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Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 172 Antworten
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 Islam
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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

21.03.2016 13:25
#51 RE: Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Zitat von Jürgen
Ich will mich in einer freien, säkularen und toleranten Zivilisation bewegen und nicht ständig mit einer Lebensform konfrontiert werden, die ich intellektuell und emotional ablehne.

Mhhm, da wird der toleranten Zivilisation ganz schön was abverlangt.

Zitat von Jürgen
Gerät ein Land unter den Einfluss des Islams, ist der Niedergang gewiss. - Europa ist nicht mehr zu helfen, wenn es nicht die Kraft findet, sich gegen eine Entwicklung zu wehren, welche die über lange Zeit gewachsenen Strukturen von innen her relativiert, aufweichst und abschafft.

Ebenfalls eine sehr tolerante Ansicht.


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Gysi Offline

Atheist


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21.03.2016 13:57
#52 RE: Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Naja, Snooker => KEINE TOLERANZ DEN INTOLERANTEN!

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

21.03.2016 14:04
#53 RE: Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Zitat von Gysi
Naja, Snooker => KEINE TOLERANZ DEN INTOLERANTEN!

Tja, so muss dann wohl auch der toleranteste Gesellschaftskörper intolerant auftreten.


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Gysi Offline

Atheist


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21.03.2016 15:03
#54 Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Zitat von Snooker
Tja, so muss dann wohl auch der toleranteste Gesellschaftskörper intolerant auftreten.

Och, Snooker, Toleranz blüht auf dem Boden des Vertrauens. Du kannst nicht das von anderen verlangen, was du selber nicht zu geben bereit bist!

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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21.03.2016 15:11
#55 RE: Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Zitat von Gysi
Och, Snooker, Toleranz blüht auf dem Boden des Vertrauens. Du kannst nicht das von anderen verlangen, was du selber nicht zu geben bereit bist!

Sind denn Atheisten bereit, den Theisten zu vertrauen? Das zeigt, wie limitiert und angreifbar der Begriff <<Toleranz>> in diesem Zusammenhang ist.


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Gysi Offline

Atheist


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21.03.2016 15:28
#56 Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Zitat von Snooker
Sind denn Atheisten bereit, den Theisten zu vertrauen?

Nein, wir vertrauen euch nicht. Wir vertrauen uns. Aber ihr dürft doch überall reden, Gott preisen und Werbung für euch machen! Und ich möchte, dass uns Religionskritikern das Recht zugestanden wird, die Religionen zu kritisieren, substanziell zu kritisieren,gerade wenn es gegen den Islam geht! Ohne gleich in die rechtsradikale Ecke gestoßen zu werden, moralisch entrechtet, mit den Toleranzfähigen zu diskutieren! Ich will, dass die Islamkritik zu einer gesellschaftlichen NORMALITÄT wird! Deine Solidarität mit dem Islam zeigt die selbe autoritäre Charakterstruktur auf, unter denen die Moslems zu leiden haben. Ich gönne keinem von denen und auch nicht dir dieses Leben, und GANZ GEWISS gönne ich es nicht mir!

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Jürgen Offline




Beiträge: 114

21.03.2016 16:04
#57 RE: Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

»Keine Toleranz für Intoleranz«, dem Satz ist vollumfänglich zuzustimmen. Europa war lange Zeit im Würgegriff des Christentums. Gab es da irgendwelche Toleranz? Sie ist das Resultat der Aufklärung und wir heutigen Europäer wären schön blöd, wenn wir sie durch Anhänger eines Kultes aus fernen, unwissenden Zeiten wieder abschaffen würden. Der Islam toleriert keine anderen Ansichten als die totalitäre Lehre eines Kaufmanns aus der Wüste, dessen mittelalterlichen Visionen in keiner Art und Weise mit einer aufgeklärten Zivilisation übereinstimmen: Ungläubige müssen verfolgt, vertrieben und getötet werden, zudem werden sie auf ewig in der Hölle schmoren. Wahrlich ein Toleranzprojekt! Mit gewachsenen Strukturen ist die Reformation, die Aufklärung, die Menschenrechte, Freiheit, Verfassungen, Bürgerrechte, Gleichberechtigung und die Säkularisierung gemeint. Es war ein langer und beschwerlicher Kampf gegen die Intoleranz der Religion, diese Errungenschaften stehen nicht nur Diskussion - wir müssen sie konsequent verteidigen und durchsetzen.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

21.03.2016 16:36
#58 RE: Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Zitat von Gysi
Aber ihr dürft doch überall reden, Gott preisen und Werbung für euch machen! Und ich möchte, dass uns Religionskritikern das Recht zugestanden wird, die Religionen zu kritisieren, substanziell zu kritisieren,gerade wenn es gegen den Islam geht!

Von mir aus könnt ihr das doch alles machen. Wird es dir verboten ein Forum zu betreiben, indem Atheisten ihr Verständnis von Religion darlegen, und dementsprechend Kritik üben? Du weißt, dass ich die zunehmende A-Religiösität und antireligiöse Stimmung im Kontext der biblischen Prophetie als durchaus zeitgemäß betrachte. Ich gönne mir darüberhinaus auch kein Leben, wie es etwa dir nach deiner Beurteilung meiner sog. Solidarität mit dem Islam anmuten mag.


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Wolfmann ( gelöscht )
Beiträge:

21.03.2016 16:50
#59 RE: Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Jürgen, die Argumentationskette stimmt, aber was machen wir mit Menschlichkeit und Toleranz. Wir haben die christlichenReligionen ja nicht außerhalb der Gesellschaft gestellt, führenden Parteien tragen das Christlich in ihren Anfangsbuchstaben, wir schaffen uns eine Gesellschaft die anders ist als die mittelalterliche, aber in manchen Bereichen nicht besser, die Ungleichheit zwischen Ar, und Reich wird immer massiver (Marcel Fratzscher "Verteilungskampf"), wir zerstören uns unsere Umwelt, wir streben nach einem ungebremsten Wachstum, beuten Menschen und Ressourcen aus - aber wir stellen uns vor Flüchtlinge hin als wären wir die "Gutmenschen" mit unseren Strukturen der Aufklärung. Menschen die vor dem fliehen was Unmenschlich ist, wie der Daesch, aber auch unmenschlich wie Heckler&Koch u.a., wie die Handelskonzerne die gerade über die Milchpreise unseren Bauern die Luft abdrücken. Nein nicht nur der Islamismus ist das Problem, sondern unsere eigene Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit und Absurdität zu denken das wir unseren Wohlstand auf Dauer halten können - vielen ist die gegenwärtige Debatte um die Flüchtlinge mehr als willkommen. Aber sich an Menschen zu vergreifen (und sei es verbal) die schon traumatisiert sind, hat nichts aber auch gar nichts mit den Strukturen zu tun, die Jürgen hier genannt hat, sondern stehen diesen diametral gegenüber.

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

22.03.2016 08:31
#60 RE: Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Jürgen hat die historische Realität beschrieben, wie sie uns überliefert wurde. Wahrscheinlich hat es sich so tatsächlich zugetragen. Wir selbst können insofern versuchen, den Historikern und Spurensicherstellern zu vertrauen. Perfekt ist das sicher nicht und irren ist menschlich.

Wir sollten dabei nicht vergessen, dass es die Menschen sind, die sich Leid zufügen und hassen. Religionen wie das Christentum oder der Islam sind lediglich "irrationale" Werkzeuge, mit denen der Nährboden für Hass und Verfolgung zur Verfügung gestellt wird.

Der Mensch ist es, der Werte umwertet oder mitunter etwas völlig Neues - möglicherweise abweichend vom Bezugs-Ursprung - der staunenden Gemeinde präsentiert.

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

22.03.2016 14:33
#61 RE: Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Zitat von Direktkontakt im Beitrag #60
Jürgen hat die historische Realität beschrieben, wie sie uns überliefert wurde. Wahrscheinlich hat es sich so tatsächlich zugetragen. Wir selbst können insofern versuchen, den Historikern und Spurensicherstellern zu vertrauen. Perfekt ist das sicher nicht und irren ist menschlich.

Wir sollten dabei nicht vergessen, dass es die Menschen sind, die sich Leid zufügen und hassen. Religionen wie das Christentum oder der Islam sind lediglich "irrationale" Werkzeuge, mit denen der Nährboden für Hass und Verfolgung zur Verfügung gestellt wird.

Der Mensch ist es, der Werte umwertet oder mitunter etwas völlig Neues - möglicherweise abweichend vom Bezugs-Ursprung - der staunenden Gemeinde präsentiert.


Tja, das einzige Problem ist der Mensch,
denn wo kein Mensch, da kein Problem.
(J.W.Stalin)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.150

22.03.2016 14:50
#62  Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Zitat von Snooker
Wird es dir verboten ein Forum zu betreiben, indem Atheisten ihr Verständnis von Religion darlegen, und dementsprechend Kritik üben?

Nee, und im Rahmen dieser Freiheit sage ich, dass die Political Correctness übertrieben unterdrückt, sodass dabei ein allgemeines Bewusstsein herauskommt, das ich nicht als ein Ergebnis der FREIEN Meinungsbildung von unten nach oben erkenne.

Im übrigen habe ich mich lediglich gegen deine süffisante Bemerkung verteidigt, dass wir Islamkritiker "keine Toleranz gegenüber den Intoleranten" hätten, also doch nicht tolerant seien. Damit stelltst du dich im Kontext dieses Threads auf die Seite des Islam - in seiner vollen Bandbreite! Denn auch die "gemäßigten" Muslime wollen keine Toleranz gegenüber dem IS, den Salafisten, den Wahhabiten und der Muslim-Bruderschaft! Und du hacktst mal wieder auf unsere ethischen Errungenschaften ein, dass die doch gar nicht so toll seien... Denn toll wird nur das sein, worauf ihr schon seit vielen, vielen Jahren wartet: das Königreich Gottes.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

22.03.2016 18:01
#63 RE: Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Zitat von Gysi
Im übrigen habe ich mich lediglich gegen deine süffisante Bemerkung verteidigt, dass wir Islamkritiker "keine Toleranz gegenüber den Intoleranten" hätten, also doch nicht tolerant seien. Damit stelltst du dich im Kontext dieses Threads auf die Seite des Islam - in seiner vollen Bandbreite!

Das hättest du wohl gerne so. Ist man jetzt schon "auf der Seite des Islam" wenn man es wagt, zwischen Islam und islamistischen Terror zu differenzieren? Ist man schon Islamist, weil man die Islamkritik nicht in allen Punkten teilt? Möchtest du mit deiner Einstufung eine Rechtfertigung dafür aufbauen, mich nicht mehr tolerieren zu müssen? Die Islamisten zeigen auch keine Toleranz gegenüber - ihrer Meinung nach - Intoleranten. Da kommt doch das Eine zum Anderen.

Warum fühlst du dich überhaupt angegriffen, sodass du dich und deine Werte verteidigen musst? Und wenn du schon meinst dich verteidigen zu müssen: Musst du denn sofort jeden, der nicht deiner Meinung ist, an das große Feindbild "Islam" ketten - in seiner vollen Bandbreite?

Zitat von Gysi
Und du hacktst mal wieder auf unsere ethischen Errungenschaften ein, dass die doch gar nicht so toll seien...

Wo habe ich denn etwas gegen Toleranz gesagt? Wie kommst du zu dieser Unterstellung? Ich berücksichtige lediglich, dass Toleranz nicht gleich Toleranz ist, und auch nicht einheitlich gebraucht wird. Der Begriff ist einfach zu stark an seine Anwendung geknüpft.


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Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.763

22.03.2016 19:56
#64 RE: Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #55
Sind denn Atheisten bereit, den Theisten zu vertrauen?

Theisten vertreten gegenüber geistig noch gesunden Gläubigen die Auffassung, dass ihre Sicht der Dinge die einzig richtig und wahre ist. Atheisten vertreten diese Position zwar auch, nur aber mit dem Unterschied, dass sie sich dafür nicht auf die Autorität übernatürlicher Argumente berufen müssen, welche über den Glauben nicht hinausgehen, sondern sich bequem und ohne ständige Gewissensbisse, auf die Naturwissenschaften verlassen können, welche die Welt bis jetzt zumindest immer noch besser und einleuchtender erklären, als alle zweifelhaften Schöpfungsmythen zusammen, die bisher erzählt wurden.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #55

Das zeigt, wie limitiert und angreifbar der Begriff <> in diesem Zusammenhang ist.
Nicht nur in diesem Zusammenhang. Alle radikalen Fanatiker des religiösen Glaubens teilen die genau gleiche Überzeugung, dass es nur eine absolute Wahrheit gibt, nämlich die ihre. Und obwohl sie dafür auch nicht mal ansatzweise eine real nachprüfbare Begründung, bzw. Rechtfertigung vorweisen können.

Zu behaupten, die Bibel oder der Koran sei nachweislich das Wort eines allem übergeordneten Schöpfergottes, ist da einfach kein gutes Argument. Zum einen, weil das gar nicht nachprüfbar ist und zum andern, weil die Naturwissenschaften viele durch Experimente bestätigte Erkenntnisse liefern, die den meisten Aussagen im Koran oder auch Bibel widersprechen, aber andersherum bestätigen, dass diese Aussagen nur von Menschen gemacht werden konnten, welche zu ihren Lebzeiten einfach noch keine Anhung davon hatten, wie groß die Welt wirklich ist.

Von daher ist es auch völlig egal zu welcher Kategorie Theisten sich Fundamentalisten des religiösen Glaubens selbst rechnen. Auch schon deswegen, weil keine Theist dafür die Hand ins Feuer legen kann, dass (s)ein anderer halblustiger "Glaubensgenosse", nicht doch vielleicht mit denen sympathisiert, die nach ihrem Glauben von absoluter Wahrheit, Gottes Wille mit Gewalt auf Erden durchsetzen möchten.

-----
Ich habe nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine davon ab, dass man an einen Gott/höheres Ideal glaubt.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

23.03.2016 08:23
#65 RE: Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Zitat von Perquestavolta
Theisten vertreten gegenüber geistig noch gesunden Gläubigen die Auffassung, dass ihre Sicht der Dinge die einzig richtig und wahre ist. Atheisten vertreten diese Position zwar auch, nur aber mit dem Unterschied, dass sie sich dafür nicht auf die Autorität übernatürlicher Argumente berufen müssen, welche über den Glauben nicht hinausgehen, sondern sich bequem und ohne ständige Gewissensbisse, auf die Naturwissenschaften verlassen können, welche die Welt bis jetzt zumindest immer noch besser und einleuchtender erklären, als alle zweifelhaften Schöpfungsmythen zusammen, die bisher erzählt wurden.

Wenn das Ergebnis dieses Verlassens auf die Naturwissenschaften, die Herabwürdigung von Menschen als geistig nicht mehr gesunde Wesen ist, dann mag das für jemanden wie dich vielleicht bequem, richtig und wahr sein. Immerhin scheinst du auch keine Gewissensbisse diesbezüglich zu haben.

Zitat von Perquestavolta
Nicht nur in diesem Zusammenhang. Alle radikalen Fanatiker des religiösen Glaubens teilen die genau gleiche Überzeugung, dass es nur eine absolute Wahrheit gibt, nämlich die ihre. Und obwohl sie dafür auch nicht mal ansatzweise eine real nachprüfbare Begründung, bzw. Rechtfertigung vorweisen können.

Das trifft, wie immer wieder beobachtet werden kann, auch auf a-religiöse, radikale, Fanatiker zu, welche ihre persönliche Interpretation der Wirklichkeit für die absolute Wahrheit halten. Was Toleranz betrifft: Die sucht man bei solchen Leuten vergeblich, da nur derjenige und seine meinung toleriert wird, der auf dieser a-religiösen Position mitschwimmt. Alle anderen werden als Lügner und Verbrecher diffamiert.

Zitat von Perquestavolta
Zu behaupten, die Bibel oder der Koran sei nachweislich das Wort eines allem übergeordneten Schöpfergottes, ist da einfach kein gutes Argument.

Vor allem, wenn man es kategorisch ablehnen muss, da das einfach nicht zur Weltanschauung passt. Ein Atheist, der die Autorenschaft der Bibel oder des Korans bei einem Schöpfergott sieht, ist schlicht ein Paradoxon.

Zitat von Perquestavolta
Zum einen, weil das gar nicht nachprüfbar ist und zum andern, weil die Naturwissenschaften viele durch Experimente bestätigte Erkenntnisse liefern, die den meisten Aussagen im Koran oder auch Bibel widersprechen, aber andersherum bestätigen, dass diese Aussagen nur von Menschen gemacht werden konnten, welche zu ihren Lebzeiten einfach noch keine Anhung davon hatten, wie groß die Welt wirklich ist.

Wie soll das für einen Atheisten auch nachprüfbar sein, wenn er sich ausschließlich solcher Methoden bedient, nach denen dieser Zusammenhang nicht überprüfbar ist? Experimente nach den für gültig erklärten wissenschaftlichen Methoden im Naturalismus beschreiben und bestätigen das, worüber durch den Naturalismus Aussagen möglich sind. Wie sollte es auch anders sein? Eine gültige Aussage über Gott kann aus diesen Experimenten nicht abgeleitet werden, da die Frage nach Gott gar nicht gestellt werden darf.

Zitat von Perquestavolta
Von daher ist es auch völlig egal zu welcher Kategorie Theisten sich Fundamentalisten des religiösen Glaubens selbst rechnen.

Darüberhinaus ist es ebenfalls völlig unerheblich, wie und warum Theisten von so manchem Atheisten als Religioten, Fanatiker, terroristische Fundamentalisten, Lügner etc. diffamiert werden, solange im Atheismus ein eigenes Verständnis des Begriffes "Glauben" hin und her geschliffen wird.


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Gysi Offline

Atheist


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23.03.2016 09:17
#66 Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Zitat von Snooker
Ist man jetzt schon "auf der Seite des Islam" wenn man es wagt, zwischen Islam und islamistischen Terror zu differenzieren?

Ja! Du machst dich damit nicht zum Islamisten, aber dem Islam gehört deine Toleranz und dein Wohlwollen. Wir Islamkritiker sehen natürlich eine tiefe VERBINDUNG zwischen "Islamismus" und Islam!

Zitat
Wo habe ich denn etwas gegen Toleranz gesagt? Wie kommst du zu dieser Unterstellung?

Du hast unsere INtoleranz angeprangert! Und unsere Toleranz als ein Bekenntnis, das hohl ist! Du bist wirklich ein MEISTER in der Verwirrung der Diskussionsfäden!

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Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

23.03.2016 10:04
#67 RE: Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Es lässt sich wohl nicht bestreiten, dass der Islam als "Lehrling" der Christenheit noch mindestens 200 Jahre Nachholbedarf in Bezug auf Vernunft und Toleranz hat.

Wir Abendländer waren zur Zeit der Inquisition auch nicht besser als die Jünger Mohammeds.

Die Säkularisation oder Versachlichung wird nicht von heute auf morgen gelingen.

Jürgen Offline




Beiträge: 114

23.03.2016 10:09
#68 RE: Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Angesichts des jüngsten Massenmordes in Brüssel ist es reichlich zynisch, von islamischer Toleranz zu schwadronieren. Gutmenschen gehen noch einen Schritt weiter und sind tief besorgt, dass die aktuellen Geschehnisse die Diskriminierung von Moslems noch steigern könnten. Manchmal denke ich wirklich, dass der Wahnsinn regiert. Da morden fanatisierte IS-Terroristen in Europa wahllos Menschen hin, verhöhnen sie als »Kreuzritter« und sind der klammheimlichen Zustimmung vieler Anhänger des mittelalterlichen Wüstenkultes sicher. Den Islam angesichts der Opfer zu relativieren, wenn nicht gar gutzuheissen, ist Ausdruck einer Denkweise, die letztlich nur noch mit einer inneren Kapitulation vor einer mörderischen Terrorbande zu erklären, welche alle Kuffar vernichten will. Wie viele Anschläge braucht es noch, bis kein Islam-Versteher mehr in Europa die irre Lehre eines arabischen Kaufmanns aus ferner Zeit schönredet?

Gysi Offline

Atheist


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23.03.2016 12:19
#69 Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Zitat von Jürgen
Manchmal denke ich wirklich, dass der Wahnsinn regiert.

Wahnsinn, richtig! Wir sind in unserer Kollektivneurose gefangen, die uns aus sozial vererbtem Schuldgefühl heraus zu den Nachkommen der ehemals von unseren Vorvätern Kolonialisierten nicht normal verhalten lässt! Wir können uns nur selbst therapieren, indem wir uns gegenseitig die geschichtlichen Zusammenhänge vorzeigen. Dann sehen wir, dass wir Enkel und Urenkel (die -innen natürlich dazugedacht) erstens daran keine Schuld mehr tragen, zweitens unserer Demokratie schaden bei weiterer Willfährigkeit und drittens den Moslems nicht helfen, wenn wir die Terrorreligion gutheißen, die sie per Erziehungsprägung selber in Gefangenschaft hält!

PS.: Deine Bücher sind hier in Deutschland nicht zu bekommen! Sag mal deinem Verlag, dass deutsche Nachfrage besteht...

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Jürgen Offline




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23.03.2016 14:48
#70 RE: Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Für einmal in eigener Sache: Wenn Interesse für meine Bücher besteht, freut mich das. Bisher habe ich zwei Romane verfasst, jetzt bin ich am dritten. »Die Akte Hitler« spielt mit der Möglichkeit, Hitler könnte den Krieg überlebt haben; »Das dunkle Vermächtnis« mit der Variante, Stalin hätte einen Erben hinterlassen. Zur allgemeinen Beruhigung: Ich bin weder Hitler-, noch Stalinanhänger, beide Romane sind Geschichtsthriller, ich griff einfach diejenigen Themen auf, nach denen ich in den Fachgeschäften vergeblich gesucht hatte. In den Buchhandel habe ich es bisher leider nicht geschafft, die Bücher können bei mir direkt bestellt werden unter: »juergfink@bluewin.ch«.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


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23.03.2016 15:04
#71 RE: Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Zitat von Jürgen
Angesichts des jüngsten Massenmordes in Brüssel ist es reichlich zynisch, von islamischer Toleranz zu schwadronieren. Gutmenschen gehen noch einen Schritt weiter und sind tief besorgt, dass die aktuellen Geschehnisse die Diskriminierung von Moslems noch steigern könnten.

Solange sich die islamistischen Terroristen hinter einer pauschalen Islam-Kritik verschanzen können, wird es weitere Opfer aus weiteren Anschlägen geben. Die Bombengürtel für die nächsten Anschläge werden schon geschnürt, während mit Deckungssalven versucht wird, den Islam auszuschalten. Wen wundert es da, dass der IS mit so einer furchtbaren Effektivität jederzeit zuschlagen kann?


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SnookerRI Offline

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23.03.2016 15:40
#72 RE: Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Zitat von Gysi
Ja! Du machst dich damit nicht zum Islamisten, aber dem Islam gehört deine Toleranz und dein Wohlwollen.

Ich toleriere den Islam ebenso wie alle religiösen und areligiösen Bekenntnisse, außerhalb meiner persönlichen Überzeugung. Von "Wohlwollen" im engeren Sinne kann in dem Zusammenhang allerdings nicht immer die Rede sein.

Zitat von Gysi
Wir Islamkritiker sehen natürlich eine tiefe VERBINDUNG zwischen "Islamismus" und Islam!

Meine Anmerkungen zu einer Islamkritik, die eine solche tiefe VERBINDUNG sieht, sind dir ja bekannt.


Zitat von Gysi
Du hast unsere INtoleranz angeprangert! Und unsere Toleranz als ein Bekenntnis, das hohl ist! Du bist wirklich ein MEISTER in der Verwirrung der Diskussionsfäden!

Ja, so kommt das bei dir an.. Und das musst du wahrscheinlich auch genau so bewerten. Die Meinung eines Gläubigen stiftet in so manchem Diskussionsfaden "Verwirrung", einfach weil es sich um einen anderen Betrachtungswinkel handelt. Wenn dann eine solch andersartige Sichtweise als "Angriff" auf die stattlich ausgebauten, atheistischen Diskussionsfäden gewertet wird, ist die Verwirrung perfekt.

Sollten Gläubige also doch besser die Klappe halten?

Du selbst sagtest, dass Toleranz auf dem Boden des Vertrauens blüht, woraufhin ich dich fragte, ob denn Atheisten uns Theisten vertrauen könnten... Deine Antwort war ein klares Nein! Also folgt aus deinen Vorgaben, dass Theisten besser keine Toleranz seitens der Atheisten erwarten sollten. Dass damit das Toleranz-Bekenntnis an Inhalt verliert, liegt doch auf der Hand.


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Jürgen Offline




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24.03.2016 12:24
#73 RE: Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Im Politik-Forum.ch fordert jemand zum Thema:

- Grenzen zu islamischen Staaten hermetisch abriegeln, inkl. Schiessbefehl.
- Dem Islam den Status Religion aberkennen und als faschistoide Ideologie verbieten.
- Einstellung aller Entwicklungshilfe an arabische und moslemische Länder, Handelsembargo.
- Grüne Zone in Libyen für Zwangsrückführungen errichten.
- Den Moslems in Europa ein Jahr Zeit geben, um entweder den Islam abzulegen oder zu verschwinden.

Wie denken die Teilnehmer dieses Forums über obige Vorschläge?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.150

24.03.2016 12:59
#74 Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Zitat von Jürgen
- Grenzen zu islamischen Staaten hermetisch abriegeln, inkl. Schiessbefehl.

Nein. Die Moslems sind doch schon hier!

Zitat
Dem Islam den Status Religion aberkennen und als faschistoide Ideologie verbieten.

Ich meine, wir demokratischen Staaten sollten den Laizismus einführen und allen Religionen inrgendwelche Sonderrechte absprechen! Religion lässt sich nicht "verbieten", nur in den Untergrund drängen. Aber wir müssen uns in viel größerer Zahl erheben und den Islam als FASCHISTOID diskreditieren! Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe - auch, aber weniger, eine politische!

Zitat
- Einstellung aller Entwicklungshilfe an arabische und moslemische Länder, Handelsembargo.

Kommt drauf an. Nicht generell.

Zitat
- Grüne Zone in Libyen für Zwangsrückführungen errichten.

Die Flüchtlichgsaufnahme muss entschieden stärker kontrolliert werden, klar!

Zitat
- Den Moslems in Europa ein Jahr Zeit geben, um entweder den Islam abzulegen oder zu verschwinden.

Es ist eine gesellschasftliche Aufgabe. Wir müssen sie in breit angelegte Diskussionsrunden bringen. Wir brauchen auch politische Köpfe, die sie befürworten und eindeutig sich vom Islam distanzieren. Die Muslime mussen mit dem Bewusstein leben, dass ihre Religion demokratiegefährdend ist und von etlichen Einheimischen nicht toleriert wird! Und dass damit nicht die Fascho-Rambos gemeint sind! Von strikten Ultimativen und Hau-Ruck-Verboten halte ich nichts.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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24.03.2016 13:53
#75 RE: Der Islam hasst uns - hasst der Islam den Westen? antworten

Zitat
- Grenzen zu islamischen Staaten hermetisch abriegeln, inkl. Schiessbefehl.

Ideologien überschreiten selbst hermetisch abgeriegelte Staatsgrenzen und lassen sich darüber hinaus auch nicht abknallen.

Zitat
- Dem Islam den Status Religion aberkennen und als faschistoide Ideologie verbieten.

Verbotenes entwickelt einen besonderen Reiz. Mit einer solchen Forderung begibt man sich selbst in faschistoides Fahrwasser, indem man zig Millionen Muslime quasi in Sippenhaft nimmt. Ungefähr genauso unlogisch wäre es das Christentum wegen der Ideologie des Ku-Klux-Clans verbieten zu wollen.

Zitat

- Einstellung aller Entwicklungshilfe an arabische und moslemische Länder, Handelsembargo.

Trifft besonders die Zivilbevölkerung hart, aber die dürfte denen, die so etwas fordern, auch egal sein. Die Verantwortlichen Regierungen werden aus anderen Töpfen genährt.

Zitat
- Grüne Zone in Libyen für Zwangsrückführungen errichten.

Da werden sich die Libyer aber freuen.

Zitat
- Den Moslems in Europa ein Jahr Zeit geben, um entweder den Islam abzulegen oder zu verschwinden.

Immerhin bräuchten wir uns dann nicht mehr über Toleranz zu streiten.


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