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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

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Dieses Thema hat 584 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

06.07.2015 20:26
#301 RE: RE: Antworten

Zitat Athon: Bist Du der Ansicht, dass es sich bei diesem Szenario um das biblische sog. "Jüngste Gericht" handeln könnte?
Ich denke, das kann man definitiv mit "Nein" beantworten. Denn das "Szenario" ist einfach der Lauf der Dinge.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

06.07.2015 21:57
#302 RE: RE: Antworten

Zitat von Direktkontakt
Das Ende ist nahe!

SnookerRI und die anderen 143.999 sind zur theokratischen Weltherrschaft angetreten und haben die Claims schon jetzt mit eindrucksvollen Wachttürmen abgesteckt (und die Reviere markiert?).

Bisher hat es noch keine 6. Prophezeiung zum nächsten (endgültigen?) Weltuntergang gegeben.

Ist Angela Merkel schon konvertiert und beabsichtigt sie, die freiheitlich-demokratische Grundordnung durch die neue Weltordnung der Zeugen Jehovas zu ersetzen?

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass auch Frauen dem erlauchten Kreis der Auserwählten angehören können.

Versteckt sich Jehova immer noch diskret, wenn die Posaunenengel, apokalyptischen Reiter und das andere Gedöns anfangen, hier auf Erden herumzuspuken?

Deine Phantasie scheint ja gerade keine Grenzen zu kennen. Sehr amüsant ist sie - deine Vision des nahenden Endes. Möchtest du hier die Nachfolge von "Glaubensqualle" und "Tutti" antreten?


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.922

07.07.2015 06:55
#303 RE: Nun Athon Antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #281
. Neue Schriften, also die heutige Wissenschaft und ihre "Unfehlbarkeit", sind nicht mehr in der Lage dies alte mit dem neuen zu kombinieren, weil sie dem Irrglauben verfallen sind, das sie sich "weiterentwickeln".


Wer behauptet denn, Wissenschaft sei unfehlbar? Wissenschaftler arbeiten ständig daran, bestehende Theorien zu überprüfen und freuen sich, wenn neue Erkenntnisse Theorien bestätigen oder widerlegen. Nur dieses Vorgehen schafft wirkliches und überprüfbares Wissen und Erkenntnis.

Was meinst Du genau mit "dieses Alte"?

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

07.07.2015 08:36
#304 RE: Nun Athon Antworten

Zitat von Blackysmart im Beitrag #303
Zitat von SOL demiurg im Beitrag #281
. Neue Schriften, also die heutige Wissenschaft und ihre "Unfehlbarkeit", sind nicht mehr in der Lage dies alte mit dem neuen zu kombinieren, weil sie dem Irrglauben verfallen sind, das sie sich "weiterentwickeln".


Wer behauptet denn, Wissenschaft sei unfehlbar? Wissenschaftler arbeiten ständig daran, bestehende Theorien zu überprüfen und freuen sich, wenn neue Erkenntnisse Theorien bestätigen oder widerlegen. Nur dieses Vorgehen schafft wirkliches und überprüfbares Wissen und Erkenntnis.

Was meinst Du genau mit "dieses Alte"?



So wie o. a. sieht ein seriöses Verfahren in Bezug auf die Wissenschaft aus.

Wichtig ist, dass einer Behauptung immer eine solide Beweisführung folgt, wie es z. B. in der Mathematik üblich ist.

Ein ordentlicher Kaufmann belegt seine realen Geschäftsvorgänge und Urkunden dienen der Wahrheitsfindung.
Manchmal handelt es sich um Fälschungen, welche aufgedeckt werden sollten.

Man sollte berücksichtigen, dass Irrtümer nicht auszuschließen sind, egal wie akribisch man in der Sache recherchiert. Davon nehme ich mich nicht aus.
Das Wissen von Heute wird durch das Wissen von Morgen ersetzt und korrigiert.

Märchen und widersprüchliche Behauptungen bedürfen allerdings der kritischen Hinterfragung. Das, was extrem paradox auffällt, kann man natürlich auch so stehen lassen, wenn es nach Lust und Laune toleriert wird, oder Witze darüber reißen.
Insofern kann man sich entscheiden und den "lieben Gott" einen guten Mann sein lassen.

Reklov Offline




Beiträge: 4.993

07.07.2015 11:31
#305 RE: Nun Athon Antworten

Zitat
Märchen und widersprüchliche Behauptungen bedürfen allerdings der kritischen Hinterfragung.

@Direktkontakt,

"Märchen", wie sie in allen Volkssagen vorkommen, haben meistens einen tiefenpsychologischen Kern, welcher den damaligen Analphabeten lehrreiche Beispiele von Schicksals- und Verhaltensmuster vermitteln sollte. - Bei Widersprüchen ist es so, dass sie zur selben Sache zwar unterschiedliche Aussagen machen, für sich genommen aber partielle "Wahrheiten" enthalten können, uns also vor ein Paradoxon stellen.

Ein Beispiel ist das sogenannte Lügner-Paradox des Eubulides:
>Dieser Satz ist falsch.< (Eine solche Aussage ist wahr, wenn sie falsch ist und falsch, wenn sie wahr ist.) Eine besondere Form des selbstbezüglichen Widerspruchs ist der sogenannte performative Widerspruch zwischen propositionalem Gehalt und performativem Gehalt.

Die überall so heftig diskutierte "Gottesfrage", auch ein Kernpunkt dieses Forums, kann also nicht allein mit kritischem Hinterfragen oder Verneinungen, (gegen die ja dann stets Bejahungen stehen!), auch nicht mit eifrigem Bemühen der Naturwissenschaften zu einem gesicherten Ergebnis führen.

Viele Geheimnisse des Universums haben u.U. ihre berechtigte Verschlossenheit, denn man stelle sich nur mal vor, es wäre eindeutig bewiesen, dass die viel zitierte "Jenseitszone" für den Menschen die eigentliche und dazu noch viel schönere ewige Heimat ist! Man darf dann davon ausgehen, dass sich wohl niemand hier unten lange mit dem Elend eines heftigen Schicksalsschlages oder der Aussichtslosigkeit einer trostlosen Lebenssituation lange abfinden, sondern sich dann - wie auch immer - schleunigst ins Jenseits befördern würde!
Im umgekehrten Fall, also bei gesicherter Erkenntnis über eine nur einmalige durchschnittliche Lebensdauer ohne Jenseitszone, wäre das Ergebnis wahrscheinlich ähnlich, denn die Sinnlosigkeit eines kurzen Menschenlebens stünde dann jedem deutlich vor Augen, auch wenn er während seines Daseins Erfolge verschiedenster Art einsammeln könnte.

So sind und bleiben also Hoffnung, Zuversicht und Vertrauen die einzigen Grundmauern, auf denen sich z.B. religiöser Glaube aufbauen lässt - mag nun einer dazu stehen wie er möchte.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.993

07.07.2015 12:02
#306 RE: RE: Antworten

Zitat
Bist Du der Ansicht, dass es sich bei diesem Szenario um das biblische sog. "Jüngste Gericht" handeln könnte?

@Athon,

in den Sagen der Kulturen sind ganz unterschiedliche Endzeit-Katastrophen eigebunden! - Auch unsere germanischen Vorfahren lassen in ihren Sagen das Ende aller Tage mit dem Kampf der guten Götter aus Asgard gegen das Geschlecht der Riesen und Dämonen aus Utgard enden. Die dritte Welt, in der Menschen wohnen, nannten die Germanen Midgard.
Da ich aber bisher in keiner Volkssage ein sog. "Jüngstes Gericht" eingebunden vorfinden konnte, muss man die chirstl. Vorstellung einer Endzeit wohl gesondert betrachten (?)
Auffallend ist aber auch, dass z.B. schon das antike Ägypten die Vorstellung einer Prüfung des Einzelnen durch die Gottheit lehrte. Nach dem Tode wurde sein Herz "gewogen". War es zu schwer, durfte er nicht durch die Himmelspforte, war es "leicht", kam er hindurch.


Dem zugrunde liegend ist wohl die den Menschen angenehme Vorstellung einer absoluten göttlichen Gerechtigkeit, welche auch jene einholt, die sich hier auf Erden, geschickt oder einflussreich, dem Arm der Justiz entziehen konnten.

Gruß von Reklov

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

07.07.2015 13:41
#307 RE: Nun Athon Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #305

Zitat
Märchen und widersprüchliche Behauptungen bedürfen allerdings der kritischen Hinterfragung.
@Direktkontakt,

"Märchen", wie sie in allen Volkssagen vorkommen, haben meistens einen tiefenpsychologischen Kern, welcher den damaligen Analphabeten lehrreiche Beispiele von Schicksals- und Verhaltensmuster vermitteln sollte. - Bei Widersprüchen ist es so, dass sie zur selben Sache zwar unterschiedliche Aussagen machen, für sich genommen aber partielle "Wahrheiten" enthalten können, uns also vor ein Paradoxon stellen.

Ein Beispiel ist das sogenannte Lügner-Paradox des Eubulides:
>Dieser Satz ist falsch.< (Eine solche Aussage ist wahr, wenn sie falsch ist und falsch, wenn sie wahr ist.) Eine besondere Form des selbstbezüglichen Widerspruchs ist der sogenannte performative Widerspruch zwischen propositionalem Gehalt und performativem Gehalt.

Die überall so heftig diskutierte "Gottesfrage", auch ein Kernpunkt dieses Forums, kann also nicht allein mit kritischem Hinterfragen oder Verneinungen, (gegen die ja dann stets Bejahungen stehen!), auch nicht mit eifrigem Bemühen der Naturwissenschaften zu einem gesicherten Ergebnis führen.

Viele Geheimnisse des Universums haben u.U. ihre berechtigte Verschlossenheit, denn man stelle sich nur mal vor, es wäre eindeutig bewiesen, dass die viel zitierte "Jenseitszone" für den Menschen die eigentliche und dazu noch viel schönere ewige Heimat ist! Man darf dann davon ausgehen, dass sich wohl niemand hier unten lange mit dem Elend eines heftigen Schicksalsschlages oder der Aussichtslosigkeit einer trostlosen Lebenssituation lange abfinden, sondern sich dann - wie auch immer - schleunigst ins Jenseits befördern würde!
Im umgekehrten Fall, also bei gesicherter Erkenntnis über eine nur einmalige durchschnittliche Lebensdauer ohne Jenseitszone, wäre das Ergebnis wahrscheinlich ähnlich, denn die Sinnlosigkeit eines kurzen Menschenlebens stünde dann jedem deutlich vor Augen, auch wenn er während seines Daseins Erfolge verschiedenster Art einsammeln könnte.

So sind und bleiben also Hoffnung, Zuversicht und Vertrauen die einzigen Grundmauern, auf denen sich z.B. religiöser Glaube aufbauen lässt - mag nun einer dazu stehen wie er möchte.

Gruß von Reklov



Mit dem alten Hut des Lügner-Paradoxons (wirklich zweifelsfrei nach Eubulides?) kann man vielleicht eine künstliche Intelligenz durch Provozieren einer unendlichen Berechnunsschleife in den „Wahnsinn“ treiben, aber doch keinen Menschen mit gesundem Menschenverstand!

Etwas vereinfacht ausgedrückt:

Wenn semantische Sprachebenen wie Äpfel und Birnen miteinander vertauscht werden, ist ein vernünftiges „Endergebnis“ in der Diskussion nicht mehr möglich.
Im Prinzip kann jeder behauptete Unsinn unter Anwendung dieser Methode gleichzeitig entweder wahr oder falsch erscheinen.
Das gehört zur Sippe der Zirkelschlüsse.

Eine Lösung (nicht die Einzige!) finden wir z. B. hier:

Voi­là

Zweifeln und Verzweifeln oder Sich-die-Zähne-ausbeißen am „Problemchen“ muss nicht sein.

Man kann sich vor dem reflexartigen Totlachen relativ einfach retten!

Heureka?

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

07.07.2015 18:50
#308 RE: Nun Athon Antworten

Hallo Blackysmart
Zitat: Wer behauptet denn, Wissenschaft sei unfehlbar?
Mit "unfehlbar" meine ich, das sie es "darlegen" können, also mit Formeln, Bildern usw. und es somit für Mitmenschen "logisch erklärbar" machen "können"! Ich bin absolut nicht gegen die Wissenschaft in sämtlicher Form, nur so konnte ich mir Wissen aneignen, was mich nicht vergessen ließ.
Zitat: Was meinst Du genau mit "dieses Alte"?
Das alte Wissen, was aus archäologischen Ausgrabungen gefunden wurde und wird. Dieses versuchen die Menschen seit "Ewigkeiten" zu deuten und unter wissenschaftlicher Neugier "auseinander" zu nehmen. Dabei wird oft vergessen, das es "zusammen" gehört. Durch "Zivilisation" wurden (sehr) alte Bräuche und vor allem Wissen -vergessen- oder sogar bewusst untergraben oder "vergraben". Durch den Drang, der durch solch altes Wissen entsteht, wie z.B. ein Leben nach dem Tod, und natürlich durch die "märchenhafte Aufmachung" sämtlicher Schriften, wird unser Gedankengut verdreht und dadurch völlig neu und anders ausgelegt.
Das "Zurückfinden" ist dabei das schwierigste und durch unser "technisches" Verständnis können wir tiefer in die Materie hinein schauen...aber immer nur "oberflächlich"(Der Mensch versteht sein eigenens Wort nicht mehr!)

Zitat Direktkontakt: Ein ordentlicher Kaufmann belegt seine realen Geschäftsvorgänge und Urkunden dienen der Wahrheitsfindung.
Das Finden der Wahrheit über Urkunden: -Das Wissen von Heute wird durch das Wissen von Morgen ersetzt und korrigiert.-
Das Wissen von Heute basiert auf das korrigieren und ersetzen des Wissens von Gestern. Dabei ist soviel ersetzt und erneuert wurden, das das Wissen von Gestern nur noch bruchstückhaft vorhanden ist und in manchen Dingen komplett verdrängt wurde, weil es der "zeitgenössischen Natur" nicht mehr anpassbar war.
Urkunden, wie wir sie heute in sämtlichen Ausschmückungen vorfinden, sind nicht immer dafür geeignet "Wahrheit" zu finden. Es sei denn, man weiß welche Urkunden die richtige Auslegung von Wahrheit "beinhalten".
Zitat: Das, was extrem paradox auffällt, kann man natürlich auch so stehen lassen

Reklov Offline




Beiträge: 4.993

08.07.2015 10:30
#309 RE: Nun Athon Antworten

Zitat
Mit dem alten Hut des Lügner-Paradoxons (wirklich zweifelsfrei nach Eubulides?) kann man vielleicht eine künstliche Intelligenz durch Provozieren einer unendlichen Berechnunsschleife in den „Wahnsinn“ treiben, aber doch keinen Menschen mit gesundem Menschenverstand!

@Direktkontakt,

... bitte nicht übersehen, dass ich mit dem Lügner-Paradoxon ja nur eines von vielen Themen philosophischen Denkens heraus gegriffen habe und wir beide wissen, dass es da noch ganz andere ungelöste Rätsel zu knacken gibt, die sich nicht nur auf sprachlicher, sondern auch auf mathematischer Ebene ergeben.
Philosophisches Denken will jedoch niemanden in den Wahnsinn treiben, sondern strebt stets nach Erhellung oder Untersuchung von Behauptungen.
Das Wesen der Philosophie erzeugt jedoch stets Unruhe und ist (nicht nur deswegen) vielen Köpfen ein unerwünschter Störenfried.
Da ich mich seit Jahrzehnten damit beschäftige, weiß ich über das große Panorama menschlichen Denkens, dass man von den Anfängen bis heute verfolgen kann, einigermaßen bescheid.

Ob man bei unserer Spezies überhaupt von einem "gesundem Menschenverstand" reden sollte, bleibt ebenfalls fraglich, denn blättert man im Buch unserer Geschichte, kommen einem berechtigte Zweifel, obwohl dieses Buch ja lediglich die historisch wichtigen Katastrophen aufzeigt. Vom alltäglichen Wahnsinn, wie ich ihn neulich aus Chroniken des Mittelalters erfahren konnte, will ich erst gar nicht zu reden anfangen!

S. Freud war der Pionier, welcher sich mit der Auslotung menschlicher Tiefen wissenschaftlich zu befassen begann. Seine Erkenntnisse lassen uns alle aufhorchen und ermöglichen allen Interessierten eine kritische Betrachtung ihres Egos.

Gruß von Reklov

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

10.07.2015 08:39
#310 Agnostiker lieben die Fragestellung Antworten

Im Beitrag #309 stellt Reklov die Frage, ob Menschen überhaupt Diskussionen zum "gesunden Menschenverstand" führen oder darüber reden sollten.
Für mich ist der gesunde Menschenverstand ein erstrebenswerter Geisteszustand, der ein sinnvolles Handeln möglich macht und relative Ordnung ins Chaos bringt. Wer alles disziplinlos schleifen lässt, muss sich nicht wundern, wenn er in der Masse der Trugbilder versinkt, alles glaubt und unterschreibt. Ein Spielball hätte noch mehr Freiheiten als dieses bedauernswerte Individuum. Gelegenheiten zum Reinfall und Irrtum gibt es bereits genug - auch für kritische Geister!

Der Philosoph Ludwig Feuerbach hat für den Teilbereich Religion das "Problem" so definiert:

"Nicht wider die Religion sein, aber über ihr sein. Die Erkenntnis ist mehr als der Glaube. Ist es auch wenig, was wir wissen, dieses bestimmte Wenige ist doch mehr, als das nebelhafte Mehr, was der Glaube vor dem Wissen voraus hat".

Unbestritten hat die Menschheit in der Zukunft noch viele ungelöste Rätsel zu knacken. Das bedeutet nicht, dass unbewiesene Behauptungen oder Sagen aus aller Herren Länder ungeprüft als wahr oder allein seligmachend akzeptiert werden müssen.

Das Experiment - als Frage verstanden - ist der Schlüssel zur Annäherung an die Wahrheit.
"Keine Experimente" war vor Jahrzehnten die Warnung der christlichen (?) CDU im Wahlkampf, während der SPD-Kanzler Willy Brandt mehr Demokratie wagen wollte.
Konservative und ängstliche Wagenburgmentalität bringt uns nicht weiter.

Das Risiko der neuen Sichtweisen birgt auch Chancen!
Der krasse Gegensatz dazu ist der Neoliberalismus, der sich in Wirklichkeit erzkonservativ und verhängnisvoll auswirkt.
Der ruinöse Wettbewerb in Gesellschaft und Politik schafft keine Win-Win-Situationen, alle werden als Verlierer enden.

Dies gilt auch für internationale Beziehungen, wenn einige sich den Gürtel im Interesse des geheiligten Wettbewerbs enger schnallen, soziale Errungenschaften über Bord schmeißen und dann die Hoffnung hegen, dass andere ihrem askestischen Beispiel folgen und endlich ihre Schulden zahlen.
Intelligenz genießt die Früchte der Arbeit der anderen, gibt sich der Siesta hin und stellt die Forderungen der gutgläubigen und vertrauensvollen Gläubiger anschließend in Frage.

Merke:

"Exportweltmeister = Globalsklave!"

Reklov Offline




Beiträge: 4.993

10.07.2015 11:47
#311 RE: Agnostiker lieben die Fragestellung Antworten

Zitat
Unbestritten hat die Menschheit in der Zukunft noch viele ungelöste Rätsel zu knacken. Das bedeutet nicht, dass unbewiesene Behauptungen oder Sagen aus aller Herren Länder ungeprüft als wahr oder allein seligmachend akzeptiert werden müssen.

@Direktkontakt,

...bereits die Bibel empfiehlt uns in Thessalonicher 5:21: >…die Weissagung verachtet nicht; prüfet aber alles, und das Gute behaltet. Meidet allen bösen Schein. <

So weit waren also manche schon damals, wenn es zum kritischen Denken kam!

Gruß von Reklov

gapping Offline



Beiträge: 613

10.07.2015 23:30
#312 RE: Der grüne Mann Athon Antworten

Du irrst Dich Athon: Keine Antwort ist keine Antwort. Aber ich habe geantwortet.

Gruß gapping

gapping Offline



Beiträge: 613

10.07.2015 23:38
#313 RE: Der grüne Mann Athon Antworten

Nun Athon
Möglicherweise würde Dir ein Richter zustimmen, dass es keine grüne Männchen gibt. Diese Übereinstimmung wäre innerhalb eines Verfahrens genug Beweis, dass das Vorhandensein von grünen Männchen widerlegt ist. Für die Widerlegung der Existenz von Gott gibt es so viele Beweise, die man aufgrund christlicher oder jüdischer, oder islamischer Sozialisation nicht sehen will. Bei Menschen die den Zweifel nicht bei denen suchen die schon immer gefälscht, geschönt und mystifiziert haben ist es möglich, dass sie die beweise nicht sehen können.
Die Menschen glauben auch, dass sie in den Himmel oder die Hölle kommen, völlig ohne jeden Beweis. Da liegt der Glaube an die Existenz des Gottes sehr nahe.
Sie glauben auch an Jungfrauengeburt oder die Wunder von Lourdes etc. und kaum etwas kann sie in diesem Glauben beirren. Irrglaube ist nun mal die beweise gegen die Existenz Gottes nicht sehen zu wollen. Aber das kommt noch. Nur so wird sich eine Verbesserung der natürlichen Konditionen zeigen können.

Gruß gapping

gapping Offline



Beiträge: 613

11.07.2015 00:01
#314 RE: Der grüne Mann Athon Antworten

Nun Athon,
der Reifungsprozess bringt es mit sich, dass man sich selbst und seine Mitmenschen kennenlernt. Das bezieht mögliche Zweifel an sich und anderen mit ein. Deine Behauptung ich hätte mich eilfertig über Deinen Lebensweg mokiert ist falsch. Ich habe bezüglich des Hospiz über mich geschrieben und nicht über Dich, da ich, wie Du richtigerweise schreibst, Deinen Lebensweg nicht kenne. Ich kenne einen Teil Deiner Ansichten nur über dieses Forum und maße mir nicht an darüber hinaus zu werten.
Aber Deine inbrünstige Haltung(die Du ja nicht alleine hier vertrittst, dass es keine Beweise gegen die Existenz Gottes gäbe, sagt mir, dass die Flexibilität im Denken begrenzt sein kann.
Was die unternehmerische Seite meines Daseins angeht, ist die sehr wohl darauf konzentriert Menschen kennenzulernen. Ein Mindestmaß an Können ist in jedem Falle einer Tätigkeit erforderlich. Das gilt auch für die, die Christen, Juden oder Muslime sind. Da aus allen drei Religionen Mitarbeiter vorhanden sind, die durchaus eine kritische Einstellung zu meiner atheistischen Anschauung hegen, ist es mir möglich ein optimiertes Bild über religiöse Geisteshaltung zu machen.
Dabei stößt man immer wieder und unweigerlich auf die Nachteile die religiöse Geisteshaltung hervorrufen kann und macht einem bewusst, wie leicht sich Menschen tun "Achtung wie Verachtung" auszudrücken. Vorurteile sind nun mal leichter zu entwickeln, wenn man sich minderwertig fühlt. Manchmal sind sie vielleicht erforderlich um das damit entstandene Gefühl zu kompensieren. Das ist auch in betriebswirtschaftlichen Auseinandersetzungen so, weil man stets auf die Meinung Anderer angewiesen ist, ansonsten entstünde ein lebensunfähiges Vakuum und man geht als Mensch oder mit einem Betrieb "Pleite".
Das wünsche ich Dir und mir nicht.
Daran, dass Du die "grünen Männchen" als eine Art von "Gegenbeweis" einzuführen suchtest, was sich im wahren Leben immer nur als Sackgasse herausstellt, können auch die zahlreichen Science Fiction Bücher- und Filme nichts ändern. Dass man damit Geld machen kann liegt doch an der Veranlagung etwas glauben zu wollen, was nicht existiert. Davor sind Atheisten nicht gefeit. Ich habe selbst mit einem Atheisten eine paar Monate Korrespondenz ausgeübt, der nicht an Gott glaubte, aber an den Besuch von Außerirdischen, der auch durch nichts nachgewiesen werden kann. Auch hier zeigt sich: Glaube kann, nicht wie so oft vermutet, Berge versetzen. Kein Berg der weggeglaubt wurde hätte sich je wegen des Glaubens bewegt.
Man kann für geologische Prozesse auch einen Gestalter annehmen, oder sogar voraussetzen. Hier fehlt es in der tat an Beweisen. Für die Existenz Gottes fehlt es an Beweisen.
Für die Nichtexistenz Gottes sind alle Beweise erbracht. Nur sehen, erkennen will man sie nicht. Beim Gebrauch von "man" schließe ich Dich, Athon nicht pauschal mit ein. Man ist auf Wir gepolt, weil der Mensch ein kooperatives Wesen ist. Von grundauf und zwar ganz ohne Gott, denn die Kooperation des Menschen gab es schon, als man noch lange nicht an einen Gott dachte.

Gruß gapping

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

11.07.2015 21:39
#315 RE: Der grüne Mann Athon Antworten

Zitat von gapping
Das gilt auch für die, die Christen, Juden oder Muslime sind. Da aus allen drei Religionen Mitarbeiter vorhanden sind, die durchaus eine kritische Einstellung zu meiner atheistischen Anschauung hegen, ist es mir möglich ein optimiertes Bild über religiöse Geisteshaltung zu machen.

Du vertrittst interessante Ansichten, was ein optimiertes Bild über religiöse Geisteshaltung betrifft. Du unterhälst dich mit deinen religiösen Mitarbeitern und meinst ein optimiertes Bild über religiöse Geisteshaltung erhalten zu können. In welchem Sinne optimiert? Du erhälst bestensfalls einige wenige individuelle, persönliche Ansichten. Was ist mit den Millionen anderer Gläubigen und was ist mit dir selbst? Du gehst nicht unvoreingenommen an religiöse Weltbilder heran. In deinem nächsten Satz führst du selbst den Beweis für deine Vorverurteilung:

Zitat von gapping
Dabei stößt man immer wieder und unweigerlich auf die Nachteile die religiöse Geisteshaltung hervorrufen kann (...)



Zitat von gapping
Vorurteile sind nun mal leichter zu entwickeln, wenn man sich minderwertig fühlt. Manchmal sind sie vielleicht erforderlich um das damit entstandene Gefühl zu kompensieren.

Inwiefern fühlst du dich denn minderwertig, dass du mithilfe deiner Vorurteile gegenüber Gläubigen und den Glauben an sich versuchst dein Selbstwertgefühl zu stabilisieren?

Zitat von gapping
Hier fehlt es in der tat an Beweisen. Für die Existenz Gottes fehlt es an Beweisen.


Wahrscheinlich fehlt es eher an der Bereitschaft solche Beweise anzuerkennen. Aber das ist ja jedermanns persönliche, eigenständige Entscheidung - kraft seiner Möglichkeiten und seines Willens sich über diese Thematiken zu informieren.


In Memory of Soul-Society

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gapping Offline



Beiträge: 613

12.07.2015 11:57
#316 Das Grundprinzip Experiment Antworten

Experimente sind die Basis redlicher Wissenschaftlichkeit, Sol Demiurg. Experimente können auch schiefgehen, nicht die erforderlichen Ergebnisse liefern, die angenommen wurden. Insofern ist alles mit Fehlern behaftet. Ein Beispiel:
Ein Experiment wird durchgeführt und danach wir die Ansicht vertreten, dass mehr Fragen aus dem jeweiligen Experiment entstanden seien, als vor der Ausführung des Experiments.
Manche deuten das als Sinnlosigkeit. In Wahrheit jedoch wird damit die Existenz der Evolution sichtbar, in der wir mitten drin sind und deshalb können wir zwar nicht alles wissen, was nicht bedeutet, dass es keine unumstößlichen Wahrheuten derzeit gibt, wie z. B. Die DNA-Analyse, die sich unverwechselbar jedem Menschen einen Code verleiht. Oder der Fingerabdruck, der, unter 7 Milliarden nur einmal(singular) vorkommt.

Ob man darüber streiten kann oder will, dass die Farbe rot, rot ist, oder 1+1 nicht drei ist, mag ja für Unbedarfte sein, ist aber ebenso wenig zielführend wie die Existenz Außerirdischer, die ebenso wenig sichtbar sind wie die Existenz Gottes.
Nur wer auf Behauptungen beharrt, wie sie in Schöpfungsmythen enthalten sind, der kann(will) die Daten genau diesem Schöpfungsmythos anpassen, obwohl das Leben selbst dies gar nicht zulässt, weil die Tiere und Pflanzen selber neues Leben erzeugen können, also die Schöpfung selbst kein exklusives Vorgehen eines Demiurgen war, sondern der Schöpfungsmythos eine Lüge, ein Märchen ist.

Gruß gapping

Athon Offline




Beiträge: 2.255

12.07.2015 15:32
#317 RE: Der grüne Mann Athon Antworten

@gapping

Zitat
...ist aber ebenso wenig zielführend wie die Existenz Außerirdischer, die ebenso wenig sichtbar sind wie die Existenz Gottes.


Absolut richtig, gapping. Aber, wie willst Du beweisen, dass es keine Außerirdischen gibt? Selbst wenn Du die Möglichkeit hättest, auf allen Planeten des Universums mit Ausnahme eines einzigen nachsehen zu können, dann wäre die Nichtexistenz Außerirdischer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit belegt. Aber, durch diesen einen nicht untersuchten Planeten bliebe immer noch ein Restrisiko, und sei es noch so gering.

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

12.07.2015 21:42
#318 RE: Der grüne Mann Athon Antworten

Da es auf der Erde Leben gibt, können wir mit einiger Sicherheit auch auf andere lebensfreundliche Planeten schließen.
Angesichts von praktisch unzähligen Sonnen und Planeten ist das durchaus zu erwarten.
Da wir aber keinen Gott kennen, können wir auch niemals auf einen Gott oder anderen Gott schließen.

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Reklov Offline




Beiträge: 4.993

13.07.2015 00:44
#319 RE: Der grüne Mann Athon Antworten

Zitat
Da es auf der Erde Leben gibt, können wir mit einiger Sicherheit auch auf andere lebensfreundliche Planeten schließen.
Angesichts von praktisch unzähligen Sonnen und Planeten ist das durchaus zu erwarten.
Da wir aber keinen Gott kennen, können wir auch niemals auf einen Gott oder anderen Gott schließen.


Lukrez,

... lebensfreundliche Planeten mag es viele geben. Ob aber auf ihnen auch intelligentes Leben gedeiht, bringt eine neue Frage in das Rätselspiel!?

Gott kennen zu lernen, ist durchaus möglich! - Das bedeutet aber ehrliche und bemühte Suche des dazu gewillten Individuums auf seinem persönlichen Lebensweg.
Ist das Innere des Suchenden nun aber zu sehr von weltlichen Dingen überlagert, wird die Suche erschwert und ein erfolgreiches Ergebnis ist dabei so schnell nicht zu erwarten.
Man kann übrigens nicht > auf einen oder anderen Gott schließen <, denn der Begriff "Gott" (ein Platzhalter für das Unbekannte!) geht jedenfalls im Christentum, im Judentum und im Islam stets von einer singulären Urquelle aus und nicht von einem Gott inmitten einer größeren Götterfamilie.

Gruß von Reklov

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

13.07.2015 08:52
#320 RE: Der grüne Mann Athon Antworten

Es wäre durchaus hilfreich oder zielführend, wenn das "Innere des Suchenden" hier im Detail beschrieben wird.
Jeder kann sich im (beabsichtigten?) Verwirrungsspiel darunter x-beliebige Dinge vorstellen.

Es soll auch gelegentlich vorgekommen sein, dass ein Mensch Stimmen (aus der Wand?) hört, obwohl physikalisch-akustisch nicht der kleinste Pieps in der unmittelbaren Umgebung dieses Menschen messbar ist.

Eine Zahnarzthelferin hat es sogar fertiggebracht, "Fachleute der Parapsychologie" nebst Experten des Landeskriminalamtes mit einer "Geisterstimme" in Atem zu halten:

Reale Stimme aus der Geisterwelt?

Das ist aber nun wirklich ein anderes Thema als das "Innere des Suchenden".

Reklov Offline




Beiträge: 4.993

13.07.2015 12:56
#321 RE: Der grüne Mann Athon Antworten

Zitat
Es wäre durchaus hilfreich oder zielführend, wenn das "Innere des Suchenden" hier im Detail beschrieben wird.
Jeder kann sich im (beabsichtigten?) Verwirrungsspiel darunter x-beliebige Dinge vorstellen.

@Direktkontakt,

... das Innere eines Suchenden (wir kommen ja anfangs alle unbelesen zur Welt!) formt sich aus vielen Informationen und Erscheinungen, die ihm auf seiner Lebensstrecke begegnen. Hier gibt es gewaltige Unterschiede: Ein Bauer im chilenischen Hochland, der nie aus seinem Dorf heraus kommt, hat nun mal weniger Anregungen und Fragen zu verarbeiten, als z.B. ein Wissenschaftler, der als Globetrotter die unterschiedlichsten Erfahrungen, fachlicher und menschlicher Art, einsammeln kann! Das jeweilige Innenleben der beiden Personen bekommt also ganz unterschiedliche Zeichen, als Anregungen zum Weiterdenken, angeboten!
Informationen auf ihre Seriosität hin zu überprüfen, gehört dabei nun mal zum 1x1 eines sich dem Denken verpflichtet fühlenden Menschen!

Bei technischen Fragen stehen hierzu natürlich andere Infos zur Verfügung, als z.B. bei philosophischen oder theologischen Problemen! Für den Menschen bleibt diese Suchen und Sortieren von Meinungen zu vielen Wissensgebieten jedoch stets eine zeitraubende Beschäftigung und viele bevorzugen deswegen lieber schnell zu verdauende Infos oder genießen am liebsten die Zerstreuung unserer Unterhaltungsindustrie.

Wenn Du also die "Innere des Suche" als ein verwirrendes Spiel betrachtest, dann sollte dies ein Signal sein, dass Dir noch viele Zeichen und Streckenführungen nicht vertraut oder gänzlich unbekannt sind. - Ist aber kein Problem, denn Lesematerial zu vergleichenden Studien gibt es ja genügend.
Wer sucht, der findet zwar nicht immer gleich eine befriedigende Lösung, aber - so meine Erfahrung - er kommt auf jeden Fall ein Stückchen auf seinem Weg weiter und erweitert dadurch seine Sicht auf die Welt, d.h., er allein bestimmt, ob er aus dem 3. oder dem 53. Stockwerk in die "Landschaft" schaut.
Wie viele Stockwerke es aber überhaupt gibt, kann ich Dir nicht sagen, kann deswegen auch das individuell geformte und anders entwickelte "Innere eines Suchenden" nicht im Detail beschreiben.

Hoffe jedoch, ich konnte wenigstens einen Anstoß geben?

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.993

13.07.2015 13:18
#322 RE: Der grüne Mann Athon Antworten

Zitat
Es soll auch gelegentlich vorgekommen sein, dass ein Mensch Stimmen (aus der Wand?) hört, obwohl physikalisch-akustisch nicht der kleinste Pieps in der unmittelbaren Umgebung dieses Menschen messbar ist.

@Direktkontakt,

nicht alle Geheimnisse können von den Apparaten des Menschen eingefangen und gemessen werden! - Deine Traumbilder bleiben z.B. Dein nicht speicherbares Bilder-Geheimnis und wenn Du nur innerlich Deinen Lieblingssong "affenlaut" singst, so kann das keiner akustisch messen oder gar aufzeichnen! (Die Gedanken sind frei!)

Woher z.B. neue Ideen kommen, ist bis heute noch nicht geklärt, auch wenn wir wissen, dass unser Gehirn auf neue Reize mit der Bildung neuer Synapsenverbindungen reagiert.

Telepathie ist z.B. nicht wegzureden, denn mir ist schon passiert, dass ich auf einer Urlaubsfahrt im gleichen Sekundenbruchteil einen Song anstimmte, wie meine Frau. Und - was noch verwunderlicher ist - es geschah in genau der gleichen Tonhöhe! (Das Autoradio war wohlgemerkt vorher lange ausgeschaltet und das angestimmte Lied, ein ehemaliger US-Hit, auch schon etliche Jahre alt gewesen!)
Auch, dass man sich am Telefon zur haargenau gleichen Zeit anzurufen versucht, wird ja vielen ebenfalls schon passiert sein!

Gruß von Reklov

gapping Offline



Beiträge: 613

14.07.2015 12:50
#323 RE: Der grüne Mann Athon Antworten

Ich kann vermuten, dass es außeririsches Leben gibt und kann wissen, dass wir in absehbarer Zeit keinerlei Begegnungen mit Außerirdischen haben werden, oder sie auch nur herbei führen können.
Die Problematik ist die, dass man auf etwas setzt, um von den eigentlichen Problemen auf der Erde abzulenken, etwa Außerirdische, weil dies denjenigen, die das irdische Leben zugrunde richten, dient. Die Frage ist doch und es ist ja auch seit langem Thema, wieso man glaubt den irdischen Kreis verlassen zu können, oder zu müssen, ohne die irdischen Probleme in den Griff bekommen zu haben.

Weil wir die irdischen Probleme nicht lösen, fehlt uns das Know How wie man überhaupt auf fremdem Terrain überleben kann. Ja wir sind aufgrund unserer geistigen Verfassung nicht einmal in der Lage, den Verwüstungen oder Ödnissen bewohnbares Land abzuringen, wie soll das dann erst auf einem anderen Planeten möglich sein, wo vielleicht auch noch andere Lebensformen vorhanden sind? Man kann mit dem Kopf nicht laufen.

Gruß gapping

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

15.07.2015 00:00
#324 RE: Nun Athon Antworten

@gapping
Zitat: Die Frage ist doch und es ist ja auch seit langem Thema, wieso man glaubt den irdischen Kreis verlassen zu können, oder zu müssen, ohne die irdischen Probleme in den Griff bekommen zu haben.
Weil wir die irdischen Probleme nicht lösen, fehlt uns das Know How wie man überhaupt auf fremdem Terrain überleben kann. Ja wir sind aufgrund unserer geistigen Verfassung nicht einmal in der Lage, den Verwüstungen oder Ödnissen bewohnbares Land abzuringen, wie soll das dann erst auf einem anderen Planeten möglich sein, wo vielleicht auch noch andere Lebensformen vorhanden sind?

Dies sehe ich genauso. Der Mensch versucht Dinge zu erreichen, obwohl er die erreichten Dinge noch nicht einmal versteht.
Die Frage ist auch gut. Warum wollen wir unseren Planeten verlassen? Für "wen" in der "Jetztzeit" ist es von Vorteil eine Idee zu entwickeln und alle Ressourcen darauf zu verschwenden um "vielleicht" irgendwann einmal irgendwen mehrere Generationen später, auf den Mars schießen zu können? Der Mensch sollte sich wirklich erst um seine eigenen Probleme kümmern, bevor er diese auf andere Planeten umsiedelt!
Zitat gapping: Ich kann vermuten, dass es außeririsches Leben gibt und kann wissen, dass wir in absehbarer Zeit keinerlei Begegnungen mit Außerirdischen haben werden, oder sie auch nur herbei führen können.
Bin ich nicht ganz mit einverstanden. Vermuten kannst du viel, das stimmt, aber wissen kannst du es nicht. Der morgige Tag, noch nichteinmal die weitere Sekunde, ist so unvorhersehbar, wie der Text den ich dir gerade geschrieben habe und den du gerade liest...vielleicht bei einer Tasse Kaffee.

Reklov Offline




Beiträge: 4.993

15.07.2015 11:26
#325 RE: Der grüne Mann Athon Antworten

Zitat
Ja wir sind aufgrund unserer geistigen Verfassung nicht einmal in der Lage, den Verwüstungen oder Ödnissen bewohnbares Land abzuringen, wie soll das dann erst auf einem anderen Planeten möglich sein, wo vielleicht auch noch andere Lebensformen vorhanden sind?

@gapping,

... das sehe ich ähnlich! - Geldgeber investieren schon hier auf unserer Erde ihr Kapital nur, wenn bei der Kultivierung einer Ödnis auch dementsprechende Gewinne dagegen stehen - z.B. Bodenschätze, Grundstücksverpachtungen, Mieteinnahmen etc.
An ein Zusammentreffen mit anderen intelligenten Lebensformen mag man hierbei erst gar nicht denken, sieht man doch, wie die Menschen sich schon hier untereinander nur des Geldes wegen betrügen - im schlimmsten Fall umbringen!

Dies beginnt, wie der Sozialkritiker Erich Fromm richtig notierte, bereits im Einzelhandel, in dem (laut E. Fromm) die Sünde steckt.
Besonders im Textilhandel wird dies für jeden offensichtlich, denn wenn der Betrug (Kaufleute nennen es Gewinnspanne!) nicht erzielt werden kann, so bietet man die sich im Laden stauenden Klamotten am Saisonende mit riesigen Preisnachlässen (von bis zu 70% !) an.

Dabei macht der Händler aber immer noch keinen Verlust, wie mir ein selbständiger Insider verriet, weil die meisten Textilien in der Hauptsaison mit Gewinnspannen bis zu 200% und mehr angeboten werden!
Dort, wo dies nicht geht, baut der Hersteller in seine Produkte entsprechende "Laufzeiten" technisch ein, so dass er nach ein paar Jahren auf neue Bestellungen bauen kann.
So existiert noch heute, wie eine TV-Doku zeigte, der im 19. Jahrh. geschlossene Vertrag zwischen OSRAM und der EDISON LIGHTHOUSE COMP. (den beiden weltweit größten Produzenten von Glühbirnen!), die Brenndauer dieser Produkte von seinerzeit 3000 Std. auf 1000 Std. herunterzusetzen. Der Gewinn schnellte damals schon entsprechend in die Höhe und an der Brenndauer hat sich bis heute nichts geändert!

Es war ein leitender Ingenieur von Porsche, welcher einst im TV sagte, dass es leicht möglich sei, ein Auto zu konstruieren, welches seinen Besitzer problemlos über dessen ganzes Leben begleiten und reparaturarm erfreuen könne, er also nur 1x für solch eine Anschaffung in die Tasche greifen müsste. Der Aufpreis für solch einen Wagen wäre nicht mal sehr hoch! (Hört, hört!)
Wie bekannt, kaufen sich jedoch viele Menschen gezwungenermaßen 5 - 6 Autos in ihrem Leben! Als Bonbon wird natürlich allerlei elektronisch/technischer Schnickschnack eingebaut, der zwar hilfreich sein mag, aber auch den Endpreis erhöht und außerdem bei der Reparatur sehr kostspielig wird.

Gruß von Reklov

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