Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 543 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.843

10.10.2015 20:44
Positive_Teststrategie antworten

Eine positive Teststrategie ist die Suche nach Beweisen für eine Behauptung und beinhaltet das Ignorieren oder Verleugnen aller gewichtigen Gegenargumente und sogar objektiver Fakten, welche das erwünschte Forschungs-Ziel in Frage stellen könnten.

Dieses Phänomen der befindlichkeitsbezogenen Selbsttäuschung, führt immer auch zu destruktiven gesellschaftlichen Nebenwirkungen im Sinne von sich selbst erfüllenden Prophezeiungen.

Die positive Teststrategie ist allen sogenannten Heilslehrern zu eigen, die eine bessere zukünftige Welt versprechen und sich besonders durch eine ideologische Überbewertung der eigenen Nasenlänge bemerkbar machen, mit der sie dann auch das Moralbewusstsein anderer Menschen und damit ihr gesellschaftlicher Wert bemessen..ohne dafür wirklich reelle und nachvollziehbare Gründe nennen zu können, außer ihnen ständig weitere bösartige Unterstellungen unter zu schieben, die wiederum auch nur mit der eigenen Nasenlänge errechnet wurden..
Auch die großen geistigen Wichtel der Verschwörungstheorien, arbeiten bei ihren Forschungen vorzugsweise mit der sehr erfolgreichen positiven Teststrategie.

Aber ein ganz besonderes gesellschaftliches Problem in Bezug positiver Teststrategien, stellen Religionsgemeinschaften und sogenannte Sekten dar, die sich auf Grund eigenwilliger Auslegung urtümlicher Überlieferungen von Geselleschaftsordnungen und Naturinterpretationen aus der Frühgeschichte der menschlichen Zivilisation, dazu ermächtigt wähnen (wähnen kommt vom Wahn) über die Willensfreiheit ihrer Mitmenschen zu bestimmen...

-----
Religion vergiftet die Welt

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.843

10.10.2015 21:05
#2 RE: Positive_Teststrategie antworten

Wer sich selbst zu den Guten rechnen will, der braucht immer böse Gegenbeispiele als Orientierungshilfe bei der Selbstbeweihräucherung. Um so mehr, als dass es für die Begründung dafür an objektiven Beweisen und Belegen fehlt. Das eigentlich Perverse an der ganzen Sache ist aber, dass alle objektiven Gegenbeweise und Belege immer dahingehend abgestritten werden, dass sie nicht nur für die Auseinandersetzung selbst keine Gültigkeit haben sollen und dürfen, sondern das sie auch für Außenstehende immer so hingestellt werden, als wenn sie überhaupt keine oder wenn überhaupt, nur eine bedeutungslose und daher jederzeit relativierbare Sichtweise der Dinge darstellen..

-----
Religion vergiftet die Welt

matadoerle Offline



Beiträge: 6

08.01.2016 10:14
#3 RE: Positive_Teststrategie antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #1
Eine positive Teststrategie ist die Suche nach Beweisen für eine Behauptung und beinhaltet das Ignorieren oder Verleugnen aller gewichtigen Gegenargumente und sogar objektiver Fakten, welche das erwünschte Forschungs-Ziel in Frage stellen könnten.


Ganz normales menschliches Verhalten/Denken, oder? Tasusendfach von jedermann und jederzeit an jedem Ort zu beobachten.

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #1
Dieses Phänomen der befindlichkeitsbezogenen Selbsttäuschung, führt immer auch zu destruktiven gesellschaftlichen Nebenwirkungen im Sinne von sich selbst erfüllenden Prophezeiungen.


Was wird hier konkret ausgesagt? Jeder kann sich also selber ausmalen, was er jetzt als "selbst erfüllende Prophezeiung" oder als "Wahrheit" ansehen mag. Und destruktiv ist vielleicht eine konkrete Handlung.
Wie kann man nun behapten, dass eine positive Teststrategie "immer" zu destruktiven Wirkungen führt - ich sehe da keine Belege. Aber ich sehe in diesem Satz ein Glied einer Argumentationskette, wie sie beispielsweise Religionen (und anderen Ideologien) zu eigen sein scheint ..

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #1
Die positive Teststrategie ist allen sogenannten Heilslehrern zu eigen, die eine bessere zukünftige Welt versprechen und sich besonders durch eine ideologische Überbewertung der eigenen Nasenlänge bemerkbar machen, mit der sie dann auch das Moralbewusstsein anderer Menschen und damit ihr gesellschaftlicher Wert bemessen..ohne dafür wirklich reelle und nachvollziehbare Gründe nennen zu können, außer ihnen ständig weitere bösartige Unterstellungen unter zu schieben, die wiederum auch nur mit der eigenen Nasenlänge errechnet wurden..


Das ist jetzt einfach mal eine (billige) Behauptung! Die Einschränkung auf "bessere Welt" ist weder logisch noch zwingend, sondern einfach willkürlich. Sie ist in sich ein wiederum gerne genutzes Werkzeug der Rethorik - man verbinde eine unerwünschte Eigenschaft mit einer geschickten Vorstellung der Sache, die man gerne "bekämpfen" möchte ..

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #1
Auch die großen geistigen Wichtel der Verschwörungstheorien, arbeiten bei ihren Forschungen vorzugsweise mit der sehr erfolgreichen positiven Teststrategie.


.. und bringe dann noch gleich ein paar Seitenhiebe an, um sich größerer Zustimmung der Zuhörer zu versichern. (Das geschieht gerne und bevorzugt auf emotionaler Basis, kommt aber ganz sachlich und rational verkleidet einher - ein Meister dieses Fachs war übrigens der Herr mit dem schmalen Oberlippenbart)

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #1
Aber ein ganz besonderes gesellschaftliches Problem in Bezug positiver Teststrategien, stellen Religionsgemeinschaften und sogenannte Sekten dar, die sich auf Grund eigenwilliger Auslegung urtümlicher Überlieferungen von Geselleschaftsordnungen und Naturinterpretationen aus der Frühgeschichte der menschlichen Zivilisation, dazu ermächtigt wähnen (wähnen kommt vom Wahn) über die Willensfreiheit ihrer Mitmenschen zu bestimmen...


Jetzt also der Höhepunkt. Während die Verschwörungstheorien - auch ohne Begründung - als ungefährlich und nicht ganz so schlimm dargestellt werden, macht der Author dieser Zeilen ein großes Fass auf: "ein ganz besonderes gesellschaftliches Problem" wird identifiziert, dazu werden diesem "Phänomen" (der Erscheinung von Religionsgemeinschaften und Sekten in diesem Fall) pauschal Eigenschaften zugesprochen, die der zuerst genannte Eröffnungssatz in das Kleinhirn des Lesers beförderte.

Konkret: hier wird mit billigen rethorischen Mitteln einer Klasse von Phänomenen ("Religionen" und "Sekten" in diesem Fall) bestimmte Eigenschaften (hier "Destruktion") unterstellt .. kurz gesagt, der Author behauptet:

Religion (und Sekte) ist (gesellschaftliche) Destruktion!


Ganz lustig ist, wenn man in dieser Argumetation mit Begrifflichkeiten spielt sieht. Beispielsweise ist allgemein bekannt, dass unsere (Schul-) "Wissenschaft" blind auf einem Auge ist und dass sie ernsten strukturellen Problemen unterliegt. Wenn ich die gleiche Argumentationskette mit entsprechend passenden Worten garniere, kann ich genauso leichtfüßig "herleiten", dass der Glaube an Wissenschaft und Lehre (Atheismus) nichts weiter als eine Religion ist, und folgere dann mit großer Herzlichkeit:

Der Glaube an Wissenschaft (Atheismus) ist eine Ersatzreligion und bedeutet Zerstörung der Gesellschaft!


Übrigens besteht meiner Erfahrung nach durchaus die Gefahr, dass Religion (oder Sekte) destruktive Kräfte freisetzt; allerdings musste ich mit Schrecken feststellen, dass Atheisten häufig die größeren Eiferer ihrer Ersatzreligion sind und tatsächlich Zerstörungen zu verantworten haben, die unsere Gesellschaft(en) gefährden.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.843

08.01.2016 11:42
#4 RE: Positive_Teststrategie antworten

Zitat von matadoerle im Beitrag #3
Herzlichkeit:

Der Glaube an Wissenschaft (Atheismus) ist eine Ersatzreligion und bedeutet Zerstörung der Gesellschaft!



Um welchen Wisschenschaftsglauben handelt es sich beim Atheismus genau?
Hat religiöser Glaube jemals einen Stammes-Sippen-übergreifenden Nutzen für die Menschheit im allgemeinen erbracht?
Warum gehen von religiösen Glaubensgemeinschaften immer wieder Konflikte aus, die Menschen mit anderen Weltanschauungen bedrohen, diskriminieren, ausgrenzen?
Welche wissenschaftlichen Glaubensüberzeugungen verfolgen, diskriminieren, bedrohen und grenzen Menschen aus die einer religiösen Weltideologie angehören?

Warum behauptest du, dass nur Atheisten an die Wissenschaft glauben?

Atheisten glauben nicht an Wunder und sie vertrauen keinen Leuten, die einen Gott nach ihren Vorstellungen behaupten, aber auch selbst in keine Flugzeug steigen würden, dass nicht nach naturwissenschaftlichen Erkenntnissen gebaut, getestet, geprüft und als "sicher" freigegeben wurde.

Atheisten glauben an eine Zukunft, in der die Menschen nicht mehr anderen die Schuld geben, wenn sie selber mal versagt haben. Das ist aber nur möglich, wenn wir alle "Sünden" selbst schon mal ausprobiert haben, wenn wir alle Fehler selbst schon mal gemacht haben, wenn wir uns nicht mehr vor den Drohungen der Religioten und ihren Göttern fürchten.

Immerhin waren es auch keine Atheisten, die letzten Silvester zu Tausenden auf offener Straße über junge Frauen hergefallen sind und das nicht nur bei euch in Deutschland.
Es waren verklemmte, frustrierte und unerfahrene Testosteron-Religioten, die aus Ländern zu uns kommen, in denen der religiöse Glaubenswahn alle Bereiche des Lebens dominiert, kontrolliert und sich in alles einmischt, was den Menschen zum Menschen macht.
Wen sollte es da wundern, dass gerade und besonders in solchen Gesellschaften, in denen die Menschen ihre natürlichen Triebe immer verdrängen und leugnen müssen, anstatt lernen zu dürfen das eigene "Pferd" richtig zus satteln zu zähmen, es dann immer wieder zu solchen brutalen und unmenschlichen Katastrophen kommt.

Lass mal gut sein, matadoerle!

Die Wissenschaft hat dafür gesorgt, dass wir heute in einer relativ sicheren Welt leben, dass Frauen beim Kinder-kriegen nur noch äußerst selten sterben, dass Kinder nur noch ganz selten sterben, bevor sie volljährig sind.
Und vor allem hat die Wissenschaft dafür gesorgt, dass wir nicht mehr naiv und ahnungslos jedem daher gelaufenen Guru und Wunderheiler aufsitzen, der sich "damit" seine Übernatürliche WICHT-igkeit beweisen möchte.

-----
Religion vergiftet die Welt

matadoerle Offline



Beiträge: 6

08.01.2016 12:30
#5 RE: Positive_Teststrategie antworten

Hallo Perquestavolta,
Du bist auf mein Argument bezüglich billiger Rethorik, warum ich deine Aussage angegriffen habe, mit keiner Silbe eingegangen. Stattdessen machst Du gemeinplätze auf, verallgemeinerst und holst Fallbeispiele (Testesteron-Religioten) herauf, um zur großen Wahrheit vorzurücken. Atheismus instrumentiert mit deiner Argumentationskette die Wissenschaft zur Verteidigung eines Glaubens, nämlich des Glaubens, dass es Gott (oder übergeordnete Mächte) nicht gibt. Du nimmst (übrigens vollkommen unreflektiert) Ergebnisse von Wissenschaft um sie deiner Überzeugung voranzustellen und andere zu diskreditieren.

Soso, die Wissenschaft hat dafür gesorgt, dass wir heute in einer relativ sicheren Welt leben? War sie das (alleine), trägt sie eine Verantwortung oder gab es da Motivationen, die abseits der Wissenschaft vielleicht genauso wirksam waren? Ist Humanismus und Altruismus eine wissenschaftliche Erkenntnis oder dort begründet? Ist Menschlichkeit, die Formulierung und Umsetzung von Menschenrechten dem Atheismus zu verdanken? Haben unsere Vorfahren in Europa die Revolution und die Aufklärung alleine aus "wissenschaftlicher" oder gar atheistischer Motivation umgesetzt und fortgetrieben? Du vereinnamst, was dir gefällt und schiebst alles dir missfallende anderen in die Schuhe ..

.. weshalb Du dir auch sicher bist, dass die "Tausenden" an Silvester keine Atheisten waren. Weil Atheisten "so etwas" nicht tun?

Bislang sehe ich von dir nur billige Rethorik, unbelegte Behauptungen und undiffernziertes Argumentieren. Da sind von deiner Seite so viele Vorurteile über Glaubende und Religion (oder Sekten) aber eine große Mattscheibe, was dich selbst angeht. Du argumentierst und verurteilst genau so (in Art und Weise und damit auch Aussagekraft), wie Du es denen vorwirfst, die Du angreifst.

Wenn man etwas gegen den Glaubenswahn ausrichten möchte, der Unschuldige das Leben kosten kann, dann ist ein bisschen mehr erforderlich, als nur sich selber auf das Treppchen der vermeintlich Unfehlbaren zu stellen. Da sind viele Mechanismen am Werk, die Menschen dazu bringen anderen Menschen zu schaden; da sind viele Formen des Wahns sichtbar, die Menschen dazu bringen, sich in alle Bereiche ihres Lebens reinreden zu lassen.

Außerdem verkennst Du mich, sowohl was Intention und Glauben angeht, was ich aber weder vorwerfen noch zum Thema machen möchte.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.843

08.01.2016 14:47
#6 RE: Positive_Teststrategie antworten

Zitat von matadoerle im Beitrag #5
Hallo Perquestavolta,
Du bist auf mein Argument bezüglich billiger Rethorik, warum ich deine Aussage angegriffen habe, mit keiner Silbe eingegangen.
Diesbezüglich besteht auch keine Notwendigkeit. Billige Rhetorik kann jeder jedem vorwerfen. Religioten benutzen dafür dann auch immer gerne Suggestivtechniken, die vom Inhalt her keinerlei argumentative Substanz beinhalten, sondern der unbequemen Zielperson einzig und alleine Schuldgefühle auflasten sollen.
Zitat von matadoerle im Beitrag #5

Stattdessen machst Du gemeinplätze auf, verallgemeinerst und holst Fallbeispiele (Testesteron-Religioten) herauf, um zur großen Wahrheit vorzurücken. Richtig.. Wir können uns nur über Fakten sachlich austauschen.

[quote="matadoerle"|p3197989]
Atheismus instrumentiert mit deiner Argumentationskette die Wissenschaft zur Verteidigung eines Glaubens, nämlich des Glaubens, dass es Gott (oder übergeordnete Mächte) nicht gibt.
Der Glaube, dass es Gott nicht gibt, bedarf keiner wissenschaftlichen Argumentationskette. Weil es anders herum auch keine wissenschaftliche Argumentationskette gibt, die den Glauben an Gott rechtfertigt.

Zitat von matadoerle im Beitrag #5

Du nimmst (übrigens vollkommen unreflektiert) Ergebnisse von Wissenschaft um sie deiner Überzeugung voranzustellen und andere zu diskreditieren.
Wenn das für dich ein Problem darstellt, dann kann ich damit gut weiterleben. Auch ganz ohne an mir zweifeln zu müssen.

Zitat von matadoerle im Beitrag #5

Soso, die Wissenschaft hat dafür gesorgt, dass wir heute in einer relativ sicheren Welt leben? War sie das (alleine), trägt sie eine Verantwortung oder gab es da Motivationen, die abseits der Wissenschaft vielleicht genauso wirksam waren?
Ich hab dir die Argumente dafür schon genannt. Frauen sterben heute nicht mehr an Kindbettfieber, Kinder sterben überall dort, wo der Wissenschaftsglaube den Gottglauben zurückgedrängt hat, nicht mehr an solchen Infektionen, gegen die das Beten zu Gott und allen Heilgen auch nichts half. Bauern müssen keine Angst mehr davor haben, dass Gott mal vergisst es regnen zu lassen. Sie brachen keine Angst mehr davor zu haben, dass Schädlinge ihre ganze Ernte vernichten. Menschen die in großer Not sind, können über Joch und Tal Hilfe herbei rufen, ohne dafür Stunden oder gar Tage warten zu müssen.
Du kannst jetzt gerne Beispiele aufzählen, welchen Anteil daran religiöse Überzeugungen haben. Und ich stelle dir inzwischen eine Liste zusammen, was die Wissenschaften alles leisten und geleistet haben, damit wir in einer Welt leben können, ohne uns ständig vor der Rache Gottes, seiner bösen Geister, Dämonen, Teufeln und andern natürlichen und übernatürlichen Fehlkonstruktionen fürchten zu müssen...

Zitat von matadoerle im Beitrag #5

Ist Humanismus und Altruismus eine wissenschaftliche Erkenntnis oder dort begründet? Wenn du dir diese Frage nicht selbst beantworten kannst, werde ich mich auch umsonst abmühen. Fakt ist nun mal, dass Atheisten inder Regel genauso über Empathie, Alturismus und eine positive Lebenseinstellung verfügen, wie umgekehrt auch nicht wenige Religioten gehässige, boshafte, selbstbeweihräucherische Realitätsignoranten sind. Atheisten wünschen niemandem ewige Höllenstrafen, die bis ins Unendliche über den Tod hinausgehen. Viele Religioten wünschen das den Gottlosen oft nur wegen ihrem Unglauben.

[quote="matadoerle"|p3197989]
Ist Menschlichkeit, die Formulierung und Umsetzung von Menschenrechten dem Atheismus zu verdanken?
Menschlichkeit gibt es sogar in Wolfsrudeln. Oder umgekehrt, hat Menschlichkeit nichts mit dem Glauben an Gott zu tun. Die Geschichte der Menschheit ist voll von unmenschlichen Religioten. Und auch die Christen brauchen sich da nicht davon ausnehmen.

Zitat von matadoerle im Beitrag #5

Haben unsere Vorfahren in Europa die Revolution und die Aufklärung alleine aus "wissenschaftlicher" oder gar atheistischer Motivation umgesetzt und fortgetrieben?
Stellen wir die Frage anders herum: haben nicht gerade auch immer die Religioten totalitäre und unmenschliche Regime bedient und unterstützt? Die christlich Orthodoxe Kirche in Russland hat immer dem Zaren gedient und sich nicht darum gekümmert, wenn Millionen Bauern an dessen persönlichen Launen und politischen Dummheiten verhungerten. Haben die Katholiken und Protestanten Hitler an die Macht gewählt, weil er Atheist war? Haben sich die deutschen Landeskirchen etwa hinter diejenigen gestellt, die an die Menschlichkeit und an den Humanismus appellierten, als die aufkommenden Nationalsozialisten schon lange ihre wahre und brutale Fratze zeigten.

[quote="matadoerle"|p3197989]
Du vereinnamst, was dir gefällt und schiebst alles dir missfallende anderen in die Schuhe ..
Ich bin Atheist, Realist, selektiver Idealist und ein Mensch, der überzeugt ist, dass auch gottlose Menschen ein gutes Gefühl für Moral und Ethik besitzen. Atheisten wurden bis in die Neuzeit immer verfolgt, diskriminiert, geächtet. Als zweifelhafte und dumme Halb-Menschen kategorisiert, die keinen Sinn für Moral, Ethik und gesunden Hausverstand besäßen. Sollte ich den Religioten, die auch für unser Gegenwart noch immer dieses Bild von den Atheisten pflegen und hüten, - zur Befriedigung welcher persönlichen Befindlichkeitsbedürfnisse auch immer - kampflos das Feld überlassen, auf dem sie ihre dummen, selbstverliebten und ebenso haltlosen Vorurteile düngen? Menschen brauchen keinen Glauben an Gott, um Sinn für Anstand Moral, Fairness und Ethik zu entwickeln. Im Gegenteil, war und ist der Glaube an (einen) Gott, immer schon eine einfache und bequeme Rechtfertigung gewesen, Unmenschlichkeiten zu rechtfertigen, Geschichte/Wahrheit schön zu fälschen, die Opfer zu Täter zu reden und die Täter zu Helden hoch zu stilisieren.


Zitat von matadoerle im Beitrag #5

.. weshalb Du dir auch sicher bist, dass die "Tausenden" an Silvester keine Atheisten waren. Weil Atheisten "so etwas" nicht tun?
Nicht zu tausenden!

Zitat von matadoerle im Beitrag #5

Bislang sehe ich von dir nur billige Rethorik, unbelegte Behauptungen und undiffernziertes Argumentieren.
Wenn ich mir über deine Argumente ein persönliches Bild von dir und deiner Rhetorik mache, wie möchtest du dass dich "bewerte".


Zitat von matadoerle im Beitrag #5
Da sind von deiner Seite so viele Vorurteile über Glaubende und Religion (oder Sekten) aber eine große Mattscheibe, was dich selbst angeht.
Einer ist immer der böse..

Zitat von matadoerle im Beitrag #5

Du argumentierst und verurteilst genau so (in Art und Weise und damit auch Aussagekraft), wie Du es denen vorwirfst, die Du angreifst.
So wie du mir Schuldgefühle einzureden versuchst.


Zitat von matadoerle im Beitrag #5

Wenn man etwas gegen den Glaubenswahn ausrichten möchte, der Unschuldige das Leben kosten kann, dann ist ein bisschen mehr erforderlich, als nur sich selber auf das Treppchen der vermeintlich Unfehlbaren zu stellen.
Wer selber ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein. Was soll ich gegen Menschen tun, die ihre Kinder verprügeln, weil es die Bibel als Zeichen der Liebe gegenüber den eigenen Kindern empfiehlt?

Zitat von matadoerle im Beitrag #5

Da sind viele Mechanismen am Werk, die Menschen dazu bringen anderen Menschen zu schaden; da sind viele Formen des Wahns sichtbar, die Menschen dazu bringen, sich in alle Bereiche ihres Lebens reinreden zu lassen.
Selbstbewusster Atheismus ist eine geeignete Möglichkeit, Religioten die Macht Gottes weg zu nehmen.

Zitat von matadoerle im Beitrag #5

Außerdem verkennst Du mich, sowohl was Intention und Glauben angeht, was ich aber weder vorwerfen noch zum Thema machen möchte.
Du bist mir hier als Mituser noch völlig fremd. Dich persönlich werde ich mit aller Wahrscheinlichkeit nie kennen lernen. Die Art und Weise, wie du MICH persönlich und als Mensch mit Schuldgefühlen beladen möchtest, weil es so, wie ich über den Gottglauben und seinen besonders fanatatischen Befürwortern denke und urteile, auch dich in deiner Würde als "Glaubenden" auf die gleiche Ebene mit den gottlosen "Humanisten" und gewöhnlichen Menschen herab stellt, will ich mich jeder Wertung deiner Intention und deinem persönlichen Glauben enthalten.

Ich hoffe, dass ich damit auch den Forumsregeln gerecht werde.

-----
Religion vergiftet die Welt

matadoerle Offline



Beiträge: 6

08.01.2016 15:10
#7 RE: Positive_Teststrategie antworten

Wo versuche ich Dir Schuldgefühle einzureden?

Das könnte ich als Unterstellung verstehen, sehe das aber ebenfalls als rethorischen Kniff an. Du argumentierst überhaupt nicht, Du bringst keinerlei Belege. Du stellst Behauptungen auf und spinnst deren Schlußfolgerungen immer weiter, ohne deine Position durch Differenzierung und Eingehen auf Argumente zu untermauern.

Daraus folgere ich, dass Du "glaubst", weil es so für dich am einfachsten ist. Du bewegst dich argumentativ also auf genau der Ebene, die Du hier in diesem Forum so gerne angreifst. Es ist außerdem bezeichnend, dass Du NICHT meine Argumentation auseinandernimmst oder falsifizierst, sondern auf meine vermeintliche Position oder Haltung reagierst und damit ins persönliche gehst. Immer schön geprägt von Vorurteilen deinerseits, von Unterstellungen und Vermutungen.

Dabei übersiehst Du außerdem geflissentlich, dass ich inhaltlich teilweise mit dir übereinstimme. Schade aber auch.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.843

08.01.2016 15:29
#8 RE: Positive_Teststrategie antworten

Zitat von matadoerle im Beitrag #7
Wo versuche ich Dir Schuldgefühle einzureden?

Das könnte ich als Unterstellung verstehen, sehe das aber ebenfalls als rethorischen Kniff an.



Du argumentierst überhaupt nicht, Du bringst keinerlei Belege. Du stellst Behauptungen auf und spinnst deren Schlußfolgerungen immer weiter, ohne deine Position durch Differenzierung und Eingehen auf Argumente zu untermauern.





Daraus folgere ich, dass Du "glaubst", weil es so für dich am einfachsten ist. Du bewegst dich argumentativ also auf genau der Ebene, die Du hier in diesem Forum so gerne angreifst. Es ist außerdem bezeichnend, dass Du NICHT meine Argumentation auseinandernimmst oder falsifizierst, sondern auf meine vermeintliche Position oder Haltung reagierst und damit ins persönliche gehst. Immer schön geprägt von Vorurteilen deinerseits, von Unterstellungen und Vermutungen.

Dabei übersiehst Du außerdem geflissentlich, dass ich inhaltlich teilweise mit dir übereinstimme. Schade aber auch.


Um alle weiteren Streitigkeiten auf den Dialog zurückzuführen, kannst du hier die Grundlagen, auf denen meine Behauptungen aufgestellt sind, selber durchforsten.
http://commonweb.unifr.ch/artsdean/pub/g...5869_033233.pdf

-----
Religion vergiftet die Welt

matadoerle Offline



Beiträge: 6

09.01.2016 10:10
#9 RE: Positive_Teststrategie antworten

Hall Perquestavolta,
Du könntest zur Abwechslung mal Fragen beantworten oder auf Argumente eingehen, bevor Du mir Lesestoff empfiehlst.

Dein Verhalten ist erbärmlich,
Gruß matadoerle

Reklov Offline




Beiträge: 4.481

09.01.2016 12:35
#10 RE: Positive_Teststrategie antworten

Zitat
Immerhin waren es auch keine Atheisten, die letzten Silvester zu Tausenden auf offener Straße über junge Frauen hergefallen sind und das nicht nur bei euch in Deutschland.
Es waren verklemmte, frustrierte und unerfahrene Testosteron-Religioten, die aus Ländern zu uns kommen, in denen der religiöse Glaubenswahn alle Bereiche des Lebens dominiert, kontrolliert und sich in alles einmischt, was den Menschen zum Menschen macht.
Wen sollte es da wundern, dass gerade und besonders in solchen Gesellschaften, in denen die Menschen ihre natürlichen Triebe immer verdrängen und leugnen müssen, anstatt lernen zu dürfen das eigene "Pferd" richtig zus satteln zu zähmen, es dann immer wieder zu solchen brutalen und unmenschlichen Katastrophen kommt.

Perquestavolta,

... wenn ich hierzu eine einmischende Bemerkung einstreuen darf?

Schon früher hatte ich darauf hingewiesen, dass auch sog. "Atheisten" nicht von "Leidenschaften" gänzlich befreit sind. Man beachte bitte, dass das deutsche Wort dafür solches bezeichnet, was den Betroffenen eben "Leiden schafft"!
In diesem Zusammenhang erwähnte ich nur 3 herausgegriffene, weil jedem bekannte Namen: Napoleon, Hitler und Stalin.

Im Internet fand ich hierzu einen Text, von dem ich nur einen Auszug kopiere:

Das zentrale Problem ist die Religion - nicht der Theismus

>> Theismus und Atheismus sind die beiden Enden einer Wurst. - Ich gebe zu: Früher habe ich mich über diesen Ausspruch ziemlich geärgert.
Er schien mir ohne jegliche Begründung, zwei höchst unterschiedliche Phänomene in einen Topf zu werfen. Außerdem hielt ich ihn für eine schlecht getarnte Ausrede für Menschen, die sich den zentralen, existentiellen, aber mühsam zu bewältigenden Fragen des Lebens einfach nicht stellen wollten.

Im Laufe der letzten Jahre traf ich aber im freigeistigen Spektrum eine beachtliche Anzahl von Menschen, auf die der Satz dummerweise doch erschreckend zutraf: Atheisten, die so religiös fanatisiert über Atheismus sprachen, dass sie auf mich den Eindruck missionierender Wanderprediger machten, freigeistige Märtyrer, die das Misslingen ihres eigenen Lebens ausschließlich auf das Wirken klerikaler Seilschaften zurückführten, Menschen, die alle Katastrophen der letzten 2000 Jahre der katholischen Kirche anlasteten und deren Kirchenhass das Einzige zu sein schien, was ihrem Leben noch Halt zu geben vermochte.

Ich hatte den Eindruck, dass diese Menschen, die in der Regel der christlichen Religion entflohen waren, zwar ihren Gottesglauben verloren, das entscheidende Problem aber nicht gelöst hatten: Sie waren religiös geblieben, überzeugt von der unumstößlichen Wahrheit ihrer Glaubenssätze. So fest sie zuvor glaubten, Gott existiere, so waren sie nun davon überzeugt, dass er (sie oder es) nie existiert habe. Ihre Propheten der Wahrheit hießen nun nicht mehr Markus, Matthäus, Lukas und Johannes, sondern Nietzsche, Marx und Feuerbach. Widerrede war verpönt wie eh und je, die Schwarz auf Weiß gedruckte Wahrheit durfte nicht in Frage gestellt werden.

Die Konfrontation mit dieser Art religiöser Atheisten rief mir immer wieder zu Bewußtsein, was mir eigentlich schon seit Beginn meines Ausstiegs aus der Religion klar war, nämlich dass das entscheidende Problem nicht der Theismus ist, sondern die Religion. Schon in dem ersten religionskritischen Aufsatz, den ich jemals veröffentlichte, war dies die Grundthese. Ich plädierte dafür, den traditionellen Begriff der Religion zu erweitern: er müßte sowohl die theistischen als auch die atheistischen Heilsgeschichten umfassen. <<

Zitat
Es waren verklemmte, frustrierte und unerfahrene Testosteron-Religioten, die aus Ländern zu uns kommen, in denen der religiöse Glaubenswahn alle Bereiche des Lebens dominiert, kontrolliert und sich in alles einmischt, was den Menschen zum Menschen macht.

Nicht übersehen werden darf, dass es solche Menschen-Typen auf allen Kontinenten gibt und sie ihre Wünsche und Neigungen nur zügeln, weil strenge Gesetze sie davon (mehr oder weniger) abschrecken!

Übrigens:
Fünfundzwanzig Jahre! Ein außergewöhnlicher Fall in der deutschen Parlamentsgeschichte. Ein Vierteljahrhundert hat Bonn gebraucht, um dieses eine, kleine Gesetz zu ändern.
Die Ostverträge waren nichts dagegen.
Bisher nennt man die Vergewaltigung in der Ehe nicht beim Namen. Der Schutz der Ehefrau als Staatsbürgerin, ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung: Mit dem Jawort ist beides so gut wie dahin. Männerfreundlich münzt der Trauschein ein Verbrechen in ein Vergehen um, eine Vergewaltigung in eine Nötigung.
An diesem Donnerstag, den Frauen im Parlament sei Dank, wird sich das endlich ändern, sofern die Opposition vollzählig antritt. Dann wird ein neuer Strafgesetzbuch-Paragraph 177 verabschiedet.

Statistiken, welche sich auf Polizeiberichte aufbauen, belegen, dass es z.B. im Jahr 2000, allein in Deutschland, 7.571 Opfer von Vergewaltigung und sexueller Nötigung und 15 Opfer von Vergewaltigung/ sexueller Nötigung mit Todesfolge gab.
Wieviele der Täter aber nun Religioten oder Atheisten waren, ist allein aus solchen Zahlen nicht zu erkennen!


Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.843

09.01.2016 17:12
#11 RE: Positive_Teststrategie antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #10

Zitat


... wenn ich hierzu eine einmischende Bemerkung einstreuen darf?

Schon früher hatte ich darauf hingewiesen, dass auch sog. "Atheisten" nicht von "Leidenschaften" gänzlich befreit sind. Man beachte bitte, dass das deutsche Wort dafür solches bezeichnet, was den Betroffenen eben "Leiden schafft"!
In diesem Zusammenhang erwähnte ich nur 3 herausgegriffene, weil jedem bekannte Namen: Napoleon, Hitler und Stalin.


Lassen wir das einfach mal unkommentiert so stehen, da es auch sonst keinen Sinn macht Atheisten dagegen zu verteidigen, sich mit Hitler, Napoleon und Stalin vergleichen lassen zu wollen.



Zitat von Reklov im Beitrag #10

Zitat

Im Internet fand ich hierzu einen Text, von dem ich nur einen Auszug kopiere:

Das zentrale Problem ist die Religion - nicht der Theismus

>> Theismus und Atheismus sind die beiden Enden einer Wurst.
Gut, dann lassen wir alles andere mal weg, und fragen uns, warum des Menschen liebste Wahrheit immer diejenige ist, die er sich wünscht, dass sie wahr ist? Dass dem so ist, wissen schon Kleinkinder. Drehen wir die Fragestellung dann um, und fragen uns auch, vor welcher Wahrheit fürchtet sich der Mensch am meisten?

Stellen wir nur diese beiden Fragen nebeneinander und kombinieren:

Wenn des Menschen liebste Wahrheit diejenige ist, die er sich am meisten wünscht, dass sie wahr ist und des Menschen unliebste Wahrheit diejenige ist, vor der er sich am meisten fürchtet, dass sie wahr ist, dann kann man Atheisten nicht in die selbe Wurst packen, wie Theisten, bzw. auch umgekehrt. Da ja ihre Wünsche dessen was möglichst wahr sein sollte, und dessen was möglichst unwahr sein sollte, sich diametral entgegen stehen.

Für uns Atheisten wäre es die schrecklichste Überraschung, dass Gott, wie ihn die abrahamitischen Religionen verkünden, tatsächlich existiert. Dem entgegen, wäre es auch für Theisten endlos deprimierend bis hoffnungslos enttäuschend, wenn es diesen Gott nicht gäbe. Aber in der Realität, wären die Atheisten tatsächlich viel schlimmer dran. Weil, wenn es Gott nicht gibt, dann werden die Theisten nach ihrem Ableben davon nichts mehr merken, was man andersherum von den Atheisten nicht behaupten kann. Denn wenn es diesen Gott tatsächlich geben sollte, wie ihn die Theisten beschreiben und predigen, dann wäre die Situation für die Atheisten mit dem Begriff "entsetzlich" gar nicht mehr auszudrücken.

Wenn die Theisten recht haben sollten, dann riskieren die Theisten so ziemlich alles, was man nur riskieren kann. Umgekehrt riskieren die Theisten bei all dem wenig bis gar nichts.. Höchstens mal ein bisschen "mehr oder weniger" belächelt zu werden und gegeben Falles in ständiger Angst zu leben, nicht immer alles genau so gemacht zu haben, wie es in der Bibel oder im Koran, bzw. der "Tora und Tanach" von gotteswürdigen Gläubigen erwartet wird. Genau davor, fürchten sich Atheisten am wenigsten. Auch wenn Theisten keine Mühe scheuen, ihnen diese Angst bewusst machen zu wollen...

Wie schon weiter oben erwähnt, macht es dann auch überhaupt keinen Sinn, gewöhnliche Atheisten mit Psychopathen wie Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot...zu verlgleichen und was es da sonst noch alles an politischen Heilsversprechern gab und gibt, die keine anderen Götter neben der eigenen Gott-gleichen Autorität dulden und alle Abtrünnigen genau so brutal auszurotten oder zu vernichten versuchten, wie das auch die einstigen Stellvertreter Jesu Christi auf Erden immer mit denen getan haben, die sich ihrer von Gott selbst auferlegten Autorität nicht gefügig zeigten....


Dass diese sich hierfür auch immer die passenden Evangelien und Sprüche ausgesucht haben, die wir heute in der Bibel wieder finden und diese dann in der Auslegung auch immer wieder an die jeweiligen eigenen Geltungs-Bedürfnisse angepasst haben, kommt sicher nicht von ungefähr...

Napoleon hatte übrigens neben seiner Leidenschaft zum Krieg führen, auch viele nützliche und heute noch wirksame Reformen durchgesetzt. Rechtsgrundlagen für faire Handels-Beziehungen geschaffen, die heute noch immer Standard sind. Die Freiheit des Individuums postuliert, welche auch heute noch immer als ein wesentlicher Teil des demokratischen Rechtsverständnis Europas vorausgesetzt wird und er hat vor allem mit dem korrupten Selbstbedienungsverein der kirchlichen Geistlichkeit Frankreichs aufgeräumt, welche die sogenannte Französische Revolution überlebte und nach und nach wieder zu den alten Sitten und Bräuchen zurückgekehrt ist. Napoleon war zudem beim einfachen Volk und bei seinen Soldaten äußerst beliebt. Nicht weil er sich mit Propaganda größer und schöner gemacht hat als er tatsächlich war...sondern weil er Gerechtigkeit und Ordnung durchgesetzt hat, wo es vorher keine gab. Napoleon war aber leider kein "Seemann", als dass er es auf dem Meer mit den damaligen Kolonialisten aufnehmen hätte können, um dem Französischen Volk gleichen Wohlstand bieten zu können, wie Spanien, England, Portugal, die so mehr oder weniger den ganzen Rest der Welt ausraubten - Auch und vor allem unter dem Segen Gottes und dem unerbittlichen Beistand christlicher Missionierungswut, die den Söldnern immer veraus-eilten, um noch ein paar Heidenseelen vor dem ewigen Verdammnis der Hölle zu retten....



So... Jetzt stellen wir uns noch die Frage, ob es für Gläubige auch mit gesellschaftlich, Struktur-hierarchischen Autoritätsansprüchen eher von weltlichem Vorteil ist, an Gott zu glauben?
Es war früher auch in christlichen Gesellschaften selbstverständlich, dass Kaiser und Könige vom Papst persönlich gekrönt wurden und somit auch einen Pflicht-Anteil an der Durchsetzung des Willen Gottes auf Erden und vor allem des Willens seines Stellvertreters und dessen stellvertretenden Stellvertreter innehatten, was zwangsläufig gute bilaterale Beziehungen voraussetzte, die beiderseitig üppig bedient wurden...und ganz sicher nicht zum gegenseitigen Nachteil...



Zitat von Reklov im Beitrag #10

Im Laufe der letzten Jahre traf ich aber im freigeistigen Spektrum eine beachtliche Anzahl von Menschen, auf die der Satz dummerweise doch erschreckend zutraf: Atheisten, die so religiös fanatisiert über Atheismus sprachen, dass sie auf mich den Eindruck missionierender Wanderprediger machten, freigeistige Märtyrer, die das Misslingen ihres eigenen Lebens ausschließlich auf das Wirken klerikaler Seilschaften zurückführten, Menschen, die alle Katastrophen der letzten 2000 Jahre der katholischen Kirche anlasteten und deren Kirchenhass das Einzige zu sein schien, was ihrem Leben noch Halt zu geben vermochte.




Zitat von Reklov im Beitrag #10

Die Konfrontation mit dieser Art religiöser Atheisten rief mir immer wieder zu Bewußtsein, was mir eigentlich schon seit Beginn meines Ausstiegs aus der Religion klar war, nämlich dass das entscheidende Problem nicht der Theismus ist, sondern die Religion. Schon in dem ersten religionskritischen Aufsatz, den ich jemals veröffentlichte, war dies die Grundthese. Ich plädierte dafür, den traditionellen Begriff der Religion zu erweitern: er müßte sowohl die theistischen als auch die atheistischen Heilsgeschichten umfassen.
Alles was sein müsste und sein sollte, steht immer einem ganz persönlichen Bedürfnis gegenüber, welches in seinem "Ursprung" dem persönlichen Geschmackssinn, dem eigenen Empfinden für Ästhetik, den eigenen Vorstellungen von Ordnung und überhaupt der Vorstellung von einer viel besseren und gerechteren Welt zu Grunde liegt. Tatsächlich aber, ist die beste und gerechteste Welt eine, die der Zufall verteilt. Auch wenn die, die davon nichts haben, es als nicht besonders gerecht empfinden. Aber das Wetter und Klima ändert sich dauernd und auch wenn es auf der Welt immer mal zu viele Jäger gibt und damit auf einem Mal ein Ungleichgewicht gegenüber den Beutetieren besteht, wirkt sich das auch bald schon wieder verheerend auf die Jäger selbst aus, die sich dann auch noch gegenseitig ans Leder gehen müssen, damit sie nicht ganz aussterben. Wo wäre Deutschland heute, hätten die Alliierten es nicht in Schutt und Asche gelegt und damit überhaupt erst die Voraussetzungen geschaffen, von der alle Länder der Welt irgendwo wirtschaftlich mit-profitierten.. Mit Ausnahme derer, die sich vor den aufstrebenden Kapitalisten komplett abschirmten.. Aber eigentlich haben auch die "Ostdeutschen" vom "Schwung" des Wiederaufbaus Westdeutschlands mitgegessen. Wer weis schon um wieviel ärmer die heutige Türkei wäre, deren ein großer Teil der heutigen "Volksarchitektur" von ehemaligen Gastarbeitern in Deutschland finanziert wurde..
Und erst die Italiener, ganz im Süden des Stiefelstaates.. Die hausten vorher noch teilweise in Felshöhlen. (jetzt ganz im !ernst) In Gegenden wie Apullien, den Abruzzen, im Binnenland von Calabrien.. Deutsche "Drecksarbeit" wurde damals von Ausländern gemacht, von denen viele nicht mal lesen und schreiben konnten.

Aber sie verstanden viel von "Amore" sahen gut aus und waren auch nur ganz selten so klein, wie es in der damaligen deutschen Lyrik vorgesehen ward und im deutschen Schlager oft besungen wurde... Auch heute noch sind die Napolitaner ziemlich groß gewachsene Leute, haben häufig blaue Augen, die noch besser zu dunklen Männerhaaren passen, als zu "blonden"... Und dann waren da auch noch die ganzen Griechen, die damals den vielen Kriegswitwen beistanden..

Wären damals nicht Alliierten gewesen und hätten sie keinen Grund gehabt...

[quote]Es waren verklemmte, frustrierte und unerfahrene Testosteron-Religioten, die aus Ländern zu uns kommen, in denen der religiöse Glaubenswahn alle Bereiche des Lebens dominiert, kontrolliert und sich in alles einmischt, was den Menschen zum Menschen macht.

Nicht übersehen werden darf, dass es solche Menschen-Typen auf allen Kontinenten gibt und sie ihre Wünsche und Neigungen nur zügeln, weil strenge Gesetze sie davon (mehr oder weniger) abschrecken!


Das wäre ein sehr schlechtes Zeugnis für die besondere menschliche Fähigkeit, auch ohne strenge Gesetze Sozialkompetenz, Moralempfinden, Gefühl für ethisches Verhalten, Fremdschämen zu entwickeln..
Für mich persönlich kennen ich sehr viele junge Menschen, die eine im Grunde sehr lieberale Erziehung genossen haben, ganz ohne strenge Reglementrierungen und Projektionen von einem Idealmenschentum und trotzdem niemals zu solchen Exessen fähig wären, welche die persönliche Freiheit und Würde anderer Menschen in Frage stellt. Einer dieser jungen Menschen ist mein eigener Sohn, der überigens eine sehr Religionsgläubige Mutter hat und von daher zum Thema Gott noch ein bisschen atheistischer eingestellt ist, als "sein" Vater.


Zitat von Reklov im Beitrag #10

Übrigens:
Fünfundzwanzig Jahre! Ein außergewöhnlicher Fall in der deutschen Parlamentsgeschichte. Ein Vierteljahrhundert hat Bonn gebraucht, um dieses eine, kleine Gesetz zu ändern.
Die Ostverträge waren nichts dagegen.
Bisher nennt man die Vergewaltigung in der Ehe nicht beim Namen. Der Schutz der Ehefrau als Staatsbürgerin, ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung: Mit dem Jawort ist beides so gut wie dahin. Männerfreundlich münzt der Trauschein ein Verbrechen in ein Vergehen um, eine Vergewaltigung in eine Nötigung.
An diesem Donnerstag, den Frauen im Parlament sei Dank, wird sich das endlich ändern, sofern die Opposition vollzählig antritt. Dann wird ein neuer Strafgesetzbuch-Paragraph 177 verabschiedet.
Die Gleichstellung von Mann und Frau vor dem weltlichen Gesetz ist auch in Deutschland schon ein paar Jahrzehnte alt.. dass sie bei den vielen christdeutschen Parteien noch immer nicht ganz umgesetzt wurden, ist dann auch wieder nicht die Schuld der Atheisten.. (Gott sei Dank)


Zitat von Reklov im Beitrag #10

Statistiken, welche sich auf Polizeiberichte aufbauen, belegen, dass es z.B. im Jahr 2000, allein in Deutschland, 7.571 Opfer von Vergewaltigung und sexueller Nötigung und 15 Opfer von Vergewaltigung/ sexueller Nötigung mit Todesfolge gab.
Über das ganze Jahr und eine breite Bevölkerungsschicht verteilt, sagt das noch nichts darüber aus, von welcher Bevölkerungsgruppe die Gewalt gegen Frauen vorwiegend ausgeht. Dass in Deutschland gerade wie auch im besonderen immer mehr auf negative Berichterstattung im Zusammenhang ausländischer Akteure bei Rechtsvergehen verzichtet wird, insofern es sich nicht um Terroranschläge, Kapitalverbrechen und Wirtschaftsspionage handelt, ist politisch sicher erwünscht. Immer hin werden auch in Deutschland noch immer recht häufig die zukünftigen Ehepartner von den Eltern ihrer Kinder ausgesucht und festgelegt.. Aber dann auch wieder eher von Deutschen mit Migrationshintergrund und arabischer Kulturstämmigkeit... Vielleicht würden die von dir erwähnten Statistiken weit höher angesetzt werden, wenn die betroffenen Mädchen und jungen Frauen mehr darüber in der Öffentlichkeit reden dürften, ohne befürchten zu müssen, in einer andere Kriminal-Statistik für Todesfälle aufgenommen zu werden...


Zitat von Reklov im Beitrag #10

Wieviele der Täter aber nun Religioten oder Atheisten waren, ist allein aus solchen Zahlen nicht zu erkennen!




Warten wir einfach mal ab, dann können wir uns im Fall ja bei den Unschuldigen entschuldigen. Die Polizei ermittelt noch..

-----
Religion vergiftet die Welt

 Sprung  
________________________________________

"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

... Platz für Verlinkungsaustausche ...

VORSICHT! Vertrauensunwürdige Werbung!

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor