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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 584 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.375

16.01.2016 19:04
#576 RE: @Reklov Antworten

Zitat von Reisender im Beitrag #575


Die Linken sind nicht an der Wirklichkeit orientiert sondern ausschließlich an ihrer Ideologie.
So kleinlich eng, würde ich das jetzt wirklich sehen. Zumal die zumal die bisherigen geschichtlichen Erfahrungswerte mit den Rechten, deren Realitätssinn auch in kein besonders löbliches Licht stellt.

Ich meine, dass Leuten mit starker "Schlagseite" bei der Beurteilung der Wirklichkeit ohnehin nie ganz zu trauen ist.

Zitat von Reisender im Beitrag #575

Die Aufklärung, und der Weg in eine wissenschaftlich-technische Revolution spielte sich im jüdisch-christlichen Kulturkreis ab.

Es gab damals noch wenig bis gar keine Alternativen zum jüdisch-christlichen Kulturkreise. Und wenn man sich das Frauenbild und die Rolle der Frau in diesem Kulturkreis von damals anschaut, dann hätte das genau so gut ins arabische Frühmittelalter gepasst.

Was der Aufklärung den Weg geebnet hat, war die Spaltung des abendländischen Christentums in untereinander und miteinander rivalisiernde Gruppierungen, die alle für sich beanspruchten, im Besitz der einzigen richtigen Wahrheit im Glauben zu sein. So was bringt es zwangsläufig immer mit sich, dass Menschen, bei welchen das Intelligenzspektrum "links und rechts" gleich stark ausgeprägt ist, nach einem eigenen viel logischeren Weg durch die Mitte suchen.
Immerhin waren auch noch ganz andere Faktoren als christlich-jüdische an der Aufklärung beteiligt. Die Zeit der Aufklärung war auch die Zeit politischer Umbrüche in ganz Europa und die damit verbunden Umstrukturierungen der Gesellschaftsklassen. In dieser Zeit waren die arabisch-muslimischen Länder durchwegs im Besitz von Kollonialherrschern, die im eigenen Interesse immer mit korrupten charismatischen Clancheffs zusammenarbeitete, welche ihr Volk bei der richtigen Stimmung hielt..


Zitat von Reisender im Beitrag #575

Warum der Islam nach einer gewissen Blütezeit im Mittelalter den Weg in die moderne nicht fand und nicht findet, sollte wissenschaftlich
untersucht werden.

Es gibt Islamwissenschaftler die sich sicher sind, dass es den einen Propheten Mphammed nie gegeben hat, sonder dafür sehr viele Mohammeds und dass der Islam eine arabische Interpretation des koptischen Früh-Christentums ist, das sich nach und nach die heidnischen Sitten und Bräuche der verschiedenen arabischen Nomadenstämme einverleibt hat. So ähnlich, wie sich auch das grichisch-römischen Christentum mit den heidnischen Sitten und Bräuchen der jeweiligen Gegenden welche es sich einverleibt hat, homogenisierte.

Natürlich wäre das einer weitgehenderen wissenschaftliche Untersuchung zu unterziehen. Nur, wird eine solche Untersuchung weder bei den Muslimen noch bei den Christen auf breites Interesse stoßen.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Reklov Offline




Beiträge: 5.085

17.01.2016 17:27
#577 RE: @Reklov Antworten

Zitat
Es gibt Islamwissenschaftler die sich sicher sind, dass es den einen Propheten Mphammed nie gegeben hat, sonder dafür sehr viele Mohammeds und dass der Islam eine arabische Interpretation des koptischen Früh-Christentums ist, das sich nach und nach die heidnischen Sitten und Bräuche der verschiedenen arabischen Nomadenstämme einverleibt hat.

Perquestavolta,

... auch unter christl. Berufstheologen ist bekannt, dass es 2 Religionen gibt: Eine für die Theologiestudenten und eine für das "gemeine" Volk.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.375

17.01.2016 18:49
#578 RE: @Reklov Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #577

Zitat
Es gibt Islamwissenschaftler die sich sicher sind, dass es den einen Propheten Mphammed nie gegeben hat, sonder dafür sehr viele Mohammeds und dass der Islam eine arabische Interpretation des koptischen Früh-Christentums ist, das sich nach und nach die heidnischen Sitten und Bräuche der verschiedenen arabischen Nomadenstämme einverleibt hat.
Perquestavolta,

... auch unter christl. Berufstheologen ist bekannt, dass es 2 Religionen gibt: Eine für die Theologiestudenten und eine für das "gemeine" Volk.




Tatsächlich? Es gibt aber auch Berufstheologen, die untereinander ganz unterschiedliche Auffassungen von Religion vertreten.
Es gibt da sogar welche, die Theologie ohne jegliche naturwissenschaftlichen, historischen und geschichtlich korrekten Zusammenhänge unterrichten und lehren und denen es nur um eine ideologische Auslegung der Bibel, bzw. des Quran geht. Diese Theologen sind dann auch sehr darum bemüht, alle anderen Theologen der Verbreitung von Irrlehren und Unwahrheiten zu bezichtigen.

Mir fällt in Deinem diesem Statement jetzt besonderes auch die Betonung auf "Berufstheologen" und vor allem auch der unterschwellige Fingerzeig auf die Zweifelhaftigkeit der Berufstheologen auf, was dann andersherum und gleichzeitig wohl auch die überragende Kompetenz der Privat- und Hobytheologen in ein viel besseres Licht stellen soll, die von ihren professionellen Kollegen meist nur als Dilettanten gehandelt werden....

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Reklov Offline




Beiträge: 5.085

18.01.2016 13:27
#579 RE: @Reklov Antworten

Zitat
Berufstheologen auf, was dann andersherum und gleichzeitig wohl auch die überragende Kompetenz der Privat- und Hobytheologen in ein viel besseres Licht stellen soll, die von ihren professionellen Kollegen meist nur als Dilettanten gehandelt werden....

Perquestavolta,

... da liegst Du völlig daneben. - Ein "Profi" hat in den meisten Fällen dem Hobbytheologen einiges an Fachwissen voraus. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel!
Übrigens: Auch beim Gitarrenspiel trennen sich die Lager der Profis von den noch so begabt spielenden Amateuren
deutlich und unüberhörbar! -
Das eigentliche "Wesen" des von Menschen so gedachten "Göttlichen" wird aber (wie sollte dies auch anders sein?) in seinem Kern stets verfehlt.
Kompetenz hin oder her!
Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.375

18.01.2016 14:32
#580 RE: @Reklov Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #579

Zitat
Berufstheologen auf, was dann andersherum und gleichzeitig wohl auch die überragende Kompetenz der Privat- und Hobytheologen in ein viel besseres Licht stellen soll, die von ihren professionellen Kollegen meist nur als Dilettanten gehandelt werden....
Perquestavolta,

... da liegst Du völlig daneben. - Ein "Profi" hat in den meisten Fällen dem Hobbytheologen einiges an Fachwissen voraus. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel!
Übrigens: Auch beim Gitarrenspiel trennen sich die Lager der Profis von den noch so begabt spielenden Amateuren
deutlich und unüberhörbar!



Das kommt ganz darauf an. Es ist meistens so, das Profis ein abgeschlossenes Musikstudium haben und nach meinem Wissen immer auch ein Zweitinstrument lernen.
Da kann es dann schon mal vorkommen, dass ein ehrgeiziger Amateur besser Gitarre spielt, als ein Organist, der im Zweitfach Gitarrenunterricht hatte.
Dann kommt es auch noch darauf, welche Art von Musik zum Vergleich hergenommen wird. Ein klassischer Gitarrist, dem die Flamencogitarre nicht so liegt, der kann auch mit einem Amateurgitarristen des Flamenco nicht mithalten.

Ebenso wie ein evangelischer Theologe wohl kaum mit dem Theologen einer vernöstlichen Religionsgemeinschaft mitreden kann.



Zitat von Reklov im Beitrag #579

Das eigentliche "Wesen" des von Menschen so gedachten "Göttlichen" wird aber (wie sollte dies auch anders sein?) in seinem Kern stets verfehlt.
Kompetenz hin oder her!
Gruß von Reklov



Wie du weist Reklov, bedarf es diesbezüglich der Voraussetzung, überhaupt erst mal an ein solches Göttliches zu glauben bzw. glauben zu wollen. Um so mehr, als es sich nur um ein gedachtes Göttliches handelt. Ob und wie weit dann dieses gedachte Göttliche in seinem Kern verfehlt oder getroffen wird, hängt dann logischer Weise auch nur vom jeweiligen "Denken" ab.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Reklov Offline




Beiträge: 5.085

19.01.2016 14:07
#581 RE: @Reklov Antworten

Zitat
Dann kommt es auch noch darauf, welche Art von Musik zum Vergleich hergenommen wird. Ein klassischer Gitarrist, dem die Flamencogitarre nicht so liegt, der kann auch mit einem Amateurgitarristen des Flamenco nicht mithalten.

Perquestavolta,

... das mag in einigen Fällen durchaus so zutreffen. -

Wenn Du mal kurz reinhören möchtest, wie ein moderner E-Gitarrist heute auf den 6 Saiten spielt, dann drücke mal auf den unteren link und staune (nur eine Minute und 21 Sek.) über den britischen Gitarero Guthrie Govan, der unbestritten zur Elite seines Fachs gehört.
Wer z.B. nur auf der klassischen Gitarre ausgebildet ist, oder Flamenco spielt, erreicht auf der E-Gitarre recht wenig, da diese hauptsächlich mit einem Plektrum bearbeitet wird, während die "Klassiker" ihre Greifhände-Technik (besonders die rechte!) von Beginn an vollkommen anders ausbilden/schulen.
Um aber die Fingerfertigkeit eines Guthrie Govan zu erreichen, sollte man nicht nur Theorie studiert haben, sondern muss auch jahrelange Übungen auf sich nehmen. Lange Finger sind übrigens hierbei ein nicht zu unterschätzender Vorteil, besonders wenn es zu entsprechenden Streckungen auf dem Griffbrett kommt.

Hier der link zu einem hörenswerten Beispiel einer virtuosen Improvisation über c-Moll von und mit Guthrie Govan:

https://www.youtube.com/watch?v=bUZK9dasP8s


Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.375

20.01.2016 17:41
#582 RE: @Reklov Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #581

Zitat
Dann kommt es auch noch darauf, welche Art von Musik zum Vergleich hergenommen wird. Ein klassischer Gitarrist, dem die Flamencogitarre nicht so liegt, der kann auch mit einem Amateurgitarristen des Flamenco nicht mithalten.
Perquestavolta,

... das mag in einigen Fällen durchaus so zutreffen. -

Wenn Du mal kurz reinhören möchtest, wie ein moderner E-Gitarrist heute auf den 6 Saiten spielt, dann drücke mal auf den unteren link und staune (nur eine Minute und 21 Sek.) über den britischen Gitarero Guthrie Govan, der unbestritten zur Elite seines Fachs gehört.
Wer z.B. nur auf der klassischen Gitarre ausgebildet ist, oder Flamenco spielt, erreicht auf der E-Gitarre recht wenig, da diese hauptsächlich mit einem Plektrum bearbeitet wird, während die "Klassiker" ihre Greifhände-Technik (besonders die rechte!) von Beginn an vollkommen anders ausbilden/schulen.
Um aber die Fingerfertigkeit eines Guthrie Govan zu erreichen, sollte man nicht nur Theorie studiert haben, sondern muss auch jahrelange Übungen auf sich nehmen. Lange Finger sind übrigens hierbei ein nicht zu unterschätzender Vorteil, besonders wenn es zu entsprechenden Streckungen auf dem Griffbrett kommt.

Hier der link zu einem hörenswerten Beispiel einer virtuosen Improvisation über c-Moll von und mit Guthrie Govan:

https://www.youtube.com/watch?v=bUZK9dasP8s


Ja, ist sicher schön und interessant.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

21.01.2016 09:03
#583 RE: @Reklov Antworten

Musik und Mathematik gehören zusammen.

Die Schnittstellen sind Harmonie, Ordnung und Disziplin.

Reklov Offline




Beiträge: 5.085

21.01.2016 14:13
#584 RE: @Reklov Antworten

Zitat
Musik und Mathematik gehören zusammen.

Die Schnittstellen sind Harmonie, Ordnung und Disziplin.

Direktkontakt,

... das können aber nur Schnittstellen sein! -
Musik (eine der vielen Kunstformen!) trägt noch noch einige andere Aspekte in sich: Fantasie und deren variable Ausdrucksmöglichkeiten. Gefühl für absolutes timing - auch bei schwierigen rhythmischen Verschiebungen. Außerdem Talent zur Komposition und dem Wissen, wie man z.B. für ein Orchester arrangiert. (Nicht jeder gute Musiker oder Komponist ist auch gleichzeitig ein guter Arrangeur!)

Gruß von Reklov

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

24.01.2016 11:18
#585 RE: @Reklov Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #584

Zitat
Musik und Mathematik gehören zusammen.

Die Schnittstellen sind Harmonie, Ordnung und Disziplin.
Direktkontakt,

... das können aber nur Schnittstellen sein! -
Musik (eine der vielen Kunstformen!) trägt noch noch einige andere Aspekte in sich: Fantasie und deren variable Ausdrucksmöglichkeiten. Gefühl für absolutes timing - auch bei schwierigen rhythmischen Verschiebungen. Außerdem Talent zur Komposition und dem Wissen, wie man z.B. für ein Orchester arrangiert. (Nicht jeder gute Musiker oder Komponist ist auch gleichzeitig ein guter Arrangeur!)

Gruß von Reklov



Takt, Rhythmus und Zeitinterwalle in der Musik sind Merkmale der Ordnung und nicht nur Schnittstellen zur Mathematik!

Was wir Menschen mit eingeschränkten Wahrnehmungsmöglichkeiten als Phantasie, Intuition, Kreativität oder Chaos wahrnehmen, ist wahrscheinlich auch determiniert und auf einem "höheren" Level plausibel strukturiert. Leider sind wir in unserer derzeitigen biologischen Konstitution nicht fähig, einen solchen Erkenntniszustand zu "erklimmen".

Wenn uns dies irgendwann gelingen sollte, sind wir trotzdem noch nicht weiter als der selige Ptolemäus.
Die Beobachtung unserer Umgebung geht von uns als "Mittelpunkt" oder "Nabel der Welt aus", wenn wir nicht überindividuell im "gesamten" Universum miteinander verbunden sind.
Das würde allerdings jede Gehirnspeicherkapazität überfordern, so wie wir sie kennen.

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