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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 132 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Perquestavolta Online



Beiträge: 4.146

23.04.2016 16:57
#51 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Zitat von Reisender im Beitrag #45
In den Klöstern des Mittelalters entwickelte sich die Wissenschaft zu einem gewichtigen Machtfaktor. Nachdem zu Beginn des Mittelalters vieles von dem Wissen und der Bildung der Antike verloren ging, daher manchmal auch "das finstere Mittelalter“ genannt, wurden die Klöster im Hochmittelalter zum Zentrum der neuen Wissenschaft.


Wem das aber alles aber nicht in seine Ideologie paßt, der darf das natürlich auch anders sehen.


Das war kein Wissenschaft, was da betrieben wurde, sondern altes Wissen das schon den Griechen und Römern bekannt war und mit dem Geist des aufkommenden Christentum in der Spätantike zum größten Teil verbrannt, vernichtet und römisch-katholisch zensiert wurde, neu aufgearbeitet und sicherte damit dem Klerus die totale Macht. Wissenschaft schafft Wissen. In den Klöstern wurde nie neues Wissen geschaffen sondern nur das alte, das noch übrig war beschlagnahmt.

Ab den dritten Jahrhundert zerstörten fanatische Christen zusehends alle Bibliotheken der Heiden und damit immense Wissenschätze der Antike. Dieser Wahn erreichte mit beginn des 4. Jh seinen Höhepunkt.
Die Erde hatte flach zu sein und der Himmel ein Gewölbe. Niemand hatte klüger zu sein, als jene die die Wahrheit des Glaubens und die Evangelien verkündeten.
Es mag zwar zutreffen, dass in manchen Klöstern eine höhere Wissens-Bildung gegeben war.. aber die meisten Mönche (Fratres) konnten weder lesen noch schreiben Zwar kopierten viele von ihnen Schriften, ohne aber den Inhalt selbst lesen zu können.. Gehorchen, arbeiten, beten....

Als im 19 Jh die ägyptischen Hieroglyphen entziffert wurden, war die "Kirche" außer sich, da man befürchtete, dass damit nun Wissen ausgegraben werde, welches die Autorität in Wissenfragen der "Geistlichen Gesellschaft" in Zweifel und in Frage stellt. Es wurde von der römisch-katholischen Kirche alles nur Erdenkliche (auch Mordanschläge) unternommen, Forschungsexpeditionen nach Ägypten zu behindern und zu verhindern... Was sich die Kirche sonst noch so alles geleistet hat, um Erkenntnisse, welche die Lehren der Kloster-Wissenschaften in "Misskredit" zu bringen, ist ja historisch gut belegt.

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Trolle sind zum jagen da und nicht zum füttern.

Perquestavolta Online



Beiträge: 4.146

23.04.2016 19:41
#52 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Einen Film den man sich mal anschauen sollte: http://www.heise.de/tp/artikel/32/32232/1.html

Das Christentum wird immer gerne als Helden- und Märtyrer-Religion gefeiert, welches der Welt nur Gutes brachte. Warum aber das Christentum dann trotzdem erst säkularisiert werden musste, darüber will niemand gerne nachdenken.
Vielleicht deswegen, weil es doch so schön und melodramatisch klingt, wenn sich die Christen rühmen, die am meisten verfolgte Gottesideologie der Welt zu sein um damit von der eigentlichen Wahrheit abzulenken, dass sie selber alle anderen Kulturen immer am brutalsten verfolgt, ihrer eigenen Identität und ihrer Wissensgrundlagen beraubt haben.... Es ist von daher auch nicht ganz weit hergeholt, dass die besonders aggressiven Wurzeln des Islam aus vorislamischer Zeit stammen, als das Christentum sich über die ganze damalige Welt ausbreitete, Aber nicht im Geiste der Nächstenliebe, sondern mit brutalster Gewalt, die alle bis dahin bekannte Unmenschlichkeit in den Schatten stellte... Zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert.

Wenn heute jemand darüber "labbert", welche rühmliche Wissenschaftlichkeit im Mittelalter hinter christlichen Klostermauern stattfand, der sollte sich mal schlau darüber machen, was zur selben Zeit vom Islam an wissenschaftlichen Leistungen erbracht wurden. Und vielleicht sollte derjenige auch mal darüber nachdenken, woran das wohl gelegen haben könnte.

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Trolle sind zum jagen da und nicht zum füttern.

Reklov Offline




Beiträge: 4.675

24.04.2016 11:39
#53 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Zitat
Das Christentum wird immer gerne als Helden- und Märtyrer-Religion gefeiert, welches der Welt nur Gutes brachte. Warum aber das Christentum dann trotzdem erst säkularisiert werden musste, darüber will niemand gerne nachdenken.
Vielleicht deswegen, weil es doch so schön und melodramatisch klingt, wenn sich die Christen rühmen, die am meisten verfolgte Gottesideologie der Welt zu sein um damit von der eigentlichen Wahrheit abzulenken, dass sie selber alle anderen Kulturen immer am brutalsten verfolgt, ihrer eigenen Identität und ihrer Wissensgrundlagen beraubt haben.... Es ist von daher auch nicht ganz weit hergeholt, dass die besonders aggressiven Wurzeln des Islam aus vorislamischer Zeit stammen, als das Christentum sich über die ganze damalige Welt ausbreitete, Aber nicht im Geiste der Nächstenliebe, sondern mit brutalster Gewalt, die alle bis dahin bekannte Unmenschlichkeit in den Schatten stellte... Zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert.

Perquestavolta,

... als seinerzeit unter Kaiser Konstantin das Christentum Staatsreligion werden konnte/durfte, begannen die "Macher/Manager" innerhalb der Christenheit eine beispiellose Rache- und Zerstörungsaktion gegen alles Heidnische ins Leben zu rufen und zerstörten so deren alte wertvolle Kulturgüter (Gebäude und Schriften).
Dabei fanden sich - wie immer - auch genügend "Schwachmaten" ein, welche begeistert und überzeugt mitmachten, oder einfach nur die Gelegenheit ergriffen, auf diese Weise ihre niedersten Instinkte und ihren Frust ungestraft auszutoben.

Der spätere reformatorische "Bildersturm" war z.B. nur eine der vielen sich wiederholenden Gewalt-Varianten innerhalb unserer Geschichte, eine Begleiterscheinung der Reformation im 16. Jahrhundert. Auf Weisung reformatorischer Theologen und der zum neuen Glauben übergetretenen Obrigkeit wurden Gemälde, Skulpturen, Kirchenfenster und andere Bildwerke mit Darstellungen Christi und der Heiligen sowie weiterer Kirchenschmuck − teilweise auch Kirchenorgeln − aus den Kirchen entfernt. Die Bildwerke und Schmuckgegenstände wurden teils verkauft oder anderweitig in Privatbesitz überführt, teils vernichtet oder beschädigt.

Der "Bildersturm" betraf Städte und Dörfer in ganz Europa, vor allem in der Schweiz und dem Heiligen Römischen Reich (1522–1566), Schottland (1559) und den Burgundischen Niederlanden (1566) mit späteren Ausläufern bis in den Englischen Bürgerkrieg (1642–1649).

Wie König David schon im Alten Testament schwermütig bemerkte: NICHTS NEUES UNTER DER SONNE...

Gruß von Reklov

Perquestavolta Online



Beiträge: 4.146

24.04.2016 15:00
#54 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #53

Zitat
Das Christentum wird immer gerne als Helden- und Märtyrer-Religion gefeiert, welches der Welt nur Gutes brachte. Warum aber das Christentum dann trotzdem erst säkularisiert werden musste, darüber will niemand gerne nachdenken.
Vielleicht deswegen, weil es doch so schön und melodramatisch klingt, wenn sich die Christen rühmen, die am meisten verfolgte Gottesideologie der Welt zu sein um damit von der eigentlichen Wahrheit abzulenken, dass sie selber alle anderen Kulturen immer am brutalsten verfolgt, ihrer eigenen Identität und ihrer Wissensgrundlagen beraubt haben.... Es ist von daher auch nicht ganz weit hergeholt, dass die besonders aggressiven Wurzeln des Islam aus vorislamischer Zeit stammen, als das Christentum sich über die ganze damalige Welt ausbreitete, Aber nicht im Geiste der Nächstenliebe, sondern mit brutalster Gewalt, die alle bis dahin bekannte Unmenschlichkeit in den Schatten stellte... Zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert.
Perquestavolta,

... als seinerzeit unter Kaiser Konstantin das Christentum Staatsreligion werden konnte/durfte, begannen die "Macher/Manager" innerhalb der Christenheit eine beispiellose Rache- und Zerstörungsaktion gegen alles Heidnische ins Leben zu rufen und zerstörten so deren alte wertvolle Kulturgüter (Gebäude und Schriften).
Dabei fanden sich - wie immer - auch genügend "Schwachmaten" ein, welche begeistert und überzeugt mitmachten, oder einfach nur die Gelegenheit ergriffen, auf diese Weise ihre niedersten Instinkte und ihren Frust ungestraft auszutoben.

Der spätere reformatorische "Bildersturm" war z.B. nur eine der vielen sich wiederholenden Gewalt-Varianten innerhalb unserer Geschichte, eine Begleiterscheinung der Reformation im 16. Jahrhundert. Auf Weisung reformatorischer Theologen und der zum neuen Glauben übergetretenen Obrigkeit wurden Gemälde, Skulpturen, Kirchenfenster und andere Bildwerke mit Darstellungen Christi und der Heiligen sowie weiterer Kirchenschmuck − teilweise auch Kirchenorgeln − aus den Kirchen entfernt. Die Bildwerke und Schmuckgegenstände wurden teils verkauft oder anderweitig in Privatbesitz überführt, teils vernichtet oder beschädigt.

Der "Bildersturm" betraf Städte und Dörfer in ganz Europa, vor allem in der Schweiz und dem Heiligen Römischen Reich (1522–1566), Schottland (1559) und den Burgundischen Niederlanden (1566) mit späteren Ausläufern bis in den Englischen Bürgerkrieg (1642–1649).

Wie König David schon im Alten Testament schwermütig bemerkte: NICHTS NEUES UNTER DER SONNE...




Bleib doch einfach mal beim Thema, Reklov. Die Frage lautet, warum Religionen (Kulturen) untergehen.

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Reklov Offline




Beiträge: 4.675

24.04.2016 17:25
#55 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Zitat
Bleib doch einfach mal beim Thema, Reklov. Die Frage lautet, warum Religionen (Kulturen) untergehen.

Perquestavolta,

... Religionen gehen nicht einfach unter, - sie wandeln sich lediglich mit dem Bewusstsein der Gläubigen zu neuen Formen unterschiedlichster Weltauslegungen! - Die "versunkenen Götter" leben munter unter uns weiter, z.B. in vielen Namen und Zeichen des Alltäglichen.
So ist zwar der antike ägyptische Sonnengott >Re< von der Ebene, auf der man ihn einst anbetete, verschwunden, die Sonne aber hat ihre alles entscheidende Rolle über das Sein und Nichtsein des Lebens auf dieser Erde unangefochten behalten.
Es nützt uns auch wenig, wenn wir die Sonne heute als einen Gasball (hauptsächlich aus Helium und Sauerstoff bestehend) wissenschaftlich neu katalogisieren.
Unsere Sonne setzt pro Sekunde mehr Energie frei als alle im Jahr 2011 vorhandenen Kernkraftwerke der Erde in 750.000 Jahren. - Das könnte man nun auch als eine wahrhaft "göttliche" Leistung bestaunen.

Auch Kulturen gehen keinesfalls im Nichts auf, sondern werden mit stets neuen "Gesichtern" genetisch weitergereicht, d.h., die Nachfahren der Maya-Kultur leben heute noch in den Hochtälern ihrer alten Heimat als Indios weiter.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Online



Beiträge: 4.146

24.04.2016 18:31
#56 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #55

Zitat
Bleib doch einfach mal beim Thema, Reklov. Die Frage lautet, warum Religionen (Kulturen) untergehen.


... Religionen gehen nicht einfach unter, - sie wandeln sich lediglich mit dem Bewusstsein der Gläubigen zu neuen Formen unterschiedlichster Weltauslegungen!



Das ist ein Argument... aber es stützt sich auf "Nichts"..
Das was sich wandelt ist nicht die Religion, sondern die Realität der wir uns ständig anpassen müssen.. Religion = Glaube an Übersinnliches und an Wunder. Damit bedient der Gläubige im Grunde genommen nichts anderes, als seine eigene Egozentrik. Und da sich die die hierfür existenzielle Grundlage, die nun mal nichts anderes ist als Materie, ständig verändert, muss man als Gläubiger halt ständig etwas neues ausprobieren, um die eigene Dummheit als etwas Göttliches rechtfertigen zu können.


Zitat von Reklov im Beitrag #55

- Die "versunkenen Götter" leben munter unter uns weiter, z.B. in vielen Namen und Zeichen des Alltäglichen.
Dafür braucht man dann auch nicht so viel Hirn...
Auch weil man sich nicht weiter festlegen will oder kann, worin denn genau die versunkenen Götter unter uns weiter leben. Beziehungsweise, man muss nur darauf achten, dass es da gar keine genaueren Angaben darüber gibt, weil ansonsten jede Falschaussage gegen einen selbst verwendet werden kann und man dann ziemlich schnell überhaupt keinen Gott mehr hat, mit dem man die eigene Dummheit weiterhin als göttliche Klugheit bejubeln könnte.

Zitat von Reklov im Beitrag #55

So ist zwar der antike ägyptische Sonnengott >Re< von der Ebene, auf der man ihn einst anbetete, verschwunden, die Sonne aber hat ihre alles entscheidende Rolle über das Sein und Nichtsein des Lebens auf dieser Erde unangefochten behalten.
Es nützt uns auch wenig, wenn wir die Sonne heute als einen Gasball (hauptsächlich aus Helium und Sauerstoff bestehend) wissenschaftlich neu katalogisieren.
Unsere Sonne setzt pro Sekunde mehr Energie frei als alle im Jahr 2011 vorhandenen Kernkraftwerke der Erde in 750.000 Jahren. - Das könnte man nun auch als eine wahrhaft "göttliche" Leistung bestaunen.
"Könnten" könnte man vieles. Aber in der Realität schaut es dann doch meist ganz anders aus. Gerade auch in diesem Zusammenhang ist es noch nie gelungen, etwas was man bezüglich Götter meinte zu Können dann auch irgendwie wirklich sichtbar zu machen. Noch nicht mal durch eine indirekte Herangehensweise..

Zitat von Reklov im Beitrag #55

Auch Kulturen gehen keinesfalls im Nichts auf, sondern werden mit stets neuen "Gesichtern" genetisch weitergereicht..
Kultur hat nichts mit Genen zu tun..
Diese Vorstellung haben meistens Leute die glauben, Wissenschaft und Glaube an Übersinnliches wie Wunder und Götter seien mit einander vereinbar.

Der Sozialdarwinismus ist eines der vielen Beispiele, was dabei herauskommen kann.. Wenn man im Wald eine Dorfschule besucht, in welcher Wissenschaft und Glaube an Wunder mit einander in Beziehung gebracht werden!!!!!

Zitat von Reklov im Beitrag #55

d.h., die Nachfahren der Maya-Kultur leben heute noch in den Hochtälern ihrer alten Heimat als Indios weiter.


Man kann diesbezüglich keine genaue Aussagen treffen, da diese vermeintlichen Nachfahren auch genetische Nachkommen der Azteken und anderer südamerikanischer Stammeskulturen gewesen sein könnten, die von der christlichen Missionierungswut ausgerottet wurden.

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Reklov Offline




Beiträge: 4.675

24.04.2016 20:14
#57 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Zitat
Man kann diesbezüglich keine genaue Aussagen treffen, da diese vermeintlichen Nachfahren auch genetische Nachkommen der Azteken und anderer südamerikanischer Stammeskulturen gewesen sein könnten, die von der christlichen Missionierungswut ausgerottet wurden.

Perquestavolta,

...gerade vor der christlichen Missionierungswut fanden die Indios in der unzugänglichen, hoch gelegenen Bergwelt ihrer Heimat eine gute Zuflucht. Dass aber die Maya sich auch mit anderen Stämmen vermischt haben könnten, liegt auf der Hand, da seinerzeit ein reger Handelsverkehr zwischen versch. Stämmen herrschte.

Zitat
die nun mal nichts anderes ist als Materie, ständig verändert, muss man als Gläubiger halt ständig etwas neues ausprobieren, um die eigene Dummheit als etwas Göttliches rechtfertigen zu können.

Da müssten ja alle transzendent denkenden Wissenschaftler mit Dummheit geschlagen sein!? - Nur, weil Dir der Zugang zu dieser Art Denke nicht passt oder nicht gelingt, solltest Du nicht überheblich daher kommen, denn das letzte Wort ist in dieser Angelegenheit noch lange nicht gesprochen. Also - abwarten und Geduld üben, auch wenn die große Zeitstrecke der noch zu gehenden Erkenntniswege von keinem zu überblicken ist.

Zitat
Aber in der Realität schaut es dann doch meist ganz anders aus. Gerade auch in diesem Zusammenhang ist es noch nie gelungen, etwas was man bezüglich Götter meinte zu Können dann auch irgendwie wirklich sichtbar zu machen. Noch nicht mal durch eine indirekte Herangehensweise..

Was verstehst Du denn unter einer Realität??? Etwa den kleinen Ausschnitt, der von menschlichen Gehirnen als >wissenschaftliches Ergebnis< katalogisiert werden kann? "Gott" ist im menschlichen Bewusstsein zunächst eine Idee, im schlechtesten Fall eine dogmatisch verbogene Idee. Diese Idee ist von uns aber nicht greifbar oder gar sichtbar (als Objekt) zu präsentieren, auch wenn das mancher so gerne hätte. An sich müsste Dir dies auch bewusst sein?

Gruß von Reklov

Jürgen Offline




Beiträge: 114

24.04.2016 21:18
#58 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Natürlich leben sowohl untergegangene Kulturen, wie Religionen in transformierter Form weiter. Aberglaube geht auf die Kelten zurück, viele Namen auf die Germanen, das Römerreich ist überall noch sichtbar und die alten Griechen leben geistig weiter. Doch finden sich kaum mehr Leute, welche immer noch ernsthaft an Zeus, an Odin, an Merlin oder an Osiris glauben. Alle diese Kulte sind im heutigen Leben nicht mehr präsent, sie dienen höchstens noch einer spassigen Folklore oder abgehobenen Esoterikern, die sich in heiligen Hainen oder bei alten Steinen versammeln. Mich beschäftigt etwas anderes: Wie lange wird der Islam noch - höchst real und absolut spürbar - existieren? Wie lange wird die Menschheit noch durch diese absurde, irre Lehre in Atem gehalten? Wie viele Opfer werden noch von todesbesessenen Islamisten niedergemetzelt, wie viele Frauen müssen noch eine lebenslange Diskriminierung erdulden, bis dieser Wahnsinn endlich verschwindet? Wenn wir mit anderen Religionen vergleichen, besassen diese eine aktive Lebensdauer von vielen Jahrhunderten, wenn nicht gar Jahrtausenden. Es ist eine eine deprimierende Aussicht, dass die persönliche Neurose eines längst verblichenen arabischen Kaufmanns noch viele Jahrhunderte weiterleben wird - für nichts und wieder nichts - bis sie endlich verschwindet.

Perquestavolta Online



Beiträge: 4.146

24.04.2016 22:04
#59 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #57

Zitat
Man kann diesbezüglich keine genaue Aussagen treffen, da diese vermeintlichen Nachfahren auch genetische Nachkommen der Azteken und anderer südamerikanischer Stammeskulturen gewesen sein könnten, die von der christlichen Missionierungswut ausgerottet wurden.
Perquestavolta,

...gerade vor der christlichen Missionierungswut fanden die Indios in der unzugänglichen, hoch gelegenen Bergwelt ihrer Heimat eine gute Zuflucht. Dass aber die Maya sich auch mit anderen Stämmen vermischt haben könnten, liegt auf der Hand, da seinerzeit ein reger Handelsverkehr zwischen versch. Stämmen herrschte.



So viel man weis, haben diese verschiedenen Stämme sich gegenseitig eher den Göttern geopfert, als miteinander Handel zu betreiben ... Außerdem hat man auch in der Bergwelt der Anden immer nur schon vor Jahrhunderten verlassene Siedlungen und Stätten vorgefunden, in denen einstmals Mayas, Azteken oder Wolkenmenschen.... hausten..

Übrigens waren die Lebensumstände dieser fragwürdigen südamerikanischen "Hochkulturen" - wie man heute weis - überaus autark organisiert und rivalisierende Nachbarn wurden, falls man sie erwischte, gefressen oder als Menschenopfer geschlachtet.. Wobei man ihnen mit einer Feuersteinklinge Bauch und Thorax aufschlitzte und das noch pulsierende Herz heraus riss. Mit den Menschenopfern aus der eigenen Reihe ging man etwas mitfühlender um, und gab ihnen stark berauschende Getränke, bevor man sie ausweidete und zerlegte...

Natürlich waren diese Praktiken ein wesentlicher Hauptgrund für die christliche Zwangsmissionierung, die für alle Widerspenstigen damit endete, dass man sie an einen Pfahl band, eine Seilschlaufe um Hals und Pfahl legte, die mit einem Stock über Kreuz langsam zu-drehte/schraubte.. so dass es ziemlich lange dauerte, bis sie starben. Jedenfalls lang genug, um noch eine vollständige christlich-exorzistische Zeremonie mitzuerleben...

Gott ist das Ebenbild von Arschlöchern, Reklov! Ein sehr grausames Arschloch, dass den Menschen immer und überal mit Unheil drohte, bis die Wissenschaft uns weitgehendst von seiner Macht befreite, die vor allem in primitivsten Seite des Menschen selbst steckt....seiner

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Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

25.04.2016 10:10
#60 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Zitat von Jürgen im Beitrag #58
Natürlich leben sowohl untergegangene Kulturen, wie Religionen in transformierter Form weiter. Aberglaube geht auf die Kelten zurück, viele Namen auf die Germanen, das Römerreich ist überall noch sichtbar und die alten Griechen leben geistig weiter. Doch finden sich kaum mehr Leute, welche immer noch ernsthaft an Zeus, an Odin, an Merlin oder an Osiris glauben. Alle diese Kulte sind im heutigen Leben nicht mehr präsent, sie dienen höchstens noch einer spassigen Folklore oder abgehobenen Esoterikern, die sich in heiligen Hainen oder bei alten Steinen versammeln. Mich beschäftigt etwas anderes: Wie lange wird der Islam noch - höchst real und absolut spürbar - existieren? Wie lange wird die Menschheit noch durch diese absurde, irre Lehre in Atem gehalten? Wie viele Opfer werden noch von todesbesessenen Islamisten niedergemetzelt, wie viele Frauen müssen noch eine lebenslange Diskriminierung erdulden, bis dieser Wahnsinn endlich verschwindet? Wenn wir mit anderen Religionen vergleichen, besassen diese eine aktive Lebensdauer von vielen Jahrhunderten, wenn nicht gar Jahrtausenden. Es ist eine eine deprimierende Aussicht, dass die persönliche Neurose eines längst verblichenen arabischen Kaufmanns noch viele Jahrhunderte weiterleben wird - für nichts und wieder nichts - bis sie endlich verschwindet.


Diese "Theorie" Jürgens vor dem historischen Hintergrund der Entwicklung von "Weltreligionen" ist plausibel.

Japanische Zen-Mönche hatten es traditionell so ausgedrückt: "Die Menschen sind keine Vernunftwesen."

Der Schluss des letzten Satzes im zitierten Beitrag verbreitet Optimismus ("...bis sie endlich verschwindet.").

Wir wissen leider (oder "Gott-sei-Dank"?) nicht, welche verschlungenen Leidenswege des Irrtums die Menschheit noch gehen muss.

Eine "vollkommene" Diktatur mit lückenloser Gehirnwäsche löscht unter Einsatz von weiterentwickelter Psychiatrie quälende Emotionen der beherrschten Subjekte gnädig aus?
Eventuelles partikulares Leid und Elend wird dann nicht mehr als solches empfunden (nur noch begeistertes Rufen von Hurra und Heil?).

Reklov Offline




Beiträge: 4.675

25.04.2016 11:15
#61 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Zitat
Wir wissen leider (oder "Gott-sei-Dank"?) nicht, welche verschlungenen Leidenswege des Irrtums die Menschheit noch gehen muss.

Direktkontakt,

... z.Z. dient fast die gesamte Menschheit nur einem "Gott" - dem Mammon!

>>Das Wort Mammon leitet sich ursprünglich vom aramäischen Wort מָמוֹן mamon beziehungsweise im status emphaticus מָמוֹנָא mamona ‚Vermögen‘, ‚Besitz‘ ab. Die Ableitung vom aramäischen אמן ˀmn ‚Gegenstand des Vertrauens‘ gilt als zweifelhaft. Das Wort gelangte über seine griechische Schreibweise μαμωνᾶς oder μαμωνάς in die Bibel, in der Vulgata wird daraus lateinisch mam[m]ona. Martin Luther übersetzte das Wort nicht und so gelangte es als Mammon ab dem 16. Jahrhundert ins Deutsche. Daraus resultierte, dass Mammon in Volksglauben und der Literatur als personifizierter Reichtum zu einem Dämon wurde, der den Menschen zu Geiz und Habgier verführt.<< (Quelle: Internet)

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.675

25.04.2016 11:39
#62 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Zitat
Gott ist das Ebenbild von Arschlöchern, Reklov! Ein sehr grausames Arschloch, dass den Menschen immer und überal mit Unheil drohte, bis die Wissenschaft uns weitgehendst von seiner Macht befreite, die vor allem in primitivsten Seite des Menschen selbst steckt....seiner

Perquestavolta,

... so krass kann es nur jemand sehen, dem die psychologische Seite des Menschen fremd ist! -

Die von Dir angesprochenen Menschenopfer speisten sich aus der Vorstellung, dass die Gestirne Götter seien und auf vorgezeichneten Bahnen ihre Strecken liefen. Diese Strecken aber müssten ständig mit Menschenblut "geschmiert" werden, da es sonst zum Stillstand der Sterne und zu einem Zusammenbruch des gesamten Himmelsgewölbes komme. Diese und ähnliche Glaubensbilder konnten die ersten spanischen Missionare von den Indios erfahren, die zum großen Teil froh waren, den irrsinnigen Opferritualen ihrer Priesterkasten endlich entrinnen zu können, obwohl sie die Spanier auch nicht mit Samthandschuhen anfassten, wenn sie auf Widerstand der Indios stießen.
Als die Spanier die unermesslichen Goldschätze der Indios sahen, vergaßen sie ihren christlichen Hintergrund recht schnell, bekamen auch vom spanischen Königshaus sehr großzügig weitere Schiffe nach Übersee finanziert, weil auch die span. Königin auf die damals alles beherrschende Weltwährung - Gold - scharf war.

Mit dem eigentlichen >Ur-Grund< haben menschliche Gottesvorstellungen verständlicherweise wenig zu tun. Deswegen - da hast Du Recht - sind auch alle Gottes-Ideen mit dem Makel des Menschlichen behaftet. - Die Gottesvorstellungen, welche z.B. Jesus von seinem "Vater", oder ein Mystiker, wie Meister Eckart, vom "Göttlichen" hatte, sollten hierbei aber losgelöst von anderen Kulten betrachtet, also nicht alle in einen Topf geworfen werden.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.675

25.04.2016 11:47
#63 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Zitat
Aberglaube geht auf die Kelten zurück, viele Namen auf die Germanen, das Römerreich ist überall noch sichtbar und die alten Griechen leben geistig weiter.

Jürgen,

... die Wurzeln der von Dir aufgereihten Völker reichen natürlich noch viel weiter zurück - bis zu der uns unbekannten Stufe, als der Mensch den Kreis des rein tierischen Bewusstseins verlassen konnte. Bereits die ältesten Grabfunde zeigen den Forschern, dass Grabbeilagen ein Bewusstsein für eine "Jenseitszone" dokumentieren und dies schon lange, bevor es erste Kulturen mit fest gemauerten Städten/Siedlungen gab.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Online



Beiträge: 4.146

25.04.2016 13:10
#64 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #62

Zitat
Gott ist das Ebenbild von Arschlöchern, Reklov! Ein sehr grausames Arschloch, dass den Menschen immer und überal mit Unheil drohte, bis die Wissenschaft uns weitgehendst von seiner Macht befreite, die vor allem in der primitivsten Seite des Menschen selbst steckt....seiner Angst
Perquestavolta,

... so krass kann es nur jemand sehen, dem die psychologische Seite des Menschen fremd ist! -

Die von Dir angesprochenen Menschenopfer speisten sich aus der Vorstellung, dass die Gestirne Götter seien und auf vorgezeichneten Bahnen ihre Strecken liefen.
Diese Strecken aber müssten ständig mit Menschenblut "geschmiert" werden, da es sonst zum Stillstand der Sterne und zu einem Zusammenbruch des gesamten Himmelsgewölbes komme.



Ach...? Und wie sind die da drauf gekommen?

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Jürgen Offline




Beiträge: 114

25.04.2016 13:18
#65 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Die Wurzeln des Glaubens und des Aberglaubens reichen in der Tat ganz weit zurück, als die Frühmenschen begannen, irgendwelche Beschwörungsrituale zu entwickeln. Zum Untergang von Religionen noch folgendes: Der Nationalsozialismus errichtete ein umfassendes System der Indoktrination und war eine kurze Zeit lang höchst erfolgreich. Nach nicht mal 13 Jahren endete der Hitlerkult in der Niederlage. Über Nacht verschwand das errichtete System und lebt nur noch bei kleinen Minderheiten wie den Neo-Nazis weiter. Geistige Beeinflussung kann also, nach einem tiefgreifenden Einbruch, schlagartig enden, ohne dass sie sich fortsetzt. Wäre so etwas beim Islam auch möglich? Ich würde es nicht ausschliessen, denn vom Glauben abgefallene Moslems berichten, dass sie wie aus einem bösen Traum erwacht seien. im Übrigen gibt es auch im islamischen Bereich Atheisten, die heute noch im Verborgenen leben müssen, aber das könnte sich ändern.

Perquestavolta Online



Beiträge: 4.146

25.04.2016 14:55
#66 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Zitat von Jürgen im Beitrag #65
Die Wurzeln des Glaubens und des Aberglaubens reichen in der Tat ganz weit zurück, als die Frühmenschen begannen, irgendwelche Beschwörungsrituale zu entwickeln.


Das Leben war kurz, voller Gefahren und existenziellen Ungewissheiten. Frauen starben sehr oft bei der Geburt ihrer Kinder. Die Ursache für Infektionen war unbekannt. Man bemerkte aber sicher schon sehr früh, dass ein gewisser Grad an Hygiene/Reinheit das Risiko früher zu sterben, wesentlich herabsetzte.
Witterungsbedingte Anomalien führten fast immer zu Totalausfällen der eh schon unzureichenden Ernten und hatten Hungersnöte zur Folge..
Die Gefahr von umherziehenden "Hungernden" beraubt und getötet zu werden, die keine andere Hoffnung hatten, als denen alles wegzunehmen, die "zufällig" noch was hatten.. war allgegenwärtig.

Die Unberechenbarkeit des Schicksals und die zwingende Hoffnung irgendwie darauf Einfluss nehmen zu können, ist die Geburtsstunde aller "guten Geister und Götter".
Der Glaube dass es nach dem gefährlichen, kurzen, beschissenen, leidvollen Leben noch etwas geben könnte, geben muss, damit das alles überhaupt einen Sinn macht, war also durchaus "zwingend"! Dass man schon damals mit den Leuten "kurzen Prozess" machte, die einem den schönen Glauben und die ganze Hoffnung ausreden wollten, dürfte sich auf der gleichen Ebene abgespielt haben, wie man sie bei Kindern erlebt, denen man den Glauben an den Weihnachtsmann oder das Christkind ab zu gewöhnen versucht. Nur viel dramatischer...

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.075

25.04.2016 15:01
#67  Wann geht eine Religion unter? antworten

Zitat von Jürgen
im Übrigen gibt es auch im islamischen Bereich Atheisten, die heute noch im Verborgenen leben müssen, aber das könnte sich ändern.

Ja, und die Rebellen, die ihren Hals ein wenig zu weit aus dem Fenster strecken, werden mit der Todesfatwa verfolgt. Die müssen wir unterstützen! Wir müssen auch den Zentralrat der EX-Muslime unterstützen! Aber unsere Medien und Politiker machen sich ja lieber vor den Moslems klein und reden den Religionsfaschismus schön... Solidarität mit Sabatina James, Hames Abdel-Samad, Ayaan Hirsi Ali? Fehlanzeige! Der Islam hätte in der Tat ruckzuck in Europa einen nicht so günstigen Stand, wenn die Regierungen sich endlich mal zu den Menschenrechten bekennen würden, indem sie mit Solidaritätsbekundungen für die exmuslimischen und verfolgten Freiheitskämpfer ein Zeichen setzten. Man darf sich auch fragen, warum der Zentralrat der Moslems das nicht tut...

Wir haben einfach Angst davor, mit dem Islam auch die Moslems selber zu diskreditieren. Aber für die überzeugten Demokraten unter den Moslems kann es doch kein Problem sein, eine Kritik gegen den Islam auszuhalten, da auch eine Kritik gegen ihre Religion zur Meinungsfreiheit gehört! Aber ich kenne nicht einen, der mir das Gefühl vermittelt, eine Kritik als gleichberechtige Position neben der seinen gelten lassen zu können. Wie denn auch?

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

25.04.2016 15:17
#68 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Es gibt keinerlei Anzeichen für einen Untergang des Islam, obwohl er ökonomisch ganz klar
ein gescheiterter Kulturkreis ist.
Zur Zeit des Schahs gab es in Persien weitgehend Religionsfreiheit und die islamische Kleiderordnung
war beinahe aus der Mode gekommen, und dann der rapide Rückfall in ein mittelalterliches Weltbild.
Ganz ähnlich die Entwicklung in der Türkei, Afghanistan, Indonesien, Pakistan usw,
und demnächst wohl auch im Merkelland, dem Kalifat Germania.

Perquestavolta Online



Beiträge: 4.146

25.04.2016 15:18
#69 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Das Problem der Demokratie ist es, dass sie sich nur all zu leicht durch sich selbst abschaffen kann. Das selbe gilt auch für die Toleranz.
Bekämpft man aber die Demokratie, wird sie stark. Bekämpft man die Toleranz, kann man sich nur noch auf die Straße trauen, wenn alle Geschäfte schon zu sind...

Das gleiche funktioniert auch beim Islam.. leider! Der Islam kann sich also nur durch sich selbst abschaffen. Daran sollten wir arbeiten.. nichts schadet dem Islam mehr, als seine eigenen fundamentalistischen Apologeten.

Auch wenns unwahrscheinlich schwer fällt.. lobt die Extremisten, welche die einzigen sind, die den Koran "richtig" auslegen. Lobt die Suniten als die einzig wahren Gläubigen, wenn ihr bei den Sunniten seit und lobt Schiiten als die einzig wahren Gläubigen, wenn ihr bei den Schiiten seid, aber haltet euch vom Zentralrat der Exmuslime fern! Sonst geht der Plan nicht auf...

Wenn jemand aber eine besseren und realistischeren Weg kennt, nehme ich alles zurück.

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Trolle sind zum jagen da und nicht zum füttern.

Reklov Offline




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25.04.2016 15:40
#70 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Zitat
Ach...? Und wie sind die da drauf gekommen?

Perquestavolta,

... durch Beobachtung und astronomische Berechnungen, also durch wissenschaftliches Bemühen. Daran kann man aber auch erkennen, dass allein das Betrachten und Berechnen eines Objekts noch nicht zu tieferer oder umfassend richtiger Erkenntnis führt, auch wenn z.B. die Maya dadurch versch. Kalender für rituelle und zivile Zwecke nutzten.
Trotz ihrer Rechenkünste waren die Maya von mythologischen Bildern gefesselt und gingen dabei z.B. von 4 ersten Menschen aus, welche aus Mais bestanden.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




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25.04.2016 15:46
#71 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Zitat
Dass man schon damals mit den Leuten "kurzen Prozess" machte, die einem den schönen Glauben und die ganze Hoffnung ausreden wollten, dürfte sich auf der gleichen Ebene abgespielt haben, wie man sie bei Kindern erlebt, denen man den Glauben an den Weihnachtsmann oder das Christkind ab zu gewöhnen versucht. Nur viel dramatischer...

Perquestavolta,

... bei mir lief die Abgewöhnung an den Weihnachtsmann wenig dramatisch ab, denn ich entdeckte schon früh
(etwa mit 5 J.) unter dem roten Mantel des Weihnachtsmannes die Schuhe und die Hose meines Onkels und auch der Versuch, seine Stimme hinter der Maske tiefer zu legen, wurde von mir "entlarvt". Ich war aber so klug und ließ den Schwindel nicht auffliegen, um die "schöne Bescherung" nicht zu verderben.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Online



Beiträge: 4.146

25.04.2016 18:40
#72 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #70

Zitat
Ach...? Und wie sind die da drauf gekommen?
Perquestavolta,

... durch Beobachtung und astronomische Berechnungen, also durch wissenschaftliches Bemühen. Daran kann man aber auch erkennen, dass allein das Betrachten und Berechnen eines Objekts noch nicht zu tieferer oder umfassend richtiger Erkenntnis führt,


Einen noch schwachsinnigeren Vergleich, hast du wohl nicht gefunden, um deine eigene tiefere, umfassendere Erkenntnis ins besser Licht zu stellen?!

Die Maya haben ohne jedwedes technische Hilfsmittel einen Kalender errechnet, der an Präzision nicht zu überbieten ist. Der Kalender der Maya umfasste neben ihren "spirituellen" Planungen und Voraus-Datierungen auch ein ganz alltägliches Terminwesen und war vor allem für die genaue Einhaltung des Jahresrhythmus bei der Aussaat von Bedeutung.. "Trocken- und Regenphasen" haben nämlich einen entscheidenden Einfluss auf das Wachstum von Pflanzen und wenn man da nicht aufpasst, dann fällt die Ernte in die Regenzeit und das Wachstum in die Trockenzeit, was unterm Strich zu einem verheerenden Ergebnis führt.


Auch deine höhnische Anspielung auf die Mythologie der Mayas strotzt nur so von dümmlicher Einfältigkeit, Reklov.

Der erste Mensch in der abrahamitischen Mythologie war aus Lehm.. da waren die Mayas schon viel weiter...

Und ansonsten Reklov, ist deine saudumme Art, die naturalistische Wahrnehmung und Realitätsauffassung anderer Menschen auf deine eigen Schmalspur der naturwissenschaftliche Inkompetenz zu reduzieren, einfach nur mehr peinlich.. sonst müsste es dir ja auch längst aufgefallen sein, dass den Mayas ihr Götterwahn zum Verhängnis wurde.

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Reklov Offline




Beiträge: 4.675

25.04.2016 21:12
#73 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Zitat
Die Maya haben ohne jedwedes technische Hilfsmittel einen Kalender errechnet, der an Präzision nicht zu überbieten ist. Der Kalender der Maya umfasste neben ihren "spirituellen" Planungen und Voraus-Datierungen auch ein ganz alltägliches Terminwesen und war vor allem für die genaue Einhaltung des Jahresrhythmus bei der Aussaat von Bedeutung.. "Trocken- und Regenphasen" haben nämlich einen entscheidenden Einfluss auf das Wachstum von Pflanzen und wenn man da nicht aufpasst, dann fällt die Ernte in die Regenzeit und das Wachstum in die Trockenzeit, was unterm Strich zu einem verheerenden Ergebnis führt.

Perquestavolta,

... die versch. Kalender der Maya und ihre praktischen Anwendungen im Alltag sind mir gut bekannt, da ich mich schon als Junge dafür interessierte. - Stell Dir vor: - auch in Deutschland gibt es gebildete Leute! - Dein Schulunterricht ist also vollkommen überflüssig!

Zitat
Auch deine höhnische Anspielung auf die Mythologie der Mayas strotzt nur so von dümmlicher Einfältigkeit, Reklov.

Gewöhne Dir doch mal ab, hier mit Deiner pöbelnden Italo-Manier aufzutreten! Das mag ja auf einen italienischen Marktplatz passen - hier im kühleren Norden haben wir jedoch eine Gesprächskultur der anderen Art. - Wenn eine Mythologie glaubt/lehrt, die Sternbahnen müssten mit Menschenblut geschmiert werden und dafür immer wieder die eigenen Leute opfert, so ist dies schon eher dümmliche Einfalt, aber nicht meine Bemerkung dazu! Außerdem erspare Dir Deine Vorschriften und trete hier nicht als Zensor auf, der bestimmen möchte, was einer in seinen Beiträgen schreibt. Ich mache das bei Deinen völlig unausgereiften Ansätzen zur Philosophie und der Transzendenz ja auch nicht!

Zitat
Und ansonsten Reklov, ist deine saudumme Art, die naturalistische Wahrnehmung und Realitätsauffassung anderer Menschen auf deine eigen Schmalspur der naturwissenschaftliche Inkompetenz zu reduzieren, einfach nur mehr peinlich.. sonst müsste es dir ja auch längst aufgefallen sein, dass den Mayas ihr Götterwahn zum Verhängnis wurde.

Den Mayas ist nicht ihr Götterwahn, sondern das Schwert und die Goldgier der spanischen Konquistadoren, neben Epidemien, Missernten auf begrenzten Ackerbauflächen und das Eindringen der Tolteken zum Verhängnis geworden. Wären diese Faktoren nicht aufgetaucht, hätte diese Kultur noch einen langen Weg vor sich gehabt.(Ähnliche, aber nicht gleiche Faktoren besiegelten ja auch das Schicksal der Indianer Nordamerikas.) Also, in die >Geschichte der Völker< solltest Du Dich besser noch mal gründlicher einlesen, bevor Du hier als Schulmeister aufzutreten gedenkst - denn das ist allerdings wirklich dumm und peinllich!

Gruß von Reklov

Perquestavolta Online



Beiträge: 4.146

25.04.2016 21:19
#74 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #73

Zitat
Die Maya haben ohne jedwedes technische Hilfsmittel einen Kalender errechnet, der an Präzision nicht zu überbieten ist. Der Kalender der Maya umfasste neben ihren "spirituellen" Planungen und Voraus-Datierungen auch ein ganz alltägliches Terminwesen und war vor allem für die genaue Einhaltung des Jahresrhythmus bei der Aussaat von Bedeutung.. "Trocken- und Regenphasen" haben nämlich einen entscheidenden Einfluss auf das Wachstum von Pflanzen und wenn man da nicht aufpasst, dann fällt die Ernte in die Regenzeit und das Wachstum in die Trockenzeit, was unterm Strich zu einem verheerenden Ergebnis führt.

Perquestavolta,

... die versch. Kalender der Maya und ihre praktischen Anwendungen im Alltag sind mir gut bekannt, da ich mich schon als Junge dafür interessierte. - Stell Dir vor: - auch in Deutschland gibt es gebildete Leute! - Dein Schulunterricht ist also vollkommen überflüssig!

Zitat
Auch deine höhnische Anspielung auf die Mythologie der Mayas strotzt nur so von dümmlicher Einfältigkeit, Reklov.

Gewöhne Dir doch mal ab, hier mit Deiner pöbelnden Italo-Manier aufzutreten! Das mag ja auf einen italienischen Marktplatz passen - hier im kühleren Norden haben wir jedoch eine Gesprächskultur der anderen Art. - Wenn eine Mythologie glaubt/lehrt, die Sternbahnen müssten mit Menschenblut geschmiert werden und dafür immer wieder die eigenen Leute opfert, so ist dies schon eher dümmliche Einfalt, aber nicht meine Bemerkung dazu! Außerdem erspare Dir Deine Vorschriften und trete hier nicht als Zensor auf, der bestimmen möchte, was einer in seinen Beiträgen schreibt. Ich mache das bei Deinen völlig unausgereiften Ansätzen zur Philosophie und der Transzendenz ja auch nicht!

Zitat
Und ansonsten Reklov, ist deine saudumme Art, die naturalistische Wahrnehmung und Realitätsauffassung anderer Menschen auf deine eigen Schmalspur der naturwissenschaftliche Inkompetenz zu reduzieren, einfach nur mehr peinlich.. sonst müsste es dir ja auch längst aufgefallen sein, dass den Mayas ihr Götterwahn zum Verhängnis wurde.

Den Mayas ist nicht ihr Götterwahn, sondern das Schwert und die Goldgier der spanischen Konquistadoren, neben Epidemien, Missernten auf begrenzten Ackerbauflächen und das Eindringen der Tolteken zum Verhängnis geworden. Wären diese Faktoren nicht aufgetaucht, hätte diese Kultur noch einen langen Weg vor sich gehabt.(Ähnliche, aber nicht gleiche Faktoren besiegelten ja auch das Schicksal der Indianer Nordamerikas.) Also, in die >Geschichte der Völker< solltest Du Dich besser noch mal gründlicher einlesen, bevor Du hier als Schulmeister aufzutreten gedenkst - denn das ist allerdings wirklich dumm und peinllich!

Gruß von Reklov



Die Qualität eines Furzes hängt nicht von seiner Länge ab. Ende der Diskussion!

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Jürgen Offline




Beiträge: 114

27.04.2016 21:09
#75 RE: Wann geht eine Religion unter? antworten

Um auf das Thema zurückzukommen: Thematisiert werden muss viel deutlicher, dass eigentlich ALLE Moslems, welche den Koran und ihre Religion ernst nehmen, auf die Kuffar, die Ungläubigen losgehen müssten, denn so steht es in der vermeintlich von Allah diktierten Schrift. Die Terroristen, die Extremisten, die krassen Islamisten, sind die wahren Vertreter des Islams, denn sie tun uneingeschränkt und vollumfänglich das, was Mohammed festgelegt hat. Alle anderen Moslems, die sog. Gemässigten, Vernünftigen, Normalen, sind genau genommen keine echten Moslems, denn sie missachten die zwingenden Gebote des Korans. Die heuchlerischen Distanzierungen, die nach jedem Terroranschlag von gemässigten Islam-Kreisen erfolgen, sind alles andere als glaubwürdig. Damit der Islam eines nicht allzu fernen Tages untergeht, muss konsequent und hartnäckig darauf hingewiesen werden, das Eroberungen, Mord und Terror integrale Bestandteile dieses Kultes sind, und keineswegs Verirrungen einer verblendeten Minderheit darstellen.

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