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Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

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Dieses Thema hat 347 Antworten
und wurde 11.937 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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Wu Offline




Beiträge: 416

10.03.2016 14:15
#226 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Lukrez im Beitrag #223

Zitat
Was du nicht willst, das man dir tue, das füg auch keinen andern zu.

Ein Spruch, der auch zur Rechtfertigung einer totalitären Gesinnung taugt - oder aber zu vollkommener Beliebigkeit.
Zu seiner Erfüllung müsste man den Menschen "umformen", da er der Natur und der Gesellschaft der Menschen widerspricht.
Solche "Umformer" hat es im Lauf der Geschichte immer wieder gegeben und sie endeten immer in einer Katastrophe.
Er taugt nicht wirklich zur Begründung einer umfassenden Ethik!

Schopenhauer und Nietzsche haben schon vollkommen zurecht Kants Kategorischen Imperativ als mögliche Keimzelle einer totalitären Grundhaltung kritisiert.

Eine scharfe Kritik am kategorischen Imperativ formulierte Arthur Schopenhauer in seiner Schrift Über die Grundlage der Moral. Schopenhauer wirft Kant vor, die Notwendigkeit moralischer Gesetze nicht ausreichend zu begründen und seine Ethik damit auf ein Fundament zu stellen, das selbst nicht ausreichend gerechtfertigt sei. Er sieht in der Kantischen Formulierung „du sollst“ den Überrest einer theologischen Moral (vor allem des Dekalogs), die sich auf eine höchste moralische Instanz beruft.
(aus Wikipedia)
„Aber was kann ich denn eigentlich wollen, und was nicht?“ (Über die Grundlage der Moral , §7, S. 54) fragt sich Schopenhauer und kommt zu dem Schluss, dass „ich nur das wollen kann, wobei ich mich am besten stehe.“ Es ist „niemand anders als der Egoismus“ (ebenda, S. 53), der Kants obersten Grundsatz realisiert.

Es gibt ein strukturelles Unrecht, das in der Funktionsweise der Gesellschaft und der Natur begründet ist. Wobei sich hier dann die Frage ergibt, was Recht und Unrecht überhaupt ist. Gibt es überhaupt so etwas wie »Recht an sich« oder ist Recht und Unrecht immer eine Frage der subjektiven Wertung?
Der kantische Kategorischen Imperativ ist im Anbetracht der Funktionsweise und des Zustandes der Welt ein frommer Wunsch, er ist inkonsequent bis verlogen. Wer ihn Ernst nimmt, müsste sich für die (auch ökonomische) Gleichheit aller Menschen einsetzen, also für das, was Marx unter Kommunismus verstand. Aber der Kommunismus scheitert an der Natur des Menschen.

(Aus Philolex)


Naja, ich denke schon, daß der Spruch (den es wenn ich mich recht erinnere auch von Konfuzius gibt) etwas anders ist als Kants „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Aber sicher ist sie wie jede normative Ethik zu hinterfragen. Aber ich denke, daß er nichts überhöhtes hat. Eher so die Ebene: "Hinterlasse das Klo so, wie du es vorzufinden wünschst."

Hier geht es also nicht um Recht und Unrecht, sondern nur darum, den anderen als gleich mir anzusehen. Außerdem ist es normale Lebenserfahrung: Verhalte ich mich wie ein Arsch, behandeln mich anderen auch wie ein Arsch.

Ich denke eher, daß die Ausmerzung aller Weltanschauungen außer meiner totalitär ist.

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"I think human consciousness is a tragic misstep in evolution. We became too self-aware. Nature created an aspect of nature separate from itself, we are creatures that should not exist by natural law."

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Reklov Offline




Beiträge: 5.102

10.03.2016 18:31
#227 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Wu,

... keine unproblematische Forderung, denn, wie andere Sprachgebilde, kann auch dieser Satz leicht für eigene Zwecke zurechtgedreht werden! -
Ein Fan von Kinderpornos würde sich z.B. seligst wünschen, dass diese vom Gesetz in der Gesellschaft genehmigt/geduldet werden könnten. Wie bekannt, gab es ja seinerzeit in der damals jungen Partei der GRÜNEN die Bemühung, das Gesetz zum Schutze der Jugend aufzuweichen! - Heute schämt sich die Partei zwar für solche "Jugendsünden" einzelner Mitglieder, - vom Tisch fegen kann sie diese Eingaben allerdings nicht.

Gruß von Reklov

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

10.03.2016 19:14
#228 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Ein noch eher harmloses Beispiel dazu:
Die Zeugen Jehovas lehnen Bluttransfusionen für sich ab und finden das richtig.
Bei konsequenter Anwendung dieser Lebensweisheit müssten sie alles tun um Bluttransfusionen ganz zu verhindern und sie allgemein zu verbieten.
Also ist Totalitarismus in dieser Lebensweisheit durchaus angelegt.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

10.03.2016 19:26
#229 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Wer kennt - wie ich - Metzgermeister, die beim Schlachtefest Schweineblut trinken?

Das funktioniert über den Verdauungstrakt sehr gut ohne Komplikationen. Bei intravenöser Zuführung hätte ich da allerdings auch Bedenken. Grundsätzlich müsste es aber möglich sein, Menschenleben mit gespendetem Schweineblut zu retten.

Warten wir die neuere medizinische Forschung ab. Beten bringt uns hier wohl nicht weiter.

Wu Offline




Beiträge: 416

10.03.2016 20:22
#230 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #227

Zitat
„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“
Wu,

... keine unproblematische Forderung, denn, wie andere Sprachgebilde, kann auch dieser Satz leicht für eigene Zwecke zurechtgedreht werden! -



Ich habe doch gerade von dem Unterschied des "Was du nicht willst..." (Der goldenen Regel des Konfuzius) zum Kantschen kategorischen Imperativ hingewiesen. Sehr schön hat das für mich Günter Wohlfart in "Die Kunst des Lebens
und andere Künste - Skurrile Skizzen zu einem eurodaoistischen Ethos ohne Moral" (Es ist unter http://guenter-wohlfart.de/Docs/Kunst%20...ns_Wohlfart.pdf frei zugänglich).

Zitat
Kant verwirft also die goldene Regel als trivial und unzureichend und will sie durch den kategorischen Imperativ ablösen. Tatsächlich stellt aber das allgemeine Kantische Sittengesetz keineswegs einen Fortschritt gegenüber der ›trivialen‹
Konfuzianischen goldenen Regel dar. Vielmehr ist es gerade der Vorteil der Konfuzianischen Morallehre gegenüber der Kantischen, daß die goldene Regel kein ›abstraktes Kriterium zur Geltung‹ bringt, und daß in ihr nicht zum Ausdruck gebracht wird, ›daß Moral etwas mit Generalisierung bzw. Generalisierbarkeit zu tun hat‹. Sie gründet die Moral nicht auf ›eine formale, abstrakte Operation‹ und erklärt nicht das selbstreflexive Ich zum Maßstab des Verhaltens. Vielmehr ist der mitfühlende Herz-Geist der Maßstab der goldenen Regel. In ihr geht es nicht darum, sich in eine anonyme Allgemeinheit anderer Menschen bzw. in die ›Menschheit‹ hineinzudenken und dann einem allgemeinen Gesetz gemäß zu handeln, das durch eine diskursive Operation der Abstraktion zustande kam. Es geht vielmehr darum, sich in einen bestimmten Menschen – oder eine bestimmte Gruppe von Menschen – einzufühlen, sich in seine bzw. ihre besondere Lage hineinzuversetzen und zu handeln, gemäß einer konkreten, präreflexiven Intuition. Es geht nicht um das abstrakte Gedankenexperiment: Denk dir, welche Folgen es hätte, wenn alle so handelten wie du – ein Fall, der in Wirklichkeit niemals eintreten wird. Es geht vielmehr um das konkrete Ansinnen: ›Fühl dich bei deinem Handeln in den / die Anderen hinein!‹

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True Detective

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

10.03.2016 22:10
#231 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
Vielmehr ist der mitfühlende Herz-Geist der Maßstab der goldenen Regel. In ihr geht es nicht darum, sich in eine anonyme Allgemeinheit anderer Menschen bzw. in die ›Menschheit‹ hineinzudenken und dann einem allgemeinen Gesetz gemäß zu handeln, das durch eine diskursive Operation der Abstraktion zustande kam.


Das macht die Sache nicht besser - im Gegenteil!
Das mitfühlende Herz führte die Hand bei der Inquisition und wollte Menschen vor der ewigen Verdammnis retten.
Das mitfühlende Herz erfand die Guillotine und ließ bei der französischen Revolution die Köpfe um so leichter rollen.
Das eigene Ego bestimmt mitfühlend, was für andere gut sein soll.
Kant wollte hier einen Ausweg finden - es ist ihm nicht gelungen!

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(Lukrez)

Wu Offline




Beiträge: 416

11.03.2016 04:59
#232 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

In keinen deiner Beispiele geht es ja weder um wirkliches Einfühlen noch um Anwenden der goldenen Regel. Einfühlen ist ja eben gerade ein Hinausgehen über das eigene Ego/Ich (Zumal zu klären wär, ob Ego/Ich nicht eh nur eine schlechtes Konstrukt ist).
Und sie sind auch keine Gründe, die gegen Religions- und Bekenntnisfreiheit sprechen. Sondern es geht darin darum, den eigenen Glauben/das eigene Bekenntnis/die eigenen Vorstellungen absolut zu setzen.
Aber wie gesagt: Konfuzius's Ansätze teilen freilich die Schwächen jeder normativen Ethik. Aber sie weisst schon ein wenig ins offene.
Das interesanter ist aus meiner Sicht, das es das ganze auch zumindest im deutschen Sprachraum mit seiner komplett anderen Denkart auch als Sprichwort vorhanden ist.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.464

11.03.2016 09:30
#233 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Lukrez
Bei konsequenter Anwendung dieser Lebensweisheit müssten sie alles tun um Bluttransfusionen ganz zu verhindern und sie allgemein zu verbieten.
Also ist Totalitarismus in dieser Lebensweisheit durchaus angelegt.

Puhh - Gut, dass ZJ das differenzierter sehen, als du.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Reklov Offline




Beiträge: 5.102

11.03.2016 09:47
#234 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
Es geht nicht um das abstrakte Gedankenexperiment: Denk dir, welche Folgen es hätte, wenn alle so handelten wie du – ein Fall, der in Wirklichkeit niemals eintreten wird. Es geht vielmehr um das konkrete Ansinnen: ›Fühl dich bei deinem Handeln in den / die Anderen hinein!‹

Wu,

... auch das ist nur graue Theorie, welche übersieht, dass ja gerade das sich Hineinfühlen in den Anderen bei den meisten Menschen nicht so recht klappt. Die Abgedrifteten scheitern aber an solchen Forderungen gänzlich, denn sie sind von ihren Leidenschaften bereits total gefesselt und sehen über die Anderen gefühlsmäßig blind hinweg, verfolgen nur die Befriedigung ihrer eigenen Ziele und Wünsche - mögen diese harmlos, bösartig oder gar abartig sein!

Gruß von Reklov

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

11.03.2016 09:57
#235 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
In keinen deiner Beispiele geht es ja weder um wirkliches Einfühlen noch um Anwenden der goldenen Regel. Einfühlen ist ja eben gerade ein Hinausgehen über das eigene Ego/Ich


Was über das eigene Ego/Ich hinausgeht ist reinste Ideologie oder eben gesellschaftlicher Konformismus.
Auch das Ich ist hauptsächlich ein gesellschaftliches Konstrukt und wird vorwiegend durch die Gesellschaft geformt.
(Ich erinnere hier an die von mir gepostete Talkrunde mit Professor Metzinger!)

Wir haben einfach keine allgemeingültige gute Regel und können eines solche auch überhaupt nicht haben.
Da die Natur selbst schon eine ungerechte und mitleidlose Vorlage liefert, muss jede erzwungene Regel (da gegen die wahre Natur des Menschen gerichtet) konsequent angewandt in Totalitarismus enden.
Letztlich hängt alles vom persönlichen Empfinden ab - und das ist gesellschaftlich überformt und dem Zeitgeist sowie Ideologien (ob nun weltlich oder religiös spielt keine Rolle) unterworfen.
Der Mensch ist natürlicherweise weder gut oder schlecht - er ist aber seiner Natur und der Gesellschaft in der er lebt unterworfen.

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(Lukrez)

Wu Offline




Beiträge: 416

11.03.2016 11:30
#236 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #234

Zitat
Es geht nicht um das abstrakte Gedankenexperiment: Denk dir, welche Folgen es hätte, wenn alle so handelten wie du – ein Fall, der in Wirklichkeit niemals eintreten wird. Es geht vielmehr um das konkrete Ansinnen: ›Fühl dich bei deinem Handeln in den / die Anderen hinein!‹
Wu,

... auch das ist nur graue Theorie, welche übersieht, dass ja gerade das sich Hineinfühlen in den Anderen bei den meisten Menschen nicht so recht klappt.




Das sagt IMHO eigentlich viel über dein Menschenbild. Ich denke, bei den meisten klappt das gut. Bei einer Minderheit nicht. (Das sagt viel über mein Menschenbild).
Und letztlich müsstest du dann auch das Christentum ablehnen: Liebe deinen Nächsten ist nämlich nochmal ein übersteigertes sich in andere Einfühlen. (Es übersteigt dann aber sicher sogar das Einfühlen das Konfuzius, daß eher ein "der andere ist genausoviel wert wie ich" ist, hin zu einem im Christentum oftmals "der andere ist mehr wert als ich").
Konfuzius war aber ein Typ, der an Bildung glaubte, auch an Herzensbildung. Es war also sein Projekt, sich so zu bilden, dass die Fähigkeit der Einfühlung sich entwickelt. Das ist aus meiner Sicht nicht der schlimmste Ansatz eines Totalerismus.
Und man würde glauben, das dann so jemand wie Konfuzius keinen Einfluss gehabt haben kann, wenn er so blauäugig war. Aber von seinen Ideen (die ich sicher nicht vertrete), war China über 2000 Jahre geprägt (und sie scheinen sich in China wieder auszubreiten). Und sie war glaub ich nicht schlimmer als das christliche Mittelalter.

Im Gegensatz zu Euch halte ich das Einfühlen in andere viel weniger unpraktisch und viel weniger totalitär, als das "Nur meine Ideologie ist wahr, nur sie darf (oder wird) überleben. (Oder der Glaube, die Welt wäre besser, wenn nur alle Atheisten/Christen/Moslems/Buddhisten/Satanisten oder what ever wären").

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Wu Offline




Beiträge: 416

11.03.2016 12:16
#237 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Kant zu spirituellen Erfahrungen (klingt jedenfalls so):

Zitat
»... wenn ein hypochondrischer Wind in den Eingeweiden tobet, so kommt es darauf an, welche Richtung er nimmt, geht er abwärts, so wird daraus ein F., steigt er aber aufwärts, so ist er eine Erscheinung oder eine heilige Eingebung.«



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11.03.2016 12:40
#238 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Wu im Beitrag #237
Kant zu spirituellen Erfahrungen (klingt jedenfalls so):

Zitat
»... wenn ein hypochondrischer Wind in den Eingeweiden tobet, so kommt es darauf an, welche Richtung er nimmt, geht er abwärts, so wird daraus ein F., steigt er aber aufwärts, so ist er eine Erscheinung oder eine heilige Eingebung.«







War dieses "Bonmot" auf Luther gemünzt?

Wu Offline




Beiträge: 416

11.03.2016 12:48
#239 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Nein, eher auf Swedenborg.

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11.03.2016 12:54
#240 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Ob man den folgenden Link nun für bare Münze nehmen kann, bleibt offen:

Die Quelle der Inspirationen?

Vielleicht habe ich etwas voreilig auf Luther getippt?

Wu Offline




Beiträge: 416

11.03.2016 13:51
#241 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Bezogen auf Kant könnte der interessant sein:

Kant und Swedenborg

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

11.03.2016 15:16
#242 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
Im Gegensatz zu Euch halte ich das Einfühlen in andere viel weniger unpraktisch und viel weniger totalitär, als das "Nur meine Ideologie ist wahr, nur sie darf (oder wird) überleben.


Man sollte dieses Einfühlen sowieso voraussetzen und es kann dann auch sehr oft einen guten Weg zum richtigen Handeln aufzeigen.
Als absolut gültige Richtschur halte ich das aber für sehr problematisch!
Wer kann sich wirklich in einen skrupellosen Massenmörder oder in einen vollkommenen Sadisten hineinfühlen?
Es gibt einfach keinen absolut richtigen Weg und man sollte alles hinterfragen.
Machen wir zwischen Täter und Opfer keinen Unterschied mehr oder kehren wir die Rollen sogar um?
Es gibt da keine allgemeingültige Antwort.
Besonders den Daoismus halte ich für sehr problematisch und ziemlich untauglich.
Für mich abgehobene Weltferne schlechthin.
Nichts tun, alle gleichbehandeln kann auch keine Lösung sein:

Die Tüchtigen nicht bevorzugen,
so macht man, daß das Volk nicht streit.
Kostbarkeiten nicht schätzen,
so macht man, daß das Volk nicht stiehlt.
Nichts Begehrenswertes zeigen,
so macht man, daß des Volkes Herz nicht wirr wird.
Darum regiert der Berufene also:
Er leert ihre Herzen und füllt ihren Leib.
Er schwächt ihren Willen und stärkt ihre Knochen
und macht, daß das Volk ohne Wissen
und ohne Wunsche bleibt,
und sorgt dafür,
daß jene Wissenden nicht zu handeln wagen.
er macht das Nichtmachen,
so kommt alles in Ordnung.



Erinnert mich sogar etwas an Pol Pot oder an Salafistensprüche...

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(Lukrez)

Perquestavolta Offline



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11.03.2016 17:31
#243 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Einfühlungsvermögen lernt der Mensch in den ersten Lebensmonaten. Es hängt aber sehr davon ab, wie viel sich die Eltern mit dem Kind abgeben.http://www.spektrum.de/thema/spiegelneurone/859922
Viel Einfluss haben wir selbst darauf nicht. Zu viel Empathie schadet uns. Wir werden dann leicht zu Opfern von Egomanen.

Aller Fortschritt ist der Erfolg von Konflikten, Katastrophen, Tragödien und Unzufriedenheit.
Dass aber gerade die Philosophen und die Prediger des wahren Glaubens sich gerne die ganze Ehre dieser Erfolge selbst zuschreiben, mag uns nachdenklich stimmen.

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

11.03.2016 20:50
#244 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Empathie ist durchaus nicht das Allheilmittel für alle Übel dieser Welt!
Empathie als in sich selbst positiv zu werten entspringt sowieso einem ganz gewaltigen Irrtum.
Einfühlungsvermögen ist an und für sich vollkommen wertneutral.
Man kann sich auch in einen Mao oder Pol Pot hineinfühlen...
Jeder Betrüger braucht zu seinem Erfolg vor allem eines: Einfühlungsvermögen!

Autisten haben beispielsweise kaum Einfühlungsvermögen.
Sind Autisten darum eher schlechtere Menschen?
Autisten lassen sich aber kaum sozial manipulieren und das kann auch ein Vorteil (und ich meine hier keinen persönlichen Vorteil) sein.
Jede erfolgreiche Machtausübung und jede erfolgreiche soziale Manipulation setzt Einfühlungsvermögen voraus.

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(Lukrez)

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.432

11.03.2016 21:45
#245 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Lukrez im Beitrag #244
Empathie ist durchaus nicht das Allheilmittel für alle Übel dieser Welt!


Das stimmt. Aber trotzdem ist echtes Einfühlungsvermögen wesentlich höher zu bewerten, als erbärmliches Mitleidsgehabe. Hinter einer Bemitleidungsbekundung steckt nicht selten mehr, als blanke Verachtung und jede Menge negativer Hassgefühle.
Zitat von Lukrez im Beitrag #244

Empathie als in sich selbst positiv zu werten entspringt sowieso einem ganz gewaltigen Irrtum.
Das ist ganz sicher falsch.
Die Gefühle seiner Mitmenschen richtig zu verstehen, ist immerhin auch kein Nachteil für einen selbst, wenn man dabei auch seinen Kopf benutzt.
Zitat von Lukrez im Beitrag #244

Einfühlungsvermögen ist an und für sich vollkommen wertneutral.
WERTE sind immer individuell angesetzte Projektionen. Kann man also nur von Fall zu Fall bewerten.

Zitat von Lukrez im Beitrag #244

Man kann sich auch in einen Mao oder Pol Pot hineinfühlen...
Man kann sich auch in ein hungriges Krokodil hinein fühlen. deswegen muss man sich ihm aber trotzdem nicht selbst als Fraß vorwerfen...

Zitat von Lukrez im Beitrag #244

Jeder Betrüger braucht zu seinem Erfolg vor allem eines: Einfühlungsvermögen!
Falsch! Betrüger besitzen überhaupt kein Einfühlungsvermögen, sondern nur eine sehr gute Menschenkenntnis und jede Menge Kaltschnäutzigkeit. Echtes Einfühlungsvermögen im Sinne von Empathie, wären keine gute Voraussetzungen für einen Betrug. Aber umgekehrt werden Menschen mit einem übermäßig ausgeprägten Einfühlungsvermögen, sehr leicht das Opfer von Betrüger. Auch weil sie fast immer überzeugt sind, dass das Bauch/Herzgefühl höher zu bewerten ist, als die Warnungen im Hinterkopf.

Zitat von Lukrez im Beitrag #244

Autisten haben beispielsweise kaum Einfühlungsvermögen.
Dafür brauchen sie dann selbst jede Menge vom Mitgefühl ihrer Mitmenschen. ;-)

Zitat von Lukrez im Beitrag #244

Sind Autisten darum eher schlechtere Menschen?
Nein, aber sie brachen sehr viel Mitgefühl

Zitat von Lukrez im Beitrag #244

Autisten lassen sich aber kaum sozial manipulieren und das kann auch ein Vorteil (und ich meine hier keinen persönlichen Vorteil) sein.
Autisten leben geradezu vom Mitgefühl ihrer Mitmenschen. So wie die meisten Betrüger auch.

Zitat von Lukrez im Beitrag #244

Jede erfolgreiche Machtausübung und jede erfolgreiche soziale Manipulation setzt Einfühlungsvermögen voraus.
Im Gegenteil. Je weniger Einfühlungsvermögen, um so rücksichtsloser und egoistischer kann man durch manipulative Strategien Menschen überzeugen, die an das Gute glauben.

Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung, verfügen in der Regel über kein emphatisches Einfühlungsvermögen, sondern kompensieren nur das Selbstmitleid bezüglich ihrer eigenen Minderwertigkeitskomplexe durch vorgetäuschtes Mitgefühl und worin sie es dann im laufe ihres Lebens nicht selten zur wahren Meisterschaft bringen. Deswegen sitzen in den Führungsetagen der Guten immer die rücksichtslosesten Psychopathen....die, wenn sie einmal alle Gegner beseitigt haben, dann auch meist ihr wahres Gesicht zeigen.

Aller Fortschritt ist der Erfolg von Konflikten, Katastrophen, Tragödien und Unzufriedenheit.
Dass aber gerade die Philosophen und die Prediger des wahren Glaubens sich gerne die ganze Ehre dieser Erfolge selbst zuschreiben, mag uns nachdenklich stimmen.

Reklov Offline




Beiträge: 5.102

12.03.2016 10:07
#246 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
Deswegen sitzen in den Führungsetagen der Guten immer die rücksichtslosesten Psychopathen....die, wenn sie einmal alle Gegner beseitigt haben, dann auch meist ihr wahres Gesicht zeigen.

Perquestavolta,

... in welchen Betrieben hast Du denn gearbeitet? Meine Erfahrungen sind ganz anders. Ich lernte rücksichtsvolle und sich den Mitarbeitern zuwendende Chefs kennen, und das in meiner Branche (Werbung), die ja nicht gerade als zimperlich bekannt ist.
Das Wort "immer" solltest Du also aus Deiner obigen Behauptung besser in "nicht selten" umwandeln, denn Verallgemeinerungen zeugen von Oberflächlichkeit im Urteilen!

Gruß von Reklov

Wu Offline




Beiträge: 416

12.03.2016 11:43
#247 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Lukrez im Beitrag #242

Nichts tun, alle gleichbehandeln kann auch keine Lösung sein:

G
Kostbarkeiten nicht schätzen,
so macht man, daß das Volk nicht stiehlt.
Nichts Begehrenswertes zeigen,
so macht man, daß des Volkes Herz nicht wirr wird.
Darum regiert der Berufene also:
Er leert ihre Herzen und füllt ihren Leib.
Er schwächt ihren Willen und stärkt ihre Knochen
und macht, daß das Volk ohne Wissen
und ohne Wunsche bleibt,
und sorgt dafür,
daß jene Wissenden nicht zu handeln wagen.
er macht das Nichtmachen,
so kommt alles in Ordnung.



Erinnert mich sogar etwas an Pol Pot oder an Salafistensprüche...




Mich gar nicht.
Es gibt viele verschiedene Deutungsvarianten zum Daodejing. In nem Daoismusforum ist da jetzt jemand auf 14 gekommen. Davon ist die politische sicher die unwichtigste.
Wär es nur ein Fürstenspiegel, wär es bestimmt nicht das am meisten übersetzte Buch nach der Bibel.

Sicher geht Laotse von den Herrschaftverhältnissen seiner Zeit aus (ca. 500 v.u.Z.). Weiß gar nicht, spricht man da schon von Feudalismus?
Aber so im Prinzip. Falls es Laotse je gegeben haben sollte, so war er wie viele Philosophen damals, Berater eines Fürsten. Dafür sind seine Vorschläge schon recht gewagt. (Man wurde als Berater auch schon mal gern hingerichtet).

Also die ganzen Vorstellungen eines Weisen, der auch monarchischer Alleinherrscher eines Gebietes ist, ist doch für unsere Zeit nicht mehr von Belang.
Ansonsten finde einige seiner Ansätze gar nicht so schlimm.
Auf die Demokratie übertragen wär das so in etwa ein verfassungsliberale Ansatz (nicht zu verwechseln mit einem wirtschaftliberalen).
So wenig wie möglich eingreifen. Wenn eingreifen, dann wenn das Problem klein ist, das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen ist.
Wenig Steuern. Verzicht auf Expansion. Kein Anhäufen von Privilegien.
Der Herrscher solle keine Begehrlichkeiten erzeugen, indem auch er einfach lebt und sich unter das Volk stellt.
Von einem guten Herrscher weiß das Volk nur seinen Namen. Er zeichnet eben dadurch aus, das man ihn nicht bemerkt. Nur dafür sorgt, daß die Dinge gut laufen können.

Was hier mit Nichthandeln übersetzt ist (die Übersetzung von Wilhelm, die du zitierst, find ich eh nicht so gut), meint handeln durch nichthandeln, als nicht nichtstun, eher dem Fluß der Dinge entsprechen. Handeln im Einklang mit den Gegebenheiten, um

Aber Laotse ist ja nur der eine im Daoismus, der da am Anfang steht, der andere ist Zhuangzi. Der hatte ein sehr kritische Sichtweise auf Macht.
"Einst gab es dies: die Menschheit in Frieden lassen; es gab niemals: die Menschheit erfolgreich regieren."

Zitat
Dschuang Dsï fischte einst am Flusse Pu. Da sandte der König von Tschu zwei hohe Beamte als Boten zu ihm und ließ ihm sagen, daß er ihn mit der Ordnung seines Reiches betrauen möchte.
Dschuang Dsï behielt die Angelrute in der Hand und sprach, ohne sich umzusehen: »Ich habe gehört, daß es in Tschu eine Götterschildkröte gibt. Die ist nun schon dreitausend Jahre tot, und der König hält sie in einem Schrein mit seidenen Tüchern und birgt sie in den Hallen eines Tempels. Was meint Ihr nun, daß dieser Schildkröte lieber wäre: daß sie tot ist und ihre hinterlassenen Knochen also geehrt werden, oder daß sie noch lebte und ihren Schwanz im Schlamme nach sich zöge?«
Die beiden Beamten sprachen: »Sie würde es wohl vorziehen, zu leben und ihren Schwanz im Schlamme nach sich zu ziehen.«
Dschuang Dsï sprach: »Geht hin! Auch ich will lieber meinen Schwanz im Schlamme nach mir ziehen.«

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Lukrez Offline




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12.03.2016 11:56
#248 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
Im Gegenteil. Je weniger Einfühlungsvermögen, um so rücksichtsloser und egoistischer kann man durch manipulative Strategien Menschen überzeugen, die an das Gute glauben.


Du hast ein durch und durch romantisches Verständnis des Begriffes!
Der Manipulator braucht Einfühlungsvermögen - ansonsten scheitert er mit seiner Manipulation!
Ein Egoist ohne Einfühlungsvermögen wird in dieser Welt niemals etwas erreichen können.
Er macht sich allenfalls unbeliebt und wird daher bald scheitern.
Durch deine Romantisierung kannst du den Begriff Empathie offenbar überhaupt nicht in seiner Vollständigkeit wertneutral betrachten und scheiterst daher mit deinem Urteil über seine tatsächliche Bedeutung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Empathie
Die Sprache sei volkstümlich und simpel. Joseph Goebbels: „Weil wir die Sprache des Volkes sprachen, haben wir das Volk erobert“.
Reizwörter sind unermüdlich zu wiederholen, weil das bloße Wiederholen eines Reizes genügt, um Sympathie auszulösen. Heinrich von Kleist: „Was man dem Volk dreimal sagt, hält das Volk für wahr“; Goebbels: „Das Volk will nicht immer neue Eindrücke, sondern es will die alten Eindrücke in immer verfeinerter Form“.
Man ziele aufs Gefühl: Hitler: „Das Volk ist in seiner überwiegenden Mehrheit so feminin veranlagt und eingestellt, daß weniger nüchterne Überlegung als vielmehr gefühlsmäßige Empfindung sein Denken und Handeln bestimmt“. Es gelte, „das Instinktmäßige zu wecken und aufzupeitschen“.
Was ist der kürzeste Weg ins Herz? Die am weitesten verbreiteten Instinkte und Leidenschaften, die man aufstacheln muss, sind nach William Gerard Hamilton (1729–1796) Neid, Angst, Wünsche, Hoffnungen und Hass.


Der Satz:
"Empathie bezeichnet das Mitgefühl gegenüber anderen Menschen."
- ist so nicht richtig und erfasst nicht das Wesentliche, sondern nur einen (möglichen) Teilaspekt des Begriffes

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

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13.05.2016 16:11
#249 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Sollten die Atheisten scheitern, werden entweder Gläubige die von ihnen hinterlassenen Trümmer forträumen oder niemand mehr.

(M.Klonovsky)

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Beiträge: 842

14.05.2016 11:11
#250 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Reisender im Beitrag #249
Sollten die Atheisten scheitern, werden entweder Gläubige die von ihnen hinterlassenen Trümmer forträumen oder niemand mehr.

(M.Klonovsky)


Die Atheisten werden nicht scheitern, die "Gläubigen" aller Art auch nicht. Das wird immer wieder in einem ewigen Patt enden, weil die Ungläubigen z. B. die Existenz eines unsichtbaren rosafarbenen Einhorns für Blödsinn halten und die sich dazu Bekennenden genau dies als Realität verkünden.

Das Geschrei und Niederbrüllen des "Diskussionspartners" wird immer lauter, ohne dass eine bisher nicht identifizierte und qualifizierte Entscheidungsinstanz mit allseits anerkannter Autorität zur Frage, wer denn nun Recht hat, sich einschaltet.

Erfahrungsgemäß hilft noch nicht einmal ein ehrlich gemeintes Lachen weiter, wenn der Zweifel an einer grotesken Behauptung dies provoziert.
Es gilt der ewige Silvester-Sketch "Dinner for one" oder "The same procedure as every year, James".
Die Wette steht, dass dies auch am 31. Dezember 2016 noch der Fall sein wird, aber einen Schuh werde ich nicht verspeisen, wenn es anders kommen sollte.

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dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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