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Dieses Thema hat 26 Antworten
und wurde 729 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Seiten 1 | 2
Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.532

11.04.2016 08:32
Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Gruppenhysterie ist die einfachste und bequemste, wie auch die beliebteste Strategie psychomaner Egozentriker (pathologischer Wichte mit unheilbarer narzisstischer Persönlichkeitsstörung), um die Gedanken ihres Umfeldes im Sinne der Überbewertung des eigenen Persönlichkeitsbildes zu kontrollieren. Nicht mit rationalen Argumenten oder objektiven und nachvollziehbaren wie tatsächlich belegbaren Begründungen, welche sich auf empirische Erkenntnisse beziehen, sondern mit dem genauen Gegenteil davon.

Es wird mit einer Wahrheit des Wissens geprotzt, die nur einer besonders auserwählten geistigen Elite zugänglich ist und welche gegenüber dem "Mainstream-Bewusstsein" des dummen naturwissenschaftsgläubigen Massen-Volkes, welches zu dem auch noch von einem bösen unsichtbaren Widersacher der Auserwählten-Elite davon abgehalten wird, die allumfassende, für jeden und alles bis in alle Ewigkeit gültige Wahrheit zu erkennen..

Ich habe dazu im Internet auch diese Abhandlung darüber gefunden, für die man sich Zeit zum Durchlesen nehmen sollte. Sie ist weder von Sektenaussteigern noch von deren Verwandten oder Anhängern abgefasst, sondern von einem für genau diese Probleme ausgebildeten und erfahren Wissenschaftler........

http://www.ilsehruby.at/SHbewusstseinskontrolle.html

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Nur der eitle Narzisst ist sich sicher, dass wenn er mal etwas nicht versteht, könne nur ein Gott es geschaffen haben.

Reklov Offline




Beiträge: 2.982

11.04.2016 12:00
#2 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Zitat
Gruppenhysterie ist die einfachste und bequemste, wie auch die beliebteste Strategie psychomaner Egozentriker (pathologischer Wichte mit unheilbarer narzisstischer Persönlichkeitsstörung), um die Gedanken ihres Umfeldes im Sinne der Überbewertung des eigenen Persönlichkeitsbildes zu kontrollieren.

Perquestavolta,

... es gibt auch zahlreiche unbekannte persönliche "Glaubenswege" - ganz ohne Hysterie oder Gruppe, weder "narzisstisch, noch pathologisch - eher philosophisch fragend! Dies aber muss schon erlaubt sein, zumal solche Fragen ja von den Untersuchungsergebnissen zur Materie nicht beseitigt, sondern eher noch verstärkt werden. Oder endet etwa Deine Fragestellung mit der Feststellung, dass Du ein Wesen bist, in welchem fast alle chem. Elemente des Periodensystems stecken?!?

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.532

11.04.2016 14:30
#3 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #2

Zitat
Gruppenhysterie ist die einfachste und bequemste, wie auch die beliebteste Strategie psychomaner Egozentriker (pathologischer Wichte mit unheilbarer narzisstischer Persönlichkeitsstörung), um die Gedanken ihres Umfeldes im Sinne der Überbewertung des eigenen Persönlichkeitsbildes zu kontrollieren.


... es gibt auch zahlreiche unbekannte persönliche "Glaubenswege" - ganz ohne Hysterie oder Gruppe, weder "narzisstisch, noch pathologisch - eher philosophisch fragend!

Solange das jeder nur für sich selbst verantworten will, sehe ich da auch kein Problem.

Zitat von Reklov im Beitrag #2

Dies aber muss schon erlaubt sein, zumal solche Fragen ja von den Untersuchungsergebnissen zur Materie nicht beseitigt, sondern eher noch verstärkt werden.

Genau hier fängst du schon wieder an, dich selbst und dein eigenes oberflächliches Naturwissenschaftsverständnis auch für andere Menschen geltend machen zu wollen.


Zitat von Reklov im Beitrag #2

Oder endet etwa Deine Fragestellung mit der Feststellung, dass Du ein Wesen bist, in welchem fast alle chem. Elemente des Periodensystems stecken?!?

Diese Frage ist völlig sinnfrei, Reklov.
Zum einen auch deswegen, weil Meine "Fragestellung" hier gar nicht gegeben ist. Zum anderen, weil sich die empirischen Erkenntnisse der Naturwissenschaften auch sonst nicht an deiner eigenen beschränkten Interpretation des reinen Naturalismus orientieren. Auch wenn das noch so deine "transzendenten" philosophischen Gefühle verletzen sollte.

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Nur der eitle Narzisst ist sich sicher, dass wenn er mal etwas nicht versteht, könne nur ein Gott es geschaffen haben.

Reklov Offline




Beiträge: 2.982

11.04.2016 23:13
#4 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Zitat
Genau hier fängst du schon wieder an, dich selbst und dein eigenes oberflächliches Naturwissenschaftsverständnis auch für andere Menschen geltend machen zu wollen.

Perquestavolta,

... so oberflächlich ist mein Naturwissenschaftsverständnis gar nicht, schließlich lese ich seit Jahrzehnten auch Berichte über diese spezielle Fachwelt.

Zitat
Auch wenn das noch so deine "transzendenten" philosophischen Gefühle verletzen sollte.

Philosophische Gefühle, die verletzt werden könnten, gibt es nicht, sondern von der Philosophie werden andere Gedankenwelten lediglich auf ihre Sprachinhalte "abgeklopft"! Die "transzendenten" Behauptungen übrigens besonders sorgfältig!

Gruß von Reklov

Direktkontakt Offline



Beiträge: 810

12.04.2016 08:48
#5 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Niemand sollte ein Problem darin sehen, wenn ein anderer Mensch von einer Weltanschauung überzeugt ist, die nach dem Verständnis des "Mainstreams" nicht nachvollziehbar ist und sie auch missionarisch oder sogar aufdringlich verkündet.
Da hilft nur genaues und geduldiges Zuhören oder Durchlesen - soweit dies zumutbar ist - und anschließendes Fragestellen .

Alle Alarmglocken müssen aber läuten, wenn jemand als Machthaber mit Gewalt seine Umgebung von seiner Version der Wahrheit zu "überzeugen" versucht und nebenbei beabsichtigt, eine Schreckensherrschaft zu errichten.
"Daumenschrauben" und "Pistole auf die Brust" sind keine Argumente, sondern primitive und durchschaubare Praktiken!

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.532

12.04.2016 17:49
#6 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Zitat von Direktkontakt im Beitrag #5
Niemand sollte ein Problem darin sehen, wenn ein anderer Mensch von einer Weltanschauung überzeugt ist, die nach dem Verständnis des "Mainstreams" nicht nachvollziehbar ist und sie auch missionarisch oder sogar aufdringlich verkündet.



In diesem Falle müssen dann aber die Missionare auch dafür haftbar gemacht werden, wenn sie Versager, Leute mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung und geltungssüchtige Psychopathen missionieren, die im Kopf nicht ganz gesund sind und im Wahn ihrer neuen Auserwählten-Identifikation, den Willen Gottes auf Erden, mit psychischer oder gar physischer Gewalt durchsetzen möchten.

Religion, Esoterik, Okkultismus ist ein Magnet für Psychos. Mit "Gott" kann man sich alle wie jeden gefügig und unterwürfig halten, der zu faul oder zu bildungsresistent
ist, sich uneinvorgenommen für die Welt und das eigentliche Leben darin zu interessieren.

"wir sind die Guten" ist das Credeo aller Gottesfürchtigen. Was dann aber in der Umkehrung bedeutet, dass natürliche all jene die nicht von ihrem Glauben sind, zur Kategorie der "Mainstream-Bösen" gerechnet werden müssen. Selbst wenn man sich als Gottesfürchtiger heutzutage davor hütet, es so auszusprechen. Der Shit-Storm darauf wäre kaum auszuhalten..

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Nur der eitle Narzisst ist sich sicher, dass wenn er mal etwas nicht versteht, könne nur ein Gott es geschaffen haben.

Jürgen Offline




Beiträge: 114

15.04.2016 14:33
#7 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Was mich bezüglich dieser Thematik immer wieder fassungslos macht, ist die Gleichzeitigkeit von völlig irrealem Glauben und kühler Rationalität. Auch der religiöseste Menschen verwendet ein Handy, besteigt ein Flugzeug und lässt sich in einem Spital mit modernster Technik behandeln. Wie kann jemand an unbewiesene, irreale und absurde Dinge glauben und diese lauthals verkünden und parallel in einer Welt leben, die von Wissenschaftlichkeit und Technik geprägt ist? In aller Selbstverständlichkeit bedienen sich Anhänger von alten Kulten den Errungenschaften der Moderne, die sie in ihren Weltbildern ablehnen. Wie kann jemand mit einem solchen Widerspruch leben? Sich nach archaischen Schriften ausrichten und ein Auto steuern? Auf einen unsichtbaren Gott vertrauen und Medikamente nehmen? Das Weltende erwarten und eine Lebensversicherung abschliessen? Unsere moderne Zivilisation ist das Resultat von Wissenschaft, Technik und Rationalität; ungeachtet dessen, verkünden Prediger aller Schattierungen den allergrössten Blödsinn und finden Einfältige, welche auf diesen Schabernack reinfallen - unfassbar!

Reklov Offline




Beiträge: 2.982

15.04.2016 14:33
#8 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Zitat
Religion, Esoterik, Okkultismus ist ein Magnet für Psychos. Mit "Gott" kann man sich alle wie jeden gefügig und unterwürfig halten, der zu faul oder zu bildungsresistent
ist, sich uneinvorgenommen für die Welt und das eigentliche Leben darin zu interessieren.

Perquestavolta,

... "Psychos" findet man in allen Bereichen des menschlichen Daseins, nicht nur in den von Dir zuerst genannten drei Begriffen, - wobei ja z.B. manche Anhänger des Okkultismus es mehr mit "Satan" als mit "Gott" halten.

Wer sich jedoch ernsthaft für die Welt und das eigentliche Leben darin interessiert, kommt jedoch an den Fragen, welche über diesen von uns "erfassbaren" Bereich hinausweisen, eigentlich nicht vorbei.
Die Ergebnisse der Naturwissenschaften können hier nur eine Sprosse zu weiteren Sprossen einer "Gedanken-Leiter" sein.
Ob unser Bewusstsein auf der Ebene von Elementarteilchen verankert ist, könnte z.B. eine der vielen noch ungelösten Fragen sein. Oder: Gibt es stabile Teilchen mit einer quasi unbegrenzten Lebensdauer und einem "Gedächtnis"?
Die Physik wird sich also auch weiterhin vor viele Fragen gestellt sehen und somit auch fortan ihre sachkundigen Beiträge zur Bewusstseinserweiterung des Menschen beitragen können.

"Gott" (eine Wortchiffre für das Unbekannte!) verliert im Rahmen neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Theorien deswegen noch keinesfalls seine "Wirkgröße". Dies setzt u.a. voraus, dass der Einzelne in der Lage ist, die sprachlichen Deutungen, welche uns als schriftliches Erbe von den Religionen überliefert wurden, entsprechend ihrem historischen Zeitgeist sinngemäß einzuordnen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 2.982

15.04.2016 15:26
#9 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Zitat
Was mich bezüglich dieser Thematik immer wieder fassungslos macht, ist die Gleichzeitigkeit von völlig irrealem Glauben und kühler Rationalität. Auch der religiöseste Menschen verwendet ein Handy, besteigt ein Flugzeug und lässt sich in einem Spital mit modernster Technik behandeln.

Jürgen,

... wieso fassungslos sein??? - Wer all die Errungenschaften als ein "Geschenk" aus der geistigen Sphäre betrachtet, nutzt die Vorteile solcher Angebote. Von Paulus wird z.B. vermutet, dass er kränklich gewesen sei (die Fallsucht gehabt habe), aber die Ärztekunst der Antike konnte ihm und vielen anderen Zeitgenossen nicht helfen.
Das Handy war als techn. Möglichkeit schon immer da (ähnlich dem Winkelgesetz innerhalb von Dreiecken). Aufgedeckt, "entdeckt"/realisiert werden konnte es aber erst nach den nötigen vorausgehenden Erkenntnis-Stufen der Forscher und Techniker. In der Zeitlosigkeit spielen ja ein paar Jahrtausende menschlichen Bemühens auch keine große Rolle.

Zitat
Wie kann jemand mit einem solchen Widerspruch leben? Sich nach archaischen Schriften ausrichten und ein Auto steuern? Auf einen unsichtbaren Gott vertrauen und Medikamente nehmen? Das Weltende erwarten und eine Lebensversicherung abschliessen?

Hätte Jesus eine Bundesbahn zur Verfügung gehabt, er hätte sie sicher für seine Wege genutzt. Ob aber nun jemand einen antiken Streitwagen oder ein Auto steuert, hat für sein "Gottesbewusstsein" wenig zu bedeuten. Das sieht man z.B. an den transzendent anmutenden Aussagen mancher Astronauten, die, gerade wegen ihrem fabelhaften Gesamtblick auf unseren Planeten, der als blaue Perle im dunklen All schwebt, zu solchen sprachlichen Gemütsbewegungen fähig waren - wie z.B., dass sie sich in ihrer Raumstation Gott näher gefühlt hätten.
Technik allein ist noch lange kein Ersatz für die Frage nach der Quelle all der Energie, welche wir auf intelligente Art vielseitig nutzen! - Ob aber jemand, der "ernsthaft" ein Weltende erwartet, noch eine Lebensversicherung abschließt, müsste man schon real nachprüfen können!? - Das Einnehmen von Medikamenten hat vielen Kranken geholfen, ihr Leid zu mildern, obwohl damit bekannte Nebenwirkungen einhergehen. - Heilungen, welche allein durch den Glauben passierten, sind jedoch auch bekannt, können aber im Einzelfall vom Zweifler nicht schnell überprüft werden.

Zitat
Unsere moderne Zivilisation ist das Resultat von Wissenschaft, Technik und Rationalität; ungeachtet dessen, verkünden Prediger aller Schattierungen den allergrössten Blödsinn und finden Einfältige, welche auf diesen Schabernack reinfallen - unfassbar!

Wissenshaft und Technik sind auch gleichzeitig unser großer Fluch geworden. Allein der Autoverkehr fordert jährlich auf der ganzen Welt etwa 1,1 Millionen Menschenleben und wie sich die in den Höhlen vergrabenen und am Meeresgrund versenkten Atommülltonnen noch auswirken werden, wenn sie ihre "Geister" beim Durchrosten loslassen, werden noch manche Technik-Gläubige in der Zukunft zu spüren bekommen, denn diese Gefahr bleibt auch den kommenden Generationen noch lange erhalten. Auch die hohen und ansteigenden Krebsfälle sind ein Produkt unserer so hochgelobten modernen Zivilisation! -
Dass Prediger stets Einfältige finden, welche ihnen folgen, ist einer der Akte in den Aufführungen des menschlichen Theaters. In anderen Bühnenstücken übernehmen z.B. Könige, Politiker, Generäle oder Bankiers die Rolle des Verführers.

Der Einzelne ist bei all den vielfältigen menschlichen "Bühnenaufführungen" stets auf seine persönliche Sicht zur Welt angewiesen und ohne dass er, wie es Goethe einst forderte, mindestens 1000 Jahre Zeugnis von der Menschheitsgeschichte abgeben kann, damit meistens doch ordentlich überfordert.

Gruß von Reklov

Direktkontakt Offline



Beiträge: 810

15.04.2016 15:28
#10 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Das eigentliche Problem ist durch die Beobachtung zu erkennen, dass die Angehörigen der zahllosen religiösen "Clans" ausschließlich sich selbst als Auserwählte oder Elite betrachten.
Das wertet automatisch alle Andersdenkenden ab und weckt Antipathien oder beschwört sogar erbitterte Feindschaften herauf.

Nun können von mir aus Papst, der orthodoxe Patriarch oder ein x-beliebiger Ayatollah in den "Ring" steigen, um zu "beweisen", welche Lehre die wahre und richtige ist.
Das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder in einem mehr als bilateralen Patt enden. Auf dieser "höheren Ebene" haben sich diese Würdenträger doch schon längst arrangiert und respektiert, weil sie ihre eigene Verlogenheit und die der anderen Chef-Prediger sehr gut kennen.

In den Niederungen des verhetzten und geistig vergifteten Proletariats überblickt man nicht die Zusammenhänge und vereinfacht dies dort mit handfesteren Auseinandersetzungen.
Dies kann sich lawinenartig auswirken und auch besonnenere Persönlichkeiten per Gruppenzwang mitreißen. Keiner traut sich, den Raser und Folterknecht auf die Sinnlosigkeit seines Tuns anzusprechen.

Bei Gefahr für Leib und Leben sind sich vor dem Hintergrund von kollektivem Wahnsinn alle "einig" und kuschen.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.532

15.04.2016 16:59
#11 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #8

Zitat
Religion, Esoterik, Okkultismus ist ein Magnet für Psychos. Mit "Gott" kann man sich alle wie jeden gefügig und unterwürfig halten, der zu faul oder zu bildungsresistent
ist, sich uneinvorgenommen für die Welt und das eigentliche Leben darin zu interessieren.
Perquestavolta,

... "Psychos" findet man in allen Bereichen des menschlichen Daseins, nicht nur in den von Dir zuerst genannten drei Begriffen, - wobei ja z.B. manche Anhänger des Okkultismus es mehr mit "Satan" als mit "Gott" halten.



Da will ich dir gar nicht widersprechen... nur haben es die Psychos in keinem anderen "Bereich" des täglichen Lebens so leicht und einfach, ihrem eigenen WICHT eine zu einer übergeordnete WICHTigkeit zu verhelfen...


Zitat von Reklov im Beitrag #8

Wer sich jedoch ernsthaft für die Welt und das eigentliche Leben darin interessiert, kommt jedoch an den Fragen, welche über diesen von uns "erfassbaren" Bereich hinausweisen, eigentlich nicht vorbei.


Welche Fragen weisen denn "darüber" hinaus?
Und nur weil es solche Fragen gibt, die von daher gründen, dass wir Menschen stets nach Mustern und Gesetzmäßigkeiten suchen, welche das Phänomen des Zufalls mit einer höheren Ordnung dahinter erklären soll, heißt das ja noch lange nicht, dass es diese höher Ordnung auch tatsächlich geben muss?!
Aber andersherum ist es dann viel einfacher, sich eine solche höhere Ordnung einzubilden, als sich mit den naturwissenschaftlichen Details zu befassen, die eine solche Ordnung gar nicht voraussetzen.


Gott war immer schon die Sackgasse der Philosophie. Weil man einmal in dieser Sackgasse gestrandet, kaum noch aus ihr herauskommt, wenn man zu wenig Hirn dafür hat, selbst zu erkennen, in dieser Sackgasse gelandet zu sein!


Zitat von Reklov im Beitrag #8

Die Ergebnisse der Naturwissenschaften können hier nur eine Sprosse zu weiteren Sprossen einer "Gedanken-Leiter" sein.

Was willst du damit sagen, Reklov. Oder besser gesagt, wen willst du damit übergehen?

Warum gelingt es dir nicht zu unterscheiden, dass von dir persönlich die Ergebnisse der Naturwissenschaften ganz anders und bisweilen auch überhaupt nicht richtig verstanden werden, als von Menschen, die sich grundlegend und ernsthaft damit befassen und auseinandersetzen?

Die Naturwissenschaft ist keine Gedankenleiter, sondern DU selbst lebst auf einer solchen. Oder willst du etwa behaupten, (deine) Philospohie befasse sich mit der harten Realität?


Zitat von Reklov im Beitrag #8

Ob unser Bewusstsein auf der Ebene von Elementarteilchen verankert ist, könnte z.B. eine der vielen noch ungelösten Fragen sein.

Auf diese Frage attestiere ich dir pathologische Denkfaulheit, Reklov. Weil du, wenn du dich tatsächlich schon einmal philosophisch mit dem menschlichen Bewusstsein auseinander gesetzt hättest, ganz sicher von selbst darauf gekommen wärst, dass unser menschliches Bewusstsein jener Prozess in unserem Gehirn ist, der Informationen verarbeitet, die einzig und alleine über unsere "Sinnesorgane" dort hin gelangen. Menschliches Bewusstsein entsteht durch Informations- bzw. Gedankenaustausch. Und es hat damit zu tun, dass die Natur/Realität selbst nur aus Strukturen und ihren Mustern besteht, die miteinander koinzidieren und in keiner wirklichen Ordnung mit einander in Beziehung stehen, sondern nur mit einander auf der gleichen Zeitachse wechselwirken und wobei dieses Wechselwirken, gerade und vor allem auch deswegen keiner höheren Gesetzmäßigkeit folgt, bzw, unterliegt.


Es gibt keine reellen "Naturgesetze" Reklov! Ganz einfach deswegen nicht, weil wir selbst die Maßstäbe dafür festlegen, was wir in Analogie zur leistungsfähikeit unserer Sinne, die nur für das Überleben in einer eigentlich unberechenbaren Realität und Wirklichkeit ausgelegt sind, als Naturgesetze definieren. Einen Natur-Meter gibt es nicht. Genausowenig das Kilogramm, oder sonst irgend eine Maßeinheit. Trotzdem sind es genau diese Maßstäbe, mit denen wir in unserem Bewusstsein, die Bedeutung von Gewichten, Entfernungen, Größenverhältnisse... verstehen und verarbeiten.

Das will nichts anderes heißen, als dass Bewusstsein nichts ist, worüber man man als einzelner Mensch nur für sich selbst verfügt. Sondern umgekehrt, ist unser individuelles Eigen-Bewusstsein nur ein fast bedeutungsloser Zwischenspeicher im Fluss von Informationen, die zwischen uns allen hin und her wandern.

Aber um das überhaupt zu verstehen, muss man sich zuerst mal selbst aus der Sackgasse des Gottesgedanken befreien!

Zitat von Reklov im Beitrag #8

Oder: Gibt es stabile Teilchen mit einer quasi unbegrenzten Lebensdauer und einem "Gedächtnis"?
Nein, es gibt nur die Gehirne anderer Menschen, die an uns Informationen weitergeben, welche einstmals auch ihnen weitergegeben wurden und dazwischen auch immer wieder ein bisschen durch eigene Erfahrungswerte modifiziert wurden...

Zitat von Reklov im Beitrag #8

Die Physik wird sich also auch weiterhin vor viele Fragen gestellt..
Die aber nichts mit dem zu tun haben, was du ganz persönlich nicht verstehst, nicht verstehen kannst, oder verstehen willst, Reklov. Die Welt besteht aus sehr vielen Teilen und den sich daraus bildenden Strukturen die auch völlig voneinander existieren können. Nur deswegen weil das so ist, gibt es auch uns. Und würde man das Universum auf eine Karte übertragen, die in der Fläche ungefähr so groß wäre, wie die Oberfläche unseres Planeten, dann wären wir Menschen auf dieser Karte ungefähr so groß, wie das Milliardelstel eines Teilchens, aus denen die Atome bestehen.


Zitat von Reklov im Beitrag #8

sehen und somit auch fortan ihre sachkundigen Beiträge zur Bewusstseinserweiterung des Menschen beitragen können.
Sehr gerne.. nur musst du dir dann zuerst mal den Gottesgedanken sonst wo hin schieben. Und auch sonst von der Vorstellung ablassen, dass Wahrheit immer ästhetisch sein muss.


Zitat von Reklov im Beitrag #8

"Gott" (eine Wortchiffre für das Unbekannte!) verliert im Rahmen neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Theorien deswegen noch keinesfalls seine "Wirkgröße".
Für mich persönlich und sicher auch für die meisten anderen überzeugten Atheisten, hat er sowieso schon keine. Nur die Probleme und unlösbaren Konflikte die mit dem Gotteswahn einhergehen, machen uns in Bezug "Gottesgedanken" ein bisschen nachdenklich. "Wenn Menschen-Affen sich um eine Banane prügeln, dann kann die Gründe dafür nachvollziehen und eine Lösung dafür finden, die Prügelei zukünftig zu vermeiden. Wenn aber Idioten auf einander losgehen, die sich als Auserwählte eines Gottesgedankens wähnen und von denen jeder meint, dass "sein" Glaube der wahrere wäre, dann ist dafür keine Lösung möglich. Einfach auch deswegen, weil als Außenstehender ja nicht wissen kann, wer recht hat..

Nur die Wissenschaft kann hier noch "Hopfen und Malz" retten..


Zitat von Reklov im Beitrag #8

Dies setzt u.a. voraus, dass der Einzelne in der Lage ist, die sprachlichen Deutungen, welche uns als schriftliches Erbe von den Religionen überliefert wurden, entsprechend ihrem historischen Zeitgeist sinngemäß einzuordnen.



Ihr Gottesgedankler habt alle einen an der Klatsche. Mehr ist hier nicht mehr zu sagen..

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Nur der eitle Narzisst ist sich sicher, dass wenn er mal etwas nicht versteht, könne nur ein Gott es geschaffen haben.

Reklov Offline




Beiträge: 2.982

16.04.2016 15:26
#12 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Zitat
Und nur weil es solche Fragen gibt, die von daher gründen, dass wir Menschen stets nach Mustern und Gesetzmäßigkeiten suchen, welche das Phänomen des Zufalls mit einer höheren Ordnung dahinter erklären soll, heißt das ja noch lange nicht, dass es diese höher Ordnung auch tatsächlich geben muss?!

Perquestavolta,

... nach Mustern und Gesetzmäßigkeiten brauchen wir nicht zu suchen, denn sie sind ja in allen Details der Materie erkannt worden - gerade durch die Wissenschaftler! Einen Zufall gibt es nicht (Dein großer Denkfehler!), denn jedes Ding hat nun mal seine Ur-Sache und erzeugt durch sein Dasein andere, von ihm abzuleitende Ur-Sachen. Gerade den Naturwissenschaftlern ist dies bestens bewusst!
Dir wird ja auch bekannt sein, dass große Namen aus der Naturwissenschaft (Newton, Einstein, Heisenberg etc.) sich zur Gottesfrage keinesfalls abweisend äußerten!?

Die Naturwissenschaften befassen sich per definitionem nicht mit der Erforschung von Gott. Aber es gibt naturwissenschaftliche Inhalte, die aus nichtnaturwissen­schaftlicher Sicht beschrieben und gedeutet wurden. Beim Erkenntnisfortschritt der Naturwissenschaften wurden hier Abgrenzungen und Klarstellungen von naturwis­sen­schaftlicher und z.B. theologischer Aussage notwendig und vorgenommen. (Schöpfung, Erde im Zentrum des Kosmos, Körper/Seele)

Es gibt Begriffe, die in den Naturwissenschaften und in der Theologie (und in anderen Geisteswissenschaften) benutzt werden, als ob ihre Bedeutungen identisch wären. Die Diskussion der Reichweite und Bedeutung der jeweiligen Begriffe in ihrem Bezugsrahmen dient der Klärung von Missverständnissen und der Schaffung von Einsichten. Dies ist das Feld des Dialoges zwischen der Theologie und den Naturwissenschaften (Begriffe wie: Zufall, Wirklichkeit, Zeit, Wahrheit, Kausalität, Gesetz, usw.)
Neben der Welterfassung gibt es immer die Frage nach dem Sinn des Lebens in jedem Menschen, wenn man akzeptiert, dass es keinen areligiösen Menschen gibt. Diese Trennlinie zwischen Denken in dem wissenschaftlichen Bereich und dem emotionalen Wirklichkeitsverständnis tritt nicht immer klar zu Tage und existiert Seite an Seite.

Zitat
Gott war immer schon die Sackgasse der Philosophie. Weil man einmal in dieser Sackgasse gestrandet, kaum noch aus ihr herauskommt, wenn man zu wenig Hirn dafür hat, selbst zu erkennen, in dieser Sackgasse gelandet zu sein!

Als "Sackgasse" kann man die Arbeit der Denker zum Thema des Göttlichen nicht bezeichnen wollen, denn die Aufgabe der Philosophie (eine Geisteswissenschaft!) ist nicht das Präsentieren von "naturwissenschaftlichen Fakten". Dass sich Philosophie auch über die Transzendenz Gedanken macht, ist ihr Vorrecht und ihre Aufgabe. Wer sollte es sonst auch tun? Dein Vorwurf ist eher als Meckerei zu verstehen, denn Du verlangst von den Denkern, dass sie Dir "gültige und nachprüfbare Messergebnisse" über ihre Gedanken zum Göttlichen vorlegen. Philosophie ist, genau wie die Naturwissenschaften, auf dem Weg und keiner kann sagen, wohin die Entwicklung des Denkens noch führen wird!? Die von Dir so gesehene "Sackgase" gibt es also auf dem zukünftigen "offenen Weg" des Denkens nicht, auch wenn er uns heute keine akzeptablen Muster über das WOHER und das WOHIN des kosmischen Szenarios vermitteln kann.

Zitat
Was willst du damit sagen, Reklov. Oder besser gesagt, wen willst du damit übergehen?

Auch Naturwissenschaften haben ihre "Geschichte", ihre "Leitersprossen". So entwickelte sich z.B. aus der einstigen magischen Experimentierfreude der geächteten Alchemisten der Berufsstand des heutigen Chemikers. Über das Rätsel eines geistigen Wesens, wie wir Menschen es darstellen, kann uns die Chemie allerdings nur die ihr möglichen Auskünfte geben. Ich schrieb ja bereits, dass Du Dich gerne darauf beschränken, - Dich lediglich als einen Körper verstehen darfst, in dem Elementarteilchen ihre Wechselwirkungen bis zu Deinem Tod vollziehen. Wenn Du Dich so definieren möchtest - niemand hat etwas dagegen. Nur - toleriere auch andere Weltsichten und Möglichkeiten innerhalb der von uns erkennbaren Dimensionen. Dass aber antike Vorstellungen, wie sie z.B. in der Bibel als Kulturgut gespeichert sind, sich der Kritik einer "modernen" Welt stellen müssen, liegt in der Natur der Sache.
Berühmte Physiker, wie A. Einstein und W. Heisenberg, haben immer wieder ihre persönliche Überzeugung zum Ausdruck gebracht, dass sie die Existenz eines "Höheren Wesens" oder "Bewusstseins" annehmen. In der Tat zeigen die Ergebnisse der modernen Biophysik und Astrophysik, dass es wesentlich näher liegt, von der Existenz eines steuernden "Bewusstseins" auszugehen, als anzunehmen, dass die Biosphäre auf unserem Planeten nur das Ergebnis einer Zufallsentwicklung ist. In den letzten Jahren sind einige physikalische Theorien und Modellvorstellungen entwickelt worden, in denen transdimensionale Partialstrukturen eine wichtige Rolle spielen. Die physikalischen Eigenschaften dieser Partialstrukturen und ihr Ineinanderwirken lassen grundlegende Merkmale und Wirkungsprozesse des Bewusstseins erkennen und führen zu anschaulichen Modellvorstellungen materieller und geistiger Strukturen. - Mit einem "biblischen Gott", den Moses auf dem "heiligen Berg" reden hörte, haben diese neuen Aspekte jedoch nicht so viel gemeinsam.

Zitat
Die Naturwissenschaft ist keine Gedankenleiter, sondern DU selbst lebst auf einer solchen. Oder willst du etwa behaupten, (deine) Philospohie befasse sich mit der harten Realität?

Heute kann niemand mehr erfolgreich Philosophie studieren, ohne sich auch in den Naturwissenschaften zu schulen! Bereits die antiken Athener Philosophenschulen unterrichteten ihre Schüler nicht nur in Logik, sondern auch in Algebra, Geometrie, Geologie, Biologie. - Den Philosophen, der in seinem Elfenbeinturm vor sich hinsiniert, hat es also nie gegeben!

Zitat
Auf diese Frage attestiere ich dir pathologische Denkfaulheit, Reklov. Weil du, wenn du dich tatsächlich schon einmal philosophisch mit dem menschlichen Bewusstsein auseinander gesetzt hättest, ganz sicher von selbst darauf gekommen wärst, dass unser menschliches Bewusstsein jener Prozess in unserem Gehirn ist, der Informationen verarbeitet, die einzig und alleine über unsere "Sinnesorgane" dort hin gelangen. Menschliches Bewusstsein entsteht durch Informations- bzw. Gedankenaustausch. Und es hat damit zu tun, dass die Natur/Realität selbst nur aus Strukturen und ihren Mustern besteht, die miteinander koinzidieren und in keiner wirklichen Ordnung mit einander in Beziehung stehen, sondern nur mit einander auf der gleichen Zeitachse wechselwirken und wobei dieses Wechselwirken, gerade und vor allem auch deswegen keiner höheren Gesetzmäßigkeit folgt, bzw, unterliegt.

Wenn Du der Ansicht bist, dass unser Gehirn der "Produzent" des Geistigen ist, so will ich Dir dies nicht ausreden! Nicht nur für mich ist aber unser Gehirn nur der Statthalter des Geistes! Dass kann jeder daran erkennen, dass die physikalischen und chemisch/biologischen Gesetzmäßigkeiten, die auch uns regulieren, nicht von uns "entworfen" worden sein konnten, da wir auf der Zeitschiene der Evolution ganz weit hinten stehen. - Wenn Du aber glauben möchtest, dass sich die atomaren Strukturen selbständig nach den ihnen innewohnenden Gesetzen zu dem "entwickelt" haben, was wir heute vor uns sehen, so darfst Du dies gerne tun. (Schaden tut dies ja keinem! )

Zitat
Das will nichts anderes heißen, als dass Bewusstsein nichts ist, worüber man man als einzelner Mensch nur für sich selbst verfügt. Sondern umgekehrt, ist unser individuelles Eigen-Bewusstsein nur ein fast bedeutungsloser Zwischenspeicher im Fluss von Informationen, die zwischen uns allen hin und her wandern.
Aber um das überhaupt zu verstehen, muss man sich zuerst mal selbst aus der Sackgasse des Gottesgedanken befreien!

Unser Bewusstsein ist natürlich "beschränkt". Wäre es unbeschränkt, erübrigten sich auch alle Zeilen - nicht nur in diesem Forum. Der Gottesgedanke, wie ihn uns z.B. die abrahamitischen Religionen vorstellen, ist ein Gedanke, wie ihn eben die Antike hervorbringen konnte. Das Gottesbild eines Raumfahrers in 2000 Jahren wird noch mal eine völlig andere "Gestalt" annehmen, denn was bekommt schon Moses von Gott im AT zu hören: "ich bin, als der ich da einst sein werde." - Man sieht daran, dass die jüd. Weisheit sich schon damals sprachlich gut in die Zukunft zu bewegen wusste und keinesfalls in einer "Sackgasse" landete, weil dieser Satz eben vieles offen lässt!

Zitat
Nein, es gibt nur die Gehirne anderer Menschen, die an uns Informationen weitergeben, welche einstmals auch ihnen weitergegeben wurden und dazwischen auch immer wieder ein bisschen durch eigene Erfahrungswerte modifiziert wurden...

Ich rede nicht von Informationen, die sich Menschen über Sprache oder Schrift geben, sondern meine in erster Linie die Informationen, welche z.B. in der Gravitation (eine der 4 Grundkräfte!) stecken, denn solche Infos sorgen dafür, dass die Erde nicht zügellos aus der Umlaufbahn fliegt! Diese Infos sind aber nicht auf menschliches Einwirken zurückzuführen. (Solch einfache Erkenntnisse müssten aber nun jedem leicht zugänglich sein.)

Zitat
Die aber nichts mit dem zu tun haben, was du ganz persönlich nicht verstehst, nicht verstehen kannst, oder verstehen willst, Reklov. Die Welt besteht aus sehr vielen Teilen und den sich daraus bildenden Strukturen die auch völlig voneinander existieren können. Nur deswegen weil das so ist, gibt es auch uns. Und würde man das Universum auf eine Karte übertragen, die in der Fläche ungefähr so groß wäre, wie die Oberfläche unseres Planeten, dann wären wir Menschen auf dieser Karte ungefähr so groß, wie das Milliardelstel eines Teilchens, aus denen die Atome bestehen.

Deine Mühe in allen Ehren, aber mit solch allseits bekanntem Grundwissen sagst Du mir und anderen usern ja nichts Neues! Das Rätsel des Seins und Daseins ist damit jedoch in keiner Weise, wenigstens sprachlich gebührend, berührt. Gehe in Deinem Denken besser der Frage nach, woher denn die kleinsten Teilchen kommen könnten? Weil Du diese Frage aber nicht beantworten kannst - übe Dich besser in Toleranz und versuche nicht, die zurückgebliebenen "Religioten" zu verlachen, denn sie gehen nun mal ihre Wege und solange sie einen nicht zwingen, mit ihnen im Gleichschritt zu marschieren, ist noch alles im grünen Bereich!

Zitat
Sehr gerne.. nur musst du dir dann zuerst mal den Gottesgedanken sonst wo hin schieben. Und auch sonst von der Vorstellung ablassen, dass Wahrheit immer ästhetisch sein muss.

Eines scheint fast sicher: Der "Gottesgedanke" (wie immer er sich in Zukunft auch darstellt?) wird das kleine Staubkorn Perquestavolta sicher noch lange überdauern, weil sich solche Gedankenströme aus ganz anderen Quellen speisen, als Du oder der Katholizismus (unter dem Du ja scheinbar auf eine bestimmte Weise gelitten haben musst?) sich ausmalen können.

Zitat
Wenn aber Idioten auf einander losgehen, die sich als Auserwählte eines Gottesgedankens wähnen und von denen jeder meint, dass "sein" Glaube der wahrere wäre, dann ist dafür keine Lösung möglich. Einfach auch deswegen, weil als Außenstehender ja nicht wissen kann, wer recht hat.. Nur die Wissenschaft kann hier noch "Hopfen und Malz" retten..

Da gebe ich Dir uneingeschränkt Recht! Schon Jesus wird im NT zitiert: "Wer das Schwert zieht, kommt durch das Schwert um." - Es sind stets die schweren, sozialen Probleme, mit denen die Ohnmächtigen von den Mächtigen so eingekeilt werden, dass sie gewaltbereit ihrem Elend, auch unter dem Deckmantel der Religion, irgendwie entfliehen wollen! Dies könnten wir nur nachempfinden, wenn wir in einer ähnlichen Lage stecken würden! Wir Deutschen aber leben z.Z. im Wohlstand und viele haben lediglich das Problem, welche Farbe ihr neues Designer-Sofa denn haben, oder ob man einen Flug nach dem "neuen" Kuba buchen soll.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



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16.04.2016 15:45
#13 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #12

Zitat
Und nur weil es solche Fragen gibt, die von daher gründen, dass wir Menschen stets nach Mustern und Gesetzmäßigkeiten suchen, welche das Phänomen des Zufalls mit einer höheren Ordnung dahinter erklären soll, heißt das ja noch lange nicht, dass es diese höher Ordnung auch tatsächlich geben muss?!
Perquestavolta,

... nach Mustern und Gesetzmäßigkeiten brauchen wir nicht zu suchen, denn sie sind ja in allen Details der Materie erkannt worden - gerade durch die Wissenschaftler! Einen Zufall gibt es nicht (Dein großer Denkfehler!), denn jedes Ding hat nun mal seine Ur-Sache und erzeugt durch sein Dasein andere, von ihm abzuleitende Ur-Sachen. Gerade den Naturwissenschaftlern ist dies bestens bewusst!
Dir wird ja auch bekannt sein, dass große Namen aus der Naturwissenschaft (Newton, Einstein, Heisenberg etc.) sich zur Gottesfrage keinesfalls abweisend äußerten!?






Ich spaar mir jetzt mal den Rest, Reklov. Jedes Ding existiert für sich selbst und in Wechselwirkung mit anderen Dingen. Die Welt besteht aus unendlich vielen Teilen und also auch aus ebenso vielen koinzidenten Strukturen (nebeneinanderexistierend) die miteinander Wecheslwirken. Daraus werden ständig neue Strukturen in fast unendlicher Vielzahl gebildet, die wiederum untereinander und mit bereits bestehenden wechselwirken. Wenn dir das noch nicht aufgefallen sein sollte, und das ist es dir wohl offensichtlich nicht, sonst würdest du nicht behaupten, es gäbe keinen Zufall, dann lebst du in einem Wahn in dem sich alles nur um deine eigene Egozentrik und um dein Wohlbehagen dreht, welches damit einhergeht, oder du bist einfach nicht genug "helle auf der Platte". Und so wie es ausschaut trifft bei dir wohl beides zu.

Diskussion beendet!

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Nur der eitle Narzisst ist sich sicher, dass wenn er mal etwas nicht versteht, könne nur ein Gott es geschaffen haben.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.532

16.04.2016 20:12
#14 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Albert Einstein war ein bekennender Atheist, der als Privatmensch einen Hang zur Metaphysik des "Pantheismus" zeigte, welcher sich auf der Grundlage der Philosophie Spinozas gründet. Seine im nachgesagte Äußerung: "Gott würfelt nicht" lautete ursprünglich: "der Alte würfelt nicht" und stammt aus einer Unterredung mit Heisenberg zu dessen Abhandlung über die Quantentheorie, die auch heute noch mit der allgemeinen und relativen Relativiätstheorie Albert Einsteins unvereinbar ist. Ob Einstein diese Aussage wirklich so ernst meinte, wie sie heute noch von den Irrationalisten des Wunderglaubens und den Besessenen des Glaubens an eine Übersinnliche Weltordnung gerne herangezogen wird, um ihrem eigenen Dumpfkopf göttlichere Autorität einzuverleiben, ist eher zweifelhaft..

Werner Heisenberg war neben seiner Eigenschaft als begnadeter theoretischer Physiker, ein überaus frömmelnder Nazi und ist in diesem Zusammenhang auch heute noch äußerst umstritten. Fest steht, dass er Adolf Hitler liebend gerne die Atombombe verschafft, aber zu lange dafür gebraucht hätte. - Um sie noch rechtzeitig zu realisieren.
Die von den Nazis in Norwegen gebauten "Schwerwasser-Reaktoren" zur Gewinnung von Plutonium aus natürlichem Uran, lassen hierzu auch keinen Zweifel offen...

Zu Werner Heisenbergs Lieblingsparktikanten gehörte ein gewisser Hans Peter Dürr, der gerne in Fernseh-Schows und von Heilpraktikern organisierten Privatveranstaltungen auftitt, um mit seiner lieblingsaussage: "wer glaubt die Quantentheorie verstanden zu haben, der hat sie nicht verstanden", im ganz besonderen die Überspitzbuben und die weibliche Variante des pathologischen Narzissmus in der Esoterik-Industrie zu inspirieren, die auf eine solche populistische Relativierung der Quantentheorie nur gewartet hat, um ihrem Schwachsinn des Handauflegens und dem der homöopathischen Mittelchen einen wissenschaftlichen Beweis bei zu mengen, welcher nun über jeden kritischen Zweifel erhaben ist...

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Nur der eitle Narzisst ist sich sicher, dass wenn er mal etwas nicht versteht, könne nur ein Gott es geschaffen haben.

Reklov Offline




Beiträge: 2.982

17.04.2016 11:29
#15 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Zitat
Jedes Ding existiert für sich selbst und in Wechselwirkung mit anderen Dingen. Die Welt besteht aus unendlich vielen Teilen und also auch aus ebenso vielen koinzidenten Strukturen (nebeneinanderexistierend) die miteinander Wecheslwirken. Daraus werden ständig neue Strukturen in fast unendlicher Vielzahl gebildet, die wiederum untereinander und mit bereits bestehenden wechselwirken. Wenn dir das noch nicht aufgefallen sein sollte, und das ist es dir wohl offensichtlich nicht, sonst würdest du nicht behaupten, es gäbe keinen Zufall, dann lebst du in einem Wahn in dem sich alles nur um deine eigene Egozentrik und um dein Wohlbehagen dreht, welches damit einhergeht, oder du bist einfach nicht genug "helle auf der Platte". Und so wie es ausschaut trifft bei dir wohl beides zu.

Perquestavolta,

...Du unterschätzt die user dieses Forums, wenn Du meinst, sie mit bekanntem Wissen beeindrucken zu können, denn Schulweisheit allein, bringt uns beim Hinterfragen des Welträtsels nicht recht voran.

Dass die Welt aus unendlich vielen Teilen besteht, ist nun jedem Bildungsbürger hinreichend bekannt ! Wann und wo aber je ein "Ding" zu existieren anfing, ist hier die große Frage und um diese dreht sich auch das Rad religiöser Vermutungen, welche zu den bekannten Endlos-Diskussionen verschiedenster Färbung führte/führt. -
Auch die Milliarden von Menschen, die täglich aneinander vorbeigehen, reagieren ja nicht ständig aufeinander, sondern die Anziehung, welche dann zur Verliebtheit führen kann, wird durch bestimmte Gründe/Affekte (z.B. optische Auswahl oder Klang der Stimme etc.) ausgelöst, ist also keinem "Zufall" unterworfen, genauso wenig, wie die Tatsache, dass Wasser Feuer löscht oder jede Flamme ohne Sauerstoff ausgehen muss. - Deine Gedanken könnten nur gelten, wenn nachzuweisen wäre, dass die uns bekannten Atome schon seit jeher da gewesen wären. Ansonsten wiegt die Annahme, die ja auch in der Forschung gilt, nämlich, dass alles "bedingt" ist, also einer Ur-Sache unterliegt!

>> Alles, was ist, ist entweder in sich oder in einem anderen. Außer der Erkenntnis gibt es nichts, wodurch mehrere Dinge voneinander unterschieden werden können, als die Substanzen und deren Affektionen. Es gibt folglich außer der Erkenntnis nichts, wodurch mehrere Dinge voneinander unterschieden werden können, als die Substanzen oder, was dasselbe ist, ihre Attribute und ihre Affektionen. << (Spinoza)

Die von der Wissenschaft registrierte Vielfalt gehen also entweder auf eine gemeinsame Substanz zurück, oder sie haben sich aus verschiedenen, nebeneinander existierenden Substanzen entwickelt, denn in der Natur kann es nicht zwei oder mehrere Substanzen von gleicher Beschaffenheit oder von gleichem Attribut geben!

Wenn Du also glaubst "arg helle auf der Platte" zu sein , wird Dir dieser logische Satz von Spinoza ja auch leicht zugänglich werden. Ansonsten, (wenn Du ihn nicht begreifst), will ich Deine italienische Keckheit mal entsprechend kontern und vermutend behaupten, dass Du während Deiner Ministranten-Zeit u.U. zuviel Weihrauch schlucken musstest und deswegen nicht mehr ganz "helle auf der Platte" bist.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 2.982

17.04.2016 11:33
#16 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Zitat
Albert Einstein war ein bekennender Atheist, der als Privatmensch einen Hang zur Metaphysik des "Pantheismus" zeigte, welcher sich auf der Grundlage der Philosophie Spinozas gründet. Seine im nachgesagte Äußerung: "Gott würfelt nicht" lautete ursprünglich: "der Alte würfelt nicht" und stammt aus einer Unterredung mit Heisenberg zu dessen Abhandlung über die Quantentheorie, die auch heute noch mit der allgemeinen und relativen Relativiätstheorie Albert Einsteins unvereinbar ist.

Perquestavolta,

... diese 2 Namen habe ich lediglich aus der langen Reihe von gläubigen Naturforschern heraus gegriffen. Die eigentliche Liste ist viel länger! Nimm Dir etwas Zeit und google mal hierzu, dann weißt Du etwas besser bescheid!
Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 15.991

17.04.2016 12:19
#17 Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Zitat von Reklov
Die von der Wissenschaft registrierte Vielfalt gehen also entweder auf eine gemeinsame Substanz zurück, oder sie haben sich aus verschiedenen, nebeneinander existierenden Substanzen entwickelt, denn in der Natur kann es nicht zwei oder mehrere Substanzen von gleicher Beschaffenheit oder von gleichem Attribut geben!

Ja, watt denn nu'? Das wirst du doch sicher mit eigenen Worten erklären können, ohne ausschließlich Spinoza zu zitieren!

(Und ohne in zig Beiträgen und allen Useren, die den Fehler begehen, sich auf dich einzulassen, süffisant unter die Nase zu reiben, wie unterbelichtet sie doch sind! Du bist der Schlaueste hier im Revier, das wissen wir jetzt, dann zeig mal, wie schlau du bist, indem du die Inhalte nicht nur rezitierst, sondern erklärst! Ich hab dir in der Streiarena erklärt, dass deine anhaltende Arroganz erstens von mir, der auf die Qualität des Dialoges zu achten hat, nicht erwünscht ist. Und zweitens auch nicht die Klugheit hergibt, die du schillern willst! Aber auf die Wahrheit zu antworten - sowas sparst du dir aus.)

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.532

17.04.2016 16:05
#18 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #15



...Du unterschätzt die user dieses Forums,
Nein Reklov. Ich Unterschätze niemanden! Nicht hier in diesem Forum, nicht draußen in der in der Wirklichkeit des Alltags. Jeder von Uns hat seine eigene beste Seite und auch seine besonders hohlen Stellen zwischen den Ohren. Und wenn sich dann jemand ständig im gleichen eigenen Kreis dreht und die Bemühungen seines Gegenübers, mit sachlichen und unwiderlegbaren Argumenten den eigenen Standpunkt zu erläutern, damit ab zu klatschen versucht, dass Schulweisheit allein nicht genügen würde, das Welträtsel "zu hinterfragen". dann besteht überhaupt kein Zweifel mehr, dass derjenige wohl selbst die meisten Schulweisheiten verpasst, und das Wenige, was da noch hängen geblieben scheint, überhaupt nicht verstanden hat.


Zitat von Reklov im Beitrag #15

wenn Du meinst, sie mit bekanntem Wissen beeindrucken zu können, denn Schulweisheit allein, bringt uns beim Hinterfragen des Welträtsels nicht recht voran.
Bei dir ist da offensichtlich nix zu machen, Reklov.

Aber um dir noch eine Chance zu geben, kannst du ja mal versuchen mich/uns mit deinem unbekannten Wissen bei der Lösung des Weltenrätsels zu beeindrucken..

Du weist ja, dass ich als Schulwissender sehr gut verstehe, was ein Zufall ist, welche vielen Ursachen mindestens erforderlich sind, damit auch immer wieder mal ein Zufallsereignis zwischen den vielen anderen Wahrscheinlichkeiten in Erscheinung tritt und dass man dann hinterher selbstverständlich immer noch sagen kann, dass es eigentlich gar kein Zufall gewesen ist, da ja die Ursachen für das Ereignis rückverfolgt werden könnten.

Die menschlich Dummheit neigt dazu, den Zufall als Ereignis ohne jegliche Ursache zu definieren. Dem ist aber nicht so!

Der Zufall ist immer das Ergebnis vieler koinzindenter Ursachen und Wechselwirkungen, die gleichzeitig und nebeneinander ablaufen. Deswegen kann man zur falschen Zeit am falschen Ort sein. Dass gerade dann ein anderer Autofahrer bei Rot über die Kreuzung fährt und auch die Ursache hierfür, endlos viele Wahrscheinlichkeiten als Ursache in Frage kommen, ist eben Zufall. Nichts anderes! Man kann auch zur Richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Wenn man das Restgeld für einen Kaffee in einen Spielautomaten wirft, an dem vorher schon viele Idioten gemeint haben, den Zufall bezwingen zu können. (Ist mir persönlich nicht nur einmal passiert). Wenn man man auf der Straße einen zusammengeknitterten Geldschein findet, den irgendjemand von den Zigtausenden Passanten verloren hat..

Der Zufall spielt auch bei der Vererbung von "genetischen Veranlagen" die entscheidende Rolle.. Schon bei der Bildung der Samen-, oder der Eizelle. Der Zufall bestimmt, ob wir überhaupt den richtigen Partner finden, mit dem eine der unendlich vielen Wahrscheinlichkeiten von zufälligen Kombinationen in unserem Hodensack. dieses eine einzigartige Individuum hervorbringt, das wir Mensch nennen. Und in der ganzen lebendigen Natur gelten die selben Spielregeln des Zufalls..

Und jetzt kannst du mit deinem unbekannten Wissen darauf eingehen und in sachlicher Manier begründen, warum meine einzig auf Schulweisheit aufgesetzte Argumentation falsch ist.

Aber wehe du kommst jetzt wieder mit: WIR müssen" und "wir dürfen nicht"....

Da bin ich überaus empfindlich, Reklov.

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Jürgen Offline




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18.04.2016 06:47
#19 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Mir scheint, dass der »Gedankenaustausch« etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Wollen wir nicht zum ursprünglichen Thema zurückkehren? Wir müssen doch alle an unseren Blutdruck und unser Wohlbefinden denken.

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18.04.2016 12:04
#20 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Meistens genügt ein amüsiertes Lächeln unter Meinungsverschiedenheiten.

Der Haken beim Lächeln ist jedoch, dass es auch zum Zähnezeigen mit einem "grimmigen" Grinsen kommen kann. Die Menschen haben entweder graduell abgestuftes Temperament oder Phlegma bzw. sind einfach zu unterschiedlich veranlagt und werden von ihrem Gegenüber nicht immer verstanden.

Die jeweilige Reaktion in einer hitzigen "Diskussion" ist deswegen unvorhersagbar wie das Wetter.

Bei einer Beichte als Mittel der Gedankenkontrolle lächelt meistens nur der Zuhörende (versteckt hinter dem Vorhang!) und erteilt mit einem sadistischem Grinsen unerbittlich die Absolution...

Perquestavolta Offline



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18.04.2016 16:14
#21 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Zitat von Jürgen im Beitrag #19
Mir scheint, dass der »Gedankenaustausch« etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Wollen wir nicht zum ursprünglichen Thema zurückkehren? Wir müssen doch alle an unseren Blutdruck und unser Wohlbefinden denken.

Im Prinzip ja... Nur gehört es auch zum Thema, wenn Esoterikfreaks versuchen ihre eigene Lehrmeinung zu "vertreiben", mit bekanntem Schulwissen alleine, könne man das Welträtsel nicht lösen. Damit wird nämlich suggeriert, es gäbe ein "unbekanntes" Nichtschul-Wissen, mit welchem alleine das Problem zu lösen sei.

Und schon haben wir damit wieder ein paar mehr, die in der Glaubensfalle stecken, mit welcher Milliarden Menschen kontrolliert und diktiert werden, wie sie zu leben haben.

In der Frage des Themas geht es auch darum, darüber zu reden, was hinter dem Bedürfnis steckt, andere Menschen in eine seelische, geistige und sich unterwerfende Abhängigkeit zu locken/zu manövrieren.

Hundert Millionen, wenn nicht sogar 1-2 Milliarden Menschen, werden jeden Tag von ihren Verwandten und Bekannten Kontrollfreaks des Glaubenswahns in der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und bei der Suche nach ihren eigenen 'Stärken und Schwächen bevormundet, unterdrückt, behindert und nicht selten auch als Sklaven zur Befriedung der eigenen Vorlieben missbraucht... Denken wir mal an die ganzen Frauen auf dieser Welt, die in den Fängen solcher Rattenfänger die Beine spreizen müssen, wann immer diese wollen.. denken wir an die ganzen Kinder, die von aller Realität und Wirklichkeit des Lebens isoliert und nicht selten halb totgeschlagen werden, wenn sie die Gründe dafür nicht verstehen.

Wir kritisieren gerne den Islam und rühmen die Säkularisierung des Christentums, die in Wirklichkeit nie stattgefunden hat...Dass wir heute zumindest hier in Europa nicht ganz so strikt nach Gottes-Gesetzen leben müssen, liegt einzig und alleine daran, dass sich auch die Christen untereinander und gegenseitig nicht "ausstehen" können, wenn es um die Hierarchie ihres Anspruches auf die absolute Wahrheit im Glauben geht. Sie selbst sind sich gegenseitig ihre schlimmsten Fressfeinde, die sich gegenseitig auch sonst noch nicht mal das "Weiße in den Augen" gönnen..

Warum ich das behaupte?

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Nur der eitle Narzisst ist sich sicher, dass wenn er mal etwas nicht versteht, könne nur ein Gott es geschaffen haben.

Reklov Offline




Beiträge: 2.982

18.04.2016 18:51
#22 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Zitat
Hundert Millionen, wenn nicht sogar 1-2 Milliarden Menschen, werden jeden Tag von ihren Verwandten und Bekannten Kontrollfreaks des Glaubenswahns in der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und bei der Suche nach ihren eigenen 'Stärken und Schwächen bevormundet, unterdrückt, behindert und nicht selten auch als Sklaven zur Befriedung der eigenen Vorlieben missbraucht... Denken wir mal an die ganzen Frauen auf dieser Welt, die in den Fängen solcher Rattenfänger die Beine spreizen müssen, wann immer diese wollen.. denken wir an die ganzen Kinder, die von aller Realität und Wirklichkeit des Lebens isoliert und nicht selten halb totgeschlagen werden, wenn sie die Gründe dafür nicht verstehen.

Perquestavolta,

... ich bin sicher nicht der einzige unter den vielen Milliarden Menschen, der auf der Kehrseite Deiner so beschriebenen Münze abgebildet ist. Als ich seinerzeit den ev. Konfirmation-Unterricht hinter mich gebracht hatte, sagten meine Eltern, dass ich ab jetzt nur noch auf eigenen Wunsch in die Kirche zu gehen brauche - was ich natürlich vermied, denn mit dem Sonntag-Vormittag wusste ich Besseres anzufangen, z.B. die Gitarren-Etüden meines Lehrers zu üben oder mit meiner Freundin im Freibad zu liegen. -
Das Thema des Ur-Grundes wurde mir aber später von der Philosophie wieder auf den Tisch gelegt.

Zitat
In der Frage des Themas geht es auch darum, darüber zu reden, was hinter dem Bedürfnis steckt, andere Menschen in eine seelische, geistige und sich unterwerfende Abhängigkeit zu locken/zu manövrieren.

Klar - gelockt und manövriert wird immer und überall, aber ein denkender Mensch erkennt dies recht früh und lächelt über die so plump ausgelegten Fallen! Ich hatte vor Jahren auch mal ein kurzes Gespräch mit einem Salafisten an dessen Büchertisch am Straßenrand. Ich konnte seinen Weltbildern eine zwingendere Logik entgegen stellen, so dass er in die Zwickmühle geriet. Wir verabschiedeten uns dann aber dennoch unverbindlich, ohne allzu kriegerische, rechthaberische Wortgefechte. (Alles eine Frage des Stils!)

Zitat
Denken wir mal an die ganzen Frauen auf dieser Welt, die in den Fängen solcher Rattenfänger die Beine spreizen müssen, wann immer diese wollen.. denken wir an die ganzen Kinder, die von aller Realität und Wirklichkeit des Lebens isoliert und nicht selten halb totgeschlagen werden, wenn sie die Gründe dafür nicht verstehen.

Front-Bordelle, wie sie z.B. im 1. Weltkrieg überall angesagt waren, können und wollen die religiösen Fanatiker nicht zum Einsatz kommen lassen und so halten sie die jungen Männer in ihren Reihen auf eine andere schändliche Art ruhig. - Dieses ist aber, genau wie die Misshandlung von Kindern, das Werk total verirrter Seelen, die ohne spirituelles Bewusstsein durch ihr armseliges Leben tappen. Mit ernst verstandener und so auch gelebter "Religion" (Rückbindung an Gott) hat dies aber nun überhaupt nichts zu tun, auch wenn solche Einrichtungen seit jeher charakterlich verdorbene oder schwache Gemüter in ihrem Schlepptau mit ziehen oder im schlimmsten Fall, diese als Führungspersonen einsetzen.

Zitat
Dass wir heute zumindest hier in Europa nicht ganz so strikt nach Gottes-Gesetzen leben müssen, liegt einzig und alleine daran, dass sich auch die Christen untereinander und gegenseitig nicht "ausstehen" können, wenn es um die Hierarchie ihres Anspruches auf die absolute Wahrheit im Glauben geht. Sie selbst sind sich gegenseitig ihre schlimmsten Fressfeinde, die sich gegenseitig auch sonst noch nicht mal das "Weiße in den Augen" gönnen..

Es liegt vor allem am "Zeitalter der Aufklärung", welches seinerzeit dem freien, wohlhabenden und damit selbstbewussten Bürgerstand (besonders in den unabhängigen Reichsstädten!) genügend in die Hand gab, um sich gegen die Bevormundung durch Adel und Kirche erfolgreich zu wehren.
Dieses haben viele islamisch beeinflusste Länder noch vor sich und das zähe Ringen geht, wie man ja schon mehrmals sehen konnte, auch hier nicht ohne Blutvergießen ab!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




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18.04.2016 19:29
#23 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Zitat
Der Zufall spielt auch bei der Vererbung von "genetischen Veranlagen" die entscheidende Rolle.. Schon bei der Bildung der Samen-, oder der Eizelle. Der Zufall bestimmt, ob wir überhaupt den richtigen Partner finden, mit dem eine der unendlich vielen Wahrscheinlichkeiten von zufälligen Kombinationen in unserem Hodensack. dieses eine einzigartige Individuum hervorbringt, das wir Mensch nennen. Und in der ganzen lebendigen Natur gelten die selben Spielregeln des Zufalls..

Und jetzt kannst du mit deinem unbekannten Wissen darauf eingehen und in sachlicher Manier begründen, warum meine einzig auf Schulweisheit aufgesetzte Argumentation falsch ist.

Perquestavolta,

Schulweisheit ist nie überflüssig, kann aber leider nicht alle Erscheinungen im Kosmos umgreifen! Ansonsten könnte man ja mit Schulweisheit die hier so fleißig beackerten Themen mit dem Aufschlagen unserer Schulhefte lösen!

Auch der von uns so betrachtete "Zufall" unterliegt, bewegt sich stets, in einem größer angelegten System oder Programm. Die Freiheit ist also auch im Chaos begrenzt! So kann der Mensch z.B. immer nur den Menschen und der Hund immer nur den Hund zeugen. Und wenn man den "Zufall" bei Würfel-Spielen betrachtet, so kann auch aus Deiner Hand immer nur das "rollen", was als Bedingung schon vorgelegt wurde: In dem Fall also die Lage der Würfel in Deiner Hand vor dem Wurf, die Stärke und Wickelung Deiner Wurfhand und dann die Reaktionen der einzelnen Würfel (rollen oder sich stoßen) beim Auftreffen mit unterschiedlichen Winkeln auf dem Tisch - abgesehen von noch vielen anderen Mini-Ursachen!

Man braucht übrigens nicht den "richtigen" Partner für die Zeugung eines Menschen zu finden, denn das variable Spielprogramm der Natur kann auch unter den widrigsten Umständen einen überaus "genialen" Menschen zeugen, während aus manchen total intakten Liebesbeziehungen nicht selten die größten "Enttäuschungen" als Nachwuchs hervorgehen!
Der Versuch, nur gesunde und intelligente Menschen zu zeugen, wurde ja von den Nazis vergebens unternommen, während z.B. (nicht nur in Brasilien!) gerade das Mischen der Rassen die "schönsten" Menschen-Typen auf die Erde bringt und damit diesen medizinischen Irrtum des 3. Reiches in die Ecke gestellt hat.
Inwieweit beim Rennen der unzähligen männlichen Samenfäden zur Gebärmutter der "Zufall" oder die Durchsetzungsfähigkeit eines bestimmten Samenfadens eine Rolle spielt, vermag wahrscheinlich auch die Fachwelt nicht eindeutig zu sagen? - Für neue Infos hierzu bin ich aber stets offen.

Ob aber nun die "Seele" (wie immer einer diese auch definieren mag) sich schon im Samenfaden befindet, oder sich im Mutterleib heran bildet, oder erst im Sturm des späteren Lebens zur Entwicklung kommt, bleibt ebenfalls eine Frage, die von der Kirche anders beantwortet wird, als von manchem freien Denker!

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.532

18.04.2016 20:23
#24 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #22

Zitat
Hundert Millionen, wenn nicht sogar 1-2 Milliarden Menschen, werden jeden Tag von ihren Verwandten und Bekannten Kontrollfreaks des Glaubenswahns in der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und bei der Suche nach ihren eigenen 'Stärken und Schwächen bevormundet, unterdrückt, behindert und nicht selten auch als Sklaven zur Befriedung der eigenen Vorlieben missbraucht... Denken wir mal an die ganzen Frauen auf dieser Welt, die in den Fängen solcher Rattenfänger die Beine spreizen müssen, wann immer diese wollen.. denken wir an die ganzen Kinder, die von aller Realität und Wirklichkeit des Lebens isoliert und nicht selten halb totgeschlagen werden, wenn sie die Gründe dafür nicht verstehen.
Perquestavolta,

... ich bin sicher nicht der einzige unter den vielen Milliarden Menschen, der auf der Kehrseite Deiner so beschriebenen Münze abgebildet ist. Als ich seinerzeit den ev. Konfirmation-Unterricht hinter mich gebracht hatte, sagten meine Eltern, dass ich ab jetzt nur noch auf eigenen Wunsch in die Kirche zu gehen brauche - was ich natürlich vermied, denn mit dem Sonntag-Vormittag wusste ich Besseres anzufangen, z.B. die Gitarren-Etüden meines Lehrers zu üben oder mit meiner Freundin im Freibad zu liegen.



Das hat jetzt aber mit all dem, was ich angeschnitten habe überhaupt nichts zu tun, als dem, dass du bis zu Deiner "Konfirmation" gezwungen wurdest in die Kirche zu gehen... Und ich behaupte auch nicht, dass nicht möglich ist, sich dem Gotteszwang zu entziehen. Nur dir ist es offensichtlich nicht gelungen und du hattest damals halt auch anderes im Kopf.



Zitat von Reklov im Beitrag #22

Das Thema des Ur-Grundes wurde mir aber später von der Philosophie wieder auf den Tisch gelegt.

Zitat
Welche Art von Philosophie ist das gewesen?
Es gibt/gab jede Menge Philosophen, die damit nichts am Hut haben/hatten. Und auch solche, die sich damit auseinander gesetzt haben, ohne sich damit auf das eigene Selbst zu beziehen.
Andere bedeutende Philosophen wie z.B. Feuerbach, Nietzsche... haben das Thema Gott/Ur-Grund aus einer ziemlich realistischeren und wirklichkeitsnahen Seite behandelt, die genau das widerspiegelt, worauf ich das Thema dieses Therads vorgegeben habe..



Zitat von Reklov im Beitrag #22

In der Frage des Themas geht es auch darum, darüber zu reden, was hinter dem Bedürfnis steckt, andere Menschen in eine seelische, geistige und sich unterwerfende Abhängigkeit zu locken/zu manövrieren.
Klar - gelockt und manövriert wird immer und überall, aber ein denkender Mensch erkennt dies recht früh und lächelt über die so plump ausgelegten Fallen!
Du selbst bist aber voll und ohne jede kritische Gegenwehr darauf herein gefallen. Nur hast du dir die ganze Sache passend zurecht gedreht und so um interpretiert, wie es dich in deiner ego-narzisstischen Selbstverliebtheit am optimalsten wieder spiegelt.


Zitat von Reklov im Beitrag #22

Ich hatte vor Jahren auch mal ein kurzes Gespräch mit einem Salafisten an dessen Büchertisch am Straßenrand. Ich konnte seinen Weltbildern eine zwingendere Logik entgegen stellen, so dass er in die Zwickmühle geriet. Wir verabschiedeten uns dann aber dennoch unverbindlich, ohne allzu kriegerische, rechthaberische Wortgefechte. (Alles eine Frage des Stils!)
Ja, genau das meine ich, Reklov.. Dir geht es nicht um irgendwelche Prinzipien die ernsthaft etwas mit Realität und Wahrheit zu tun haben, sondern um "Stil". Bei einem Menschen, dem es in allen Bereichen seines Lebens nur um diesen Stil geht, kann man so ziemlich sicher sein, dass er in Wirklichkeit ein selbstbejubelnder Hochstapler ist, der sich oft auch selber Geschichten erzählt, die einfach nur frei erfunden sind und dem es bei den restlichen anderen Geschichten, die er anderen über sich erzählt, auch nur am Rande um historische Korrektheit geht.

Das liegt einfach in der Natur der Sache, das niemand so perfekt sein könnte, ohne nicht doch ab und zu mal über sich selbst und sein verschrobenen Ansichten zu lachen. Besonders gerade dann, wenn diese Ansichten sich jedweder "Überprüfbarkeit" entziehen...

Zitat

Denken wir mal an die ganzen Frauen auf dieser Welt, die in den Fängen solcher Rattenfänger die Beine spreizen müssen, wann immer diese wollen.. denken wir an die ganzen Kinder, die von aller Realität und Wirklichkeit des Lebens isoliert und nicht selten halb totgeschlagen werden, wenn sie die Gründe dafür nicht verstehen.

Front-Bordelle, wie sie z.B. im 1. Weltkrieg überall angesagt waren, können und wollen die religiösen Fanatiker nicht zum Einsatz kommen lassen und so halten sie die jungen Männer in ihren Reihen auf eine andere schändliche Art ruhig.


Mit diesem unverhätlnismäßigen Vergleich zeigst du schon wieder, dass du dich überhaupt nicht in Realität von anderen Menschen hinein versetzen kannst. Diese jungen Männer im Krieg, werden von den Extrem-Bedingungen des Krieges verroht.. Diese jungen Männer sind in einer Situation, in der es nur noch um das nackte eigene Überleben geht.. Alles für Kaiser Gott und Vaterland und somit um nichts anderes, als um die narzisstischen Kränkungen derer, die jeden erschießen lassen, der sich weigert, wie ein mordrünstiges in die Enge getriebenes Vieh in aussichtslosen Kampf gegen "Sperrfeuer, sein eigenes Leben zu verteidigen. Da geht es nicht um Stil, sondern nur um die Gewissheit, die nächsten Tage nicht zu überleben. Und die Frauen die sich dafür hergeben, solchen hoffnungslosen Desperados für ein paar Stunden das Gefühl zu geben, dass auch noch etwas anderes gibt, als grausame Angst.. tun bestimmt nichts Unrechtes. Auch wenn solche "Stilmenschen" wie du, sich darüber lieber heimlich die eigenen Hosen vollscheißen, als die Situtation anderer Menschen zu zu verstehen, die sich vor niemandem dafür rechtfertigen müssen, din diesem Moment einfach nur Mensch gewesen zu sein.

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Nur der eitle Narzisst ist sich sicher, dass wenn er mal etwas nicht versteht, könne nur ein Gott es geschaffen haben.

Reklov Offline




Beiträge: 2.982

19.04.2016 01:10
#25 RE: Gott und Glaube an das Übersinnliche als beliebtes Mittel der Gedankenkontrolle antworten

Zitat
Das hat jetzt aber mit all dem, was ich angeschnitten habe überhaupt nichts zu tun, als dem, dass du bis zu Deiner "Konfirmation" gezwungen wurdest in die Kirche zu gehen... Und ich behaupte auch nicht, dass nicht möglich ist, sich dem Gotteszwang zu entziehen. Nur dir ist es offensichtlich nicht gelungen und du hattest damals halt auch anderes im Kopf.

Perquestavolta,

der Konfirmation-Unterricht dauerte nur wenige Monate (1x wöchentlich 1 Std.). Das hält man schon aus, zumal in unserer gemischten Gruppe ein Mädchen war, das mir den Schlaf raubte und mit der ich es immerhin bis in eine Händchenhalte-Kino-Vorstellung und eine abgedunkelte Tanz-Party schaffte. Für die Frühpubertät genau das Richtige. Religion spielte in meinem Kopf dabei eine völlige Nebenrolle. Zwischen einem "Gotteszwang" und einem freiwilligen Interesse an diesem ja nicht völlig unbedeutenden Thema besteht jedoch ein Riesenunterschied! Denke, da könntest Du mir zustimmen?

Zitat
Du selbst bist aber voll und ohne jede kritische Gegenwehr darauf herein gefallen. Nur hast du dir die ganze Sache passend zurecht gedreht und so um interpretiert, wie es dich in deiner ego-narzisstischen Selbstverliebtheit am optimalsten wieder spiegelt.

Religionen und deren Dogma sind an sich wenig geeignet, sich dem Thema in weiter greifenden Überlegungen zu widmen, was ich ja bereits in jungen Jahren mit einem Kirchenaustritt dokumentierte. Das Interesse an dem uns nicht zugänglichen Teil des Seins hat wiederum nun auch herzlich wenig mit Selbstverliebtheit zu tun und zurecht drehen kann man da auch nichts. Man wägt das Für und Wider der unterwegs gesammelten Infos ab und vergleicht die Stärken und Schwächen ihrer jeweiligen Argumentationsfäden. Dabei kommen bei mir die atheistischen Weltbilder nun mal schlechter an, als z.B. der Gedanke an ein intelligentes Bewusstsein, welches - als Ur-Grund - die von den Wissenschaften bisher erkannten Gesetzmäßigkeiten auf den materiellen Ebenen "konzipiert" hat. Andere mögen lediglich auf die Verkettungen und Reaktionen innerhalb der materiellen Welt blicken, diese dann eifrig messen, berechnen und alles genau notieren. Das ist aber so auch o.k. und erfüllt zweifellos für uns alle seine dienlichen Zwecke.

Zitat
Welche Art von Philosophie ist das gewesen?
Es gibt/gab jede Menge Philosophen, die damit nichts am Hut haben/hatten. Und auch solche, die sich damit auseinander gesetzt haben, ohne sich damit auf das eigene Selbst zu beziehen.
Andere bedeutende Philosophen wie z.B. Feuerbach, Nietzsche... haben das Thema Gott/Ur-Grund aus einer ziemlich realistischeren und wirklichkeitsnahen Seite behandelt, die genau das widerspiegelt, worauf ich das Thema dieses Therads vorgegeben habe..

Ich kenne die Werke der wichtigen Denker, da ich mich früh mit ihnen zu beschäftigen begann und weiß deshalb auch um ihre unterschiedliche Sicht über das Thema der Transzendenz.

Es ist hier aber ähnlich, wie in der Kunst: Wer z.B. die großartigen Bilder des engl. Landschaftsmalers William Turner nur als "Abbild" der Natur begreift, übersieht die poetische Fantasie, die seine Sicht der Landschaft erst so virtuos zur Geltung bringen konnte. Mit realistischen oder wirklichkeitsnahen Wiedergaben anderer großer Landschaftsmaler haben W. Turners Bilder deswegen auch wenig gemeinsam! Ein "Gottesgedanke" kann ebenfalls nie "wirklichkeitsnah oder realistisch" sein, sonst würde ER/ES ja in den Kreis menschlicher Begrifflichkeit gezogen werden können.
Nietzsches "Gott ist tot" haben übrigens die wenigsten Leser richtig einordnen können, denn er meinte damit, dass die Religionen Gott "töten", indem sie IHN/ES über die Sprache "erklären", dogmatisch fesseln wollen. IST SO ABER NICHT MACHBAR!
Deswegen sind auch philosophische Abhandlungen über den Begriff "Gott" nur Annäherungen an dieses Thema. - Nicht ohne Grund bewahrten die antiken Juden in ihrem Tempel zu Jerusalem im Innersten ihres Heiligtums NICHTS auf! Dies soll, nach einer Anekdote, den Eroberer Nebukadnezar sehr erstaunt haben, denn er erwartete beim Eindringen in diesen "heiligen Innenraum" ein irgendwie geartetes Abbild des jüd. Gottes - also ein Götzenbild.

Zitat
Dir geht es nicht um irgendwelche Prinzipien die ernsthaft etwas mit Realität und Wahrheit zu tun haben, sondern um "Stil". Bei einem Menschen, dem es in allen Bereichen seines Lebens nur um diesen Stil geht, kann man so ziemlich sicher sein, dass er in Wirklichkeit ein selbstbejubelnder Hochstapler ist, der sich oft auch selber Geschichten erzählt, die einfach nur frei erfunden sind und dem es bei den restlichen anderen Geschichten, die er anderen über sich erzählt, auch nur am Rande um historische Korrektheit geht.

Du kannst nicht wissen, was der Salafist und ich angesprochen haben, deswegen sind Deine Urteile voreilig und falsch! Wir redeten keinesfalls um den heißen Brei herum, sondern tauschten unsere Standpunkte offen aus. Da ich aber keinerlei missionarischen Ehrgeiz besitze, drehe ich Leute glaubensmäßig auch nicht um oder bekehre sie zu etwas. Stil hat auch etwas mit Höflichkeit zu tun, welche Dir ja noch hier und da zu fehlen scheint!? -

Ich habe aber Verständnis für Deine Art, denn ich war oft genug in Italien und wurde immer wieder Zeuge, wie sich Italiener gegenseitig heftig und laut anfahren oder marktschreierisch in den Vordergrund spielen wenn sie ihre Welt gestört sehen - auf der Straße, von Fenster zu Fenster oder aus dem fahrenden Auto heraus. Mir fiel auch auf, dass Eltern ihre Kinder, nach südländischer Manier(?), schon bei geringen Anlässen gleich lautstark anbrüllen, dabei auch nicht mit Ohrfeigen in der Öffentlichkeit geizen. Vor Jahren, als es noch kein Navi gab, fuhr mal ein ital. LKW auf einer Landstraße nahe an meine hintere Stoßstange und hupte immer wieder wild, obwohl er ja gesehen haben muss, dass ich Ausländer bin und ich ihm auch deutliche Blinkzeichen zum Überholen gab, da ich zwischen Schilderwäldern auf die Abzweigung zu einer Hotelanlage achten musste. Als er mich überholte, brüllte er laut aus dem Fenster und tippte sich dabei heftig an die Stirn. (Ist mir in Deutschland so noch nicht passiert, obwohl hier manchmal auch kriminell gefahren wird.) - Scheint bei euch alles eine Frage des Temperaments, weniger des Stils zu sein.

Übrigens: Meine Frage, ob Du auf dem Keyboard auch schon mal Erfahrungen mit Improvistionen gemacht hast, blieb bisher von Dir unbeantwortet.

Gruß von Reklov

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