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Atheismus vs. Religionen  

Der substanzielle  Dialog
 
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Dieses Thema hat 144 Antworten
und wurde 2.574 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
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Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.241

27.10.2016 20:47
#126 RE: Spinoza und die Substanz antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #122

Zitat
Reklovs Gott ist, soweit ich das zwischen seinem "Hin und Her" doch meine richtig verstanden zu haben, der Gott der Bibel. Reklov versteht die Evolutionstheorie als Plan Gottes, dem der Bibel.
Perquestavolta,

... also "verstanden" hast Du zunächst gar nichts, oder Du kannst nicht richtig lesen? - Öfter stellte ich hier unmissverständlich dar, dass der Abrahamitische Gott eine gedankliche Variante, eine Annäherung des Menschen ist, sich der Wahrheit zu nähern, aber dabei noch nicht den Zielpunkt zu treffen! Die Evolutionstheorie, welche Darwin ja selbst mit Worten einschränkte, kann auch keinem "biblischen" Gott untergeschoben werden, denn "dieser" schuf ja (laut Schrift!) alles in 6 Tagen! Auch den "Gott Reklovs" kann es so nicht geben, denn wäre dieser von mir mit Worten allein zu fassen, wäre ich in der Lage, alle Religionen sofort zu kippen, da ich hierzu die entsprechend zwingende Logik mitliefern könnte!

Zitat
Und auch Reklovs Gott ist nicht eine Größe ohne erkennbare Eigenschaften. Er spekuliert schon sehr darauf, dass der Gott, den er über Spinoza, seinem selbstgestrickten Gotter-Gesandten, zu finden gedenkt, die Eigenschaft hat, ihm das ewige Leben zu schenken...

Spinoza hat der Mann aus Bozen auch nicht verstanden, denn er baute lediglich eine strenge und damit nachvollziehbare Wort-Logik zum Thema des Göttlichen auf. Spinoza kritisierte in seiner ETHIK lediglich das jüd./christliche Gottesbild. -
Auch Dir empfehle ich - Spinoza zunächst mal selbst zu lesen und dann zu urteilen, bevor Du hier unqualifiziert daher plapperst, ihn fälschlicherweise sogar als einen "Götter-Gesandten" interpretierst, den ich mir gestrickt haben soll!?

Zitat
... zu finden gedenkt, die Eigenschaft hat, ihm das ewige Leben zu schenken...

Auch dieser Begriff- "ewiges Leben" - ist von keinem korrekt zu beschreiben, denn mit einem Leben in einem vergänglichen Menschenkörper dürfte er ja wohl nichts gemeinsam haben!? Hier müssten also schon ganz andere Vorstellungen in Gang gesetzt werden können.






Ich kenne Leute die haben mehr "Käse" im Schuh als du Hirn zw. den Ohren. Mehr ist dazu nicht zu sagen, Reklov.

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"Leidet ein Mensch an einer Wahnvorstellung, so nennt man es Geisteskrankheit. Leiden viele Menschen an der selben Wahnvorstellung, dann nennt man das Religionsgemeinschaft."

SOL demiurg Offline




Beiträge: 640

27.10.2016 23:40
#127 RE: Spinoza und die Substanz antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #117
Zitat von SOL demiurg im Beitrag #116
Jeder Mensch kommt als "Mensch" auf diese Welt.


Oh nein SOL demiurg. Der Mensch erkennt sich erst im Laufe seines Lebens selbst als Mensch. Bei manchen bleibt diese Erkenntnis leider oft auch aus. Warum sind wohl die, die die zwar aussehen wie ein Mensch, so unmenschlich. Warum sind Theisten und Religioten so unmenschlich, wenn es um die vermeintliche Errettung ihres Selbst ins ewige Leben geht, von dem sie glauben, aber sich auch täuschen könnten? Manche Theisten verleugnen ihre eigenen Kinder, um das eigene ewige Leben zu retten. Ist das menschlich?

Aber genau das ist doch "der Mensch"!! Es gibt keinen Idealmenschen den man als (Gott) Idol (Götze) verehren kann oder sollte. Man kann nur nach dem handeln, was "der Lauf der Natur" ist. Und in dieser seiner Lebenszeit, des Erfassens, des Erhellt sein, des Erwachens oder der Austritt aus dem Paradies - wie auch immer - steht der Mensch ratlos vor einem großen Konstrukt, das voll ist mit "Substanz" (Materie - der Stoff aus dem die "Träume" (Gedanken) sind).
Es gibt "nur" "Menschen" auf diesen Planeten. Der Mensch ist das, was du jeden Tag von ihm zu sehen bekommst - all die Eindrücke, all die Taten (ob Gut ob Böse) all sein Handeln und Tun - das was "der Mensch" tut...IST der Mensch.

Der Mensch "denkt" sich Selbst. Er denkt sich als Person(Charakter) und er denkt sich als Gruppe(Atheist). Dieser "Eine Gedanke"(Atheismus, Idealismus, Christ, Moslem, Doktor, Meister, Psychologe, Tierarzt, Täter, Opfer, liebevoll, treu, dumm oder intelligent, prägt "den Menschen".
Der Alte Ägypter wusste damit umzugehen und suchte in den vielen Formen der "Darstellung des Menschen" das Gute heraus. Jenes, worin er eine "positive Entwicklung" erkannte und sich "danach richtete".
So richtete er auch den Gedanken an die Götter, welcher er nach den "guten Dingen" benannte. Das Böse verbannte er - meist in Richtung Wüste - wie es auch die Geschichte um Seth besagt.

Das ewige Leben war ihm also in dem Sinne wichtig, das er sich auf Erden, zu Lebzeiten, "gut benimmt". Gut Sein war die Voraussetzung dafür, um ewiges Leben "zu erhalten". Sie taten es nicht "für" das Ewige Leben, sondern für "das ewige Leben". Das Leben, was über 4 Milliarden Jahre alt ist. Für ihren "Gott".

Als der Pyramidenbau begann, begann etwas, das sie "für" ihren Gott taten. Das war ein Fehltritt und der Beginn eines Götzendienstes.

Du tust also etwas "für" deinen Atheismus, damit er gedeiht. Ein anderer tut etwas "für" seinen Glauben, damit dieser gedeiht. Das Leben aber, der Gott der Ägypter, tut es für das Leben und für alles in ihm.
Jeder und Jedes "verdankt" sein Leben dem Leben selbst. Und der Ägypter bedankte sich dafür in einer Weise, die bis heute im Kopf des Menschen präsent ist.
Er vergöttlichte das Leben.
Und wie auch immer man dieses Leben benennt, Substanz, Materie, Logik, Ordnung, Gott...das Leben selbst entscheidet was es mit sich macht.

Der Ägypter besann sich also zuerst auf das Leben und "lehrte" es, erst danach widmete er sich den Verknüpfungen. Heute versucht man in den Verknüpfungen irgend eine Lehre zu finden und übersieht dabei das Leben.

Die Philosophie, das Philosophieren - die Liebe zur Weisheit - versucht, die Welt und die menschliche Existenz zu ergründen, zu deuten und zu verstehen. Von anderen Wissenschaften unterscheidet sich die Philosophie dadurch, dass sie sich oft nicht auf ein spezielles Gebiet oder eine bestimmte Methodologie begrenzt, sondern durch die Art ihrer Fragestellungen und ihre besondere Herangehensweise an ihre vielfältigen Gegenstandsbereiche charakterisiert ist.

In der antiken Philosophie entfaltete sich das systematische und wissenschaftlich orientierte Denken. Im Lauf der Jahrhunderte differenzierten sich die unterschiedlichen Methoden und Disziplinen der Welterschließung und der Wissenschaften direkt oder mittelbar aus der Philosophie, zum Teil auch in Abgrenzung zu irrationalen oder religiösen Weltbildern oder Mythen.

Kerngebiete der Philosophie sind die Logik (als die Wissenschaft des folgerichtigen Denkens), die Ethik (als die Wissenschaft des rechten Handelns) und die Metaphysik (als die Wissenschaft der ersten Gründe des Seins und der Wirklichkeit). Weitere Grunddisziplinen sind die Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, die sich mit den Möglichkeiten des Erkenntnisgewinns im Allgemeinen bzw. speziell mit den Erkenntnisweisen der unterschiedlichen Einzelwissenschaften beschäftigen.WIKI


Die Philosophie...benenne ich hier mal als "Gott"

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 15.743

28.10.2016 09:43
#128 Spinoza und die Substanz antworten

Zitat von Reklov
.. wer sagt denn, dass Deine formale Logik ausreicht, um die transzendentale Logik (die gibt es auch!) abzudecken?

Es gibt keine "transzendentale Logik"! Die hat nur irgendein Gott-Fan erfunden, um die Gottesexistenz vor dem Hagelsturm der Logik zu retten!

Zitat
.. also die Kirche sollte man schon im Dorf lassen können und Dawkins in seinem Spezialfach, der Evolutionsbiologie!

Das ist das Argument der in Argumentationsnöte geratenen Theologen! Auch du kannst Dawkins nicht verbieten, das Richtige zu sagen! Allerdings sollten manche Kreations-Schwafler zur Evolutionsbiologie besser schweigen...

Zitat
Viel schwerer drückt die Knute des menschenverachtenden Kapitalismus, der alles berechnen und unter dem Strich Schwarze Zahlen sehen will.

Und schon wieder lenkst du ab! HIER ist das Thema Gott und Religion! Aber beiße bitte den Kapitalismus, lieber Gysi - und nicht die eh schon verbissene und zerbissene Religion!

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Direktkontakt Offline



Beiträge: 809

28.10.2016 12:47
#129 RE: Spinoza und die Substanz antworten

Könnte es zutreffend sein, dass der Iman, der Rabbi, die katholischen, orthodoxen, protestantischen Prediger und unzählige Sektenälteste gemeinsam mit der "transzendentalen Logik" argumentieren?

Es scheint auf den ersten Blick so, als ob sich die o. a. "Spezialisten" brüderlich im Geiste einig sind. Trotz dieser Schnittstelle sind sie sich oft spinnefeind, bezichtigen sich gegenseitig der Irrlehre oder Häresie, obwohl sich die Grundlagen ihrer Aussagen oder Verkündigungen im Kern frappierend nahe kommen.

Die Anderen sind immer die Teufelsbraten und Ketzer, der jeweils oder zufällig eigene Clan ist "selbstverständlich" unfehlbar und gilt als moralische Instanz!

Der Philosoph Spinoza würde heute seine Sätze vermutlich ganz anders formulieren, als zu jener Zeit mit einer intoleranten Obrigkeit und den Nachwehen der Inquisiton im Nacken.
Wir haben heute noch den Paragraphen 166 (Gotteslästerung) im Strafgesetzbuch. Auch dem müsste sogar ein Spinoza seinen "Kotau" erweisen und erzwungene Rücksicht auf das "Schwert" in den Händen der Staatsanwälte und Richter (immer noch im Talar wie zu ihrer Amtszeit im Dritten Reich und auch lange vorher!) nehmen.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.241

28.10.2016 16:35
#130 RE: Spinoza und die Substanz antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #128
[quote="Reklov"] Allerdings sollten manche Kreations-Schwafler zur Evolutionsbiologie besser schweigen...

Richtig! Aber genau, das können die "Theisten" nicht. Die "Irrlehre" der Evolutionsbiologe brauchen sie ja als Fundament für die/ihre wahre Schöpfungslehre.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.241

28.10.2016 17:18
#131 RE: Spinoza und die Substanz antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #127
Zitat von Perquestavolta im Beitrag #117
Zitat von SOL demiurg im Beitrag #116
Jeder Mensch kommt als "Mensch" auf diese Welt.


Oh nein SOL demiurg. Der Mensch erkennt sich erst im Laufe seines Lebens selbst als Mensch. Bei manchen bleibt diese Erkenntnis leider oft auch aus. Warum sind wohl die, die die zwar aussehen wie ein Mensch, so unmenschlich. Warum sind Theisten und Religioten so unmenschlich, wenn es um die vermeintliche Errettung ihres Selbst ins ewige Leben geht, von dem sie glauben, aber sich auch täuschen könnten? Manche Theisten verleugnen ihre eigenen Kinder, um das eigene ewige Leben zu retten. Ist das menschlich?

Aber genau das ist doch "der Mensch"!! Es gibt keinen Idealmenschen den man als (Gott) Idol (Götze) verehren kann oder sollte.

Das ist nichts neues, SOL demiurg! Das gute in der Welt gibt es nur dank dem Bösen/Unangenhemen. Evolution beruht auf der einen Auswahl unter vielen kleinen Variationen/Unterschieden. Diese Auswahl ist die, die am besten zu den gegebenen Lebensbedingungen passt, die/welche gerade an jenem Ort vorherrschen,auf/wo sich die Lebewesen/Individuen am erfolgreichsten angesiedelt haben. Da diese Bedingungen nur für eine sehr kleine Auswahl Vorteilhaft sind, sind sie für die viel größere Mehrheit ungünstig und für diese also benachteiligend. Wäre der Mensch oder irgend eine andere Lebensform ideal an alle Widrigkeiten des Seins und Veränderungen der Lebens-Bedingungen überall auf dem Planeten angepasst, dann gäbe es keine Artenvielfalt und wir wären Gras-und Bläterfresser die jeden Tag das gleiche täten. Aber sehr wahrscheinlich gäbe es uns gar nicht.
Das Leben ist perfekt, weil es nicht perfekt ist und beim kopieren des "Genoms" immer kleine Fehler auftreten, die viele unterschiedliche Varianten einer Art hervorbringen.. die nicht alle gleich gut zu den vorherrschen Bedingungen passen. Jene Lebensformen die mehr Glück hatten, kommen leichter an die "süßeseten Früchte" ganz hoch oben in den Baumkronen.. Verändern sich die Bedingungen so drastisch, dass es nur noch ganz wenig Futter gibt.. Das wiederum führ dazu, dass sich die besser angepassten auch erfolgreicher fortpflanzen und die vom Zufall benachteiligten überwuchern..

Gott ist also lange Zeit eine erfolgreiche Strategie gewesen, die natürliche Selektion (bei uns Menschen) etwas zu verlangsamen und teilweise sogar umzukehren Das wird sich aber wahrscheinlich bald schon furchtbar rächen. Die Evolution unsere größten Feinde, die der winzigen Mikroben, welche den größten Teil der Biomasse auf unserem Planeten ausmachen und auch für unsere Krankheiten und Sterblichkeitsrate durch Infektionen verantwortlich sind, sind in der Evolution nicht stehe geblieben. Und sollten es die bösen (Pesterreger) inzwischen auch schon geschafft haben, sogenannte multiressistente Stämme hervorgebracht zu haben, gegen die kein bekanntes Antibiotika mehr wirksam ist.. dann wird uns auf diesem unseren vom Menschen überbevölkerten Planeten kein Gott mehr retten..

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 15.743

29.10.2016 10:49
#132 Spinoza und die Substanz antworten

Zitat von Perquestavolta
Richtig! Aber genau, das können die "Theisten" nicht. Die "Irrlehre" der Evolutionsbiologe brauchen sie ja als Fundament für die/ihre wahre Schöpfungslehre.

Die Evangelisten glauben auch mit der Evolutionstheorie. Für die ist die Schöpfungsgeschichte eben eine Allegorie und kein Realreport. Selbst für die ZJs gibt es keinen Teufel mehr. Alles wegallegorisiert. Eigentlich brauchen die nur noch einen Schritt, um diesen Gott ebenso wegzuallegorisieren... Diese ganze Religion ist doch nur noch ein hohler Kürbis. Aber zwei Tage noch (20, 50, 60 Jahre) und Helloween ist vorbei...

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Direktkontakt Offline



Beiträge: 809

29.10.2016 14:03
#133 RE: Spinoza und die Substanz antworten

Gott wurde als Ebenbild des Menschen erschaffen (oder so ähnlich?).

Was ist, wenn Gott erkrankt oder wegen hohen Alters senil wird?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 15.743

29.10.2016 14:23
#134 Spinoza und die Substanz antworten

Zitat von Direktkontakt
Gott wurde als Ebenbild des Menschen erschaffen (oder so ähnlich?).

So ähnlich. Nämlich umgekehrt. Nach der Bibel. Und wenn der Mensch gut wandelt, lebt er ja auch ewig. SO wird der Mensch domestiziert. Raffiniert. Aber erfreulicherweise nicht raffiniert genug.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.241

29.10.2016 15:00
#135 RE: Spinoza und die Substanz antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #132

Zitat von Perquestavolta
Richtig! Aber genau, das können die "Theisten" nicht. Die "Irrlehre" der Evolutionsbiologe brauchen sie ja als Fundament für die/ihre wahre Schöpfungslehre.
Die Evangelisten glauben auch mit der Evolutionstheorie. Für die ist die Schöpfungsgeschichte eben eine Allegorie und kein Realreport. Selbst für die ZJs gibt es keinen Teufel mehr. Alles wegallegorisiert. Eigentlich brauchen die nur noch einen Schritt, um diesen Gott ebenso wegzuallegorisieren... Diese ganze Religion ist doch nur noch ein hohler Kürbis. Aber zwei Tage noch (20, 50, 60 Jahre) und Helloween ist vorbei...



Genau so ist es.. die Evangelisten glauben inzw. zerkrinscht und widerwillig an die Evolution. In dem sie die Schöpfungsgeschichte als Allegorie oder als "symbolisch" tarnen, um sie so vor dem Zugriff der respektlosen Darwinisten zu schützen, die sie ihnen mit deren provokanten gottlosen Skepsis ansonsten noch restlos "zerschreddern" würden..

So bleibt ihnen die Schöpfungsgeschichte erhalten, da ja die Gegner keine Angriffsfläche mehr haben und die Evolutuonstheorie können sie sich auch als "geheimen Plan" Gottes aufs Brot schmieren.

Religionen/Götter und Große Autos haben was gemeinsam.. Sie sind ein "Phalussymbol"..

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Reklov Offline




Beiträge: 2.642

29.10.2016 17:15
#136 RE: Spinoza und die Substanz antworten

Zitat
Das ist das Argument der in Argumentationsnöte geratenen Theologen! Auch du kannst Dawkins nicht verbieten, das Richtige zu sagen! Allerdings sollten manche Kreations-Schwafler zur Evolutionsbiologie besser schweigen...

Gysi,

... ich darf nochmal daran erinnern, dass R. Dawkins in seinen TV-Interviews stets freimütig betonte, dass er weder Philosoph noch Theologe sei und lediglich sein derzeitiges Spezialwissen veröffentlicht habe. Wie Dawkins selbst ungeniert bemerkte, sollte er eines Tages vor dem "Gottesthron" wegen seiner Bücher Rede und Antwort stehen müssen, bliebe ihm nur die Aussage: "Not enough informations - not enough informations."

Un da redest Du von Kreations-Schwaflern?

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 2.642

29.10.2016 17:23
#137 RE: Spinoza und die Substanz antworten

Zitat
In dem sie die Schöpfungsgeschichte als Allegorie oder als "symbolisch" tarnen, um sie so vor dem Zugriff der respektlosen Darwinisten zu schützen, die sie ihnen mit deren provokanten gottlosen Skepsis ansonsten noch restlos "zerschreddern" würden..

Perquestavolta,

... Darwin selbst stellte klar, dass seine Evolutionsthorie nicht dazu tauge, Religionen über Bord zu kippen. Wer dieses aus seinen Ausführungen herauslesen wollte, habe seine Arbeit völlig missverstanden.-
Natürlich ist die Schöpfungsgeschichte aus dem Orient eine Allegorie. Wir Germanen haben z.B. eine völlig andere Überlieferung! Was Du da so zusammenschreibst, gehört nun wirklich "restlos zerschreddert"!

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 15.743

29.10.2016 17:38
#138  Spinoza und die Substanz antworten

Zitat von Reklov
Un da redest Du von Kreations-Schwaflern?

Ja sicher! Die stolpern in ihre Genesis-Verteidigung TROTZ der Informationen, die sie haben. Oder haben könnten.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.241

29.10.2016 19:11
#139 RE: Spinoza und die Substanz antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #137

Zitat
In dem sie die Schöpfungsgeschichte als Allegorie oder als "symbolisch" tarnen, um sie so vor dem Zugriff der respektlosen Darwinisten zu schützen, die sie ihnen mit deren provokanten gottlosen Skepsis ansonsten noch restlos "zerschreddern" würden..

Perquestavolta,

... Darwin selbst stellte klar, dass seine Evolutionsthorie nicht dazu tauge, Religionen über Bord zu kippen. Wer dieses aus seinen Ausführungen herauslesen wollte, habe seine Arbeit völlig missverstanden.


So.... hat er das?
Ist doch merkwürdig, dass heutige Evolutionsbiologen sich nicht daran halten..



Zitat von Reklov im Beitrag #137

Natürlich ist die Schöpfungsgeschichte aus dem Orient eine Allegorie. Wir Germanen haben z.B. eine völlig andere Überlieferung!
Du bist doch kein Germane, Reklov? Oder doch? Wenn ja, glaubst du dann an die germanische Überlieferung?


Zitat von Reklov im Beitrag #137

Was Du da so zusammenschreibst, gehört nun wirklich "restlos zerschreddert"!

Dir ist Thors Hammer auf den Kopf gefallen? Merkwürdige "Zeichen" gibst du ja..

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Reklov Offline




Beiträge: 2.642

01.11.2016 10:31
#140 RE: Spinoza und die Substanz antworten

Zitat
Du bist doch kein Germane, Reklov? Oder doch? Wenn ja, glaubst du dann an die germanische Überlieferung?

Perquestavolta,

... die Wenigsten können ihren Stammbaum über mehr als 6 - 7 Generationen zurück verfolgen. Mein Urgroßvater, ein Wilhelm Lübke (väterliche Seite), entstammt einem alten Bauerngeschlecht aus dem kleinen Ort Friesack (etwa 60 km nordwestlich von Berlin. Er war damals, im aufkommenden Industriezeitalter, als Keilriemenfabrikant so erfolgreich, dass er sich frühzeitig in seiner ansehlichen Villa in Berlin-Fichtenberg zur Ruhe setzen konnte, um nur noch sein Vermögen zu verwalten und zu reisen.

Laut Fachmeinung sollen ja die meisten Europäer einst mit der großen Völkerwanderung aus Indien gekommen sein, also indogermanische Wurzeln haben.

Ob ich an die germanische Überlieferung glaube? - Sicher nicht!
Die nordischen Sagen haben ihre psychologisch eigentümlichen Sichtweisen auf Menschen und Götter, unterscheiden sich auch von der Genesis oder anderen Schöpfungsmythen. -
Lesenswert sind sie alle!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 2.642

01.11.2016 11:18
#141 RE: Spinoza und die Substanz antworten

Zitat
So.... hat er das?
Ist doch merkwürdig, dass heutige Evolutionsbiologen sich nicht daran halten..

Perquestavolta,

... Darwin erledigte seine Arbeit, die heutigen Evolutionsbiologen dürfen ihre Forschungen über die Materie anstellen. Ob sie jemals in der Lage sein werden, mit ihren Ergebnissen die Religionen zu kippen, kann nur die Zukunft zeigen!

Max Planck, der Begründer der Quantenphysik vermerkte einst:

>> So zuverlässig die Wissenschaft arbeitet, so bedenklich gestaltet sich die Frage nach dem Fundament, auf dem sich ihr Gebäude erhebt. Denn eine voraussetzungslose Wissenschaft gibt es nicht. Aus Nichts lässt sich nichts folgern, auch nicht mit den exaktesten Methoden. Die große Frage nun, an welchen Grundprinzipien die exakte Wissenschaft anzuknüpfen hat, ist von jeher der Gegenstand der tiefsinnigsten Forschung der Philosophen aller Zeiten und Länder gewesen. Aber es hat sich immer wieder gezeigt, dass eine Antwort im abschließenden Sinn nicht zu finden ist. <<

Meine Meinung dazu:

Die wissenschaftlichen Untersuchungen von materiellen Erscheinungen (wir gehören ja auch dazu!) konnten uns zwar ein neues und nüchternes, vom Aberglauben völlig befreites Bewusstsein vermitteln, jedoch sind wir mit unseren Begriffen, wie DNS, Dunkle Materie, Elektrische Elementarladung, Elektron, Atom, Quanten, Antiteilchen, Bioplasma, etc. dem eigentlichen Geheimnis des Daseins keinen Schritt näher gekommen!
Auch hilft es uns wenig, zu wissen, dass bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrh. der russische Biologe Alexander Gawrilowitsch Gurwitsch 1932 nachweisen konnte, dass der Stoffwechsel in biologischen Zellen durch elektromagnetische Strahlung gesteuert wird. Später wurde diese ultraschwache Zellstrahlung durch hochempfindliche Messvorrichtungen (Photomultiplier) direkt nachgewiesen.
Auch bringt uns die Erkenntnis nicht viel weiter, wenn wir heute wissen, dass z.B. der gesamte Code, den die DNS jeder Zelle enthält, aus etwa 8 Milliarden Buchstaben besteht. Eine DNS enthält damait so viel "Text", wie er auf 4 Millionen Buchseiten untergebracht werden kann. Das sind 20 000 Bücher mit durchschnittlich 200 Seiten.
Man kann also ohne weiteres sagen, dass die DNS die Bibliothek einer Zelle darstellt. Jede Zelle eines biologischen Organismus verfügt damit über einen Informationsschatz, der einer gut sortierten Bibliothek mit 20 000 büchern entspricht.
Bei jeder Zellteilung wird diese gesamte Bibliothek dupliziert und steht danach beiden Tochterzellen wieder zur Verfügung.

DIES IST JEDOCH NUR DER BIOCHEMISCHE ASPEKT DER DNS!

Der Gottesfrage, welche ja hier im Forum so engagiert angegangen wird, ist aber mit solchen Erkenntnissen allein nicht auf die Spur zu kommen, denn das uns Umgreifende ist damit in keiner Weise umfassend, also korrekt, darzustellen - weder von "Religioten", noch von "Wissensioten".

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 2.642

01.11.2016 11:28
#142 RE: Spinoza und die Substanz antworten

Zitat
Ja sicher! Die stolpern in ihre Genesis-Verteidigung TROTZ der Informationen, die sie haben. Oder haben könnten.

Gysi,

... die Genesis stellt uns eine antike (allegorische) Sichtweise vor, welche sich nun mal lediglich mit dem Bewusstsein von damals so ausdrücken konnte.-
Was aber können uns unsere heutigen "Informationen" über den Ur-Grund oder einen Schöpfungsprozess sagen? - Siehe hierzu auf meinen Beitrag #141.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 15.743

01.11.2016 11:57
#143  Spinoza und die Substanz antworten

Zitat von Reklov
... die Genesis stellt uns eine antike (allegorische) Sichtweise vor, welche sich nun mal lediglich mit dem Bewusstsein von damals so ausdrücken konnte.-

Sag ich doch auch!

Zitat
Was aber können uns unsere heutigen "Informationen" über den Ur-Grund oder einen Schöpfungsprozess sagen? -

Dass es einen lebendigen Schöpfer nicht gibt! Und warum wir ihn nicht brauehen, um den "Urgrund" zu erklären, das habe ich in meinem "Der selbstbestimmte Mensch" beschrieben.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.241

01.11.2016 16:41
#144 RE: Spinoza und die Substanz antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #141

Zitat
So.... hat er das?
Ist doch merkwürdig, dass heutige Evolutionsbiologen sich nicht daran halten..
Perquestavolta,

... Darwin erledigte seine Arbeit, die heutigen Evolutionsbiologen dürfen ihre Forschungen über die Materie anstellen

Oh Reklov.. du redest wider mal Unsinn dass sich die Balken biegen. Darwin hat zwar das Fundament gelegt, aber die große Arbeit machen heute die Evolutionsbiologen. Von den technischen Mitteln, mit heute die genetischen Beweise für die Evolutionstheorie erbracht werden, konnte Darwin noch nicht mal träumen.

Zitat von Reklov im Beitrag #141

Ob sie jemals in der Lage sein werden, mit ihren Ergebnissen die Religionen zu kippen, kann nur die Zukunft zeigen!
Das ist längst schon geschehen. Wenn Leute wie du die Grundprinzipien auf denen die sich Evolutionstheorie begründen nicht verstehen und nicht verstehen wollen, dann ändert das keinen Millimeter daran, dass die kreationistische Idee, oder gar ein göttlicher Plan mit Ziel hinter der Evolution stecken, nicht haltbar nicht haltbar ist. Da kannst du dich winden und drehen wie lange du willst. Du denkst im Verabsolutierungsmodus des Werte-Idealismus. Aber darum schert sich die Evolution kein bisschen.


Zitat von Reklov im Beitrag #141

Max Planck, der Begründer der Quantenphysik vermerkte einst:

>> So zuverlässig die Wissenschaft arbeitet, so bedenklich gestaltet sich die Frage nach dem Fundament, auf dem sich ihr Gebäude erhebt.
Max Plank war ein begeisterter Nazi.. Das Fundament auf dem sich das nationalsozialistische Gebäude erhob, hat Max Plank dann auch wieder auch nicht verstanden.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.241

01.11.2016 16:49
#145 RE: Spinoza und die Substanz antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #141

Auch bringt uns die Erkenntnis nicht viel weiter, wenn wir heute wissen, dass z.B. der gesamte Code, den die DNS jeder Zelle enthält, aus etwa 8 Milliarden Buchstaben besteht. Eine DNS enthält damait so viel "Text", wie er auf 4 Millionen Buchseiten untergebracht werden kann.



Dich bringt das ganz sicher nicht weiter..
Aber erstaunlicher weise, kann die Evolutionsbiologe trotzdem erklären warum, das so ist.. und es interessiert auch keinen qualifizierter Evolutionsbiologen, was dich da nicht weiterbringt. Du denkst im narzisstischen Verabsolutierungsmodus des Werte-Idealismus.. Die Natur kennt keinen Werte-Idealismus.

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
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