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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 347 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

17.05.2016 20:51
#276 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #272
Auch in diesem Forum finden sich (in der Masse der Artikel) Sachthemen, die mal diesen, mal jenen interessieren können. Der von Dir angesprochene "Unverstand" Einzelner kann meiner Meinung nach nicht so groß sein, dass er durch entsprechende Anregungen nicht zumindest ein "Aufwecken" erfährt, das evtl. den Wunsch nach weiterer Vertiefung zu erzeugen vermag. -
Entscheidend bleibt aber eine bereits vorhandene weit gefächerte Allgemeinbildung, denn sonst wird hier und da zu viel vorausgesetzt.

Gruß von Reklov

Hallo Reklov

Deswegen schreibe ich ja auch ab und an hier ins Forum. Mit dem Unverstand meine ich, das die Meinung Einzelner so festgefahren sind, das ein Uml(d)enken nicht möglich erscheint. Ich denke aber das es das nicht unbedingt muss, da man dadurch selbst angeregt wird. Dieses Aufwecken funktioniert nur bis zu einem bestimmten Punkt, und zwar dem, der dem Unaufgeweckten kennzeichnet, dass das was der Aufgeweckte erkannte, "rein logisch" nicht erkannt werden kann! Und dann vermisse ich eine vertiefende Fragestellung! Das Problem, bei mir, kommt solch eine vertiefende Frage, ist es schwierig hierauf so zu antworten, das die Aushebelung der Logik greift.
Aber, kommt Zeit kommt Rat! Ich setze im Moment noch zu viel voraus ;-)

Ich habe die Bibel selbst "durchlebt" und zum Teil umgeschrieben, fand dabei heraus, das sämtliche Satzbildungen so ausgelegt sind, das man sie "umschreiben" kann! Das eröffnet natürlich einen Blick, der so manchen "Gläubigen" aus der Bahn werfen kann! Eben so, wie die Bibel eine Bahn darstellt!

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.432

17.05.2016 21:25
#277 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #275
Zitat von Perquestavolta im Beitrag #273
Wenn ein Mensch oder Computer falsch tickt, ist er entweder fehlerhaft programmiert oder er hat schon von Natur aus einen deftigen Hardwarefehler...

Kann das nicht auch auf dich zutreffen?
Jetzt so auf den ersten Blick, scheint alles in Ordnung...Irgendwo dazwischen hab ich sicher auch mein "Bugs"

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #275

Wenn man sich diese Frage stellt, sollte man doch zu dem Schluss oder zumindest dem Anhaltspunkt kommen, das der Hardwarefehler schon bei der Aufnahme der Software kommen kann!
Ähm...??? Normalerweise wird Hardware (harte Ware = Teile der Maschine) schon immer vor der Software (dem Programm) zusammengestellt.... Deswegen versteh ich jetzt deine Schlussfolgerung überhaupt nicht!!?


Zitat von SOL demiurg im Beitrag #275

Wie willst du aber herausfiltern, welche Software diejenige ist, die keine Fehler beinhaltet?
Bei Computer-Software ist das kein Problem.. Beim Menschen kommt es darauf an.. ob man daran glaubt, dass es (einen) Gott gibt oder nicht glaubt, dass es einen Gott gibt.. Gibt es einen, dann hat er den Mensch nach seinem Plan so gebaut und programmiert wie er ist. Mit allen Konsequenzen.. Gibt es keinen Gott, dann funktioniert der Mensch genau so, wie es die Überlebensniesche erfordert.. was Gott zu einem Konstrukt des Menschen nach dessen Bilde macht. Was natürlich erklärt, warum Gott sich ständig wandelt, genau so wie in der Mensch braucht, der ihn bracht. Der Wille eines solchen Gottes (Kumpel Blase) ist ab er sehr gefährlich!! Vor allem wenn ihn Dumme, Psychopathen, Narzissten und Egozentriker für sich entdecken...

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #275

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #274
Gibt es denn dazu Fragen, ob das Natürliche existiert? Wer zweifelt die Existenz des Natürlichen an?

Denk mal nach! Wer zweifelt etwas an, was man mit den "natürlichen Sinnen" seiner Umwelt entnehmen kann?
Man stellt keine "wirklichen Hinterfragungen" an, ob das was ist auch so ist wie es erscheint.
Man nimmt es einfach an!

Was aber jetzt, wenn mir dein Ratschlag und deine Belehrung einfach nur zu dumm ist?
Ich habe da nämlich nebenbei so ziemlich den Eindruck, dass du gerne den ganz gro0en Esoterik Übrnatürlichkeit-Wicht machst, der seine besondere über-natürliche WICHTigkeit mit übernatürlicher und nehrwichtiger von irritativer Beweis zu stellen versucht, welche manchmal jeder Sinnbedeutung entbehrt. Diesbezüglich wurde dir vor nicht ganz langer Zeit auch schon von der Forumsverwaltung ein Misstrauenszertifikat ausgestellt!

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #275

Mit dem Übernatürlichen ist es ähnlich! Erst wenn du es mit deinen "natürlichen Sinnen" wahrnimmst, zweifelst du es nicht mehr an.


Ach ja?

Und... was bringt das? Wem bringt das was.. und wer wäre dabei letztendlicher der Dumme?


Zitat von SOL demiurg im Beitrag #275

Der Glaube aber, der den ihr den Gläubigen vorwerft, ist so eine Art Zwischenstufe, genau wie deine Einstellung eine Zwischenstufe darstellt.
Ja sicher.. Zwischschenstufen von Dachschäden gibt es sicherlich Unmengen.. und mindestens gleichviele wie Götter

Aller Fortschritt ist der Erfolg von Konflikten, Katastrophen, Tragödien und Unzufriedenheit.
Dass aber gerade die Philosophen und die Prediger des wahren Glaubens sich gerne die ganze Ehre dieser Erfolge selbst zuschreiben, mag uns nachdenklich stimmen.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

17.05.2016 21:56
#278 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #277
Ähm...??? Normalerweise wird Hardware (harte Ware = Teile der Maschine) schon immer vor der Software (dem Programm) zusammengestellt.... Deswegen versteh ich jetzt deine Schlussfolgerung überhaupt nicht!!?

Richtig...deine Geburt war die Hardwareerstellung und dein Erlebtes die "Softwareaufspielung" aber "davor" war noch was anderes.


Zitat von Perquestavolta im Beitrag #277
Der Wille eines solchen Gottes (Kumpel Blase) ist ab er sehr gefährlich!! Vor allem wenn ihn Dumme, Psychopathen, Narzissten und Egozentriker für sich entdecken...

Da gebe ich dir Recht. Das ist dann das Problem der Software.

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #277
Was aber jetzt, wenn mir dein Ratschlag und deine Belehrung einfach nur zu dumm ist?

Das ist deine freie Entscheidung, auch genannt freier Wille.

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #277
Und... was bringt das? Wem bringt das was.. und wer wäre dabei letztendlich der Dumme?

Wenn du etwas Übernatürliches mit deinen natürlichen Sinnen wahrnehmen kannst, wie wäre wohl dein Umgang damit? Was ist, wenn du heute Abend ein UFO sehen würdest(NUR EIN BEISPIEL). Würde dir jemand glauben schenken?
Was es dir bringt? Der Umgang mit deinen Gedanken und Äußerungen wird sich ändern und zwar zu beiden Seiten!

@Reklov - verstehst du was ich meine, bezugnehmend zu den Äußerungen von Perquestavolta?

Reklov Offline




Beiträge: 5.102

18.05.2016 10:48
#279 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
@Reklov - verstehst du was ich meine, bezugnehmend zu den Äußerungen von Perquestavolta?

SOL demiurg,

... ich verstehe "beide Lager" in diesem Forum. Perquestavolta (und andere) stützen ihr Weltbild allein auf die von Menschen einsehbaren/messbaren, damit auch beweisbaren materiellen Erscheinungen (atomare Gebilde) innerhalb der uns zugänglichen Ebenen. Spekulative, vorausgreifende philosophische oder religiöse Vermutungen lehnen sie ab. Das ist zu tolerieren, denn die Wahrheit bleibt von menschlicher Annahme oder Ablehnung sowieso stets unberührt.
Wer also die kosmische Ordnung von Mikro- und Makrokosmos lediglich als ein "Zufallsprodukt", als eine Folge von "Naturgesetzen" begreift, sollte zumindest in der Lage sein, zu hinterfragen, ob sich z.B. Atome diese "Gesetze" selber auferlegt haben könnten, ob es gar denkbar wäre, sie hätten "beschlossen" einen Kosmos mit Himmelskörpern zu "entwickeln", darin sogar denkende Wesen aufzubauen!?

Perquestavolta verkörpert den "Wissenschaftler", wie er in folgender Anekdote skizziert wird:

>> Ein Naturwissenschaftler und ein Philosoph entdecken auf ihrem gemeinsamen Spaziergang einen seltenen, in Form und Farbe so noch nie gesehenen, großen Stein. Der Naturwissenschaftler packt diesen sofort ein, um ihn in seinem Labor gründlich zu untersuchen. Den Philosophen beschäftigt aber in erster Linie die Frage: Wie konnte dieser "fremde" Stein hierher geraten. <<

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.102

18.05.2016 11:05
#280 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
Wenn du etwas Übernatürliches mit deinen natürlichen Sinnen wahrnehmen kannst, wie wäre wohl dein Umgang damit? Was ist, wenn du heute Abend ein UFO sehen würdest(NUR EIN BEISPIEL). Würde dir jemand glauben schenken?
Was es dir bringt? Der Umgang mit deinen Gedanken und Äußerungen wird sich ändern und zwar zu beiden Seiten!

SOL demiurg,

... Dein an Perquestavolta gerichtetes "Beispiel" ist etwas unglücklich gewählt, denn die Lenker eines UFOS sind keine "übernatürlichen" Erscheinungen, da sie ebenfalls aus Materie bestehen und somit "natürlichen" Prozessen unterliegen, mögen diese auch etwas anders ablaufen!
Möglich scheint also, dass die Lenker eines UFOS sich mit den gleichen Fragen beschäftigen: Warum dachten wir uns über lange Zeit als die Einzigen im Kosmos? Wer aber hat uns und die da unten "gemacht" und was können wir aus der nun schon lange andauernden Beobachtung dieses kleinen blauen Planeten lernen, auf dem sich "denkende Wesen" seit ihrem Bestehen ständig sowohl mit Liebe, wie auch mit Vernichtung überschütten?

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.432

18.05.2016 16:47
#281 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #278
Zitat von Perquestavolta im Beitrag #277
Ähm...??? Normalerweise wird Hardware (harte Ware = Teile der Maschine) schon immer vor der Software (dem Programm) zusammengestellt.... Deswegen versteh ich jetzt deine Schlussfolgerung überhaupt nicht!!?

Richtig...deine Geburt war die Hardwareerstellung und dein Erlebtes die "Softwareaufspielung" aber "davor" war noch was anderes.

Klar war davor noch was anderes. 3,5 Milliarden Jahre Evolutiondgeschichte des Lebens.. Unvorstellbar viele Versuche und Irrtümer, endlos viel Zufälle, ebenso unzählige zufällige/koinzidente Begegnungen aus deren miteinader interferierenden Wechselbeziehung immer wieder neue/emergente Strukturen und Formen des Seins hervorgingen.. Oder meintest du etwas anderes?

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #278

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #277
Der Wille eines solchen Gottes (Kumpel Blase) ist ab er sehr gefährlich!! Vor allem wenn ihn Dumme, Psychopathen, Narzissten und Egozentriker für sich entdecken...

Da gebe ich dir Recht. Das ist dann das Problem der Software.
Das ist noch viel mehr ein Problem der Hardware..
In einer Welt, in der alle Lebensformen ständig mit einander um Überlebensnischen und um den qualitativ am besten geeigneten genetischen Fortpflanzungspartner rivalisieren müssen.. in einer Welt in der auch noch Miriaden von parasitären Mikroben nur darauf warten einen "Wirt" zu überfallen um in tot zu fressen, in einer Welt in der auch alle Mutterliebe nur darauf ausgelegt ist dem eigenen Genpol die besseren Überlebenschancen zu sichern und jede soziale Kooperation mit anderen Eltern nur eine Strategie dafür ist..

Da wäre bei all dem ziemlich was schief gelaufen, wenn sich ein übernatürlicher Gott-Schöpfer für all diese Missstände verantwortlich zeichnen würde..



Zitat von SOL demiurg im Beitrag #278

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #277
Was aber jetzt, wenn mir dein Ratschlag und deine Belehrung einfach nur zu dumm ist?

Das ist deine freie Entscheidung, auch genannt freier Wille.
Natürlich! Nur ist es mit dem freien Willen des Menschen nicht weit her. Um seinen eigenen freien Willen zu leben, muss man sich diesen immer erst gegen den Willen anderer freikämpfen. Von daher wäre es wohl ziemlich dumm, das bisschen eigenen freien Willen dem Gotteswahn und der Dummheit anderer Leute zu opfern...

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #278

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #277
Und... was bringt das? Wem bringt das was.. und wer wäre dabei letztendlich der Dumme?

Wenn du etwas Übernatürliches mit deinen natürlichen Sinnen wahrnehmen kannst, wie wäre wohl dein Umgang damit?
Tja... unter der Voraussetzung, dass ich dann wohl nicht mehr ganz richtig bei Sinnen wäre, würde ich mir zuerst mal psychologische Hilfe suchen... Ich bin so wie es mir jetzt geht, umfangreich naturalistisch und naturwissenschaftlich informiert und hab auch ein ziemlich gut funktionierendes Gehirn um die natürlichen Zusammenhänge dahinter halbwegs richtig zu verstehen...


Zitat von SOL demiurg im Beitrag #278

Was ist, wenn du heute Abend ein UFO sehen würdest(NUR EIN BEISPIEL). Würde dir jemand glauben schenken?
Ufos gibt es jede Menge..UFOs sind nichts Ungewöhnliches, Außer- oder gar Übernatürliches . Manche Menschen, so wie ich, interpretieren UFOs einfach als unbekannte fliegende Objekte, die alles mögliche sein könn(t)en, aber mit sehr großer Wahrscheinlichkeit kein außerirdischen Raumschiffe. Grund für diese Interpretation von UFOs ist ein grundlegend naturwissenschaftliches Verstehen und umfangreicher Wissens-Bildunghorizont. Auch über die menschlich Psychologie.. Das menschliche Gehirn neigt dazu, fehlende Informationen und Wahrnehmngsungenauigkeiten mit oftmals recht fantastischen Eigenerfindungen auszuschmücken... Nach allen bisherigen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, sind über und außer-natürliche Ufos die sich zudem meist nur Menschen zeigen, die gerne den übernatürlich bedeutsamen Wicht markieren, für welchen die rein inner- und normalnatürlichen Argumente einfach nicht ausreichen..... mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,9 Prozent unrealistisch. Mit Ausnahme, natürlich, von Meteoriten und kleineren Sternschnuppen ...

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #278

Was es dir bringt? Der Umgang mit deinen Gedanken und Äußerungen wird sich ändern und zwar zu beiden Seiten!
Ach weist du, dien WICHTel des Glaubens an das Übernatürliche geht nur es darum, sich durch Selbstbetrug und Manipulation des Umfeldes/ihrer Mitmenschen die äußere Wirklichkeit der (eigenen) inneren Befindlichkeit (Empfinden) anzupassen.. Was natürlich dann beim einen und anderen so weit geht, dass da auch mit psychischer und physischer Gewalt nachgeholfen wird..


Zitat von SOL demiurg im Beitrag #278

Reklov - verstehst du was ich meine, bezugnehmend zu den Äußerungen von Perquestavolta?
Kann ich mir gut vorstellen...

Aller Fortschritt ist der Erfolg von Konflikten, Katastrophen, Tragödien und Unzufriedenheit.
Dass aber gerade die Philosophen und die Prediger des wahren Glaubens sich gerne die ganze Ehre dieser Erfolge selbst zuschreiben, mag uns nachdenklich stimmen.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

19.05.2016 22:04
#282 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #280

Zitat
Wenn du etwas Übernatürliches mit deinen natürlichen Sinnen wahrnehmen kannst, wie wäre wohl dein Umgang damit? Was ist, wenn du heute Abend ein UFO sehen würdest(NUR EIN BEISPIEL). Würde dir jemand glauben schenken?
Was es dir bringt? Der Umgang mit deinen Gedanken und Äußerungen wird sich ändern und zwar zu beiden Seiten!
SOL demiurg,

... Dein an Perquestavolta gerichtetes "Beispiel" ist etwas unglücklich gewählt, denn die Lenker eines UFOS sind keine "übernatürlichen" Erscheinungen, da sie ebenfalls aus Materie bestehen und somit "natürlichen" Prozessen unterliegen, mögen diese auch etwas anders ablaufen!
Möglich scheint also, dass die Lenker eines UFOS sich mit den gleichen Fragen beschäftigen: Warum dachten wir uns über lange Zeit als die Einzigen im Kosmos? Wer aber hat uns und die da unten "gemacht" und was können wir aus der nun schon lange andauernden Beobachtung dieses kleinen blauen Planeten lernen, auf dem sich "denkende Wesen" seit ihrem Bestehen ständig sowohl mit Liebe, wie auch mit Vernichtung überschütten?

Gruß von Reklov


Hallo Reklov
Es bezog sich nicht auf das Übernatürliche, sondern eher um das "glauben schenken", er sollte einfach mal versuchen, sich etwas "vorzustellen"!
Leider erkennt man an seiner Antwort die Anekdote die du ihm zuordnest.

@Perquestavolta Wenn dies ein Plädoyer für den Atheismus darstellen soll, kommt das der Agression eines stark gläubigen Menschen nahe, der mit seinem festen Standpunkt eines Glaubens, die Welt nach seinem Maßstab herrichten will. Du sagst, das alles in einer zufälligen Korrespondenz "miteinander und durcheinander" entstanden ist und sich aus diesen immer wieder neue Strukturen bilden.
Ist dir schon mal in den Sinn gekommen, das wenn etwas zufällig geschieht, "ALLES" auch zufällig entstehen müsste? Darunter würde dann jede weitere Sekunde des Lebens zählen, die dann weder vorwärts noch rückwärts eine Richtung wählen könnte.

Auch ein Irrtum würde nur entstehen, wenn "etwas diesen Irrtum erkennt". Wäre es zufällig entstanden, gäbe es einen Irrtum nicht, sowie es keine Versuche gäben würde diesen Irrtum zu korrigieren. Es würde einfach geschehen. Nichteinmal ein Gedanke könnte gefasst werden.
Nun ist es aber so, das wir einen "Ablauf feststellen können", wir können also diese Evolution "nachvollziehen", was unter deiner Voraussetzung eines Zufalles nicht möglich ist.
Der Gedanke den Reklov schrieb, deutet darauf hin.

Das die Logik diese Realität der Dinge erklären kann, kann ja auch nur logisch sein. Wenn bestimmte Atome sich zusammenschließen, bilden sie eben einen Stein oder einen Menschen. Würde dies aber zufällig entstehen, würde es auch nur einen Stein oder einen Menschen geben. Wie soll etwas Zufälliges zweimal(oder wie hier milliardenfach) den gleichen Zusammenstoß zufällig wiederholen? Versuch mal einen Stein mit deinen Händen, tausendmal millimetergenau an ein und denselben Fleck zu werfen!

Eure "Ordnung des Denkens", die ihr in vielen Büchern zu lernen glaubt, ist der "Ordnung des Glaubens", gleich, den diese in ihren Büchern zu lernen glauben! Was für ein Zufall doch das Denken ist.

Ich sehe auch hier keinen Unterschied zwischen einen im Wahn sinnigen Gläubigen und einen im sinnigen Wahn Glaubenden.
Du beziehst das Übernatürliche in deinen Aussagen auf Gott, von dem aber nur ein Bild existiert, das sich der Mensch in vielen Jahrtausenden selbst gemalt hat. Ihr als nicht Annehmende und die Anderen als Annehmende.

Übernatürlich, ist -über dem Natürlichen- also über(-)menschlicher Logik und Auffassung vom Realen, vom Natürlichen. Nicht ein "alter Zausel" im Himmel!

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

20.05.2016 10:59
#283 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Bei der Vokabel "Übernatürlich" denke ich mir, dass damit eine Art phantasiebasierter Hintergrund oder Überbau für die wahrnehmbare "Realität" gemeint ist.

Wie man sich ein solches Konstrukt nun auch immer vorstellen mag - erkennbar oder nachweisbar ist lediglich eine Hierarchie oder eine grundsätzliche Systematik innerhalb der Natur in der Ordnung des bisher erforschten Kosmos.

Soweit es den sogenannten "Zufall" angeht, ist dieser logisch abhängig von übergeordneten dynamischen Strukturen in Raum und Zeit, die leider nur teilweise nachweisbar sind.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

20.05.2016 11:59
#284 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Direktkontakt im Beitrag #283
Soweit es den sogenannten "Zufall" angeht, ist dieser logisch abhängig von übergeordneten dynamischen Strukturen in Raum und Zeit, die leider nur teilweise nachweisbar sind.

Hallo Direktkontakt
somit sollte der Zufall aber nicht als zufälliges Konstrukt bezeichnet werden, dem nichts "lebhaftes" zuzuordnen ist. Richtig finde ich deine Aussage das es nur teilweise nachweisbar ist, aber was hier meist aufgezeigt werden will ist, das die Logik des bisher erforschten Lebens als Absolut dargestellt wird.
Zitat von Direktkontakt im Beitrag #283
Bei der Vokabel "Übernatürlich" denke ich mir, dass damit eine Art phantasiebasierter Hintergrund oder Überbau für die wahrnehmbare "Realität" gemeint ist.

Wenn du hier die Fantasie nicht auf den Glauben reduzierst (Trugbilder), ist es in Ordnung! Die Fantasie, also die Verknüpfung von Gedächtnisinhalten, die ebenso zur Realität gehört, sollte auch so betrachtet werden und nicht nur als Ausmalung einer Vorstellung von etwas nicht sichtbarem.
Zitat von Direktkontakt im Beitrag #283
Wie man sich ein solches Konstrukt nun auch immer vorstellen mag - erkennbar oder nachweisbar ist lediglich eine Hierarchie oder eine grundsätzliche Systematik innerhalb der Natur in der Ordnung des bisher erforschten Kosmos.

Immer aber unter dem Bedacht das es vom Menschen erforscht wurde, der in diesen Fantasiegebilden meint in dieser Hierachie an oberster Stelle zu stehen. Man erkennt ja, das innerhalb der erforschten Natur, des uns bekannten Lebens, solch eine Logik(Systematik) existiert, das man diese nachvollziehen kann. Wir(der Mensch) sind zwar ein zufälliges Produkt daraus, aber nicht im Sinne eines zufälligen Entstehens.

Das was wir Fantasie, Glaube oder Einbildung nennen, wurde in älteren Kulturen soweit erkannt, das diese in der Lage waren es so im Lebensalltag zu vereinen, das der (Über)Sinn daran erhalten blieb. Und dann kam ein Mensch ins Spiel, der die (Menschen)Welt vom Übernatürlichen abtrennte, auftrennte und dadurch alles in ein Totenreich katapultierte, in dem jedes Leben entzogen wird.
Der natürlich evolutionäre Ablauf macht keinen Halt, diesen interessiert es nicht ob der Mensch nun glaubt oder nicht glaubt, ob er den Stein seziert oder philosophiert. Es läuft...einfach.

Warum existieren nun aber "Gedanken" über eine Kraft, die am Beginn des Lebens ausschlaggebend war und noch ist, solche Gedanken überhaupt zu denken? Diese erste Energie ist ja in jeder Hierarchie des im Kosmos befindlichen Sein vorhanden, nicht nur im Menschen. Warum sollte ein Hund anders empfinden als ein Mensch? Er ist ja aus den selben grundlegenden Strukturen aufgebaut.

Der Knackpunkt, oder anders ausgedrückt, der absterbende Organismus, der Zeitpunkt an dem diese Energie aus dem Körper entschwindet, der Tod, ist und kann mit -menschlichen- Mitteln nicht erforscht werden. Das einzige was uns "bleibt" ist unsere Fantasie! Unsere angeborene dynamsich übergeordnete Struktur.
Diesem "NICHTS" entspringt und entsprang bis dato Alles uns bekannte und sollte somit als lebhaftes NICHTS bezeichnet werden, also als ALLES. Das was eben viele mit dem Wort Gott in Verbindung bringen.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.432

20.05.2016 16:42
#285 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #282


@Perquestavolta Wenn dies ein Plädoyer für den Atheismus darstellen soll, kommt das der Agression eines stark gläubigen Menschen nahe, der mit seinem festen Standpunkt eines Glaubens, die Welt nach seinem Maßstab herrichten will.
Der Wille ist halt nun mal nicht frei.. Man muss ihn immer erst (gegen eine Menge Anderer Leute und viel Dummköpfe durchsetzen, um ihn zu befreien. Auch Atheisten kommen nicht d`rum herum, wenn sie die Welt ein bisschen verändern wollen.

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #282

Du sagst, das alles in einer zufälligen Korrespondenz "miteinander und durcheinander" entstanden ist und sich aus diesen immer wieder neue Strukturen bilden.

Von Korrespondenz hab ich nie geredet, SOL demiurg. Korrespondenz bedeutet auf altbürgerlich "Postkarten und Briefe".

Nein, ich meinte, dass unser Universum aus unendlich viele Teilen besteht, die alle "gleichzeitig" mit unendlich vielen anderen Teilen kollidieren und dabei in der Wechselwirkung ständig Strukturen aus bilden, die wiederum gleichzeitig mit unendlich vielen anderen Strukturen und Teilen Kollidieren und Wechselwirken.

Dahinter steckt kein Plan und keine höhere Ordnung. Trotzdem kommen beim würfeln mit unendlich vielen Würfeln alle möglichen Kombinationen zustande.
Wenn man mit unendlich vielen Würfelt würfelt, findet man bei jedem Wurf alle Kombinationen vor, die mit 1 2 3 4 5 6 überhaupt möglich sind und das in unendlich vielen Wiederholungen. Nimmt man statt Würfel alle bekannten Element des Periodensystemes, welche im Universum unendlich häufig vorkommen.. (entstehen ja in den Sonnen/sternen durch Kernfusion aus dem einfachsten Element Wasserstoff.. alleine durch Schwerkraft als Initiator dieser Fusion) dann bilden sich über das ganze Universum verteilt, unendlich viele Strukturen und Strukturmuster.. (In der Tat wurden auf Meteoriten und Kometen schon komplexe Bausteine des Lebens gefunden)
Die es ja ansonsten nicht geben würde, weil es sie einfach nicht bräuchte, wenn alles einem höheren Plan zugrunde liegen täte..

Aller Fortschritt ist der Erfolg von Konflikten, Katastrophen, Tragödien und Unzufriedenheit.
Dass aber gerade die Philosophen und die Prediger des wahren Glaubens sich gerne die ganze Ehre dieser Erfolge selbst zuschreiben, mag uns nachdenklich stimmen.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

20.05.2016 17:01
#286 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #285


Zitat von SOL demiurg im Beitrag #282

Du sagst, das alles in einer zufälligen Korrespondenz "miteinander und durcheinander" entstanden ist und sich aus diesen immer wieder neue Strukturen bilden.

Von Korrespondenz hab ich nie geredet, SOL demiurg. Korrespondenz bedeutet auf altbürgerlich "Postkarten und Briefe".

Ich meinte damit den Briefverkehr, also das Austauschen von Informationen, Aktion und Reaktion.

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #285
Zitat von SOL demiurg im Beitrag #282


@Perquestavolta Wenn dies ein Plädoyer für den Atheismus darstellen soll, kommt das der Agression eines stark gläubigen Menschen nahe, der mit seinem festen Standpunkt eines Glaubens, die Welt nach seinem Maßstab herrichten will.
Der Wille ist halt nun mal nicht frei.. Man muss ihn immer erst (gegen eine Menge Anderer Leute und viel Dummköpfe durchsetzen, um ihn zu befreien. Auch Atheisten kommen nicht d`rum herum, wenn sie die Welt ein bisschen verändern wollen.


Weder du noch ein Atheist noch Gläubiger oder sonst ein Mensch, kann die Welt verändern!
Aber ich stimme dir mit dem fett hinterlegten Satz zu. Doch wer ist dumm und wer anders? Wie will man solche Trennungen vollziehen und wer bestimmt diese?

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #285
Dahinter steckt kein Plan und keine höhere Ordnung. Trotzdem kommen beim würfeln mit unendlich vielen Würfeln alle möglichen Kombinationen zustande. Die es ja ansonsten nicht geben würde, weil es sie einfach nicht bräuchte, wenn alles einem höheren Plan zugrunde liegen täte..

Welchen höheren Plan kannst du erdenken?
Oder frage ich mal anders: Was wäre für dich Übernatürlich?

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.432

20.05.2016 21:24
#287 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #286
Zitat von Perquestavolta im Beitrag #285


Zitat von SOL demiurg im Beitrag #282

Du sagst, das alles in einer zufälligen Korrespondenz "miteinander und durcheinander" entstanden ist und sich aus diesen immer wieder neue Strukturen bilden.

Von Korrespondenz hab ich nie geredet, SOL demiurg. Korrespondenz bedeutet auf altbürgerlich "Postkarten und Briefe".

Ich meinte damit den Briefverkehr, also das Austauschen von Informationen, Aktion und Reaktion.


Und was hab ich damit zu tun, SOL demiurg? Warum schiebst du mir Aussagen welche ich nicht gar nicht gemacht habe und die in Wahrheit nur deine eigenen Meinung wieder spiegeln.

Zita Sol demiurg
Du sagst, das alles in einer zufälligen Korrespondenz "miteinander und durcheinander"[/b]

Genau das sagte ich nicht und meinte ich auch nicht, sondern nur du selbst wolltest es so verstehen.


Zitat von Perquestavolta im Beitrag #285
[quote="SOL demiurg"|p3201099]
Weder du noch ein Atheist noch Gläubiger oder sonst ein Mensch, kann die Welt verändern!
Alles was sich in dieser Welt auch nur um ein Millionstel Millimeter bewegt, verändert die Welt um ein millionstel Millimeter, aber die Folgen können im Laufe hunderter Millionen Jahre mehrer 1000 Kilometer groß werden. ( Siehe Kontinentalverschiebung Plattentektonik)
Jedes Glas das zerbricht, verändert irgendwo und irgendwie den lauf der Dinge und den der Welt. Die Geburt von Hitlers Mutter hat die Welt sogar sehr drastisch verändert.. Hätte Hitlers Vater sein Sperma ins Klo gespült, sähe die Welt heute ganz anderes aus.. ob besser oder schlechter weis man nicht...

Enrico Fermi, Lise Maitner.. und andere deutsche Physiker haben die Grundlage dafür geliefert, dass die Anerikaner zwei Atombomben über Japanische Städte abwarfen und damit die Welt so veränderten dass sie für uns Menschen nie mehr ein (relativ) sicherer Ort im Universum sein wird, wie sie einsmals/ vorher gewesen ist...

Du hast offensichtlich eine autistische, undifferenzierte nur auf das eigene Ego ausgerichtete Wahrnehmung. SOL demiurg. "Gott" ist kein Argument dafür.. Oder doch?

Aller Fortschritt ist der Erfolg von Konflikten, Katastrophen, Tragödien und Unzufriedenheit.
Dass aber gerade die Philosophen und die Prediger des wahren Glaubens sich gerne die ganze Ehre dieser Erfolge selbst zuschreiben, mag uns nachdenklich stimmen.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

20.05.2016 22:39
#288 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Gut, klären wir mal die Dinge, die den Mensch dahin gebracht haben, wo er sich im Moment befindet:
Deine Aussage war folgende:
In einer Welt, in der alle Lebensformen ständig miteinander um Überlebensnischen und um den qualitativ am besten geeigneten genetischen Fortpflanzungspartner rivalisieren müssen.. in einer Welt in der auch noch Miriaden von parasitären Mikroben nur darauf warten einen "Wirt" zu überfallen um ihn tot zu fressen, in einer Welt in der auch alle Mutterliebe nur darauf ausgelegt ist dem eigenen Genpol die besseren Überlebenschancen zu sichern und jede soziale Kooperation mit anderen Eltern nur eine Strategie dafür ist..
und:
3,5 Milliarden Jahre Evolutiondgeschichte des Lebens.. Unvorstellbar viele Versuche und Irrtümer, endlos viel Zufälle, ebenso unzählige zufällige/koinzidente Begegnungen aus deren miteinader interferierenden Wechselbeziehung immer wieder neue/emergente Strukturen und Formen des Seins hervorgingen..

Meine Aussage dazu war folgende:
Du sagst, das alles in einer zufälligen Korrespondenz "miteinander und durcheinander" entstanden ist und sich aus diesen immer wieder neue Strukturen bilden.

Das was auf den ersten Blick "unscheinbar" erscheint, ist aber auschlaggebend für den Textsinn. Den Austausch von Informationen(Korrespondenz) unterstrich ich mit Anführungszeichen, (Zitat Wiki: Anführungszeichen können außerdem verwendet werden, um Wörter, Wortgruppen und Teile eines Textes oder Wortes hervorzuheben, zu denen man Stellung nehmen möchte, über die man eine Aussage machen will oder von deren Verwendung man sich – etwa ironisch oder durch die Unterlegung eines anderen Sinns – distanzieren möchte. Diese Verwendungsarten werden unter dem Sammelbegriff modalisierende Funktion zusammengefasst (von modal ~ die Art und Weise bezeichnend).

Miteinander und Durcheinander sollte in "kurzen Worten" deinen Satz wiederspiegeln, mehr nicht. Es ist eben ein Problem des "ersten Eindrucks" der, wenn man diesen nicht ausgiebig reflektiert, ein erster Eindruck bleibt und dadurch "Übersetzungsfehler" sehr schnell geschehen. So auch mit den ersten Schriften auf Erden.
Wenn man nicht in der Lage ist, Sätze, die etwas mit übernatürlichem Denken zu tun haben, als nur anderer Meinung abzustempeln um dann den darin nicht erkannten Sinn als falsche Kombinationsgabe auslegt und diese dann noch mit Beschimpfungen, Vorurteilen und Wahrnehmungsverzerrungen deklariert, zeugt das von "Unerfahrenheit".

Zitat: Alles was sich in dieser Welt auch nur um ein Millionstel Millimeter bewegt, verändert die Welt um ein millionstel Millimeter, aber die Folgen können im Laufe hunderter Millionen Jahre mehrer 1000 Kilometer groß werden. ( Siehe Kontinentalverschiebung Plattentektonik)
Jedes Glas das zerbricht, verändert irgendwo und irgendwie den lauf der Dinge und den der Welt. Die Geburt von Hitlers Mutter hat die Welt sogar sehr drastisch verändert.. Hätte Hitlers Vater sein Sperma ins Klo gespült, sähe die Welt heute ganz anderes aus.. ob besser oder schlechter weis man nicht...

Enrico Fermi, Lise Maitner.. und andere deutsche Physiker haben die Grundlage dafür geliefert, dass die Anerikaner zwei Atombomben über Japanische Städte abwarfen und damit die Welt so veränderten dass sie für uns Menschen nie mehr ein (relativ) sicherer Ort im Universum sein wird, wie sie einsmals/ vorher gewesen ist...


Das die Welt durch tektonische Verschiebungen verändert wird, ist die einzige Aussage, die besagt das hier "die Welt" (äußerlich)verändert wird.
Alle nachfolgenden Aussagen sind nicht in der Lage die Welt zu ändern. Diese Aussagen sind maximal dazu veranlagt, die Menschenwelt, also deren Auffassung eines Weltbildes, zu verändern. Hier wird dann aber nicht die Welt verändert, sondern nur die Auswirkungen auf das Verhalten des Menschen.

Hitler hätte nicht die Entscheidungen treffen müssen die er traf, genauso wenig muss die Atombombe zum töten missbraucht werden. Es liegt an den Entscheidungen des Menschen, wie er mit Wissen umgeht um entweder seine Welt, in seinem Sinne, zum besseren oder zum schlechteren tendieren lässt. Der weltliche oder kosmische Ablauf wird davon aber nicht berührt.

Die Welt verändern würde bedeuten, banal ausgedrückt, der Mensch hätte die Möglichkeit aus einem Strohhalm Gold zu machen oder aus Steinen Bäume herzustellen.

Zitat: Du hast offensichtlich eine autistische, undifferenzierte nur auf das eigene Ego ausgerichtete Wahrnehmung. SOL demiurg. "Gott" ist kein Argument dafür.. Oder doch?
Du beziehst schon wieder Gott mit ein. Ich persönlich mag dieses Wort nicht, da es nicht ausreichend belegen kann was es bedeutet und im Laufe der Zeit eine Umdeutung erfuhr, die auf Übersetzungsfehlern beruht.
Eigentlich sollte man erkennen, dass das was Viele für Gott halten, sich in die Belange eines Menschen nicht einmischt. Warum aber wollen wir uns in die Belange des Gottes einmischen?

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

31.05.2016 15:42
#289 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Ich will auf die Problematik einer konsequent materialistischen Philosophie hinweisen. Das Mentale kann nicht aus dem Materiellen abgeleitet werden. Genau das aber versucht jede materialistische Philosophie. In der Neuzeit begann dieses Dilemma bei LaMettrie, dem Begründer des modernen Materialismus. Er erklärte Gefühle und Gedanken bzw. das Bewusstsein zu einem Effekt von physiologischen Funktionen. Dieser Standpunkt wird teilweise auch heute noch vertreten (z.B. der Eliminative Materialismus von Patricia und Paul Churchland). Die Qualia, also die Bewusstseinsinhalte, werden als "irreal" disqualifiziert. Ähnlich sah das ja auch Demokrit, der antike Begründer des Materialismus:

In Wirklichkeit gibt es nur Atome im leeren Raum.

Die modernen Quantenphysiker können über solche - antiken wie modernen - Materialismen nur lächeln. Sie wissen sehr genau, dass sich Materie in ihrem Innersten ganz und gar nicht wie "Materie" verhält, vielmehr wie etwas höchst Rätselhaftes, dessen Existenzweise nicht bestimmbar ist und das sogar an mehreren Stellen zugleich sein kann.

Der moderne Materialismus versucht Geist als emergentes Geschehen zu erklären, d.h. ab einem bestimmten Komplexitätsgrad emergiert Geist als neue Eigenschaft der Materie. Das ist denn doch recht simpel. Natürlich war das bei LaMettrie eine verständliche Protesthaltung gegen das zu seiner Zeit zum Auslaufmodell absinkende Konzept eines Schöpfergottes. Nur wird dabei eine creatio ex nihilo durch eine andere ersetzt. Beide Ansätze müssen als unwissenschaftlich zurückgewiesen werden. "Geist" kann weder ex nihilo erschaffen werden noch aus Materie "emergieren". Die einzig vernünftige Option lautet: Er ist prä-existent.

Die einzige Vorstellung, die wir nicht leisten können, ist die Vorstellung kein Bewusstsein zu haben,
weil wir kein Bewusstsein haben sondern Bewusstsein SIND, und sich vorzustellen nicht zu sein, geht einfach nicht,
da Vorstellung ja eine Funktion des Bewusstseins ist.

Gysi Offline

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31.05.2016 15:55
#290 Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Reisender
Ich will auf die Problematik einer konsequent materialistischen Philosophie hinweisen. Das Mentale kann nicht aus dem Materiellen abgeleitet werden.

Kein Materialist bestreitet die Biologie, die das trägt, was wir gemeinhin "Geist" und "Seele" nennen. Und ich habe noch nie von der Behauptung gehört, dass der Materialismus den Zusammenhang zwischen dem Mentalen und der Materie nicht hergibt! Der Materialist behauptet, die Ursache des Geistigen ist körperlich und körperlich eingefasst. Stirbt der Körper, stirbt der Geist. Das Analysegebiet eines Materialisten ist NICHT der (dimensionslose) Zustand außerhalb unseres Universums!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reisender Offline



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31.05.2016 16:16
#291 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #290

Zitat von Reisender
Ich will auf die Problematik einer konsequent materialistischen Philosophie hinweisen. Das Mentale kann nicht aus dem Materiellen abgeleitet werden.
Kein Materialist bestreitet die Biologie, die das trägt, was wir gemeinhin "Geist" und "Seele" nennen. Und ich habe noch nie von der Behauptung gehört, dass der Materialismus den Zusammenhang zwischen dem Mentalen und der Materie nicht hergibt! Der Materialist behauptet, die Ursache des Geistigen ist körperlich und körperlich eingefasst. Stirbt der Körper, stirbt der Geist. Das Analysegebiet eines Materialisten ist NICHT der (dimensionslose) Zustand außerhalb unseres Universums!



Das Bewusstsein halte ich für das große Forschungsfeld der Zukunft.
Wir erforschen die Materie, ihre Eigenschaften, ihre Beziehung usw,
doch vorher projezieren wir all dies in die Dinge hinein, die sie objektiv gar nicht haben.
WEnn unsere wissenschaftliche Entwicklung weiter geht, was keinesfalls gewiss ist, müssen wir uns dem Primären
als Forschungsgegenstand zuwenden, dem Bewusstsein.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.480

31.05.2016 17:02
#292 Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Reisender
müssen wir uns dem Primären als Forschungsgegenstand zuwenden, dem Bewusstsein.

Warum so zuvorderst? Und was für Ergebnisse versprichst du dir?

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

31.05.2016 17:28
#293 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #292

Zitat von Reisender
müssen wir uns dem Primären als Forschungsgegenstand zuwenden, dem Bewusstsein.
Warum so zuvorderst? Und was für Ergebnisse versprichst du dir?



Das kann ich doch nicht wissen, bislang wurde das Instrument all unserer Forschung, das Bewusstsein,
als Forschungsgegenstand nicht in Betracht gezogen.
Das beginnt sich langsam zu ändern, aber der Weg ist sicher weit und anstrengend.

Reklov Offline




Beiträge: 5.102

31.05.2016 17:56
#294 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
Kein Materialist bestreitet die Biologie, die das trägt, was wir gemeinhin "Geist" und "Seele" nennen.

Gysi,

... so weit so gut - aber - es gibt auch andere Ansichten, wie sie z.B. der Biologe R. H. France äußert:

>> ... Die Lebensgesetzlichkeit ist es, in deren Rahmen die Herausentwicklung des Lebens fällt; innerhalb ihres Kreises entstand das Geistige, das im Menschengeist (zumindest auf dieser Erde) gipfelt und ihn mit den Dingen der Welt nach seiner Freiheit, aber nicht ohne die Gesetze des Ganzen schalten lässt.
Nichts deutet darauf hin, dass die Stufenfolge Atom, Materie, Organismen, Welt damit ihre Grenzen erreicht habe, sondern alles auf das Gegenteil.
In der Richtung dieser Gedanken liegt es, sich zu sagen, so wie unser Intellekt regelnd und gebunden an die Gesetze des Seins in die Materie bis hinab zu den kleinsten Teilchen eingreift, so kann auch mit uns eine übergeordnete nächsthöhere Stufe verfahren, ohne dass es uns anders bewusst und kenntlich wird, und ohne dass es auch tatsächlich etwas anderes ist, als ein Walten der Weltgesetze.
Der Gottesbegriff ist im Bann der Weltgesetzmäßigkeit, er wird als das oberste und uns übergeordnete Weltgesetz selbst gedacht. <<

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.102

31.05.2016 18:01
#295 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
WEnn unsere wissenschaftliche Entwicklung weiter geht, was keinesfalls gewiss ist, müssen wir uns dem Primären
als Forschungsgegenstand zuwenden, dem Bewusstsein.

REisender,

... Natur- und Geisteswissenschaften sind Brüder. Sie formen und arbeiten, jeweils auf ihre Weise, an unserem Bewusstsein.

Wer aber nur auf einen der Brüder blickt, bekommt auch nur die Infos, welcher jene in der Lage zu geben ist.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.432

31.05.2016 18:32
#296 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Reisender im Beitrag #293
Zitat von Gysi im Beitrag #292

Zitat von Reisender
müssen wir uns dem Primären als Forschungsgegenstand zuwenden, dem Bewusstsein.
Warum so zuvorderst? Und was für Ergebnisse versprichst du dir?


Das kann ich doch nicht wissen, bislang wurde das Instrument all unserer Forschung, das Bewusstsein,
als Forschungsgegenstand nicht in Betracht gezogen.
Das beginnt sich langsam zu ändern, aber der Weg ist sicher weit und anstrengend.



Tatsächlich sind die dahingehenden Erkenntnisse längst vorhanden..http://www.dissoziation-und-trauma.de/ne...012-in-muenchen
Den unerschütterlichen "Vollpfosten" der Quanten-Esoterik sind diese Erkenntnisse zwar noch äußerst lästig, da sie die Entwicklung unseres menschlichen Bewusstseins viel lieber in einer übernatürlichen Bedeutsamkeit ansiedeln möchten, in welcher sie ihren eigenen bescheuerten WICHT als übernatürlich bedeutsam wieder spiegeln möchten, aber die Evolutionstheorie ist halt nun mal bestens belegt.

Aller Fortschritt ist der Erfolg von Konflikten, Katastrophen, Tragödien und Unzufriedenheit.
Dass aber gerade die Philosophen und die Prediger des wahren Glaubens sich gerne die ganze Ehre dieser Erfolge selbst zuschreiben, mag uns nachdenklich stimmen.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.432

31.05.2016 18:51
#297 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #295

Zitat
WEnn unsere wissenschaftliche Entwicklung weiter geht, was keinesfalls gewiss ist, müssen wir uns dem Primären
als Forschungsgegenstand zuwenden, dem Bewusstsein.


... Natur- und Geisteswissenschaften sind Brüder. Sie formen und arbeiten, jeweils auf ihre Weise, an unserem Bewusstsein.





Nein! Die sogenannten Geisteswissenschaften beziehen sich immer nur auf die wertende Interpretation der Realität. Von daher interpretiert sich die sogenannte Geisteswissenschaft selbst wertend als Wissenschaft, was sie aber in in Wirklichkeit gar nicht ist und gar nicht sein kann und bezüglich tatsächlichem Wissen über den Geist und unser menschliches Bewusstsein, auch immer widersprüchlich und bisweilen sogar kontraproduktiv gearbeitet hat.

https://www.youtube.com/watch?v=NSvXAJveDgA
msg.php?forum=3&Thread=4714&msg=3201432&prev=0&next=4752

Unser menschliches Bewusstsein ist ein Beziehungsbewusstsein, in dem der Individualeinteil sogar vernachlässigbar bis teilweise sogar völlig bedeutungslos ist.

Aller Fortschritt ist der Erfolg von Konflikten, Katastrophen, Tragödien und Unzufriedenheit.
Dass aber gerade die Philosophen und die Prediger des wahren Glaubens sich gerne die ganze Ehre dieser Erfolge selbst zuschreiben, mag uns nachdenklich stimmen.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.480

31.05.2016 19:10
#298 Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Reklov
Gysi: Kein Materialist bestreitet die Biologie, die das trägt, was wir gemeinhin "Geist" und "Seele" nennen.
... so weit so gut - aber - es gibt auch andere Ansichten, wie sie z.B. der Biologe R. H. France äußert:

Nein, R.H. France bestreitet nicht, dass der Materialismus Geist und Körper monistisch sieht! Deine Antwort sprengt mal wieder den Kontext, und dein Biologe ergeht sich in pure Schwafelei! Halte dich doch einmal an den Faden, EINMAL!! Oder kannst du nicht lesen?

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.432

31.05.2016 19:32
#299 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Philosophen des Gottesglaubens sollten sich auch für dieses Video mal Zeit nehmen: https://www.youtube.com/watch?v=NSvXAJveDgA

Aller Fortschritt ist der Erfolg von Konflikten, Katastrophen, Tragödien und Unzufriedenheit.
Dass aber gerade die Philosophen und die Prediger des wahren Glaubens sich gerne die ganze Ehre dieser Erfolge selbst zuschreiben, mag uns nachdenklich stimmen.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.432

31.05.2016 19:43
#300 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #294

Zitat
Kein Materialist bestreitet die Biologie, die das trägt, was wir gemeinhin "Geist" und "Seele" nennen.
Gysi,

... so weit so gut - aber - es gibt auch andere Ansichten, wie sie z.B. der Biologe R. H. France äußert:

>> ... Die Lebensgesetzlichkeit ist es, in deren Rahmen die Herausentwicklung des Lebens fällt; innerhalb ihres Kreises entstand das Geistige, das im Menschengeist (zumindest auf dieser Erde) gipfelt und ihn mit den Dingen der Welt nach seiner Freiheit, aber nicht ohne die Gesetze des Ganzen schalten lässt.

Der Gottesbegriff ist im Bann der Weltgesetzmäßigkeit, er wird als das oberste und uns übergeordnete Weltgesetz selbst gedacht. <<




Nein Reklov. Auch hier interpretierst du wieder wertend Aussagen und Dinge in Zusammenhänge, wie sie da gar nicht stehen, sondern nur von dir so bewertet werden..
Es gibt kein oberstes und übergeordnetes Weltgesetz, denn sonst wäre die Evolutionstheorie falsch!

Aller Fortschritt ist der Erfolg von Konflikten, Katastrophen, Tragödien und Unzufriedenheit.
Dass aber gerade die Philosophen und die Prediger des wahren Glaubens sich gerne die ganze Ehre dieser Erfolge selbst zuschreiben, mag uns nachdenklich stimmen.

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