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Dieses Thema hat 26 Antworten
und wurde 1.647 mal aufgerufen
 Hinduismus, Buddhismus und Taoismus
Seiten 1 | 2
vergebteinander Offline



Beiträge: 5

19.10.2015 16:28
Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Hallo! Ich lese hier schon imemr mal mit, nun aber habe ich eine brennende Frage. Und zwar ob halluzinogene Drogen wie Zauberpilze, LSD, Fliegenpilze, "Kröten" etc. im Buddhismus "verboten" sind, selbst wenn Sie nur zum zwecke der Erleuchtungsfindung (also des spirituelles wachstums) konsumiert werden?
Immerhin sind ja halluzinogene zauberpilze die vermutlich älteste Droge der menschheit und nach einigen Wissenschaftlern soll das Psilocybin erst zur evolutionären Herausbildung des menschen geführt haben: "Sogar der »Baum der Erkenntnis« wurde schon als Fliegenpilz, das Urchristentum als geheimer Pilzkult gedeutet. Ebenso sollen die Sufis halluzinogene Pilze, die sie »Brot der Krähe« nannten, benutzt haben, um Gott erkennen zu können. Terence McKenna stellte die Hypothese auf, dass Magic Mushrooms und hier vor allem psilocybinhaltige Pilze der Art Psilocybe cubensis der induzierende Katalysator in der Evolution der Primaten war, durch den die Affen zu Menschen wurden. " (von hier: http://www.zauberpilzblog.net/zauberpilze/ )

schauen wir uns mal an, was der buddhismus dazu sagt:
"Die fünf Gebote des Buddhismus

Töte kein Lebewesen
Nimm nicht, was dir nicht gegeben
Sprich nicht die Unwahrheit
Trinke keine berauschenden Getränke
Sei nicht unkeusch"
(von hier: http://www.gungfu.de/buddhismus/buddhism.html )

==>>>> also steht explizit nichts zu allgemeinem drogenknsum im buddhismus, sondern eher "verklausuliert": Trinke keine berauschenden Getränke. Alkohol hat ja bekanntlich keine Bewusstseinserweiternden, spirituellen Eigenschaften. Daher ist das Konsumverbot solcher art Getränk nachvollziehbar,. Aber: zählen hierzu auch kaffee und tee (teein als wirkstoff). Und wie sieht es mit eben halluzinogenen drogen wie zauberpilze oder auch synthetische LSD aus - wenn der nach erleuchtung strebende sie nur zum zwecke der erkenntnisgewinnung und letztlichen hilfe aller wesen konsumiert; wäre dies dann nicht gestattet?

Wie seht ihr das ganze?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.829

19.10.2015 17:49
#2 Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Zitat von Vergebteinander
Wie seht ihr das ganze?

Nicht so wie du. Ich habe noch nichts davon gehört, dass Drogen die Primaten zu Menschen machten. Und ich gehe auch nicht davon aus, dass LSD oder sowas das Bewusstsein progressiv erweitert. Timothy Leary ging ja davon aus, aber die Forschung hat in den letzten Jahrzehnten keine positiven Ergebnisse in die Richtung gebracht. Ich sehe, dass DU die progressive Entwicklung willst. Ich ahne, dass du DEINE progressive Entwicklung brauchst. Die gibt es, kann es geben. Aber ohne Drogen! Und auch kein Gott und kein Buddhismus kann dich leiten oder irgendwas verbieten! Meiner unmaßgeblichen Meinung nach. Nur - DU!

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

19.10.2015 21:51
#3 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Im Buddhismus setzt man auf körpereigene Drogen und eben nicht auf deren Zufuhr von außen.
Das ist durchaus erlernbar!
Klarträumen und Meditation.

https://de.wikipedia.org/wiki/Klartraum
Celia Green und Charles McCreery von der Universität Oxford beschreiben in ihrem Buch entsprechende Erfahrungsberichte mit diversen Methoden. Ihre Forschungen legen nahe, dass „außerkörperlichen Wahrnehmungen“ – ebenso wie Visionen, Halluzinationen, bestimmten Drogenerfahrungen und ekstatischen Zuständen – grundsätzlich dieselben physiologischen Vorgänge und Mechanismen wie bei luziden Träumen zugrunde liegen. Unumstritten ist, dass der virtuelle Traum-Körper des Träumers innerhalb des Klartraums selbst „verlassen“ werden kann. Zumindest in dieser Hinsicht besteht eine Form der „außerkörperlichen Erfahrung“.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

vergebteinander Offline



Beiträge: 5

21.10.2015 17:37
#4 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Körpereigene Drogen wie DMT zb?

@ gysi: deine Mutmaßungen zu meiner Persönlichkeit sind ja ganz schön "mutig" - einfach mal küchenpsychologisch ins Blaue geraten; machst du das bei allen Menschen so?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.829

21.10.2015 17:48
#5  Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Zitat von Vergebteinander
@ gysi: deine Mutmaßungen zu meiner Persönlichkeit sind ja ganz schön "mutig" - einfach mal küchenpsychologisch ins Blaue geraten; machst du das bei allen Menschen so?

Nur in einem Diskussionskontext, der so eine Frage nahelegt. Und bei Leuten, denen ich Offenheit zumute. "Ins Blaue" ist es weniger "geraten". Ist doch sehr abstrakt gefasst. Irgendwas suchst du doch, und wenn es die Transzendenz sein soll. Sowas sucht man aber nach meiner bescheidenen Auffassung nicht... Bin ich mit dieser Frage zu persönlich?

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Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

21.10.2015 20:05
#6 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass "Transzendenz" gefunden und nachgewiesen wird, bitte ich mich unverzüglich zu informieren.

Wu Offline




Beiträge: 416

27.10.2015 01:04
#7 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Buddhismus verbietet alle halluzinogene Drogen. Verbietet ist vielleicht ein wenig zu hart: Wer den Weg Buddhas gehen will, verzichtet auf sie. Buddhas Meditation weißt eher in Richtung Nüchternheit als in Richtung High sein. (Sicher gibt es auch da im Buddhismus ausnahmen).

Die Techniken des Klarträumens gibt es meines Wissens nur im stark durch das schamanistische Bön geprägten tibetischen Buddhismus.

Transzendenz kann nicht nachgewiesen werden, denn dann wär sie Immanenz. So ähnlich wie man das Ganze nicht durch Teilung erfahren kann. Aber meiner Meinung nach kannst du Transzendenz und Immanenz als zwei Seiten einer Medaille sehn.

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"I think human consciousness is a tragic misstep in evolution. We became too self-aware. Nature created an aspect of nature separate from itself, we are creatures that should not exist by natural law."

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.675

27.10.2015 17:48
#8 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Zitat von Wu im Beitrag #7
Buddhismus verbietet alle halluzinogene Drogen. Verbietet ist vielleicht ein wenig zu hart: Wer den Weg Buddhas gehen will, verzichtet auf sie. Buddhas Meditation weißt eher in Richtung Nüchternheit als in Richtung High sein. (Sicher gibt es auch da im Buddhismus ausnahmen).

Die Techniken des Klarträumens gibt es meines Wissens nur im stark durch das schamanistische Bön geprägten tibetischen Buddhismus.

Transzendenz kann nicht nachgewiesen werden, denn dann wär sie Immanenz. So ähnlich wie man das Ganze nicht durch Teilung erfahren kann. Aber meiner Meinung nach kannst du Transzendenz und Immanenz als zwei Seiten einer Medaille sehn.


Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist Meditation das Gleiche und Selbe wie Kiffen. Wobei "Kiffen" weit weniger Suchtpotential hat als das Meditieren.
Transzendenz ist ein körperliches Phänomen, bei dem das Gehirn die entsprechenden "Drüsen" veranlasst, besonders viele körpereigene Opiate aus zu schütten.

Die Annahme, dass Tibettaner auf Grund ihrer transzendeten Wirklichkeitsbewältigung die friedliebenderen Menschen seien, ist ein irriger Blödsinn. Als die Chinesen Tibet annektierten, haben sie das "Problem" zuerst genauso mit Gewalt zu lösen versucht, wie das jede andere "Nation" auch getan hätte. Tibet ist dank Buddhismus und unwegsamer Geografie, mehrere Jahrhunderte zurück in der Vergangenheit hängen geblieben.

Dass man im 20. Jh. mit Vorderladergewehren und "Steinschlossbüchsen" keinen Krieg mehr gewinnen kann, hat ihnen Buddha wohl vergessen zu sagen..

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Nur am Glauben kannst du drehen und schrauben. bis die Wahrheit die du glauben willst, dir auch passt..

Wu Offline




Beiträge: 416

03.11.2015 13:39
#9 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Hast du dazu irgendwelche Studien?

Aus meiner Sicht besteht ein großer Unterschied zwischen Meditation und Kiffen.
Meditation ist eine Übung in Stille und im Ruhen der Gedanken. Meiner Erfahrung nach ist das Suchtpotential sehr gering. Man kann es in buddh. Foren sehn, wo ein wichtiges Thema ist: Wie motoviere ich mcih zum meditierten.
Sucht dagegen braucht keine Motivation. Ich brauch mich weder zum Pfeife rauchen noch zum Single Malt trinken motivieren. Das wird beim Kiffen ähnlich sein. Auch hab ich beim Kiffen eher ein schwelgen in gedanken erlebt.
Die Hauptenergie liegt meiner Erfahrung nach beim kiffen im Kopf. Die Hauptenergie liegt beim Meditieren im Bauch.
Das Ziel beim meditieren (so Ziel da nicht schon als Irrweg beschrieben wird wie im Zen) sind nicht angenehme Zustände, sondern eher eine Zustandslosigkeit.
Beim Kiffen geht es eher um glücklichsein und schweben. Meditieren ist da viel erdiger.

Tibet erwähnte ich nur wegen dem Thema Klarträumen.
Das die verbindung von Religion und Politik ein Irrweg ist, ist für mich offensichtlich.
Aber der tibetische Buddhismus ist nur eine kleine Form innerhalb des Buddhismus (ihm hängen weltweit nur 3% der Buddhisten an). Und Tibet war vergleichbar mit dem christlichen Mittelalter. Auch seine Rechtsprechung erinnert ja eher an Feudalismus und ist nicht buddhistisch mitfühlend.
Ich halte die Tibeter auch nicht für friedliebender als andere Menschen. Auch nicht die Buddhisten. Siehe Myanmar und Sri Lanka.

Allerdings muss man auch zugeben, daß Meditation im real existierenden Buddhismus nach Studien so gut wie keine Rolle spielt (nicht mal innerhalb der Mönche und Nonnen).
Zudem gibt es große Richtungen (man denke an den reinen Land Buddhismus (dem fast die Hälfte der Mahayana-Buddhisten anhängen) wie auch den Nichiren-Buddhismus (nach dem reinen Land-Buddhismus die größte Richtung in Japan), die vor allem nichtmeditative Praktiken lehren. Das vergisst man oft.

Was sollte Buddha vom 20. Jahrhundert wissen? Er lebte im 5. Jh. v.u.Z. Ihm ging es nie darum einen äußeren Krieg zu gewinnen. Er hatte nur ein Thema: Das Leiden und seine Überwindung. Sicher ein wenig einseitig.

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True Detective

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

03.11.2015 15:10
#10 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Das Suchtpotential durch Meditation ist erheblich,
es ist vergleichbar dem Suchtpotential durch Essen, Trinken und Scheißen.
Man muss auch nicht selbst Meditieren um Aussagen über Meditation zu machen,
was soll das, nur durch völliges Nichtwissen sind alle Möglichkeiten offen.

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

03.11.2015 19:09
#11 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Die japanischen Zen-Buddhisten scheinen die intelligentes Form der Glaubensrichtung zu praktizieren.
Sie denken und handeln unauffällig, aber ihre Zielsetzung ist durchaus auch als konsequent weltliche Interessendurchsetzung verstehbar.
Die Kompatibilität mit anderen Religionen wird ohne Hass oder Fanatismus lächelnd zugelassen, aber ihre Prinzipien sind unerschütterlich.
Solche Japaner lernen gern dazu und passen sich notfalls aus Einsicht an.

Muslime und andere sollten sich daran ein Beispiel nehmen, dann gestaltet sich das Zusammenleben für alle Beteiligten erträglicher.

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

04.11.2015 14:40
#12 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Zitat von Direktkontakt im Beitrag #11
Die japanischen Zen-Buddhisten scheinen die intelligentes Form der Glaubensrichtung zu praktizieren.
Sie denken und handeln unauffällig, aber ihre Zielsetzung ist durchaus auch als konsequent weltliche Interessendurchsetzung verstehbar.
Die Kompatibilität mit anderen Religionen wird ohne Hass oder Fanatismus lächelnd zugelassen, aber ihre Prinzipien sind unerschütterlich.
Solche Japaner lernen gern dazu und passen sich notfalls aus Einsicht an.

Muslime und andere sollten sich daran ein Beispiel nehmen, dann gestaltet sich das Zusammenleben für alle Beteiligten erträglicher.


ZEN, das ist der innere Weg, und der innere Weg ist die Mystik.

Die höchste Wahrheit teilt sich in Ost und West auf dem inneren Weg mit.
(Buddha)

Gott ist inwendig in Euch
(Jesus)

Über die Geburt des Gottesfunken im Seelengrund
(Meister Eckehart)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.829

04.11.2015 16:56
#13 Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Zitat von Reisender
Gott ist inwendig in Euch (Jesus)

Wo steht das?

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Reisender Offline



Beiträge: 4.058

04.11.2015 17:22
#14 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #13

Zitat von Reisender
Gott ist inwendig in Euch (Jesus)
Wo steht das?


“Das Reich Gottes ist mitten unter euch” (Lukas 17,21). “Mitten unter” steht in unseren Lutherbibeln. So wird hier das griechische Wort ENTOS wiedergegeben, das “in” oder “innerhalb” heißt. In der wörtlichen Wiedergabe des zugrunde liegenden griechischen Textes lautet unser Vers nun wie folgt: “Siehe, das Königreich Gottes ist in euch” (Luther übersetzte ursprünglich: “Das Gottesreich ist inwendig in euch”). Und das ist durchaus stimmig im Kontext der Botschaft Jesu: Das Königreich Gottes ist nicht irgendwo und irgendwann, es ist in der Tiefe des Geistes in euch, euch zugehörig als ewiges Geschenk Gottes, Teil eures Innersten, eurer Seele und eurer Gemeinschaft.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.829

04.11.2015 17:47
#15  Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Zitat von Reisender
“Siehe, das Königreich Gottes ist in euch” (Luther übersetzte ursprünglich: “Das Gottesreich ist inwendig in euch”).

Naja. Da wir wissen, dass es auch unter Jesus Höllenstrafen für die Ungläubigen gibt und "der Herrgott" immer noch als eine eigenständige Meta-Person angerufen wurde und wird, gehe ich mal davon aus, dass damit der Gruppengeist des inneren Zirkels der Gläubigen gemeint war. ICH jedenfalls fühle mich durch diese Bibelsätze nicht zu einem Gott aufgewertet. Und die Fische der Menschenfischer sind das ebenso nicht.

Zitat
Und das ist durchaus stimmig im Kontext der Botschaft Jesu: Das Königreich Gottes ist nicht irgendwo und irgendwann, es ist in der Tiefe des Geistes in euch, euch zugehörig als ewiges Geschenk Gottes, Teil eures Innersten, eurer Seele und eurer Gemeinschaft.

Und wo steht das?

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Wu Offline




Beiträge: 416

05.11.2015 14:18
#16 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Erst einmal: Zen ist eine besondere Entwicklung innerhalb des Buddhismus. Man könnte sagen eine Verschmelzung von Buddhismus und Taoismus.

Ich seh einen großen Unterschied von Theistischer Mystik und Zen.

Zen kennt keine Transzendenz. Zen bleibt immer total immanent, irdisch, down to earth.
Sicher kann man sagen, es ist mystisch, in der bedeutung "ein Wirklichkeitsganzes", aber es bestehen viele Unterschiede zu theistischer Mystik. Das ganze Verzückungsmoment (ebenso wie die ganze Liebesmystik) ist ihr fremd. Hier seh ich einen großen Unterschied zum Kiffen.
Sie kennt keinen Gott, keine Seele. Die meisten Erlebnisse der Mystiker würden sie wohl als Makyos ansehen, zu deutsch soviel wie Gespensterhöhle, als Zustände die irgendetwas schönes vorspiegeln, aber nichts mit Erwachen zu tun haben.
Eigentlich ist es auch keine Innerlichkeit. Im Zazen sind ja nicht einmal die Augen geschlossen.
Und man schaut nicht auf etwas ewiges, sondern auf das jetzt und auf nichts besonderes, sondern auf das gewöhnliche.

Man kann es sehr schön in den Koans sehen. Die Frage nach etwas besonderen wird immer mit dem alltäglichen gekontert.

Joshu wurde gefragt: Gibt es eine Lehre, die höher ist als alles, was Buddha und Patriarchen (die frühen zenmeister) gelehrt haben? Joshu antwortete: Kuchen.

Es ist eben nichts höheres. Nichts heiliges. "Offene Weite. Nichts heiliges" ist einer der wichtigsten Aussagen des Zen.

Sie ist weder auf theos noch auf anthropos gerichtet, daher auch keine Innerlichkeit. Kein innerer Kern. Daher eben weder ein Königreich noch ein innen. Weder Gottesfunke noch Seelenfünkchen. Kein nach-Hause-kommen, sondern Hauslosigkeit. Byung Chul Han nannte das einmal Abwesen. Und verwies auch noch auf das daoistische "Wandern im Grenzenlosen" und "keine Spur hinterlassen" Das Christentum will eher die Sicherheit des Felsens, Zen und Daoismus gleichen eher der Wolke oder dem Wasser.

Sehr schön sieht man die diesseitigkeit des Zen in den in Zen und Shin entstandenen Haikus.

Auf Windenblüten
Bläst nun und es entfärbt sie
Der Wind des Herbstes.

Chora

Nichts als Flöhe und Läuse -
und nah an meinem Kopfkossen
pißt auch noch ein Pferd

Basho

Auch wenn ich einige Punkte an Zen recht kritisch seh, ist es doch ein interessanter Schritt in eine atheistische Mystik.

Sehr interessant zum Vergleich christliche Mystik contra Zen ist Byung Chul Hans "Philosophie des Zen-Buddhismus", so das jemand interessiert.

Hier ein kurzes Zitat:
"Die Erleuchtung (Satori) bezeichnet keine "Entrückung", keinen ungewöhnlichen "ekstatischen" Zustand, in dem man sich gefiele. Sie ist vielmehr das Erwachen zum Gewöhnlichen. "
Auch da seh ich den Unterschied zum Drogenrausch.

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True Detective

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.675

06.11.2015 20:28
#17 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Zitat von Wu im Beitrag #16


Sehr interessant zum Vergleich christliche Mystik contra Zen ist Byung Chul Hans "Philosophie des Zen-Buddhismus", so das jemand interessiert.

Hier ein kurzes Zitat:
"Die Erleuchtung (Satori) bezeichnet keine "Entrückung", keinen ungewöhnlichen "ekstatischen" Zustand, in dem man sich gefiele. Sie ist vielmehr das Erwachen zum Gewöhnlichen. "
Auch da seh ich den Unterschied zum Drogenrausch.



So groß ist da der Unterschied auch wieder nicht... Wenn es sich um Spiritualität und Transzendenz dreht, dreht es sich um die selben Hirnareale, auf die auch Drogen und Äthanol und andere betäubende Kohlewassertoffverbindungen wirken.. (Am ****** der Götter zu schnüffeln oder zu lecken, macht auch nur high und in dem Fall, schüttet unser Gehirn den "Stoff" halt selber aus)

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Wu Offline




Beiträge: 416

11.11.2015 20:40
#18 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Wie gesagt, es geht nicht um Transzendenz oder Gott.

Und es geht nicht um high sein, eher um das Gegenteil: Down to earth.

Auf was für eine Studie beziehst du dich?

Es gibt sicher auch Meditationstechniken, die high machen, wie die transzendentale Meditation oder das Hare Krsna-Singen, aber darum geht es ja hier nicht.

Ich seh das ganze auch eher vom lebenspraktischen als vom wissenschaftlichen aus.
Ich kenne sowohl Leute, die mehr als zehn Jahre kiffen, als auch Leute, die mehr als zehn Jahren zazen praktizieren. Aus meiner Sicht gibt es da eklatante Unterschiede.
Die Zennies sind sehr erdig, auch recht in sich zentriert und ruhend, recht diszipliniert (auf eine entspannte Art und Weise), ausdauernd. Das kann ich von der Kifferfraktion weniger sagen.
Die Zennies neigen z.B. eher zum körperlichen, z.B. zum Kampfsport, die Kiffer eher zum virtuellen Kampfsport. Kiffen erschafft schöne Träume, Zazen erschafft nix, nimmt dir eher alle Träume weg.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.675

11.11.2015 21:19
#19 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Zitat von Wu im Beitrag #18
Wie gesagt, es geht nicht um Transzendenz oder Gott.

Und es geht nicht um high sein, eher um das Gegenteil: Down to earth.

Auf was für eine Studie beziehst du dich?





http://www.hohewarte.de/MuM/Jahr2001/Meditation0107.html Schon der amerikanische Psychiater James H. Leuba, dessen »Psychologie der religiösen Mystik« von 1927 bis heute als grundlegende Arbeit anerkannt ist, stellte fest: Die Ähnlichkeiten zwischen dem durch die Yogaübungen erlangten Rauschzustand und den durch Alkohol, Mescalin und Haschisch erlangten Rauschzuständen ist unübersehbar.

Einfach den Artikel mal selber lesen..

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Wu Offline




Beiträge: 416

13.11.2015 14:43
#20 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Mit Wissenschaftlichkeit hat das recht wenig zu tun. Es ist ein wirrer Mischmasch, wo ein paar gute Fragestellungen dabei sind, und dann wieder absurder Unsinn. Aber die Essenz ist Meditation führt zu Irrsinn, während die völkische antisemitische „Deutsche Gotterkenntnis“ der M. Ludendorff zu geistiger Gesundheit führt. Einfach normales Sektengeplänkel. Letztlich geht es darum, das Deutsche von allem Fremdglauben frei zu machen. Wissenschaft geht glaub ich anders.

Aber wir können die zwei, drei Aussagen, die sich auf den Buddhismus beziehen, gern mal vornehmen.

Das interessante ist, das wissenschaftliche Forschungen Meditation einerseits als auch Yoga andererseits eher als positiv bewerten, soviel ich gelesen habe. So übernehmen z.B. selbst Krankenkassen Kosten für Yoga und Tai Chi und Achtsamkeitsmedition und Qi Gong wird in medizinischen Umfeld eingesetzt.

Man könnte ja ne andere Sektenseite, aus der Yogaecke dagegn setzen:
http://wiki.yoga-vidya.de/Wissenschaftli...dien_Meditation

Man kann anscheinend beide Seiten wissenschaftlich oder pseudowissenschaftlich begründen. Aber vor allem sollte man differenzieren. Transzendentale Meditation hat recht wenig mit Zen und das recht wenig mit Hatha Yoga zu tun.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.675

13.11.2015 21:37
#21 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Zitat von Wu im Beitrag #20
Mit Wissenschaftlichkeit hat das recht wenig zu tun. Es ist ein wirrer Mischmasch, wo ein paar gute Fragestellungen dabei sind, und dann wieder absurder Unsinn. Aber die Essenz ist Meditation führt zu Irrsinn, während die völkische antisemitische „Deutsche Gotterkenntnis“ der M. Ludendorff zu geistiger Gesundheit führt. Einfach normales Sektengeplänkel. Letztlich geht es darum, das Deutsche von allem Fremdglauben frei zu machen. Wissenschaft geht glaub ich anders.

Aber wir können die zwei, drei Aussagen, die sich auf den Buddhismus beziehen, gern mal vornehmen.

Das interessante ist, das wissenschaftliche Forschungen Meditation einerseits als auch Yoga andererseits eher als positiv bewerten, soviel ich gelesen habe. So übernehmen z.B. selbst Krankenkassen Kosten für Yoga und Tai Chi und Achtsamkeitsmedition und Qi Gong wird in medizinischen Umfeld eingesetzt.

Man könnte ja ne andere Sektenseite, aus der Yogaecke dagegn setzen:
http://wiki.yoga-vidya.de/Wissenschaftli...dien_Meditation

Man kann anscheinend beide Seiten wissenschaftlich oder pseudowissenschaftlich begründen. Aber vor allem sollte man differenzieren. Transzendentale Meditation hat recht wenig mit Zen und das recht wenig mit Hatha Yoga zu tun.



Zum Einwand gegen die Person M. Luddendorf, die scheinbar ein Anhängerin des Panentehismus und der strikten Rassenhygiene zu sein schien, geb ich dir gerne Recht. Zum Vergleich mit den Krankenkassevn tu ich das nicht. Krankenkassen bezahlen auch die Verschreibungen von Psychopharmaka und Morphinen..die im Bedarfsfall auch empfohlen werden, falls Yoga und KO. nicht zum gewünschten Wohlbefinden führt.
Des übrigen kenne ich die Transzendentale Meditation persönlich sehr gut und ärgere mich noch heute darüber, mich vor über 30 Jahren zu diesem Unsinn überreden haben zu lassen.. mit allen damit verbundenen Unkosten.

Der "Placeb-Effekt" lässt sich unter allen möglichen "Verpackungen" gut und teuer verkaufen.

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Wu Offline




Beiträge: 416

20.11.2015 14:15
#22 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Wir reden aber doch hier vom Buddhismus, wo es doch eigentlich kaum um verkaufen geht. Vipassana-Kurse kriegt man zum 0-Tarif und die meisten Zen-Kurse kosten auch nicht viel. (Sicher gibt es auch da Ausnahmen, aber meist von Lehrern, die weder authorisiert noch aus den traditionellen Zen-Schulen (Rinzai, Soto, Obaku) stammen).

Die meisten wissenschaftlichen Studien scheinen mir zumindest buddh. Meditation als auch Zen auf der einen Seite als auch Yoga und Tai Chi/Qi Gong auf der anderen Seite als positiv zu bewerten.

TM ist aus meiner Sicht ein anderes Thema. Da geht es mir eher darum, glücklich zu werden. Es erzeugt meiner Erfahrung nach eher haschischartige Zustände. Sie unterscheiden sich sehr von dem nüchteren Zen.
Inzwischen ist aber damit auch kaum noch Geld zu verdienen. Alle Mantren sind doch frei im Netz zugänglich. Auch Seiten, die auch die negativen Auswirkungen dokumentieren.
TM arbeitet aber vorwiegend mit einem oder mehrern Mantren. Es ignoriert die ganzen körperlichen Ansätze, die Achtsamkeitsmeditaion und Zazen haben.

Zu den zwei Hauptkritikpunkten aus meiner Sicht in den von dir verlinkten Artikel:

a) Zenkrankheit

wird erwähnt, aber nicht erläutert, sondern es wird behauptet, das Bodhidharma so lange meditiert hätte, bis ihm die beine abgefault waren. Das ist mir nicht bekannt, und wenn dann hat das nix mit der zenkrankheit zu tun.
Zenkrankheit ist ein spirituelles Burnout. Und es passierte bei Leuten, die Jahre lang exzessiv täglich 15 Stunden oder mehr Zazen praktizierten. Also kaum etwas, was für den Westen relevant ist.
Aber so die Übertreibung der Praxis (so würde ich das aus daoistischer Sicht sehn) wär etwas, was ich Zen ankreiden würde.

Für den Westen ist aus meiner Sicht eine andere Gefahr von Burnout gefährlicher: Wenn man Meditation als Selbstoptimierungsstechnik ansieht (was sie IMHO nicht ist), und erst ein optimaler Angestellter, dann ein optimaler Lebenspartner 8oder optimales Elternteil) sein will, dann noch eine optimale Psyche und ein optimalen Geist haben will, also nach Arbeit noch ein Haufen Kurse ausübt, und einen inneren Zwang aufbaut, dann kann das den Bewegung in Richtung Burnout steigern.

Aber das hat dann auch nicht mehr viel mit Buddhismus zu tun.

b) Das Problem des Meisters/Lehrers

Ein Lehrer, der den Namen verdient, ist sich der Probleme, die da auftreten können, bewusst. Aber sicher gibt es Lehrer, die diesen Namen nicht verdienen, die mit der Verantwortung nicht umgehen können.
Aber ich habe den Eindruck, das das gerade im Zen recht kritisch reflektiert wird.

Ansonsten wäre zu schaun: Was sind denn wissenschaftlich neutrale Forschungen zu Meditation und zu welchen Ergebnissen kommen sie?
Aber meist sind sie für Praktizierende so ziemlich egal.Wenn etwas das Leben harmonischer, ausgeglichener macht, dann braucht das keine wissenschaftliche Begründung.

Zum Thema Placebo fällt mir noch ein Gespräüch aus alten DDR-Zeiten ein. Ein paar Leute hatten Reiki gelernt, und ein Freund von mir hatte Kopfschmerzen, und liess sich von jemand, der das gelernt hatte, behandeln (also die Hände auf den Kopf legen).
Da war auch ein sehr skeptischer Geist da, der meinte, das alles, was da passiert nur einbildung (also nur Placebo) ist. Worauf mein Freund (eigentlich auch ein sehr skeptischer Geist, aber eher offen skeptisch) meinte: "Das ist mir egal, hauptsache meine Kopfschmerzen sind weg."

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True Detective

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.675

25.11.2015 19:49
#23 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Zitat von Wu im Beitrag #22


Die meisten wissenschaftlichen Studien scheinen mir zumindest buddh. Meditation als auch Zen auf der einen Seite als auch Yoga und Tai Chi/Qi Gong auf der anderen Seite als positiv zu bewerten.



Ich würde mich diesbezüglich mal mit dem ZENgeist der Japanischen Geschichte befassen.. dann wirst du sehr schnell merken, dass die "ehrwürdigen Ritter" des Zenbuddhismus (Samurai) gar nicht so "edel" waren, wie sie von der Geschichtsschreibung gerne verklärt werden.
Auch die japanische Version des Imperial-Faschismus, im 1. Drittel des 20.Jh., wäre ohne ZEN wohl nie zustande gekommen.

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Reisender Offline



Beiträge: 4.058

26.11.2015 15:58
#24 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #23
Zitat von Wu im Beitrag #22


Die meisten wissenschaftlichen Studien scheinen mir zumindest buddh. Meditation als auch Zen auf der einen Seite als auch Yoga und Tai Chi/Qi Gong auf der anderen Seite als positiv zu bewerten.



Ich würde mich diesbezüglich mal mit dem ZENgeist der Japanischen Geschichte befassen.. dann wirst du sehr schnell merken, dass die "ehrwürdigen Ritter" des Zenbuddhismus (Samurai) gar nicht so "edel" waren, wie sie von der Geschichtsschreibung gerne verklärt werden.
Auch die japanische Version des Imperial-Faschismus, im 1. Drittel des 20.Jh., wäre ohne ZEN wohl nie zustande gekommen.







Ganz abwegig ist das nicht, alle großen spirituellen Lehren haben auch die Politik beeinflusst,
allerdings in grob verfälschter Form.
So hat Nitzsches Metaphysik ganz stark den Nationalsozialismus beeinflusst, obwohl Nitzsches Übermensch
kein weltlicher Herrenmensch ist, sondern ein transzendenter, über den weltlichen Belangen stehender Mensch ist.
Für die Samurai speziell waren zwei Aspekte des ZEN von großem Interesse,
die extrem gesteigerte Achtsamkeit und Präsenz des Bewusstseins, und die völlige Auflösung der Todesfurcht, was wiederum
für das militaristische Japan der genannten Epoche von Interesse war.

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Beiträge: 842

27.11.2015 10:42
#25 RE: Sind im Buddhismus halluzinogene Drogen "erlaubt"? antworten

So wie ich es bisher wahrgenommen habe, scheint der ZEN-Buddhismus eher an der Realität angesiedelt zu sein und es zur Meisterschaft in der intelligenten Anpassung gebracht zu haben.

In Japan sitzt der Sohn der Sonne (Tenno) immer noch auf seinem Thron. Die Deutschen singen in den Kirchen heute noch "Gott hat dich, Deutschland, auserwählt..." und der Kaiser ist nach seiner Abdankung schon seit 1918 Geschichte. Nach dem zweiten Weltkrieg hieß es getreu den Nürnberger Urteilen oft "Tod durch den Strang!" für die Führung des besiegten Staates.
Das "Wirtschaftswunder" von US-Amerikas Gnaden war der Brückenkopffunktion am Eisernen Vorhang zu verdanken. Der erste Bundeskanzler Konrad Adenauer hatte sich scheinbar selbstbewusst für den Westen "entschieden". Hatte er eine andere Wahl? Wie frei ist Angela Merkel nach der "Teil-Wiedervereinigung" mit Mitteldeutschland (ehemalige DDR) heute?

Japan hat noch bis zum 2. September 1945 weiter gekämpft. Die tragischen Ereignisse von Hiroshima und Nagasaki gaben den Ausschlag für die "bedingungslose" Kapitulation. Aus solchen Trümmern entwickelte sich trotzdem eine führende Wirtschaftsmacht in Fernost. Die Teilnahme an internationalen Militäraktionen waren dem Land der aufgehenden Sonne bisher als (Bündnis- oder UN-)Verpflichtung auch nicht allzu wichtig.

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