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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 236 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.587

05.08.2016 19:54
#176 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #174

Zitat
Wir haben nicht das falsche Wissen. Falsches Wissen gibt es nicht. Es sind die Falschen, die Macht darüber haben! Resp. die Macht ist falsch (strukturiert).
Gysi,

die Geschichte der Menschheit zeigt, dass Macht diejenigen, welche sie besitzen, bedrängt und verführt - schließlich "böse" macht.

Böse, Reklov, ist keine objektiver Sachverhalt. Und der gegenwärtige mächtigste Mann der Welt ist zumindest aus meiner Sicht, ganz sicher kein böser Mensch.
Das Problem besteht also darin, dass das "Böse" nur ein Empfindung unserer eigenen individuellen Befindlichkeit ist, die nach unseren jeweils eigenen individuellen Kriterien bestimmt, was "als" Böse gilt. Diese Kriterien werden von den moralischen Standards der Gesellschaft geprägt in der wir aufwachsen und an die wir uns von Kindheit an gewöhnen. Es gibt Gesellschaften in denen kleinste Verstöße gegen ihre moralischen Standards mit unverhältnismäßigster und brutalster Grausamkeit geahndet werden, ohne dass sich dabei jemand an der perversen Bosheit, welche sich hinter dieser Unverhältnismäßigkeit versteckt, auch nur im geringsten stört.

Das Problem der Macht ist des Menschen ausgeprägte Neigung zum Opportunismus, welcher schon so manchen fanatischen Idealisten der Weltverbesserung in einem despotischen Tyrannen verwandelt hat.

Und Menschen die an die Macht kommen, Reklov, müssen zuerst immer auch viele andere Wettbewerber ausstechen, die selber auch nicht immer nur mit fairen Mitteln um diese Macht kämpfen. Es sind als nicht selten Betrüger, Psychopathen und manische Lügner die in den Führungspositionen der Macht sitzen.. solche die im Wettbewerb um die Macht keine Fairnes und keine Rücksicht kennen..

Zitat von Reklov im Beitrag #174

Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel! - Seltsamerweise drängt es diejenigen, welche u.U. mit der Macht sozialverträglich umgehen könnten, gar nicht an die Macht.
Gegen Mitbewerber, die notfalls auch über Leichen gehen, haben sie gar kein Chance.

Zitat von Reklov im Beitrag #174

Dem griech. Denker Platon wurde z.B. seinerzeit ein hohes politisches Amt in Athen angeboten. Er lehnte ab. Wahrscheinlich war ihm bewusst, in welche Strudel er dabei hinein gerissen worden wäre.
Die Freiheit ist jene Macht mit der wir als Individuen über uns selbst zu bestimmen. Wer Macht nicht opportunistisch (kriminell) missbraucht, muss immer den Erwartungen und Hoffnungen derer gerecht werden, die der Macht untergeordnet sind.. Macht macht also nicht frei, sondern den Mächtigen nur zu wichtigsten Diener aller.. Und die Verantwortung hinter diesem gar nicht leichten Dienst der Macht, müssen Mächtige auch noch fast immer ganz allein tragen.

Außerdem Reklov, ist es Grundfalsch, die Menschen der Vergangenheit mit den Maßstäben unserer eigene Gegenwart verstehen zu wollen. Platon, Aristoteles und die ganzen anderen Philosophen ihrer Zeit, dachten nach den Maßstäben und im Konsens des damals geltenden Erkenntnishorizontes, welcher in vielen Bereichen kompletter Unfug war..


Zitat von Reklov im Beitrag #174

Ob es "Falsches Wissen" gibt? Ich meine JA
Nein, Reklov, falsches Wissen gibt tatsächlich es nicht. Weil Wissen ein Informationsfluss ist und deswegen auch niemand etwas Falsches weis, sondern nur etwas Falsches glauben kann. Glaube ist also Nichtwissen und kein falsches Wissen. Es gibt zwar endlos viele Spinner, die Glaube als wahres Wissen deuten und weswegen sie davon ableiten, dass alles andere falsches Wissen sein muss. Aber dahinter steckt nur infantile Egozentrik und jede Menge Intelligenzmangel.

Zitat von Reklov im Beitrag #174

Als z.B. der Erfinder H. Maxim das erste selbstladende Maschinengewehr entwickelte, musste ihm ja wohl klar gewesen sein, dass dieses Mordinstrument Abertausende das Leben kosten würde.
Es kann auch Abertausende davor schützen mit Macheten, Messern und Äxten nieder gemetzelt zu werden... Stell dir mal vor, die Staatsgewalt müsste mit Steinschleudern, Pfeil und Bogen, Streitäxten und mit Speeren für Recht und Ordnung sorgen..

Zitat von Reklov im Beitrag #174

H. Maxim war eingeschworener Autodidakt: Statt an der Universität ein Studium zu absolvieren, verschlang der künftige Waffenschmied Bücher über Naturwissenschaften und Mathematik
Hätte es etwas geändert..[/quote] Du bist Deutscher, aber du schreibst hinter dem Doppelpunkt "Statt" anstelle von statt. Hättest du ein Universitätsstudium absolviert, würde das wahrscheinlich auch nichts daran ändern, dass deine Philosophie nur der Narzissmuspflege dient.

Zitat von Reklov im Beitrag #174

Der Oberbefehlshaber der britischen Armee war "natürlich" von dieser neuen Massenvernichtungswaffe hellauf begeistert und die Engländer setzten sie auch in Afrika im Kampf gegen die Eingeborenen, welche ja mit Recht lediglich ihr Land gegen die Eindringlinge verteidigten, skrupellos ein... Daran trägt der Erfinder des Maschinengewehrs weniger Mitschuld, als die ganzen christlichen Missionare, die immer im Geist und im Dienst der Kolonialmächte gearbeitet haben..

[quote="Reklov"|p3202233]
Auch der deutsche Kaiser Wilhelm I. zeigte Interesse an der neuen Waffe. 1887 ließ er sich das "Maxim" sowie die Konkurrenzprodukte der Hersteller Gatling und Nordenfelt vorführen und war begeistert: "Das ist die Waffe", so Wilhelm über das Maxim-Maschinengewehr, "es gibt keine andere."
Nur bei allem dem, scheinst du nicht zu begreifen, dass Menschen sich auch ohne Maschinengewehr schon immer gegenseitig die Schädel eingeschlagen haben.. Und es ging dabei auch immer um die Dominanz und Vorherrschaft eines ethnischen Rudels über das Territorium anderer Rudel. Deswegen war es stets notwendig Waffen auch dafür einzusetzen, sich gegen Eindringlinge und Aggressoren zu schützen. Kausal gesehen, würde es uns beide vielleicht gar nicht mal geben, wenn das Maschinengewehr nicht erfunden worden wäre. Schließlich verdanken wir Europäer unseren Entwicklungsvorsprung auch den Raubrittern der Kolonialzeit. Die ganze kulturelle Hoch-Zeit des 18. und 19. Jahrhundert hier in Europa, verdanken wir der Ausbeutung und Unterdrückung jener Menschen, die nach heutigen Maßstäben in jenen Ländern lebten, die wir als sogenannte Entwicklungsländer kennen. Die immensen Gewinne und Reichtümer die damals angescheffelt wurden und mit denen die Voraussetzungen für unsern Wohlstand geschaffen wurde, haben ganz sicher auch etwas mit der Erfindung des Maschinengewehrs zu tun..

Aber das alles ignorierst du einfach.. Stell dir mal vor, dass wenn in der Weltgeschichte nicht alles so gelaufen wäre, wie es gelaufen ist, es viel von uns überhaupt nicht geben würde..

Aller Fortschritt ist der Erfolg von Konflikten, Katastrophen, Tragödien und Unzufriedenheit.
Dass aber gerade die Philosophen und die Prediger des wahren Glaubens sich gerne die ganze Ehre dieser Erfolge selbst zuschreiben, mag uns nachdenklich stimmen.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

05.08.2016 23:09
#177 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #173
Zitat von SOL demiurg im Beitrag #170

Menschen, die durch sich selbst in Gruppierungen eingeteilt wurden, die das Verlassen der Gruppierung nur durch Hilfe (Beweise) ertragen, sind Menschen, die die Erklärung aus dieser Gruppierung heraus betrachten.
Nichts anders tust du doch selbst, SOL demiurg! Wo hast du denn deine Kenntnisse über die Ägyptische Mythologie her?

Reflektion, Nachdenken, Darüber sinnen...fehlt den meisten Menschen. Gerade das Lesen ist eine Schwäche die ich bei anderen immer wieder bemerke. Der Grund ist meist die "Ausrichtung des Ich", welches man für sich selbst als Grundlage der eigenen Weltsicht auf- und/oder ausbaut.
Ich schrieb: "Menschen, die durch sich selbst in Gruppierungen eingeteilt wurde..." - du selbst nennst dich Atheist, ordnest du dein Denken und richtest es auf die Auffassung dieser Gruppierung. Wie du selbst sagtest, verteidigst du diese, deine, Sicht der Dinge - komme was wolle.
Du fährst sozusagen auf einem Zug mit, der sich nur auf Gleisen bewegen kann.

Jede Gruppierung verteidigt diese, ihre, Gleisen, denn das ist ein Weg den man vorhersehen und rückverbinden kann. Das Gleisennetzwerk, von Menschenhand erschaffen, ist mit so vielen Weichen gespickt, das der Weg dazwischen kaum mehr sichtbar ist. Aber dieser Weg, auf dem die Gleisen eingelegt wurden, ist die Grundlage um überhaupt ein Gleisennetzwerk anzulegen.

Und ich bin jemand, der den Weg dazwischen wählte und somit den Blick auf die Gleisen, auf die Züge und auf die einzelnen Wagons bekam.

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #173
Im Prinzip hättest du Recht, nur schaut die Sache bei dir ganz anders aus. Erstens, weil du UNS dauernd weis machen willst, wie überlegen DU uns bist, und zweitens, weil du ständig den Weisen spielst, der du aber gar nicht bist.

Die Annahme, das ich euch überlegen bin oder den Anschein gebe mich so auszudrücken, beruht ganz einfach darauf, weil ihr mich so sehen wollt.
Andersdenkende, die sich außerhalb der Gruppierung befinden, sind der Gruppenfeind. Und der muss bekämpft werden - komme was wolle.

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #154
Schlauheit ist erlebtes Wissen, welches dem Denken überlegen ist, aber braucht, um es erleben zu können.[quote]
[quote="Perquestavolta"|p3202211]Genau das meinte ich.. Du hältst dich selbst für überlegen Schlau und bist aber viel zu dumm, um dir wenigstens hypothetisch vorstellen zu können, dass deine Gegenüber auch über erlebtes Wissen verfügen, von dem du selber noch nicht mal den Schimmer einer Ahnung hast.

Du hast eine klare Antwort von mir erhalten welche du gleich als Angriff siehst. Ein typisches Verhalten des logischen Paradoxons, welches eine Erscheinung der Gruppenbildung ist.
Natürlich gehe ich davon aus, schon allein aus dem Grund des Alterunterschiedes, dass das Erlebte des mir Gegenüber ein anderes als meines ist. Ich kann mich deshalb nicht in Themen einmischen, welche ich nicht selbst "durchlebt" habe, obwohl der Altersunterschied keine große Rolle spielt.
Wichtiger hierbei ist die Einordnung der Erfahrung, tut man dies Gruppenbezogen oder wagt man den Schritt eines Abweichens in die Fremdgruppen?

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #167
[quote="SOL demiurg"|p3202193]
Dein Mangel ist ganz klar und eindeutig - Indoktrination ohne Selbstbetrachtung(Spiegelbild!!

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #167
Damit hast du dir jetzt aber nur ein ziemlich dummes Eigentor geschossen. Wenn du zuerst behauptest, dass man Dummheit immer anhand einer Basis betrachten kann und du aber davon ausgehst, dass nur deine Basis dafür die einzig richtige ist, dann ist es wohl mehr als nur offensichtlich, dass du reif für die Klapsmühle bist.

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #154
Ja, das alte Dummheit und Klapsmühlen Spiel - EIN Satz steht doch nicht für eine einzige aussagefähige Buchstabenfolge dessen Wörter man misst.

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #167
Man kann den Geisteszustand seines Gegenüber nur an der Klarheit seiner Sätze einschätzen. Und das Ergebnis dieser Einschätzung ist bei dir eine einzige Katastrophe, SOL dmiurg. Und wie du inzwischen sicher schon mitgekriegt hast, bin ich hier in diesem Forum ganz und gar nicht der Einzige, der zu einem solchen Ergebnis gekommen ist.

Du gehst zu stark davon aus, das ich soetwas nicht weiß!
Da Viele deiner Gruppierung Atheismus angehören, die so über mich denken, ist ein Ergebnis "einseitig" - nicht aussagekräftig genug um überhaupt auf ein Ergebnis zu kommen.

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #167

Die sogenannte Hochkultur der Ägypter waren die eines Ameisenvolkes und welches untergegangen ist, wie jedes andere Ameisenvolk auch untergegangen ist. Die imposanten Ameisenhügel welche die Ägypter errichtet haben, mögen zwar auf den ersten Blick beeindruckend sein, aber wenn man weis, unter welchen Bedingungen und mit welchen Mitteln, dann schaut die Sache schon viel neutraler aus. Man stelle sich zwanzigtausend bis dreißigtausend Menschen vor, die bei 50 Grad im Schatten und nur mit reiner Körperkraft und primitivsten technischen Hilfsmittel tonnenschwere Steine durch die Gegend schleifen müssen und wie groß die Verletzungsgefahr dabei ist...

Außerdem verdanken wir es nur den besonderen klimatischen Bedingungen Ägyptens, dass es dem aufkommenden modernen Wissenschaftsgeist der Neuzeit überhaupt gelungen ist,
Einblicke in eine Epoche der Menschheitsgeschichte zu erlangen, die normalerweise längst schon von Wind und Wetter zerfressen worden wäre...

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #167
Der Jenseitsgedanke ist Zeitlos, SOL, demiurg. Dem Menschen fällt es schwer sich vorzustellen, dass das ICH einmal nicht mehr existieren wird. Der Jenseitsgedanke ist also die Illusion, die du beruhigendes Wissen nennst. Tatsächlich aber funktionieren die "Jenseitsdinge" aber ganz anders. Das hättest du sogar selbst herausfinden können, wenn du dein Gehirn nicht mit diesem Gotteswahn zugenebelt und kaputt gemacht hättest. Unser Seele, die Wesensnatur eines jeden Menschen, wird von den Genen unser Vorfahren an uns weitergegeben. Leben und Sein ist ein regenerativer Prozess und unser ICH ist nur eine zweckdienliche wie nützliche Erscheinungsform die im großen Informationsfluss dessen, was wir als menschliches Bewusstsein definieren auf irgend eine Art und Weise mit einfließt. Unser aller ICH mit all seinen nützlichen oder auch weniger nützlichen Erfahrungen, prägt das Bewusstsein und die Erkenntnisfähigkeit der nächsten Generationen. Meistens geschieht das über unsere eigenen direkten Nachkommen. Das Jenseits ist also kein Totenreich, sondern das Leben dieser Welt.

Du kannst dir wohl nicht vorstellen, unter welchen harten Lebensbedingungen die Ägypter meist nicht besonders alt wurden? Selbst die Pharaos litten an Parasiten, degenrativen Krankheiten - auch auf Grund von Inzucht - hatten Tumore, Hautkrankheiten, litten schon im Alter von 20 Jahren an schmerzhafter Artrose, wie sie in unserer heutigen Zeit nur bei über 70 Jährigen öfter mal diagnostiziert wird.. Das Volk lebte im Dreck und zusammen mit den Fäkalien ihrer Haustiere unter einem Dach...

Dass die Menschen damals gerne auf ein besseres Leben in einem "Jenseits" glaubten, wenn das diesseitige beschissen und meist ziemlich Kurz war, leigt wohl auf der Hand!

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #170

Das ist -ein- Bild der ägyptischen Geschichte. Der "Jenseitsgedanke" ist aber älter.

Dein Seelenbild solltes du noch geraderücken und nicht auf das pochen was du bis dato gelernt hast. Die ägyptische Mythologie ist dafür eine sehr gute Quelle.
"Die Seele" wird nicht in und durch unsere Gene weitergegeben. Die Wesensnatur eines Menschen, ist nicht die Seele.

Der Jenseitsgedanke ist zeitlos - das ist eine schöne Ausdrucksform.

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #170

Primitive Hilfsmittel sind manchmal wirkunsvoller als technisch ausgereifte Roboter.
Zitat von Perquestavolta im Beitrag #167
Das ist blödes und sinnfreies Geschwurbel.. tonnenschwere Steine nur mit Körperkraft durch die Wüste zu schleifen, bei 50°C, tagein tagaus... das solltest du mal selber probieren.

Von welcher Seite Ägyptens rede ich und von welcher du?
Ich denke ich habe dies schon mal erwähnt. Als die Ägypter begannen ihre Steinpyramiden und Monumente zu fertigen, waren sie sich der "Abwesenheit der Götter" bewusst und hatten "den Kontakt zu Gott" verloren. Trotzdessen hielt diese Hochkultur über mehrere tausend Jahre an ihre Religion fest, mal besser mal schlechter - den Vorteil den die Ägypter hatten, war, das sie sich bewusst waren, das es Gott gibt!
Der heutige Gottglaube, hat nichts mit der altägyptischen Religion zu tun.
Und bevor wieder einer fragt - das steht nicht in irgendeinem "Nachschlagewerk" - da muss man schon selbst Hand anlegen, sich anstrengen und die Puzzelteile wieder zusammenzufügen.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.587

06.08.2016 13:13
#178 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #177
Zitat von Perquestavolta im Beitrag #173
Zitat von SOL demiurg im Beitrag #170

Menschen, die durch sich selbst in Gruppierungen eingeteilt wurden, die das Verlassen der Gruppierung nur durch Hilfe (Beweise) ertragen, sind Menschen, die die Erklärung aus dieser Gruppierung heraus betrachten.
Nichts anders tust du doch selbst, SOL demiurg! Wo hast du denn deine Kenntnisse über die Ägyptische Mythologie her?

Reflektion, Nachdenken, Darüber sinnen...fehlt den meisten Menschen.
Alles was du über die Ägyptische Mythologie weist, hast du schon mal Menschen zu verdanken, die lange vor dir die Hieroglyphen entschlüsselt haben.. Auch alles andere was du über das antike Ägypten weist, hast du dem wissenschaftlichen Forschergeist
vieler anderer Leute zu verdanken, die gewiss mehr Dreck unter den Fingernäglen hatten, als du Hirn zwischen den Ohren. Ansonsten würdest du nicht so dämlich über deine Mitmenschen denken.

Aller Fortschritt ist der Erfolg von Konflikten, Katastrophen, Tragödien und Unzufriedenheit.
Dass aber gerade die Philosophen und die Prediger des wahren Glaubens sich gerne die ganze Ehre dieser Erfolge selbst zuschreiben, mag uns nachdenklich stimmen.

Reklov Offline




Beiträge: 5.120

06.08.2016 14:03
#179 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat
Du bist Deutscher, aber du schreibst hinter dem Doppelpunkt "Statt" anstelle von statt. Hättest du ein Universitätsstudium absolviert, würde das wahrscheinlich auch nichts daran ändern, dass deine Philosophie nur der Narzissmuspflege dient.

Perquestavolta,

Die Regel, die mir bekannt ist, lautet: Folgt nach dem Doppelpunkt ein vollständiger Satz, so wird das Wort nach dem Doppelpunkt groß geschrieben. Weil ich einen "vollständigen Satz" nach dem Doppelpunkt geschrieben hatte, ist das "Statt" so korrekt! Philosophie ist lediglich ein Mittel, sich mit sprachlichen Mitteln den so zahlreichen und sich widersprechenden Behauptungen zu widmen, diese also einer Sprachkritik zu unterziehen. Nicht mehr und nicht weniger! Das aber bedeutet in erster Linie Arbeit und keine Narzissmus-Pflege! Wer sich ernsthaft mit Philosophie beschäftigt, weiß dies!

Zitat
Nur bei allem dem, scheinst du nicht zu begreifen, dass Menschen sich auch ohne Maschinengewehr schon immer gegenseitig die Schädel eingeschlagen haben.. Und es ging dabei auch immer um die Dominanz und Vorherrschaft eines ethnischen Rudels über das Territorium anderer Rudel.

Ich begreife mehr, als Du Dir vorstellen kannst. Dass sich Menschen früher im Kampf, Mann gegen Mann, die Schädel eingeschlagen haben, ist jedem bekannt. Nur - mit der Erfindung des Maschinengewehrs war es nun auch dem körperlich Schwachen möglich, allein mit dem Finger am Abzug, Hunderte von stärkeren Gegnern aus der Distanz zu töten.
Bereits die Erfindung der ersten Schusswaffen machte es möglich, dass ein ungeübter Kämpfer einen gut ausgebildeten Ritter vom Pferd schießen konnte. Damit war auch das Ende des Ritterstandes eingeläutet worden und die Vorrechte des Adels begannen nun, an vielen Stellen zu bröckeln, denn nicht mehr der ausgebildete Schwertführer allein entschied nun den Ausgang einer Schlacht.

Zitat
Es kann auch Abertausende davor schützen mit Macheten, Messern und Äxten nieder gemetzelt zu werden... Stell dir mal vor, die Staatsgewalt müsste mit Steinschleudern, Pfeil und Bogen, Streitäxten und mit Speeren für Recht und Ordnung sorgen..

Dann würde es wenigstens wieder "faire" Verhältnisse geben. So hat die Staatsgewalt in Deutschland dem Bürger die Feuerwaffen aus der Hand genommen und ihn damit auch irgendwie "zahnlos" gemacht.
In den USA sieht die Sache schon anders aus. Dieses Land wurde mit Waffen erobert und die Bürger ließen sich diese auch nicht mehr aus ihren Händen nehmen. Ein Mitglied eines US-Waffenvereins sagte im TV, dass die Amerikaner sich den Waffenbesitz niemals verbieten lassen würden, denn nur so sei gewährleistet, dass sie im extremen Notfall eine schädliche Regierung auch wirksam bekämpfen könnten.
Die Waffe der Deutschen ist heute lediglich der "Wahlzettel".

Zitat
Aber das alles ignorierst du einfach.. Stell dir mal vor, dass wenn in der Weltgeschichte nicht alles so gelaufen wäre, wie es gelaufen ist, es viel von uns überhaupt nicht geben würde..

Dies ist eine persönliche Vermutung von Dir, welche aber genauso wenig Beweiskraft enthält, wie ein Glaubensbekenntnis.

Meine Meinung hierzu: Wäre durch die immer ausgefeiltere Waffentechnik das gegenseitige Töten nicht zu einem unpersönlichen und physisch leichterem Vorgang geworden, wäre zumindest der "faire" Kampf (Mann gegen Mann) eine überschaubare Sache geblieben, denn eine Feldschlacht im Mittelalter wurde 20 km weiter schon nicht mehr wahrgenommen. Der 2. Weltkrieg aber zeigte, dass bereits wenige Flugzeuge genügten, um ganze Städte, mitsamt ihrer Zivilbevölkerung, in Schutt und Asche zu bomben!-

Die Atombombenexplosionen über Hiroshima und Nagasaki töteten insgesamt um die 100.000 Menschen sofort – fast ausschließlich Zivilisten und von der japanischen Armee verschleppte Zwangsarbeiter. An Folgeschäden starben bis Jahresende 1945 weitere 130.000 Menschen. In den weiteren Jahren kamen etliche hinzu.
Für diesen "Massenmord" startete ein Bomberflugzeug mit zwölf Mann Besatzung an Bord. Zwei weitere B-29-Flugzeuge, „The Great Artiste“ und ein zu diesem Zeitpunkt namenloses Flugzeug, das später „Necessary Evil“ getauft wurde, begleiteten die „Enola Gay“. Eine kleine Gruppe war also in der Lage, aus der Luft dieses gewaltige Inferno anzurichten, welches so zahlreiche Opfer forderte!
Hätte man im Mittelalter über 200.000 Menschen töten wollen, wären die Verantwortlichen genötigt gewesen, ein entsprechend großes Heer auf die Beine zu stellen. Der Kampf wäre also zumindest "fairer" und der Ausgang ungewiss gewesen.

Gruß von Reklov

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.922

07.08.2016 01:05
#180 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #169
Zitat von Blackysmart im Beitrag #155
Zitat von SOL demiurg im Beitrag #151
. Wie willst du eine Gotteserfahrung machen, wenn du sie in "logischen" Abläufen suchst? Wie logisch kann Gott sein?
Warum sollte Gott unlogisch sein?

Wer sagt denn das Gott unlogisch ist?


Selten so einen verwirrten Menschen wie Dich getroffen, Demiurg.

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #169
Zitat von Blackysmart im Beitrag #155

1. Erläutere die genaue Situation, in der Du Deine angebliche Gotteserfahrung hattest.
2. Schildere Deine Gedanken, Gefühle oder Körperreaktionen, die Du während der angeblichen Gotteserfahrung hattest.
3. Argumentiere, weshalb es Deiner Meinung nach eine Gotteserfahrung sein kann bzw. muss.

1.2.3. Manche Dinge bleiben geheim!!


Dafür wirst Du sicher gute Gründe haben. Lächerlicher als bisher kannst Du Dich aber auch mit hanebüchenen Gotteserfahrungen nicht mehr machen.

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #169
Sollte dir irgendwann einmal etwas sehr seltsames geschehen, welches logische Erklärungen nicht mehr standhält, wirst du genau diesen Satz verstehen (lernen).


Hier im Forum begegnen mir gelegentlich äußerst seltsame Beiträge, die ich mir logisch nicht erklären kann. Sind das dann Gotteserfahrungen ?

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #169
Durch diese Art und Form der Erfahrung - die sich im denken, handeln und sprechen wiederspiegelt - werden dir Augen und Ohren geöffnet, die jedwede Äußerung, die gegen die eigene Person sowie dessen "Glauben" gerichtet ist, an "Wissen" und Erfahrung abprallen lässt.


Lass nur alle Kritik und kritisches Hinterfragen an Deinem Geheimwissen abprallen. Da Du glaubst, die letzte Stufe der Weisheit bereits erreicht zu haben, brauchst Du Wissen und Erfahrung von anderen nicht.

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #169
. Es ist die Gefahr der Eigentümlichkeit die man durchlebt, die in anderen Augen Eitelkeit erkennen oder die "Normalität anzweifelt" lässt, die der Gegenüber ausstrahlt. Es ist ein einsamer Weg - den man mit Freude beschreitet!


Du bist ein heldenhafter Märtyrer


Zitat von SOL demiurg im Beitrag #169
. Nur weil unser "vermeintliches" Wissen keine Erklärung liefern kann, muss das nicht bedeuten das es keine Erklärung gibt.


Mit diesem Satz kannst Du den größten Blödsinn rechtfertigen.

Reklov Offline




Beiträge: 5.120

07.08.2016 11:37
#181 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat
Hier im Forum begegnen mir gelegentlich äußerst seltsame Beiträge, die ich mir logisch nicht erklären kann. Sind das dann Gotteserfahrungen

Blackysmart,

mit Sarkasmus allein, wirst Du Dich dem großen Thema nicht nähern können. - Gotteserfahrungen sind u.a. auch persönliche Schicksalserfahrungen und eigentlich nur vom Betroffenen zu "bemerken" - vorausgesetzt, er bleibt offen und wach für solche "Zeichen".

Als ich einst hier im Forum von meinen präcognitiven Träumen berichtete, welche sich ein halbes Jahr später als "real" zu entpuppen begannen, erntete ich vorwiegend Abwehr in Form höhnender Kommentare. Klar - wer selbst keine solche "Erfahrungen" gemacht hat, kann dies auch in keiner Weise nachvollziehen.
Wenn Du aber lediglich die formale Logik, - wie sie in der Mathematik, der Sprachlogik oder der Logistik enthalten ist, - beim Durchdenken des "Gottesthemas" zum Einsatz bringst, wirst Du nicht sehr weit kommen.
Das "Göttliche" wird zunächst mal immateriell "gedacht". Das ist "logisch", sonst wäre ES ja (nach unseren Vorstellungen!) auch dem Zerfall und der Wandlung innerhalb der Atome preisgegeben.

Gruß von Reklov

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.922

07.08.2016 15:40
#182 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #181
. mit Sarkasmus allein, wirst Du Dich dem großen Thema nicht nähern können. - Gotteserfahrungen sind u.a. auch persönliche Schicksalserfahrungen und eigentlich nur vom Betroffenen zu "bemerken" - vorausgesetzt, er bleibt offen und wach für solche "Zeichen".


Meinst Du, Atheisten hätten keine persönlichen Schicksalserfahrungen?

Was Du mit offen und wach bezeichnest, bezeichne ich als dogmatisiertes Denken. Du und Demiurg werden alle euch nicht erklärbaren Dinge einem "Gott" zuweisen, obwohl ihr nicht mal den kleinsten Anahltspunkt habt, dass es so etwas wie einen Gott überhaupt gibt. Offenes Denken zeichnet sich durch Abwesenheit von Dogmen aus.

Zitat von Reklov im Beitrag #181

Als ich einst hier im Forum von meinen präcognitiven Träumen berichtete, welche sich ein halbes Jahr später als "real" zu entpuppen begannen, erntete ich vorwiegend Abwehr in Form höhnender Kommentare. Klar - wer selbst keine solche "Erfahrungen" gemacht hat, kann dies auch in keiner Weise nachvollziehen.


Du verarbeitest in Deinen Träumen Ängste, Gefühle und Wünsche. Das später etwas von Deinen Träumen tatsächlich eintritt, ist nur eine Frage der Wahrscheinlichkeit.

Wie soll ich mir diese Gotteserfahrung eigentlich vorstellen? Hat ein Gott Deinen Traum verfolgt und ihn anschließend Realität werden lassen? Hat ein allwissender Gott Dir in Deinem Traum hellseherische Fähigkeiten auf ein zukünftiges Ereignis verpasst? Warum tut er das bei den Menschen mit Gotteserfahrungen zumeist nur bei Schicksalsschlägen und einschneidenden, familiären Ereignissen und nicht bei der Voraussage von Lottozahlen oder Naturkatastrophen mit vielen Toten?


Zitat von Reklov im Beitrag #181
Wenn Du aber lediglich die formale Logik, - wie sie in der Mathematik, der Sprachlogik oder der Logistik enthalten ist, - beim Durchdenken des "Gottesthemas" zum Einsatz bringst, wirst Du nicht sehr weit kommen. Das "Göttliche" wird zunächst mal immateriell "gedacht". Das ist "logisch", sonst wäre ES ja (nach unseren Vorstellungen!) auch dem Zerfall und der Wandlung innerhalb der Atome preisgegeben.


Hast Du übernatürliche Fähigkeiten oder bist Du mit Deiner Wahrnehmung auf Dinge und Ereignisse der materiellen Welt beschränkt? Dein präcognitativer Traum ist physikalisch in Deinem Gehirn gespeichert, also könnte man ihn mit dem notwendigen Wissen rein physikalisch Nervenzelle für Nervenzelle aus Deinem Gehirn auslesen. Wenn Du niemandem von Deinem Traum erzählt hast, gehen diese "göttlichen" Informationen nach Deinem Tod verloren.

Wenn das "Göttliche" nur immateriell wäre, wie kämen die Informationen dann in die materielle Welt? Zumindest ein Teil deines Gottes muss materiell sein, damit Du ihn wahrnehmen kannst. Heiligen Schriften der Menschheit berichten fast nur über materielle Auswirkungen von Göttern. Götter können ja erst an ihren realen Erscheinungen oder Taten erkannt werden. Es ist also ganz und gar nicht logisch, dass Götter immateriell gedacht werden.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

07.08.2016 18:14
#183 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat von Blackysmart im Beitrag #182
Zitat von Reklov im Beitrag #181
. mit Sarkasmus allein, wirst Du Dich dem großen Thema nicht nähern können. - Gotteserfahrungen sind u.a. auch persönliche Schicksalserfahrungen und eigentlich nur vom Betroffenen zu "bemerken" - vorausgesetzt, er bleibt offen und wach für solche "Zeichen".


Meinst Du, Atheisten hätten keine persönlichen Schicksalserfahrungen?

Was Du mit offen und wach bezeichnest, bezeichne ich als dogmatisiertes Denken. Du und Demiurg werden alle euch nicht erklärbaren Dinge einem "Gott" zuweisen, obwohl ihr nicht mal den kleinsten Anahltspunkt habt, dass es so etwas wie einen Gott überhaupt gibt. Offenes Denken zeichnet sich durch Abwesenheit von Dogmen aus.

Hier zeigt sich wieder, das der Gedanke an Gott oder besser, die Vorstellung was Gott ist, nicht nachgegangen wird. Die westliche Gesellschaft ist vom abrahamitischen Denken so tief ergriffen, das sie alles, was über Gott zu wissen scheint, nur in dieser zu finden ist.

Zitat von Blackysmart im Beitrag #182
Zitat von Reklov im Beitrag #181

Als ich einst hier im Forum von meinen präcognitiven Träumen berichtete, welche sich ein halbes Jahr später als "real" zu entpuppen begannen, erntete ich vorwiegend Abwehr in Form höhnender Kommentare. Klar - wer selbst keine solche "Erfahrungen" gemacht hat, kann dies auch in keiner Weise nachvollziehen.


Du verarbeitest in Deinen Träumen Ängste, Gefühle und Wünsche. Das später etwas von Deinen Träumen tatsächlich eintritt, ist nur eine Frage der Wahrscheinlichkeit.

Wie soll ich mir diese Gotteserfahrung eigentlich vorstellen? Hat ein Gott Deinen Traum verfolgt und ihn anschließend Realität werden lassen? Hat ein allwissender Gott Dir in Deinem Traum hellseherische Fähigkeiten auf ein zukünftiges Ereignis verpasst? Warum tut er das bei den Menschen mit Gotteserfahrungen zumeist nur bei Schicksalsschlägen und einschneidenden, familiären Ereignissen und nicht bei der Voraussage von Lottozahlen oder Naturkatastrophen mit vielen Toten?

"Gotteserfahrung" - musst du dir nicht vorstellen, wie schon mal geschrieben ist "alles", was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können, eine Erfahrung.
Die Vorstellungskraft, leider auch mit der Kraft der Einbildung verbunden, hilft, Dinge in logische Abläufe zu konstruieren. Aber, und das ist Grundvoraussetzung, entscheidend ist die Intensität der eigenen Bemühungen, die, wie Reklov oben anmerkte, durch ein waches Auge und offenem Herzen "von jeden Menschen" ausgelebt werden müssten, um Zeichen als "Zeichen" erkennen zu können.

Lottozahlen? Echt? Warum sollte ein Wesen, welches das Universum im "Einklang" hält, sich um einen einzelnen Lottogewinner kümmern?? Was hätte dieses Wesen davon?
Naturereignisse, welche vom Menschen als Katastrophen betiteln werden, sobald Menschen dabei ums Leben kommen, sind Ereignisse, die einem natürlichen Ablauf folgen. Dem Wesen "Gott" sollte man "menschliche" Züge nicht unterstellen.


Zitat von Blackysmart im Beitrag #182
Zitat von Reklov im Beitrag #181
Wenn Du aber lediglich die formale Logik, - wie sie in der Mathematik, der Sprachlogik oder der Logistik enthalten ist, - beim Durchdenken des "Gottesthemas" zum Einsatz bringst, wirst Du nicht sehr weit kommen. Das "Göttliche" wird zunächst mal immateriell "gedacht". Das ist "logisch", sonst wäre ES ja (nach unseren Vorstellungen!) auch dem Zerfall und der Wandlung innerhalb der Atome preisgegeben.


Hast Du übernatürliche Fähigkeiten oder bist Du mit Deiner Wahrnehmung auf Dinge und Ereignisse der materiellen Welt beschränkt? Dein präcognitativer Traum ist physikalisch in Deinem Gehirn gespeichert, also könnte man ihn mit dem notwendigen Wissen rein physikalisch Nervenzelle für Nervenzelle aus Deinem Gehirn auslesen. Wenn Du niemandem von Deinem Traum erzählt hast, gehen diese "göttlichen" Informationen nach Deinem Tod verloren.

Wenn das "Göttliche" nur immateriell wäre, wie kämen die Informationen dann in die materielle Welt? Zumindest ein Teil deines Gottes muss materiell sein, damit Du ihn wahrnehmen kannst.
Heiligen Schriften der Menschheit berichten fast nur über materielle Auswirkungen von Göttern. Götter können ja erst an ihren realen Erscheinungen oder Taten erkannt werden. Es ist also ganz und gar nicht logisch, dass Götter immateriell gedacht werden.

In meinem Verständnis, sind übernatürliche Fähigkeiten Fähigkeiten, die vom Menschen "noch" nicht als natürlich eingestuft wurden.
Wir wissen sehr wenig über den Tod oder besser über das "danach" (Jenseits). Also warum die Behauptung, das Informationen verloren gehen, wenn ein Lebewesen(körperlich/materiell) stirbt?
Ich denke, das Reklov nicht gesagt hat, das das Göttliche "nur" immateriell wäre.

Aber du hast eine Gute Frage gestellt: "Ein Teil des Gottes muss materiell sein, damit er wahrnehmbar ist" und wir uns somit "Gedanken" darüber machen (können), uns eine "Vorstellung" von dem machen können, was uns "in den Sinn(en) kommt".

Gott - nicht Götter. "Ein Urgrund" aus dem Alles entstand. "Götter", brachten die Menschen in die Welt. Die Grundfrage besteht: Was bedeutet das Wort Gott?
Wurde dieses Wort schon immer in dem Zusammenhang gesehen, in welchen der heutige Mensch dies deutet?

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

07.08.2016 18:21
#184 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat von Blackysmart im Beitrag #180

Hier im Forum begegnen mir gelegentlich äußerst seltsame Beiträge, die ich mir logisch nicht erklären kann. Sind das dann Gotteserfahrungen ?

Da Du glaubst, die letzte Stufe der Weisheit bereits erreicht zu haben, brauchst Du Wissen und Erfahrung von anderen nicht.

Tja, sind Gotteserfahrungen, welche "außerhalb" der normalen Weltsicht auftreten, Erfahrungen aus Gottes Hand? Sind es Informationen die zum "anregen" dienen? Oder ist alles nur ein Hirngespinst und pure Einbildungskraft?

Solche Fragen wird dir niemand beantworten können! Außer natürlich du selbst.

Ich habe nie behauptet das ich am Ende meiner Weisheit angelangt wäre und Erfahrungen nicht mehr bräuchte - das ist (d)eine Einbildung - welche nicht genügend reflektiert ist.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.587

07.08.2016 19:49
#185 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #183
Zitat von Blackysmart im Beitrag #182
Zitat von Reklov im Beitrag #181
. mit Sarkasmus allein, wirst Du Dich dem großen Thema nicht nähern können. - Gotteserfahrungen sind u.a. auch persönliche Schicksalserfahrungen und eigentlich nur vom Betroffenen zu "bemerken" - vorausgesetzt, er bleibt offen und wach für solche "Zeichen".


Meinst Du, Atheisten hätten keine persönlichen Schicksalserfahrungen?
Was Du mit offen und wach bezeichnest, bezeichne ich als dogmatisiertes Denken. Du und Demiurg werden alle euch nicht erklärbaren Dinge einem "Gott" zuweisen, obwohl ihr nicht mal den kleinsten Anahltspunkt habt, dass es so etwas wie einen Gott überhaupt gibt. Offenes Denken zeichnet sich durch Abwesenheit von Dogmen aus.

Hier zeigt sich wieder, das der Gedanke an Gott oder besser, die Vorstellung was Gott ist, nicht nachgegangen wird.
Wenn du selber die Widersprüche in deinen Behauptungen und Aussagen nicht mehr verstehst, würde mich das nicht wundern. Das einzige was sich hier wieder zeigt, dass du in einer Bilderwelt deines eigenen Gehirns lebst und diese Bilder als absolute Realität auf deine Mitmenschen projizierst. Entweder nimmst du Drogen, du leidest an einer schweren Neurose und Schlafmangel oder du hast schon von Natur aus einen angeborenen schweren Dachschaden. Ich habe jetzt mal das Inet nach Spuren von dir gescannt und bin dabei auf mehrere Foren gestoßen, aus denen du wegen gleichem Verhaltens hochkantig ausgeschieden wurdest, SOL demiurg!

Aller Fortschritt ist der Erfolg von Konflikten, Katastrophen, Tragödien und Unzufriedenheit.
Dass aber gerade die Philosophen und die Prediger des wahren Glaubens sich gerne die ganze Ehre dieser Erfolge selbst zuschreiben, mag uns nachdenklich stimmen.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.587

07.08.2016 20:04
#186 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Und auch sonst, @SOL demiurg scheint es dir nie aufgefallen zu sein, dass wir "streibaren" Atheisten so mehr oder weniger jeder Gottesvorstellung nachgehen und dabei immer versuchen die Hintergründe für diese Gottesvorstellungen für unsere eigene persönliche Sicht der Dinge im richtigen Zusammenhang zu verstehen.

Aller Fortschritt ist der Erfolg von Konflikten, Katastrophen, Tragödien und Unzufriedenheit.
Dass aber gerade die Philosophen und die Prediger des wahren Glaubens sich gerne die ganze Ehre dieser Erfolge selbst zuschreiben, mag uns nachdenklich stimmen.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

07.08.2016 20:47
#187 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Ich scheine ja für dich sehr interessant zu sein wenn du mich schon "nachgooglest"
Ja, ich bin aus "einem" Forum "entlassen" wurden, welches sich zum größten Teil mit Esoterik beschäftigte. Von anderen Foren ist mir nichts bekannt...und ich sollte es wissen.

Das deine Gruppierung, die der Atheisten, sich nur auf "richtige Zusammenhänge "eurer" persönlichen Sicht" versteht, ist mir bewusst. Deswegen der Beitrag über die Zuggleisen; das "ihr" dabei aber "andere Wege nachgeht", ist mir fremd - was man schon allein an den Aussagen hier erkennt, die meist einen "persönlichen Charme versprühen"!

Achja - RICHTIGE Zusammenhänge? Bei einer Weltsicht die besagt, das Richtig und Falsch nur Illusionen sind?

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.587

07.08.2016 21:11
#188 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #187
Ich scheine ja für dich sehr interessant zu sein wenn du mich schon "nachgooglest" [smile2
Oder auch einfach nur äußerst merkwürdig.

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #187

Achja - RICHTIGE Zusammenhänge? Bei einer Weltsicht die besagt, das Richtig und Falsch nur Illusionen sind?


Und warum willst du dann ständig deine Mitmenschen davon überzeugen, ihre Sicht der Dinge und die Grundlagen dafür alle falsch sind? Würde sich ja niemand darüber aufregen, wenn dein eigenen Argumente welche das beweisen das sollen, einen Sinn ergeben würden oder wenn sie irgendwo nachprüfbar wären. Aber statt dessen gehst du von dir selbst und deinen eigenen Gedankenspielen als eine absolute und zweifelsfreie Urteilskompetenz aus. Ist das nicht merkwürdig?

Aller Fortschritt ist der Erfolg von Konflikten, Katastrophen, Tragödien und Unzufriedenheit.
Dass aber gerade die Philosophen und die Prediger des wahren Glaubens sich gerne die ganze Ehre dieser Erfolge selbst zuschreiben, mag uns nachdenklich stimmen.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

07.08.2016 21:44
#189 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Ja, Merk-Würdig!
Ein Synonym für merkwürdig ist - eigen. Ist das nicht merk-würdig?

Überzeugen ist eventuell die falsche Auffassung. Auf etwas hinweisen passt da schon eher.

Ich las mal, das wenn ein Mensch sich nicht mehr wundern kann, er seelisch bereits tot ist. Und wenn du dich über mich wunderst und sogar deine Zeit für eine Person opferst die in deinen Augen "merkwürdig" ist, scheint doch noch ein Funke von "Neu-Gier" in dir zu stecken, der, im übertragenden Sinne, ein Blick aus dem Gruppenzug andeutet.

Reklov Offline




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08.08.2016 10:56
#190 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat
Du verarbeitest in Deinen Träumen Ängste, Gefühle und Wünsche. Das später etwas von Deinen Träumen tatsächlich eintritt, ist nur eine Frage der Wahrscheinlichkeit.

Wie soll ich mir diese Gotteserfahrung eigentlich vorstellen? Hat ein Gott Deinen Traum verfolgt und ihn anschließend Realität werden lassen? Hat ein allwissender Gott Dir in Deinem Traum hellseherische Fähigkeiten auf ein zukünftiges Ereignis verpasst? Warum tut er das bei den Menschen mit Gotteserfahrungen zumeist nur bei Schicksalsschlägen und einschneidenden, familiären Ereignissen und nicht bei der Voraussage von Lottozahlen oder Naturkatastrophen mit vielen Toten?

Blackysmart,

... es waren weder Ängste, Gefühle oder Wünsche, sondern eindeutig eine Vorausschau auf kommende Ereignisse! - Obwohl ich damals bereits jahrelang sorglos in meinem (schon bezahlten) Haus wohnte, klingelte im damaligen Traum immer ein mir unbekanntes Paar mittleren Alters an meiner Haustür und schaute mich, als ich öffnete, nur wortlos und ernst an. Daraufhin machte ich mich im Traum auf die Suche nach einer Wohnung. Als ich den mehrmals, in haargenau gleicher Form wiederkehrenden Traum meiner Frau erzählte, wunderten wir uns beide, dachten aber nicht weiter darüber nach. Etwa ein halbes Jahr später "verstanden" wir aber die warnenden Traumbilder und ihre Bedeutung. Es handelte sich um ein alles umkrempelndes familiäres Ereignis. - (Weiteres wäre aber hier dann doch zu "privat".)

Ob einer schon mal seine "6 richtigen" Lottozahlen im Voraus geträumt hat, weiß ich nicht. - Bekannt ist aber, dass Viele von bevorstehenden Katastrophen über Träume gewarnt worden waren und so deren Folgen ausweichen konnten. Wenn dennoch Menschen durch Katastrophen umkommen, so könnte dies Gründe haben, die uns (noch) nicht zugänglich sind. Der "Karma-Gedanke" mag z.B. hier als ein mögliches Denkmodell eingeklammert werden (?)

Aus menschlicher Sicht sind viele Tote immer eine große Tragödie; würden wir aber absolutes Wissen über das Universum besitzen, hätte der Tod u.U. einen ganz anderen Stellenwert in unserem Denken.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




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08.08.2016 11:08
#191 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat
dass wir "streibaren" Atheisten so mehr oder weniger jeder Gottesvorstellung nachgehen und dabei immer versuchen die Hintergründe für diese Gottesvorstellungen für unsere eigene persönliche Sicht der Dinge im richtigen Zusammenhang zu verstehen.

Perquestavolta,

... erstens bleibt es dabei immer bei einer "persönlichen Sicht" und zweitens kann dadurch schon mal kein "richtiger" Zusammenhang zustande kommen - denn - dazu müsste man das Universum als "Ganzes" verstehen können - also auch seinen "geistigen Hintergrund" und nicht nur Splitterwissen über elektromagnetische Wechselwirkungen innerhalb der Materie katalogisiert haben!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.120

08.08.2016 11:18
#192 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat
Ich habe jetzt mal das Inet nach Spuren von dir gescannt und bin dabei auf mehrere Foren gestoßen, aus denen du wegen gleichem Verhaltens hochkantig ausgeschieden wurdest, SOL demiurg!

Perquestavolta,

... na und? - Niemand würde sich wundern, wenn z.B. ein Demokrat aus versch. Ländern ausgewiesen wird, in denen eine Diktatur an der Macht ist. Dein Vorwurf gegen SOL demiurg trägt also kein überzeugendes Gewicht!
Wenn Du Dich in der Geschichte der Menschheit etwas auskennst, müsste Dir ja bekannt sein, dass stets diejenigen verfolgt und ausgegrenzt worden waren, die nicht in das gerade vorherrschende "System" passten.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.587

08.08.2016 11:19
#193 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #189
Ja, Merk-Würdig!
Ein Synonym für merkwürdig ist - eigen. Ist das nicht merk-würdig?

Überzeugen ist eventuell die falsche Auffassung. Auf etwas hinweisen passt da schon eher.

Ich las mal, das wenn ein Mensch sich nicht mehr wundern kann, er seelisch bereits tot ist. Und wenn du dich über mich wunderst und sogar deine Zeit für eine Person opferst die in deinen Augen "merkwürdig" ist, scheint doch noch ein Funke von "Neu-Gier" in dir zu stecken, der, im übertragenden Sinne, ein Blick aus dem Gruppenzug andeutet.


SOL demiurg, du projizierst die persönliche begriffliche Bilderwelt in deinem Gehirn als die einzig mögliche wie auch einzig wahre Wirklich auf dein Mitmenschen.
Für uns Atheisten ist aber die Frage ob Gott existiert oder nicht existiert, ohne jede Relevanz und wenn wir uns trotzdem damit beschäftigen, dann nur deswegen, weil es uns bei dieser Frage um alles das geht, was mit dieser Frage zusammenhängt und was sonst noch davon abhängt.

Religion, Gott, Glaube.. sind archaische Bedürfnisse des Menschen, hinter seiner bedrohlichen und schier unmöglich vorhersehbaren Wirklichkeit und Existenz, mit all ihren fast endlos vielen Parasiten, Fressfeinden, Naturkatastrophen, Wetteranomalien ....Krankheiten, Verletzungsgefahren.. das Muster einer höheren Ordnung und Macht zu erkennen, auf deren willkürlichen Entscheidungen man durch bestimmte Verhaltensmuster Einfluss nehmen kann.

Die Naturwissenschaften zeigen uns , dass es diese höhere Macht nicht gibt. Die Naturwissenschaften zeigen uns, dass hinter aller Dynamik und Bewegung unserer Welt, energetische Potentialverschiebungen stecken, die keinerlei intelligentem Plan folgen, sondern einfach nur die Wechselwirkung von Naturkonstanten sind, welche alle nach einem ausgeglichenen Ruhezustand und Gleichgewicht der Materieverteilung in unserer Welt/Realität streben, den man Entropie nennt. Das ist jetzt zwar ein ziemlich vereinfachtes Erklärungsmodell für die Begründung der Gottlosigkeit die man auch als Atheismus kennt, aber sie zeigt, dass die atheistische Neugier nicht einfach nur irgendwelchen emotionalen und gefühlsmäßigen Zwanghaftigkeiten folgt, die danach streben, "WERTE", welche immer nur menschliche Projektionen von beliebigem Umfang sein können, als objektivierbare Sachverhalte einer höheren geistigen Ordnung zuzuweisen.
Denn dabei geht es nämlich um nichts anderes, als um ein primitives und infantiles wie ebenso egozentrisches Bestreben, mittels manipulativer Strategien, die Realität der äußeren Welt der eigenen inneren Empfindungswirklichkeit anzupassen. Dass dabei immer Hierarchie- und Rangordnungskämpfe ausgetragen werden müssen, sollte wohl Beweis genug sein...

Damit, SOL demiurg, solltest du jetzt begriffen haben, dass wir Atheisten von deinen WICHTigen "Hinweisen" überhaupt nichts mehr lernen können, weil wir den geistigen Zustand, auf dem diese deine scheinbar so WICHTigen Hinweise gründen, schon in unserer vorpubertären Kindheit durchlebt haben.

Aller Fortschritt ist der Erfolg von Konflikten, Katastrophen, Tragödien und Unzufriedenheit.
Dass aber gerade die Philosophen und die Prediger des wahren Glaubens sich gerne die ganze Ehre dieser Erfolge selbst zuschreiben, mag uns nachdenklich stimmen.

Reklov Offline




Beiträge: 5.120

08.08.2016 12:02
#194 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat
Für uns Atheisten ist aber die Frage ob Gott existiert oder nicht existiert, ohne jede Relevanz und wenn wir uns trotzdem damit beschäftigen, dann nur deswegen, weil es uns bei dieser Frage um alles das geht, was mit dieser Frage zusammenhängt und was sonst noch davon abhängt.

Perquestavilta,

... da seid ihr auf dem richtigen Weg, denn es geht (außerhalb der vorgekauten Dogmen) ja eigentlich nur um dieses Fragen und Suchen nach dem Woher und Wohin! Dem Menschen ist dies nur mit den Mitteln der Geistes- und Naturwissenschaften möglich.
Übrigens: In der Mystik heißt es >>Engel glauben nicht; sie wissen.<<

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.587

08.08.2016 13:21
#195 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #194

Zitat
Für uns Atheisten ist aber die Frage ob Gott existiert oder nicht existiert, ohne jede Relevanz und wenn wir uns trotzdem damit beschäftigen, dann nur deswegen, weil es uns bei dieser Frage um alles das geht, was mit dieser Frage zusammenhängt und was sonst noch davon abhängt.

Perquestavilta,

... da seid ihr auf dem richtigen Weg, denn es geht (außerhalb der vorgekauten Dogmen) ja eigentlich nur um dieses Fragen und Suchen nach dem Woher und Wohin!


Du hast die Bedeutung dessen was ich eigentlich gesagt habe gar nicht verstanden Reklov, sondern darin nur ein Ordnungsmuster gesehen, welches aber nur in deinem eigenen Gehirn so angelegt ist.

Zitat von Reklov im Beitrag #194
Dem Menschen ist dies nur mit den Mitteln der Geistes- und Naturwissenschaften möglich.
Auch das ist eine nicht qualifizierte Schlussfolgerung.
Du scheinst nicht ganz mitzukriegen, dass der Geist ein Gehirn braucht, welches ständig mit Zucker, Mineralsalzen und Spurenelementen versorgt werden muss. In unserer Zeit mit all ihren technischen Errungenschaften, mag das kein besonderes Problem mehr darstellen... Aber stell dir mal vor, womit die Menschen noch vor ein bisschen mehr als 100 Jahren dem Geist seinen Wohnsitz instand halten mussten.

Zitat von Reklov im Beitrag #194

Übrigens: In der Mystik heißt es >>Engel glauben nicht; sie wissen.<<
Da sieht man mal wieder, was Mystiker eigentlich für infantile Idioten sind. Engel sind mythologische Schöpfungen des Menschen.

Aller Fortschritt ist der Erfolg von Konflikten, Katastrophen, Tragödien und Unzufriedenheit.
Dass aber gerade die Philosophen und die Prediger des wahren Glaubens sich gerne die ganze Ehre dieser Erfolge selbst zuschreiben, mag uns nachdenklich stimmen.

Reklov Offline




Beiträge: 5.120

09.08.2016 12:36
#196 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat
Du scheinst nicht ganz mitzukriegen, dass der Geist ein Gehirn braucht, welches ständig mit Zucker, Mineralsalzen und Spurenelementen versorgt werden muss. In unserer Zeit mit all ihren technischen Errungenschaften, mag das kein besonderes Problem mehr darstellen... Aber stell dir mal vor, womit die Menschen noch vor ein bisschen mehr als 100 Jahren dem Geist seinen Wohnsitz instand halten mussten.

Perquestavolta,

... klar braucht der "Geist" einen materiellen "Statthalter", der auch ständig versorgt werden muss. - Auch ein Radiogerät könnte als eine Art "Empfänger", in dem Fall für den geistigen Transport menschlicher Botschaften, angesehen werden. Die Versorgung eines "Radio-Empfängers" erfolgt über Strom und die techn. Bauteile seines "Innenlebens" müssen sorgfältig behandelt, im Schadensfall repariert oder ausgetauscht werden. - Die Musik, welche aus dem Radio-Empfänger zu hören ist, wird aber an anderer Stelle komponiert/gespielt.

Zitat
Du hast die Bedeutung dessen was ich eigentlich gesagt habe gar nicht verstanden Reklov, sondern darin nur ein Ordnungsmuster gesehen, welches aber nur in deinem eigenen Gehirn so angelegt ist.[quote]In meinem Bekanntenkreis gibt es auch Atheisten. Dennoch stelle ich fest, dass sie ebenfalls an den "großen" Fragen auf ihre Weise interessiert sind und auch einsehen, dass allein mit naturwissenschaftlichen Kategorien diese Fragen nicht zu lösen sind.
Nimm Dich selber als Beispiel. Es nützt Dir recht wenig, wenn Du Deine Organe, Muskeln, Knochen, Nerven etc. in ihrem chem. Aufbau und ihrer Funktion wissenschaftlich korrekt benennen kannst. Über Dich, als Erscheinung auf Erden, ist damit recht wenig ausgesagt, selbst, wenn Du Deine Spur bis hin zu den ersten Hominiden - und noch weiter - bis zu den ersten Ur-Bakterien zurück verfolgen könntest.[quote]Engel sind mythologische Schöpfungen des Menschen.

Das ist jedem, auch den Mystikern bekannt. - Dieses Zitat >>Engel glauben nicht; sie wissen.<<, soll ja lediglich ausdrücken, dass, wenn einer Wissen besitzt, er nicht mehr auf Glauben angewiesen ist.
Wir Menschen haben auf dem Gebiet des Wissens aber noch eine unüberschaubare Wegstrecke vor uns. Ob den zukünftigen Generationen Allwissenheit je zugänglich sein wird, muss sich in der unbekannten, vor uns liegenden Zukunft aber erst noch erweisen.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 2.433

09.08.2016 13:24
#197 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #196
... klar braucht der "Geist" einen materiellen "Statthalter", der auch ständig versorgt werden muss


Deine Statements sind für mich teilweise recht verwirrend, ich bin vielleicht aber auch kein Maßstab. Ich verstehe Deine Stellungnahme derart, dass der den Geist beherbergende "Statthalter" versorgt werden muss, damit beide ordnungsgemäß funktionieren. Nun habe ich aber den Eindruck gewonnen, dass Du die grundsätzliche Ansicht vertrittst, "Geist" existiere auch ohne "Statthalter", also das Gehirn. Dann frage ich Dich, womit und wie sich der Geist ohne seinen "Statthalter" versorgt? Und warum der im Gehirn eines neugeborenen Menschleins "wohnende" Geist im Laufe des materiellen Lebens erst lernen muss, was zum Überleben notwendig ist...?

----------------------------------------------------
Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Reklov Offline




Beiträge: 5.120

09.08.2016 16:34
#198 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat
Deine Statements sind für mich teilweise recht verwirrend, ich bin vielleicht aber auch kein Maßstab. Ich verstehe Deine Stellungnahme derart, dass der den Geist beherbergende "Statthalter" versorgt werden muss, damit beide ordnungsgemäß funktionieren. Nun habe ich aber den Eindruck gewonnen, dass Du die grundsätzliche Ansicht vertrittst, "Geist" existiere auch ohne "Statthalter", also das Gehirn.

Athon,

... wenn meine Statements für Dich teilweise recht verwirrend sind, so ist das nicht Dein Problem, sondern meines, denn ein Gesetz aus der Hermeneutik lautet: >> Nicht der Hörer, sondern der Sprecher ist verantwortlich für die Verständlichkeit/Richtigkeit (s)einer Botschaft.

Aus meiner Sicht ist das Gehirn (als "Statthalter" des Geistes) ein Geschenk der Evolution, wobei ja bekanntlich über den oder das, welcher/welches dieses "Geschenk" ermöglichte, mit Worten aufs Heftigste gemutmaßt oder gestritten wird.
Dass aber "Geist" auch ohne Statthalter existieren kann, ist bereits an der Historie des Menschen abzulesen, denn - bevor die ersten Menschen sich aus dem Kreis des Tierhaften heraus entwickeln konnten, waren alle späteren "Entdeckungen" bereits als Möglichkeit vorhanden. Die Begabten unter den Menschen brauchten diese also nur "aufzudecken" - was selbstredend manchmal mit lebenslanger Arbeit/Forschung verbunden war.

Ich will es mal am Beispiel des Webstuhles festmachen:

Der Webstuhl ist eine der ältesten Erfindungen des Menschen. Der antike Webstuhl erfuhr jedoch erst im 12. Jahrhundert endlich eine Verbesserung, denn nun konnte man den Trittwebstuhl mit dem Fuß antreiben, den Faden so leichter und schneller einziehen. Die hierzu nötigen "Baupläne" lagen aber schon seit jeher als zu entdeckende Möglichkeit bereit. Der menschliche Geist war aber aus versch. Gründen nicht in der Lage, die nötigen "Puzzles" zusammenzutragen.
Ebenso könnte man auch die "Entdeckungen" auf anderen Gebieten anführen. Oft vermochte schon eine einzige Entdeckung eine Vielzahl von neuen Nebenfeldern zu öffnen - wie z.B. die Erfindung der Dampfmaschine, deren Prinzip dann auch auf vielen Ebenen eingesetzt wurde.

Historiker meinen, dass der "Geist" des Menschen über große Zeiträume hinweg regelrecht "schlief", weil die gesellschaftlichen, auch die klimatischen Bedingungen, keinen Boden für ein ruhiges Tüfteln anboten, denn im harten Überlebenskampf war zunächst die Ernte oder eine Siedlung zu sichern.

Mit dem Einrichten von Universitäten konnte man das Wissen "speichern" und nun vielen Studenten zur Verfügung stellen. So brauchte das Rad also von den nächsten Generationen nicht mehr neu "erfunden" werden. Der "Statthalter des Geistes", das Gehirn, konnte sich also an den schon gemachten Erkenntnissen schneller orientieren und sich vornehmlich einer nötigen Verbesserung/Weiterentwicklung widmen.

Dass mit dem Beginn des 12. und 13. Jahrh. eine Welle von Erfindungen einsetzte, mag damit zusammenhängen, dass zu dieser Zeit auch die ältesten Universitäten in Europa gegründet wurden. Hier lagerte das in Buchtaben und Zahlen systematisch fixierte Wissen - zum Nachlernen für die noch unwissenden Studenten.
Der menschliche Geist hatte sich also schon damals einen zusätzlichen "Speicherplatz des Wissens" außerhalb des Gehirns eingerichtet; die große Welt der Bücher.

Zitat
Dann frage ich Dich, womit und wie sich der Geist ohne seinen "Statthalter" versorgt? Und warum der im Gehirn eines neugeborenen Menschleins "wohnende" Geist im Laufe des materiellen Lebens erst lernen muss, was zum Überleben notwendig ist...?

Ob und wie sich der "Geist" außerhalb seines Statthalters, dem Gehirn, versorgt, kann ich nicht in Worte kleiden. Tatsache aber ist, dass Wissen zunächst erarbeitet werden muss. Es gibt dabei Begabte, Talentierte und Begnadete, welche sich unter den anderen Menschen hervorheben, selbst wenn diese den gleichen Ausbildungsweg durchlaufen.

Die Frage, welche hierzu ebenfalls auftaucht, ist, ob es einen uns unbekannten "großen Speicherplatz" des gesamten universalen Wissens" gibt? - Diese Frage ist nicht unberechtigt, denn schon die ersten antiken Mathematiker erkannten/entdeckten ja die vorhandenen Gesetzmäßigkeiten z.B. über die Berechnungen der von ihnen "erkannten" geometrischen Formen, wie der Kugel, dem Würfel, dem Kegel, dem Zylinder etc.

Nicht ohne Grund ist ja bereits in unserer Sprache das Vorhandensein des gesamten (auch des zukünftigen) Wissens mit dem Wort "entdecken" (also aufdecken von bereits Vorhandenem) angedeutet. Mit dem Tod eines Menschen wird auch dessen Gehirn seiner hier dienlichen Aufgabe entbunden.
Ich meine aber, selbst wenn alle Menschen durch eine unbeherrschbare Seuche innerhalb kurzer Zeit sterben müssten, - wäre der Geist, welcher das Wissen über unsere Gehirne vermittelt, damit in keiner Weise berührt. Der "Weltgeist" würde sich andere, neue Formen schaffen, die zur Erkenntnis fähig sind. Ob und wie aber solche anderen "Formen" auf entfernten Sonnensystemen zeitgleich funktionieren, ist uns als Erkenntnis vorläufig verwehrt! -
Wer dazu seine berechtigten Zweifel anmeldet, der darf sich ja mal fragen, ob wir Menschen z.B. für die Einrichtung
der 4 Grundkräfte in der Physik verantwortlich sind oder gar an deren Funktion konzeptmäßig beteiligt waren (?)


Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.587

09.08.2016 19:24
#199 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #196

Zitat
Du scheinst nicht ganz mitzukriegen, dass der Geist ein Gehirn braucht, welches ständig mit Zucker, Mineralsalzen und Spurenelementen versorgt werden muss. In unserer Zeit mit all ihren technischen Errungenschaften, mag das kein besonderes Problem mehr darstellen... Aber stell dir mal vor, womit die Menschen noch vor ein bisschen mehr als 100 Jahren dem Geist seinen Wohnsitz instand halten mussten.
Perquestavolta,

... klar braucht der "Geist" einen materiellen "Statthalter", der auch ständig versorgt werden muss.

Was dann aber so viel heißt wie, dass alles Geistige an die Materie gebunden ist. Und aber die Materie selbst, auch ganz gut ohne das Geistige existiert. Aber für mich heißt das jetzt, dass deine ganze transzendentale Logik nichts anderes ist, als das Spiegelbild deiner eigenen Widersprüchlichkeit aus endlos vielen dümmlichen Zirkelschlüssen mit denen du dich selbst gefesselt und eingestrickt hast.


Zitat von Reklov im Beitrag #196

- Auch ein Radiogerät könnte als eine Art "Empfänger", in dem Fall für den geistigen Transport menschlicher Botschaften, angesehen werden.
Ein Radiogerät ist
zu gar nichts anderem da. Außerdem ist alles Geistige nur Informationsfluss, was du gerade an diesem deinen Radiobeispiel erkennen müsstest, wenn dein ontologischer
Geist richtig funktionieren würde.


Zitat von Reklov im Beitrag #196

Die Versorgung eines "Radio-Empfängers" erfolgt über Strom
.. der wiederum aus einer Wechselwirkung der Materie mit sich selbst hervorgeht und aus vielen kleinen Potentialverschiebungen gegenüber einem Gleichgewicht zwischen Atomkernen und der unscharfen Schwingungsenergie der Elektronen auf ihren Bahnen um den Atomkern ist und überhaupt nichts Geistiges in sich birgt, sondern uns auch noch deutlich zeigt, dass die Materie selbst der Informant ist, aus dem alles Geistige hervorgeht.

Zitat von Reklov im Beitrag #196

und die techn. Bauteile seines "Innenlebens" müssen sorgfältig behandelt, im Schadensfall repariert oder ausgetauscht werden.[/qute] Was jetzt auch wieder nur ein abstrakter Blödsinn deines materiellen eigenen Gehirns ist, welches über keine genauen Informationen verfügt, wie denn, und auf welchen Grundprinzipien der Materie so ein "Radio" wirklich funktioniert. Das Funktionsprinzip eines Radios hängt überhaupt nicht mit einem sorgfältig behandelten Innenleben und dessen Reparaturen ab, sondern ist ein langer Erkenntnisweg in kleinen und einzelnen Schritten über die Materie und ihrem regelmäßgen Verhalten. Die Bauteile eines Radios werden auf den Grundlagen dieses in vielen kleinen Schritten erarbeiteten Verständnisses der Materie und ihren Verhaltensmustern gefertigt. Auch hier zeigt sich wieder, dass der Geist ein Informationsfluss ist, da am Wissen über die Materie und am Verstehen der Zusammenhänge (ist Bewusstsein), endlos viele Menschen über endlos viel Generationen hinweg zusammen gearbeitet haben.

Außerdem Reklov, kann man ein funktionierenden Radioempfänger auch ganz ohne eigene Stromversorgung bauen. Da die physikalische Grundlage des "Radios" wechselfrequente elektromagnetische Wellen sind, denen durch Beeinflussung ihrer Amplitude (Ausdehnung/Größe der Schwingung) oder durch Beeinflussung der Frequenz (Perioden/Phasenverschiebung der Schwingungen) Informationen auf-moduliert werden, die im Empfangsteil aus einer auf die Wellenlänge abgestimmten Antenne als Resonator und einem magnetischen Pendel welches aus einer Magnetspule und einem sogenannten elektrischen Kondensator bestehen (der wiederum auf dem Grundprinzip der Elektrostatik basiert) - mittels eines elektrischen sehr hochohmigen Ventils als Gleichrichter, die Übertragene Information als kleine Stromschwankung abgegriffen werden kann und über einen hochohmigen kleinen magnetischen Kopfhörers in Schallwellen umgewandelt werden...

Zitat von Reklov im Beitrag #196

Die Musik, welche aus dem Radio-Empfänger zu hören ist, wird aber an anderer Stelle komponiert/gespielt.[quote]
Nur aber solltest du jetzt wissen, dass auch Musik keine reine Schöpfung des Geistes ist, sondern nur eine "mühsam erlernte Methode zur Beeinflussung der Materie", Schallwellen zu erzeugen, die im Wechselspiel von Frequenz und Amplitude, Intervallen und Regelmäßigkeiten ein Muster erzeugen, welches auf unsere Sinneswahrnehmung besonders angenehm und hypnotisch wirk, oder aber auch gar nicht so selten auch einfach nur störend und ablenkend. Je nach dem und subjektiver Beliebigkeit!


Zitat von Reklov im Beitrag #196

Du hast die Bedeutung dessen was ich eigentlich gesagt habe gar nicht verstanden Reklov, sondern darin nur ein Ordnungsmuster gesehen, welches aber nur in deinem eigenen Gehirn so angelegt ist.[quote]In meinem Bekanntenkreis gibt es auch Atheisten. Dennoch stelle ich fest, dass sie ebenfalls an den "großen" Fragen auf ihre Weise interessiert sind..
Was aber wieder nur eine Interpretation, nach deinen eigenen Maßstäben ist, die offensichtlich einem ziemlich arroganten, selbstbeweihräucherischem, selbstverherrlichendem und krankhaft narzisstischen Selbstverständnis zugrunde liegen...

Die großen Fragen bezüglich Gott, Religion und Glaube, mit denen auch wir Atheisten uns zwangsläufig beschäftigen müssen, hängen mit den endlos vielen und oftmals kaum noch erträglichen Nebenwirkungen dieser Placeboideologien zusammen!!

Zitat von Reklov im Beitrag #196

und auch einsehen, dass allein mit naturwissenschaftlichen Kategorien diese Fragen nicht zu lösen sind.
Intelligenz kann man wissenschaftlich messen, aber Dummheit nicht, Reklov. Emotionen, Gefühle, subjektive Empfindungen.. alles das und was noch damit zusammenhängt, haben nichts mit objektiver Sachlichkeit zu tun. Wie und wo sollten die Naturwissenschaften "Dummheit, Naivität, Störungen der Selbstwahrnehmung und in der Realitätsverarbeitung einzelner Individuen.. mit naturwissenschaftlicher Methodik zu Leibe rücken.
Auch wenn die Psychologie eine empirische Wissenschaft ist, kann sie immer nur winzig kleine Ausschnitte der ganzen Persönlichkeit eines Menschen erfassen, welche aus vielen Einflüssen und Wechselwirkungen von Veranlagungen mit dem Lebensumfeld und jenem Ausschnitt der Welt entstanden ist innerhalb dessen das jeweilige Individuum auch wieder nur nach subjektiven Kriterien und strategischen Notwendigkeiten seine Wahrnehmung auf das fokussiert hat, was ihm gerade gut oder und nützlich schien..


Zitat von Reklov im Beitrag #196

Nimm Dich selber als Beispiel. Es nützt Dir recht wenig, wenn Du Deine Organe, Muskeln, Knochen, Nerven etc. in ihrem chem. Aufbau und ihrer Funktion wissenschaftlich korrekt benennen kannst.
Das ist ein blödsinniger und überaus dümmlicher Vergleich, Reklov. Genauso dümmlich und blödsinnig, wie wenn dir jemand unterstellen würde, dass es dir selber gar nichts nützt, wenn du Kleidungsstücke die du am Körper trägst, in ihrem Aufbau und in ihre Funktionsweise alle verstehst..

Du bist ein Voll-Trottel Reklov, der sich mächtig schlau vorkommt, wenn er die naive Bilderwelt in der er denkt und in der er sich meist selbst nicht ganz versteht, auf seine Mitmenschen projiziert und sich dann auch noch empört, wenn mal jemand darüber wütend wird!

Und außerdem Reklov, warum hat Leonardo da Vinci damals wohl den menschlichen Körper seziert? Warum ist es zum Erhalt auch unserer Gesundheit und die unserer Kinder enorm wichtig, dass wir den Aufbau unseres Körpers und der Funktionsweise seiner Organe richtig verstehen? Warum ist es überhaupt wichtig, dass wir über ein gutes und möglichst genaues wissenschaftliches Allgemeinwissen über die Welt, über die Details und die Funktionsweise unserer Natur in all ihren Zusammenhängen.. verfügen..
.............Ganz einfach Reklov, weil wir einen festen Boden unter den Füßen brauchen, weil wir Bezugs- und Orientierungspunkte brauchen, weil die scheinbare Ordnung in unserer Welt in Wirklichkeit nur ein labiles und flatterndes Chaos aus Scheinbarem ist, in dem wir erst Pfade, Wege und Straßen errichten mussten, nach Ordnungsmustern, die für unsere Überlebens- und Befindlichkeitsansprüche am besten passen.. Aber das alles registrierst du gar nicht, das alles bemerkst du gar nicht und alle deine "Logik des Denkens" ist nicht weiter, als die Geistlosigkeit von Parasiten, die außer fressen und scheißen gerade noch ein wenig Selbstverwirklichung auf die Reihe kriegen, um sich dann als großartige Meister der Weisheit zu bejubeln... wenn sie andern ihre dümmlichen Hirnblähungen als großartige Philosophie über den Kamin hängen können. !!!! Dafür braucht es in unserer Zeit noch Gott, Religion und Glaube.. um mehr und bedeutsamer zu sein als man wirklich ist.


Zitat von Reklov im Beitrag #196

Über Dich, als Erscheinung auf Erden, ist damit recht wenig ausgesagt..
Um so mehr über dich selbst, wie du siehst!

Zitat von Reklov im Beitrag #196

...selbst, wenn Du Deine Spur bis hin zu den ersten Hominiden - und noch weiter - bis zu den ersten Ur-Bakterien zurück verfolgen könntest.
Kann ich aber, Reklov. Mit Logik, mit Interesse und Verständnis für die Erkenntnisse der Naturwissenschaften, mit einem geschulten kritischen Realitätssinn, der entschlossenen und unbeirrbaren Einsicht, dass Glaube und glauben gar nichts miteinander zu tun haben können, da der Glaube für sich beansprucht über etwas Bescheid zu wissen, worüber noch nicht mal Anhaltspunkte vorliegen aus denen man irgendwelche Schlüsse ziehen könnte, und hingegen glauben nur gleichviel bedeutet, wie eine vorläufige Entscheidung zu treffen, die man aber sofort wieder revidiert, sobald neue und genauere Informationen vorliegen, da man sich ansonsten nur selbst in einem Gefängnis von Bilderwelten einsperrt, die aber nur Konstrukte unseres Wunschdenkens sind.

Zitat von Reklov im Beitrag #196

Engel sind mythologische Schöpfungen des Menschen.
Das ist jedem, auch den Mystikern bekannt. - Dieses Zitat >>Engel glauben nicht; sie wissen.<<, soll ja lediglich ausdrücken, dass, wenn einer Wissen besitzt, er nicht mehr auf Glauben angewiesen ist.
Nur ist eben Glauben etwas völlig anders als glauben und Wissen etwas ganz anderes als Verstehen. Es gibt Unmengen von autistischen Idioten, die fast jeden Spruch auswendig wissen, den irgendwann mal ein großer Philosoph auf einen Zettel geschrieben hat.. nur verstehen tun sie ihn deswegen noch lange nicht (immer). Was eben daran liegt, dass man die "Sprüche" der großen Philosophen nur im Kontext des Zeitgeistes verstehen kann, in dem sie selbst gelebt haben. Außerdem "verstehen" Idioten auch nicht, dass alles fundierte und gesicherte Wissen über die (unsere) Welt schon lange einen solchen Umfang angenommen hat, der nie mehr nur in einem einzigen menschlichen Gehirn platz finden würde und was auch der Grund dafür ist, warum Geist ganz sicher Informationsfluss ist..


Zitat von Reklov im Beitrag #196

Wir Menschen haben auf dem Gebiet des Wissens aber noch eine unüberschaubare Wegstrecke vor uns. Ob den zukünftigen Generationen Allwissenheit je zugänglich sein wird, muss sich in der unbekannten, vor uns liegenden Zukunft aber erst noch erweisen.


Nein, dass muss es sich überhaupt nicht, weil es Allwissenheit gar nicht geben kann. Allwissenheit würde bedeuten, über die ganzen Atome des Universums Bescheid zu wissen. Zu wissen wo sich jedes Einzelne von ihnen genau aufhält, wo gerade in irgend einem Stern von abermilliarden vielen, durch Fusion gerade 2 oder mehrere zu einem anderen neuen verschmolzen werden, welches möglicherweise schon nach einer millionstel Sekunde in subatomare Teilchen zerstrahlt, die dann auch wieder von der absoluten Allwissenheit umfasst werden müssten..

Du lebst in deiner eigenen irrationalen Bilderwelt, die kaum oder gar keinen Bezug zur realen Welt der Wahrscheinlichkeiten hat. Du hältst "Schön, Gut, Böse, für objektive Sachverhalte und hingegen "schief, gerade, lang, kurz"... für interpretierbare Beliebigkeiten.

Versuch es mal andersherum und begreif endlich, dass es für einen klugen Menschen ein leichtes ist, sich dumm zu stellen aber nur peinlich, wenn ein Trottel den Weisen mimt.. Und peinlich (schmerzhaft) deswegen, weil unser Bewusstsein auch etwas mit sogenannten Spiegelneuronen zu tun hat, die auch fürs Fremdschämen verantwortlich sind.

Aller Fortschritt ist der Erfolg von Konflikten, Katastrophen, Tragödien und Unzufriedenheit.
Dass aber gerade die Philosophen und die Prediger des wahren Glaubens sich gerne die ganze Ehre dieser Erfolge selbst zuschreiben, mag uns nachdenklich stimmen.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

09.08.2016 22:19
#200 RE: Diesseits vs. Jenseits Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #197
@Reklov

Zitat von Reklov #196
... klar braucht der "Geist" einen materiellen "Statthalter", der auch ständig versorgt werden muss

Deine Statements sind für mich teilweise recht verwirrend, ich bin vielleicht aber auch kein Maßstab. Ich verstehe Deine Stellungnahme derart, dass der den Geist beherbergende "Statthalter" versorgt werden muss, damit beide ordnungsgemäß funktionieren. Nun habe ich aber den Eindruck gewonnen, dass Du die grundsätzliche Ansicht vertrittst, "Geist" existiere auch ohne "Statthalter", also das Gehirn. Dann frage ich Dich, womit und wie sich der Geist ohne seinen "Statthalter" versorgt? Und warum der im Gehirn eines neugeborenen Menschleins "wohnende" Geist im Laufe des materiellen Lebens erst lernen muss, was zum Überleben notwendig ist...?


Informiere dich über den Energieerhaltungssatz!
Der Energieerhaltungssatz definiert die Konstanz der Gesamtenergie in einem abgeschlossenen System.

Die Energie kann sich zwar in ihren einzelnen Formen (potentiell, kinetisch, thermodynamisch, chemisch ...) umwandeln, jedoch kommt niemals ein Energieverlust oder -zuwachs zu Stande. Wechselwirkungen mit der Umgebung, wie zum Beispiel Reibungseffekte, sind ausgeschlossen, da es sich gedanklich um ein abgeschlossenes System handelt.

Ich versuche das mal vereinfacht und irgendwie nachvollziehbar zu erläutern (das wird natürlich wieder ein kleiner Aufreger):
Der Körper ist ein ELEKTRObiochemischer Aktionsprozess und ist nur überlebensfähig - wenn er in einem "abgeschlossenen System" fungiert.

Der uns innewohnende "Geist" ist reine Energie, Energie aus der Gesamtenergie des uns umgebenden abgeschlossenen Systems. Das was als Jenseits betrachtet wird, ist die Rückführung dieser Energie (Geist) zur "URENERGIE", also der Energie die alles im System "belebt".
Diese Energie aber als "leblos" zu betrachten ist falsch. Die Versorgung des Statthalters (Körper) mit Nahrung (Energie), ist ein " alles durchdringender Prozess".
Die Rückführung zur Quelle(Gott, Urenergie, Ausgangspunkt...) bedeutet einfach ausgedrückt, die Rückführung der Energie in einen "neuen Körper" auf "gleicher Basis", da es kein Verlust oder Zuwachs von dieser "sterbenden" Energie gibt.
Natürlich ist das, was wir Menschen als Information betrachten, verschwunden. Wir werden also im "Jenseits", der Rückführung der "bestehenden" Energie in den Körper, keine Erinnerung haben.
Das was als "Lichttunnel" bei einem Nahtod bezeichnet wird, ist die Rückführung der Energie, die aber "noch nicht verbraucht" wurde, und somit der Übergang ins Jenseits, zur Quelle, nicht gestattet wird.

Nicht gestattet deshalb, weil man die Quelle, Urenergie oder Gott, nicht als "leblos" betrachten sollte.

Die Spezies Menschaffe, ist eine zufällige Mutation, deren einziger Zweck es ist, diese Energie ab- und umzuleiten. Mehr nicht. Kein Messiahs, kein Abraham, kein Himmel und keine Hölle - jedenfalls nicht in der Auslegung wie sie uns vorgelehrt wird.

Das Problem an diesen Gedankengang ist - woher stammt dieses "Wissen" ? Oder ist es doch nur eine Vermutung? Wenn jegliche Information gelöscht wird, wer ist dann in der Lage "Informationen" zu speichern und zurückzuführen? Und vor allem warum?

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