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Dieses Thema hat 99 Antworten
und wurde 3.571 mal aufgerufen
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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

20.01.2016 17:12
#76 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #73

Zitat von Perquestavolta
Gibt es dazu in der Bibel nicht diese Stelle, dass nur der Vater den Tag und die Stunde kennt? Zumindest soll das Jesus auch so behauptet haben.

Von daher lautet meine Antwort: der Mensch interpretiert Gehörtes, ihm Erzähltes und von ihm Gelesenes immer mit seinem eigenen Ohr in bildhaften Szenen seiner eigenen Vorstellungswelt. Er ergänzt und erweitert das, was und wie er meint Erzähltes, Gehörtes und Gelesenes Verstanden zu haben, in seiner eigenen Gedankensprache und gibt es mit seinen eigenen Worten und Ergänzungen wieder.
Und dann? Wie müsste er dann vorgehen, um seine Schlüsse zu überprüfen?



ER muss ja nicht. So wie ich die Welt, das Leben und den Menschen verstehen gelernt habe, ist der Mensch nicht dazu geschaffen, sich zu seinem eigenen Nachteil zu entscheiden.
Ganz egal, wie und in welchem Bereich seiner eigenen, ganz individuellen Persönlichkeit, er besonders intelligent oder vielleicht auch besonders wenig intelligent ist.
Die Frage ist von daher nicht für jeden Menschen gleich zu beantworten.

Nehmen wir deswegen lieber ein Beispiel, wie z. B. den Glauben an Verschwörungstheorien und da jetzt im Zusammenhang zur vom Mensch selbst verursachten Klimaerwärmung.

Es gibt das sehr viele Leute, die überzeugt sind, dass der Mensch gar keinen Einfluss auf des Weltklima ausüben könne und weswegen alle anderslautenden Behauptungen von Fachwissenschaftlern welche sich eingehend damit auseinandersetzen nur damit zusammenhängen, dass weiterhin Forschungsgelder erhalten wollen, um nicht als Arbeitslose auf der Straße zu enden. Außerdem hätte das ganze dann auch natürlich noch viel weitreichender damit zu tun, dass man mit diesen wissenschaftlich gefälschten Klimadaten dem
Steuerzahler noch etwas tiefer in die Geldtasche steigen könne.

Ich persönlich halte alle diese Anschuldigungen und Verdächtigungen für durchaus plausible Argumente, weil es prinzipiell mögliche wäre, dass wir, das fachlich unzureichend qualifizierte Volk, tüchtig verarscht werden.
Aber trotzdem überzeugen mich die Argumente der Verschwörungstheoretiker überhaupt nicht und sie widern mich inzwischen auch immer mehr an.

1. Weil die Verschwörungstheoretiker im Falle, dass sie doch Recht haben, weder einen persönlichen Vorteil noch einen persönlichen Nachteil davon hätten.
2. Weil der Schaden für uns alle immens wäre und alle vorstellbaren Kosten (auch Menschenleben) überschreiten würde, falls sie nicht Recht haben.
3, Weil die Verschwörungstheoretiker mit ihren Theorien Menschen in Misskredit bringen, die fachlich qualifiziert genug sind, sich ihren Lebensunterhalt auch mit anderen Forschungen zu verdienen, welche im Zusammenhang mit der Wetter- und Klimavorhersage stehen.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

20.01.2016 21:01
#77 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Im Zusammenhang "modifizierte" Bibel, hab ich hier eine Seite gefunden die sehr gut erklärt, wie das ganze mit dem Glauben an eine statische und absolute Wahrheit funktioniert, welche Hintergründe und Zusammenhänge mit diesem statischen Glauben zu tun haben und welche menschlichen Bedürfnisse damit bedient werden.
http://www.seele-und-gesundheit.de/spiri...aet/glaube.html
Glaube bedeutet zweifelsfrei, dass man etwas nicht weis und deswegen annimmt und hofft, dass es trotzdem so ist, wie man glaubt und meint. Hoffnung ist eine optimistische Haltung des Zweifelns.

Glaube ohne jeglichen Zweifel ist ein Phänomen der modifizierten Persönlichkeit. Was dann in Folge auch zu andern Modifikationen und zu Modifikation seiner Mitwelt..

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

21.01.2016 08:52
#78 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Angenommen, jemand redet erfolgreich den Menschen in seiner Umgebung nicht real existierende Bedrohungen und Gefahren ein und bietet gleichzeitig in betrügerischer Absicht einen erfundenen "übernatürlichen" Helfer (Gott, Allah, Manitou oder...?) als Rettung an.

Das immense Angebot der "Heilmittel" oder Götzen ist schier unüberschaubar!

Wahrscheinlich ist - erfahrungsgemäß - an sämtlichen theologischen Lehrinhalten jeglicher Couleur kein echter Wahrheitsgehalt nachweisbar.

Nicht aufgeklärte und ängstliche Gemüter werden sich krampfhaft an jeden Strohhalm klammern, den man ihnen hinhält und jedem Versprechen ihres Vorbeters blind vertrauen.

Funktioniert der Glaube so professionell?

Eine raffinierte Ausbeutung des gemeinen Volkes über den Zehnten oder die Kirchensteuer?

SnookerRI Online

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Beiträge: 8.223

21.01.2016 09:20
#79 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Zitat von Direktkontakt
Das immense Angebot der "Heilmittel" oder Götzen ist schier unüberschaubar!

So ist es. Funktioniert im Übrigen auch ganz ohne klassische Gottesvorstellung.

Zitat von Direktkontakt
Nicht aufgeklärte und ängstliche Gemüter werden sich krampfhaft an jeden Strohhalm klammern, den man ihnen hinhält und jedem Versprechen ihres Vorbeters blind vertrauen.

Genau darauf ruht das Vertrauen der Politiker. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt. Wir schaffen das!


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SnookerRI Online

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21.01.2016 09:25
#80 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Zitat von Perquestavolta
Glaube bedeutet zweifelsfrei, dass man etwas nicht weis und deswegen annimmt und hofft, dass es trotzdem so ist, wie man glaubt und meint. Hoffnung ist eine optimistische Haltung des Zweifelns.

Glaube ohne jeglichen Zweifel ist ein Phänomen der modifizierten Persönlichkeit. Was dann in Folge auch zu andern Modifikationen und zu Modifikation seiner Mitwelt..

Du sagst ja selbst, dass man nur Information glauben kann. Wenn man darüberhinaus nichts wissen kann, "glaubt" jeder Mensch dem, was er glauben will in der Hoffnung dass es trotzdem so ist, wie man glaubt und meint. Und weil das alles deiner Meinung nach "zweifelsfrei" ist, braucht es auch keine Hoffnung mehr.


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SnookerRI Online

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21.01.2016 09:47
#81 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Zitat von Perquestavolta
ER muss ja nicht. So wie ich die Welt, das Leben und den Menschen verstehen gelernt habe, ist der Mensch nicht dazu geschaffen, sich zu seinem eigenen Nachteil zu entscheiden.
Ganz egal, wie und in welchem Bereich seiner eigenen, ganz individuellen Persönlichkeit, er besonders intelligent oder vielleicht auch besonders wenig intelligent ist.
Die Frage ist von daher nicht für jeden Menschen gleich zu beantworten.

Prof. Stephen Hawking sieht das z.B. anders. Ende Januar 2016 referiert er bei der BBC über Entscheidungen des Menschen, die sich ganz klar zu seinem Nachteil auswirken können.

http://www.bbc.com/news/science-environment-35344664

Seine Lösung:

Zitat von Stephen Hawking
By that time we should have spread out into space, and to other stars, so a disaster on Earth would not mean the end of the human race.



Das Desaster auf der Erde ist offenbar nicht mehr aufzuhalten. (ob es nun noch 100 oder 1000 Jahre dauert, sei mal dahingestellt) Es bestätigt sich allerdings, was die Bibel über die Herrschaft des Menschen über andere Menschen berichtet:

Zitat von Prediger 8:9 nach Lu. ´84
Das alles hab ich gesehen und richtete mein Herz auf alles Tun, das unter der Sonne geschieht zur Zeit, da ein Mensch herrscht über den andern zu seinem Unglück.




Zitat von Perquestavolta
Nehmen wir deswegen lieber ein Beispiel, wie z. B. den Glauben an Verschwörungstheorien und da jetzt im Zusammenhang zur vom Mensch selbst verursachten Klimaerwärmung.

Deine Erklärungen bestätigen, dass sich der Mensch, ganz gleich in welchem Bereich seiner eigenen, ganz individuellen Persönlichkeit, ganz gleich wie intelligent er ist, zu seinem Nachteil entscheiden kann. Jeder für sich persönlich, einerseits - so wie andererseits diejenigen, die über das Volk herrschen, auch die Verantwortung für ihre Entscheidungen über das Volk tragen.


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Athon Offline




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21.01.2016 10:18
#82 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #72
Damit würde eine "Trennung" der beiden Gruppen ja noch unwahrscheinlicher.


Richtig. Deswegen fehlt dieser Zusatz ja auch...

Zitat
Ob eine Deutung der tatsächlichen Aussage entspricht, muss überprüft werden. Der Dialog zwischen unterschiedlichen Deutungen ist ein Werkzeug. Die Betrachtung des Zusammenhangs einer Aussage, die gedeutet wird, ist ein weiteres Werkzeug der Überprüfung. Noch ein weiteres Werkzeug ist die "Textkritik"; also die Untersuchung der Bedeutung von Texten zum Zeitpunkt ihrer Niederschrift. Dieses Nachforschen ist ein fortlaufender Prozess.


Diese fortwährenden Überprüfungen dienen offenbar nur dem Selbstzweck. Oder ergäbe sich am Ende des Überprüfens ein Ergebnis, inwieweit die Deutung der tatsächlichen Aussage oder den Geschehnissen entspricht? Ich glaube nicht, da immer -so vermute ich- ein Rest Unkenntnis übrigbleiben wird. Also, muss und wird weiter geforscht werden.

Zitat
Was die Formulierung an sich betrifft ist es meiner Meinung nach weniger eine Frage wie "stark" oder "schwach" sie ist. Das ist ein subjektives Empfinden.


Wenn ich einen Begriff zu definieren versuche, verwende ich die Definition, die aus meiner Sicht dem Zweck oder Sinn der darauf fußenden Aussage am nächsten kommt. Das magst Du als subjektives Empfinden ansehen. Ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass Du "eins sein" und "einig sein" subjektiv so empfindest, dass Du diese Begriffe hinsichtlich ihrer Verwendung als gleichwertig ansiehst.

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Athon Offline




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21.01.2016 10:29
#83 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

@SnookerRI

Hattest Du eigentlich schon über meinen Hinweis auf das Vitamin C aus Beitrag 52 nachgedacht...? Oder ist das für Deine Kritik an der Evolutionstheorie irrelevant?

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SnookerRI Online

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21.01.2016 10:54
#84 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Zitat von Perquestavolta
Der Grund warum sich immer mehr Menschen von der Christlichen Theologie zurückziehen, liegt nach meiner Erfahrung viel weniger daran das nach katholischer Auffassung "Gottes Wege" unergründlich sind, sondern, dass der einstmalige gesamtellschaftliche Gruppenzwang in Bezug katholischer Pflichten sehr nachgelassen hat.

Ist das jetzt positiv oder negativ? Wie kann man sich denn von der christlichen Theologie zurückziehen, und dafür den katholischen Gruppenzwang anführen, wenn das eine mit dem anderen nichts zu tun hat? Misst man da nicht mit zweierlei Maß?

Zitat von Perquestavolta
Ich denke, dass es bezüglich menschlicher Gottesinterpretationen gar keine Irrlehren gibt, bzw, überhaupt nicht geben kann. Auch und vor allem was die Bibel angeht.

Wenn man die Bibel als reines Menschenwerk auffasst, wie du es ja tust, dann ist das durchaus logisch. Demnach wäre jede menschliche Gottesinterpretation gleichberechtigt.

Zitat von Perquestavolta
Deswegen bin ich überzeugt, dass es in Sachen Glauben keine Irrlehren gibt. Jemandem der das aber behauptet, dem geht es nur darum die seine Lehre als die einzig richtige zu profilieren. Und das ist dann auch der eine wirklich konkreter Grund, warum sich immer mehr Menschen für den Atheismus entscheiden.

Die meisten Atheisten, die ich bisher kennenlernte, sahen im Glauben an Gott selbst eine Irrlehre. Deiner Argumentation folgend wäre daraus zu schließen, dass solche Atheisten diese Behauptungen aufstellen, um "ihre eigene Lehre" als die einzig richtige zu profilieren. Das würde sich auch mit meinen übrigen Erfahrungen decken. Daher stimme ich deiner Schlussfolgerung

Zitat von Perquestavolta
Der eine behauptet dies und der andere das. Und dann kommt der nächste und behauptet, dass alle anderen nur Irrlehren verbreiten. In Glaubensfragen kann sich jeder irren!!



diesbezüglich auch zu. Auch wenn das durchaus einigen wie ein Widerspruch zu deiner obigen Aussage erscheinen mag.


Zitat von Perquestavolta
Jeder Mensch hat auch einen eigenen Erfahrungshorizont, welcher ganz mit seinem einzigartigen Lebensweg zusammenhängt. Von daher wissen wir Menschen auch einiges, was anderen Menschen nicht wissen und manchmal sogar solches, das außer uns selbst auch niemand wissen muss.

Und doch beruht alles auf Informationen, die man nur glauben kann - deiner Aussage gemäß---Darauf wollte ich hinaus.

Zitat von Perquestavolta
Da gibt es sehr viele Beispiele für solche fehlenden alternativen Informationen. Wenn man z.B. unbekannte Pilze sammeln und verzehren möchte, dann gibt es keine alternativen Informationen darüber, als diejenigen, die von einem solchen Vorhaben abraten. Bezogen auf das Naturverständnis von Menschen, die vor mehreren tausend Jahren lebten, ist das sogar ein sehr guter Vergleich. Dass man damals nicht nur an Wunder glaubte, sonder sich auch erhoffte, hängt eng damit zusammen, dass es keine alternativen Informationen darüber gab, wie oftmals Wunder zustande kommen.

Also gibt es doch immer auch alternative Informationen. Die Information: unbekannte Pilze essen - Kontrainformation: unbekannte Pilze besser nicht essen. Die Information: "Wunder" einem natürlichen Ursprung zuzuordnen, - sowie die Kontrainformation "Wunder" einem übernatürlichen Ursprung zu zuordnen.

Zitat von Perquestavolta
Nehmen wir es jetzt mal als logische Voraussetzung an, dass ein Atheist ein sehr viel besseres Atheismus-Verständnis "besitzt", als ein besonders überzeugter Gläubiger.
Wie auch umgekehrt, ein besonders überzeugter Gläubiger, mehr vom Glauben versteht, als vom Atheismus.

Und mit diesem besseren Verständnis gehen sowohl Gläubige als auch Atheisten auf einander zu, um die jeweils gegensätzliche Auffassung vom Gegenteil zu überzeugen. Missionsarbeit zu beiden Seiten


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SnookerRI Online

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21.01.2016 12:03
#85 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Zitat von Athon
Richtig. Deswegen fehlt dieser Zusatz ja auch...

Und dennoch kannst du gemäß Beitrag #63 beide Gruppen als "getrennt voneinander" betrachten. Mir ist immer noch nicht ganz klar, wie du das begründest...

Zitat von Athon
Diese fortwährenden Überprüfungen dienen offenbar nur dem Selbstzweck. Oder ergäbe sich am Ende des Überprüfens ein Ergebnis, inwieweit die Deutung der tatsächlichen Aussage oder den Geschehnissen entspricht? Ich glaube nicht, da immer -so vermute ich- ein Rest Unkenntnis übrigbleiben wird. Also, muss und wird weiter geforscht werden.

Und dieses Forschen als fortlaufender Prozess - die Deutungen fortlaufend zu überprüfen, bringt letztlich Klarheit bezüglich der Frage ob eine Deutung im Sinne der "tatsächlichen Aussage" korrekt begründet ist. Zu diesem Zweck beschäftigen sich Bibelforscher mit dem Wort Gottes.

Zitat von Athon
Wenn ich einen Begriff zu definieren versuche, verwende ich die Definition, die aus meiner Sicht dem Zweck oder Sinn der darauf fußenden Aussage am nächsten kommt. Das magst Du als subjektives Empfinden ansehen. Ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass Du "eins sein" und "einig sein" subjektiv so empfindest, dass Du diese Begriffe hinsichtlich ihrer Verwendung als gleichwertig ansiehst.

Genau deswegen, versuche ich die Begriffe in ihrem Kontext zu betrachten - in ihrem Zusammenhang, auch wenn dir das hinderlich erscheint.


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Perquestavolta ( gelöscht )
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21.01.2016 15:53
#86 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #80

Zitat von Perquestavolta
Glaube bedeutet zweifelsfrei, dass man etwas nicht weis und deswegen annimmt und hofft, dass es trotzdem so ist, wie man glaubt und meint. Hoffnung ist eine optimistische Haltung des Zweifelns.

Glaube ohne jeglichen Zweifel ist ein Phänomen der modifizierten Persönlichkeit. Was dann in Folge auch zu andern Modifikationen und zu Modifikation seiner Mitwelt..
Du sagst ja selbst, dass man nur Information glauben kann.



Ja, natürlich. Und man kann aber Informationen auch nicht glauben. Des weiteren gibt es noch die Möglichkeit, Informationen falsch einzuordnen oder noch schlimmer, Informationen überhaupt nicht zu ordnen zu können.
Das kommt von daher, dass wir als kleine Menschen, wenn wir in diese Welt kommen, überhaupt nur Strukturen vorfinden, die wir in ihrer Bedeutung für uns als Menschen noch überhaupt nicht erkennen, geschweige denn verstehen. Informationen richtig zu zuordnen und dann auch in richtige Zusammenhänge zu setzen, ist ein Lernprozess, welcher das ganze Leben lang andauert. Dabei ist es unerlässlich, zwischen zweifelhaften und glaubwürdigen Informationen richtig zu wählen. Ansonsten gerät man leicht und schnell in die "Fittiche" von Zwangsneurotiker, die über den "Gruppenzwang" die Welt verbessern möchten. Das eigentlich Problem von uns Menschen ist nämlich, dass wir uns sehr schwer tun, zwischen WERT-bezogenem und rein Sach-bezogenem Urteilen zu unterscheiden.



Zitat von SnookerRI im Beitrag #80

Wenn man darüberhinaus nichts wissen kann, "glaubt" jeder Mensch dem, was er glauben will
Wenn der Mensch nicht zwischen WERT-bezogenem und sachlichem- WERT-unabhängigem Beurteilen nicht unterscheiden kann, dann kann das vorkommen.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #80

in der Hoffnung dass es trotzdem so ist, wie man glaubt und meint. Und weil das alles deiner Meinung nach "zweifelsfrei" ist, braucht es auch keine Hoffnung mehr.
Wie du inzw. weist, gibt es nach meiner eigenen innersten Überzeugung keine absolute, ewig konstante und für alles und jeden eine gleich gültige Wahrheit. Nicht, weil es keine zweifelsfrei überbrüfbaren und beweisbaren Sachverhalte gibt, bzw. gäbe, sondern weil die Wirklichkeit in all ihren Zusammenhängen und Beziehungen einfach zu komplex, zu vielschichtig und zu bewegt/dynamisch ist. Gerade deswegen braucht es immer Hoffnung.

Wenn Glaube zur Gewissheit wird, dann braucht es keine Hoffnung mehr, dann kann man nur noch abwarten. Außerdem sind solche angenommenen Gewissheiten im Glauben eine ziemlich gefährliche Angelegenheit, wenn sie sich im Gruppenzwang und in der Massenhysterie verselbstständigen.

SnookerRI Online

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21.01.2016 16:58
#87 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Zitat von Athon
Hattest Du eigentlich schon über meinen Hinweis auf das Vitamin C aus Beitrag 52 nachgedacht...? Oder ist das für Deine Kritik an der Evolutionstheorie irrelevant?

Natürlich habe ich darüber nachgedacht. Allerdings bin ich zum dem Schluss gekommen, dass die Evolutionstheorie dadurch nicht plausibler wird, auch wenn namhafte Evolutionsbiologen das für alternativlos halten. Deswegen werde ich "nicht richtig nachgedacht" haben, sonst wäre ich ja zu dem Schluss gekommen, dass die ET absolut korrekt ist, und man jedwede Forschung in diese Richtung abbrechen könnte.


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21.01.2016 17:35
#88 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Zitat von Perquestavolta
Ja, natürlich. Und man kann aber Informationen auch nicht glauben. Des weiteren gibt es noch die Möglichkeit, Informationen falsch einzuordnen oder noch schlimmer, Informationen überhaupt nicht zu ordnen zu können.
Das kommt von daher, dass wir als kleine Menschen, wenn wir in diese Welt kommen, überhaupt nur Strukturen vorfinden, die wir in ihrer Bedeutung für uns als Menschen noch überhaupt nicht erkennen, geschweige denn verstehen. Informationen richtig zu zuordnen und dann auch in richtige Zusammenhänge zu setzen, ist ein Lernprozess, welcher das ganze Leben lang andauert. Dabei ist es unerlässlich, zwischen zweifelhaften und glaubwürdigen Informationen richtig zu wählen. Ansonsten gerät man leicht und schnell in die "Fittiche" von Zwangsneurotiker, die über den "Gruppenzwang" die Welt verbessern möchten. Das eigentlich Problem von uns Menschen ist nämlich, dass wir uns sehr schwer tun, zwischen WERT-bezogenem und rein Sach-bezogenem Urteilen zu unterscheiden.

Wenn jeder Mensch selbst diesem lebenslangen Lernprozess unterworfen ist - wie du es beschreibst - stellt sich doch die Frage, nach welchen Informationen man zwischen WERT-bezogenem und rein Sach-bezogenem Urteilen unterscheiden kann. Man kann ja noch so sehr davon überzeugt sein, dass die gerade verwendeten Informationen richtig sind und darüber hinaus auch korrekt den dazugehörenden Zusammenhängen zugeordnet wurden... Eine Garantie, dass man aber nicht doch unter die "Fittiche" von Zwangsneurotiker, die über den "Gruppenzwang" die Welt verbessern möchten, geraten ist, hat man demnach aber nicht.

Zitat von Perquestavolta
Wenn der Mensch nicht zwischen WERT-bezogenem und sachlichem- WERT-unabhängigem Beurteilen nicht unterscheiden kann, dann kann das vorkommen.

Siehe oben. Wie kann man sich sicher sein - wie kann man wissen, dass man korrekt zwischen WERT-bezogenem und sachlichem- WERT-unabhängigem Beurteilen urteilt? Vielleicht ist ja doch alles "Glaube"

Zitat von Perquestavolta
Wie du inzw. weist, gibt es nach meiner eigenen innersten Überzeugung keine absolute, ewig konstante und für alles und jeden eine gleich gültige Wahrheit. Nicht, weil es keine zweifelsfrei überbrüfbaren und beweisbaren Sachverhalte gibt, bzw. gäbe, sondern weil die Wirklichkeit in all ihren Zusammenhängen und Beziehungen einfach zu komplex, zu vielschichtig und zu bewegt/dynamisch ist. Gerade deswegen braucht es immer Hoffnung.

Deine Ansicht dazu ist mir in diesem Punkt klar. Trotzdem bist du dir bei der Verwendung des Begriffes Glauben im Sinne von nichts wissen so sicher, dass du es als "zweifelsfrei" bezeichnest. Wenn man aber immer Hoffnung braucht, und Hoffnung die positive Haltung des Zweifelns ist, frage ich mich wie man diese Begriffe miteinander verbinden kann, ohne in Widersprüche zu geraten.


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21.01.2016 18:40
#89 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #84

Zitat von Perquestavolta
Der Grund warum sich immer mehr Menschen von der Christlichen Theologie zurückziehen, liegt nach meiner Erfahrung viel weniger daran das nach katholischer Auffassung "Gottes Wege" unergründlich sind, sondern, dass der einstmalige gesamtellschaftliche Gruppenzwang in Bezug katholischer Pflichten sehr nachgelassen hat.
Ist das jetzt positiv oder negativ?

Gruppenzwang im Glauben wirkt nie positiv aus. Und ganz besonders negativ, wenn der Gruppenzwang im Glauben mit Massenhysterie einhergeht. Die vielen diesbezüglichen Beispiele aus der Geschichte der Menschheit, brauch ich wohl bestimmt nicht aufzählen.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #80

Wie kann man sich denn von der christlichen Theologie zurückziehen, und dafür den katholischen Gruppenzwang anführen, wenn das eine mit dem anderen nichts zu tun hat? Misst man da nicht mit zweierlei Maß?
Alle Christliche Theologie gründet sich auf der Annahme, dass es sich bei der Bibel zweifelsfrei um das "Wort" Gottes handelt. Tatsächlich aber, ist die Bibel von Menschen nieder geschrieben worden, so dass man höchstens noch davon ausgehen könnte, sei sei von Gott persönlich inspiriert worden. Aber selbst dann, ist diese Inspiration Gottes immer noch von Menschen interpretiert worden, die in ihrer Zeit die Welt und ihre komplexe Wirklichkeit noch unter einem ganz anderen Erkenntnishorizont zu verstehen und zu begreifen versuchten. Wunder waren damals noch etwas ganz alltägliches...
Zitat von SnookerRI im Beitrag #80

Zitat von Perquestavolta
Ich denke, dass es bezüglich menschlicher Gottesinterpretationen gar keine Irrlehren gibt, bzw, überhaupt nicht geben kann. Auch und vor allem was die Bibel angeht.
Wenn man die Bibel als reines Menschenwerk auffasst, wie du es ja tust, dann ist das durchaus logisch. Demnach wäre jede menschliche Gottesinterpretation gleichberechtigt.

Hier liegt deinerseits ein großes Missverständnis vor, Snooker. Ich fasse die Bibel nicht als reines Menschenwerk auf!! Sondern, erachte es als selbstverständlich, dass die Bibelschreiber auch vom wirklichen Leben und dem kollektiven Erkenntnishorizont ihrer Zeit inspiriert wurden. Von daher sind in die Bibel viele Mythen und Legenden anderer Kulturen eingeflossen. Gute und schlechte Erfahrungen im Umgang mit Nahrung, Hygiene, Beziehungsproblemen...
Im ursprünglichen "Volk" der Israeliten, vereinigen sich um etwa 1400 bis etwa 1000 vor Christus viele Nomadenstämme, die bis dahin auch untereinander und miteinander um Weideland und Wasser rivalisierten.. Gott Jahwe/Jehova war nur einer von vielen Götter, den diese verschiedenen Nomadenstämme verehrten.

Diese Auffassung der Bibel, teile ich übrigens mit einer großen Mehrheit von Menschen und darunter vielen Christen, die dem Zweifel mit Glauben an die Hoffnung begegnen. In welchen Katastrophen wir immer enden bzw. immer geendet sind, wenn wir dem Glauben den Status der Gewissheit verleihen oder verliehen haben, sollte uns nicht nur die Geschichte der Menscheit ausreichend genug belegen, sondern auch die Flüchtlings-Katastrophe die uns gerade wieder mal von ein paar besonders gewissenhaften "Theisten" beschert wird..

Zitat von SnookerRI im Beitrag #80

Zitat von Perquestavolta
Deswegen bin ich überzeugt, dass es in Sachen Glauben keine Irrlehren gibt. Jemandem der das aber behauptet, dem geht es nur darum die seine Lehre als die einzig richtige zu profilieren. Und das ist dann auch der eine wirklich konkreter Grund, warum sich immer mehr Menschen für den Atheismus entscheiden.
Die meisten Atheisten, die ich bisher kennenlernte, sahen im Glauben an Gott selbst eine Irrlehre.


Das hängt damit zusammen, dass leider sehr viele Atheisten mit unserem heutigen kollektiven Erkenntnishorizont von der Wirklichkeit, die Beweggründe der Menschen an Gott zu glauben, vor der sogenannten Wissenchaftsrevolution der "Neuzeit" zu erklären versuchen.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #80

Deiner Argumentation folgend wäre daraus zu schließen, dass solche Atheisten diese Behauptungen aufstellen, um "ihre eigene Lehre" als die einzig richtige zu profilieren. Das würde sich auch mit meinen übrigen Erfahrungen decken. Daher stimme ich deiner Schlussfolgerung..
Dem halte ich entgegen, dass die Bewegung der Bibelforscher, welche sich heute Zeugen Jehovas nennen, auch nur auf jene Bibel beziehen, die von den Kirchenväter zwischen 300 und 400 nach Beginn unserer Zeitrechnung zusammengestellt wurde. Bezüglich dem Teil der Bibel, die man Altes Testament nennt, bezieht sich dieses auf eine griechische Interpretation und Modifikation der Jüdischen Tora, dem Pentateuch. Außerdem wurde die Christliche Bibel auch danach noch öfter mal modifiziert und im besonderen im alttestamentarischen Teil passend korrigiert, damit es zwischen dem Alten und Neuen Testament nicht all zu auffällige Diskrepanzen gibt.

Ansonsten würde ich dazu noch sagen, dass der Atheismus kein eigene Lehre ist. Mit der Begründung, dass der Atheismus (was man heute darunter versteht) sich erst als Gegenpol zum Theismus gebildet hat und ohne diesen für sich selbst auch keinen Sinn macht. Der Atheismus ist die reine und unverblümte Antwort auf den hysterische Gruppenzwang welcher im "Theismus" immer vorherrscht und seit jeher das Einzel-Individuum zu dominieren, zu kontrollieren und zu unter-drücken versucht.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #80

Zitat von Perquestavolta
Der eine behauptet dies und der andere das. Und dann kommt der nächste und behauptet, dass alle anderen nur Irrlehren verbreiten. In Glaubensfragen kann sich jeder irren!!



diesbezüglich auch du. Auch wenn das durchaus einigen wie ein Widerspruch zu deiner obigen Aussage erscheinen mag.
Nur als Gott wäre ich allwissend.
Und selbst Jahwe und Jehova haben sich immer wieder geirrt.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #80

[quote="Perquestavolta"]Jeder Mensch hat auch einen eigenen Erfahrungshorizont, welcher ganz mit seinem einzigartigen Lebensweg zusammenhängt. Von daher wissen wir Menschen auch einiges, was anderen Menschen nicht wissen und manchmal sogar solches, das außer uns selbst auch niemand wissen muss.
Und doch beruht alles auf Informationen, die man nur glauben kann - deiner Aussage gemäß---Darauf wollte ich hinaus.

Es gibt auch manchmal Menschen die jemanden getötet haben, oder einen anderen schweren Fehler begangen haben, was nur sie selber wissen. Wissen bezieht sich also nicht auf Informationen alleine.. Du kannst wieder "hereinkommen"!
Ein Welt- und Lebenserfahrener Mensch kann auch sonst viel besser glaubwürdige von unglaubwürdigen "Informationen" von einander unterscheiden, als einer, der selbst nie gesündigt hat.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #80

Zitat von Perquestavolta
Da gibt es sehr viele Beispiele für solche fehlenden alternativen Informationen. Wenn man z.B. unbekannte Pilze sammeln und verzehren möchte, dann gibt es keine alternativen Informationen darüber, als diejenigen, die von einem solchen Vorhaben abraten. Bezogen auf das Naturverständnis von Menschen, die vor mehreren tausend Jahren lebten, ist das sogar ein sehr guter Vergleich. Dass man damals nicht nur an Wunder glaubte, sonder sich auch erhoffte, hängt eng damit zusammen, dass es keine alternativen Informationen darüber gab, wie oftmals Wunder zustande kommen.
Also gibt es doch immer auch alternative Informationen. Die Information: unbekannte Pilze essen - Kontrainformation: unbekannte Pilze besser nicht essen. Die Information: "Wunder" einem natürlichen Ursprung zuzuordnen, - sowie die Kontrainformation "Wunder" einem übernatürlichen Ursprung zu zuordnen.

Das versteh ich jetzt nicht. Wenn über unbekannte Pilze keine Informationen vorliegen, dann braucht es auch gar keine Kontrainformationen. Ein Mensch der unbekannte Pilze trotzdem isst, der würde auch sonst früher als später an seiner eigenen Dummheit eingehen.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #80

Zitat von Perquestavolta
Nehmen wir es jetzt mal als logische Voraussetzung an, dass ein Atheist ein sehr viel besseres Atheismus-Verständnis "besitzt", als ein besonders überzeugter Gläubiger.
Wie auch umgekehrt, ein besonders überzeugter Gläubiger, mehr vom Glauben versteht, als vom Atheismus.
Und mit diesem besseren Verständnis gehen sowohl Gläubige als auch Atheisten auf einander zu, um die jeweils gegensätzliche Auffassung vom Gegenteil zu überzeugen. Missionsarbeit zu beiden Seiten

Du weist das sicher besser als ich..

Perquestavolta ( gelöscht )
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21.01.2016 21:57
#90 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #81

Zitat von Perquestavolta
ER muss ja nicht. So wie ich die Welt, das Leben und den Menschen verstehen gelernt habe, ist der Mensch nicht dazu geschaffen, sich zu seinem eigenen Nachteil zu entscheiden.
Ganz egal, wie und in welchem Bereich seiner eigenen, ganz individuellen Persönlichkeit, er besonders intelligent oder vielleicht auch besonders wenig intelligent ist.
Die Frage ist von daher nicht für jeden Menschen gleich zu beantworten.

Prof. Stephen Hawking sieht das z.B. anders. Ende Januar 2016 referiert er bei der BBC über Entscheidungen des Menschen, die sich ganz klar zu seinem Nachteil auswirken können.


Das hat jetzt aber nichts mit dem was ich meinte. Der Mensch kann nicht zu seinem Nachteil entscheiden, heißt nicht dass der Mensch sich nicht trotzdem falsch entscheiden kann. Wenn der Mensch sich entscheidet, dann trifft er diese Entscheidung überlegt und ist dabei bemüht, nicht zu seinem eigenen Nachteil zu entscheiden.



Zitat von SnookerRI im Beitrag #80

Zitat von Stephen Hawking
By that time we should have spread out into space, and to other stars, so a disaster on Earth would not mean the end of the human race.

Dass Stephen Hawking hier nicht den einzelnen Menschen als Individuum meint, wäre eigentlich evident.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #80

Das Desaster auf der Erde ist offenbar nicht mehr aufzuhalten.
Der einzelne Mensch hat darauf keinen Einfluss, Snooker. So wie auch umgekehrt, ein einzelner Mensch niemals im Stande wäre, der Ökologie des Planeten zu schaden. Milliarden Menschen zusammen, brauchen sich dafür noch nicht mal besonders anstrengen.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #80

(ob es nun noch 100 oder 1000 Jahre dauert, sei mal dahingestellt) Es bestätigt sich allerdings, was die Bibel über die Herrschaft des Menschen über andere Menschen berichtet:
Genau darum gehts doch im Offenbarungsglauben, über "andere Menschen" zu herrschen und zu bestimmen. Der Offenbarungsglaube macht den Menschen dem Gruppenzwang gefügig. Die Gruppe folgt immer den "Alphamännchen" welche die Gruppe dominieren und die Gruppe dominiert und kontrolliert den "Einzelnen".

Zitat von SnookerRI im Beitrag #80

Zitat von Prediger 8:9 nach Lu. ´84
Das alles hab ich gesehen und richtete mein Herz auf alles Tun, das unter der Sonne geschieht zur Zeit, da ein Mensch herrscht über den andern zu seinem Unglück.
Der Mensch für sich selbst als Individuum, liebt seine eigenen Kinder mehr, als die Kinder anderer Menschen. Und das ist das Problem, Snooker.
Der Mensch lebt auch gerne in kleinen Überschaubaren Gruppen zusammen, deren Mitglieder ihm im täglichen Überlebenskampf mehr zur Seite stehen, als den Mitglieder anderer Gruppen. Das ist auch bei euch Zeugen Jehovas nicht anderes und in mancherlei Hinsicht nur noch viel extremer. "WIR" sind immer die Guten und "Meine Freunde" sind die besten von allen Freunden. Vielleicht, Snooker fällt dir dass jetzt alles noch nicht so auf, weil du noch voll in der "Begeisterungsphase" steckst,
aber in diesem deinen Bibelzitat, welches ja "nur" die von der anderen "Partei" meinen kann, steckt möglicherweise nur dein Selbstportrait. (Stellvertretend - hier - für Gruppe, die du für einzig Guten und Wahreren hältst.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #80

[quote="Perquestavolta"]Nehmen wir deswegen lieber ein Beispiel, wie z. B. den Glauben an Verschwörungstheorien und da jetzt im Zusammenhang zur vom Mensch selbst verursachten Klimaerwärmung.

Deine Erklärungen bestätigen, dass sich der Mensch, ganz gleich in welchem Bereich seiner eigenen, ganz individuellen Persönlichkeit, ganz gleich wie intelligent er ist, zu seinem Nachteil entscheiden kann. Jeder für sich persönlich, einerseits - so wie andererseits diejenigen, die über das Volk herrschen, auch die Verantwortung für ihre Entscheidungen über das Volk tragen.



Bei den Atheisten ist dir sicher schon aufgefallen, dass sie oft und gerne, sehr wenig Respekt gegenüber höheren "Autoritäten" zeigen. Natürlich auch gegenüber der für die Gläubigen und ihren Verwandten, den Theisten - allerhöchsten Autorität.
Atheisten sind also so gesehen, auch mehr oder weniger selektive "Anarchisten", die sich über diejenigen die Verantwortung "über" das Volk" und die Welt tragen, immer auch ihre ganz eigenen Gedanken machen, welche nicht selten niederschmetternd für die diejenigen sein können.
So gesehen ist es dann erstaunlich und geradezu widersprüchlich, dass Atheisten in der überwiegenden Mehrheit, den von Menschen gemachten Klimawandel für ein sehr realistisches Szenario halten und aber umgekehrt, bei den Theisten und ihren nächsten Verwandten, den etwas eifrigeren Abstrakt-Gottgläubigen, es genau andersherum zu sein scheint. Natürlich bestätigen hier die Ausnahmen wie überall die Regel.

Da frage ich dich jetzt mal ganz konkret, ob es nicht doch vielleicht möglich wäre, dass Gut nicht immer gleich gut und Böse nicht immer gleich böse ist? Wäre es für dich undenkbar, dass gerade jene Menschen, die da keinen Kompromiss akzeptieren wollen, die eigentlichen Problemmenschen unserer Zeit sind?

Ich bin nämlich im Gegenzug überzeugt, dass der Gottglaube einstmals eine für uns Menschen sehr nützliche und wichtige Sache gewesen ist und mir von daher auch so ziemlich sicher, dass der Glaube an Übersinnliches für die Entwicklung unserer menschlichen Intelligenz im Sinne der Evolutionstheorie eine überaus bedeutende Rolle gespielt hat.

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21.01.2016 22:12
#91 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Zitat von Perquestavolta
Gruppenzwang im Glauben wirkt nie positiv aus. Und ganz besonders negativ, wenn der Gruppenzwang im Glauben mit Massenhysterie einhergeht. Die vielen diesbezüglichen Beispiele aus der Geschichte der Menschheit, brauch ich wohl bestimmt nicht aufzählen.

Das ist klar, weswegen ich es auch begrüße, wenn Menschen dem Gruppenzwang in dieser negativen Auswirkung entgegentreten. Mir ging es aber eher um den Zusammenhang zwischen christlicher Theologie und katholischem Gruppenzwang.

Zitat von Perquestavolta
Alle Christliche Theologie gründet sich auf der Annahme, dass es sich bei der Bibel zweifelsfrei um das "Wort" Gottes handelt. Tatsächlich aber, ist die Bibel von Menschen nieder geschrieben worden, so dass man höchstens noch davon ausgehen könnte, sei sei von Gott persönlich inspiriert worden. Aber selbst dann, ist diese Inspiration Gottes immer noch von Menschen interpretiert worden, die in ihrer Zeit die Welt und ihre komplexe Wirklichkeit noch unter einem ganz anderen Erkenntnishorizont zu verstehen und zu begreifen versuchten. Wunder waren damals noch etwas ganz alltägliches...

Und doch ist diese Interpretation nach heutigem Maßstab erstaunlich genau gewesen, gemessen an den wissenschaftlichen Erkenntnissen der damaligen Zeiten. Wenn man natürlich einen Gott von vornherein ausschließt, weil man seine Existenz nicht für beweisbar hält, kann es sich bei der Bibel selsbtverständlich nicht um deas Wort dieses Gottes handeln.

Zitat von Perquestavolta
Hier liegt deinerseits ein großes Missverständnis vor, Snooker. Ich fasse die Bibel nicht als reines Menschenwerk auf!! Sondern, erachte es als selbstverständlich, dass die Bibelschreiber auch vom wirklichen Leben und dem kollektiven Erkenntnishorizont ihrer Zeit inspiriert wurden. Von daher sind in die Bibel viele Mythen und Legenden anderer Kulturen eingeflossen. Gute und schlechte Erfahrungen im Umgang mit Nahrung, Hygiene, Beziehungsproblemen...
Im ursprünglichen "Volk" der Israeliten, vereinigen sich um etwa 1400 bis etwa 1000 vor Christus viele Nomadenstämme, die bis dahin auch untereinander und miteinander um Weideland und Wasser rivalisierten.. Gott Jahwe/Jehova war nur einer von vielen Götter, den diese verschiedenen Nomadenstämme verehrten.

Dein Einwand erscheint mir unbegründet. Selbst wenn die Bibelschreiber "auch vom wirklichen Leben und dem kollektiven Erkenntnishorizont ihrer Zeit inspiriert wurden", so handelt es sich bei den Schreibern doch immer noch um MENSCHEN, die eben NICHT von einer übergeordneten, persönlichen, transzendenten Kraft inspiriert wurden, sondern vom Leben, dass sich halt ziel- und planlos entwickelt hat - warum auch immer. Ergo: Die Bibel ist reines Menschenwerk. Inwieweit liegt hier ein Missverständnis meinerseits vor?

Zitat von Perquestavolta
Diese Auffassung der Bibel, teile ich übrigens mit einer großen Mehrheit von Menschen und darunter vielen Christen, die dem Zweifel mit Glauben an die Hoffnung begegnen. In welchen Katastrophen wir immer enden bzw. immer geendet sind, wenn wir dem Glauben den Status der Gewissheit verleihen oder verliehen haben, sollte uns nicht nur die Geschichte der Menscheit ausreichend genug belegen, sondern auch die Flüchtlings-Katastrophe die uns gerade wieder mal von ein paar besonders gewissenhaften "Theisten" beschert wird..

"Glauben" kann man auch ganz ohne Gottesvorstellung - bisweilen ist da ein "Gott" sogar eher hinderlich. Und in Katastrophen wird der Mensch immer enden, wenn er sich auf sich selbst verlässt. Dazu braucht es keinen Gott.

Zitat von Perquestavolta
Das hängt damit zusammen, dass leider sehr viele Atheisten mit unserem heutigen kollektiven Erkenntnishorizont von der Wirklichkeit, die Beweggründe der Menschen an Gott zu glauben, vor der sogenannten Wissenchaftsrevolution der "Neuzeit" zu erklären versuchen.

Was wäre deine Erklärung? Außer der, dass der Mensch ein Raubtier ist, und sich ein Gottglaube angeblich als vorteilhafter in bezug auf die Ressourcensicherung auswirkte? Und warum hat es die Wissenschaft bis heute nicht geschafft, den Glauben an Gott zu begraben?

Zitat von Perquestavolta
Dem halte ich entgegen, dass die Bewegung der Bibelforscher, welche sich heute Zeugen Jehovas nennen, auch nur auf jene Bibel beziehen, die von den Kirchenväter zwischen 300 und 400 nach Beginn unserer Zeitrechnung zusammengestellt wurde. Bezüglich dem Teil der Bibel, die man Altes Testament nennt, bezieht sich dieses auf eine griechische Interpretation und Modifikation der Jüdischen Tora, dem Pentateuch. Außerdem wurde die Christliche Bibel auch danach noch öfter mal modifiziert und im besonderen im alttestamentarischen Teil passend korrigiert, damit es zwischen dem Alten und Neuen Testament nicht all zu auffällige Diskrepanzen gibt.

Die Kanonizität der christl. griechischen Schriften wird durch das "muratorische Fragment" aus dem 2 Jhd. n.Chr. gestützt. Daran konnten auch die Kirchenväter späterer Zeit nichts rütteln. Sie anerkannten den Kanon aus früheren Zeiten

Zitat von Perquestavolta
Ansonsten würde ich dazu noch sagen, dass der Atheismus kein eigene Lehre ist. Mit der Begründung, dass der Atheismus (was man heute darunter versteht) sich erst als Gegenpol zum Theismus gebildet hat und ohne diesen für sich selbst auch keinen Sinn macht. Der Atheismus ist die reine und unverblümte Antwort auf den hysterische Gruppenzwang welcher im "Theismus" immer vorherrscht und seit jeher das Einzel-Individuum zu dominieren, zu kontrollieren und zu unter-drücken versucht.

Wie entgeht denn der Atheismus dem hysterischen Gruppenzwang?

Zitat von Perquestavolta
Nur als Gott wäre ich allwissend.
Und selbst Jahwe und Jehova haben sich immer wieder geirrt.

Da Jahwe und Jehova nach Auffassung ihrer Kritiker nichts weiter als menschliche Projektionen auf einen universalen herrschaftsanspruch sind, ist das Argument mit dem "irren" obsolet. Das Verständnis von "Allwissen" im Sinne von "alles vorherbestimmen" tut sein Übriges.

Zitat von Perquestavolta
Es gibt auch manchmal Menschen die jemanden getötet haben, oder einen anderen schweren Fehler begangen haben, was nur sie selber wissen. Wissen bezieht sich also nicht auf Informationen alleine.. Du kannst wieder "hereinkommen"!
Ein Welt- und Lebenserfahrener Mensch kann auch sonst viel besser glaubwürdige von unglaubwürdigen "Informationen" von einander unterscheiden, als einer, der selbst nie gesündigt hat.

Von daher wäre ja alle Menschen welt und Lebenserfahren, denn alle Menschen haben schon gesündigt. Oder kennst du jem, der das Gegenteil behauptet? Es sei denn natürlich diejenigen, für die es keine Sünde gibt. Das sind aber meistens Atheisten

Die Menschen, die einen anderen Menschen getötet haben, wissen um die Information, dass sie einen Menschen getötet haben. Ihre Tat ist Information, über die sie wissen. Alles ist Information.

Zitat von Perquestavolta
Das versteh ich jetzt nicht. Wenn über unbekannte Pilze keine Informationen vorliegen, dann braucht es auch gar keine Kontrainformationen. Ein Mensch der unbekannte Pilze trotzdem isst, der würde auch sonst früher als später an seiner eigenen Dummheit eingehen.

Die Pilze sind unbekannt. Das ist die Information über Pilze. Unbekannte Pilze können logischerweise nicht unter der Information "essbar" abgelegt werden. Wer unbekannte Pilze trotzdem isst, lässt sich von der Kontrainformation leiten, und dürfte im Fall von Gift-Häublingen erhebliche Schwierigkeiten bekommen, auch wenn er sie für leckere Stockschwämmchen hält.

Zitat von Perquestavolta
Du weist das sicher besser als ich..

Das kannst du nur "glauben", aber nicht wissen...


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Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

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22.01.2016 00:31
#92 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Zitat von Perquestavolta
Der Mensch kann nicht zu seinem Nachteil entscheiden, heißt nicht dass der Mensch sich nicht trotzdem falsch entscheiden kann.

Inwieweit kann denn eine falsche Entscheidung ein Vorteil sein?

Zitat von Perquestavolta
Wenn der Mensch sich entscheidet, dann trifft er diese Entscheidung überlegt und ist dabei bemüht, nicht zu seinem eigenen Nachteil zu entscheiden.

Nach deiner Aussage ist der Mensch aber nicht dazu geschaffen, dass er sich zu seinem Nachteil entscheiden kann:

Zitat von Perquestavolta
So wie ich die Welt, das Leben und den Menschen verstehen gelernt habe, ist der Mensch nicht dazu geschaffen, sich zu seinem eigenen Nachteil zu entscheiden.




Zitat von Perquestavolta
Dass Stephen Hawking hier nicht den einzelnen Menschen als Individuum meint, wäre eigentlich evident.

Er verwnedet den Begriff so, wie du ihn verwendet hast.

Zitat von Perquestavolta
Der einzelne Mensch hat darauf keinen Einfluss, Snooker. So wie auch umgekehrt, ein einzelner Mensch niemals im Stande wäre, der Ökologie des Planeten zu schaden. Milliarden Menschen zusammen, brauchen sich dafür noch nicht mal besonders anstrengen.

Weil eben doch jeder Einzelne Einfluss darauf hat. Jeder tut sein Schärflein dazu - in die eine oder andere Richtung. In Deutschland sagt man dazu: "Kleinvieh macht auch Mist"! Allerdings lässt sich mit der Einstellung: "Der einzelne Mensch hat darauf keinen Einfluss" ganz ungeniert die Ökologie des Planeten schaden. Das tut dann z.B. jeder, der seinen Coffee-to-go-Becher auf der Autobahn in die Böschung entsorgt, statt ihn wie vorgesehen zu entsorgen. Ein einzelner Becher tut ja nichts. Da diese Einstellung aber Millionen von Menschen in Europa haben, und die Auswirkungen auch schon in Neapel erkennbar waren, haben wir ganz schnell den Umstand, den auch du erwähnst. Und so hat der Einzelne sehr wohl einen Einfluss. Er ist ja Teil des Kollektivs.

Zitat von Perquestavolta
Genau darum gehts doch im Offenbarungsglauben, über "andere Menschen" zu herrschen und zu bestimmen. Der Offenbarungsglaube macht den Menschen dem Gruppenzwang gefügig. Die Gruppe folgt immer den "Alphamännchen" welche die Gruppe dominieren und die Gruppe dominiert und kontrolliert den "Einzelnen".

Einen solchen Offenbarungsglauben gibt es auch ganz ohne Gottesvorstellung. Der Streit unter den "Alphamännchen" bei den Menschen wird nur scheinbar nach dem Motto: "Gott mit uns" ausgefochten.

Zitat von Perquestavolta
Der Mensch für sich selbst als Individuum, liebt seine eigenen Kinder mehr, als die Kinder anderer Menschen. Und das ist das Problem, Snooker.
Der Mensch lebt auch gerne in kleinen Überschaubaren Gruppen zusammen, deren Mitglieder ihm im täglichen Überlebenskampf mehr zur Seite stehen, als den Mitglieder anderer Gruppen. Das ist auch bei euch Zeugen Jehovas nicht anderes und in mancherlei Hinsicht nur noch viel extremer. "WIR" sind immer die Guten und "Meine Freunde" sind die besten von allen Freunden. Vielleicht, Snooker fällt dir dass jetzt alles noch nicht so auf, weil du noch voll in der "Begeisterungsphase" steckst,
aber in diesem deinen Bibelzitat, welches ja "nur" die von der anderen "Partei" meinen kann, steckt möglicherweise nur dein Selbstportrait. (Stellvertretend - hier - für Gruppe, die du für einzig Guten und Wahreren hältst.

Das was du auf mich übertragen willst, müsste dann aber ebenso für dich gelten. Immerhin bist du auch voll in der "Begeisterungsphase", wenn du gegen ZJ argumentierst. Auch du suchst dir "deine Freunde" aus, die dir in deinem Überlebenskampf (auch den gegen ZJ) zur Seite stehen. So zeichnest auch du nur dein Selbstportrait.

Zitat von Perquestavolta
Bei den Atheisten ist dir sicher schon aufgefallen, dass sie oft und gerne, sehr wenig Respekt gegenüber höheren "Autoritäten" zeigen. Natürlich auch gegenüber der für die Gläubigen und ihren Verwandten, den Theisten - allerhöchsten Autorität.

Das kann ich nicht bestätigen. Atheisten haben ebenso Autoritäten, die sie nicht nur respektieren, sogar verehren; personell in Form von "Propheten" wie Dawkins, Hawking, Gould, etc. oder Prinzipien, wie den Materialismus oder die unterschiedlichen Herrschaftsformen von Menschen. Natürlich nicht immer so homogen im Stechschritt, aber das ist bei den Theisten ja nicht anders.

Zitat von Perquestavolta
Atheisten sind also so gesehen, auch mehr oder weniger selektive "Anarchisten", die sich über diejenigen die Verantwortung "über" das Volk" und die Welt tragen, immer auch ihre ganz eigenen Gedanken machen, welche nicht selten niederschmetternd für die diejenigen sein können.
So gesehen ist es dann erstaunlich und geradezu widersprüchlich, dass Atheisten in der überwiegenden Mehrheit, den von Menschen gemachten Klimawandel für ein sehr realistisches Szenario halten und aber umgekehrt, bei den Theisten und ihren nächsten Verwandten, den etwas eifrigeren Abstrakt-Gottgläubigen, es genau andersherum zu sein scheint. Natürlich bestätigen hier die Ausnahmen wie überall die Regel.

Das sind schon interessante Sichtweisen. Mich würde ja interessieren, wie die anderen Atheisten das sehen.

Zitat von Perquestavolta

Da frage ich dich jetzt mal ganz konkret, ob es nicht doch vielleicht möglich wäre, dass Gut nicht immer gleich gut und Böse nicht immer gleich böse ist? Wäre es für dich undenkbar, dass gerade jene Menschen, die da keinen Kompromiss akzeptieren wollen, die eigentlichen Problemmenschen unserer Zeit sind?

Soweit man "Gut" und "Böse" an Menschen festmacht, sollte man auch immer die Grundlage hinterfragen - die Informationen - auf der sie ihre Beurteilung von Gut und Böse vornehmen. Und ja: das kann dann sehr individuell ausfallen... mit allen bekannten Folgen.

Zitat von Perquestavolta
Ich bin nämlich im Gegenzug überzeugt, dass der Gottglaube einstmals eine für uns Menschen sehr nützliche und wichtige Sache gewesen ist und mir von daher auch so ziemlich sicher, dass der Glaube an Übersinnliches für die Entwicklung unserer menschlichen Intelligenz im Sinne der Evolutionstheorie eine überaus bedeutende Rolle gespielt hat.

Interessante These.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

22.01.2016 20:01
#93 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #91

Zitat von Perquestavolta
Gruppenzwang im Glauben wirkt nie positiv aus. Und ganz besonders negativ, wenn der Gruppenzwang im Glauben mit Massenhysterie einhergeht. Die vielen diesbezüglichen Beispiele aus der Geschichte der Menschheit, brauch ich wohl bestimmt nicht aufzählen.

Das ist klar, weswegen ich es auch begrüße, wenn Menschen dem Gruppenzwang in dieser negativen Auswirkung entgegentreten.

Wenn ich dich jetzt richtig verstehe, siehst du im Gruppenzwang selbst gar kein Problem!?

Zitat von SnookerRI im Beitrag #91

Mir ging es aber eher um den Zusammenhang zwischen christlicher Theologie und katholischem Gruppenzwang.
Den katholischen Gruppenzwang gibt es heute nicht mehr.
Deswegen sind Sonntags die Kirchen fast leer. [/quote] In der christlichen Theologie hingegen, gibt es von Theologe zu Theologe große Unterschiede. Manche christlich evangelische Theologen vertreten sogar eine atheistische Interpretation der Bibel. Es gibt sogar Fälle, die nach ihrer eigenen Überzeugung meinen, dass es den Jesus, welchen die Bibel beschreibt, im wirklichen "Leben" gar nie so gegeben hat und dass es im Glauben an Gott nicht um den Glauben an die historische Korrektheit der Bibel, sondern um die Vorbilderfunktion und den Werten geht, welche die Biblische Mythologie bezüglich des Zusammenleben der Menschen in Gemeinschaften vermitteln will.
Diese Sicht der Dinge spricht auch viel mehr Menschen an, als ein antiquariater und dogmatischer Theismus, der sich selbst nur durch Feindbilder am Leben halten kann.
Aus eigener Erfahrung weis ich, dass dieser Funke der liberalen christlich-evangelischen Theologie, inzwischen auch auf die Katholiken übergesprungen ist und es auf absehbare Zeit keinen katholischen "Stellvertreter Jesu Christi" auf Erden mehr geben wird, wie wir ihn noch gegenwärtig haben.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #91

Zitat von Perquestavolta
Alle Christliche Theologie gründet sich auf der Annahme, dass es sich bei der Bibel zweifelsfrei um das "Wort" Gottes handelt. Tatsächlich aber, ist die Bibel von Menschen nieder geschrieben worden, so dass man höchstens noch davon ausgehen könnte, sei sei von Gott persönlich inspiriert worden. Aber selbst dann, ist diese Inspiration Gottes immer noch von Menschen interpretiert worden, die in ihrer Zeit die Welt und ihre komplexe Wirklichkeit noch unter einem ganz anderen Erkenntnishorizont zu verstehen und zu begreifen versuchten. Wunder waren damals noch etwas ganz alltägliches...

Und doch ist diese Interpretation nach heutigem Maßstab erstaunlich genau gewesen, gemessen an den wissenschaftlichen Erkenntnissen der damaligen Zeiten.


Ich will jetzt nicht mit meinen Bibelkenntnissen angeben, aber soweit ich mich selbst mit der Bibel auseinander gesetzt habe, wüsste ich nicht ein einzig konkretes Beispiel, auf die deine Behauptung zutrifft. Aber du wirst mir da sicher einige konkrete Beispiele nennen können.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #91

Wenn man natürlich einen Gott von vornherein ausschließt, weil man seine Existenz nicht für beweisbar hält, kann es sich bei der Bibel selbstverständlich nicht um das Wort dieses Gottes handeln.
Das diesbezügliche Problem ist meines Erachtens dann doch etwas komplizierter, weil dieser eine Gott um den es dabei geht, auch und vor allem ein sogenannter Zirkelschluss ist.

Ich meine damit, dass es auch noch Menschen gibt, die von "diesem" einen Gott noch nie etwas gehört haben.
Schließen diese Menschen einen Gott von vorne herein aus?
Oder wenn ich jetzt die Frage andersherum stelle, wie kann man denn überhaupt "einen" Gott ausschließen, wenn man überhaupt gar keine Vorstellung von "einem" Gott hat und sich dieser "ein Gott" überhaupt erst durch eine von Menschen erstellte Schrift in seiner "möglichen" Existenz vorstellen ließe/ bzw. lässt?

Du musst also deinen "Vorwurf" schon richtig formulieren.
Wenn man von vornherein sich gar keine Vorstellung von "einem Gott" macht, dann kann man besten Falles, nur noch "einen Gott" ausschließen, der nach Vorstellung anderer
"ein Gott" ist.
Wie immer auch, diese anderen zu ihrer Vorstellung von "einem Gott" gekommen sind. Und wenn die aber nur über die Bibel und deren Verkündiger zu ihrer Vorstellung von "einem Gott" gekommen sind, dann will das heißen, dass dieser "ein Gott" ohne Glauben an Bibel gar nicht vorstellbar ist.

Weswegen nach meiner persönlichen Überzeugung, die ich schon länger mit mir herumtrage, "ein Gott" und "ein Glaube" so ziemlich das Gleiche und Selbe sind. Auch weil es über den Glauben hinaus, jeden nur erdenklichen Gott geben könnte, wie auch nicht geben "muss". Und ich fühle mich dann auch immer für ziemlich "dumm verkauft" wenn mir jemand damit kommt und meint, dass wenn man von vorneweg ausschließt dass es (s)einen Gott gibt, dann könne man nicht an die Bibel glauben. Zumal ich ja (s)einen Gott ausschließe, weil ich die Bibel kenne.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #91

Zitat von Perquestavolta
Hier liegt deinerseits ein großes Missverständnis vor, Snooker. Ich fasse die Bibel nicht als reines Menschenwerk auf!! Sondern, erachte es als selbstverständlich, dass die Bibelschreiber auch vom wirklichen Leben und dem kollektiven Erkenntnishorizont ihrer Zeit inspiriert wurden. Von daher sind in die Bibel viele Mythen und Legenden anderer Kulturen eingeflossen. Gute und schlechte Erfahrungen im Umgang mit Nahrung, Hygiene, Beziehungsproblemen...
Im ursprünglichen "Volk" der Israeliten, vereinigen sich um etwa 1400 bis etwa 1000 vor Christus viele Nomadenstämme, die bis dahin auch untereinander und miteinander um Weideland und Wasser rivalisierten.. Gott Jahwe/Jehova war nur einer von vielen Götter, den diese verschiedenen Nomadenstämme verehrten.
Dein Einwand erscheint mir unbegründet. Selbst wenn die Bibelschreiber "auch vom wirklichen Leben und dem kollektiven Erkenntnishorizont ihrer Zeit inspiriert wurden", so handelt es sich bei den Schreibern doch immer noch um MENSCHEN, die eben NICHT von einer übergeordneten, persönlichen, transzendenten Kraft inspiriert wurden, sondern vom Leben, dass sich halt ziel- und planlos entwickelt hat.


Das Leben hat sich aber nicht wirklich Plan- und Ziel-los entwickelt, sondern immer nur an die sich verändernden Schwierigkeiten und Bedingungen unseres Planeten angepasst. Aufgrund dessen, sind auch viele besonders spezialisierte Arten, die zu wenig flexibel waren, immer ausgestorben.
Wenn man man nicht den entscheidenden Unterschied zwischen einem "Zufall" und dem Wahrscheinlichkeitsverhältnis zwischen Zufall und zufällig versteht, dann kann man leicht zu der irrigen Annahme kommen, dass die Evolution einfach nur Ziel- und Planlos unterwegs ist.

Das Ziel des Lebens ist es zu überleben. Die erfolgreichste Strategie dafür ist es, sich zu reproduzieren/fortzupflanzen und über die eigenen Nachkommen in deren Nachkommen...progressiv möglichst lange weiter zu überleben. Der Plan hinter all dem besteht darin, möglichst viele Variationen von Nachkommen zu haben, von denen wenigsten einer oder möglichst auch noch zweidrei andere, gegen eine Menge Gefahren resistent sind, die dann je nach dem, wie das Wetter so mitspielt, die nächste Über-Lebensgeneration hervorbringen...


Zitat von SnookerRI im Beitrag #91

- warum auch immer. Ergo: Die Bibel ist reines Menschenwerk. Inwieweit liegt hier ein Missverständnis meinerseits vor?
Mit der Bibel und Gott ist es wie mit dem Ei und der Henne. Wenn es die Bibel nicht gäbe, dann wüssten wir nichts von und über Gott. Wenn es Gott nicht gäbe, wüssten wir nichts von und über die Bibel.
Nur.. mit dem Unterschied, dass wir Menschen uns keine Henne ausbrüten können um an das ein zu kommen und uns hingegen sehr wohl Schriften wie auch die Bibel "ausbrüten" können um an einen Gott zu kommen. Und dann natürlich auch anders herum. Und wenn man dann mal nachschlägt, wie viele Götter und dazugehörige Schriften sich die Menschen schon ausgebrütet haben, dann ist es kaum noch wahrscheinlich, dass sie sich nicht auch diesen "einen Gott" mit der dazugehöriger Schrift selbst ins Nest gelegt haben.
Zitat von SnookerRI im Beitrag #91

Zitat von Perquestavolta
Diese Auffassung der Bibel, teile ich übrigens mit einer großen Mehrheit von Menschen und darunter vielen Christen, die dem Zweifel mit Glauben an die Hoffnung begegnen. In welchen Katastrophen wir immer enden bzw. immer geendet sind, wenn wir dem Glauben den Status der Gewissheit verleihen oder verliehen haben, sollte uns nicht nur die Geschichte der Menschheit ausreichend genug belegen, sondern auch die Flüchtlings-Katastrophe die uns gerade wieder mal von ein paar besonders gewissenhaften "Theisten" beschert wird..

"Glauben" kann man auch ganz ohne Gottesvorstellung - bisweilen ist da ein "Gott" sogar eher hinderlich. Und in Katastrophen wird der Mensch immer enden, wenn er sich auf sich selbst verlässt.

Auf wen sollte er sich denn sonst verlassen? Wenn man du meinst, dich nicht auf dich selbst verlassen zu können, dann wäre das natürlich eine vernünftige Erklärung, warum sich nicht mehr als gerade mal 0,1 Prozent der gesamten Menschheit - von derzeit etwas mehr als 7 Milliarden - für die Clubmitgliedschaft bei den Zeugen Jehovas eigenen.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #91

Dazu braucht es keinen Gott.
Natürlich nicht. Ob jemand überhaupt "einen Gott" braucht, ist ohnehin nur eine ganz persönliche wie auch ganz individuelle Lebensfrage. Auch wenn die Theisten das ganz anderes sehen und viel lieber das mit dem "Gruppenzwang" durchgesetzt wüssten.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #91

Zitat von Perquestavolta
Das hängt damit zusammen, dass leider sehr viele Atheisten mit unserem heutigen kollektiven Erkenntnishorizont von der Wirklichkeit, die Beweggründe der Menschen an Gott zu glauben, vor der sogenannten Wissenchaftsrevolution der "Neuzeit" zu erklären versuchen.

Was wäre deine Erklärung? Außer der, dass der Mensch ein Raubtier ist, und sich ein Gottglaube angeblich als vorteilhafter in bezug auf die Ressourcensicherung auswirkte?

Auch das ist jetzt wieder eine sehr vereinfachte Darstellung eines wesentlich komplexeren Sachverhaltes. Vor noch nicht mal 100 Jahren starb man als Mensch meist schon vor dem Erreichen des 50. Lebensjahres. Von 10 Kindern starben mindestens fünf schon vor dem Erreichen des 10 Lebensjahres. Vor 200 Jahren, bedeutete ein einziges Unwetter mit Hagelschlag, dass nicht alle am "Hof" über den Winter kommen werden und auch die, die es doch schaffen, sehr oft hungrig zu Bett gehen werden.
Vor Tausend Jahren, gab es noch überhaupt keine Straßen, sondern nur Pfade und für eine Frau die in den Wehen lag, konnte das bedeuten, dass es für sie und ihr Kind keine rechtzeitige Hilfe gebe würde, wenn es bei der Geburt Komplikationen kommen sollte..

Wie schwierig der tägliche Überlebenskampf der Menschen vor mehreren tausend Jahren oftmals gewesen sein mag, können wir uns noch gar nicht mal vorstellen.
Dass die Menschen schon seit immer versuchten sich die Mächte des Schicksals gnädig zu stimmen, sollte eigentlich außer Zweifel stehen...


Zitat von SnookerRI im Beitrag #91

Und warum hat es die Wissenschaft bis heute nicht geschafft, den Glauben an Gott zu begraben?
Weil der Glaube als Gott des Menschen sein archaisches Imponiergeweih ist, mit dem er wie die Hirsche auf dem Platze und die Hammel auf der Weide gegen seine potentiellen Rivalen um die Gunst seiner Fortpflanzugspartner
buhlt und uns das über die vielen Jahrtausende hinweg, als das noch gut funktionierte und die Weibchen beeindruckte, so ein bisschen in die Gene gewachsen ist. Und auch heute noch immer beim einen mehr und beim anderen weniger in Erscheinung tritt.
Wie wohl sonst wäre Gott auf die Idee gekommen, sich ein Volk zu erwählen und dieses zum Genozid anderer "Völker" aufzufordern. (Siehe Bibel, Altes Testament) Wenn es ihm nur darum gegangen wäre, diese anderen Völker wegen ihrer Frechheit zu bestrafen, andere Götter zu verehren, dann hätte er das auch selbst erledigen können.
Und dass dabei vor allem auch noch einzig die Mädchen und Jungfrauen vom Genozid ausgenommen werden sollten, sollte eigentlich gut und ausreichend deutlich erklären, warum es der Wissenschaft bis heute noch nicht gelungen ist, den Glauben an Gott ganz auszurotten.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #91

Zitat von Perquestavolta
Dem halte ich entgegen, dass die Bewegung der Bibelforscher, welche sich heute Zeugen Jehovas nennen, auch nur auf jene Bibel beziehen, die von den Kirchenväter zwischen 300 und 400 nach Beginn unserer Zeitrechnung zusammengestellt wurde. Bezüglich dem Teil der Bibel, die man Altes Testament nennt, bezieht sich dieses auf eine griechische Interpretation und Modifikation der Jüdischen Tora, dem Pentateuch. Außerdem wurde die Christliche Bibel auch danach noch öfter mal modifiziert und im besonderen im alttestamentarischen Teil passend korrigiert, damit es zwischen dem Alten und Neuen Testament nicht all zu auffällige Diskrepanzen gibt.

Die Kanonizität der christl. griechischen Schriften wird durch das "muratorische Fragment" aus dem 2 Jhd. n.Chr. gestützt. Daran konnten auch die Kirchenväter späterer Zeit nichts rütteln. Sie anerkannten den Kanon aus früheren Zeiten.

Soweit ich jetzt darüber informiert bin, hat dieses "muratorische Fragemnt" überhaupt nichts mit der "Entscheidung" der Kirchenväter zu tun und kann es auch nicht, denn sonst hätte sich die koptische und sogenannte orthodoxe Glaubenslehre nicht von der Katholischen abspalten können. (Aber jedem seinen Glauben und dazugehörigen Argumenten oder Beweisen)

https://de.wikipedia.org/wiki/Kanon_Muratori

Zitat von SnookerRI im Beitrag #91

Zitat von Perquestavolta
Ansonsten würde ich dazu noch sagen, dass der Atheismus kein eigene Lehre ist. Mit der Begründung, dass der Atheismus (was man heute darunter versteht) sich erst als Gegenpol zum Theismus gebildet hat und ohne diesen für sich selbst auch keinen Sinn macht. Der Atheismus ist die reine und unverblümte Antwort auf den hysterische Gruppenzwang welcher im "Theismus" immer vorherrscht und seit jeher das Einzel-Individuum zu dominieren, zu kontrollieren und zu unter-drücken versucht.

Wie entgeht denn der Atheismus dem hysterischen Gruppenzwang?

Bis vor dem 11.09.2001 kann ich dazu nicht viel sagen. Wie sich der Atheismus seither weiterentwickelt hat, weist du selber sicher am besten. Ich mach ja keinen "Verkündigungsdienst" und die paar wenigen Atheisten die ich persönlich kenne, sind für eine aussagekräftige Statistik einfach zu wenige.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #91

Zitat von Perquestavolta
Nur als Gott wäre ich allwissend.
Und selbst Jahwe und Jehova haben sich immer wieder geirrt.
Da Jahwe und Jehova nach Auffassung ihrer Kritiker nichts weiter als menschliche Projektionen auf einen universalen herrschaftsanspruch sind, ist das Argument mit dem "irren" obsolet. Das Verständnis von "Allwissen" im Sinne von "alles vorherbestimmen" tut sein Übriges.

Also ich komme da immer noch nicht klar damit, dass Gott sich ein ganze Volk erwählt hat, von denen einige wenige in später enttäuscht haben, so dass er gleich das ganze Volk verwarf. Auch umgekehrt, war Jesus und seine Jünger Juden/Israeliten. Viele die Jesus sonst noch folgten - mehrere Tausende - waren Juden..
Und dann ist da noch ein ganz anderes Problem. Die "Sem-iten" ... der Wortstamm hat weniger mit der Sintflutsage zu tun, als viel mehr mit der lateinischen Bezeichnung für Samen.. auch wenn das von Sprachwissenschaftlern heutzutage oft fahrlässig übergangen wird. Aber trotzdem waren die "Völker" von einstmals noch viel näher miteinander verwandt als heute. Und dass dem so ist, kann man auch feststellen, wenn man mal in abgelegen Gegenden unterwegs ist, die vom Sextourismus noch nicht erschlossen worden sind... Von daher hatte ein auserwähltes Volk von damals eine ganz andere Bedeutung als heute..

Zitat von SnookerRI im Beitrag #91

Zitat von Perquestavolta
Es gibt auch manchmal Menschen die jemanden getötet haben, oder einen anderen schweren Fehler begangen haben, was nur sie selber wissen. Wissen bezieht sich also nicht auf Informationen alleine.. Du kannst wieder "hereinkommen"!
Ein Welt- und Lebenserfahrener Mensch kann auch sonst viel besser glaubwürdige von unglaubwürdigen "Informationen" von einander unterscheiden, als einer, der selbst nie gesündigt hat.
Von daher wäre ja alle Menschen welt und Lebenserfahren.

Richtig! Jeder Mensch hat so ganz seine eigenen Erfahrungen gesammelt, mit denen er Informationen auf ihre Schlüssigkeit bewertet.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #91

Die Menschen, die einen anderen Menschen getötet haben, wissen um die Information, dass sie einen Menschen getötet haben. wissen. Alles ist Information.


Ich möchte dazu jetzt lieber keinen Kommentar abgeben.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #91

Zitat von Perquestavolta
Das versteh ich jetzt nicht. Wenn über unbekannte Pilze keine Informationen vorliegen, dann braucht es auch gar keine Kontrainformationen. Ein Mensch der unbekannte Pilze trotzdem isst, der würde auch sonst früher als später an seiner eigenen Dummheit eingehen.
Die Pilze sind unbekannt.
Das ist die Information über Pilze.

Eine Information die sich auf Unbekannt bezieht, ist aber keine Information. Es mag zwar auch den ersten Blick einen scheinbaren Sinn ergeben, jemanden darüber zu informieren, dass man keine Informationen über eine Sache und ihren Zusammenhängen hat, da sie einem Unbekannt ist, aber beim genaueren Hinsehen fällt einem dann die Bedeutung der Sinnhaftigkeit solcher Zirkelschlüsse sicher auch selber auf.

Die Information bezieht sich auf den Inhalt der Nachricht und nicht auf das Testbild.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #91

Unbekannte Pilze können logischerweise nicht unter der Information "essbar" abgelegt werden. Wer unbekannte Pilze trotzdem isst, lässt sich von der Kontrainformation leiten. Welche Kontrainformation? Für Unbekanntes gibt es keine Kontrainformation. Wenn ich nicht weis ob das Kabel Strom führt, dann habe ich keine Information darüber und die Informationen die ich Über Strom habe sind keine Kontrainformationen die mich dazu verleiten, trotzdem die Finger in die Steckdose zu stecken.
[quote="SnookerRI"|p3198280]
[quote="Perquestavolta"]Du weist das sicher besser als ich..
Das kannst du nur "glauben", aber nicht wissen...

Genau! Es wäre schön und für den ungestörten InformationsAustausch hier im Forum sehr nützlich, wenn du das auch öfter mal auf dich selber beziehen könntest .. auch unter dem Verweis, dass das DU eines Atheisten, niemals den Rang und Stand des ICHs eines Theisten einnehmen kann..

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24.01.2016 11:17
#94 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Zitat von Perquestavolta
Wenn ich dich jetzt richtig verstehe, siehst du im Gruppenzwang selbst gar kein Problem!?

Der Mensch ist zeit seines Lebens immer von "Gruppenzwang" umgeben. Er wird als Individuum mit dem lebenswichtigen Bedürfnis nach Akzeptanz und Anerkennung in eine Gruppe hineingeboren, wächst auf und lernt andere Gruppen und auch ihre Zwänge kennen. Gruppenzwang ist nicht einfach nur "schlecht" oder "gut" kann aber positive oder negative Auswirkungen haben, je nachdem welcher Faktor in einer Gruppe die Ursache für den Zwang legt.

Zitat von Perquestavolta
Den katholischen Gruppenzwang gibt es heute nicht mehr.
Deswegen sind Sonntags die Kirchen fast leer.

In der christlichen Theologie hingegen, gibt es von Theologe zu Theologe große Unterschiede. Manche christlich evangelische Theologen vertreten sogar eine atheistische Interpretation der Bibel. Es gibt sogar Fälle, die nach ihrer eigenen Überzeugung meinen, dass es den Jesus, welchen die Bibel beschreibt, im wirklichen "Leben" gar nie so gegeben hat und dass es im Glauben an Gott nicht um den Glauben an die historische Korrektheit der Bibel, sondern um die Vorbilderfunktion und den Werten geht, welche die Biblische Mythologie bezüglich des Zusammenleben der Menschen in Gemeinschaften vermitteln will.
Diese Sicht der Dinge spricht auch viel mehr Menschen an, als ein antiquariater und dogmatischer Theismus, der sich selbst nur durch Feindbilder am Leben halten kann.
Aus eigener Erfahrung weis ich, dass dieser Funke der liberalen christlich-evangelischen Theologie, inzwischen auch auf die Katholiken übergesprungen ist und es auf absehbare Zeit keinen katholischen "Stellvertreter Jesu Christi" auf Erden mehr geben wird, wie wir ihn noch gegenwärtig haben.[/quote]In Ordnung. Das hört sich schon ganz anders an, als deine Aussage in #75 ich zitiere:

Zitat von Perquestavolta
Der Grund warum sich immer mehr Menschen von der Christlichen Theologie zurückziehen, liegt nach meiner Erfahrung viel weniger daran das nach katholischer Auffassung "Gottes Wege" unergründlich sind, sondern, dass der einstmalige gesamtellschaftliche Gruppenzwang in Bezug katholischer Pflichten sehr nachgelassen hat.



Nach deinen aktuellen Erklärungen siehst du diesen Zusammenhang also nicht mehr?

Zitat von Perquestavolta
Ich will jetzt nicht mit meinen Bibelkenntnissen angeben, aber soweit ich mich selbst mit der Bibel auseinander gesetzt habe, wüsste ich nicht ein einzig konkretes Beispiel, auf die deine Behauptung zutrifft. Aber du wirst mir da sicher einige konkrete Beispiele nennen können.

Niemand muss hier mit irgendetwas angeben. Wenn es deiner Meinung nach nicht ein einzig konkretes Beispiel dafür gibt, dann ist das eben so. Was würde es denn bringen, wenn ich dir von der Beschreibung des Wasserkreislaufs, Form und "Halterung" des Planeten Erde usw. gemäß der Bibel berichte? Du siehst das eben anders...

Zitat von Perquestavolta
Das diesbezügliche Problem ist meines Erachtens dann doch etwas komplizierter, weil dieser eine Gott um den es dabei geht, auch und vor allem ein sogenannter Zirkelschluss ist.

Die Ablehnung eines Gottes aus dem genannten Grund ist tatsächlich ein Zirkelschluss.

Zitat von Perquestavolta
Ich meine damit, dass es auch noch Menschen gibt, die von "diesem" einen Gott noch nie etwas gehört haben.
Schließen diese Menschen einen Gott von vorne herein aus?

Offensichtlich nicht. Siehe obige Formulierung.

Zitat von Perquestavolta
Oder wenn ich jetzt die Frage andersherum stelle, wie kann man denn überhaupt "einen" Gott ausschließen, wenn man überhaupt gar keine Vorstellung von "einem" Gott hat und sich dieser "ein Gott" überhaupt erst durch eine von Menschen erstellte Schrift in seiner "möglichen" Existenz vorstellen ließe/ bzw. lässt?

Dawkins und Hawking z.B. können das ganz gut. Sie haben ihre eigene Vorstellung von "Gott", welche sie in ihren Schriften tadellos widerlegen.

Zitat von Perquestavolta
Du musst also deinen "Vorwurf" schon richtig formulieren.
Wenn man von vornherein sich gar keine Vorstellung von "einem Gott" macht, dann kann man besten Falles, nur noch "einen Gott" ausschließen, der nach Vorstellung anderer
"ein Gott" ist.

Nun, dann bedient man sich ja im besten Falle der Vorstellung "anderer" nach der ein Gott tatsächlich Gott ist. Vorrausgesetzt natürlich man hat die Vorstellung anderer korrekt verstanden, und sich nicht auf die eigene Interpretation der Wirklichkeit gestützt.

Zitat von Perquestavolta
Wie immer auch, diese anderen zu ihrer Vorstellung von "einem Gott" gekommen sind. Und wenn die aber nur über die Bibel und deren Verkündiger zu ihrer Vorstellung von "einem Gott" gekommen sind, dann will das heißen, dass dieser "ein Gott" ohne Glauben an Bibel gar nicht vorstellbar ist.

Weswegen nach meiner persönlichen Überzeugung, die ich schon länger mit mir herumtrage, "ein Gott" und "ein Glaube" so ziemlich das Gleiche und Selbe sind. Auch weil es über den Glauben hinaus, jeden nur erdenklichen Gott geben könnte, wie auch nicht geben "muss". Und ich fühle mich dann auch immer für ziemlich "dumm verkauft" wenn mir jemand damit kommt und meint, dass wenn man von vorneweg ausschließt dass es (s)einen Gott gibt, dann könne man nicht an die Bibel glauben. Zumal ich ja (s)einen Gott ausschließe, weil ich die Bibel kenne.

Ja ich fühle mich auch immer ziemlich "für dumm verkauft", wenn jemand ankommt und meint, er können (m)einen Gott ausschließen, weil er die Bibel kennt. Hinterfragt ich dann die Ausschlusskriterien im Einzelnen stelle ich immer wieder fest, dass derjenige nicht den Gott der Bibel, sondern seine eigene Interpretation der Wirklichkeit ad absurdum führt.

Zitat von Perquestavolta
Das Leben hat sich aber nicht wirklich Plan- und Ziel-los entwickelt, sondern immer nur an die sich verändernden Schwierigkeiten und Bedingungen unseres Planeten angepasst. Aufgrund dessen, sind auch viele besonders spezialisierte Arten, die zu wenig flexibel waren, immer ausgestorben.
Wenn man man nicht den entscheidenden Unterschied zwischen einem "Zufall" und dem Wahrscheinlichkeitsverhältnis zwischen Zufall und zufällig versteht, dann kann man leicht zu der irrigen Annahme kommen, dass die Evolution einfach nur Ziel- und Planlos unterwegs ist.

Das Ziel des Lebens ist es zu überleben. Die erfolgreichste Strategie dafür ist es, sich zu reproduzieren/fortzupflanzen und über die eigenen Nachkommen in deren Nachkommen...progressiv möglichst lange weiter zu überleben. Der Plan hinter all dem besteht darin, möglichst viele Variationen von Nachkommen zu haben, von denen wenigsten einer oder möglichst auch noch zweidrei andere, gegen eine Menge Gefahren resistent sind, die dann je nach dem, wie das Wetter so mitspielt, die nächste Über-Lebensgeneration hervorbringen...




Das müsstest du dann mal den Evolutionsbiologen erklären, die dir in diesem Punkt widersprechen...zum Beispiel Prof. Axel Meyer:

https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/d...-die-evolution/

Zitat von Perquestavolta

Mit der Bibel und Gott ist es wie mit dem Ei und der Henne. Wenn es die Bibel nicht gäbe, dann wüssten wir nichts von und über Gott. Wenn es Gott nicht gäbe, wüssten wir nichts von und über die Bibel.
Nur.. mit dem Unterschied, dass wir Menschen uns keine Henne ausbrüten können um an das ein zu kommen und uns hingegen sehr wohl Schriften wie auch die Bibel "ausbrüten" können um an einen Gott zu kommen. Und dann natürlich auch anders herum. Und wenn man dann mal nachschlägt, wie viele Götter und dazugehörige Schriften sich die Menschen schon ausgebrütet haben, dann ist es kaum noch wahrscheinlich, dass sie sich nicht auch diesen "einen Gott" mit der dazugehöriger Schrift selbst ins Nest gelegt haben.


Deshalb kommt es ja auch darauf an, stets zu überprüfen, ob Schriften wie die Bibel inhaltlich mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Dazu müsste man natürlich auch bereit sein, sein Verständnis der Wirklichkeit zu überprüfen; ob die eigene Interpretation der Wirklichkeit, ebendiese auch zu erfassen imstande ist. Wenn man am Materialismus als Dogma festhalten will, wird ein persönlicher Gott der über dem Materialismus steht, niemals das Ergebnis solcher Überlegungen sein können. Dann werden alle Ideen dazu das Resultat menschlicher Fantasie sein, was wiederum auf das ziel- und planlose Prozessieren der Evolution zu gründen ist.

Zitat von Perquestavolta
Auf wen sollte er sich denn sonst verlassen? Wenn man du meinst, dich nicht auf dich selbst verlassen zu können, dann wäre das natürlich eine vernünftige Erklärung, warum sich nicht mehr als gerade mal 0,1 Prozent der gesamten Menschheit - von derzeit etwas mehr als 7 Milliarden - für die Clubmitgliedschaft bei den Zeugen Jehovas eigenen.

Zu was es bei den restlichen 99,9% führt, die sich auf sich selbst verlassen, können wir ja ansatzweise den Berichten aus den Nachrichten entnehmen, wobei man auch dort nichts dem Zufall überlässt und noch ordentlich selektiert. Konkurrenz der einzelnen "Gruppenzwänge"?

Zitat von Perquestavolta
Natürlich nicht. Ob jemand überhaupt "einen Gott" braucht, ist ohnehin nur eine ganz persönliche wie auch ganz individuelle Lebensfrage. Auch wenn die Theisten das ganz anderes sehen und viel lieber das mit dem "Gruppenzwang" durchgesetzt wüssten.

Wobei das natürlich auf Überlegungen aus der individuellen Interpretation der Wirklichkeit zurückzuführen und ggfls. zu überprüfen wäre.

Zitat von Perquestavolta
Auch das ist jetzt wieder eine sehr vereinfachte Darstellung eines wesentlich komplexeren Sachverhaltes. Vor noch nicht mal 100 Jahren starb man als Mensch meist schon vor dem Erreichen des 50. Lebensjahres. Von 10 Kindern starben mindestens fünf schon vor dem Erreichen des 10 Lebensjahres. Vor 200 Jahren, bedeutete ein einziges Unwetter mit Hagelschlag, dass nicht alle am "Hof" über den Winter kommen werden und auch die, die es doch schaffen, sehr oft hungrig zu Bett gehen werden.
Vor Tausend Jahren, gab es noch überhaupt keine Straßen, sondern nur Pfade und für eine Frau die in den Wehen lag, konnte das bedeuten, dass es für sie und ihr Kind keine rechtzeitige Hilfe gebe würde, wenn es bei der Geburt Komplikationen kommen sollte..

Wie schwierig der tägliche Überlebenskampf der Menschen vor mehreren tausend Jahren oftmals gewesen sein mag, können wir uns noch gar nicht mal vorstellen.
Dass die Menschen schon seit immer versuchten sich die Mächte des Schicksals gnädig zu stimmen, sollte eigentlich außer Zweifel stehen...

Schon klar. Aber was ist deine Erklärung dafür? Warum glauben auch heute noch viele Menschen an Gott oder an Mächte des Schicksals? Auch in den Ländern der "Wissenschaftsrevolution"?

Zitat von Perquestavolta
Weil der Glaube als Gott des Menschen sein archaisches Imponiergeweih ist, mit dem er wie die Hirsche auf dem Platze und die Hammel auf der Weide gegen seine potentiellen Rivalen um die Gunst seiner Fortpflanzugspartner
buhlt und uns das über die vielen Jahrtausende hinweg, als das noch gut funktionierte und die Weibchen beeindruckte, so ein bisschen in die Gene gewachsen ist. Und auch heute noch immer beim einen mehr und beim anderen weniger in Erscheinung tritt.

Und wie pflanzen sich Atheisten dann fort?

Zitat von Perquestavolta
Wie wohl sonst wäre Gott auf die Idee gekommen, sich ein Volk zu erwählen und dieses zum Genozid anderer "Völker" aufzufordern. (Siehe Bibel, Altes Testament) Wenn es ihm nur darum gegangen wäre, diese anderen Völker wegen ihrer Frechheit zu bestrafen, andere Götter zu verehren, dann hätte er das auch selbst erledigen können.
Und dass dabei vor allem auch noch einzig die Mädchen und Jungfrauen vom Genozid ausgenommen werden sollten, sollte eigentlich gut und ausreichend deutlich erklären, warum es der Wissenschaft bis heute noch nicht gelungen ist, den Glauben an Gott ganz auszurotten.

Du kannst deine meinung und deine Erklärungen dazu ruhig ausführlicher gestalten. Welchen Zusammenhang siehst du zwischen den bisher gescheiterten Bemühungen der Wissenschaft den Glauben an Gott völlig auszurotten und der Ausnahme von Mädchen und Jungfrauen bei göttlichen Strafgerichten?

Zitat von Perquestavolta
Soweit ich jetzt darüber informiert bin, hat dieses "muratorische Fragemnt" überhaupt nichts mit der "Entscheidung" der Kirchenväter zu tun und kann es auch nicht, denn sonst hätte sich die koptische und sogenannte orthodoxe Glaubenslehre nicht von der Katholischen abspalten können. (Aber jedem seinen Glauben und dazugehörigen Argumenten oder Beweisen)

You, sehe ich auch so. Das mit den Kirchenvätern kam ja von dir - aber wie du schon korrekt geschlussfolgert hast, betrafen deren Entscheidungen nicht die Festlegung des Kanons.

Zitat von Perquestavolta
Bis vor dem 11.09.2001 kann ich dazu nicht viel sagen. Wie sich der Atheismus seither weiterentwickelt hat, weist du selber sicher am besten. Ich mach ja keinen "Verkündigungsdienst" und die paar wenigen Atheisten die ich persönlich kenne, sind für eine aussagekräftige Statistik einfach zu wenige.

deine Meinung zu meiner Frage würde mir schon genügen...Also: Wie entgeht denn der Atheismus dem hysterischen Gruppenzwang? Vor allem in Bezug auf seinen Krieg gegen den Theismus.

Zitat von Perquestavolta
Also ich komme da immer noch nicht klar damit, dass Gott sich ein ganze Volk erwählt hat, von denen einige wenige in später enttäuscht haben, so dass er gleich das ganze Volk verwarf.

Darauf komme ich mit Blick auf die Berichte in den hebräisch-aramäischen Schriften auch nicht klar. Es war die Mehrheit der Israeliten, die sich von Gott abgewendet hatte - den Göttern der umliegenden Nationen zu. Diejenigen, die die reine Anbetung vorantrieben waren stets in der Unterzahl, selbst als die Könige Hiskia und Josia noch mal reinen Tisch machten, kehrte das Volk nicht völlig zur wahren Anbetung zurück, was sich in den folgenden Gereationen bestätigte.

Zitat von Perquestavolta
Und dann ist da noch ein ganz anderes Problem. Die "Sem-iten" ... der Wortstamm hat weniger mit der Sintflutsage zu tun, als viel mehr mit der lateinischen Bezeichnung für Samen.. auch wenn das von Sprachwissenschaftlern heutzutage oft fahrlässig übergangen wird. Aber trotzdem waren die "Völker" von einstmals noch viel näher miteinander verwandt als heute. Und dass dem so ist, kann man auch feststellen, wenn man mal in abgelegen Gegenden unterwegs ist, die vom Sextourismus noch nicht erschlossen worden sind... Von daher hatte ein auserwähltes Volk von damals eine ganz andere Bedeutung als heute..

Welche Referenz kannst du für deine Beurteilung des Begriffes "Sem-iten" nennen?

Zitat von Perquestavolta
Richtig! Jeder Mensch hat so ganz seine eigenen Erfahrungen gesammelt, mit denen er Informationen auf ihre Schlüssigkeit bewertet.

Dann würden Informationen aber stets individuell als glaubwürdig oder unglaubwürdig bewertet. Was dann wieder zu der Problematik der fehlenden Garantie auf sachlicher Ebene führt.

Zitat von Perquestavolta
Eine Information die sich auf Unbekannt bezieht, ist aber keine Information. Es mag zwar auch den ersten Blick einen scheinbaren Sinn ergeben, jemanden darüber zu informieren, dass man keine Informationen über eine Sache und ihren Zusammenhängen hat, da sie einem Unbekannt ist, aber beim genaueren Hinsehen fällt einem dann die Bedeutung der Sinnhaftigkeit solcher Zirkelschlüsse sicher auch selber auf.
Die Information bezieht sich auf den Inhalt der Nachricht und nicht auf das Testbild.

Wenn der Inhalt der Nachricht "unbekannt" ist, heißt das doch nicht dass die Information keinen Inhalt hätte... Er ist lediglich "unbekannt".

Zitat von Perquestavolta
Genau! Es wäre schön und für den ungestörten InformationsAustausch hier im Forum sehr nützlich, wenn du das auch öfter mal auf dich selber beziehen könntest .. auch unter dem Verweis, dass das DU eines Atheisten, niemals den Rang und Stand des ICHs eines Theisten einnehmen kann..

Womit du die vermeintliche Überlegenheit eines Atheisten gegenüber einem Theisten wieder hervorhebst


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Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

24.01.2016 19:10
#95 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #94

Zitat von Perquestavolta
Wenn ich dich jetzt richtig verstehe, siehst du im Gruppenzwang selbst gar kein Problem!?

Der Mensch ist zeit seines Lebens immer von "Gruppenzwang" umgeben. Er wird als Individuum mit dem lebenswichtigen Bedürfnis nach Akzeptanz und Anerkennung in eine Gruppe hineingeboren, wächst auf und lernt andere Gruppen und auch ihre Zwänge kennen. Gruppenzwang ist nicht einfach nur "schlecht" oder "gut" kann aber positive oder negative Auswirkungen haben, je nachdem welcher Faktor in einer Gruppe die Ursache für den Zwang legt.

Der Narr der jedem Mensch inne wohnt, denn muss er lernen selbst zu bezwingen. Ansonsten passiert eben das, dass so mancher vermeintliche Vorbildtheist, ein nicht selten weniger rühmliches Doppelleben entwickelt.
So etwas gibt es ja unter den Zeugen Jehovas genauso, wie unter den noch übriggeblieben Fundamentalkatholiken, bei denen oftmals masochistische Sexualfantasien
in Erscheinung treten, über die sie nicht selten die Kontrolle verlieren.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #94

Zitat von Perquestavolta
Den katholischen Gruppenzwang gibt es heute nicht mehr.
Deswegen sind Sonntags die Kirchen fast leer.
In der christlichen Theologie hingegen, gibt es von Theologe zu Theologe große Unterschiede. Manche christlich evangelische Theologen vertreten sogar eine atheistische Interpretation der Bibel. Es gibt sogar Fälle, die nach ihrer eigenen Überzeugung meinen, dass es den Jesus, welchen die Bibel beschreibt, im wirklichen "Leben" gar nie so gegeben hat und dass es im Glauben an Gott nicht um den Glauben an die historische Korrektheit der Bibel, sondern um die Vorbilderfunktion und den Werten geht, welche die Biblische Mythologie bezüglich des Zusammenleben der Menschen in Gemeinschaften vermitteln will.
Diese Sicht der Dinge spricht auch viel mehr Menschen an, als ein antiquariater und dogmatischer Theismus, der sich selbst nur durch Feindbilder am Leben halten kann.
Aus eigener Erfahrung weis ich, dass dieser Funke der liberalen christlich-evangelischen Theologie, inzwischen auch auf die Katholiken übergesprungen ist und es auf absehbare Zeit keinen katholischen "Stellvertreter Jesu Christi" auf Erden mehr geben wird, wie wir ihn noch gegenwärtig haben.

In Ordnung. Das hört sich schon ganz anders an, als deine Aussage in #75 ich zitiere:

Zitat von SnookerRI im Beitrag #94

Zitat von Perquestavolta
Der Grund warum sich immer mehr Menschen von der Christlichen Theologie zurückziehen, liegt nach meiner Erfahrung viel weniger daran das nach katholischer Auffassung "Gottes Wege" unergründlich sind, sondern, dass der einstmalige gesamtellschaftliche Gruppenzwang in Bezug katholischer Pflichten sehr nachgelassen hat.


Nach deinen aktuellen Erklärungen siehst du diesen Zusammenhang also nicht mehr?

Dazwischen gäbe es noch eine andere Möglichkeit. Nämlich die, dass die katholische Kirche viele Pforten hat, die man auch als Notausgang benutzen kann. Ich hatte mit den beiden unterschiedlichen Sichtweisen eher daran gedacht.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #94

Zitat von Perquestavolta
Ich will jetzt nicht mit meinen Bibelkenntnissen angeben, aber soweit ich mich selbst mit der Bibel auseinander gesetzt habe, wüsste ich nicht ein einzig konkretes Beispiel, auf die deine Behauptung zutrifft. Aber du wirst mir da sicher einige konkrete Beispiele nennen können.
Niemand muss hier mit irgendetwas angeben. Wenn es deiner Meinung nach nicht ein einzig konkretes Beispiel dafür gibt, dann ist das eben so. Was würde es denn bringen, wenn ich dir von der Beschreibung des Wasserkreislaufs, Form und "Halterung" des Planeten Erde usw. gemäß der Bibel berichte? Du siehst das eben anders...

Ja, sehe ich zugegebener weise sogar ziemlich anders..

Zitat von SnookerRI im Beitrag #94

Zitat von Perquestavolta
Das diesbezügliche Problem ist meines Erachtens dann doch etwas komplizierter, weil dieser eine Gott um den es dabei geht, auch und vor allem ein sogenannter Zirkelschluss ist.
Die Ablehnung eines Gottes aus dem genannten Grund ist tatsächlich ein Zirkelschluss.

Auch Zirkelschlüsse sind schlüssige Schlüsse, von daher werden wir beide wohl eine sehr unterschiedliche Auffassung darüber haben, was ein Zirkelschluss ist. Immerhin entzöge sich jemand der den Glauben an Gott ablehnt, ja nicht Gott selbst, wenn es diesen tatsächlich geben sollte. Wie könnte man das auch? Aber anders herum entzieht sich ein atheistischer Freigeist den vielen anderen Zirkelschlüssen im Gruppenzwang, die immer mit dem Glauben an Gott einhergehen.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #94

Zitat von Perquestavolta
Ich meine damit, dass es auch noch Menschen gibt, die von "diesem" einen Gott noch nie etwas gehört haben.
Schließen diese Menschen einen Gott von vorne herein aus?
Offensichtlich nicht. Siehe obige Formulierung.

Das muss ich jetzt leider übergehen, da ich nicht ganz verstanden habe wie obige Formulierung gemeint sein soll und ich auch nicht ganz sicher bin, ob es bei dieser Formulierung nur darum ging, gezielt aneinander vorbei zu reden.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #94

Zitat von Perquestavolta
Oder wenn ich jetzt die Frage andersherum stelle, wie kann man denn überhaupt "einen" Gott ausschließen, wenn man überhaupt gar keine Vorstellung von "einem" Gott hat und sich dieser "ein Gott" überhaupt erst durch eine von Menschen erstellte Schrift in seiner "möglichen" Existenz vorstellen ließe/ bzw. lässt?
Dawkins und Hawking z.B. können das ganz gut. Sie haben ihre eigene Vorstellung von "Gott", welche sie in ihren Schriften tadellos widerlegen.

Das ginge ja auch ganz ohne eigen Vorstellung von Gott. Jemand der noch nie Schlaraffenland gewesen ist benutzt ja auch nicht seine eigenen Vorstellungen, um die Existenz von Schlaraffenland argumentativ zu widerlegen. Oder?

Zitat von SnookerRI im Beitrag #94

Zitat von Perquestavolta
Du musst also deinen "Vorwurf" schon richtig formulieren.
Wenn man von vornherein sich gar keine Vorstellung von "einem Gott" macht, dann kann man besten Falles, nur noch "einen Gott" ausschließen, der nach Vorstellung anderer
"ein Gott" ist.
Nun, dann bedient man sich ja im besten Falle der Vorstellung "anderer" nach der ein Gott tatsächlich Gott ist. Vorausgesetzt natürlich man hat die Vorstellung anderer korrekt verstanden, und sich nicht auf die eigene Interpretation der Wirklichkeit gestützt.


Das wäre eine ziemlich dumme Entscheidung. Oder? Heute gehört Australien, Afrika, Amerika deswegen den Christen.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #94

Zitat von Perquestavolta
Wie immer auch, diese anderen zu ihrer Vorstellung von "einem Gott" gekommen sind. Und wenn die aber nur über die Bibel und deren Verkündiger zu ihrer Vorstellung von "einem Gott" gekommen sind, dann will das heißen, dass dieser "ein Gott" ohne Glauben an Bibel gar nicht vorstellbar ist.

Weswegen nach meiner persönlichen Überzeugung, die ich schon länger mit mir herumtrage, "ein Gott" und "ein Glaube" so ziemlich das Gleiche und Selbe sind. Auch weil es über den Glauben hinaus, jeden nur erdenklichen Gott geben könnte, wie auch nicht geben "muss". Und ich fühle mich dann auch immer für ziemlich "dumm verkauft" wenn mir jemand damit kommt und meint, dass wenn man von vorneweg ausschließt dass es (s)einen Gott gibt, dann könne man nicht an die Bibel glauben. Zumal ich ja (s)einen Gott ausschließe, weil ich die Bibel kenne.

Ja ich fühle mich auch immer ziemlich "für dumm verkauft", wenn jemand ankommt und meint, er können (m)einen Gott ausschließen, weil er die Bibel kennt. Hinterfragt ich dann die Ausschlusskriterien im Einzelnen stelle ich immer wieder fest, dass derjenige nicht den Gott der Bibel, sondern seine eigene Interpretation der Wirklichkeit ad absurdum führt.

Bitte versteh mich jetzt nicht falsch, Snooker, aber das klingt jetzt fast so, als wenn du deine eigen Interpretation der Wirklichkeit zum Maßstab einer einzig realen Wirklichkeitsinterpretation nimmst, die diese ganz umfasst. Ganz abgesehen davon, dass Wirklichkeit und Realität zwei verschieden paar Schuhe sind. Die Wirklichkeit ist die Ebene der menschlichen Vorstellung von der Realität. Und mit der Realität, die unabhängig von der menschlichen Vorstellung von der Wirklichkeit existiert, hat nun mal auch der Glaube an "einen" Gott nicht im geringsten zu tun.
Ich zitiere dich hierfür nochmal:

Zitat von SnookerRI im Beitrag #94
Nun, dann bedient man sich ja im besten Falle der Vorstellung "anderer" nach der ein Gott tatsächlich Gott ist.
Das ist eine unwiderlegaber Beweis und ebenso unwiderrufbare Aussage, dass du die Ausschlusskriterien "desjenigen" gar nicht realisierst. Egal welche diese sind. Du hättest berechtigte Gründe dich in diesem Zusammenhang für dumm verkauft zu fühlen, wenn du im Privatbereich deiner eigenen Wirklichkeit, ständig von Menschen bedrängt oder "belästigt" wirst, welche mit dir über die Nichtexitenz Gottes reden möchten. Aber das ist ganz sicher nicht der Fall, Snooker, sonder es ist genau andersherum, sonst wärst du ja kein "Zeuge Jehovas".



Zitat von SnookerRI im Beitrag #94

Zitat von Perquestavolta
Das Leben hat sich aber nicht wirklich Plan- und Ziel-los entwickelt, sondern immer nur an die sich verändernden Schwierigkeiten und Bedingungen unseres Planeten angepasst. Aufgrund dessen, sind auch viele besonders spezialisierte Arten, die zu wenig flexibel waren, immer ausgestorben.
Wenn man man nicht den entscheidenden Unterschied zwischen einem "Zufall" und dem Wahrscheinlichkeitsverhältnis zwischen Zufall und zufällig versteht, dann kann man leicht zu der irrigen Annahme kommen, dass die Evolution einfach nur Ziel- und Planlos unterwegs ist.

Das Ziel des Lebens ist es zu überleben. Die erfolgreichste Strategie dafür ist es, sich zu reproduzieren/fortzupflanzen und über die eigenen Nachkommen in deren Nachkommen...progressiv möglichst lange weiter zu überleben. Der Plan hinter all dem besteht darin, möglichst viele Variationen von Nachkommen zu haben, von denen wenigsten einer oder möglichst auch noch zweidrei andere, gegen eine Menge Gefahren resistent sind, die dann je nach dem, wie das Wetter so mitspielt, die nächste Über-Lebensgeneration hervorbringen...




Das müsstest du dann mal den Evolutionsbiologen erklären, die dir in diesem Punkt widersprechen...zum Beispiel Prof. Axel Meyer:

https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/d...-die-evolution/

Dieser Fachbeitrag wurde für Menschen mit deinem Verständnis der Evolutionstheorie geschrieben, Snooker.

Ich zitiere hier nur mal den ersten Punkt aus Fachartikel von Herrn Alex Meyer:

Zitat
Dass sich Lemminge angeblich freiwillig in Massen von Klippen in den Tod stürzen, wenn zu viele von ihnen nicht mehr genügend Nahrung finden, ist nichts als eine Disney-Fiktion. Warum die Idee vom vorteilhaften Lemmingtod nicht stimmen kann, verdeutlicht eine einfache Überlegung: Egoistische Lemminge, die den Gruppensuizid nicht mitmachten, würden ihre Gene in mehr Nachkommen der nächsten Generation weitergeben als die selbstlos sich opfernden Tiere.

Das würde schnell zu einer Population egoistischer Lemminge ohne Neigung zum „evolutionären Heldentod“ für das angeblich Gute der Art führen. Natürliche Auslese arbeitet eben in erster Linie nicht auf der Ebene der Art, sondern auf der des Individuums. Dort herrscht Konkurrenz: Es gilt, möglichst viel eigenes Erbmaterial im Genpool der nächsten Generation repräsentiert zu haben, also mehr Nachfahren zu produzieren als die Konkurrenz. Nicht mehr, aber auch nicht weniger fördert die natürliche Selektion. Selektion kann auch zwischen Gruppen und Arten vorkommen. Sie ist aber notwendigerweise immer indirekter, weniger stark und damit langsamer als jener Selektionsdruck, der am unterschiedlichen Fortpflanzungserfolg des Individuums ansetzt.



Das von mir fett Markierte entspricht exakt dem, was ich hier mit dem einzigen Plan hinter der ganzen Evolution angeführt habe. Und bestätigt auch genau das was ich mit dem Raubtierverhalten des Menschen anzusprechen versuchte. Vor allem aber spricht es den Punkt an, mit dem ich im Beitrag davor, Gott mit dem sexuellen Selektionsdruck in Verbindung gebracht habe. "Frauen/Menschen-Weibchen" bevorzugten über Jahrtausende hinweg Begatter, die in guter Beziehung mit den Mächten des Schicksals (Göttern) standen". Bei den vielen möglichen Komplikationen im Zusammenhang mit der Geburt und dem Großkriegen der Kinder.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #94

Zitat von Perquestavolta

Mit der Bibel und Gott ist es wie mit dem Ei und der Henne. Wenn es die Bibel nicht gäbe, dann wüssten wir nichts von und über Gott. Wenn es Gott nicht gäbe, wüssten wir nichts von und über die Bibel.
Nur.. mit dem Unterschied, dass wir Menschen uns keine Henne ausbrüten können um an das ein zu kommen und uns hingegen sehr wohl Schriften wie auch die Bibel "ausbrüten" können um an einen Gott zu kommen. Und dann natürlich auch anders herum. Und wenn man dann mal nachschlägt, wie viele Götter und dazugehörige Schriften sich die Menschen schon ausgebrütet haben, dann ist es kaum noch wahrscheinlich, dass sie sich nicht auch diesen "einen Gott" mit der dazugehöriger Schrift selbst ins Nest gelegt haben.


Deshalb kommt es ja auch darauf an, stets zu überprüfen, ob Schriften wie die Bibel inhaltlich mit der Wirklichkeit übereinstimmen.


Die Wirklichkeit ist die Ebene auf der wir Menschen unser Empfinden interpretieren. Das Wirken der Realität! Die Bibel wird von daher immer mit der Wirklichkeit übereinstimmen, wenn man darauf aus ist. Vielleicht hier und dort noch ein paar kleine Modifikationen. Aber die Wirklichkeit ist nicht die Realität.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #94

Zitat von Perquestavolta
Auf wen sollte er sich denn sonst verlassen? Wenn man du meinst, dich nicht auf dich selbst verlassen zu können, dann wäre das natürlich eine vernünftige Erklärung, warum sich nicht mehr als gerade mal 0,1 Prozent der gesamten Menschheit - von derzeit etwas mehr als 7 Milliarden - für die Clubmitgliedschaft bei den Zeugen Jehovas eigenen.

Zu was es bei den restlichen 99,9% führt, die sich auf sich selbst verlassen, können wir ja ansatzweise den Berichten aus den Nachrichten entnehmen, wobei man auch dort nichts dem Zufall überlässt und noch ordentlich selektiert. Konkurrenz der einzelnen "Gruppenzwänge"?


Ich würde dem jetzt mal die "neuesten Nachrichten" über die ZJ gegenüberstellen, die ja nur die Spitze eines Eisberges sind, wie man anhand des "Ältestenbuches" der Zeugen Jehovas gut nachverstehen kann. Außerdem würde auch ich sagen, dass wenn immer mehr Menschen gegeneinander um immer weniger Ressourcen rivalisieren müssen, die schlechten Nachrichten eh noch verhältnismäßig wenige sind.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #94

Zitat von Perquestavolta
Natürlich nicht. Ob jemand überhaupt "einen Gott" braucht, ist ohnehin nur eine ganz persönliche wie auch ganz individuelle Lebensfrage. Auch wenn die Theisten das ganz anderes sehen und viel lieber das mit dem "Gruppenzwang" durchgesetzt wüssten.
Wobei das natürlich auf Überlegungen aus der individuellen Interpretation der Wirklichkeit zurückzuführen und ggfls. zu überprüfen wäre.

Das wäre dann sinnvoll, wenn die Realität mit der Wirklichkeit immer übereinstimmen würde und interpretierbar wäre.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #94

Zitat von Perquestavolta
Auch das ist jetzt wieder eine sehr vereinfachte Darstellung eines wesentlich komplexeren Sachverhaltes. Vor noch nicht mal 100 Jahren starb man als Mensch meist schon vor dem Erreichen des 50. Lebensjahres. Von 10 Kindern starben mindestens fünf schon vor dem Erreichen des 10 Lebensjahres. Vor 200 Jahren, bedeutete ein einziges Unwetter mit Hagelschlag, dass nicht alle am "Hof" über den Winter kommen werden und auch die, die es doch schaffen, sehr oft hungrig zu Bett gehen werden.
Vor Tausend Jahren, gab es noch überhaupt keine Straßen, sondern nur Pfade und für eine Frau die in den Wehen lag, konnte das bedeuten, dass es für sie und ihr Kind keine rechtzeitige Hilfe gebe würde, wenn es bei der Geburt Komplikationen kommen sollte..

Wie schwierig der tägliche Überlebenskampf der Menschen vor mehreren tausend Jahren oftmals gewesen sein mag, können wir uns noch gar nicht mal vorstellen.
Dass die Menschen schon seit immer versuchten sich die Mächte des Schicksals gnädig zu stimmen, sollte eigentlich außer Zweifel stehen...

Schon klar. Aber was ist deine Erklärung dafür? Warum glauben auch heute noch viele Menschen an Gott oder an Mächte des Schicksals? Auch in den Ländern der "Wissenschaftsrevolution"?

Weil der Mensch von Natur aus ein ziemlich dominanter Platzhirsch ist und Gott/Allah (s)ein liebstes Imponiergeweih. Dazu gibt es sogar ziemlich beeindruckende wissenschaftliche Studien.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #94

Zitat von Perquestavolta
Weil der Glaube als Gott des Menschen sein archaisches Imponiergeweih ist, mit dem er wie die Hirsche auf dem Platze und die Hammel auf der Weide gegen seine potentiellen Rivalen um die Gunst seiner Fortpflanzugspartner
buhlt und uns das über die vielen Jahrtausende hinweg, als das noch gut funktionierte und die Weibchen beeindruckte, so ein bisschen in die Gene gewachsen ist. Und auch heute noch immer beim einen mehr und beim anderen weniger in Erscheinung tritt.

Und wie pflanzen sich Atheisten dann fort?

Sie pflanzen sich etwas weniger oft fort und haben dafür öfter guten Sex..Sie imponieren dafür mit anderen "Geweihen". Voraussetzung dafür, ist natürlich die gesellschaftlich gleichberechtige Frau, die dem Manne nicht mehr sein "Untertan" ist.. aber das weist du ja.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

24.01.2016 19:27
#96 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #94

Zitat von Perquestavolta


[quote="Perquestavolta"]Wie wohl sonst wäre Gott auf die Idee gekommen, sich ein Volk zu erwählen und dieses zum Genozid anderer "Völker" aufzufordern. (Siehe Bibel, Altes Testament) Wenn es ihm nur darum gegangen wäre, diese anderen Völker wegen ihrer Frechheit zu bestrafen, andere Götter zu verehren, dann hätte er das auch selbst erledigen können.
Und dass dabei vor allem auch noch einzig die Mädchen und Jungfrauen vom Genozid ausgenommen werden sollten, sollte eigentlich gut und ausreichend deutlich erklären, warum es der Wissenschaft bis heute noch nicht gelungen ist, den Glauben an Gott ganz auszurotten.
Du kannst deine meinung und deine Erklärungen dazu ruhig ausführlicher gestalten. Welchen Zusammenhang siehst du zwischen den bisher gescheiterten Bemühungen der Wissenschaft den Glauben an Gott völlig auszurotten und der Ausnahme von Mädchen und Jungfrauen bei göttlichen Strafgerichten?

stlegung des Kanons.




Das hat damit zu tun, dass bei den "Theisten", die gesellschaftliche Rolle der Frau noch immer keine Gleichberechtigung erfahren hat. Die Wissenschaft wird sich aber ihre Weiber schon noch holen...

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27.01.2016 09:47
#97 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Ein göttliches Strafgericht für Radikale muss zweifellos her.

Wie wäre es, wenn im siebten Himmel jeder uralten Jungfrau (mit verfaulten Zähnen und Glatze) 72 ehemalige Gotteskrieger zur Verfügung stehen müssen?

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27.01.2016 10:23
#98 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Zitat von Perquestavolta
Der Narr der jedem Mensch inne wohnt, denn muss er lernen selbst zu bezwingen. Ansonsten passiert eben das, dass so mancher vermeintliche Vorbildtheist, ein nicht selten weniger rühmliches Doppelleben entwickelt.

Und wer oder was entscheidet, wer oder was ein jedem Menschen innewohnenden Menschen der "Narr" ist? Auch darin dürften Vorbildtheisten und Vorbildatheisten nicht einer Meinung sein...

Zitat von Perquestavolta
Dazwischen gäbe es noch eine andere Möglichkeit. Nämlich die, dass die katholische Kirche viele Pforten hat, die man auch als Notausgang benutzen kann. Ich hatte mit den beiden unterschiedlichen Sichtweisen eher daran gedacht.

Ja es ist wohl in solchen Fällen immer ein Vorteil, ein "Hintertürchen" zu kennen, wenns mal wieder eng wird. Und du kennst sehr viele Hintertürchen.

Zitat von Perquestavolta
Auch Zirkelschlüsse sind schlüssige Schlüsse, von daher werden wir beide wohl eine sehr unterschiedliche Auffassung darüber haben, was ein Zirkelschluss ist.

Jau, nach der Formulierung denke ich das auch!

Zitat von Perquestavolta
Immerhin entzöge sich jemand der den Glauben an Gott ablehnt, ja nicht Gott selbst, wenn es diesen tatsächlich geben sollte. Wie könnte man das auch? Aber anders herum entzieht sich ein atheistischer Freigeist den vielen anderen Zirkelschlüssen im Gruppenzwang, die immer mit dem Glauben an Gott einhergehen.

Solange der Begriff "Glauben" von "atheistischen Freigeistern" mit zahlreichen Zirkelschlüssen bombardiert wird, wird ihre Kritik am Glauben der Theisten stets eine Kritik an ihrem eigenen Verständnis bleiben. Du hattest das gestern auf eine passende Formel reduziert:

Zitat von Perquestavolta
Fazit:
Wo Hopfen und Malz verloren ist, helfen weder gute noch böse Worte.



Das trifft dann auch deine nächste Aussage:

Zitat von Perquestavolta
Das muss ich jetzt leider übergehen, da ich nicht ganz verstanden habe wie obige Formulierung gemeint sein soll und ich auch nicht ganz sicher bin, ob es bei dieser Formulierung nur darum ging, gezielt aneinander vorbei zu reden.

Lieber "übergehen" - als "nachfragen" ---- schon klar. Das passt alles zusammen.

Zitat von Perquestavolta
Das ginge ja auch ganz ohne eigen Vorstellung von Gott. Jemand der noch nie Schlaraffenland gewesen ist benutzt ja auch nicht seine eigenen Vorstellungen, um die Existenz von Schlaraffenland argumentativ zu widerlegen. Oder?

Warum benutzen Dawkins und Hawking denn dann ihre eigenen Gottesvorstellungen? Gerade "Der Gotteswahn" ist ein Musterbeispiel dafür.

Zitat von Perquestavolta
Das wäre eine ziemlich dumme Entscheidung. Oder?

Warum entscheiden sich Atheisten denn so?

Zitat von Perquestavolta
Heute gehört Australien, Afrika, Amerika deswegen den Christen.

Inhaltlich ist das totaler Murks. Afrika ist im Norden mehrheitlich durch den Islam geprägt. Der Süden ist zwischen Christenheit und Stammesreligionen aufgeteilt, woraus auch verschiedene Mischreligionen resultieren. Wie dem auch sei. Du wirst erst dann zufrieden sein, wenn Afrika, Australien, und Amerika den Atheisten "gehören", und der Theismus endgültig eliminiert wurde. Für die USA und Australien sieht es ja schon ganz gut aus....

Zitat von Perquestavolta
Bitte versteh mich jetzt nicht falsch, Snooker, aber das klingt jetzt fast so, als wenn du deine eigen Interpretation der Wirklichkeit zum Maßstab einer einzig realen Wirklichkeitsinterpretation nimmst, die diese ganz umfasst.

Dass du mich falsch verstehen musst, damit dein Kritikmuster greifen kann, ist für mich nichts Neues. Was sollte ich daran falsch verstehen?

Zitat von Perquestavolta
Ganz abgesehen davon, dass Wirklichkeit und Realität zwei verschieden paar Schuhe sind. Die Wirklichkeit ist die Ebene der menschlichen Vorstellung von der Realität. Und mit der Realität, die unabhängig von der menschlichen Vorstellung von der Wirklichkeit existiert, hat nun mal auch der Glaube an "einen" Gott nicht im geringsten zu tun.

Du versuchst schon wieder den Begriff "Realität" so zu verwenden, dass er ausschließlich auf dein Welt und Wertungssystem passt. Die Möglichkeit, dass deine Wertung von Wirklichkeit und Realität nicht der Realität entspricht scheint dabei für dich ausgeschlossen, woraus immer wieder Zirkelschlüsse resultieren, wenn du versuchst, dein Verständnis Andersdenkenden aufzuzwingen.

Zitat von Perquestavolta
Das ist eine unwiderlegaber Beweis und ebenso unwiderrufbare Aussage, dass du die Ausschlusskriterien "desjenigen" gar nicht realisierst. Egal welche diese sind.


Da es in der Wissenschaft keine Gewissheit gibt sondern stets "Fragen und Zweifel" (J. Coyne) ist das keine wissenschaftliche Aussage. Wenn es also für dich unwiderlegbar und unwiderrufbar ist, dann belibt dir nur dein Glaube.

Zitat von Perquestavolta
Du hättest berechtigte Gründe dich in diesem Zusammenhang für dumm verkauft zu fühlen, wenn du im Privatbereich deiner eigenen Wirklichkeit, ständig von Menschen bedrängt oder "belästigt" wirst, welche mit dir über die Nichtexitenz Gottes reden möchten. Aber das ist ganz sicher nicht der Fall, Snooker, sonder es ist genau andersherum, sonst wärst du ja kein "Zeuge Jehovas".

Ich fühle mich nicht für dumm verkauft, wenn Atheisten mich bekehren wollen. Es ist ihr gutes Recht. Außerdem lerne ich durch den Dialog andere Meinungen und die Menschen hinter den Meinungen kennen.

Zitat von Perquestavolta
Dieser Fachbeitrag wurde für Menschen mit deinem Verständnis der Evolutionstheorie geschrieben, Snooker.

Offensichtlich scheinen dann aber viele Evolutionisten ebenso mein Verständnis von Evolution zu haben, denn der Artikel richtet sich an Evolutionisten, was durch die einleitenden Worte kenntlich wird.

Zitat von Perquestavolta
Das von mir fett Markierte entspricht exakt dem, was ich hier mit dem einzigen Plan hinter der ganzen Evolution angeführt habe. Und bestätigt auch genau das was ich mit dem Raubtierverhalten des Menschen anzusprechen versuchte. Vor allem aber spricht es den Punkt an, mit dem ich im Beitrag davor, Gott mit dem sexuellen Selektionsdruck in Verbindung gebracht habe. "Frauen/Menschen-Weibchen" bevorzugten über Jahrtausende hinweg Begatter, die in guter Beziehung mit den Mächten des Schicksals (Göttern) standen". Bei den vielen möglichen Komplikationen im Zusammenhang mit der Geburt und dem Großkriegen der Kinder.

Hieran zeigt sich, wie einfach Fachbeiträge aus dem Bereich der ET unterschiedlich interpretiert werden können. Obwohl Meyer keinen Plan in der Evolution erkennen kann, kannst du seine Ausführungen für dich so interpretieren, bis es für deine Ansicht passt.

Zitat von Perquestavolta
Die Wirklichkeit ist die Ebene auf der wir Menschen unser Empfinden interpretieren. Das Wirken der Realität! Die Bibel wird von daher immer mit der Wirklichkeit übereinstimmen, wenn man darauf aus ist. Vielleicht hier und dort noch ein paar kleine Modifikationen. Aber die Wirklichkeit ist nicht die Realität.

Und was ist deiner Meinung nach dir Realität? Und woher weißt du dass du mit deinem Vertsändnis die Realität vollumfänglich erfassen kannst? Denn das musst du ja schon können, wenn du eine solche Aussage treffen willst, mit der du deine Überlegenheit gegenüber Andersdenkenden profilieren kannst.

Zitat von Perquestavolta
Ich würde dem jetzt mal die "neuesten Nachrichten" über die ZJ gegenüberstellen, die ja nur die Spitze eines Eisberges sind, wie man anhand des "Ältestenbuches" der Zeugen Jehovas gut nachverstehen kann. Außerdem würde auch ich sagen, dass wenn immer mehr Menschen gegeneinander um immer weniger Ressourcen rivalisieren müssen, die schlechten Nachrichten eh noch verhältnismäßig wenige sind.

Besser wäre es, wenn du die Frage beantworten würdest. Ich hatte nicht nach den "neusten Nachrichten" über ZJ gefragt.

Zitat von Perquestavolta
Das wäre dann sinnvoll, wenn die Realität mit der Wirklichkeit immer übereinstimmen würde und interpretierbar wäre.

Aha? Also nicht überprüfen und alles "glauben"? Du argumentierst wie das, was du von einem Theisten hälst.

Zitat von Perquestavolta
Weil der Mensch von Natur aus ein ziemlich dominanter Platzhirsch ist und Gott/Allah (s)ein liebstes Imponiergeweih. Dazu gibt es sogar ziemlich beeindruckende wissenschaftliche Studien.

Was ist denn dann dein liebstes Imponiergweih? Etwa die Ablehnung dieses Gott/Allah-Imponiergeweihs? Fürchtest du die "Konkurrenz"?

Zitat von Perquestavolta
Sie pflanzen sich etwas weniger oft fort und haben dafür öfter guten Sex..

Kannst du das wissenschaftlich belegen?

Zitat von Perquestavolta
Sie imponieren dafür mit anderen "Geweihen". Voraussetzung dafür, ist natürlich die gesellschaftlich gleichberechtige Frau, die dem Manne nicht mehr sein "Untertan" ist.. aber das weist du ja.

Was sind das für andere "Geweihe" mit denen Atheisten ihren Frauen imponieren und woran zeigt sich deiner Meinung nach die gesellschaftliche gleichberechtigung der Frau?

Zitat von Perquestavolta
Das hat damit zu tun, dass bei den "Theisten", die gesellschaftliche Rolle der Frau noch immer keine Gleichberechtigung erfahren hat. Die Wissenschaft wird sich aber ihre Weiber schon noch holen...


Und schön untertan halten, damit sie bloß nicht wieder zu den Theisten zurück gehen.... Wie du schon sagst:

Zitat von Perquestavolta
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SnookerRI Online

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27.01.2016 10:25
#99 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Zitat von Direktkontakt
Ein göttliches Strafgericht für Radikale muss zweifellos her.

Wie wäre es, wenn im siebten Himmel jeder uralten Jungfrau (mit verfaulten Zähnen und Glatze) 72 ehemalige Gotteskrieger zur Verfügung stehen müssen?



Zahlenmäßig dürfte das ohnehin eher hinkommen.


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02.02.2016 20:37
#100 RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel Antworten

Jein!

Was ist, wenn alle alten Jungfrauen (Eigenschaften wie beschrieben) von den Toten wieder auferstehen und in den 7. Himmel einziehen?

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