Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!


Mach mit!


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 974 Antworten
und wurde 31.466 mal aufgerufen
 Andere Religionsgemeinschaften
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | ... 39
SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

25.10.2015 10:19
#151 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Gysi
Mit dem Satz beginnen viele deiner Gegenargumente. Sie beruhigen dich, die richtige Sicht zu haben, und die anderen eben nicht.

Dabei leitet diese Formulierung meinerseits gar kein Gegenargument ein. Es geht mir hier auch nicht darum in "richtig" oder "falsch" zu kategorisieren. Ich habe meine Meinung! Du hast eine andere Meinung! Das respektiere ich! Welche Aufgabe haben denn die Argumente des Atheismus? Sollen sie nicht etwa die Theisten davon überzeugen, dass sich nur durch den Atheismus der Erkenntnisweg beschreiten lässt? Jetzt habe ich wahrscheinlich schon wieder zu viele Fragen gestellt

Zitat von Gysi
In der Regel fügen sich verschiedene Sichtweisen zu einer komplexeren Sichtweise zusammen. Das geschieht mit unseren verschiedenen aber nicht, sie schließen sich aus. Das muss an den Sichtweisen liegen: Eine von denen ist - falsch.

Das ist auch meine Überzeugung! Und gerade deswegen ist meiner Meinung nach der Respekt gegenüber der jeweils gegensätzlichen (falschen) Ansicht eine Grundvorraussetzung für den Dialog. Die Frage, welche Überzeugung denn nun richtig oder falsch ist, haben sich Theisten und Atheisten schon vorher beantwortet. Sonst wären sie ja keine Theisten oder Atheisten. Daher macht es auch für keine der beiden Seiten Sinn hier irgendjemanden mit seinen Argumenten überzeugen zu wollen. Das wird den Atheisten ebensowenig gelingen, wie den Theisten.

Zitat von Gysi
Oder sie sind so beliebig, dass jeder von uns sich seine eigene Welt und Definition von Recht, Liebe und Wahrheit stricken kann. Dann ist es aber müßig, von Unrecht, Hass und Lüge zu reden.

In der Tat: Bis dato strickt sich letztlich jeder seine persönliche Definition von Recht, Liebe und Wahrheit selbst. Diese muss er dann allerdings in die Gesellschaft einbringen, wo sie sich mit den vielen anderen Definitionen reiben lassen muss; alle Ansichten werden somit geschliffen. An diesem Prozess kann der Dialog maßgeblichen Anteil besitzen, wenn man ihn denn lässt.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Athon Offline




Beiträge: 3.258

25.10.2015 16:43
#152 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #151
Daher macht es auch für keine der beiden Seiten Sinn hier irgendjemanden mit seinen Argumenten überzeugen zu wollen. Das wird den Atheisten ebensowenig gelingen, wie den Theisten.


Wobei die Theisten aber eindeutig im Vorteil wären: Wenn "Gott" existiert, ließe sich das grundsätzlich beweisen. Falls nicht, ist ein entsprechender Beweis unmöglich.

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

25.10.2015 17:30
#153 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #151
Dabei leitet diese Formulierung meinerseits gar kein Gegenargument ein. Es geht mir hier auch nicht darum in "richtig" oder "falsch" zu kategorisieren. Ich habe meine Meinung! Du hast eine andere Meinung! Das respektiere ich! Welche Aufgabe haben denn die Argumente des Atheismus? Sollen sie nicht etwa die Theisten davon überzeugen, dass sich nur durch den Atheismus der Erkenntnisweg beschreiten lässt?


Der Atheismus ist kein Erkenntnisweg, SnookerRI. Auch kein Einstieg in einen solchen. Der Atheismus ist keine Weltanschauung. Auch wenn das von gar nicht wenigen Atheisten immer wieder mal behauptet wird.

Dummheit ist eben kein Wahlfach, sondern Schicksal.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

25.10.2015 21:18
#154 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #151

Die Frage, welche Überzeugung denn nun richtig oder falsch ist, haben sich Theisten und Atheisten schon vorher beantwortet. Sonst wären sie ja keine Theisten oder Atheisten.
Nein!
Niemand kommt schon als Theist zur Welt. Die Frage was richtig und falsch ist, haben sich Theisten von daher auch nicht selbst beantwortet. Umgekehrt sind Atheisten genau genommen nichts anderes, als Naturalisten und was als Naturalismus zu verstehen ist, steht hier.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #151

Oder sie sind so beliebig, dass jeder von uns sich seine eigene Welt und Definition von Recht, Liebe und Wahrheit stricken kann.
Nein!

Alle Menschen sind Sozialwesen, weil sie nur in der Gruppe, im Rudel, in der Gemeinschaft mit anderen überleben können. Wir entscheiden und wählen immer zweckmäßig und nicht zu unserem Nachteil. Von daher sind wir auch intersubjektive Sozialwesen, deren Definition von Recht, Liebe und Wahrheit von den gesellschaftlichen Wertvorstellungen der Gruppe, des Rudels, der Gemeinschaft geprägt wird.

Richtig und Falsch in weltanschauliche Definitionen von Recht, Liebe und Wahrheit hinein zu projizieren, ist eine primitive, verblendete, ideologische Idiotie..da die betreffenden aus genannten Gründen, jene Gruppe, das Rudel, die Gemeinschaft mit der sie sich bezügliche Richtig und Falsch identifizieren, ohnehin immer als die bessere voraussetzen.
Nur .. dabei zu berücksichtigen, dass Atheisten, weder in einer Gruppe, Rudel, Gemeinschaft zusammen arbeiten, noch in weltanschaulichen Grundsätzen übereinstimmen.
Was du SnookerRI, auch schon hier in diesem Forum immer wieder feststellen hättest können.

Das einzige was Atheisten grundlegend gemeinsam haben, ist ihre Überzeugung, dass es keine übernatürlichen Wirkkräfte braucht, um die Welt aus sich selbst heraus zu verstehen...

Zitat von SnookerRI im Beitrag #151

Bis dato strickt sich letztlich jeder seine persönliche Definition von Recht, Liebe und Wahrheit selbst. [/Nein] Wie wir in unseren "Auseinandersetzungen" erfahren haben, sprichts immer nur du davon. Und auch du strickst dir diese Werturteile gegenüber nicht selber, sondern interpretierst alte Mythen, Legenden, und Sagen aus der Stein- und Bronzezeit dahingehend.. Wobei dir diesbezüglich auch noch die Führungselite der WTG vorschreibt, auf welche Bibelstellen du dich dafür beziehen musst.

[quote="SnookerRI"|p3196767]
Diese muss er dann allerdings in die Gesellschaft einbringen, wo sie sich mit den vielen anderen Definitionen reiben lassen muss; alle Ansichten werden somit geschliffen.


Was eben auch rechtens ist. Schließlich ist der freie Wille sich nicht nur selbst und Gott verantwortlich, sondern auch all jenen, mit denen man über die eigenen Gruppe, dass eigene Rudel, die eigene Gemeinschaft hinaus, sonst noch zusammenlebt..

Warum wohl sonst erhofft ihr ZJ euch im "Glauben", dass alle minderwertigen, weil fehlerbehafteten Menschen, von Gott vernichtet werden sollen?!

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

26.10.2015 07:56
#155 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Athon
Wobei die Theisten aber eindeutig im Vorteil wären: Wenn "Gott" existiert, ließe sich das grundsätzlich beweisen. Falls nicht, ist ein entsprechender Beweis unmöglich.

Natürlich lässt sich Gott grundsätzlich beweisen. Du meinst wahrscheinlich das naturwissenschaftliche Beweis-Schema. Nach diesem ist Gott eindeutig nicht beweisbar, da er mit den momentan vorhandenen und gebräuchlichen Möglichkeiten sowohl technisch als auch intellektuell weder messbar noch wahrnehmbar ist. Auch gibt es noch keinen Versuchsaufbau, in welchem sich Gott empirisch nachweisen ließe. Man könnte jetzt eine lange Liste von Gesetzmäßigkeiten aufsetzen, die nach heutigem Stand naturwissenschaftlicher Forschung als "bewiesen" gelten, über die man noch vor 300 Jahren gar keine Aussage machen konnte, obwohl sie schon in der später nachgewiesenen Form existierten.

Im Rechtswesen werden neben den naturwissenschaftlichen Beweisen auch noch andere Schemata verwendet.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

26.10.2015 08:06
#156 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

@Perquestavolta

Vielen Dank für deine beiden gestrigen Beiträge. War wieder sehr amüsant. Hast da zwar wieder ein bisschen was durcheinandergebracht, aber das kann ja schon mal passieren, wenn man so in Rage ist

Ansonsten kenne ich ja deine Meinung, und bin mir darüber im Klaren, dass du mich für dumm und zurückgeblieben hälst. Das brauchst du, damit du dich mir gegenüber "überlegen" fühlen kannst. Es sei dir gegönnt!

Zitat von Perquestavolta
Nein!
Niemand kommt schon als Theist zur Welt.

Hat das irgendjemand behauptet? Nö... aber egal.. Hauptsache mal dagegen keifen, nicht wahr Perquestavolta?

Zitat
Umgekehrt sind Atheisten genau genommen nichts anderes, als Naturalisten und was als Naturalismus zu verstehen ist, steht hier.

Demnach wäre ich ja auch ein Naturalist und vllt. sogar Atheist

Wie gesagt ... Alles sehr amüsant!


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Athon Offline




Beiträge: 3.258

26.10.2015 09:04
#157 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #150
Wenn das für dich das Ergebnis der Diskussion ist, hat sie ja ihren Zweck erfüllt. Ich kann damit leben, dass du und die Atheisten generell zu anderen Ergebnissen kommen als Theisten oder ich selbst.


Ich darf daraus schließen, dass Du Adam und Eva für seinerzeit real existent hälst (weil ich es nicht tue)?

Zitat
Nach dem Ergebnis zu urteilen, welches du aus dieser Diskussion ziehst, dürften deiner Meinung nach keine biblischen Geschichten wahr sein. Deine Frage würde ich daher folgendermaßen beantworten: Jeder stellt für sich persönlich fest, was Mythos ist und was nicht. Denn jeder hat das Recht aufgrund seiner Nachforschungen und Schlussfolgerungen zu einem für sich gültigen Resultat zu kommen. Daraus folgt allerdings, dass es bis auf weiteres immer Meinungen geben wird, die sich einander widersprechen. Für die einen ist das ein Problem in Diskussionen, für andere nicht.


Das biblische Geschichten in Gänze unwahr sind, kann ich mangels Möglichkeiten realer Nachprüfung niemals behaupten. Gegenteiliges aber ebenfalls nicht. Insofern gebe ich Dir Recht, dass jeder für sich aufgrund eigener Überlegungen zu (s)einem Resultat kommt. Das ändert aber nichts daran, dass prinzipiell nur ein Ergebnis dieser Überlegungen der Realität entsprechen kann. Das sich daraus immer wieder konträre Diskussionen aufbauen, liegt in der Natur der Sache.

Zitat
Dem Wort für "Gehilfin" liegt ein anderes hebräisches Wort zugrunde, als das für "Männin" oder "Frau".


Und was soll mir das jetzt sagen? Eva war lt. Lutherbibel 1.Mo 2:18 die "Gehilfin" Adams. Muss ich jetzt nachforschen, ob dies korrekt übersetzt wurde?

Zitat
Keine Konsequenzen ohne Gebote. Die Gebote und Richtlinien haben doch ohnehin nur für diejenigen Bedeutung, die ihr Leben nach diesen Geboten ausrichten wollen, und die den Nutzen davon begreifen. Und damit wären wir wieder bei der Willensentscheidung, ob die "sich Liebenden" nach Gottes Geboten leben möchten oder nicht.


Nun, sie wollen ja. Aber Papa gibt halt nicht seinen Segen und nimmt nur die Kohle. Ich frage nochmals: Was tun die Liebenden?

Zitat
Vielleicht sollten sie an ihrer Liebe zueinander arbeiten? Dass die Liebe kein Selbstläufer ist und sich nicht auf die körperliche Anziehung reduzieren lässt, sollte ja grundsätzlicher Konsens sein. Soll ich aus deinen Äußerungen jetzt schlussfolgern, dass Scheidung der einzige Weg ist, um dieser Misere um eine erloschene Liebe zu entfliehen? Ich traue den Menschen, die sich lieben, weit mehr zu! Ist es verwerflich, für innerehelichen Sex Liebe vorrauszusetzen? Es ist auch an gegenseitig empfundener körperlichen Anziehung nichts Verwerfliches zu finden - im Gegenteil! Das gehört zur Liebe dazu. Gerade deswegen stehe ich der Meinung, die Liebe ließe sich darauf reduzieren, kritisch gegenüber.


Du redest um den heißen Brei herum und setzt voraus, dass eine erloschene Liebe durch den Wllen der Akteure wieder entflammen kann. Natürlich kann sie das. Du propagierst in Deinen Antworten zu diesem Thema ständig diesen wünschenswerten Idealzustand, den ich aber in meiner Frage grundsätzlich ausgeschlossen sehen wollte. Auch ich würde bei einer auf reine Körperlichkeit basierenden Beziehung nicht mehr von "Liebe" sprechen wollen. Dies ist ja auch nicht der Punkt. Ich möchte einfach nur wissen, ob es mit den Grundsätzen der ZJ vereinbar ist, ohne "Liebe" innerhalb einer Ehe eine sexuelle Beziehung zu pflegen, wenn beide Partner damit einverstanden sind. Eine Scheidung wäre jedenfalls so gut wie ausgeschlossen, da der Ehemann schließlich keine "Hurerei" mit einer anderen Frau begeht.

Zitat
Für mich gliedert sich der Begriff Liebe in vier Bedeutungen auf, die sich auf das griechische Verständnis des Begriffes zurückführen lassen ...agape (grundsatztreue Liebe), storge (Liebe in der Familie) philia (Liebe unter Freunden) und eros (sexuelle Liebe zwischen Frau und Mann innerhalb einer Ehe)


Da haben wir es wieder einmal: Du vermengst begriffliche Definitionen mit Deinem Glaubensverständnis. Die antike Verwendung des Begriffs Éros bezeichnet einfach ausgedrückt die sexuelle Liebe zwischen zwei Menschen. Wo ist in dieser Definition, die Du verwendet hast, davon die Rede, dass diese Menschen Mann und Frau und miteinander verheiratet sein müssen?

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Athon Offline




Beiträge: 3.258

26.10.2015 09:13
#158 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #155
Natürlich lässt sich Gott grundsätzlich beweisen. Du meinst wahrscheinlich das naturwissenschaftliche Beweis-Schema. Nach diesem ist Gott eindeutig nicht beweisbar, da er mit den momentan vorhandenen und gebräuchlichen Möglichkeiten sowohl technisch als auch intellektuell weder messbar noch wahrnehmbar ist. Auch gibt es noch keinen Versuchsaufbau, in welchem sich Gott empirisch nachweisen ließe. Man könnte jetzt eine lange Liste von Gesetzmäßigkeiten aufsetzen, die nach heutigem Stand naturwissenschaftlicher Forschung als "bewiesen" gelten, über die man noch vor 300 Jahren gar keine Aussage machen konnte, obwohl sie schon in der später nachgewiesenen Form existierten.

Im Rechtswesen werden neben den naturwissenschaftlichen Beweisen auch noch andere Schemata verwendet.


Du begibst Dich offenbar auf die gleiche Schiene wie seinerzeit "gapping" zur Frage der Beweisbarkeit "Gottes". Ich betone nunmehr nochmals, dass es allein schon aus Gründen der Logik grundsätzlich nicht möglich ist, die Nicht-Existenz von etwas nicht Existierendem zu beweisen. Und deshalb sind Atheisten immer im "Nachteil", wenn es dabei um "Gott" geht. Ich bin auch davon überzeugt, dass es kein grünes Spaghetti-Monster gibt. Nur beweisen kann ich das nicht. Logisch?

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Athon Offline




Beiträge: 3.258

26.10.2015 10:15
#159 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #147
Wir hatten doch schon besprochen, dass wir über den Tod und seine Ursachen unterschiedlicher Meinung sind. Dabei ist der Tod, den wir bis dato alle früher und oder später erleiden müssen, für mich ebenfalls eine bisweilen "unabwendbare Konsequenz". Grundlage ist dafür einmal mehr die Bibel:

Römer 5:1212  Darum, so wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten


Dann würden also alle Menschen ohne damaligen Sündenfall im Paradies leben, ohne zu sterben? Dann würde sich auch (rein hypothetisch) in 5 Milliarden Jahren unsere Sonne nicht aufblähen und die Erde mit ihren dann vielleicht 20 Trillionen(!) Menschen nicht vernichten, weil es nicht notwendig wäre? Ich lass' das mal so stehen...

Wenn ich Deine Antwort richtig interpretiere, müssen wir alle sterben (...verdienen den Tod), weil seinerzeit vom Baum der Erkenntnis genascht wurde. Unter dieser Voraussetzung sind Deine Erklärungen aus Römer 1:28-32 in #133 wohl nur noch als informativ und nicht als eigentliche Ursache für einen verdienten Tod anzusehen. Ich kann auch nachvollziehen, was Du mit Deiner Stellungnahme ausdrücken willst. Ich vermag allerdings nicht zu erkennen, warum der Tod als solcher sozusagen als Strafe für den Sündenfall anzusehen ist. Kein Verstorbener wäre doch in der Lage, seinen Zustand zu erkennen und entsprechend zu empfinden. Zur Strafe würde der Tod doch erst dann, wenn derjenige im Höllenfeuer schmoren müsste. Und genau das hat der WT-Artikel nicht angeführt und sich auf den Tod an sich beschränkt, ohne auf die Alternative einer "Auferstehung" hinzuweisen.

Bezeichnend für Deine Art der Diskussionsführung ist aber, dass Du diese glaubensbezogenen Erklärungen erst dann "herausgerückt" hast, als ich Dir den Ursprung des Zitates aus #60 mitteilte. Bis dahin warst Du offenbar ebenso von der Formulierung "verdient den Tod" irritiert wie ich und hast ohne Kenntnis von Hintergründen und Zusammenhängen eine konkrete Stellungnahme dazu nicht abgeben wollen. Aber, jetzt ist ja wieder alles im Lot, nicht wahr...?

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

26.10.2015 18:43
#160 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #155
Natürlich lässt sich Gott grundsätzlich beweisen. Du meinst wahrscheinlich das naturwissenschaftliche Beweis-Schema. Nach diesem ist Gott eindeutig nicht beweisbar, da er mit den momentan vorhandenen und gebräuchlichen Möglichkeiten sowohl technisch als auch intellektuell weder messbar noch wahrnehmbar ist. .


Wie sehen denn die Gottesbeweise ausserhalb des naturwissenschaftlichen Beweisschemas aus? Sind das nicht eher Beweise für den Gottglauben als Beweise für einen Gott?

Ich befürchte allerdings, als Antwort werde ich wieder nur die Aussage erhalten, dass die Atheisten die Beweise sowieso nicht akzeptieren werden und Du deshalb die Beweise nicht nennen willst.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

27.10.2015 07:45
#161 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Blackysmart
Wie sehen denn die Gottesbeweise ausserhalb des naturwissenschaftlichen Beweisschemas aus? Sind das nicht eher Beweise für den Gottglauben als Beweise für einen Gott?

Ich befürchte allerdings, als Antwort werde ich wieder nur die Aussage erhalten, dass die Atheisten die Beweise sowieso nicht akzeptieren werden und Du deshalb die Beweise nicht nennen willst.

Wäre das abwegig? Es gibt keinen Beweis für einen Gott, den Atheisten anerkennen könnten. Das wäre schlicht unlogisch. Da gehe ich mit dir jede Wette ein und gehe sofort "All in"

Im Übrigen bin ich mir sehr sicher, dass du die Beweisverfahren aus der Logik rund um Abduktion, Deduktion, und Induktion sehr genau kennst. Du wirst mir - wie die vielen Atheisten vor dir - breit und ausführlich klar machen wollen, dass diese Beweisverfahren nicht auf die Überprüfung der Hypothese "Gott" angewendet werden können.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

27.10.2015 08:05
#162 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Athon
Dann würden also alle Menschen ohne damaligen Sündenfall im Paradies leben, ohne zu sterben? Dann würde sich auch (rein hypothetisch) in 5 Milliarden Jahren unsere Sonne nicht aufblähen und die Erde mit ihren dann vielleicht 20 Trillionen(!) Menschen nicht vernichten, weil es nicht notwendig wäre? Ich lass' das mal so stehen...

Klar, du musst dir auch keine Gedanken darüber machen. So lange willst du ja ohnehin nicht leben.

Zitat von Athon
Wenn ich Deine Antwort richtig interpretiere, müssen wir alle sterben (...verdienen den Tod), weil seinerzeit vom Baum der Erkenntnis genascht wurde. Unter dieser Voraussetzung sind Deine Erklärungen aus Römer 1:28-32 in #133 wohl nur noch als informativ und nicht als eigentliche Ursache für einen verdienten Tod anzusehen.

Wie kommst du zu diesem Schluss? Was bedeutet für dich das "Naschen vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse"?

Zitat von Athon
Ich vermag allerdings nicht zu erkennen, warum der Tod als solcher sozusagen als Strafe für den Sündenfall anzusehen ist. Kein Verstorbener wäre doch in der Lage, seinen Zustand zu erkennen und entsprechend zu empfinden. Zur Strafe würde der Tod doch erst dann, wenn derjenige im Höllenfeuer schmoren müsste. Und genau das hat der WT-Artikel nicht angeführt und sich auf den Tod an sich beschränkt, ohne auf die Alternative einer "Auferstehung" hinzuweisen.

Wenn jemand im Höllenfeuer schmort, ist man ja nicht tot. Wer tot ist, empfindet nichts mehr. Auch keinen Schmerz. Die Ursprünge der Höllenlehre haben mit den Aussagen der Bibel über den Tod als Strafe ja nichts zu tun. Tod bedeutet einfach: "nicht mehr zu leben" und nicht: "ewig in einem Höllenfeuer schmoren und schreien"

Zitat von Athon
Bezeichnend für Deine Art der Diskussionsführung ist aber, dass Du diese glaubensbezogenen Erklärungen erst dann "herausgerückt" hast, als ich Dir den Ursprung des Zitates aus #60 mitteilte. Bis dahin warst Du offenbar ebenso von der Formulierung "verdient den Tod" irritiert wie ich und hast ohne Kenntnis von Hintergründen und Zusammenhängen eine konkrete Stellungnahme dazu nicht abgeben wollen. Aber, jetzt ist ja wieder alles im Lot, nicht wahr...?

Ich versuche lediglich, mit deinen Schlussfolgerungen zu arbeiten. Die Thematik an sich bietet schon genug Stoff für Verwirrung, wenn unterschiedliche Meinungen aufeinandertreffen. Ohne eine Kenntnis der Hintergründe und Zusammenhänge eines Zitates, sind Verwirrung und Missverständnisse unvermeidbar.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

27.10.2015 08:13
#163 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Athon
Du begibst Dich offenbar auf die gleiche Schiene wie seinerzeit "gapping" zur Frage der Beweisbarkeit "Gottes". Ich betone nunmehr nochmals, dass es allein schon aus Gründen der Logik grundsätzlich nicht möglich ist, die Nicht-Existenz von etwas nicht Existierendem zu beweisen. Und deshalb sind Atheisten immer im "Nachteil", wenn es dabei um "Gott" geht. Ich bin auch davon überzeugt, dass es kein grünes Spaghetti-Monster gibt. Nur beweisen kann ich das nicht. Logisch?

Klar, das habe ich doch auch gar nicht in Abrede gestellt. Logisch ist allemal, zumal man als Atheist ja vorraussetzt, dass etwas nicht existent ist, solange es nicht durch die für gültig erklärten Beweisverfahren "nachgewiesen" ist. So schlägt der "Nachteil" wiederum zu einem "Vorteil" aus.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Athon Offline




Beiträge: 3.258

27.10.2015 08:40
#164 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #163
Logisch ist allemal, zumal man als Atheist ja vorraussetzt, dass etwas nicht existent ist, solange es nicht durch die für gültig erklärten Beweisverfahren "nachgewiesen" ist.


Du unterliegst dem gleichen Trugschluss wie seinerzeit "gapping". Wenn eine Existenz nachgewiesen wird, beginnt diese nicht erst mit dem Nachweis, sondern bestand schon zuvor. Sonst wäre ja ein Nachweis nicht möglich. Und das hat mit Theismus oder Atheismus nicht das Geringste zu tun. Es ist auch noch nicht nachgewiesen, dass außerhalb unseres Planeten Leben existiert. Würdest Du deshalb außerirdisches Leben als unmöglich ansehen? (Wir kommen wieder einmal vom Thema ab...)

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Athon Offline




Beiträge: 3.258

27.10.2015 10:00
#165 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #162
Klar, du musst dir auch keine Gedanken darüber machen. So lange willst du ja ohnehin nicht leben.


Tolle Antwort, Snooker. Du willst doch wohl die hinter dem von mir geschilderten Szenario stehenden Probleme nicht "tot"schweigen...?

Zitat
Wie kommst du zu diesem Schluss? Was bedeutet für dich das "Naschen vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse"?


Für mich als Atheisten kann der "Sündenfall" keine Bedeutung haben, weil ich ihn als Mythos ansehe. Als Christ müsste ich ihn als den Zeitpunkt bezeichnen, an dem der Tod in die Welt kam (Röm. 5,12...). Insofern ist der "Sündenfall" als grundsätzliche Ursache für den Tod bereits ausreichend. Deshalb habe ich Deine zusätzlichen Erklärungen in #133 (Unrecht, Schlechtigkeit, Habgier, Bosheit, Neid, Mord, Streit, Betrug und Hinterlist usw.) als lediglich "informativ" bezeichnet.

Zitat
Wenn jemand im Höllenfeuer schmort, ist man ja nicht tot. Wer tot ist, empfindet nichts mehr. Auch keinen Schmerz. Die Ursprünge der Höllenlehre haben mit den Aussagen der Bibel über den Tod als Strafe ja nichts zu tun. Tod bedeutet einfach: "nicht mehr zu leben" und nicht: "ewig in einem Höllenfeuer schmoren und schreien"


Nun, gut. Dann sind wir uns also einig, dass der Tod zunächst einmal für alle die "Endstation" auf dem Lebensgleis darstellt und (glücklicherweise) nichts mehr empfunden werden kann. Biblisch gesprochen: Die Folge der Sünde ist Tod (Röm 6,23)..., Böse erleiden die ewige Strafe (Matthäus 25,46)... Die Strafe ist der Tod. Zumindest habe ich jetzt berechtigte Aussichten, nicht doch noch in der Hölle zu landen...

Zitat
Ich versuche lediglich, mit deinen Schlussfolgerungen zu arbeiten... Ohne eine Kenntnis der Hintergründe und Zusammenhänge eines Zitates, sind Verwirrung und Missverständnisse unvermeidbar.


Deine diesbezüglichen Bemühungen auf meinen Beitrag #22 begannen so:

Zitat von Snooker #49
Seit wann bin ich verpflichtet zu allem meinen Senf abzugeben? Ich fordere das auch nicht von dir, wenn du mal nicht auf jedes meiner Argumente eingehst. Auch nicht von Gysi, Reklov oder Blackysmart. Das hat auch etwas mit Respekt im Dialog zu tun.
Die Aussage als solches bietet natürlich ohne den entsprechenden Zusammenhang eine Vielzahl von möglichen Spekulationen. Aus welchem Jahr stammt denn die Publikation, aus der du hier zitierst ... damit ich das mal nachvollziehen kann... Alles vor 1990 ist für mich historisch


und

Zitat von Snooker #53
Um eine fundierte begründung liefern zu können, bedarf es ltztlich aller verfügbaren Informationen zu einer Aussage.


Da bin ich jetzt aber richtig beruhigt, Dir die erforderlichen Informationen zur Verfügung gestellt zu haben. Und Du sicherlich auch...

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

27.10.2015 18:12
#166 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #161


Im Übrigen bin ich mir sehr sicher, dass du die Beweisverfahren aus der Logik rund um Abduktion, Deduktion, und Induktion sehr genau kennst. Du wirst mir - wie die vielen Atheisten vor dir - breit und ausführlich klar machen wollen, dass diese Beweisverfahren nicht auf die Überprüfung der Hypothese "Gott" angewendet werden können.


Diese Beweisverfahren beziehen immer nur auf hypothetische und von daher hoch-spekulative Modelle. Hypothetische Modelle sind im Gegensatz zu theoretischen Modellen "praktisch" nicht belegbar und von daher auch nicht widerlegbar.

Behauptungen die nicht beweisen werden können, bedürfen keines Gegenbeweises. Weil man damit auch Menschen beliebig für etwas "beschuldigen" könnte, die dann den Gegenbeweis für ihre Unschuld erbringen müssen, obwohl es gar kein Beweise für die Rechtmäigkeit der Anschuldigung gibt.

Auf Grund dass es Spaghetti gibt, darauf zu schließen, dass es auch ein Spaghettimonster" geben muss und dann solange danach zu suchen, bis entsprechende "Indizien" (Induktionen) gefunden werden, hat mit der Realität nichts zu tun.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

27.10.2015 18:54
#167 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #161
Es gibt keinen Beweis für einen Gott, den Atheisten anerkennen könnten. Das wäre schlicht unlogisch. Da gehe ich mit dir jede Wette ein und gehe sofort "All in"
Im Übrigen bin ich mir sehr sicher, dass du die Beweisverfahren aus der Logik rund um Abduktion, Deduktion, und Induktion sehr genau kennst. Du wirst mir - wie die vielen Atheisten vor dir - breit und ausführlich klar machen wollen, dass diese Beweisverfahren nicht auf die Überprüfung der Hypothese "Gott" angewendet werden können.


Wenn ich fest an etwas glaube, muss ich auf Nachfrage auch die Gründe nennen können. Da Du Deine angeblichen Beweise jedoch selbst als "unlogisch" deklarierst, kannst Du keine Beweise liefern. Du kannst sie gerne Deine Glaubensgründe nennen, aber bitte nicht Beweise. Beweise die nichts wirklich beweisen können, sind eben keine Beweise. Bei Gläubigen verschwimmen oft bei Begriffen, die sie im Alltag ganz selbstverständlich genau so wie Nichtgläubige gebrauchen, in Kombination mit ihrem Glauben die eigentlichen Bedeutungen.
Da wird aus Glauben plötzlich Wissen über die Existenz Gottes. Aus Vermutungen werden Beweise, aus angeblichen Wundern werden Tatsachen.

------------------------------------------------------------------------------------------------
KarlHeinz Deschner:
"Wer nicht denken kann, glaubt. Wer Angst vor dem Denken hat, glaubt.
Wer glaubt, denken zu können, glaubt. Und das glauben fast alle."

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

27.10.2015 20:32
#168 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Blackysmart im Beitrag #167


Beweise die nichts wirklich beweisen können, sind eben keine Beweise. Bei Gläubigen verschwimmen oft bei Begriffen, die sie im Alltag ganz selbstverständlich genau so wie Nichtgläubige gebrauchen, in Kombination mit ihrem Glauben die eigentlichen Bedeutungen.
Da wird aus Glauben plötzlich Wissen über die Existenz Gottes. Aus Vermutungen werden Beweise, aus angeblichen Wundern werden Tatsachen.




Beiden ZJ geht das anders. Wir "atheistischen Weltmenschen" stehen bei ihnen in der Hierarchieliste menschlicher und rechtlicher Kompetenzen ganz unten, vor dem "Tore" ihrer uneinnehmbaren Burg zur "heiligen Ignoranz" und von daher haben unsere "Beweiskräftigen Argumente" gegenüber den Zeugen Jehovas überhaupt keine "Autoritätsgültigkeit".
Sie halten sich auf Grund entsprechender Bibelauslegungen, für das (neue) "Auserwählte Volk Gottes". Von dieser "Warte" des "Wachturms" aus gesehen, sind wir (nur) "Feinde" Gottes.
Alle negativen Aussagen von Aussteigern und Ausgeschiedenen über und zu den Zeugen Jehovas, kommen nach ihrer Vorstellung direkt von Satan.

Von daher nochmal:

SnookerRI will gar keinen (wirklichen) Dialog mit uns Atheisten. ER sucht nach den Schwächen und Unsicherheiten unserer Argumente, die er für seinen missionarischen Predigerdienste nutzen will, welchen er mehrere Stunden wöchentlich als Zeuge Jehova nachgehen muss/will...

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

27.10.2015 21:24
#169 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Athon
Ich darf daraus schließen, dass Du Adam und Eva für seinerzeit real existent hälst (weil ich es nicht tue)?

Oha, Athon - das ist ja schon eines Kabaretts würdig! Du "darfst" aus meinen Antworten schließen, was du willst. Ich halte Adam und Eva als real existente geschichtliche Personen, weil die Bibel darüber berichtet und ich mich jeden Tag vom Wahrheitsgehalt der Bibel überzeugen kann. Selbstverständlich klingt das für dich lächerlich und armseelig. Aber das liegt nun mal in der Natur der Sache. Außerdem bist du auch nicht nur deswegen Atheist, weil ich Theist bin.

Zitat von Athon
Das biblische Geschichten in Gänze unwahr sind, kann ich mangels Möglichkeiten realer Nachprüfung niemals behaupten. Gegenteiliges aber ebenfalls nicht. Insofern gebe ich Dir Recht, dass jeder für sich aufgrund eigener Überlegungen zu (s)einem Resultat kommt. Das ändert aber nichts daran, dass prinzipiell nur ein Ergebnis dieser Überlegungen der Realität entsprechen kann. Das sich daraus immer wieder konträre Diskussionen aufbauen, liegt in der Natur der Sache.

Exakt!

Zitat von Athon
Und was soll mir das jetzt sagen? Eva war lt. Lutherbibel 1.Mo 2:18 die "Gehilfin" Adams. Muss ich jetzt nachforschen, ob dies korrekt übersetzt wurde?

Nein, das soll dir einfach nur sagen, dass hier zwei unterschiedliche Worte für "Gehilfin" und "Frau" verwendet wurden. Mehr nicht!

Zitat von Athon
Ich frage nochmals: Was tun die Liebenden?

Ich erwähne es nochmal: Wenn ihnen die Gebote Gottes etwas bedeuten werden sich "die Liebenden" daran orientieren, falls ihnen die Gebote Gottes nichts bedeuten, werden sie es lassen.

Zitat von Athon
Ich möchte einfach nur wissen, ob es mit den Grundsätzen der ZJ vereinbar ist, ohne "Liebe" innerhalb einer Ehe eine sexuelle Beziehung zu pflegen, wenn beide Partner damit einverstanden sind.

Das nimmt ja jetzt immer bizarrere Formen an. Mit der Ausgangsfrage hat das mittlerweile wohl nichts mehr zu tun. Einer der Grundsätze der Bibel auf die sich die ZJ berufen ist die Liebe. Wenn dieser Grundsatz beachtet wird, wird sich diese Situation - wie du sie beschreibst - nicht ergeben. Wenn die Liebe in der Ehe fehlen sollte, und beide mit Sex einverstanden sind - dann ist das wohl ihre persönliche Entscheidung! Sicherlich wirst du diese Antwort ebenso bewerten; wie meine übrigen Antworten als zu "schwammig" und "um den heißen Brei herumredend." Das bringt mich dann gleich zum nächsten Punkt:

Zitat von Athon
Du redest um den heißen Brei herum

So und ähnlich bezeichnest du mittlerweile viele - wenn nicht alle meiner Antworten. Du wirst dich damit abfinden müssen, dass ich niemandem nach dem Mund rede, nur um solche Wertungen zu vermeiden. Niemand zwingt dich dazu, mit mir zu diskutieren. Wenn dir meine Diskussionsführung nicht gefällt, dann lass es doch einfach! Setz dich doch selbst nicht so unter Druck. Ich erwarte schließlich auch nicht von dir, dass du meine Argumente toll und schlüssig findest. Kannst du auch gar nicht. Stichwort: "Gedankenkäfig"


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

27.10.2015 21:33
#170 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Athon
Wenn eine Existenz nachgewiesen wird, beginnt diese nicht erst mit dem Nachweis, sondern bestand schon zuvor. Sonst wäre ja ein Nachweis nicht möglich.

Das ist ebenso meine Meinung.

Zitat von Athon
Es ist auch noch nicht nachgewiesen, dass außerhalb unseres Planeten Leben existiert. Würdest Du deshalb außerirdisches Leben als unmöglich ansehen?

Ich nehme sogar das genaue Gegenteil an. Deswegen kann ich auch nicht nachvollziehen, warum der Trugschluss bei mir liegen sollte.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

27.10.2015 21:58
#171 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Athon
Tolle Antwort, Snooker. Du willst doch wohl die hinter dem von mir geschilderten Szenario stehenden Probleme nicht "tot"schweigen...?

Du bist mit meinen Antworten doch eh nicht zufrieden... Da schweige ich lieber, zumal es sich ja um deine geschilderten Szenarien handelt - vor allem was die Zahlen betrifft. Was willst du? Sollen wir uns jetzt wilden Spekulationen hingeben?

Zitat von Athon
Als Christ müsste ich ihn als den Zeitpunkt bezeichnen, an dem der Tod in die Welt kam (Röm. 5,12...). Insofern ist der "Sündenfall" als grundsätzliche Ursache für den Tod bereits ausreichend. Deshalb habe ich Deine zusätzlichen Erklärungen in #133 (Unrecht, Schlechtigkeit, Habgier, Bosheit, Neid, Mord, Streit, Betrug und Hinterlist usw.) als lediglich "informativ" bezeichnet.

Sind das für dich relevante "Informationen"? Ich bringe es mal auf eine Formel: Der "Sündenfall" ist die Ursache, die in #133 erwähnten Neigungen beschreiben die Symptome.
Aber klar: Für dich als Atheist hat das alles keine Bedeutung!

Zitat von Athon
Zumindest habe ich jetzt berechtigte Aussichten, nicht doch noch in der Hölle zu landen...


Als ob das wichtig für dich wäre. Und hey: Wenn die Islamisten recht haben, kommen wir doch eh alle in die Hölle. Also ich freu mich dann auf Iron Maiden,... die sind dann nämlich auch da!


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

27.10.2015 22:19
#172 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Blackysmart
Wenn ich fest an etwas glaube, muss ich auf Nachfrage auch die Gründe nennen können.

Das mache ich ja, und das gestehst du mir auch zu. Ich erwarte aber keinesfalls, dass du meine Gründe als logisch und vernünftig betrachtest. Das wirst du nicht können, solange du Theisten in einem "Gedankenkäfig" siehst, und ihnen damit die Gleichwertigkeit gegenüber Atheisten auf argumentativer Ebene absprichst. Aber darum geht es dir ja auch gar nicht.

Zitat von Blackysmart
Da Du Deine angeblichen Beweise jedoch selbst als "unlogisch" deklarierst, kannst Du keine Beweise liefern.

Woraus schließt du das? Ich akzeptiere, dass Atheisten über Gottesbeweiese eine bstimmte, feste, unerschütterliche Überzeugung haben. Wie ich schon sagte: Jeder Gottesbeweis muss für einen Atheisten zwingend unlogisch sein.

Zitat von Blackysmart
Du kannst sie gerne Deine Glaubensgründe nennen, aber bitte nicht Beweise. Beweise die nichts wirklich beweisen können, sind eben keine Beweise. Bei Gläubigen verschwimmen oft bei Begriffen, die sie im Alltag ganz selbstverständlich genau so wie Nichtgläubige gebrauchen, in Kombination mit ihrem Glauben die eigentlichen Bedeutungen.
Da wird aus Glauben plötzlich Wissen über die Existenz Gottes. Aus Vermutungen werden Beweise, aus angeblichen Wundern werden Tatsachen.

Diese Ansicht entspricht den Erwartungen. Kaum verwendet ein Theist das Wort "Beweis" für seine Ansichten, läuft den Atheisten ein kalter Schauer über den Rücken...


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

27.10.2015 22:36
#173 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Perquestavolta
Beiden ZJ geht das anders. Wir "atheistischen Weltmenschen" stehen bei ihnen in der Hierarchieliste menschlicher und rechtlicher Kompetenzen ganz unten, vor dem "Tore" ihrer uneinnehmbaren Burg zur "heiligen Ignoranz" und von daher haben unsere "Beweiskräftigen Argumente" gegenüber den Zeugen Jehovas überhaupt keine "Autoritätsgültigkeit".
Sie halten sich auf Grund entsprechender Bibelauslegungen, für das (neue) "Auserwählte Volk Gottes". Von dieser "Warte" des "Wachturms" aus gesehen, sind wir (nur) "Feinde" Gottes.
Alle negativen Aussagen von Aussteigern und Ausgeschiedenen über und zu den Zeugen Jehovas, kommen nach ihrer Vorstellung direkt von Satan.

Von daher nochmal:

SnookerRI will gar keinen (wirklichen) Dialog mit uns Atheisten. ER sucht nach den Schwächen und Unsicherheiten unserer Argumente, die er für seinen missionarischen Predigerdienste nutzen will, welchen er mehrere Stunden wöchentlich als Zeuge Jehova nachgehen muss/will...



Vielen Dank für den erneuten Einblick in dein Feindbild gegenüber ZJ. Immer wieder interessant, wie wichtig es dir ist, deine Interpretation der Wirklichkeit zu predigen, auch gerade in Bezug auf meine Person. Immerhin ist das ja auch dein Ziel. Wie sieht er denn aus - der wirkliche Dialog mit Atheisten? Muss man zum Atheismus "konvertieren"? Wird den Theisten widrigenfalls der Kopf abgeschlagen?

Gut, dass Atheisten nicht erst nach Schwächen und Unsicherheiten in den Argumenten der Theisten suchen müssen, wenn sie voraussetzen, dass Theisten in einem "Gedankenkäfig" hocken und weder für den Theismus noch gegen den Atheismus Argumente liefern zu können.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

27.10.2015 22:47
#174 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Perquestavolta
Diese Beweisverfahren beziehen immer nur auf hypothetische und von daher hoch-spekulative Modelle. Hypothetische Modelle sind im Gegensatz zu theoretischen Modellen "praktisch" nicht belegbar und von daher auch nicht widerlegbar.

Erfreulicherweise gibt es im Netz genügend Informationen zu den Beweisverfahren der Logik, was damit tatsächlich gemeint ist und wie man damit erkenntnistheoretisch arbeitet. Du kannst natürlich trotzdem bei deiner Meinung bleiben. Ich orientiere mich da doch lieber an den Experten.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

28.10.2015 09:47
#175 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Der Mensch wähnt sich oft im Mittelpunkt und hält sich gelegentlich auch für unfehlbar.

Im Bewusstsein eines jüngeren Maulwurfs, der noch nie die Sonne gesehen hat, ist das "Universum" durch die Wände seiner unterirdischen Gänge begrenzt. Sein Reich ist der Nabel der Welt.

In einem Anflug von Größenwahn meinen manche Menschen analog zum Maulwurf nun, dass nach wenigen Milliarden Lichtjahren Radius um uns herum das absolute Nichts beginnt, stellen Theorien für den beobachtbaren Teil der Systeme auf und gehen von einem Anfang (Urknall?) und Ende des "Ganzen" aus.
Bei Lichte besehen steht uns momentan für die Beobachtung des Universums "nur" das elektromagnetische Wellenspektrum zur Verfügung und dieses "Werkzeug" hat eine Maximalgeschwindigkeit.
Man kann Teleskope zwar optimieren, aber die Ergebnisse sind immer in Raum und Zeit begrenzt.

Chaos und Ordnung sind die Parameter eines vermutlich unendlich offenen Systems und stehen in wechselnder Beziehung zueinander.

Je "höher" die Hierarchie (Planet, Fixstern, Galaxie usw.) der Ordnung, desto mehr scheint der chaotische Anteil zuzunehmen, soweit es bisher beobachtet werden konnte.

Wenn behauptet wird, dass alles einen Anfang (Schöpfung?) und ein Ende hat, dann sollte auch erklärt werden, wie es überhaupt zu einem Anfang gekommen ist. Was war vorher?
Unter dem Aspekt dieser Fragestellung kann es von der Logik her eigentlich keinen "Anfang" gegeben haben. Diese Annahme (Theorie) bezieht sich wahrscheinlich nur auf Zustände der Ordnung im "allumfassenden" Determinismus (chaotisch?).
Ordnung ist im Gegensatz zum Chaos räumlich und zeitlich konkret begrenzt und bedingt beobachtbar.

Wir werden mit unserem biologischen Körper unsere "Realität" nur mit dem vorhandenen Material (Eiweißmasse unseres Gehirns in Verbindung mit den Sensoren oder Sinnesorganen)
eingeschränkt "abtasten" können. Der Kontakt ist auf dieser Ebene materiell. Alles andere werden wir nicht nachweisen können und gehört ins Reich der Spekulationen.

Soweit es die Spekulationen zu Göttern, Geistern und Dämonen betrifft, kann man anhand der zahllosen und sich krass widersprechenden Versionen und "Glaubensbekenntnisse" davon ausgehen, dass wahrscheinlich keine einzige dieser "Theorien" zutreffend ist.

Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | ... 39
 Sprung  
________________________________________

"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

... Platz für Verlinkungsaustausche ...

VORSICHT! Vertrauensunwürdige Werbung!

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor
Datenschutz