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Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 57 Antworten
und wurde 2.558 mal aufgerufen
 Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!
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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.379

29.08.2015 10:25
#1 RE: @Perquestavolta :-))) Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #133

Zitat von Perquestavolta
Wird sicher noch ein paar Jahre dauern. Mit dem Programmieren werden wir erst anfangen, wenn wir das "Matt" schon vor Augen haben. Kannst ruhig den Artikel ergänzen.
Vielleicht greift dann sogar noch jemand Deine geniale "Lösung " auf du wirst in deinem hohen Alter noch berühmt.
Klar dauert das noch was. Und die Idee ist nicht von mir, sondern vielleicht von Raymond Kurzweil. Vielleicht auch Frank Tipler. Hab ich aber nicht vergessen, dazuzuschreiben. Du hast meinen Artikel ja gar nicht gelesen. Dann tu auch nicht so als ob.



Wirst du mir jetzt nicht glauben, aber ich hab von der Idee vorher nie gelesen oder gehört. Kurzweil kenne ich nur vom berühmten Lurzweil-Analog-Synthesizer. Da ich selbst mal Keyboarder in einer (religiösen) Band gewesen bin.
Übringens bin ich auch sonst nicht sehr belesen, was Modellhypothesen angeht. Also schon immer ein ziemlich selbstbestimmter Mensch.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.454

29.08.2015 12:17
#2  @Perquestavolta :-))) Antworten

Zitat von Perquestavolta
Übringens bin ich auch sonst nicht sehr belesen, was Modellhypothesen angeht. Also schon immer ein ziemlich selbstbestimmter Mensch.

Informationsqbstinenz verstehe ich nicht unter Selbstbestimmtsein...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.379

29.08.2015 12:43
#3 RE: @Perquestavolta :-))) Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #135

Zitat von Perquestavolta
Übringens bin ich auch sonst nicht sehr belesen, was Modellhypothesen angeht. Also schon immer ein ziemlich selbstbestimmter Mensch.
Informationsqbstinenz verstehe ich nicht unter Selbstbestimmtsein...


Ist das jetzt eine Bewertung?

Weis mich ansonsten keiner Informationsabstinenz schuldig. ^^ Im Gegenteil.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.379

29.08.2015 13:46
#4 RE: @Perquestavolta :-))) Antworten

Das was ich da mit Programmierung eines Biokatalitischen Terrafoming- Andokprgrammes auf Nanoebene für die Bausteine des Lebens auf anderen bewohnbaren Planeten im All meinte, hat überhaupt nichts mit den Ideen der beiden von dir genannten Herren zu tun, werter Gysi. Wenn man die Evolutionstheorie verstanden hat, dann weis man, dass die Evolution immer intelligente Leben hervorbringt, wenn eine Überlebensnische dafür frei ist. Einfach weil Leben einmal Strategien gegen das Gefressen werden hervorbringen muss und aber auch Strategien zur Energie- b.z w. zur Nahrungsbeschaffung. Und wenn die Überlebensniesche dafür frei ist, ist das Ergebis kein Zufall.

Man muss also nur etwas austüpfteln, was auf sehr kleinem Raum als ein Andogbaukasten für die Bausteine des Lebens funktioniert und sich dann fortwährend selbst vervielfältigt. Dieser Andogbaukasten kann dann in Meteoriten/Kometen eingeschleust werden, welche in Richtung potentieller Lebenswelten losgeschickt werden.
Wasser gefriert im Weltraum augenblicklich. Wir könnten solche geimpften Meteoriten sogar selbst im Weltraum herstellen und in Richtung potentiell lebensfreundlicher Planeten abschicken.

Klingt jetzt zwar alles sehr nach Science-Fiction, aber so utopisch ist die Sache gar nicht.

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Gysi Offline

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29.08.2015 14:31
#5  @Perquestavolta :-))) Antworten

Zitat von Perquestavolta
Ist das jetzt eine Bewertung?

Du hast meinen "selbstbestimmten Menschen" nicht verstanden. Kann man auch nicht, indem man nur die Titelzeile liest. Das muss nicht bewertet werden. Selbstbestimmung ist nicht Selbstbestimmtsein. Außerdem ist der Mensch auch als "Selbstbestimmter" nach meiner Definition komplett determiniert. (Selbstbestimmt sein ist das Gegenteil von entfremdet sein. Auf den berühmten - und in den 70ern und 80ern des letzten Jahrhunderts diskutierten - Begriff "Entfremdung" von Karl Marx fußt mein Manuskript.) Ist aber gut zu verstehen, ich will niemanden verschrecken...

Zitat
Klingt jetzt zwar alles sehr nach Science-Fiction

Das ist doch in Ordnung. Es gibt gute SF.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.379

29.08.2015 16:27
#6 RE: @Perquestavolta :-))) Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #138

Zitat von Perquestavolta
Ist das jetzt eine Bewertung?
Du hast meinen "selbstbestimmten Menschen" nicht verstanden. Kann man auch nicht, idem man nur die Titelzeile liest.



Hab "deinen "Selbstbestimmten Menschen" in einzelnen Gliederung kurz überflogen. Wirklich gelesen habe ich ihn nicht. Die Punkte welche ich dabei entdeckt habe und mit denen ich in meiner eigenen Grund-Überzeugung nicht übereinstimme, machen das Lesen dann für mich auch nochmal schwieriger, weil der Text zum einen vieles beinhaltet, was man mit einer gewissen Lebensreif ja eigentlich schon aus dem sogenannten eigenen FF kennt und weis und zum anderen, es sich um eine reihende Auflistung von SoISTes mit einem persönlichem ideal-moralischen soSollteEssein handelt.


Auch sonst verlangt mir der Textverlauf eine freudlose Lese-Aufmerksamkeit ab, die mir als Leser keinen Spielraum für eigenen Assoziationen mit dem Gelesenen geben. Das soll jetzt aber bestimmt keine gesamtabwertende Kritik für deine Arbeit sein.

Du weißt ja , dass ich im Bereich Werbe-Kommunikation tätig bin und mich daher auch häufig damit beschäftigen muss, wie Inhalte von Geschriebenem eine bestimmte Zielgruppe erreichen.
Dein "Der selbstbestimmte Mensch" verstößt hierbei gegen alle Regeln die ich diesbezüglich mal gelernt habe. Als Verleger würde ich daher dein Buch ablehnen.

Nicht wegen dem Inhalt, der ist sogar gut in Bezug zu dem was du damit der Welt über deine eigene Sicht der Dinge sagen möchtest, sondern weil er sich einfach scheiße lesen lässt.

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Gysi Offline

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29.08.2015 16:34
#7  @Perquestavolta :-))) Antworten

Zitat von Perquestavolta
Nicht wegen dem Inhalt, der ist sogar gut in Bezug zu dem was du damit der Welt über deine eigene Sicht der Dinge sagen möchtest, sondern weil er sich einfach scheiße lesen lässt.

Er ist nicht so leicht zu lesen wie ein Roman mit einem aufgebauten Spannungsbogen. Das Ding ist Philosophie! Aber du kanst mir ja gerne beibringen, gegen was für rhetorische Regeln ich da verstoßen habe. Gegen "alle Regeln" sagt mir nicht viel... Wie würdest du z.B. die Vermittlungsstärke eines Karl Marx beurteilen? Oder eines Immanuel Kant?

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Perquestavolta Offline



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29.08.2015 16:49
#8 RE: @Perquestavolta :-))) Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #140

Zitat von Perquestavolta
Nicht wegen dem Inhalt, der ist sogar gut in Bezug zu dem was du damit der Welt über deine eigene Sicht der Dinge sagen möchtest, sondern weil er sich einfach scheiße lesen lässt.
Er ist nicht so leicht zu lesen wie ein Roman mit einem aufgebauten Spannungsbogen. Das Ding ist Philosophie! Aber du kanst mir ja gerne beibringen, gegen was für rhetorische Regeln ich da verstoßen habe. Gegen "alle Regeln" sagt mir nicht viel...



Das kann ich dir leider nicht, Gysi. Selbst wenn mein Deutsch ausreichend gut wäre. Aber ich kann die Fehler erläutern..

Du reihst die Weisheiten aneinander, ohne dem Leser einen Spielraum für Assoziationen mit der eigenen Erfahrungswelt zu geben, das führt dazu, das der Informations-Inhalt des vorhergehenden "Satzes" vom darauffolgenden schon wieder überschrieben wird, bevor ersterer überhaupt im Kurzzeitgedächtnis angekommen ist. Gibt sicher einzelne die das meistern.. aber die breite Masse der "Doofen" die sich an deiner Philosophie etwas abschneiden sollen und natürlich auch dürfen, schaffen das in der Regel nicht.

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Gysi Offline

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29.08.2015 17:14
#9 @Perquestavolta :-))) Antworten

Zitat von Perquestavolta
Du reihst die Weisheiten aneinander, ohne dem Leser einen Spielraum für Assoziationen mit der eigenen Erfahrungswelt zu geben, das führt dazu, das der Informations-Inhalt des vorhergehenden "Satzes" vom darauffolgenden schon wieder überschrieben wird, bevor ersterer überhaupt im Kurzzeitgedächtnis angekommen ist.

Da hilft eines: LANGSAM lesen! Innehalten, nachdenken. Nach einem Artikel sich anderem zuwenden. Nur nicht dem nächsten Artikel! Manche Gedankengänge sind schwerer verdaubar als andere. Das mögen didaktisch Begabtere besser hinkriegen als ich.

Das sind alles einzelne Artikel, die ich nach der Themenzusammengehörigkeit zusammengelegt habe. Tipp: Jeden Artikel einzeln lesen. Vielleicht sollte ich anzeigen, welcher Artikel wichtig ist und welcher weniger. Aber ich will den Leser auch nicht wie einen dummen Schüler durchs Seminar gängeln. Aber irgendwo hast du schon recht: Philosophie wirkt für Laien oft abstoßend. Man muss sich als Autor um eine attraktive Schreibe schon anstrengen.

Ansonsten erzähle ich nicht gerne viel. Meine Kommunikationsidee ist nicht die ellenlange Predigt. Sondern der - DIALOG! Wer sich per Dialog EINBINDET, regt seine Gedanken an und hat mehr Spaß am Thema als einer, der sich die einseitige Predigt stumm über sich ergehen lässt. Per Zuhören, per Lesen - egal.

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Perquestavolta Offline



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29.08.2015 17:19
#10 RE: @Perquestavolta :-))) Antworten

Wenn wir etwas lesen, dann verarbeiten wir das Gelesene mit dem eigenen Kopfkino und nicht über die Vorstellungswelt des Schreibers. Deswegen muss man beim schreiben dieses jedem Menschen innewohnende Kopfkino anregen und am laufen halten. Durch Parablen (Gleichnisse), welche emotionale Assoziationen hervorrufen.
Z.B. durch Gegenüberstellungen der eigenen Sichtweise mit falschen Ansichten. Durch einbauen der Argumente in kleine aber lebhafte Hintergrundkulissen/Geschichten.

Da ja "Der selbstbestimmte Mensch" leute mit einer anderen Sicht der Dinge zum Überleg-mal anregen und nicht die überlegene Klugheit des Autors beweihräuchern soll - hoffe ich zumindest - muss man diese Leute, welche man zum Überlegen anregen will, in deren eigenen Bildersprache ansprechen.

Zwar läuft man dann immer noch Gefahr von Hardkoreideologen in nicht beabsichtigter Weise missverstanden zu werden. Aber man braucht sich dann selbst auch keine Schuldvorwürfe zu machen, weil man ja weis, dass man nie so verstanden wird, wie man es selber weis, sonder immer so, wie es die anderen nach ihrer Weltanschauung verarbeiten.

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Perquestavolta Offline



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29.08.2015 17:30
#11 RE: @Perquestavolta :-))) Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #142


Das sind alles einzelne Artikel, die ich nach der Themenzusammengehörigkeit zusammengelegt habe. Tipp: Jeden Artikel einzeln lesen. Vielleicht sollte ich anzeigen, welcher Artikel wichtig ist und welcher weniger. Aber ich will den Leser auch nicht wie einen dummen Schüler durchs Seminar gängeln.
Als dein Verleger würde ich genau das von dir verlangen.

Du musst das Seminar führen und du musst es so führen, dass deine Leser dich in ihre eigene Erfahrungswelt einbeziehen.
Bei so einem Umfangreichen und komplexen Thema, wie "Der selbstbestimmte Mensch" kannst du sie auch nicht einfach durch Seminar prügeln.


Zitat von Gysi im Beitrag #142

Ansonsten erzähle ich nicht gerne viel. Meine Kommunikationsidee ist nicht die ellenlange Predigt. Sondern der - DIALOG! Wer sich per Dialog EINBINDET, regt seine Gedanken an und hat mehr Spaß am Thema als einer, der sich die einseitige Predigt stumm über sich ergehen lässt. Per Zuhören, per Lesen - egal.


Das ist schon OK. Werd mir dein Buch schon "langsam" und mit viel Zeit noch lesen.

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Gysi Offline

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30.08.2015 09:48
#12  @Perquestavolta :-))) Antworten

Zitat von Perquestavolta
Als dein Verleger würde ich genau das von dir verlangen.

Du musst das Seminar führen und du musst es so führen, dass deine Leser dich in ihre eigene Erfahrungswelt einbeziehen.

Wie ich vorgehe und das Manuskript aufgebaut habe, steht in der Einleitung. Wenigstens die sollte man gelesen haben, bevor man losklotzt. Um einen Lektor brauche ich mich nicht zu kümmern. Einiges wäre bestimmt zu verbessern, auch was Klarkeit und Verständlichkeit betrifft. Aber man kann ja nachfragen, als Leser. Ich lege es doch ausdrücklich auf Dialog an! Den bietet doch das "Buch im Forumsformat". Nutzen wir die Chance dieser technologischen Revolution!

Zitat
Das ist schon OK. Werd mir dein Buch schon "langsam" und mit viel Zeit noch lesen.

Mach das. Kritisieren macht Spaß. Aber ich könnte mit Kritik mehr anfangen, wenn der Kritiker genauer wüsste, was er da kritisiert. Ein philosophischer Text ist nun mal kein Werbetext.

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Perquestavolta Offline



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07.09.2015 19:04
#13 RE: @Perquestavolta :-))) Antworten

Kritik:

Zitat:

Zitat
Alle Erscheinungsformen des zeit-raum-relevanten Seins sind determiniert. D.h., alles kann man begründen, alles ist ableitbar, die Determinanten haben Determinanten, und so ist jegliche Regung unserer Leben auf Kausallinien bis tief außerhalb unserer Subjektwahrnehmung zurückzuverfolgen.
Das bedeutet nichts anders, als dass wir nichts als hochkomplizierte Programme und Biomaschinen sind. Und dass unsere "Entscheidungsfreiheit" nur eine Subjektivwahrnehmung des engen Fensters des Bewusstseins ist.

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Perquestavolta Offline



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07.09.2015 20:58
#14 RE: @Perquestavolta :-))) Antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #13
Kritik:

Zitat: [quote]Alle Erscheinungsformen des zeit-raum-relevanten Seins sind determiniert. D.h., alles kann man begründen, alles ist ableitbar, die Determinanten haben Determinanten, und so ist jegliche Regung unserer Leben auf Kausallinien bis tief außerhalb unserer Subjektwahrnehmung zurückzuverfolgen.
Das bedeutet nichts anders, als dass wir nichts als hochkomplizierte Programme und Biomaschinen sind. Und dass unsere "Entscheidungsfreiheit" nur eine Subjektivwahrnehmung des engen Fensters des Bewusstseins ist.



Das ist einw schlichtweg falsche wie naive und daher ideologische Interpretation der Wirklichkeit.

Die Wirklichkeit ist eine vielschichtige Struktur von unendlich vielen Wechselwirkungen auf ebenso unendlich vielen Ebenen von räumlicher und zeitlicher Ausdehnung und daher ist nichts determiniert sondern alles ist von emergenter Natur.

Weil "Selbstorganisation" keine kausale Verkettung von Ursache und Wirkung ist und somit einem linearem Plan folgt, sondern der Tatsache zu Grunde liegt, dass in einem System von unendlich vielen Wechselwirkungen die Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann, dass es irgend eine Struktur gibt die aus diesen Wechselwirkungen nicht hervorgeht oder hervorgehen wird
Vergleichbar mit unendlich vielen gespielten Lottokombinationen, die mit jeder realen Lottokombination einmal oder mehrmals übereinstimmen. Das ist übrigens auch die Grundlage zum richtigen verstehen der Evolutionstheorie.

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Gysi Offline

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08.09.2015 09:43
#15  @Perquestavolta :-))) Antworten

Ich sage nichts, was dem widerspricht, was du da oben sagst. Ich rede von der Determination auch unserer Individuen. Dass jedes Sein, jede Erscheinung und jede Handlung im Außen begründet ist! Wenn das für dich "naiv" ist, musst du den freien Willen als absolut frei sehen. Und bitte begründen.

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Perquestavolta Offline



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08.09.2015 10:48
#16 RE: @Perquestavolta :-))) Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #15
Ich sage nichts, was dem widerspricht, was du da oben sagst. Ich rede von der Determination auch unserer Individuen. Dass jedes Sein, jede Erscheinung und jede Handlung im Außen begründet ist! Wenn das für dich "naiv" ist, musst du den freien Willen als absolut frei sehen und begründen.


Der Wille ist nicht dadurch frei oder nicht-frei, dass er bedingt oder nichtbedingt ist, sondern er ist deswegen nicht frei, weil er zeitlich wie räumlich mit vielen Wechselwirkungen gleichzeitig wechselwirkt, welche meist völlig zufällig in Erscheinung treten.

Das heißt dass der Wille ständig auf Unvorhersehbares und Vorhersehbares gleichzeitig reagieren muss und daher nicht frei sein kann. Kausalität ist also nichts weiter, als eine zeitlich und räumlich sehr begrenzte Ordnung der Wirklichkeit die nur von unserm Gehirn aus sehr wenigen Orientierungspunkten erstellt wird.

Wie sollte der Wille denn frei sein, wenn wir nicht allwissend sind, sondern die Wirklichkeit erst mit hypthetischen Modellen theorisieren müssen, um uns daran orientieren zu können.

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Gysi Offline

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08.09.2015 11:07
#17 @Perquestavolta :-))) Antworten

Zitat von Perquestavolta
Das heißt dass der Wille ständig auf Unvorhersehbares und Vorhersehbares gleichzeitig reagieren muss und daher nicht frei sein kann.

Der Wille ist nicht frei, sag ich doch! Deine Begründung ist allerdings etwas verquast.

Zitat
Der Wille ist nicht dadurch frei oder nicht-frei, dass er bedingt oder nichtbedingt ist, sondern er ist deswegen nicht frei, weil er zeitlich wie räumlich mit vielen Wechselwirkungen gleichzeitig wechselwirkt, welche meist völlig zufällig in Erscheinung treten.

Das stimmt natürlich nicht. In unserer Wahrnehmung scheint vieles "rein zufällig". Aber das liegt daran, dass wir all die Kausalitätslinien nicht kennen! Wie fühlen unseren Willen frei, wenn wir für unsere Bio-Einheit (Körper, Seele), die wir das Ich nennen, das Richtige tun. Dann fühlen wir uns wohl. Und nur dieses Wohlsein erzeugt das Bewusstsein von Freiheit.

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Perquestavolta Offline



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08.09.2015 12:04
#18 RE: @Perquestavolta :-))) Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #17

Zitat von Perquestavolta
Das heißt dass der Wille ständig auf Unvorhersehbares und Vorhersehbares gleichzeitig reagieren muss und daher nicht frei sein kann.
Der Wille ist nicht frei, sag ich doch! Deine Begründung ist allerdings etwas verquast.

Zitat
Der Wille ist nicht dadurch frei oder nicht-frei, dass er bedingt oder nichtbedingt ist, sondern er ist deswegen nicht frei, weil er zeitlich wie räumlich mit vielen Wechselwirkungen gleichzeitig wechselwirkt, welche meist völlig zufällig in Erscheinung treten.

Das stimmt natürlich nicht. In unserer Wahrnehmung scheint vieles "rein zufällig". Aber das liegt daran, dass wir all die Kausalitätslinien nicht kennen! Wie fühlen unseren Willen frei, wenn wir für unsere Bio-Einheit (Körper, Seele), die wir das Ich nennen, das Richtige tun. Dann fühlen wir uns wohl. Und nur dieses Wohlsein erzeugt das Bewusstsein von Freiheit.




du bestreitest also, dass die von dir sogenannten "die Kausalitätslinien" nicht auch untereinander in alle Richtungen und auf nur möglichen Berührungspunkten mit einander Wechselwirken und daher die Wirklichkeit Ständig neu strukturieren?

Du behauptest, dass alles von wohlgeordneten Linien Strukturiert ist und der Meter also ein natürliches Maß welcheses kausalen Ursachen zugrunde liegt. Du drehst das logische Prinzip um und behauptest, die Wirklichkeit entspricht den Modellen unseres Gehirns, was man aber nicht beweisen könne, da der freie Wille nur eine biologisch-seelisch Illusion sei.

Dann Frage ich dich jetzt mal, warum gerade Menschen sich besonders frei fühlen, die sich extremen Risiken aussetzen und die einzige erklärbare Ursache dafür, eine höchstmögliche Dosis Adrenalin ist.. Der frei Wille hat also nichts mit richtig und falsch zu tun, denn dafür müsste es ihn überhaupt erst geben und daher ist die Illusion davon selbst nur eine Illusion.

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Perquestavolta Offline



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08.09.2015 12:23
#19 RE: @Perquestavolta :-))) Antworten

Wille ist einfach nur Reaktion, und daher weder frei noch unfrei. Das lässt sich damit belegen, dass wir die Entscheidungen die wir treffen zuerst erlernen und einüben müssen. Sonst wäre unser Leben ziemlich kurz.

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Perquestavolta Offline



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08.09.2015 12:50
#20 RE: @Perquestavolta :-))) Antworten

Wenn man behauptet, dass alles determiniert ist dann muss es auch determiniert sein, dass man im falschen Augenblick am falschen Ort ist. Und wenn das determiniert ist, dann kann es dafür nur eine kausale Ursache geben, nämlich einen Plan der allen Wechselwirkungen zugrunde liegt. Und das ist einfach und schlichtweg Blödsinn.

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Gysi Offline

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08.09.2015 13:19
#21  @Perquestavolta :-))) Antworten

Zitat von Perquestavolta
Und wenn das determiniert ist, dann kann es dafür nur eine kausale Ursache geben, nämlich einen Plan der allen Wechselwirkungen zugrunde liegt.

Nö, muss nicht. Die Kausalität, die Determination, ist bedingt durch Zeit und Raum.

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Perquestavolta Offline



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08.09.2015 14:35
#22 RE: @Perquestavolta :-))) Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #21

Zitat von Perquestavolta
Und wenn das determiniert ist, dann kann es dafür nur eine kausale Ursache geben, nämlich einen Plan der allen Wechselwirkungen zugrunde liegt.
Nö, muss nicht. Die Kausalität, die Determination ist bedingt durch Zeit und Raum.



Kausalität ist nur ein Konstrukt unseres Gehirns und nicht bedingt durch Zeit und Raum. Im Gegenteil. Die Quantentheorie selbst liefert den Beweis dafür. Die Wirklichkeit ist nur eine Struktur die erst von unserem Gehirn danach in Ordnungen, Kategorien und Zusammenhänge gegliedert wird, ob sie für uns nützlich sind.

Wie also lässt sich die Behauptung aufstellen, das ALLES determiniert ist und wir eigentlich genau wissen, dass wir nicht alles sind?


Wie kannst du Giselbert Zalich behaupten, das alle relevanten Erscheinungsformen des Seins determiniert sind, wenn du nicht begründen kannst, warum auch alle "nichtrelevanten" Seinsformen davon ausgeschlossen (SEIN) "sind" und aber trotzdem mit allen relevanten Seinsformen wechselwirken??

Weil du der naiven und einfachen "Denke" und Selbsttäuschung folgst wie auch unterliegst, dass wenn man "hinterher" kausale Zusammenhänge als Kausallinien feststellen und rekonstruieren kann, dann muss es diese Kausallinien schon vorher gegeben haben und würde man alle Parameter dieser Kausallinen kennen, dann könnte man alle zukünftigen Ereignisse vorhersagen.

Das ist aber nichts weiter als Schwachsinn.. Da jedes nur erdenkliche Erreignis in beliebig vielen Strukturmustern schon vorliegt und daher auch nicht eintreten kann, wenn sich auch nur "ein einziger Parameter" verändert.

Kausalitätslinen sind also nur Ordnungsmuster unseres Gehirns, die dieses nachher erzeugt.

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Perquestavolta Offline



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08.09.2015 14:52
#23 RE: @Gysi Antworten

Nehmen wir dafür als Beispiel den "berühmten Bibelkode". Die prophetischen Muster im Text der Bibel, können quer, diagonal, horizontal, im Zickzack, vertikal, schräg, rückwerts, versetzt und in allen nur erdenklichen Formationen in Erscheinung treten.

Mann muss nur danach suchen.. Und verändert man dann die Gesamtstruktur des Textes mit zufällig eingefügten Leerzeichen, dann entstehen immer wieder neue Kombinationen, die aber erst unser Gehirn als prophetische Muster einordnet, weil es genau und nur nach diesen Strukturen gesucht hat.

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Gysi Offline

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08.09.2015 16:36
#24  @Perquestavolta :-))) Antworten

Zitat von Perquestavolta
Kausalität ist nur ein Konstrukt unseres Gehirns und nicht bedingt durch Zeit und Raum. Im Gegenteil. Die Quantentheorie selbst liefert den Beweis dafür. Die Wirklichkeit ist nur eine Struktur die erst von unserem Gehirn danach in Ordnungen, Kategorien und Zusammenhänge gegliedert wird, ob sie für uns nützlich sind.

Nee, stimmt nicht. Sie beweist, dass es da was anders gibt, aber über deine Denke sagt sie nichts. Das saugst du dir doch wieder zusammen. Die Quantentheorie diskreditiert nicht die Makrokosmos-Theorie. Auch die Quantentheorie ändert nichts an der Existenz von Zeit, Raum, Determinismus und Kausalität!

Zitat
und würde man alle Parameter dieser Kausallinen kennen, dann könnte man alle zukünftigen Ereignisse vorhersagen. Das ist aber nichts weiter als Schwachsinn..

Ja, das geht nicht. Weil wir nicht in Kenntnis dieser vielen, vielen, Trillionen (was weiß ich) Kausallinien sind. Sonst würde unser Leben aufhören, und wir in eine nächsthohere Dimension verschwinden.

Ich gehe davon aus, dass es Raum und Zeit objektiv gibt. Das bestimmt meine "Denke", denn was anderes kenne ich nicht, sie sind meine Heimat, daher komme ich, und ich kann diese Heimat (Raum und Zeit) nicht ignorieren. Ohne Raum und Zeit wüsste ich nichts Vernünftiges zu sagen, zu schreiben und zu leben.

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Perquestavolta Offline



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08.09.2015 20:46
#25 RE: @Perquestavolta :-))) Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #24

Zitat von Perquestavolta
Kausalität ist nur ein Konstrukt unseres Gehirns und nicht bedingt durch Zeit und Raum. Im Gegenteil. Die Quantentheorie selbst liefert den Beweis dafür. Die Wirklichkeit ist nur eine Struktur die erst von unserem Gehirn danach in Ordnungen, Kategorien und Zusammenhänge gegliedert wird, ob sie für uns nützlich sind.
Nee, stimmt nicht. Sie beweist, dass es da was anders gibt, aber über deine Denke sagt sie nichts. Das saugst du dir doch wieder zusammen. Die Quantentheorie diskreditiert nicht die Makrokosmos-Theorie. Auch die Quantentheorie ändert nichts an der Existenz von Zeit, Raum, Determinismus und Kausalität!

Zitat
und würde man alle Parameter dieser Kausallinen kennen, dann könnte man alle zukünftigen Ereignisse vorhersagen. Das ist aber nichts weiter als Schwachsinn..

Ja, das geht nicht. Weil wir nicht in Kenntnis dieser vielen, vielen, Trillionen (was weiß ich) Kausallinien sind. Sonst würde unser Leben aufhören, und wir in eine nächsthohere Dimension verschwinden.

Ich gehe davon aus, dass es Raum und Zeit objektiv gibt. Das bestimmt meine "Denke", denn was anderes kenne ich nicht, sie sind meine Heimat, daher komme ich, und ich kann diese Heimat (Raum und Zeit) nicht ignorieren. Ohne Raum und Zeit wüsste ich nichts Vernünftiges zu sagen, zu schreiben und zu leben.




Dann guckst du mal hier.. Du schienst gar nicht selbst zu verstehen wovon du redest. http://www.weltderphysik.de/gebiet/theor...ng/kausalitaet/

du behauptest: Alles ist "determiniert" und das widerspricht den grundlegenden Erkenntnissen der modernen Philosophie, der Physik und der Hirnforschung. http://www.weltderphysik.de/gebiet/theor...ng/kausalitaet/

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