeschichte des Christentums.

Perquestavolta,

... K. Deschners berechtigte Kritik am kriminellen Verhalten des Christentums ist mir in Auszügen bekannt. Ausnahmen oder positive Beispiele unerwähnter christl. "Alltagshelden" gibt es aber auch im Christentum reichlich und dies sollte ebenfalls nicht verschwiegen werden. Dies ändert nichts an meiner Behauptung, dass schwerwiegende Verfehlungen nur von solchen "Christen" begangen werden konnten, welche die Aussagen, die in der Bibel Jesus "zugeschrieben" werden, nicht verinnerlichen konnten.
Wie konnte ich doch einst lesen: >> Jesus, läge er noch im Grabe, hätte sich, angesichts seines ständigen Namensmissbrauchs, schon oft vor Gram darin umgedreht. <<

Wer z.B. die "Bergpredigt"- die bekannteste Rede Jesu - kennt, weiß, was ich sagen möchte. (Matth. 5-7, Neues Testament)

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.921

01.12.2017 12:06
#2071 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Es ist aber reine Spekulation, weil hier tatsächliche Ereignisse zugrunde gelegt werden und niemand wissen kann, ob ohne Hitler nicht ein anderer Schlächter auf den Plan getreten wäre.

Athon,

... leider kann man "Geschichte" nur im Nachhinein interpretieren. Daraus lernen sollten die nächsten Generationen aber dringend.

Zitat
Wieso habe ich jetzt eigentlich den Begriff "Plan" erwähnt...?

Vielleicht gehst Du davon aus, dass unsere Geschichte ebenfalls nach einem "Plan" abläuft, wir diese "Lektionen" (oder sind es selbst verursachte Konsequenzen/Heimsuchungen) nur nicht richtig einordnen können.

Zitat
Feuer und Wasser weisen offensichtlich in dieser Hinsicht eine hundertprozentige Übereinstimmung mit dem bewusst handelnden (oder eben auch nicht handelnden...) "Schöpfergott" auf, findest Du nicht...?

Aber nur, wenn man den Heimsuchungen durch Feuer und Wasser keinen "rettenden/kontrollierenden" Aspekt abgewinnen kann, denn ans "Wundersame" grenzende Rettungen sind hierbei ja auch oft zu beobachten, wie z.B. das Bergen von Personen aus an sich völlig hoffnungslosen/aussichtslosen Lagen.

Zitat
Wenn Du hier also Einsteins Formel anzweifeln möchtest, solltest Du dabei etwas fundierter vorgehen...

Einsteins Energie-Formel wurde von mir nicht angezweifelt, sondern ich erwähnte nur gegenüber PQV, dass der Physiker, durch eigene Aussage, eine Schuld am Bau der ersten Atombombe eingestand.
Übrigens: Auch A.Einstein wird man nach 2000 Jahren nur noch aus Büchern und Filmen kennen, sofern diese immer gewissenhaft "gepflegt" und archiviert werden. Richtig ist aber auch, dass es von Jesus keine einzige selbst verfasste Zeile gibt und wir ihn nur durch die Schilderungen seiner Anhänger "kennenlernen" können. - Der Ordnung halber sollten aber auch dessen außerbiblischen Erwähnungen durch andere Personen angesprochen werden: Tacitus, Lucian, Flavius Josephus, Sueton, Plinius Secundus, Thallus.

Oder der Brief von Mara Bar-Serapion, geschrieben nach 73 n.Chr., genaue Datierung nicht möglich:

Ein Syrer namens Mara Bar-Serapion schreibt an seinen Sohn Serapion. Er ermutigt ihn dazu, die Weisheit zu suchen, und gibt drei Beispiele dafür an, daß von Unglück heimgesucht wird, wer einen Weisen tötet. Dabei stellt er die Tode von Sokrates, Pythagoras und Christus in eine Reihe:

"Was profitierten die Athener davon, daß sie Sokrates töteten ? Hungersnot und Pest traf sie als Strafe für ihr Verbrechen.
Was profitierten die Einwohner von Samos davon, dass sie Pythagoras verbrannten ? Kurze Zeit später war ihr Land unter einer Sandschicht begraben.
Was profitierten die Juden davon, daß sie ihren weisen König hinrichteten ? Kurz danach wurde ihr Königreich total zugrundegerichtet.
Gott hat diese drei Weisen in gerechter Weise gerächt: Die Athener verhungerten, Samos wurde vom Meer überschwemmt, und die Juden, ruiniert und aus ihrem Land vertrieben, leben jetzt in absoluter Zerstreuung. Aber Sokrates ist nicht tot. Er lebt weiter in der Lehre Platos. Pythagoras ist nicht tot. Er lebt weiter in der Statue der Hera. Und auch der weise König ist nicht tot. Er lebt in der Lehre fort, die er brachte."


Oder im Talmud: "Am Vorabend des Pesachfestes haben sie Jesus gehängt. Der Herold aber ging vierzig Tage vor ihm her: Dieser geht hinaus, um gesteinigt zu werden, weil er Zauberei getrieben und Israel verlockt und abgesprengt hat. Jeder, der etwas zu seinen Gunsten weiß, komme und plädiere für ihn. Aber sie fanden nichts zu seinen Gunsten und hängten ihn am Vorabend des Pesahfestes." (Babylonischer Talmud, Sanhedrin 43)


Eine weitere namentliche Erwähnung Jesu, zitiert bei Klausner (alle Klammern gehören zu diesem Zitat):

"Akiba, du hast mich erinnert. Einmal ging ich durch den oberen Markt (in der Tosefta: Straße) von Sepphoris und traf da einen Mann [von den Jüngern des Jesus des Nazareners], und Jakob aus dem Dorfe Sechania (in der Tosefta: Sichnin) war sein Name. Der sprach zu mir: In eurer Thora ist geschrieben: Bringe nicht Dirnenlohn...in deines Gottes Haus. Was soll damit geschehen - soll man daraus eine Latrine fuer den Hohenpriester machen ? Ich aber sagte nichts. Da sprach er zu mir: So lehrte mich Jesus der Nazarener (in der Tosefta: »Jesus ben Panteri«): Aus Dirnenlohn ward es aufgehäuft und zu Dirnenlohn soll es wieder werden. Vom Ort des Schmutzes sind sie gekommen und zum Ort des Schmutzes sollen sie zurückkehren." - Dies hat mir gefallen, und deshalb ward ich wegen Ketzerei ergriffen. Übertreten habe ich, was in der Thora geschrieben ist: »Dein Weg führe fern von ihr« - gemeint ist: die Ketzerei; » und nähere dich nicht der Tür ihres Hauses « - gemeint ist: die Obrigkeit." (aus Klausner, Joseph: Jesus von Nazareth. Seine Zeit, sein Leben und seine Lehre (Jerusalem: The Jewish Publishing House 3. Aufl. 1952))

Klausner kommentiert: Es kann "kein Zweifel darüber bestehen, daß die Worte von den Jüngern des Nazareners "und so lehrte mich Jesus der Nazarener" alt und echt sind, wenn sie auch in den Parallelstellen kleine Veränderungen erlitten haben." (Quelle: Internet)


Gruß von Reklov

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

01.12.2017 13:20
#2072 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2062
... Deine Schuldverschiebungen sind so nicht haltbar! - denn - es war/ist nicht der "Jesusglaube", welcher für den "menschlichen Makel" verantwortlich gemacht werden kann, sondern die Hinterlist der kirchlichen Macht, die es verstand, Gläubige für ihre dunklen Absichten einzuspannen - oder auch gar selber in verblendeter und negativer Weise aktiv zu werden.


Falsch Reklov.

Dem Glauben an unbeweisbare Dinge ist immanent, dass sich Gleichgläubige zusammentun, andere überzeugen wollen und ihre eigenen Glaubensüberzeugungen als Glaubensgrundlagen der Glaubensgemeinschaft implementieren wollen. So hat der Autor des Matthäusevangeliums Jesus in den Mund gelegt (Mt25,41): "Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel." Solche in der Bibel gelegten Grundlagen führten z.B. zum Judenhass des Martin Luther und weiter zum Holocaust der Nazis.

Martin Luther: "Erstlich, daß man ihre Synagogen oder Schulen mit Feuer anstecke und, was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, daß kein Mensch einen Stein oder Schlacke sehe ewiglich, und solches soll man tun unserm Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, daß wir Christen seien und solch öffentlich Lügen, Fluchen und Lästern seines Sohnes und seiner Christen wissentlich nicht geduldet noch gewilligt haben."

Alles Hirngespinste kreativer Gläubiger, deren Ideen ohne den christlichen Glauben und Jesus nicht existieren würden. Daher kann man den christlichen Glauben nicht von Schuld freisprechen. Genauso wenig wie den Islam, wenn ein Islamist sich mit Allahu Akbar mit Unschuldigen in die Luft sprengt.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

01.12.2017 20:37
#2073 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2070

Zitat

Da irrst du dich.. Ließ mal alle 10 Bände der Kriminalgeschichte des Christentums.
Perquestavolta,

... K. Deschners berechtigte Kritik am kriminellen Verhalten des Christentums ist mir in Auszügen bekannt.




Gut... dann weist du ja, dass auch Christen Atombomben bauen, sich gegenseitig und anderen die Schädel einschlagen und vor dem Krieg den selben Gott um Beistand bitten, wie ihre Feinde auch. Und überhaupt sind gerade die ganz Frommen unter den Christen gehässig, bösartig, intolerant bis zum Abwinken.. ständig auf der Suche nach Feindbildern an denen sie ihre eigene "Güte" messen können.. usw. usf.

Nicht mal untereinander kommen sie mit einander klar..

Ich bin wirklich gerne Atheist.

Athon Offline




Beiträge: 3.585

02.12.2017 07:48
#2074 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #2071
Vielleicht gehst Du davon aus, dass unsere Geschichte ebenfalls nach einem "Plan" abläuft, wir diese "Lektionen" (oder sind es selbst verursachte Konsequenzen/Heimsuchungen) nur nicht richtig einordnen können.


Wie bitte??? Ich gehe absolut nicht davon aus, dass irgendetwas nach einem Plan (eines "Großen Programmierers") abläuft, also auch nicht die Geschichte. Wie soll ich Deine Formulierung: "ebenfalls" verstehen?

Zitat
Aber nur, wenn man den Heimsuchungen durch Feuer und Wasser keinen "rettenden/kontrollierenden" Aspekt abgewinnen kann, denn ans "Wundersame" grenzende Rettungen sind hierbei ja auch oft zu beobachten, wie z.B. das Bergen von Personen aus an sich völlig hoffnungslosen/aussichtslosen Lagen.


Du willst also tatsächlich andeuten, dass "Rettungen" aus durch Feuer und/oder Wasser hervorgerufenen ausweglosen Situationen auf das Eingreifen einer bewusst handelnden "höheren Macht" zurückzuführen sind? Ich sehe solche Ereignisse in erster Linie dem selbstlosen Eingreifen menschlicher Retter geschuldet.

Zitat
Einsteins Energie-Formel wurde von mir nicht angezweifelt, sondern ich erwähnte nur gegenüber PQV, dass der Physiker, durch eigene Aussage, eine Schuld am Bau der ersten Atombombe eingestand.


Dann habe ich wohl wieder einmal etwas falsch verstanden:

Zitat von Reklov #2057
Auch Einstein war nur ein Mensch und deshalb kann man ihn vom Irrtum nicht ausschließen.

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reklov Offline




Beiträge: 5.921

02.12.2017 12:31
#2075 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ich sehe solche Ereignisse in erster Linie dem selbstlosen Eingreifen menschlicher Retter geschuldet.

Athon,

... auch über die Mitwirkung/Mitarbeit von Menschen könnte ein so gedachtes "Höheres od. gar Höchstes Wesen" durchaus seinen Willen entfalten, notwendige Dinge in Gang bringen. - Wenn z.B. ein Kind nach 3 Tagen unter den Erdbebentrümmern eines Hauses unversehrt geborgen werden kann, so muss es schon vorher in eine "glückliche" Lage geraten sein, um von dem sich über ihm türmenden Baumaterial nicht erschlagen zu werden. Manche sprechen hier von "Glück", andere von einem "Schutzengel". Wieder ist die "Wahrhreit" nicht beweisbar, bleibt also Glaubenssache.

Gruß von Reklov

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