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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 561 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

15.11.2015 10:57
Findet ihr, dass Religionen den (wissenschaftlichen/zivilisatorischen) Fortschritt behindern? Antworten

Ich würde mit einem Ja antworten. Wie seht ihr das? Gibt es eigentlich Länder, in denen heutzutage Religionen gesetzlich verboten sind?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.044

15.11.2015 11:36
#2 Findet ihr, dass Religionen den (wissenschaftlichen/zivilisatorischen) Fortschritt behindern? Antworten

Zitat von PK
Ich würde mit einem Ja antworten.

Ich auch, eindeutig ja! Genauer gesagt: Die herrschende Religionspraxis. Die Prägung unserer Kinder mit einer antidemokratischen und antiwissenschaftlichen Ethik. Gegen die müssen wissenschaftliches Denken und demokratische Gesinnung immer wieder kämpfen. Diese Kämpfe verbrauchen Energien, die anderweitig gebraucht werden könnten.

Zitat
Gibt es eigentlich Länder, in denen heutzutage Religionen gesetzlich verboten sind?

Angola hat den Islam verboten.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

15.11.2015 11:49
#3 RE: Findet ihr, dass Religionen den (wissenschaftlichen/zivilisatorischen) Fortschritt behindern? Antworten

Wäre ein Verbot sinnvoll? Ich meine, neu ist die Sache mit dem Religionsverbot nicht, wenn ich an den Atheismus als Staatsdoktrin in zum Beispiel Albanien oder Russland oder an die sozialistischen Staaten des 20.Jahrhunderts denke.
Natürlich ist mein erster Beitrag sehr pauschal, ich möchte nur sehen, wo das ganze Thema hinführt und eure Meinungen dazu wissen. =)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.044

15.11.2015 11:58
#4  Findet ihr, dass Religionen den (wissenschaftlichen/zivilisatorischen) Fortschritt behindern? Antworten

Nicht sinnvoll. Verbotene Religion kann schnell zu einem Widerstandsportal werden. Da würde sie nur verklärt. Aber man kann die Religionen aus den Schulen raushalten. Und der hier herrschenden "Religionsfreiheit" ein reales Verständnis geben, das zum Humanismus der "souveränen" Menschen passt! Heute noch wird unter Religionsfreiheit gemeinhin das Klappehalten als Respekt verstanden. Und Klappehalten ist in dem Fall grundfalsch!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

16.11.2015 08:05
#5 RE: Findet ihr, dass Religionen den (wissenschaftlichen/zivilisatorischen) Fortschritt behindern? Antworten

Man darf Religionen nicht verbieten. Ihren Einfluss auf Poklitik und Gesellschaft muss man jedoch strikt einschränken. Gerade islamische Gesellschaften muss man streng überwachen und auf das deutsche Grundgesetz verpflichten. Imame und Religionslehrer muss man genau prüfen, ob sie nicht fundamentalitisches Gedankengut vertreten. Tun sie das, wird ein Unterrichtsverbot erteilt.

Die Partei "Die Linke" wurde eine ganze Zeit lang vom Verfassungsschutz überwacht. Wer die Ideologie "entweder das Haus des Islam oder das Haus des Krieges" fundamentalistisch vertrat und somit den Koran über das Grundgesetz stellte, konnte bisher tun und lassen was er wollte. Diese Toleranz gegenüber religiösem Fanatismus geht hoffentlich bald zu Ende.

Die abrahamistische Religionen wollen in ihrer fundamentalistischen Ausprägung zurück in die Vergangenheit. Islamische Länder erkennen keine Menschenrechte an, haben wissenschaftlich nichts zu bieten. Ein christlicher Papst verfügte im 20. Jahrhundert einen "Anti-Modernisten-Eid" für seine Angestellten.

Ganz klar, Religionen sind archaische Ideologien, die die Menschheit sowohl wissenschaflich als auch zivilisatorisch ausbremsen.

Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

19.11.2015 14:27
#6 RE: Findet ihr, dass Religionen den (wissenschaftlichen/zivilisatorischen) Fortschritt behindern? Antworten

Zitat von Blackysmart im Beitrag #5
Man darf Religionen nicht verbieten. Ihren Einfluss auf Poklitik und Gesellschaft muss man jedoch strikt einschränken. Gerade islamische Gesellschaften muss man streng überwachen und auf das deutsche Grundgesetz verpflichten. Imame und Religionslehrer muss man genau prüfen, ob sie nicht fundamentalitisches Gedankengut vertreten. Tun sie das, wird ein Unterrichtsverbot erteilt.

Die Partei "Die Linke" wurde eine ganze Zeit lang vom Verfassungsschutz überwacht. Wer die Ideologie "entweder das Haus des Islam oder das Haus des Krieges" fundamentalistisch vertrat und somit den Koran über das Grundgesetz stellte, konnte bisher tun und lassen was er wollte. Diese Toleranz gegenüber religiösem Fanatismus geht hoffentlich bald zu Ende.

Die abrahamistische Religionen wollen in ihrer fundamentalistischen Ausprägung zurück in die Vergangenheit. Islamische Länder erkennen keine Menschenrechte an, haben wissenschaftlich nichts zu bieten. Ein christlicher Papst verfügte im 20. Jahrhundert einen "Anti-Modernisten-Eid" für seine Angestellten.

Ganz klar, Religionen sind archaische Ideologien, die die Menschheit sowohl wissenschaflich als auch zivilisatorisch ausbremsen.

Erst einmal stimme ich dir zu. Ich denke auch, dass ein Religionsverbot nicht sinnvoll ist. Und das Eindämmen ist auch keine schlechte Idee, nur ist dies leichter gesagt als getan. Gerade bei Religionen, die nicht zwischen Staat und Religion trennen wie dem Islam, ist es sehr schwer machbar, dass man den Einfluss auf die Politik und Gesellschaft einschränkt. Wie soll das deiner Meinung geschehen, dass man islamische Gesellschaften streng überwacht und auf das deutsche Grundgesetz verpflichtet? Ansonsten klingt es gar nicht so schlecht, dass man Imame und Religionslehrer genau prüft, ob sie nicht fundamentalistisches Gedankengut vertreten. Wie sähe ein nicht fundamentalistischer Islam aus? Es gibt ja schon einige Ansätze für einen liberalen Islam: https://de.wikipedia.org/wiki/Liberale_Bewegungen_im_Islam
Ansonsten geheb ich dir Recht, bei Religionen (dem Islam) ist man echt tolerant (gewesen), wenn es in Richtung Fanatismus geht, wenn es aber eine politische Partei wäre, die ebenso fanatisch auf Sonderrechte beharrt und ihre Ideologie über das Grundgesetz stellen würde, sieht es anders aus.
Zum dritten Absatz: Genau das ist das Problem der (abrahamitischen) Religionen, vor allem in ihrer fundamentalistischen Ausprägung. Sie wollen zurück in die Vergangenheit und wollen sich gar nicht weiterentwickeln und stagnieren, sowohl was die Mentalität angeht als auch was alles andere angeht.
Ich würde noch hinzufügen, dass sie die Menschheit auch kulturell ausbremsen, wenn ich da an das Musik- und Bilderverbot im Islam denke.
Ansonsten würde ich noch hinzufügen, dass außer der geistigen Stagnation auch eine geistige Mauer entsteht, die nicht offen für das Wissen und Ideen anderer ist. Im Übrigen finde ich, dass Religionen der unendlichen Komplexität des Lebens einfach absolut nicht gerecht werden und nur einen winzigen, vernachlässigbaren Teil des Lebens erklären - und das auf eine höchst inakkurat, unwissenschaftichen Weise. Außerdem lassen Religionen, zumindest die mir bekannten, keine Kritik zu, was auch wieder gefährlich ist, da so eine totalitäre Ideologie leichter Fuß fassen kann.
Im Übrigen denke ich, dass gerade die Verbote im Islam, sei es z.B. nun Alkoholverbot, Musik- und Bilderverbot zu einer Lebensverneinung führen.
Ich spreche jetzt nur vom Islam, da ich mit den anderen Religionen nicht so vertraut bin: Der Islam greift in jede Lebenslange ein, was natürlich auch das Leben strukturiert, aber auch stark in punkto potenzielle Alternativen/Verhaltensmöglichkeiten einschränkt.

Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

19.11.2015 14:39
#7 RE: Findet ihr, dass Religionen den (wissenschaftlichen/zivilisatorischen) Fortschritt behindern? Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #4
Nicht sinnvoll. Verbotene Religion kann schnell zu einem Widerstandsportal werden. Da würde sie nur verklärt. Aber man kann die Religionen aus den Schulen raushalten. Und der hier herrschenden "Religionsfreiheit" ein reales Verständnis geben, das zum Humanismus der "souveränen" Menschen passt! Heute noch wird unter Religionsfreiheit gemeinhin das Klappehalten als Respekt verstanden. Und Klappehalten ist in dem Fall grundfalsch!

Ja, ich denke auch, dass das ein Problem ist, je nach dem wie man den Begriff der Religionsfreiheit versteht. Das Klappehalten empfinde ich in dem Moment auch als vollkommen fehl am Platz. Weil das mit Respekt nichts zu tun hat. Außerdem finde ich, dass es so etwas wie falsche Toleranz wie Akzeptanz gibt. Ideologien oder Glaubensdoktrine, die versuchen, das demokratische System zu unterjochen, sollten nicht toleriert geschweige denn akzeptiert werden.
Zum vorigen Post: Es sollte natürlich Lebenslage heißen und nicht Lebenslange ... :)

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