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Dieses Thema hat 33 Antworten
und wurde 1.008 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
Seiten 1 | 2
Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.049

24.08.2016 08:59
#26 Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Perquestavolta
wenn wir unsere Würde als Mensch weiterhin von narzisstischen Ideen und Perfektionismus-Projektionen abhängig machen, oder machen lassen.

Auch der Narzissmus ist ein Erziehungsschaden, also ein Schaden aus gesellschaftlichen Fehlverhältnissen. Du gehst in allem von biologisch diktierten Egoismen aus. Aber um den Menschen zu erklären, muss eine weitere Dimension berücksichtigt werden: die Gesellschaft! In der Interaktion mit anderen Menschen (und den hinterlassenen materiellen und immateriellen Werten der schon Verblichenen!) wird das Individuum erst, was er dann ist! Durch seine biologischen Vorgaben und gesellschaftlichen Interaktionen ist der Mensch, die Menschheit plus seinen Wesensheiten zu erklären! Gott und der Teufel sind Schizophrenierungen seiner selbst!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.923

24.08.2016 11:29
#27 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat
Auch der Narzissmus ist ein Erziehungsschaden, also ein Schaden aus gesellschaftlichen Fehlverhältnissen. Du gehst in allem von biologisch diktierten Egoismen aus. Aber um den Menschen zu erklären, muss eine weitere Dimension berücksichtigt werden: die Gesellschaft! In der Interaktion mit anderen Menschen (und den hinterlassenen materiellen und immateriellen Werten der schon Verblichenen!) wird das Individuum erst, was er dann ist! Durch seine biologischen Vorgaben und gesellschaftlichen Interaktionen ist der Mensch, die Menschheit plus seinen Wesensheiten zu erklären!

Gysi,

... nicht alles sollte auf die Gesellschaft abgeschoben werden (wie auf einen "Sündenbock"), wenn es um die Beurteilung der Entwicklung eines Menschen geht. Auch die Erziehung kann nicht alles leisten. In meiner Bekanntschaft sind z.B. 6 Geschwister, die alle aus einer Familie stammen und sowohl im Privat- wie auch im Berufsleben ganz unterschiedliche Wege genommen haben, sich auch als ganz unterschiedliche Persönlichkeiten erweisen; körperlich und geistig! Eigene Beispiele werden ja manchem Forum-Teilnehmer ebenfalls bekannt sein.

Zitat
Gott und der Teufel sind Schizophrenierungen seiner selbst!


Die beiden Begriffe aus der Antike stehen zunächst mal symbolisch für gut und böse, also für die 2 gegensätzlichen Wirkkräfte im Menschen! - Ob eine Schizophrenie bei der alten Vorstellung von Gott und Teufel angemeldet werden kann, bleibt fraglich?
Beobachtet man z.B. die andauernde, immense Tat- und Willenskraft hinter den religiösen Organisationen und ihren vielen Mitgliedern, so treten hier die Psyche störenden Wirkungen der Schizophrenie in den Hintergrund: Störung des Denkens, der Wahrnehmung, des Antriebs, der Psychomotorik, des Gefühls- und Gemütslebens.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.923

24.08.2016 11:50
#28 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat
Also ist das Böse nach dir eine menschenexterne Übergröße...

Gysi,

... warum habe ich wohl Anführungszeichen beim Begriff des "Bösen" verwendet und auch noch gesagt, dass es mit dem Raffinement des Menschen Schritt gehalten hat???
Was ist los? Verstehst Du keine indirekten Andeutungen?
Ob das "Böse" im Menschen oder von außerhalb auf ihn einwirkt, z.B. durch Betrachtungen von Dingen, welche Begierden wecken und entsprechende Taten folgen lassen - spielt keine so gewichtige Rolle. Wichtiger ist und bleibt, wie der Mensch die ihn umgebenden Erscheinungen geistig verarbeitet.
Eine der vielen Fragen hierzu wäre z.B., ob das weit verbreitete dualistische Denken - hier "Gott" - da seine Schöpfung - überhaupt richtig ist?! - Bereits hier aber kommen ja die Argumente und Gegenreden ins Stolpern.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

24.08.2016 14:14
#29 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #26

Zitat von Perquestavolta
wenn wir unsere Würde als Mensch weiterhin von narzisstischen Ideen und Perfektionismus-Projektionen abhängig machen, oder machen lassen.
Auch der Narzissmus ist ein Erziehungsschaden, also ein Schaden aus gesellschaftlichen Fehlverhältnissen.

Sowohl als auch.
Narzissmus der der natürliche infantile Wunsch in einer Umwelt zu leben, die am besten zu den eigenen Launen passt und da dies aber nicht wirklich möglich ist, will man halt immer und überall Maßstäbe setzen, was als schön, ideal und perfekt zu gelten hat. Wer diesen Maßstäben dann nicht gerecht wird, kann/darf für sich selbst niemals den Anspruch erheben, eine eigene Würde als Mensch zu besitzen.

Außerdem gibt es keine gesellschaftlichen Fehlverhältnisse. Gesellschaftliche Verhältnisse sind immer das Ergebnis opportunistischer Kooperation und strategischer Notwendigkeiten, die für sich manchmal auch sehr unmoralisch und ethisch fragwürdig sein können. Was aber immer nur von der Bewertung eines Beobachters abhängt.


Zitat von Gysi im Beitrag #26

Du gehst in allem von biologisch diktierten Egoismen aus.
Nein! Ich gehe genau vom anderen Ende aus. Vom Menschen, welcher seinen eigenen biologischen Egoismus leugnet/abstreitet und dessen Gewicht seiner Mitwelt und gesellschaftlichen Fehlverhältnissen in den Rucksack packt. Von einem Menschen, der nie selbst in die Situation geraten ist, wirklich hungrig zu sein und zu begreifen, dass sein eigener biologisch diktierter Egoismus die Grundlage und Ursache aller sozialen Vernetzungen, kooperativen Zusammenarbeit und technologischen Fortschritte ist.

Fettleibigkeit ist nicht die Folge eines gesellschaftlichen Fehlverhaltens oder "falscher" Ernährungsweise, sondern einer nützlichen, äußerst zweckmäßiger evolutionären Entwicklung, die nicht vorgesehen hat, dass immer und überall genügend Essen zur Verfügung steht. Die aber vorgesehen hat, dass der Mensch gerne in kleinen überschaubaren, kontrollierbaren Gruppen zusammenlebt, welche sich an die jeweiligen territorialen Verhältnisse ihrer Überlebensnische anpassen können.


Zitat von Gysi im Beitrag #26

Aber um den Menschen zu erklären, muss eine weitere Dimension berücksichtigt werden: die Gesellschaft! In der Interaktion mit anderen Menschen (und den hinterlassenen materiellen und immateriellen Werten der schon Verblichenen!) wird das Individuum erst, was er dann ist!
Wenn man das als Erklärung für den Menschen voraussetzt, dann hat man entweder keine Ahnung von sich selbst und davon, dass man in der gesellschaftlichen Interaktion das Schwarmverhalten der selben auch mit seinen eigenen viechisch-egoistischen Genen mitbestimmt, oder, man ist sich dessen zwar bewusst, aber es interessiert einen schlichtweg gar nicht. Und das wiederum
kennzeichnet alle berühmten Soziopathen der Geschichte aus. Sie erfinden sich ihre Realität immer selbst und zwingen sie auch ihren Mitmenschen auf.

Zitat von Gysi im Beitrag #26

Durch seine biologischen Vorgaben und gesellschaftlichen Interaktionen ist der Mensch, die Menschheit plus seinen Wesensheiten zu erklären!
Oder andersherum auch gerade deswegen nicht zu erklären.

Zitat von Gysi im Beitrag #26

Gott und der Teufel sind Schizophrenierungen seiner selbst!
Böse und gute Geister sind die Mächte, die einstmals über das Schicksal herrschten, welches den archaischen Menschen in all seinen einstmaligen Überlebensschwierigkeiten nie besonders bevorzugt hat.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.049

24.08.2016 14:47
#30  Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Reklov
... nicht alles sollte auf die Gesellschaft abgeschoben werden

Habe ich ja auch gar nicht gesagt. Fakt ist trotzdem, dass alles Tun Ursachenketten hat, die ins Außen reichen! Es gibt keine Schuld! Verantwortung haben wir, die wir annehmen oder vernachlässigen können.

Zitat
Was ist los? Verstehst Du keine indirekten Andeutungen?

Ich habe deine Ausführung nicht so verstanden, dass du das sogenannte Böse NICHT selbstredend als eine von den Menschen außenstehende Macht ansiehst. Es ist leicht zu erklären: Teufel? Ja. Teufel? Nein! Teufel? Vielleicht. Teufel? Ja, aber unpersönlich. Ich kann deine Antwort aus deinen Sätzen nicht lesen.

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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

24.08.2016 15:46
#31 RE: Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #28

Ob das "Böse" im Menschen oder von außerhalb auf ihn einwirkt, z.B. durch Betrachtungen von Dingen, welche Begierden wecken und entsprechende Taten folgen lassen - spielt keine so gewichtige Rolle.


Deine Definition von Gut und Böse ist ziemlich merkwürdig, Reklov. Merkwürdig in Bezug zur Realität, die wir im Hier und Jetzt Gegenwart nennen und die sich wesentlich von der Vergangenheit unterscheidet, in der unsere Vorfahren lebten. Gut und Böse sind Kategorien des Empfindens. Gut und Böse existieren nicht unabhängig davon und für sich selbst. Die Natur ist weder gut noch böse und also auch anders herum, ist die Natur immer gut und böse zugleich. Es ist fast wie mit den Quanten, die wir entweder nur als Welle, oder als Teilchen betrachten können. Aber das liegt nicht an den Quanten, sondern an UNS und unserer zweckmäßigen Eigenheit, überall Ordnungsmuster zu erkennen, wo für sich selbst gar keine sind.

"Licht ist das schnellste was es im Universum gibt", ist eine Aussage, die wir bisher nicht widerlegen konnten und somit aber immer noch nicht absolut sicher sein können, dass es auch "wirklich" so ist. Aber es ist nach allen bisherigen unserer bisherigen Bemühungen, diese Aussage zu falsifizieren, nicht gelungen, diese Aussage zu widerlegen. Somit scheint es vorläufig als gesichert, dass Photonen sich auf einer Zeitebene bewegen, welche die absolut kleinste ist die existiert. Oder andersherum, ist die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum auch die absolute Null, von der aus jeder Zeitpfeil seinen Anfang nimmt. Wenn uns also die Quanten manchmal verschränkt erscheinen, die wir zudem zuerst immer als Paare künstlich erzeugen müssen, dann könnte das auch damit zusammenhängen, dass diese Verschränkung nur ein verschränkter Messfehler ist, der sich daraus ergibt, dass Messungen auf der Zeitachse Null gar nicht mehr funktionieren.

Daran erkennen wir, dass des Menschen übelste Begirde gar nicht mal so sehr materieller Natur ist, sondern der Sensationshunger und allen damit einhergehenden Emotionen und Gefühlen.. Was aber in der Umkehrung bedeutet, dass das scheinbar Banale, selbst wenn es die eigentliche Wahrheit ist, seine Bedeutung und seinen Wert verliert.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.049

24.08.2016 16:04
#32 Die Idiotie der Quantenmystik und der konstuktivistischen Realitätschöpfung Antworten

Zitat von Perquestavolta
Narzissmus der der natürliche infantile Wunsch in einer Umwelt zu leben,


ich meine Narzissmus als krankhafte Deformierung eines normalen Erwachsenen. Ich meine nicht den normalen Egoismus, wenn ich von Narzissmus rede. Ist Narzissmus eine Krankheit? Eigentlich nicht. Wie soll ich das alles ausdrücken?

Zitat
Außerdem gibt es keine gesellschaftlichen Fehlverhältnisse.

Ich wustse, dass diese Bemerkung kommt. Ich meine natürlich eine Gesellschaft, die Gerechtigkeit und Souveränität für alle anstrebt. Das kann sie nicht bei nachhaltigen Erziehungsfehlern und mangelhafter Schulerziehung in Sachen Ethik und Religion. Zum Beispiel. "Fehlverhalten" ist jeder Prozess, der Menschen ohne wirkliche Not unglücklich macht. Aber eine Gesellschaft kann sich immer an einer verbesserten Erkenntnislage anpassen.

Zitat
Fettleibigkeit ist nicht die Folge eines gesellschaftlichen Fehlverhaltens oder "falscher" Ernährungsweise, sondern einer nützlichen, äußerst zweckmäßiger evolutionären Entwicklung, die nicht vorgesehen hat, dass immer und überall genügend Essen zur Verfügung steht.

Fettleibigkeit ist zumeist ein Frustrationsschaden! Also Misserfolg in einem Gesellschaftsspiel (Familie, Schule, Clique; soziale Beispiele). Sonst müssten wir ja alle fett wie Otti sein. Veranlagung spielt auch eine Rolle, aber man kann dagegen angehen. Denn wir wissen doch, dass Fettleibigkeit der Gesundheit schadet! Und dieses Wissen kann uns ggf. auch gegen den Fresstrieb steuern. Dann wird der Magen automatisch kleiner. Wir sind alle unseren Genen ausgeliefert. Aber unser Körper bietet uns auch verschiedene Befriedigungsangebote, und wir dürfen qua Verstand wählen!

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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

24.08.2016 19:09
#33 RE: Die Idiotie der Quantenmystik schlankeitsbewusste Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #32

Zitat von Perquestavolta
Narzissmus der der natürliche infantile Wunsch in einer Umwelt zu leben,

ich meine Narzissmus als krankhafte Deformierung eines normalen Erwachsenen.




Dann reden wir von Gleichen Selben. Nur mit ganz unterschiedlichen Erklärungsmodellen. DU gehst von einer deterministischen Wirklichkeit aus, in der jeder Furz vorhersagbar wäre, wenn man das Verhalten und Wirken aller Bakterien kennt, und ich sage, dass es selbst dann, schlichtweg unmöglich wäre, da die Möglichkeiten und somit die zufälligen Wahrscheinlichkeiten, welche immer noch unvorhersehbar auf eine Vorhersage Einfluss nehmen könnten, noch unendlich viele sind und somit das deterministische Weltbild, welches in Wirklichkeit nur ein fatalistisches mit idealistischen Vorzeichen ist und gerade mal so für die nächsten 10 Tage das Wetter vorhersagen kann.

Zitat von Gysi im Beitrag #26

Ich meine nicht den normalen Egoismus, wenn ich von Narzissmus rede.
Das verstehe ich ja. Egoismus ist etwas ganz banales, mit dem sich selbst die kompliziertesten Sozialstrukturen unserer Gesellschaft erklären lassen. Egoismus ist banaler Opportunismus, dem die grundlegendsten Bedürfnisse des Überlebens vorausgesetzt sind und es geht da immer um eine subjektives, gefühltes Maß existenzieller Sicherheitsplanung. "Wenn ich heute mehr friss, dann habe ich morgen erst später wieder Hunger und da ich nicht ganz sicher nicht weis, ob ich dann auch wirklich etwas zu fressen finde, fresse ich auch noch etwas vom Anteil der Beute, der meinen Rudelgenossen zusteht, solange die nichts merken"...........
Narzissmus hat mit allem dem nichts zu tun. Narzissmus hat damit deswegen schon nichts zu tun, da es einen ja nicht gerade in ein schönes Licht stellt, wenn man dabei ertappt wird.... Narzissmus regelt die Rangordnung im Rudel, wer zuerst die besten Stücke fressen darf... Wer von den Guten und bösen Geistern als Herrscher über das Schicksals am meisten bevorzugt wird/wurde, der hat selbstverständlich immer den Vortritt.


Zitat von Gysi im Beitrag #26

Ist Narzissmus eine Krankheit. Eigentlich nicht. Wie soll ich das alles ausdrücken?
Narzissmus ist eine besonders erfolgreiche Strategie der Täuschung, die um so erfolgreicher ist, als dass man seine Rivalen am Futtertrog davon überzeugen kann, von den guten und bösen Herrschern über das Schicksal dazu auserwählt worden zu sein, als erster die besten und größten Stücke der Beute zu fressen. Für unsere Vorfahren, die meist in kleinen überschaubaren Rudel zusammenlebten und die sich sehr vor der Willkür der bösen und guten Herrscher über das Schicksal fürchteten, waren dieses narzisstischen Täuschungsmanöver sehr oft gar nicht nachvollziehbar und man besann sich, alle Teile der gemeinsam ergatterten Beute gerecht über das ganze Rudel zu verteilen... Was sich aber nur dann als erfolgreiche Überlebensstrategie bewährte, solange das Rudel klein und überschaubar blieb. Deswegen wurden oftmals die schwächsten Mitglieder des Rudels, welche entweder zu alt oder manchmal auch noch zu jung waren, um etwas dazu beizutragen, dem Rudel seinen Fortbestand zu sichern, einfach auf brutale Art ausrangiert.. was weder bei den Zurückgebliebenen, noch bei den Betroffenen, die ja schon in jüngeren Jahren mit ihrem eigenen späteren Schicksal konfrontiert wurden, gar kein Grund zur Heiterkeit war..

Einzige Lösung für das Überlebensdilemma unserer Vorfahren war die Aufspaltung der Rudel in immer neue Rudel, die sich dann häufig bei der Jagd und beim Sammeln in die Quere kamen, wenn sie nicht ständig neues Territorium eroberten, das meist von andern Wölfen, Raubkatzen und streitlustigen Affen besetzt war.. bis irgendwann keine freien Wasserlöcher mehr frei waren und man mit anderen Rudeln diplomatische Kompromisse eingehen musste, um nicht ständig befürchten zu müssen vom rivalisierenden Rudel im Schlaf überrascht zu werden.
Damit begann die Epoche des gegenseitigen Imponierens und Drohens, welches sich überall in unserem heutigen Narzissmus wieder spiegelt.



Zitat
Außerdem gibt es keine gesellschaftlichen Fehlverhältnisse.

Ich wustse, dass diese Bemerkung kommt. Ich meine natürlich eine Gesellschaft, die Gerechtigkeit und Souveränität für alle anstrebt. [/quote] Ich verstehe was du meinst. Aber eine solche Gesellschaft ist langfristig nicht überlebensfähig, weil sie irgendwann so groß ist, als dass die Ressourcen noch schnell genug nachwachsen, die sie zum Überleben braucht. Zu dem kommen noch die ganzen logistischen Probleme hinzu, die bei der Umverteilung von gelegentlichen Lokalen Überschüssen kaum zu bewältigen sind. Außerdem isst der Mensch nicht gerne was er nicht kennt und ist dabei auch noch besonders wählerisch und das liegt nicht alleine an unseren Kapprizzen, sondern an unserem komplizierten Stoffwechsel, der es von seiner Evolutionsgeschichte her, besonders vielseitig braucht.

Zitat von Gysi im Beitrag #26

Das kann sie nicht bei nachhaltigen Erziehungsfehlern und mangelhafter Schulerziehung in Sachen Ethik und Religion.
Schön wärs, wenn alle Probleme die wir wirklich haben, schon alleine damit gelöst wären, dass man einsieht was man bisher falsch gemacht hat. Und zudem sind die wenigen Möglichkeiten die uns noch bleiben, um die Karre wieder in die Spur zu bringen, ethisch gar nicht zu vertreten! Ohne skrupellose Soziopathen, narzzisstische Vollidioten, korrupte Kommunisten, opportunistische Verbrecher... denen alles scheißegal ist, was wie Ethik aussieht oder danach riecht und die unsere Welt nicht in eine Trümmerfeld zerlegen, wie es außer nach einem Kometeneinschlag noch nie dagewesen ist, werden wir die Kurve nicht mehr kriegen....

Zitat von Gysi im Beitrag #26

eine Gesellschaft kann sich immer an einer verbesserten Erkenntnislage anpassen.
Sie muss sich anpassen, oder sie geht unter! Nur ist die Wahrheit der Erkenntnis in den seltesten Fällen "schön" und aber meistens gerade noch ertäglich.

Zitat
Fettleibigkeit ist nicht die Folge eines gesellschaftlichen Fehlverhaltens oder "falscher" Ernährungsweise, sondern einer nützlichen, äußerst zweckmäßiger evolutionären Entwicklung, die nicht vorgesehen hat, dass immer und überall genügend Essen zur Verfügung steht.



Fettleibigkeit ist zumeist ein Frustrationsschaden! [/quote] Nein, es ist eine genetische Veranlagung unseres Stoffwechsels. Evolution folgt Gesetzmäßigkeiten die nicht schön, sondern nur nützlich und zweckmäßig sind. Ein Stoffwechsel der uns Fettleibig werden lässt, ist immer dann von Vorteil, wenn das Futter rar ist.

Zitat von Gysi im Beitrag #26

Also Misserfolg in einem Gesellschaftsspiel.
ohne Bedeutung für das wirkliche Leben.
Zitat von Gysi im Beitrag #26

Sonst müssen wir ja alle Fett wie Otti sein.
Solche Aussagen, machen alle gut gemeinten Gedanken hinter dem "Selbstbestimmten Menschen" mit einem Schlag zunichte.

Zitat von Gysi im Beitrag #26

Aber wir wissen doch, dass Fettleibigkeit der Gesundheit schadet! Und diesen Wissen kann uns ggf. auch gegen den Fresstrieb steuern.
Wir wissen auch, dass Rauchen der Potenz schadet.. und auch sonst schwerwiegende gesundheitliche Schäden verursachen kann, die sich nicht unbedingt nur auf den Raucher selbst beschränken..

Und wir wissen auch, dass die manchmal gravierenden Unterschiede unseres Stoffwecheselverhaltens nichts mit einem unmittelbaren Zufall zu tun haben.. sondern gesellschaftlichen Genverteilungen zu Grunde liegen und folglich "epigenetischer" Herkunft sind. Menschen die weiter nördlich leben, oder Vorfahren haben die einstmals längere Zeit und über viele Generationen in kälteren Gegenden des Planeten gelebt haben, können oftmals fressen bis sie fast platzen und saufen bis ihnen das Äthanol alles Hirn veräzt hat und der Zucker die Augen zupappt, ohne auch nur ein kleines bisschen davon als Fettreserven anlegen zu können.. Diese besonderen Epigenetiker sind eher selten anzutreffen.. Menschen, deren Vorfahren eher in warmen und trockenere Gegenden des Planeten gesiedelt haben, wo fast keine Rentiere und Elche lebten, haben eher einen Stoffwechsel, der weniger aufs Heizen des Körpers ausgerichtet ist und auch nicht besonders mit tierischen Fetten umgehen kann. Nordmänner müssen sich dafür mehr vor Kohlenhydraten in acht nehmen..
Und ein besonders großes Problem für Schlankheitsbewusste ist der raffinierter Zucker, den unsere Evolutionsvorfahren gar nicht kannten.

Nur, bis wir herausgefunden haben von welcher Kategorie Vorfahren wir abstammen und welche genetischen Vor-oder Nachteile wir von ihnen geerbt haben, ist die Hose meist schon viel zu klein.. [/grin] (Nein! Ich bin sportlichschlank, sehe gut aus, die Weiber liegen mir zu Füßen]


Zitat von Gysi im Beitrag #26

Dann wird der Magen automatisch kleiner. Wir sind alle unseren Genen ausgeliefert. Aber unser Körper bietet uns auch verschiedene Befriedigungsangebote, und wir dürfen qua Verstand wählen!
Ich Hab noch nie einen Moralisten kennen gelernt, der nicht auch zuerst immer gefressen und gesoffen hat, bevor er anderen ihre Moral gepredigt hat.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.049

24.08.2016 19:32
#34 Die Idiotie der Quantenmystik schlankeitsbewusste Antworten

Zitat
Ich Hab noch nie einen Moralisten kennen gelernt, der nicht auch zuerst immer gefressen und gesoffen hat, bevor er anderen ihre Moral gepredigt hat.

Diese Leute wissen eben, was scheiße ist. Ich meinesteils bezeichne mich höchstens als Ethiker, nicht als Moralist. Aber man darf junge Menschen dazu ermuntern, nicht die gleichen Fehler zu machen, die man selbst begangen hat, oder nicht?

Findest du unsere Gesellschaft heute entwichlungsfähig, entwicklungswert? Wie, in welche Richtung? Oder ist das sowieso alles für die Katz?

Zitat
DU gehst von einer deterministischen Wirklichkeit aus,

Die deterministische Wirklichkeit sagt nichts anderes über den Mangel an Ursachenkenntnis, wie du das tust. Trotzdem lernen wir jedes Jahr enorm hinzu. Weil sich die Ursachenkenntnis immer weiter verdichtet.

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