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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 135 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Blackysmart Offline




Beiträge: 1.921

22.09.2016 10:20
#51 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag PQV, Reklov, Athon, Gysi

Gysi und Per (auch Andere hier im Forum) sind für vernünftige Gespräche nicht zu gebrauchen. Ihre Weltsicht dreht sich im Kreis und folgt meist dem Mainstream und einer "angelernten" Sicht, welche sich im Schulwissen bewegt und sich nicht darüber hinaus "ausdehnen" kann. Begegnet man solche Menschen und versucht sich einzubringen, um eventuelle Missstände in deren Denken aufzuzeigen, werden diese immer eine Blockade aufbauschen.


DU bist einfach unbelehrbar SOLDemiurg. Atheismus ist in den allermeisten Fällen nicht angelernt, sondern das Ende eines Findungsprozesses. Ich zitiere einen Absatz aus dem von Perquestavolta verlinkten Artikel http://www.bild-der-wissenschaft.de/bdw/...ect_id=32128186

"Heute wissen Hirnforscher: Bei „Schafen“, die Übernatürlichem aufgeschlossen sind, ist oft die rechte Großhirnhälfte aktiver bei der Wortverarbeitung, was zum vermehrten Suchen nach oder Erfinden von Zusammenhängen führt. Die rationalere linke Hirnhälfte übt dagegen eine „Zensur“ aus. Eine wichtige Rolle spielt hier wohl auch der vordere Gyrus cinguli. Bei Anhängern von Religionen und Ideologien reagiert diese Großhirnregion nämlich schwächer auf Fehler als bei Nichtgläubigen. Das zeigte jüngst ein Team um Michael Inzlicht von der University of Toronto Scarboroug mit Elektroenzephalographie-Messungen."

Bei Gläubigen wie Dir und Reklov arbeitet also die linke Gehirnhälfte, die rationale Gegebenheiten bewertet, weniger stark als bei Perquestavolta, Athon, Gysi und mir. Ich spare mir jetzt eine Beurteilung, ob kreatives Erfinden von Zusammenhängen schlechter oder besser ist als rationaleres Denken. Bei Dingen, über die man überhaupt nichts weiß, ist für mich die rationalere Herangehensweise eindeutig im Vorteil. Schaut man sich die vielfältigen Religionen der Menschen an, die zum Zeitpunkt ihrer Existenz stets als absolute Wahrheit propagiert wurden, kann man zu keinem anderen Schluss kommen. Jeder der behauptet, SEINE Gotteserfindung sei wahrer und besser als die anderen und er sei durch Wissen und Erfahrung an sie gelangt, dessen rationale Bewertungsfähigkeiten der eigenen Handlungen sind stark eingeschränkt.


Zitat von Blackysmart im Beitrag GLÄUBIGE GEHIRNE
Zitat von SOL demiurg im Beitrag GLÄUBIGE GEHIRNE
. Athon soll doch nichts "aufgeben", doch wenn er etwas behauptet, was nach meinem Wissenstand nicht der Wahrheit entspricht, werde ich eine Bemerkung abgeben dürfen?

Du hast gesichertes Wissen über den intelligenten Urgrund, an den Du glaubst? Dann lass mal hören...


Auf meine Frage hin nach Deinem gesicherten Wissen hast Du Dich aus dem Nachbarthread verabschiedet. Ich bin noch immer an Deinem Wissensstand über Deinen "Gott" oder "intelligenten Urgrund" interessiert, der Dich dazu befähigt, die Aussagen Athons als falsch zu identifizieren.


Zitat von SOL demiurg im Beitrag GLÄUBIGE GEHIRNE
. Das Problem ist, das der Mensch immer versucht entgegen einer anderem Meinung etwas zu finden, was die eigene Aussage oder Annahme belegt oder widerlegt und das wurde sehr tief spezialisiert.


Wie Du selbst geschrieben hast, sind Gläubige wie Du dabei gegen jede Logik immun. Das liegt vermutlich daran, dass "gläubige Gehirne" für erkennbare Fakten Zusammenhänge erfinden und diese aufgrund eingeschränkter Kontrollinstanz für rational bzw. wahr halten. Dir kommt dann Kritik an Deinem "Gott" haltlos vor und Du wirfst Deinen Mangel Deinen Kritikern vor, nämlich das Fehlen einer objektiven und rationalen Bewertungsmöglichkeit. "Vernünftige" Gespräche sind Dir nur mit solchen Personen möglich, die ein genauso niedriges Rationalitätsniveau haben wie Du .

Reklov Offline




Beiträge: 4.870

22.09.2016 16:59
#52 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat
Schaut man sich die vielfältigen Religionen der Menschen an, die zum Zeitpunkt ihrer Existenz stets als absolute Wahrheit propagiert wurden, kann man zu keinem anderen Schluss kommen. Jeder der behauptet, SEINE Gotteserfindung sei wahrer und besser als die anderen und er sei durch Wissen und Erfahrung an sie gelangt, dessen rationale Bewertungsfähigkeiten der eigenen Handlungen sind stark eingeschränkt.

Blackysmart,

... antike Religionen, von denen ja einige schon im Sand der Geschichte versunken sind, haben tatsächlich den Fehler gemacht und ihre Gottessicht als die einzig richtige propagiert. Auch die Religionen von heute erahnen zwar Teile der Wahrheit u.U. richtig - ihr Fehler liegt aber darin, dass sie meinen, damit schon das Ganze in ihren Händen zu halten.
Ein persönlicher spiritueller Weg, wie ich ihn alleine, ganz ohne Anschluss an eine Gruppe, gehe, ist wiederum anders gepflastert. Mir geht es um meine persönlichen Erfahrungen, die ich mit dem so überstrapazierten Wortformel "Gott" machen durfte. Diese kann ich aber leider nicht mit anderen, wie ein Stück Brot, teilen. Sie bleiben individuell, heben mich deswegen aber keinesfalls über andere empor.

Wenn sich aber jemand lieber mit Quarks und Quanten beschäftigen möchte, so ist das ebenfalls o.k, denn auch solche Wissenspfade sind eine Art Suche nach dem Ur-Grund.
Der hier von mir zur Sprache gebrachte Ur-Grund sollte auch nicht als eine sichtbare oder gar betretbare Bodenfläche gedacht/verstanden werden. Es ist der Ur-Grund, aus dem sich alle folgenden Kausalketten entwickelt haben müssen, - außer man nimmt an, dass Raumzeit und Materie schon stets existierten. Dies wäre dann aber auch nur ein Glaube und kein gesichertes Wissen!
Der Ansatz zum Denken über die Ursprünge ist uns heute nur spekulativ möglich, weil uns riesige Zeiträume vom Ur-Grund trennen. Was ist Sein? Was ist Erkennen des Seins? Was ist Wahrsein? Das sind Fragen, die in jedem Augenblick schon beantwortet scheinen. Hier beginnt zwar das Philosophieren, aber auch die mögliche Bodenlosigkeit.

Den Sinn für die Realität (linke Gehirnhälfte), wie sie sich unserem 3-dimensionalen Verständnis der Welt präsentiert, habe ich keineswegs verloren, bin mir aber bewusst, dass wir auch mit dieser Gehirnhälfte nur die Spitze des Eisberges erkennen können.

Zitat
Wie Du (SOL demiurg) selbst geschrieben hast, sind Gläubige wie Du dabei gegen jede Logik immun.

Dann wären ja alle bekannten gläubigen Wissenschaftler gegen jede Logik immun. Davon abgesehen gibt es aber nicht nur die formale Logik, die sich in der Methodologie und der Logistik präsentieren, sondern es exisiteren auch die Ontologie, die Metaphysik, die Psychologie des Denkens und die transzendentale Logik. - Ob sich solche Begriffe mehr in unserer rechten Gehirnhälfte ihr Heim eingerichtet haben, vermag ich jedoch nicht zu beurteilen.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Online



Beiträge: 4.248

23.09.2016 07:29
#53 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #52

Zitat
Schaut man sich die vielfältigen Religionen der Menschen an, die zum Zeitpunkt ihrer Existenz stets als absolute Wahrheit propagiert wurden, kann man zu keinem anderen Schluss kommen. Jeder der behauptet, SEINE Gotteserfindung sei wahrer und besser als die anderen und er sei durch Wissen und Erfahrung an sie gelangt, dessen rationale Bewertungsfähigkeiten der eigenen Handlungen sind stark eingeschränkt.



... antike Religionen, von denen ja einige schon im Sand der Geschichte versunken sind, haben tatsächlich den Fehler gemacht und ihre Gottessicht als die einzig richtige propagiert. Auch die Religionen von heute erahnen zwar Teile der Wahrheit u.U. richtig - ihr Fehler liegt aber darin, dass sie meinen, damit schon das Ganze in ihren Händen zu halten.

Nur du selber meinst das.
Ein persönlicher spiritueller Weg, wie ich ihn alleine, ganz ohne Anschluss an eine Gruppe, gehe, ist wiederum anders gepflastert.[/quote] Du führst den selben egozentrischen Eiertanz auf wie alle die meinen, ihr persönlicher spiritueller Glaubensweg sei der einzig wahre.

Zitat von Reklov im Beitrag #52

Mir geht es um meine persönlichen Erfahrungen, die ich mit dem so überstrapazierten Wortformel "Gott" machen durfte.
Du projizierst und verallgemeinerst deine persönlichen Erfahrungen genauso arrogant gelöscht, Admin. Reklov.

Zitat von Reklov im Beitrag #52

Diese kann ich aber leider nicht mit anderen, wie ein Stück Brot, teilen. Sie bleiben individuell, heben mich deswegen aber keinesfalls über andere empor.

Du sabberst wiedermal scheinheilig Blödsinn, Reklov! Allein darum geht es dir. Ansonsten würdest du nicht anderen Glaubensvorstellungen unterstellen, sie würden nur nahe an die eigentliche und absolute Wahrheit herankommen, die somit einzig und alleine nur deine Eigene ist.


Zitat von Reklov im Beitrag #52

Wenn sich aber jemand lieber mit Quarks und Quanten beschäftigen möchte, so ist das ebenfalls o.k, denn auch solche Wissenspfade sind eine Art Suche nach dem Ur-Grund.

Das ist eine narzisstische Lüge, Reklov. Die Naturwissenschaften interessieren sich nicht für deinen UR-Grund und was du dir darunter vorstellst. Ganz abgesehen davon, dass auch der Urknall nur eine Hypothese ist, die inzwischen aus wesentlich mehr Widersprüchen besteht und nur wenigen wirklichen gemessenen Hinweisen.
Zudem hat die Atomforschung, die sich mit Quarks und dem Aufbau der Materie beschäftigt einen Scheiß mit der angewandten Quantenmechanik zu tun. Das scheinst du aber immer noch nicht verstanden zu haben.

Zitat von Reklov im Beitrag #52

Der hier von mir zur Sprache gebrachte Ur-Grund sollte auch nicht als eine sichtbare oder gar betretbare Bodenfläche gedacht/verstanden werden.
Es gibt keinen einen bekannten Ur-Grund, Reklov. Die Materie besteht aus unendlich vielen subatomaren Teilchen.

Zitat von Reklov im Beitrag #52

Es ist der Ur-Grund, aus dem sich alle folgenden Kausalketten entwickelt haben müssen, - außer man nimmt an, dass Raumzeit und Materie schon stets existierten. Dies wäre dann aber auch nur ein Glaube und kein gesichertes Wissen!
Auch dein UR-Grund ist kein Gesichertes Wissen, da Raumzeit und und die Bausteine der Materie immer schon existiert haben können. Also ist jedes Denken und SOLLEN darüber Blödsinn.


Zitat von Reklov im Beitrag #52

Der Ansatz zum Denken über die Ursprünge ist uns heute nur spekulativ möglich, weil uns riesige Zeiträume vom Ur-Grund trennen.
Von welchem UR-Grund.
Das deterministische "Glaubensmodell" dass alles was IST, einer einzigen Kette von Ursache und Wirkung folgt und somit alles schon vorbestimmt wäre, ist absoluter Nonsens und gerade auch von der Qauntentheorie widerlegt.

Zitat von Reklov im Beitrag #52

Was ist Sein? Was ist Erkennen des Seins?
Dein SEIN ist das Ergebnis endlos vieler zufälliger Koinzidenzen. Es fängt schon damit an, dass DU gar nicht wärst, wenn diese eine Eizelle aus der du entstanden bist, nicht genau zum richtigen Zeitpunkt von diesem einen Spermium von noch mehreren Millionen anderen aus dem selben Ejakulat befruchtet worden wäre. Ganz abgesehen davon, dass die Vereinigung deiner Mutter und deines Vaters zu diesem Zeitpunkt ganz sicher nicht vorbestimmt war.


Zitat von Reklov im Beitrag #52

Was ist Wahrsein? Das sind Fragen, die in jedem Augenblick schon beantwortet scheinen.
Das ist krankhafter Schwachsinn, Rekolv!
Zitat von Reklov im Beitrag #52
Hier beginnt zwar das Philosophieren, aber auch die mögliche Bodenlosigkeit.
Deine Bodenlosigkeit ist maßlos!

Zitat von Reklov im Beitrag #52

Den Sinn für die Realität (linke Gehirnhälfte), wie sie sich unserem 3-dimensionalen Verständnis der Welt präsentiert, habe ich keineswegs verloren, bin mir aber bewusst, dass wir auch mit dieser Gehirnhälfte nur die Spitze des Eisberges erkennen können.
Warum solltest genau du dir darüber bewusst sein können, während ein paar Millionen Gehirnforscher zu ganz anderen Ergebnissen kommen?



Zitat
Wie Du (SOL demiurg) selbst geschrieben hast, sind Gläubige wie Du dabei gegen jede Logik immun.

Dann wären ja alle bekannten gläubigen Wissenschaftler gegen jede Logik immun.
[/quote] Glaube bedeutet Nichtwissen. Wissenschaftler die gläubig sind, verstehen ihren Glauben nicht wie DU und SOLdemiurg!

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Reklov Offline




Beiträge: 4.870

23.09.2016 11:26
#54 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat
Du führst den selben egozentrischen Eiertanz auf wie alle die meinen, ihr persönlicher spiritueller Glaubensweg sei der einzig wahre.

Perquestavolta,

... keinesfalls habe ich das je behauptet. Mein Weg ist lediglich individuell. Ob er "wahr" ist, muss/wird sich noch beweisen. Zu Lebzeiten ist uns ein solcher "Beweis" leider nicht möglich. Mein Weg ist zunächst lediglich auf Vertrauen und die dazu gehörende Hoffnung aufgebaut. Das ist weder schwachsinnig, noch kriminell, noch ist es ein "Eiertanz". (Capito?)

Zitat
Ansonsten würdest du nicht anderen Glaubensvorstellungen unterstellen, sie würden nur nahe an die eigentliche und absolute Wahrheit herankommen, die somit einzig und alleine nur deine Eigene ist.

Bitte genau lesen!!! - Ich sagte, dass die Religionen den Fehler machen, so zu tun, als hielten sie mit ihrem Dogma schon die ganze Wahrheit in ihren Händen. Von mir würde ich z.B. so etwas nie behaupten! (Capito?)

Zitat
Es gibt keinen einen bekannten Ur-Grund, Reklov. Die Materie besteht aus unendlich vielen subatomaren Teilchen.

Auch diese subatomaren Teilchen haben, nach menschlich kausalen Denkketten, eine Ur-Sache - es sei denn, Du hältst Dich an der unbeweisbaren Behauptung fest, diese Teilchen seien schon seit jeher einfach existent gewesen. Das wäre dann aber ein ähnlicher Glaubensanspruch, wie ihn uns manches religiöse Dogma vorstellt.

Zitat
Auch dein UR-Grund ist kein Gesichertes Wissen, da Raumzeit und und die Bausteine der Materie immer schon existiert haben können. Also ist jedes Denken und SOLLEN darüber Blödsinn.

Also können wir zusammenfassen, dass unser Wissen klein und bruchstückhaft ist. Da aber das Deutsche zwischen "glauben" und "wissen" eine klare Trennung gezogen hat, ist mir unklar, warum Du überhaupt despektierlich über Glaubensfragen zu reden wagst? - Ich falle ja auch nicht über die Arbeit von Wissenschaftlern her, sondern respektiere deren fachliche Arbeit.

Zitat
Dein SEIN ist das Ergebnis endlos vieler zufälliger Koinzidenzen. Es fängt schon damit an, dass DU gar nicht wärst, wenn diese eine Eizelle aus der du entstanden bist, nicht genau zum richtigen Zeitpunkt von diesem einen Spermium von noch mehreren Millionen anderen aus dem selben Ejakulat befruchtet worden wäre. Ganz abgesehen davon, dass die Vereinigung deiner Mutter und deines Vaters zu diesem Zeitpunkt ganz sicher nicht vorbestimmt war.

Es geht nicht um mich oder Dich oder um andere! Es geht auch nicht um wetteifernde Samenzellen bei ihrem "Rennen" zur Gebärmutter, - auch nicht um die erste Ur-Bakterie. Es geht um die Frage, wer oder was für dieses, bis ins Kleinste durchdachte Konzept von lebender und lebloser Materie und ihren unzähligen Formvarianten verantwortlich zeichnet?
Um diese eigentliche Hauptfrage kreisen ja auch die konträren Meinungen (nicht nur in diesem Forum).
Wie aber deutlich zu sehen ist, hat keines der beiden "Lager" dazu eine gültige Antwort anzubieten.
Wenn ich also hier und da die Wortformel "Gott" benütze, so meine ich damit keinesfalls ein Wesen von der Art, wie es uns die Tradition der monotheistischen Religionen seit Jahrhunderten vorbetet.
Ich meine, dass dieses Thema vernünftig erörtert werden kann. Ob dabei klare Antworten überhaupt möglich werden, bleibt als Frage jedoch offen!

Gruß von Reklov

Perquestavolta Online



Beiträge: 4.248

23.09.2016 14:09
#55 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #54

Zitat
Du führst den selben egozentrischen Eiertanz auf wie alle die meinen, ihr persönlicher spiritueller Glaubensweg sei der einzig wahre.

Perquestavolta,

... keinesfalls habe ich das je behauptet. Mein Weg ist lediglich individuell. Ob er "wahr" ist, muss/wird sich noch beweisen.

Du behauptest, dass die Religionen nahe an der Wahrheit sind, also musst du die Wahrheit kennen. Ansonsten könntest du diese Behauptung nicht aufstellen.
Du hast behauptet, dass die Menschen der sogenannten frühen Hochkulturen "noch nicht die richtige" Religion hatten. Also musst du wissen, was die richtige Religion ist.

Du führst einen lächerlichen Eiertanz auf, Reklov. Alle Religioten behaupten, dass nur sie im Besitz der richtigen Religion/des einzig wahren Glaubens sind in dem sie darauf verweisen, dass der der andern nicht ganz der richtige ist. Und ob jetzt gerade du Du dir dazu selber die deine eigene Musik machst oder pfeifst und auf der "Klampfe" begleitest, macht überhaupt keinen Unterschied.

Außerdem redest du schon wieder widersprüchlichen "Stuss". Du behauptest, dass Gott/ der Ur-Grund sich allen objektiven Nachforschungen entzieht und andererseits, redest du aber wieder davon, dass sich noch beweisen wird, ob dein individueller Glaubensweg der einzig wahre ist.

Wie soll das gehen? Und komm jetzt nicht wieder mit deiner philosophischen Selbstbeweihräucherung, nach der nur derjenige zu Wahrheit findet, der sich "eingehend" mit der entsprechenden Literatur beschäftigt. Weil damit wären auch alle die Idioten, die das im Sinne ihrer Glaubensvorstellung wesentlich professioneller und sogar hauptberuflicher getan haben als du..

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Perquestavolta Online



Beiträge: 4.248

23.09.2016 14:18
#56 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #54

Zitat
Du führst den selben egozentrischen Eiertanz auf wie alle die meinen, ihr persönlicher spiritueller Glaubensweg sei der einzig wahre.

Perquestavolta,

... keinesfalls habe ich das je behauptet. Mein Weg ist lediglich individuell. Ob er "wahr" ist, muss/wird sich noch beweisen. Zu Lebzeiten ist uns ein solcher "Beweis" leider nicht möglich. Mein Weg ist zunächst lediglich auf Vertrauen und die dazu gehörende Hoffnung aufgebaut. Das ist weder schwachsinnig, noch kriminell, noch ist es ein "Eiertanz". (Capito?)

Zitat
Ansonsten würdest du nicht anderen Glaubensvorstellungen unterstellen, sie würden nur nahe an die eigentliche und absolute Wahrheit herankommen, die somit einzig und alleine nur deine Eigene ist.

Bitte genau lesen!!! - Ich sagte, dass die Religionen den Fehler machen, so zu tun, als hielten sie mit ihrem Dogma schon die ganze Wahrheit in ihren Händen.


Capito was?
Wenn du behauptest, dass die Religionen Fehler machen, in dem sie glauben mit ihren Dogmen schon die ganze Wahrheit in den Händen zu halten, dann musst du diese ganze Wahrheit kennen. Ansonsten kannst du diesbezüglich überhaupt nichts behaupten und einfach nur zugeben, dass du für dich selbst, deine Sicht der Dinge für am ehesten zutreffend hältst. Immerhin können die Religionen mit ihren dogmatischen Teilwahrheit auch komplett daneben liegen.
gelöscht, Admin.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Perquestavolta Online



Beiträge: 4.248

23.09.2016 15:44
#57 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Reklov Offline




Beiträge: 4.870

24.09.2016 15:02
#58 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat
Das Frühchristentum

Perquestavolta,

der link zeigt wieder einmal, dass man nicht alles über einen Kamm scheren darf, denn besonders der letzte Satz des Internettextes weist auf den sanften Charakter des Christentums hin, wie ihn die Bibel uns z.B. über Jesus Schilderungen seitens der Evangelisten vorstellt:

>> Nicht zustimmungsfähig dagegen ist der generalisierende Untertitel des Buches. Der an der Universität Frankfurt am Main lehrende Althistoriker hat nicht «Die Geschichte des frühen Christentums» geschrieben, sondern von der unheiligen Gewalt berichtet, die diese Geschichte wie ein Schatten begleitet. In dieser Geschichte gab es nicht nur Fundamentalismus, sondern auch einen friedfertigen Glauben, der dem Leben vieler Menschen Richtung und Heimat zu geben vermochte – ein Fundament in einem ganz anderen Sinn. <<

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.870

24.09.2016 15:53
#59 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat
Du behauptest, dass die Religionen nahe an der Wahrheit sind, also musst du die Wahrheit kennen.

Perquestavolta,

... ich sagte, dass die Religionen meinen, mit ihrem Dogma schon das Ganze in ihren Händen zu halten und nicht, dass sie "nahe" an der Wahrheit sind. (Du solltest schon genau lesen!) Teile der Wahrheit haben sie durchaus richtig erkannt; z.B. dass der Mensch nicht als Schöpfer des Universums betrachtet werden kann! Wir sind zwar "Geschöpfe", welche über die Befruchtung die Lebenskette unserer Spezies weiter knüpfen können, aber keinesfalls die Verursacher/Erfinder des Lebens! (Ein Unterschied!)

Zitat
Alle Religioten behaupten, dass nur sie im Besitz der richtigen Religion/des einzig wahren Glaubens sind in dem sie darauf verweisen, dass der der andern nicht ganz der richtige ist. Und ob jetzt gerade du Du dir dazu selber die deine eigene Musik machst oder pfeifst und auf der "Klampfe" begleitest, macht überhaupt keinen Unterschied.

Auf so eine Idee käme ich nie! Mein Weg baut sich lediglich auf Vertrauen und Hoffnung auf. Was andere Dogmen in ihrer Schublade aufbewahren, ist mir zwar bekannt, berührt mich aber weniger.
Dein Versuch, hier das Fach Musik ins Spiel zu bringen, ist nun völlig unbrauchbar, denn Musik hat nun nichts mit Glaubenswegen zu tun. Das sieht man schon daran, dass es in allen Ländern, unabhängig vom Glauben, ausgezeichnete Musiker gibt. Ich spiele übrigens keine "Klampfe" sondern hoch entwickelte E-Gitarren, wie z.B. das US-Modell von Parker! Solch eine Instrument wird vornehmlich mit dem Plektrum bearbeitet.

Zitat
Du behauptest, dass Gott/ der Ur-Grund sich allen objektiven Nachforschungen entzieht und andererseits, redest du aber wieder davon, dass sich noch beweisen wird, ob dein individueller Glaubensweg der einzig wahre ist.

Richtig - es muss sich noch "beweisen", ob meine oder andere Glaubensformen überhaupt etwas mit der kosmischen Wahrheit zu tun haben! - In diesem Leben, mit unserem eingeschränkten 3-D-Bewusstsein wird dies wohl nicht gelingen. Die Hoffnung, verbunden mit Vertrauen, richtet sich also auf die Zeitspanne nach dem kurzen Dasein auf Erden. Was aber sollte daran denn nun verwerflich oder gar verächtlich sein? Verächtlich wäre nur eine Vorstellung, die man anderen aufzwingt! Mache ich aber nicht! Ich stelle lediglich meine Vorstellungen ins Forum und höre mir auch gerne die anders lautenden Weltdeutungen an. (So what?)

Zitat
Und komm jetzt nicht wieder mit deiner philosophischen Selbstbeweihräucherung, nach der nur derjenige zu Wahrheit findet, der sich "eingehend" mit der entsprechenden Literatur beschäftigt. Weil damit wären auch alle die Idioten, die das im Sinne ihrer Glaubensvorstellung wesentlich professioneller und sogar hauptberuflicher getan haben als du..

Der philosophische Weg ist einer der vielen Pfade, den einer nutzen kann. Wie weit einer damit kommt, liegt an ihm selber. Du bist mit Deiner Art, das Dasein zu untersuchen, auf Deine Weise vorangekommen.
Mit entsprechender Literatur muss/sollte man sich aber in jedem Fach ausgiebiger beschäftigen, sonst entgeht einem, was auf diesem oder jenem Gebiet schon so alles geleistet wurde.
Du sagtest einst, dass Du als Junge schon ein Radio bauen konntest. Das hast Du aber auch nur mit Hilfe des bereits vorhandenem Spezialwissen leisten können. Dazu musstest Du Dich zunächst also auch in bestimmte Fachliteratur einlesen. Um aber z.B. ein modernes Auto bauen zu können, müsstest Du noch mal eine Menge von Ingenieur-Spezialwissen in Dich hinein lesen, abgesehen von der techn. Einrichtung und der langen praktischen Erfahrung welche dazu nötig ist.

In der Philosophie bauen sich unterschiedlichste Gedankengebäude über die Jahrhunderte als isolierte Weltsichten vor einem auf. Diese Gebäude sind in sich gedanklich geschlossen und sind ein Zeitdokument ihrer Verfasser. Die darin vertretenen Ansichten werden natürlich mit der Zeit überholt und von neuen Denkern mit anderen Inhalten überbaut. - Wie also philosophische Gebäude in 700 Jahren aussehen werden, ist genauso wenig vorherzusagen, wie z.B. die Formen unserer techn. Fortbewegungsmittel oder der Mode-Stil.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Online



Beiträge: 4.248

24.09.2016 16:02
#60 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #58

Zitat
Das Frühchristentum
Perquestavolta,

der link zeigt wieder einmal, dass man nicht alles über einen Kamm scheren darf, denn besonders der letzte Satz des Internettextes weist auf den sanften Charakter des Christentums hin, wie ihn die Bibel uns z.B. über Jesus Schilderungen seitens der Evangelisten vorstellt:

aus dem Artikel:

Zitat
Ein weiteres Beispiel ist die Zerstörung der paganen Tempel in der Stadt Gaza in Palästina im Jahr 401, für die sich der rigoristische Bischof von Gaza bei Kaiser Arcadius in Konstantinopel durch eine Intrige die Genehmigung besorgte. Clauss spricht von einer «Orgie der Zerstörung», einem «Vandalismus, wie es ihn bis dahin in der Geschichte der Menschheit nicht gegeben hatte». Die Aggression richtete sich nicht nur gegen Andersgläubige, sondern auch gegen Abweichler innerhalb der eigenen Reihen. So heisst bereits um 360 Bischof Optatus von Mileve in Numidien (heute Algerien) die staatliche Hinrichtung von Häretikern gut.



Zitat von Reklov im Beitrag #58

>> Nicht zustimmungsfähig dagegen ist der generalisierende Untertitel des Buches. Der an der Universität Frankfurt am Main lehrende Althistoriker hat nicht «Die Geschichte des frühen Christentums» geschrieben, sondern von der unheiligen Gewalt berichtet, die diese Geschichte wie ein Schatten begleitet. In dieser Geschichte gab es nicht nur Fundamentalismus, sondern auch einen friedfertigen Glauben, der dem Leben vieler Menschen Richtung und Heimat zu geben vermochte – ein Fundament in einem ganz anderen Sinn.


Das ist aber nicht eigentliche Inhalt des Artikels, sondern nur der persönliche Kommentar des (tendenziösen) christlichen Artikelschreibers! Das Christentum ist immer und zu allen Zeiten eine hinterfotzige Ausbeuterreligion gewesen, Reklov. Das Christentum predigt die Nächstenliebe seinen Feinden, hält sich aber selbst nur formell daran, um des Scheines willen. Zum Zwecke narzisstischer Selbsbejubelung unter dem Motto: "Wir sind die Guten"!

Christen hatten in der Regel viele Nachkommen. Mehr, als oft genug nicht für alle Essen und Platz da war. Das führte zur Verelendung großer Teile der Bevölkerung. Also wurde anderen Kulturen die christliche Nächstenliebe gepredigt, damit man ohne Gegenwehr und zum günstigsten Preis deren Territorien (Hab und Gut) Bodenschätze, Naturgüter und selbst die Menschen versklaven konnte. Zwar läuft diese Eroberungsfeldzug selten nach einem Plan, ist aber in der Schwarmdynamik immer sehr erfolgreich gewesen. https://de.wikipedia.org/wiki/Kriminalge...es_Christentums.
Die Kolonialisten Amerikas und Afrikas, waren allesamt formell gläubige Christen. Manche sogar überaus fanatisch und fundamentalistisch. Diese waren meist sogar die brutalsten Verbrecher....

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Perquestavolta Online



Beiträge: 4.248

24.09.2016 16:16
#61 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Christenrum, jenseits von Gut und Böse: http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/...t-von-paczensky

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Reklov Offline




Beiträge: 4.870

24.09.2016 18:12
#62 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat
Die Kolonialisten Amerikas und Afrikas, waren allesamt formell gläubige Christen. Manche sogar überaus fanatisch und fundamentalistisch. Diese waren meist sogar die brutalsten Verbrecher....

Perquestavolta,

... das Buch von H. Deschner (>Kriminalgeschichte des Christentums<) steht nicht nur seit vielen Jahren in meinem Bücherschrank, sondern ich habe es auch gelesen. (Ist ja nicht immer zusammenhängend!)
Zur Ehre der Kolonialisten Amerikas darf angemerkt werden, dass ja seinerzeit im jungen Amerika immerhin ein Bürgerkrieg wegen der Sklaverei-Frage tobte, der beträchtliche Opfer auf beiden Seiten (Nord- und Südstaaten) einforderte.
Gespeist aus christlichen wie aus aufklärerischen Überzeugungen gelang der Widerstand gegen die Sklaverei immer mehr in westlichen Ländern, angefangen von Portugal 1761 bis Brasilien 1888. Ab 1808 nahm Großbritannien eine Vorreiterrolle im Kampf gegen die Sklaverei ein. Ob der Abolitionismus primär durch moralische Überzeugungen oder durch ökonomische Interessen motiviert war, ist umstritten.-
Anmerken darf man auch, dass es in vielen Fällen (nach Angaben mancher Historiker!) afrikanische Könige oder Stammesführer waren, welche ihre eigenen Leute überfielen, diese dann, gefesselt, an arabische Händler verkauften, welche die Unglücklichen zu den Schiffen an die Westküste schleppten, wo Weiße schon auf ihren Sklaven-Schiffen warteten, um die "Fracht" nach Übersee zu bringen. Zwischenstop wurde oft zunächst in Lissabon oder Liverpool gemacht.

Aber, die Geschichte gleicht auch viele Ungerechtigkeiten wieder aus. - Heute sind in vielen Teile der USA die einstigen Sklaven in der Mehrzahl, stellen sogar den Bürgermeister, haben eine ordentliche Bildung und gute Jobs. Viele Nachkommen der einst verschleppten Sklaven leben also besser, wie mancher heutige Einwohner Afrikas. - Die soziale Kehrseite gibt es natürlich auch - aber nicht nur unter den farbigen US-Einwohnern.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Online



Beiträge: 4.248

24.09.2016 21:23
#63 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #62

Zitat
Die Kolonialisten Amerikas und Afrikas, waren allesamt formell gläubige Christen. Manche sogar überaus fanatisch und fundamentalistisch. Diese waren meist sogar die brutalsten Verbrecher....
Perquestavolta,

... das Buch von H. Deschner (>Kriminalgeschichte des Christentums<) steht nicht nur seit vielen Jahren in meinem Bücherschrank, sondern ich habe es auch gelesen. (Ist ja nicht immer zusammenhängend!)
Zur Ehre der Kolonialisten Amerikas darf angemerkt werden, dass ja seinerzeit im jungen Amerika immerhin ein Bürgerkrieg wegen der Sklaverei-Frage tobte, der beträchtliche Opfer auf beiden Seiten (Nord- und Südstaaten) einforderte.

Das ist völliger Quatsch, Reklov.
Der Sezessionskrieg oder Amerikanische Bürgerkriegwar der von 1861 bis 1865 währende militärische Konflikt zwischen den aus den Vereinigten Staaten ausgetretenen, in der Konföderation vereinigten Südstaaten und den in der Union verbliebenen Nordstaaten (Unionsstaaten). Dabei ging es nicht um den menschlichen Aspekt der Sklaverei, sondern um das wirtschaftliche Ungleichgewicht zwischen dem Norden und dem Süden, welches bedingt durch die Sklaverei sehr zum Nachteil des Nordens ausviel.

Ursache war eine tiefe wirtschaftliche, soziale und politische Spaltung zwischen Nord- und Südstaaten, die vor allem in der Sklavereifrage zu Tage trat und sich seit etwa 1830 immer weiter vertieft hatte.
Quelle Wikipedia. Die schwarzen Sklaven selbst, waren den Nordamerikanern scheißegal.

Zitat von Reklov im Beitrag #62
[quote]
Gespeist aus christlichen wie aus aufklärerischen Überzeugungen gelang der Widerstand gegen die Sklaverei immer mehr in westlichen Ländern, angefangen von Portugal 1761 bis Brasilien 1888. Ab 1808 nahm Großbritannien eine Vorreiterrolle im Kampf gegen die Sklaverei ein. Ob der Abolitionismus primär durch moralische Überzeugungen oder durch ökonomische Interessen motiviert war, ist umstritten.
Da bist du ziemlich falsch informiert. http://www.alt-katholisch.de/fileadmin/r...c_13/13-8-6.htm. Das Problem der Sklaverei waren die wirtschaftlich-ökonomischen Gefälle, die nach und nach immer untragbarer wurden. Dem Christetentum waren bis dahin Sklaven kein Problem.

Außerdem war Abraham Lincoln auch noch ziemlich atheistisch ER stammte aus einer Baptistenfamilie und war wohl ziemlich skeptisch...

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Perquestavolta Online



Beiträge: 4.248

24.09.2016 21:46
#64 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Abraham Lincoln der sich auch menschlich für die Befreiung der Sklaven einsetzte, war ziemlich "a-religiös" und Christsein war nicht sein Beruf.http://www.celebatheists.com/wiki/Abraham_Lincoln

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.921

25.09.2016 09:03
#65 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #62
. ... das Buch von H. Deschner (>Kriminalgeschichte des Christentums<) steht nicht nur seit vielen Jahren in meinem Bücherschrank, sondern ich habe es auch gelesen. (Ist ja nicht immer zusammenhängend!).


Reklov, wie immer strahlst Du mit Deinem Halbwissen.

Die "Kriminalgeschichte des Christentums" umfasst 10 Bände. Zudem zeigt Deine Aussage "ich habe das Buch auch gelesen", dass Du den verlinkten Artikel von Perquestavolta wenn überhaupt nur überflogen und nicht gelesen hast. Das Buch, dass Du gelesen haben willst, ist der letzte (10.) Band, der sich mit dem 18. Jahrhundert beschäftigt.

http://www.zeit.de/2013/13/Karlheinz-Des...hte-Christentum

Reklov Offline




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25.09.2016 10:56
#66 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat
Abraham Lincoln der sich auch menschlich für die Befreiung der Sklaven einsetzte, war ziemlich "a-religiös" und Christsein war nicht sein Beruf.

Perquestavolta,

... Richtig! - A. Lincoln ging es weniger um das Christsein, sondern um die neue Verfassung der Amerikaner (Bill of Rights). Diese garantierte allen in Amerika Geborenen die Freiheit und das Wahlrecht, ohne Rücksicht auf seine Rasse oder seinen Glauben.
Der Bürgerkrieg brach los, weil die Sklaverei eine wichtige Grundlage der Südstaaten-Wirtschaft bildete. Die großen Plantagen und Farmen der Südstaaten hätten aber ohne das große Heer der vielen rechtlosen Sklaven so nicht überleben/wirtschaften können. So die Meinung der Historiker.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Online



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25.09.2016 12:15
#67 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #66

Zitat
Abraham Lincoln der sich auch menschlich für die Befreiung der Sklaven einsetzte, war ziemlich "a-religiös" und Christsein war nicht sein Beruf.
Perquestavolta,

... Richtig! - A. Lincoln ging es weniger um das Christsein, sondern um die neue Verfassung der Amerikaner (Bill of Rights).



Das hat hier im eigentlichen Sinne überhaupt keine Relevanz, Reklov. Es sollte nur zeigen, dass es nicht das christliche Moral-und Werteverständnis war, welche die Abschaffung der Sklaverei und des Rassismus vorantrieb. Sieht man auch heute noch, wenn man sich die gegebenen Verhältnisse, im geradezu christlich orientierten Süden der USA anschaut.

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Perquestavolta Online



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25.09.2016 21:57
#68 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

gelöscht

Ah. Admin.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Reklov Offline




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26.09.2016 11:00
#69 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat
Reklov, wie immer strahlst Du mit Deinem Halbwissen.

Blackysmart,

... keiner von uns hat ein Ganzwissen! - Wie denn auch? -

Zitat
Das Buch, dass Du gelesen haben willst, ist der letzte (10.) Band, der sich mit dem 18. Jahrhundert beschäftigt.

Ich habe nur die ersten 3 Bände in meinem Schrank. Die anderen Bände hatte ich mir ausgeliehen. Band 10 habe ich noch nicht gelesen.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 2.181

26.09.2016 11:02
#70 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

@Reklov

Hallo, Reklov,
ich bin mir dessen schon bewusst, dass ich ein absoluter "Durchschnittsmensch" bin. Es ist mir auch klar, dass Du nicht auf jeden Beitrag antworten musst, wenn Du nicht willst. Aber, eine Antwort auf meine Fragen in #48 wäre für mich schon recht interessant. Dass Du kneifst, kann ich mir nicht vorstellen...

----------------------------------------------------
Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Reklov Offline




Beiträge: 4.870

26.09.2016 11:50
#71 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat
Um diese Schlussfolgerung zu ziehen bedarf es der Richtigkeit der heutigen Gottesvorstellung. Welche Informationen hast Du also, die darauf hinweisen? Und ist es nicht möglich, dass in weiteren 2000 Jahren eine gänzlich andere Gottesvorstellung existieren könnte, aus denen dann wiederum die Schlussfolgerung gezogen würde, die damalige (also unsere heutige) sei völlig daneben...?

Athon,

... keinesfalls drücke ich mich um eine Antwort zu Deiner Frage herum.-

Die Gottesvorstellungen eines antiken Baal-Kultes, der Menschen von Priestern auf den Opferaltären damaliger Tempel hinschlachten ließ, kann weder aus der Sicht des damaligen Wanderpredigers aus Nazareth, noch aus der heutigen humanen Sicht auf den Menschen als richtig eingestuft werden - auch wenn der damalige Zeitgeist diesen religiösen Irrsinn regelmäßig praktizierte und die heidnischen Tempelaltäre, wie Historiker meinen, blutbespritzte Zeugen eines lange geduldeten Wahnsinns gewesen sein müssen, der sich vom Aberglauben nährte.
Bei den alten Germanen war dieser Irrsinn übrigens ähnlich verbreitet. Diese opferten z.B. ihrer Göttin FREYA Kriegsgefangene und Verbrecher, damit sie die Göttin vor Unwettern und Missernten bewahrt. Ein ebenfalls aus Unkenntnis praktizierter Irrsinn und weil solche religiösen Praktiken sich im Grunde gegen die Menschen richteten, sind auch alle antiken Gottesvorstellungen nach und nach im Sand der Geschichte versunken.

Dass ein Raumfahrer in 2000 Jahren u. U. eine ganz andere Gottesvorstellung haben könnte, hatte ich in diesem Forum ja schon mehrfach angemerkt! -
Dies würde dem entsprechen, was Moses im AT auf seine neugierige Frage vom "brennenden Dornbusch" zu hören bekommen haben soll: >> ICH BIN, ALS DER ICH DA EINST SEIN WERDE! <<
Die alten Juden waren also schon klug genug, um zu ahnen, dass sich das menschliche Gottesverständnis mit den Jahrhunderten ändern würde.

Obwohl wir heute z.B. auch über die subatomaren Welten mehr wissen, hat uns dies in unserer Gottesvorstellung oder gar dem Erkennen einer "Allmacht" nicht weiter gebracht. Deswegen haben Religionen immer noch ganz gute, wenn auch sehr alte und zerknitterte Spielkarten-Trümpfe in ihren Händen. - Wie lange noch, wird die Zukunft zeigen. (?)

Gruß von Reklov

Perquestavolta Online



Beiträge: 4.248

26.09.2016 14:39
#72 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #71

Die Gottesvorstellungen eines antiken Baal-Kultes, der Menschen von Priestern auf den Opferaltären damaliger Tempel hinschlachten ließ, kann weder aus der Sicht des damaligen Wanderpredigers aus Nazareth, noch aus der heutigen humanen Sicht auf den Menschen als richtig eingestuft werden

Die Christen haben Jesus schon sehr viele Heiden und Verbrecher geopfert, Reklov. Bei den Heiden waren Menschenopfer eher selten. Bei den Christen wurden Menschenopfer die Regel. Immerhin hat sich sich sich Jesus sogar selbst geopfert.

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.201

26.09.2016 16:49
#73 Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov
Die Gottesvorstellungen eines antiken Baal-Kultes, der Menschen von Priestern auf den Opferaltären damaliger Tempel hinschlachten ließ, kann weder aus der Sicht des damaligen Wanderpredigers aus Nazareth, noch aus der heutigen humanen Sicht auf den Menschen als richtig eingestuft werden

MUSS Gott ein Guter für uns Menschen sein? Wie kommst du denn darauf? Wenn er den "Urgrund" besetzt, also der Schöpfer des Universums samt der Erde und der Menschen ist, MUSS er nicht unser lieber Onkel sein. Wenn "Gott" aber nur eine metaphorische Übersetzung unseres eigenen Ethos ist, ist "Gott" nur eine Idee unserer eigenen Perfektion. Aber das sind echt zwei verschiedene Gottesbilder.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta Online



Beiträge: 4.248

26.09.2016 17:59
#74 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #71

Obwohl wir heute z.B. auch über die subatomaren Welten mehr wissen, hat uns dies in unserer Gottesvorstellung oder gar dem Erkennen einer "Allmacht" nicht weiter gebracht.
Reklov, du hast zwischen den Ohren ein ziemlich großes Loch. Deswegen bleibt da auch nichts hängen. Du recyelst immer wieder den selbst Käse, ohne auch nur ansatzweise verstanden zu haben, was hier schon tausende Male abgeklärt wurde.

Wir... sind nicht DU und DU bist nicht Wir!
Über irgendwelche subatomare Welten, was immer das auch sein sollen, gibt es genau gleich viel Wissen, wie über "Mehlgeister". Die Naturwissenschaften beschreiben die Strukturen der Atome als Wahrscheinlichkeitsodelle, über die es aber keinerlei wirklich reale und handfeste Anschauungsmodelle gibt. Das sogenannte Bohrsche Atommodell ist ein Vorstellungsmodell und gilt inzw. als unzulänglich überholt. Wissen ist also nicht das eigentliche Ziel der Naturwissenschaften, sondern das Verstehen von Zusammenhängen. Auch Idioten können einiges wissen, nur im richtigen Verstehen der Zusammenhänge sind sie meist Lichtjahre weit von jeglicher Realität entfernt.
Dein spezifisch-esoterisch-mystisches WISSEN über die Quantentheorie ist geschwelgter Käse und für die Tonne. Es hat überhaupt nichts mit dem WISSEN unseres WIR zu tun.
https://www.psiram.com/ge/index.php/Quantenmystik
Zitat von Reklov im Beitrag #71

Deswegen haben Religionen immer noch ganz gute, wenn auch sehr alte und zerknitterte Spielkarten-Trümpfe in ihren Händen.
Nur deswegen, weil Menschen lieber an Illusionen glauben, als an die harte Realität. Du selbst urteilst gerne darüber was wert und nichtswert ist, um dich in diesem Urteil selbst von übergeordenten Wert wider zu spiegeln. Religionen vergiften die Welt!

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
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Perquestavolta Online



Beiträge: 4.248

26.09.2016 18:46
#75 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #71


Dass ein Raumfahrer in 2000 Jahren u. U. eine ganz andere Gottesvorstellung haben könnte, hatte ich in diesem Forum ja schon mehrfach angemerkt! -



Ich habe auch schon angemerkt, dass das "Leben" der Urgrund für alles Seins ist. Egozentriker wie dir, ist das aber nicht schlüssig und verletzt ihre Über-un-natürlichen narzisstischen Gefühle, obwohl es dazu eigentlich überhaupt keine Zweifel gibt.

Die Bibel kann doch nicht (darf nicht) vom Leben inspiriert sein. Wir Atheisten sind aber genau dieser Auffassung. Ich habe schon öfters angemerkt, dass das Leben nach dem Tod nicht zu Ende ist, sondern weil das ICH nur eine nützliche und zweckdienliche Illusion ist und jedes menschliche Bewusstsein das Ergebnis eines Überlagerungszustandes mit dem Informationsfluss der bisherigen Menschheit, bleibt auch das Ich nach dem Tod in diesem Informationsfluss erhalten. Kein gesunder Menschenverstand wird das leugnen, Reklov. Doch den egozentrischen Ignoranten und Konsum-Enten der industriellen Esoterik- und Gottesphilosophie, die ja auch immer vom "alles-ist-Eins" faseln, geht das nicht zwischen die Ohren. Was wohl nur daran liegen kann, dass sie darin mit ihrer eigenen unWICHTigen Rolle nicht zufrieden sind.

Gottesvorstellungen sind etwas ganz anderes, als die Vorstellung darüber was man als Gott definiert. Gottesvorstellungen sind Projektionen des idealisierten eigenen Egos. Die Vorstellung darüber was ein Gott ist, hat damit aber so ziemlich gar nichts zu tun, sondern definiert nur die Eigenschaften die Etwas haben soll/muss, was man als Gott gelten lassen kann.

Ich persönlich halte deswegen das Leben als den "göttlichen" Urgrund allen Seins. Auch weil das ganze Universum ohne Leben völlig wurscht ist..

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
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