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Dieses Thema hat 70 Antworten
und wurde 2.388 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
Seiten 1 | 2 | 3
Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

05.08.2016 17:37
Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Qunatenmmystik und konstruktivistische Realitätsschöpfung ist Schwachfug und Käse! http://scienceblogs.de/naklar/2012/08/23...d-wissenschaft/

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

05.08.2016 20:38
#2 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Keine Information ohne Materiellen Träger:
http://scienceblogs.de/hier-wohnen-drach...ahinter-steckt/
Zwischenfazit: Ist alles mit allem verbunden? Vielleicht. Aber wegen der Dekohärenz ist die Verschränkung von Quantenzuständen nach kürzester Zeit nicht mehr nachweisbar. Wer also beispielsweise Homöopathie über Quantenverschränkung erklären will, muss erklären, wie die Wassermoleküle über Tage verschränkt bleiben können, obwohl sie eigentlich in Billionstel Sekunden ihre Verschränkung verlieren sollten. Die Tatsache, dass wir Verschränkungsphänomene im Alltag nie beobachten, deutet schon darauf hin, dass die Dekohärenz sehr wirksam ist.
-
Schönes Beispiel:
Ich möchte das noch auf eine andere Art deutlich machen, denn einen ähnlichen Effekt gibt es auch in der klassischen Physik: Nehmt an, die Welt würde sich rein nach den Gesetzen der klassischen Physik verhalten. Alles wäre vollkommen deterministisch nach den Newtonschen Axiomen. Wenn ich jetzt ein Wort sage, dann bringe ich die Luftmoleküle zum Schwingen. Diese wiederum stoßen auf die Moleküle meines Schreibtisches, die dann die Schwingungen weitergeben an den Fußboden und immer so weiter. Und nach ein paar Tagen oder Wochen ist ein winziger Teil der Schwingungsenergie aus dem gesprochenen Satz übergegangen auf ein Palmblatt in Indien. Weil also auf diese Weise alles mit allem verbunden ist, ist es total plausibel, dass ein indischer Weiser seinen Finger auf das Palmblatt legt und herausbekommt, dass ich “Gummistiefel” gesagt habe.


Quantenmystik können wir also mit Sicherheit abschreiben...

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

05.08.2016 21:40
#3 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Der ist gut!!

Nichts desto trotz wollte ich mit dem Thema unseren @Reisender ansprechen, der uns vor ein paar Tagen das Mysterium der Quantentheorie zu erläutern versuchte, um damit wiedermal seinen unentschlossenen stark esoterisch gefärbten Pseudoatheismus den Status Quo der einzig rationalen Vernunft zu verleihen. Aber offensichtlich hat es auch Gott beim Urknall gleich wieder zerrissen und übrig geblieben ist nur unser verschränktes Universum..

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

06.08.2016 14:08
#4 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat
Aber offensichtlich hat es auch Gott beim Urknall gleich wieder zerrissen und übrig geblieben ist nur unser verschränktes Universum..

Perquestavolta,

... das "Göttliche" wird immateriell "gedacht". Dein joke macht also keinen rechten Sinn! "Verschränkt" sind allerdings die kursierenden Dogmen über das sog. "Göttliche".

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

06.08.2016 18:11
#5 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #4

Zitat
Aber offensichtlich hat es auch Gott beim Urknall gleich wieder zerrissen und übrig geblieben ist nur unser verschränktes Universum..
Perquestavolta

... das "Göttliche" wird immateriell "gedacht". Dein joke macht also keinen rechten Sinn! "Verschränkt" sind allerdings die kursierenden Dogmen über das sog. "Göttliche".


Reklov , Der Weihnachtsmann wir auch immateriell gedacht, nur geben tut es ihn trotzdem nicht.

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

06.08.2016 19:51
#6 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat
... das "Göttliche" wird immateriell "gedacht".


Um dieses immateriell "Göttliche" zu denken braucht es zwingend ein höchst materielles Gehirn!
Information ohne Materie gibt es nicht!
Eine Gottesexistenz setzte die vorherige Existenz seiner angeblichen Schöpfung zwingend voraus.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

07.08.2016 08:27
#7 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Lukrez im Beitrag #6

Zitat
... das "Göttliche" wird immateriell "gedacht".

Um dieses immateriell "Göttliche" zu denken braucht es zwingend ein höchst materielles Gehirn!
Information ohne Materie gibt es nicht!
Eine Gottesexistenz setzte die vorherige Existenz seiner angeblichen Schöpfung zwingend voraus.



Mag sein, oder auch nicht.
Ich würde keine Aussage dazu als endgültig betrachten

Max Planck
– aus seiner Rede im Harnack-Haus (1929):
"Als Physiker, also als Mann, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, nämlich der Erforschung der Materie diente, bin ich sicher frei davon, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden.
Und so sage ich Ihnen nach meiner Erforschung des Atoms dieses:
Es gibt keine Materie an sich!
Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Atoms zusammenhält.
Da es aber im ganzen Weltall weder eine intelligente, noch eine ewige Kraft gibt, so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewußten, intelligenten Geist annehmen.
Dieser Geist ist der Urgrund der Materie! Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale,
Wahre, Wirkliche, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre!

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

07.08.2016 11:42
#8 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat
Um dieses immateriell "Göttliche" zu denken braucht es zwingend ein höchst materielles Gehirn!

Lukrez,

... Dein Gedankengang ist aus meiner Sicht nicht korrekt. Denn - alle Naturgesetze, die manche Forscher erst spät entdeckten, waren als unumstößliche Regel schon vor dem Erscheinen eines "Gehirnmenschen" kreiert worden. Nun mag sich einer denken, die Atome hätten sich diese Regeln selber aufgeladen. Ich tue dies nicht!

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.958

07.08.2016 12:06
#9 Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Reklov
Nun mag sich einer denken, die Atome hätten sich diese Regeln selber aufgeladen. Ich tue dies nicht!

Und wer hat diesen Gott aufgeladen? Du denkst nach überkommener Schablone, um den ewigen Urgrund zu erfassen, die Erste Ursache. Von der geht Lukrez nicht aus, ich meine jedoch schon, dass man das - aus unserer Perspektive - tun kann. Aber du bist in dieser Gottesidee festgetackert: Der Schöpfer der Existenz muss was Superintelligentes gewesen sein!... (Es ist die alte Erfahrungsfalle: Das Verhältnis Menschenschöpfer zu Mensch ist doch gleich Mensch zu Faustkeil...also Gott!) Das bringt nicht weiter. Der "Urgrund" ist der Urgrund, die Ewigkeit. (Sonst) nichts.

Aber das hatten wir ja schon. Du bist nur nichtmal bereit, den Urgrund ohne Gott dir als eine Option offenzuhalten!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

07.08.2016 14:28
#10 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Experimentelle Erkenntnisse

- Alle Quantenobjekte bis hin zu Großmolekülen und Viren zeigen nachweislich eine Doppelnatur: Sie können als Teilchen, Atome oder Moleküle existieren mit messbaren physikalischen Eigenschaften, oder aber als Möglichkeitswellen für diese Eigenschaften. Es ist nicht so, wie oft fälschlich angenommen wird, dass die Möglichkeitswelle (die PSI-Funktion) nur ein mathematisches Modell sei, das Teilchen aber tatsächlich irgendwo als Teilchen existiert. Es ist vielmehr so, dass die Existenz als Möglichkeitswelle ein eigenes, komplementäres Sein ist, eine eigene Realität, ohne die die typischen quantenphysikalischen Effekte nicht verständlich sind. Der Nobelpreisträger Richard Feynman stellt dies in seinen berühmten "Vorlesungen über Quantenelektrodynamik (QED)", Piper 1999, anhand vieler Experimente überzeugend dar.
- Der Übergang von der Potentialität in die Aktualität, wird durch Information über das Szenario als Wirkursache geleitet. Information als Wirkursache gibt den Rahmen für die in diesem Augenblick aktualisierbaren Werte.
- Die Wahl eines Wertes aus diesem Rahmen, z.B. die Wahl des Erscheinungsortes auf einem Display, erfolgt spontan.
- Quantenobjekte zeigen sich als Teilchen, wenn wir wissen können (Schäfer), auf welchem Weg die Photonen den Apparat durchlaufen, andernfalls zeigen sie Beugungs-und Interferenzeffekte als Wahrscheinlichkeitswelle.
- Zwei verschränkte Teilchen (i.w. Quanten gleichen Ursprungs) an verschiedenen Orten wissen um den Zustand des Anderen. Wird der Zustand des Einen verändert, ändert sich der Zustand des Anderen zeitgleich und unabhängig von der Entfernung, als ob sie ein Ganzes wären. Es gibt das Phänomen der Ganzheit scheinbar lokal getrennter Teilchen.
- Quantensprünge: Quantische Strahlenemission und radioaktiver Zerfall geschehen als Einzelereignisse spontan und ohne uns bekannte Ursache. Sie sind aus unserer Sicht rein zufällig.

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

07.08.2016 14:40
#11 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Jure Brigic

20. August 2015


Die Wissenschaft lehrt keine Wahrheit!

Die Wellentheorie ist simpel und logisch, weil das Universum dadurch verständlich, dennoch nicht ganz erklärbar wird. Der bisherige Dualismus spiegelte unsere perzeptive und rezeptive Ungenauigkeit.

Nicht alles was man in eine mathematische Formel verpacken kann ist richtig. Es ist nur das richtig, was man experimentell überprüfen kann, und sich als richtig erweist. Und die Begriffe richtig und falsch, spiegeln die Unvollkommenheit unserer Erkenntnis, denn mit Wahrheit hat das nichts zu tun. Wenn wir endlich Begreifen, dass der Aspekt der Betrachtung unserer Wirklichkeit entscheidende Rolle in der Bildung von Theorien spielt, so wird uns klar werden, dass die Wissenschaft niemals die Wahrheit lehren wird.

Schon Leibniz erkannte dieses Problem, als er definierte, dass es keine „absoluten Beweise“ gibt, noch geben kann, und dass sogar jeder Beweis im Endeffekt ein argumentum ad hominem ist.

Sein Kontrahent Newton ging noch weiter als er sagte: „Hypotheses non fingo!“
Das sollte uns die Lehre sein. Jede wissenschaftliche Theorie, ist in der Zeit und für die Zeit konzipiert worden. Auch diese!
MfG

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

07.08.2016 20:50
#12 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Reisender im Beitrag #10
Experimentelle Erkenntnisse

- Alle Quantenobjekte bis hin zu Großmolekülen und Viren zeigen nachweislich eine Doppelnatur: Sie können als Teilchen, Atome oder Moleküle existieren mit messbaren physikalischen Eigenschaften, oder aber als Möglichkeitswellen für diese Eigenschaften. Es ist nicht so, wie oft fälschlich angenommen wird, dass die Möglichkeitswelle (die PSI-Funktion) nur ein mathematisches Modell sei, das Teilchen aber tatsächlich irgendwo als Teilchen existiert. Es ist vielmehr so, dass die Existenz als Möglichkeitswelle ein eigenes, komplementäres Sein ist, eine eigene Realität, ohne die die typischen quantenphysikalischen Effekte nicht verständlich sind. Der Nobelpreisträger Richard Feynman stellt dies in seinen berühmten "Vorlesungen über Quantenelektrodynamik (QED)", Piper 1999, anhand vieler Experimente überzeugend dar.
- Der Übergang von der Potentialität in die Aktualität, wird durch Information über das Szenario als Wirkursache geleitet. Information als Wirkursache gibt den Rahmen für die in diesem Augenblick aktualisierbaren Werte.
- Die Wahl eines Wertes aus diesem Rahmen, z.B. die Wahl des Erscheinungsortes auf einem Display, erfolgt spontan.
- Quantenobjekte zeigen sich als Teilchen, wenn wir wissen können (Schäfer), auf welchem Weg die Photonen den Apparat durchlaufen, andernfalls zeigen sie Beugungs-und Interferenzeffekte als Wahrscheinlichkeitswelle.
- Zwei verschränkte Teilchen (i.w. Quanten gleichen Ursprungs) an verschiedenen Orten wissen um den Zustand des Anderen. Wird der Zustand des Einen verändert, ändert sich der Zustand des Anderen zeitgleich und unabhängig von der Entfernung, als ob sie ein Ganzes wären. Es gibt das Phänomen der Ganzheit scheinbar lokal getrennter Teilchen.
- Quantensprünge: Quantische Strahlenemission und radioaktiver Zerfall geschehen als Einzelereignisse spontan und ohne uns bekannte Ursache. Sie sind aus unserer Sicht rein zufällig.
Nicht nur aus unserer Sicht! Nur sind Begriffe wie "quantischen Strahlenemision" schon mal völliger Unsinn und haben mit Heisenbergs Unrschärferelation überhaupt nichts zu tun. Auch der Begriff "Möglichkeitswellen" existiert in der Quantenmechanik überhaupt nicht. Zudem ist die sogenannte Quantenverschränkung bei weitem nicht so aufregend oder gar allgegenwärtig, wie sie von Quantenmystikern immer ausgelegt wird.
Des weiteren ist radioaktiver Zerfall nie ein Einzelereignis und die Ursache dafür ist auch keine Unbekannte. Selbst der Begründer der Quantenmechanik, Heisenberg, hat erkannt, dass Informationen auf subatomarer Ebene immer in "Paketen" in Erscheinung treten.

Im Sinne einer wissenschaftsphilosophischen Betrachtungsweise können auch wir Menschen als "Quanten" gesehen und verstanden werden. 'Auch wird kein ernstzunehmender Wissenschaftler je behaupten, dass die Quantentheorie absolut vollständig ist. Die scheinbar unverstandenen Phänomene in der Quantenphysik können auch von daher kommen, dass die Interpretation der Messungen viele Ungenauigkeitsfehler enthalten, die damit zu tun haben, dass die Atome der Messapparaturen mit den "Teilchen" wechselwirken und ihre Wellenfunktion zum kollabieren bringen. Dies ist übrigens auch die derzeitig geltende Standardtheorie!

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

08.08.2016 08:50
#13 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #12
Zitat von Reisender im Beitrag #10
Experimentelle Erkenntnisse

- Alle Quantenobjekte bis hin zu Großmolekülen und Viren zeigen nachweislich eine Doppelnatur: Sie können als Teilchen, Atome oder Moleküle existieren mit messbaren physikalischen Eigenschaften, oder aber als Möglichkeitswellen für diese Eigenschaften. Es ist nicht so, wie oft fälschlich angenommen wird, dass die Möglichkeitswelle (die PSI-Funktion) nur ein mathematisches Modell sei, das Teilchen aber tatsächlich irgendwo als Teilchen existiert. Es ist vielmehr so, dass die Existenz als Möglichkeitswelle ein eigenes, komplementäres Sein ist, eine eigene Realität, ohne die die typischen quantenphysikalischen Effekte nicht verständlich sind. Der Nobelpreisträger Richard Feynman stellt dies in seinen berühmten "Vorlesungen über Quantenelektrodynamik (QED)", Piper 1999, anhand vieler Experimente überzeugend dar.
- Der Übergang von der Potentialität in die Aktualität, wird durch Information über das Szenario als Wirkursache geleitet. Information als Wirkursache gibt den Rahmen für die in diesem Augenblick aktualisierbaren Werte.
- Die Wahl eines Wertes aus diesem Rahmen, z.B. die Wahl des Erscheinungsortes auf einem Display, erfolgt spontan.
- Quantenobjekte zeigen sich als Teilchen, wenn wir wissen können (Schäfer), auf welchem Weg die Photonen den Apparat durchlaufen, andernfalls zeigen sie Beugungs-und Interferenzeffekte als Wahrscheinlichkeitswelle.
- Zwei verschränkte Teilchen (i.w. Quanten gleichen Ursprungs) an verschiedenen Orten wissen um den Zustand des Anderen. Wird der Zustand des Einen verändert, ändert sich der Zustand des Anderen zeitgleich und unabhängig von der Entfernung, als ob sie ein Ganzes wären. Es gibt das Phänomen der Ganzheit scheinbar lokal getrennter Teilchen.
- Quantensprünge: Quantische Strahlenemission und radioaktiver Zerfall geschehen als Einzelereignisse spontan und ohne uns bekannte Ursache. Sie sind aus unserer Sicht rein zufällig.
Nicht nur aus unserer Sicht! Nur sind Begriffe wie "quantischen Strahlenemision" schon mal völliger Unsinn und haben mit Heisenbergs Unrschärferelation überhaupt nichts zu tun. Auch der Begriff "Möglichkeitswellen" existiert in der Quantenmechanik überhaupt nicht. Zudem ist die sogenannte Quantenverschränkung bei weitem nicht so aufregend oder gar allgegenwärtig, wie sie von Quantenmystikern immer ausgelegt wird.
Des weiteren ist radioaktiver Zerfall nie ein Einzelereignis und die Ursache dafür ist auch keine Unbekannte. Selbst der Begründer der Quantenmechanik, Heisenberg, hat erkannt, dass Informationen auf subatomarer Ebene immer in "Paketen" in Erscheinung treten.

Im Sinne einer wissenschaftsphilosophischen Betrachtungsweise können auch wir Menschen als "Quanten" gesehen und verstanden werden. 'Auch wird kein ernstzunehmender Wissenschaftler je behaupten, dass die Quantentheorie absolut vollständig ist. Die scheinbar unverstandenen Phänomene in der Quantenphysik können auch von daher kommen, dass die Interpretation der Messungen viele Ungenauigkeitsfehler enthalten, die damit zu tun haben, dass die Atome der Messapparaturen mit den "Teilchen" wechselwirken und ihre Wellenfunktion zum kollabieren bringen. Dies ist übrigens auch die derzeitig geltende Standardtheorie!






Naja, Richard Faynman hat immerhin der Nobelpreis für Physik, und Du lutschst bloß am Daumen, tssssss, tssssss, tsssssss.

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

08.08.2016 11:29
#14 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat
Die scheinbar unverstandenen Phänomene in der Quantenphysik können auch von daher kommen, dass die Interpretation der Messungen viele Ungenauigkeitsfehler enthalten, die damit zu tun haben, dass die Atome der Messapparaturen mit den "Teilchen" wechselwirken und ihre Wellenfunktion zum kollabieren bringen. Dies ist übrigens auch die derzeitig geltende Standardtheorie!

Perquestavolta,

... na und? - Inwieweit hilft Dir (oder einem anderen) dieses partikulare physikalische Wissen bei der Frage nach Deiner eigenen Rolle hier auf Erden? - Darum geht es und nicht um Messapparaturen und deren Leistung. Das "Geistige" ist keinesfalls an unsere menschliche Technik gebunden, genauso wenig, wie an unser Gehirn. Denn schon lange bevor die Evolution einem "Affen" das Denken biologisch ermöglichte, war alles, was unsere Forscher danach mühsam, Schritt für Schritt, ent-decken, auf-decken konnten, bereits in den Gesetzen des Universums "installiert". Von wem auch immer - und wie auch immer!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

08.08.2016 11:47
#15 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat
Der "Urgrund" ist der Urgrund, die Ewigkeit. (Sonst) nichts.

Aber das hatten wir ja schon. Du bist nur nichtmal bereit, den Urgrund ohne Gott dir als eine Option offenzuhalten!


Gysi,

... Dein erster Satz ist genauso schwach, wie Dein früherer Einstieg zu Spinoza, den Du mit >>Substanz = Gott<< (mal wieder auf die Schnelle) abarbeiten wolltest, ohne jedoch Spinozas ausführliche Erläuterung des Wortes SUBSTANZ zu kennen!
Wenn Du nun den URGRUND als eine andere Wortformel für das Unbekannte (also ohne die Wortformel Gott) hier ins Spiel bringen möchtest, so ist das akzeptiert. Nur - was soll sich einer unter diesem Wortbegriff vorstellen? Er ist genauso rätselhaft, wie Gott oder Substanz. Ein Urgrund deutet mehr auf einen Grund hin, während eine Ewigkeit ein zeitlich Unbegrenztes zu fassen versucht. Beide Begriffe sind aber nicht in der Lage, uns eine Erklärung für das Geistige und Körperliche innerhalb der materiellen Erscheinungen zu liefern.

Aber, um mit Deinen Worten zu reden: "Das hatten wir ja schon".

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

08.08.2016 12:30
#16 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #14

Zitat
Die scheinbar unverstandenen Phänomene in der Quantenphysik können auch von daher kommen, dass die Interpretation der Messungen viele Ungenauigkeitsfehler enthalten, die damit zu tun haben, dass die Atome der Messapparaturen mit den "Teilchen" wechselwirken und ihre Wellenfunktion zum kollabieren bringen. Dies ist übrigens auch die derzeitig geltende Standardtheorie!
Perquestavolta,

... na und? - Inwieweit hilft Dir (oder einem anderen) dieses partikulare physikalische Wissen bei der Frage nach Deiner eigenen Rolle hier auf Erden?


Gleich viel wie es dir hilft, wenn ich dir darauf eine Antwort geben würde. Aber du wirst die Dummheit hinter deiner Frage trotzdem nicht erkennen.

Zitat von Reklov im Beitrag #14

Darum geht es und nicht um Messapparaturen und deren Leistung.
Ja klar, dass in allem es nur um DICH und deinen vorpubertären geistigen Zustand geht, ist ja längst schon bekannt.

Zitat von Reklov im Beitrag #14

Das "Geistige" ist keinesfalls an unsere menschliche Technik gebunden, genauso wenig, wie an unser Gehirn
. Das Geistige ist Informationsfluss. und somit nur an unser Gehirn gebunden. Wenn das menschliche Gehirn Verletzungen aufweist, funktioniert der Geist auch nicht mehr (richtig)... du wirst jetzt wieder behaupten, dass wir das nicht wissen, aber kannst trotzdem selber nichts Faktisches darüber sagen, warum der Geist nichts mit unserem Gehirn zu tun haben soll. GUT SCHÖN BÖSE sind keine objektiven Sachverhalte!

Zitat von Reklov im Beitrag #14

Denn schon lange bevor die Evolution einem "Affen" das Denken biologisch ermöglichte, war alles, was unsere Forscher danach mühsam, Schritt für Schritt, ent-decken, auf-decken konnten, bereits in den Gesetzen des Universums "installiert". Von wem auch immer - und wie auch immer!
Aber auf die Idee, wie blödsinnig
diese deine Idee tatsächlich ist, kommst du erst gar nicht.

Denn wenn alle Informationen schon im Universum enthalten waren, bevor der Urahn des "Homo sapens sapines" die ersten einfachen Werkzeuge zu benutzen anfing und aus der Erkenntnis über die Nützlichkeit von Werkzeugen (Technik) das "menschliche" Denken anfing, dann müssten im gleichen Universum auch schon alle blödsinnigen Ideen enthalten gewesen sein, mit denen Du und Deinesgleichen immer wieder zu beeindrucken und zu verunsichern versucht.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

08.08.2016 13:00
#17 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Unser Gehirn sucht in einer relativen weil inkonstanten Realität die nur aus dynamischen und sich ständig verändernden Strukturen besteht, ständig nach Ordnungsmustern und Orientierungspunkten, welche dem Überleben in dieser Realität am nützlichsten sind. Wer also behauptet, der Geist existiere davon völlig unabhängig. Der sollte seine ganze Philosophie ins Klo legen und die Spülung betätigen.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.958

08.08.2016 13:46
#18 Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Reklov
... Dein erster Satz ist genauso schwach, wie Dein früherer Einstieg zu Spinoza,

Ich kenne das ENTSCHEIDENDE, während du dich in den "Lehrsätzen" verlierst, um vom Entscheidenden abzulenken. Du verbringst mehr Zeit fürs Pauk-Studium, daber du weißt weniger! Weil du die Wahrheit leugnest! Ich lerne ökonomisch, im Gegensatz zu dir! Das haben wir doch alles schon bekakelt! Aber nix geschieht: Es geht ins linke Ohr rein und eins zu eins aus dem rechten Ohr wieder raus!

Zitat
Wenn Du nun den URGRUND als eine andere Wortformel für das Unbekannte

Der Urgrund ist nicht die Formel für das Unbekannte. Sowie Gott nicht die Wortformel dafür ist! Wäre der Urgrund nicht mehr der Urgrund, wenn wir ihn kennen würden? Na also! Wäre Gott nicht mehr Gott, wenn wir ihn kennen würden? Bitteschön! Auch das haben wir schon stundenlang durchgekaut. Du bist starrsinnig und lernresistent, lieber Reklov!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

08.08.2016 14:04
#19 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Aus einem neuartigen Betrachtungswinkel versucht sich Roger Penrose, ein hoch geachteter Mathematiker und Kosmologe an der Oxford University, einer Quantentheorie des Bewußtseins zu nähern. Er ist davon überzeugt, daß Denken auf nichtberechenbaren und im Computer prinzipiell nicht simulierbaren Prozessen beruht, für deren Beschreibung die gegenwärtige Physik noch gar nicht ausreicht. Seine beiden Bücher „The Emperor's New Mind" und „ Shadows of the Mind" (deutsche Titel: „Computerdenken" und „ Schatten des Geistes") von 1989 und 1994 sind internationale Bestseller geworden. Penrose verbindet darin das Mysterium des menschlichen Geistes mit dem großen Ziel der theoretischen Physik: einer Vereinheitlichung von Quantentheorie und Allgemeiner Relativitätstheorie. Diese Quantengravitation, so hofft Penrose, wird gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen: das Rätsel des Urknalls, das Meßproblem in der Quantenphysik und das Geheimnis des Bewußtseins.

Der Neurophysiologe und Nobelpreisträger Sir John Eckles machte folgende Aussage: In Wirklichkeit gibt es keine Farben, keine Stoffe, keine Gerüche, weder Schönheit noch Hässlichkeit. Da draussen gibt es nur pure Energiesuppe. Es ist eine im Grund genommen formlose, undefinierbare, fliessende Quantensuppe, aus der wir im Akt der Wahrnehmung in unserem Bewusstsein die stoffliche Welt konstruieren. Diese stoffliche Welt da draussen ist ein Feld unendlicher Möglichkeiten, das wir im Prozess der Wahrnehmung zu unsrer vertrauten stofflichen Realität machen, sozusa-
gen kristallisieren.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

08.08.2016 15:00
#20 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #14
Denn schon lange bevor die Evolution einem "Affen" das Denken biologisch ermöglichte, war alles, was unsere Forscher danach mühsam, Schritt für Schritt, ent-decken, auf-decken konnten, bereits in den Gesetzen des Universums "installiert". Von wem auch immer - und wie auch immer!



Nein Reklov. Der Mond weis nicht, dass er ein Mond ist. Dass der Mond trotzdem existiert ist reiner Zufall. Auch wenn seine Entstehungsgeschichte kausalen Ursachen folgt.
Aber er hätte auch nicht entstehen können, wenn die Erde damals nicht zufällig mit einem anderen Himmelkörper genau zur richtigen Zeit und am richtigen Ort kollidiert wäre. Ohne Mond aber, wäre alles Leben auf der Erde, so wie wir es kennen und wie es von der Wissenschaft verstanden wird, gar nicht möglich. Du verbohrst dich in der Vorstellung, dass Evolution einem Plan folgt, dass alles vorherbestimmt sei. Nur aber begreifst du nicht, dass die Evolution dann völlig überflüssig wäre. Evolution folgt keinem Ziel, sondern ist eine Auslese aus vielen Versuchen und Irrtümern. Unsere Welt ist keine statische und stabile Wirklichkeit, sondern eine sich ständig verändernde Realität. Jeder Winkel unseres Planeten hat andere Lebensbedingungen, die sich auch noch fortwährend verschieben. Alle Lebensformen die darin vorkommen, passen sich nicht durch zielgerichtete Strategien an diese Veränderungen an, sondern, durch möglichst viele Nachkommen mit kleinen genetischen Unterschieden, von denen immer nur einige wenige die optimalen Eigenschaften besitzen, die zu den gerade vorherrschenden Lebensumständen passen. Um so weniger spezialisiert und um so vielseitiger diese zufälligen Eigenschaften sind, um so erfolgreicher dominieren diese eigentlich nur zufälligen Gene über längere Zeiträume das jeweilige Territorium und verdrängen dabei fast immer auch andere Lebensformen. Das ist auch der Grund warum es gar keinen Missing-Link geben kann, sondern dass alle Relikte die wir irgendwo in den Erdschichten unseres Planten von unseren eigenen Vorfahren finden, immer nur die Eigenschaften haben, die für die Zeit und an dem Ort an dem sie lebten gerade die besten und geeignetsten waren. Dass wir heute als Homo sapiens sapiens die derzeit am vielseitigsten angepasste Lebensform auf unserem Planeten sind, verdanken wir nur der Tatsache, dass von der langen Reihe unserer Vorfahren immer jene sich am erfolgreichsten durchsetzten, die zwar am wenigsten spezialisiert, aber dafür an viele verschiedene Rahmenbedingungen des Überlebens angepasst war und damit auch die Überlebensnische anderer Arten für sich beanspruchen konnten.

Dahinter steckt kein Plan oder irgendwelche höhere kosmischen Gesetzmäßigkeiten, sondern primitive oft sogar äußerst brutale Hierarchie und Machtkämpfe in denen das Schicksal der einzelnen Individuen keine Bedeutung hatte. Das aber wiederum, ist dann auch der Urgrund aller Gottesgedaken. Deine Philosophie, dass alles SEIN einer großen Ordnung zugrunde liegt und dem Plan eines Schöpfergeistes, lässt sich aber schon damit widerlegen, dass die brutalen, blutigen, grausigen Überlebenskämpfe welche wir überall in der Natur beobachten können und auch in unserer eigenen Geschichte zurückverfolgen, überhaupt keinen Sinn ergeben.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

08.08.2016 15:12
#21 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Reisender im Beitrag #19
Aus einem neuartigen Betrachtungswinkel versucht sich Roger Penrose, ein hoch geachteter Mathematiker und Kosmologe an der Oxford University, einer Quantentheorie des Bewußtseins zu nähern. Er ist davon überzeugt, daß Denken auf nichtberechenbaren und im Computer prinzipiell nicht simulierbaren Prozessen beruht, für deren Beschreibung die gegenwärtige Physik noch gar nicht ausreicht. Seine beiden Bücher „The Emperor's New Mind" und „ Shadows of the Mind" (deutsche Titel: „Computerdenken" und „ Schatten des Geistes") von 1989 und 1994 sind internationale Bestseller geworden. Penrose verbindet darin das Mysterium des menschlichen Geistes mit dem großen Ziel der theoretischen Physik: einer Vereinheitlichung von Quantentheorie und Allgemeiner Relativitätstheorie. Diese Quantengravitation, so hofft Penrose, wird gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen: das Rätsel des Urknalls, das Meßproblem in der Quantenphysik und das Geheimnis des Bewußtseins.
Die Erkenntnisse und Bewusstseinszustände über die Quantentheorie haben sich seit 1989 und 1994 um einiges erweitert. Und wie es scheint, hat dieser Roger Penrose mit seinen Vorhersagen nicht unbedingt das richtige Horoskop erstellt.


Zitat von Reklov im Beitrag Diesseits vs. Jenseits

Der Neurophysiologe und Nobelpreisträger Sir John Eckles machte folgende Aussage: In Wirklichkeit gibt es keine Farben, keine Stoffe, keine Gerüche, weder Schönheit noch Hässlichkeit. Da draussen gibt es nur pure Energiesuppe. Es ist eine im Grund genommen formlose, undefinierbare, fliessende Quantensuppe, aus der wir im Akt der Wahrnehmung in unserem Bewusstsein die stoffliche Welt konstruieren. Diese stoffliche Welt da draussen ist ein Feld unendlicher Möglichkeiten, das wir im Prozess der Wahrnehmung zu unsrer vertrauten stofflichen Realität machen, sozusa-
gen kristallisieren.

Achwas? Stell dir vor, ein Oberprofessor für Mathematik an der berühmten Oxford-Universität, ein gewisser John Lenox, vertritt sogar die Auffassung, dass die Erde 6000 Jahre alt ist und die Evolutionstheorie unhaltbar. Muss er wohl so ausgerechnet haben.

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

08.08.2016 15:54
#22 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #21
Zitat von Reisender im Beitrag #19
Aus einem neuartigen Betrachtungswinkel versucht sich Roger Penrose, ein hoch geachteter Mathematiker und Kosmologe an der Oxford University, einer Quantentheorie des Bewußtseins zu nähern. Er ist davon überzeugt, daß Denken auf nichtberechenbaren und im Computer prinzipiell nicht simulierbaren Prozessen beruht, für deren Beschreibung die gegenwärtige Physik noch gar nicht ausreicht. Seine beiden Bücher „The Emperor's New Mind" und „ Shadows of the Mind" (deutsche Titel: „Computerdenken" und „ Schatten des Geistes") von 1989 und 1994 sind internationale Bestseller geworden. Penrose verbindet darin das Mysterium des menschlichen Geistes mit dem großen Ziel der theoretischen Physik: einer Vereinheitlichung von Quantentheorie und Allgemeiner Relativitätstheorie. Diese Quantengravitation, so hofft Penrose, wird gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen: das Rätsel des Urknalls, das Meßproblem in der Quantenphysik und das Geheimnis des Bewußtseins.
Die Erkenntnisse und Bewusstseinszustände über die Quantentheorie haben sich seit 1989 und 1994 um einiges erweitert. Und wie es scheint, hat dieser Roger Penrose mit seinen Vorhersagen nicht unbedingt das richtige Horoskop erstellt.


Zitat von Reklov im Beitrag Diesseits vs. Jenseits

Der Neurophysiologe und Nobelpreisträger Sir John Eckles machte folgende Aussage: In Wirklichkeit gibt es keine Farben, keine Stoffe, keine Gerüche, weder Schönheit noch Hässlichkeit. Da draussen gibt es nur pure Energiesuppe. Es ist eine im Grund genommen formlose, undefinierbare, fliessende Quantensuppe, aus der wir im Akt der Wahrnehmung in unserem Bewusstsein die stoffliche Welt konstruieren. Diese stoffliche Welt da draussen ist ein Feld unendlicher Möglichkeiten, das wir im Prozess der Wahrnehmung zu unsrer vertrauten stofflichen Realität machen, sozusa-
gen kristallisieren.

Achwas? Stell dir vor, ein Oberprofessor für Mathematik an der berühmten Oxford-Universität, ein gewisser John Lenox, vertritt sogar die Auffassung, dass die Erde 6000 Jahre alt ist und die Evolutionstheorie unhaltbar. Muss er wohl so ausgerechnet haben.




6000 Jahre? So alt schon?
Hätte ich ehrlich gesagt nicht für möglich gehalten.

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

09.08.2016 13:01
#23 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat
Achwas? Stell dir vor, ein Oberprofessor für Mathematik an der berühmten Oxford-Universität, ein gewisser John Lenox, vertritt sogar die Auffassung, dass die Erde 6000 Jahre alt ist und die Evolutionstheorie unhaltbar. Muss er wohl so ausgerechnet haben.

Perquestavolta,

... das hat er wohl anhand des Ahnenregisters im Alten Testament "ausgerechnet". Zählt man diese Altersangaben des jüd. Stammbaumes zusammen, erreicht man ein ähnliches Ergebnis.
Den ältesten Höhlenmalereien schreiben die Wissenschaftler aber bereits ein Alter von ca. 30 000 - 40 000 Jahre zu.

Die vom Nobelpreisträger John Eckles gemachte Aussage hat aber schon sprachlich eine ganz anderen Inhalt, denn sie thematisiert den menschlichen Prozess der Wahrnehmung und nicht den in der Tora notierten Stammbaum semitischer Wanderhirten aus der Frühantike!

Gruß von Reklov

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

09.08.2016 14:34
#24 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Einstein war bis zu seinem Tod skeptisch gegen die „spukhaften Fernwirkungen" und „Gespensterfelder" der Quantenphysik. Sicherlich hätte ihn amüsiert, daß Quanteneffekte jetzt auch in den Köpfen der Bewußtseinsforscher herumspuken. Ob das wörtlich oder aber polemisch zu verstehen ist, muß gegenwärtig offen bleiben. Auch unkonventionelle Wege können bekanntlich zu völlig neuen Erkenntnissen führen. Und der französische Schriftsteller Joseph Joubert wußte schon vor 200 Jahren: „Es ist besser, eine Frage zu diskutieren, ohne sie zu entscheiden, als eine Frage zu entscheiden, ohne sie zu diskutieren."

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

09.08.2016 20:16
#25 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Schon ein simpler Halbleiter funktioniert nach quantenmechanischen Regeln.
Warum sollte unser Gehirn da eine Ausnahme machen und wieso wird daraus wieder zwanghaft ein nicht vorhandener esoterischer Hintergrund oder Überbau konstruiert?
Dass dieser aus Quantenverschränkungen herzuleiten wäre hatten wir hier ja schon eindeutig widerlegt.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
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(Lukrez)

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