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Dieses Thema hat 360 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.329

15.08.2015 11:09
Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Wenn es um die Frage Gottes (nach abrahamitischer Heilslehre) geht, dann steht diese Frage immer im Zusammenhang mit den ewigen Lebensabsichten von "Auserwählten".
Auch viele eigene Nachkommen und natürlich jede Menge "unzüchtiger" Feindbildern spielen in der abrahammitischen Heilslehre eine gewichtige Rolle.
Das auserwählte Volk, die Auserwählten Gene im Zusammenhang mit "wir sind die Guten" da wir unserem Gott den Arsch lecken. "Wir stehen als die einzig rechtmäßigen Geschöpfe nach seinem Bilde über allen anderen Geschöpfen und müssen deswegen auch all jene bekämpfen, die uns diese Gewissheit wegnehmen wollen". "Schließlich sind wir wir damit zweifelsfrei im Recht, da wir uns hierfür auf die zahlreichen Propheten einzig wie zweifelsfrei wahren Niederschriften des göttlichen Willens berufen können.

Welcher sich bewusste Atheist kennt diese immergleiche Spiel nicht. :-D

Gott scheint also etwas mit den egoistischen Überlebensstrategien unserer Gene zu tun zu haben und das kann man dann auch mit vielen Beobachtungen schlüssig belegen. ;-)

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

15.08.2015 12:34
#2 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #1
Wenn es um die Frage Gottes (nach abrahamitischer Heilslehre) geht, dann steht diese Frage immer im Zusammenhang mit den ewigen Lebensabsichten von "Auserwählten".
Auch viele eigene Nachkommen und natürlich jede Menge "unzüchtiger" Feindbildern spielen in der abrahammitischen Heilslehre eine gewichtige Rolle.
Das auserwählte Volk, die Auserwählten Gene im Zusammenhang mit "wir sind die Guten" da wir unserem Gott den Arsch lecken. "Wir stehen als die einzig rechtmäßigen Geschöpfe nach seinem Bilde über allen anderen Geschöpfen und müssen deswegen auch all jene bekämpfen, die uns diese Gewissheit wegnehmen wollen". "Schließlich sind wir wir damit zweifelsfrei im Recht, da wir uns hierfür auf die zahlreichen Propheten einzig wie zweifelsfrei wahren Niederschriften des göttlichen Willens berufen können.

Welcher sich bewusste Atheist kennt diese immergleiche Spiel nicht. :-D

Gott scheint also etwas mit den egoistischen Überlebensstrategien unserer Gene zu tun zu haben und das kann man dann auch mit vielen Beobachtungen schlüssig belegen. ;-)




Interessante Theorie!

Vielleicht beflügelt sie das Denken in diesem Forum und erweitert die bisherigen Dimensionen?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.391

15.08.2015 13:03
#3 Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Mit den 10 Geboten begann die Epoche der monotheistischen Religionen. Das war - gegenüber der Willkür der sumerischen Könige ein Fortschritt! Die Rechtsautorität wurde vom König weg auf was Geistiges separiert: auf Gott! Er war ab jetzt die Autorität, der sich auch der König zu unterwerfen hatte. Zumindest theoretisch.

Mit den 10 Geboten hatte der Mensch sich Gesetze geschaffen. Aber keine demokratischen. Erst mit der Demokratie wurde die Souveränität der Gesetzgebung von einem Gott (die Geistesautorität der Gesetze) an das Volk, an die Menschen, übergeben. Die Demokratie ist eigentlich nicht weniger als eine Enthebung göttlicher Macht. Gott ist und war immer der metaphysische Arm diktatorischer Autoritäten.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

15.08.2015 13:49
#4 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von Gysi
Die Demokratie ist eigentlich nicht weniger als eine Enthebung göttlicher Macht. Gott ist und war immer der metaphysische Arm diktatorischer Autoritäten.

Man könnte den Bogen doch auch etwas weiter spannen und im Rahmen der idealisierten Demokratie das "Volk" als "Gott" bezeichnen. Klar das Volk ist in der hiesigen Demokratie nicht der Souverän. Dieses Amt ist den Meinungsmachern in Politik und Wirtschaft vorbehalten. Diese üben die Macht über das Volk aus, welches dann entsprechend der Informationen, die es bekommt, eine Entscheidung trifft, welche Parteien nun das Mandat über die Regierung bekommen sollen. Das passt dann auch zum methaphysischen Arm diktatorischer Autoritäten.


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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.329

15.08.2015 14:22
#5 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #3
Mit den 10 Geboten begann die Epoche der monotheistischen Religionen. Das war - gegenüber der Willkür der sumerischen Könige ein Fortschritt! Die Rechtsautorität wurde vom König weg auf was Geistiges separiert: auf Gott! Er war ab jetzt die Autorität, der sich auch der König zu unterwerfen hatte. Zumindest theoretisch.

Mit den 10 Geboten hatte der Mensch sich Gesetze geschaffen. Aber keine demokratischen. Erst mit der Demokratie wurde die Souveränität der Gesetzgebung von einem Gott (die Geistesautorität der Gesetze) an das Volk, an die Menschen, übergeben. Die Demokratie ist eigentlich nicht weniger als eine Enthebung göttlicher Macht. Gott ist und war immer der metaphysische Arm diktatorischer Autoritäten.


Sowohl als auch.

Man muss sich aber die Zehn Gebote mal genauer anschauen. IN den 10 Geboten steht immer: "DU sollst" - und also hat "der Mensch" die Gebote bestimmt nicht für sich selbst erschaffen.
Immerhin gibt es überall auf der Welt dafür Belege, dass Menschen auch ohne 10 Gebote sehr respektvoll mit einander zusammenleben und erfolgreich kooperieren können. Es aber umgekehrt immer gerade bei denen, die ohne 10 Gebote ziemlich orientierungslos durch die "Wüste" irren würden, es auch mit den 10 Geboten und gerade wegen ihnen große Schwierigkeiten dabei gibt.
Und das liegt möglicherweise daran, dass man sich selbst gar nicht nicht als Mensch begreifen täte, wenn man kein Christ, kein Moslem, kein Jude - und was es dazwischen sonst noch alles an Auserwählten gibt - wäre. Gilt natürlich dann auch für alle anderen Idealogen, wie patriotische Russen, Ukrainer, Palästinenser, Zionisten, Araber..... und sogar Deutschen.
Selbst bei Weltmeisterschaften heißt es immer: "wir sind die Besseren"! .. und das nicht nur ganz unten. javascript:returnTag('')

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.329

15.08.2015 14:59
#6 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #4

Zitat von Gysi
Die Demokratie ist eigentlich nicht weniger als eine Enthebung göttlicher Macht. Gott ist und war immer der metaphysische Arm diktatorischer Autoritäten.
Man könnte den Bogen doch auch etwas weiter spannen und im Rahmen der idealisierten Demokratie das "Volk" als "Gott" bezeichnen. Klar das Volk ist in der hiesigen Demokratie nicht der Souverän. Dieses Amt ist den Meinungsmachern in Politik und Wirtschaft vorbehalten. Diese üben die Macht über das Volk aus, welches dann entsprechend der Informationen, die es bekommt, eine Entscheidung trifft, welche Parteien nun das Mandat über die Regierung bekommen sollen. Das passt dann auch zum methaphysischen Arm diktatorischer Autoritäten.



Das Volk kann niemals ein Souverän sein. Weil der einzelne Mensch gerne in kleinen überschaubaren Gruppen zusammenlebt, in denen er sich viel leichter zum Alphatier hoch kämpfen kann, welches sich den Willen des ganzen Rudels der eigenen Befindlichkeits-Befriedigung anpassen kann.
Das Phänomen der Gruppendynamik als ein sich selbst organisierender Überwachsungs- und Kontrollaparat.. (die Strategie der Schwarmdummheit)

Außerdem bevorzugen Menschen immer den eigenen Nachwuchs mehr, als den Nachwuchs anderer Leute.
Heißt also, dass das Überleben in kleinen überschaubaren Gruppen wesentlich besser gesichert ist, als in un-überschaubar großen. Weil man dort immer in den hinteren Reihen am Futtertrog steht, wenn man nicht schlau genug ist, oder sich sonst als Stärkerer besser durchsetzt.

Demokratie ist also schon daher eine Kompromisstrategie des Zusammenlebens von vielen kleinen selbstsüchtigen Kleindrudel, von denen sich eben die schlaueren und stärkeren sich besser am Futtertrog positionieren. ;-) Eine dieser sehr schlauen Strategien war Gott. Aber Gott ist nun Gott sei dank, bald ganz überholt und die Evolution kann wieder voranschreiten..

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.391

15.08.2015 15:08
#7  Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von Snooker
Das passt dann auch zum methaphysischen Arm diktatorischer Autoritäten.

Wenn du Vorteilnahme, Bestechlichkeit, juristische Tricks, Gesetzeslücken und andere Verschlagenheiten mit der Gottesbehauptung nahostantiker Herrscher vergleichst, stellst du deinem Gott aber kein gutes Charakter-Zeugnis aus...

Zitat von Perquestavolta
Immerhin gibt es überall auf der Welt dafür Belege, dass Menschen auch ohne 10 Gebote sehr respektvoll mit einander zusammenleben

Ja natürlich! Die Chinesen, Griechen und Römer hatten dafür eigene Gesetze, die diffenenzierter ausgelegt waren, als die 10 Gebote. Ich wollte nur sagen, dass die Geburt der Gesetze eine Gesellschaftsrevolution gegen königliche Allmacht war. Und die ging zunächst an einen (fiktiven) Gott. Und dann an die Menschen. Wobei die Menschen, die Völker, ihre volle Souveränität erst mal erkämpfen müssten, da hat Snooker schon recht. Aber er wartet ja lieber auf Gottes Hilfe.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.329

15.08.2015 15:34
#8 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #7
Ich wollte nur sagen, dass die Geburt der Gesetze eine Gesellschaftsrevolution gegen königliche Allmacht war. Und die ging zunächst an einen (fiktiven) Gott. Und dann an die Menschen. Wobei die Menschen, die Völker, ihre volle Souveränität erst mal erkämpfen müssten, da hat Snooker schon recht. Aber er wartet ja lieber auf Gottes Hilfe.


Ich glaube das nicht.

Ist sehr viel wahrscheinlicher, dass "Gott" ein Produkt der sexuellen Selektion ist. Die Erweiterung des Hierarchiekampfes der Gene um fruchtbare Weibchen und Territorialrechte für die eigenen genetischen Nachkommen, von der Weide und vom Walde auch auf die geistige Ebene (Infromationsverarbeitungsebene) des Menschen).

Warum wohl sonst, würden "verletzte religiöse Gefühle" solch starke Emotionen und alle damit verbundenen chaotischen Hormonschübe hervorrufen?

Die 10 Gebote sind also ein strategisches Kuckucksei, um das Sozialverständnis rivalisierende Stammesrudel umzuprogrammieren. 40 Jahre hat der Prozess dann noch gedauert.

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.391

15.08.2015 16:09
#9  Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von Perquestavolta
sexuellen Selektion

Kann ich nicht nachvollziehen. Die Götter sind ein Ergebnis der Unkenntnis der Menschen, die Erkenntnis begehren! Erst mal. Wieso haben denn die Tiere keine Götter? Die kämpfen auch um die besseren Weibchen und die besseren Reviere. Wie kamen die Götter in die Welt und welche Funktionen haben sie? => http://der-selbstbestimmte-mensch.xobor....Religionen.html

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.329

15.08.2015 16:31
#10 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #9
[quote="Perquestavolta"]sexuellen Selektion
Kann ich nicht nachvollziehen. Die Götter sind ein Ergebnis der Unkenntnis der Menschen, die Erkenntnis begehren! Erst mal.
Zitat von Gysi im Beitrag #9

Wieso haben denn die Tiere keine Götter? Die kämpfen auch um die besseren Weibchen und die besseren Reviere. Wie kamen die Götter in die Welt und welche Funktionen haben sie? => http://der-selbstbestimmte-mensch.xobor....Religionen.html

Hängt sicher mit dem bei Tieren anders funktionierenden Verarbeitungsprozess von Informationen zusammen.

Wir Menschen sind diesbezüglich die einzigen bisher bekannten "höhere" Säuger, welche die Geistesleistung anderer Artgenossen für sich selbst benutzen können, ohne die weitreichenderen Zusammenhänge dahinter tiefgreifend zu verstehen. Scheint iwi. mit unserer besonderen Sprachbegabung zusammen zu hängen.

Aber andersherum ist scheinbar gar nicht so, dass Tiere im allgemeinen, uns Einzelnen als einzelne Einzelindividuen betrachtet, an Intelligenz unterlegen sind. Ihre Intelligenzvorteile sind unseren gegenüber nur anderes ausgelagert. Und ohne dass wir uns über unsere besondere Sprachbegabung die geistigen Fähigkeiten anderer Artgenossen für uns nutzen könnten, wären wir wahrscheinlich schon vor mehreren zigtausend Jahren ausgestorben. ;-)

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Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

15.08.2015 16:33
#11 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Ist es denkbar, dass im Evolutionsprozess nach 500.000 Jahren die anderen Primaten den Trick mit den religiösen Betrügereien ebenso beherrschen wie der Homo Sapiens?

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

15.08.2015 16:45
#12 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von Gysi
Wenn du Vorteilnahme, Bestechlichkeit, juristische Tricks, Gesetzeslücken und andere Verschlagenheiten mit der Gottesbehauptung nahostantiker Herrscher vergleichst, stellst du deinem Gott aber kein gutes Charakter-Zeugnis aus...

Dabei ging es mir doch jetzt gar nicht um einen Vergleich mit Gott. Ich hatte nur angemerkt, dass das Volk in der Demokratie zumindest nominell die Position eines "Gottes" einzunehmen vermag, gemäß dem Stichwort: "Souverän"


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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

15.08.2015 16:52
#13 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von Perquestavolta
Das Volk kann niemals ein Souverän sein.

Das sehe ich prinzipiell ähnlich. Und doch hört man es immer wieder gerade auch von überzeugten Demokraten.

Zitat von Perquestavolta
Demokratie ist also schon daher eine Kompromisstrategie des Zusammenlebens von vielen kleinen selbstsüchtigen Kleindrudel, von denen sich eben die schlaueren und stärkeren sich besser am Futtertrog positionieren. ;-) Eine dieser sehr schlauen Strategien war Gott. Aber Gott ist nun Gott sei dank, bald ganz überholt und die Evolution kann wieder voranschreiten..

Du redest von Demokratie und bezeichnest "Gott" als schlaue Strategie innerhalb der Demokratie um sich an den Futtertrögen besser zu positionieren? Wie passt das zusammen? Darüber hinaus kannst niemand die Evolution nicht steuern. Möglicherweise hat der Gottesgedanke doch nicht ausgedient und wird durch die Evolution bestätigt und in Zukunft noch gefördert. Wenn es keinen Gott gibt, dann müssen ja entsprechende Prozesse innerhalb der Evolution für den Gottesgedanken verantwortlich sein.


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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.329

15.08.2015 16:53
#14 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von Direktkontakt im Beitrag #11
Ist es denkbar, dass im Evolutionsprozess nach 500.000 Jahren die anderen Primaten den Trick mit den religiösen Betrügereien ebenso beherrschen wie der Homo Sapiens?


Dazu müsste der Evolutionsprozess einer bestimmten und also vorprogrammierten Richtung folgen.
Intelligenz hat in der Tat etwas mit der Fähigkeit des Täuschens und also des strategischen Entscheidens zu tun und daher wäre es zunächst mal naheligend. Aber wir werden bis dahin die dafür geeigneten Arten alle ausgerottet haben.

Evolutionsbiologen sind sich aber inzwischen ziemlich einig, dass Evolution kein zielgerichteter Prozess ist, sondern ein von sich verändernden Bedingungen gesteuerte Züchtung und uns daher unsere höhere Intelligenz auch wieder abhanden kommen könnte.
Vor allem unter paradiesischen, oder Schlaraffenland-ähnlichen Zuständen. Dass kommt daher, dass das viele Gute nicht vom Guten kommt, sondern vom Wehren und Überleben gegen äußerst Unbequemes. Und wenn dabei Wunder und Zufall nicht das Selbige wären, wären wir sicher auch schon längst ausgestorben.

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Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

15.08.2015 16:58
#15 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Nehmen wir einmal an, die anderen Primaten wären permanenten Herausforderungen ausgesetzt, die sie "instinktiv" meistern.
Könnte es dann sein, dass sie irgendwann uns als "Krone der Schöpfung" überlegen sein werden?

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

15.08.2015 16:59
#16 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von Perquestavolta
Vor allem unter paradiesischen, oder Schlaraffenland-ähnlichen Zuständen. Dass kommt daher, dass das viele Gute nicht vom Guten kommt, sondern vom Wehren und Überleben gegen Unbequeme. Und wenn wunder und Zufall nicht das selbige wären, dann hätten wir es nie geschafft.

Genau. Deswegen wird es auch immer Kriege unter den menschen geben, die unsägliches Leid verursachen. Diejenigen, die es betrifft haben eben Pech gehabt - und wenn sie noch so aufrichtig und gerecht gelebt haben. Paradiesische Verhältnisse sind daher absolut abzulehnen. Der Mensch muss immer etwas haben, wogegen er sich zur Wehr setzen muss, damit er sich als "besser angepasst" behaupten kann. Jetzt bekomme ich auch einen Eindruck davon, warum du Europa trotz der ganzen Konflikte als "friedlich" bezeichnest.


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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.391

15.08.2015 17:12
#17 Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von Snooker
Dabei ging es mir doch jetzt gar nicht um einen Vergleich mit Gott. Ich hatte nur angemerkt, dass das Volk in der Demokratie zumindest nominell die Position eines "Gottes" einzunehmen vermag, gemäß dem Stichwort: "Souverän"

Richtig. Aber du würdest doch Gott nicht mit der Menschheit gleichsetzen, oder? An deinem Vergleich kann man die Funktion eines Gottes erkennen. Und seine - Nichtexistenz. Oder seine Existenz als ein von Menschen gemachtes Bild!

Ich kann mich noch an die 70er erinnern, da stand das Gottesbild auch schon in der Kritik, aber der Atheismus war noch nicht vorne in der Diskussion. Da hieß es von den Kritikern der herrschenden Religions- und Gottesvorstellungen, dass "Gott in uns allen" sei. Das Gottesbild hatte also die politische Entwicklung des Souveräns (eines Staates, Volkes, einer Gemeinschaft, Gesellschaft) vom König zum Volk gemacht!

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Perquestavolta Offline



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15.08.2015 17:55
#18 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #16

Zitat von Perquestavolta
Vor allem unter paradiesischen, oder Schlaraffenland-ähnlichen Zuständen. Dass kommt daher, dass das viele Gute nicht vom Guten kommt, sondern vom Wehren und Überleben gegen Unbequeme. Und wenn wunder und Zufall nicht das selbige wären, dann hätten wir es nie geschafft.
Genau. Deswegen wird es auch immer Kriege unter den menschen geben, die unsägliches Leid verursachen. Diejenigen, die es betrifft haben eben Pech gehabt - und wenn sie noch so aufrichtig und gerecht gelebt haben. Paradiesische Verhältnisse sind daher absolut abzulehnen. Der Mensch muss immer etwas haben, wogegen er sich zur Wehr setzen muss, damit er sich als "besser angepasst" behaupten kann. Jetzt bekomme ich auch einen Eindruck davon, warum du Europa trotz der ganzen Konflikte als "friedlich" bezeichnest.



Dein Realitätssinn geht mich ja sonst nichts an.

Aber hast du dich schon mal gefragt, warum sich Menschen im Gegensatz zu den echten Affen, viel öfter wegen verletztem Stolz und vor allem auch wegen verletzten religiösen Gefühlen gegenseitig tot-schlagen? Wenn Menschen und Affen sich um einen Acker Bananen oder eine bisschen Erdöl für den Ofen bekriegen, dann hat das ja einen Sinn. Auch einen Krieg wegen den Weibchen kann man ihnen nachsehen..

Aber wegen ihren heilgen Narzissmen.. das ist wirklich bescheuert..

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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15.08.2015 20:40
#19 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von Perquestavolta
Aber hast du dich schon mal gefragt, warum sich Menschen im Gegensatz zu den echten Affen, viel öfter wegen verletztem Stolz und vor allem auch wegen verletzten religiösen Gefühlen gegenseitig tot-schlagen?

Klar... Sie sind weit davon entfernt das zu sein, was sie sein sollten. Statt im Einklang mit sich selbst und den natürlichen Ressourcen des Planeten zu leben gieren sie nach Macht, Reichtum und einem Überlegenheitsgefühl gegenüber anderen Menschen. Die Affen sind dem Ideal, welches sie als Lebensformen des Planeten Erde beschreibt, wesentlich näher.

Zitat von Perquestavolta
Wenn Menschen und Affen sich um einen Acker Bananen oder eine bisschen Erdöl für den Ofen bekriegen, dann hat das ja einen Sinn. Auch einen Krieg wegen den Weibchen kann man ihnen nachsehen..

Welchen Sinn siehst du darin, wenn Warlords um ihres Reichtums und der Habgier willen ganze Landstriche verwüsten und Tausenden von Menschen die Lebensgrundlage und nicht selten das Leben selbst nehmen? Würdest du genauso reden, wenn du selbst das Opfer wärst?

Zitat von Perquestavolta
Aber wegen ihren heilgen Narzissmen.. das ist wirklich bescheuert..

Wenn du schon in Kriegen , die aus Macht und Geldgier geführt werden einen Sinn siehst, dann wird es dir nicht schwerfallen auch hierin einen Sinn zu sehen, denn letztlich geht es bei von Menschen geführten Kriegen immer um ein Überlegenheitsgefühl der Mächtigen gegenüber den Unterdrückten auf Kosten der Unterdrückten.

Militärische Konflikte zwischen Menschen sind immer bescheuert. Egal, was das Motiv ist. Sie reduzieren den Menschen auf ein erbärmlich niedriges Niveau. Als gäbe es keine andere Lösung zur Konfliktbewältigung. Aber für dich macht das ja teilweise Sinn...


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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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15.08.2015 20:49
#20 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von Gysi
Richtig. Aber du würdest doch Gott nicht mit der Menschheit gleichsetzen, oder? An deinem Vergleich kann man die Funktion eines Gottes erkennen. Und seine - Nichtexistenz. Oder seine Existenz als ein von Menschen gemachtes Bild!

Es geht mir nicht um die Gleichsetzung Gottes mit den Menschen. Es geht mir um die AutoritätsFunktion die einem Gott oder Souverän zugesagt wird. Entweder aus religiöser oder säkularer Sicht.

Diktatorische Autoritäten lassen sich nicht durch die Entmachtung Gottes verhindern. Selbst in einer völlig gottlosen Welt gäbe es diktatorische Autoritäten.


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Perquestavolta Offline



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15.08.2015 22:30
#21 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #19

Zitat von Perquestavolta
Aber hast du dich schon mal gefragt, warum sich Menschen im Gegensatz zu den echten Affen, viel öfter wegen verletztem Stolz und vor allem auch wegen verletzten religiösen Gefühlen gegenseitig tot-schlagen?
Klar... Sie sind weit davon entfernt das zu sein, was sie sein sollten. Statt im Einklang mit sich selbst und den natürlichen Ressourcen des Planeten zu leben gieren sie nach Macht, Reichtum und einem Überlegenheitsgefühl gegenüber anderen Menschen.
Kennst du da jemanden, der das auch konkret besser lebt?
Menschen leben gerne in kleinen überschaubaren "Rudel" und sie müssen mit anderen "Rudel" um die Ressourcen rivalisieren, die auf Grund von immer mehr - gleichzeitig auf dem Planeten - lebenden Menschen von immer mehr Menschen beansprucht werden.
Immer mehr gleichzeitig auf dem Planeten lebende Menschen beanspruchen zudem auch immer mehr Territorium für sich und folglich verdrängen und zerstören sie zwangsläufig auch immer mehr das sich über Millionen Jahre natürlich eingependelte Gleichgewicht ihrer Lebensgrundlage.
In Einklang mit der Natur, könnten also höchstens ein paar hundert Millionen Menschen gleichzeitig leben, wenn überhaupt..
Warum heute so viele Menschen noch gerade halbwegs menschenwürdig auf dem Planeten leben können, liegt an den fossilen Ressourcen, welche die lebendige Natur und jede Menge immer wiederkehrender Katastrophen in über Jahrmillionen dauernden chemischen und physikalischen Prozessen in und unter der Erde angereichert hat.
Je mehr Menschen, um so schneller müssen wir diese fossilen Rohstoffe erschließen und uns auch neue Techniken dazu einfallen lassen, die Natur dahingehend zu unterwerfen, immer schneller und ertragreicher Nahrung zu produzieren.

Man kann da natürlich einwerfen, dass unser Planet noch mindestens doppelt so viele Menschen ernähren könnte, wie zur Zeit.
Das ist aber eine tückische Illusion. Weil es nicht möglich ist, unsere Nahrung über den ganzen Planeten gleichmäßig verteilt anzubauen und somit die Natur dort, wo sie eh schon übermäßig strapaziert wird und dafür alle natürlichen Ökosysteme schon jetzt mehr oder weniger gerade noch für historische Anschauungsmödelle erhalten geblieben sind, für immer kippen.

Nein, wir Menschen sind nicht die Guten und alle unser Götter sind Idioten. Was natürlich fatal ist, da wir ja ihr bestes Kunstwerk sein sollen. ;-)

[quote="Perquestavolta"]Wenn Menschen und Affen sich um einen Acker Bananen oder eine bisschen Erdöl für den Ofen bekriegen, dann hat das ja einen Sinn. Auch einen Krieg wegen den Weibchen kann man ihnen nachsehen..

Zitat von SnookerRI im Beitrag #19
Welchen Sinn siehst du darin, wenn Warlords um ihres Reichtums und der Habgier willen ganze Landstriche verwüsten und Tausenden von Menschen die Lebensgrundlage und nicht selten das Leben selbst nehmen? Würdest du genauso reden, wenn du selbst das Opfer wärst?
Also ich kenne keine reellen Vergeliche, in denen es so zugeht, wie in deinen Strohmann-Beispielen. Du kannst mich aber mit konkreten Beispielen des bessern belehren. Außerdem hat auch das überhaupt nichts mit dem zu tun, in dem es ursprüngich im Kontext stand.
Die Frage lautetet, ob es einen Sinn macht, sich wegen verletzte religiösen Gefühlen und anderen narzisstischen Geistlichkeiten sich gegenseitig die Schädel einzuschlagen. Außerdem wissen wir ja, dass Warlords sich nicht ungern mit religiös fanatisierten Idioten umgeben, die im Vergasen oder Kopfabschneiden besonders begabt sind.

Zitat von Perquestavolta
Aber wegen ihren heilgen Narzissmen..
Zitat von SnookerRI im Beitrag #19

das ist wirklich bescheuert..
Wenn du schon in Kriegen , die aus Macht und Geldgier geführt werden einen Sinn siehst, dann wird es dir nicht schwerfallen auch hierin einen Sinn zu sehen, denn letztlich geht es bei von Menschen geführten Kriegen immer um ein Überlegenheitsgefühl der Mächtigen gegenüber den Unterdrückten auf Kosten der Unterdrückten.
Verstehe nicht, warum du mir dafür wieder den Bösen Evolutionisten anmalen willst und überhaupt nie von der Arsch-Eben des "bösen Finger.snookern" wegkommst. ?? ^..~


[quote="Perquestavolta"]
Militärische Konflikte zwischen Menschen sind immer bescheuert. ...


Das kommt darauf .. leider hat Gott die Mutter und Vaterliebe so erschaffen, dass wir unsere eigenen Kinder mehr lieben, als die Kinder anderer Eltern und sie deswegen auch besser und bevorzugt füttern. Auch müssen wir darauf achten, dass ihnen die Kinder anderer Eltern nichts vor der Nase wegschnappen, was sie im Wettbewerb der eigene Brutpflegemaßnahmen benachteiligt.
Und dafür wenn nötig auch militärische Maßnahmen ergreifen.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #19

Egal, was das Motiv ist. Sie reduzieren den Menschen auf ein erbärmlich niedriges Niveau.
Der Mensch ist Opportunist, wie alle anderen Raubtiere auch, die in kleinen überschaubaren Rudel leben und sich gegenseitig die Beute zu treiben, um sie hinterher untereinander zu teilen. Das zu erkennen und einzusehen, würde die Dinge in eine ganz andere und bessere Richtung lenken. Aber die Arschlecker ihres Gottglaubens haben meist schon ein Problem damit, dass sie von einem gemeinsamen Vorfahren mit den Affen abstammen könnten, obwohl sie ansonsten auch nur vom gkeiichen Fleisch essen wie alle anderen Raubtiere auf zwei Beinen.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #19

Als gäbe es keine andere Lösung zur Konfliktbewältigung. Aber für dich macht das ja teilweise Sinn...


Jetzt bin ich wieder Schuld?

Es heißt ja sonst immer, Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. Aber die Arschlecker der Götter cher ihrer Glaubenswahrheit haben die Welt in festen Händen. Sie machen etwa 97% der Weltbevölkerung aus, abzüglich der Kinder, die ja nichts dafür können. Und trotzdem ist die Welt kein bisschen gerechter oder irgendwie liebevoller. Was ja dann nur bedeuten kann, dass das Problem nur bei ihnen selbst liegen muss und es wohl damit zusammenhängt, dass ihnen der Splitter im Auge ihres Nächsten mehr weh tut als der Balken im eigenen.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
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SnookerRI Offline

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Beiträge: 6.359

15.08.2015 23:36
#22 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von Perquestavolta
Kennst du da jemanden, der das auch konkret besser lebt?

Für mich zählt dazu jeder Mensch, der entsprechend seinen Möglichkeiten seinen Teil dazu beiträgt im Einklang mit seinesgleichen und der Natur, die uns alle umgibt, zu leben.

Zitat von Perquestavolta
Menschen leben gerne in kleinen überschaubaren "Rudel" und sie müssen mit anderen "Rudel" um die Ressourcen rivalisieren, die auf Grund von immer mehr - gleichzeitig auf dem Planeten - lebenden Menschen von immer mehr Menschen beansprucht werden.
Immer mehr gleichzeitig auf dem Planeten lebende Menschen beanspruchen zudem auch immer mehr Territorium für sich und folglich verdrängen und zerstören sie zwangsläufig auch immer mehr das sich über Millionen Jahre natürlich eingependelte Gleichgewicht ihrer Lebensgrundlage.

Ist das nicht schizophren? Wie ein Virus, das kommt, frisst und weiterzieht? Ich halte den Menschen für fähiger.

Zitat von Perquestavolta
In Einklang mit der Natur, könnten also höchstens ein paar hundert Millionen Menschen gleichzeitig leben, wenn überhaupt..

Och das wäre doch schon mal ein Anfang

Zitat von Perquestavolta
Warum heute so viele Menschen noch gerade halbwegs menschenwürdig auf dem Planeten leben können, liegt an den fossilen Ressourcen, welche die lebendige Natur und jede Menge immer wiederkehrender Katastrophen in über Jahrmillionen dauernden chemischen und physikalischen Prozessen in und unter der Erde angereichert hat.
Je mehr Menschen, um so schneller müssen wir diese fossilen Rohstoffe erschließen und uns auch neue Techniken dazu einfallen lassen, die Natur dahingehend zu unterwerfen, immer schneller und ertragreicher Nahrung zu produzieren.

Man kann da natürlich einwerfen, dass unser Planet noch mindestens doppelt so viele Menschen ernähren könnte, wie zur Zeit.
Das ist aber eine tückische Illusion. Weil es nicht möglich ist, unsere Nahrung über den ganzen Planeten gleichmäßig verteilt anzubauen und somit die Natur dort, wo sie eh schon übermäßig strapaziert wird und dafür alle natürlichen Ökosysteme schon jetzt mehr oder weniger gerade noch für historische Anschauungsmödelle erhalten geblieben sind, für immer kippen.

Jedes Jahr werden Mrd. Tonnen Nahrungsmittel vernichtet, um die Preise stabil zu halten. In den Medien laufen regelmäßig Berichte darüber. Technisch ist eine ausgeglichene Verteilung der Nahrung in jedem Fall möglich. Es scheitert bekanntermaßen an der Gier, derjenigen, die die Möglichkeiten dazu hätten, sie aber nicht umsetzen wollen.

Zitat von Perquestavolta
Also ich kenne keine reellen Vergeliche, in denen es so zugeht, wie in deinen Strohmann-Beispielen. Du kannst mich aber mit konkreten Beispielen des bessern belehren.

Verdrängung? Die Nachrichten sind voll von den reellen Vergleichen, welche für dich nur Strohmann-Beispiele sind.

Zitat von Perquestavolta
Außerdem hat auch das überhaupt nichts mit dem zu tun, in dem es ursprüngich im Kontext stand.
Die Frage lautetet, ob es einen Sinn macht, sich wegen verletzte religiösen Gefühlen und anderen narzisstischen Geistlichkeiten sich gegenseitig die Schädel einzuschlagen. Außerdem wissen wir ja, dass Warlords sich nicht ungern mit religiös fanatisierten Idioten umgeben, die im Vergasen oder Kopfabschneiden besonders begabt sind.

Ich antwortete schon darauf, dass das keinen Sinn hat ... wie alle militärischen Konflikte zwischen Menschen. Liest du meine Beiträge überhaupt?

Zitat von Perquestavolta
Das kommt darauf .. leider hat Gott die Mutter und Vaterliebe so erschaffen, dass wir unsere eigenen Kinder mehr lieben, als die Kinder anderer Eltern und sie deswegen auch besser und bevorzugt füttern. Auch müssen wir darauf achten, dass ihnen die Kinder anderer Eltern nichts vor der Nase wegschnappen, was sie im Wettbewerb der eigene Brutpflegemaßnahmen benachteiligt.
Und dafür wenn nötig auch militärische Maßnahmen ergreifen.

Militärischen Konflikten zwischen Nationen der heutigen Zeit liegt grundsätzlich nicht das Rangen um die lebensnotwendigen Dinge zum Leben zu Grunde , sondern die Gier unberechtigterweise mehr besitzen zu wollen, als die anderen und als man selbst zum Leben braucht. Ebenso ist die Liebe und Fürsorge von Eltern zu ihren Kindern niemals ein Grund um andere Familien auszurotten. Ausser vielleicht in deiner Welt.


Zitat von Perquestavolta
Der Mensch ist Opportunist, wie alle anderen Raubtiere auch, die in kleinen überschaubaren Rudel leben und sich gegenseitig die Beute zu treiben, um sie hinterher untereinander zu teilen. Das zu erkennen und einzusehen, würde die Dinge in eine ganz andere und bessere Richtung lenken. Aber die Arschlecker ihres Gottglaubens haben meist schon ein Problem damit, dass sie von einem gemeinsamen Vorfahren mit den Affen abstammen könnten, obwohl sie ansonsten auch nur vom gkeiichen Fleisch essen wie alle anderen Raubtiere auf zwei Beinen.

Du kannst den Menschen weiterhin auf ein Raubtier reduzieren, und sein Verhalten damit entschuldigen und als notwendig bezeichnen. Im Forum verhälst du dich ja auch genau so. So beißt du auch gegen alle, die den signifikanten Unterschied zwischen Mensch und Tier nicht wegzureden versuchen.

Zitat von Perquestavolta
Jetzt bin ich wieder Schuld?

Habe ich das behauptet? Du scheinst dich aber schuldig zu fühlen. Ich habe lediglich das zitiert, was du selbst von dir gegeben hast. Willst du nun auch noch dir selbst widersprechen? Bleib doch bitte wenigstens bei deiner Meinung.

Zitat von Perquestavolta
Aber die Arschlecker der Götter cher ihrer Glaubenswahrheit haben die Welt in festen Händen. Sie machen etwa 97% der Weltbevölkerung aus, abzüglich der Kinder, die ja nichts dafür können.

Ja du siehst den Feind überall. Alles Arschlecker der Götter. Alle schlecht, alle ausrotten. Das ist dein Tenor! Bist du die letzten 3 Prozent?

Zitat von Perquestavolta
Was ja dann nur bedeuten kann, dass das Problem nur bei ihnen selbst liegen muss und es wohl damit zusammenhängt, dass ihnen der Splitter im Auge ihres Nächsten mehr weh tut als der Balken im eigenen.

Na dann schau mal in den Spiegel


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.329

16.08.2015 14:13
#23 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #22

Zitat von Perquestavolta
Aber die Arschlecker der Götter cher ihrer Glaubenswahrheit haben die Welt in festen Händen. Sie machen etwa 97% der Weltbevölkerung aus, abzüglich der Kinder, die ja nichts dafür können.
Ja du siehst den Feind überall. Alles Arschlecker der Götter. Alle schlecht, alle ausrotten. Das ist dein Tenor! Bist du die letzten 3 Prozent?

Zitat von Perquestavolta
Was ja dann nur bedeuten kann, dass das Problem nur bei ihnen selbst liegen muss und es wohl damit zusammenhängt, dass ihnen der Splitter im Auge ihres Nächsten mehr weh tut als der Balken im eigenen.

Na dann schau mal in den Spiegel




Richtig Snoker, wir haben alle den "Stecken" am Dreck. Steht sogar in deinem Pseudonym SnookerRI, dass du deinen besonders tief drin stecken hast. Wie sonst würdest du so wütend und gehässig auf meine Beiträge reagieren. Und du merkst gar nicht, wie sehr du dich damit selber in den eigenen Hintern snookerst.
Was sich sagen wollte war ja, dass bei all den Religionswütigen die Welt viel besser aussehen müsste, gerechter, liebevoller, rücksichstsvoller, verständiger.. Aber das genau Gegenteil ist der Fall. Im Normalfall müsste jeder auch nur halbwegs intelligente Mensch längst schon begriffen haben, dass es nichts nützt Dumme ob ihrer Dummheit zu bestrafen oder zu beschimpfen. Weil das in der Natur der Sache liegt, dass die Dummen es nicht besser verstehen.
Auch ist es in sich ziemlich logisch, dass der Spiegel des Individuums immer sein Artgenosse ist, in dem er sich selbst als eigenes Individuum wider- oder gegen-spiegelt und sich damit überhaupt erst als eigene Individuum erfahren kann.
Zudem verstehen wir Menschen die Gedanken unserer anderen Mitmenschen (Gegenüber) immer nur über unsere eigene Erfahrungs- und - Bilderwelt. Was soviel heißt, dass die ganze Scheiße die wir in ihre Aussagen hineininterpretieren, immer auch unsere eigene ist.

Ich weis das, weil ich schon seit über 40 Jahren beruflich damit arbeite, Snooker.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

16.08.2015 16:01
#24 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat von Perquestavolta
Richtig Snoker, wir haben alle den "Stecken" am Dreck.

So siehts wohl aus ... Oder auch so: Wir stecken alle im Dreck. Wie wir es auch drehen und wenden...: Trotzdem besteht doch ein Unterschied zwischen dene, die sich damit abfinden und sich im Dreck wohlfühlen und denen, die sich aktiv bemühen sich selbst und andere aus dem Dreck zu ziehen.

Zitat von Perquestavolta
Steht sogar in deinem Pseudonym SnookerRI, dass du deinen besonders tief drin stecken hast. Wie sonst würdest du so wütend und gehässig auf meine Beiträge reagieren. Und du merkst gar nicht, wie sehr du dich damit selber in den eigenen Hintern snookerst.

Dieses Bild im Kopf gefällt dir wohl besonders...

Zitat von Perquestavolta
Was sich sagen wollte war ja, dass bei all den Religionswütigen die Welt viel besser aussehen müsste, gerechter, liebevoller, rücksichstsvoller, verständiger.. Aber das genau Gegenteil ist der Fall. Im Normalfall müsste jeder auch nur halbwegs intelligente Mensch längst schon begriffen haben, dass es nichts nützt Dumme ob ihrer Dummheit zu bestrafen oder zu beschimpfen. Weil das in der Natur der Sache liegt, dass die Dummen es nicht besser verstehen.

Und nun? Wer gehört denn jetzt deiner Meinung nach wohin? Also ich bin in deinen Augen schon mal der Religionswütige. Du siehst dich wahrscheinlich als einer der halbwegs intelligenten Menschen - na ja wahrscheinlich siehst du dich eher als den einzigen intelligenten Menschen weit und breit. Ich bin demnach dann wohl auch in deinen Augen der Dumme, der nix kapiert. Bis hierhin hab ich das gecheckt . Aber warum regst du dich dann so über uns dumme Religionswütige auf, wo es doch in der Natur der Sache liegt, dass wir dein Maß an Intelligenz und Weisheit gar nicht erreichen können?

Zitat von Perquestavolta
Auch ist es in sich ziemlich logisch, dass der Spiegel des Individuums immer sein Artgenosse ist, in dem er sich selbst als eigenes Individuum wider- oder gegen-spiegelt und sich damit überhaupt erst als eigene Individuum erfahren kann.
Zudem verstehen wir Menschen die Gedanken unserer anderen Mitmenschen (Gegenüber) immer nur über unsere eigene Erfahrungs- und - Bilderwelt. Was soviel heißt, dass die ganze Scheiße die wir in ihre Aussagen hineininterpretieren, immer auch unsere eigene ist.

Tja und wie fühlst du dich so mit dieser Erfahrung? Die ganze Scheiße, die du mir vorwirfst, ist also auch deine Scheiße? ... Mann, das ist ja echt abgefahren....

Zitat von Perquestavolta
Ich weis das, weil ich schon seit über 40 Jahren beruflich damit arbeite, Snooker.

Schon über 40 Jahre? Respekt Alter, was du nicht alles schon an eigener Scheiße durchlebt haben musst.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

16.08.2015 18:54
#25 RE: Das Auserwählten-Syndrom aus sex-o-logischer Sicht. Antworten

Zitat
Jedes Jahr werden Mrd. Tonnen Nahrungsmittel vernichtet, um die Preise stabil zu halten. In den Medien laufen regelmäßig Berichte darüber. Technisch ist eine ausgeglichene Verteilung der Nahrung in jedem Fall möglich. Es scheitert bekanntermaßen an der Gier, derjenigen, die die Möglichkeiten dazu hätten, sie aber nicht umsetzen wollen.


Solch eine umfassende Umverteilung würde das Problem nicht lösen, das Problem würde sich sogar dramatisch verschärfen!
Warum sollten Menschen bei solcher Rundumversorgung noch Nahrungsmittel anbauen?
In Ländern mit schwierigen Bedingungen würde man ganz darauf verzichten und damit auch zu 100% abhängig werden.
Die Lösung kann nur sein, dass sich alle Regionen selbst mit Nahrungsmitteln versorgen können!
Außerdem wäre eine solch globale Umverteilung mit einer enormen Ressourcenverschwendung verbunden und somit ökologisch vollkommen unsinnig.

Beispiel Kleiderspenden:
Durch die Verteilung dieser Kleidungsstücke wurde die Textilindustrie in Afrika weitestgehend zerstört.

Ähnlich wie in sozialistischen Utopien der Umverteilung:
Aus der Armut weniger wird die Armut fast aller Menschen.
Und aus dem Hunger weniger würde dann ein weltweiter Hunger...

Man kann das Phänomen auch an Parkteichen beobachten:
Durch massive Fütterung von Enten und Gänsen vermehren sich diese explosionsartig und zerstören damit zwangsläufig ihre natürliche Lebensgrundlage.
Nach kürzester Zeit können sich diese Populationen nicht mehr selbständig ernähren und werden von immer mehr Zufütterung abhängig bis ihnen dann irgendeine Seuche ihr unwürdiges und trauriges Leben beendet.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
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Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

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