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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

Der substanzielle  Dialog
 
"Je suis Charlie!"
Für Säkularismus und Religionskritik!


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Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 396 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

27.03.2016 08:55
#1 Zur Philosophie des DIALOGS antworten

Ein Appell an alle RF-User

Wir sind einander keine Feinde, weil wie die Eitelkeiten anderer nicht befriedigen mögen, jeder von uns hat selber seine Eitelkeiten, seine Interessen, seine geistige Heimat, seinen Kopf! Die Philosophie der Kommunikationsform DIALOG verträgt es nicht, uns selber als Feinde zu sehen! Wir sind Parts, verschiedene Parts, die sich eigentlich ergänzen könnten. Aber wir sind - nicht nur nach meiner 11-jährigen RF-Erfahrung - zu oft dazu geneigt, uns mit Lehrer-Habitus, Was-Besseres-sein-wollen und Siegerwillen niederzuringen, zu bekriegen, aus dem Revier zu jagen. Das ist der falsche Ansatz! Wir sind keine Feinde, sondern Forschungspartner, ein gemeinsamer Rudel, ein Team! Der einzige Feind, den wir zu bekriegen haben, ist unsere eigene Dummheit! Die haben wir aus dem Revier zu jagen!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Direktkontakt Offline



Beiträge: 839

27.03.2016 09:43
#2 RE: Zur Philosophie des DIALOGS antworten

Nicht immer gelingt es, sachlich zu bleiben.

Fehler werden immer wieder in der Argumentation auftreten, aber die Realität lässt sich nicht einfach so "hinwegemotionalisieren".
Was nun als Realität verstanden wird, ist strittig.

Wenn es um das gemeinsame Suchen und Ringen um die "Wahrheit" geht, müssen nicht unbedingt die Fetzen fliegen und Tassen scheppernd an die Wand geworfen werden.

Die Pferde gehen schon mal durch, wenn die Zustimmung verweigert wird - und das ist menschlich und verständlich.
Wütend zu reagieren oder sich wegen eines Widerspruchs aufzuregen, bringt absolut nichts!

Getroffene Hunde bellen, wenn sie sich durch einen Witz provoziert fühlen. Auch das gehört zur gehobenen Streitkultur!

Frohe Ostern von einem Agnostiker!

Reklov Offline




Beiträge: 3.288

28.03.2016 11:18
#3 RE: Zur Philosophie des DIALOGS antworten

Zitat
Aber wir sind - nicht nur nach meiner 11-jährigen RF-Erfahrung - zu oft dazu geneigt, uns mit Lehrer-Habitus, Was-Besseres-sein-wollen und Siegerwillen niederzuringen, zu bekriegen, aus dem Revier zu jagen. Das ist der falsche Ansatz! Wir sind keine Feinde, sondern Forschungspartner, ein gemeinsamer Rudel, ein Team! Der einzige Feind, den wir zu bekriegen haben, ist unsere eigene Dummheit! Die haben wir aus dem Revier zu jagen!

Gysi,

... leider haben einige (oder viele?) Teilnehmer keine Lust und Energie, weiterbringende Fragen zu stellen. Sie verneinen, lehnen sofort ab, verhöhnen sogar, scheinen mir manchmal ermüdet oder lustlos zu sein. Ihr "Weltbild" zu verteidigen, bringen sie aber gerade noch fertig. -

"Forschungspartner", (wie Du sie Dir vorstellst) - gehen jedoch ganz anders zu Werke! - Als ich z.B. neulich die ersten Lehrsätze von Spinoza, einem in der philosophischen Weltgeschichte von allen Fachleuten nicht grundlos anerkannten großen Denker, hier reinzustellen begann, um einen etwas sachlicheren Dialog anhand dessen mathematisch logischer Sprache zu führen, kam von den anderen Teilnehmern weder eine förderliche, noch eine neugierige Frage!?!?
Auch Deine Reaktion zeigte, dass Du (scheinbar irgendwie übermüdet oder ausgelaugt??) an sich wenig Interesse hast, einen vertiefenden Dialog über ein Dir fremdes Gebiet zu beginnen, weil herzu eben sprachlich nicht aus der Hüfte geschossen werden kann, sondern ein vorab nötiges Wissen erforderlich ist, will man denn "förderliche" Beiträge dazu abliefern.
Hättest Du ernsthafte und förderliche Fragen zu Spinoza gestellt, wäre der Dialog auch vertieft worden. So aber konntest Du den sicher interessanten Dialog über Spinoza lediglich mit Deinem "Dagobert"-Stöckchen abklatschen, weil Deine schreckhafte Befürchtung sofort nur die Formel SUBSTANZ = GOTT zu erkennen glaubte! - Also, wenn Du schon von dem Verjagen der Dummheit aus dem eigenen Revier träumst, dann solltest Du, als vorbildlicher Forum-Leiter, damit zuerst bei Dir selber anfangen und den Anderen damit ein gutes Beispiel geben.

Auch Deine Weise, sich z.B. nur einseitig über den Islam zu äußern, zeigt, dass Du lediglich dessen fundamentalistische Färbung in Deine Betrachtung einbeziehst. Da ich den Koran gelesen habe (Du etwa auch?), weiß ich, dass viele seiner Suren jeden gläubigen Moslem unmissverständlich auch zur Milde und zur Menschlichkeit aufrufen und mahnen! - Wer sich (wie auch in der Bibel) aber lediglich die gewaltverherrlichenden Passagen heraus pickt, der vermag die milden Aussagen in den Texten nicht zu verinnerlichen.
Also, wenn Du schon ein "Forschungspartner" sein möchtest, dann solltest Du aber auch wie ein Forscher arbeiten wollen. Zuerst kommt also das umfassende Wissen über ein Thema und dann die Frage, wie man dieses Wissen denn überhaupt philosophisch umkreisen oder einschätzen kann. -
Ansonsten verfällt man lediglich auf seine oft nicht ausreichenden Infos zurück und versucht mit diesen, hier im Forum irgendeine Stellungnahme zusammen zu schustern.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

28.03.2016 11:41
#4  Zur Philosophie des DIALOGS antworten

Ja, Reklov, du bist wirklich ein Paradebeispiel für einen, der die Dialogphilosophie nicht versteht...

Zum gelingenden Dialog gehören die Kardinaltugenden Respekt und Demut, relative Bescheidenheit: die Fähigkeit zur SELBSTkritik.

Arroganz, lieber Reklov, anmaßender Ton, Eigenüberschätzung und Abwertung der anderen und Schlechtrede gehören nicht dazu. Wer das alles nötig hat, hat nix auf der Pfanne...

...jedenfalls keine ARGUMENTE!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Direktkontakt Offline



Beiträge: 839

28.03.2016 11:56
#5 RE: Zur Philosophie des DIALOGS antworten

Als Agnostiker sehe ich das "Problem" bezüglich religiöser Diskussionen so:

Niemand hat (bisher) einen Beweis für die Existenz oder Nichtexistenz der behaupteten und/oder überlieferten fraglichen Gegenstände.

Meiner Meinung nach scheint eine nachvollziehbare Beweisführung in solchen Dimensionen nicht möglich zu sein.

Ein Computer-Experte würde solches möglicherweise als Endlos-Schleife einstufen, denn seit Jahrtausenden verläuft der Manipulationsversuch nach dem gleichen Muster ab.
Sind solche Manipulationsversuche erfolgreich, dann haben wir bekehrte oder "überzeugte" Gläubige, Kämpfe, Eroberungen, Missionen, Kolonisationen, Inquisition, Scharia und aktuell auch religiös motivierte Terroranschläge.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

28.03.2016 17:16
#6 Zur Philosophie des DIALOGS antworten

@ Direktkontakt und alle

Hier geht es nicht um die Unmöglichkeit der Beweisführung. Hier geht es um die Dialogqualität. Dass man sich darüber mal seine Gedanken macht. Zu einem Dialog gehört nicht nur die eigene Eitelkeit, sondern die mehrerer Gesprächsteilnehmer. Es darf nach links und rechts und oben und unten geschaut werden. Zum Beispiel darauf, dass man mit Selbstverliebtenpredigten nicht das vorgegebene Thema verlässt...
Ich will auch nichts mit neuen Regeln einengen. "Keine Beleidigungen" ist ein großzügig abgestecktes Regelwerk, aber ich meine wir kommen damit aus.

Aber wenn ich mir so manchen Diskussionsfaden anschaue - mannomann! Die sind nicht effektiv und drehen sich oft nur um das eigene Ding. Ich kann zum Beispiel die nicht so recht verstehen, die sich monatelang in Endlosfäden WORTLAWINEN entgegenschütten, die nix bringen außer vertane Zeit. SCHWEIGEN wäre auch mal angebracht, innehalten. Den Faden neu beginnen, mit neuer Strategie und vielleicht auch neuer Eigenwahrnehmung.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Direktkontakt Offline



Beiträge: 839

29.03.2016 09:59
#7 RE: Zur Philosophie des DIALOGS antworten

Es ist richtig, dass mein Beitrag #5 im engeren Sinne das Prädikat "Thema verfehlt" verdient hätte.

Nun habe ich dort das Wort "Problem" zur Entschärfung in Anführungsstriche gesetzt.

Wenn wir statt der religiösen naturwissenschaftliche Sachverhalte einbrächten, hätten wir das "Problem" der Dialogqualität unter den Rahmenbedingungen, wie ich sie im Beitrag #5 beschrieben habe, normalerweise nicht.
Wer einen Forschungsgegenstand genau unter die Lupe nehmen und seine Folgerungen plausibel begründen kann, verhält sich im Dialog entspannter oder souveräner als ein dogmenbehafteter und "guterzogener" Vorurteilsfreak, der lediglich spekulieren kann.

Die Dialogqualität wäre sachlich und kooperativ besser, wenn sich niemand wegen einer endlosen Wiederkäuung von beiderseits unwiderlegbaren Argumenten "aufregen" müsste.
Unter religiösen oder metaphysischen Annahmen, die ultimativ für "wahr" erklärt werden, werden unvernünftige Situationen und fruchtloser Streit geradezu programmiert.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

29.03.2016 10:45
#8  Zur Philosophie des DIALOGS antworten

Ich empfehle

kürzere Beiträge!

Sie sind dialogfreundlicher. Sie nehmen Rücksicht auf den Mitdiskutanten. Und vor allem auf potenzielle Mitdiskutanten, die gerne in eine laufende Diskussion einsteigen würden.
Es kann nix schaden sich aus Rücksicht auf die anderen selber mehr zurückzunehmen. Was die Beteiligungsbereitschaft der anderen mehr wecken würde. Weniger Egoismus - DAS ist Dialogphilosophie!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 3.288

29.03.2016 17:27
#9 RE: Zur Philosophie des DIALOGS antworten

Zitat
Sie sind dialogfreundlicher. Sie nehmen Rücksicht auf den Mitdiskutanten. Und vor allem auf potenzielle Mitdiskutanten, die gerne in eine laufende Diskussion einsteigen würden.
Es kann nix schaden sich aus Rücksicht auf die anderen selber mehr zurückzunehmen. Was die Beteiligungsbereitschaft der anderen mehr wecken würde. Weniger Egoismus - DAS ist Dialogphilosophie!

Gysi,

... komplexe Themen oder Fragen können leider nicht mit dem bereits alles überflutenden Smartphone-Sprach-Stil behandelt werden!
So bin ich z.B. schon gezwungen, auf die Frage von Direktkontakt bezüglich Spinoza mit dessen LEHRSATZ 29 und auch dessen BEWEIS zu antworten. - Wer diese längere Antwort liest, versteht aber auch, warum. Wenn man Dir z.B. theologische Argumente auftischte, pflegtest Du gerne mit "Nö, finde ich nicht" zu antworten. DAS aber ist ja nun rein gar nichts,
weder Dialog, noch Philosophie!!!

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

30.03.2016 09:28
#10 Zur Philosophie des DIALOGS antworten

Zitat von Reklov
So bin ich z.B. schon gezwungen, auf die Frage von Direktkontakt bezüglich Spinoza mit dessen LEHRSATZ 29 und auch dessen BEWEIS zu antworten.

Und ich bin dazu gezwungen, eure Beiträge in den Spinoza-Thread umzuleiten, extra für dich angelegt! Weil du dieses Thema in einem dazu unpassenden Thread gestartet hast! Jetzt hast du einen eigenen Thread (hättest du auch selbst anlegen können...) und der Spinoza-Faden wird HIER weitergesponnen... Ein bisschen Umsichtigkeit und weniger Egoismus (Respekt und Demut!) würde dem Dialogkonzept des RFs schon helfen...

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dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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