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Dieses Thema hat 70 Antworten
und wurde 2.380 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
Seiten 1 | 2 | 3
Reklov Offline




Beiträge: 5.814

10.08.2016 01:22
#26 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat
Schon ein simpler Halbleiter funktioniert nach quantenmechanischen Regeln.
Warum sollte unser Gehirn da eine Ausnahme machen und wieso wird daraus wieder zwanghaft ein nicht vorhandener esoterischer Hintergrund oder Überbau konstruiert?

Lukrez,

... ein Halbleiter ist immer noch ein menschliches Produkt. Unser Gehirn hat jedoch ganz andere, unbekannte Wurzeln und Hintergründe.

Daraus leitet sich u.a. auch die religiöse oder esoterische Sichtweise ab. Das ist weder unbegreiflich, noch verwerflich, denn - mit all dem vorhandenen menschlichen Wissen, sind auch die besten Experten nicht in der Lage, z.B. eine Raupe "nachzubauen" - geschweige denn eine, die sich zum fliegenden Schmetterling wandelt. Die über 150.000 Arten haben unterschiedlichste, beeindruckende farbige Muster auf ihren Flügeln, welche wohl von keinem Menschen als unattraktiv empfunden werden können.
Staunen ist eben auch eine der Voraussetzungen, um Denkwege beschreiten zu können, die weit außerhalb der Naturwissenschaften liegen.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

10.08.2016 21:15
#27 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #26

Zitat
Schon ein simpler Halbleiter funktioniert nach quantenmechanischen Regeln.
Warum sollte unser Gehirn da eine Ausnahme machen und wieso wird daraus wieder zwanghaft ein nicht vorhandener esoterischer Hintergrund oder Überbau konstruiert?
Lukrez,

... ein Halbleiter ist immer noch ein menschliches Produkt. Unser Gehirn hat jedoch ganz andere, unbekannte Wurzeln und Hintergründe.

Oh Mann, Reklov..

Deine Argumente sind immer die gleichen: "Wir dürfen nicht"; "Wir wissen nicht"; "Wir müssen an unbekannte und übernatürliche Wurzeln und Hintergründe glauben, selbst wenn dies gar nicht erforderlich wäre"

Ist das nicht lächerlich einseitig von dir? Die Idee eines unbekannten Urgrundes ist doch die einseitigste Welterklärung die es gibt und sie kann nur einem überaus einseitgen Gehirn mit unsäglich einseitigen Gedankengängen entspringen.

Athon Offline




Beiträge: 3.535

11.08.2016 09:03
#28 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #26
...mit all dem vorhandenen menschlichen Wissen, sind auch die besten Experten nicht in der Lage, z.B. eine Raupe "nachzubauen"


Nun, Reklov, dieses Thema hatten wir bereits in einem anderen Thread am Beispiel einer Fliege. Nur, weil die "besten Experten" nicht in der Lage sind, eine Raupe nachzubauen, muss dies nicht gleichzeitig bedeuten, dass "jamand anderes" ("Gott" oder Dein vielzitierter "Programmierer") ein solches "Wunder" vollbracht hätte.

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

11.08.2016 12:33
#29 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Auch die Homöopathie hat eine rein esoterische Grundlage:
https://www.novo-argumente.com/artikel/e...le_homoeopathen
Die Behauptung, dass Informationen im Verdünnungsmittel gespeichert werden, kommt nicht einmal einer rationalen Erklärung der Funktionsweise nahe, nicht wahr?
Die meisten Homöopathika werden nicht in Form von Flüssigkeiten, sondern als „Globuli“, also winzige Milchzuckerkügelchen, eingenommen. Sie werden hergestellt, indem man die flüssige Arznei darauf tropft. Die Flüssigkeit verdampft anschließend. Wie kann es sein, dass nicht auch die in der Flüssigkeit gespeicherte Information mit dem Verdünnungsmittel verdampft?
-
Das Verdünnungsmittel ist für gewöhnlich eine Wasser-Alkohol-Mischung, die unweigerlich Verunreinigungen enthält. In der Tat enthält ein flüssiges C12-Präperat 3 um ein Vielfaches mehr an Verunreinigungen als an Partikeln der Grundsubstanz. Diese Verunreinigungen wurden ebenso heftig geschüttelt, also potenziert. Wie können wir erklären, dass deren „Potenz“ nicht auch nach jedem Verdünnungsschritt verstärkt wurde? Bräuchte man hier nicht einen Prozess, in dem nur einige Moleküle im Verdünnungsmittel angeregt werden, während alle anderen absolut unbeeinflusst bleiben? Wie können wir dieses fantastische Konzept erklären?

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
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(Lukrez)

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

11.08.2016 14:50
#30 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Lukrez im Beitrag #29
Auch die Homöopathie hat eine rein esoterische Grundlage:
https://www.novo-argumente.com/artikel/e...le_homoeopathen
Die Behauptung, dass Informationen im Verdünnungsmittel gespeichert werden, kommt nicht einmal einer rationalen Erklärung der Funktionsweise nahe, nicht wahr?
Die meisten Homöopathika werden nicht in Form von Flüssigkeiten, sondern als „Globuli“, also winzige Milchzuckerkügelchen, eingenommen. Sie werden hergestellt, indem man die flüssige Arznei darauf tropft. Die Flüssigkeit verdampft anschließend. Wie kann es sein, dass nicht auch die in der Flüssigkeit gespeicherte Information mit dem Verdünnungsmittel verdampft?
-
Das Verdünnungsmittel ist für gewöhnlich eine Wasser-Alkohol-Mischung, die unweigerlich Verunreinigungen enthält. In der Tat enthält ein flüssiges C12-Präperat 3 um ein Vielfaches mehr an Verunreinigungen als an Partikeln der Grundsubstanz. Diese Verunreinigungen wurden ebenso heftig geschüttelt, also potenziert. Wie können wir erklären, dass deren „Potenz“ nicht auch nach jedem Verdünnungsschritt verstärkt wurde? Bräuchte man hier nicht einen Prozess, in dem nur einige Moleküle im Verdünnungsmittel angeregt werden, während alle anderen absolut unbeeinflusst bleiben? Wie können wir dieses fantastische Konzept erklären?





In den Begriff "Esoterik" wird alles mögliche rein geschaufelt, dabei bezeichnet dieser Begriff lediglich die Innerlichkeit,
im Gegensatz zur Exoterik, der Äußerlichkeit.
So findet die Heilung durch Placebos im Bewusstsein statt, denn der Glaube ist eine Funktion des Bewusstseins,
ein esoterischer Prozess also. Ob es der Glaube an ein Medikament ist oder an einen Heiligen ist dabei wohl ziemlich wurst.
Wichtig allein scheint der Glaube zu sein, von dem der Volksmund sagt, dass er Berge versetzen könnte, in welcher Höhe muss wohl
offen bleiben.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

11.08.2016 21:25
#31 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Reisender im Beitrag #30


In den Begriff "Esoterik" wird alles mögliche rein geschaufelt,
Wie auch anders herum von der Esoterik alles aufgegriffen wird, womit man Ahnungslosen und Leichtgläubigen das Geld aus der Tasche holen kann.

Zitat von Reisender im Beitrag #30

dabei bezeichnet dieser Begriff lediglich die Innerlichkeit,
Klar, wenn es um die innere Befindlichkeit geht muss die Äußerlichkeit immer mit tanzen... sonst funktioniert der Selbstbetrug nicht.

Zitat von Reisender im Beitrag #30

im Gegensatz zur Exoterik, der Äußerlichkeit.
Die ist für die Esoterik enorm wichtig, weil es die innere Befindlichkeit ziemlich nervt, wenn die Exoterik nicht mitspielt.


Zitat von Reisender im Beitrag #30

So findet die Heilung durch Placebos im Bewusstsein statt, denn der Glaube ist eine Funktion des Bewusstseins... Der Glaube ist eine Bewusstseinstäuschung, um das das Belohnungszentrum des Gehirns dazu zu bringen, Glückshormone und körpereigene Opiate Endorphine aus zu schütten.

[quote="Reisender"|p3202346]
ein esoterischer Prozess also. Ob es der Glaube an ein Medikament ist oder an einen Heiligen ist dabei wohl ziemlich wurst.
Das ist ein ziemlich großer Unterschied in der Wirkung. Der Glaube an ein Antibiotika oder gar ein Medikament, welches das Immunsystem so lange unterdrückt bis ein Implantat richtig angewachsen ist, hat überhaupt keine Relevanz für die Wirkung. Und bringt man das Gehirn dazu körpereigene Opiate zur Schmerzlinderung aus zu schütten, ist das was ganz anderes, wenn man auch weis, dass die Selbstheilungsprozesse, wie überhaupt alle Wachstumsprozesse unseres Körpers, nur dann (richtig) ablaufen, wenn wir schlafen..

Zitat von Reisender im Beitrag #30

Wichtig allein scheint der Glaube zu sein, von dem der Volksmund sagt, dass er Berge versetzen könnte, in welcher Höhe muss wohl
offen bleiben.
Bis heute hat noch niemand mit Glaube allein einen Berg versetzt. Und scheinen tut uns manchmal vieles...

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

12.08.2016 16:15
#32 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Eine durchaus amüsante Weltsekunde tritt ein, wenn der Fortschrittler bestürzt feststellt, dass er bloß Teil eines Verwesungsprozesses gewesen ist.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

12.08.2016 20:06
#33 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Reisender im Beitrag #32
Eine durchaus amüsante Weltsekunde tritt ein, wenn der Fortschrittler bestürzt feststellt, dass er bloß Teil eines Verwesungsprozesses gewesen ist.

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein Fortschrittler erst zu dieser Erkenntnis gelangt, wenn er schon gewesen ist. Des anderen wissen wir dank Quantentheorie, dass die Materie selbst keine Informationen enthält, sondern Informationen erst durch die indirekte Wechselwirkung des Beobachters mit der Materie zustande kommen. So, als wenn die Wechselwirkung von Teilchen und Wellen aus denen die Materie in ihrem innersten besteht, in ihrer Wechselwirkung mit der Materie selbst, überhaupt erst das Überlagerungs- und Interferenzspektrum erzeugt, von dem wir ein annähernd reales Modell unserer Welt ableiten können und deren eines der vielen (bedeutungslosen) Teile wir nun mal auch selbst sind. Weswegen wir auch ständig bemüht sind, eine Bedeutung zu erlangen, selbst wenn diese Bemühung sich als bedeutungsloses, sich selbst widersprechendes Geschwätz herausstellt.

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

14.08.2016 18:37
#34 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

"Bewusstsein ist eine Simulation des Gehirns":
http://www.heise.de/tr/artikel/Bewusstse...ns-3280683.html
Das Gefühl, Sie selbst zu sein, also Ihr Ich-Bewusstsein, ist nach meiner Theorie eine Simulation Ihres Gehirns, ein inneres Modell mit vielen Schichten. Ihr Gehirn berechnet aus allen Informationen, die ihm zur Verfügung stehen, was die beste Hypothese, die wahrscheinlichste Variante der Wirklichkeit ist – und die präsentiert es Ihnen. So gesehen macht Mutter Natur die beste Virtual Reality.
-
Was Sie subjektiv erleben, ist nicht Realität, sondern virtuelle Realität – eine Möglichkeit. Natürlich existieren der physische Körper und eine Außenwelt. Aber nach meiner Theorie gibt es beispielsweise keine farbigen Gegenstände vor Ihren Augen, sondern Mischungen von Wellenlängen. "Rot" oder "blau", das sind Aspekte von Modellen, die Ihr Gehirn erstellt. Das, was Sie sehen, ist eine Simulation des Gehirns. Seit Millionen von Jahren existiert die virtuelle Realität in unserem Kopf. Es ist offenbar ein sehr gutes Modell der Wirklichkeit, wenn wir bis heute damit überlebt haben. Aber wenn wir es geschickt anstellen, glauben Sie, Sie seien in einem anderen Körper.

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(Lukrez)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

15.08.2016 11:23
#35 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Lukrez im Beitrag #34
"Bewusstsein ist eine Simulation des Gehirns":
http://www.heise.de/tr/artikel/Bewusstse...ns-3280683.html
Das Gefühl, Sie selbst zu sein, also Ihr Ich-Bewusstsein, ist nach meiner Theorie eine Simulation Ihres Gehirns, ein inneres Modell mit vielen Schichten. Ihr Gehirn berechnet aus allen Informationen, die ihm zur Verfügung stehen, was die beste Hypothese, die wahrscheinlichste Variante der Wirklichkeit ist – und die präsentiert es Ihnen. So gesehen macht Mutter Natur die beste Virtual Reality.
-
Was Sie subjektiv erleben, ist nicht Realität, sondern virtuelle Realität – eine Möglichkeit. Natürlich existieren der physische Körper und eine Außenwelt. Aber nach meiner Theorie gibt es beispielsweise keine farbigen Gegenstände vor Ihren Augen, sondern Mischungen von Wellenlängen. "Rot" oder "blau", das sind Aspekte von Modellen, die Ihr Gehirn erstellt. Das, was Sie sehen, ist eine Simulation des Gehirns. Seit Millionen von Jahren existiert die virtuelle Realität in unserem Kopf. Es ist offenbar ein sehr gutes Modell der Wirklichkeit, wenn wir bis heute damit überlebt haben. Aber wenn wir es geschickt anstellen, glauben Sie, Sie seien in einem anderen Körper.



Diese Theorie hat einen Entscheidenden Haken. Sie widerspricht den Erkenntnissen der Physik.

Es stimmt zwar, dass Materie selbst farblos, geruchlos und geschmacklos ist. Aber sie hat eine Eigenschaft die energetisch ist. Da ist z.B. die Bindungsernergie im inneren des Atomkerns, die, wie wir von der Atombombe wissen, ziemlich gewaltig ist. Außerdem ist da noch die Potentialenergie zwischen Atomkern und Elektronen, die wir erfahren können, wenn wir die Finger in eine Steckdose schieben. Und dass diese unangenehme Erfahrung keine Illusion ist, wissen wir dadurch, dass es auch Steckdosen gibt, die uns die Erfahrung vorenthalten und das etwas mit Zusammenhängen zu tun haben muss, die außerhalb unseres Bewusstseins existieren.

Woher kommt also die Farbe, der Geruch und der Geschmack? Das alles kommt aus der Wechselwirkung der Materie in ihrer Verteilung und enegetische Wechselwirkung mit sich selbst. Kochsalz schmeckt ziemlich salzig.. Obwohl Chlor und Natrium diese salzige Eigenschaft für sich selbst gar nicht haben...

Außerdem kann man das vom Mond reflektierte Sonnenlicht auch messen, wenn man den Mond selbst dabei gar nicht berücksichtigt. Schatten die das vom Mond reflektierte Sonnenlicht überall dort auf die "Leinwand wirft" wo das vom Mond reflektierte Sonnenlicht von einer materiellen Struktur absorbiert wird, lassen einen mit einer anderen Lichtquelle gleichzeitig auf die selbe Leinwand projizierten Text unleserlich werden... Spätestens hier sollten wir uns dafür entscheiden, die Theorien des radikalen Konstruktivismus in Tonne zu kippen..

Reklov Offline




Beiträge: 5.814

15.08.2016 11:37
#36 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat
Nun, Reklov, dieses Thema hatten wir bereits in einem anderen Thread am Beispiel einer Fliege. Nur, weil die "besten Experten" nicht in der Lage sind, eine Raupe nachzubauen, muss dies nicht gleichzeitig bedeuten, dass "jamand anderes" ("Gott" oder Dein vielzitierter "Programmierer") ein solches "Wunder" vollbracht hätte.

Athon,

... mit "nur, weil" lässt sich das große Thema sprachlich leider nicht anspruchsvoll genug umkreisen! -
Was bleiben, Deiner Meinung nach, sonst noch für Denkmuster übrig? - Etwa, dass die Atome sich selbst "organisiert", sich gar zu einer Schöpfung und der nachfolgenden Evolution abgesprochen haben? - Würde jemand eine solche Vermutung aussprechen, so könnte man diese natürlich genauso leicht negieren, abgesehen davon, dass der Ur-Sprung der Atome dabei noch gar nicht gedanklich berührt wäre.
Also: Sowohl Atheisten, wie auch Gläubige stehen vor dem gleichen Rätsel und deswegen sollte sich niemand über die andere Gruppe "erheben", wie das hier so gerne vorgeführt wird.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.814

15.08.2016 12:14
#37 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat
Außerdem ist da noch die Potentialenergie zwischen Atomkern und Elektronen, die wir erfahren können, wenn wir die Finger in eine Steckdose schieben. Und dass diese unangenehme Erfahrung keine Illusion ist, wissen wir dadurch, dass es auch Steckdosen gibt, die uns die Erfahrung vorenthalten und das etwas mit Zusammenhängen zu tun haben muss, die außerhalb unseres Bewusstseins existieren.

Perquestavolta,

... auch der Mensch ist eine Art niedrig geladenes elektrisches Feld. Auch unsere Muskeln arbeiten mit Strom, einer etwas anderen Form - elektrochemisch - mit Molekülen statt Elektronen. Unsere Nerven sind wie eine Stromleitung, die ein Signal an den Muskel gibt und der sich dann bewegt.
Wenn man in die Stromleitung fasst, dann ist das, als ob alle unsere Nerven den Muskeln befehlen, sich zusammenzuziehen, dieses Signal ist jedoch ungemein stärker, als das unserer Nerven, (gilt dann auch für den Herzmuskel). Deswegen kann man auch nicht mehr loslassen wenn man an starken Strom fasst. -
Die beiden äußeren sichtbaren Kontakte einer Steckdose sind nicht stromführend. Strom fliesst nur, wenn die beiden Kontakte in den Löchern berührt werden. Da kommt man aber mit den Fingern nicht rein, wohl aber z.B. mit einer Kugeschreibermiene etc.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

15.08.2016 13:37
#38 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #37

Zitat
Außerdem ist da noch die Potentialenergie zwischen Atomkern und Elektronen, die wir erfahren können, wenn wir die Finger in eine Steckdose schieben. Und dass diese unangenehme Erfahrung keine Illusion ist, wissen wir dadurch, dass es auch Steckdosen gibt, die uns die Erfahrung vorenthalten und das etwas mit Zusammenhängen zu tun haben muss, die außerhalb unseres Bewusstseins existieren.
Perquestavolta,

... auch der Mensch ist eine Art niedrig geladenes elektrisches Feld.

Das ist eine rein interpretative Betrachtungsweise, die wenig oder auch gar nichts über Komplexität der Realität aussagt und nicht mehr informative Relevanz hat, als wie die Aussage, das Wasser nass ist
.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

15.08.2016 14:30
#39 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Was ist eine niedrig geladenes elektrisches Feld? Elektrische Felder sind ein Umschreibungsbegriff der Physik für elektrostatische Phänomene. Der Mensch ist ganz sicher kein elektrostatisches Phänomen. Außerdem sind "geladene Elektrische Felder" etwas, dass es vielleicht in einem Paralleluniversum gibt.. worüber wir nichts wissen.

Athon Offline




Beiträge: 3.535

16.08.2016 09:35
#40 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #36
Was bleiben, Deiner Meinung nach, sonst noch für Denkmuster übrig? Etwa, dass die Atome sich selbst "organisiert", sich gar zu einer Schöpfung und der nachfolgenden Evolution abgesprochen haben?


Nun, Reklov, wäre diese "Möglichkeit" unwahrscheinlicher, als die Existenz eines alles regelnden Schöpfers, der keinen Anfang und kein Ende hat? Wer sagt Dir denn, dass die Atome (in ihrer Gesamtheit) nicht selbst die "Schöpfermacht" sind und somit sehr wohl eine Selbstorganisation mit nachfolgender Evolution stattfand und noch stattfindet? Absurd...?

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.953

16.08.2016 09:57
#41  Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Reklov
Was bleiben, Deiner Meinung nach, sonst noch für Denkmuster übrig? Etwa, dass die Atome sich selbst "organisiert", sich gar zu einer Schöpfung und der nachfolgenden Evolution abgesprochen haben?

Zufall. Vor der Kulisse der Ewigkeit (des Nichts, des Alles) muss es ihn geben!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.814

16.08.2016 12:50
#42 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat
Zufall. Vor der Kulisse der Ewigkeit (des Nichts, des Alles) muss es ihn geben!

Gysi,

... das mag sich ja in Deinem persönlichen Denkmustern so manifestiert haben - aber bitte - welchen Bedeutungsanspruch willst Du all den anderen indivduellen Denkmustern in der Menschheitsgeschichte damit schon entgegensetzen (z.B. Einsteins >> Gott würfelt nicht.")? -
Dein "muss es ihn geben" wird z.B. von Gläubigen eifrig und überzeugt auf das "Göttliche" projeziert.
Tut mir leid - aber eine persönliche Vermutung allein reicht hier nicht aus, um das "große Thema" zu umkreisen oder gar im Kern zu treffen!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.814

16.08.2016 12:56
#43 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat
Nun, Reklov, wäre diese "Möglichkeit" unwahrscheinlicher, als die Existenz eines alles regelnden Schöpfers, der keinen Anfang und kein Ende hat? Wer sagt Dir denn, dass die Atome (in ihrer Gesamtheit) nicht selbst die "Schöpfermacht" sind und somit sehr wohl eine Selbstorganisation mit nachfolgender Evolution stattfand und noch stattfindet? Absurd...?

Athon,

... im großen Bereich der Spekulationen haben auch "absurde" Ideen durchaus ihre vorläufige Berechtigung. Nicht ohne Grund wird ja in 2 großen buddhistischen Denkschulen schon seit langem darüber gestritten, ob Atome inhärenten Geist haben könnten, oder nicht. - Ein Resultat konnte aber bisher verständlicherweise nicht auf den Tisch gebracht werden.
Wie ich schon früher anmerkte, lässt sich das Universum sein Geheimnis (noch) nicht entreißen! - Wäre dieses große Rätsel geknackt, wäre ja auch dieses Forum vollkommen überflüssig.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

16.08.2016 14:57
#44 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #37
[quote]Außerdem ist da noch die Potentialenergie zwischen Atomkern und Elektronen, die wir erfahren können, wenn wir die Finger in eine Steckdose schieben. Und dass diese unangenehme Erfahrung keine Illusion ist, wissen wir dadurch, dass es auch Steckdosen gibt, die uns die Erfahrung vorenthalten und das etwas mit Zusammenhängen zu tun haben muss, die außerhalb unseres Bewusstseins existieren.
Perquestavolta,

... auch der Mensch ist eine Art niedrig geladenes elektrisches Feld.

Reklov.. der Mensch kann zwar durchaus mal geladen sein, oder einen geladen haben.. Aber eine Art niedrig geladenes elektrisches Feld ist er keine.

Zitat von Reklov im Beitrag #37

Auch unsere Muskeln arbeiten mit Strom, einer etwas anderen Form - elektrochemisch - mit Molekülen statt Elektronen.
Das ist eine völlig irreführende Erklärung über die Arbeitsweise unserer Muskeln, Reklov. Die Elektrochemie in unseren Muskelzellen dient einzig und alleine der Reizübertragung und hat mit der Arbeitsleistung selbst überhaupt nichts zu tun.

Zitat von Reklov im Beitrag #37

Unsere Nerven sind wie eine Stromleitung, die ein Signal an den Muskel gibt und der sich dann bewegt.
Das ganze funktioniert viel viel komplexer und Nerven sind ganz gewiss nicht mit Stromleitungen vergleichbar, da sie selber die winzig kleinen elektrischen Spannungen produzieren, mit der sie die nächste Zelle in ihrer direkten Umgebung nur ein bisschen anstoßen um diese selbst wiederum anzuregen eine winzig kleine elektrische Spannung zu erzeugen.
Will man das ganze bildlich darstellen, dann muss man sich jede Zelle des Körpers, als winzig kleinen Bioreaktor für ebenso winzig kleine elektrische "Spannungen" betrachten, was aber lebende Zellen richtig gesehen gar nicht wirklich sind. Die kleinen elektrischen Spannungen entstehen erst durch Reizeinwirkungen von außen und sind eher als eine Art Piezeoeffekt, denn als elektrochemische "Stromerzeugung" zu betrachten. Das sogenannte Elektrolyt welches bei der Reizübertragung von Nervenzelle zu Nervenzelle eine gewichtige Rolle spielt, befindet sich nur in der Zellwand und nicht im inneren der Zelle selbst.. Außerdem sollte man sich auch vorstellen können, dass ein konstanter Elektrische "Spannung" im inneren der Zelle sich äußerst ungünstig und störend auf alle anderen Funktionen und Aufgaben der Zelle auswirken würde, die nun mal hauptsächlich der regenerativen Replikation der eigenen DNS gewidmet sind.

Auch von einer Signale-Übertragung im technischen Sinne... wie wir das von einem Kabel in einem Elektrischen/Elektronischen Geräten und Netzwerken kennen, ist in unserem Körper nichts zu finden.. Auch weil es in unserem Körper keine nicht(strom)leitende Isolierungen gibt und das ziemlich fatal wäre.. Außerdem haben alle elektrischen Leiter auch immer einen "elektrischen Widerstand" der dafür verantwortlich ist, dass die elektrischen Signale/Spannungen nicht mit der selben elektrischen Feldstärke am Empfänger/Verbraucher ankommen, wie sie vom Sender/Generator erzeugt worden sind.. Die Nervenzellen sind also Arbeitskräfte, die Informationen nur mit ihrer eigenen Kraft als Reiz-Paket an die nächste Nervenzelle weitergeben und dabei auch gleichzeitig Informationen vor und Rückwerts übertragen können..


Zitat von Reklov im Beitrag #37

Wenn man in die Stromleitung fasst, dann ist das, als ob alle unsere Nerven den Muskeln befehlen, sich zusammenzuziehen, dieses Signal ist jedoch ungemein stärker, als das unserer Nerven, (gilt dann auch für den Herzmuskel).
Strom aus dem Netz fließt nur über die Haut unseres Körpers.. Das hat nichts und rein gar nichts mit der körpereigenen elektrischen Informationsübertragung zu tun, sondern mit dem elektrisch niedrigen Widerstand unserer Haut und damit das unser Körper Wasser und Salze enthält, die den Strom leiten. Der Strom der dabei durch uns hindurch fließt gelangt selbst überhaupt nicht ins Körperinnere und somit auch nicht zum Herzen, Reklov!!

Dass sich unser ganzer Körper verkrampft wenn wir in einen Netztstromkreislauf geraten, liegt daran, dass unsere Haut als das größte Organ mit der größten Oberfläche unzählige Nervenzellen enthält, die ganz nahe unter der äußersten Hornschicht liegen und alle gleichzeitig von der hohen elektrischen Spannung, die über unsere Haut fließt, wenn wir in die Steckdose fassen "Schlag-artig" gereizt werden, was zu einem Informationschaos in der "Schaltzentrale" und deren Totalausfall führt.. Wenn die Stromstärke der Netzspannung sehr hoch ist, erhitzt der Stromfluss den Leiter um so mehr, als sein Widerstand hoch ist. Weswegen wir im schlimmsten Fall auch schwere Hautverbrennungen erleiden, wenn wir in einen Stromkreislauf geraten.. Nur aber in unseren Körper hinein gelangt der Strom trotzdem nicht.. Da unsere Haut gleichzeitig auch als sogenannter faradayscher Käfig funktioniert und dies mit der physikalischen Gesetzmäßigkeit zu tun hat, dass Elektrischer Strom immer nur an der Oberfläche eines elektrischen Leiters fließt!


So Reklov ... wieder ein Beweis, dass dein vermeintlich bekanntes Schulwissen ziemlich lasch und unzureichend ist. Woraus man dann wohl auch schließen muss, dass deine philosophischen Schlussfolgerungen aus denen du die Existenz eines Ur-Grundes allen Seins schließt nur auf deine eigenen ziemlich ungenauen Kenntnissen über die Materie zurückzuführen sind..

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.953

16.08.2016 15:51
#45 Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Reklov
Tut mir leid - aber eine persönliche Vermutung allein reicht hier nicht aus, um das "große Thema" zu umkreisen oder gar im Kern zu treffen!

Das ist keine ins Blaue geschossene "persönliche Vermutung", sondern immerhin eine mathematisch-logische Ableitung! Reicht das als "Bedeutungsanspruch"? => Unendlichkeit zu X.

Zitat
aber bitte - welchen Bedeutungsanspruch willst Du all den anderen indivduellen Denkmustern in der Menschheitsgeschichte damit schon entgegensetzen (z.B. Einsteins >> Gott würfelt nicht.")? -

Wenn Einstein mit Heisenberg und anderen Gottgläubigen redete, dann redete er so. So wie wir anderen Atheisten auch "Gott" als "Was-wäre, wenn...?"-Größe mit einbeziehen, wenn wir mit Gläubigen reden. Einstein glaubte nicht an Gott, an keinen persönlichen. Und kann ein unpersönlicher würfeln? Ein unpersönlicher ist überhaupt kein Gott, sondern eine unpersönliche Machtgröße!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

16.08.2016 17:20
#46 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #42
[quote]
Tut mir leid - aber eine persönliche Vermutung allein reicht hier nicht aus, um das "große Thema" zu umkreisen oder gar im Kern zu treffen!



Worüber redest du dann die ganze Zeit? Der Ur-Grund ist nichts anderes als eine Vermutung persönlicher Natur.

Reklov Offline




Beiträge: 5.814

17.08.2016 14:32
#47 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat
Nun, Reklov, wäre diese "Möglichkeit" unwahrscheinlicher, als die Existenz eines alles regelnden Schöpfers, der keinen Anfang und kein Ende hat? Wer sagt Dir denn, dass die Atome (in ihrer Gesamtheit) nicht selbst die "Schöpfermacht" sind und somit sehr wohl eine Selbstorganisation mit nachfolgender Evolution stattfand und noch stattfindet? Absurd...?

Athon,

... keinesfalls ist dies absurd. - Mit dem Wort "unwahrscheinlicher" kann man durchaus sprachlich arbeiten, aber man bleibt dabei auf dem gleichen Feld der Vermutungen stehen, wie es z.B. die religiösen Dogmen tun.
Wollte man die "Möglichkeit" favorisieren, Atome seien die "Schöpfermacht", so gerät man hier in den alten Pantheismus-Streit der deutschen Philosophen, deren Vertreter jener "Allgottlehre" die sprachliche Klinge mit Andersdenkenden kreuzten. - Außer Meinungsstreit kam allerdings nicht viel dabei heraus!

Man könnte auch auf den Kosmotheismus ausweichen, der die Welt nur als eine Erscheinungsform des göttlichen Seins betrachtet. Der Begriff "Pantheismus" entstand in der Zeit der Aufklärung und geht auf den britischen Philosophen John Toland zurück, der ihn 1709 als Ausdruck seiner religiösen Überzeugung schuf.
Bereits in der Antike entwickelten die Vorsokratiker eine Naturphilosophie, die auch Seele und Göttliches miteinbezog. Auch Platons Kosmologie der Weltseele hat pantheistische Züge. Der Neuplatoniker Plotin betonte das All-Eine und war damit ein direkter Vorgänger der Pantheisten. Die Stoiker betrachteten den Logos als universelles Vernunftprinzip, das Göttliche, welches auch in jedem Menschen war. Im Mittelalter gab es, anknüpfend an Plotin, vereinzelt pantheistische Tendenzen, z.B. bei Nicolaus Cusanus. In der frühen Neuzeit betrachtete Giordano Bruno das Göttliche als Teil des ewigen Kosmos, wobei sich Göttlichkeit in allen Dingen offenbare.

Man erkennt an solchen Denkmustern, dass Deine angesprochene "Möglichkeit" bereits schon länger in manchen Köpfen wohnte. Das "Rätsel" konnte aber damit leider nicht geknackt werden. Die "Lösung" bleibt aber wohl auch in Zukunft als Herausforderung vor uns stehen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.814

17.08.2016 14:47
#48 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Max Planck: "Meine Herren, als Physiker, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie widmete, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden.

Zitat
Wenn Einstein mit Heisenberg und anderen Gottgläubigen redete, dann redete er so. So wie wir anderen Atheisten auch "Gott" als "Was-wäre, wenn...?"-Größe mit einbeziehen, wenn wir mit Gläubigen reden. Einstein glaubte nicht an Gott, an keinen persönlichen. Und kann ein unpersönlicher würfeln? Ein unpersönlicher ist überhaupt kein Gott, sondern eine unpersönliche Machtgröße!

Gysi,

... nur, weil die Religionen den "Gott" persönlich gemacht haben, muss man dieses Denkmuster nicht annehmen!
Im Toismaus gibt es z.B den "unpersönlichen" Gott.

Max Planck meinte hierzu: Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich.

Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält. Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente Kraft noch eine ewige Kraft gibt - es ist der Menschheit nicht gelungen, das heißersehnte Perpetuum mobile zu erfinden - so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewußten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche - denn die Materie bestünde ohne den Geist überhaupt nicht - , sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre! Da es aber Geist an sich ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen zugehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber auch Geistwesen nicht aus sich selber sein können, sondern geschaffen werden müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: Gott! Damit kommt der Physiker, der sich mit der Materie zu befassen hat, vom Reiche des Stoffes in das Reich des Geistes. Und damit ist unsere Aufgabe zu Ende, und wir müssen unser Forschen weitergeben in die Hände der Philosophie."

Max Planck: "Im Gegensatz dazu [der Methodik des religiösen Menschen] ist für den Naturforscher das einzig primär Gegebene der Inhalt seiner Sinneswahrnehmungen und der daraus abgeleiteten Messungen. Von da aus sucht er sich auf dem Wege der induktiven Forschung Gott und seiner Weltordnung als dem höchsten, ewig unerreichbaren Ziele nach Möglichkeit anzunähern. Wenn also beide, Religion und Naturwissenschaft, zu ihrer Betätigung des Glaubens an Gott bedürfen, so steht Gott für die eine am Anfang, für die andere am Ende alles Denkens. Der einen bedeutet er das Fundament, der anderen die Krone des Aufbaus jeglicher weltanschaulicher Betrachtung."

"Religion und Naturwissenschaft - sie schließen sich nicht aus, wie manche heutzutage glauben oder fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen einander. Wohl den unmittelbarsten Beweis für die Verträglichkeit von Religion und Naturwissenschaft auch bei gründlich-kritischer Betrachtung bildet die historische Tatsache, daß gerade die größten Naturforscher aller Zeiten, Männer wie Kepler, Newton, Leibniz von tiefer Religiosität durchdrungen waren."

Max Planck: "Freilich: daß ein an Weisheit uns himmelhoch überlegenes Wesen, welches jede Falte in unserem Gehirn und jede Regung unseres Herzens durchschauen kann, unsere Gedanken und Handlungen als kausal bedingt erkennen würde, das müssen wir uns schon gefallen lassen. Darin liegt aber keinerlei Herabwürdigung unseres berechtigten Selbstgefühls. Teilen wir doch diesen Standpunkt auch mit den Bekennern der erhabensten Religionen. Soweit wir dagegen selbst als erkennendes Subjekt auftreten, müssen wir auf eine rein kausale Beurteilung unseres gegenwärtigen Ich Verzicht leisten. Hier ist also die Stelle, wo die Willensfreiheit einsetzt und ihren Platz behauptet, ohne sich durch irgend etwas verdrängen zu lassen."

Max Planck: "Es hat Zeiten gegeben, in denen sich Philosophie und Naturwissenschaft fremd und unfreundlich gegenüberstanden. Diese Zeiten sind längst vorüber. Die Philosophen haben eingesehen, daß es nicht angängig ist, den Naturforschern Vorschriften zu machen, nach welchen Methoden und zu welchen Zielen hin sie arbeiten sollen, und die Naturforscher sind sich klar darüber geworden, daß der Ausgangspunkt ihrer Forschungen nicht in den Sinneswahrnehmungen allein gelegen ist und daß auch die Naturwissenschaft ohne eine gewisse Dosis Metaphysik nicht auskommen kann."

Max Planck: "Vor Gott sind alle Menschen, auch die vollkommensten und die genialsten, auch ein Goethe und ein Mozart, primitive Geschöpfe, deren geheimste Gedanken und feinste Gefühlsregungen unter seinem Auge sich wie Perlen einer Kette in regelmäßiger Aufeinanderfolge aneinanderreihen. Das tut der Würde dieser großen Männer keinen Eintrag. Nur muss man immer berücksichtigen, daß es eine Vermessenheit und ein Unsinn wäre, wenn man auf Grund dieser Überlegungen den Versuch machen wollte, es dem göttlichen Auge gleichzutun und die Gedanken des göttlichen Geistes vollständig nachzudenken. Der gewöhnliche menschliche Intellekt würde gar nicht fähig sein, die tiefsten Gedanken auch nur zu verstehen, selbst wenn sie ihm mitgeteilt würden, und insofern entzieht sich der Satz von der Determiniertheit der geistigen Vorgänge in vielen Fällen einer jeden Prüfung, er ist metaphysischer Art, ebenso wie der Satz, daß es eine reale Außenwelt gibt."

Ob also auch ein "unpersönlicher" Gott auf seine spezielle Weise würfeln kann, bleibt demnach als Frage offen!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.814

17.08.2016 14:53
#49 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat
wieder ein Beweis, dass dein vermeintlich bekanntes Schulwissen ziemlich lasch und unzureichend ist. Woraus man dann wohl auch schließen muss, dass deine philosophischen Schlussfolgerungen aus denen du die Existenz eines Ur-Grundes allen Seins schließt nur auf deine eigenen ziemlich ungenauen Kenntnissen über die Materie zurückzuführen sind..

Perquestavolta,

... hmmm - hältst Du Max Planck auch für jemanden, der ungenaue Kenntnisse über die Materie hatte. Lies hierzu bitte dessen Aussagen in #48.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

17.08.2016 21:13
#50 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #49

Zitat
wieder ein Beweis, dass dein vermeintlich bekanntes Schulwissen ziemlich lasch und unzureichend ist. Woraus man dann wohl auch schließen muss, dass deine philosophischen Schlussfolgerungen aus denen du die Existenz eines Ur-Grundes allen Seins schließt nur auf deine eigenen ziemlich ungenauen Kenntnissen über die Materie zurückzuführen sind..
Perquestavolta,

... hmmm - hältst Du Max Planck auch für jemanden, der ungenaue Kenntnisse über die Materie hatte. Lies hierzu bitte dessen Aussagen in #48.




Die persönliche weltanschauliche Interpretation der Materie von Max Planck ist von den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen der letzten 50 Jahre längst einige tausende male überholt worden, Reklov. Und deswegen halte ich deinen Vergleich für blödsinnig und unangebracht. Selbstverständlich war zu Lebzeiten Max Plancks die Quantentheorie aus einer rein naturalistischen Perspektive kaum zu verdauen und für Wissenschaftler die in ihrer persönlichen weltanschaulichen Prägung aus einem sehr gläubischen Umfeld stammten, waren ketzerische Zweifel ohnehin kein Thema. Das anderen ist die Rolle Max Planks im Geiste der nationalsozialistischen Rassenideologie
äußerst umstritten und wird gerade immer von denen gerne unter den Tisch gekehrt, die sich in naturwissenschaftlichen Gottesfragen auf Max Planck berufen..

Max Planck ist also auch nur ein Mensch gewesen, der in vielem falsche Entscheidungen getroffen hat, die wiederum eine Folge falscher Schlussfolgerungen gewesen sind..

Schieb dir also Max Planck in deinen philosophischen Arsch, wenn du damit glücklicher bist. Ihn wird das sicher nicht mehr stören.

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