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Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 65 Antworten
und wurde 2.664 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
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Athon Offline




Beiträge: 2.329

29.08.2016 15:42
#51 RE: GLÄUBIGE GEHIRNE Antworten

@SOL demiurg

Zitat von Sol demiurg #47
Ein typisches Gruppenverhalten - das Anschließen an Meinungen ohne "selbst und allein" sich auf den Weg einer Erkenntnis zu begeben. Es ist die Angst vor dem "Unbekannten".
Ich erreiche "für mich selbst" etwas!


Das sei Dir gegönnt! Ich darf Dir aber Deinen aus meiner Sicht etwas verqueren Gedankengängen widersprechen? Oder vermutetest Du dann wieder, ich hätte nur irgendeine andere Meinung aufgegriffen, ohne selbst "gedacht" zu haben? Ich kann Dir versichern, dass ich schon im zarten Jugendlichenalter "selbst und allein" zu der Erkenntnis gelangt bin, dass es keinen "Gott" gibt. Weil ich seinerzeit zu der Überzeugung gekommen bin, dass die Existenz eines wie auch immer gearteten "Gottes" für die Entstehung und den Fortbestand der Welt völlig unnötig war, ist und immer sein wird. Wer aber daran glaubt, möge dies tun. Meinetwegen auch in der Gruppe, schließlich sind dies nicht alles "Einzelkämpfer", wie Du Deine Person hier darstelltst.

Und wenn Du "typisches Gruppenverhalten" als negativ bewertest, solltest Du vielleicht künftig Abstand davon nehmen, für andere zu antworten...

----------------------------------------------------
Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.375

29.08.2016 20:59
#52 RE: GLÄUBIGE GEHIRNE Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #40

Zitat
Die Geschichte von der berühmten Schlacht an der Milvischen Brücke im Zusammenhang mit dem Aufstieg des Christentumms ist eine schöne Legende. Hat aber mit der wahren Geschichte nichts zu tun. Sie wurden von christlichen (gläubigen) Historikern gefälscht und sehr wahrscheinlich auch in enger Zusammenarbeit mit dem soziopathischen Hauptakteur selbst.
Perquestavolta,

... im Deutschen Mittelalter hatte mancher Herrscher auch seinen eigenen Chronisten im Gefolge und dieser schrieb natürlich nur Zeilen, die seinen "Arbeitgeber" günstig darstellten.


Das ist bei allen Herrschern der Geschichte so gewesen, nicht nur bei denen des deutschen Mittelalters, welches es so auch überhaupt nicht mal gab. Genauso wenig wie ein Italienisches Mittelalter oder ein Österreichische Mittelalter und ein französisches Mittelalter..Reklov! Es gab nur das Mittelalter mit seiner eigentlichen Geschichte und mit seiner idealisierten und in allem schön-gefälschten Geschichte,.. Und da die meisten Menschen damals gar nicht lesen und schreiben konnten.. wurde die Geschichte des Mittelalters meist von Erzählern und Minnesängern mit Zwergen, Zauberern, Drachen, sagenhaften Helden, märchenhaft schönen Jungfrauen und wundersamen Heiligen angereichert, da man ansonsten beim Publikum nicht sonderlich geschätzt wurde.




Zitat von Reklov im Beitrag #40

Wenn also ein Historiker die Schlacht an der Milvischen Brücke einigermaßen korrekt untersuchen/beurteilen wollte, wäre es zunächst seine Aufgabe, möglichst viele unterschiedliche Berichte über dieses Ereignis zu sichten.
Historiker ihrer Zeit konnten kaum davon Leben, wenn sie sich damit begnügten nur das wieder zu geben, was
Zitat von Reklov im Beitrag #40
tatsächlich vorgefallen ist.

Die Christen wollen glauben, Reklov, nicht wissen.., Der Glaube verbürgt sich für "Nicht-Wissen", um dafür eine viel fantastischer, wundersamere, aufregendere Geschichte mit Elfen, Trollen, mythischen Helden, Drachen im zu Tränen rührenden Dramen geliefert zu kriegen... in denen immer das GUTE über das BÖSE siegt.. Wo doch gerade die Wirklichkeit des Alltags genau das Gegenteil beweist..


Die wahre hässliche Biografie Konstantin des Großen darf es des wegen gar nicht geben
http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelges...d-63823594.html


[quote="Reklov"|p3202564]
Erst daraus könnte er dann seine Art von Rückschlüssen ziehen.
Och..wenn die Historiker nicht genau das berichten, was Leute wie auch du einer bist, als für sie historisch brauchbar gelten lassen können.. kommt bei Rückschlüssen die wirkliche Wahrheit ohnehin nie ans Tageslicht..


Zitat von Reklov im Beitrag #40

Woher aber Du die vielen schlechten Eigenschaften von Kaiser Konstantin aufgelesen hast, müsste also auch erst mal seriös untersucht werden können!?]

Das Problem dabei ist, dass für DICH "seriös" immer nur das ist, was du als "seriös" zu gelten lassen erlaubst. Und da alles was nicht zu deiner Ur-Grund-Ideologie passt oder diese gar widerlegt, nicht seriös genug sein kann.. wäre mit einer solchen Aufgabe verbundene Mühe wohl nur für die Katz.. http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelges...d-63823594.html

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

30.08.2016 00:00
#53 RE: GLÄUBIGE GEHIRNE Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #49

Zitat
Wer sich ein wenig mit Geschichte beschäftigt, hat die Möglichkeit einen Zusammenhang zu finden, das der ägyptische Gottglaube viel älteren Ursprungs ist und schon vor mehr als 12.000 Jahren "ausgearbeitet" war.
SOL demiurg,

1.)... wie ich lesen konnte, sollen die antiken Ägypter die "Erfinder" des Monotheismus sein.
2.)Moses (eine historisch allerdings nicht zu belegende Person!) soll sich mit dieser "Gottesidee" während seiner Jugend am Hofe des Pharaos angefreundet und diese übernommen haben. (?)
3.)Im Zentrum der ägyptischen Vorstellungen stand als einziger der Sonnengott.

Gruß von Reklov


Hallo Reklov

1. Wenn wir heute über Monotheismus, Pantheismus oder sonst einen -ismus sprechen, verstehen wir nur das daraus, was wir darin sehen, was wir mit unserem Verständnis hineingearbeitet haben! In antiker ägyptischer Zeit wurde nicht "unterteilt" welcher Pharao oder Gaugott welchem "Glaubensbild" unterliegt. Das Denken der Ägypter zu verstehen bedeutet, sich auf ein "neutrales, wertfreies" Denken einzustellen um überhaupt in die Nähe von "Antworten" zu kommen!!!
Aber ja, aus heutiger Sicht betrachtet, "erfanden" die antiken Ägypter den Monotheismus.

2. Soweit mir bekannt - gab es diesen Moses. Und ja, er verbrachte eine Zeit in ägyptischen (Priester)Tempeln. Seine Art aber, sich dem Gottglauben zu nähern, wurde vom Tempel nicht unterstützt (zu radikal?!) wodurch er ausgestoßen wurde. Hier setzt dann die Mosesgeschichte an, welche die "Wüstenwanderung" erzählt.
Übernommen und für seine Zwecke ausgebaut, überfiel er regelrecht die "nichts-ahnenden Menschen" (Juden?!) und erschaffte hiermit das "neue" Volk und die Glaubensbewegung der Christen! Ein zusammengwürfelter Haufen von Ausgestoßenen! Moses wußte mehr als er verkraften und verarbeiten konnte und somit war er auch nicht in der Lage ein Volk zu führen - so wie es Viele (z.B. Griechen) in Ägypten "vorgelebt" bekamen - sie konnten sich nicht hineinversetzen und dem Tempel war nicht daran gelegen sein Wissen an Menschen weiterzugeben, die die Hingabe zum Wissen nicht erkannten.

3. In späteren Zeiten ja. Am Anfang und auch durch die ganze Ägyptische Geschichte hindurch, stand ATUM, der EINE der ALLES ist, an oberster Stelle. ATUM aus dem ägyptischen Lebensbild hinauszuarbeiten hätte sich niemand gewagt, deswegen fand er immer, als -UR-GOTT- fest verankert, in jeder ägyptischen Epoche "seinen Platz".
Wer aber versucht in den ägyptischen Epochen "den Beginn" des Gottglaubens zu finden, wird ihn dort nicht finden - er wurde mitgebracht.

- Reklov, ich bin mir nicht ganz sicher - aber wenn du "verstehst" das Verbundenheit mit dem Ganzen nur durch einen Lufthauch erklärt werden kann und das "Auge" dich von "innen" betrachtet, liegt dir die Wahrheit schon im Blute!
Wenn nicht - es gibt "Quellen" die dir "Klarheit" verschaffen können. Gib dich nicht mit dem zufrieden was du im Moment über "Gott" zu wissen denkst, es steckt eine Menge mehr dahinter als es irgendein Mensch zu glauben vermag. Selbst Quantenwissenschaftler fischen im Dunkeln und kratzen eigentlich nur an der Oberfläche ihrer eigenen Oberflächlichkeit, sie suchen etwas, was sie an dieser Stelle nicht finden können.

Die Gefahr einer Öffnung aber, gleicht einer Bombardierung einer Großstadt! Deswegen Zweideutigkeit (eigentlich Mehrdeutigkeit) deswegen "Geheimnisse" seit Jahrtausenden - und diese Geheimnisse werden "verfolgt"!

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

30.08.2016 00:13
#54 RE: GLÄUBIGE GEHIRNE Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #51
@SOL demiurg

Zitat von Sol demiurg #47
Ein typisches Gruppenverhalten - das Anschließen an Meinungen ohne "selbst und allein" sich auf den Weg einer Erkenntnis zu begeben. Es ist die Angst vor dem "Unbekannten".
Ich erreiche "für mich selbst" etwas!

Das sei Dir gegönnt! Ich darf Dir aber Deinen aus meiner Sicht etwas verqueren Gedankengängen widersprechen? Oder vermutetest Du dann wieder, ich hätte nur irgendeine andere Meinung aufgegriffen, ohne selbst "gedacht" zu haben? Ich kann Dir versichern, dass ich schon im zarten Jugendlichenalter "selbst und allein" zu der Erkenntnis gelangt bin, dass es keinen "Gott" gibt. Weil ich seinerzeit zu der Überzeugung gekommen bin, dass die Existenz eines wie auch immer gearteten "Gottes" für die Entstehung und den Fortbestand der Welt völlig unnötig war, ist und immer sein wird. Wer aber daran glaubt, möge dies tun. Meinetwegen auch in der Gruppe, schließlich sind dies nicht alles "Einzelkämpfer", wie Du Deine Person hier darstelltst.

Und wenn Du "typisches Gruppenverhalten" als negativ bewertest, solltest Du vielleicht künftig Abstand davon nehmen, für andere zu antworten...


Ach Athon...steht irgendwo von mir geschrieben, das Gruppenverhalten negativ sei? Natürlich kannst du mir widersprechen, ist ja dein gutes Recht.
Aber ich kann dir "versichern", das deine Erkenntnis von dir nicht ganz ausgearbeitet wurde.
Wenn du im jugendlichen Alter zu einer Erkenntnis gekommen bist, und diese über die Zeit gehalten hast, hast du dich nicht "weiterentwickelt" - du schwimmst mit der Masse (Gruppe) mit, welche du auch immer für dich gewählt hast.
Menschen fühlen sich in Gruppen stark und treten auch mit dieser so auf - einzeln aber, sind sie nur "ein Mensch"!
Daran ist aber nichts Verwerfliches. Unter Menschen wird es immer das Für und Wider geben, welches dieses Tier nicht in der Lage ist abzulegen und immer wieder darauf bedacht ist, seine "Vorrangstellung" zu halten. Die Krone der Schöpfung lässt sich der Mensch schwerlich vom Kopfe reißen.

Mal die Frage an dich: Was ist Gott für dich? Welche Bedeutung hat das Wort Gott für dich? Was siehst du dahinter?

Athon Offline




Beiträge: 2.329

30.08.2016 09:52
#55 RE: GLÄUBIGE GEHIRNE Antworten

@SOL demiurg

Zitat von Sol demiurg #47
Mal die Frage an dich: Was ist Gott für dich? Welche Bedeutung hat das Wort Gott für dich? Was siehst du dahinter?


"Gott" ist für mich das gleiche wie das "Fliegende Spaghetti-Monster": Beides sehe ich als nichtexistent an. Deswegen mache ich mir auch keinerlei Gedanken darüber, inwieweit mein Leben von einem realen "Gott" beeinflussbar wäre. Ich beobachte aber mit Grausen, welchen Einfluss der Glaube an "Göttliches" auf den Menschen haben und zu welchen Erscheinungsformen ein fanatischer Glaube führen kann.

Eine nach eigener Aussage gläubige Seniorin aus dem Bekanntenkreis meiner Schwiegermutter hat seinerzeit nach dem Tsunamie in Asien von sich gegeben: "Es gibt ohnehin zu viele Menschen". Dann hätte sie auch gleich selbst Hand anlegen können, findest Du nicht...?

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.375

30.08.2016 16:36
#56 RE: GLÄUBIGE GEHIRNE Antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #54

Aber ich kann dir "versichern", das deine Erkenntnis von dir nicht ganz ausgearbeitet wurde.


Genau hier hört der Spaß auf, SOL demiurg! Du kannst niemand etwas versichern! Und schon gar nicht, ob jemand anderer sein eigene Einstellung zum Glauben und zum Thema GOTT/Religion vollständig oder unvollständig ausgearbeitet hat.

Der Glaube an eine höhere Ordnungsmacht, als Herrscher über das Schicksal, welches sich entweder durch den Zufall offenbart, oder als ewiger Sieg des Bösen über das Gute, ist eine Hoffnung und keine Gewissheit.

Für den archaischen Menschen, welcher in seinem kurzen und allseits gefährdeten existenziellen Sein, stets dem Schicksal und dem unausweichlichen Tod ergeben war, war der Glaube ein Hoffnung und keine Gewissheit.

Die Opfergaben an diese Hoffnung waren deshalb seit jeher ein besonders lukratives Geschäftsmodell, welches zudem auch viel weniger anstrengend war, als der Tauschhandel mit "Faustkeilen", die entweder von weit her angeschleppt, oder andersherum, weit herum getragen werden mussten.

Dass sich im besonderen immer parasitäre Soziopathen und Psychopathen um die Vermittlerrolle zwischen Hoffung und Mensch bemühten und dabei auch heute noch gerne von halblustigen Trittbrettfahrern unterstützt werden, ist also kein Wunder, SOL demiurg.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Blackysmart Offline




Beiträge: 1.922

01.09.2016 18:06
#57 RE: GLÄUBIGE GEHIRNE Antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #54
. Aber ich kann dir "versichern", das deine Erkenntnis von dir nicht ganz ausgearbeitet wurde.


Was gibt es da groß auszuarbeiten? Athon hält einen intelligenten, sich selbst bewussten Urgrund für Unsinn, weil

1. es keinerlei Hinweise oder Beweise für diesen "Urgrund" gibt
2. die menschliche Erfahrung, dass alles Komplexe einen "Baumeister" haben muss, nicht auf das Universum übertragen werden kann
3. Forscher schon beobachten konnten, dass Materieteilchen einfach so aus dem "Nichts" entstehen können --> einfache Erklärungen sind zumeist die Besten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #54
Wenn du im jugendlichen Alter zu einer Erkenntnis gekommen bist, und diese über die Zeit gehalten hast, hast du dich nicht "weiterentwickelt" - du schwimmst mit der Masse (Gruppe) mit, welche du auch immer für dich gewählt hast.


Warum sollte man eine Erkenntnis aufgrund von Hirngespinsten anderer Menschen aufgeben? Du kritisierst doch gerade das "Mitschwimmen" mit der Masse. Die Mehrheit der Menschen hängt dem Fantasieprodukt Gott an, und Du schwimmst mit. Du hast Dir zwar Deinen eigenen Gott zurechtgebastelt, aber die Grundidee des intelligenten Schöpfers verfolgst auch Du.

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #54
Die Krone der Schöpfung lässt sich der Mensch schwerlich vom Kopfe reißen.


Die Krone der Schöpfung haben sich die Gottgläubigen aufgesetzt. Die lassen Sie sich in der Tat durch keinerlei Logik oder Argumente vom Kopf reißen.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.375

02.09.2016 20:39
#58 RE: GLÄUBIGE GEHIRNE Antworten

Soziopathen beantworten Fragen immer mit Fragen- Das tun normale Menschen gelegentlich auch mal, aber es gibt da einen großen Unterschied. Die Fragen des Soziopathen zielen absichtlich auf Vernebelung ab. Es geht nur darum, ihre Opfer/Gegenüber vollkommen einzunebeln und also mit Paradoxfragen total zu verunsichern.

Eine Strategie, mit der auch bösartige Haustürverkäufer - die sogenannten Drücker - immer besonders erfolgreich solche Menschen betrügen, die über eine sogenannte gute Herzensbildung verfügen und gar nicht mit der parasitären Bösartigkeit ihres Gegenübers rechnen.

Liebe Gläubige Gehirne, wenn ich dann euer Kommentare lese, dass ja doch jeder selber Schuld wäre, der sich hereinlegen lässt, dann seid mir bitte nicht böse, dass die Schlüsse die ich aus solchen Kommentaren ziehe nicht besonders schmeichelhaft und zu eurem Vorteil sind!!!!

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
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SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

02.09.2016 21:35
#59 RE: GLÄUBIGE GEHIRNE Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #55
@SOL demiurg

Zitat von Sol demiurg #47
Mal die Frage an dich: Was ist Gott für dich? Welche Bedeutung hat das Wort Gott für dich? Was siehst du dahinter?

"Gott" ist für mich das gleiche wie das "Fliegende Spaghetti-Monster": Beides sehe ich als nichtexistent an. Deswegen mache ich mir auch keinerlei Gedanken darüber, inwieweit mein Leben von einem realen "Gott" beeinflussbar wäre. Ich beobachte aber mit Grausen, welchen Einfluss der Glaube an "Göttliches" auf den Menschen haben und zu welchen Erscheinungsformen ein fanatischer Glaube führen kann.

Eine nach eigener Aussage gläubige Seniorin aus dem Bekanntenkreis meiner Schwiegermutter hat seinerzeit nach dem Tsunamie in Asien von sich gegeben: "Es gibt ohnehin zu viele Menschen". Dann hätte sie auch gleich selbst Hand anlegen können, findest Du nicht...?


Hallo Athon

was ich immer wieder herauslese, ist, das der Gedanke an einen Gott sehr stark von den abrahamitischen Religionen beeinflusst ist und auch immer noch wird.
Ich bin auch deiner Meinung wenn du sagst, das der Einfluss dieses Denkens sehr fanatische Auswirkungen erreicht hat.

Ich unterhielt mich vor Jahren mit einer älteren Dame (es war die Oma meiner damaligen Bekanntschaft). Diese war sehr "gläubig". Sie war Polin und lebte mit ihrer Familie in Köln.
In jungen Jahren wurde diese Oma von (damals noch nicht) Papst Johannes Paul II getauft. Als dieser dann auch noch Papst wurde, kann man sich die Auswirkungen der Gespräche vorstellen.
Die "Vorstellung" der Oma ging auf ihre Enkelin über und zwar soweit, das diese "festen Glaubens" war, das die Geschichte um Adam und Eva "real" gewesen ist.

Als ich dies vehement dementierte, brach eine Welt für diese Damen zusammen. Wie kann ein "junger Schnösel" so etwas behaupten, er habe ja keine Ahnung.
"Logische Erklärungen" brachten nicht viel und das Verhältnis zwischen uns fing an zu bröseln, bis dann die Beziehung beendet wurde. (Die Einwände waren hier aber nicht der aussschlaggebende Grund)

Was lehrte mich dies?
Man kann Menschen festen Glaubens "nicht mit logischen Erklärungen" versuchen die "Schöpfungsgeschichte" zu erklären - man muss einen Mittelweg finden, der BEIDE Seiten zusammenbringen kann.
Hier ist dann das Augenmerk aber nicht darauf gerichtet wer "Recht" hat, sondern, wie man die beiden Parteien "nebeneinander" leben lassen kann!

Gott ist real - aber was ist Gott? Was sollte Gott sein und welche Auswirkungen hat die Annahme eines Gottes, wenn man versucht Erklärungen so anzulegen, das sie nebeneinander existieren können?

Irgendwie - durch einen uns unbekannten Faktor - wurde ALLES erschaffen.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

02.09.2016 21:50
#60 RE: GLÄUBIGE GEHIRNE Antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #56
Zitat von SOL demiurg im Beitrag #54

Aber ich kann dir "versichern", das deine Erkenntnis von dir nicht ganz ausgearbeitet wurde.


Genau hier hört der Spaß auf, SOL demiurg! Du kannst niemand etwas versichern! Und schon gar nicht, ob jemand anderer seine eigene Einstellung zum Glauben und zum Thema GOTT/Religion vollständig oder unvollständig ausgearbeitet hat.

Der Glaube an eine höhere Ordnungsmacht, als Herrscher über das Schicksal, welches sich entweder durch den Zufall offenbart, oder als ewiger Sieg des Bösen über das Gute, ist eine Hoffnung und keine Gewissheit.

Für den archaischen Menschen, welcher in seinem kurzen und allseits gefährdeten existenziellen Sein, stets dem Schicksal und dem unausweichlichen Tod ergeben war, war der Glaube ein Hoffnung und keine Gewissheit.

Die Opfergaben an diese Hoffnung waren deshalb seit jeher ein besonders lukratives Geschäftsmodell, welches zudem auch viel weniger anstrengend war, als der Tauschhandel mit "Faustkeilen", die entweder von weit her angeschleppt, oder andersherum, weit herum getragen werden mussten.

Dass sich im besonderen immer parasitäre Soziopathen und Psychopathen um die Vermittlerrolle zwischen Hoffung und Mensch bemühten und dabei auch heute noch gerne von halblustigen Trittbrettfahrern unterstützt werden, ist also kein Wunder, SOL demiurg.


Hallo Per...

Du denkst immer noch ich spaße? Das tue ich schon lange nicht mehr. Nur ist die Gegenwehr, oder anders ausgedrückt, das heutige Denken zu fest verankert, das ein lösen kaum noch möglich ist.

Wie ich oben angedeutet habe, ist auch hier deine Aussage korrekt, wenn du annimmst, das die Opfergaben zu einem lukrativen Geschäftsmodell ausgeweitet wurden. Das das irgendwann "durchschaut" würde, war nur eine Frage der Zeit, denn kein noch so toller Priester oder Redner kann eine "Tragödie" rückgängig machen, die einem Menschen schadet.
Die Hoffnung auf eine Besserung der weltlichen (meist aber nur menschlichen) Situation ist auch hier nicht gegeben, vor allem wenn man trauernd und jammernd, in Selbstmitleid zerfließend auf ein höheres Wunder wartet.

Deine Anmerkungen zu den parasitären Menschen sind bekannt und auch hier bin ich teilweise deiner Meinung - es sind Menschen, die das (aus)nutzen, was sie selbst für Richtig halten - wie die Oma meiner Bekanntschaft - und auch nicht von diesen Weg abzubringen sind - aber auf jede Aktion erfolgt eine Reaktion, und wenn die Aktion eine Reaktion auf die Aktion ist, entsteht ein immerwährender Kreislauf, aus dem es aus heutiger Sicht kein Entkommen mehr gibt.

Die einzige Möglichkeit, sich aus diesen Kreislauf zu lösen und nicht "mitzuschwimmen", ist der eigene Weg - und der wird von beiden Seiten nicht mit Wohlwollen betrachet.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

02.09.2016 22:06
#61 RE: GLÄUBIGE GEHIRNE Antworten

Zitat von Blackysmart im Beitrag #57
Zitat von SOL demiurg im Beitrag #54
. Aber ich kann dir "versichern", das deine Erkenntnis von dir nicht ganz ausgearbeitet wurde.


Was gibt es da groß auszuarbeiten? Athon hält einen intelligenten, sich selbst bewussten Urgrund für Unsinn, weil

1. es keinerlei Hinweise oder Beweise für diesen "Urgrund" gibt
2. die menschliche Erfahrung, dass alles Komplexe einen "Baumeister" haben muss, nicht auf das Universum übertragen werden kann
3. Forscher schon beobachten konnten, dass Materieteilchen einfach so aus dem "Nichts" entstehen können --> einfache Erklärungen sind zumeist die Besten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #54
Wenn du im jugendlichen Alter zu einer Erkenntnis gekommen bist, und diese über die Zeit gehalten hast, hast du dich nicht "weiterentwickelt" - du schwimmst mit der Masse (Gruppe) mit, welche du auch immer für dich gewählt hast.


Warum sollte man eine Erkenntnis aufgrund von Hirngespinsten anderer Menschen aufgeben? Du kritisierst doch gerade das "Mitschwimmen" mit der Masse. Die Mehrheit der Menschen hängt dem Fantasieprodukt Gott an, und Du schwimmst mit. Du hast Dir zwar Deinen eigenen Gott zurechtgebastelt, aber die Grundidee des intelligenten Schöpfers verfolgst auch Du.

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #54
Die Krone der Schöpfung lässt sich der Mensch schwerlich vom Kopfe reißen.


Die Krone der Schöpfung haben sich die Gottgläubigen aufgesetzt. Die lassen Sie sich in der Tat durch keinerlei Logik oder Argumente vom Kopf reißen.

Alles was wir Wissen nennen, ist vom Menschen ausgearbeitet und auf verschiedenste Weise von Generation zu Generation übertragen wurden.

NUR vom Menschen!! Wir haben keine andere Meinung, außer der des Menschen selbst.
Das "vernetzte" Menschenwissen hat keinen Zugriff auf Wissen von anderen Spezien - wir verstehen ganz einfach die Sprache nicht.

Das Problem ist, das der Mensch immer versucht entgegen einer anderem Meinung etwas zu finden, was die eigene Aussage oder Annahme belegt oder widerlegt und das wurde sehr tief spezialisiert.
Du kennst bestimmt den Satz bei einer Festnahme:

"Sie haben das Recht zu schweigen. Alles was Sie sagen, kann und wird vor Gericht gegen Sie verwendet werden."

Athon soll doch nichts "aufgeben", doch wenn er etwas behauptet, was nach meinem Wissenstand nicht der Wahrheit entspricht, werde ich eine Bemerkung abgeben dürfen?

Der Gott der hier diskutiert wird, ist der Gott der abrahamitischen Religionen und ist nicht Grundlage einer erkenntnisreichen "Weiterbildung" in Sachen "Glauben". Das was ich "verfolge" ist nicht von mir zurechtgebastelt, es ist doch schon von Anbeginn da gewesen und auch heute noch anwesend.
Was ich nun aber darunter verstehe, ist eine andere Geschichte

Die Krone setzen sich immer "Menschen" auf, ob Gottgläubig oder nicht!!

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

02.09.2016 22:14
#62 RE: GLÄUBIGE GEHIRNE Antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #58
Soziopathen beantworten Fragen immer mit Fragen- Das tun normale Menschen gelegentlich auch mal, aber es gibt da einen großen Unterschied. Die Fragen des Soziopathen zielen absichtlich auf Vernebelung ab. Es geht nur darum, ihre Opfer/Gegenüber vollkommen einzunebeln und also mit Paradoxfragen total zu verunsichern.

Eine Strategie, mit der auch bösartige Haustürverkäufer - die sogenannten Drücker - immer besonders erfolgreich solche Menschen betrügen, die über eine sogenannte gute Herzensbildung verfügen und gar nicht mit der parasitären Bösartigkeit ihres Gegenübers rechnen.

Liebe Gläubige Gehirne, wenn ich dann euer Kommentare lese, dass ja doch jeder selber Schuld wäre, der sich hereinlegen lässt, dann seid mir bitte nicht böse, dass die Schlüsse die ich aus solchen Kommentaren ziehe nicht besonders schmeichelhaft und zu eurem Vorteil sind!!!!

Glaub mir - du glaubst auch nur "irgendetwas"!!!!

Die Gläubigen müssten verstehen, das "ihr Gott" nichts weiter ist als ein Grundgedanke, der über die Jahrtausende für mehr oder weniger eigene Zwecke missbraucht wurde und zwar soweit, das heute niemand dieser tiefreligiösen Menschen mehr den tieferen Sinn dahinter in der Lage ist zu verstehen.
Die atheistische Seite sollte ebenfalls vom hohen Ross herunter steigen, denn diese entstand erst durch den Glauben selbst, aus Neugier zum "Unbekannten"

Abwarten - Geduld - denn immer noch steht der "unerforschte" Tod dazwischen, der die Grenze zum "Jenseits" bedeutet.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.922

03.09.2016 07:49
#63 RE: GLÄUBIGE GEHIRNE Antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #59
. Man kann Menschen festen Glaubens "nicht mit logischen Erklärungen" .... Gott ist real ...


Das zeigt einmal mehr, warum ich Religionen für gefährlich halte.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.922

03.09.2016 08:19
#64 RE: GLÄUBIGE GEHIRNE Antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #61
. Das Problem ist, das der Mensch immer versucht entgegen einer anderem Meinung etwas zu finden, was die eigene Aussage oder Annahme belegt oder widerlegt und das wurde sehr tief spezialisiert.


Wie Du selbst geschrieben hast, sind Gläubige wie Du dabei gegen jede Logik immun.

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #61
. Athon soll doch nichts "aufgeben", doch wenn er etwas behauptet, was nach meinem Wissenstand nicht der Wahrheit entspricht, werde ich eine Bemerkung abgeben dürfen?


Du hast gesichertes Wissen über den intelligenten Urgrund, an den Du glaubst? Dann lass mal hören...

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #61
. Der Gott der hier diskutiert wird, ist der Gott der abrahamitischen Religionen und ist nicht Grundlage einer erkenntnisreichen "Weiterbildung" in Sachen "Glauben".


1. Das Thema des Threads hier ist "Gläubige Gehirne" und nicht "der abrahamistische Gott"
2. Du hast eine überragende Selbstüberschätzung und hältst alles, was sich nicht mit Deinem eigenen Gottesbild deckt, für falsch.


Zitat von SOL demiurg im Beitrag #61
. Das was ich "verfolge" ist nicht von mir zurechtgebastelt, es ist doch schon von Anbeginn da gewesen und auch heute noch anwesend.


Du argumentierst wie Deine ehemalige Bekannte und deren Oma. Wo sind Deine gesicherten Beweise für die Existenz Deines "Dingsda" oder wie Du auch immer Deinen intelligenten Schöpfer bezeichnest? Ohne gesicherte Beweise hast Du Dir logischerweise Deinen "Gott" selbst zurecht gebastelt.


Zitat von SOL demiurg im Beitrag #61
. Die Krone setzen sich immer "Menschen" auf, ob Gottgläubig oder nicht!!


Wer nicht an eine Schöpfung glaubt, kann sich wohl kaum die Krone der Schöpfung aufsetzen. Das tun immer nur die, die sich für die Auserwählten halten und die für logische Erklärungen nicht zugänglich sind.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.375

03.09.2016 09:49
#65 RE: GLÄUBIGE GEHIRNE Antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #62

Glaub mir....
Warum sollte ich dir "glauben"? Ausgerechnet DIR? Einem, der ständig versucht seine Gegenüber mit "Nebelgranaten" unter Kontrolle zu bringen!


Zitat von SOL demiurg im Beitrag #62

- du glaubst auch nur "irgendetwas"!!!!
Selbst wenn dem so sei oder wäre, ist das noch lange kein Grund dir zu glauben..
Zitat von SOL demiurg im Beitrag #62

Die Gläubigen müssten verstehen, das "ihr Gott" nichts weiter ist als ein Grundgedanke, der über die Jahrtausende für mehr oder weniger eigene Zwecke missbraucht wurde und zwar soweit, das heute niemand dieser tiefreligiösen Menschen mehr den tieferen Sinn dahinter in der Lage ist zu verstehen.


Und jetzt hast du darin eine Marktlücke erkannt? Schon alleine dass du immer von "Ihrem" Gott redest, der durch einen anderen, DEIN eigenes soziopathisches EGO ausgetauscht werden müsste, um damit nur für DeinICH etwas zu erreichen, sollte Grund genug sein DIR nicht zu glauben.

Immerhin bist auch du immer noch die Antwort schuldig, was denn damit besser würde, DIR zu glauben!!??



Zitat von SOL demiurg im Beitrag #62

Die atheistische Seite sollte ebenfalls vom hohen Ross herunter steigen, denn diese entstand erst durch den Glauben selbst, aus Neugier zum "Unbekannten"

Ich verstehe ja, dass es deinem EGO sehr schmeicheln würde, wenn wir Atheisten von unserem Ross herunter steigen würden um DIR zu glauben...


Zitat von SOL demiurg im Beitrag #62

Abwarten - Geduld - denn immer noch steht der "unerforschte" Tod dazwischen, der die Grenze zum "Jenseits" bedeutet.


Hast du das Jenseits erforscht? Was gibt es darüber zu berichten? Wie willst du uns von deiner Glaubwürdigkeit überzeugen?

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Jagmurder Offline



Beiträge: 4

12.01.2018 15:37
#66 RE: GLÄUBIGE GEHIRNE Antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #1
GLÄUBIGE GEHIRNE http://www.bild-der-wissenschaft.de/bdw/...ect_id=32128186

Mir fehlen die Worte..


Fand ich wirklich interessant! Es mach spaß immer wieder solche Interessanten Beiträge zu lesen. Hier wurden ja noch ein paar weitere gepostet. Nehme mir heute Abend mehr Zeit dafür :)

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dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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