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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

06.11.2015 20:15
#201 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #200
@Direktkontakt

Zitat
Godzilla sitzt mit Satan auf den hinteren - etwas billigeren - Plätzen.

Dort dürfen sie dann allerdings auch rauchen...



Und furzen..

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

06.11.2015 20:52
#202 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Perquestavolta
Und furzen..

Und sich über die "gehaltvollen" Beiträge hier amüsieren...


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Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

07.11.2015 15:41
#203 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #202

Zitat von Perquestavolta
Und furzen..
Und sich über die "gehaltvollen" Beiträge hier amüsieren...



Klar SnookerRI, heutzutage ist ja oft vom "Feinstofflichen" die Rede, wenn Esoteriker und Grenzwissenschaftler Vorträge halten.
Auch die Fachleute der Gottes-Induktion, bedienen sich letzthin immer häufiger der "Quanten Mechanik", um sich selber und andere Ahnungslose "hinters Licht zu führen".
Weist du, es gibt da so ein Phänomen, welches man "Gruppendynamik" nennt. Einer sagt was "Blödes" und alle anderen machen mit...

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

07.11.2015 15:56
#204 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Perquestavolta
Auch die Fachleute der Gottes-Induktion, bedienen sich letzthin immer häufiger der "Quanten Mechanik", um sich selber und andere Ahnungslose "hinters Licht zu führen".

Klar, Perquestavolta. Und "vor dem Licht" stehen nur Atheisten und Typen wie du, nicht wahr? Na dann bin ich aber froh, hinter dem Licht zu stehen (Übrigens: auch ganz ohne Quanten Mechanik) Irgendjemand muss ja in der Opposition stehen, sonst kommt der Dialog zum Erliegen...

Zitat von Perquestavolta
Weist du, es gibt da so ein Phänomen, welches man "Gruppendynamik" nennt. Einer sagt was "Blödes" und alle anderen machen mit...

Genau Perquestavolta. Theismus Blöd, ZJ noch schlimmer (= Dreck unter deinen Fingernägeln nach dem Unkraut-Jäten); Atheismus gut und Perquestavoltisches Weltbild = super! Und alle anderen machen mit!


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Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.619

07.11.2015 16:24
#205 Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Snooker
Atheismus gut und Perquestavoltisches Weltbild = super! Und alle anderen machen mit!

Nönö. Wir Atheisten kommen zum Atheismus nicht durch Glaubenserziehung. Einer wie ich kommt durch den WIDERSTAND gegen die Glaubenserziehung zum Atheismus. Dieser Widerstand hat die Kraft des Glaubens an die genetisch bedingte Wahrnehmung und Logik, an die menschlichen Möglichkeiten zur REALITÄTSREFLEXION. Wir Atheisten haben keinen Watchtower, der uns lehrt und uns dazu anhält, die Lehre auch schon schön eins zu eins weiterzuerzählen. Erkenntnisse paukt man nicht, man erkennt sie!

Du glaubst dem Watchtower. Leute wie ich glauben - an uns. Wir vertrauen uns, unseren Sinnen, unserem Verstand. Das ist kein Größenwahn. Das ist unsere Form von Dankbarkeit an unser Leben. Wir VERTRAUEN seinen Qualitäten, die es uns mitgegeben hat! Wir LIEBEN das Leben. Die Kräfte, die uns MISSTRAUEN gegen unsere Intuition und Wahrnehmungen einsuggerieren wollen, lieben wir nicht!

Du kennst ja das John-Lennon-Lied "God" aus dem Urschrei-Album. => "I don't believe in... Jesus, Buddha, Gita, Kings, Zimmerman, Beatles! I just believe in... me. Yoko and me. And THAT'S reality!"

_____________________________________________
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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

07.11.2015 22:09
#206 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #204

Zitat von Perquestavolta
Weist du, es gibt da so ein Phänomen, welches man "Gruppendynamik" nennt. Einer sagt was "Blödes" und alle anderen machen mit...

Genau Perquestavolta. Theismus Blöd, ZJ noch schlimmer (= Dreck unter deinen Fingernägeln nach dem Unkraut-Jäten); Atheismus gut und Perquestavoltisches Weltbild = super! Und alle anderen machen mit!



Ja so so ist das eben.. Gysi hat es auf den Punkt gebracht.
Wir Atheisten glauben an das Leben. Ich persönlich glaube auch an das selbstbestimmte Leben und von daher auch an die "Göttlichkeit" der Vielfalt dieses Lebens.
Theismus war über viele Jahrtausende hinweg sehr nützlich und zweckdienlich. Glaube hat nachgewiesen, einen starken Einfluss auf das vegetative Nervensystem und von daher auch eine sehr heilsame Wirkung auf das menschliche Immunsystem. (Wenn man es richtig angeht).
Ansonsten wären Schamanen "Medinzinmänner" und Kräuterhexen mit ihrer "Spucke" und und ihrem "Schnapswasserzauber" wohl kaum so erfolgreich gewesen, dass heute noch die "Heilpraktiker" gut daran verdienen....

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

07.11.2015 22:21
#207 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Perquestavolta
Wir Atheisten glauben an das Leben.

Tun das "wir" Theisten etwa nicht? Oder sind alle Theisten, die an das Leben glauben, verdeckte Atheisten?


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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

07.11.2015 22:56
#208 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Gysi
Nönö. Wir Atheisten kommen zum Atheismus nicht durch Glaubenserziehung. Einer wie ich kommt durch den WIDERSTAND gegen die Glaubenserziehung zum Atheismus.

Das ist doch klar. Aber es ging jetzt auch nicht um Erziehung die zum Atheismus fürht oder um Widerstand gegen eine Glaubenserziehung sondern um die Gegenüberstellung der Aussage von Theismus = "blöd" und Atheismus = "gut", die ich aus der Aussage Perquestavoltas von wegen "Gruppendynamik" und alle laufen etwas "Blödem" hinterher, schlussfolgerte.

Zitat von Gysi
Erkenntnisse paukt man nicht, man erkennt sie!

Übertrag das mal beispielsweise auf die Lehrpläne zum Thema "Evolutionstheorie". Da wird nicht "erkannt", da wird gepaukt!

Zitat von Gysi
Du glaubst dem Watchtower. Leute wie ich glauben - an uns. Wir vertrauen uns, unseren Sinnen, unserem Verstand. Das ist kein Größenwahn. Das ist unsere Form von Dankbarkeit an unser Leben. Wir VERTRAUEN seinen Qualitäten, die es uns mitgegeben hat! Wir LIEBEN das Leben. Die Kräfte, die uns MISSTRAUEN gegen unsere Intuition und Wahrnehmungen einsuggerieren wollen, lieben wir nicht!

Liebe ich das Leben etwa nicht? Glaube ich etwa nicht an mich oder die Menschen, weil ich an Gott glaube? Ist das alles tatsächlich so Schwarz/Weiß? Ich lebe die Liebe zum Leben und den Glauben an die MENSCHEN lediglich anders aus, als du. Schlechter oder schwächer als du? Nun deiner Meinung nach wahrscheinlich: Ja!

Sorry, ich habe wohl schon wieder zu viele Fragen gestellt...


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Gysi Online

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08.11.2015 10:26
#209  Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Snooker
Das ist doch klar. Aber es ging jetzt auch nicht um Erziehung die zum Atheismus fürht oder um Widerstand gegen eine Glaubenserziehung sondern um die Gegenüberstellung der Aussage von Theismus = "blöd" und Atheismus = "gut", die ich aus der Aussage Perquestavoltas von wegen "Gruppendynamik" und alle laufen etwas "Blödem" hinterher, schlussfolgerte.

Jeder sollte analysieren, wie er zu seinen religiösen und philosophischen Ergebnissen überhaupt kommt.

Zitat
Übertrag das mal beispielsweise auf die Lehrpläne zum Thema "Evolutionstheorie". Da wird nicht "erkannt", da wird gepaukt!

Ja, da hast du wohl recht. Entscheidend für eine "ergebnisfreie Forschung" ist gewiss auch der Gruppendruck. Wenn du nur von Atheisten umgeben bist, wird dir gewiss sein, dass dir ein atheistisches Bekenntnis Streicheleinheiten bringt. Bestätigung. Umgekehrt aber auch. Deswegen sind Kritik und Selbstkritik ja auch so wichtig. Die Enthebung der Selbstkritik ist unwissenschaftlich!

Zitat
Glaube ich etwa nicht an mich oder die Menschen, weil ich an Gott glaube? Ist das alles tatsächlich so Schwarz/Weiß? Ich lebe die Liebe zum Leben und den Glauben an die MENSCHEN lediglich anders aus, als du. Schlechter oder schwächer als du? Nun deiner Meinung nach wahrscheinlich: Ja!

Vertrauen und Misstrauen sind großartige Orientierungsraster. Wie gehst du mit deinem Gotteszweifel um? Also deinem Misstrauen gegenüber seinem Wirken oder gar seiner Existenz? Die klassische christliche Religionslehre redet von Teufelseinflüsterung. Sie redet dem Gläubigen seinen lebensorientierungsnotwengien Zweifel also als einen existenziellen Schaden aus. Und das ist nicht gut!

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

08.11.2015 14:00
#210 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Gysi
Jeder sollte analysieren, wie er zu seinen religiösen und philosophischen Ergebnissen überhaupt kommt.

Ganz genau. Und meiner Meinung nach ist dieser Prozess auch erst nach dem letzten Atemzug abgeschlossen...fürs erste...

Zitat von Gysi
Ja, da hast du wohl recht. Entscheidend für eine "ergebnisfreie Forschung" ist gewiss auch der Gruppendruck. Wenn du nur von Atheisten umgeben bist, wird dir gewiss sein, dass dir ein atheistisches Bekenntnis Streicheleinheiten bringt. Bestätigung. Umgekehrt aber auch. Deswegen sind Kritik und Selbstkritik ja auch so wichtig. Die Enthebung der Selbstkritik ist unwissenschaftlich!

Auch hier Zustimmung!

Zitat von Gysi
Wie gehst du mit deinem Gotteszweifel um? Also deinem Misstrauen gegenüber seinem Wirken oder gar seiner Existenz? Die klassische christliche Religionslehre redet von Teufelseinflüsterung.

Das ist nur ein Faktor von vielen. Oftmals hilft es einem schon, wenn man anerkennt, das man noch nicht alles über Gott wissen kann, und von dem was man wissen könnte noch nicht mal die Hälfte weiß. In der Bibel gibt es schon einige Berichte, die ich mit meinem momentanen Kenntnisstand nicht ganz verstehen kann. Naturwissenschaftlern geht es doch ähnlich. Auch sie verstehen nicht immer alles im ersten Anlauf. Auch sie müssen weiterforschen, um ihr Verständnis zu erweitern. Auch sie müssen Zweifel haben, und einige unter ihnen haben den Zweifel tatsächlich als wertvolles Werkzeug anerkannt, um an Erkenntnis zuzunehmen.

Ich habe schon oft darauf hingewiesen, dass ich mich mit meinen Zweifeln auf zweierlei - sich ergänzende Weisen - reagiere. 1. Ich vertiefe mein Studium des Wortes Gottes und versuche fortlaufend nach weiteren Detaills zu forschen, die mein Verständnis erweitern können. 2. Ich höre mir die Alternativen an. Dazu gehört auch der Dialog mit Atheisten und anderen Gläubigen. Ich höre ihnen zu, ich beobachte ihr Verhalten gegenüber anderen Ideologien und Weltanschauungen und wäge auch hier fortlaufend ab, inwieweit mich diese Informationen auf dem Erkenntnisweg weiterbringen könnten. Das sehe ich als lebenslangen Prozess an. Das sieht sicherlich nicht jeder Gläubige so. Und die meisten Atheisten halten das auch nicht für einen korrekten Umgang mit Zweifeln, solange diese nicht im Atheismus enden.


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Gysi Online

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Beiträge: 18.619

08.11.2015 15:12
#211 Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Snooker
Auch sie müssen Zweifel haben, und einige unter ihnen haben den Zweifel tatsächlich als wertvolles Werkzeug anerkannt, um an Erkenntnis zuzunehmen.

Einiger? Der Zweifel (Antithese) ist DAS Werkzeug wissenschaftlicher Forschungsarbeit!

Zitat
1. Ich vertiefe mein Studium des Wortes Gottes und versuche fortlaufend nach weiteren Detaills zu forschen,

Außerhalb der Bibel lesen ist auch nicht verkehrt. "Hoffnung Mensch" von Michael Schmidt-Salomon ist eine gute Schrift auch zum Thema und auch gut geschrieben.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

08.11.2015 17:22
#212 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Gysi
Einiger? Der Zweifel (Antithese) ist DAS Werkzeug wissenschaftlicher Forschungsarbeit!

Das stimmt sicherlich in der Theorie der Sache. Allerdings folgt die Praxis nicht immer diesem Ideal. Letztlich ist Forschungsarbeit ja auch von der finanziellen Unterstützung abhängig. Forschung kostet. Wer bezahlt die Forschung? Was will die Institution mit der Forschung und ihren Ergebnissen anfangen? Hinzu kommt die Problematik rund ums "publish or perish", die auch jeden Akademiker persönlich unter enormen Druck setzt.

Zitat von Gysi
Außerhalb der Bibel lesen ist auch nicht verkehrt. "Hoffnung Mensch" von Michael Schmidt-Salomon ist eine gute Schrift auch zum Thema und auch gut geschrieben.



Das mache ich doch, Gysi! Habe ich doch in 2. erwähnt :

Zitat von SnookerRI
2. Ich höre mir die Alternativen an. Dazu gehört auch der Dialog mit Atheisten und anderen Gläubigen. Ich höre ihnen zu, ich beobachte ihr Verhalten gegenüber anderen Ideologien und Weltanschauungen und wäge auch hier fortlaufend ab, inwieweit mich diese Informationen auf dem Erkenntnisweg weiterbringen könnten.


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Gysi Online

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08.11.2015 18:39
#213 Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Snooker
Das stimmt sicherlich in der Theorie der Sache. Allerdings folgt die Praxis nicht immer diesem Ideal. Letztlich ist Forschungsarbeit ja auch von der finanziellen Unterstützung abhängig. Forschung kostet. Wer bezahlt die Forschung? Was will die Institution mit der Forschung und ihren Ergebnissen anfangen? Hinzu kommt die Problematik rund ums "publish or perish", die auch jeden Akademiker persönlich unter enormen Druck setzt.

Irgendwas müssen die Wissenschaftler doch tun, sofern sie im Forschungsbereich tätig sind: Theorie bestätigen oder kippen! Der Druck ist doch der Druck, am besten neue Ergebnisse zu liefern! In der ET liefern sie dauernd neue Bestätigungen. Und der Druck der Kreationisten fordert die Falsifikation! Also - die Theorie ist da schon tägliche Praxis.

Zitat
Das mache ich doch, Gysi! Habe ich doch in 2. erwähnt

Und? Sie bringen dich also nicht weiter...

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Athon Offline




Beiträge: 3.259

08.11.2015 19:19
#214 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #196
Du kannst gerne deiner Ansicht sein. Für mich steht ein Grundsatz ganz klar über den Gefühlen und muss sie sogar kontrollieren und regulieren. Man kann doch auch nicht einfach so jemandem verprügeln, nur weil man grade wütend ist. Allein schon unser GG ist voll von Richtlinien, die den Bürgern klar vor Augen führen, dass allgemeingültige Grundsätze und Verordnungen über den persönlichen Vorlieben Gefühlen stehen.


Ich wollte die Regelung von Gefühlen durch Grundsätze ausschließlich auf die Liebe bezogen verstanden wissen. Insofern stelle ich dies hiermit noch einmal klar: "Regeln" sind der Liebe weder förderlich noch für ihren Bestand notwendig.

Zitat
Würdest du das anders beurteilen können, hättest du ja schon den Atheismus infrage gestellt.


Das mag auf den ersten Blick so erscheinen. Rational betrachtet müsste aber auch einem Gläubigen bewusst sein, dass ein geschriebenes Werk über jemanden, dessen Existenz in mehr als 2000 Jahren nicht bewiesen werden konnte, eher einer fiktiven Erzählung als einem Tatsachenbericht zuzuordnen sein sollte. Aber, mit Wahrscheinlichkeiten muss ich Dir ja wohl nicht kommen...?

Zitat
Außerirdisches Leben wird als "höchstwahrscheinlich" angenommmen. Worin besteht deiner Meinung nach der Unterschied zwischen Atheisten und Theisten bezüglich der Annahme von ausserirdischen Lebens, dass ja beide Seiten als "höchstwahrscheinlich" bzw. gesichert annehmen?


Hinsichtlich der Annahme solcher Existenz besteht ein Unterschied nicht. Lediglich, wenn es darum ginge, wie dieses "andere" Leben entstanden sei, sähe das höchstwahrscheinlich anders aus...

Zitat
Vllt bist du ja wirklich ein sehr geduldiger Typ ...


Wer weiß? Wart's ab...

Zitat
Allerdings waren die Folgen (eingefügt: von Inzucht) in beiden Annahmen nicht annähernd so gravierend, wie heute.


Woher willst Du das wissen? Vielleicht haben sich als "Spätfolgen" die Atheisten gebildet. Oder die Moslems. Oder die ZJ. Usw. usw.


Zitat von Snooker #186
Die Ehe scheitert genau dann, wenn die Liebe zu Jehova und seinen Grundsätzen vernachlässigt wird. Zu diesen Grundsätzen gehört eben auch alles einem Menschen Mögliche zu tun, um eine Ehe stabil zu erhalten.


Das bedeutet also, dass die Ehe unter ZJ als gescheitert zu bezeichnen ist, wenn zumindest einer der Ehepartner Jehova und seinen Grundsätzen sozusagen den Rücken kehrt? Würde damit auch "automatisch" die gegenseitige innige Zuneigung enden? Dies meinte ich damit, als ich schlussfolgerte, dass die "Liebe" zu Jehova seitens überzeugter ZJ-Angehöriger als "vorrangig" angesehen wird. Menschliche Liebe also hin oder her...

Zitat
Das - mein lieber Athon - ist aber die Quadratur des Kreises - , welche du nicht nur von mir forderst, sondern auch von dir selbst. Das wird nicht funktionieren.


Nun ja, wenn ich voraussetzte, dass die (göttliche) Schaffung der ersten Menschen mit den Erkenntnissen aus der Evolutionslehre in Einklang gebracht werden könnte, wären beiderseits schlüssige Argumente doch wohl wahrscheinlich. Oder wäre ein solcher "Einklang" fern jeglicher rationaler Überlegung?

Zitat
Nirgendwo habe ich behauptet, dass ich aus meinem Verständnis von Liebe, welches sich an dem griechischen Begrifflichkeiten orientiert, in Bezug auf den Begriff Éros, schließe, dass Mann und Frau miteinander verheiratet sein müssen, um Sex miteinander haben zu können.


So...? Dann lies:

Zitat von Snooker #150
Für mich gliedert sich der Begriff Liebe in vier Bedeutungen auf, die sich auf das griechische Verständnis des Begriffes zurückführen lassen ...agape (grundsatztreue Liebe), storge (Liebe in der Familie) philia (Liebe unter Freunden) und eros (sexuelle Liebe zwischen Frau und Mann innerhalb einer Ehe)


Hab' ich vermutlich wieder einmal falsch interpretiert...

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

08.11.2015 21:40
#215 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #207

Zitat von Perquestavolta
Wir Atheisten glauben an das Leben.
Tun das "wir" Theisten etwa nicht? Oder sind alle Theisten, die an das Leben glauben, verdeckte Atheisten?



So wie es ausschaut, glaubt ihr Theisten nicht an das Leben.
An das Leben zu glauben, bedeutet nämlich, dem Leben zuzutrauen, dass es sich selber organisieren, reorganisieren und damit auch ständig wieder Neues schaffen kann. Ohne diese kreative und schöpferische Fähigkeit des Lebens - sich den ständig verändernden und sehr "fressfeindlichen" Wettbewerbs-Bedingungen des Über-Lebens an zu passen - würde es längst kein Leben mehr auf unserem Planeten geben.

Ich meine damit, dass das Leben auch "mein" Schöpfer ist. So, wie das Leben der Schöpfer alles Lebenden ist und damit auch der Erkenntnis von "Gut und Böse".
"Gut und Böse" ist in diesem meinem Verständnis vom Leben, aber nichts Reales, das für sich selbst, unabhängig vom Empfinden und von der Bewertung des Seienden existiert.
Ein Wolf, der das Schaf reißt, der Adler, der die Taube schlägt, der Löwe der die Gazelle oder das Gnu jagt... sie alle tun das, um damit den eigenen genetischen Nachkommen und damit auch sich selbst, das Weiterleben nach dem "eigenen" Tod zu sichern. Unabhängig davon, wird nun aber auch das Lamm des Schafes verhungern, so wie auch die Eier der Taube absterben, oder die frisch geschlüpften Jungvögel eingehen...

Wir Menschen sind von daher und im gleichen Sinne, auch nichts weiter als "Raubtiere".. nur.. Wir müssen beim Jagen die "Drecksarbeit" schon lange nicht mehr selber machen.
Von daher bin ich mir ganz sicher, dass ihr Theisten nicht an das Leben glaubt. Ihr glaubt an das was ihr euch selbst und gegenseitig vortäuscht und einredet und nennt es dieses dann Gott oder Jehova..

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

08.11.2015 21:57
#216 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Gysi
Irgendwas müssen die Wissenschaftler doch tun, sofern sie im Forschungsbereich tätig sind: Theorie bestätigen oder kippen! Der Druck ist doch der Druck, am besten neue Ergebnisse zu liefern! In der ET liefern sie dauernd neue Bestätigungen.

Welche nicht umsonst den Wünschen der Geldgeber entsprechen müssen. Und das ist bei weitem nicht nur auf die Forschung im Bereich "Evolution" beschränkt.

Zitat von Gysi
Und? Sie bringen dich also nicht weiter...

Im Gegenteil - Sie bringen mich mich weiter. So oder so! Und bisher diente mir gerade dieser außerbiblische Diskurs - außerhalb meines Glaubensbekenntnisses - zur Bestätigung desselben.


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Perquestavolta ( gelöscht )
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08.11.2015 22:22
#217 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #216

Zitat von Gysi
Irgendwas müssen die Wissenschaftler doch tun, sofern sie im Forschungsbereich tätig sind: Theorie bestätigen oder kippen! Der Druck ist doch der Druck, am besten neue Ergebnisse zu liefern! In der ET liefern sie dauernd neue Bestätigungen.
Welche nicht umsonst den Wünschen der Geldgeber entsprechen müssen. Und das ist bei weitem nicht nur auf die Forschung im Bereich "Evolution" beschränkt.



Welche Wünsch haben diese Geldgeber da Konkret? Dass neue Technologien und Erkenntnisse später und irgendwann mal auch einen wirtschaftlichen Nutzen haben, ist vorab nicht vorherzusagen. Als Darwin die Grundlagen zur Evolutionstheorie veröffentlichte, musste er sich sogar gegen die gesamte damalige Elite der Wissenschaft behaupten..

Albert Einstein hat für seine Abhandlung der photoelektrischen Eigenschaften des Lichtes den Nobelpreis erhalten. Damals hatte das keinen praktischen Nutzen.. Die Relativitätstheorie hat auch keiner bei ihm bestellt.

Als Flemming das Pennicillin 1928 entdeckte, dauerte es noch mehr als 20 Jahre, bis er dafür den Nobelpreis erhielt.

Bei den Gegen-Wissenschaftlern der "Klimawandeltheorie" handelt es sich fast ausschließlich um Fach-Fremde Naturwissenschaftler, die von der Erdölindustrie dafür bezahlt werden, Abhandlungen zu verfassen, welche die "Theorie" in Frage stellen..

Bei denn Gegenwissenschaftlern der Evolutionstheorie handelt es sich fast ausschließlich um Fach-fremde Geisteswissenschaftler oder sonst irgend welche verkrachte Existenzen, die ihren Doktortitel irgendwo abgeschrieben haben.. von wem werden die bezahlt?

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 7.975

08.11.2015 22:37
#218 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Athon
Ich wollte die Regelung von Gefühlen durch Grundsätze ausschließlich auf die Liebe bezogen verstanden wissen. Insofern stelle ich dies hiermit noch einmal klar: "Regeln" sind der Liebe weder förderlich noch für ihren Bestand notwendig.

Ja auf dein Verständnis von "Liebe" mag das so zutreffen. Kann ich so hinnehmen.

Zitat von Athon
Rational betrachtet müsste aber auch einem Gläubigen bewusst sein, dass ein geschriebenes Werk über jemanden, dessen Existenz in mehr als 2000 Jahren nicht bewiesen werden konnte, eher einer fiktiven Erzählung als einem Tatsachenbericht zuzuordnen sein sollte. Aber, mit Wahrscheinlichkeiten muss ich Dir ja wohl nicht kommen...?

Einem Gläubigen ist sehr wohl bewusst, dass ein Atheist die Sachlage ganz anders bewerten muss, als der Theist sie bewerten kann. Dass ein Atheist die Grundlagen der Logik, mit denen ein theist arbeitet nicht anerkennen kann, sollte nicht weiter verwunderlich sein. Außerdem weise ich nochmals darauf hin, dass selbst ein eindeutiger naturwissenschaftlich unkritisierbarer Beweis der Existenz Gottes einen Atheisten nicht zum Glauben an Gott führen wird. Es wird eher das Gegenteil der Fall sein.

Zitat von Athon
Hinsichtlich der Annahme solcher Existenz besteht ein Unterschied nicht. Lediglich, wenn es darum ginge, wie dieses "andere" Leben entstanden sei, sähe das höchstwahrscheinlich anders aus...

Ganz Genau. Und das verdeutlicht auch das eigentliche Problem in der Fragestellung um die Existenz einer Schöpfermacht. Solange diese Macht keinen Einfluss auf den Menschen nehmen möchte, könnte sie noch gerade anerkannt werden. Bevorzugt wird allerdings selbstverständlich, die Theorie, dass sich "Welten" selbst erzeugen könnten, allein durch das "fixed law of Gravity".

Zitat von Athon
Wer weiß? Wart's ab...

Das mache ich mit aller Geduld

Zitat von Athon
Woher willst Du das wissen? Vielleicht haben sich als "Spätfolgen" die Atheisten gebildet. Oder die Moslems. Oder die ZJ. Usw. usw.

Atheisten waren schon Adam und Eva durch ihre Willensentscheidung sich von der Autorität ihres Schöpfers loszusagen. Der Atheismus ist wohl kaum einer biologischen/genetischen Prägung zuzuschrieben, sondern der willentlichen Entscheidung eines Menschen ohne Gott leben zu wollen.

Zitat von Athon
Das bedeutet also, dass die Ehe unter ZJ als gescheitert zu bezeichnen ist, wenn zumindest einer der Ehepartner Jehova und seinen Grundsätzen sozusagen den Rücken kehrt? Würde damit auch "automatisch" die gegenseitige innige Zuneigung enden? Dies meinte ich damit, als ich schlussfolgerte, dass die "Liebe" zu Jehova seitens überzeugter ZJ-Angehöriger als "vorrangig" angesehen wird. Menschliche Liebe also hin oder her...

Du kommst zu diesen Schluss, weil die Liebe zu Gott für dich irreal ist und es sowieso nur die Liebe eines Menschen oder zwischen Menschen gibt. Wenn die Liebe zu Jehova von beiden Partnern "vorrangig" angesehen wird, kann die innige Zuneigung nicht enden, egal welche Schwierigkeiten sich auch ergeben mögen.

Zitat von Athon
Nun ja, wenn ich voraussetzte, dass die (göttliche) Schaffung der ersten Menschen mit den Erkenntnissen aus der Evolutionslehre in Einklang gebracht werden könnte, wären beiderseits schlüssige Argumente doch wohl wahrscheinlich. Oder wäre ein solcher "Einklang" fern jeglicher rationaler Überlegung?

Es wurde schon oft versucht Evolution und Schöpfung unter einen Hut zu bringen. Hybridversionen gibt es zuhauf. Ob das nun im Einklang mit rationalen Überlegungen ist, wird wohl bis auf weiteres von Theisten wie Atheisten unterschiedlich bewertet.

Zitat von Athon
Hab' ich vermutlich wieder einmal falsch interpretiert...

Schon möglich. Wahrscheinlicher ist aber, dass ich mich entweder nicht klar genaug ausgedrückt habe, oder dir die Differenzierung, die ich vornehme, zu weit geht. Ich sagte ja, dass sich mein Verständnis von "Liebe" an dem griechischen Verständnis orientiert und nicht, dass es das gleiche widerspiegelt.


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SnookerRI Offline

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08.11.2015 22:55
#219 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Perquestavolta
So wie es ausschaut, glaubt ihr Theisten nicht an das Leben.
An das Leben zu glauben, bedeutet nämlich, dem Leben zuzutrauen, dass es sich selber organisieren, reorganisieren und damit auch ständig wieder Neues schaffen kann. Ohne diese kreative und schöpferische Fähigkeit des Lebens - sich den ständig verändernden und sehr "fressfeindlichen" Wettbewerbs-Bedingungen des Über-Lebens an zu passen - würde es längst kein Leben mehr auf unserem Planeten geben.

Diese Schlussfolgerungen entsprechen deinem Verständnis von "Leben" und seiner Bedeutung. ich kann mit diesen Unterschieden zwischen unseren Standpunkten gut leben - Kannst du das auch?

Zitat von Perquestavolta
Ich meine damit, dass das Leben auch "mein" Schöpfer ist. So, wie das Leben der Schöpfer alles Lebenden ist und damit auch der Erkenntnis von "Gut und Böse".
"Gut und Böse" ist in diesem meinem Verständnis vom Leben, aber nichts Reales, das für sich selbst, unabhängig vom Empfinden und von der Bewertung des Seienden existiert.
Ein Wolf, der das Schaf reißt, der Adler, der die Taube schlägt, der Löwe der die Gazelle oder das Gnu jagt... sie alle tun das, um damit den eigenen genetischen Nachkommen und damit auch sich selbst, das Weiterleben nach dem "eigenen" Tod zu sichern. Unabhängig davon, wird nun aber auch das Lamm des Schafes verhungern, so wie auch die Eier der Taube absterben, oder die frisch geschlüpften Jungvögel eingehen...

In Ordnung. Wenn es dir reicht, das Leben auf die biologischen Prozesse zu reduzieren, dann ist das eben deine Ansicht. Dann ist es auch nachvollziehbar dass du die Parameter "Gut" und "Böse" als nicht real bezeichnest. Es gilt eben das Recht des am besten an seine Lebenssituation Angepassten.

Zitat von Perquestavolta
Wir Menschen sind von daher und im gleichen Sinne, auch nichts weiter als "Raubtiere"..

Genau so ist es. Der von Gott entfremdete Mensch ist nichts weiter als ein "Raubtier"! Und da es für dich keinen Gott gibt, machst du alle Menschen zu dem, was du von ihnen hälst - zu "Raubtieren".

Zitat von Perquestavolta
Von daher bin ich mir ganz sicher, dass ihr Theisten nicht an das Leben glaubt. Ihr glaubt an das was ihr euch selbst und gegenseitig vortäuscht und einredet und nennt es dieses dann Gott oder Jehova..

Ok. Ich glaube tatsächlich nicht an das "Leben", so wie du es dir vorstellst. Und darüber bin ich auch sehr froh. Kein Wunder, dass du anderen Menschen gegenüber so aggressiv eingestellt bist - besonders denen gegenüber, die dich kritisieren, wenn du doch in ihnen ohnehin nichts anderes als "Raubtiere" siehst.


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SnookerRI Offline

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08.11.2015 23:10
#220 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Perquestavolta
Welche Wünsch haben diese Geldgeber da Konkret? Dass neue Technologien und Erkenntnisse später und irgendwann mal auch einen wirtschaftlichen Nutzen haben, ist vorab nicht vorherzusagen. Als Darwin die Grundlagen zur Evolutionstheorie veröffentlichte, musste er sich sogar gegen die gesamte damalige Elite der Wissenschaft behaupten..

Albert Einstein hat für seine Abhandlung der photoelektrischen Eigenschaften des Lichtes den Nobelpreis erhalten. Damals hatte das keinen praktischen Nutzen.. Die Relativitätstheorie hat auch keiner bei ihm bestellt.

Als Flemming das Pennicillin 1928 entdeckte, dauerte es noch mehr als 20 Jahre, bis er dafür den Nobelpreis erhielt.

Was haben denn Einstein und Flemming mit der aktuellen Problematik innerhalb der forschenden Wissenschaften des 21. Jahrhunderts zu tun? Um diese Problematik ging es.

Für die wirtschaftliche Nutzbarkeit an sich spielt es indes keine Rolle, ob ein Nutzen vorab einschätzbar war, oder nicht. Dei Beispiele führst du ja selbst an. Dennoch fällt auf, dass investitionen gerade dann getätigt werden, wenn ein wirtschaftlicher Vorteil angenommen wird.

Zitat von Perquestavolta
Bei den Gegen-Wissenschaftlern der "Klimawandeltheorie" handelt es sich fast ausschließlich um Fach-Fremde Naturwissenschaftler, die von der Erdölindustrie dafür bezahlt werden, Abhandlungen zu verfassen, welche die "Theorie" in Frage stellen..

Bei denn Gegenwissenschaftlern der Evolutionstheorie handelt es sich fast ausschließlich um Fach-fremde Geisteswissenschaftler oder sonst irgend welche verkrachte Existenzen, die ihren Doktortitel irgendwo abgeschrieben haben.. von wem werden die bezahlt?

Du glaubst der Klimawandeltheorie? OK! Kannst du machen! Andere halten das für eine ausgemachte Polit-Chimäre, welche weiteres Geld der Steuerzahler in die Säckel des Staates spült.


Bezüglich deiner Formulierung: (fast ausschließlich):
Was ist denn derweil mit den "wenigen" fachkundigen Wissenschaftlern, die die Klimawandel und die Evolutionstheorie kritisieren? Vielleicht sind es ja gerade solche, die ins weiterbringen, gerade weil sie sich wie Darwin oder auch Pasteur gegen die gesamte damalige bzw. heutige Elite der Wissenschaft behaupten müssen?


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Gysi Online

Atheist


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09.11.2015 10:24
#221 Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von Snooker
Welche nicht umsonst den Wünschen der Geldgeber entsprechen müssen. Und das ist bei weitem nicht nur auf die Forschung im Bereich "Evolution" beschränkt.

Geld verführt zu gewünschten Ergebnissen, wohl wahr. Dafür wird die Forschung erfreulicherweise ja auch zum Gutteil vom Staat finanziert. Aber diese Verführung ist auch nur begrenzt, denn eines kann die (natur)wissenschaftliche Forschung nicht: lügen! Nicht auf Dauer. Sie kann die Forschungsthemen bestimmen und andere, wichtigere, auslassen. Aber nicht lügen. Dafür gibt es andere mit anderen Interessen, die darauf achten!

Zitat
Im Gegenteil - Sie bringen mich mich weiter. So oder so! Und bisher diente mir gerade dieser außerbiblische Diskurs - außerhalb meines Glaubensbekenntnisses - zur Bestätigung desselben.

Auch du bist in deiner Forschung interessenbestimmt: Du hast mit deiner Lebensbestimmung durch die Zeugen Jehovas hoch investiert. Und dafür erwartest du auch die verprochene Rendite des ewigen Lebens. Diese Erwartung bestimmt deine Forschungsergebnisse. Oder nicht?

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

09.11.2015 11:56
#222 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #210

Oftmals hilft es einem schon, wenn man anerkennt, das man noch nicht alles über Gott wissen kann, und von dem was man wissen könnte noch nicht mal die Hälfte weiß.


Oftmals wäre es hilfreich anzuerkennen, dass alles was man über Gott zu wissen glaubt nur das ist, was andere Menschen glaubten von Gott zu wissen. Gläubige dürfen sich das aber nicht eingestehen, weil sonst ihr Kartenhaus des Glaubens einstürzt.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #210
In der Bibel gibt es schon einige Berichte, die ich mit meinem momentanen Kenntnisstand nicht ganz verstehen kann.


Wie die Geschichte, bei der Noah alle Tierarten der Welt (ausser natürlich Vögel) in die Arche reinzwängt? Oder die, in der Jonas im Magen eines großen Fisches überlebt?

Zitat von SnookerRI im Beitrag #210
Naturwissenschaftlern geht es doch ähnlich. Auch sie verstehen nicht immer alles im ersten Anlauf. Auch sie müssen weiterforschen, um ihr Verständnis zu erweitern. Auch sie müssen Zweifel haben, und einige unter ihnen haben den Zweifel tatsächlich als wertvolles Werkzeug anerkannt, um an Erkenntnis zuzunehmen.


Wissenschaftler sammeln Fakten und Belege, um wissenschaftliche Theorien zu untermauern und zu verstehen. Die Faktenlage beim Glauben ist gleich NULL. Keine Beweise, keine Hinweise, nur pure Spekulation. Nur Geschichten von antiken Menschen, die ihre Vorstellungen und Wünsche weitergaben und an deren Wahrheitsgehalt heute Milliarden Menschen ohne den geringsten Beweis einfach so glauben wollen.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #210
1. Ich vertiefe mein Studium des Wortes Gottes und versuche fortlaufend nach weiteren Detaills zu forschen, die mein Verständnis erweitern können. 2. Ich höre mir die Alternativen an. Dazu gehört auch der Dialog mit Atheisten und anderen Gläubigen. Ich höre ihnen zu, ich beobachte ihr Verhalten gegenüber anderen Ideologien und Weltanschauungen und wäge auch hier fortlaufend ab, inwieweit mich diese Informationen auf dem Erkenntnisweg weiterbringen könnten. Das sehe ich als lebenslangen Prozess an. Das sieht sicherlich nicht jeder Gläubige so. Und die meisten Atheisten halten das auch nicht für einen korrekten Umgang mit Zweifeln, solange diese nicht im Atheismus enden.


1. Du "studierst" das, was Du und Deine Glaubensgenossen für das Wort Gottes halten. Andere "Gotteswörter" werden ignoriert.
2. Du forschst voreingenommen nach Details, die in Dein Glaubensbild und zu den Vorgaben Deiner Glaubensgemeinschaft passen müssen.
3. Du hörst Dir Alternativen zwar an, schließt diese als mögliche alternative Weltanschauungen für Dich von vorneherein aus.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #220
Du glaubst der Klimawandeltheorie? OK! Kannst du machen! Andere halten das für eine ausgemachte Polit-Chimäre, welche weiteres Geld der Steuerzahler in die Säckel des Staates spült.


An den Klimawechsel muss man nicht "glauben". Fakt ist, dass der Anteil des CO2 seit der Industrialisierung um 40% von 280ppmV auf 400 ppmV und der Anteil des Methans um 150% von 780ppbV auf 1800ppbV gstiegen ist. Die daraus errechneten Klimavoraussagen decken sich erschreckend genau mit den tatsächlichen Entwicklungen. In den allermeisten Fällen sind es der Industrie nahe stehende Wissenschaftler, die den Klimawandel heruterspielen oder anzweifeln. Es besteht in der Wissenschaft jedoch ein enormer Konsens, dass die Theorie unzweifelhaft richtig ist. In der Bevölkerung spielen bei den Kritikern meist Uninformiertheit und fehlendes Grundwissen eine Rolle.

http://www.focus.de/wissen/klima/tid-863...aid_234319.html

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

09.11.2015 17:10
#223 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #219

Zitat von Perquestavolta
So wie es ausschaut, glaubt ihr Theisten nicht an das Leben.
An das Leben zu glauben, bedeutet nämlich, dem Leben zuzutrauen, dass es sich selber organisieren, reorganisieren und damit auch ständig wieder Neues schaffen kann. Ohne diese kreative und schöpferische Fähigkeit des Lebens - sich den ständig verändernden und sehr "fressfeindlichen" Wettbewerbs-Bedingungen des Über-Lebens an zu passen - würde es längst kein Leben mehr auf unserem Planeten geben.

Diese Schlussfolgerungen entsprechen deinem Verständnis von "Leben" und seiner Bedeutung.

Das triff nur teilweise zu..
Seit meinem 8 Lebensjahr interessiere ich mich aktiv für die Naturwissenschaften (durch lernen und selber probieren). Die "Schlussfolgerungen" entsprechen also nicht nur meinem eigenen Verständnis vom Leben.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #219

ich kann mit diesen Unterschieden zwischen unseren Standpunkten gut leben - Kannst du das auch?
Solange sich die Vertreter und Missionare des Theismus von all jenen Menschen fern halten, die mir besonders "wert" und wichtig sind, interessiere ich mich noch nicht mal für ihren Standpunkt... Weil sich die Vertreter und Missionare des Theismus aber nicht daran halten wollen und sich dies schon mehrmals äußert negativ auf mein "eigenes Leben" ausgewirkt hat, sehe ich mich leider gezwungen, möglichst viele Menschen in meinem Umfeld über diesen "Auffassungsunterschied" zu informieren.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #219

Zitat von Perquestavolta
Ich meine damit, dass das Leben auch "mein" Schöpfer ist. So, wie das Leben der Schöpfer alles Lebenden ist und damit auch der Erkenntnis von "Gut und Böse".
"Gut und Böse" ist in diesem meinem Verständnis vom Leben, aber nichts Reales, das für sich selbst, unabhängig vom Empfinden und von der Bewertung des Seienden existiert.
Ein Wolf, der das Schaf reißt, der Adler, der die Taube schlägt, der Löwe der die Gazelle oder das Gnu jagt... sie alle tun das, um damit den eigenen genetischen Nachkommen und damit auch sich selbst, das Weiterleben nach dem "eigenen" Tod zu sichern. Unabhängig davon, wird nun aber auch das Lamm des Schafes verhungern, so wie auch die Eier der Taube absterben, oder die frisch geschlüpften Jungvögel eingehen...


In Ordnung. Wenn es dir reicht, das Leben auf die biologischen Prozesse zu reduzieren, dann ist das eben deine Ansicht.


Wenn es dir reicht, das, was ich mit diesen Beispielen eigentlich gemeint habe so zu verstehen, dass ich das Leben einzig und alleine auf seine biologische Funktion reduziere, kann ich dagegen nichts ausrichten. Aber da steht dennoch etwas ganz anderes...

Zitat von SnookerRI im Beitrag #219

Dann ist es auch nachvollziehbar dass du die Parameter "Gut" und "Böse" als nicht real bezeichnest.
Angenommen es gibt/gäbe diesen Schöpfergott wirklich, auf den sich die Bibel bezieht, dann wären alle "die", die sich frei-willig und ohne zu jammern fressen und lassen die Guten und alle die, die sich dagegen wehren, die Bösen. Immerhin hat/hätte "der Schöpfer" es vorgesehen, dass wer nicht frisst, den Hungertod stirbt. Und andersherum hat/hätte auch er kein Mitleid mit dem Lamm, dessen Mutter von Wolf gefressen wurde. Und er hat/hätte auch kein Mitleid mit den Jungvöglen, deren Brutmutter vom Adler geschlagen und gefressen wurde.

Wen wir das auf uns Menschen übertragen, die wir nicht nur die Wölfe der meisten Tiere, sondern uns auch untereinander und gegenseitig sind, hat/hätte Gott auch vergessen, alle Menschen mit den gleichen und selben "Startbedingungen" in diese Welt zu setzen. Aber er hat/hätte, es leider auch vernachlässigt, alle Menschen mit den gleichen "intellektuellen" und geistigen Fähigkeiten auszustatten..dass wenn sie schon mit unterschiedlich günstigen/ungünstigen Startbedingungen in diese Welt gesetzt werden... sich zumindest selbst aus dem "Sumpf" heraus ziehen zu können..
Immerhin scheinen all jene Menschen wie Tiere, welche Opfer von Naturkatastrophen, Parasiten, Krankheiten, Unfällen, Verbrechen, Hungersnöten usw. usf. - sich nicht mit ihrem freien Willen dafür zu entscheiden.. und gar nicht zu selten auch einfach nur "zu blöd" zu sein, besser auf sich auf zu passen.

Das alles, SnookerRI, lässt sich nur dann richtig verstehen, wenn man nicht an den "Schöpfergott" glaubt, dessen Willen die Theisten meinen besser zu verstehen, als er möglicherweise selber.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #219

Es gilt eben das Recht des am besten an seine Lebenssituation Angepassten.
Wenn dem so wäre, wäre es des Schöpfers Willen. Aber die Evolution beschränkt sich "gottseidenk" nicht auf das Biologische. Auch das Soziologische, Psychologische, Triebhafte, Emotionale.. ist unabdingbarer Teil der vielschichtigen Entwicklungsgeschichte des Lebens. Sogar für die Entwicklung der individuellen Persönlichkeit jedes Einzelnen von uns gelten die grundlegenden Gesetzmäßigkeiten der sogenannten Evolutions-Entwicklungstheorie.

Von daher ist Gut und Böse nichts, was unabhängig von einer Bewertung für sich selbst existiert. Und da "der Mensch" ohnehin immer nach einem bestmöglichen Selbstwertgefühl strebt, welches er nicht aus sich selbst heraus, sondern erst in der Wider- und Gegenspiegelung mit anderen "Artgenossen" erkennen kann, sind natürlich wie selbstverständlich, die Kinder anderer Eltern, weniger wert als die eigenen..

Zitat von SnookerRI im Beitrag #219

Zitat von Perquestavolta
Wir Menschen sind von daher und im gleichen Sinne, auch nichts weiter als "Raubtiere"..
Genau so ist es. Der von Gott entfremdete Mensch ist nichts weiter als ein "Raubtier"!

Auch die Zeugen Jehovas, würden verhungern oder aussterben, wenn sie auf die Kinder anderer Eltern genauso lieben würden, wie die eigenen. (Selbst wenn sie es als Vegetarier und Veganer versuchten)

Zitat von SnookerRI im Beitrag #219

Und da es für dich keinen Gott gibt, machst du alle Menschen zu dem, was du von ihnen hälst - zu "Raubtieren".
Im übertragenen Sinne sind wir sogar die gefährlichsten Raubtiere überhaupt. Da wir unsere tägliche Fleisch- und Brotsorte sogar wählen können, ohne beim Jagen und Sammeln ein nennenswertes Eigenrisiko eingehen zu müssen.. wie alle anderen Raubtiere..

Zitat von SnookerRI im Beitrag #219

Zitat von Perquestavolta
Von daher bin ich mir ganz sicher, dass ihr Theisten nicht an das Leben glaubt. Ihr glaubt an das was ihr euch selbst und gegenseitig vortäuscht und einredet und nennt es dieses dann Gott oder Jehova..

Ok. Ich glaube tatsächlich nicht an das "Leben", so wie du es dir vorstellst. Und darüber bin ich auch sehr froh.



Das wichtigste für uns Menschen, damit wir Menschen sein können, ist das "Feuer".
Ohne Feuer, würden wir noch mit Steinen als Werkzeug und Waffe gegen Säbelzahntieger und Hölenbären um Lebensterritorium und "Wildbrett" konkurrieren..
Erst das Feuer hat es uns ermöglicht, Erze durch Reduktion mittels Kohlenstoff zu Metall zu reduzieren, um daraus immer bessere Werkzeuge und Waffen herzustellen, mit denen wir uns immer erfolgreicher gegen die vielen hungrigen "Mitbewerber" um Überlebensnische und "Futter" behaupten konnten. Von daher sind wir schon lange keine "gewöhnlichen" Raubtiere mehr..

Nur ist da jetzt zu berücksichtigen, dass das Feuer welches wir dafür nutzen konnten und auch noch immer nutzen können, eine Geschenk des Lebens und der Sonne ist.
Wir sind heute etwas mehr als 7 Milliarden Menschen, die nur dank Feuer eigentliche "Menschen" sein können... Und nur dem wenigen Feuerholz, welches uns das Leben und Sonne jährlich so nachliefern, hätten wir in spätestens einem Jahrzehnt den Planeten Erde in eine tote Wüste verwandelt und dann würden wir uns sogar gegenseitg als Futter verwenden.....
Von daher bin ich jetzt wiedermal sehr besorgt, über deine Bibel-bedingte und von daher sehr bequemliche Fröhlichkeit.
Ich würde ja sonst nichts dagegen sagen, wenn Theisten alleine vom Glauben "satt" würden und ihnen "Gott" auch sonst das tägliche Brot wie alles andere was sie sonst noch an Materiellem zum Leben brauchen, aus eigener Produktion vom Himmel herabschickt...

Erdöl, Erdgas, Kohle, Holz ... und alles womit wir Feuer machen können, um damit das herzustellen, was uns im Eigentlichen und im Hauptsächlichen von den
Viechern unterscheidet, steht nicht unbegrenzt zur Verfügung und das Blöde daran ist, dass wir ohne "Feuer" auch keine anderen Energiequellen mehr erschließen können um uns im Falle weiterhin von den Viechern zu unterscheiden

Zitat von SnookerRI im Beitrag #219

Kein Wunder, dass du anderen Menschen gegenüber so aggressiv eingestellt bist - besonders denen gegenüber, die dich kritisieren.. Also........ in der Regel bist du hier im Forum der einzige, der fast immer und ausschließlich wie ständig seine Mituser zum Thema der Diskussion macht.

Und davon mal abgesehen, scheinst du selber "Kritik" an deiner eigenen Person noch weniger zu vertragen als ich an meiner. Das würde ich ja so noch gelten lassen können.. immerhin bist du eine Auserwählter, der in seiner Person und als Mitglied der Zeugen Jehovas über den Atheisten steht. Aber ich verstehe trotzdem nicht, warum du nicht selber auch mal eigene Gegen-Begründungen bringen willst, warum die Evolutionstheorie falsch ist, warum es eine absolute endgültige Wahrheit gibt. Warum die Bibel die historische Überlieferung des Wortes Gottes ist...

Wir Atheisten berufen uns in unseren Argumenten nur äußerst selten auf Behauptungen irgendwelcher Pseudo- und Scheinautoritäten, die dieses und jenes meinen...
Es bist immer du derjenige, welcher hinter allen naturwissenschaftlichen "Widersprüchen" gegen übernatürliche und übersinnliche Schöpfungsmythen Verschwörungen erkennt.

[quote="SnookerRI"|p3196988] wenn du doch in ihnen ohnehin nichts anderes als "Raubtiere" siehst.




Zum Thema Klimawandel hast du geschrieben, dass dahinter nur die wirtschaftlichen Interessen einer rücksichtslosen Steuerabzocke stecken..
Ich lebe in einer Gegend, in der die Jahresdurchschnittstemperatur in den letzten 40 Jahren kontinuierlich um über 2 C° angestiegen ist.. mit allen Wetter-dynamischen Konsequenzen daraus.. So als wenn es da bei dir mit deinem Vertrauen in "den Menschen" selber nicht gerade weit her ist..

Wenn ich jetzt diese 2 Grad auf der Celsius-Skala an Mehr auf die menschliche Ignoranz umlagere und dabei auch noch mit einrechne, dass diese Ignoranz häufig mit übernatürlichen oder übersinnlichen Weltanschauungen einhergeht, für deren Begründung es dahinter noch nicht um das Wohl aller Menschen geht, sondern nur um die Hoffnung, als sein eigenes Individuum unter paradiesischen Bedingungen bis in alle Ewigkeit weiter zu leben.. dann darfst du meine Wahrnehmung des Menschen im Allgemeinen und als Raubtier, noch als ziemlich untertrieben auffassen... Wie auch sonst, sind mir Leute nicht besonders "geheuer", welche die Überzeugung vertreten, dass man nur als Gottesanbeter ein rechtschaffener und vollwertiger Mensch sein könne... Im Gegenteil, mir ist im Alltag des Lebens besonders oft aufgefallen, dass diejenigen, die den Mut haben "Gott" aus Überzeugung in den ***** zu treten, zu ihren eigen Schwächen und Fehlern zu stehen und dazu auch mal selber darüber nachzudenken, was eigentlich Gut und Böse ist, in der Regel Menschen sind, bei denen ich mich gerne dafür entschuldige...

Athon Offline




Beiträge: 3.259

09.11.2015 20:11
#224 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #218
Dass ein Atheist die Grundlagen der Logik, mit denen ein theist arbeitet nicht anerkennen kann, sollte nicht weiter verwunderlich sein


Für die Darstellung eines auf Theismus basierenden Logikbeispiels wäre ich Dir sehr verbunden...

Zitat
Außerdem weise ich nochmals darauf hin, dass selbst ein eindeutiger naturwissenschaftlich unkritisierbarer Beweis der Existenz Gottes einen Atheisten nicht zum Glauben an Gott führen wird.


Nicht verallgemeinern, Snooker. Ich würde mich dann ggf. vielleicht "breitschlagen" lassen, die Bibel als Tatsachenbericht in Erwägung zu ziehen.

Zitat
Solange diese Macht keinen Einfluss auf den Menschen nehmen möchte, könnte sie noch gerade anerkannt werden


Ist nicht eher das Gegenteil der Fall? Die Anerkennung einer "Schöpfermacht" würde rapide anwachsen, wenn sie einen nachweisbaren Einfluss auf die Menschen und Geschehnisse nähme. Und woraus ziehst Du den Schluss, dass diese "Schöpfermacht" keinen Einfluss nehmen möchte? Würde dieses "Verhalten" nicht einen auf Bewusstsein fußenden Willen voraussetzen?

Zitat
Der Atheismus ist wohl kaum einer biologischen/genetischen Prägung zuzuschrieben, sondern der willentlichen Entscheidung eines Menschen ohne Gott leben zu wollen.


Eine aus meiner Sicht nicht ganz zutreffende Schlussfolgerung. Kein Mensch wird als Theist geboren. Seine spätere willentliche Entscheidung kann sich daher nur darauf darauf erstrecken, künftig mit und/oder für Gott leben zu wollen. Trifft er diese Entscheidung willentlich nicht, bleibt er Atheist.

Zitat
Du kommst zu diesen Schluss, weil die Liebe zu Gott für dich irreal ist und es sowieso nur die Liebe eines Menschen oder zwischen Menschen gibt. Wenn die Liebe zu Jehova von beiden Partnern "vorrangig" angesehen wird, kann die innige Zuneigung nicht enden, egal welche Schwierigkeiten sich auch ergeben mögen.


Lies bitte nochmals meine Darstellung in #214. Ich erwähnte ausdrücklich den Umstand, dass (im Laufe der Ehe) nur noch ein Ehepartner die "Liebe" zu Jehova als "vorrangig" betrachtet. Wäre dies also eine der von Dir erwähnten "Schwierigkeiten", die das Ende der menschlichen Liebe notgedrungen nach sich zöge? Ist für eine menschliche Liebe unter ZJ somit immer auch die Notwendigkeit einer "Liebe" zu Jehova Voraussetzung?

Zitat
Ich sagte ja, dass sich mein Verständnis von "Liebe" an dem griechischen Verständnis orientiert und nicht, dass es das gleiche widerspiegelt.


Es wäre für meine Beurteilung der Sachlage sehr hilfreich, wenn Du eine Quelle nennen könntest, aus der die Notwendigkeit einer Ehe für das griechische Verständnis von "Éros" hervorgeht. Deine "Orientierung" setzt Bedingungen hinzu, die für die reine Definition des Begriffs nicht notwendig sind. Und von den ollen Griechen vermutlich auch so nicht gewollt waren...

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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

09.11.2015 21:45
#225 RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #218
Der Atheismus ist wohl kaum einer biologischen/genetischen Prägung zuzuschrieben, sondern der willentlichen Entscheidung eines Menschen ohne Gott leben zu wollen.



Tatsächlich (faktisch) lässt sich das nicht ganz sicher sagen, SnookerRI.

Es soll so etwas wie ein sogenanntes Gottesgen geben. > Von daher wäre es denkbar, dass dieses Gen bei manchen Menschen gar nicht aktiv ist, weil auch einfach nicht vorhanden. Frauen sollen sogar etwas "gläubiger" sein als Männer.

Das würde ziemlich gut mit meiner eigenen Hypothese über die Entstehung des "Götterglaubens" übereinstimmen. Nach dieser meiner Hypothese (spekulativen Theorie) entstand Religion und Götterglaube aus dem Bedürfnis nach existenzieller Sicherheit heraus..

Existenziell und vor allem "gesundheitlich" beistehende Schicksalsmächte, waren und sind vor allem und immer schon für Frauen besonders wichtig gewesen. Vor allem beim Kinder-Kriegen und auch ganz besonderes beim Kinder-groß-Kriegen..
Wie du als "großer" Versteher der Evolutionstheorie ja weist, spielt die sogenannte sexuelle Selektion beim sich "erfolgreicher durchsetzen" bestimmter Gene, eine überaus gewichtige Rolle.
So gesehen kann man bei der sexuellen Selektion schon fast von einer Heraus-Züchtung bestimmter "Merkmale" und "Verhaltenseigenschaften" reden..

Es wird dir als Theisten vielleicht gar nicht so auffallen.. aber Leute die mit dem Gottesgen ausgestattet sind, verhalten sich nicht selten ziemlich eigenartig..
Besonders gut fällt das zur Zeit wieder mal bei den Islamisten auf, die mit Gott und Religion viel Testosteron (mänliches Sexualhormon) umsetzen..
Da geht es oft schlimmer und gewalttätiger zu, als währende der Paarungszeit bei den Hammeln und Stieren auf der Weide oder bei den Hirschen und Auerhähnen im Walde.... Du verstehst ja was und wie ich das jetzt meine..

Nach meiner Idee kommt das von daher, dass sich einstmals die Töchter von "Adam und Eva" >Affen< für die Begattung aussuchten, die eine besonders guten Draht zum "Schöpfer" pflegten.. Immherhin. konnte bei so einer Geburt - nach dem die ganze Familie aus dem Paradies gejagt wurde und für die Eva seither auch jede Geburt ziemlich "schmerzhaft" geworden ist - auch sonst noch vieles schief gehen.. Kindbettfieber..Wöchnerin-Depressionen..
Und auch für das noch ungelernte Immunsystem der Neugeborenen, waren die hygienischen Bedingungen bei der Geburt nicht besonders freundlich..
Also.. klingt das Gottes-Gen recht glaubhaft, wie schlüssig..

Möglicherweise sind wir Atheisten diesbezüglich "genetisch" geschädigt. Immerhin kommen wir ja zuerst mal ja alle als Atheisten zur Welt und werden dann erst nach und nach mit "Gott" beimpft..und wenn man dann das zuständige Gen nicht hat.. bleibt die Impfung halt wirkungslos..

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