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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 58 Antworten
und wurde 2.366 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
Seiten 1 | 2 | 3
Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.863

06.10.2015 10:12
#26 Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Snooker
Wie du weißt hat Religionsunterricht an Schulen meiner Meinung nach generell nichts zu suchen. Warum keinen Ethik-Unterricht, der Philosophie und Gesellschaftslehre unter den Aspekten einer nachhaltigen Menschheitsentwicklung betrachtet, um solche Eigenschaften, die dazu benötigt werden, zu fördern? Wahrscheinlich tendiert deine Idee ja in diese Richtung.

Geschichte und das Wesentliche der großen Religionen zusammen für alle Kinder gemeinsam, ja. Mir geht es dabei erstens um Geschichtsinformation, die religiösen Botschaften, Alternativinformation! => die Freiheit der Individualentwicklung und GEMEINSAMKEIT! Der übliche bekenntnisgebundene Unterricht ist kein Lehrunterricht sondern SUGGESTION! Er lässt wenig individuelle Entwicklungsfreiheit und TRENNT die Gemeinschaft, wenn jetzt die Kinder muslimischer Eltern auch noch separaten Unterricht bekommen sollen. Was eine Gesellschaft aber zusammenhält, das ist ein notwendiges Maß an VERTRAUEN untereinander! Man kann auch Liebe dazu sagen, Solidarität, Gemeinschaftsgefühl. Wie aber kann man von einem Moslem verlangen, die Ungläubigen zu lieben? Wie kann man von einem Ungläubigen verlangen, den Moslem zu lieben, der die Ungläubigen so verachtet und mit folterlüstigem Hass verfolgt, wie sein heiliges Buch es ihm vorschreibt? Dieses Maß an Entfremdung wird Deutschland, wird Europa noch mehr zerreißen.

Zitat
Ich halte die Durchführung eines solchen Unterrichts gemessen an seinem Vorsatz im aktuellen Schulsystem für nicht durchsetzbar. Ganz zu schweigen von der Herausforderung, diesen Unterricht tatsächlich "neutral" zu gestalten.

Der Unterricht wäre grundlegend ein anderer als noch heute. Er wäre nicht mehr suggestiv sondern geschichtsorientiert, hinterfragend - also verwissenschaftlicht. In dem Unterricht würde nicht mehr jedesmal dasselbe gebetet. Dieser Unterricht würde nicht mehr Zeit einnehmen als der Suggestivunterricht heute. Der RU ist deutlich unbeliebt, sagst du. Ja, gerade deswegen!

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Beiträge: 842

06.10.2015 13:59
#27 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Für die ABC-Schützen und Vorschulkinder schlage ich das Aufführen von Kasperle-Theatern im "RU" vor.

Ich stelle mir Gott-Kasper als Hauptfigur mit dem Teufel als Dummen August vor, der mit der klappernden Pritsche verprügelt wird. Es sind auch noch Hexen und Clowns in schwarzen Gewändern mit Bäffchen und Tonsur (als Statisten?) denkbar, die ergänzend im Chor singen.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

06.10.2015 20:41
#28 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #24

Zitat von Gysi
Wie auch immer. Würdest du einem bekenntnisneutralen Religionsunterricht zustimmen, in dem über Judentum, Christentum, Islam und die fernöstlichen Religionen gelehrt wird - für Kinder muslimischer und christlicher Eltern zusammen?
Wie du weißt hat Religionsunterricht an Schulen meiner Meinung nach generell nichts zu suchen. Warum keinen Ethik-Unterricht, der Philosophie und Gesellschaftslehre unter den Aspekten einer nachhaltigen Menschheitsentwicklung betrachtet, um solche Eigenschaften, die dazu benötigt werden, zu fördern? Wahrscheinlich tendiert deine Idee ja in diese Richtung.



Warum sollte das nicht der richtige Weg sein. Man kann Kinder nicht früh genug darin unterrichten, dass "glauben" "nicht wissen" heißt, und also nur zu meinen, trotzdem davon überzeugt sein zu müssen, weil die Gläubigen jeder Glaubenslehre davon überzeugt sein wollen, dass ihr Nichtwissen wahrer ist, als das Nichtwissen aller anderen Glaubenslehren. Wofür die Gründe wohl mit Vernunft alleine nicht zu verstehen sind.




Zitat von SnookerRI im Beitrag #24

Das größte Problem bei der Umsetzung dieser Idee, dürfte die Zeit sein. Zwei Stunden max. pro Woche?
Och, das kann man auch in den Biologieunterricht mit einbeziehen. Die Schöpfungslehre als Gegenüberstellung zur Evolutionstheorie. Also Religionsunterricht und Biologie im einen. Dazu noch im Geschichtsunterricht, die Gegenüberstellung der historischen Geschichte und der ideologischen Geschichts-Fälschungen. Danach genügen auch nur mehr 2 Stunden Religionsunterricht im Monat.

SnookerRI Online

Soul-Societist


Beiträge: 8.228

06.10.2015 21:16
#29 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Gysi
Mir geht es dabei erstens um Geschichtsinformation, die religiösen Botschaften, Alternativinformation! => die Freiheit der Individualentwicklung und GEMEINSAMKEIT!

Denkst du dir die Freiheit der Individualentwicklung ohne jegliche Grenzen? Wenn du doch Grenzen ziehen würdest, wo lägen diese dann? Grundsätzlich fügst du ja mit der Gemeinsamkeit schon eine Grenze ein. Ich frage nur, weil ich sicher gehen möchte, dich auch hier richtig zu verstehen...

Zitat von Gysi
Der übliche bekenntnisgebundene Unterricht ist kein Lehrunterricht sondern SUGGESTION! Er lässt wenig individuelle Entwicklungsfreiheit und TRENNT die Gemeinschaft, wenn jetzt die Kinder muslimischer Eltern auch noch separaten Unterricht bekommen sollen.

Meiner Erfahrung nach hatte der bekenntnisgebundene Unterricht überhaupt nur sehr wenig mit den Bekenntnissen an sich zu tun; wobei ich einschränkend sagen muss nur den protestantischen und katholischen, sowie wenige Male einen islamischen Unterricht kennengelernt habe. Wenn ich mich nachher mit meinen Mitschülern über ihren Glauben unterhalten wollte, wussten sie kaum etwas zu erklären, noch bedeutete ihnen ihr Glaube irgendetwas. Heute sind sie übrigens alle Atheisten. Es war eben nur ein Nebenfach, das man brauchte um die 5 in Erdkunde oder Bio auszugleichen. Ganz so dolle scheint das mit der Suggestion also nicht zu funktionieren. Zumindest meiner Erfahrung nach.

Der Suggestion als solcher wird man nur schwerlich Herr. Bekanntlich unterliegt gerade die Geschichtsschreibung einer Fülle und Vielfalt von Suggestionen, die durch die Erforschung und subjektive Wertung von Historikern und Archäologen eher gefördert als denn gemindert wird. Vorsicht ist also immer geboten. Du nennst im zweiten Absatz deines Beitrages einen wichtige Fähigkeit, die weiterhin gefördert werden muss. Gerade in jeder wissenschaftlichen Disziplin. Das Hinterfragen! Daran können und sollten wir gemeinsam arbeiten, auch über unsere individuellen Überzeugungen - seien sie theistisch oder atheistisch geprägt - hinaus.

Zitat von Gysi
Was eine Gesellschaft aber zusammenhält, das ist ein notwendiges Maß an VERTRAUEN untereinander! Man kann auch Liebe dazu sagen, Solidarität, Gemeinschaftsgefühl.

Absolute Zustimmung!! Es freut mich, dass du das immer wieder so deutlich herausstellst!

Zitat von Gysi
Wie aber kann man von einem Moslem verlangen, die Ungläubigen zu lieben? Wie kann man von einem Ungläubigen verlangen, den Moslem zu lieben, der die Ungläubigen so verachtet und mit folterlüstigem Hass verfolgt, wie sein heiliges Buch es ihm vorschreibt? Dieses Maß an Entfremdung wird Deutschland, wird Europa noch mehr zerreißen.

Ich kann deine Besorgnis verstehen, auch wenn ich persönlich den Islam anders kennengelernt habe als du, nämlich wesentlich friedlicher - sowohl anderen religiösen Bekenntnissen als auch dem Atheismus gegenüber und das auf der Grundlage des Korans!

Zitat von Gysi
Der Unterricht wäre grundlegend ein anderer als noch heute. Er wäre nicht mehr suggestiv sondern geschichtsorientiert, hinterfragend - also verwissenschaftlicht. In dem Unterricht würde nicht mehr jedesmal dasselbe gebetet. Dieser Unterricht würde nicht mehr Zeit einnehmen als der Suggestivunterricht heute. Der RU ist deutlich unbeliebt, sagst du. Ja, gerade deswegen!

Aber genau das müsste sich grundlegend ändern. Ein solcher Unterricht bräuchte einfach wesentlich mehr Zeit und Aufmerksamkeit seitens der Schüler und der Lehrer, als es momentan der Fall ist.


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Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.863

07.10.2015 10:04
#30 Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Snooker
Denkst du dir die Freiheit der Individualentwicklung ohne jegliche Grenzen?

Du flüchtest gerne in eine Endloskette der Fragen, wie so oft. Bescheide dich doch mal mit einer Antwort, die wir nur haben können. Natürlich hat diese Freiheit Grenzen! Hat sie ja schon im Determinismus. Und in der notwendigen Gemeinsamkeit. Aber darum geht's doch gar nicht! Wir reden von Freiheit, wenn wir das Gegenteil politischer und religiöser Diktate meinen! Was der "Freiheit der Diktate" genommen wird, kommt der "Freiheit der Unterdrückten, Gegängelten und Manipulierten" zugute. "Was ist Manipulation?" Ich kann schon deine nächsten Fragen erahnen...

Zitat
Aber genau das müsste sich grundlegend ändern. Ein solcher Unterricht bräuchte einfach wesentlich mehr Zeit und Aufmerksamkeit seitens der Schüler und der Lehrer, als es momentan der Fall ist.

Nö, warum? Er wäre lediglich kompakter, er stellte mehr den Kern heraus, das Wesen und ginge weniger in die Details. Wer sich für die interessiert, kann sie später ja im Studiengang Theologie - oder Philosophie - studieren!

Zitat
ch kann deine Besorgnis verstehen, auch wenn ich persönlich den Islam anders kennengelernt habe als du, nämlich wesentlich friedlicher - sowohl anderen religiösen Bekenntnissen als auch dem Atheismus gegenüber und das auf der Grundlage des Korans!

Hast du DEN Islam kennengelernt, oder nur ein paar Stunden Unterricht darüber? Von einem wohlwollenden Pastor, der Ärger aus dem Weg gegen wollte, und darauf bedacht war, die Formel Religion = gut! aufrechtzuerhalten? Es gibt die mekkanischen und die medinaischen Suren. Die friedlichen und die kriegerischen. Mit dem Koran werden der Feierabend-Beter und der Gotteskrieger gleichermaßen bedient! In der heutigen Zeit neigen sich die muslimischen Gläubigen wohl mehr den medinaischen Suren zu.

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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

07.10.2015 11:06
#31 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #29
Denkst du dir die Freiheit der Individualentwicklung ohne jegliche Grenzen? Wenn du doch Grenzen ziehen würdest, wo lägen diese dann?


Die Grenzen müssen dort gezogen werden, wo die Religionsfreiheit die bereits bestehenden Grenzen nicht respektieren will. Der Mensch muss begreifen lernen, dass das Überleben der gesamten Menschheit in dieser Welt und seine eigener individueller Anteil an Verantwortung dafür, im Verstehen der Welt und ihrer harten Wirklichkeit besteht und nicht im gegeneinander rivalisierenden interpretieren von Mythologien, Legenden und Sagen, welche vor tausenden Jahren durch Interpretation der Wirklichkeit entstanden sind, als man noch dachte, dass Krankheiten auf Besessenheit von bösen Dämonen und Geistern zurück zu führen sind.


Zitat von Gysi
Der übliche bekenntnisgebundene Unterricht ist kein Lehrunterricht sondern SUGGESTION! Er lässt wenig individuelle Entwicklungsfreiheit und TRENNT die Gemeinschaft, wenn jetzt die Kinder muslimischer Eltern auch noch separaten Unterricht bekommen sollen.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #29
Meiner Erfahrung nach hatte der bekenntnisgebundene Unterricht überhaupt nur sehr wenig mit den Bekenntnissen an sich zu tun; wobei ich einschränkend sagen muss nur den protestantischen und katholischen, sowie wenige Male einen islamischen Unterricht kennengelernt habe. Wenn ich mich nachher mit meinen Mitschülern über ihren Glauben unterhalten wollte, wussten sie kaum etwas zu erklären, noch bedeutete ihnen ihr Glaube irgendetwas. Heute sind sie übrigens alle Atheisten. Es war eben nur ein Nebenfach, das man brauchte um die 5 in Erdkunde oder Bio auszugleichen. Ganz so dolle scheint das mit der Suggestion also nicht zu funktionieren. Zumindest meiner Erfahrung nach.


Sugestion funktioniert immer nur dort, wo der psychologische Acker dafür geeignet ist. Im Falle einer erfolgreichen Suggestion durch religiöse Heilslehren, ist der Acker immer schon mit irrationalen Wertehierarchien gedüngt. Eine strenge Erziehung im familiären Umfeld der Kinder, die dahingehend strukturiert ist, dass das Kind nur dann als "gutes" Kind akzeptiert werden kann, wenn es sich der Autorität einer ideologischen/religösen Heilslehre unterwirft, ist dann natürlich verheerend erfolgreich.
Wo diese Familiäre Hintergrund-Erziehung fehlt, ist religiöse Suggestion nicht nur wirkungslos, sondern gibt auch die Suggestoren selbst der Lächerlichkeit preis.
Von daher ist es dringend nötig Kinder und Jugendliche, darüber zu informieren und aufzuklären, woher Religion kommt, welche Bedürfnisse sie befriedigt und warum Religion in unserer heutigen Zeit keine zweckmäßige Basis mehr für ein gegenseitiges Verstehen der verschieden Völker untereinander ist. (Wir sehen doch, dass gerade das Festhalten wollen, an Glaubensinterpretationen der Wirklichkeit, die vor tausenden Jahren ihre Gültigkeit hatten, heute am meisten dafür verantwortlich ist, dass wir einander immer weniger verstehen und dies durchaus dazu führen könnte, die, vom Gotteswahn Besessenen längst erwartete Apokalypse ein zu läuten. Dem sollten wir dringend entgegenwirken.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #29

Der Suggestion als solcher wird man nur schwerlich Herr. Bekanntlich unterliegt gerade die Geschichtsschreibung einer Fülle und Vielfalt von Suggestionen, die durch die Erforschung und subjektive Wertung von Historikern und Archäologen eher gefördert als denn gemindert wird. Vorsicht ist also immer geboten. Du nennst im zweiten Absatz deines Beitrages einen wichtige Fähigkeit, die weiterhin gefördert werden muss. Gerade in jeder wissenschaftlichen Disziplin. Das Hinterfragen! Daran können und sollten wir gemeinsam arbeiten, auch über unsere individuellen Überzeugungen - seien sie theistisch oder atheistisch geprägt - hinaus.



Atheismus ist keine Weltanschauung, Snooker. Das mag dir als Theist zwar so scheinen, aber da liegst du völlig falsch.
Atheismus ist eine Anschauung des Geistes.
Damit du leichter verstehst was ich damit meine:

"der Theist schaut sich die Welt an und schließt aus seiner Bewertung auf einen Schöpfer. Der Atheist schaut sich die Bewertung und die Schlussfolgerungen des Theisten an (den Geist) und sieht, dass beides nicht mit der Wirklichkeit der Welt übereinstimmt und es dem Theisten dann wohl nur darum geht, seiner Befindlichkeit etwas vor zu gaukeln. Wäre beides nicht so schlimm, wenn wir weiterhin alle genug Freiraum zur Verfügung hätten, unsere jeweilige Überzeugungen zu leben, ohne dabei ständig aneinander anzuecken. Aber die Weltbevölkerung hat sich nun mal in den letzten 50 Jahren mehr als verdoppelt und der Freiraum den jeder für sich braucht, wird auch zukünftig immer schneller weniger werden. Was also heißt, dass diejenigen, die in dieser Welt nur dann glücklich leben können, wenn sie sich selbst was (Übernatürliches) vormachen - und daher ihre Mitwelt ständig dahingehend manipulieren müssen - sich ihren "Glauben" (Gott) auch von anderen bestätigen zu lassen, dahingehend ziemlich zurückstecken müssen.
Was eben nur dadurch realisierbar ist, dass man ihnen den Acker für die Missionierung gründlich mit Aufklärung versalzt.

SnookerRI Online

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07.10.2015 21:53
#32 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Gysi
Du flüchtest gerne in eine Endloskette der Fragen, wie so oft.

Ich stelle gerne und oft Fragen. Für mich ist es ein probates Mittel um Erkenntnis und verständnis zu erwerben... Ich "flüchte" sozusagen auf dem Weg der Erkenntnis - weg von wilden Spekulationen und Widersprüchen. Andererseits möchte ich damit natürlich nimanden überfordern oder gar nerven.

Zitat von Gysi
"Was ist Manipulation?" Ich kann schon deine nächsten Fragen erahnen...

Yo ... und deshalb spare ich mir auch bis auf Weiteres jedes zusätzliche Nachfragen.. Ich kann mich auch zurückhalten.

Zitat von Gysi
Nö, warum? Er wäre lediglich kompakter, er stellte mehr den Kern heraus, das Wesen und ginge weniger in die Details.

Gut. Ich bin mal gespannt, wie weit du mit deinen Plänen kommst. Vielleicht verstehst du in Zukunft besser, was ich meine, wenn sich die ersten Ergebnisse dieses Unterrichts einstellen.

Zitat von Gysi
Hast du DEN Islam kennengelernt, oder nur ein paar Stunden Unterricht darüber?

Ich habe den Islam maßgeblich über die Muslime und ihr Verständnis vom Koran kennengelernt. Von ihnen trug niemand einen Bombengürtel oder befand sich anderweitig im Krieg gegen die Ungläubigen. Du scheinst da mehrheitlich terroristische Dschihadisten kennengelernt zu haben. Ist das, was du kennengelernt hast, DER Islam? (Entschuldige bitte .... schon wieder eine Frage... Ist mir so rausgerutscht)


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SnookerRI Online

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Beiträge: 8.228

07.10.2015 21:58
#33 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Perquestavolta
Atheismus ist keine Weltanschauung, Snooker. Das mag dir als Theist zwar so scheinen, aber da liegst du völlig falsch.
Atheismus ist eine Anschauung des Geistes.



Dass der Atheismus eine Weltanschauung ist, höre ich immer wieder von den Atheisten selbst. Die scheinen sich noch nicht mit dir unterhalten zu haben. Sonst wären sie ja alle aufgeklärt. Wenn ich also falsch liege, dann auch einen ganze Menge der Atheisten.

Über den Rest deines Beitrages konnte ich wie immer herzlich und gut lachen. Es ist immer wieder sehr erheiternd Neues aus deiner Interpretation der Wirklichkeit zu erfahren.


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Blackysmart Offline




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08.10.2015 07:55
#34 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #32
Ich "flüchte" sozusagen auf dem Weg der Erkenntnis - weg von wilden Spekulationen und Widersprüchen.


Willkommen im Club der Atheisten, SnookerRi

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.863

08.10.2015 09:35
#35 Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Snooker
Gut. Ich bin mal gespannt, wie weit du mit deinen Plänen kommst. Vielleicht verstehst du in Zukunft besser, was ich meine, wenn sich die ersten Ergebnisse dieses Unterrichts einstellen.

ICH bestimme die Zukunft leider nicht. Der Zug rast in die andere Richtung, wie du weißt. => Staatsschulischer Islamunterricht. Also noch tiefere Trennung der Gesellschaft, Trennung in Sachen Ethikbildung nach Gläubigen und Ungläubigen in der unfassbaren Schärfe, die der Koran nun mal vorgibt.

Zitat
Du scheinst da mehrheitlich terroristische Dschihadisten kennengelernt zu haben. Ist das, was du kennengelernt hast, DER Islam?

Ich habe etliche stinknormale Muslime kennengelernt. Von denen war keiner einer dieser Gotteskrieger. Aber jeder von denen - ich wiederhole: JEDER! - schlug sich nach dem 9/11 moralisch auf die Seite der Dschihadisten und wetterte gegen die Schandtaten der USA! Wenn ich mit denen mal eine Kritik gegen den Koran anzubringen versuchte, schoss der Aggressionsspiegel in die Höhe. Das ist exakt die Aggression, die aus der AURA des Koran kommt. Und ich schließe nicht nur aus meinen persönlichen Erfahrungen, ich schließe auch von meinen Informationen über die Weltgeschichte von der Wirkung des Koran auf seine Gläubigen. Der Koran ist kein Friedensbuch. Und wer den als die heilige Fackel Allahs annimmt, der wird den Ungläubigen nicht mit Herzlichkeit, Vertrauen und Liebe begegnen. So ein Buch kann für die Gläubigen nicht ohne Wirkung sein!

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Perquestavolta ( gelöscht )
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08.10.2015 15:57
#36 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #33

Zitat von Perquestavolta
Atheismus ist keine Weltanschauung, Snooker. Das mag dir als Theist zwar so scheinen, aber da liegst du völlig falsch.
Atheismus ist eine Anschauung des Geistes.


Dass der Atheismus eine Weltanschauung ist, höre ich immer wieder von den Atheisten selbst. Die scheinen sich noch nicht mit dir unterhalten zu haben. Sonst wären sie ja alle aufgeklärt. Wenn ich also falsch liege, dann auch einen ganze Menge der Atheisten.

Über den Rest deines Beitrages konnte ich wie immer herzlich und gut lachen. Es ist immer wieder sehr erheiternd Neues aus deiner Interpretation der Wirklichkeit zu erfahren.



Dass Atheisten Atheismus auch als Weltanschauung geltend machen, ist durchaus nicht falsch Sonooker. Nur hat Weltanschauung nichts mit Atheismus zu tun. Sich die Welt anschauen kann jeder.


Ansonsten gehe ich davon aus, dass du sehr genau weist, dass die Zeugen Jehovas und noch sehr viele andere Weltanschauer, die sich die Welt nach den Prophezeiungen der Bibel anschauen, sehr daran interessiert sind, dass möglichst bald "die Zeit der großen Bedrängnis" kommt, damit das Königreich Gottes auf Erden errichtet werden kann, wie sie es nach ihren Auslegungen der Bibel anstreben.

Jeder vernünftige Weltanschauer, der sich die Welt ohne Anweisungen der Bibel anschaut, weis, dass die Wahrnehmung des politischen Wahlrechtes sein persönlicher Beitrag dazu ist, die demokratische Rechtsordnung (s)eines Staates aufrecht zu erhalten. Das heißt umgekehrt, dass Nichtwähler mit bestehender demokratischer Rechtsordnung nicht einverstanden sind, oder man im Falle, dass das Wahlrecht aus anderen Motiven (wie z. B. religiösen Motiven) nicht wahr genommen wird, für die Abschaffung der bestehenden demokratischen Rechtsordnung votiert.

Du kannst also gerne noch eine weile lachen Snooker...

SnookerRI Online

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08.10.2015 19:44
#37 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Perquestavolta
Du kannst also gerne noch eine weile lachen Snooker...

Yo solange du und Direktkontakt hier Beiträge schreiben ist das gesichert.

Zitat von Perquestavolta
Jeder vernünftige Weltanschauer, der sich die Welt ohne Anweisungen der Bibel anschaut

Klar: Vernunft und Anweisungen der Bibel gemeinsam geht ja auch nicht... Herrlich Perquestavolta


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SnookerRI Online

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08.10.2015 19:59
#38 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Gysi
ICH bestimme die Zukunft leider nicht.

Na die Zukunft vielleicht nicht gerade. Aber die Politik kannst du doch mitbestimmen. Wenn das Parteiengefüge deinen Ansprüchen nicht genügt, kannst du ja noch eine eigene Initiative aufmachen. Die wird die Sache dann schon regeln. Genügend Anhänger zu finden, dürfte für dich ein Leichtes sein.

Zitat von Gysi
Ich habe etliche stinknormale Muslime kennengelernt. Von denen war keiner einer dieser Gotteskrieger. Aber jeder von denen - ich wiederhole: JEDER! - schlug sich nach dem 9/11 moralisch auf die Seite der Dschihadisten und wetterte gegen die Schandtaten der USA! Wenn ich mit denen mal eine Kritik gegen den Koran anzubringen versuchte, schoss der Aggressionsspiegel in die Höhe. Das ist exakt die Aggression, die aus der AURA des Koran kommt.


Hmmh. Alle Muslime, die ich kennengelernt habe schlugen sich nach 9/11 auf die Seite der Opfer und verurteilten den islamischen Terror aufs Schärfste. Sie wussten und konnten mir verständlich darlegen, dass es den Terroristen nicht um die Koransuren, sondern um Macht und Einfluss geht, Dinge, um die es auch im völlig säkularisierten Zusammnespiel von Wirtschaft und Politik geht. Wir haben da einfach unterschiedliche Erfahrungen gemacht, Gysi.

Kann es den Koran nach der Kritik von dir überhaupt noch geben? (Ich hoffe, diese Frage ist mir erlaubt)


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08.10.2015 20:09
#39 Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Snooker
Kann es den Koran nach der Kritik von dir überhaupt noch geben? (Ich hoffe, diese Frage ist mir erlaubt)

Klar. Überall käuflich zu erwerben. Finde ich auch richtig so. Allerdings hatte ich es auch immer für richtig gefunden, wenn man Adolfs "Mein Kampf" erwerben könnte. Na, ab Januar isses ja so weit.

Was ist der Koran denn für dich? Ein tolles Friedensbuch? Wir nehmen ja auch schon das NT verschieden wahr.

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Perquestavolta ( gelöscht )
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08.10.2015 20:34
#40 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #37

Zitat von Perquestavolta
Du kannst also gerne noch eine weile lachen Snooker...
Yo solange du und Direktkontakt hier Beiträge schreiben ist das gesichert.

Zitat von Perquestavolta
Jeder vernünftige Weltanschauer, der sich die Welt ohne Anweisungen der Bibel anschaut

Klar: Vernunft und Anweisungen der Bibel gemeinsam geht ja auch nicht...




Du schneidest dir ja dafür immer die Sätze aus dem Kontext...

Eine vernünftige Weltanschauung ist immer realistisch und nicht auf die Zerstörung der Welt ausgerichtet. Ganz gleich durch wen auch immer.

Und du willst doch jetzt nicht leugnen, dass die Zeugen Jehovas auf die Zerstörung der Welt durch Gott hoffen und auf das Eintreten der "großen Bedrängnis", welche dieser Zerstörung vorausgehen muss?
Der Konflikt zwischen dem Islam und der westlicher Zivilisation könnte, durchaus diese "große" Bedrängnis herbei führen. Auch die arabisch-muslimische Feindschaft gegen das wiederauferstandene Israel kommt den Zeugen Jehovas gar nicht so ungelegen.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #37

Hmmh. Alle Muslime, die ich kennengelernt habe schlugen sich nach 9/11 auf die Seite der Opfer und verurteilten den islamischen Terror aufs Schärfste. Sie wussten und konnten mir verständlich darlegen, dass es den Terroristen nicht um die Koransuren, sondern um Macht und Einfluss geht, Dinge, um die es auch im völlig säkularisierten Zusammnespiel von Wirtschaft und Politik geht. Wir haben da einfach unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

Als ein Erfahrungsbericht von jemandem der gar nicht an politischen Wahlen teilnimmt und sich für das Zusammenspiel von Wirtschaft und Politik nur dann interessiert, wenn es es möglichst konfliktbehaftet von statten geht und den Weltfrieden gefährdet, weil dann endlich die "große Bedrängnis" kommt...

klingt das ganze ziemlich hinterhältig..

SnookerRI Online

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Beiträge: 8.228

08.10.2015 20:56
#41 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Perquestavolta
Als ein Erfahrungsbericht von jemandem der gar nicht an politischen Wahlen teilnimmt und sich für das Zusammenspiel von Wirtschaft und Politik nur dann interessiert, wenn es es möglichst konfliktbehaftet von statten geht und den Weltfrieden gefährdet, weil dann endlich die "große Bedrängnis" kommt...

klingt das ganze ziemlich hinterhältig..

Alles, was ich sage, klingt für dich hinterhältig und verlogen, solange ich nicht deine Meinung kritiklos übernehme. Du musst das auch so sehen, damit du deine narzisstischen Befindlichkeiten befriedigen kannst.

Zitat von Perquestavolta
Du schneidest dir ja dafür immer die Sätze aus dem Kontext...

Was dir ja nieeeeeeeeeee in den Sinn käme

Lass gut sein, Perquestavolta. You made my day!


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08.10.2015 21:05
#42 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Gysi
Was ist der Koran denn für dich? Ein tolles Friedensbuch? Wir nehmen ja auch schon das NT verschieden wahr.

Der Koran ist für mich die Schriftsammlung durch die sich die Muslime definieren. Das sind Thora und Talmud für die Juden, zusätzlich zum AT kommt das NT für die Christen, und die großen Philosophen wie Kant, Voltaire, Hegel, Freud, oder die Griechen, wie Epikur, Xenophanes für die Atheisten sind.


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08.10.2015 21:55
#43 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #41

Zitat von Perquestavolta
Als ein Erfahrungsbericht von jemandem der gar nicht an politischen Wahlen teilnimmt und sich für das Zusammenspiel von Wirtschaft und Politik nur dann interessiert, wenn es es möglichst konfliktbehaftet von statten geht und den Weltfrieden gefährdet, weil dann endlich die "große Bedrängnis" kommt...

klingt das ganze ziemlich hinterhältig..
Alles, was ich sage, klingt für dich hinterhältig und verlogen, solange ich nicht deine Meinung kritiklos übernehme. Du musst das auch so sehen, damit du deine narzisstischen Befindlichkeiten befriedigen kannst.




Selbst der Wachturm bestätigt meine Unterstallung, dass die Zeugen Jehovas die "Rreligionsfreiheit" als strategisches Kampfmittel gegen die demokratische Rechtsordnung einsetzen. Mit welcher hintergründigen Absicht, lässt sich aus den Glaubenszielen der ZJ-Gemeinschaft leicht ableiten.

LInk

SnookerRI Online

Soul-Societist


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08.10.2015 21:59
#44 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Perquestavolta
Mit welcher hintergründigen Absicht, lässt sich aus den Glaubenszielen der ZJ-Gemeinschaft leicht ableiten.

Für dich lässt sich alles aus Allem ableiten, solange es nur negativ über ZJ ist somit deinem Narzissmus gerecht wird.


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09.10.2015 09:25
#45 Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Snooker
Der Koran ist für mich die Schriftsammlung durch die sich die Muslime definieren.

Wie DU den Koran wahrnimmst, wollte ich wissen. Als göttlich? Als ein Friedensbuch? Du hast die Moslems deiner Umgebung als sehr positiv wahrgenommen. Da tue ich in Bezug auf meine Umgebung zu einem guten Teil auch. Aber es ist auch klar, dass ein Zwei-Minuten-Gespräch nicht alles offenbart. Bist du wirklich der Auffassung, dass ein von Allah gesandtes Buch an die Menschheit in all seiner unfassbaren Abstoßung gegen die Ungläubigen ohne Wirkung auf die Prägung der Moslems bleibt? Religion ist nicht nur Folklore, Religion ist charakterbildend, und das ganz bestimmt, wenn sie dir in deiner (kindlichen) Prägephase eingegeben wurde.

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09.10.2015 13:41
#46 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Es hat auch schon Sekten gegeben, die ihren Nachwuchs/das eigene Fleisch und Blut, unmittelbar nach der Geburt getötet haben, damit dieser/dieses keine "Sünden" begehen kann.
Dies hatte seinen Grund in einer bestimmten Auslegung der Bibel. Wie der Koran gegenwärtig zum Teil ausgelegt wird, ist mindestens genauso problematisch.

Qumramrollen und Quransuren kann der Oberflächliche leicht verwechseln.

Im Jahre 1955 wurde das Buch "Und die Bibel hat doch recht" von Werner Keller veröffentlicht.
Dazu gibt es einige Theorien. Die Deutung der Funde und ihr möglicher Zusammenhang mit den Schriften sind allerdings stark umstritten.
Trotzdem werden hartnäckige Sektenangehörige weiter auf diesen sogenannten "Beweisen" herumreiten und notfalls ihre Auffassung von heiligen Schriften nicht nur (!) in gemeingefährlich-aufdringlicher Form kundtun, sondern auch zum praktischen Teil des erbarmungslosen Kreuzzuges oder Dschihads übergehen.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

09.10.2015 15:46
#47 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #44

Zitat von Perquestavolta
Mit welcher hintergründigen Absicht, lässt sich aus den Glaubenszielen der ZJ-Gemeinschaft leicht ableiten.
Für dich lässt sich alles aus Allem ableiten, solange es nur negativ über ZJ ist somit deinem Narzissmus gerecht wird.



Die Gründe, warum ich nicht gut auf die Zeugen Jehovas zu sprechen bin habe ich dir mehrmals genannt, SnookerRI. Und es gibt zudem auch noch jede Menge andere Bibelsekten, die mir genausowenig sympathisch sind.

Aber dass ist hier gar nicht das Thema. Es geht um Religionsfreiheit und Demokratie.

Das Glaubensziel aller Bibelsekten ist ein baldiges Ende der Welt und die Bestrafung all jener, die sich nicht der Autorität des sogenannten Wort Gottes unterwerfen, welches sie sich in der Bedeutung je nach Sektengruppe nach ihren Vorstellungen auslegen. Und von daher auch die Schuld für alles das, was in der Welt schief läuft, jenen zuschiebt, die nicht von selben Glauben sind.

Das heißt schon mal, dass alle diese Sekten jedwede pluralistische Form von Demokratie ablehnen und in der Regel auch keinen eigenen Beitrag gegenüber einer staatlichen Gemeinschaft leisten, welcher über die eigenen Interessen und deren Verwirklichung hinaus geht. (Demokratie-Schmarotzer!!)

Auch viele Gruppierungen der Islamischen Religion zeigen genau die selben antidemokratischen Symptome, wie die ganzen sogenannten Bibel-Christen. Und auch sie geben die Schuld für alles das was in dieser Welt nicht richtig läuft, immer denen, die für sie als Ungläubige gelten.

Und wenn man das jetzt zusammenrechnet, dann leben derzeit ziemlich viele Menschen auf dem Planeten, die für all das was in dieser Welt schief läuft die Schuld, immer nur bei den anderen sehen, die dafür bestraft werden sollen und müssen, dass sie nicht vom richtigen Glauben sind.

Unsere Welt ist nun aber ein sehr empfindliches ökologisches Gefüge, welches, wie man sieht, ziemlich anfällig gegen unbedachte Eingriffe durch uns Menschen ist. Zum einen, weil wir vieles was wir darüber wissen müssen, erst nach und nach verstehen gelernt haben und nicht zuletzt, überhaupt erst mit dem immer tiefer greifenden Verständnis Evolutionstheorie entschlüsseln konnten. Und zum anderen, leben derzeit ziemlich viele Menschen gleichzeitig auf dem Planeten, die alle zusammen das empfindliche ökologische Gefüge das Planeten auch dann schwerwiegend belasten, wenn sie die Befriedigung ihrer Bedürfnisse auf ein Minimum reduzieren.
Auch brauchen all diese vielen Menschen immense Mengen an energetischen Ressourcen, die zudem immer schwieriger zu erschließen sind und daher auch immer teurer werden...

Wir hätten also noch ganz andere schwerwiegende Problem, als verletzte religiöse Gefühle, die ständig gerächt werden wollen. Und das ist dabei noch nicht mal das eigentlich Schwerwiegende, sondern der Umstand, dass sich Religion schon seit eh und je immer als Rechtfertigung für sehr profane Interessenskonflikte eignet.
Was in der Natur der Sache liegt, dass sich alle Gläubigen dieser Welt für die Guten halten, die vor ihrer eigenen Gottesvorstellung immer alles richtig machen und daher die Bösen immer die Interessen des anderen Rudel vertreten, welches nicht dem Willen "Gottes" folgt.

Wenn es nun aber diesen Gott reale gar nicht gibt, und dieser Wettbewerb der Scheinheiligkeit nur einer der vielen Mechanismen der Evolution ist, dann sollten wir dringend was gegen diesen irrealen Gott unternehmen, bevor die Selektionsmechanismen der Evolution selbst zuschlagen.

SnookerRI Online

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09.10.2015 23:31
#48 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Gysi
Wie DU den Koran wahrnimmst, wollte ich wissen. Als göttlich? Als ein Friedensbuch?

Wenn es dir um diese beiden Möglichkeiten geht: Weder noch, sonst wäre ich wohl selbst Muslim. Trotzdem sehe ich nicht in jedem Menschen, der sich durch den Koran definiert, einen potentiellen islamistischen Terroristen. Eine solche Denkweise hilft nur den Terroristen selbst. Deswegen liegt ihnen ja auch so viel daran den Islam als Ganzes ins Kreuzfeuer zu stellen.

Zitat von Gysi
Aber es ist auch klar, dass ein Zwei-Minuten-Gespräch nicht alles offenbart. Bist du wirklich der Auffassung, dass ein von Allah gesandtes Buch an die Menschheit in all seiner unfassbaren Abstoßung gegen die Ungläubigen ohne Wirkung auf die Prägung der Moslems bleibt? Religion ist nicht nur Folklore, Religion ist charakterbildend, und das ganz bestimmt, wenn sie dir in deiner (kindlichen) Prägephase eingegeben wurde.

Ich weiß von Terroristen, die "Ungläubigen" die Köpfe abschneiden und lebende Bomben für ihre Anschläge einsetzen. Ist das der Koran? Ich weiß von freundlichen Mitschülern, die keiner Fliege was antun konnten, und bestens mit Andersgläubigen und Atheisten auskommen, und gerade das mit dem Koran begründeten. Ist das der Koran? Für mich ist entscheidend, wie sich ein Mensch in seinem Leben verhält. Ob er nun als Kind atheistisch, christlich, muslimisch oder sonst wie geprägt wurde.


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SnookerRI Online

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Beiträge: 8.228

09.10.2015 23:38
#49 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Perquestavolta
Und wenn man das jetzt zusammenrechnet, dann leben derzeit ziemlich viele Menschen auf dem Planeten, die für all das was in dieser Welt schief läuft die Schuld, immer nur bei den anderen sehen, die dafür bestraft werden sollen und müssen, dass sie nicht vom richtigen Glauben sind.

Du wirfst mir ja auch vor, nicht vom richtigen Glauben zu sein. Du siehst die Schuld für das viele Leid in der Welt auch bei mir und und den anderen Bibelsekten, überhaupt bei allen Menschen, die dir nicht gefallen. Du bist selbst einer der vielen, die du kritisierst.

Zitat von Perquestavolta
Wenn es nun aber diesen Gott reale gar nicht gibt, und dieser Wettbewerb der Scheinheiligkeit nur einer der vielen Mechanismen der Evolution ist, dann sollten wir dringend was gegen diesen irrealen Gott unternehmen, bevor die Selektionsmechanismen der Evolution selbst zuschlagen.

Was denn nun? Einerseits die Evolution akzeptieren und andererseits aktiv dagegen vorgehen? Das wäre ja anti-evolutionistisch. Lass die Evolution mal machen. Oder hast du Angst ein Opfer der Selektionsmechanismen der Evolution zu sein?


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10.10.2015 10:16
#50 Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Snooker
Trotzdem sehe ich nicht in jedem Menschen, der sich durch den Koran definiert, einen potentiellen islamistischen Terroristen.

Es gibt die "friedlichen" mekkanischen und die kriegerischen medinaischen Suren. Mit seinen mekkanischen Surenoffenbarungen kam Mohammed nicht durch bei seinen Zeitgenossen. Also griff er zum Schwert - damit kam er durch! Diese kriegerischen Erfolgsstories sind in den "medinaischen" Suren niedergelegt.
"Nicht jeder Muslim ist gleich ein Terrorist!" Diesen Satz kenne ich jetzt. Er stimmt ja auch. Ist es deswegen harmlos, Kinder in ihrer Prägezeit mit einer Religion zu impfen, die zwar ein paar hübsche, gute Lebensweisheiten Mohammeds, aber überwiegend einen unfassbaren und folterbegehrenden Hass gegen die Ungläubigen in sich trägt?
"Die Bibel wünscht sich auch die Ungläubigen in die Hölle! Alles Jacke wie Hose!", monieren die Grünen. Hier kommt die PSYCHOLOGIE der Schriftwerke zur Geltung: Die Bibel schreibt auf über dreitausend Seiten (auf normale Buchseiten gerechnet) vielleicht auf zwei Seiten was über das Höllenfeuer für die Ungläubigen. Der Koran hingegen beinahe auf jeder zweiten seiner 500 Seiten und malt dazu die Folterstrafen für die "Frevler" immer wieder mit schadenfroher Genüsslichkeit aus. Die WIRKUNG des Koran auf die Kinder und die Wirkung der Bibel sind verschieden und eben nicht "Jacke wie Hose"! Nicht, dass ich damit das Christentum befürworte... "Nicht jeder Moslem ist ein Terrorist!" Aber beinahe jeder Terrorist ist heutzutage ein Moslem! Und es werden derzeit immer mehr. Und auch die vielen Nichtterroristen unter den Moslems, werden die medinaischen Suren ihres heiligen Buches nicht ignorieren können, wenn sie denn wirklich gläubig sind.

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