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Dieses Thema hat 113 Antworten
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 Philosophie und Wissenschaft
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SnookerRI Online

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

04.03.2016 17:10
#76 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat von Blackysmart
Vollkommen korrekt.

Da man ohne Beobachtung, ohne Messung, ohne Belege, ohne Beweise oder Hinweise kein Wissen sondern höchstens Glauben generieren kann, ist auch Dein Gott nur eine bloße Behauptung ohne Substanz. Diese Eigenschaft teilt sich Jehova mit allen Göttern der Menschheitsgeschichte.

Ein prägnantes Beispiel für einen starken Glauben. Obwohl keine gültige Aussage aus naturwissenschaftlicher Sicht möglich ist, glaubst du zu wissen, dass Gott nur eine bloße Behauptung ohne Substanz ist. Bezüglich der Frage um die Existenz Gottes gehen sowohl Atheisten als auch Theisten über das hinaus, was die Naturwissenschaften gemäß dem naturalistischen Prinzip tatsächlich an Wissen generieren können.

Zitat von Blackysmart
Unsere Vernunft lehrt uns, dass unbeweisbare Behauptungen erst einmal abgelehnt werden sollten, bis es entsprechende Beweise oder Belege dafür gibt.

Wenn das ein Vernunftschluss wäre, stünden wir noch heute auf dem Wissensstand von vor 6000 Jahren. Wer oder Was entscheidet denn, ab wann es entsprechende Beweise oder Belege gibt? Steht nicht vor der Klärung dieser Sachverhalte die Überlegung, ob es überhaupt Belege oder Beweise für eine zur Zeit unbeweisbare Behauptung geben kann? Belege und Beweise "ploppen" ebensowenig wie das Leben selbst einfach unbegründet vor einem auf. Das stellte schon unter anderem Pasteur fest. Er suchte bewusst nach Belegen und Beweisen damit er seine bis dato unbeweisbaren Behauptungen beweisen und gegen den Widerspruch seiner Kollegen verteidigen konnte. Bei seinen Forschungen ging es um Fragen, die im Bereich des matrialistischen Grundsatzes beantwortet werden konnten. Schon dafür waren viele Jahre Forschung erforderlich.

Zitat von Blackysmart
Hältst Du es denn für möglich, dass Zeus, Saturn, Ashera, Teutates, Thor, Osiris und die ganzen Götter der Menschheitsgeschichte möglicherweise existieren oder gehst Du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass diese Götter von Menschen erfunden wurden und nicht existieren?

Die vielen Gottesvorstellungen existieren tatsächlich insofern, als dass sie als Mittel zur Ablenkung vom Monotheismus eingesetzt wurden und bis heute gebraucht werden. Selbst die Israeliten damals, die über einen viel direkteren Bezug zum Monotheismus verfügten, ließen sich zumeist von den umliegenden Völkern und ihren polytheistischen Gotteskulten beeinflussen und von der wahrhaftigen, monotheistischen Anbetung Gottes ablenken, was sogar so weit ging, dass sie - wie du es beschreibst - Jahwe oder Jehova als einen Gott unter vielen unterordneten und ihm einen bestimmten Geltungs-Bereich zuwiesen. Die Ursache für diese Ablenkung vom Monotheismus liegt nach christlichem Verständnis in der Abkehr eines mächtigen Geistgeschöpfes von Jehova, der selbst als Gott angebetet werden wollte und dadurch zum "Widerstandleistenden" (oder "Satan") wurde.

Zitat von Blackysmart
Ich sehe überhaupt keine Grund, zwischen Jehova und z.B. Zeus einen Unterschied zu machen. Beide sind Vorstellungen von Menschen zu ihrer Zeit, die eine Erklärung für Unerklärliches herleiteten. Für mich sind alle Götter der Menschen Erfindungen. Du machst aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen bei Deinem Jehova eine Ausnahme und glaubst an dessen Existenz, obwohl Du keinerlei Indizien dafür hast, dass die Existenz Jehovas wahrscheinlicher ist als die Existenz von Zeus.

Das ist der Punkt: Weil dir die Gründe nicht nachvollziehbar erscheinen, oder gemäß deiner Wertung auch definitiv nicht nachvollziebar sind, kannst du für dich annehmen, dass es keine Indizien dafür gibt, dass die Existenz Jehovas wahrscheinlicher ist als die Existenz von Zeus. Du kannst aber nicht von deiner Bewertung und deren Grundlage auf meine Bewertung schließen, und dabei zum gleichen Schluss kommen. Wir werden, was die Gründe für die Existenz Gottes angeht, bis auf Weiteres unterschiedlicher Meinung sein. So lange wird es für dich auch "unerklärlich" bleiben, warum Jehova bis heute angebetet wird, während die Zeusverehrung ca. 600 nach Christus in ihrer ursprünglichen Form aufhörte.
Und da Gläubige deiner Meinung nach ohnehin keine stichhaltigen Argumente für ihre Ansichten oder gegen atheistische Sichtweisen haben können, erübrigt sich auch eine Diskussion mit Gläubigen über ihr Verständnis der Hinweise und Ableitungen, die auf die Existenz Gottes schließen lassen.

Zitat von Blackysmart
Du bist Atheist bei allen Göttern der Menschheitsgeschichte, mit Ausnahme von Jehova. Ich mache diese unbegründete Ausnahme nicht.

Alles andere würde mich angesichts deiner Bewertungen und Annahmen auch sehr verwundern.

Zitat von Blackysmart
Warum sollte man bei seiner Religion eine Ausnahme von seinen Alltäglichen Handlungsweisen machen? Wenn ich behauptete, Du schuldest mir 1 Millionen €, wirst Du das mit Sicherheit bestreiten. Wenn ich dem Richter erzählte, er könne meine Forderung nicht einfach als unbegründet abtun, nur weil ich sie nicht beweisen könne, wird er mich auslachen.

Die anfangs gestellte Frage ergibt Sinn, wenn man Religion als reine menschliche (matrielle) Projektion auffasst, die mit den Methoden einer naturalisierten Religionsphilosophie erfasst werden kann. Es mag durchaus religiöse Sichtweisen geben, die sich auch selbst rein materiell definieren; das will ich nicht ausschließen. Trotzdem sehe ich Religion außerhalb von "alltäglichen Handlungsweisen", weil schon in der Frage um die Existenz Gottes eine direkte materielle Greifbarkeit nicht möglich ist. Auf diesen Umstand weist ja schon die Bibel selbst hin. Daher bezweifele ich, ob dein Beispiel mit den Schulden in gleicher Weise auf diesen Zusammenhang angewendet werden kann. Gerichte prüfen im Normalfall die "Klagen" und stellen fest, ob sie in der betreffenden Angelegenheit zuständig sind oder nicht. Aber selbst wenn ich mal bei deinem Beispiel bleibe: Auch wenn du deine Behauptung nicht materiell beweisen kannst,(etwa durch ein "corpus delicti") könntest du trotzdem im Recht sein. Du könntest einen aufwendigen "Indizienprozess" bemühen und auch wenn der Richter schließlich aus Mangel an Beweisen auf "in dubeo pro reo" urteilen muss, heißt das nicht automatisch, dass du im Unrecht wärst. Wenn ich dir tatsächlich 1 Million € schuldete, wirst du wohl nichts unversucht lassen, für deinen Rechtsanspruch zu kämpfen. Das mag durchaus viel Zeit erfordern - aber das wäre es dir wert. Ebenso verhält es sich mit dem Glauben an Gott bzw. der Frage um die Existenz Gottes, wobei man dort weniger von einer Schuld, als vielmehr einem Angebot sprechen würde.

Zitat von Blackysmart
Bei der Religion ist es doch so, dass die Gläubigen ihre Weltanschauung immer auch auf Andersgläubige ausdehnen wollen.

Das ist bei der atheistischen Weltanschauung doch nicht anders. Im "Gotteswahn" wünscht sich Dawkins zum Beispiel, dass religiöse Leser seines Buches nach der Lektüre Atheisten sind. Steven Weinberg möchte die Wissenschaftler zum größten Beitrag zur Zivilisation ermuntern, der darin besteht alles in der Macht stehende zu tun, um den Einfluss der Religion zu schwächen, denn: Die Welt muss aus dem schier endlosen Albtraum der Religion aufwachen. Sicher sind dir solche und ähnliche Aussagen wohlbekannt.
Die Frontlinien sind also klar gezogen...

Zitat von Blackysmart
So gibt es ständig Versuche, die christlichen Vorstellungen über Moral und Ethik der Gesellschaft aufzuzwingen.

Ist das noch so? Wo denn? Hier in Deutschland? In Mitteleuropa ist eher der Trend in die andere Richtung zu beobachten. Und in Schweden will eine Partei Inzest und Nekrophilie legalisieren. http://www.stern.de/politik/ausland/schw...e--6717384.html

Klar, das ist ne "kleine Jugendpartei" die um öffentliche Aufmerksamkeit buhlt. Aber genau das schafft sie. Ich meine... Ehebruch war in Deutschland auch mal strafbar...noch bis 1969 wenn ich richtig informiert bin. Nein Blackysmart. Ich sehe das genau umgekehrt und auch die letzten Tabus werden ja schon infrage gestellt.

Aber vielleicht meinst du ja auch ganz andere "christliche Vorstellungen".

Zitat von Blackysmart
Auch Vorstellungen, die den wissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechen, werden verbreitet. So gibt es Versuche, den Kreationismus im Biologieunterricht als gleichwertig zur Evolutionstheorie zu lehren. Anstatt Argumente vorzubringen versucht man, der Wissenschaft regelmäßig ihre Glaubwürdigkeit abzusprechen. Ist es da verwunderlich, dass Vertreter der Wissenschaft den Spieß auch mal umdrehen?

Nein, in diesem Punkt kann ich sogar Dawkins nachvollziehen. Deswegen plädiere ich ja auch für eine Zusammenarbeit zwischen Glauben und Wissenschaft, die uns auf dem Erkenntnisweg voranbringt. Glaube und Wissenschaft als "Feinde" gegeneinander auszuspielen entfernt den Menschen nicht nur von der Erkenntnis sondern tötet auch die Bemühungen um Verständnis für gegensätzliche Ansichten, was auf beiden Seiten wiederum Aggression heraufbeschwört, bei der die Sachlichkeit dann viel zu kurz kommt.

Zitat von Blackysmart
Jede Gesellschaft hatte Götter, die zu der Lebensweise des jeweiligen Volkes passten. Führte ein Volk regelmäßig Krieg, gab es Götter für die Schlacht und für den Schutz der Krieger. Entwickelte eine Gesellschaft Kultur und Kunst gab es Schwupps auch die passenden Götter dazu. Ackerbau? Kein Problem, aus dem Nichts tauchen Athene, Ceres, Demeter usw. auf.

Du willst mir sicher nicht erzählen wollen, dass alle diese Götter den Menschen mit "hier bin ich" erschienen sind und eine Verehrung verlangt haben. Vielmehr war es doch so, dass die Menschen ihr Schicksal beeinflussen wollten und so die unbeeinflussbaren Lebensbereiche "personifizierten". Blieb der Regen aus, versuchte man die Ernte mit Opfergaben an Demeter zu retten.

Im Buch Exodus wird Jahwe oft in Zusammenhang mit vulkanischen Aktivitäten gebracht. Eine Feuersäule leitet das Volk, Donnergrollen ist zu hören, Felsbrocken werden geworfen, Dornenbüsche brennen, Posaunen tönen (von Vulkanforschern als Pfeifen von Vulkanen identifiziert). Vom Vulkan und Schutzgott stieg Jahwe zu einem Kriegsgott auf, als ein Kriegsgott benötigt wurde. Natürlich ist auch Jahwe eine menschliche Projektion.



Götter, mit denen unerklärliche Naturphänomene beschrieben wurden oder solche, mit denen Menschen ihr Schicksal beeinflussen wollten, die als Personifizierung für die unbeeinflussbaren Lebensbereiche herangezogen wurden, verloren im Laufe der Zeit ihre Bedeutung und damit auch ihre "Existenz". Auch Jahwe wurde von vielen Israeliten die meiste Zeit über nicht als der Gott angebetet, als der er sich ihnen zu erkennen gegeben hatte. Diese Schwierigkeiten hatten auch schon die Generationen vor Moses, als die Nachkommen Jakobs im Land Ägypten wohnten.

Auch heute werden gemäß der Lebensweise der Gesellschaft solche "Götter" stilisiert. Das Ego, Geld, Macht, Vergnügunssucht; das sind "Götter" der "westlichen" Gesellschaften heutzutage. Und all das dient, wie im Altertum der Ablenkung, um die Menschen beschäftigt zu halten, damit sie nicht erkennen, wo sie sich im Strom der Zeit befinden.

Zitat von Blackysmart
Wenn allerdings die natürlich erklärbaren Dinge nicht zu Deiner Glaubensüberzeugung passen, begrüßt Du diese wissenschaftliche Erkenntnis ganz und gar nicht.

Es heißt doch nicht automatisch, dass jede wissenschaftliche Erkenntnis der Wirklichkeit entsprechen muss, sobald sie atheistisch geprägt ist.... Das wäre ja nur eine andere Glaubensüberzeugung.

Zitat von Blackysmart
Weil es keine anderen Götter gibt muss Jahwe ja auch sagen: "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!!!". Warum muss ihm das in den Mund gelegt werden? Weil Jahwe nur ein Gott unter vielen war und ein monotheistischer Gott die Gemeinschaft zusammenschweißt. Jahwe machte eine Evolution zum "Universalgott" durch und passte so für alle Gelegenheiten. Beste Voraussetzungen, dass auch andere Völker keine Probleme mit diesem Gott haben werden. Als die Religion des Jahwe dann zur römischen Staatsreligion wird, sind die Weichen gestellt.

Zur römischen Staatsreligion wurde das, was Athanasius und Co. vom frühen Christentum übrigließen. Eine Mischreligion, die schon bei ihrem Gottesverständnis Anleihe bei heidnischen Philosophien machte.
Die Evolution zum Universalgott hatte sich zu keiner Zeit im Volk durchgesetzt. Phasenweise - je nach König - war der Polytheismus eine Randerscheinung, aber selbst bei König Josia heißt es schlussendlich, dass das Volk ideologisch beim Polytheismus blieb, was sich an der schnellen Rückkehr zur falschen Anbetung nach Josias Tod zeigte. Die Einheit, die der Monotheismus mit sich brachte, war beim Volk Israel nur phasenweise und kurzzeitig vorhanden.

Zitat von Blackysmart
Du hast ja nicht eine universelle Gottesvorstellung, sondern eine ganz Spezifische. Von dieser behauptest Du, dass sie absolut wahr ist. Jeder Gläubige handelt so, weil er einen persönlichen Gott braucht, der seine Erwartungen erfüllt. Ein undefinierter Gott ohne Gegenleistung für die Anbetung wäre schnell vergessen. Wenn Du hier von einem "Ursprung" sprechen würdest, den Du nicht näher definieren kannst und von dem Du nichts wissen kannst, würde hier kein Atheist etwas gegen Deine Meinung sagen. Du behauptest jedoch, Deinen Gott ziemlich gut zu kennen und viel über seine Eigenschaften und Forderungen zu wissen. Dann ist natürlich die Frage berechtigt, woher weißt Du so viel über Deinen Gott? Die Bibel ist keine glaubwürdige Quelle, da Du nicht mal die Autoren kennst und ihre Aussagen nicht überprüfbar sind.

Es würde mich wundern, wenn ein Atheist die Bibel hinsichtlich ihrer Aussagen über Gott als glaubwürdige Quelle anerkennen könnte. Die Gründe, warum die Bibel für mich als Christen glaubwürdig ist, sind hier schon oft diskutiert worden. Die Ansichten zur Bibel stehen auf beiden Seiten fest - sowohl für Theisten als auch für Atheisten. Eine Einigung ist dieserhalb nicht möglich.

Ich weiß, dass sich Atheisten und Deisten noch am ehesten verständigen können. Ein "Ursprung" über den man nichts wissen kann, der keinen Einfluss auf den Menschen nimmt, der ein Prinzip, eine Kraft, oder eine Wirkung ohne Ursache sein kann - alles je nach persönlichen Geschmack und Vorliebe - Hauptsache aber keine reale Person, kein intelligentes Wesen, dass über dem Menschen steht und ihm gegenüber weisungsberechtigt ist. Denn dieses hoheitliche Privileg möchte der Mensch - obschon er sich selbst bisweilen als winzig im Vergleich zum Universum betrachtet - einzig für sich selbst beanspruchen.

Zitat von Blackysmart
Nein. Religionen hängen zu 100% von gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen ab. Du willst nur nicht wahrhaben, dass Du nur ZJ bist, weil Du mit ZJ in Kontakt kamst. Hättest Du bisher nie von den ZJ gehört, wärst Du heute keiner. Hätte das Christentum als Staatsreligion nicht alle anderen Religionen unterdrückt, gäbe es heute eventuell keine Christen mehr oder wären in der Minderheit.

Ebenso müsste das dann auch für religionskritische Ideologien gelten. Ich bin mit vielen religiösen und a-religiösen Positionen in Kontakt gekommen. Warum bin ich kein Atheist geworden?

Zitat von Blackysmart
Ich konnte nur Atheist werden, weil mir die Gesellschaft das ermöglicht hat. Bücher, Artikel, Filme usw. boten mit Informationsmöglichkeiten, meine Entscheidung selbst zu treffen.

Dann hatten wir beide also die gleichen Vorraussetzungen, um doch zu völlig unterschiedlichen Ansichten zu kommen.

____________________________________________
In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

04.03.2016 21:55
#77 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #76

Zitat von Blackysmart
Vollkommen korrekt.

Da man ohne Beobachtung, ohne Messung, ohne Belege, ohne Beweise oder Hinweise kein Wissen sondern höchstens Glauben generieren kann, ist auch Dein Gott nur eine bloße Behauptung ohne Substanz. Diese Eigenschaft teilt sich Jehova mit allen Göttern der Menschheitsgeschichte.
Ein prägnantes Beispiel für einen starken Glauben. Obwohl keine gültige Aussage aus naturwissenschaftlicher Sicht möglich ist, glaubst du zu wissen, dass Gott nur eine bloße Behauptung ohne Substanz ist.



Gehts noch fanatischer?

Wenn wir all so denken würden, dann könnte man im gleichen Verhältnis auch jeden Menschen als Verbrecher verdächtigen! Unter dem Vorwand, dass es ja keine Beweise dagegen gibt.

Wenn es keine naturwissenschaftlichen Beweise für Gott gibt, dann gibt es auch keine gegen ihn, Snooker! Wenn ein oder mehrere jemand trotzdem behaupten, das Gott mehr ist als (s)ein/ ihr Hinrgespinst, dann bedarf es dafür keines Glaubens, sich darauf nicht einzulassen. Ganz abgesehen davon, dass "deine" theistischen Vorfahren immer dann, wenn jemand dumm genug war, ihnen diesbezüglich Glauben zu schenken, sich immer nur seines Willen bemächtigt haben und ohne Vorteil für den Betroffenen,

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

08.03.2016 09:49
#78 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Vorsicht!
Gläubige würde ich nicht grundsätzlich als "dumm" einstufen!

Es ist eher die kollektive Suggestivgewalt der sozialen Umgebung in einer Phase der Abhängigkeit, die einen Gläubigen - vielleicht sogar von Kindheit an - prägt und schurigelt.

Jeder sollte mit jedem Atemzug prüfen, ob dieser "Fehler" auch unter anderen Prämissen und Konstellationen bei ihm selbst "zugeschlagen" hat und deswegen zu einer anderen Sicht der Dinge geführt hat. Das geht nur mit eifriger Erweiterung des Wissens und eventuell mühsamer Erkundung der Umgebung. "Befreiung" ist schwierig und der allgegenwärtige Determinismus "grinst" wieder im Hintergrund.

Mit Beweis und Gegenbeweis werden wir in solchen Dimensionen nichts ausrichten. Dazu bräuchten wir eine "total allumfassende" Intelligenz, die logisch gesehen im Widerspruch zur Unendlichkeit stehen würde.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

08.03.2016 14:44
#79 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat von Direktkontakt im Beitrag #78
Vorsicht!
Gläubige würde ich nicht grundsätzlich als "dumm" einstufen!

Man muss nicht unbedingt grundsätzlich dumm sein, um mal auf schlaue Bauern hereinzufallen. Leute, die sich auf fundamentalistische und totalitäre Sekten einlassen, stecken entweder in einer sogenannten Lebenskriese, oder haben ein Persönlichkeitsdefizit.

Reklov Offline




Beiträge: 5.902

09.03.2016 14:38
#80 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat
Leute, die sich auf fundamentalistische und totalitäre Sekten einlassen, stecken entweder in einer sogenannten Lebenskriese, oder haben ein Persönlichkeitsdefizit.

Perquestavolta,

... es gibt auch Unzählige, welche ihren persönlichen Glaubensweg gehen. Sie werden nicht abgezockt, stecken in keiner Lebenskrise und haben auch kein Persönlichkeitsdefizit.
Hoffe doch, dass Du auch solche in Deiner Umgebung hast?

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

09.03.2016 15:13
#81 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #80

Zitat
Leute, die sich auf fundamentalistische und totalitäre Sekten einlassen, stecken entweder in einer sogenannten Lebenskriese, oder haben ein Persönlichkeitsdefizit.
Perquestavolta,

... es gibt auch Unzählige, welche ihren persönlichen Glaubensweg gehen. Sie werden nicht abgezockt, stecken in keiner Lebenskrise und haben auch kein Persönlichkeitsdefizit.





Ich bin noch in keinem Religionsforum einem Transzendenten begegnet, der nicht irgendwo "einen gewaltig an der Latte" hat. Sollte ich hier nicht schreiben. Aber so ist es. In allen Fällen zeigt sich besonders auffällig ein narzisstisch-egozentrischer Persönlichkeitsdefizit. (An sich nichts anderes, als die Kompensation von Minderwertigkeitskomplexen und nicht überwundene Pubertätserscheinungen....)

Jene gläubigen Menschen die ich aus meinem realen Lebensumfeld kenne, sind mit wenigen Ausnahmen allesamt katholische Kultur-Christen, die eher am eigenen Glauben zweifeln, aber nun mal in diese Religion hinein gewachsen und damit zufrieden. Auch, weil es im Katholizismus ohnehin keinen Gruppenzwang mehr gibt. Und sich niemand mehr über den Splitter im Auge seines Bruders oder seiner Schwester aufregt, um den Balken im eigenen herunter zu spielen, oder gar als Zierde zu preisen und zu bejubeln. ;-)

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

09.03.2016 17:52
#82 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #76
Ein prägnantes Beispiel für einen starken Glauben. Obwohl keine gültige Aussage aus naturwissenschaftlicher Sicht möglich ist, glaubst du zu wissen, dass Gott nur eine bloße Behauptung ohne Substanz ist. Bezüglich der Frage um die Existenz Gottes gehen sowohl Atheisten als auch Theisten über das hinaus, was die Naturwissenschaften gemäß dem naturalistischen Prinzip tatsächlich an Wissen generieren können.


Von Etwas überzeugt sein, wofür es keinerlei Hinweise, Belege oder Beweise gibt, nennt man Glaube.

Von der Nichtexistenz von Etwas überzeugt sein, wofür es keinerlei Hinweise, Belege oder Beweise gibt, nennt man Normalzustand. Ich muss z.B. nicht glauben, dass der Osterhase nicht existiert, ich weiß das mit ziemlicher Sicherheit.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #76

Zitat von Blackysmart
Unsere Vernunft lehrt uns, dass unbeweisbare Behauptungen erst einmal abgelehnt werden sollten, bis es entsprechende Beweise oder Belege dafür gibt.
Wenn das ein Vernunftschluss wäre, stünden wir noch heute auf dem Wissensstand von vor 6000 Jahren.



Du bist also der der Meinung, dass es vernünftig wäre, alle unbeweisbaren Dingen generell zu glauben? Handelst Du tatsächlich so in Deinem tagtäglichen Leben?

Zitat von SnookerRI im Beitrag #76
Wer oder Was entscheidet denn, ab wann es entsprechende Beweise oder Belege gibt? Steht nicht vor der Klärung dieser Sachverhalte die Überlegung, ob es überhaupt Belege oder Beweise für eine zur Zeit unbeweisbare Behauptung geben kann?


Nenne mir doch einige alltägliche Dinge außerhalb der Religionen, von deren Wahrheit oder Existenz man ausgeht, obwohl es keinerlei Hineise bzw. Belege gibt.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #76
Belege und Beweise "ploppen" ebensowenig wie das Leben selbst einfach unbegründet vor einem auf. Das stellte schon unter anderem Pasteur fest. Er suchte bewusst nach Belegen und Beweisen damit er seine bis dato unbeweisbaren Behauptungen beweisen und gegen den Widerspruch seiner Kollegen verteidigen konnte.


Exakt. Um andere zu überzeugen und eine Theorie abzusichern, braucht man Beweise. Pasteur beobachtete bei der alkoholischen Gährung die Entstehung optisch aktiver Substanzen. Durch diesen Hinweis schloß er, dass die Gährung durch Mikroorganismen verursacht wird. Wie Du sehen kannst wusste Pasteur nicht, ob er Beweise oder Belege finden wird. Wichtig für wissenschaftliche Arbeit ist allerdings, dass man eine wissenschaftliche These falsifizieren kann. Im Falle Pasteurs heißt das, wenn er keine Microorganismen nachweisen hätte können, wäre seine Theorie der Gährung falsch gewesen.

Hätte Pasteur behauptet, transzendente, nicht nachweisbare Microorganismen würden für die alkoholische Gährung verantwortlich sein, hätte man ihm nicht geglaubt oder sogar für verrückt erklärt.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #76
Die vielen Gottesvorstellungen existieren tatsächlich insofern, als dass sie als Mittel zur Ablenkung vom Monotheismus eingesetzt wurden und bis heute gebraucht werden.


Wer hat hier wen und warum ablenken wollen? Ist diese Behauptung Wissen oder Glauben? Wenn es Wissen ist, nenne mir doch bitte die Argumente ... stop, da war ja was. Ich kann die Argumente ja nicht verstehen, deshalb nennst Du sie sowieso nicht.



Zitat von SnookerRI im Beitrag #76
Das ist der Punkt: Weil dir die Gründe nicht nachvollziehbar erscheinen, oder gemäß deiner Wertung auch definitiv nicht nachvollziebar sind, kannst du für dich annehmen, dass es keine Indizien dafür gibt, dass die Existenz Jehovas wahrscheinlicher ist als die Existenz von Zeus.


Da Du auch hier Deine Argumente nicht nennen wirst, muss ich Deine Argumente auch zukünftig für nicht existent halten. Wenn Du selbst von ihnen überzeugt wärst, würdest Du sie sicher nennen.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #76
Im "Gotteswahn" wünscht sich Dawkins zum Beispiel, dass religiöse Leser seines Buches nach der Lektüre Atheisten sind.


Er versucht seine Leser mit Argumenten und Wissen zu überzeugen.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #76
Deswegen plädiere ich ja auch für eine Zusammenarbeit zwischen Glauben und Wissenschaft, die uns auf dem Erkenntnisweg voranbringt.


Gut, dann hätte ich zur Annäherung nur zwei kleine Fragen an Dich:

Wieso haben die heutigen Menschen (Nachfahren von Adam und Eva) einige Gene von Neandertalern?

Warum entwickeln menschliche Föten bei ihrer Entwicklung Kiemenspalten, Lanugohaar, Schwimmhäute zwischen den Fingern und Zehen, Milchleiste mit mehreren Brustwarzen, wenn diese sich bei fortgeschrittener Entwicklung wieder alle zurück entwickeln? (In manchen Fällen auch nicht und die Kinder kommen mit diesen Merkmalen zur Welt)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

09.03.2016 19:44
#83 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #76


Zitat von Blackysmart
Bei der Religion ist es doch so, dass die Gläubigen ihre Weltanschauung immer auch auf Andersgläubige ausdehnen wollen.
Das ist bei der atheistischen Weltanschauung doch nicht anders. Im "Gotteswahn" wünscht sich Dawkins zum Beispiel, dass religiöse Leser seines Buches nach der Lektüre Atheisten sind. Steven Weinberg möchte die Wissenschaftler zum größten Beitrag zur Zivilisation ermuntern, der darin besteht alles in der Macht stehende zu tun, um den Einfluss der Religion zu schwächen, denn: Die Welt muss aus dem schier endlosen Albtraum der Religion aufwachen. Sicher sind dir solche und ähnliche Aussagen wohlbekannt.
Die Frontlinien sind also klar gezogen...





Das ist richtig, Snooker!

Und warum das richtig ist, sehen/hören wir ganz deutlich hier: https://youtu.be/g7gy9ceIIqM (schon in den ersten Sätzen)
Du darfst dir das "Stück" Vido ruhig anschauen. Es ist die Originalaufzeichnung von einem ZJ-Kongress.

Wenn also ein "Theist" behauptet, Wissenschaften und Glaube wären durchaus vereinbar, dann lügt er.

In und mit welcher Absicht?
Die Absicht dahinter ist es, Misstrauen gegen die etablierten Naturwissenschaften zu platzieren, um das kreationistische Gedankengut des Intelligent Design (die Schöpfungslehre) leichter und besser an den Mann und die Frau zu bringen.

Wie kann man die Welt (offen) ablehnen, die ja von Satan regiert wird, und gleichzeitig die weltlichen Naturwissenschaften mit dem Glauben an die Schöpfungslehre der Bibel in Übereinstimmung bringen wollen. Ganz sicher nicht in redlicher und ehrlicher Absicht, Soooker.

SnookerRI Online

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

09.03.2016 23:49
#84 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat von Blackysmart
Von Etwas überzeugt sein, wofür es keinerlei Hinweise, Belege oder Beweise gibt, nennt man Glaube.

Das ist genau das, was Atheisten unter religiösem Glauben verstehen. "Glauben" = "Nichtwissen"

Zitat von Blackysmart
Von der Nichtexistenz von Etwas überzeugt sein, wofür es keinerlei Hinweise, Belege oder Beweise gibt, nennt man Normalzustand. Ich muss z.B. nicht glauben, dass der Osterhase nicht existiert, ich weiß das mit ziemlicher Sicherheit.

An den Osterhasen, den Weihnachtsmann oder den Klapperstorch glaube ich auch nicht. Daran habe ich noch nichtmal als Kind glauben müssen, da mir meine Eltern von Anfang an die Wahrheit sagten. Nach deiner "Gleichung" müsste ich aber daran glauben (zumindest müsste ich es können), da es dafür ja keinerlei Beweise, Belege oder Hinweise gibt. Ebenso müsste ich an Jupiter, Zeus, Teutates, Bob der Baumeister-Gott, das FSM, das RE, Russels Teekanne usw. glauben können. Kann ich aber nicht. Insofern wäre ich diesbezüglich - wie du es formulierst - im Normalzustand. Dennoch glaube ich an Gott; daher kann ich leider doch nicht normal sein. Zwischen der Qualität des Glaubens an Gott und des Glaubens an Jupiter, Zeus, Teutates, Bob der Baumeister-Gott, das FSM, das RE, Russels Teekanne usw. muss also ein signifikanter Unterschied bestehen. Dieser Unterschied ist für mich von grundlegender Bedeutung, während er für dich nichtexistent oder aber nicht beachtenswert ist. Die Bibel hat für dich nun mal nicht den Stellenwert, den sie für mich hat. Nach deiner Auffassung kann ich auch keine Argumente haben, die dich an deiner Bewertung zweifeln ließen. Das respektiere ich.

Zitat von Blackysmart
Du bist also der der Meinung, dass es vernünftig wäre, alle unbeweisbaren Dingen generell zu glauben? Handelst Du tatsächlich so in Deinem tagtäglichen Leben?

Nein. Siehe dazu obige Erklärung. Ich halte es für vernünftig Wissenschaft und Technologie zu fördern, um den Erkenntnispfad erfolgreich zu beschreiten und nach heutigem Stand technisch unbeweisbare Dinge beweisbar zu machen, und sie nicht von vornherein auszuschließen.

Zitat von Blackysmart
Nenne mir doch einige alltägliche Dinge außerhalb der Religionen, von deren Wahrheit oder Existenz man ausgeht, obwohl es keinerlei Hineise bzw. Belege gibt.

Unter diesen Annahmen ist die Frage nicht zu beantworten. (Oder nur mit: Es gibt Nichts dergleichen) Diese Antwort wird durch das naturalistische Prinzip außerhalb der Religionen vorgegeben. Aus einer solche determinierten Frage und Antwort gültige Rückschlüsse auf existente Dinge außerhalb des Naturalismus zu ziehen - und es gibt ja per Definition nichts was außerhalb des Naturalismus existiert und von außen auf diesen Einfluss nehmen kann - halte ich nicht für zweckmäßig.

Zitat von Blackysmart
Exakt. Um andere zu überzeugen und eine Theorie abzusichern, braucht man Beweise. Pasteur beobachtete bei der alkoholischen Gährung die Entstehung optisch aktiver Substanzen. Durch diesen Hinweis schloß er, dass die Gährung durch Mikroorganismen verursacht wird. Wie Du sehen kannst wusste Pasteur nicht, ob er Beweise oder Belege finden wird. Wichtig für wissenschaftliche Arbeit ist allerdings, dass man eine wissenschaftliche These falsifizieren kann. Im Falle Pasteurs heißt das, wenn er keine Microorganismen nachweisen hätte können, wäre seine Theorie der Gährung falsch gewesen.

Nicht unbedingt. Seine Theorie hätte auch technisch nicht beweisbar sein können. "Falsch" hätte sie deswegen nicht zwingend sein müssen.

Zitat von Blackysmart
Wer hat hier wen und warum ablenken wollen? Ist diese Behauptung Wissen oder Glauben? Wenn es Wissen ist, nenne mir doch bitte die Argumente ... stop, da war ja was. Ich kann die Argumente ja nicht verstehen, deshalb nennst Du sie sowieso nicht.

ich nenne sie, doch du bewertest sie als nichtexistent oder unbedeutend. Willst du mir dafür die Schuld geben? Für deine Bewertungen von Argumenten bist du selbst verantwortlich, wie es jeder andere Mnesch ebenso ist. Du sagst ja auch von Argumenten gegen die theistische Auffassung, dass sie die Gläubigen nicht erreichen können, weil sie von ihnen exakt so bewertet werden, wie du theistische Argumente bezeichnest.

Zitat von Blackysmart

Da Du auch hier Deine Argumente nicht nennen wirst, muss ich Deine Argumente auch zukünftig für nicht existent halten.

Exakt. Das musst du solange, wie du davon überzeugt bist, dass Gläubige keine Argumente für ihre Überzeugung oder gegen eine atheistische Überezugung haben. Und so wie ich dich einschätze, wirst du zeit deines Lebens meine Argumente zwingend als nicht existent betrachten müssen, obschon sie dir bekannt sind. Wahrscheinlich eher, gerade weil sie dir bekannt sind, und du sie aus tiefem Glauben von der Richtigkeit deiner Überzeugung als gültige Argumente ablehnen musst.

Zitat von Blackysmart
Wenn Du selbst von ihnen überzeugt wärst, würdest Du sie sicher nennen.

Ich habe sie genannt und auch die Gründe, warum ich zu meiner Überzeugung komme. Allerdings kann ich nicht erwarten, dass du sie als solche anerkennst. Weder in der Vergangenheit, oder der Gegenwart noch in Zukunft.

Zitat von Blackysmart
Er versucht seine Leser mit Argumenten und Wissen zu überzeugen.

Stimmt... Als Atheist hat man ja grundsätzlich stichhaltige Argumente und Wissen... als Theist hat man nur das Nichtwissen! Und Bob den Baumeister! Ja. So sieht sich der Atheist und so sieht ein Atheist den Theisten....

Zitat von Blackysmart
Gut, dann hätte ich zur Annäherung nur zwei kleine Fragen an Dich:

Wieso haben die heutigen Menschen (Nachfahren von Adam und Eva) einige Gene von Neandertalern?

Warum entwickeln menschliche Föten bei ihrer Entwicklung Kiemenspalten, Lanugohaar, Schwimmhäute zwischen den Fingern und Zehen, Milchleiste mit mehreren Brustwarzen, wenn diese sich bei fortgeschrittener Entwicklung wieder alle zurück entwickeln? (In manchen Fällen auch nicht und die Kinder kommen mit diesen Merkmalen zur Welt)


Diese Fragen dienen nicht der Annäherung sondern der weiteren Spaltung. Soweit durchschau´ ich das schon, Blackysmart. Die Fragen an sich bekräftigen dich in deiner Überzeugung, dass die Evolution bewiesene Tatsache ist und der Schöpfungsbericht falsch ist.

Die erste Frage musst du mit denen besprechen, die den Neandertaler als dem homo sapiens unterlegen betrachten.

Nach Erik Trinkaus, Professor für Anthropologie an der Washington University in St. Louis (Missouri, USA), "hatte der Neandertaler wahrscheinlich die gleichen mentalen Fähigkeiten wie wir und war dem Menschen ebenbürtig".

Der Neandertaler ist scheinbar viel mehr homo sapiens, als es bisher unter Antropologen angenommen wurde. 2009 schrieb Milford H. Wolpoff im American Journal of Physical Anthropology, dass "die Neandertaler womöglich echte Menschen waren". Wie man sieht, gehen die Meinungen, was die Einordnung des Neandertalers in Bezug auf homo sapiens angeht, auseinander. Weitere Forschung ist notwendig.
Genetisch haben wir nach gegenwärtigen Stand auch einige genetische Ähnlichkeiten mit Fliegen (Steuerung der Entwicklung des Auges) und Hefepilzen. Scheint, als könne man sich demnächst aussuchen, von was man eher abstammen möchte, je nach dem, wie man die Ergebnisse deutet.


Die Entwicklung bei menschlichen Embryos und Föten läuft nach einem festgelegten und funktionalen Programm ab. Die vermeintlichen "Kiemenspalten" enthalten keinerlei nachweisbare Anlagen zur Kiemenbildung (wie bei den Fischen) und müssen daher auch nicht zwingend als Rekapitulation im Sinne der Evolutionstheorie gedeutet werden. Aus ihnen entwickeln sich unter anderem Bestandteile des Schädels des Gesichts und Drüsengewebe. Die Rückentwicklung ist die Folge des Wachstums der körperlichen Anlagen, besonders der Veränderung des Strömungsverhältnisses des Blutes als Folge des Wachstums.

Auch das Lanugohaar erfüllt seine spezifische Aufgabe im Rahmen des Entwicklungsprogrammes des Fötus. Zusammen mit der Vernix caseosa sorgt es dafür, dass die Haut optimal geschützt ist. Die Lanugobehaarung zeugt von einem durchdachten Plan bei der Entwicklung des Fötus. Die Hypertrichiose wie auch die Atrichie lassen sich auf genetisch und/oder hormonell bedingte, von dem instituierten Programm abweichende Prozesse, die mit der Lanugobehaarung an sich nicht in Zusammenhang stehen. Bei Affen wird im Fötus-Stadium ebenfalls eine Lanugo ausgebildet, die erst später durch das Terminalfell ersetzt wird.

Auch die sogenannten "Schwimmhäute" werden immer noch häufig als Rudiment im Sinne der Evolutionstherie gedeutet. Dabei handelt es sich auch hier um einen Zwischenschritt der ganz normalen programmgemäßen Entwicklung eines Fötus, bei der im Falle der Hand zuerst die Handwurzel und die knorpelartigen Bestandteile der Mittelhand ausdifferenziert werden, welche durch Bindegewebe miteinander verbunden ist, was den Eindruck von "Schwimmhäuten" erwecken kann. Im weiteren Verlauf dieses Stadiums werden die "Schwimmhäute" durch reduzierte bzw. gestoppte Zellvermehrung in diesen Bereichen zurückgebildet. Störungen davon, die auch nach der Geburt noch diagnostiziert werden, sind Syndaktylie und Polydaktylie.

Das alles wird dich selbstverständlich nicht von deiner Bewertung der Evolutiontheorie als bewiesene Tatsache abbringen. Es mag aber aufzeigen, warum nicht jeder sofort der Beweisführung von Evolutionsbiologen folgen mag.

Gemeinsamkeiten bei der embryonalen und fötalen Entwicklung des Menschen zu anderen Tieren müssen nicht zwangsläufig und im Sinne der Evolutionstheorie gedeutet werden. Es sei denn, man will die Evolution als Tatsache dem Schöpfungsbericht gegenüber als überlegen bezeichnen.

Fühlst du dich nun "angenähert"? Wahrscheinlich nicht! Wie denn auch? Für eine Annäherung müsstest du anerkennen, dass auch Theisten Argumente für ihre Überzeugung haben. Aber das kannst du nicht (wollen).

Da ich also deiner Meinung entsprechend nach wie vor keine Argumente habe oder diese nicht nennen will, weil ich wohl selbst davon nicht überzeugt bin, stellt sich mir immer wieder die Frage, warum du überhaupt noch auf meine Beiträge eingehst. Was erwartest du dir davon? Immerhin gestehst du dir ja selbst ein, dass du mich mit deinen Argumenten auch nicht erreichen kannst. Und das, obwohl ich dir gegenüber sehr wohl bezeugen kann, dass du Argumente für deine Auffassung hast. Du hast Athon vor einiger Zeit (3.2.2016) für seine Geduld in den Diskussionen mit mir bewundert. Willst du auch bewundert werden?

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SnookerRI Online

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10.03.2016 00:04
#85 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat von Perquestavolta
Du darfst dir das "Stück" Vido ruhig anschauen. Es ist die Originalaufzeichnung von einem ZJ-Kongress.

Solange du mich nicht zwingen willst es so zu deuten, wie du es tust....

Zitat von Perquestavolta
Wenn also ein "Theist" behauptet, Wissenschaften und Glaube wären durchaus vereinbar, dann lügt er.

Nein, er sieht es einfach anders als du. Hast du was gegen Andersdenkende?

Zitat von Perquestavolta
In und mit welcher Absicht?
Die Absicht dahinter ist es, Misstrauen gegen die etablierten Naturwissenschaften zu platzieren, um das kreationistische Gedankengut des Intelligent Design (die Schöpfungslehre) leichter und besser an den Mann und die Frau zu bringen.

Kreationismus, ID und andere Schöpfungsberichte unterscheiden sich mitunter sehr deutlich voneinander. Diese Tatsache bleibt bei deiner Polemik natürlich unberücksichtigt. Wie sieht es übrigens umgekehrt aus? Wollen nicht auch die "etablierten Wissenschaften" (was auch immer du darunter verstehst) Misstrauen gegenüber der rivalisierenden Auffassung platzieren?

Zitat von Perquestavolta
Wie kann man die Welt (offen) ablehnen, die ja von Satan regiert wird, und gleichzeitig die weltlichen Naturwissenschaften mit dem Glauben an die Schöpfungslehre der Bibel in Übereinstimmung bringen wollen. Ganz sicher nicht in redlicher und ehrlicher Absicht, Soooker.

Wenn man sich der Meinung Perquestavoltas bedient, ist alles was theistisch ist unredlich und unehrlich, lügnerisch.

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Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

10.03.2016 11:23
#86 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #84

Zitat von Blackysmart
Von Etwas überzeugt sein, wofür es keinerlei Hinweise, Belege oder Beweise gibt, nennt man Glaube.
Das ist genau das, was Atheisten unter religiösem Glauben verstehen. "Glauben" = "Nichtwissen"



Gläubige, die sich selbst gegenüber ehrlich sind, sagen das ebenfalls.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #84
An den Osterhasen, den Weihnachtsmann oder den Klapperstorch glaube ich auch nicht. Daran habe ich noch nichtmal als Kind glauben müssen, da mir meine Eltern von Anfang an die Wahrheit sagten. Nach deiner "Gleichung" müsste ich aber daran glauben (zumindest müsste ich es können), da es dafür ja keinerlei Beweise, Belege oder Hinweise gibt. Ebenso müsste ich an Jupiter, Zeus, Teutates, Bob der Baumeister-Gott, das FSM, das RE, Russels Teekanne usw. glauben können. Kann ich aber nicht. Insofern wäre ich diesbezüglich - wie du es formulierst - im Normalzustand.


Da hast Du etwas grundlegend falsch verstanden. Ich zitiere mich:

"Von der Nichtexistenz von Etwas überzeugt sein, wofür es keinerlei Hinweise, Belege oder Beweise gibt, nennt man Normalzustand."

So gesehen verhältst Du Dich bei dem Osterhasen, Weihnachtsmann und Klapperstorch, wie auch 99,99% der Götter völlig normal. Bei deinem Jehova weicht Dein Verhalten vollkommen von Deinem normalen Verhalten ab.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #84
Zwischen der Qualität des Glaubens an Gott und des Glaubens an Jupiter, Zeus, Teutates, Bob der Baumeister-Gott, das FSM, das RE, Russels Teekanne usw. muss also ein signifikanter Unterschied bestehen.


Natürlich muss es das für Dich. Da Du den Glauben an Jupiter, Zeus und Konsorten für Unsinn hältst, darf das für Deinen Glauben selbstverständlich nicht gelten. Der ist natürlich vollkommen gerechtfertigt, wahrhaftig und vernünftig.

Hier fällt mir ein Zitat von KH. Deschner ein: "Je mehr Würde man für eine Sache aufwendet, desto würdeloser ist sie gewöhnlich."


Zitat von SnookerRI im Beitrag #84
Die Bibel hat für dich nun mal nicht den Stellenwert, den sie für mich hat. Nach deiner Auffassung kann ich auch keine Argumente haben, die dich an deiner Bewertung zweifeln ließen. Das respektiere ich.


Wie ich ebenfalls schon erwähnte: Wenn Du überzeugende Argumente hättest, die Stichhaltig und nicht zu widerlegen wären, würdest Du sie nennen. Das tust Du aber aus gutem Grund nicht.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #84
Ich halte es für vernünftig Wissenschaft und Technologie zu fördern, um den Erkenntnispfad erfolgreich zu beschreiten und nach heutigem Stand technisch unbeweisbare Dinge beweisbar zu machen, und sie nicht von vornherein auszuschließen.


Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse sind für Dich OK, solange sie nicht Deinen Glauben betreffen. Dann machst Du von Deinem normalen Verhalten wieder eine Ausnahme.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #84
(Oder nur mit: Es gibt Nichts dergleichen) Diese Antwort wird durch das naturalistische Prinzip außerhalb der Religionen vorgegeben.


Moment. Das heisst also, dass Dein komplettes Leben (bis auf die Religion) vom naturalistischen Prinzip bestimmt wird? Und das, obwohl Du das naturalistische Prinzip so kritisierst? Das wird für Dich wohl nur schwer zu ertragen sein.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #84
Aus einer solche determinierten Frage und Antwort gültige Rückschlüsse auf existente Dinge außerhalb des Naturalismus zu ziehen - und es gibt ja per Definition nichts was außerhalb des Naturalismus existiert und von außen auf diesen Einfluss nehmen kann - halte ich nicht für zweckmäßig.


Ich habe nicht verlangt, dass Du Dich an dem von Dir abgelehnten Naturalismus orientieren solltest. Ich wollte von Dir wissen, an was Du alles glaubst (ausser Gott), was nicht beweisbar oder wofür es keinerlei Hinweise gibt.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #84
Seine Theorie hätte auch technisch nicht beweisbar sein können. "Falsch" hätte sie deswegen nicht zwingend sein müssen.


Pasteur behauptete, dass die alkoholische Gärung durch Mikroorganismen verursacht wird. Sind keine entsprechenden Organismen nachweisbar, ist die These auf jeden Fall falsch. Es sei denn, man wollte weiterhin daran glauben, dass die Theorie richtig sei. Wie Du aber selbst sagst gibt es abseits der Religionen keine Dinge, die man ohne Beweise, Hinweise oder sonstiges einfach für wahr hält. Deine Worte: "Es gibt Nichts dergleichen."


Zitat von SnookerRI im Beitrag #84
ich nenne sie, doch du bewertest sie als nichtexistent oder unbedeutend.


Jetzt hab ich's. Deine Argumente sind transzendent, daher konnte ich sie noch nicht lesen.

Wenn Du Argumente tatsächlich genannt haben willst, schreib doch bitte kurz die entsprechende Nummer Deines Beitrages auf. Dann kann ich dort nachsehen.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #84
Für deine Bewertungen von Argumenten bist du selbst verantwortlich, wie es jeder andere Mnesch ebenso ist.


Wie schon mehrfach geschrieben hat mir noch kein Gläubiger Argumente für Gott liefern können. Daher gehe ich davon aus, dass diese nicht existieren. Zu Deinen Argumenten konnte ich mich noch nicht äußern, weil ich sie nicht kenne. Trotzdem ich dass schon fast ein Dutzend mal geschrieben habe, kenne ich sie noch immer nicht und Du willst daran nichts ändern.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #84
...obschon sie dir bekannt sind.


Du hältst mich für einen Hellseher?


Zitat von SnookerRI im Beitrag #84
Ich habe sie genannt und auch die Gründe, warum ich zu meiner Überzeugung komme.


Wie gesagt, bitte die Nummer oder Nummern der Beiträge angeben. Ich lese sie mir gerne erstmals durch.


Zitat von Blackysmart
Als Atheist hat man ja grundsätzlich stichhaltige Argumente und Wissen... als Theist hat man nur das Nichtwissen!



Viele Menschen zweifeln an der Evolutionstheorie weil sie keine Ahnung haben, wie sie grundsätzlich arbeitet. Dieses Wissen vermittelt Dawkins in seinen Büchern. Ein gewisses Maß an Polemik gegen Religion ist in seinen Büchern
ebenfalls zu lesen, dass tut dem Informationsgehalt seiner Bücher aber keinen Abbruch.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #84

Nach Erik Trinkaus, Professor für Anthropologie an der Washington University in St. Louis (Missouri, USA), "hatte der Neandertaler wahrscheinlich die gleichen mentalen Fähigkeiten wie wir und war dem Menschen ebenbürtig".
Der Neandertaler ist scheinbar viel mehr homo sapiens, als es bisher unter Antropologen angenommen wurde. 2009 schrieb Milford H. Wolpoff im American Journal of Physical Anthropology, dass "die Neandertaler womöglich echte Menschen waren".


In welchem verwandschaftlichen Verhältnis stehen denn die Neandertaler mit Adam und Eva? Das Genom des Neandertalers ist vollständig entschlüsselt und unterscheidet sich in einigen Bereichen deutlich von dem des modernen Menschen (homo sapiens). Wie kommt es, dass Afrikaner keine Gene von Neandertalern besitzen, wogegen bei Menschen aus Asien und Europa diese Gene nachweisbar sind? Wie kommt es, dass man Neandertaler findet, bei denen man Gensequenzen von modernen Menschen nachweisen kann und andere, bei denen diese Gene nicht existieren?


Zitat von SnookerRI im Beitrag #84
Weitere Forschung ist notwendig. Genetisch haben wir nach gegenwärtigen Stand auch einige genetische Ähnlichkeiten mit Fliegen (Steuerung der Entwicklung des Auges) und Hefepilzen. Scheint, als könne man sich demnächst aussuchen, von was man eher abstammen möchte, je nach dem, wie man die Ergebnisse deutet.


Du hast Dir ausgesucht, einer extrem inzestuösen Abstammungslinie anzugehören. Hat Kain Abel vielleicht deshalb erschlagen, weil er ihn mit seiner Mutter beim Sex erwischt hat und er eifersüchtig war? Nach Abels Tod konnte Kain dann ungeniert mit seiner Mutter und seinen Schwochtern (Schwester und Tochter gleichzeitig) weitere Nachkommen zeugen.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #84
Du hast Athon vor einiger Zeit (3.2.2016) für seine Geduld in den Diskussionen mit mir bewundert. Willst du auch bewundert werden?


Mein Selbstvertrauen ist groß genug . Ich brauche mir von einer Organisation. der ich mich freiwillig unterordne, auch keine Anweisungen geben zu lassen, wie ich was zu lesen und was ich zu glauben habe.

Reklov Offline




Beiträge: 5.902

10.03.2016 13:11
#87 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat
Du hast Dir ausgesucht, einer extrem inzestuösen Abstammungslinie anzugehören. Hat Kain Abel vielleicht deshalb erschlagen, weil er ihn mit seiner Mutter beim Sex erwischt hat und er eifersüchtig war? Nach Abels Tod konnte Kain dann ungeniert mit seiner Mutter und seinen Schwochtern (Schwester und Tochter gleichzeitig) weitere Nachkommen zeugen.

Blackysmart,

die Genesis ist als eine antike Parabel zu verstehen und keinesfalls als ein wissenschaftlicher Bericht! Wer dies nicht tut, gerät unweigerlich in solche Fragen-Felder, wie Du sie hier anführst.

Abel symbolisiert die traditionelle, lang bewährte Kultur der umherziehenden Vieh-Nomaden, während Kain die damals neu aufkommende Gesellschaftsform der Feld-Bauern darstellt, welche bei ihren Äckern ihr Haus bauen und dort dann auch sesshaft leben, Dörfer und Städte gründen.

Dass im AT das Auge Gottes wohlgefälliger auf Abel ruhte, könnte damit zu tun haben, dass die damaligen Priester die zahlreicheren Vieh-Nomaden, aus uns heute nicht mehr ersichtlichen Gründen, bevorzugten und die neue Minderheit der sesshaften Feld-Bauern verschmähte, sie also deshalb in einer entsprechende Sage verunglimpfte.

Dieser Konflikt wiederholte sich bei der Eroberung der USA ähnlich, denn auch dort kam es zu wilden Schießereien zwischen sesshaften Farmern und umherziehenden Viehtreibern, deren Herden die Weiden und Äcker der Farmer zertrampelten oder als Futterquelle nutzten während sie den Landbesitz der Farmer durchquerten.
Dies war u.a. auch ein beliebter Stoff, der machem Western-Film als Thema-Vorlage diente.

Gruß von Reklov

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

10.03.2016 13:42
#88 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #87
die Genesis ist als eine antike Parabel zu verstehen und keinesfalls als ein wissenschaftlicher Bericht! Wer dies nicht tut, gerät unweigerlich in solche Fragen-Felder, wie Du sie hier anführst.



Ich bin ganz Deiner Meinung. SnookerRi wird Dir hier jedoch widersprechen und genau deshalb habe ich meinen Beitrag so an ihn geschrieben.

Athon Offline




Beiträge: 3.578

10.03.2016 13:59
#89 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

@SnookerRI @Blackysmart

Zitat von Snooker #84
Zitat von Blackysmart:Nenne mir doch einige alltägliche Dinge außerhalb der Religionen, von deren Wahrheit oder Existenz man ausgeht, obwohl es keinerlei Hineise bzw. Belege gibt.

Unter diesen Annahmen ist die Frage nicht zu beantworten. (Oder nur mit: Es gibt Nichts dergleichen) Diese Antwort wird durch das naturalistische Prinzip außerhalb der Religionen vorgegeben. Aus einer solche determinierten Frage und Antwort gültige Rückschlüsse auf existente Dinge außerhalb des Naturalismus zu ziehen - und es gibt ja per Definition nichts was außerhalb des Naturalismus existiert und von außen auf diesen Einfluss nehmen kann - halte ich nicht für zweckmäßig.


Ich würde an dieser Stelle einmal außerirdisches Leben ins Spiel bringen wollen: Bisher durch nichts bewiesen, aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit existent.

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

SnookerRI Online

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

10.03.2016 14:10
#90 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat von Athon
Ich würde an dieser Stelle einmal außerirdisches Leben ins Spiel bringen wollen: Bisher durch nichts bewiesen, aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit existent.

Der Nachweis von Wasser-Vorkommen auf Monden oder anderen Planeten wird allerdings als Hinweis auf ausserirdisches Leben gewertet. Nicht, dass ich diese Formulierung nicht im Sinn gehabt hätte, aber Blackysmart hatte die Bedingungen für die Antwort (bewusst?) ziemlich strikt gehalten.

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Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

10.03.2016 15:57
#91 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #90

Zitat von Athon
Ich würde an dieser Stelle einmal außerirdisches Leben ins Spiel bringen wollen: Bisher durch nichts bewiesen, aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit existent.
Der Nachweis von Wasser-Vorkommen auf Monden oder anderen Planeten wird allerdings als Hinweis auf ausserirdisches Leben gewertet. Nicht, dass ich diese Formulierung nicht im Sinn gehabt hätte, aber Blackysmart hatte die Bedingungen für die Antwort (bewusst?) ziemlich strikt gehalten.



Die strikte Antwort würde ich von Dir erwarten, SnookerRi: "Steht nix von in der Bibel, also gibt es net." Oder sind Adam und Eva etwa grünhäutige, glubschäugige Ausserirdische und das Paradies ein Planet in einer anderen Galaxie?

Im Universum gibt es geschätzte Millionen erdähnlicher Planeten, die Voraussetzungen für uns bekanntes Leben bieten würden. Bausteine des Lebens hat man schon in Form komplexer Moleküle im All nachweisen können. Das Wasser auf der Erde ist nach aller Wahrscheinlichkeit nach auch durch Meteoriten auf die Erde gelangt. Der Rest ist nur eine Frage der Wahrscheinlichkeit und Zeit.

SnookerRI Online

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

10.03.2016 17:15
#92 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat von Blackysmart
Gläubige, die sich selbst gegenüber ehrlich sind, sagen das ebenfalls.

Dann bin ich sehr erleichtert und froh, dass du mich also für unehrlich mir selbst gegenüber hälst.

Zitat von Blackysmart
Da hast Du etwas grundlegend falsch verstanden. Ich zitiere mich:

"Von der Nichtexistenz von Etwas überzeugt sein, wofür es keinerlei Hinweise, Belege oder Beweise gibt, nennt man Normalzustand."

So gesehen verhältst Du Dich bei dem Osterhasen, Weihnachtsmann und Klapperstorch, wie auch 99,99% der Götter völlig normal. Bei deinem Jehova weicht Dein Verhalten vollkommen von Deinem normalen Verhalten ab.

Also habe ich dich doch richtig verstanden.

Immerhin gestehst du mir zu:

Zitat von Blackysmart
Natürlich muss es das für Dich. Da Du den Glauben an Jupiter, Zeus und Konsorten für Unsinn hältst, darf das für Deinen Glauben selbstverständlich nicht gelten. Der ist natürlich vollkommen gerechtfertigt, wahrhaftig und vernünftig.

Hier fällt mir ein Zitat von KH. Deschner ein: "Je mehr Würde man für eine Sache aufwendet, desto würdeloser ist sie gewöhnlich."

Findet dieses Zitat deiner Meinung nach auch auf den Atheismus Anwendung, dem ja gerade auch Dawkins durch sein Bemühen, die Menschen durch Argumentation und Wissen zu überzeugen, eine außergewöhnliche Würde zu verleihen gedenkt? Oder ist der Atheismus aus sich selbst heraus jedwedem Theismus unzweifelhaft überlegen?

Zitat von Blackysmart
Wie ich ebenfalls schon erwähnte: Wenn Du überzeugende Argumente hättest, die Stichhaltig und nicht zu widerlegen wären, würdest Du sie nennen. Das tust Du aber aus gutem Grund nicht.

Ich nehme Rücksicht auf deine atheistischen Gefühle. Du sagst ja selbst, dass ich als Gläubiger keine stichhaltigen Argumente haben kann. Könntest du meine Argumente als stichhaltig anerkennen, müsstest du dich fragen lassen, warum du denn trotz der überzeugenden Argumentation Atheist bleiben willst. Und jetzt erzähl mir bloß nicht, dass du gläubiger Theist werden würdest, wenn die Existenz Gottes auch naturwissenschaftlich nicht mehr angezweifelt werden kann. Wie Athon es schon ganz richtig formulierte: Es liegt einfach in der Natur der Sache, dass Atheisten den Argumenten von Theisten kritisch gegenüberstehen müssen. Und kritisch heißt ablehnend, bzw. nicht als gültige Argumente anerkennend.

Zitat von Blackysmart
Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse sind für Dich OK, solange sie nicht Deinen Glauben betreffen. Dann machst Du von Deinem normalen Verhalten wieder eine Ausnahme.

Das ist zwar falsch (wissenschaftliche Erkenntnisse betreffen meinen Glauben sehr wohl), bezeugt aber wiederum aufs Neue, dass eine verbindliche Koexistenz von Glauben und Wissenschaft für dich irrational anmutet. Da du "Glauben" als "Nichtwissen" auffasst ist das auch nicht verwunderlich.

Zitat von Blackysmart
Moment. Das heisst also, dass Dein komplettes Leben (bis auf die Religion) vom naturalistischen Prinzip bestimmt wird? Und das, obwohl Du das naturalistische Prinzip so kritisierst? Das wird für Dich wohl nur schwer zu ertragen sein.

Auch das ist falsch interpretiert. Ich sollte DIR "doch einige alltägliche Dinge außerhalb der Religionen nennen, von deren Wahrheit oder Existenz man ausgeht, obwohl es keinerlei Hineise bzw. Belege gibt". Du hattest die Bedingungen exakt vorgegeben. Meine Antwort habe ich an deinen Annahmen ausgerichtet. Mit mir und meinem kompletten Leben hatte das nichts zu tun. Das ist wiederum deine Interpretation meiner Aussage.

Zitat von Blackysmart
Pasteur behauptete, dass die alkoholische Gärung durch Mikroorganismen verursacht wird. Sind keine entsprechenden Organismen nachweisbar, ist die These auf jeden Fall falsch. Es sei denn, man wollte weiterhin daran glauben, dass die Theorie richtig sei.

Oder man berücksichtigt die technische Komponente bei der Überprüfung der These.

Zitat von Blackysmart
Wie Du aber selbst sagst gibt es abseits der Religionen keine Dinge, die man ohne Beweise, Hinweise oder sonstiges einfach für wahr hält. Deine Worte: "Es gibt Nichts dergleichen."

Entsprechend der Bedingungen, die du gemäß dem naturalistischen Prinzip für die Beantwortung der Fragen aufgestellt hast (außer den Religionen; in Ablehung alles Transzendenten), war das eine logische, den Bedingungen entsprechende Antwort. Welche andere Option oder Auwahl käme dir denn in den Sinn?

Zitat von Blackysmart
Jetzt hab ich's. Deine Argumente sind transzendent, daher konnte ich sie noch nicht lesen.

Wenn Du Argumente tatsächlich genannt haben willst, schreib doch bitte kurz die entsprechende Nummer Deines Beitrages auf. Dann kann ich dort nachsehen.



Zitat von Blackysmart
Wie schon mehrfach geschrieben hat mir noch kein Gläubiger Argumente für Gott liefern können. Daher gehe ich davon aus, dass diese nicht existieren. Zu Deinen Argumenten konnte ich mich noch nicht äußern, weil ich sie nicht kenne. Trotzdem ich dass schon fast ein Dutzend mal geschrieben habe, kenne ich sie noch immer nicht und Du willst daran nichts ändern.




Zitat von Blackysmart
Wie gesagt, bitte die Nummer oder Nummern der Beiträge angeben. Ich lese sie mir gerne erstmals durch.

Du willst mich wohl verarschen! Wenn du tatsächlich an meinen Argumenten interessiert wärst, könntest du dich problemlos mit meinen Beiträgen und den darin enthaltenen Argumenten beschäftigen. Zusätzlich könntest du noch die Suchfunktion nutzen. Sie funktioniert einwandfrei. Da aber nicht sein kann, was nicht sein darf, (Ein Gläubiger kann keine Argumente für seine Ansicht haben, noch Argumente gegen eine atheistische Auffassung), könnte ich dir, ähnlich wie ich das schon mit Athon handhabe, meine Beiträge zehnmal mit Beitragsnummern auf dem Silbertablett servieren, du würdest immer noch steif und fest behaupten, dass ich keine Argumente genannt habe.

Ich bin gespannt: Vielleicht meldet sich ja hier noch mal ein Gläubiger an, dessen Argumente du als solche anerkennen kannst. Ich vermute allerdings, dass du die Argumente der Gläubigen weiterhin als das betrachtest, was sie nach Meinung von bekannten und angesehenen Atheisten sind: propagandistische DESinformation

Zitat von Blackysmart
Viele Menschen zweifeln an der Evolutionstheorie weil sie keine Ahnung haben, wie sie grundsätzlich arbeitet. Dieses Wissen vermittelt Dawkins in seinen Büchern. Ein gewisses Maß an Polemik gegen Religion ist in seinen Büchern
ebenfalls zu lesen, dass tut dem Informationsgehalt seiner Bücher aber keinen Abbruch.

Nee, is klar! Was ist mit denen, die genau wissen, wie die Evolution angeblich funktionieren soll, und sie gerade deswegen als unwissenschaftlich ablehnen? - Ach ja .. alles Pseudowissenschaftler, Unwissende, Fanatiker

Zitat von Blackysmart
In welchem verwandschaftlichen Verhältnis stehen denn die Neandertaler mit Adam und Eva? Das Genom des Neandertalers ist vollständig entschlüsselt und unterscheidet sich in einigen Bereichen deutlich von dem des modernen Menschen (homo sapiens). Wie kommt es, dass Afrikaner keine Gene von Neandertalern besitzen, wogegen bei Menschen aus Asien und Europa diese Gene nachweisbar sind? Wie kommt es, dass man Neandertaler findet, bei denen man Gensequenzen von modernen Menschen nachweisen kann und andere, bei denen diese Gene nicht existieren?

Das Genom einiger Fruchtfliegenarten ist auch schon entschlüsselt, und siehe da: In einigen Bereichen ähneln sich die Genome von Fruchtfliegen und dem des Menschen verblüffend. In anderen Bereichen wiederum nicht. In der Mykologie ist es ähnlich. Da werden Pilzarten in bestimmten Gensequenzen untersucht und phylogenetisch in Beziehung gesetzt, in anderen Sequenzen sind die Unterschiede wieder viel größer... Welche Sequenz ist denn jetzt die entscheidende? Die Fragen ergeben sich ganz selbstverständlich, weil die Wissenschaft in diesen Bereichen mit künstlichen Systemen rund um den Art-Begriff arbeiten muss.

Zitat von Blackysmart
Du hast Dir ausgesucht, einer extrem inzestuösen Abstammungslinie anzugehören.

Wohl kaum! Aber gemäß Deiner Bewertung kommt es womöglich so vor. Aber hey: Immerhin bleibe ich der Art treu!

Zitat von Blackysmart
Mein Selbstvertrauen ist groß genug . Ich brauche mir von einer Organisation. der ich mich freiwillig unterordne, auch keine Anweisungen geben zu lassen, wie ich was zu lesen und was ich zu glauben habe.

Das beantwortet meine Frage nicht... Warum gehst du noch auf meine Beiträge ein, wenn ich doch keine Argumente haben kann und deine Argumente mich nicht erreichen können?

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SnookerRI Online

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10.03.2016 17:20
#93 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat von Blackysmart
Die strikte Antwort würde ich von Dir erwarten, SnookerRi: "Steht nix von in der Bibel, also gibt es net." Oder sind Adam und Eva etwa grünhäutige, glubschäugige Ausserirdische und das Paradies ein Planet in einer anderen Galaxie?

Naja wie es scheint sind grünhäutige, glubschäugige Ausserirdische für dich um ein Vielfaches wahrscheinlicher und auch lieber, als ein persönlicher Gott, der ganz normale Menschen schuf. Jedem das Seine

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10.03.2016 18:43
#94 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #93

Zitat von Blackysmart
Die strikte Antwort würde ich von Dir erwarten, SnookerRi: "Steht nix von in der Bibel, also gibt es net." Oder sind Adam und Eva etwa grünhäutige, glubschäugige Ausserirdische und das Paradies ein Planet in einer anderen Galaxie?
Naja wie es scheint sind grünhäutige, glubschäugige Ausserirdische für dich um ein Vielfaches wahrscheinlicher und auch lieber, als ein persönlicher Gott, der ganz normale Menschen schuf. Jedem das Seine



Wenn wir die Existenz von hypothetischen grünhäutigen und glubschäugigen Ausserirdischen kategorisch ausschließen, dann gehen wir möglicherweise von einem nur terrestisch tätig gewordenen "Schöpfer" von bekannten biologischen Wesen aus, der sich auf seine Geschöpfe auf dem Planeten Erde konzentriert bzw. dem alles andere im Kosmos egal ist.

Der Nabel des Universums ist die Erde, dort spielt sich das Drama von Sintfluten und ägyptischen Plagen ab. Dem großem Feind Satan wird durch einen Kuhhandel am Kreuz der "Sohn" geopfert und trotzdem werden laut Überlieferung die meisten Seelen am Ende aller Tage im Schlund der Hölle landen, obwohl der Herr der himmlischen Heerscharen die "Welt" angeblich so geliebt hat, dass er dieses (unzureichende?) Opfer über die römische Hinrichtungsart brachte.

Nur die nackten Affen auf dem 3. Planeten unseres Sonnensystems sind auserwählt, bisher nicht nachgewiesene grünhäutige und glubschäugige oder auch andere Kreaturen sind für den "Schöpfer Himmels und der Erden" total uninteressant?

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

10.03.2016 20:32
#95 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #85

Zitat von Perquestavolta
Du darfst dir das "Stück" Vido ruhig anschauen. Es ist die Originalaufzeichnung von einem ZJ-Kongress.
Solange du mich nicht zwingen willst es so zu deuten, wie du es tust....

Was der "Gesalbte" in diesem Video von sich gibt, ist eindeutig.
Es sei denn, bei den ZJ ist es üblich, JA und NEIN, nach Gelegenheit oder Bedarf gegeneinander auszutauschen. Das wäre aber strickt gegen die Gebote der Bibel, bzw. der Anleitung Jesu.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #85

Zitat von Perquestavolta
Wenn also ein "Theist" behauptet, Wissenschaften und Glaube wären durchaus vereinbar, dann lügt er.

Nein, er sieht es einfach anders als du.

Darauf muss die Welt und wir Andersdenkenden dann wohl keine Rücksicht mehr nehmen.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #85
Hast du was gegen Andersdenkende?
Wie aus dem Video schon in den ersten Sätzen eindeutig wie unmissverständlich
hervorgeht, liegt das Problem diesbezüglich nur bei euch Zeugen Jehovas selbst.

Zitat von Perquestavolta
In und mit welcher Absicht?
Die Absicht dahinter ist es, Misstrauen gegen die etablierten Naturwissenschaften zu platzieren, um das kreationistische Gedankengut des Intelligent Design (die Schöpfungslehre) leichter und besser an den Mann und die Frau zu bringen.




Zitat von SnookerRI im Beitrag #85

Kreationismus, ID und andere Schöpfungsberichte unterscheiden sich mitunter sehr deutlich voneinander.
Wo denn? Dass die Vertreter des Intelligent Design
einfach nur andere Zeitintervalle für die Schöpfung - (la creatione) - als die reinen kreationisten behaupten ist der gleiche Unterschied, wie wenn jemand behauptet, Baumwolle ist etwas anderes als Zellulose.
Zitat von SnookerRI im Beitrag #85

Diese Tatsache bleibt bei deiner Polemik natürlich unberücksichtigt.
Welche Tatsache? Das Thema Schöpfung ist ein Thema des Glaubens und also des Glauben-Wollens. Tatsachen sind etwas anderes.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #85
Zitat von SnookerRI im Beitrag #85
Wie sieht es übrigens umgekehrt aus? Wollen nicht auch die "etablierten Wissenschaften" (was auch immer du darunter verstehst) Misstrauen gegenüber der rivalisierenden Auffassung platzieren?
Kreationismus und Intelligent Design sind keine Konkurrenz der etablierten Naturwissenschaften. Auf die Minderwertigkeitskomplexe der "Rivalen" müssen die etablierten Naturwissenschaften auch keine Rücksicht nehmen. Außerdem sind es Richter und Politiker, die es nicht zulassen, dass an Schulen und Universitäten Kreationismus und Intelligent Design mit den etablierten Naturwissenschaften "rivalisieren" dürfen.

Zitat von Perquestavolta
Wie kann man die Welt (offen) ablehnen, die ja von Satan regiert wird, und gleichzeitig die weltlichen Naturwissenschaften mit dem Glauben an die Schöpfungslehre der Bibel in Übereinstimmung bringen wollen. Ganz sicher nicht in redlicher und ehrlicher Absicht, Soooker.
Wenn man sich der Meinung Perquestavoltas bedient, ist alles was theistisch ist unredlich und unehrlich, lügnerisch.




Tja Snooker, meine Meinung gegen deine. Aber ich habe die besseren Argument, die größere Auswahl an schlüssigen Beweisen und Belegen und auch deine ständigen Wiederholungen des seit 500 Beiträgen immer gleichen Perquestavolte-lächerlichmachen Wollens, deuten sehr darauf hin, dass Jehova eine ziemlich üble Art von Dachschädling sein könnte.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

10.03.2016 21:22
#96 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Meinem Letzten Beitrag fehlt noch noch die Pointe, um nicht wieder missverstanden zu werden.

Zitat Snooker: Wenn man sich der Meinung Perquestavoltas bedient, ist alles was theistisch ist unredlich und unehrlich, lügnerisch.
Du übersiehst hier, dass das Problem wieder nur bei dir selber liegt, weil:

wenn man sich deiner Meinung bedient, dann ist nach Perquestavoltas Meinung, alles was nicht theistisch ist, unredlich und unehrlich.
Und wenn ich von hier noch mal auf das von mir verlinkte Kongres-Video der ZJ und der Aussage des Referenten in den ersten zwei Sätzen verweise, dann versteht auch jeder, wie das mit dem Jehova als Dachschädlicng rechtens gemeint ist.

Oder bist du tatsächlich überzeugt, dass niemand dein Spiel durchschaut?

Athon Offline




Beiträge: 3.578

10.03.2016 21:58
#97 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #92
Wie Athon es schon ganz richtig formulierte: Es liegt einfach in der Natur der Sache, dass Atheisten den Argumenten von Theisten kritisch gegenüberstehen müssen. Und kritisch heißt ablehnend, bzw. nicht als gültige Argumente anerkennend.


Ist dieses "kritisch" dasselbe "kritisch", mit dem Du Deinen Glauben "kritisch" hinterfragst...? Oder tust Du das gar nicht "kritisch" und nimmst alles Gesagte und Geschriebene als gegeben hin?

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SnookerRI Online

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Beiträge: 8.325

11.03.2016 08:58
#98 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat von Perquestavolta
Was der "Gesalbte" in diesem Video von sich gibt, ist eindeutig.
Es sei denn, bei den ZJ ist es üblich, JA und NEIN, nach Gelegenheit oder Bedarf gegeneinander auszutauschen. Das wäre aber strickt gegen die Gebote der Bibel, bzw. der Anleitung Jesu.

Das ergibt sich nur aus deiner Interpretation der Wirklichkeit bezüglich des Videos. Hats du was dagegen, wenn man deiner Meinung nicht Folge leistet?

Zitat von Perquestavolta
Darauf muss die Welt und wir Andersdenkenden dann wohl keine Rücksicht mehr nehmen.

Stimmt wohl... Rücksichtnahme auf Andersdenkende scheint dir ein Fremdwort zu sein.


Zitat von Perquestavolta
Wie aus dem Video schon in den ersten Sätzen eindeutig wie unmissverständlich
hervorgeht, liegt das Problem diesbezüglich nur bei euch Zeugen Jehovas selbst.

Klar eindeutig und unmissverständlich, willst du mir hier erklären, dass nur du auserwählt bist mit deiner Meinung über mich und ZJ im Recht zu sein... Daher passt auch deine "Endlösung" bezüglich der Zeugenfrage ganz gut.

Zitat von Perquestavolta
Wo denn? Dass die Vertreter des Intelligent Design
einfach nur andere Zeitintervalle für die Schöpfung - (la creatione) - als die reinen kreationisten behaupten ist der gleiche Unterschied, wie wenn jemand behauptet, Baumwolle ist etwas anderes als Zellulose.

Man könnte auch sagen, du willst Äpfel mit Möhren vergleichen. Immerhin stellst du klar, dass dir Differenzierung in dieser Sache nicht wichtig erscheint.

Zitat von Perquestavolta
Welche Tatsache? Das Thema Schöpfung ist ein Thema des Glaubens und also des Glauben-Wollens. Tatsachen sind etwas anderes.

Die Tatsache bezüglich der Unterschiede... Aber das ignorierst du einfach - wie du mit deinem Beitrag bewiesen hast.

Zitat von Perquestavolta
Kreationismus und Intelligent Design sind keine Konkurrenz der etablierten Naturwissenschaften. Auf die Minderwertigkeitskomplexe der "Rivalen" müssen die etablierten Naturwissenschaften auch keine Rücksicht nehmen. Außerdem sind es Richter und Politiker, die es nicht zulassen, dass an Schulen und Universitäten Kreationismus und Intelligent Design mit den etablierten Naturwissenschaften "rivalisieren" dürfen.

Ja so ist das wohl, wenn man sich unzweifelhaft überlegen fühlt und seine narzisstischen Befindlichkeiten uneingeschränkt und ohne Rücksichtnahme plegt

Zitat von Perquestavolta
Tja Snooker, meine Meinung gegen deine. Aber ich habe die besseren Argument, die größere Auswahl an schlüssigen Beweisen und Belegen und auch deine ständigen Wiederholungen des seit 500 Beiträgen immer gleichen Perquestavolte-lächerlichmachen Wollens, deuten sehr darauf hin, dass Jehova eine ziemlich üble Art von Dachschädling sein könnte.

Was hat Jehova mit deiner Art und Weise zu tun, wie du Beiträge schreibst und dich darin lächerlich machst? Natürlich hast du deiner Meinung nach die besseren Argumente, die größere Auswahl an schlüssigen Beweisen und Belegen. Irgendwie musst du dir und deinen Mitkämpfern ja dein Überlegenheitsgefühl beweisen. Deswegen kannst du Jehova ja auch als ziemlich üblen Dachschädling bezeichnen. Und was bin ich für dich? Natürlich dachgeschädigt!

Interessant ist aber durchaus, dass du mir immerhin noch zugestehst, überhaupt Argumente zu haben, wenngleich du diese natürlich den deinen als weeeeiiiit unterlegen bewerten musst. Andere sind da schon einen Schritt weiter. Für sie steht fest, dass ich als Gläubiger gar keine Argumente haben kann.

Aus all dem folgt dann auch logischerweise die nächste Aussage von dir:

Zitat von Perquestavolta
Du übersiehst hier, dass das Problem wieder nur bei dir selber liegt, weil:

wenn man sich deiner Meinung bedient, dann ist nach Perquestavoltas Meinung, alles was nicht theistisch ist, unredlich und unehrlich.
Und wenn ich von hier noch mal auf das von mir verlinkte Kongres-Video der ZJ und der Aussage des Referenten in den ersten zwei Sätzen verweise, dann versteht auch jeder, wie das mit dem Jehova als Dachschädlicng rechtens gemeint ist.

Oder bist du tatsächlich überzeugt, dass niemand dein Spiel durchschaut?


Nee Perquestavolta, is klar! Alle sehen das genauso wie du. Außer ich. Aber ich zähle ja nicht. Ich habe ja deiner meinung nach diesen üblen Dachschädling "Jehova" in mir. Ich kann damit leben, dass du die Diskussionen hier als Spiel betrachtest; und was wäre ein Spiel ohne Kontrahenten?

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SnookerRI Online

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

11.03.2016 09:08
#99 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Zitat von Athon
Ist dieses "kritisch" dasselbe "kritisch", mit dem Du Deinen Glauben "kritisch" hinterfragst...? Oder tust Du das gar nicht "kritisch" und nimmst alles Gesagte und Geschriebene als gegeben hin?

Die Kritik des Atheismus gegenüber dem Theismus führt zur Ablehnung des Theismus aus sicht des Atheismus. Oder siehst du das anders? Die Kritik des Atheismus am Atheismus scheint es nicht zu geben. Die Kritik des Theismus am Theismus zeigt sich unter anderem in den vielen, unterschiedlichen Bekenntnissen. Die Kritik, mit der ich meinen Glauben hinterfrage, beschäftigt sich mit den Aussagen des Gesagten und Geschriebenen und Fragen, die sich daraus ergeben und zielt auf ein besseres und genaueres Verständnis ab.

Da diese Kritik nicht zwingend zur Abwendung vom Theismus führen muss, ist es verständlich, wenn ein Atheist eine solche Kritik nicht als ernsthaft bewerten kann.

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Beiträge: 842

11.03.2016 12:26
#100 RE: Wissenschaftler unter Druck Antworten

Kann man Theismus oder Atheismus überhaupt kritisieren?

Meiner Meinung nach sind in solchen Bereichen nur Fragestellungen möglich.

Wenn "Belege" zur tatsächlichen Existenz einer behaupteten "Leistung" nicht vorgelegt werden können, dann wird der seriöse Kaufmann keinen Cent an den "Rechnungsschreiber" zahlen.
Derzeit zahlen Viele noch Kirchensteuer an Organisationen, die keine "sichtbare" Ware als Hauptvertriebszweck des "Ladens" an den Mann oder die Frau gebracht haben.

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