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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 347 Antworten
und wurde 12.250 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

20.02.2016 22:01
Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Habe gerade diese Seite im Netz gefunden http://www.science-at-home.de/feuilleton/christen.php
und ich finde sie als eine gute Diskussionsgrundlage.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.597

21.02.2016 08:55
#2  Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Was BEGRÜNDET denn die Aussage, dass Christen mehr für Gewalt sind und Atheisten weniger? Nur die "Beobachtung" des Autoren dieses Aufsatzes. Das ist zu wenig.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

21.02.2016 11:33
#3 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Ein alter Landwirt sagte mir einmal in seiner Mundart (ins Hochdeutsche übersetzt) Folgendes:

"Das ist ein Professor, der Brot frisst!"

Wir haben es nun einmal mit einer Unmenge von Gutachtern, "Experten" und - wie im vorigen Beitrag - Beobachtern zu tun.

Wir könnten hier nun auch versuchen, eine Analyse darüber zu starten, ob Moslems oder Christen gewalttätiger sind.

Meiner Meinung nach sind die Motive entscheidend, die Gewalt begünstigen oder provozieren.

Wenn im Diskussionskreis eines (Streng-)Gläubigen administrativ eingehämmerte Vokabeln wie "Rache", "ewige Verdammnis", "Sünde", "Schuld", "Strafe", "Gottesgericht", "Bußbereitschaft", "Belohnung im Paradies für Gehorsam", "Opfer für die Gemeinschaft", "Märtyrerverehrung" , "Glorifizierung des Gekreuzigten", "Nachfolge mit Kreuz-auf-sich-nehmen" oder Vergleichbares zum "täglichen Brot" gehören, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Atheisten oder Agnostiker mit der Gewaltbereitschaft das kleinere Problem haben.

Jürgen Offline




Beiträge: 114

21.02.2016 13:09
#4 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Dass religiöses Denken immer wieder zu Gewalt führt, ist derart offensichtlich, dass hier keine langen Analysen notwenig sind. Eine konsequent atheistische Kultur gibt es (noch) nicht. Ich finde, dass - können religionsfreie Räume geschaffen werden - dem Atheismus eine Chance, sich in der Praxis zu bewähren, zusteht. In einer atheistischen Kultur kann niemand im Namen eines imaginären Gottes ins Jenseits befördert werden und Religionskriege sind auch nicht denkbar. Ob es eine friedliche, gewaltfreie Zivilisation wäre, ist offen, doch es ist zu vermuten, dass in einer von der Vernunft bestimmten Gemeinschaft ein anderer Umgang mit Konflikten als in einem Gottesstaat bestünde.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

21.02.2016 14:37
#5 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #2
Was BEGRÜNDET denn die Aussage, dass Christen mehr für Gewalt sind und Atheisten weniger? Nur die "Beobachtung" des Autoren dieses Aufsatzes. Das ist zu wenig.
Generell ist niemand von der Bereitschaft zur Gewalt frei zu sprechen. Auch Notwehr ist letztendlich nichts anderes als "Gewalt". Von daher würde ich gar nie behaupten wollen, dass Atheisten weniger gewaltbereit sind, als Christen oder andere Konfessionsangehörige.

Abgesehen davon ist die am häufigsten anzutreffende Form von Gewalt "psychischer" Natur. Gezielte Manipulation, ist im Grunde nichts anderes als Gewalt. Das Androhen schlimmer, ja schrecklicher, nie endender und bis über den Tod hinausreichender Konsequenzen allein dafür, dass man/n/frau Glaubensinhalte nicht glauben kann, ist schon ziemlich die roheste aller psychischen Gewaltformen. Wenn ich deine eigene "Biografie" ernst nehmen kann, dann weist du ja wovon ich rede! Das Ziel von Gewalt ist es jemandem "Leid" zuzufügen. Da tut manchmal eine saftige Ohrfeige oder ein harter Tritt in den "Allerwertesten" weit weniger weh, als die ständige Angst von einem Gott über jedes vorstellbare Maß hinaus bestraft zu werden, weil man mal ein paar schwache Minuten, oder außerehelichen GV hatte.

Gläubige, die zwar für sich selbst Gewalt gegen "Ungläubige" ablehnen, aber ihren Missmut über die Gottlosen und ihre Gottlosigkeit als freie Meinung verbreiten, hoffen ja, dass zumindest Gott Gewalt ausübt und sie tolerieren es mit Schadenfreude, wenn Gott seine Gewalt gegen die Gottlosigkeit durch andere "Gläubige" ausübt, die sich dafür (von Gott) berufen "wähnen". Gottes Wege sind ja bekanntlich unergründlich. ;-)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.597

21.02.2016 15:31
#6 Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Perquestavolta
Da tut manchmal eine saftige Ohrfeige oder ein harter Tritt in den "Allerwertesten" weit weniger weh, als die ständige Angst von einem Gott über jedes vorstellbare Maß hinaus bestraft zu werden, weil man mal ein paar schwache Minuten, oder außerehelichen GV hatte.

Das ist wenigstens mal eine BEGRÜNDUNG! Der von dir reingebrachte Eingangsaufsatz hatte diese Begründung nicht!

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

21.02.2016 15:47
#7 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Wir hatten hier ja schon über das Auserwählt-Syndrom gesprochen.
Gewalt wir dann als gerechtfertigtes Mittel betrachtet, wenn man sich vermeintlich im Besitz absolut gültiger Wahrheiten befindet.
Gewalt zum Schutz dieser Wahrheiten anzuwenden ist für den Auserwählten eine gute und nicht zu hinterfragende Tat.
Ob nun religiös oder ideologisch begründet ist hier einerlei.
Nicht die Religion macht den Unterschied, sondern das Unvermögen zu selbständigem und kritischem Denken!

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Athon Offline




Beiträge: 2.513

21.02.2016 18:18
#8 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
Nicht die Religion macht den Unterschied, sondern das Unvermögen zu selbständigem und kritischem Denken!


Gibt es dafür ein besseres Beispiel, als dieses hier?:

Zitat von Königreichsdienst der ZJ, Sept. 2007
Billigt es der treue und verständige Sklave, wenn sich Zeugen Jehovas eigenständig zusammentun, um biblische Themen zu untersuchen und zu debattieren? Nein. [...]Daher billigt der treue und verständige Sklave keinerlei Literatur, keine Websites und keine Treffen, die nicht unter seiner Leitung hergestellt oder organisiert werden


Wie soll sich unter diesen Voraussetzungen selbständiges und kritisches Denken ergeben können?

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

21.02.2016 18:33
#9 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #8

Zitat
Nicht die Religion macht den Unterschied, sondern das Unvermögen zu selbständigem und kritischem Denken!

Gibt es dafür ein besseres Beispiel, als dieses hier?:

Zitat von Königreichsdienst der ZJ, Sept. 2007
Billigt es der treue und verständige Sklave, wenn sich Zeugen Jehovas eigenständig zusammentun, um biblische Themen zu untersuchen und zu debattieren? Nein. [...]Daher billigt der treue und verständige Sklave keinerlei Literatur, keine Websites und keine Treffen, die nicht unter seiner Leitung hergestellt oder organisiert werden


Wie soll sich unter diesen Voraussetzungen selbständiges und kritisches Denken ergeben können?




Oder andersherum, wird hier gezielt das natürlich Bedürfnis der Menschen nach kritischer Selbstständigkeit einfach umpolarisiert. Man hört aus dieser
Königsreichdienst-Sendung, klar und deutlich die Stimme des Propagandaministers Joseph Goebbel heraus.

Es macht also doch die Religion den Unterschied und es ist immer die Sendung, die den Zuhörer oder Leser dazu bringt, sein Kritikbedürfnis gegen die Feinde ders Führungskaders zu polarisieren..

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

21.02.2016 19:21
#10 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
Es macht also doch die Religion den Unterschied und es ist immer die Sendung, die den Zuhörer oder Leser dazu bringt, sein Kritikbedürfnis gegen die Feinde ders Führungskaders zu polarisieren..


Durchaus nicht!
Man sehe sich nur mal die linksautonome Szene an.
Die sind noch verbohrter und von ihrem unbedingten Recht zur Gewaltausübung im Sinne ihrer Ideologie überzeugt.
Oder man betrachte die Kulturrevolution in China oder die stalinistischen Säuberungen.
Die haben ja auch alle die absolute Wahrheit gepachtet...

Daher auch mein Satz:
Nicht die Religion macht den Unterschied, sondern das Unvermögen zu selbständigem und kritischem Denken!

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
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Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

21.02.2016 19:39
#11 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Lukrez im Beitrag #10

Zitat
Es macht also doch die Religion den Unterschied und es ist immer die Sendung, die den Zuhörer oder Leser dazu bringt, sein Kritikbedürfnis gegen die Feinde ders Führungskaders zu polarisieren..

Durchaus nicht!
Man sehe sich nur mal die linksautonome Szene an.
Die sind noch verbohrter und von ihrem unbedingten Recht zur Gewaltausübung im Sinne ihrer Ideologie überzeugt.
Oder man betrachte die Kulturrevolution in China oder die stalinistischen Säuberungen.
Die haben ja auch alle die absolute Wahrheit gepachtet...

Daher auch mein Satz:
Nicht die Religion macht den Unterschied, sondern das Unvermögen zu selbständigem und kritischem Denken!



Ich würde dir "Recht" geben, wenn ich nicht genau wüsste, dass der Mensch bei wichtige Entscheidungen immer gerne anderen die Verantwortung überträgt.
Außerdem gibt es da auch noch das Phänomen der "Gruppendynamik" und dann ist es ganz egal, ob linke oder rechte "Schreier" sich als Propheten des Heils WICHTig machen.

Die Rechten haben Europa schon einmal in Schutt und Asche gelegt. Diese außergewöhnliche Leistung müssen ihnen die Linken erst noch nachmachen.

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

21.02.2016 23:04
#12 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
Die Rechten haben Europa schon einmal in Schutt und Asche gelegt. Diese außergewöhnliche Leistung müssen ihnen die Linken erst noch nachmachen.


Die Linken haben schon immer den Weg für die Rechten gebahnt!
So war es früher und wie man ganz aktuell sieht ist es noch heute so.

Auch die rechte Szene im Osten ist eindeutig ein Erbe der linken Vergangenheit!
Ein gutes aktuelles Beispiel ist Schweden.

__________________________________________________
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(Lukrez)

Jürgen Offline




Beiträge: 114

22.02.2016 07:31
#13 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Entscheidend ist, ob sich ein Akteur von einer über ihm stehenden Ideologie, einem festen Denkgebäude leiten lässt. Ob links oder rechts ist irrelevant, siehe Nationalsozialismus und Stalinismus. Bei den Religionen ist diese Struktur offensichtlich, bei extremen politischen Lehren ebenso, dem Atheismus kann dieser Effekt nicht ernsthaft unterstellt werden. Woraus besteht der Atheismus? Einerseits aus der Ablehnung von Metaphysik, Mystik und Religion, andererseits aus der Orientierung am wissenschaftlichem Denken. Ein Atheist denkt freier, kritischer und unabhängiger als alle, die einer Ideologie verpflichtet sind. Eine solche ist beim Atheismus nicht vorhanden, freiheitliches, kritisches und unabhängiges Denken ist unideologisch. Dass sich die Atheisten in diesem Forum häufig nicht einig sind, ist ein Beleg dafür und das ist gut so.

Reklov Offline




Beiträge: 5.164

22.02.2016 14:46
#14 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
Dass religiöses Denken immer wieder zu Gewalt führt, ist derart offensichtlich, dass hier keine langen Analysen notwenig sind. Eine konsequent atheistische Kultur gibt es (noch) nicht. Ich finde, dass - können religionsfreie Räume geschaffen werden - dem Atheismus eine Chance, sich in der Praxis zu bewähren, zusteht. In einer atheistischen Kultur kann niemand im Namen eines imaginären Gottes ins Jenseits befördert werden und Religionskriege sind auch nicht denkbar. Ob es eine friedliche, gewaltfreie Zivilisation wäre, ist offen, doch es ist zu vermuten, dass in einer von der Vernunft bestimmten Gemeinschaft ein anderer Umgang mit Konflikten als in einem Gottesstaat bestünde.

Jürgen,

... bereits Dein erster Satz übersieht, dass nicht nur Jesus in seiner (von den Evangelisten so nacherzählten!) BERGPREDIGT gewaltabweisendes Verhalten von den Menschen fordert - seien diese nun tief, weniger oder gar nicht gläubig!

Die "Kriminalgeschichte des Christentums" darf aber niemals großzügig auf die Schultern aller Gläubigen verteilt werden, denn diejenigen, welche sich durch "Anheizer" im Namen ihrer Religion zu Gewalttaten hinreißen ließen/lassen, trugen/tragen das sog. "Böse" schon länger in sich herum und es bedurfte/bedarf eben nur eines "Grundes", um der eigenen Verirrung, den nicht gebändigten Lastern, freien Lauf zu gewähren, den unterentwickelten inneren Kern zur Gewalttat schreiten zu lassen. Vielfältige psychologische Gründe hierfür sind bekannt und nicht selten schon in der Kindheit einer Person am Reifen!-

In einer atheistischen Kultur wird zwar niemand im Namen eines Gottes ins Jenseits befördert, aber es finden sich andere "kranke Köpfe" und "vergifteten Seelen", welche stets andere, vielfältige Gründe ersinnen, um unliebsame Gegner aus dem Weg zu räumen oder Kriege gegen andere Nationen anzuzetteln! Zahlreiche historische Beispiele hierzu sind Dir ja sicher auch bekannt. (?)

Deine Vermutungen hinsichtlich dem Verhalten innerhalb einer atheistischen Gesellschaft könnte man z.B. an NORDKOREA überprüfen. Dort gibt es politische Morde, öffentliche Exekutionen, Folter und Hinrichtungen in Straflager, in denen (laut Augenzeugen) auch Menschenversuche gemacht werden.
Es herrscht keine Meinungs-, Bewegungs,- Informations, oder Glaubensfreiheit. Menschenrechte werden also täglich mit Füßen getreten!

Nicht nur Christen oder andere Gläubige unterliegen dort schwersten Verfolgungen.

Menschenrechtsorganisationen zufolge zählt Nordkorea zu den Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Es gibt zahlreiche Berichte darüber, dass Menschen aufgrund ihres christlichen Glaubens in Lagern interniert, gefoltert oder hingerichtet wurden. Es wird sogar über mehrere öffentliche Hinrichtungen von Christen berichtet. So soll beispielsweise die Christin Ri Hyon-ok am 16. Juni 2009 in Ryongchŏn wegen Bibelverbreitung öffentlich hingerichtet worden sein, während ihr Ehemann und ihre drei Kinder in das Konzentrationslager Haengyŏng deportiert wurden. Die Hinrichtung erfolgte allerdings in Zusammenhang mit vorgeworfener Spionagetätigkeit für die USA und Südkorea, sowie der Beihilfe zu Republikflucht.
Inwieweit also die von Dir angesprochene atheistische "Vernunft" in Nordkorea zur Entfaltung kommen kann oder bei Konflikten eingesetzt wird, erweist sich durch die Berichte aus jenem Land!

Wenn Menschen ihren "Ur-Grund" verleugnen, tritt an seiner Stelle eine andere "geistige Macht" auf die Weltbühne und deren Methoden ähneln nicht nur den Repressalien großer Religionskonzerne oder kleinerer Sekten, sondern übertreffen diese manchmal sogar!

Gruß von Reklov

Jürgen Offline




Beiträge: 114

22.02.2016 15:41
#15 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

An von Reklov: Es trifft zu, dass in vermeintlich atheistischen Staaten wie UdSSR, eh. Ostblock und heute vor allem Nord-Korea, schwerste Menschenrechtsverletzungen die Regel waren und sind. Die Atheisten Stalin und Mao haben mehr Opfer als Hitler umgebracht. Bedeutet dies, dass auch in einem konsequent atheistischen Staat Mord und Totschlag vorkommen würden? Figuren wie Stalin, Mao und Hitler liessen sich in ihren Handlungen massgeblich durch eine bestehende Ideologie leiten, welche auch die schlimmsten Schandtaten zuliess - das schein mir ein wichtiger Punkt zu sein. Wird ein Staat, eine Kultur, von einer alles umspannenden Doktrin bestimmt, sei diese politisch oder religiös, ist der Willkür Tür und Tor geöffnet. Wie ich den Atheismus verstehe, lehnt er jegliche Ideologie ab. Max Stirner schrieb einst: »Ich hab mein Sach' auf nichts gestellt«, das trifft den Sachverhalt gut. In einem atheistischen Staat müsste in einem langen Prozess niedergelegt werden, welche Regeln gelten und welche nicht. Keiner ist Chefideologe, keiner ist Leiter der Glaubenskongreation, keiner besitzt die Deutungshoheit. Zwischen einer Diktatur wie Nord-Korea und einem Gottesstaat wie Saudi-Arabien sehe ich keinen grundsätzlichen Unterschied. Erst wenn wir einen absoluten Überbau weglassen, wird der Weg für eine von mündigen Bürgern bestimmte Zivilisation frei. Übrigens: Ich lebe bereits in einer atheistischen Stadt, Zürich. Die Religion existiert hier nur noch in einer harmlosen Light-Version - auf dem Land sieht es anders aus - die Kirchen dienen vor allem der Traditionspflege und haben auf gesellschaftliche Prozesse kaum mehr Einfluss.

Reklov Offline




Beiträge: 5.164

22.02.2016 18:51
#16 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
Übrigens: Ich lebe bereits in einer atheistischen Stadt, Zürich. Die Religion existiert hier nur noch in einer harmlosen Light-Version - auf dem Land sieht es anders aus - die Kirchen dienen vor allem der Traditionspflege und haben auf gesellschaftliche Prozesse kaum mehr Einfluss.

Jürgen,

... die Schweiz habe ich auf meinen Fahrten in den Süden schon oft durchfahren. Ein wirklich schönes Stückchen Erde - jedenfalls für das Auge. Einmal machten meine Frau und ich sogar 3 Wochen Urlaub in Buochs am Vierwaldstättersee, um von dort aus auf versch. Bergrouten zu wandern. Bei der Gelegenheit schaute ich mir Städte, wie Luzern, Zürich, Küssnacht (etc.) an. Alles wirkte sehr gepflegt und aufgeräumt - wie eine Modelleisenbahn-Landschaft. Interessant war, dass der einst von unserem schwäbischen Dichterfürsten F. Schiller "erfundene" Schweizer Nationalheld Wilhelm Tell einem in jeder Größe und jedem Material überall begegnet - als ob er eine historisch belegte Figur wäre.-

Der Fehler, Religionen mit dem "Ur-Grund", aus dem wir alle kommen, zu verwechseln, wird leider oft gemacht.
Das eine hat aber mit dem anderen wenig zu tun!
Man müsste deswegen auch eine Stadt, wie z.B. Zürich, nach den spirituellen Gewichten in den Herzen der Einwohner durchsuchen, denn leere oder volle Kirchenbänke können in unserer Zeit darüber nur wenig aussagen.
Spiritualität ist (außer Psychologie, Philosophie und Kenntnis der Weltgeschichte) auch nötig, um die Sprachformen der alten Bibelzeilen oder anderer relig. Bücher entsprechend einordnen zu können.
Eines kann man auch erkennen: Dort, wo es den Menschen (zu) gut geht, vergessen sie gerne die Fragen nach ihrer eigentlichen Herkunft, der Ur-Quelle. Ihre Aufmerksamkeit schenken sie dann lieber den schönen Dingen des Lebens und arbeiten für deren Besitz und Erhaltung. Geht es den Menschen aber (zu) schlecht, haben sie aus verständlichen Gründen auch keine Energie für spirituelle Fragen und mancher der Ärmsten betet lediglich für eine bessere Gesundheit und ein Stückchen Brot.

Wer von uns aber weiß schon, was für unverhoffte Heimsuchungen die Menschen noch erleiden werden müssen und, wie so oft, rücken dann wieder die "geistigen Fragen der Menschheit" in den Vordergrund und man besinnt sich vermehrt auf die Erfahrungen der "alten" Völker, welche uns ihre Geschichte, z.B. in einem Buch wie der Bibel, als Erbe hinterlassen haben.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

22.02.2016 20:15
#17 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #14


Wenn Menschen ihren "Ur-Grund" verleugnen, tritt an seiner Stelle eine andere "geistige Macht" auf die Weltbühne und deren Methoden ähneln nicht nur den Repressalien großer Religionskonzerne oder kleinerer Sekten, sondern übertreffen diese manchmal sogar!


Ich nehme an, du möchtest damit auf die totalitären Staatsregime des Kommunismus verweisen.

Atheismus ist zwar eine Begleiterscheinung des Kommunismus, aber nicht seine Motivation. Dass unter kommunistischen Regimen der Atheismus gefördert wird, hat seinen Grund darin, dass sich die Führungselite häufig selbst als Gottgleich verehrt werden will. Siehe dazu als Beispiel Nordkorea, in dem die "Kim"-Familie beim Volk auch heute noch als Gott-gleich verehrt wird. Beispiel China zu Zeiten Maos. Hundert Millionen Chinesen sind unter dem Wahr der Kulturrevolution verhungert. Aber die haben vorher auch an keinen "Ur-Grund" geglaubt. Im Gegenteil, waren auch die ersten Chinesischen Christen eine brutale und fürchterliche Möderbande, obgleich sie ja die Bergpredigt gekannt haben müssten...

Es gab zwischen 40 und 50 Millionen Ermordete, als Chinesische Christen in der Mitte des 19, Jh. ihren Gottesstaat errichten wollten. http://www.zeit.de/2010/49/China-Taiping

Ich möchte dir nur mal vor Augen halten, dass auch der Glaube an den Ur-Grund die Menschen nicht besser macht und die Bergpredigt auch das Pergament und Papier nicht wert ist, auf dem sie seit dem 4-5 Jahrhundert immer wieder abgefasst wird.. Sie stammt übrigens nicht von Jesus..

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

23.02.2016 09:27
#18 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Fragenstellende Philosophen in Reinkultur streiten sich im Gegensatz zu "festgefahrenen" oder rechthaberischen Diskutanten nicht.

Behauptungen - egal aus welcher weltanschaulichen Richtung sie kommen - haben auch etwas mit Geltungsbewusstsein oder Rechthaberei zu tun.
Wie sich das auswirkt, kann man in dicken Bänden bei den Historikern und Kirchenbuchschreibern nachlesen.

Narzistische Persönlichkeiten, Kleingewachsene, Mängelbehaftete mit Minderwertigkeitskomplexen leisten oft Erstaunliches, wenn sie sich vehement für ihren "Ausgleichskampf" im Namen der selbstdefinierten ausgleichenden "Gerechtigkeit" einsetzen.

Aus extremer Armut stammende Neureiche betonen beispielsweise ihren komfortableren Status besonders gern - das bedeutet Genugtuung.

Religioten sind stolz auf den Strohhalm des Glaubens, wenn er ihnen eine illusionäre Sicherheit im Existenzkampf bietet. Das "Rezept" bieten sie dann dem Rest der Menschheit mit missionarischem Eifer an, damit sie eine kollektive Bestätigung ihres Selbstverständnisses finden. Das Geborgenheitsgefühl wird damit verstärkt.

Reklov Offline




Beiträge: 5.164

23.02.2016 12:02
#19 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
Es gab zwischen 40 und 50 Millionen Ermordete, als Chinesische Christen in der Mitte des 19, Jh. ihren Gottesstaat errichten wollten. http://www.zeit.de/2010/49/China-Taiping

Ich möchte dir nur mal vor Augen halten, dass auch der Glaube an den Ur-Grund die Menschen nicht besser macht und die Bergpredigt auch das Pergament und Papier nicht wert ist, auf dem sie seit dem 4-5 Jahrhundert immer wieder abgefasst wird.. Sie stammt übrigens nicht von Jesus..

Perquestavolta,

... die Taiping-Bewegung und ihre historischen Auswirkungen waren mir bekannt. Dennoch: Danke für den link. An diesem chinesischen Beispiel erkennt man deutlich, dass es eben nicht genügt, die Bergpredigt lediglich zu lesen, sondern es geht darum, ihre Gedanken auch bewusst und konsequent zu leben, denn auch ein lediglich Buchstaben-Frommer muss sich an seinen Taten messen lassen! - Wer aber seinen Glauben gar mit dem Schwert durchsetzen will, wird auch durch dieses umkommen!

Übrigens: Nichts, was über Jesus im NT geschrieben steht, stammt von ihm selbst, denn der Mann aus Galiläa hinterließ uns leider keine einzige persönliche Zeile. Auch die 10 Gebote des AT, welche ja zum größten Teil in unsere Gesetzgebung eingeflossen sind, wären das Papier nicht wert, auf dem sie stehen, würde nicht eine staatliche Exekutive die Einhaltung dieser Gesellschaftsregeln schützen und deren Missachtung auch entsprechend bestrafen!

So ist die Bergpredigt nicht nur eine christliche Empfehlung an Gleichgesinnte, sondern strahlt ihre zeitlose Aktualität z.B. auch auf die moslemischen Brüder aus, welche durch die Kriege in Afghanistan und im Irak, den "Arabischen Frühling" und die verfehlte Außenpolitik anderer Länder, in einen Strudel der Gewalt hinein gezogen wurden. All die vielen hitzigen, gedanken- und gewissenlosen "Akteure" haben die Bergpredigt weder richtig verinnerlichen, noch nach ihr leben wollen/können.

Aktuell wird uns u.a. vor Augen geführt, wie verbissen sich, unter religiösen Vorwänden, (sunnitische und schiitische) Gruppen bekämpfen können, anstatt zu erkennen, dass sie ja immerhin durch den Koran verbunden sind und besser miteinander sprechen sollten.-

Die Bergpredigt wird vom Matthäusevangelium als eine Rede Jesu überliefert. - Solltest Du andere Quellen kennen (?), teile diese doch bitte mit.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.164

23.02.2016 12:23
#20 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
Religioten sind stolz auf den Strohhalm des Glaubens, wenn er ihnen eine illusionäre Sicherheit im Existenzkampf bietet. Das "Rezept" bieten sie dann dem Rest der Menschheit mit missionarischem Eifer an, damit sie eine kollektive Bestätigung ihres Selbstverständnisses finden. Das Geborgenheitsgefühl wird damit verstärkt.

Direktkontakt,

... zunächst würde ich nicht mit dem Begriff "Religioten" arbeiten, denn ich sehe hier im Forum keinen, der Atheisten mit "Athioten" betitelt. Eine Gesprächskultur, wie sie z.B. während den Tischrunden Friedrichs des Großen noch gepflegt wurde, erfordert also schon ein Mindestmaß an Höflichkeit! (Denke, dass Du mir hierbei zustimmen kannst?)

Ein Glaube ist sicher für viele ein "Strohhalm" während ihres meistens nicht immer leichten Lebensweges. Ob sich dieser Halm als dickes Seil erweisen wird, muss vorerst noch der unbekannten Zukunft überlassen werden. - Das Judentum missioniert z.B. überhaupt nicht und auch die Bemühungen anderer Religionsgruppen können auf Dauer nur dort Erfolge verbuchen, wenn man dem Wort auch Taten folgen lässt.

Ein religiöses Selbstverständnis, auch ein damit verbundenes Geborgenheitsgefühl sind ja per se zunächst nichts Schlechtes! Bedenklich wird das Ganze nur, wenn man Andere mit Gewalt in die eigenen Glaubensvorstellungen hinein ziehen will.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.164

23.02.2016 12:33
#21 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
Narzistische Persönlichkeiten, Kleingewachsene, Mängelbehaftete mit Minderwertigkeitskomplexen leisten oft Erstaunliches, wenn sie sich vehement für ihren "Ausgleichskampf" im Namen der selbstdefinierten ausgleichenden "Gerechtigkeit" einsetzen.

Direktkontakt,

... au Backe, da bist Du ja gerade noch mal knapp an einer Art "Rassentheorie" vorbei geschlittert , denn

es gibt schließlich auch Großgewachsene, mit athletischer Figur, ganz ohne Mängel, ohne Narzissmus oder Minderwertigkeitskomplexen, welche oft Erstaunliches leisten!
Was aber unter einem "Ausgleichskampf" zu verstehen ist, darfst Du mir gerne im Detail erläutern.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.597

23.02.2016 12:36
#22 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Direktkontakt
Religioten

Den Begriff kannst du als Direktansprache an eine gläubige Person in diesem Forum nicht verwenden! Du weißt, dass ich Beleidigungen nicht erlaube!

Der Begriff ist von Michael Schmidt-Salomon. Den benutzte er in seiner Streitschrift "Keine Macht den Doofen!" In der griff er ebenso die "Ökonomioten", "Politioten" und "Ökologioten" an. Es geht generell gegen den "schwarmdummen" Menschen. Das ist was anderes, als die Gläubigen immer wieder in diesem Forum direkt zu beleidigen!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.164

23.02.2016 12:47
#23 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat
Da tut manchmal eine saftige Ohrfeige oder ein harter Tritt in den "Allerwertesten" weit weniger weh, als die ständige Angst von einem Gott über jedes vorstellbare Maß hinaus bestraft zu werden, weil man mal ein paar schwache Minuten, oder außerehelichen GV hatte.

Perquestavolta,

... es gibt keinen Gott, welcher uns bestraft! Was hätte ER denn auch schon davon? (Würdest Du etwa eine Ameise "bestrafen"?) Es gibt aber für jede Handlung eine belehrende, immer dementsprechende Konsequenz. Solche "Rechnungen" werden auch nicht immer umgehend verschickt, sondern kommen manchmal etwas verspätet in unserem Briefkasten an. Manchmal sind die zu zahlenden Rechnungsbeträge mit organischen oder seelischen Leiden, manchmal mit zu erduldenden Heimsuchungen verschiedenster Art zu begleichen!
Den Aufmerksamen fällt dies auf, die Anderen grämen sich einfach nur oder klagen über dieses oder jenes Missgeschick.

Gruß von Reklov

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

23.02.2016 14:18
#24 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #20

Zitat
Religioten sind stolz auf den Strohhalm des Glaubens, wenn er ihnen eine illusionäre Sicherheit im Existenzkampf bietet. Das "Rezept" bieten sie dann dem Rest der Menschheit mit missionarischem Eifer an, damit sie eine kollektive Bestätigung ihres Selbstverständnisses finden. Das Geborgenheitsgefühl wird damit verstärkt.
Direktkontakt,

... zunächst würde ich nicht mit dem Begriff "Religioten" arbeiten, denn ich sehe hier im Forum keinen, der Atheisten mit "Athioten" betitelt. Eine Gesprächskultur, wie sie z.B. während den Tischrunden Friedrichs des Großen noch gepflegt wurde, erfordert also schon ein Mindestmaß an Höflichkeit! (Denke, dass Du mir hierbei zustimmen kannst?)

Ein Glaube ist sicher für viele ein "Strohhalm" während ihres meistens nicht immer leichten Lebensweges. Ob sich dieser Halm als dickes Seil erweisen wird, muss vorerst noch der unbekannten Zukunft überlassen werden. - Das Judentum missioniert z.B. überhaupt nicht und auch die Bemühungen anderer Religionsgruppen können auf Dauer nur dort Erfolge verbuchen, wenn man dem Wort auch Taten folgen lässt.

Ein religiöses Selbstverständnis, auch ein damit verbundenes Geborgenheitsgefühl sind ja per se zunächst nichts Schlechtes! Bedenklich wird das Ganze nur, wenn man Andere mit Gewalt in die eigenen Glaubensvorstellungen hinein ziehen will.

Gruß von Reklov



Sorry!

Ich hatte irrtümlich nicht damit gerechnet, dass meine Wortwahl - die hier schon öfters auch von anderen Usern praktiziert wurde - eine solche Reaktion verursacht.
Eher war ich davon ausgegangen, dass dies souverän ohne größere Verärgerung als Nebensache "weggesteckt" wird.

Es war in größerem Zusammenhang als Aufdeckung von "des Pudels Kern" gedacht (ohne bewusst provozierende persönliche Anspielungen).

Wu Offline




Beiträge: 416

23.02.2016 14:43
#25 RE: Ein Plädoyer für den Atheismus Antworten

Ich glaube nicht, daß der Glaube an Gott oder der Glaube, daß es keinen Gott gibt, große Unterschiede machen im ethischen.
Und es gibt ja auch innerhalb einer Religion große Unterschiede: ein Christ wie Pinochet oder Trump und ein Christ wie Albert Schweizer oder Mutter Teresa sind ja sehr weit voneinander entfernt.
Aber auch den Atheisten, der in Flüchtlingsunterkünften ehrenamtlich tätig ist und den Atheisten, der Flüchtlingsunterkünfte abfackelt, verbindet ja nicht viel.

Aber wenn ich mir die (mono-)theistischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam), und die atheistischen Religionen (Buddhismus, Jainismus, Daoismus, Konfuzianismus) so anschau, so hab ich den Eindruck, das die monotheistischen mehr zu Gewalt neigen.
Und ich seh in meinem Umfeld die leichte Tendenz, daß Leute, die meditieren, friedlicher sind. Aber andererseits: In der Wahlwerbung von Frau Festerling (das ist diese eine Pegida-Frau) stand, das sie Yoga praktiziert. Also Allheilmittel ist das alles doch nicht. (Zumal es immer mehr von einem Einfachso-Sitzen zu einer Selbstverbesserungstechnik mutiert). Andererseits wenn ich in der Stille die Einheit des Seins erfahre, wird es dann schwieriger, anderen zu schaden, weil dann schade ich ja mir.

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"I think human consciousness is a tragic misstep in evolution. We became too self-aware. Nature created an aspect of nature separate from itself, we are creatures that should not exist by natural law."

True Detective

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