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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 584 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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gapping Offline



Beiträge: 613

15.07.2015 13:37
#326 RE: Der grüne Mann Athon antworten

Hallo Reklov,
Die Verhaltenstherapeuten haben sicherlich ein gutes Stück zur Aufklärung beigetragen. Nicht umsonst hat Fromm in "Die Anatomie der Menschlichen Destruktivität" im Anhang Hitler und Stalin kurzanalysiert. Der paranoide Stalin, der während des 2. Weltkrieges, man mag es kaum glauben 0ffiziell 3 mal als Betender in der Kirche entdeckt wurde(jesuitische Erziehung) und Hitler, der vom Reichsarbeitsführer Robert Ley als von Gott gesandt empor gehoben wurde(Zitat):" Adolf Hitler! Dir sind wir allein verbunden! Wir wollen in dieser Stunde das Gelöbnis erneuern: Wir glauben auf dieser Erde allein an Adolf Hitler. Wir glauben, dass der Nationalsozialismus der allein selig machende Glaube für unser Volk ist., Wir glauben, dass es einen Herrgott im Himmel gibt, der uns geschaffen hat, der uns führt, der uns lenkt und der uns sichtbarlich segnet. Und wir glauben, dass dieser Herrgott uns Adolf Hitler gesandt hat, damit Deutschland für alle Ewigkeit ein Fundament werde."(Beifall der anwesenden Bischöfe und Kardinäle/Zitat Robert Ley Ende).
Eine andere weit wichtigere Diskussion in der Verhaltensforschung blieb leider in Europa gering beachtet und das war die über Jahre führende zwischen B.F. Skinner und Noam Chomsky. Ich will hier nicht überhöhen, dass der Anarcho-Syndikalist und Atheist Chomsky(Fromm-Preisträger 2013) diese Diskussion überzeugend geführt hat, und Skinner, der die religiöse Intelligenz in den USA vertrat, und Chomskys Argumentation nicht widerlegen konnte.
Die andere Diskussion, die noch schwerwiegendere, ist die unter den "Linken", denen, die einerseits glaubten, es habe sich beim Ostblock um kommunistische oder sozialistische Staaten gehandelt und andererseits in Irak und Syrien, vor allem aber unter den Palästinensern eine kommunistischnahe Politik ausmachen wollten die Solidarität bräuchte, damit aus den vorrevolutionären Bedingungen, sozialistische Staaten würden. Diese Debatte war grundfalsch und gegen jede Wirklichkeit angelegt, zeigte den religiösen Charakter derer, die sich im Ostblock Kommunisten oder Sozialisten nannten. Mal abgesehen davon, dass die palästinensischen Organisationen, etwa die der PFLP(Habasch), die Fatah(Arafat) nie revolutionär im Sinne einer Ideologie der Befreiung waren(das waren Lenin und Stalin, Chruschtschow und Breschnew auch nicht)und im Ostblock de facto nichts vorhanden war, das im Ansatz mit der Befreiung zu tun gehabt hätte. Die alten Eliten von Adel, Kirche und Großbürgertum in diesen Ländern wurden von Nomenklatura ersetzt, die ähnliche Privilegien hatten, wie vor dem die Ausbeuterkreise.
Kommunismus oder Sozialismus hat es nie gegeben und es ist schon was dran, wenn die "Rechten" von einer Lügenpresse oder von Lügenmedien schreiben, denn die schreiben und senden noch heute das Märchen, dass etwa das neokapitalistische China ein kommunistischer Staat sei, oder das Feudalregime der Einfamilien-Diktatur in Nordkorea irgendetwas mit Kommunismus zu tun hätte. Das ganze dient dafür, das was mit sozialer Bewegung(und Gesinnung) gemeint ist zu diskreditieren und zu denunzieren, um diese für alle zeit loszuwerden.
So ist die versammelte Debatte um den "Nationalsozialismus" darunter zu verstehen, dass dies ja auch eine Art von Sozialismus gewesen sei, obwohl jeder wissen kann , dass der Nationalsozialismus die Erhöhung der Unternehmenskultur im 1000-jährigen Reich sogar auf die Spitze trieb, in dem er denen Zwangsarbeiter zur Verfügung stellte, die die Industrie gar nichts kosteten. Das Ziel des Neoliberalismus, der ein Arm des Adels und des Faschismus ist, läuft förmlich darauf hinaus, über den Abbau der demokratischen und sozialen Rechte Vorrechte zu erlangen, bei den man selbst so wenig wie möglich Leistung als Äquivalent anzubieten bräuchte. Das machen die Kirchen ja mit, weil ihre Interessenslage die ist, dass sie ihre Beteiligungen nicht in den "Sand" setzen, sondern Renditen erzielen wollen. Die Muster sind die gleichen wie im 19. Jahrhundert. Die Mehrheitsgesellschaft wird entsolidarisiert, dann entsozialisiert und damit auf den rechtsnationalen Trip gelenkt wie eine leicht verführbare Masse, die wie Lemminge folgen.

Gruß gapping

gapping Offline



Beiträge: 613

15.07.2015 14:03
#327 RE: Nun Athon antworten

worum geht es dabei SolDemiurg? Vor allem geht es nicht um eine naive Altklugheit, den die Zusammenhänge stehen in einem anderen Zusammenhang, als den, den Du Dir zusammenkonstruierst.
Es geht um notwendige Daten. Die muss man schon mal haben, wenn man ein Auto, oder sonsteine Maschine reparieren will. Mit der Erde hat dasganz andere Dimensionen, die so etwas "KLEINES" wie die Erfindung eines Gottes, bei weitem übersteigen. Die mangelnde Einsicht zeigt, dass man bei allem was man nicht weiß, häufig bereit ist, einen Gott, oder Götter, oder sonstige Esoterik in die Wissenslücken einzusetzen. Dabei stehen uns die Daten von unserem Planeten umfangreich zur Verfügung, selbst wenn wir in der Evolution noch auf einer niedrigen Stufe stehen sollten. Nur die Daten sind nach Interessen sortiert. Nach Interessen von Menschen die schlechte Charakterzüge besitzen, wie Päpste, Diktatoren, Feudalherren und Theokraten, Autokraten und Pseudodemokraten.
Außerdem hat die Forschung viele Daten gebracht, die weder konsolidiert noch umfänglich nach Sinn eingesetzt wurden, weil der Maßstab gilt, nur die Daten einzusetzen, die Profite bringen, anstatt vielleicht mal Daten einzusetzen, die weniger Gewinn bringen, dafür aber nachhaltig Nutzen für die biologischen Systeme haben.
Der Glaube an Gott( wer wenig weiß muss viel glauben)ist ja einfach aus dem Grunde schlecht, weil er die Verantwortung der Menschen, an etwas delegiert, was es nie gab, nicht gibt und nie geben wird; egal wie man "es" nennt: Gott oder Allah oder Jahwe, oder Zeus oder Manitou! Hierfür fehlt Dir die Sicht nicht nur auf die Fülle von ungenutztem , ja schon verschütteten wissenschaftlichem Material, mit dem eine "gute" Erde möglich wäre. Mit Religion oder dem Glauben an Gott ist nur das Böse möglich, da Glaube(Nichtwissen) die Ursache von vielem Bösen sein kann. Wie man sieht, weil sich das ja in der Gegenwart vor unseren Augen abspielt. Nur Gläubige sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Sie fürchten sich vor dem wissenschaftlichen Ansatz, der Positives schafft.

Gruß gapping

Reklov Offline




Beiträge: 4.851

15.07.2015 15:06
#328 RE: Nun Athon antworten

Zitat
Mit Religion oder dem Glauben an Gott ist nur das Böse möglich, da Glaube(Nichtwissen) die Ursache von vielem Bösen sein kann. Wie man sieht, weil sich das ja in der Gegenwart vor unseren Augen abspielt. Nur Gläubige sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Sie fürchten sich vor dem wissenschaftlichen Ansatz, der Positives schafft.

@gapping,

über Religionen war und ist schon viel Böses in die Welt gekommen, weil deren Priesterkasten ja stets mit den weltlichen Regenten zusammen arbeiteten, um aus dem "Volk" alles heraus zu holen, was ihnen ein komfortables Leben ermöglicht.
Dein Denkfehler aber liegt in der Vermischung von Religion und "Gott"!
Wer aber die Forderungen Jesu ernst nimmt, der ist sich z.B. nicht zu schade, in der 3. Welt uneigennützigen Dienst als Pfleger oder Arzt zu machen, denn die Bibel hält folgendes Zitat des Nazareners bereit: "Was ihr dem Geringsten unter euch angetan habt, das habt ihr mir angetan."

Es darf auch nicht vergessen werden, dass es die kirchlichen Einrichtungen waren, welche sich schon im Mittelalter um die Alten und Kranken bemühten, welche sonst (ohne Familie) vollkommen hilflos auf der Straße gelandet wären. - Zu sagen, mit Religion wäre nur das Böse möglich, zeugt also von Wissenslücken in der Kirchengeschichte, die - zugegeben - auch eine partielle Kriminalgeschichte mit sich schleppt.
In unserer Welt ist eben alles von der Dualität durchdrungen: Kein Ding ohne sein Gegenteil.

Viele Gläubige sind alles andere als naiv, können aber in die Räderwerke des Bösen nicht direkt eingreifen (wie auch?) und gehen deshalb, auf sich gerichtet, ihren persönlichen Weg. - Buddha sagte z.B. hierzu: > Wenn Du einem unedlen Menschen begegnest, gehe einfach weiter. <

Auch Deine Behauptung, Gläubige fürchteten sich vor dem wissenschaftlichen Ansatz, erübrigt sich allein dadurch, dass es gerade unter führenden Wissenschaftlern genügend Gläubige gab und gibt. (Müsste Dir aber auch bekannt sein?)

Wissenschaftliche Ansätze und Ergebnisse zeigen stets nur die mathem./physikal./chem. Zusammenhänge in der materiellen Welt auf. Das dahinter liegende, das alles Umgreifende, bleibt jedoch nach wie vor ein Geheimnis für uns.
Es nützt uns also wenig, zu wissen, dass es z.B. die Grundkräfte gibt. Wer oder was diese in Szene gesetzt, zur Wirkung gebracht hat, dass ist doch die eigentlich spannende Frage, die ein rein wissenschaftlicher Ansatz nicht zu lösen vermag.
Wären alle Fragen über "des Pudels Kern" enträtselt, würde sich jegliche Glaubensform sofort zur Form des Wissens wandeln!
So weit sind wir aber noch lange nicht auf der Reise über unsere Zeitschiene!
Also - sollten sich die beiden streitenden Lager mit mehr Respekt betrachten, denn beide suchen ja auf ihre Weise nach möglichen Erklärungen, deren Buchstaben aber stets nur in menschliche Sprache innerhalb menschlicher Dimensionen gegossen werden können!

Gruß von Reklov

gapping Offline



Beiträge: 613

15.07.2015 21:21
#329 RE: Nun Athon antworten

Sarin liegt kein Denkfehler, weil die Priester ja mit Gott ihre Einkommen kalkulieren.
Gott bestand immer aus dem Kalkül. Sei es nun bei der Erfindung von Gott ihn größeren Mächten als noch größeren Verbündeten darzustellen oder sei es der Verkauf des Wachturms um die Ecke.
Nun wären wir die Letzten, die positive Einrichtungen und Auswirkungen von Religion auf vielerlei Gebieten leugnen würden, doch das wiegt den Massenbetrug etwas als existent darzustellen, was es gar nicht gibt, nicht auf. Man kann Vieles in diesem Zusammenhang, was Priesterlinie oder weltliche Linie sei, und deren Zusammenhänge zu Missständen, auf die jeweilige Zeit schieben und meinen, man hätte es nicht besser gewusst, oder nicht besser wissen können.
Man kann auch hochstilisieren, welche phantastischen Kunstwerke Religion errichtet hat, wie etwa die Kathedrale von Chartres(von Freimaurern errichtet)und darf dabei nicht vergessen, dass es kaum ein anderes Mäzenatentum wie das der katholischen Kirche gab.
Andererseits bezahlte die Kirche ihre Künstler nicht, denen sie Verfehlungen vorwerfen konnten, wie etwa Homosexualität(da Vinci) oder Völlerei(Gallilei)etc.etc.
Man kann sich ja ein persönliches Verhältnis zu einem "höheren Wesen" aufbauen, wenn es nötig sein sollte. Wozu allerdings dann soviel Verschwendung nötig sein sollte, mit der die Kirchen, oder der Islam seine Macht zu demonstrieren versuchen, nur wegen des Zwiegesprächs mit Gott, leuchtet nicht ein.
Der Gott den man meinen könnte, weil er Trost spendet ist verzichtbar. Dafür muss man doch nicht an ein Gespinst glauben, das die aufgebracht haben, die man bereits als abseits von Gott einstuft, wie die Päpste als Sklavenhalter oder Beteiligte an Rüstungskonzernen.
Und dann ist da noch die Geschichte und sind die Geschichtchen die sie erzählen und mit denen sie Nichtwissen, ja Anti-Wissen begründen. Und vom Grunde her stimmen weder die Daten, noch die Zeiten, ja es stimmt fast gar nichts und ganze Gesellschaften lassen zu, wie mit Lügen Geschichte gemacht wird. Wohin soll das führen?
Die schwerwiegenden Verfehlungen kann man doch nur mit Gott für Gott begehen, Krieg für Gott, Krieg mit Gott, der alles sieht und weiß. Warum sollte man diese farbigen Märchenbilder der Religionen von Gott trennen, wenn die Erfindung Gottes selber ein Märchen ist? Vernunftbegabte Menschen können solcherlei banalen und einfachen Fragen für sich selbst beantworten. Ohne Brimborium und Ohwiedumm.
Andere wiederum nähren das Wirtstier dieser Märchenwelt, wie man Feudalherren ernährt, so auch den hinter der Geistlichkeit stehenden Gott. Diese Delegierungen " weil Gott es so will(oder Allah)" sind Dinge zu begehen die dem Sinn evolutionärer Entwicklung widersprechen und deshalb hängt ja so vielen der Mühlstein um den Hals, selbst bei jenen, die ihr Haus voller Schätze schützen müssen. Das basiert ja wiederum auf der Annahme, dass ein Gott hinter allem stünde, was ja die betenden längst zu Zweifeln hätte anregen müssen. Egal wie viel am Tag man betet, an der Realität ändert das ja nichts, dass das Märchen von Gott verhängnisvolle Auswirkungen hat und dabei meinen wir nicht nur die Delegierung von Verantwortung an den Gott, damit die Verantwortungslosigkeit um so mehr Platz greift, sondern die Besetzung von Gefühlen bei den Menschen, die ihn hindern mit sich und der Natur in ethischer Weise umzugehen. Das Märchen von Gott(der wird schon richten)behindert die ethischen Normen, die einmal von der Philosophie und den Wissenschaften gesetzt wurden.
Epikur wusste das schon in der Antike. Nicht umsonst ist der Hedonismus als Lebensgefühl alleine reiner als das was Menschen unter Gott verstehen. Der römische Philosoph Lucretius Carus hat mit seinem Lehrgedicht "De rerum Natura" mehr geleistet als alle religiöse Literatur zusammen genommen. Das Märchen Gott stellt letztlich eine Ursache für Übel und Plagen dar, das keine Grundsätze weder humanistische, noch ethische, ja nicht einmal ästhetischen Ansprüchen genügt, warum sollte man das Märchen also von der Religion trennen wo sich deren Auswirkungen, mit denen der Märchen um Gott decken?

Gruß gapping

gapping Offline



Beiträge: 613

15.07.2015 21:24
#330 @Reklov antworten

Ja die Obsoleszenz....letztlich eine aus der Religion stammende betrügerische Absicht, die den Neoliberalismus am Leben erhält.

Gruß gapping

SOL demiurg Offline




Beiträge: 733

15.07.2015 23:56
#331 RE: Nun Athon antworten

@gapping: Wenn es (nur) um Daten geht, dann sammelt diese "nicht" der Mensch. Er ist ebenso nur ein Datenbit. Eine "mangelnde" Einsicht ist, was ich schon des öfteren hier geschrieben habe, das sich der Mensch als etwas höheres sieht, oder das Höhere zu verstehen denkt ...aber er ist ja nur eine Dateninformation.
Zitat: weil der Maßstab gilt, nur die Daten einzusetzen, die Profite bringen, anstatt vielleicht mal Daten einzusetzen, die weniger Gewinn bringen, dafür aber nachhaltig Nutzen für die biologischen Systeme haben.
Wer soll das übernehmen?
Du sagst selbst, das der Mensch mit nach seinem "Gewinngestrebe" immer darauf aus ist auch diesen zu erziehlen. Es sind wenige die die komplette Wirtschaft auf Erden "leiten" bzw. verleiten. Das Volk ist nur der Strick an der Holzstange, und die wenigen Fäden, die sich beim jahrelangem Gezerre lösen, werden irgendann von "ganz allein abfallen"!
Das Gejammer über das nachhaltige Lösen von Problemen, müssen auf anderer Eben geführt werden. Aber da "wächst der Mensch rein"...denn die Daten, die jemand sammelt, werden Gewinnbringend eingesetz. Nicht für den Mensch...sondern für die Evolution!
Zitat: Hierfür fehlt Dir die Sicht nicht nur auf die Fülle von ungenutztem , ja schon verschütteten wissenschaftlichem Material, mit dem eine "gute" Erde möglich wäre. Mit Religion oder dem Glauben an Gott ist nur das Böse möglich, da Glaube(Nichtwissen) die Ursache von vielem Bösen sein kann.
Ja natürlich fehlt mir Wissen, ich habe auch noch nie behauptet, das ich allwissend bin oder wie mir hier vorgeworfen wird "altklug". Wenn du aber sagst, das der Glaube an Gott "nur" das Böse herauf beschwört, dann ist das eine falsche Aussage.
Der Mensch ist böse (durch seinen "freien" Willen), der Mensch erschafft das Böse und gleichzeitig auch noch einen Ort dafür. Nur der Mensch! Nicht die Natur, nicht das Universum, niemand sonst!
Was ist Böse oder Böse sein für Dich?
Ihr nehmt soviel auseinander, sogar Atome, aber die Frage sich zu stellen, "Warum wird es böse "genannt" fragen sich anscheinend die Wenigsten!

gapping Offline



Beiträge: 613

16.07.2015 21:43
#332 RE: Nun Athon antworten

Menschen lernen immer von anderen. Und man muss ja auch nicht neue Erfahrungen machen die schon vorhanden sind. Besser ist es neue Erfahrungen zu machen. Man kommt nicht ohne das Wissen seiner Mitmenschen aus. Ein Eremit ja, der kann das, oder einer der an Gott glaubt. Aber der Wirklichkeit verpflichtete Menschen kommen nicht ohne Mitmenschen aus.
Sie vielleicht noch SolDemiurg. Sie brauchen keinen. Sie haben ja Gott. Schön für Sie. Das Gehirn des Menschen SolDemiurg ist nicht überfordert sondern unterfordert.

Gruß gapping

SOL demiurg Offline




Beiträge: 733

16.07.2015 22:17
#333 RE: Nun Athon antworten

Zitat von gapping im Beitrag #332
Menschen lernen immer von anderen. Und man muss ja auch nicht neue Erfahrungen machen die schon vorhanden sind. Besser ist es neue Erfahrungen zu machen. Man kommt nicht ohne das Wissen seiner Mitmenschen aus. Ein Eremit ja, der kann das, oder einer der an Gott glaubt. Aber der Wirklichkeit verpflichtete Menschen kommen nicht ohne Mitmenschen aus.
Sie vielleicht noch SolDemiurg. Sie brauchen keinen. Sie haben ja Gott. Schön für Sie. Das Gehirn des Menschen SolDemiurg ist nicht überfordert sondern unterfordert.

Gruß gapping

Jedes "Neugeborene" muss "vorhandene" Erfahrungen neu erfahren und das meist auf gleichen Wegen(Menschen lernen von anderen). Zwar werden ihm einige dieser Erfahrungen durch Elternteile(Wissen der Mitmenschen) "in die Wiege" gelegt, aber trotzdessen macht jeder Mensch Erfahrungen die schon vorhanden sind. Neue Erfahrungen macht man nur, "wenn man neue Wege geht" nicht vorgefertigte und/oder vorzitierte.
Wer glaubt, das richtige zu wissen, als Beispiel ein "Gläubiger Christ", der lässt "neue Erfahrungen" nicht zu. Das nenne ich ja Verblendung. Aber dies gilt auch für z.B. einen festgefahrenen Wissensfreak, der Bücher und Magazine durchwälzt und auf "Pfaden" wandelt, die "vorgegeben" sind. Dies hat nichts mit "neuen Erfahrungen" zu tun.
Für die einzelne Person ja, denn diese kennt dieses Wissen ja noch nicht

Neue Erfahrungen sind solche, die Magie oder Mystische Legenden beinhalten die man im "Zusammenhang" mit der wissenschaftlichen Pracht zu kombinieren hat. Da gilt es eben "nicht" zu sagen: "Das geht so nicht, weil es nicht nachweisbar ist! sondern man sollte dann "selbst" hinterfragen und die "Natur mit eigenen Augen betrachten"

Ich brauche "noch" keine Menschen? Ich habe Gott?
Mensch, Leute Leute Leute, @Gysi...das meine ich mit Gebrabbel.

Gott ist keine Person wie es sich die Menschen mit ihrem "unterforderten" Gehirn gern vorstellen. Das Wort Gott, und somit der Sinn darin, ist verrufen...wie ich es schon einmal geschrieben habe. Unvorstellbar, Unfassbar, Persönlichkeit und Person, allumfassend, allwissend...und nicht ein "Barträger in den Wolken" oder jemand den man in den kleinsten Atomen findet und trotzdem zeigt er sich "in Allem und Alles".
Eine Begrifflichkeit...die "überfordert"!!!

Athon Offline




Beiträge: 2.176

19.07.2015 09:20
#334 RE: Atheismus ist eine Befreiung antworten

@gapping

Zitat von gapping #332
Das Gehirn des Menschen SolDemiurg ist nicht überfordert sondern unterfordert.


Es kann schon einen ganz anderen Sinn ergeben, wenn man Kommata nicht dahin setzt, wo sie eigentlich hingehören: Das Gehirn des Menschen, SolDemiurg, ist nicht überfordert sondern unterfordert.

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

gapping Offline



Beiträge: 613

19.07.2015 10:15
#335 RE: Atheismus ist eine Befreiung antworten

Das Haar in der Suppe der Interpunktion.

Gruß gapping

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

23.07.2015 09:24
#336 RE: Atheismus ist eine Befreiung antworten

Zitat von Athon im Beitrag #334
@gapping

Zitat von gapping #332
Das Gehirn des Menschen SolDemiurg ist nicht überfordert sondern unterfordert.


Es kann schon einen ganz anderen Sinn ergeben, wenn man Kommata nicht dahin setzt, wo sie eigentlich hingehören: Das Gehirn des Menschen, SolDemiurg, ist nicht überfordert sondern unterfordert.



Wenn man bedenkt, wieviel Religioten-Müll das Gehirn verkraften muss, dann ist es überfordert.
Wird dies als Sondermüll separiert oder ignoriert man solchen Bull-shit, dann ist es mit Sicherheit unterfordert.

Jetzt kommt natürlich wieder der Scheuklappen-Song von interessierter Seite...

gapping Offline



Beiträge: 613

24.07.2015 12:34
#337 RE: Atheismus ist eine Befreiung antworten

Richtig Religioten - Gehirn ist blockiert, weil es mit Mutmaßungen zersetzt wird, die der Wahrheit über die Wirklichkeit nicht stand halten.
Dass sich jemals noch mal eine christliche Religion gründen würde die das faschistoide mit dem christlichen so eng verbindet, wie bei Scientology, hätte niemand vorher sehen können.
Aber wie man sieht.....

Gruß gapping

Reklov Offline




Beiträge: 4.851

24.07.2015 23:04
#338 RE: Atheismus ist eine Befreiung antworten

Zitat
Dass sich jemals noch mal eine christliche Religion gründen würde die das faschistoide mit dem christlichen so eng verbindet, wie bei Scientology, hätte niemand vorher sehen können. Aber wie man sieht.....

@gapping,

... dass Du Dich mit der Lehre von Scientology noch nicht richtig beschäftigt hast, sieht man daran, dass Dir entgangen ist, dass diese Sekte nun aber einen wirklich ganz anderen Denkansatz zur Welt anbietet, als z.B. das Christentum!
Bitte noch mal genauer über die Sekte nachlesen und vor allem über das fantastische "Wissensgebäude" ihres Gründers Ron Hubbard!
Vor der Gründung seiner Sekte soll dieser ja sein Geld mit dem Verfassen von science fiction-Groschenromanen verdient haben.

Gruß von Reklov

SOL demiurg Offline




Beiträge: 733

24.07.2015 23:07
#339 RE: Atheismus ist eine Befreiung antworten

Falls hier "mein" Gehirn angesprochen werden sollte, möchte ich anmerken, das "Jeder" - das Selbige in sich trägt, ob mit Komma oder ohne!

Was jeder nun "da raus holt" und wie er dies "verbindet" - das überfordert die meisten Menschen auf diesem Planeten!
Wer immer noch auf dem Standpunkt ist, das "nur" die Religion für Leid "unter den Menschen" verantwortlich ist, der steckt in einer "Wissenschaftskrise"!

Reklov Offline




Beiträge: 4.851

24.07.2015 23:28
#340 RE: Atheismus ist eine Befreiung antworten

Zitat
Wenn man bedenkt, wieviel Religioten-Müll das Gehirn verkraften muss, dann ist es überfordert.
Wird dies als Sondermüll separiert oder ignoriert man solchen Bull-shit, dann ist es mit Sicherheit unterfordert.

@Direktkontakt,

... warum so aggressiv und warum verwendest Du Worte, wie >Religioten-Müll< und >Bull-shit<? - An sich müsste Dir einleuchten, dass so etwas nichts Förderliches zu den Gesprächen dieses Forums beitragen kann! Das Thema der Transzendenz ist ja schon schwierig genug - mit Kraftausdrücken kann man sich ihm jedoch überhaupt nicht nähern!
Mir würde z.B. nie einfallen, einen Atheisten als >Athioten< zu bezeichnen, denn damit würde ich die Gesprächskultur auf die niedrigste Stufe drücken.

Gruß von Reklov

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

25.07.2015 08:47
#341 RE: Atheismus ist eine Befreiung antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #340

Zitat
Wenn man bedenkt, wieviel Religioten-Müll das Gehirn verkraften muss, dann ist es überfordert.
Wird dies als Sondermüll separiert oder ignoriert man solchen Bull-shit, dann ist es mit Sicherheit unterfordert.
@Direktkontakt,

... warum so aggressiv und warum verwendest Du Worte, wie >Religioten-Müll< und >Bull-shit<? - An sich müsste Dir einleuchten, dass so etwas nichts Förderliches zu den Gesprächen dieses Forums beitragen kann! Das Thema der Transzendenz ist ja schon schwierig genug - mit Kraftausdrücken kann man sich ihm jedoch überhaupt nicht nähern!
Mir würde z.B. nie einfallen, einen Atheisten als >Athioten< zu bezeichnen, denn damit würde ich die Gesprächskultur auf die niedrigste Stufe drücken.

Gruß von Reklov



Was ist an der Verwendung von realistischen Ausdrücken "aggressiv"?

Die Bezeichnung oder das Prädikat "Religioten" wird mitunter in der Literatur verwendet und ohne großes Trara überwiegend akzeptiert!

"Bull-shit" ist - zugegeben - ein derber Ausdruck, aber er trifft haargenau auf belästigende, unnötig belastende, aufdringliche oder zeitstehlende Missionsversuche zu, die von intelligenten Menschen als Beleidigungen oder Zumutungen aufgefasst werden könnten.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 733

25.07.2015 16:44
#342 RE: Atheismus ist eine Befreiung antworten

@Direktkontakt
Zitat: Was ist an der Verwendung von realistischen Ausdrücken "aggressiv"?

Weil man mit "realistischen" Ausdrücken, die auch noch der Mensch selbst erfindet, immer "provoziert".
Sprache, sollte Kultur sein.
Die meisten Ausdrücke entstehen durch Nichtverstehen...wie zum Beispiel der Ausdruck "Gott".
Der Mensch ist im Moment auf "Zeit" bedacht, denn alles muss so schnell wie möglich ausgeführt werden und somit wird das meiste was wir schreiben abgekrzt.
Durch dieses Abkürzen entsteht, durch nachrückende Jugend die mit dieser Aussprache aufwachsen, "neue Sprache". Meist zum Nachteil.
Wer sich gewählt ausdrücken kann, wird schnell erkennen, wenn er denn einen Gesprächspartner vor sich hat, wie dieser darauf reagiert. In den meisten Fällen, wie ich so oft erfahren muss, wird ein Gespräch für viele als "lästig" befunden, weil es nicht schnell genug auf den Punkt gebracht wird.
Heutzutage ist es aber so, das man das Meiste gar nicht mehr in "kurzen Sätzen" erklären kann, gerade, wie Reklov ansprach, was die Transzendenz betrifft. Es ist "überfordernd", weil die Sprache dies Thema gar nicht bewältigen kann, sondern einzig und "allein" die Erfahrung des eigenen Selbst!

Das das für die vielen Menschen nicht mehr möglich ist, liegt daran, das wir uns immer schneller vorwärts bewegen (müssen), da wir (irgendwann) erkennen das uns nicht viel Zeit bleibt in unserem kurzen Leben, da uns der Tod "dazwischen" kommt. Und da wir diesen nicht kennen und ihn mit aller Macht "beiseite drücken", uns keinen Kopf darum machen und ihn mit Spiel und Spaß "wegdenken", kommen wir gar nicht in den Genuss uns klar zu machen, das wir irgendwann sterben...und dann sind wir weg.
Jetzt kommt aber hinzu, die Aufklärung - die Bildung- die uns erklären müsste, das wir mit "Vernunft" ins Leben gehen sollten und nicht in irgendein Paradies mit Apfelbäumen und Jungfrauen gelangen.
Das Paradies ist unsere Erde - die wir mit aller Macht zerstören und jetzt sogar dabei sind diese zu verlassen, obwohl wir noch lange nicht verstehen, wer wir sind und wohin wir gehen!

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

26.07.2015 08:42
#343 RE: Atheismus ist eine Befreiung antworten

@SOL demiurg

Agnostiker könnten sich mit dem gestrigen Text SOL demiurgs bedingt oder eingeschränkt anfreunden, Atheisten werden fragen, ob man "Ausdrücke" wie Gott überhaupt verstehen kann, da das hypothetische Nichts (?) einfach nicht vernünftig interpretierbar oder erklärbar ist.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

26.07.2015 10:24
#344 RE: Atheismus ist eine Befreiung antworten

Zitat von Reklov
... warum so aggressiv und warum verwendest Du Worte, wie >Religioten-Müll< und >Bull-shit<



Der Gebrauch solcher Begriffe ist einigen Atheisten eine wirkungsvolle Hilfe, eine klare Trennlinie zwischen ihrem Verständnis von Religion und dem Verständnis von Religion seitens der Gläubigen zu ziehen ihre eigene Meinung, über die von anderen Menschen zu stellen, und sich im gleichen Zug als "bessere" Menschen betrachten zu können. Sie brauchen das für ihr Selbstverständnis. Glücklicherweise brauchen das nicht alle Atheisten. Beides sollten wir als Gläubige akzeptieren. Das gehört zu einer solchen Thematik, wie sie in diesem Forum erörtert wird, nun mal dazu.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

gapping Offline



Beiträge: 613

26.07.2015 12:09
#345 RE: Atheismus ist eine Befreiung antworten

Viele streiten sich darüber ob die "Scientology Church" eine faschistoide Vereinigung ist.
Ihrem Selbstverständnis nach ist sie eine christliche Kirche. Ergo kann die Analyse von dort ausgehen. Wenn Sie Reklov bei der Scientology Church einen trivialen Hintergrund erkennen, liegen Sie sicherlich richtig.
Aber andere Religionen haben nahezu die selben Hintergründe. Sie sind von psychopathische Charakteren geprägt und ihr Sinn ist psychopathisch. Darin bestehen zwischen den Sekten und den Weltreligionen kaum Unterschiede.
Die Menschen glauben ja nur daran weil sie es nicht besser wissen.

Gruß gapping

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

26.07.2015 12:59
#346 RE: Atheismus ist eine Befreiung antworten

Wie wollen wir denn nun in der Sache weiter vorgehen?

Eine Wand redet gegen die andere Wand!

Vielleicht ist dies hier eine vernünftige Lösung für konstruktives Denken und Suche nach "Wahrheit":

Zur Diskussion

Man muss dem nicht in jedem Punkt zustimmen, aber es hat was...

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

26.07.2015 17:31
#347 RE: Atheismus ist eine Befreiung antworten

Obwohl Scientology nicht direkt aus einer anderen Weltanschauung hervorgegangen ist, sondern eine der wenigen Neukreationen im religiösen Bereich ist lassen sich doch einige der Quellen, aus denen Hubbard geschöpft hat, nachvollziehen. Was Einflüsse aus der westlichen Philosophie betrifft, so finden sich deutliche Parallelen zu dem Werk von Will Durant, dem Hubbard das Buch Dianetics widmete, sowie zur Psychologie Sigmund Freuds, die in den 30er- und 40er-Jahren eine breite populärwissenschaftliche Rezeption erfuhr. Auch das Werk Alfred Korzybskis hat deutliche Spuren in Hubbards Gedankengut hinterlassen; Hubbard war mit A. E. van Vogt befreundet, dessen Science-Fiction-Romane viel zur Popularisierung von Korzybskis „Allgemeiner Semantik“ beitrugen, und Korzybskis „Anthropometer“ mag bei Hubbards Erfindung des E-Meters Pate gestanden haben.

Allgemein sind szientistische Gedankenlinien zu erwähnen, die von Beobachtern mit ansonsten sehr unterschiedlichen Meinungen zu Scientology festgestellt worden sind. So erhebt Scientology den Anspruch, eine empirische Wissenschaft zu sein und will mit immanenten „Technologien“ die Funktionsfähigkeit der Thetane erneuern. Reihe von Autoren weist auch auf Scientologys Anleihen aus den Werten der „US-amerikanischen“ Kultur, insbesondere dem Glauben an Individualismus, Demokratie und Freiheit, hin. Das scientologische „Glaubensbekenntnis“ ist demnach lediglich eine Neuformulierung der UN-Menschenrechtskonvention, deren Wurzeln in der (westlichen) Aufklärung zu finden sind. Demgemäß wird Scientology im Zuge des Antiamerikanismus in vielen Staaten auch als kulturimperialistische Bewegung aufgefasst.

Anleihen aus den Weltreligionen sind dagegen meist nur indirekt festzustellen. Hubbard selbst behauptete zwar, Anleihen aus östlichen Religionen übernommen zu haben. So knüpfe er an vedische Religionen an; es stellte sich jedoch schnell heraus, dass er von diesen nur sehr oberflächliches Wissen besaß. Trotzdem ziehen einige Forscher Parallelen zum Buddhismus, Jainismus, Hinduismus, Taoismus und Gnostizismus.

Reklov Offline




Beiträge: 4.851

26.07.2015 23:54
#348 RE: Nun Athon antworten

Zitat
Mit Religion oder dem Glauben an Gott ist nur das Böse möglich, da Glaube(Nichtwissen) die Ursache von vielem Bösen sein kann. Wie man sieht, weil sich das ja in der Gegenwart vor unseren Augen abspielt. Nur Gläubige sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Sie fürchten sich vor dem wissenschaftlichen Ansatz, der Positives schafft.

@gapping,

... kommt aber immer darauf an, an welchem "Gott" man seine Gedanken, Worte und Taten ausrichtet!

Glaube ich z.B., wie unsere germanischen Vorfahren, daran, dass nur die tapferen, in der Schlacht mutig gefallenen Krieger in die "Walhalla" zu "Odin" gelangen, um dort ewig den köstlichen Met bei nie endenden Feiern zu trinken, so werde ich mich in jeder Schlacht todesmutig beweisen wollen, denn mir kann ja im Falle eines Todes nur das Beste passieren.

Die unbekannte "Quelle des Bösen" wurde schon früh auf "teuflische" oder "dämonische" Mächte abgeschoben, um sich als "verführten" Menschen herausreden zu können.

Das Alte Testament meint dazu: >> ... Ist`s nicht also? Wenn du fromm bist, so bist du angenehm; bist du aber nicht fromm, so ruhet die Sünde vor der Tür - und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie. << (1. Mose 3. 7.)

Deine Behauptung, mit Religion oder Gott wäre nur das Böse möglich, ist so, wie alle Verallgemeinerungen, überhaupt nicht haltbar!
Das Böse zeigt/zeigte sich stets in vielen Verkleidungen und tauscht/tauschte diese, je nach Bedarf, immer schnell und geschickt aus!
Der Hauptgrund für menschliches Leid war und ist aber zum größten Teil die Unwissenheit!
Übrigens kann auch gut Gemeintes schon den Keim des Bösen in sich tragen!
Im Glauben, ich nehme an, so meinst Du dies, kann sich auch das Böse verstecken, wenn dieser denn zu blindwütigem Hass gegen Andersgläubige führt!
Dass aber der wissenschaftliche Ansatz allein noch kein Garant für das Gute war und ist, zeigt uns ja unsere Historie.
Dieser wissenschaftliche Ansatz hat z.B. die Forschung und Weiterentwicklung unserer ABC-Waffen angeschoben.
Jetzt gleichen wir dem "Zauberlehrling", der die Geister, die er rief, nicht mehr los wird!

Deine Schuldzuweisungen würde ich also noch mal in Ruhe überdenken!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.851

27.07.2015 00:19
#349 RE: Atheismus ist eine Befreiung antworten

Zitat
Aber andere Religionen haben nahezu die selben Hintergründe. Sie sind von psychopathische Charakteren geprägt und ihr Sinn ist psychopathisch. Darin bestehen zwischen den Sekten und den Weltreligionen kaum Unterschiede.
Die Menschen glauben ja nur daran weil sie es nicht besser wissen.

@gapping,

... manche Religionen haben einen kleinen Teil der Wahrheit richtig erkannt oder erahnt. - Der Fehler liegt aber darin, dass sie meinen, damit schon das Ganze in ihren Händen zu halten!
Dass sich in religiöse Organisationen natürlich auch skrupellose Machtmenschen einschleichen, ist nicht zu vermeiden, denn Macht und Geld ziehen auch stets das Böse an!
Psychopathische Charaktere findet man allerdings auch im Alltagsleben - vom gemeinen kleinen Hausmeister, bis hin zum verblendeten Konzern-Boss!
Klar - es ist die große Unwissenheit vom Sein, dass uns ja nur indirekt durch seine Formen des Daseins, vor Augen tritt.
Diese "Formen", auch unsere eigene, lassen uns jedoch zum größten Teil ratlos zurück! - Da helfen auch die beachtlichen Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung nicht viel weiter, denn diese können nur die bereits seit langem bestehenden Naturgesetze nach und nach "entdecken" (im Sinne von "aufdecken").

Den seelischen Zustand der Menschen, ihr Streben nach Glück, kann aber auch eine noch so ausgefeilte Verführungsindustrie nur eine Zeit lang "betäuben". Des "Pudels Kern", also was die Welt im Innersten zusammen hält, bleibt nach wie vor ein Geheimnis. Dieser "Leerraum" wird nun mal von den vielen Religionen als Aufenthaltsraum genutzt, was menschlich auch verständlich ist.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.851

27.07.2015 08:20
#350 RE: Atheismus ist eine Befreiung antworten

Zitat
"Bull-shit" ist - zugegeben - ein derber Ausdruck, aber er trifft haargenau auf belästigende, unnötig belastende, aufdringliche oder zeitstehlende Missionsversuche zu, die von intelligenten Menschen als Beleidigungen oder Zumutungen aufgefasst werden könnten.

@Direktkontakt,

... keiner will hier im Forum den anderen missionieren!?? - Wie sollte das auch gehen? - Wir sprechen hier lediglich miteinander und tauschen Ansichten zum großen Thema des "Göttlichen" aus. Auch der bescheidene Versuch mancher Atheisten, allein mit naturwissenschaftlichen Ergebnissen zu den uns bisher bekannten materiellen "Erscheinungen", eine Negation des Begriffes "Gott" (Urgrund!) herbeireden zu wollen, könnte man nun auch als beleidigende Zumutung auffassen!

Also meine ich, sollten beide "Lager" etwas mehr Toleranz bei der gemeinsamen "Suche" aufbringen! Das wäre für den anhaltenden Dialog förderlicher! -
Frage und Gegenfrage, Behauptung und dagegenstehende Kritik sind doch die Zutaten, welche die vielfältigen Themen dieses Forums würzen und allen Lesern bei ihrer Bewusstseinsbildung neue Schritte ermöglichen. Das Erkennen der Welt ist noch lange nicht abgeschlossen und endgültige Aussagen sind deswegen nicht machbar.

Glaube ist, wie das Wort ja schon andeutet, keine belegbare wissenschaftliche Sache, sondern eine Angelegenheit der Seele und des Herzens! Naturwissenschaften (Religionen gehören ja zu den Geisteswissenschaften!) haben ihre wertvolle und spezielle Aufgabe und bringen dem Menschen hoffentlich fortschreitende Einsichten in das Ticken des Universums.
Bei Stellungnahmen zur Transzendenz können sie jedoch keinesfalls der einzige Ratgeber sein!

Gruß von Reklov

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