Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 345 Antworten
und wurde 9.935 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | ... 14
Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.820

02.03.2016 21:24
#126 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Warum fragt mich jetzt keiner, warum ich bei meinem (ehemaligen) Dialogversuch mit Reklov nicht komplett "ausgeflippt" bin.

-----
Religion vergiftet die Welt

SOL demiurg Offline




Beiträge: 733

03.03.2016 00:41
#127 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #121
Ich kenne auch andere, ähnliche Geschichten. Ich meine, dass ich dir von zwei Erlebnissen aus meinem Bekanntenkreis auch schon erzählt hatte.Ich habe mir natürlich - aufgrund von Erlebnissen anderer - meine Gedanken dazu gemacht. Woher kommen diese Erlebnisse? Oder "Erscheinungen". Ich kann dazu nichts Näheres sagen. Sie kommen aus der Tiefsee deines Unterbewusstseins. Nehme ich doch an. Wie Traumsequenzen, Tagtraumsequenzen, von denen afrikanische Urreligionen auch sagen, dass sie Gottesansprachen seien.

Der Unterschied zwischen dir und Reklov ist, das er diese Erlebnisse am eigenen Leib erfahren hat, wobei du diese nur von anderen vernehmen durftest. Wie du sagtest, hast du dir darüber Gedanken gemacht. Diese Erfahrungen sollen geteilt werden, damit man sich Gedanken macht. Diese Gedanken die du dir nun gemacht hast, haben Auswirkungen oder sollen solche heraufbeschwören. Begibtst du dich nun zu deinesgleichen, werden diese Gedanken sozusagen geprüft. Zum einen von dir selbst und zum anderen von den Anderen. Du allein hast aber die Entscheidung des Ausganges deiner Gedanken, also wie gehst du mit diesen um.
Betrachtest du diese auf eine Weise der Annäherung, werden dir mehr und mehr solcher Erfahrungen mitgeteilt, bis du an einen Punkt kommst an den du selbst die Erfahrung machen darfst. Werte Menschen niemals ab nur weil sie andersdenkend sind und deinem momentanen Weltbild, in deinen Augen, nicht gerecht werden!!
Achte auf die "kleinsten" Dinge...wissen - Wissen!

Zitat von Reklov im Beitrag #125
Die "Stimme in meinem Zimmer" habe ich gehört und das kann mir keiner nehmen. - Ich habe mir lange überlegt, ob ich dies im Forum schildern soll, dachte mir aber dann, dass es vielleicht doch den einen oder anderen interessieren könnte. Mir dies abzunehmen, verlange ich jedoch von keinem, denn meine Erfahrung und die bestätigende Reaktion durch meine Frau genügt mir vollkommen. Hätte sie nicht so spontan reagiert, würde ich allerdings bis heute an dem "Erlebnis" zweifeln, genauso wie an den Träumen, welche mich schon über ein halbes Jahr vorher auf diese Schicksalswendung deutlich aufmerksam machten.
Wie schon gesagt: Immer hübsch locker bleiben!
Gruß von Reklov

Mich würde interessieren, ob du weitere Erlebnisse ähnlicher Art hattest und ob daraus ein "bestimmter" Kontakt entstanden ist. Sich so zu öffnen hat eine bestimmte Bedeutung, gerade wenn jemand anwesend ist, der das spielen der Gitarre versteht!

Ich würde aber auch gern noch etwas zu dem Gehörten von Gysi hinzufügen:
zu 1: Was hast du ihm geantwortet @Gysi ?
zu 2: Wer mit dem Wort UFO in ein Gespräch einsteigt und dazu noch Aliens benennt, ist vom Anblick einer Erscheinung die er nicht beschreiben kann auf das angewiesen, was er aus menschlichen Erklärungen solcher Phänomene erfahren hat. Wie Reklov schon sagt, sind solche Erfahrungen erst glaubwürdig wenn man sie selbst erlebt. Es gibt keine fliegenden Untertassen die sich Menschen in solcher Nähe zeigen. Es gibt aber durchaus Phänomene die als solches zu deuten sind. Hier aber eine Erklärung abzugeben, ist genauso wirksam wie das Gesamtthema dieses Forums.

Guts Nächtle und angenehme Träume

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

03.03.2016 09:26
#128 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Zitat
Warum fragt mich jetzt keiner, warum ich bei meinem (ehemaligen) Dialogversuch mit Reklov nicht komplett "ausgeflippt" bin.

Perquestavolta,

... wenn Du (wegen Deines italienischen Temperaments?) so schnell komplett ausflippst, so solltest Du vielleicht Beruhigungstee trinken und nicht so viel Cappuccinos zu Dir nehmen!?!?

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

03.03.2016 09:32
#129 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Zitat
Manche Richtungen unterscheiden dann auch verschiedene Erfahrungen. So sind bei Sant Mat wenn ich mich recht erinnere, akustische spirituelle Phänomene, wenn sie von rechts kommen gut, wenn sie von links kommen, böse.

Wu,

... politisch ist das in Deutschland so: Hier sind sowohl die rechten, wie auch die linken Phänomene allesamt böse!

Spaß beiseite: Als ich seinerzeit die besagte Stimme am Samstag-Nachmittag hörte, las ich gerade Zeitung, war also im Grunde abgelenkt.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

03.03.2016 09:40
#130 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Zitat
Ich würde aber auch gern noch etwas zu dem Gehörten von Gysi hinzufügen:
zu 1: Was hast du ihm geantwortet @Gysi ?

SOL demiurg,
ich antwortete Gysi unter #125 (unter dem dritten Zitat).

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.939

03.03.2016 09:54
#131 Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Zitat von Reklov
also - so wie ich das sehe (und Kritik kommt ja nicht allein von mir!) hast Du bei dem Versuch, meine Person zu beschreiben, sicher in Deinen eigenen großen Spiegel geschaut!? -

Was für eine Retourkutsche! Ernste Antwort? => Nein!

Zitat
Wenn ich also sage, dass Hendrix keinen Jazz spielen konnte (da gibt es ganz andere Größen!) so ist das keinesfalls snobistisch, sondern einfach eine Tatsache.

Es ist verstörend, lächerlich und abstoßend, sich vor dem bis dato größten kreativen E-Gitarristen aller Zeiten seine eigene Person als etwas Besseres vorzuschieben! Du wolltest nur mal zeigen, was für ein toller Hensgt du bist in Sachen Musik, und dass man besser mit dir darüber nicht reden sollte. Weil wir deine Mühe nicht wert wären. Und da unser Thema ja ein ganz anderes ist, meinst du das gleiche auch zum Thema RELIGION! Ihr von einer Göttlichkeitswahrnehmung entkernten Atheisten, haltet eure Klappen, hier kommt DAS LICHT! (meine freie Übersetzung) "Schwamm drüber"? Ja, is' wohl besser so...

Zitat
Mein anfängliche Verblüffung wurde auch schnell durch die Frage meiner ins Zimmer kommenden Frau, ob ich sie gerufen habe - zerstreut!

Vielleicht hast DU sie gerufen?

Zitat
Wer immer auch die Wortchiffre "Gott" in den Mund nimmt, muss sich klar machen, dass er hier über etwas redet, dass sich unserem Bewusstsein nur indirekt offenbart

Oder ziemlich direkt, aber falsch interpretiert. "Gott" ist aus unserem Inneren bewusstseinstechnisch externalisiert, schizophreniert. Is' nix Krankhaftes. Unser Ich ist komplex und zur Schizophrenisierung angelegt. Und die kann zur Krankheit ausarten.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

03.03.2016 11:13
#132 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Zitat
Es ist verstörend, lächerlich und abstoßend, sich vor dem bis dato größten kreativen E-Gitarristen aller Zeiten seine eigene Person als etwas Besseres vorzuschieben!

"Verstörend" ist höchstens, dass Du nicht genau liest, was ich schrieb. Als ich sagte, dass es im Jazz-Bereich ganz andere Größen auf der Gitarre gibt, habe ich ja nicht mich gemeint! - Hier sind also einige Namen, welche Du mal auf youtube anhören solltest. Sie haben schon vor Hendrix geglänzt und sind den Eingeweihten bestens bekannt: Attila Zoller, Larry Carlton, Volker Kriegel, Django Reinhardt, Tal Farlow, Barney Kessel, George Benson, (um nur einige zu nennen!) Die Liste, welche nach Hendrix auf der Jazz-Gitarre bekannt wurde, ist zu lang, um sie hier aufzuführen. (Würde dem Laien auch wenig sagen!) Hendrix hat seinen berechtigten Ruhm in der Rock-Musik erworben. Das kreative Spiel ist aber nicht sein Ding allein. Hendrix überraschte das Publikum vor allem mit ungewohnten Sounds, Verstärker-Experimenten und den bekannten Gesten, wie das Anheben der nun gedrehten Gitarre an seinen Mund. Der arglose Laie dachte nun, Hendrix reiße die Saiten nun tatsächlich mit der Zunge oder gar den Zähnen an. Dies geht aber gar nicht! In Wirklichkeit war es ein Show-Effekt, denn Hendrix benützte dazu natürlich die nun verborgene Spielhand, die er geschickt hinter der hochgehaltenen Gitarre vor dem Publikum verbergen konnte.-

Von Jazz-Gitrristen habe ich bestimmte Akkorde und Solo-Linien gelernt, die Hendrix wahrscheinlich (als Rock-Gitarrist) gar nicht kannte. (Es gibt übrigens über 1000 solcher Fingerstellungen!). - Selbst heute kann keiner der vielen Musik-Stile von einem Gitarristen allein "perfekt" vorgeführt werden und so splitten sich die Spezialisten auf diesem Instrument in die Sparten: Klassik, Flamenco, Country-Music, Rock, Blues, Pop, Jazz, Fusion etc. (Hoffe, das ist nun etwas klarer?!?)

Zitat
Vielleicht hast DU sie gerufen?

Das ist typisch für Dich, dass Du so etwas schreibst. Im Grunde unterstellst Du mir damit, dass ich lüge! (Du solltest Dich schämen, dass Du hierbei auch noch meine Frau, die Zeugin des Vorganges, indirekt mit einbeziehst!)

Zitat
Unser Ich ist komplex und zur Schizophrenisierung angelegt. Und die kann zur Krankheit ausarten.

Über Deine Komplexe hinsichtlich transzendenter Themen sind wir hier ja genügen informiert worden. Ob diese allerdings "krankhaft" sind, vermag ich nicht zu beurteilen, auch nicht, inwieweit Du überhaupt zu einer ehrlichen Selbstbetrachtung fähig bist - abseits dem angelernten Wissen, welches uns für manche Dinge vollkommen blind machen kann.

Gruß von Reklov

SOL demiurg Offline




Beiträge: 733

03.03.2016 12:14
#133 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

@Reklov Die Frage ging direkt an Gysi, da ja der Christ mit der Bibel fragte ob er ihm glaube oder als verrückt einstufe.

Ich habe Menschen kennen gelernt die christlich berührt wurden, doch musste ich dann immer feststellen, das diese in ihren Glauben gefangen waren und dies erkannte man dann auch an ihrem Auftreten. Wenn jemand in einer Kneipe erzählt er habe Jesus persönlich getroffen oder gesehen und dabei noch offensichtlich partou nicht verrückt erscheint, ist er entweder ein guter Geschichtenerzähler oder hat etwas erlebt, was ihm zu schaffen macht. Dieses aber unter seinesgleichen, also unter Christen, zu verbreiten, würde unter diesen auf Abstoß stoßen.
Solche Menschen, mit eben solchen Hintergrund, können, wie oben angedeutet, nur das erklären, was ihnen über die Jahre in den Sinn gelehrt wurde. Ein Christ sieht Jesus, ein anderer sieht Mohammad, ein dritter sieht Aliens, und ein vierter die Relativitätsformel.
Aber all diese gesichteten Phänomene, die unser Gehirn nur mit den vorhandenen Informationen bearbeiten kann die es gelehrt bekam, sind oder können weitaus mehr bedeuten. Nur wird dir niemand glauben schenken. Solch eine Öffnung der Gedanken in ein fremdes Umfeld, bedeutet immer einen Bruch, eine Weggabelung die man aus freier Entscheidung heraus tätigt und deren Auswirkung dann auch zu spüren bekommt.
Deswegen bilden und bildeten sich über tausenden von Jahren sämtliche Gruppierungen um diese Phänomene, die wir bis heute zu spüren bekommen und auch noch spüren werden.

Um soetwas zu verstehen, oder besser gesagt verstehen zu können, bedarf es der Hingabe, der Zuwendung solcher Phänomene und Erlebnisse mit einem neutralen Blick auf all diese Dinge. Gysi und andere hier sind davon weit weit entfernt, da sie nur die Schafe in der Herde sind, also nur Gruppenmitglieder, die die bekannten Informationen "am Leben erhalten". Sozusagen durch die Zeit bringen um das sie nicht in Vergessenheit geraten.
Ein Mittel zum Zweck der Evolution.

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

03.03.2016 13:08
#134 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Zitat
Um soetwas zu verstehen, oder besser gesagt verstehen zu können, bedarf es der Hingabe, der Zuwendung solcher Phänomene und Erlebnisse mit einem neutralen Blick auf all diese Dinge. Gysi und andere hier sind davon weit weit entfernt, da sie nur die Schafe in der Herde sind, also nur Gruppenmitglieder, die die bekannten Informationen "am Leben erhalten". Sozusagen durch die Zeit bringen um das sie nicht in Vergessenheit geraten.
Ein Mittel zum Zweck der Evolution.

SOL demiurg,

... ein interessanter Betrachtungswinkel, den Du hier als Denkanstoß aufzeigst.
Ob Gysi und Co. dies auch nur im Ansatz verarbeiten können, bleibt abzuwarten!?

Gruß von Reklov

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

03.03.2016 14:04
#135 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #134

Zitat
Um soetwas zu verstehen, oder besser gesagt verstehen zu können, bedarf es der Hingabe, der Zuwendung solcher Phänomene und Erlebnisse mit einem neutralen Blick auf all diese Dinge. Gysi und andere hier sind davon weit weit entfernt, da sie nur die Schafe in der Herde sind, also nur Gruppenmitglieder, die die bekannten Informationen "am Leben erhalten". Sozusagen durch die Zeit bringen um das sie nicht in Vergessenheit geraten.
Ein Mittel zum Zweck der Evolution.
SOL demiurg,

... ein interessanter Betrachtungswinkel, den Du hier als Denkanstoß aufzeigst.
Ob Gysi und Co. dies auch nur im Ansatz verarbeiten können, bleibt abzuwarten!?

Gruß von Reklov



Hallo Reklov;

numinose Erfahrungen aller Art sind faszinierend für den Betroffenen,
aber eben extrem subjektiv und kaum mental zu kommunizieren.
C.G.Jung hatte wohl mehrfach dergleichen erlebt, aber es immer vermieden öffentlich darüber
zu sprechen. Nur im engen Freundeskreis, zb im Briefwechsel mit Hermann Hesse, spricht er darüber.
Nur in seinem letzten Interview, als er gefragt wurde, ob er an Gott glaube, sagte er nein, er glaube nicht,
sondern er weiß um Gott. Aber da war er schon alt und mußte sich um seine Reputation keine Sorgen mehr machen.
Bewahre Deine Erfahrung und lasse sie nicht zerreden, so würde ich sagen.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.939

03.03.2016 14:24
#136 Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Zitat von Reklov
Als ich sagte, dass es im Jazz-Bereich ganz andere Größen auf der Gitarre gibt, habe ich ja nicht mich gemeint!

Ach, erzähl doch nichts! Du hast den dicken Musikkennerhengst hervorgekehrt, dem niemand das Wasser reichen kann - eigentlich selbst JIMI HENDRIX nicht! Ich sowieso nicht, klar. Und dass Jazz sowieso mehr wert ist als Rock und Pop. Und dieses Jazz-Kleid ziehst du dir auch verdammt snobistisch an, wie Musik dir eh nur dazu geschaffen ist, deine Höherwertigkeit zur Schau stellen zu können.

Aber nochmal: Hier läuft ein anderes Thema.

Zitat
Das ist typisch für Dich, dass Du so etwas schreibst. Im Grunde unterstellst Du mir damit, dass ich lüge! (Du solltest Dich schämen, dass Du hierbei auch noch meine Frau, die Zeugin des Vorganges, indirekt mit einbeziehst!)

Nö. Ich unterstelle dir keine Lüge, sondern eine Fehlinterpretation deiner Wahrnehmung. Und deine Frau kann ja DICH gehört haben. Meinem Bekannten von damals, dem Christen, unterstellst du ja auch was: nämlich besoffen gewesen zu sein. War er nicht, war er nie, und ich war es zum Zeitpunkt seines Jesus-Outings ebenso nicht.

Zitat
Um soetwas zu verstehen, oder besser gesagt verstehen zu können, bedarf es der Hingabe, der Zuwendung solcher Phänomene und Erlebnisse mit einem neutralen Blick auf all diese Dinge. Gysi und andere hier sind davon weit weit entfernt,

Denk nochmal über die Urneigung der Menschen nach, ihr eigenes Ich zu "schizophrenieren". Die Urreligionen der Schwarzafrikaner, für die Träume und Tagträume Gottesansprachen waren.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

03.03.2016 14:31
#137 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Zitat
numinose Erfahrungen aller Art sind faszinierend für den Betroffenen,
aber eben extrem subjektiv und kaum mental zu kommunizieren.
C.G.Jung hatte wohl mehrfach dergleichen erlebt, aber es immer vermieden öffentlich darüber
zu sprechen. Nur im engen Freundeskreis, zb im Briefwechsel mit Hermann Hesse, spricht er darüber.
Nur in seinem letzten Interview, als er gefragt wurde, ob er an Gott glaube, sagte er nein, er glaube nicht,
sondern er weiß um Gott. Aber da war er schon alt und mußte sich um seine Reputation keine Sorgen mehr machen.
Bewahre Deine Erfahrung und lasse sie nicht zerreden, so würde ich sagen.

Reisender,

Deine Zeilen treffen ins Schwarze! - Ich war mir schon anfangs nicht sicher, ob ich diese meine spezielle Erfahrung (damals mit 48 J.) überhaupt ins Forum stellen sollte, wusste ich doch um die Antworten, welche von den in dieser Hinsicht vollkommen "Unerfahrenen" sofort getippt werden.
Dass man aber nicht zu jedem Thema etwas Förderliches beitragen kann, vor allem, wenn man darin keinerlei persönliche Erfahrung hat, ist an sich selbstredend, denn hier nützt einem das links und rechts aufgesammelte Bücherwissen recht wenig!

Wie sagt doch Goethe in seinem Gedicht SEELIGE SEHNSUCHT: Sagt es niemand, nur den Weisen, weil die Menge gleich verhöhnet...

Gruß von Reklov

SOL demiurg Offline




Beiträge: 733

03.03.2016 15:42
#138 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

@Reisender Ich stimme dir hier vollkommen zu.

@Gysi Du zerrupfst Texte und dadurch deren Inhalt und pickst wie ein Huhn nur die Körner heraus, die dir genehm sind. Was hier in den letzten Aussagen geschehen ist, wirst du mit deiner Einstellung nicht bis niemals erfahren.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.939

03.03.2016 16:38
#139 Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Zitat von SOL demiurg
Du zerrupfst Texte und dadurch deren Inhalt und pickst wie ein Huhn nur die Körner heraus, die dir genehm sind. Was hier in den letzten Aussagen geschehen ist, wirst du mit deiner Einstellung nicht bis niemals erfahren.

Das Gefühl deiner geistigen Erhabenheit (siehe z.B. dein Nickname) will ich auch dir nicht nehmen. Kritische Nachfragen werden von Hochspirituellen wie euch schnell giftig gekontert. STAUNEN und BEWUNDERUNG ist doch angesagt! ICH habe den Pfad zur Erkenntnis, und den könnt ihr MIR nicht nehmen! Ihr dürft ihn aber alle gerne mit beschreiten. Die Fähigkeit dazu habt ihr auch.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

03.03.2016 17:14
#140 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Zitat
Ach, erzähl doch nichts! Du hast den dicken Musikkennerhengst hervorgekehrt, dem niemand das Wasser reichen kann - eigentlich selbst JIMI HENDRIX nicht! Ich sowieso nicht, klar. Und dass Jazz sowieso mehr wert ist als Rock und Pop. Und dieses Jazz-Kleid ziehst du dir auch verdammt snobistisch an, wie Musik dir eh nur dazu geschaffen ist, deine Höherwertigkeit zur Schau stellen zu können.

Gysi,

in der Musik wird nicht über den Wert der einzelnen Stilarten geredet, sondern der Kenner weiß um die entscheidenden Unterschiede und merkt sofort, was einer in seiner Stilart drauf hat, wenn er ihn spielen hört! Das wird Dir jeder Musiker hier im Forum gerne bestätigen. (Ich nehme mal an, es gibt hier ein paar?) - Die Sprache der Musik versteht aber nur derjenige perfekt, welcher sie selbst spricht - ähnlich, wie bei einer Fremdsprache! Auf diesem Gebiet scheinst Du jedenfalls keine große Ahnung zu haben (wie solltest Du auch?). Deswegen brauchst Du Dich aber nicht grämen, weil Dir dieses Thema in keiner Weise zugänglich ist. Wenn Du allerdings von spirituellen Dingen auch so wenig Ahnung (Erfahrung) hast, solltest du Deine Rolle hier schon etwas bescheidener vortragen und nicht so tun, als gelte lediglich Deine Weltsicht allein.
Auch Dein ehrgeiziges Bemühen, den Gottesgedanken von irgendjemandem hier im Forum bewiesen oder nicht bewiesen zu bekommen, wird sich nicht erfüllen! Der Versuch allein ist schon lächerlich! Ich denke aber, dass Dir dies auch bewusst ist.
Zu Deinem Bekannten, dem Jesus erschienen sein soll, merkte ich nur an, dass ich ihn näher kennen lernen müsste, um seine Aussagen überhaupt irgendwie einschätzen zu können. Die einleitende Bemerkung, dass er hoffentlich nüchtern mit der Bibel am Stammtisch erschien, ist aber hoffentlich auch von humorlosen Menschen richtig einzuordnen! Alles klar?

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.939

03.03.2016 17:41
#141  Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Zitat von Reklov
Auf diesem Gebiet scheinst Du jedenfalls keine große Ahnung zu haben (wie solltest Du auch?). Deswegen brauchst Du Dich aber nicht grämen, weil Dir dieses Thema in keiner Weise zugänglich ist.

Na, dann hast du aber deinen Schatz gefunden, nicht? Die Sprache der Musik ist universal! Wer es nicht versteht, viele Menschen mit seiner Musik umzuhauen, verbaut sich den Zugang zu ihnen vielleicht selber. Mit "einer Sprache, die man erst mal jahrelag selber lernt, kann man nur Leute antörnen, die diesen Lernprozess selber gegangen sind"? Was soll denn das? Wer so vorgeht, hat keine Fans. Der paukt eine vermeintliche "Sprache der Musik", aber er spricht sie in Wirklichkeit eben doch nicht! Der GUTE Musiker haut die Leute weg! Hör dir mal "Peace will come" von Melanie Safka an, dann weißt du, was ich meine! Oder auch nicht. Du bist ein snobistischer, elitär denkender Gehobener, der sich von den Gewöhnlichen abzustoßen gedenkt, so machst du Musik, so redest du über sie, und so instrumentalisierst du auch den Jazz, der früher einmal etwas anderes verkörperte als gerade DAS! "I know, it's only Rock and Roll - but I like it!" (Jagger/Richards) - hatten wir ja schon mal gehabt. Darum geht's. Sie muss dich UMHAUEN, die Musik. Dann ist sie gut! Die Musik muss dich erreichen, auch als Analphabet, denn du bist eben doch kein Analphabet, weil du FÜHLEN kannst! Diese Sprache des Fühlens musst du sprechen als Musiker. Sonst kannst du noch so gehoben und brustgeschwellt daherstolzieren - du machst es falsch!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

SOL demiurg Offline




Beiträge: 733

03.03.2016 18:57
#142 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Im Film "Weiße Jungs bringen´s nicht" gibt es eine Szene, in der Woody Harrelson eine Musikkassette ins Autoradio steckt. Die Musik die spielt ist von Jimi Hendrix.
Wesley Snipes auf dem Rücksitz fragt verdutzt, was er dort tut.
Harrelson antwortet: Ich höre mir Jimi gern an!
Snipes schüttelt den Kopf und sagt: Du hörst dir Jimi Hendrix gern an?
Harrelson antwortet: Ja, was ist daran falsch? Soll ich ihn essen?
Snipes antwortet: Du kannst dir Jimi nicht nur anhören, du musst ihn hören!

In der heutigen Zeit muss Musik umhauen, muss Geld einbringen und wird so ausgelegt, das sie die "Herzen der Menschen erreicht" um sie gut verkaufen zu können.
Musik ist aber mehr als ein gutes Geschäft. Wer Musik hören kann - fühlt, eine seit tausenden von Jahren schwingende Lebendigkeit in ihr.
In den amerikanischen Sklavenzeiten wurde die Musik von den Sklaven als Informationsweitergabe benutzt um von einem Sklavenlager Informationen aus dem anderen zu erhalten.

Zitat Gysi: Kritische Nachfragen werden von Hochspirituellen wie euch schnell giftig gekontert. STAUNEN und BEWUNDERUNG ist doch angesagt!
Giftig gekontert?? Ich nehme mal hier wolltest du witzig sein? Staunen und bewundern...das solltest du dir vielleicht bei ein paar Antworten selbst zu Herzen nehmen.
Dich will ja auch niemand von deinem Weg der Erkenntnis abbringen, das sind ja deine Entscheidungen. Aber den Weg gehst du ja nicht allein. Andere sind vielleicht schon den Weg gegangen der noch vor dir liegt und kommen dir mit hilfreichen Erfahrungen entgegen?!

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

03.03.2016 20:18
#143 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Musik hat biologische Auswirkungen. Der Herzschlag wird beeinflusst, es werden aus der Erinnerung heraus Schauer am Rücken gespürt, der Bewegungsdrang wird aktiviert und bildliche Vorstellungen zu bestimmten Klangfolgen sind Folgeerscheinungen.
Diese Kenntnisse werden seit Urzeiten auch von (heidnischen) Priestern, begnadeten Demagogen und christlichen Missionaren genutzt. Alles wird im Takt und Gleichschritt "gefühlsmäßig" in der (Volks-)Gemeinschaft kollektiv zusammengeführt und koordiniert.

Ich wage allerdings die Aussage, dass bisher trotz gewaltiger Orgelklänge sich noch kein Gott oder Erlöser der jeweiligen Versammlung gezeigt hat. Fotos wurden in dieser Hinsicht auch nicht als Nachweise der Existenz von "Übernatürlichem" präsentiert. Das Ziel ist die irdische Herrschaft über die Masse, indem man durch rhythmische Wiederholungen eine konstruierte "Überzeugung" einhämmert und behauptet, dass habe nichts mit Vorteilserschleichung und Schmarotzertum zu tun.

Marschmusik schickt gedrillte Soldaten in den Heldentod, Orgelmusik schickt verführte Gläubige in die Sklaverei des Zehnten, Frondienstes oder Kirchensteuerabzuges.

Wu Offline




Beiträge: 416

03.03.2016 22:24
#144 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Ich glaube nicht, das alle Musik alle erreichen tut. Ich renn sicher bei Helene Fischer schreiend fort. Andere Leute tun das bei anderer Musik. (Ich erinnere mich an ein Konzert von Astro - berühmter jap. Noise-Musiker, wo ein GEMA-Mensch zur Kontrolle da war, aber schon nach dem Soundcheck verschwunden war).
Es gibt Musik, die einem tief berühren kann (und bei mir auch tut, sehr verschiedene Musik) und auch Musik, die heilen kann. Sicher kann Musik auch manipulativ eingesetzt werden. Aber vielleicht denken auch manche, jeder will nur manipulieren.
Meiner Meinung nach nicht. Es gibt für mich auch viel zutiefst berührende religiöse Musik (sowohl christliche wie auch islamische), und sie bringt mich nicht dazu, an einen Gott zu glauben. Ich kann auch Metal hören, ohne Satan zu verfallen.

Ansonsten hat gute Musik auch nicht unbedingt viel mit Können zu tun. Es gibt Leute, die nicht viel Können, aber aus meiner Sicht berührende Musik machen, es gibt große Könner, deren Musik tot bleibt.

Es gibt im übrigen viel Musik, die nicht aus kommerziellen Gründen gemacht wird. Gerade wenn ich mir die ganze experimentelle Musik, oder auch viel der neuen Folk und Freakfolk-Musik ansehe. Es gibt zur zeit so viele Konzerte, wo man nur den Hut rumgehen läßt, und wo auch nur ne Handvoll Leute da sind. Aber vielen Musikern macht das recht wenig aus. Es kommt drauf an, das sie ihre Musik darbieten können, das ist das wahre Geschenk für sie.

Viel kam für mich in folgenden Interview mit zwei der ganz großen Musikern auf den Punkt gebracht. Caspar Brötzmann (übrigens Sohn von Peter Brötzmann) und FM Einheit. https://www.youtube.com/watch?v=iKCEDZl9Ex0
C. Brötzmann passt ja gut zu dem was ihr über HENDRIX geschrieben habt. Er meinte ja mal, daß er HENDRIX gegessen hat. Aber das ist auch schon wieder lange her.

___________________________________

"I think human consciousness is a tragic misstep in evolution. We became too self-aware. Nature created an aspect of nature separate from itself, we are creatures that should not exist by natural law."

True Detective

Wu Offline




Beiträge: 416

03.03.2016 22:59
#145 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Zitat von Reisender im Beitrag #135


numinose Erfahrungen aller Art sind faszinierend für den Betroffenen,
aber eben extrem subjektiv und kaum mental zu kommunizieren.
C.G.Jung hatte wohl mehrfach dergleichen erlebt, aber es immer vermieden öffentlich darüber
zu sprechen. Nur im engen Freundeskreis, zb im Briefwechsel mit Hermann Hesse, spricht er darüber.
Nur in seinem letzten Interview, als er gefragt wurde, ob er an Gott glaube, sagte er nein, er glaube nicht,
sondern er weiß um Gott. Aber da war er schon alt und mußte sich um seine Reputation keine Sorgen mehr machen.
Bewahre Deine Erfahrung und lasse sie nicht zerreden, so würde ich sagen.


Daher heisst es in manchen Traditionen auch, man soll damit nur mit seinem Lehrer reden.
Aber es ist interessant, das sicher ähnliche Erfahrungen/Phänomene in verschiedenen Traditionen zu fast gegensätzlichen Interpretationen führen.
Aber meine Erfahrung mit solchen Erfahrungen ist auch, das man an ihnen sehr schön anhaften kann. Und dies zu Stagnation führen kann.
Mit dem Wissen ist das so eine Sache. Sicher weiß mancher Christ, daß sein Erlöser lebt. Mancher andere, weiß das er wiedergeboren wurde. Mancher Taoist weiß ums Dao. Mancher Heide weiß um die Wirklichkeit von Odin. Mancher Atheist weiß, daß das alles Unsinn ist.
Ein Satsanglehrer, ich weiß nicht mehr welcher, Tony Parsons oder Richard Sylvester, meinte einmal: Leute mit Gewißheiten würde ich meiden wie die Pest.
Gewißheiten verstellen einfach den Blick auf die offene Weite.

„Ich würde gerne irgend etwas anbieten, um Dir zu helfen, aber im Zen haben wir überhaupt nichts.“ Ikkyū Sōjun

Weißt nicht auch Meister Eckharts "Wir sollen Gott ledig sein" in eine ähnliche Richtung? Das meint ja Gelassenheit: Alles lassen zu können.

___________________________________

"I think human consciousness is a tragic misstep in evolution. We became too self-aware. Nature created an aspect of nature separate from itself, we are creatures that should not exist by natural law."

True Detective

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.939

04.03.2016 08:59
#146 Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Zitat von SOL demiurg
Dich will ja auch niemand von deinem Weg der Erkenntnis abbringen, das sind ja deine Entscheidungen. Aber den Weg gehst du ja nicht allein. Andere sind vielleicht schon den Weg gegangen der noch vor dir liegt und kommen dir mit hilfreichen Erfahrungen entgegen?!

Wir sollten von der Musikdebatte wegkommen, hier geht es doch um RELIGION. Eigentlich um das PLÄDOYER FUR DEN ATHEISMUS. Du willst gewiss gegen ein Plädoyer sprechen, dann leg los. Du hast Erfahrungen gemacht, die ich als Nichtspiritistischer nicht machen konnte? Dann teile sie uns Atheisten doch mit, wie wollen doch auch nicht dumm sterben! Wie lange bis du jetzt dabei, SOL demiurg? Was haben wir von dir gelesen?

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.939

04.03.2016 09:15
#147 Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Zitat von Perquestavolta
Warum fragt mich jetzt keiner, warum ich bei meinem (ehemaligen) Dialogversuch mit Reklov nicht komplett "ausgeflippt" bin.

Weil wir dich verstehen? Aber ausrasten bring nichts. Raste alleine aus. Und komme mit guten, treffenden, flammenden Worten wieder!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

04.03.2016 10:06
#148 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Zitat
Die Sprache der Musik ist universal! Wer es nicht versteht, viele Menschen mit seiner Musik umzuhauen, verbaut sich den Zugang zu ihnen vielleicht selber. Mit "einer Sprache, die man erst mal jahrelag selber lernt, kann man nur Leute antörnen, die diesen Lernprozess selber gegangen sind"? Was soll denn das? Wer so vorgeht, hat keine Fans.

Gysi,
Musik ist eine der Kunstformen des Menschen und ihre Meister schielen (schielten) nie nach dem Beifall des Publikums, wenn sie kreativ Neues komponierten. Das, was Du meinst, sind die kommerziellen Ziele der Musikindustrie, welche natürlich Gewinne machen müssen und deswegen den Massengeschmack besonders gerne finanzieren, weil nur damit Gewinne möglich werden. Der Boss von Capitol-Records gab seinerzeit zu, dass er seinen "Liebling", den klassischen Sektor, nur mit den Gewinnen finanzieren konnte, welche ihm die Hits der damals so erfolgreichen BEACH BOYS einbrachten. Musik ist sicher universal, aber dennoch hört man im indischen und arabischen Raum andere Töne, als hier in Deutschland, welches hauptsächlich von den US-Musikkonzernen gelenkt und "geschmiert" wird. Fans folgen nun mal gerne den von ihnen bevorzugten Strömungen und wissen über die Inhalte der Musik in der Regel recht wenig. Man schaue hierzu nur mal auf die Top Ten der internationalen Hitparaden und man weiß, was ich meine.

Zitat
Der GUTE Musiker haut die Leute weg! Hör dir mal "Peace will come" von Melanie Safka an, dann weißt du, was ich meine! Oder auch nicht. Du bist ein snobistischer, elitär denkender Gehobener, der sich von den Gewöhnlichen abzustoßen gedenkt, so machst du Musik, so redest du über sie, und so instrumentalisierst du auch den Jazz, der früher einmal etwas anderes verkörperte als gerade DAS!

Der gute Musiker ist in der Regel kein Showman und scheut das Publikum. Deswegen gibt es auch die vielen anonymen, aber glänzend spielenden Studio-Musiker, welche die CD-Produktionen nicht nur perfekt, sonder vor allem schnell einspielen. Für einen Produzenten ist dies wichtig, weil ein Ton-Studio pro Tag eine beachtliche Summe kostet! Als Begleitmusiker auf einer Star-Tournee sind solche Studiomusiker in der Regel auf der Bühne nichts fürs Auge. Hierzu holen sich die Stars der Branche die sog. Session-Musiker. Diese spielen auch recht gut, können sich aber zudem noch tänzerisch bewegen, sehen passabel aus und sind auch entsprechend angezogen - eben bühnentauglicher!
Der US-Sänger PRINCE sucht sich z.B. für seine Band stets auch so optisch schräge Vögel aus, wie er selbst einer ist!

Zitat
"I know, it's only Rock and Roll - but I like it!" (Jagger/Richards) - hatten wir ja schon mal gehabt. Darum geht's.

Darum geht es eben nicht, denn gerade Keith Richards sagte in einem Interview in der Fachzeitschrift GITARRE/BASS, dass er kein guter Gitarrist sei und für ihn die Meister auf diesem Instrument erst auf der Ebene eines SEGOVIA (verstobener klass. Gitarrist aus Spanien) beginnen. Keith weiß genau, weil er selber sich an dem Instrument schon über so viele Jahre abmüht, wo seine Grenzen liegen. Mit Snobismus hat also die Einschätzung von Musik-Qualität wenig zu tun. Ähnlich ist es auch in den anderen Kunstformen. Auch hier darf man den Erfolg beim Massenpublikum nicht automatisch mit Qualität gleichsetzten wollen.

Zitat
Darum geht's. Sie muss dich UMHAUEN, die Musik. Dann ist sie gut!

... sagte der Laie Gysi!

Zitat
Diese Sprache des Fühlens musst du sprechen als Musiker. Sonst kannst du noch so gehoben und brustgeschwellt daherstolzieren - du machst es falsch!

...sagte der musikalische Analphabet Gysi. (Sag so etwas bitte nie in Musikerkreisen, sonst nehmen die Dich von vorne herein nicht für voll!) Das Thema sollte damit abgeschlossen sein, denn ich sehe, dass Du hierzu gar nichts Förderliches beitragen kannst - ähnlich, wie wenn du Versuche über die Transzendenz einstreust. Hier liegen Deine Schwächen, obwohl Du natürlich auch Deine speziellen Stärken (Wissensgebiete) hast - wie eben jeder Mensch. -

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

04.03.2016 10:08
#149 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Zitat
Mit dem Wissen ist das so eine Sache. Sicher weiß mancher Christ, daß sein Erlöser lebt. Mancher andere, weiß das er wiedergeboren wurde. Mancher Taoist weiß ums Dao. Mancher Heide weiß um die Wirklichkeit von Odin. Mancher Atheist weiß, daß das alles Unsinn ist.

Wu,

... wissen tun sie alle nichts, aber ich denke, dass auch Dir der Unterschied von Wissen und Glauben schon geläufig sein müsste?

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

04.03.2016 10:16
#150 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus antworten

Zitat
Aber ausrasten bring nichts. Raste alleine aus. Und komme mit guten, treffenden, flammenden Worten wieder!

Gysi,

... netter Rat für Perquestavolta, aber ich halte ihn schon für "hell" genug, dass auch er die Grenzen unserer Sprache, welche unseren Erkenntnisstand ausdrückt und bekleidet, ziemlich genau einzuschätzen vermag - auch wenn er es bevorzugt, mit allein "wissenschaftlichen Worten" auf der Gesprächsbühne des Forums aufzutreten.

Gruß von Reklov

Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | ... 14
 Sprung  
________________________________________

"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

... Platz für Verlinkungsaustausche ...

VORSICHT! Vertrauensunwürdige Werbung!

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor