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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 58 Antworten
und wurde 2.386 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
Seiten 1 | 2 | 3
Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.035

04.10.2015 08:50
Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Wir haben das Thema natürlich hier und da schon mal gestreift. Aber noch nie so explizit behandelt, wenn ich mich nicht irre. Darum hier das Thema: WAS IST RELIGIONSFREIHEIT? Seine Analyse ist meiner Auffassung nach wichtig fürs Demokratieverständnis.

Was ist Religionsfreiheit? Das wäre Unterrichts- und Diskussionsstoff zum demokratischen Zusammenleben nicht nur für Zureisewillige – nein, für uns Einheimische auch!

1. Religionsfreiheit wird gemeinhin als die Freiheit der Bekenntnisgruppen verstanden, nach ihrem Gustus ihre Kinder zu formen. Unter Berücksichtigung der Menschenwürde und der Souveränität der Entfaltungsfreiheit des Individuums kann Religionsfreiheit jedoch nur als volle Entscheidungsfreiheit des Einzelnen für ein Bekenntnis verstanden werden, bei voller Entscheidungsfähigkeit! Sei es für eine Religion oder gegen sie! D.h., Religionsunterricht darf es nur bekenntnisneutral geben – und für alle Kinder zusammen, nicht nach den Bekenntnissen ihrer Eltern getrennt! DAS wäre ein gemeinschaftsfördernder Prozess. Kinder nach Religionen zu trennen, die sich gegenseitig als Ungläubige im Grunde ihrer Philosophie spinnefeind sind, ist es jedenfalls nicht! Das Kind muss sich immer der Möglichkeit zu einer Alternative bewusst sein.

2. Die Religionsfreiheit hat offenbar zur Folge, dass über die substanziellen Glaubensbekenntnisse generell geschwiegen wird, statt sie mit Diskussionen in die Mangel zu nehmen. Das könnten die Atheisten viel mehr tun. Die öffentliche Meinungsmache folgt bis dato einheitlich der Formel: Religion = gut!

3. Zuziehende Moslems verstehen die Religionsfreiheit gemeinhin als die Freiheit des Islam, sich beliebig auszubreiten. In Wirklichkeit steht auch seinem Gotteswort das demokratische MENSCHENWORT über! Das kann nicht jeder begreifen oder akzeptieren. Muss er aber!

4. Der beste Weg einen gläubigen Moslems in die Demokratie ist der Weg ins Ex-Muslimen-Sein! Tipps gibt es z.B. bei Ayaan Hirsi Ali, Hamed Abdel-Samad, Salman Rushdie und bein Zentralrat der deutschen Ex-Muslime.

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Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

04.10.2015 12:29
#2 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Dem vorstehenden Beitrag kann man Folgendes hinzufügen:

Es muss einen Weg zur vorurteilsfreien Erziehung und erlebter Freiheit angestrebt werden.

Das ist mit qualifizierten Diskussionen und intelligenten Fragestellungen schon im Kindergarten möglich.

Dogmen sollten vernünftigerweise durch ein Ringen um die Wahrheit ersetzt werden.

Wer nur eine einzige Weltanschauung überheblich ausposaunt und versucht, die "Konkurrenz" madig zu machen, sollte mit passenden Fragen dazu "gelöchert" werden.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

04.10.2015 13:21
#3 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Direktkontakt
Wer nur eine einzige Weltanschauung überheblich ausposaunt und versucht, die "Konkurrenz" madig zu machen, sollte mit passenden Fragen dazu "gelöchert" werden.

Ob da auch der Atheismus mitziehen wird? Oder sieht man sich als Atheist ohnehin schon außerhalb jeder Konkurrenz als den anderen Bekenntnissen weitaus "überlegen" an?

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Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

04.10.2015 13:37
#4 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #3

Zitat von Direktkontakt
Wer nur eine einzige Weltanschauung überheblich ausposaunt und versucht, die "Konkurrenz" madig zu machen, sollte mit passenden Fragen dazu "gelöchert" werden.
Ob da auch der Atheismus mitziehen wird? Oder sieht man sich als Atheist ohnehin schon außerhalb jeder Konkurrenz als den anderen Bekenntnissen weitaus "überlegen" an?



Wahrscheinlich sind die Atheisten auf der richtigen "Fährte".
Ich selbst betrachte mich als Agnostiker. Dieser feine Unterschied spielt in Bezug auf die (nicht mögliche?) Beweisführung im Augenblick keine entscheidende Rolle, sollte jedoch grundätzlich beachtet werden.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

04.10.2015 14:19
#5 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Direktkontakt im Beitrag #4
Zitat von SnookerRI im Beitrag #3

Zitat von Direktkontakt
Wer nur eine einzige Weltanschauung überheblich ausposaunt und versucht, die "Konkurrenz" madig zu machen, sollte mit passenden Fragen dazu "gelöchert" werden.
Ob da auch der Atheismus mitziehen wird? Oder sieht man sich als Atheist ohnehin schon außerhalb jeder Konkurrenz als den anderen Bekenntnissen weitaus "überlegen" an?


Wahrscheinlich sind die Atheisten auf der richtigen "Fährte".
Ich selbst betrachte mich als Agnostiker. Dieser feine Unterschied spielt in Bezug auf die (nicht mögliche?) Beweisführung im Augenblick keine entscheidende Rolle, sollte jedoch grundätzlich beachtet werden.



Welche Auswirkungen hätte denn der naturwissenschaftliche Nachweis der Existenz Gottes auf dich? Was würde sich für dich ändern?

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Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

04.10.2015 14:40
#6 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #5
Zitat von Direktkontakt im Beitrag #4
Zitat von SnookerRI im Beitrag #3

Zitat von Direktkontakt
Wer nur eine einzige Weltanschauung überheblich ausposaunt und versucht, die "Konkurrenz" madig zu machen, sollte mit passenden Fragen dazu "gelöchert" werden.
Ob da auch der Atheismus mitziehen wird? Oder sieht man sich als Atheist ohnehin schon außerhalb jeder Konkurrenz als den anderen Bekenntnissen weitaus "überlegen" an?


Wahrscheinlich sind die Atheisten auf der richtigen "Fährte".
Ich selbst betrachte mich als Agnostiker. Dieser feine Unterschied spielt in Bezug auf die (nicht mögliche?) Beweisführung im Augenblick keine entscheidende Rolle, sollte jedoch grundätzlich beachtet werden.



Welche Auswirkungen hätte denn der naturwissenschaftliche Nachweis der Existenz Gottes auf dich? Was würde sich für dich ändern?



Welche
"Existenz Gottes" ist gemeint? Könnte es alternativ sein, dass statt dessen z. B. nur die Promis unter den Göttern wie "Allah" oder "Manitou" gemeint sind?

Wenn ein hergelaufener Prediger SnookerRI wortreich versichert, dass ein bösartiger Buhmann oder das Fliegende Spaghettimonster über den Wolken die Geschicke des Planeten bestimmt, dann bin ich gespannt, ob dieser neuen Version von ihm Glauben geschenkt wird. Wahrscheinlich nicht, weil die Nibelungentreue zur ebenbürtigen Wachtturmgesellschaft absoluten Vorrang genießt.

Bisherige und gegenwärtige Religionsführer sind bezüglich der Beweisführung noch nicht über das Stadium des hergelaufenen Predigers hinausgewachsen.
Deren irdische Vorrangstellung beruhte/beruht lediglich auf Betrug und brutaler Machtausübung. Der eigentliche "metaphykalische Gegenstand" ist als Popanz, Überbau oder Phanstasieprodukt nur Gegenstand der Angsteinflößung und Einschüchterung zwecks Herrschaftssicherung.

Sollte solch ein Popanz tatsächlich existieren, werden wir uns wohl ins Unvermeidliche fügen und ggf. fromm (wie?) beten müssen.
Aller Erfahrung nach ist davon auszugehen, dass dieses Szenario höchstwahrscheinlich nicht zu erwarten ist.

SnookerRI möge das Gegenteil beweisen.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.035

04.10.2015 15:08
#7 Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Was mir Bauchschmerzen bereitet, ist die durch vorauseilenden Gehorsam schon beschädigte Meinungsfreiheit, wenn es um das Thema Islam geht. Diese Deeskalationsstrategie wird aber unsere Demokratie nicht schützen. Die gläubigen Moslems haben nur ein Universum, und das heißt ISLAM! Wir müssen die Entfaltungafreiheit für Kinder auch in Religionsfragen herstellen! Und die wird u.a. durch BEKENNTNISUNGEBUNDENEN Religionsunterricht FÜR ALLE GEMEINSAM hergestellt. Wir brauchen etwas mehr KONSENS für unsere Gesellschaft, nicht weniger! Mit Kotaus vor dem Islam und Machtzugeständnissen ihm gegenüber von Seiten des Staates werden wir die Weltmachtanstreber des Islam nicht schwächen sondern stärken.

Mir bereiten nicht (so sehr) die Flüchtlingsströme Schwierigkeiten, sondern der alarmblinde Umgang von uns Einheimischen mit dem Islam! Wir haben mit den Migranten in den 60ern schon alles fasch gemacht. Und das hat sich in den frühen Jahren dieses Jahrhunderts nicht gebessert! How will we ever learn?

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Reisender Offline



Beiträge: 4.058

04.10.2015 16:28
#8 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #7
Was mir Bauchschmerzen bereitet, ist die durch vorauseilenden Gehorsam schon beschädigte Meinungsfreiheit, wenn es um das Thema Islam geht. Diese Deeskalationsstrategie wird aber unsere Demokratie nicht schützen. Die gläubigen Moslems haben nur ein Universum, und das heißt ISLAM! Wir müssen die Entfaltungafreiheit für Kinder auch in Religionsfragen herstellen! Und die wird u.a. durch BEKENNTNISUNGEBUNDENEN Religionsunterricht FÜR ALLE GEMEINSAM hergestellt. Wir brauchen etwas mehr KONSENS für unsere Gesellschaft, nicht weniger! Mit Kotaus vor dem Islam und Machtzugeständnissen ihm gegenüber von Seiten des Staates werden wir die Weltmachtanstreber des Islam nicht schwächen sondern stärken.

Mir bereiten nicht (so sehr) die Flüchtlingsströme Schwierigkeiten, sondern der alarmblinde Umgang von uns Einheimischen mit dem Islam! Wir haben mit den Migranten in den 60ern schon alles fasch gemacht. Und das hat sich in den frühen Jahren dieses Jahrhunderts nicht gebessert! How will we ever learn?


Auch ohne Islam wäre die Zuwanderung in dieser Größenordnung ein gewaltiges Problem.
Es gibt weder Wohnung noch Arbeit für diese Massen, und sie müssen Jahre im Massenquartieren leben.
Aber nach und nach würden sich viele Integrieren und manche assimilieren.
Für Muslime nun wird dergleichen nicht geschehen, sie akzeptieren bei uns nur staatliche Alimente, das Steuergeld
der Werktätigen, alles andere lehnen sie ab.
Sie wollen Häuser und blonde Frauen, die Mutter aller Gläubigen, die Merkel, hat das versprochen.
Die islamische Invasion ist generalstabsmäßig geplant.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

04.10.2015 17:49
#9 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Direktkontakt im Beitrag #6
Zitat von SnookerRI im Beitrag #5
Zitat von Direktkontakt im Beitrag #4
Zitat von SnookerRI im Beitrag #3

Zitat von Direktkontakt
Wer nur eine einzige Weltanschauung überheblich ausposaunt und versucht, die "Konkurrenz" madig zu machen, sollte mit passenden Fragen dazu "gelöchert" werden.
Ob da auch der Atheismus mitziehen wird? Oder sieht man sich als Atheist ohnehin schon außerhalb jeder Konkurrenz als den anderen Bekenntnissen weitaus "überlegen" an?


Wahrscheinlich sind die Atheisten auf der richtigen "Fährte".
Ich selbst betrachte mich als Agnostiker. Dieser feine Unterschied spielt in Bezug auf die (nicht mögliche?) Beweisführung im Augenblick keine entscheidende Rolle, sollte jedoch grundätzlich beachtet werden.



Welche Auswirkungen hätte denn der naturwissenschaftliche Nachweis der Existenz Gottes auf dich? Was würde sich für dich ändern?


Welche
"Existenz Gottes" ist gemeint? Könnte es alternativ sein, dass statt dessen z. B. nur die Promis unter den Göttern wie "Allah" oder "Manitou" gemeint sind?

Wenn ein hergelaufener Prediger SnookerRI wortreich versichert, dass ein bösartiger Buhmann oder das Fliegende Spaghettimonster über den Wolken die Geschicke des Planeten bestimmt, dann bin ich gespannt, ob dieser neuen Version von ihm Glauben geschenkt wird. Wahrscheinlich nicht, weil die Nibelungentreue zur ebenbürtigen Wachtturmgesellschaft absoluten Vorrang genießt.

Bisherige und gegenwärtige Religionsführer sind bezüglich der Beweisführung noch nicht über das Stadium des hergelaufenen Predigers hinausgewachsen.
Deren irdische Vorrangstellung beruhte/beruht lediglich auf Betrug und brutaler Machtausübung. Der eigentliche "metaphykalische Gegenstand" ist als Popanz, Überbau oder Phanstasieprodukt nur Gegenstand der Angsteinflößung und Einschüchterung zwecks Herrschaftssicherung.

Sollte solch ein Popanz tatsächlich existieren, werden wir uns wohl ins Unvermeidliche fügen und ggf. fromm (wie?) beten müssen.
Aller Erfahrung nach ist davon auszugehen, dass dieses Szenario höchstwahrscheinlich nicht zu erwarten ist.

SnookerRI möge das Gegenteil beweisen.

Warum sollte ich das wollen? Hinsichtlich der Beweislast: Du sprichst mir doch selbst immer wieder die Möglichkeit ab, das zu können... Wozu soll ich mir die Mühe machen, wenn du noch nicht mal bereit bist, eine anderslautende Meinung überhaupt anzuhören. Dann kommt wieder: "Ach das ist mir zu langatmig, das ist ablenkend und ausweichend." Und warum empfindest du so? Weil dich meine Beweisführung überhaupt nicht interessiert. Du bist hier um deine Vorurteile bestätigt zu finden. Ich freue mich darüber, dass du das in jedem beitrag so verdeutlichst.

Der Gottesbegriff, den du hier verwendest, wird ja häufig von Kritikern des Theismus verwendet, um die Ablehnung der Gotteshypothese zu rechtfertigen. Das ist allerdings auch der Grund, warum die Kritik völlig wirkungslos verpufft. Was dieses Gottesverständnis betrifft, gibt es gegen deine Schlussfolgerungen nichts einzuwenden. Ein solcher Gott existiert tatsächlich nur in der Vorstellung derer, die ihre politische Macht und Herrschaft gesichert wissen wollen und in den Köpfen der Atheisten und anderen Kritiker des Monotheismus, welche eine solche perfide, abartige Gottesvorstellung brauchen, damit sie sie ablehnen können.

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Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.035

04.10.2015 19:43
#10  Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Reisender
Auch ohne Islam wäre die Zuwanderung in dieser Größenordnung ein gewaltiges Problem.

Aber nicht SO eins! Slawen, Balten, Polen usw. sind deutlich integrationsfähiger, weil sie eine andere Prägung haben! Auch eine andere religiöse.

Zitat
Es gibt weder Wohnung noch Arbeit für diese Massen, und sie müssen Jahre im Massenquartieren leben.

Mal den Teufel nicht an die Wand...

Zitat
Sie wollen Häuser und blonde Frauen,

Na, jetzt überziehst du aber. Sie wollen die uns ja nicht klauen.

Mein Vorschlag: Wir können die Flüchtlinge nicht abweisen. Aber wir könnten den Islam in einen Religionsunterricht binden, der nicht bekenntnisgebunden ist. Damit jedes Kind gleich die Relativität der Religionen und die Alternativen hierzu erfährt. Und die kritische Diskussion muss deutlich stärker in die Medien rein! So wie hier im RF. Die Moscheen müssen kontrolliert werden, alle! Die Schönrederei muss ein Ende finden! Die Alternative, den Islam zu verlassen, muss für alle Moslems immer mehr zu einer machbaren Option werden! Wir müssen darüber nachdenken, unseren Umgang mit der Religionsfreiheit zu reformieren.

Arbeit und Bildung sind noch wichtiger, klar. Sanktionen müssen bei Integrationsunwilligkeit ab jetzt sofort einsetzen. Die Popularität der Gutmenschen-Rederei muss ihre suggestiv-propagandistische Macht verlieren!

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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

04.10.2015 20:50
#11 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #9


Der Gottesbegriff, den du hier verwendest, wird ja häufig von Kritikern des Theismus verwendet, um die Ablehnung der Gotteshypothese zu rechtfertigen. Das ist allerdings auch der Grund, warum die Kritik völlig wirkungslos verpufft. Was dieses Gottesverständnis betrifft, gibt es gegen deine Schlussfolgerungen nichts einzuwenden. Ein solcher Gott existiert tatsächlich nur in der Vorstellung derer, die ihre politische Macht und Herrschaft gesichert wissen wollen und in den Köpfen der Atheisten und anderen Kritiker des Monotheismus, welche eine solche perfide, abartige Gottesvorstellung brauchen, damit sie sie ablehnen können.




Du verdrehst da gewaltig die Faktenlage, SnookerRI!
Es geht nicht um die Ablehnung der Gotteshypothese, sondern um die Ablehnung der Auswirkungen, die die Gotteshypothese zwangsläufig immer mit sich bringt!

Das monotheistischen Gottesbild ist ohnehin ein polytheistisches, da jeder Mensch die die Dinge die jenseits seines eigenen und direkten Erfahrungshorizontes liegen, immer nur mit seinem eigenen Kopfkino interpretiert, das sich auf Basis persönlicher Lebenserfahrungen und sogenannten Bildungsinformationen auch den eigenen Film von der Information Gott macht.
Gerade du als Zeuge Jehovas müsstest das am besten wissen. Warum wohl sonst muss jeder Neuling der Zeugen Jehovas zuerst lernen, wie die Bibel interpretiert und verstanden werden muss, damit der Neuling sich nicht selbst sein eigenes und auch sehr wahrscheinlich ein ganz anderes Bild von Gott macht, als es im Sinne der ZJ-Gemeinschaft ausschauen soll... !"!!!!

Gott ist in jedem Fall ein Arschloch, weil jeder mit "Gott" seinen Nächsten nötigen, erpressen und manipulieren kann, wenn dieser sich nicht sicher ist, ob es Gott als reales Wesen vielleicht doch gibt. Diese Nötigungen, Erpessungen und Manipulationen unter Berufung auch Gott, finden immer im Umfeld des einzelnen Individuums statt, wie eben in Familien, Sippen, Stammesgemeinschaften.. Das läuft auch bei euch Zeugen Jehovas nicht anderes!

Und bei all dem geht es um nichts anderes, als bei den hierarchischen Rangornungskämpfen in einem Wolfsrudel zusammen.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

04.10.2015 21:19
#12 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Perquestavolta
Du verdrehst da gewaltig die Faktenlage, SnookerRI!
Es geht nicht um die Ablehnung der Gotteshypothese, sondern um die Ablehnung der Auswirkungen, die die Gotteshypothese zwangsläufig immer mit sich bringt!

So dann denk jetzt bitte noch mal genau über diesen Satz nach....

Zitat von Perquestavolta
Das monotheistischen Gottesbild ist ohnehin ein polytheistisches, da jeder Mensch die die Dinge die jenseits seines eigenen und direkten Erfahrungshorizontes liegen, immer nur mit seinem eigenen Kopfkino interpretiert, das sich auf Basis persönlicher Lebenserfahrungen und sogenannten Bildungsinformationen auch den eigenen Film von der Information Gott macht. Gerade du als Zeuge Jehovas müsstest das am besten wissen. Warum wohl sonst muss jeder Neuling der Zeugen Jehovas zuerst lernen, wie die Bibel interpretiert und verstanden werden muss, damit der Neuling sich nicht selbst sein eigenes und auch sehr wahrscheinlich ein ganz anderes Bild von Gott macht, als es im Sinne der ZJ-Gemeinschaft ausschauen soll... !"!!!!

Ja, wir kennen deine Interpretation der Wirklichkeit. Die hat aber mit der Wirklichkeit nach deinen eigenen Worten nichts zu tun.

Zitat von Perquestavolta
Gott ist in jedem Fall ein Arschloch,

Yo das scheint auf deine Interpretation des Göttlichen perfekt zuzutreffen. Du verhältst dich jedenfalls entsprechend.

Zitat von Perquestavolta
Und bei all dem geht es um nichts anderes, als bei den hierarchischen Rangornungskämpfen in einem Wolfsrudel zusammen.

Tja, damit scheinst du dich ja zu begnügen...

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Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

04.10.2015 21:26
#13 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #11
Zitat von SnookerRI im Beitrag #9


Der Gottesbegriff, den du hier verwendest, wird ja häufig von Kritikern des Theismus verwendet, um die Ablehnung der Gotteshypothese zu rechtfertigen. Das ist allerdings auch der Grund, warum die Kritik völlig wirkungslos verpufft. Was dieses Gottesverständnis betrifft, gibt es gegen deine Schlussfolgerungen nichts einzuwenden. Ein solcher Gott existiert tatsächlich nur in der Vorstellung derer, die ihre politische Macht und Herrschaft gesichert wissen wollen und in den Köpfen der Atheisten und anderen Kritiker des Monotheismus, welche eine solche perfide, abartige Gottesvorstellung brauchen, damit sie sie ablehnen können.




Du verdrehst da gewaltig die Faktenlage, SnookerRI!
Es geht nicht um die Ablehnung der Gotteshypothese, sondern um die Ablehnung der Auswirkungen, die die Gotteshypothese zwangsläufig immer mit sich bringt!

Das monotheistischen Gottesbild ist ohnehin ein polytheistisches, da jeder Mensch die die Dinge die jenseits seines eigenen und direkten Erfahrungshorizontes liegen, immer nur mit seinem eigenen Kopfkino interpretiert, das sich auf Basis persönlicher Lebenserfahrungen und sogenannten Bildungsinformationen auch den eigenen Film von der Information Gott macht.
Gerade du als Zeuge Jehovas müsstest das am besten wissen. Warum wohl sonst muss jeder Neuling der Zeugen Jehovas zuerst lernen, wie die Bibel interpretiert und verstanden werden muss, damit der Neuling sich nicht selbst sein eigenes und auch sehr wahrscheinlich ein ganz anderes Bild von Gott macht, als es im Sinne der ZJ-Gemeinschaft ausschauen soll... !"!!!!

Gott ist in jedem Fall ein Arschloch, weil jeder mit "Gott" seinen Nächsten nötigen, erpressen und manipulieren kann, wenn dieser sich nicht sicher ist, ob es Gott als reales Wesen vielleicht doch gibt. Diese Nötigungen, Erpessungen und Manipulationen unter Berufung auch Gott, finden immer im Umfeld des einzelnen Individuums statt, wie eben in Familien, Sippen, Stammesgemeinschaften.. Das läuft auch bei euch Zeugen Jehovas nicht anderes!

Und bei all dem geht es um nichts anderes, als bei den hierarchischen Rangornungskämpfen in einem Wolfsrudel zusammen.


@Perquestavolta

Ist Gott tatsächlich ein Arschloch?

Erst einmal müssen wir ihn doch "zu fassen" kriegen und in der Folge analytisch begutachten, bevor wir ein Urteil über ihn abgeben können.
Das ist bisher noch nicht gelungen bzw. hat m. W. überhaupt niemand seine Existenz bewiesen.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.035

04.10.2015 21:42
#14 Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Perquestavolta
Gott ist in jedem Fall ein Arschloch, weil jeder mit "Gott" seinen Nächsten nötigen, erpressen und manipulieren kann,

Nö, isser nich. Da es ihn nicht gibt, wirst du die Menschen meinen, die dahinterstehen. Ich kann deine Wut verstehen, ohne Ergebnis gegen demokratisch und logisch zweifelhafte Religionsformate anzukämpfen. Aber hier geht es um MENSCHEN, mit denen auch die hier mitdiskutierenden Gläubigen gemeint sind. Rede sie nicht so an. Damit beweist du nur deine eigene Unfähigkeit, deine religiösen Mituser mit attraktiven Beiträgen zu beeindrucken und zu binden. Dabei hast du es besser drauf, das sehe ich wenn deine Argumente, aus dem Kodder der Wutreden und Beleidigungen durchblitzen.

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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

04.10.2015 21:47
#15 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Direktkontakt im Beitrag #13


Ist Gott tatsächlich ein Arschloch?

Erst einmal müssen wir ihn doch "zu fassen" kriegen und in der Folge analytisch begutachten, bevor wir ein Urteil über ihn abgeben können.
Das ist bisher noch nicht gelungen bzw. hat m. W. überhaupt niemand seine Existenz bewiesen.



Wir suchen Gott immer dort wo er nicht zu finden ist, außerhalb der Köpfe, die ihn sich projizieren. Wir suchen ihn in der Bibel, im Koran, in den Veden..... und immer überall da, wo die Gläubigen ihn uns zeigen wollen. Klar, dass wir ihn dann nie "zu fassen kriegen".

Wenn du also Gott fassen willst, such ihn da wo er auch wirklich ist, in den Köpfen derer, deren Spiegelbild er sein SOLL! (da sie ja glauben wollen, nach seinem Bilde zu sein und es daher ihre narzisstischen Gefühle sehr kränken würde, nur von gemeinsamen Vorfahren der gemeinen Affen ab zu stammen.) Das ist es nämlich, um was es ihnen am meisten bei Gott geht.

Hoffe du verstehst jetzt was ich meine, mit Gott ist ein Arschloch.. oder, lieber von gemeinsamen Vorfahren mit den Affen abstammen, als von einer narzisstischen Projektion, die in ihrer ganzen Dummheit größer ist, als das ganze Universum drum herum..

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

04.10.2015 21:55
#16 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #14

Zitat von Perquestavolta
Gott ist in jedem Fall ein Arschloch, weil jeder mit "Gott" seinen Nächsten nötigen, erpressen und manipulieren kann,
Nö, isser nich. Da es ihn nicht gibt, wirst du die Menschen meinen, die dahinterstehen. Ich kann deine Wut verstehen, ohne Ergebnis gegen demokratisch und logisch zweifelhafte Religionsformate anzukämpfen. Aber hier geht es um MENSCHEN, mit denen auch die hier mitdiskutierenden Gläubigen gemeint sind. Rede sie nicht so an. Damit beweist du nur deine eigene Unfähigkeit, deine religiösen Mituser mit attraktiven Beiträgen zu beeindrucken und zu binden. Dabei hast du es besser drauf, das sehe ich wenn deine Argumente, aus dem Kodder der Wutreden und Beleidigungen durchblitzen.



Ich verstehe was du meinst. Aber mir ist nichts drum, Gläubige zu "fesseln". Und meine "Wut" ist die Energie, die mich überhaupt veranlasst Beiträge....

Die Religionsfreiheit muss genauso ihre Grenzen und haben und sich an die Regeln halten, die sie für sich selbst fordert. Dann bin ich der Erste der ein ganzes Buch von Beiträgen schreibt, um die Heerschar der Gläubigen zu befreien, anstatt sie zu "fesseln".

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

04.10.2015 23:02
#17 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Perquestavolta
Die Religionsfreiheit muss genauso ihre Grenzen und haben und sich an die Regeln halten, die sie für sich selbst fordert. Dann bin ich der Erste der ein ganzes Buch von Beiträgen schreibt, um die Heerschar der Gläubigen zu befreien, anstatt sie zu "fesseln".

Die perquestavoltische Bibel.

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Gysi Online

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05.10.2015 09:26
#18 Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

@ Snooker

Wie auch immer. Würdest du einem Bekenntnisneutralen Religionsunterricht zustimmen, in dem über Judentum, Christentum, Islam und die fernöstlichen Religionen gelehrt wird - für Kinder muslimischer und christlicher Eltern zusammen?

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Athon Offline




Beiträge: 3.580

05.10.2015 10:16
#19 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

@SnookerRI @Perquestavolta

Und wieder einmal sind wir an einem Punkt angelangt, an dem ihr beide euch bemüßigt fühlt, euch gegenseitig in den Arsch zu treten. Pqtv mit seinen offenbar unvermeidlichen Verbalinjurien, die selbst meine stoische Ruhe in zunehmendem Maße Auflösungserscheinungen unterwirft, und auch Snooker, der zumindest im Dialog mit seinem augenblicklichen Lieblingsfeind nicht gewillt zu sein scheint, argumentativ auf die vorgebrachten Erklärungen einzugehen. Es macht einfach keine Freude mehr, Eurem Katz- und Mausspiel zu folgen. Und es ist darüberhinaus noch ausgesprochen bedauerlich, dass dabei die von Gysi ursprünglich aufgeworfene Problematik so einfach auf der Strecke bleibt.

@Gysi

Zitat von Gysi #1
Religionsunterricht darf es nur bekenntnisneutral geben – und für alle Kinder zusammen, nicht nach den Bekenntnissen ihrer Eltern getrennt!


Du hast diesen Vorschlag bereits an anderer Stelle ins Spiel gebracht, und ich finde ihn prinzipiell auch erstrebenswert. Ich mache aber mir gerade Gedanken darüber, wie es einem entsprechend unterrichteten Kind ergehen könnte, wenn es nach der Schule in sein vom Islam geprägtes Elternhaus zurückkehrt und dem Familienoberhaupt gegenübertritt. Das könnte Deine gute Idee möglicherweise bereits im Keim ersticken.

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Gysi Online

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05.10.2015 13:33
#20 Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Athon
Vorschlag bereits an anderer Stelle ins Spiel gebracht, und ich finde ihn prinzipiell auch erstrebenswert. Ich mache aber mir gerade Gedanken darüber, wie es einem entsprechend unterrichteten Kind ergehen könnte, wenn es nach der Schule in sein vom Islam geprägtes Elternhaus zurückkehrt und dem Familienoberhaupt gegenübertritt. Das könnte Deine gute Idee möglicherweise bereits im Keim ersticken.

Wir hatten ja in den 60ern einen noch nie dagewesenen Konflikt der Generationen. Politisch und kulturell bedingt, der Crash zwischen faschistischer Geschichte und aktuellem Einüben von Demokratie. Sowas werden die muslimischen Familien auch erleben - und erleben müssen! Unsere Gesellschaft wurde damals entnazifiziert. Und die Moslems werden entislamisiert werden. Wir wollen euch haben! Als Freunde und Kollegen. Ihr, die ihr noch Moslems seid. Aber nicht als wissende, einstmals paradiesbeglückte Gläubige, die in uns nur die unwissenden, vor Allah verdammten Ungläubigen sehen! Denn zu einer funktionierenden Gesellschaft gehört ein Mindestmaß VERTRAUEN, dass das Kriegskonzept des Koran nicht liefern kann.

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Athon Offline




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05.10.2015 15:22
#21 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

@Gysi

Zitat
Unsere Gesellschaft wurde damals entnazifiziert. Und die Moslems werden entislamisiert werden


Das kannst Du aus meiner Sicht nicht vergleichen. Die Folgen eines menschenverachtenden politischen Systems waren und sind greifbar und konnten dadurch den nachfolgenden Generationen belegbar vermittelt werden. Das wird man bei einer auf Glauben basierenden Weltanschauung niemals erreichen können. Das hat auch in den letzten 2000 Jahren nicht geklappt. Weder bei den Katholiken und Protestanten, nicht bei den ZJ. Warum sollte dies ausgerechnet bei den Moslems anders sein?

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Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.035

05.10.2015 18:05
#22 Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Athon
Die Folgen eines menschenverachtenden politischen Systems waren und sind greifbar und konnten dadurch den nachfolgenden Generationen belegbar vermittelt werden. Das wird man bei einer auf Glauben basierenden Weltanschauung niemals erreichen können. Das hat auch in den letzten 2000 Jahren nicht geklappt. Weder bei den Katholiken und Protestanten, nicht bei den ZJ. Warum sollte dies ausgerechnet bei den Moslems anders sein?

Wenn wir's nichtmal versuchen, kann gar nichts klappen, das ist richtig. Die Christen hatte immerhin die Aufklärung bis zur Demokratieharmonisierung weichgespült. Die Moslems müssen erst mal was ähnliches durchmachen. Die Aufklärung damals war das säkulare Fegefeuer der offenen KRITIK! Was ist heute? Unser vorauseilende Gehorsam gegenüber den Moslems VERHINDERT die Kritik und damit die Aufklärung reloaded. Wir mögen nicht den giftigen Stachel ziehen, wir sehen ihn nicht mal!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
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05.10.2015 19:00
#23 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #22

Zitat von Athon
Die Folgen eines menschenverachtenden politischen Systems waren und sind greifbar und konnten dadurch den nachfolgenden Generationen belegbar vermittelt werden. Das wird man bei einer auf Glauben basierenden Weltanschauung niemals erreichen können. Das hat auch in den letzten 2000 Jahren nicht geklappt. Weder bei den Katholiken und Protestanten, nicht bei den ZJ. Warum sollte dies ausgerechnet bei den Moslems anders sein?
Wenn wir's nichtmal versuchen, kann gar nichts klappen, das ist richtig. Die Christen hatte immerhin die Aufklärung bis zur Demokratieharmonisierung weichgespült. Die Moslems müssen erst mal was ähnliches durchmachen. Die Aufklärung damals war das säkulare Fegefeuer der offenen KRITIK! Was ist heute? Unser vorauseilende Gehorsam gegenüber den Moslems VERHINDERT die Kritik und damit die Aufklärung reloaded. Wir mögen nicht den giftigen Stachel ziehen, wir sehen ihn nicht mal!



Gebe da Athon Recht..
Auch wurde, wenn man es genau nimmt, die faschistische Vergangenheit Nazideutschlands nie aufgearbeitet, sondern immer nur unter den Teppich gekehrt und nach und nach von den nachrückenden Generationen mit ihren Idealen und Selbstverwirklichungszielen verdrängt.

Eine tatsächliche Aufarbeitung der Geschichte hat es nie gegeben. Auch was die vermeintliche Säkularisierung des abendländischen Christentums angeht, hat es eine solche nie wirkliche gegeben. Der Kirchliche Machteinfluss auf das weltliche Zusammenleben und was sonst noch alles damit verbunden ist, verlor seine Befugnisse durch die immer weiter voranschreitende Spaltung der europäischen Christengemeinschaften und die sich daraus ergebenden Streitigkeiten in Glaubensfragen. Diese unterschiedlichen Glaubensfragen haben das Gotteswort nach und nach immer lächerlicher gemacht und erst dadurch konnten sich überhaupt eine immer naturalistischer werdende Weltanschauung durchsetzen.

Wenn man den Islam entschärfen will, dann gibt es entweder die Möglichkeit der Religionsfreiheit klare Grenzen zu setzen und davon sind dann auch alle anderen Glaubensgemeinschaften betroffen, oder aber, man hilft den Muslimen, sich in Glaubensfragen untereinander zu misstrauen..
Beides ist eine Möglichkeit Einfluss auf die Entwicklung zunehmen, was aber sicher mehrere Generationen dauern wird.

Will man das Problem in ein paar Wochen lösen, dann ist es ratsam sich inzwischen auf einem anderen Erdteil nieder zu lassen und abzuwarten, bis die Mechanismen der Evolution dass Problem von selbst lösen....

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

05.10.2015 21:53
#24 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Gysi
Wie auch immer. Würdest du einem Bekenntnisneutralen Religionsunterricht zustimmen, in dem über Judentum, Christentum, Islam und die fernöstlichen Religionen gelehrt wird - für Kinder muslimischer und christlicher Eltern zusammen?

Wie du weißt hat Religionsunterricht an Schulen meiner Meinung nach generell nichts zu suchen. Warum keinen Ethik-Unterricht, der Philosophie und Gesellschaftslehre unter den Aspekten einer nachhaltigen Menschheitsentwicklung betrachtet, um solche Eigenschaften, die dazu benötigt werden, zu fördern? Wahrscheinlich tendiert deine Idee ja in diese Richtung.

Das größte Problem bei der Umsetzung dieser Idee, dürfte die Zeit sein. Zwei Stunden max. pro Woche? Mehr ist doch nicht drin. Dazu noch der Unterrichtsausfall, von welchem Nebenfächer generell stärker betroffen sind. Religionsunttericht hat darüber hinaus einen schlechten Ruf. Wie willst du den Schülern klar machen, dass das, was sie in einem solchen Unterricht lernen, von größter Wichtigkeit ist? Wie sieht da dein Plan aus?

Ich halte die Durchführung eines solchen Unterrichts gemessen an seinem Vorsatz im aktuellen Schulsystem für nicht durchsetzbar. Ganz zu schweigen von der Herausforderung, diesen Unterricht tatsächlich "neutral" zu gestalten.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

05.10.2015 22:07
#25 RE: Religionsfreiheit und Demokratie Antworten

Zitat von Athon
und auch Snooker, der zumindest im Dialog mit seinem augenblicklichen Lieblingsfeind nicht gewillt zu sein scheint, argumentativ auf die vorgebrachten Erklärungen einzugehen.



Ich nehme damit lediglich Rücksicht auf Perquestavolta. Ich verzichte bei ihm bewusst auf Argumente, weil er sonst wieder gereizt reagiert und das Forum mit weiteren Verbalinjurien "beglückt". Ausserdem hält er mich eh für einen Lügner, ein Arschloch und einen schäbigen ZJ Psycho-Killer. Wozu also der Aufwand? Würdest du so jemandem eine ergebnisoffene Diskussion zumuten? Wahrscheinlich würdest du ihn ignorieren. Ist wahrscheinlich die klügere Variante.

Andererseits steht er trotz seiner verbalen Entgleisungen (nicht nur mir gegenüber) immer noch in der Gunst von Gysi. Und solange das so ist, muss jeder seine eigene Methode finden, mit solchen Charakteren wie ihm umzugehen. Übrigens betrachte ich Perquestavolta nicht als Feind, sondern - im Gegenteil - als neuen Stern in der Welt der Comedy.

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