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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 59 Antworten
und wurde 2.245 mal aufgerufen
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Seiten 1 | 2 | 3
Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

08.05.2016 22:35
Religionen sind Ideologien Antworten

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit.
Warum alle Religionen Ideologien sind:
http://www.cicero.de/salon/alle-religion...deologien/60850
In Deutschland gibt es über Parteigrenzen hinweg einen unumstößlichen Grundkonsens. Er lautet: Religionen sind keine Ideologien.
...natürlich sind Religionen Ideologien. Alle. Ohne Ausnahme. Was sollten sie bitteschön sonst sein?
-
Religionen sind somit geradezu das Paradebeispiel für Ideologien: Sie behaupten objektive Werte und begründen deren Allgemeingültigkeit damit, dass diese durch eine objektiv gegebene, aber letztlich nicht nachweisbare (weil transzendente) Institution eingesetzt wurden – in der Regel durch einen Gott.
-
Religionsvertreter weisen den Ideologiestatus von Religionen regelmäßig empört zurück. Für sie sind Religionen natürlich keine Ideologien, sondern irgendetwas Höheres. Das ist nicht weiter verwunderlich. Viel erstaunlicher ist jedoch, dass selbst Vertreter des säkularen Staates mitunter so tun, als seien Religionen eine Art ideologiefreie Weltanschauung de luxe.
-
Damit sind wir beim Islam. Auch der ist eine Ideologie. Und Ideologien können verfassungswidrig sein. Ihnen einfach das Etikett „Religion“ anzuhängen, reicht nicht. Zumindest ist es fragwürdig, Religionen Inhalte, Werte und Handlungen zuzugestehen, die wir weltlichen Ideologien niemals einräumen würden.

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Athon Offline




Beiträge: 3.453

12.05.2016 14:57
#2 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

@Lukrez

Zitat
Zumindest ist es fragwürdig, Religionen Inhalte, Werte und Handlungen zuzugestehen, die wir weltlichen Ideologien niemals einräumen würden.


Korrekt! Wie würden Religionen reagieren, wenn es atheistisches Gedankengut wäre, zum Töten Andersdenkender aufzufordern...?

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

12.05.2016 16:42
#3 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #2
@Lukrez

Zitat
Zumindest ist es fragwürdig, Religionen Inhalte, Werte und Handlungen zuzugestehen, die wir weltlichen Ideologien niemals einräumen würden.

Korrekt! Wie würden Religionen reagieren, wenn es atheistisches Gedankengut wäre, zum Töten Andersdenkender aufzufordern...?



Sie würden sich sehr darüber freuen... Es wäre der Beweis, auf den alle gewartet haben. So in etwa, wie die Physiker am CERN auf das "Gottesteilchen"....
Nichts grämt die Gläubigen mehr, als ein Atheismus, der sich nach moralischen und ethischen Grundsätzen orientiert. Woran sollen "die Guten" noch ihre Güte messen, wenn die Bösen ihre teuflischen Hausaufgaben nicht mehr machen?

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

13.05.2016 12:54
#4 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Zitat
Nichts grämt die Gläubigen mehr, als ein Atheismus, der sich nach moralischen und ethischen Grundsätzen orientiert. Woran sollen "die Guten" noch ihre Güte messen, wenn die Bösen ihre teuflischen Hausaufgaben nicht mehr machen?

Perquestavolta,

... ich denke, Dein Gram besteht aus Zerrbildern, welche Dir einreden, dass alle Gläubige in Atheisten automatisch auch Böse sehen. In was für Kreisen verkehrst Du eigentlich oder was formte solche Ansichten in Dir? -

Deine Hausaufgaben - "erkenne Dich selbst" - hast Du jedenfalls nicht gemacht, denn sonst müsste Dir auch klar sein, dass ein Atheismus, der sich nach moralischen und ethischen Grundsätzen orientiert, deswegen noch lange nicht auch in diesem Sinne Handelnde hervorzubringen vermag - ebenso wenig, wie die 10 Gebote eine sündenfreie Menschheit formen konnten!

Deine Unterteilung in >gut und böse< ist in der Lebenspraxis so nicht zu finden, denn das sog. >Böse< schleicht sich in alle Bereiche des Menschen ein, sei dieser nun gläubig oder nicht!

Gruß von Reklov

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

13.05.2016 13:17
#5 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Religiosität ist erst mal keine Ideologie, wie auch Ideale keine Ideologien sind.
Religiosität ist eine innere Gestimmtheit vergleichbar durchaus der Musikalität.
Wenn daraus aber religiöse Systeme werden dann entstehen Ideologien, mit allen Eigenschaften
die ideologische Systeme inhärent haben, und das sind gesellschaftliche und politische Macht.

Und dieser Anspruch muss vom säkularen Staat vollkommen verwehrt werden.
Religion hat mit aller Konsequenz Privatsache des einzelnen zu sein, und religiöse
Vereinigungen lediglich den Status des gemeinnützigen Vereins wie ein Kaninchenzüchter ev.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.872

13.05.2016 13:28
#6 Religionen sind Ideologien Antworten

Zitat von Reklov
Religion hat mit aller Konsequenz Privatsache des einzelnen zu sein,

Na, dann erkläre mal zum Beispiel dem gläubigen Moslem, dass das demokratische Wort der Ungläubigen mehr zählt als das Wort Allahs.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

13.05.2016 13:34
#7 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #6

Zitat von Reklov
Religion hat mit aller Konsequenz Privatsache des einzelnen zu sein,
Na, dann erkläre mal zum Beispiel dem gläubigen Moslem, dass das demokratische Wort der Ungläubigen mehr zählt als das Wort Allahs.



Ein wehrhafter Staat wird das befolgen seiner Gesetze mit seinem Gewaltmonopol durzusetzen wissen,
dafür gibt es das Strafgesetz. Wenn eine Gesellschaft ihre Wehrhaftigkeit verliert, vielleicht aus
falsch verstandenen Humanismus, dann geht sie eben zum Teufel, oder wird islamisch, was wohl das gleiche ist.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.872

13.05.2016 13:45
#8  Religionen sind Ideologien Antworten

Richtig, Reisender. Wir sollten aufhören, den Bekenntnisgruppen Religionsfreiheit vorzusülzen! Wo wir dem Gotteswort das Menschenwort der Ungläubigen vorsetzen, gibt es sie nicht mehr! In einer Demokratie ist (monatheistische) Religion nicht mehr als spielerische Folklore.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

13.05.2016 15:30
#9 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #4

Zitat
Nichts grämt die Gläubigen mehr, als ein Atheismus, der sich nach moralischen und ethischen Grundsätzen orientiert. Woran sollen "die Guten" noch ihre Güte messen, wenn die Bösen ihre teuflischen Hausaufgaben nicht mehr machen?
Perquestavolta,

... ich denke, Dein Gram besteht aus Zerrbildern, welche Dir einreden, dass alle Gläubige in Atheisten automatisch auch Böse sehen. In was für Kreisen verkehrst Du eigentlich oder was formte solche Ansichten in Dir? -


Deine Hausaufgaben - "erkenne Dich selbst" - hast Du jedenfalls nicht gemacht, denn sonst müsste Dir auch klar sein, dass ein Atheismus, der sich nach moralischen und ethischen Grundsätzen orientiert, deswegen noch lange nicht auch in diesem Sinne Handelnde hervorzubringen vermag - ebenso wenig, wie die 10 Gebote eine sündenfreie Menschheit formen konnten!



Wenn ich nicht zu 100% Recht hätte, würdest du darauf nicht so reagieren. Reklov.... und mir (meine) Hausaufgaben diktieren wollen.. Es sei denn, du hast gar nicht verstanden wie ich es gemeint habe und du willst einfach nur wieder mal deinem eigenen Schafskopf die Glocken zum läuten bringen.


Zitat von Reklov im Beitrag #4

Deine Unterteilung in >gut und böse< ist in der Lebenspraxis so nicht zu finden, denn das sog. >Böse< schleicht sich in alle Bereiche des Menschen ein, sei dieser nun gläubig oder nicht!


Du kannst das sicher nur von dir selber am besten wissen, nicht Reklov?

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

13.05.2016 18:18
#10 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Zitat
Wenn ich nicht zu 100% Recht hätte, würdest du darauf nicht so reagieren. Reklov.... und mir (meine) Hausaufgaben diktieren wollen.. Es sei denn, du hast gar nicht verstanden wie ich es gemeint habe und du willst einfach nur wieder mal deinem eigenen Schafskopf die Glocken zum läuten bringen.

Perquestavolta,

... eine Antwort, in meinem Falle eine gegenläufige Meinungsäußerung, bereits als Beleg für das eigene Rechthaben heranziehen zu wollen, kann ja wohl nur einem ganz schlichten Gemüt, einem kindlich Naiven, einfallen. Du stellst Dir mit solchen Zeilen lediglich immer mehr Armutszeugnisse aus.

Zitat
Du kannst das sicher nur von dir selber am besten wissen, nicht Reklov?

Es scheint unwahrscheinlich, dass von den usern hier im Forum noch keiner auf die eine oder andere Weise in Versuchung geriet und dabei standhaft blieb.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

14.05.2016 15:56
#11 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #10

Zitat
Wenn ich nicht zu 100% Recht hätte, würdest du darauf nicht so reagieren. Reklov.... und mir (meine) Hausaufgaben diktieren wollen.. Es sei denn, du hast gar nicht verstanden wie ich es gemeint habe und du willst einfach nur wieder mal deinem eigenen Schafskopf die Glocken zum läuten bringen.
Perquestavolta,

... eine Antwort, in meinem Falle eine gegenläufige Meinungsäußerung, bereits als Beleg für das eigene Rechthaben heranziehen zu wollen, kann ja wohl nur einem ganz schlichten Gemüt, einem kindlich Naiven, einfallen. Du stellst Dir mit solchen Zeilen lediglich immer mehr Armutszeugnisse aus.



Die Position der Atheisten hier ist dir ja inzwischen bekannt Reklov. Auch ist dir bekannt, dass WIR Atheisten Spinozas Substanz vollkommen anders verstehen als DU. Und warum wir das so anders sehen, haben wir schon tausende Male mit guten und nachvollziehbaren Argumenten begründet. Trotzdem versuchst du noch uns immer einzureden, dass wir die Dinge und ihre Zusammenhänge genau so sehen müssten, wie DU sie sehen willst. Dabei bist du dir auch nicht zu schade, von "minderwertigen Weltbildern" zu reden die wir hätten..

Schon mal ganz abgesehen davon, dass hier kein einziger User mehr ernsthaft auf deine Beiträge eingeht oder sich überhaupt auf eine Diskussion mit dir einlässt, weil es bei dir immer nur um das eine geht, nämlich Dich und Dich und immer wieder nochmal Dein ich, mach ich mir jetzt keine allzu großen Vorwürfe über die ganzen Armutszeugnisse, die du mir ständig ausstellst..

Zitat von Reklov im Beitrag #10

Zitat
Du kannst das sicher nur von dir selber am besten wissen, nicht Reklov?
Es scheint unwahrscheinlich, dass von den usern hier im Forum noch keiner auf die eine oder andere Weise in Versuchung geriet und dabei standhaft blieb.



Woher willst du das denn so genau wissen, Reklov? Das Gute ist nicht das Erstrebenswerte sondern das Nützliche, Reklov. (So sah das auch Spinoza!)


Aber das Gute ist nicht nach einer gerechten Ordnung gleichmäßig über die Welt verteilt... und wenn dem so wäre, dann hätten trotzdem alle noch zu wenig! Folglich sind jene die wahren Bösen die immer und überall nur nach dem Guten streben. In der Tat gibt es darüber eine Menge wissenschaftlich ernst zu nehmender Studien, welche belegen, dass religiöse Menschen um vieles mehr dazu neigen, auch kleinste moralische Abweichungen vom SOLL, besonders unverhältnismäßig zu bestrafen.. Um so "religiöser" um so unverhältnissmäßig bösartiger.

Was mögen dafür wohl die (psychologischen) Gründe sein?

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

14.05.2016 19:42
#12 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-19496-2015-11-06.html

Wer es noch immer nicht glauben will, dass die Religionen nur darauf warten und sich überaus freuen würden/täten, wenn sich der Atheismus dazu bekennen würde, notfalls auch mittels Gewaltandrohung das Recht des Individuums auf "Religionsfreiheit" im sprachlichen Sinne durchzusetzen, der lese hier.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

14.05.2016 20:06
#13 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Solche Berichte, Perquestavolta, sind denen gleich, die in die andere Richtung zeigen und sie haben die gleiche Wirkung - Missmut, Hass und Unverständnis aufzeigen und verbreiten.
Diese Statistiken zeigen ein Bild, das so nicht übernommen werden kann und schon gar nicht auf eine Weltbevölkerung aufgerundet.

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #11
Aber das Gute ist nicht nach einer gerechten Ordnung gleichmäßig über die Welt verteilt... und wenn dem so wäre, dann hätten trotzdem alle noch zu wenig! Folglich sind jene die wahren Bösen die immer und überall nur nach dem Guten streben. In der Tat gibt es darüber eine Menge wissenschaftlich ernst zu nehmender Studien, welche belegen, dass religiöse Menschen um vieles mehr dazu neigen, auch kleinste moralische Abweichungen vom SOLL, besonders unverhältnismäßig zu bestrafen.. Um so "religiöser" um so unverhältnissmäßig bösartiger.
Was mögen dafür wohl die (psychologischen) Gründe sein?

Wie können diejenigen die Gutes in der Welt verbreiten diejenigen sein, die Böses wollen? Sind dann nicht deine Annahmen, das der Atheismus gut ist, nicht in deiner Aussage derjenige der Böses will?

Die wissenschaftlichen Studien, die sich nur auf ein psychiatrisches Abbild weniger stützen, sagen nicht viel aus, es sind Statistiken. Und an dieses Zahlen und Fakten halten sich Menschen fest und richten danach. Aber nicht jeder der in einem Glauben innewohnt ist auch derjenige in der Statistik.
Diese Statistiken und Studien verallgemeinern eine Ansicht, die man nicht allgemein betrachten kann. Nach deiner Aussage müsste sich jeder Mensch an ein Gesetz oder Kodex halten, um nicht auch nur die kleinsten moralische Abweichung ans Tageslicht zu bringen, sonst wird man ja bestraft. Widerspricht das nicht der Meinungsfreiheit?

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

15.05.2016 15:35
#14 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Ein Philosoph sagte:
Das Gegenteil von Gut ist nicht Böse,
sondern Gut gemeint.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

15.05.2016 21:13
#15 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #13
Solche Berichte, Perquestavolta, sind denen gleich, die in die andere Richtung zeigen und sie haben die gleiche Wirkung - Missmut, Hass und Unverständnis aufzeigen und verbreiten.
Diese Statistiken zeigen ein Bild, das so nicht übernommen werden kann und schon gar nicht auf eine Weltbevölkerung aufgerundet.
Hast du dir schon mal jene Gegenden der Welt angeschaut, in denen die Religion jenes/das Gesetz ist, welches alles gesellschaftliche Zusammenleben regelt... und bis ins letzte Detail?

Religion ist wie ein (fast) unlöschbarer Brand, dessen Glutnester immer wieder zu verheerenden Feuersbrünsten führen, auch wenn diese Glutnester heute noch so klein und unscheinbar daherkommen. Religion ist die liebste Ausrede für alle menschliche Dummheit und Unverhältnismä0igkeit, weil Gott immer recht hat und jeder der sich im Namen (s)eines Gottes WICHTig macht, darauf vertrauen kann, dass es genügend Schwachköpfe, Irre und Versager auf der Welt gibt, die ihm rechtgeben, weil sie selbst mit Gott zu bedeutsamen Auserwählten werden...



Zitat von SOL demiurg im Beitrag #13

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #11
Aber das Gute ist nicht nach einer gerechten Ordnung gleichmäßig über die Welt verteilt... und wenn dem so wäre, dann hätten trotzdem alle noch zu wenig! Folglich sind jene die wahren Bösen die immer und überall nur nach dem Guten streben. In der Tat gibt es darüber eine Menge wissenschaftlich ernst zu nehmender Studien, welche belegen, dass religiöse Menschen um vieles mehr dazu neigen, auch kleinste moralische Abweichungen vom SOLL, besonders unverhältnismäßig zu bestrafen.. Um so "religiöser" um so unverhältnissmäßig bösartiger.
Was mögen dafür wohl die (psychologischen) Gründe sein?



Wie können diejenigen die Gutes in der Welt verbreiten diejenigen sein, die Böses wollen?
Wer verbreitet den da GUTES?
Es gibt ca. 3 Milliarden nächstenliebende Christen auf der Welt, 1,5 Milliarden barmherzige Muslime. Der Rest verteilt sich auf Hindus, Buddhisten und Sekten..
Die alle wollen nur das Gute.. Denken wir uns in der Menschheitsgeschichte zurück, als noch weitgehendst alle Gläubig und Abergläubige waren..

Müsste es da nicht besser um unsere Welt bestellt sein? Und ist es nicht merkwürdig, dass Kinder aus religiösen-gläubischen Familien weniger emphatisch und freigibig sind. Dass diese Kinder viel gehässiger und bösartiger kleine moralische Verstöße ahnden, als Kinder aus atheistischen Verhältnissen?

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #13

Sind dann nicht deine Annahmen, das der Atheismus gut ist, nicht in deiner Aussage derjenige der Böses will?
Ich verstehe den Satz nicht ganz!

Außerdem rede ich nicht von einer Annahme, sondern von wissenschaftlichen Studien die belegen, dass gläubige Menschen weder moralischer noch sonst irgendwie bessere Menschen sind als Atheisten.


Zitat von SOL demiurg im Beitrag #13

Die wissenschaftlichen Studien, die sich nur auf ein psychiatrisches Abbild weniger stützen, sagen nicht viel aus, es sind Statistiken. Und an dieses Zahlen und Fakten halten sich Menschen fest und richten danach.
Woran will oder soll man sich in diesem Zusammenhang denn sonst richten und halten, als an möglichst seriösen Bemühungen von Menschen, die auf Grund ihrer wissenschaftlichen Qualifikation soziologische Phänomene untersuchen?

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #13

Aber nicht jeder der in einem Glauben innewohnt ist auch derjenige in der Statistik.
Das mag zwar stimmen, nur hat das überhaupt keine allgemeine Relevanz, da derjenige ja nur in seinem eigenen Glauben innewohnt und sich in diesem Glauben auch gewaltig irren könnte, ohne dass dies geamtgesellschaftlich wie allgemein etwas ändert.

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #13

Diese Statistiken und Studien verallgemeinern eine Ansicht, die man nicht allgemein betrachten kann.
Es ist genau anders herum. Sonst müsste es auch Grund der vielen Gläubigen wesentliche gerechter, friedlicher und liebevoller zugehen auf der Welt. Tatsächlich aber machen Götter das menschliche Individuum viel egozentrischer intoleranter und vor allem unverhältnismäßig gerechtigkeitsfanatischer. Zudem schaltet Religion in der Gruppendynamik jene menschliche Bewusstseinsinstanz aus, die für das kritische unterscheiden von Informationsinhalten nach realistischer Wahrscheinlichkeit und emotionaler Wertung zuständig sind...


Zitat von SOL demiurg im Beitrag #13

Nach deiner Aussage müsste sich jeder Mensch an ein Gesetz oder Kodex halten, um nicht auch nur die kleinsten moralische Abweichung ans Tageslicht zu bringen, sonst wird man ja bestraft. Widerspricht das nicht der Meinungsfreiheit?
Ich habe keine solche Aussage gemacht!

Hast du ein eine Leseschwäche? ^^

Es ging in der verlinkten Studie doch gerade darum, dass Gläubige bei kleinen Abweichungen von der moralischen Sollnorm immer besonders hart zuschlagen und auch sonst um vieles knausriger beim Teilen mit anderen sind.. als Ungläubige.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

15.05.2016 22:17
#16 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Statistiken werden von beiden Lagern aufgestellt und jedes Lager schreibt sich die Auswertungen schön. Darum geht es aber nicht.

Meine eigenen Annahmen zur Religion ist nicht so stark getrennt, wie es eine Statistik oder wissenschaftliche Auswertung besagt. Meines Erachtens nach gehören beide Lager zu gleichen Teilen zusammen, nur nicht in der Form wie es derzeit auf Erden ausgetragen wird.
Die Frage nach dem Übersinnlichen wird noch eine ganze Weile im Raum stehen und wird von den Gegnern auch noch eine Weile bekämpft werden.

Zitat: Woran will oder soll man sich in diesem Zusammenhang denn sonst richten und halten, als an möglichst seriösen Bemühungen von Menschen, die auf Grund ihrer wissenschaftlichen Qualifikation soziologische Phänomene untersuchen?
Wie seriös kannst du etwas betrachten, ohne den Hintergrund solcher Bemühungen zu kennen? Wie könntest du etwas Übersinnliches untersuchen und auswerten? Doch nur selbst für Dich.

Zitat: Müsste es da nicht besser um unsere Welt bestellt sein? Und ist es nicht merkwürdig, dass Kinder aus religiösen-gläubischen Familien weniger emphatisch und freigibig sind. Dass diese Kinder viel gehässiger und bösartiger kleine moralische Verstöße ahnden, als Kinder aus atheistischen Verhältnissen?
Wieviele wissenschaftliche Studien existieren und haben zu einer besseren Menschenwelt beigetragen?
Wie könnte man solch Deutungen denn nutzen(wenn du schon das Nützliche nach Spinoza formulierst)? Vielleicht könnte man daran erkennen, wer auf welchen Lebensweg geschickt werden sollte?

Es kommt ja auch hinzu, das Ideologien nicht nur von Religionen ausgehen, sondern von allen Lagern gelebt werden. Eine Ideologie ist, wie der Name schon besagt, eine Idee der Weltanschauung, wo auch der Atheismus darunter zählt.

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

16.05.2016 11:47
#17 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Tja - wie wollen wir Übersinnliches untersuchen und auswerten?

Halten wir ES (?) also ganz einfach für wahr, dann sind Probleme und Meinungsverschiedenheiten ersetzt durch Friede-Freude-Eierkuchen.

Also zahlen wir den Zehnten oder die Kirchensteuer brav an die Kirchenfürsten weiter und beugen unsere Knie vor dem Abendmahlskelch mit billigem "Wein".
Der Feudalismus feiert wieder fröhliche Urständ und der geile Baron schmeißt die Untertanen-Jungfüchse aus den Betten, wenn er gedenkt, das Recht der ersten Nacht wahrzunehmen.
Dafür erteilt dann Hochwürden postwendend die dazugehörige Absolution, wenn die ehemalige Verlobte und Gräfin wegen Ehebruchsvergehen im Sinne des 6. Gebots keift.

Das fliegende Spaghettimonster oder das unsichtbare rosafarbene Einhorn sehen dies alles wahrscheinlich lockerer als der gnädigste Gott oder Allah.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

16.05.2016 12:01
#18 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Zitat von Direktkontakt im Beitrag #17
Tja - wie wollen wir Übersinnliches untersuchen und auswerten?

Halten wir ES (?) also ganz einfach für wahr, dann sind Probleme und Meinungsverschiedenheiten ersetzt durch Friede-Freude-Eierkuchen.

Also zahlen wir den Zehnten oder die Kirchensteuer brav an die Kirchenfürsten weiter und beugen unsere Knie vor dem Abendmahlskelch mit billigem "Wein".
Der Feudalismus feiert wieder fröhliche Urständ und der geile Baron schmeißt die Untertanen-Jungfüchse aus den Betten, wenn er gedenkt, das Recht der ersten Nacht wahrzunehmen.
Dafür erteilt dann Hochwürden postwendend die dazugehörige Absolution, wenn die ehemalige Verlobte und Gräfin wegen Ehebruchsvergehen im Sinne des 6. Gebots keift.

Das fliegende Spaghettimonster oder das unsichtbare rosafarbene Einhorn sehen dies alles wahrscheinlich lockerer als der gnädigste Gott oder Allah.


Erzählt doch nicht immer solch ein Blödsinn!
Du kannst das Übernatürliche nur für dich selbst ergründen. Der Erfolg oder Misserfolg dabei, wird daran gemessen, wie weit du dich von allem abwenden kannst und für dich den angenehmen Weg im Leben wählst.
Frag dich doch selbst mal, was DU in der Welt (ver)ändern kannst?? Nichts, außer deiner eigenen Welt und deinem eigenen Lebensweg.

Alles andere ist nur ein Hinterhergerede, Dazwischenrufen und Mitstampfen mit der Masse.

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

16.05.2016 12:11
#19 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #18
Zitat von Direktkontakt im Beitrag #17
Tja - wie wollen wir Übersinnliches untersuchen und auswerten?

Halten wir ES (?) also ganz einfach für wahr, dann sind Probleme und Meinungsverschiedenheiten ersetzt durch Friede-Freude-Eierkuchen.

Also zahlen wir den Zehnten oder die Kirchensteuer brav an die Kirchenfürsten weiter und beugen unsere Knie vor dem Abendmahlskelch mit billigem "Wein".
Der Feudalismus feiert wieder fröhliche Urständ und der geile Baron schmeißt die Untertanen-Jungfüchse aus den Betten, wenn er gedenkt, das Recht der ersten Nacht wahrzunehmen.
Dafür erteilt dann Hochwürden postwendend die dazugehörige Absolution, wenn die ehemalige Verlobte und Gräfin wegen Ehebruchsvergehen im Sinne des 6. Gebots keift.

Das fliegende Spaghettimonster oder das unsichtbare rosafarbene Einhorn sehen dies alles wahrscheinlich lockerer als der gnädigste Gott oder Allah.


Erzählt doch nicht immer solch ein Blödsinn!
Du kannst das Übernatürliche nur für dich selbst ergründen. Der Erfolg oder Misserfolg dabei, wird daran gemessen, wie weit du dich von allem abwenden kannst und für dich den angenehmen Weg im Leben wählst.
Frag dich doch selbst mal, was DU in der Welt (ver)ändern kannst?? Nichts, außer deiner eigenen Welt und deinem eigenen Lebensweg.

Alles andere ist nur ein Hinterhergerede, Dazwischenrufen und Mitstampfen mit der Masse.



Hm - das "Übernatürliche" für mich selbst ergründen?
Ist dies SOL demiurg selbst gelungen?

Eine detaillierte Schilderung des noch nicht nachvollziehbaren Ereignisses oder eines "schicksalhaften Privilegs" wäre zur Behebung der "Unwissenheit" anderer Forenteilnehmer sehr hilfreich.
Wenn dieser "Erkenntnisweg" empfehlenswert oder wirklich nützlich (?) sein sollte, werde ich davon Gebrauch machen - Ehrenwort!

Eigentlich hatte ich auf mein Posting den Einwand erwartet, dass das Recht der ersten Nacht von einem Teil der Historiker bezweifelt wird. Darauf möchte ich vorerst aber nicht weiter eingehen.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

16.05.2016 12:45
#20 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Was spielt es für eine Rolle, ob es "mir" gelungen ist eine Übernatürliche Gesinnung erlangt zu haben?
Wichtiger wäre es doch, ob es jedem anderen gelingen könnte!

Eine detaillierte Schilderung wird nicht funktionieren. Genau das ist ein Fehler! Ist solch eine verlangte Schilderung nicht gleichzusetzen mit der Bibel, mit dem Koran, mit verfassten (angeblichen) Wissen über natürliche und übernatürliche Ereignisse?
Diese "Leitfäden" verleiten dazu, einen vorgedachten Weg einzuschlagen.

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

16.05.2016 13:07
#21 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #20
Was spielt es für eine Rolle, ob es "mir" gelungen ist eine Übernatürliche Gesinnung erlangt zu haben?
Wichtiger wäre es doch, ob es jedem anderen gelingen könnte!

Eine detaillierte Schilderung wird nicht funktionieren. Genau das ist ein Fehler! Ist solch eine verlangte Schilderung nicht gleichzusetzen mit der Bibel, mit dem Koran, mit verfassten (angeblichen) Wissen über natürliche und übernatürliche Ereignisse?
Diese "Leitfäden" verleiten dazu, einen vorgedachten Weg einzuschlagen.


Wer will hier denn von quasi Nichts überzeugen?
Luther hatte wenigstens noch das Tintenglas, das er in Richtung der angeblichen Teufelserscheinung schleuderte.
Komisch nur, dass der daraus resultierende Tintenfleck in der Wartburg heute noch für die Touristen fast wie neu aussieht, als ob...

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

16.05.2016 14:24
#22 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Zitat
Eine detaillierte Schilderung wird nicht funktionieren. Genau das ist ein Fehler! Ist solch eine verlangte Schilderung nicht gleichzusetzen mit der Bibel, mit dem Koran, mit verfassten (angeblichen) Wissen über natürliche und übernatürliche Ereignisse?
Diese "Leitfäden" verleiten dazu, einen vorgedachten Weg einzuschlagen.

SOL demiurg,

... um dem "Übernatürlichen" einen Platz in seinem Denken einräumen zu können, ist es zunächst notwendig, sich die das Natürliche "überschreitenden" Fragen zu stellen: Ob dieses Ganze von Dasein, Bewusstsein überhaupt, Geist, Existenz, das Sein selbst, ob mit ihm das Sein erschöpft sei. (?)

Dabei scheint folgender Gedankengang möglich:
Was für uns ist, das muss als "Wirklichkeit" in unser Dasein, als Gewissheit in unser Bewusstsein, als durch Verstehen bewegte Ganzheit in unseren Geist treten.
Was hier nicht eintritt, ist für viele Menschen wie NICHTS, was hier nicht eintreten kann, ist also überhaupt NICHTS!

Wenn das so ist, so liegt es nahe, zu denken, dass alle sichtbaren, realen Wirklichkeiten (als Stätte des uns umgebenden sog. "Übernatürlichen") seien im Grunde selber schon alles Sein und bedeuten nicht einen Hinweis auf ein radikal anderes Wirkliches. Alles Erscheinende, zu dem auch wir als Selbstgegenwart gehören, bereits auf das eigentliche Sein zu verkürzen, mag der Einzelne für sich entscheiden - auch, ob er dabei nicht viel zu kurz springt. (?)

So wollte Nietzsche, der das Sein als Ausgelegtsein begriff und unser Sein als Auslegen, dieses Auslegen selbst als den schaffenden Ursprung sehen, aus dem das Ausgelegte als eine Scheinwelt hervorgeht. Das Auslegen war bei Nietzsche also nicht mehr das Auslegen von etwas Anderem, sondern er lehnte ein anderes Sein vielmehr als illusionäre Hinterwelt ab.

Dagegen steht eine andere, zwingende Erfahrung:
Unser Auslegen bringt bringt Welt und Transzendenz nicht hervor, sondern macht sie uns zugänglich in einer Weise ihrer Erscheinungen für uns, nicht an sich und immer unzureichend!
Das Sein selbst wird für uns als das ganz Unabhängige fühlbar.
Zwar gilt der Satz Hegels: "Was das Bewusstsein nicht wüsste, hätte keinen Sinn und keine Macht für das Sein." Aber - was nicht in unser Bewusstsein tritt, ist unbewusst als Macht wirklich. Zwar kann es eines Tages auch bewusst werden, aber stets bleibt eine Macht darüber hinaus auch ein uns noch Unbekanntes.
Es wirkt spürbar wesentlich an zwei Grenzen:
Jedes Faktum, das uns gegenüber tritt, weist auf das Sein hin, das nicht wir sind und das wir in seiner Gesamtheit "die Welt" nennen. Alle Erscheinungen, welche aus der "Quelle" kommen, sind nicht aus sich selbst begreifbar, sondern weisen stets auf ein Anderes hin.

Das Sein selbst tritt uns also in zweierlei Gestalt entgegen - als Welt und als Transzendenz - bleibt als Grenzbereich zumindest fühlbar. Das Sein ist also nicht von unserem Denken hervorgebracht, sondern kann lediglich von ihm "erhellt" werden, zeigt sich dabei als das Letzte, nun zu Erörternde, denn es bringt durch seinen Anstoß unser Auslegen erst hervor.

Gruß von Reklov

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

16.05.2016 16:56
#23 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Hallo Reklov

sollte man denen, die das Nichts auch nur als Nichts sehen, denn überhaupt den Weg ebnen? Durch eigene Feststellungen ist dies nicht möglich, schon gar nicht auf direkte Fragen dahingehend.
Hinzu kommt ja, das man selbst nicht zu Lebzeiten begrifflich genug erscheint, das Sein in der Form des Nichts in seiner Ganzheit zu erfassen.
Das einzige was also bleibt, ist der Hinweis darauf, das alles Sein eine Auslegungssache des Erfassens und des Auffassens des Einzelnen ist.

Hier tritt ja dann die Gruppendynamik auf, die auf logische Fakten hinweist und diese als wahre letzte Instanz des Seins erkennen will.

Der Sprung zurück, in die Höhle der Schatten, bewirkt, das man zum einen die Schatten erkennt, aber die Schattenspieler nie als solche enttarnen kann. Die Erklärung des Übernatürlichen, die man nur im Zusammenhang mit dem Natürlichen erklären kann, hat das Problem, das das Natürliche in seiner ausgereiften Form auseinandergenommen werden kann. Jedes Teil was dann entsteht, bekommt ein eigenes Sein und somit eigenes Leben oder Inhalt zugesprochen.
Das Sein wird dadurch nicht erschöpft, aber der Platz zum Bedenken wird enger, je mehr Teile in ihm eröffnet werden. Der Weg zurück, zur Höhle, wird also immer schwieriger.

Für diejenigen, die das Verständnis aufbringen können sich von Leitfäden zu lösen und somit die Konzentration auf sich selbst lenken, werden auch erkennen können, das Wirklichkeit im NICHTS verborgen liegt.
Aber wie soll man etwas detailliert aufzeigen, was nur gefühlt wahrgenommen werden kann?
Wie du ja schon anmerkst:
Zitat: Was für uns ist, das muss als "Wirklichkeit" in unser Dasein, als Gewissheit in unser Bewusstsein, als durch Verstehen bewegte Ganzheit in unseren Geist treten.

Dies ist als Gegenübertreten und als Übertritt zu verstehen. Gegenübertreten im Sinne von: WOLLEN und Übertreten im Sinne von: SPRINGEN oder FALLEN

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

16.05.2016 21:30
#24 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Zitat von Direktkontakt im Beitrag #21

Wer will hier denn von quasi Nichts überzeugen?
Luther hatte wenigstens noch das Tintenglas, das er in Richtung der angeblichen Teufelserscheinung schleuderte.

Dies ist die Andeutung des Sprunges, der in einen tiefen Fall enden kann!!

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

17.05.2016 10:00
#25 RE: Religionen sind Ideologien Antworten

Beim Versuch, die "Realität" zu analysieren, fallen einige Details im geisteswissenschaftlichen Bereich auf.

Da haben wir Gläubige, die unkristisch und gehorsam alles nachplappern und missionarisch verbreiten, was die Oberen ihres Vereins ihnen vorbeten. Die externen Gläubigen der konkurrierenden Vereine ähnlicher Struktur bezeichnen sie selbstverständlich als Teufelsbraten und Ketzer. Das beruht auf Gegenseitigkeit und wirkt komisch (Zumindest für die christlichen Varianten gilt oftmals sehr streng das 1. Gebot des mosaischen Gesetzes).

Agnostiker sind Menschen, die Fragen stellen, weil sie unwahrscheinliche Behauptungen nicht einfach so als wahr akzeptieren. Sie streiten zwar nichts von vornherein ab, möchten aber nicht auf mögliche Irrtümer hereinfallen und deren oft rufschädigenden u. ä. Folgen ausbaden oder finanziell unnötig für dubiose Zwecke bluten.
Niemand legt "normalerweise" Wert darauf, als verführter Depp in die Geschichte einzugehen.

Atheisten schließen grundsätzlich alles sofort aus, was im Widerspruch zur täglichen Erfahrung steht oder bei Anwendung vernünftiger Betrachtungsweise unter "normalen" Wahrnehmungsaspekten nicht zugänglich ist.
Es gibt also auch Menschen, die nach Herkunft, Bildung und Erfahrung nicht jedes Krötenschlucken als unverdauliches Abendmahl akzeptieren und ihnen grotesk Erscheinendes radikal ablehnen.

Wie bringen wir diese drei Gruppen nun unter "einen Hut"?

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dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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