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 Christliche Kultur und Politik
gapping Offline



Beiträge: 613

11.07.2015 09:58
Was wäre Bayern ohne seine Burgen? antworten

Diese Frage wird in einer anhaltenden Flut von Adelsberichten in den Medien und Presseerzeugnissen gestellt und will insinuieren, dass dann Bayern "weniger" wäre. Gemeint sind die Wittelsbacher. Auch ohne die Wittelsbacher und deren Burgen und Schlösser wäre Bayern ein schönes Land mit überwiegend freundlichen Menschen. Gemeint sind hier nicht der Seehofer(Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern) oder der immer während großmäulige Waigel, oder gar der kriminogene Franz-Josef Strauß("a Hund issa ascho'") der die Demokratie mit Füßen trat und den deutschen Bundestag glatt belog; oder gar der Wiesheu, der im Suff einen Menschen totgefahren hat und trotzdem im bayerischen Kabinett weilen durfte, oder gar die aktuelle Ministerin Merz, die sich als Justizministerin Bayerns einen unrühmlichen Namen im Fall Mollath gemacht hat. Nein die nicht, die braucht kein Mensch.
Die waren auch nur Diner der Wittelsbacher, die aus dem Raubrittertum immerhin zu einem der führenden Adelsgeschlechter in Europa wurden. Gemeint ist insbesondere, was die Schlösser anbetrifft der "Kini" Ludwig II. der seine Emissäre nach Frankreich schickte um die Schlösserbaukunst von Paris und Umgebung aufzuzeichnen, die der Ludwig II. in Bayern gebaut haben wollte. Dass er damit Bayern in die Pleite trieb, verantwortlich für die letzten Hungersnöte in Deutschland war, kümmert die Fans der "Kini-Kultur" wenig.

Wie auf Devotionalien und Merchandising-Produkten ersichtlich wird der Kini Wohlgestalt schlank und rosigem Gesicht dargestellt, das in Wirklichkeit durch dessen Alkoholismus aufgedunsen war und feist war er auch. Aber mit der ehrlichen Wiedergabe des Lebens von Monarchen nimmt man es nicht so genau, insbesondere wenn der "Kini"-Ludwig II. als Führer des katholischen Bayern schwul war. Schwulsein ist keine Krankheit und sollte auch kein Makel sein, aber die versuche einen schwelen Menschen als "nicht-schwul" darzustellen, das ist krank.

Der Gespiele von Ludwig II, der Schauspieler Kainz, war aber eben nicht bloßer schwuler Lebenspartner des Kini Lduwig II, sondern wurde auch gnadenlos mit den sadistischen Ausfällen des "hochverehrten" Kini getroffen, der ihn schlug bis er müde wurde. Dass Ludwig sexuell auch mit seinen Reitersoldaten verkehrte ist auch weiter keine Beanstandung wert, solange dies auf freiwilliger Basis beruhte was in hohem Maße zu bezweifeln ist. Insbesondere, dass er diese auch mit ihren Pferden kopulieren ließ, zeigt, dass hinter einem "Beliebten Kini" auch ein niederträchtiger Mensch stecken kann.

Natürlich wird auch das Verhältnis zu Wagner ein Thema in den Berichten über den "Kini Ludwig II", von der man behauptet, dass der Wittelsbacher diese Beziehung beendete, weil Wagner sich antisemitisch geäu0ert habe, was natürlich auch nicht stimmt, denn es war genau umgekehrt: Wagner wandte sich ekelerregt von den Charaktereigenschaften des "Kini" ab.
Das bayerische Kabinett "verarschte" er nach Strich und Faden und final zog er seinen Arzt in seine Selbstmordorgie ein, die heute geschönt als rätselhafter Todesfall im Würmsee(Starnberger See)dargestellt wird. Legendenbildung noch und noch, irgendwie muss ein Adelsherr doch vor der Geschichte reingewaschen sein, was schon nicht Anfang des 17. Jahrhundert möglich war, als Maximilian den ersten katholischen Polizeistaat auf europäischem Boden schuf, der in drakonischer Form die Leibeigenschaft ausübte und immer wieder, ohne Legitimation, ohne Recht, von der Bevölkerung Geld eintrieb. Legitimiert haben sich die Wittelsbacher mit Willkür und nichts anderem. Heute gehören sie zu den Reichsten Familien überhaupt, mit Besitztümern so weit das Auge reicht. Die Früchte jahrhundertelanger Willkür gegen das Volk.
Die werden geehrt. Von den Medien, die nicht von den Wittelsbachern bezahlt werden, obwohl man beim BR oft einen anderen Eindruck bekommen könnte; aber von Medien die von den Bürgern bezahlt werden.
Effektiv zahlen die Wittelsbacher natürlich keine Steuern. Im Gegenteil: sie bekommen noch Geld aus Steuern.

Gruß gapping

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