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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 2.295 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Athon Offline




Beiträge: 3.541

20.12.2017 14:48
#2201 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #2200
... das sollte man dem menschlichen Bewusstsein (welches ja sehr begrenzt ist!) nicht verübeln.


Bist Du sicher, dass Du das Bewusstsein meinst, das sehr begrenzt ist? Oder doch eher die momentan eingeschränkte Fähigkeit, "das Große und Ganze" mittels seines Geistes überblicken und erkennen zu können? Wie Du hier zu vermitteln versuchtest, sind doch Bewusstsein und Geist getrennt zu betrachten...

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

20.12.2017 17:10
#2202 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Athon im Beitrag #2201
Bist Du sicher, dass Du das Bewusstsein meinst, das sehr begrenzt ist? Oder doch eher die momentan eingeschränkte Fähigkeit, "das Große und Ganze" mittels seines Geistes überblicken und erkennen zu können? Wie Du hier zu vermitteln versuchtest, sind doch Bewusstsein und Geist getrennt zu betrachten...

Es steht immer die Frage der Definition im Raum. Gewissen, ist Bewusstsein, wie zu gleichen Teilen die Klarheit. Menschliches Bewusstsein kann „niemals“ das Große und Ganze erfassen…dann wäre der Mensch (ein) Gott.
Zitat von Athon im Beitrag #2184
Ich bin bei meiner Thread-Eröffnung von dem Bewusstsein ausgegangen, wie ich es selbst wahrnehme. Also: Ich bin ich, ich habe einen Willen, ich handele.

Wonach handelst du?

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

20.12.2017 17:16
#2203 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Blackysmart im Beitrag #2197
Falls ein Schöpfergott das Universum erschaffen hat, muss sein Bewusstsein deutlich umfassender sein, als das der Menschen.

Ja natürlich, aber muss das menschliche Bewusstsein dass eines Gottes gleichen? Wie sollte so etwas funktionieren?
Zitat von Blackysmart im Beitrag #2197
Wenn er jedoch nicht alles im Universum wahrnehmen kann, kann er das Universum nicht willentlich so geschaffen haben wie es ist und er hat auch keinen Einfluß darauf. Das Universum wäre so größtenteils Zufall, was Gläubige aber vehement bestreiten.

Wahrnehmung, laut Wikipedia, wird gedeutet mit: „ist der Prozess und das Ergebnis der Informationsgewinnung und -verarbeitung von Reizen aus der Umwelt und dem Körperinnern eines Lebewesens.“
Zitat von Blackysmart im Beitrag #2197
Nimmt ein gedachter Schöpfergott alles wahr und hat er das Universum willentlich so gestaltet wie es ist, ist er nach menschlichem Ermessen ein Sadist und Arschloch und hat Freude am Töten und Quälen seiner Geschöpfe.

Dann denkst du dir also, dass „Gott“ immer zugegen sein muss und auf jede Reaktion eine Aktion folgen lassen sollte damit der Mensch zufrieden leben kann? Und wenn das nicht so ist dann existiert er nicht?

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

20.12.2017 20:27
#2204 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2198
. ...sagte der dazu geladene Geistliche in einer nicht uninteressanten Rede, dass der "Sündenfall" des Menschen damit begonnen haben könnte, als er begann, auch Fleisch zu essen, denn nun war in seinem Alltag das Jagen und Töten, auch die Verbesserung der Jagdwaffen, ein fester Bestandteil geworden und der "paradiesische Zustand" ging mehr und mehr verloren,


Ja, das waren in der Tat paradiesische Zustände. Im Winter hungern und Raubtieren hilflos ausgeliefert sein, früher war alles besser


Zitat von Reklov im Beitrag #2198
Sieht man z.B. auf einen Elefanten, so lebt uns dieser das Leben eines Pflanzenfressers souverän vor, der weder jagen noch töten muss und dennoch so stark ist, dass er keine Raubtiere zu fürchten braucht. Zugegeben, einer der wenigen Idealfälle in der Natur.


Aber klar doch, Elefanten kommen sofort ausgewachsen auf die Welt und müssen quasi ab Geburt keine Raubtiere fürchten. Auch kommt es nie vor, dass ein Löwenrudel eine Elefantenherde nachts trennt und im Rudel dann einen separierten Elefanten angreift und tötet. Wenn das passieren würde, wäre das ja kein Idealfall, also kann es das nicht geben.


Zitat von Reklov im Beitrag #2198
. Ob aber ein so vermuteter Schöpfer eine "Freude am Töten und Quälen seiner Geschöpfe" haben könnte - bleibt zunächst eine menschliche Sicht und Vermutung (?) - Betrachtet man z.B. die menschliche Historie, so gehen die meisten Tötungen von unkontrollierten Aggressionen, oder von verblendeten Vorstellungen und Zielen aus. -


Natürlich, am töten und getötet werden haben einzig und allein die Geschöpfe schuld und nicht der, der sie so geschaffen hat.


Zitat von Reklov im Beitrag #2198
. Über das Fressen und Gefressenwerden im Tierreich könnte man nur ein allumfassendes Urteil fällen, überblickte man Ur-Grund, Herkunft und finales Ziel der Schöpfung -


Mörder, Tierquäler und Vergewaltiger dürfen wir auch nicht verurteilen, solange wir nicht die Gründe der Täter vollkommen verstanden haben und nachvollziehen können.


Zitat von Reklov im Beitrag #2198
. Bei der Betrachtung des zur Selbsterhaltung nötigen Tötens in der Natur bedarf es also mehr eines allumfassenden "Verständnisses", als einer menschlichen Anklage, obwohl diese, aus ihrer Perspektive betrachtet, berechtigt erscheint.


Grausame Taten sind also weniger grausam, wenn man nur genug Verständnis für sie aufbringen kann

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

20.12.2017 21:10
#2205 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #2202

Wonach handelst du?


Nach Angebot und Nachfrage und nach ethischen und moralischen Grundsätzen... dafür braucht es keinen Glauben an einen Gott, welcher nachweislich nicht weniger und auch nicht mehr ist, als die reine Existenz- und Eigenschafts-Behauptung von dusseligen Artgenossen, die am narzisstischen WICHTel und Auserwähltensyndrom leiden.

Um nach ethischen und moralischen Grundsätzen "zu handeln" und zu leben, muss man nicht an übernatürliche und un-natürliche Welterklärungen, mystische Wunder, Astrologie und esoterischen Scheißdreck glauben.. Es ist gerade genau anderes herum. Wirklich "resilente" Artgenossen brauchen diesen "mystischen und esoterischen Scheißdreck" nicht, um gegenüber sich selbst und gegenüber der Gesellschaft, sowie auch gegenüber ihrer Umwelt verträglich zu handeln.

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

21.12.2017 15:23
#2206 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat

Ja, das waren in der Tat paradiesische Zustände. Im Winter hungern und Raubtieren hilflos ausgeliefert sein, früher war alles besser

Blackysmart,

... die geograph. Angaben im Alten Testament weisen auf die Lage des "Garten Eden" im heutigen Ost-Aserbaidschan hin. Ob man dort im Winter hungerte oder Raubtieren hilflos ausgeliefert war, kann heute niemand mehr korrekt beurteilen.

Zitat
Aber klar doch, Elefanten kommen sofort ausgewachsen auf die Welt und müssen quasi ab Geburt keine Raubtiere fürchten. Auch kommt es nie vor, dass ein Löwenrudel eine Elefantenherde nachts trennt und im Rudel dann einen separierten Elefanten angreift und tötet. Wenn das passieren würde, wäre das ja kein Idealfall, also kann es das nicht geben.

Meine bisherigen Infos (TV-Dokus) zeigten, dass eine Elefantenherde bei Gefahr zusammenrückt, die "Kinder" in die Mitte der Herde genommen werden und die kampfbereiten "Erwachsenen" den Raubtieren entschlossen entgegentreten. - Abgesehen davon, dass ja der von mir erwähnte "Iealfall" stets auch Ausnahmen neben sich hat, ist mir noch nicht vorgetragen worden, dass Löwen eine Elefantenherde nachts trennen, um dann einen einzelnen Elefanten anzugreifen. Aber - jeder hat nun mal unterschiedlichste Infos zu bestimmten Themen.

Zitat
Natürlich, am töten und getötet werden haben einzig und allein die Geschöpfe schuld und nicht der, der sie so geschaffen hat.

Mit einem gewissen Maß an Kampf-/Verteidigungsbereitschaft musste unsere Spezies schon "ausgestattet" werden, ansonsten wären wir ja alle nur fromme Lämmer, die sich ohne Notwehrbereitschaft oder zumindest Fluchtimpulse willenlos töten ließen. - Notwehr ist aber etwas ganz anderes, als ein Überfall auf einen Nachbarn, ein Dorf oder ein anderes Land.
Der erste Totschlag in der bibl. Geschichte ist der bekannte Brudermord Kains. Doch bereits in dieser alten Schrift lassen die Autoren das "Göttliche" mahnend zu Kain sagen, dass er über die Sünde "herrschen" soll, die vor seiner Tür auf ihn lauert und nach ihm verlangt. Das stets anwesende Problem der Steuerung von Aggressionen war also schon den alten Völkern bewusst. Es ist die alte Geschichte: Ich kann eine Axt dazu verwenden, um Holz zu spalten oder auch, um meinem Bruder den Kopf einzuschlagen. Die uns geschenkte Freiheit verlangt von uns, dass der Einzelne sich zum Guten entscheidet! - Sicher, der Mensch, als ein völlig aggressionsfreies Kuscheltier, wäre wünschenswert - dann aber dürfte es auch keine aggressiven Raubtiere geben, denn die setzten die leichte Beute "Mensch" sofort ganz oben auf ihren Speisezettel.
Angesichts des täglichen Tötens unter Tieren und Menschen wundert es einen nicht, dass manche Kreise glauben, die Erde sei von einem "Demiurgen" erschaffen worden.

Zitat
Mörder, Tierquäler und Vergewaltiger dürfen wir auch nicht verurteilen, solange wir nicht die Gründe der Täter vollkommen verstanden haben und nachvollziehen können.

Inhaftieren, vor der Gesellschaft wegsperren - auf jeden Fall! Ver- und beurteilen könnte man solch verdunkelte Seelen aber erst korrekt, könnte man die Schöpfung >völlig umfassend< überblicken und verstehen - bis hin zu ihrem finalen Zweck. Der Mensch versteht aber nicht mal sich selbst - oder das Leben. Deswegen leben auch viele falsch.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

21.12.2017 15:38
#2207 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Nach Angebot und Nachfrage und nach ethischen und moralischen Grundsätzen... dafür braucht es keinen Glauben an einen Gott, welcher nachweislich nicht weniger und auch nicht mehr ist, als die reine Existenz- und Eigenschafts-Behauptung von dusseligen Artgenossen, die am narzisstischen WICHTel und Auserwähltensyndrom leiden.

Um nach ethischen und moralischen Grundsätzen "zu handeln" und zu leben, muss man nicht an übernatürliche und un-natürliche Welterklärungen, mystische Wunder, Astrologie und esoterischen Scheißdreck glauben.. Es ist gerade genau anderes herum. Wirklich "resilente" Artgenossen brauchen diesen "mystischen und esoterischen Scheißdreck" nicht, um gegenüber sich selbst und gegenüber der Gesellschaft, sowie auch gegenüber ihrer Umwelt verträglich zu handeln.

Perquestavolta,

... abgesehen davon, dass moralische und ethische Grundsätze auch ein religiös/kulturelles Erbe in sich bergen, würde ich Deine Schreibweise schon mal nicht als "resilent" bezeichnen. Zudem bist Du ja nicht mal tolerant genug, um andere Mitmenschen auf ihre eigene Weise "seelig" werden zu lassen. Als "verträglich" dürfen sich Leute Deines Schlages auch nicht bezeichnen, denn Du überschüttest ja jeden Andersdenkenden gerne mit Deinen Fäkalien-Ausdrücken, bist also auf Deine Weise auch nichts anderes, als eine Art von WICHTEL - und - obwohl auf manchem Fachgebiet gut informiert, doch lediglich (um mit Deinen Worten zu sprechen) auch nur ein "dusseliger Artgenosse".

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

21.12.2017 16:27
#2208 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2207

Zitat
Nach Angebot und Nachfrage und nach ethischen und moralischen Grundsätzen... dafür braucht es keinen Glauben an einen Gott, welcher nachweislich nicht weniger und auch nicht mehr ist, als die reine Existenz- und Eigenschafts-Behauptung von dusseligen Artgenossen, die am narzisstischen WICHTel und Auserwähltensyndrom leiden.

Um nach ethischen und moralischen Grundsätzen "zu handeln" und zu leben, muss man nicht an übernatürliche und un-natürliche Welterklärungen, mystische Wunder, Astrologie und esoterischen Scheißdreck glauben.. Es ist gerade genau anderes herum. Wirklich "resilente" Artgenossen brauchen diesen "mystischen und esoterischen Scheißdreck" nicht, um gegenüber sich selbst und gegenüber der Gesellschaft, sowie auch gegenüber ihrer Umwelt verträglich zu handeln.
Perquestavolta,

... abgesehen davon, dass moralische und ethische Grundsätze auch ein religiös/kulturelles Erbe in sich bergen, würde ich Deine Schreibweise schon mal nicht als "resilent" bezeichnen. Zudem bist Du ja nicht mal tolerant genug, um andere Mitmenschen auf ihre eigene Weise "seelig" werden zu lassen.



Ich lach mich schief, Reklov. Wie oft hab ich dir angeboten, Glaube und Religion als eine persönliche Angelegenheit gelten zu lassen. Dein WIR und UNS hat mit persönlichem Glauben nichts zu tun. Moralischen und ethischen Grundsätzen können auch gläubig Menschen folgen.. aber das hat nchts mit Religion oder Glaube zu tun. Und auf nichts anderes bezog sich meine Aussage.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

21.12.2017 16:53
#2209 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2206


... die geograph. Angaben im Alten Testament weisen auf die Lage des "Garten Eden" im heutigen Ost-Aserbaidschan hin. Ob man dort im Winter hungerte oder Raubtieren hilflos ausgeliefert war, kann heute niemand mehr korrekt beurteilen.


1. Ist der biblische Garten Eden eine Legende.
2. War die Gegend in den heute Bibelfanatiker, Creationisten und Co. ihren biblischen Garten Eden hin projizieren, zu keiner Zeit ein Paradies.. das kann man anhand vieler naturwissenschaftlicher Forschungsmöglichkeiten eindeutig nachweisen/beurteilen...
3. Lebten Menschen schon lange vor den Zeiten auf welche sich die Bibel bezieht, überall rund um den Planeten..

Außerdem hast du wieder mal überhaupt nicht verstanden, was Blackysmart mit dem Vergleich eigentlich sagen wollte.

Wenn es einen Gott gibt, dann hat er die Welt so geschaffen, dass seine Geschöpfe untereinander und miteinander um Überlebensnischen rivalisieren und sich gegenseitig jagen und aufessen müssen. Die Sicherung des Überlebens der eigenen Nachkommen in eine Welt voller Tücken und großer und kleiner Fressfeinde (Mikroben) fördert zudem Zwist und Krieg um Ressourcen, die für unsere Vorfahren mit ihren bescheidenen Werkzeugen nicht so einfach zu erschließen waren.. Und dass manchen unserer Artgenossen auch heute noch ständig in der Angst leben, vom Schicksal gestraft und benachteiligt zu werden, wenn sie nicht an Gott glauben, ist ein untrüglicher Beleg, dass das überleben im Paradies ziemlich schwierig gewesen sein muss.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

21.12.2017 20:31
#2210 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #2209
Wenn es einen Gott gibt, dann hat er die Welt so geschaffen, dass seine Geschöpfe untereinander und miteinander um Überlebensnischen rivalisieren und sich gegenseitig jagen und aufessen müssen. Die Sicherung des Überlebens der eigenen Nachkommen in eine Welt voller Tücken und großer und kleiner Fressfeinde (Mikroben) fördert zudem Zwist und Krieg um Ressourcen, die für unsere Vorfahren mit ihren bescheidenen Werkzeugen nicht so einfach zu erschließen waren.. Und dass manchen unserer Artgenossen auch heute noch ständig in der Angst leben, vom Schicksal gestraft und benachteiligt zu werden, wenn sie nicht an Gott glauben, ist ein untrüglicher Beleg, dass das überleben im Paradies ziemlich schwierig gewesen sein muss.

Wenn man sich mal vorstellt, das aus „einer“ Anfangsenergie alles bis dato Erschaffene „entstammt“, durch diese Energie alles zur jetzigen Form gebündelt wurde und sich alles auch wieder in diese Energie „entlädt“, wie „interessant“ kann da wohl das kleine Affenvölkchen dieser Energie erscheinen?
Das menschliche Gebrabbel, seine Ideen und Vorschläge einer Weltdeutung und dessen „Durchsetzung“ auf grausamster Art, ließen die Spezies Mensch zu einem Virus werden, der „sich selbst“ infiziert. Will man sich bei so einem Völkchen „blicken lassen“? Wozu? Zur Maßregelung??
Alles reagiert auf Reize aus seinem Umfeld, es wird abgegeben und aufgenommen und wieder abgegeben und wieder aufgenommen, und das in „beide Richtungen“. Wer sich also denkt, das "Gott" (oder wie auch immer man das „Große Lebenssystem“ nennen mag) nicht auf jedwede Reize „reagiert“, der ist nicht weiter mit seinen Gedanken gekommen, als bis zur Kloschüssel mit den eigenen Fäkalien die man in dieses „schwarze Loch“ herunterspülen wird…!

Wie oben so auch unten! ist ein interessantes Zitat...

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

21.12.2017 20:54
#2211 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #2210

Wenn man sich mal vorstellt, das aus „einer“ Anfangsenergie alles bis dato Erschaffene „entstammt“, durch diese Energie alles zur jetzigen Form gebündelt wurde und sich alles auch wieder in diese Energie „entlädt“, wie „interessant“ kann da wohl das kleine Affenvölkchen dieser Energie erscheinen?



Vorstellen kann man sich vieles.. nur was bringt es? Der pathologische Wichtel mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung kriegt bei diesen Vorstellungen der allumfassenden Gotteserkenntnis (Wahrheit) und dem damit verbundenen Selbstbeweis sicher "fast" einen Orgasmus.. und vielleicht findet er auch noch ein paar doofe Anhänger die ihm dabei zujubeln.

Athon Offline




Beiträge: 3.541

21.12.2017 21:55
#2212 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@SOL demiurg

Zitat von Sol demiurg #2202
Wonach handelst du?


Nach meinem Willen.

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

22.12.2017 12:14
#2213 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Vorstellen kann man sich vieles.. nur was bringt es?+

Perquestavolta,

... und was bringt uns das Sammeln von Wissensbruchstücken? - U.a.: Technik, die uns viele grobe Arbeiten abnimmt und lange Wege enorm verkürzt. - Medizinischen Fortschritt, der uns allen hilft. - Aber auch riesige, uns alle bedrohende Waffenlager.

Zitat
Der pathologische Wichtel mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung kriegt bei diesen Vorstellungen der allumfassenden Gotteserkenntnis (Wahrheit) und dem damit verbundenen Selbstbeweis sicher "fast" einen Orgasmus.

Es gibt keine hinreichende, allumfassende "Gotteserkenntnis", sondern lediglich Deutungsmodelle von verschiedenen Glaubensgruppen. - Von "Wahrheit" sollte man hierbei noch nicht sprechen. - Hättest Du keine "Persönlichkeitsstörung", wäre dies von Dir schon längst begriffen worden.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

22.12.2017 12:24
#2214 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Nach meinem Willen.

Athon,

... des Menschen Wille allein ist weder eine gute Richtschnur, noch ein kluger Ratgeber, - denn - auch die größten Schandtaten in der Geschichte der Menschheit erwuchsen oft aus einem persönlichen Willen und der ihm vorangehenden Vorstellung.
Nicht ohne Sinn betet das Christentum deshalb auch in seinem Vaterunser: >>... dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden...<<

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

22.12.2017 13:12
#2215 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
1. Ist der biblische Garten Eden eine Legende.

Perquestavolta,

Legenden gehen bekanntermaßen nicht selten aus historischen Ereignissen hervor.

Zitat
War die Gegend in den heute Bibelfanatiker, Creationisten und Co. ihren biblischen Garten Eden hin projizieren, zu keiner Zeit ein Paradies.. das kann man anhand vieler naturwissenschaftlicher Forschungsmöglichkeiten eindeutig nachweisen/beurteilen...

Was der Einzelne oder eine Volksstamm unter einem "Paradies" versteht, kann keine "naturwissenschaftliche Forschungsmöglichkeit" nachweisen und schon gar nicht "eindeutig"! Ebenso wenig, wie z.B. die unterschiedliche Auffassung vom Begriff "Glück". - Du kleiner Dummi - nicht nur hier versagt Deine "naturwissenschaftliche Forschung" vollkommen, weil sie das Seelische, welches ja das "paradiesische Gefühl" im Einzelnen erst hervorruft, vollkommen ausklammert.
Für einen mongolischen Pferdezüchter ist z.B. sein bescheidenes Leben in einer Jurte, inmitten einer kargen Grassteppe - das "Paradies". Eine Doku zeigte unlängst einen jungen Mongolen, welcher den Versuch eines Stadtlebens abgebrochen hatte, weil er sich nach dem "Paradies" seiner Kindheit zurücksehnte. Er kam mit der Hektik, der Verlogenheit und dem Schmutz in einer großen Stadt überhaupt nicht zurecht.

Zitat
Lebten Menschen schon lange vor den Zeiten auf welche sich die Bibel bezieht, überall rund um den Planeten..

Da stimme ich Dir zu. Ich denke, dass überall auf der Erde das "Paradies" möglich wurde, wo die Menschen reichlich Wasser und Nahrung vorfanden - unabhängig vom Klima, denn wärmende Kleidung konnte man sich anfertigen.

>> Der Beginn des Ackerbaus, in der biblischen Urgeschichte ein Leitmotiv, weist wiederum ins Hochland des fruchtbaren Halbmonds, in das Vorland des Taurusgebirges nordöstlich der Stadt Urfa, in der sich neben dem Balıklıgöl die (vermeintliche) Geburtsgrotte Abrahams befindet. Biologen des Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung in Köln konnten bei einem Vergleich des Erbguts von 68 modernen Einkorn­sorten diese auf eine gemeinsame Herkunftspflanze zurückführen, eine Wildpflanze, die noch heute an den Hängen des erloschenen Vulkans Karacadağ wächst. Dies lässt den Schluss zu, dass die Domestizierung des Getreides hier begann. Etwa 100 Kilometer südwestlich des Karacadağ befindet sich die Ausgrabungsstätte Göbekli Tepe (‚Nabelberg‘). Der Grabungsleiter, der Prähistoriker Klaus Schmidt, hält die um 9000 v. Chr. erbaute Stätte für einen Sakralbau. Dass er Jäger und Sammler als Baumeister ansieht, ist durch kein Beispiel belegbar. In dieser Zeit streiften u. a. Herden von Gazellen und Wildeseln durch Obermesopotamien, die aus 100.000 und mehr Tieren bestanden, so der Paläozoologe Joris Peters. Die Jagdbeute wurde in großen Fleischhäusern gelagert, die Urform der Sesshaftigkeit, das Wildgetreide eingezäunt, um es vor dem Abernten vor Verbiss zu schützen. Ähnliches schildert das Alte Testament, wenn Gott den Menschen beauftragt, den Garten Eden „zu bebauen und ihn zu bewahren“ (Gen 2,15 ELB). <<
(Quelle: Internet)

Zitat
Wenn es einen Gott gibt, dann hat er die Welt so geschaffen, dass seine Geschöpfe untereinander und miteinander um Überlebensnischen rivalisieren und sich gegenseitig jagen und aufessen müssen.

Nicht nur das, sondern gegen die überquellende Fruchtbarkeit des sich uferlos vermehrenden Lebens mussten auch Gegenpole gesetzt werden. Ohne das Gleichgewicht der Natur (fressen und gefressen werden) ohne den Tod (ein wichtiger Regulator), wäre das Überleben der Arten, wie wir es kennen, so nicht möglich. -
Man stelle sich nur mal vor, alles Sterben von Mensch, Tier und Pflanze hätte seit 1000 Jahren aufgehört. Wir würden uns in dem Fall nicht nur auf die Zehen treten, sondern das daraus resultierende Chaos wäre perfekt, denkt man allein an die ungeheure Vermehrungskraft mancher Fische oder Insekten! - Wem von uns steht es also zu, das "Konzept des Daseins" zu kritisieren? Und wenn er schon vorlaut aus der Reihe tritt - kann er denn bessere Konzepte aus seiner Tasche ziehen?

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

22.12.2017 18:37
#2216 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2215

Zitat
1. Ist der biblische Garten Eden eine Legende.
Perquestavolta,

Legenden gehen bekanntermaßen nicht selten aus historischen Ereignissen hervor.



Lach...

Legenden beinhalten aber "bekanntermaßen" auch maßlose Übertreibungen, frei erfundene Detailschilderungen. Zudem werden sie "bekanntermaßen" immer von geschwätzigen, mehrwissenden, weil eigentlich garnichts-wissenden "Waschweibern" oder "Verschwörungstheoretikern" in den Umlauf gebracht und dann von Erzähler zu Erzähler immer "fantastischer" vorgetragen.. Deswegen ist es auch schon öfter passiert, dass aus Epileptikern Propheten und Heilige wurden...

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

22.12.2017 18:57
#2217 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2215


>> Der Beginn des Ackerbaus, in der biblischen Urgeschichte ein Leitmotiv, weist wiederum ins Hochland des fruchtbaren Halbmonds,



O mann Reklov... dieser Irrtum hält sich leider nicht zuletzt dank pseudowissenschaflticher Bibelarchäologie leider noch immer hartnäckig.. was aber nichts daran ändert, dass diese Behauptung nach neuesten Erkenntnissen falsch ist. http://www.spektrum.de/news/erster-reisa...-frueher/577232

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

22.12.2017 19:15
#2218 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2215



Nicht nur das, sondern gegen die überquellende Fruchtbarkeit des sich uferlos vermehrenden Lebens mussten auch Gegenpole gesetzt werden. Ohne das Gleichgewicht der Natur (fressen und gefressen werden) ohne den Tod (ein wichtiger Regulator), wäre das Überleben der Arten, wie wir es kennen, so nicht möglich.


Wenn der Schwachsinn hier in diesem Forum irgendwie Ausdruck findet, dann steckt fast immer die schier unerschöpfliche Kreativität unseres Reklov dahinter..

Reklov.. du sagtest doch, dass hinter allem was ist und nicht ist, ein "intelligenter" Planer stecken muss..


Aber gut-- der intelligente Planer hat also die überquellende Fruchtbarkeit geplant.. und damit die nicht überhand nimmt, hat er zur Freude seiner geplanten Geschöpfe auch tödliche Parasiten, Krankeitserreger, gefräßige Monsterraubtiere und so weiter und so fort erschaffen... Natürlich hat er auch geplant, dass regelmäßig wiederkehrende Naturkatastrophen immer wieder mal für unvorstellebare Massensterben sorgen, um sämtliche Fehlplanungen in Dünger und Erdöl umzuwandeln..

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

22.12.2017 20:45
#2219 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2214
[quote]Zitat ReklovOhne das Gleichgewicht der Natur (fressen und gefressen werden) ohne den Tod (ein wichtiger Regulator), wäre das Überleben der Arten, wie wir es kennen, so nicht möglich. -
Man stelle sich nur mal vor, alles Sterben von Mensch, Tier und Pflanze hätte seit 1000 Jahren aufgehört.


Nur aber braucht es dafür wirklich keinen intelligenten Planer... Hast du schon mal Tiere oder auch Menschen dabei gesehen/beobachtet, wie sie qualvoll an Tollwut, Wundstarrkrampf.. oder sonst an einer der vielen extrem qualvollen "Regulatoren" gegen die wuchernden Fruchtbarkeit eingegangen sind, Reklov? Diese Fruchtbarkeit ist dann doch auch vom Planer geplant worden.. aber wofür? Vielleicht um damit den Hunger seiner Planungen zu bedienen?


Fresst euch gegenseitig, oder ihre verhungert..scheint dem großen Planer, der in seiner Allmacht und allumfassenden Intelligenz auch die Photosynthese für alle planen hätte können..ein ganz große Freude bereitet zu haben, als er das Energieproblem seiner Planungen geplant hat..

Hast du schon mal den Tod von Rindern und Kälber miterlebt, die an Blauzungekrankeit, oder Maul & Klauenseuche verendet sind..? Das ist das Erbärmlichste und Grausamste das man sich nur vorstellen kann.. Weist du wie viel Regulatoren es gibt, die alleine bei Huftieren ein sehr langsames und äußerst quälendes Dahinsterben verursachen?

Warum schickt der große Planer den Gämsen nicht einfach ein paar Blitze, wenn sie zu fruchtbar sind, weil der Winter wieder mal zu wenig grausam war? Warum schickt er ihnen statt dessen die Räude, Tuberkulose, Milzbrand und Wurm-Parasiten, die langsam und qualvoll ihre Organe fressen..???

Und ist das die große kom(s)sche Ordnung die DIR so gut an unserer Welt gefällt???? Zutrauen würde ich es dir sogar. Wenn der große Planer nur uns Ungläubige mit alle dem strafen würde, dann wären wir halt selber Schuld.. Aber er freut sich ja auch, wenn kleine Babys und überaus gute Menschen seinen Planungen zum Opfer fallen.. Das ist dann aber ja ihr schlechtes Charma..



Wenn es nun bei all dem keinen großen intelligenten Planer gäbe, dann wäre das alles wohl viel leichter zu begreifen.. aber er ist ja nicht nur ein Planer, sondern dazu auch noch intelligent.
Von daher macht es ja auch keinen Unterschied mehr, ob seine Planungen langsam und qualvoll verrecken, damit der große Kreislauf und somit das Überleben der Arten gesichert ist.

Wobei aber gerade erst das regelmäßige Aussterben von Arten die Ursache der großen Artenvielfalt auf unserem Planeten ist. Was aber von den Einfältigen des Schöpfungsglaubens und der großen kosmischen Ordnung auch 200 Jahre nach Darwin noch immer nicht richtig verstanden ist.







Wenn man bedenkt, dass der intelligente Planer ja selbst die wuchernde Fruchtbarkeit geplant hat, um dagegen nicht nur eine einzige möglichst schnell-wirkende Gegenmaßnahme mit zu planen.. sondern für jede Art gleich einige hunderttausende entsetzlicher und extrem qualvoller Organismen/Parasiten/Mikroben mit planen zu können, welche die davon Befallenen schön langsam und qualvoll auffressen.. welch grandiose ko(s)mische Ordnung.

Athon Offline




Beiträge: 3.541

23.12.2017 13:09
#2220 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #2214
... des Menschen Wille allein ist weder eine gute Richtschnur, noch ein kluger Ratgeber, - denn - auch die größten Schandtaten in der Geschichte der Menschheit erwuchsen oft aus einem persönlichen Willen und der ihm vorangehenden Vorstellung.


Alles, was der Mensch bewusst tut, entspringt seinem eigenen Willen. Selbst, wenn ich den "Willen Gottes" als Richtschnur für mein Leben nähme, müsste ich es genau so wollen! Ob diese oder jene Willensentscheidung richtig oder falsch ist, ist dafür keine Voraussetzung. Oder denke ich (wieder einmal) zu einfach...?

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

23.12.2017 13:36
#2221 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Alles, was der Mensch bewusst tut, entspringt seinem eigenen Willen. Selbst, wenn ich den "Willen Gottes" als Richtschnur für mein Leben nähme, müsste ich es genau so wollen! Ob diese oder jene Willensentscheidung richtig oder falsch ist, ist dafür keine Voraussetzung. Oder denke ich (wieder einmal) zu einfach...?

Athon,

... deswegen betet ja das Christentum im >Vaterunser< auch: "Dein Wille geschehe..." -

Die Richtschnur "Gottes", wie sie z.B. die >Bergpredigt< im Neuen Testament vorlegt, wurde (wird) seit jeher von vielen Menschen mit Füßen getreten oder zumindest nicht genügend verinnerlicht. Praktizierte Nächstenliebe, und sei es nur im kleinsten Familienkreis, kann schon mal nicht "falsch" sein. (All you need ist love...)
Sieht man aber, wie jetzt im net sogar Psychologen hilfreiche Profi-Ratschläge verteilen, wie das Weihnachtsfest ohne eskalierenden Streit zu überstehen ist, so ahnt man, wie es in manchen Köpfen unserer Wohlstandsgesellschaft aussieht.

Sich und seinen Willen, zugunsten eines anderen, auch mal zurückzunehmen, - daran fehlt es oft bei manchen Entscheidungen, die der Alltag so mit sich bringt.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

23.12.2017 14:28
#2222 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2221


... deswegen betet ja das Christentum im >Vaterunser< auch: "Dein Wille geschehe..." -

Die Richtschnur "Gottes", wie sie z.B. die >Bergpredigt< im Neuen Testament vorlegt, wurde (wird) seit jeher von vielen Menschen mit Füßen getreten oder zumindest nicht genügend verinnerlicht. Praktizierte Nächstenliebe, und sei es nur im kleinsten Familienkreis, kann schon mal nicht "falsch" sein.
Merkwürdigerweise brauchen dafür viele Menschen gar keine Verinnerlichung der Bergpredigt.. In allen Kulturkreisen dieser Welt findest du Nächstenliebe.. Sogar in Familien von atheistischen Naturwissenschaftlern..

Und anders herum.. ist es noch merkwürdiger, dass manche Leute ohne Verinnerlichung der Bergpredigt nicht ganz richtig ticken. Und gar nicht so wenige scheinen gerade wegen der Verinnerlichung - wie z.B. auch in deinem Fall jeglichen Bezug zur Realität verloren haben.. Christliche Fanatiker, die die Bergpredigt so gut auswendig kennen, dass sie diese sogar Rückwerts vortragen könnten, sind die allerschlimmsten. http://www.deutschlandfunkkultur.de/chri...ticle_id=360023

Oder hier: https://www.pro-medienmagazin.de/gesells...eisse-christen/

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

23.12.2017 14:54
#2223 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Aber gut-- der intelligente Planer hat also die überquellende Fruchtbarkeit geplant.. und damit die nicht überhand nimmt, hat er zur Freude seiner geplanten Geschöpfe auch tödliche Parasiten, Krankeitserreger, gefräßige Monsterraubtiere und so weiter und so fort erschaffen... Natürlich hat er auch geplant, dass regelmäßig wiederkehrende Naturkatastrophen immer wieder mal für unvorstellebare Massensterben sorgen, um sämtliche Fehlplanungen in Dünger und Erdöl umzuwandeln..

Perquestavolta,

... Du kritisierst aus (D)einer menschlichen Frosch-Perspektive heraus. - Wer sich keine andere "Seinsform" vorstellen, oder diese zumindest in seine Gedankengänge einbauen kann, für den ist natürlich jeder Tod, jede Krankheit ein persönlicher Schlag ins Gesicht, ein Angriff auf seine Eitelkeit und Lebenslust und dem oft schnellen Wandel vom Lebendigen zum Unlebendigen steht er ratlos und panisch gegenüber.

Sokrates ist nur ein Beispiel aus der langen Menschenreihe, die gelassen ihr Ende auf sich nahmen.
Exil oder Tod: Vor diese Wahl stellte ein attisches Gericht den großen Philosophen Sokrates im Jahr 399 v.Chr. Sokrates wählte den tödlichen Schierlingsbecher – und wurde durch seinen erzwungenen Selbstmord unsterblich. - Die souveräne >Verteidigungsrede des Sokrates< wurde von Platon der Nachwelt erhalten.

Klage und kritisiere also nicht angesichts scheinnbar sinnloser Zerstörungen in der Welt und richte Deinen Blick nicht nur auf die kurzen Daseinsstrecken innerhalb der Schöpfung. Nicht alles, was wir als "sinnlos" empfinden, muss deswegen auch so sein. Uns fehlt eben der alles umfassende Überblick über den Kosmos. Deswegen macht sich bei vielen verständlicherweise auch Verzweiflung und bittere Anklage gegenüber dem "Verursacher/Planer" breit. -
Auch das bitterliche Weinen bei Begräbnissen wurzelt darin, dass nicht alle Menschen ihre Gedanken über das sog. Irdische hinausfliegen lassen können.

Zitat
Warum schickt der große Planer den Gämsen nicht einfach ein paar Blitze, wenn sie zu fruchtbar sind, weil der Winter wieder mal zu wenig grausam war? Warum schickt er ihnen statt dessen die Räude, Tuberkulose, Milzbrand und Wurm-Parasiten, die langsam und qualvoll ihre Organe fressen..???

Erstens gibt es auch gesunde Gämse und zweitens hat der "Planer" sowohl die Raubtiere, wie auch die Aasfresser berücksichtigt. Alles ordnet sich dem großen Kreislauf von Kommen und Vergehen unter. - (Blitze treffen übrigens oft weidende Rinder, wie ich lesen konnte.)

Zitat
Und ist das die große kom(s)sche Ordnung die DIR so gut an unserer Welt gefällt???? Zutrauen würde ich es dir sogar. Wenn der große Planer nur uns Ungläubige mit alle dem strafen würde, dann wären wir halt selber Schuld.. Aber er freut sich ja auch, wenn kleine Babys und überaus gute Menschen seinen Planungen zum Opfer fallen.. Das ist dann aber ja ihr schlechtes Charma..

Ob mir die kosmische Ordnung "gefällt", ist nicht von Belang. Ich muss sie nun mal so hinnehmen, kann sie höchstens auf meine Weise interpretieren. Auch, was Du mir so alles zutraust oder auch nicht, ist vollkommen unbedeutend und wie die Weltgeschichte ja zeigt, kommen auch die sog. "Gläubigen" unter das Gesetz von Ursache und Wirkung.
Du hast nun mal kein Zutrauen zum großen "Planer". Deswegen misstraust Du jedem und allem - suchst dafür Verlässlichkeit in den messbaren Ergebnissen der Naturwissenschaften. Diese können Dir aber keinerlei "Sinnfragen" lösen, keine Antowrt zum WOHER liefern, lediglich das WIE und WARUM erläutern.
Weil Du aber hier auch die Karma-Lehre bemühst, so solltest Du auch wissen, das in deren Vorstellung ein Mensch dann "abgerufen" wird, wenn er seine Schuldigkeit getan hat. Ob nach 2, 26, 46 oder 86 Jahren - ist dabei unerheblich.
Ein griech. Philosph sagte einst, dass man bei der Geburt eines Menschen weinen und bei seinem Tod feiern sollte, denn sein Leidensweg sei nun beendet. Wir wir ja alle wissen, verhalten sich aber die Menschen gerade umgekehrt.

Zitat
Wobei aber gerade erst das regelmäßige Aussterben von Arten die Ursache der großen Artenvielfalt auf unserem Planeten ist. Was aber von den Einfältigen des Schöpfungsglaubens und der großen kosmischen Ordnung auch 200 Jahre nach Darwin noch immer nicht richtig verstanden ist.

"Einfältig" ist derjenige, welcher nur auf die Splitterbruchstücke seines Spiegels blickt und glaubt, darin könne er auch nur annähernd ein Gesamtbild erkennen.

Zitat
Wenn man bedenkt, dass der intelligente Planer ja selbst die wuchernde Fruchtbarkeit geplant hat, um dagegen nicht nur eine einzige möglichst schnell-wirkende Gegenmaßnahme mit zu planen.. sondern für jede Art gleich einige hunderttausende entsetzlicher und extrem qualvoller Organismen/Parasiten/Mikroben mit planen zu können, welche die davon Befallenen schön langsam und qualvoll auffressen.. welch grandiose ko(s)mische Ordnung.

Uns Menschen ist schon mal die Möglichkeit der Verhütung gegeben und wie ich lesen konnte, wurde das Kondom im 16. Jahrhundert erfunden.

Auch in der Antike kannte man vielfältige Verhütungsmethoden:
Weit verbreitet war der Einsatz von kontrazeptiver Substanzen - Schwämmchen oder ein Wollbausch wurden mit ihnen getränkt und in die Scheide eingeführt. Am beliebtesten waren Granatapfelkerne, Ingwer und andere Pflanzenwurzeln, Olivenöl, Honig, Essig, Salzlake, Alaun und diverse Harze. Sie konnten die Säuren-Basen Ausgewogenheit in Scheide und Gebärmutter so beeinflussen, dass die Spermien auf ungünstige Aufnahmebedingungen trafen. Außerdem benutzte man schon Pessare, die mit einem Honiggemisch eingerieben wurden und den äußeren Muttermund ringförmig umschlossen. Wer ein in Wasser aufgelöstes Konzentrat aus Kupfererz oder Sadebaum trank, sollte für ein ganzes Jahr vor Empfängnis geschützt sein.

Ich selbst kann und will mich nicht beklagen, denn außer einer Blinddarm-OP (mit 18 J.) hatte ich nie ernstliche Beschwerden. Aber - man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

23.12.2017 18:00
#2224 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2223

... Du kritisierst aus (D)einer menschlichen Frosch-Perspektive heraus.



Wer sich keine andere "Seinsform" vorstellen, oder diese zumindest in seine Gedankengänge einbauen kann, für den ist natürlich jeder Tod, jede Krankheit ein persönlicher Schlag ins Gesicht, ein Angriff auf seine Eitelkeit und Lebenslust und dem oft schnellen Wandel vom Lebendigen zum Unlebendigen steht er ratlos und panisch gegenüber.



Gut.. meine Kritik mal beiseite und meine Perspektive lassen wir so stehen. Aber dann ist dein Antwort immer noch Blödsinn.

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

23.12.2017 18:36
#2225 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat

Gut.. meine Kritik mal beiseite und meine Perspektive lassen wir so stehen. Aber dann ist dein Antwort immer noch Blödsinn.

Perquestavolta,

... "Blödsinn" ist auf jeden Fall Dein Versuch, am genialen Schöpfungskonzept herumzumäkeln. -
"Leid erhöht das Bewusstsein", sagt ein Spruch aus dem Buddhismus. - Ohne Leid wären wir nämlich gar nicht in der Lage, das Gegenstück - nämlich das ungetrübte, wenn auch zeitweilige Glück - schätzen zu lernen. Und ohne die Existenz des Todes, würden viele auch den Wert des Lebens gering schätzen. Meiner Meinung nach ist schon alles so o.k., wie es ist, auch wenn der Mensch ein immer größer werdender Störfaktor auf der Erde zu werden scheint (?)
Die Tiere will ich hierbei ausklammern, denn in ihren Bewusstseinszustand konnte sich bisher noch kein Mensch vollkommen hineinversetzen.

Gruß von Reklov

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