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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


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Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 24 Antworten
und wurde 607 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.820

25.05.2016 16:43
#1 RE: Religionsfreiheit, ein trojanisches Pferd? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #55

Zitat
Behauptet Richard Dawkins deswegen noch immer, dass die Evolutionstheorie Gott im Sinne eines Schöpfermodelles nicht überflüssig macht.. ????
Perquestavolta,

Dawkins Buch >DER GOTTESWAHN< habe ich, gleich nach seinem Erscheinen, aufmerksam gelesen. Fachleute, wie Prof. Dr. Marco Lehmann-Waffenschmidt und Dr. Peter Fäßler meinen dazu:

>> Dawkins selbst hat versucht, seine nur bedingt auf das menschliche Verhalten anwendbare „Theorie des egoistischen Gens“ um den Aspekt der kulturellen Fortentwicklung zu erweitern.




Das ist aber kompletter Blödsinn.. Denn was Dawkins versucht oder gewollt hat und ob überhaupt... kann uns nur er selbst sagen.

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Religion vergiftet die Welt

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

25.05.2016 16:46
#2 RE: Religionsfreiheit, ein trojanisches Pferd? antworten

Zitat
Deswegen leugnen Atheisten ja auch nicht die Nichtexistenz eines Gottes und noch nicht mal die Existenz eines Gottes, da es zum leugnen immer einer Faktenlage bedarf die geleugnet werden kann und die ist einfach schlichtweg nicht gegeben.

Perquestavolta,

... dieses Forum ist voller Gottesleugnungen der versch. Art! - Dies ist allein schon der subline > Atheismus vs. Religionen < geschuldet. Besonders eifrig tut sich hierbei Gysi hervor, obwohl er bisher auch nichts Greifbares für sein atheistisches Weltbild auf den Tisch legen konnte.
Die meisten user machen den Fehler, das "Göttliche" mit menschlichen Ideen über diesen Wortbegriff zu verbinden.
Das müsste Dir aber eigentlich auch aufgefallen sein!?!?

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

25.05.2016 16:53
#3 RE: Religionsfreiheit, ein trojanisches Pferd? antworten

Zitat
Das ist aber kompletter Blödsinn.. Denn was Dawkins versucht oder gewollt hat und ob überhaupt... kann uns nur er selbst sagen.

Perquestavolta,

... seine Absichten hatte der Evolutionsbiologe während des damaligen TV-Interviews schon grob angedeutet. Vertieft hat er aber seine speziellen Fachkenntnisse in seinen Büchern und diese schrieb er ja nicht aus reinem Jux!? Hast Du sein Buch DER GOTTESWAHN denn überhaupt gelesen? Wenn nicht, mache es, dann können wir im Detail darüber reden.
Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.820

25.05.2016 17:32
#4 RE: Religionsfreiheit, ein trojanisches Pferd? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag RE: Religionsfreiheit, ein trojanisches Pferd?

Zitat
Das ist aber kompletter Blödsinn.. Denn was Dawkins versucht oder gewollt hat und ob überhaupt... kann uns nur er selbst sagen.
Perquestavolta,

... seine Absichten hatte der Evolutionsbiologe während des damaligen TV-Interviews schon grob angedeutet. Vertieft hat er aber seine speziellen Fachkenntnisse in seinen Büchern und diese schrieb er ja nicht aus reinem Jux!? Hast Du sein Buch DER GOTTESWAHN denn überhaupt gelesen? Wenn nicht, mache es, dann können wir im Detail darüber reden.



Ach Reklov... du begreifst einfach nicht, dass die Interpretation eines Buches immer je nach dem ausfällt, wer mit welchen Anschauungen und Absichten das Buch interpretiert.
Richard Dawkins ist eine Fachkomptenz in Soziologie, Zoologie, Biologie und Evolutionsforschung.. und er ist zu all dem überzeugter Atheist.

Die fachliche Kompetenz Dawkins in Sachen Evolutionsforschung ist unumstritten um den Faktor "Millionenmal " fortgeschrittener als jene des Begründers der Evolutionstheorie, Charles Darwin, dessen Entwurf auch sehr viele Fehler enthielt, welche in den letzten 200 Jahren nach und nach widerlegt, revidiert und richtig gestellt wurden..

Was DU oder jeder andere dazu Gegenteiliges meint und glaubt, ist ohne jegliche Relevanz und Bedeutung. Es ging einzig und alleine darum, dass du mir vorgeworfen hast, ich würde an @SOL demiurg Unsinn schreiben, weil Darwin selbst behauptet haben soll, dass die "Evolution" Gott nicht überflüssig machen würde..

Was aber nur belegt, dass du selber anderen Leuten gerne "Blödsinn" schreibst, denn weder die Autorität Dawkins noch die Darwins können in "Gottesfragen" als Beweis für das eine oder andere geltend gemacht werden. Und auch sonst kein irgendwelcher DOKTOR DOKTOR DOKTOR...

Ob ich Dawkins Bücher gelesen habe, oder nicht, spielt dabei auch keine Rolle.. Es gibt also auch weiterhin nicht den geringsten faktischen Beleg oder Beweis für die Existenz eines realen Gottes, der über den Glauben oder Nichtglauben hinausgeht.. ganz egal welcher Arsch dazu welche Meinung hat..

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Religion vergiftet die Welt

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.939

25.05.2016 17:36
#5  Atheismus vs. Religion antworten

Zitat von Reklov
Hast Du sein Buch DER GOTTESWAHN denn überhaupt gelesen? Wenn nicht, mache es, dann können wir im Detail darüber reden.

Den Mitusern Literaturvorgaben zu diktieren, halte ich aus verschiedenen Gründen für dialoghemmend. Dann kommt Perquestavolta und diktiert seine Bibliothek, dann komme ich und diktiere meine Literatur... Das beinhaltet die Diktion: Komme du erst mal auf mein Bildungsniveau... Können wir gleich aufhören, bevor wir begonnen haben.

Ich schlage da was anderes vor: Picke Themen in Headlines heraus, und die diskutieren wir. Erstens lernt man sofort was über die Diskussion, und man lernt voneinander. Und man vermeidet auch den Ruch, nur als Oberlehrer herumstauben zu wollen. Es gibt auch eine Ökonomie des Denkens und Lernens und der Lehre.

Ich habe den GOTTESWAHN gelesen.

Ich schlage vor, dass Perquestavolta ein Thema vorschlägt.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

SOL demiurg Offline




Beiträge: 733

25.05.2016 20:53
#6 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Da ihr drei dies Buch gelesen habt und ich zugeben muss dies nicht getan zu haben, würde ich gern hierbei die Themen vorschlagen dürfen.

Ich denke als Außenstehender diesbezüglich, gehe ich nicht in die "persönliche" Richtung des "Auskennens" in der Thematik Dawkins. Und würde hierbei Euch "zu Rate" ziehen um hier einen Einblick von Innen zu bekommen.
Jeder von euch hat ja eigene Ansichten und Eindrücke vom oder beim lesen des Buches bekommen, diese würde ich gern hören und nicht die Auslegungen Dawkins!

Was meint ihr?

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.820

25.05.2016 21:36
#7 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #2

Zitat
Deswegen leugnen Atheisten ja auch nicht die Nichtexistenz eines Gottes und noch nicht mal die Existenz eines Gottes, da es zum leugnen immer einer Faktenlage bedarf die geleugnet werden kann und die ist einfach schlichtweg nicht gegeben.
Perquestavolta,

... dieses Forum ist voller Gottesleugnungen der versch. Art! -




etwas leugnen kann man nur dann, wenn es faktisch (als Tatsache) erwiesen/bewiesen gilt. Das gilt auch für Gott. Anderen Leuten Gottes-Leugnungen zu unterstellen, wenn es da gar nichts zu leugnen gibt.. ist einer der Hauptgründe, warum Atheisten die Gottgläubigen berechtigterweise für nicht ganz zurechnungsfähig halten.

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Religion vergiftet die Welt

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.820

25.05.2016 21:53
#8 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #3

Zitat
Das ist aber kompletter Blödsinn.. Denn was Dawkins versucht oder gewollt hat und ob überhaupt... kann uns nur er selbst sagen.
Perquestavolta,

... seine Absichten hatte der Evolutionsbiologe während des damaligen TV-Interviews schon grob angedeutet. Vertieft hat er aber seine speziellen Fachkenntnisse in seinen Büchern und diese schrieb er ja nicht aus reinem Jux!?



Reklov!!!! Deine Fachkompetenz darüber zu urteilen, ob und wie weit Dawkins seine speziellen Fachkenntnisse in seinen Bücher zum besten gibt, halte ich für ziemlich unzureichend..

1. Weil Dawkins kein solcher Idiot ist, der in Bücher die auch gar nicht dafür gedacht sind, irgendwelchen Leuten Fachkenntnisse vermitteln will, denen die Voraussetzungen schon von vorneherein dafür fehlen..
2. Weil Dawkins Absichten in seinen Büchern ganz andere sind und auf Provokation abzielen. Genau das lässt sich nämlich auch in den meisten TV-Interviews mit ihm immer wieder ganz deutlich herauslesen.
3.Weil Dawkins ein sehr intelligenter Mensch ist, der sehr gut weis, dass sich seine provokativen Ansichten tausendmal besser verkaufen, als irgendwelche speziellen Fachkenntnisse, die der halbinteressiert Mann von der Straße sowieso nicht versteht..und die Massen von Evolutionsleugner auch gar nicht erreichen würde.. Aber genau denen will er den Bösen Finger irgendwo hin schieben.. und das ist ihm auf jeden Fall bestens gelungen..

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Religion vergiftet die Welt

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.939

26.05.2016 08:34
#9  Atheismus vs. Religion antworten

Zitat von SOL demiurg
Jeder von euch hat ja eigene Ansichten und Eindrücke vom oder beim lesen des Buches bekommen, diese würde ich gern hören

Gerne!

- Der Evolutionsbiologe Dawkins erklärt die Welt naturalistisch, nicht religiös und von Gott.

- Seine Hauptgegner, gegen die er argumentiert, sind die Kreationisten.

- Ein Argument außerhalb seiner Evolutionsbiologie ist der "unendliche Regress". Der sagt, wenn wir wegen der Kausallinie behaupten, wir seien von Gott, dann müssen wir auch fragen: Und woher kommt der? Und woher kommt der, der das Wesen geschaffen hat, das Gott geschaffen hat - usf.

- Ein weiterer Punkt Dawkins sind die psychischen Schäden, die religiöse Erziehung anrichten können.

- Dawkins behandelt auch das Verhältnis Einsteins zur Religion. Und das Herumgezerre der Gläubigen, ihn in deren Boot zu ziehen. => Einstein ist nach seiner (Dawkins) Definition Atheist.
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1. Ich stimme Richard Dawkins in allen Punkten zu!

2. Die Position der "unendlichen Regression" kann von den Gläubigen mit dem Argument gekontert werden, dass Gott eben außerhalb der Ursachenkette sei. Dazu sage ich, dass nur ein zeit- und raumloser Zustand als Ur-Sache (des Universums) logisch erklärt werden kann - aber nicht Gott! Wir haben keinen Grund, Gott als existent anzunehmen!

3. Dawkins antikreationistische Position sollten nmM auch nichtkreationistische Gläubige leicht zustimmen können!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Athon Offline




Beiträge: 1.990

26.05.2016 11:24
#10 RE: Religionsfreiheit, ein trojanisches Pferd? antworten

Zitat von Perquestavolta #4
...dass die Interpretation eines Buches immer je nach dem ausfällt, wer mit welchen Anschauungen und Absichten das Buch interpretiert


So ist es! Der Spruch "Nur, was ich schwarz auf weiß besitze, kann ich getrost nach Hause tragen" setzt die unverrückbare Richtigkeit des Geschriebenen voraus und ist im Prinzip nicht haltbar. Dabei ist es aus meiner Sicht völlig unerheblich, ob es sich um Sachbücher wie "Der Gotteswahn", um Werke der Belletristik oder die Bibel handelt: Stets fließen Gedanken des Lesenden in den Text mit ein und ziehen Schlussfolgerungen. Dazu ist nur das menschliche Gehirn in der Lage. Halte z. B. einer Ziege ein Buch vor die Augen, und sie wird es allenfalls als Futter ansehen...

Wenn hier in diesem Forum dem Evolutionsbiologen Dawkins teilweise die Fähigkeit abgesprochen wird, sich zu der Frage der Existenz eines Gottes sachbezogen äußern zu können, muss die Frage erlaubt sein, welche Maßstäbe dann beispielsweise an die Verfasser der Bibel angelegt worden sind, um diesen nun schon mehr als 2000 Jahre andauernden "Hype" zu erklären und dessen Folgen sogar als Religionsfreiheit verfassungsrechtlich zu verankern?

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

26.05.2016 11:32
#11 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat
- Dawkins erklärt die Welt naturalistisch, nicht religiös und von Gott.

Gysi,

... wie sollte dies einem Menschen auch anders und vor allem "richtig" gelingen können?

Zitat
Seine Hauptgegner, gegen die er argumentiert, sind die Kreationisten. Und es sollte in dem Punkt auch den nichtkreationistischen Gläubigen leichtfallen, ihm zuzustimmen!

Man kann von einem Spezialisten über dessen Fachgebiet stets lernen, aber bei Dawkins ist keine "Welterklärung" zu finden, der man "zustimmen" könnte. Nicht ohne Grund sagte ja der Brite in einem TV-Interview, dass er nicht genügend Informationen habe!

Zitat
Ein weiterer Punkt Dawkins sind die psychischen Schäden, die religiöse Erziehung anrichten können.

Psychische Schäden erleiden nur diejenigen, welche ihre Kindheitsprägungen, z.B. durch Erziehung der Eltern, durch Verwandte, Lehrer oder Pfaffen, nicht abschütteln können, diese also noch als "Erwachsener" mit sich herumschleppen, anstatt diese richtig einzuordnen - damit auch verständnisvoll belächeln zu können.

Zitat
Einstein ist nach seiner (Dawkins) Definition Atheist.

Wenn Du Dich hierbei an Dawkins Sicht klammern möchtest, weil diese Deiner Weltsicht nahe kommt, so solltest Du aber dennoch zunächst auf Einsteins Zitate blicken und seine Aussagen erfühlen:

Das erste Gespräch über Religion fand im Frühjahr 1930 in Einsteins Berliner Wohnung statt, wo er sich mit dem Schriftsteller James Murphy und dem Mathematiker John William N. Sullivan über die Rolle der Religion im modernen Leben unterhielt. Murphys Frage, ob die Wissenschaft fähig sei, dem modernen Menschen religiöse Inspiration zu geben, bejahte Einstein mit dem Hinweis, dass wahres wissenschaftliches Streben auf einem tiefen religiösen Fühlen beruhe, und dass sich in ihm gegenwärtig die einzige schöpferische Aktivität manifestiere.

Das zweite Gespräch über Religion fand am 14. Juli 1930 statt, als der indische Dichter, Philosoph und Mystiker Rabindranath Tagore Einstein in seinem Sommerhaus besuchte. Die beiden unterhielten sich lange und ernsthaft über Tagores Vorlesung „Die Religion des Menschen“. Tagore sprach über die Einheit zwischen Gott, Mensch und Welt, dass Wissenschaft sich nicht auf Individuelles, sondern auf die überpersönliche menschliche Welt der Wahrheiten beziehe, und dass die Religion diesen Wahrheiten Werte zuschreibe, dass es aber weder Wahrheit noch Schönheit unabhängig vom Menschengeist geben könne.

Einstein fügte hinzu, dass die Existenz einer vom Menschen unabhängigen Wahrheit zwar nicht bewiesen werden könne, er aber an sie glaube, und dass dieser Glaube Teil seiner Religion sei. Auf Tagores Einwand, dass eine solche vom Menschen unabhängige Wahrheit doch völlig bedeutungslos wäre, erwiderte Einstein: „Dann bin ich eben religiöser als Sie es sind.“ („Then I am more religious than you are!“).

In den Psalmen Davids und den Worten der Propheten finden sich schließlich Ansätze zur dritten Stufe, der „kosmischen Religion“, die der Gottesidee alle anthropomorphen Eigenschaften abspricht, und die den Menschen mit seiner Freude und Verwunderung über die Erkennbarkeit, Erhabenheit und Schönheit der Natur beseelt. Mit der Frage, wie kosmische Religiosität, die zu keiner Theologie führen kann, von Mensch zu Mensch mitteilbar ist, schlägt Einstein die Brücke zu Wissenschaft und Kunst. Denn nach seiner Meinung ist es „die wichtigste Funktion der Kunst und der Wissenschaft, dies Gefühl unter den Empfänglichen zu erwecken und lebendig zu erhalten.“

Zu Beginn seiner Ausführungen erinnert Einstein an die besonders im letzten Jahrhundert weit verbreitete Behauptung von einem unversöhnlichen Antagonismus (Gegensatz) zwischen Religion und Wissenschaft und an die in jüngster Zeit vertretene Meinung, der Glaube sei durch das Wissen zu ersetzen. Nach Einsteins Ansicht sind jedoch diese für das menschliche Handeln maßgeblichen Überzeugungen nicht allein auf wissenschaftlichem Wege zu erlangen. Es sei erst „die Setzung von Zielen und Werten“, die „unserem Dasein und Wirken einen Sinn“ verleihe, und es sei gerade diese Setzung von Zielen und Wertungen, in der die wichtigste Funktion der Religionen im sozialen Leben der Menschen liege. Zum Schluss seiner Ansprache betont Einstein, dass diese Zielsetzung jeder „Vergottung einer Nation, einer Klasse oder gar eines Individuums“ widerspreche, denn wir alle seien Kinder eines Vaters, wie es in der religiösen Sprache heißt. Aber auch „eine Vergottung der Menschheit als abstraktes Ganzes“, sagt Einstein wohl auf Tagore Bezug nehmend, sei mit diesem Ideal unvereinbar.

1940 verfasste Einstein einen Aufsatz unter dem Titel „Wissenschaft und Religion“, den er für die „Konferenz über Wissenschaft, Philosophie und Religion“ schrieb.

Auch hier beginnt Einstein seine Ausführungen mit dem Hinweis auf die wohlbekannten Konflikte zwischen Religion und Wissenschaft und bezeichnet sie als „fatale Irrtümer“.

Doch obgleich die Gebiete von Religion und Wissenschaft als solche sauber getrennt seien, fährt er fort, bestehen zwischen ihnen gegenseitige Abhängigkeiten; denn die Religion setze die Ziele, deren Verwirklichung nur durch die von der Wissenschaft erforschten Mittel möglich sei: „Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind.“

Im Herbst 1932 wurde Einsteins Glaubensbekenntnis aufgezeichnet, in dem er erklärte: „Das Schönste und Tiefste, was der Mensch erleben kann, ist das Gefühl des Geheimnisvollen. Es liegt der Religion sowie allem tieferen Streben in Kunst und Wissenschaft zugrunde. Wer dies nicht erlebt hat, erscheint mir, wenn nicht ein Toter, so doch wie ein Blinder. Zu empfinden, dass hinter dem Erlebbaren ein für unseren Geist Unerreichbares verborgen ist, dessen Schönheit und Erhabenheit uns nur mittelbar und in schwachem Widerschein erreicht, das ist Religiosität. In diesem Sinne bin ich religiös.(…).“

Kurz nach Einsteins Tod veröffentlichte die Londoner Zeitschrift „The Listener“ ein „Gespräch mit Einstein“, in dem Einstein das Ziel seiner wissenschaftlichen Arbeit mit seiner Gottesauffassung verknüpfte: „Ich möchte wissen“, so wird er dort zitiert, „wie sich Gott die Welt beschaffen hat. Ich bin nicht an diesem oder jenem Phänomen, an dem Spektrum dieses oder jenes Elementes, interessiert. Ich möchte seine Gedanken erkennen, alles übrige sind Einzelheiten.“

Philosophen und Kulturhistoriker pflegen zu behaupten, dass es logisch und historisch vier Weisen gibt, wie sich Religion und Wissenschaft zueinander verhalten: Konflikt, Unabhängigkeit, Dialog und Integration. Doch nach Einstein ist das Verhältnis zwischen Religion und Wissenschaft, wie diese Ausführungen gezeigt haben, noch stärker als etwa das einer Integration; es ist ein Verhältnis von gegenseitiger Abhängigkeit. Es kann nicht treffender beschrieben werden, als mit Einsteins bereits zitierten Worten: „Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind.“ (Quelle: Internet)

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

26.05.2016 12:06
#12 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat
Weil Dawkins kein solcher Idiot ist, der in Bücher die auch gar nicht dafür gedacht sind, irgendwelchen Leuten Fachkenntnisse vermitteln will, denen die Voraussetzungen schon von vorneherein dafür fehlen..

Perquestavolta,

... dann dürften Du und einige Andere hier im Forum eigentlich auch nichts über transzendente Themen schreiben, weil Euch ja ähnliche "Voraussetzungen" fehlen, was man ja aus den jeweiligen Beiträgen leicht heraus filtern kann. Manche hier sprechen z.B. von Logik, sind aber nicht einmal in der Lage, die versch. Verzweigungen der Logik zu benennen, damit auch bei ihrer Argumentation zu berücksichtigen!

Zitat
Weil Dawkins Absichten in seinen Büchern ganz andere sind und auf Provokation abzielen. Genau das lässt sich nämlich auch in den meisten TV-Interviews mit ihm immer wieder ganz deutlich herauslesen.

Sollten Dawkins wissenschaftliche Argumente auf Provokation abzielen, so hat er dem "Gottesgedanken/der Theosophie" einen unabsichtlichen Gefallen getan. Es gibt aber dennoch genügend Leute, welche solche auf Verkauf getrimmte Buchverlag-Konzepte als ihre "neue Bibel" annehmen!

Zitat
Weil Dawkins ein sehr intelligenter Mensch ist, der sehr gut weis, dass sich seine provokativen Ansichten tausendmal besser verkaufen, als irgendwelche speziellen Fachkenntnisse, die der halbinteressiert Mann von der Straße sowieso nicht versteht..und die Massen von Evolutionsleugner auch gar nicht erreichen würde.. Aber genau denen will er den Bösen Finger irgendwo hin schieben.. und das ist ihm auf jeden Fall bestens gelungen..


Der derbe Bauernjunge aus Bozen will ständig den anderen "den Finger irgendwo hinschieben" und mutet nun auch Dawkins diese Rolle zu.
Die Evolutionstheorie Darwins hat sich schon längst einen Platz als Denkmuster erobert, auch wenn bisher noch der "missing link" in der Kette von Menschenaffe und Homo erectus fehlt.
Religionen gehen über die lange Entwicklung innerhalb der Möglichkeiten auf "lebensfähigen" Planeten gedanklich hinaus. "Entwicklung" ist stets begrenzt und kein bisher zu beweisender ständiger Fortgang! Unsere Entwicklung wird z.B. nur so lange dauern, bis unsere Sonne ihren Brennvorrat verbraucht hat.
Die von Astrophysikern berechnete verbleibende Zeit von etwa 4,5 Milliarden Jahre lassen zwar alle Hoffnungen auf kosmische Raumschiff-Reisen bestehen, sind aber dennoch auch nicht viel "gewichtiger", als kirchliche Dogmen, denn die Frage, ob wir jemals in der Lage sein werden, eine "neue Erde" zu finden, hängt ja von unzähligen technischen und medizinischen Hürden ab, die sich hierbei vor uns auftürmen.

Vielleicht fesselt uns aber unser biologischer Körper schon von vorne herein, mit Gedeih und Verderb, an das Schicksal unseres Planeten, auch wenn wir in Zukunft noch so ausgereifte techn. Fortschritte erzielen werden?
Alle mituser dieses Forums werden dieses aber sowieso nicht selbst "erleben" können.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 1.990

26.05.2016 12:53
#13 RE: Atheismus vs. Religion antworten

@Reklov

Zitat
Sollten Dawkins wissenschaftliche Argumente auf Provokation abzielen, so hat er dem "Gottesgedanken/der Theosophie" einen unabsichtlichen Gefallen getan. Es gibt aber dennoch genügend Leute, welche solche auf Verkauf getrimmte Buchverlag-Konzepte als ihre "neue Bibel" annehmen!


Was befähigt Dich eigentlich, Werke anderer (Dawkins) in diesem Falle als nur verkaufsorientiert abzuqualifizieren und der entsprechenden Leserschaft kein eigenes Urteilsvermögen zu unterstellen? Auch Du warst sicherlich nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit in der Werbebranche tätig. Oder hättest Du einen evtl. Auftrag Dawkins' zur Vermarktung seines Buches abgelehnt...?

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Reklov Offline




Beiträge: 4.459

26.05.2016 13:34
#14 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat
Auch Du warst sicherlich nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit in der Werbebranche tätig. Oder hättest Du einen evtl. Auftrag Dawkins' zur Vermarktung seines Buches abgelehnt...?

Athon,

...auch Leute aus der Werbebranche haben manchmal Rückgrat! - Ich kann mich noch gut an einen Fall erinnern, als sich ein Grafiker strikt weigerte, die Bearbeitung eines einträglichen Etats einer süddeutschen Waffenschmiede gestalterisch zu bearbeiten. Unser damaliger Agentur-Boss knallte dann, während der üblichen Montagsbesprechung, mit rotem Kopf sein Unterlagenpaket wütend auf den Konferenztisch und rief nach dem Knall laut in die Runde, dass jeder sich überlegen sollte, dass sein Gehalt auch von diesem "neuen" Etat abhänge. Der Grafiker, der als Junggeselle nur sich gegenüber verantwortlich handeln konnte, blieb aber bei seiner Weigerung und da er fachlich sehr gut war, wollte der Chef ihn nun wegen sich einer Gewissensentscheidung auch nicht gleich feuern. Er wählte also die diplomatische Lösung und ließ den einträglichen Werbe-Etat der Waffenschmiede von einem freien Mitarbeiter bearbeiten. Dieser griff natürlich zu, denn als selbständiger Grafiker ging er mit rein finanziellen Überlegungen an den langfristigen Auftrag heran.

Büchergestaltung findet in "großen" Agenturen keine Beachtung, weil die Verlage schlecht zahlen, aber dennoch einen gestalterischen Aufwand (mehrere Alternativen!) fordern und somit die Arbeit in keinem Verhältnis zum Ertrag steht. Buchgestaltungen reißen sich deswegen auch kleinere 1 - 3 Mann-Teams unter den Nagel und unterschreiben meistens dann einen Exklusiv-Vertrag mit dem jeweiligen Verlag. Zu meiner Zeit war dies jedenfalls so üblich. Ich lebe aber schon seit 9 Jahren in völliger Freiheit und betreibe nur noch meine Malerei oder widme mich meinen privaten Gitarrenschülern, denen ich eine über 40jähr. Musikerfahrung vermitteln kann - theoretisch und praktisch.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 1.990

26.05.2016 13:44
#15 RE: Atheismus vs. Religion antworten

@Reklov

Zitat
Ich kann mich noch gut an einen Fall erinnern, als sich ein Grafiker strikt weigerte, die Bearbeitung eines einträglichen Etats einer süddeutschen Waffenschmiede gestalterisch zu bearbeiten.


Das kann ich absolut nachempfinden! Aber, Werbung für Tötungsmaschinen zu betreiben oder sich auch bei gegenteiliger Auffassung "nur" für die Vermarktung eines Sachbuches einzusetzen sollte man schon differenziert betrachten, oder?

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.820

26.05.2016 14:15
#16 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #12

Zitat
Weil Dawkins kein solcher Idiot ist, der in Bücher die auch gar nicht dafür gedacht sind, irgendwelchen Leuten Fachkenntnisse vermitteln will, denen die Voraussetzungen schon von vorneherein dafür fehlen..
Perquestavolta,

... dann dürften Du und einige Andere hier im Forum eigentlich auch nichts über transzendente Themen schreiben, weil Euch ja ähnliche "Voraussetzungen" fehlen..



Och, Reklov, Transzendenz ist nichts anderes als ein Dachschaden.. einen solchen hat jeder irgendwo und irgendwann mal. Es gibt sogar Leute die im "Delirium Tremens" noch übernatürliche Erscheinungen haben...

Zitat von Reklov im Beitrag #12

Sollten Dawkins wissenschaftliche Argumente auf Provokation abzielen, so hat er dem "Gottesgedanken/der Theosophie" einen unabsichtlichen Gefallen getan.

Kunst liegt immer im Auge des Betrachters, Reklov. Als selbstverliebter Hochstapler müsstest du das doch am besten wissen.

Zitat von Reklov im Beitrag #12
Es gibt aber dennoch genügend Leute, welche solche auf Verkauf getrimmte Buchverlag-Konzepte als ihre "neue Bibel" annehmen![quote]
Was natürlich für Leute wie du einer bist, unerträglicher Blasphemie gleichkommt. Aber lustiger Weise muss dennoch sagen, dass Dawkins Buch der Gotteswahn am allerwenigsten von Atheisten gelesen wurde, die ja schon wissen um was es beim Inhalt geht.


[quote="Reklov"|p3201262]
Der derbe Bauernjunge aus Bozen will ständig den anderen "den Finger irgendwo hinschieben" und mutet nun auch Dawkins diese Rolle zu.

Wer ist dieser Bauernjunge aus Bozen? Den kenn ich hier noch gar nicht.

Zitat von Reklov im Beitrag #12

Die Evolutionstheorie Darwins hat sich schon längst einen Platz als Denkmuster erobert, auch wenn bisher noch der "missing link" in der Kette von Menschenaffe und Homo erectus fehlt.
An diesem vermeintliche fehlenden "missing link" erkennt man dafür am leichtesten die Idioten, welche die Evolutionstheorie nicht verstanden haben, nie verstehen werden und auch sonst nicht viel mehr als nur ein ziemlich transzendentes Loch zwischen den Ohren haben...


Zitat von Reklov im Beitrag #12

Religionen gehen über die lange Entwicklung innerhalb der Möglichkeiten auf "lebensfähigen" Planeten gedanklich hinaus.
Ja klar..das ist auch viel einfacher..


Zitat von Reklov im Beitrag #12

Die von Astrophysikern berechnete verbleibende Zeit von etwa 4,5 Milliarden Jahre lassen zwar alle Hoffnungen auf kosmische Raumschiff-Reisen bestehen, sind aber dennoch auch nicht viel "gewichtiger", als kirchliche Dogmen...
Stimmt! Daran erkennt man der großen Unterschied.
Übrigens hätte ich dazu aber noch gerne gewusst, welche Astrophysiker "eine verbleibende Zeit von noch 4.5 Milliarden Jahre für die Evolution des Lebens auf der Erde errechnet haben? Nach allen offiziellen Vorhersagen der Schulwissenschaft, wird bereits in 800 Millionen Jahren kein Leben mehr auf der Erde möglich sein...



Zitat von Reklov im Beitrag #12

Vielleicht fesselt uns aber unser biologischer Körper schon von vorne herein, mit Gedeih und Verderb..
Genau das behauptet Dawkins in seinem Buch das "egoistische GEN!

Zitat von Reklov im Beitrag #12

Alle mituser dieses Forums werden dieses aber sowieso nicht selbst "erleben" können.
Die intelligenteren Atheisten unter uns, werden körperlich in den Genen ihrer Nachkommen weiterleben .... und geistig im kollektiven Informationsfluss (Geist) überleben, der von Menschheitsgeneration zu Menscheitsgeneration ständig größer wird.. Die Gläubige werden hingegen allesamt der Evolution zum Opfer fallen und darin spur- und klanglos untergehen... falls sie nicht doch noch rechtzeitig zum wahren Glauben an das wahre Göttliche, dem "Leben" hier auf der Erde zurückfinden... >>> [quote="Reklov"|p3201262]
Religionen gehen über die lange Entwicklung innerhalb der Möglichkeiten auf "lebensfähigen" Planeten gedanklich hinaus.

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Religion vergiftet die Welt

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

26.05.2016 17:23
#17 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #16
Zitat von Reklov im Beitrag #12
[quote]Weil Dawkins kein solcher Idiot ist, der in Bücher die auch gar nicht dafür gedacht sind, irgendwelchen Leuten Fachkenntnisse vermitteln will, denen die Voraussetzungen schon von vorneherein dafür fehlen..
Perquestavolta,

... dann dürften Du und einige Andere hier im Forum eigentlich auch nichts über transzendente Themen schreiben, weil Euch ja ähnliche "Voraussetzungen" fehlen..


Och, Reklov, Transzendenz ist nichts anderes als ein Dachschaden.. einen solchen hat jeder irgendwo und irgendwann mal. Es gibt sogar Leute die im "Delirium Tremens" noch übernatürliche Erscheinungen haben...

Zitat von Reklov im Beitrag #12

Sollten Dawkins wissenschaftliche Argumente auf Provokation abzielen, so hat er dem "Gottesgedanken/der Theosophie" einen unabsichtlichen Gefallen getan.

Kunst liegt immer im Auge des Betrachters, Reklov. Als selbstverliebter Hochstapler müsstest du das doch am besten wissen.

Zitat von Reklov im Beitrag #12
Es gibt aber dennoch genügend Leute, welche solche auf Verkauf getrimmte Buchverlag-Konzepte als ihre "neue Bibel" annehmen![quote]
Was natürlich für Leute wie du einer bist, unerträglicher Blasphemie gleichkommt. Aber lustiger Weise muss dennoch sagen, dass Dawkins Buch der Gotteswahn am allerwenigsten von Atheisten gelesen wurde, die ja schon wissen um was es beim Inhalt geht.


[quote="Reklov"|p3201262]
Der derbe Bauernjunge aus Bozen will ständig den anderen "den Finger irgendwo hinschieben" und mutet nun auch Dawkins diese Rolle zu.

Wer ist dieser Bauernjunge aus Bozen? Den kenn ich hier noch gar nicht.

Zitat von Reklov im Beitrag #12

Die Evolutionstheorie Darwins hat sich schon längst einen Platz als Denkmuster erobert, auch wenn bisher noch der "missing link" in der Kette von Menschenaffe und Homo erectus fehlt.
An diesem vermeintliche fehlenden "missing link" erkennt man dafür am leichtesten die Idioten, welche die Evolutionstheorie nicht verstanden haben, nie verstehen werden und auch sonst nicht viel mehr als nur ein ziemlich transzendentes Loch zwischen den Ohren haben...


Zitat von Reklov im Beitrag #12

Religionen gehen über die lange Entwicklung innerhalb der Möglichkeiten auf "lebensfähigen" Planeten gedanklich hinaus.
Ja klar..das ist auch viel einfacher..


Zitat von Reklov im Beitrag #12

Die von Astrophysikern berechnete verbleibende Zeit von etwa 4,5 Milliarden Jahre lassen zwar alle Hoffnungen auf kosmische Raumschiff-Reisen bestehen, sind aber dennoch auch nicht viel "gewichtiger", als kirchliche Dogmen...
Stimmt! Daran erkennt man der großen Unterschied.
Übrigens hätte ich dazu aber noch gerne gewusst, welche Astrophysiker "eine verbleibende Zeit von noch 4.5 Milliarden Jahre für die Evolution des Lebens auf der Erde errechnet haben? Nach allen offiziellen Vorhersagen der Schulwissenschaft, wird bereits in 800 Millionen Jahren kein Leben mehr auf der Erde möglich sein...



Zitat von Reklov im Beitrag #12

Vielleicht fesselt uns aber unser biologischer Körper schon von vorne herein, mit Gedeih und Verderb..
Genau das behauptet Dawkins in seinem Buch das "egoistische GEN!

Zitat von Reklov im Beitrag #12

Alle mituser dieses Forums werden dieses aber sowieso nicht selbst "erleben" können.
Die intelligenteren Atheisten unter uns, werden körperlich in den Genen ihrer Nachkommen weiterleben .... und geistig im kollektiven Informationsfluss (Geist) überleben, der von Menschheitsgeneration zu Menscheitsgeneration ständig größer wird.. Die Gläubige werden hingegen allesamt der Evolution zum Opfer fallen und darin spur- und klanglos untergehen... falls sie nicht doch noch rechtzeitig zum wahren Glauben an das wahre Göttliche, dem "Leben" hier auf der Erde zurückfinden... &gt;&gt;&gt;
Zitat von Reklov im Beitrag #12

Religionen gehen über die lange Entwicklung innerhalb der Möglichkeiten auf "lebensfähigen" Planeten gedanklich hinaus.





Mein Gott war für ein Quark.
Die Realität, dass atheistische Gesellschaften kaum mehr Kinder zeugen, während religiöse wie der Islam förmlich explodieren,
wird aus ideologischer Indoktrinierung einfach ausgeblendet.
Denn es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.820

26.05.2016 21:42
#18 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat von Reisender im Beitrag #17



Mein Gott war für ein Quark.
Die Realität, dass atheistische Gesellschaften kaum mehr Kinder zeugen, während religiöse wie der Islam förmlich explodieren.


Hirnfreier Quark ist die Behauptung, dass es so etwas wie atheistische "Gesellschaften gäbe"..
Wo denn?
Realität ist, dass in Wohlstandsgesellschaften mehr Kinder zu zeugen oder weniger Kinder zu zeugen, andere Gründe hat, als weltanschauliche.
Viele Kinder zu zeugen, ist in der ganzen Menschheitsgeschichte immer schon die einzige Möglichkeit einer funktionierenden Altersversicherung gewesen.
Und diejenigen die sich den sogenannten "Generationenvertrag" als Ersatz dafür ausgedacht haben, in welchem den Kindern anderer Eltern mit unhaltbaren Versprechungen die eigenen als Soziallast aufgeschultert werden, waren ganz sicher noch keine Atheisten.. sondern einfach nur ahnungslose Träumer und Betrüger.


Zitat von Reisender im Beitrag #17

wird aus ideologischer Indoktrinierung einfach ausgeblendet.
Denn es kann nicht sein, was nicht sein darf.
Besonders ideologische Schwachköpfe erkennt man daran, dass sie sich ständig von ideologischen Indoktrinierungen verfolgt wähnen.. die nur in ihrem eigenen Hirn stattfinden.. und ansonsten Blind für die Realität sind.

Realität ist z. B. dass Indien das zur Zeit überbevölkertste Land der Welt ist und dort ganz gewiss nicht der Islam etwas damit zu tun hat... Realität ist, dass alle armen Länder der Welt, in denen heute Armut durch Überbevölkerung eines der gravierenden Probleme darstellt, über Generationen hinweg von europäischen Kolonialmächten ausgebeutet wurden, die dabei immer von christlichen Missionaren als Wegbereiter und wichtigste Kundschafter unterstützt wurden..

Realität ist, dass über die Jahrhundertausende hinweg Fruchtbarkeit und Kinderreichtum als wichtigster Segen der Götter gepriesen, und dabei auch absichtlich übersehen und unterschlagen wurde, dass es für all diese Kinder immer auch neuen Lebensraum braucht. Ständige Kriege darum, eine hohe Sterblichkeitsrate durch Infektionen, und auch sonst eine niedrige Lebenserwartung, haben das Problem meist von selbst geregelt.. Atombomben sorgen heute dafür, dass Kriege nur noch als Grenz- oder asymmetrische Verteidigungskonflikte ausgetragen werden können. Medizinischer und technischer Fortschritt sorgen dafür, dass all die Ursachen die einstmals für eine hohe Sterblichkeitsrate und kurze Lebenserwartung durch Infektionskrankheiten und Epidemien fast bedeutungslos geworden sind und jeder gerne möglichst lange leben will..

Realität ist, dass genau und nur deswegen, das kleine Europa zu einem der dichtbesiedeltsten Gegenden der Welt geworden ist und auch der eigentlich nur natürliche Wettbewerb für die besseren Überlebenschancen des eigenen Geenpools immer härter geworden ist. Und leider auch zukünftig immer härter werden wird. Vor allem auch deswegen, weil die Sättigunskurve bezüglich der Nachfrage an menschlicher Arbeitskraft, die für diesen immer härter werdenden Wettbewerb zu wenig qualifiziert ist, längst überschritten wurde.

Der Islam uns von daher gar nicht mal so ungünstig. Weil der einzige Ausweg aus diesem ganzen Dilemma entweder nur ein neuer Mikroorganismus sein wird, gegen den kein Antibiotika und kein Beten etwas ausrichtet, oder ein Krieg, wie ihn die Welt noch nicht erlebt hat.. Der Islam ist auf dem besten Weg diesen Krieg herbei zuführen und besonders resistente Mikroben gibt es auch schon..

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Religion vergiftet die Welt

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

27.05.2016 11:45
#19 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat
Och, Reklov, Transzendenz ist nichts anderes als ein Dachschaden.. einen solchen hat jeder irgendwo und irgendwann mal. Es gibt sogar Leute die im "Delirium Tremens" noch übernatürliche Erscheinungen haben...

Reisender,

... dann müssten ja alle Bücher darüber, auch die philosophischen Abhandlungen, von Leuten verfasst worden sein, die einen "Dachschaden" haben/hatten. Das ist mir nun doch ein wenig zu einfach kombiniert.
Die sog. "Erscheinungen" sind ein Unterthema innerhalb des gesamten Themas über Transzendenz. Mit ihnen beschäftigen sich heute neben der Kirche u.a. auch Psychologen und Psychiater.

Zitat
Kunst liegt immer im Auge des Betrachters, Reklov. Als selbstverliebter Hochstapler müsstest du das doch am besten wissen.

WennDu mir jetzt noch verraten könntest, was "Kunst" mit Dawkins naturwissenschaftlichen Büchern zu tun haben soll, käme ich ein Stückchen weiter; auch, wenn Du den mir zugesteckten "Hochstapler" näher begründen würdest!? Warum soll jemand "selbstverliebt" sein, wenn er sein Weltbild ins Forum zur Diskussion stellt? Demnach müssten ja alle hier "selbstverliebt" sein - wie z.b. Perquestavolta, der ja einige Deiner Zeilen als "hirnfreien Quark" betitelt.
Nein! - So kommen wir hier nur schlecht voran, wenn jeder gleich wie ein Straßenköter knurrt, dem man seinen Knochen wegnehmen möchte!

Zitat
Wer ist dieser Bauernjunge aus Bozen? Den kenn ich hier noch gar nicht.

Perquestavolta erwähnte mal mir gegenüber, dass er in einer Gegend bei Bozen aufgewachsen sei, in der es weit und breit nichts gab, außer Natur.

Zitat
An diesem vermeintliche fehlenden "missing link" erkennt man dafür am leichtesten die Idioten, welche die Evolutionstheorie nicht verstanden haben, nie verstehen werden und auch sonst nicht viel mehr als nur ein ziemlich transzendentes Loch zwischen den Ohren haben...

Es sind ja gerade die Fachleute/Forscher, welche Darwins Theorie vertreten und mit dem Finden/Schließen des "missing link" u.a. die biblischen Argumente ad absurdum führen wollen. Sicherlich keine "Idioten". - Was soll also Deine Aggression hinsichtlich dieses Begriffs?

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.820

27.05.2016 19:34
#20 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #11

Zitat
- Dawkins erklärt die Welt naturalistisch, nicht religiös und von Gott.
Gysi,

... wie sollte dies einem Menschen auch anders und vor allem "richtig" gelingen können?



Nehmen wir dazu Dich selbst als Gegenbeispiel..??? Du vertrittst die Überzeugung, dass man die Welt nur mit einem Gott "richtig" erklären könne.



Zitat von Reklov im Beitrag #11

Zitat
Seine Hauptgegner, gegen die er argumentiert, sind die Kreationisten.
Nein! Er greift nur die Argumentation der Kreationisten auf, um dem Unsinn hinter aller Religion ein anschauliches Bild zu geben. Die Kreationisten sind Dawkins sogar sehr nützlich und in der Tat die harmlosesten unter allen fundamentalistischen Idioten des Glaubens...

Zitat von Reklov im Beitrag #11

Und es sollte in dem Punkt auch den nichtkreationistischen Gläubigen leichtfallen, ihm zuzustimmen!
Eben! Nur tun sie das aber gar nicht. Denn im Glauben geht es nur darum, das eigene Überego als eine allem übergeordnete, besonders WICHTige Autorität zu maskieren. Was dann im Endstadium dieses Wahnes dazu führt, dass man sich ständig angegriffen und persönlich herabgewürdigt fühlt, wenn jemand sich traut an "Gott" zu Zweifeln oder seine Existenz gar nur als "menschliche" (subjektive) Interpretation der Realität in Abrede zu stellen. "Gott als Geweih der Platzhirsche in ihren Rangordnungskämpfen...

Wir Atheisten bieten es jedem Gläubigen an, zu glauben und zu meinen was er will.... solange er darauf keinen Allgültigkeiteitsanspruch erhebt. Aber das Problem dabei ist, dass ein Jemand der sich im Glauben.. als ein Auserwählter einer höheren Bewusstseinsinstanz "wähnt", kein Interesse an diesem fairen Angebot haben kann.

Deswegen lautet der Deutsche Titel für Dawkins Buch "DER GOTTES-WAHN"...


Zitat von Reklov im Beitrag #11


Man kann von einem Spezialisten über dessen Fachgebiet stets lernen, aber bei Dawkins ist keine "Welterklärung" zu finden, der man "zustimmen" könnte.


Wenn man sich im Glauben an Gott als ein Auserwählter einer höheren Bewusstseinsinstanz "wähnt", ist es auch nur all zu verständlich, dass man Dawkins niemals zustimmen kann. Dies wäre das Gleiche und Selbe, als würde sich ein Hirsch welcher sich selbst für den WICHtigsten und bedeutsamsten Hirsch unter der Sonne wähnt, selber das Geweih absägen, welches ihm als WICHTigstee Beweis für seine eigene WICHTigkeit dient...


Zitat von Reklov im Beitrag #11

Nicht ohne Grund sagte ja der Brite in einem TV-Interview, dass er nicht genügend Informationen habe..
Über einen real existierneden Gott hat auch sonst niemand irgendwelche Informationen, die genügen.. um die Existenz eines Gottes zu beweisen oder zu belegen. Aber da nun mal die WICHTE des Glaubens an eine höhere Bewusstseinsinstanz das eigene "Nichtwissen" als von höherem und bedeutsameren RANG "beWERTen müssen, als alles jenes minderwertige bekanntes WISSEN, welches ihren eigenen Autoritäts-Idioten von narzisstischer WICHTigkeit und auserwählter Bedeutung ad absurdum führt und entsprechende Befindlichkeitsstörungen hervorrufen würde.. begnügt sich auch Dawkins damit, seine Überzeugung möglichst "vorsichtig" zu formulieren, um nicht ständig mit Morddrohungen belästigt zu werden.



Zitat
Ein weiterer Punkt Dawkins sind die psychischen Schäden, die religiöse Erziehung anrichten können.

Psychische Schäden erleiden nur diejenigen, welche ihre Kindheitsprägungen, z.B. durch Erziehung der Eltern, durch Verwandte, Lehrer oder Pfaffen, nicht abschütteln können..[/quote] Nichts für ungut Reklov.. aber wenn dem so ist, dann bist du auch selber von einem dieser aufgezählten Gründe schwer geschädigt worden...


Zitat von Reklov im Beitrag #11

Zitat

Einstein ist nach seiner (Dawkins) Definition Atheist.
Wenn Du Dich hierbei an Dawkins Sicht klammern möchtest, weil diese Deiner Weltsicht nahe kommt, so solltest Du aber dennoch zunächst auf Einsteins Zitate blicken und seine Aussagen erfühlen:

Das erste Gespräch über Religion fand im Frühjahr 1930 in Einsteins Berliner Wohnung statt, wo er sich mit dem Schriftsteller James Murphy und dem Mathematiker John William N. Sullivan über die Rolle der Religion im modernen Leben unterhielt. Murphys Frage, ob die Wissenschaft fähig sei, dem modernen Menschen religiöse Inspiration zu geben, bejahte Einstein mit dem Hinweis, dass wahres wissenschaftliches Streben auf einem tiefen religiösen Fühlen beruhe, und dass sich in ihm gegenwärtig die einzige schöpferische Aktivität manifestiere.



Reklov, wenn du deine eigenen Interpretationen zu Einsteins Aussagen zum Thema Religiösutät, als Beweis für die Existenz "deines Ur-Grundes" geltend machen willst.. und nichts anderes tust du hier wieder, dann sollte dich das eines Besseren belehren. Einsteins Glaubensbekenntnis: http://www.einstein-website.de/z_biograp...bekenntnis.html

Alles andere über Einsteins Glaube und die damit einhergehenden tendenziösen Interpretationen sind leeres, bedeutungsloses und erstunkenes Geschwurbel.











PS.. in einer Diskussion an der mehrere Teilnehmer interessiert sind, solltest du die Zitate so kennzeichnen, dass man immer genau weis, von wem sie stammen.

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Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

29.05.2016 10:17
#21 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Albert Einstein ist mir noch sympathischer, wenn ich an das Foto mit der herausgestreckten Zunge denke.

Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass er demonstrativ und mit inbrünstiger Hingabe im Kirchenchor mitgesungen hat.
Der ist doch eher Einzelgänger oder Individualist und scheut ausgetretene Trampelpfade.

In der Stille bildet sich das Talent und aufdringlich gespielte Orgelmusik könnte beim Denken stören.
Leere Gehirne dürsten laut Volksmund nach Lärm.
Der Gemeine fühlt sich im Trubel auf dem Marktplatz wohl.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.820

29.05.2016 12:44
#22 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat von Direktkontakt im Beitrag #21
Albert Einstein ist mir noch sympathischer, wenn ich an das Foto mit der herausgestreckten Zunge denke.

Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass er demonstrativ und mit inbrünstiger Hingabe im Kirchenchor mitgesungen hat.
Der ist doch eher Einzelgänger oder Individualist und scheut ausgetretene Trampelpfade.

In der Stille bildet sich das Talent und aufdringlich gespielte Orgelmusik könnte beim Denken stören.
Leere Gehirne dürsten laut Volksmund nach Lärm.
Der Gemeine fühlt sich im Trubel auf dem Marktplatz wohl.


Das Problem bei all dem ist nur, dass mit wertenden Interpretationen die Realität nicht beschrieben werden kann und man dann immer davon ausgehen kann, dass es hier nur um die Befindlichkeit und die geschmacklichen Ansprüche des Philosophen selbst geht.

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Religion vergiftet die Welt

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

29.05.2016 13:22
#23 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat
Nehmen wir dazu Dich selbst als Gegenbeispiel..??? Du vertrittst die Überzeugung, dass man die Welt nur mit einem Gott "richtig" erklären könne.

Perquestavolta,

... Du (und andere) scheinst (scheinen) meine Beiträge irgendwie missverstehen zu wollen, denn sonst hättest Du nicht "richtig", sondern "Gott" in Anführungszeichen gesetzt! Welches Wort man aber dafür einsetzt, ist natürlich nicht unwichtig, denn jedes Wort setzt auch Bilder in uns frei; meistens diejenigen, welche unsere Erziehung, Bildung oder Kultur damit verknüpft.
Verwendet man aber nun Begriffe, wie >Ur-Sache<, >Ur-Grund< oder >Substanz<, sind weitaus abstraktere Vorstellungen vom Mit-Denker gefordert, denn nun kann er sich nicht mehr an Michelangelos Gottesdarstellung klammern, welche einen alten bärtigen Herren im weißen Nachthemd zeigt! "Erklären" kann man die Welt natürlich auch mit den bis heute zur Verfügung stehenden naturwissenschaftlichen Erkenntnissen - nur - bleibt man auch hier bald vor Fragen stehen, welche einem der Einblick in die Welt der Atome auch nicht beantworten kann! Selbst ausgedehnte Raumfahrten werdend uns diese Fragen des "woher" und "wohin" auch in Zukunft wohl nicht beantworten können, denn auch hier werden sich die Raumfahrer im Bereich des rein Materiellen bewegen - auch wenn sie auf andere Lebensformen stoßen sollten.

Vielleicht muss also die "Reise zur Erkenntnis" im gleichen Maße nach innen, wie nach außen angetreten werden?

Zitat
Wenn man sich im Glauben an Gott als ein Auserwählter einer höheren Bewusstseinsinstanz "wähnt", ist es auch nur all zu verständlich, dass man Dawkins niemals zustimmen kann. Dies wäre das Gleiche und Selbe, als würde sich ein Hirsch welcher sich selbst für den WICHtigsten und bedeutsamsten Hirsch unter der Sonne wähnt, selber das Geweih absägen, welches ihm als WICHTigstee Beweis für seine eigene WICHTigkeit dient...

Wenn Dawkins schon von sich behauptet, er habe bei seinen Büchern mit ungenügenden Informationen gearbeitet, so würde ich jedem raten, solche Infos lediglich als aktuellen Wissensstand eines Evolutionsbiologen zu begreifen. Nicht mehr und nicht weniger! Die vielgesuchte "Weltformel" konnte Dawkins weder sich, noch den Lesern vorlegen. Dein Beispiel vom Hirsch ist zwar schon verstanden, aber es hinkt - wie eben alle Beispiele dies tun. - Ein Gläubiger wähnt sich übrigens nicht immer als ein Auserwählter, sondern seine Weltbetrachtungen sind oft mehr bescheidener Art, weiß er doch um seine Vergänglichkeit als Lebewesen auf dieser kleinen Erdkugel. Die Einsichtigen werden dadurch eher demütig als eingebildet. Die religiösen Fantasten und Spinner klammere ich hierbei jedenfalls aus, besonders, wenn sie glauben, ihre Vostellungen mit krimineller Energie anderen aufzwingen zu können.

Zitat
Aber da nun mal die WICHTE des Glaubens an eine höhere Bewusstseinsinstanz das eigene "Nichtwissen" als von höherem und bedeutsameren RANG "beWERTen müssen, als alles jenes minderwertige bekanntes WISSEN, welches ihren eigenen Autoritäts-Idioten von narzisstischer WICHTigkeit und auserwählter Bedeutung ad absurdum führt und entsprechende Befindlichkeitsstörungen hervorrufen würde.. begnügt sich auch Dawkins damit, seine Überzeugung möglichst "vorsichtig" zu formulieren, um nicht ständig mit Morddrohungen belästigt zu werden.

Dawkins formuliert keine Überzeugungen, sondern wissenschaftliche Fakten. Er brauchte bei dieser Art von Sprache auch keine Vorsicht walten zu lassen, denn seine wissenschaftliche Korrektheit hat rein gar nichts mit der Ideen-Welt über das Göttliche zu tun, wie sie uns in der Literatur in vielschichtiger Weise vorliegen. Dawkins betonte auch, dass er kein Philosoph oder Theologe sei. Diese nutzen bekanntlich nicht nur die Möglichkeiten der formalen Logik, sondern erstrecken ihre Worte auch auf die von mir schon öfter bezeichneten anderen Gebiete der Logik aus.
Dies mag Einige zur berechtigten Kritik herausfordern, kann aber diese Räume des menschlichen Geistes damit auch nicht einfach wegsperren oder aus dem Bewusstsein ausklammern!

Zitat
Nichts für ungut Reklov.. aber wenn dem so ist, dann bist du auch selber von einem dieser aufgezählten Gründe schwer geschädigt worden...

Man kann sich mit den Religionen auseinandersetzen, folgt ihrem Dogma aber deswegen nicht blind! Der Gedanke an einen Ur-Grund ist nicht so sehr religiös, sondern sogar mehr wissenschaftlich geprägt, denn mit dem Auffinden des Ur-Grundes, als physikal./chem. Ur-Sache, wäre ja noch lange nicht die dahinter liegende geistige "Wesenheit" zu fassen, welche für die materiellen Erscheinungen in all ihren "Schwingungsarten" und deren Gesetzmäßigkeiten als "verantwortlich" gedacht werden kann. (Capito?)

Zitat
Reklov, wenn du deine eigenen Interpretationen zu Einsteins Aussagen zum Thema Religiösutät, als Beweis für die Existenz "deines Ur-Grundes" geltend machen willst.. und nichts anderes tust du hier wieder, dann sollte dich das eines Besseren belehren. Einsteins Glaubensbekenntnis:

>> Das Schönste und Tiefste, was der Mensch erleben kann, ist das Gefühl des Geheimnisvollen. Es liegt der Religion sowie allem tieferen Streben in Kunst und Wissenschaft zugrunde. Wer dies nicht erlebt hat, erscheint mir, wenn nicht wie ein Toter, so doch wie ein Blinder. Zu empfinden, dass hinter dem Erlebbaren ein für unseren Geist Unerreichbares verborgen sei, dessen Schönheit und Erhabenheit uns nur mittelbar und in schwachem Widerschein erreicht, das ist Religiosität. In diesem Sinne bin ich religiös. Es ist mir genug, diese Geheimnisse staunend zu ahnen und zu versuchen, von der erhabenen Struktur des Seienden in Demut ein mattes Abbild geistig zu erfassen.".... <<
Dieser Auszug aus dem von Dir gesandten link kommt dem schon sehr nahe, wie ich das "Geheimnisvolle" interpretiere, mag meine Sprache auch nicht immer auf verständnisvollen Boden fallen. Jenseits der bisher erkannten Splitter durch die Naturwissenschaften liegt dieses für unseren Geist unerreichbar Verborgene (wie Einstein meint!). -
Der schwache Widerschein, den uns Religionen oder berechenbare wissenschaftliche Fakten über das sog. "Göttliche" liefern können, war und ist auch mein Thema. Dein link beschreibt dieses Gefühl mit den Worten von Einstein sehr empfindsam.
Nein - Einstein war sicherlich kein "Religionsanhänger", aber ein auf seine Weise spiritueller Mensch. Allein schon, wie er das Streben in Kunst und Wissenschaft hoch schätzt, gefällt mir. Andere, denen weder künstlerische Begabungen, noch wissenschaftliche Fähigkeiten zukommen, werden bei solchen Sätzen lediglich laut Aufjaulen und die "Begabten" als eingebildete Narren bezeichnen, ohne dass sie ahnen können, zu welchen Ansichten diese kreativen Fähigkeiten auch noch führen können.
Für mich ist es deswegen auch kein Zufall, dass z.B. jemand, wie der große Universalkünstler L. da Vinci schon zu seiner Zeit viele Skizzen zu praktischen techn. Lösungen, aber auch zu reinen Ideenimpulsen für die Zukunft (z.B. Flugmaschinen!) anfertigte. Solche "Impulse" können auch schlecht von einem gewöhnlichen Schuster kommen und nicht ohne Grund hat der deutsche Volksmund schon früh das alte Sprichwort geformt: >> Schuster, bleib bei Deinen Leisten. <<

Solch ein Sprichwort ist nun weder eingebildet, noch selbstverliebt, noch narzisstisch, noch idiotisch, sondern bestätigt die immer wieder gemachten praktischen Erfahrungen auf dem historischen Weg eines Volkes!
(Andere Völker mögen dieses in ihrer Sprache anders ausdrücken - der Sinn bleibt bestehen.)

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.820

29.05.2016 14:46
#24 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #23

Zitat
Nehmen wir dazu Dich selbst als Gegenbeispiel..??? Du vertrittst die Überzeugung, dass man die Welt nur mit einem Gott "richtig" erklären könne.
Perquestavolta,

... Du (und andere) scheinst (scheinen) meine Beiträge irgendwie missverstehen zu wollen, denn sonst hättest Du nicht "richtig", sondern "Gott" in Anführungszeichen gesetzt! Welches Wort man aber dafür einsetzt, ist natürlich nicht unwichtig, denn jedes Wort setzt auch Bilder in uns frei;




Dur versuchst ständig, deine eigene wertende Interpretation der Realität als Gottesbeweis geltend zu machen. Wir haben diesbezüglich schon in hunderten Beiträgen darüber diskutiert, Reklov. Philosophie, die sich auf wertende Interpretationen der Welt beruft, kann aber nur die Befindlichkeit und den persönlichen Geschmack des Philosophen wiederspiegeln..nicht aber die wirkliche Realität. Mit dir darüber zu diskutieren, ob dies oder jenes schöner, besser, richtiger, falscher ist, weil es nicht den ästhetischen Idealnormen nach DEINEN Epfindungs-Maßstäben entspricht, ist auf Dauer einfach sinnfrei..

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Religion vergiftet die Welt

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

29.05.2016 17:59
#25 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat


Dur versuchst ständig, deine eigene wertende Interpretation der Realität als Gottesbeweis geltend zu machen.

Perquestavolta,

... wo habe ich je behauptet, dass solch ein Beweis möglich sei?

Zitat
Philosophie, die sich auf wertende Interpretationen der Welt beruft, kann aber nur die Befindlichkeit und den persönlichen Geschmack des Philosophen wiederspiegeln..nicht aber die wirkliche Realität.

Da stimme ich zu und deswegen gerieten sich ja auch manche Denker in die Haare, weil sie nur ihre Sichtweise gelten lassen wollten. Ich akzeptiere aber auch andere Gedankenwege. Eine wirkliche Realität ist nun aber auch kein Maßstab für ein akzeptables, alles umgreifendes "Weltbild", denn die "Wirklichkeit" fällt bereits auf den Nachbarplaneten unseres Sonnensystems ganz unterschiedlich aus! (Von welcher "Wirklichkeit" sprichst Du also?)

Gruß von Reklov

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