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Dieses Thema hat 354 Antworten
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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

22.08.2015 22:58
#151 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #146
[b]@ Snooker

Ah. War auch nur so 'ne Idee. Und warum vertreten dich die PBC "auf keinen Fall"?


Die Zeugen Jehovas wollen alleine mit Gptt über die Welt herrschen. Sie beten ständig um den baldigen Weltuntergang, das sogenannte Armageddon/Harmageddon.
Ein Zusammenleben mit guten "weltlichen" oder anderen glaubenschristlichen Menschen, kommt danach für sie nicht mehr in Frage. Das lesen sie so aus der/ihren Bibel, die natürlich auch dahingehend neu übersetzt wurde
Sie erwarten von Gott die Vernichtung aller, die nicht nach biblischen Maßstäben und Verhältnissen leben.
Im Grunde spiegeln sich darin auch nichts anderes wieder, als die Träume der Nationalsozialisten. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Vernichtung aller Nichtmenschen vom Führer "Gott" und seinen Racheengeln vollzogen werden soll.

Damit ist ein für allemal geklärt, warum ZJ nicht weltlich wählen.

SnookerRI Online

Soul-Societist


Beiträge: 8.217

23.08.2015 08:03
#152 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Zitat von Perquestavolta
Damit ist ein für allemal geklärt, warum ZJ nicht weltlich wählen.

Niemand wird dir deine tiefe Abneigung gegenüber ZJ nehmen können. Das scheint für dich eine Art Lebenselixier geworden zu sein. Mir bleibt gar nichts anderes übrig, als deiner Meinung zu widersprechen und die Dinge richtig zu stellen. Das wird dir nicht gefallen, und du wirst darauf wie gewohnt sehr aggressiv reagieren. Aber dieser Tatsache muss sich der Dialog nunmal stellen können.


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Gysi Offline

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Beiträge: 18.850

23.08.2015 08:27
#153 Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #149

Zitat von Gysi
Und warum vertreten dich die PBC "auf keinen Fall"?
Sie verhalten sich durch ihr Auftreten und Selbstverständnis entgegen der Ausrichtung der Bibel hinsichtlich des Königreiches Gottes.

Kannst du das genauer sagen? Die PBC vertreten immerhin auch die Bibel etwas strenger. Nach deren Interpretation.

Zitat
Niemand wird dir deine (Perquestavoltas) tiefe Abneigung gegenüber ZJ nehmen können.

Ich habe den Eindruck, dass Perquestavolta engagiert gegen die Philosophie der ZJ auftritt. Ich habe nicht den Eindruck, dass seine/ihre Abneigung dich direkt und ausschließlich trifft. Einer Religion zu folgen, die sich dazu moralisch gerechtfertigt fühlt, die kommende Vernichtung fast der ganzen Menschheit gutzuheißen, und den Vernichter auch noch als "liebenden Vater" zu preisen, muss nicht bei allen Leuten Anklang finden...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

SnookerRI Online

Soul-Societist


Beiträge: 8.217

23.08.2015 09:35
#154 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Zitat von Gysi
Kannst du das genauer sagen? Die PBC vertreten immerhin auch die Bibel etwas strenger. Nach deren Interpretation.

Und doch wollen sie durch ihr Engagement ein Teil der Welt sein, indem sie sich in die Politik Deutschlands einmischen. Jesus sagte hingegen von seinen Nachfolgern, sie sollten kein Teil der Welt sein. (Joh. 15:19) Keine menschliche Regierungsform wird die globalen, grundsätzlichen Herausforderungen, denen der Mensch gegenübersteht, meistern können. Das erleben wir doch jeden Tag! Auch ZJ werden das nicht schaffen, dessen ist man sich bewusst, und seien die Vorsätze noch so produktiv. Daher verzichten ZJ auch auf jeglichen politischen Einfluss, und konzentrieren sich vielmehr auf das, womit Jesus seine Nachfolger beauftragte, nämlich: Die Verkündigung der guten Botschaft, allen Nationen zu einem Zeugnis. Das Königreich Gottes wird auf der Erde wieder die Umstände herstellen, unter denen alle Menschen in Frieden und Gerechtigkeit leben können. Das ist der Tenor der Bibel, dem die PBC aber durch ihr Programm widerspricht. Sie haben - wie du es schon sagst eine eigene Interpretation der Bibel.

Zitat von Gysi
Ich habe den Eindruck, dass Perquestavolta engagiert gegen die Philosophie der ZJ auftritt. Ich habe nicht den Eindruck, dass seine/ihre Abneigung dich direkt und ausschließlich trifft. Einer Religion zu folgen, die sich dazu moralisch gerechtfertigt fühlt, die kommende Vernichtung fast der ganzen Menschheit gutzuheißen, und den Vernichter auch noch als "liebenden Vater" zu preisen, muss nicht bei allen Leuten Anklang finden...

Der Punkt ist doch, dass ich einer solchen Religion, wie Perquestavolta sie beschreibt, nicht folge. Wenn dem so wäre, wie er es beschreibt, bräuchte ich ihm ja nicht zu widersprechen. Daher komme ich auch zu einem anderen Eindruck, als du: Perquestatvolta tritt engagiert gegen sein Feindbild auf, welches er von ZJ über die Jahre hinweg pflegt. Dass er mich als "Arschloch" und "Lügner" bezeichnet, ist eine Auswirkung dieses Auftretens. Ich kann ihn da verstehen: Er muss mich so bezeichnen, weil ich ihm widerspreche. Aber auch ich muss ihm widersprechen. Ursache - Wirkung!


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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.850

23.08.2015 11:00
#155 Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Zitat von Snooker
Jesus sagte hingegen von seinen Nachfolgern, sie sollten kein Teil der Welt sein. (Joh. 15:19)

Damals war die Jesus-Gruppe (eine besondere jüdische Gruppe - keine Christen!) noch klein. Sie sollte nicht in die anderen aufgehen, um sich zu verlieren. So verstehe ich die Jesus-Weisung. Von moderner demokratischer Partei-Politik redet er da nicht.

"Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen hasst euch die Welt." (noch Joh. 15:19) Diesen Satz kannst du nicht aus dem damals historischen Zusammenhang in die Situation der ZJ übertragen. Ihr werdet nicht gehasst, jedenfalls nicht von der ganzen Welt. Und nicht, weil Jesus euch auserwählt hat! Das stimmt doch gar nicht. Jesus hatte damals nicht euch ZJ der Neuzeit angesprochen, denn euch kannte er nicht. Aber ich habe den Eindruck, dass ihr euch in die Außenseiterrolle bewusst einrichtet und die erfahrene Ablehnung dann gerne als "Hass" interpretiert. Das bestätigt schließlich die gottprotektionierte Sonderrolle, die ihr einnehmt. Die anderen sind so böse zu euch. Darum haben sie auch die Vernichtung verdient... Der Trotz schweißt zusammen.

Zitat
Dass er mich als "Arschloch" und "Lügner" bezeichnet, ist eine Auswirkung dieses Auftretens.

So weit ich die Beiträge richtig überflogen habe, hat er dich persönlich nicht so bezeichnet. Aber hier kommt den "Weltlichen" die Hasser-Rolle zu, die ihr für sie ausschreibt. Darum beharrst du auch auf deine strenge Auslegung. Du siehst nicht nach, du verzeihst nicht.

Zitat
Keine menschliche Regierungsform wird die globalen, grundsätzlichen Herausforderungen, denen der Mensch gegenübersteht, meistern können.

Auch das ist mehr euer Wunschdenken als Realität. Schau mal in den Geschichtsbüchern nach, was wir so die letzten 200 Jahre geschafft haben! Da gibt es wenig Grund, an der Möglickeit zu zweifeln, dass die Menschheit auch weiterhin nicht nur Müll produziert. Wer vor den Problemen der Weltlichkeit nur flieht, kann das nicht beurteilen. Aber wie gesagt: Die politische Impotenz ist euer Wunsch.

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Beiträge: 842

23.08.2015 12:28
#156 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Wenn es schon zu Lebzeiten eines Johann Wolfgang von Goethe die Zeugen Jehovas als verspäteten Ableger der Christenheit oder skurrile Sekte gegeben hätte und sie sich außerdem noch damals erdreistet hätten, diesem Genie oberlehrerhaft mit Hypothesen aus dem Jenseits und zur Metaphysik belästigend und schurigelnd auf den Wecker zu gehen...

Der Dichterfürst hätte sich wahrscheinlich belustigt abgewendet und den schöneren Dingen des Lebens zugewendet!

Eine kleine Kostprobe seiner Zitate:

"Nach drüben ist die Aussicht uns verrannt;
Tor, wer dorthin die Augen blinzelnd richtet,
Sich über Wolken seinesgleichen dichtet!
Er stehe fest und sehe hier sich um;
Dem Tüchtigen ist diese Welt nicht stumm."

Faust II, 5. Akt

"Die Geschichte des guten Jesus hab ich nun so satt,
dass ich sie von keinem als allenfalls von ihm selbst hören möchte..."

An Charlotte von Stein, 6. April 1782

In seinen Werken wird man mit weiteren entlarvenden und aufklärenden Zitaten konfrontiert (soweit Vorstehendes noch nicht zur "Erbauung mit Schauer über den Rücken" genügt).

Athon Offline




Beiträge: 3.432

23.08.2015 16:16
#157 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

@SnookerRI

Zitat
Im Moment habe ich eher den Eindruck als ob wir uns missverstehen..


Dann versuche ich mal, dies aus meiner Sicht zu verdeutlichen:
Die ZJ sind aus weltlicher Sicht keine Demokraten, respektieren aber eine weltliche demokratisch orientierte Staatsordnung. Die ZJ gehen nicht an die Wahlurne, weil sie bereits "Gottes Königreich" gewählt haben und lt. Bibeltext in politischen Fragen keine Partei ergreifen sollen, d. h. sich politisch neutral zu verhalten haben. So weit, so nachvollziehbar.
Nun hast Du in Deinen Beiträgen mehrfach kundgetan, dass es auch Angehörige der ZJ gibt, die trotz ihrer grundsätzlichen Entscheidung für "Gottes Königreich" auch an weltlichen Wahlen teilnehmen. Du selbst hast angeführt, dass diesbezüglich innerhalb der ZJ durchaus kontroverse Diskussionen geführt werden, zu evtl. Konsequenzen aber keine konkreten Aussagen getroffen.
Deshalb habe ich mich auf das Pohl-Interview bezogen, aus dem klar hervorgeht, dass ZJ-Angehörige sehr wohl mit Konsequenzen bis zur "Entfernung" aus der Gemeinschaft zu rechnen haben, wenn sie an weltlichen Wahlen teilnehmen. Wenn Du mit anderen Gemeinschaftsmitgliedern über diese Thematik vorbehaltlos diskutieren kannst, ist dies natürlich zu begrüßen. Wenn allerdings ein Entscheidungsträger der ZJ -auch wenn es schon rd. 20 Jahre her ist- ein grundsätzlich gegenteiliges Statement abgibt, so muss auf diese Diskrepanz hingewiesen werden dürfen. Das Pohl dies so meinte, wie Du es aus Deiner Sicht dargestellt hast (s. #136), sehe ich so nicht. Dazu waren seine Aussagen zu eindeutig.

Zitat von Snooker #154
Das Königreich Gottes wird auf der Erde wieder die Umstände herstellen, unter denen alle Menschen in Frieden und Gerechtigkeit leben können


Ich habe mir erlaubt, die Worte "wieder" und "alle" hervorzuheben. Wann gab es denn diesen Zustand zuletzt? Vor dem sog. Sündenfall...?

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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

23.08.2015 20:00
#158 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #152

Zitat von Perquestavolta
Damit ist ein für allemal geklärt, warum ZJ nicht weltlich wählen.
Niemand wird dir deine tiefe Abneigung gegenüber ZJ nehmen können. Das scheint für dich eine Art Lebenselixier geworden zu sein. Mir bleibt gar nichts anderes übrig, als deiner Meinung zu widersprechen und die Dinge richtig zu stellen. Das wird dir nicht gefallen, und du wirst darauf wie gewohnt sehr aggressiv reagieren. Aber dieser Tatsache muss sich der Dialog nunmal stellen können.



Meine "tiefe" Abneigung richtet sich auch gegen alle anderen Psychosekten des Christentums.
So gesehen ist es mir im Grunde egal, um was es den ZJ geht, da es ohnehin nur Unfug ist. Armen im Geiste muss man einfach vergeben, "denn sie wissen nicht was sie tun".

Dass sich die ZJ in voller Härte der Gruppendynamik gegenseitig extrem unter Druck setzen und erpressen und dieser Druck und diese Erpressung schon so manchen von ihnen in den Suizid getrieben hat, ist aber nun mal auch traurige Tatsache. Abgesehen davon, dass sie mit ihrem Wahn auch ihren Kindern das Leben stehlen..

Und das sie vor allem Menschen, welche sich in einer Lebenskriese befinden, in den Gotteswahn ziehen b.z.w. treiben, ist auch traurige Wahrheit. Da gibt es inzwischen schon ZJ-Missionare, die sich auf die Adressen von Menschen spezialisiert haben, welche erst kürzlich einen Todesfall in der Familie hatten. Die WTG hat ihnen hierfür entsprechendes Arbeitsmaterial in Form von getarnten Flayern zur Verfügung gestellt, bei denen man schon ganz genau hinschauen muss, um die Psycho-Falle dahinter zu erkennen. Die Flayer sind schon seit über einem Jahr im Umlauf.

Und. du wirst das jetzt alles abstreiten wollen, weil du es von einem anderen Standpunkt aus siehst und verstehen willst.
......... Nur eben, ich auch.------------- Und das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass ich die ZJ hasse, sondern damit, dass ich so ziemlich sicher und genau weis, dass es nie eine historischen Moses und nie einen biblischen Exodus gegeben hat, sonder die Geschichte ganz anders verlaufen ist. Ich kenne auch die Hintergründe, wie und warum sich diese Legenden, Sagen und Mythen im Laufe der Jahrhunderte zur Volksidentität des sogenannten auserwählten Volkes J"Israel zusammen kristallisiert haben.
Immerhin ist Jahwe nur einer von vielen Götter der damaligen Israeliten (Nomadenstämme) gewesen und wurde als Vulkangottheit verehrt.

Das alles, um dir klar zu legen, von welchem Standpunkt aus ich die Zeugen Jehovas beurteile.

Athon Offline




Beiträge: 3.432

23.08.2015 20:10
#159 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #140
Was lässt dich glauben, dass ausgerechnet Seiten wie "sektenausstieg.net" neutrale Informationen bieten? Wie hast du die Informationen dort hinterfragt?


Was lässt Dich glauben, dass "sektenausstieg.net" keine neutrale Informationen bietet? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Ich frage dies ohne Wertung dieser Web-Seite.

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

23.08.2015 20:30
#160 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #159
@SnookerRI

Zitat von Snooker #140
Was lässt dich glauben, dass ausgerechnet Seiten wie "sektenausstieg.net" neutrale Informationen bieten? Wie hast du die Informationen dort hinterfragt?

Was lässt Dich glauben, dass "sektenausstieg.net" keine neutrale Informationen bietet? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Ich frage dies ohne Wertung dieser Web-Seite.


Würde mich auch interessieren. Bin aber voreingenommen, da ich mich mit den ZJ "persönlich" recht gut auskenne und auch schon öfter mal im "Königreichsaal" mit anwesend war. Wenn man als junger Mensch in seiner Familie eine Zeugin Jehovas "hatte" und auch im "Kollegenkreis", dann kann es schon vorkommen, dass man dort mit hineingezogen wird.
Es geht da gar nicht um "Gott"! Sondern um die Vergötzung eines Glaubens, der des Menschen WICHT bedient. Es geht darum, ein Auserwählter sein zu wollen und in der Gruppendynamik der Gemeinschaft als Auserwählter bestätigt zu werden. Der gegenseitige psychologische Druck ist enorm und nicht wenige gehen daran zugrunde.

SnookerRI Online

Soul-Societist


Beiträge: 8.217

24.08.2015 21:27
#161 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Zitat von Gysi
Damals war die Jesus-Gruppe (eine besondere jüdische Gruppe - keine Christen!) noch klein. Sie sollte nicht in die anderen aufgehen, um sich zu verlieren. So verstehe ich die Jesus-Weisung. Von moderner demokratischer Partei-Politik redet er da nicht.

Ok, das ist deine Meinung. Passt dann ja auch zu deiner meinung, dass sich Jesus selbst als politischer Führer der Juden sah, siehe INRI-Diskussion. Auch da beurteilen wir die Sachlage ja unterschiedlich.

Zitat von Gysi
"Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen hasst euch die Welt." (noch Joh. 15:19) Diesen Satz kannst du nicht aus dem damals historischen Zusammenhang in die Situation der ZJ übertragen. Ihr werdet nicht gehasst, jedenfalls nicht von der ganzen Welt. Und nicht, weil Jesus euch auserwählt hat! Das stimmt doch gar nicht. Jesus hatte damals nicht euch ZJ der Neuzeit angesprochen, denn euch kannte er nicht. Aber ich habe den Eindruck, dass ihr euch in die Außenseiterrolle bewusst einrichtet und die erfahrene Ablehnung dann gerne als "Hass" interpretiert. Das bestätigt schließlich die gottprotektionierte Sonderrolle, die ihr einnehmt. Die anderen sind so böse zu euch. Darum haben sie auch die Vernichtung verdient... Der Trotz schweißt zusammen.

Hass hat bekanntlich viele Gesichter und beginnt nicht erst bei körperlicher Gewalt, welche ZJ allerdings schon seit ihres Bestehens immer wieder in vielen Ländern der Welt erdulden mussten. Im NS-Regime auch in Deutschland. Aber das ist ja auch alles bekannt. Wir werden nicht von jedem Individuum gehasst, aber allen weltlichen Regierungen z.B. sind wir ein Dorn im Auge, weil wir uns politisch neutral verhalten. Darüber gibt es ja auch immer wieder Diskussionen bis runter in die Gesellschaft.
Wo beginnt für dich Hass?

Zitat von Gysi
So weit ich die Beiträge richtig überflogen habe, hat er dich persönlich nicht so bezeichnet. Aber hier kommt den "Weltlichen" die Hasser-Rolle zu, die ihr für sie ausschreibt. Darum beharrst du auch auf deine strenge Auslegung. Du siehst nicht nach, du verzeihst nicht.

Wenn dem so wäre, würde ich hier nicht mehr schreiben. Dass an seinen Bezeichnungen mir persönlich gegenüber nicht misszuverstehen ist, habe ich ihm gegenüber erklärt. Er brauch da auch gar nicht zurückzurudern. Es ist völlig normal, dass mich jemand mit so einem ausgeprägten Feinbild als Lügner und Arschloch bezeichnen muss. Das ist einfach logisch und ich erwarte es so. Für dich stellt sich das natürlich etwas anders dar. Da gehört sowas wahrscheinlich zum ganz normalen Engagement im Widerstand gegen religiöse Überzeugungen. Auch das erwarte ich nicht anders.

Zitat von Gysi
Auch das ist mehr euer Wunschdenken als Realität. Schau mal in den Geschichtsbüchern nach, was wir so die letzten 200 Jahre geschafft haben! Da gibt es wenig Grund, an der Möglickeit zu zweifeln, dass die Menschheit auch weiterhin nicht nur Müll produziert. Wer vor den Problemen der Weltlichkeit nur flieht, kann das nicht beurteilen. Aber wie gesagt: Die politische Impotenz ist euer Wunsch.

Zunächst einmal ist das meine Überzeugung, welche sich aus dem ergibt, was ich so tagtäglich mitbekomme.

Da ich mich gerne mit der Geschichte beschäftige, kann ich durchaus bestätigen, dass der Mensch eine ganze Menge geschafft hat. In den letzten 200 Jahren sind aber auch seine grundsätzlichen Grenzen immer wieder deutlich geworden. Weder konnten furchtbare Kriege, noch Krankheiten, noch Armut, noch der Tod verhindert werden. Der hochgelobte technische Fortschritt hat nicht selten arge Schattenseiten nach sich gezogen. Ich weiß, du wirfst mir immer vor, ich würde die positiven Entwicklungen des Menschen nicht ernst nehmen, oder unterbewerten. Das ist wohl nicht der Fall. Bei all dem, was der Mensch zuleisten imstande ist, vergesse ich allerding nicht das, was er nicht leisten kann. Nämlich über andere vernunftbegabte Geschöpfe zum allseitigen Vorteil zu regieren. DAS sehen wir alle jeden Tag! In diesem Sinne können wir uns die politische Impotenz gar nicht wünschen. Du bist dir sicher, dass der Mensch allein dieses Ziel erreicht; ich bin davon überzeugt, dass der Mensch durch Gottes Anleitung dieses Ziel erreichen wird. Das ist der einzige Unterschied.


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24.08.2015 21:40
#162 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Zitat von Athon
Nun hast Du in Deinen Beiträgen mehrfach kundgetan, dass es auch Angehörige der ZJ gibt, die trotz ihrer grundsätzlichen Entscheidung für "Gottes Königreich" auch an weltlichen Wahlen teilnehmen. Du selbst hast angeführt, dass diesbezüglich innerhalb der ZJ durchaus kontroverse Diskussionen geführt werden, zu evtl. Konsequenzen aber keine konkreten Aussagen getroffen.

Sie können doch zur Wahl gehen. Es geht doch lediglich um die politische Neutralität. Man kann doch zur Wahl gehen und politisch neutral wählen. z.B. durch eine ungültige Stimme - Wo ist jetzt das Problem?

Zitat von Athon
Deshalb habe ich mich auf das Pohl-Interview bezogen, aus dem klar hervorgeht, dass ZJ-Angehörige sehr wohl mit Konsequenzen bis zur "Entfernung" aus der Gemeinschaft zu rechnen haben, wenn sie an weltlichen Wahlen teilnehmen

Wenn sie durch eine gültige Stimme für einen Kandidaten oder eine Partei daran teilnehmen, dann trifft das zu. Um nichts anderes geht es doch, Oder?

Zitat von Athon
Das Pohl dies so meinte, wie Du es aus Deiner Sicht dargestellt hast (s. #136), sehe ich so nicht. Dazu waren seine Aussagen zu eindeutig.

Eindeutig sind seine Aussagen, auch für mich! Dennoch komme ich offensichtlich zu einer anderen Einschätzung als du.

Zitat von Athon
Ich habe mir erlaubt, die Worte "wieder" und "alle" hervorzuheben. Wann gab es denn diesen Zustand zuletzt? Vor dem sog. Sündenfall...?

Exakt!

Zitat von Athon
Was lässt Dich glauben, dass "sektenausstieg.net" keine neutrale Informationen bietet? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Ich frage dies ohne Wertung dieser Web-Seite.

Na dann mach das doch mal! Ein Standpunkt ist dann neutral wenn er sowohl die negativen als auch die positiven Aspekte einer Sache gleichwertig und ohne persönlichen Bezug beschreibt. Wenn du auf auf sektenausstieg.net auch nur ein winziges positives Argumentchen pro ZJ findest, kannst du dich ja wieder melden .

Das wäre in etwa so, als würde man von einem militanten Veganer eine neutrale Ansicht zum Fleischverzehr erwarten


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Gysi Offline

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24.08.2015 21:50
#163 Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Zitat von Snooker
Ok, das ist deine Meinung.

Jesus richtete seine Rede also auch an die ZJ? Wie kommst du darauf?

Zitat
Wo beginnt für dich Hass?

In der "erfolgreichen" Projizierung der eigenen Frustration. Aber bevor man von "Hass" redet, sollte man in seiner Rhetorik vielleicht Worte wie "Ablehnung", "Vorurteil" und "Scheuklappendenken" oder sowas wählen.

Zitat
Du bist dir sicher, dass der Mensch allein dieses Ziel erreicht; ich bin davon überzeugt, dass der Mensch durch Gottes Anleitung dieses Ziel erreichen wird. Das ist der einzige Unterschied.

Wenn du eine weltliche Auffassung annähmst, würdest du die Religion der Zeugen Jehovas verlieren, mitsamt den Heilsversprechungen auf ein ewiges Leben und göttlich protektionierter Königschaft. Das Renditeversprechen ist so hoch, dass du deinen Einsatz (deinen Glauben mit all seinen Denk- und Handelskonsequenzen) nicht oder nur schwer zurücknehmen wirst. Du MUSST doch an das menschliche Totalversagen glauben! Zweifel an unserer Dummheit wären Zweifel an deiner Religion.

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24.08.2015 21:59
#164 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Zitat von Perquestavolta
Meine "tiefe" Abneigung richtet sich auch gegen alle anderen Psychosekten des Christentums.
So gesehen ist es mir im Grunde egal, um was es den ZJ geht, da es ohnehin nur Unfug ist. Armen im Geiste muss man einfach vergeben, "denn sie wissen nicht was sie tun".

Und du weißt nicht worüber du schreibst... Du meinst, es zu wissen. Dabei ist es doch nur deine Meinung, die dich das glauben lässt. Du bist auch schließlich auch gläubig, Perquestavolta.


Zitat von Perquestavolta
Dass sich die ZJ in voller Härte der Gruppendynamik gegenseitig extrem unter Druck setzen und erpressen und dieser Druck und diese Erpressung schon so manchen von ihnen in den Suizid getrieben hat, ist aber nun mal auch traurige Tatsache. Abgesehen davon, dass sie mit ihrem Wahn auch ihren Kindern das Leben stehlen..

Und das sie vor allem Menschen, welche sich in einer Lebenskriese befinden, in den Gotteswahn ziehen b.z.w. treiben, ist auch traurige Wahrheit. Da gibt es inzwischen schon ZJ-Missionare, die sich auf die Adressen von Menschen spezialisiert haben, welche erst kürzlich einen Todesfall in der Familie hatten. Die WTG hat ihnen hierfür entsprechendes Arbeitsmaterial in Form von getarnten Flayern zur Verfügung gestellt, bei denen man schon ganz genau hinschauen muss, um die Psycho-Falle dahinter zu erkennen. Die Flayer sind schon seit über einem Jahr im Umlauf.

Geh doch mal mit so einem "Flayer" zu den Behörden in deiner Stadt und klage ZJ des Psychosektentums an, und versuche ihre Aktivitäten zu unterbinden. Tu doch mal endlich Butter bei die Fische. Erpressung, Suizid-Treiben, "Lebenskriesen", Gotteswahn! Das sind deine Schlagworte, mit denen du doch sicherlich was erreichen kannst.

Zitat von Perquestavolta
Und. du wirst das jetzt alles abstreiten wollen, weil du es von einem anderen Standpunkt aus siehst und verstehen willst.
......... Nur eben, ich auch.-------------

Kannst du doch auch. Ich habe damit kein Problem. Ich weiß ja woher es kommt.

Zitat von Perquestavolta
Und das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass ich die ZJ hasse, sondern damit, dass ich so ziemlich sicher und genau weis, dass es nie eine historischen Moses und nie einen biblischen Exodus gegeben hat, sonder die Geschichte ganz anders verlaufen ist. Ich kenne auch die Hintergründe, wie und warum sich diese Legenden, Sagen und Mythen im Laufe der Jahrhunderte zur Volksidentität des sogenannten auserwählten Volkes J"Israel zusammen kristallisiert haben.
Immerhin ist Jahwe nur einer von vielen Götter der damaligen Israeliten (Nomadenstämme) gewesen und wurde als Vulkangottheit verehrt.

Tja und ich bin mir aufgrund meiner persönlichen Nachforschungen sicher, dass es sich anders verhält, als du es beschreibst. Für jede These kann es eine Antithese geben. Das trifft gerade auf die Ägyptologie zu. Wer hat denn jetzt Recht? Die Antwort ist so einfach wie logisch: Derjenige, der weiterforscht!

Zitat von Perquestavolta
Bin aber voreingenommen, da ich mich mit den ZJ "persönlich" recht gut auskenne und auch schon öfter mal im "Königreichsaal" mit anwesend war. Wenn man als junger Mensch in seiner Familie eine Zeugin Jehovas "hatte" und auch im "Kollegenkreis", dann kann es schon vorkommen, dass man dort mit hineingezogen wird.
Es geht da gar nicht um "Gott"! Sondern um die Vergötzung eines Glaubens, der des Menschen WICHT bedient. Es geht darum, ein Auserwählter sein zu wollen und in der Gruppendynamik der Gemeinschaft als Auserwählter bestätigt zu werden. Der gegenseitige psychologische Druck ist enorm und nicht wenige gehen daran zugrunde.

Wenn dich deine Erfahrungen zu solchen Statement bringen, solltest du die Finger vom Glauben lassen. Ist besser für alle Beteiligten. Bleib du mal lieber alleine für dich "Auserwählt"


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24.08.2015 22:16
#165 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Zitat von Gysi
Jesus richtete seine Rede also auch an die ZJ? Wie kommst du darauf?

Jesus richtete seine Rede an seine Nachfolger. Als ZJ gehöre ich dazu. So wie alle anderen, die seit dem ersten Jhd. Jesus nachfolgten. Von ihnen war die Mehrzahl übrigens keine ZJ.

Zitat von Gysi
In der "erfolgreichen" Projizierung der eigenen Frustration. Aber bevor man von "Hass" redet, sollte man in seiner Rhetorik vielleicht Worte wie "Ablehnung", "Vorurteil" und "Scheuklappendenken" oder sowas wählen.

Inwieweit ist man denn selbst frustriert, wenn man Gewalt und Gewaltäter "hasst"? Andere Worte zu wählen ist manchmal sinnvoll, nicht aber dann wenn dadurch der Sinn einer Aussage entstellt wird. Man darf das Kind auch ruhig mal beim namen nennen.

Zitat von Gysi
Wenn du eine weltliche Auffassung annähmst, würdest du die Religion der Zeugen Jehovas verlieren, mitsamt den Heilsversprechungen auf ein ewiges Leben und göttlich protektionierter Königschaft. Das Renditeversprechen ist so hoch, dass du deinen Einsatz (deinen Glauben mit all seinen Denk- und Handelskonsequenzen) nicht oder nur schwer zurücknehmen wirst. Du MUSST doch an das menschliche Totalversagen glauben! Zweifel an unserer Dummheit wären Zweifel an deiner Religion.

Wenn ich meine Überzeugung änderte, täte ich auch das aus Überzeugung. Das hieße dann, dass das sog. Heilsversprechen oder die Rendite, völlig irrelevant würde. Etwas, von dem man nicht (mehr) überzeugt ist, kann man wohl kaum als "Verlust" betrachten.

Siehst du dich und deine Überezugung darüber hinaus nicht in einer ähnlichen Situation? Zweifel am Atheismus blieben für dich auch nicht ohne Folgen. Auch du MUSST an das Versagen aller Gottesbilder (der Menschen) glauben.


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25.08.2015 09:44
#166 Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Zitat von Snooker
Jesus richtete seine Rede an seine Nachfolger. Als ZJ gehöre ich dazu.

Die Baptisten (die Basis der PBC) aber auch. (Aber die Rede richtete JC trotzdem nicht an die ZJ, sondern lediglich an die, die er vor seiner Nase hatte!)

Zitat
Inwieweit ist man denn selbst frustriert, wenn man Gewalt und Gewaltäter "hasst"? Andere Worte zu wählen ist manchmal sinnvoll, nicht aber dann wenn dadurch der Sinn einer Aussage entstellt wird. Man darf das Kind auch ruhig mal beim namen nennen.

Ich erklärte, wo der Hass vielleicht anfängt! So war ja deine Frage. Aber du willst ja gehasst werden. Damit die Prophezeiung in Erfüllung geht. Darum siehst du den Hass auch da, wo er gar nicht ist. Ihr wollt, dass die Menschheit versagt. Damit die Prophezeiung in Erfüllung geht!

Aber mal 'ne andere Frage: Wo fängt denn die Liebe Gottes an? (Und damit auch die Liebe der Menschen, die ihm nacheifern). Im Genozid der Menschheit? Im Niederschlachten Andersdenkender? Du unterstellst Menschen Hass, die nicht hassen - und (einem imaginären) Gott eine Liebe, die er nicht hat! Und diese Wahrnehmungsverzerrung oder dieser Selbstbetrug ist ein zu hoher Einsatz für diese "Rendite", die nie ausgezahlt werden wird! Es ist nicht anständig von diesem "Gott", einen derartigen Einsatz zu fordern.

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Athon Offline




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25.08.2015 12:22
#167 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #162
Sie können doch zur Wahl gehen. Es geht doch lediglich um die politische Neutralität. Man kann doch zur Wahl gehen und politisch neutral wählen. z.B. durch eine ungültige Stimme - Wo ist jetzt das Problem?


Hier ist das Problem:

Zitat von Snooker #134
Er (Pohl) weist darauf hin, dass ZJ ihre Stimme schon dem Königreich Gottes und Jesus Christus gegeben haben. Rechtlich gesehen haben sie ihre Stimme also schon abgegeben.


Also kann ich nach dem Verständnis der ZJ nicht noch einmal wählen (gehen), selbst wenn ich mich dabei neutral verhielte. Und genau so habe ich Pohl verstanden: Wer trotzdem wählen geht, muss die Gemeinschaft verlassen. Es genügt dabei allein schon der Vorgang an sich. Ob ich dabei einem weltlichen Kandidaten meine Stimme gebe oder nicht, muss dann nicht mehr beurteilt werden. Würde ja auch gegen das Wahlgeheimnis verstoßen...

Zitat von Snooker #162
Wenn sie durch eine gültige Stimme für einen Kandidaten oder eine Partei daran teilnehmen, dann trifft das zu. Um nichts anderes geht es doch, Oder?


Doch, Snooker, geht es! "Wählen" heißt nicht zwangsläufig, eine Partei oder einen Kandidaten auszuwählen. Das kann auch die Stimmenthaltung in Form eines ungültig gemachten Stimmzettels beinhalten. Und genau das hat Pohl auf die Frage des FOCUS ("Und wenn nun doch ein Zeuge dabei (Wahl) beobachtet wird?") gemeint: Die Wahl an sich. Denn bei der eigentlichen Stimmabgabe kann und darf niemand beobachtet werden!

Zitat
Frage Athon: Ich habe mir erlaubt, die Worte "wieder" und "alle" hervorzuheben. Wann gab es denn diesen Zustand zuletzt? Vor dem sog. Sündenfall...?

Antwort Snooker: Exakt!


Und wieviele Menschen gab es lt. Bibel vor dem Sündenfall, die man mit "alle" bezeichnen könnte?

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Perquestavolta ( gelöscht )
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25.08.2015 13:37
#168 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #167

Zitat von Snooker #134
Er (Pohl) weist darauf hin, dass ZJ ihre Stimme schon dem Königreich Gottes und Jesus Christus gegeben haben. Rechtlich gesehen haben sie ihre Stimme also schon abgegeben.

Also kann ich nach dem Verständnis der ZJ nicht noch einmal wählen (gehen), selbst wenn ich mich dabei neutral verhielte. Und genau so habe ich Pohl verstanden: Wer trotzdem wählen geht, muss die Gemeinschaft verlassen. Es genügt dabei allein schon der Vorgang an sich. Ob ich dabei einem weltlichen Kandidaten meine Stimme gebe oder nicht, muss dann nicht mehr beurteilt werden. Würde ja auch gegen das Wahlgeheimnis verstoßen...

Zitat von Snooker #162
Wenn sie durch eine gültige Stimme für einen Kandidaten oder eine Partei daran teilnehmen, dann trifft das zu. Um nichts anderes geht es doch, Oder?


Erstaunlich ist dabei nur, dass die ZJ zuerst immer und unbedingt alle in ihren Verein aufnehmen wollen, auch wenn sie zur politischen Wahl gehen.

Doch, Snooker, geht es! "Wählen" heißt nicht zwangsläufig, eine Partei oder einen Kandidaten auszuwählen. Das kann auch die Stimmenthaltung in Form eines ungültig gemachten Stimmzettels beinhalten. Und genau das hat Pohl auf die Frage des FOCUS ("Und wenn nun doch ein Zeuge dabei (Wahl) beobachtet wird?") gemeint: Die Wahl an sich. Denn bei der eigentlichen Stimmabgabe kann und darf niemand beobachtet werden!

Zitat
Frage Athon: Ich habe mir erlaubt, die Worte "wieder" und "alle" hervorzuheben. Wann gab es denn diesen Zustand zuletzt? Vor dem sog. Sündenfall...?

Antwort Snooker: Exakt!


Und wieviele Menschen gab es lt. Bibel vor dem Sündenfall, die man mit "alle" bezeichnen könnte?




Das waren alle die, die Löwen streichelten, welche Gras und Kohl fraßen. Erstaunlich ist nur, wie die seither ein Raubtiergebiss entwickelt haben, das zum Gras fressen ziemlich ungeeignet ist, wenn es doch keine Evolution gibt. Aber vielleicht hat es ja nach dem Sündenfall Wahlen gegeben, bei denen sich Krokodile, Raubkatzen und Gryslis ein neues Gebiss wählen konnten...

Athon Offline




Beiträge: 3.432

25.08.2015 13:51
#169 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

@Perquestavolta

Zitat
Aber vielleicht hat es ja nach dem Sündenfall Wahlen gegeben, bei denen sich Krokodile, Raubkatzen und Gryslis ein neues Gebiss wählen konnten...


Du bist aber mal wieder watt bissig heute...

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Perquestavolta ( gelöscht )
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25.08.2015 14:04
#170 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #169
@Perquestavolta

Zitat
Aber vielleicht hat es ja nach dem Sündenfall Wahlen gegeben, bei denen sich Krokodile, Raubkatzen und Gryslis ein neues Gebiss wählen konnten...

Du bist aber mal wieder watt bissig heute...



Weist du.. Die ZJ glauben, dass sie sich im Glauben niemals irren oder täuschen und deswegen sollen und müssen immer alle anderen ihre Meinung hinterfragen.

Athon Offline




Beiträge: 3.432

25.08.2015 14:21
#171 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

@Perquestavolta

Zitat von Perquestavolta #170
Die ZJ glauben, dass sie sich im Glauben niemals irren


Sie "glauben" es aber eben auch nur, wie die Angehörigen anderer Religionen auch. Außer Snooker, der "weiß" das alles sehr genau, weil er seinen Glauben nach eigener Aussage ständig hinterfragt und somit stets (!) zur gleichen Überzeugung gelangt: Die Bibel hat immer recht! Wobei ich die in meinem Beitrag #167 aufgezeigten Widersprüche vermutlich nicht richtig gedeutet habe...

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Perquestavolta ( gelöscht )
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25.08.2015 16:51
#172 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #171
@Perquestavolta

Zitat von Perquestavolta #170
Die ZJ glauben, dass sie sich im Glauben niemals irren

Sie "glauben" es aber eben auch nur, wie die Angehörigen anderer Religionen auch. Außer Snooker, der "weiß" das alles sehr genau, weil er seinen Glauben nach eigener Aussage ständig hinterfragt und somit stets (!) zur gleichen Überzeugung gelangt: Die Bibel hat immer recht! Wobei ich die in meinem Beitrag #167 aufgezeigten Widersprüche vermutlich nicht richtig gedeutet habe...



Naja, mit Bibelwissenschaftlern welche immer das gewünschte Forschungsziel erreichen, können die Naturwissenschaften nicht mithalten. Musst dich also über dein Versagen nicht grämen. Der Unterschied zwischen Leuten die ihren Glauben hinterfragen und solchen die das nicht tun, besteht ja darin, dass erstere nicht den Glauben selbst hinterfragen, sondern eben nur den eigenen Bezug zum Glauben. Der Glaube selbst, kann und darf gar nicht hinterfragt werden, denn er ist ja die heilige Kuh welche die eigene Egozentrik zum Mittelpunkt des Universums erhebt und die als unfehlbar und gottgleich verehrt werden will.
In diesem Sinne, glauben die ZJ auch nicht an Gott wie andere Christen, die dafür gar keine Bibel brauchen, sondern an die Bibel als Gottes Wort, um damit dem (eigenen) Glauben den Autoritätsstatus eines Gottes zu geben.
Wozu also wählen gehen, wenn man doch "über" den weltlichen Wählern steht.^^

SnookerRI Online

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25.08.2015 21:20
#173 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Zitat von Gysi
Die Baptisten (die Basis der PBC) aber auch. (Aber die Rede richtete JC trotzdem nicht an die ZJ, sondern lediglich an die, die er vor seiner Nase hatte!)

Es gibt viele, die von sich behaupten, Nachfolger Christi zu sein. Dass es dazu kommen würde, wusste Jesus gemäß Math. 7:21-23 schon selbst. Diese Frage, wer sich nun tatsächlich heute als ein Nachfolger Christi erweist, gehört allerdings eher in die christliche Diskussion. Ein Atheist wird kaum Interesse daran haben, das zu überprüfen.

Zitat von Gysi
Ich erklärte, wo der Hass vielleicht anfängt! So war ja deine Frage. Aber du willst ja gehasst werden. Damit die Prophezeiung in Erfüllung geht. Darum siehst du den Hass auch da, wo er gar nicht ist. Ihr wollt, dass die Menschheit versagt. Damit die Prophezeiung in Erfüllung geht!

Ich will nicht gehasst werden. Aber darauf habe ich keinen Einfluss. Meine Einstellung zum Glauben an Gott trifft bei den Menschen nun mal auf Abneigung und Hass. Sowohl von anderen Gläubigen, wie auch von Atheisten. Natürlich will mir nicht jeder sofort an die Gurgel; das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man mir aufgrund meines Glaubens mit Argwohn gegenübertritt.

Zitat von Gysi
Aber mal 'ne andere Frage: Wo fängt denn die Liebe Gottes an? (Und damit auch die Liebe der Menschen, die ihm nacheifern). Im Genozid der Menschheit? Im Niederschlachten Andersdenkender?

Die Liebe Gottes beginnt mit dem Leben an sich, welches er als Schöpfung hervorgebracht hat, und dem Geschenk an vernunftbegabte Wesen, sich für oder gegen Gott entscheiden zu können. Mit Genozid und dem Abschlachten Andersdenkender hat das allerdings nichts zu tun.

Zitat von Gysi
Du unterstellst Menschen Hass, die nicht hassen - und (einem imaginären) Gott eine Liebe, die er nicht hat! Und diese Wahrnehmungsverzerrung oder dieser Selbstbetrug ist ein zu hoher Einsatz für diese "Rendite", die nie ausgezahlt werden wird! Es ist nicht anständig von diesem "Gott", einen derartigen Einsatz zu fordern.

So stellt es sich aus deiner Sicht dar. Wahrnehmungsverzerrung, Selbstbetrug, imaginärer Gott. Atheisten dürfen das gegenüber Theisten ohne Umschweife äußern. Theisten haben das zu schlucken und kritiklos hinzunehmen. Und wehe den Theisten, die dann doch noch Kritik am Atheismus äußern.

Ich unterstelle keinem Menschen Hass. Ich beobachte, wie sich die Menschen untereinander und auch mir gegenüber verhalten. Aus dieser Beobachtung ziehe ich meine Rückschlüsse. Und ich beobachte jeden Tag. Mit Unterstellung hat das eher nichts zu tun. Ich könnte jetzt auch hingehen und dir vorwerfen, dass du mir die Verherrlichung von Genozid und dem Niederschlachten Andersdenkender unterstellst. Das bringt mich aber keinen Schritt weiter - also lasse ich es.


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Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

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Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Gysi Offline

Atheist


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25.08.2015 21:41
#174  Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Zitat von Snooker
Natürlich will mir nicht jeder sofort an die Gurgel; das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man mir aufgrund meines Glaubens mit Argwohn gegenübertritt.

Wundert dich das?

Zitat
Mit Genozid und dem Abschlachten Andersdenkender hat das allerdings nichts zu tun.

Oh doch!

Zitat
So stellt es sich aus deiner Sicht dar. Wahrnehmungsverzerrung, Selbstbetrug, imaginärer Gott. Atheisten dürfen das gegenüber Theisten ohne Umschweife äußern. Theisten haben das zu schlucken und kritiklos hinzunehmen. Und wehe den Theisten, die dann doch noch Kritik am Atheismus äußern.

Meine Wahrnehmung von der Genozid-Prophezeiung der Johannes-Offenbarung hat nichts mit meinem Atheismus zu tun, sondern mit meinem Rechtsempfinden und logischen Verstand. Zudem habe ich nicht den Eindruck, dass in unseren Breitengraden der Atheist es leichter hat, sich frei zu äußern als der Christ oder der Muslim.

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SnookerRI Online

Soul-Societist


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25.08.2015 22:23
#175 RE: Die Zeugen Jehovas und das Wahlrecht Antworten

Zitat von Gysi
Wundert dich das?

Nö.. Wundert mich nicht!

Zitat von Gysi
Oh doch!

Für dich vielleicht. Nicht aber für mich. Worum geht es dir jetzt?

Zitat von Gysi
Meine Wahrnehmung von der Genozid-Prophezeiung der Johannes-Offenbarung hat nichts mit meinem Atheismus zu tun, sondern mit meinem Rechtsempfinden und logischen Verstand. Zudem habe ich nicht den Eindruck, dass in unseren Breitengraden der Atheist es leichter hat, sich frei zu äußern als der Christ oder der Muslim.

Kannst du denn akzeptieren, dass auch meine Wahrnehmung der Prophezeihungen an Johannes mit logischem Verstand zu tun hat?
Wirst du noch schief angeguckt, wenn du dich als Atheist outest und über deine Ansichten öffentlich sprichst? Kann ich mir nicht vorstellen. Das kommt doch grade groß in Mode. Spätestens Seit Hawking, Dawkins, Gould, Kutschera et al. muss sich kein Atheist mehr verstecken. Meiner Meinung nach ist der Atheismus ja schon viel älter!


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