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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 135 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.225

26.09.2016 19:01
#76 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #71

Bei den alten Germanen war dieser Irrsinn übrigens ähnlich verbreitet.

Du bist ein unerträglicher Selbstbejubler, Reklov. Was war denn bei den alten Germanen falsch? Und was ist jetzt bei den "neuen Germanen" richtig?
Die neuen Germanen waren vor 70 Jahren zumeist Christen, trotzdem haben sie 6 Millionen Juden vergast und Zig-Millionen "Untermenschen" getötet. Für Führer, Gott und Vaterland.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.225

26.09.2016 19:14
#77 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.225

26.09.2016 19:29
#78 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Reklov Offline




Beiträge: 4.838

27.09.2016 12:52
#79 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat
Du bist ein unerträglicher Selbstbejubler, Reklov. Was war denn bei den alten Germanen falsch? Und was ist jetzt bei den "neuen Germanen" richtig?
Die neuen Germanen waren vor 70 Jahren zumeist Christen, trotzdem haben sie 6 Millionen Juden vergast und Zig-Millionen "Untermenschen" getötet. Für Führer, Gott und Vaterland.

Perquestavolta,

... da gäbe es Einiges zu bemängeln:

Die Stämme der alten Germanen lebten untereinander im ständigen Zwist. Diese zornige Streitlust wurde z.B. von G. J. Cäsar militärisch geschickt ausgenutzt, indem er die verfeindeten Stämme teilte und diplomatisch aufeinander hetzte, nach dem Motto: >> Teile und herrsche <<. Die heidnischen Stämme meiner Vorfahren waren von Vorstellungen der eigenen Art gefesselt, über die wir uns heute nur wundern können. - So glaubten sie z.B., der "erste Mensch" sei von einer "heiligen Kuh" aus dem ewigen Eis geleckt worden. Von den einzelnen Götterbildern der Germanen will ich hier erst gar nicht zu reden anfangen, denn dies würde ein dickes Buch füllen! - Allein, dass sie glaubten, nur die tapferen, schlachtbewährten Krieger bekämen eine Chance, nach ihrem Tod in "Walhalla" zu sitzen und zu feiern, zeigt deutlich, wessen Geistes Kind die alten Germanen waren und wie sie die harten Lebensbedingungen der nordischen Wälder, in denen sie in kleinen Stämmen lebten, gefordert und geformt hatten. Tacitus schrieb seinerzeit nicht ohne Grund, dass man in der, damals überwiegen von Wald, Nebel und Regen geformten Landschaft schon geboren sein müsse, um diese zu lieben. In den kommenden Jahrhunderten rodeten die Germanen ihre Wälder rigoros und das heutige Deutschland hat mit den Landschaften zu Zeiten eines Tacitus nichts mehr gemeinsam. Systematische Forstwirtschaft kam erst im 18. Jahrhundert auf, aber da war Deutschland schon stark abgeholzt!

Wenige wissen, dass z.B. der "Schwarzwald" (Black Forest) in der Mitte des 19. Jahrhunderts durch intensive Nutzung fast völlig entwaldet war und erst durch überwiegende Monokulturen von Fichten wieder total aufgeforstet werden musste. Das Fehlen des Mischwaldes erwies sich jedoch später, bei aufkommenden Orkanen, als großer Fehler, denn die Fichten kippten dabei, wegen ihrer flachen Wurzeln, wie Streichhölzer um.
Von den historischen und politischen Fehlern der "Germanen" will ich aber aus Zeitgründen erst gar nicht anfangen, zu reden. Dies nur als Anmerkung zu Deiner Frage, was an den Germanen denn falsch gewesen sei. - Wie jede andere Kulturgemeinschaft - hatten und haben die Germanen für ihre Fehler aber auch einen entsprechenden Preis zahlen müssen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.838

27.09.2016 13:24
#80 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat
Die Christen haben Jesus schon sehr viele Heiden und Verbrecher geopfert, Reklov. Bei den Heiden waren Menschenopfer eher selten. Bei den Christen wurden Menschenopfer die Regel. Immerhin hat sich sich sich Jesus sogar selbst geopfert.

Perquestavolta,

... hierzu meine Infos:

Der über den ganzen Mittelmeerraum und Vorderasien verbreitete Baal-Kult praktizierte regelmäßig seine "Altarschlachten". Wie Historiker meinen, gab es dabei auch das Hineinstoßen lebendiger Opfer in einen großen Feuerofen, der Baal symbolisieren sollte.
Die Christen rächten sich wegen der langen tödlichen Verfolgung, der sie früher ausgesetzt waren an den Heiden und praktizierten also das "pay back". Die Inquisition war eine verbrecherische Praxis, mit welcher sich Rom gegen seine Feinde wehrte und leider konnte dem Spuk erst im ausgehenden 18. Jahrhundert ein Ende bereitet werden.
Einige Zähne konnte die "Aufklärung" der KK zwar ziehen, nicht aber deren Macht kippen. Heute hat der religiöse Terror jedoch wieder ein neues Gesicht bekommen und greift uns aus einer ganz anderen Ecke an.

Zu Jesus:
Der "Wanderprediger aus Nazareth" griff mit seinen Worten die unantastbare Macht und das Image der antiken jüd. Priesterschaft an - mit den bekannten Folgen. Sein Tod und der vorangehende Prozess, der Pilatus ja beschäftigte, ist also kein "Opfertod", wie er von heidnischen Priesterkasten praktiziert wurde. Von den 4 Evangelisten wurde Jesus so dargestellt, dass die "Geschichte" um ihn eine immer größer werdende Anhängerschaft fand. Dies geschah nicht ohne Grund, denn das Christentum vermittelt nun mal Hoffnung über den Tod hinaus. Über diese wirkungsvolle psychologische "Waffe" mag sich einer aufregen, deren Wirkung ist aber aus bekannten Gründen nicht so leicht vom Tisch zu fegen - denn - der Mensch lebt nicht vom Brot allein!

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.225

27.09.2016 15:08
#81 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #80

Zitat
Die Christen haben Jesus schon sehr viele Heiden und Verbrecher geopfert, Reklov. Bei den Heiden waren Menschenopfer eher selten. Bei den Christen wurden Menschenopfer die Regel. Immerhin hat sich sich sich Jesus sogar selbst geopfert.


... hierzu meine Infos:

Der über den ganzen Mittelmeerraum und Vorderasien verbreitete Baal-Kult

Das ist absoluter Quatsch! Der Baalskult war weder im "ganzen" Mittelmeerraum verbreitet, noch war er dordlüstern. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...s-a-680948.html
Du nimmst deine Informationen von tendenziösen christlichen Verleumdungskampanien. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...s-a-680948.html

Zitat von Reklov im Beitrag #80

Wie Historiker meinen, gab es dabei auch das Hineinstoßen lebendiger Opfer in einen großen Feuerofen, der Baal symbolisieren sollte.
Die selben christlichen
Historiker haben auch Unmengen von Giftgas im Irak gefunden, um einen Krieg mit 200000 zivilen Opfern zu rechtfertigen. Die Selben christlichen Historiker haben auch den Juden Ritualmord vorgeworfen..... Die Kriegspropaganda der Christen hat jedem und allen Ritualmorde vorgeworfen. Tatsächlich aber, waren Menschenopfer bei allen Heidnischen Kulturen sehr selten und immer die letzte Option.

Zitat von Reklov im Beitrag #80

Die Christen rächten sich wegen der langen tödlichen Verfolgung, der sie früher ausgesetzt waren an den Heiden und praktizierten also das "pay back".
Die Christen wurden weit weniger verfolgt, als sie sich selber den Märtyrertod wünschten, Reklov. Erst im 2. und 3. Jh., als die Christen immer aufsässiger wurden und zunehmend die kaiserliche Staatsautorität der Römer untergruben, wurden sie von Kaiser Nero zum Sündenbock für den zerstörenden Brand Roms gebrandmarkt.
Historische Berichte über diesen Brand legen sogar den Verdacht nahe, dass sie tatsächlich was damit zu tun hatten. Schuld dafür ist eine christliche Prophezeiung
https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Brand_Roms und ein angeblicher, sehr provokanter Brief des Apostels Petrus, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ.

Außerdem hätten die Christen auch ihre andere Backe hinhalten müssen...Immerhin bemühten sich die Römer auch selbst immer wieder um Toleranz gegenüber den Christen, die wohl entscheidend zur Destabilisierung Roms beigetragen haben müssen, da man ihnen ansonsten nicht auf die Pelle gerückt wäre. https://de.wikipedia.org/wiki/Christenve...B6mischen_Reich


Die Inquisition war eine verbrecherische Praxis, mit welcher sich Rom gegen seine Feinde wehrte und leider konnte dem Spuk erst im ausgehenden 18. Jahrhundert ein Ende bereitet werden.
Einige Zähne konnte die "Aufklärung" der KK zwar ziehen, nicht aber deren Macht kippen. Heute hat der religiöse Terror jedoch wieder ein neues Gesicht bekommen und greift uns aus einer ganz anderen Ecke an.

Zitat von Reklov im Beitrag #80

Zu Jesus:
Der "Wanderprediger aus Nazareth" griff mit seinen Worten die unantastbare Macht und das Image der antiken jüd. Priesterschaft an - mit den bekannten Folgen. Sein Tod und der vorangehende Prozess, der Pilatus ja beschäftigte, ist also kein "Opfertod", wie er von heidnischen Priesterkasten praktiziert wurde. Von den 4 Evangelisten wurde Jesus so dargestellt, dass die "Geschichte" um ihn eine immer größer werdende Anhängerschaft fand. Dies geschah nicht ohne Grund, denn das Christentum vermittelt nun mal Hoffnung über den Tod hinaus.
Eine solche vermitteln auch alle anderen Religionen, welche mit dem Christentum nichts zu tun haben, Reklov.

Götter sind schon seit ehedem dafür erfunden worden. Das Christentum hat hier nichts neues erfunden.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Reklov Offline




Beiträge: 4.838

28.09.2016 11:19
#82 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat
Das ist absoluter Quatsch! Der Baalskult war weder im "ganzen" Mittelmeerraum verbreitet, noch war er mordlüstern.

Perquestavolta,

>> Baal wird erstmals im Neuen Reich unter Amenophis II. genannt. Ein Heiligtum hatte er in Memphis und trug dort den Beinamen Safon. - Wie ich in einem Buch über diesen Kult lesen konnte, wurde Baal besonders unter den röm. Legionären verehrt.

Baal (auch Ba’al, hebr. בַּעַל / Baʕal, akkad. Bēlu(m), Bēl, ugarit., phöniz.-pun. und amurr. Ba‘lu(m), Bal, samaritan. Bāl, aram. Be‘lu, ab der 19. Dynastie ägypt. B‘r, griech. Βηλος, in der Septuaginta und bei Josephus Βααλ, lat. Belus, bei Hieronymus Baal, arab. Ba‘lu, altsüdarab. B‘L, äthiop. Bā‘el[1]) ist im Altertum eine Bezeichnung für verschiedene Gottheiten im syrischen und levantinischen Raum und bedeutet: Herr, Meister, Besitzer, Ehemann, König oder Gott. Baal war ein Titel, der für jeden Gott verwendet werden konnte. << (Internet)

Wikipedia meint dazu:
>> Als Baal wird gewöhnlich der oberste Gott des örtlichen Pantheons bezeichnet. Er ist meist ein Berg-, Wetter- und Fruchtbarkeitsgott. Mit Baal gleichgesetzt wurde oft der babylonische Wettergott Adad. - Am Berg Sinai bei der Gesetzgebung für das Volk Israel wird bereits ein aktiver Affront gegen den Baalskult geboten. (Ex 34, 12–14). Außerdem waren die angeblichen Kindsopfer ein Anlass, diesen Kult nicht zu dulden. Wie aus der Bibel hervorgeht, wurden manche Israeliten vom Baalskult beeinflusst. Die antiken Berichte über die Kindsopfer für Baal sind äußerst umstritten. Auch die Römer bezichtigten die Karthager des Kindsmordes im Molochkult. Heute geht man eher von einer römischen Propaganda gegen Karthago aus. <<

Wie man aber sieht, ist die Wahrheit über die Menschenopfer des Baal-Kultes heute nicht mehr ganz zuverlässig aufzudecken.
Wir brauchen aber bei einer solchen Betrachtung gar nicht so weit zurückzugehen, denn schon bei den von den Nazis getöteten Juden geraten die Experten in heftigen Streit über zuverlässige Zahlen und viele wagen sogar abzustreiten, dass jemals auch nur ein Jude in der Gaskammer eines KZ`s gestorben sei! Darunter auch Bischöfe der KK (z.B. R.N. Williamson oder Kurt Koch...); von den Rechtsradikalen Parteien mal ganz abgesehen.

Deine interessanten links zu diesem Thema geben also keine zuverlässige oder hilfreiche Auskunft! -

Schon als Junge hatte ich den Wunsch, Zeitreisen machen zu können, um all die versunkenen antiken Großreiche selber besuchen und als Augenzeuge beurteilen zu können. Geht aber leider nicht.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.838

28.09.2016 12:01
#83 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat
Götter sind schon seit ehedem dafür erfunden worden. Das Christentum hat hier nichts neues erfunden.

Perquestavolta,

... neu sicher nicht - aber - vollkommen anders, denn im Christentum wird ein religiöses Bild gemalt, das einen Gott zum Menschen werden lässt. Dieser unterweist und heilt seine "Schäfchen", gewährt ihnen auch praktische Hilfe im Alltag. - Soweit mir bekannt ist, haben das die anderen "Götter" in dieser Art und Weise nicht gemacht. Die Aufgaben des griech. Halbgottes Herkules können z.B. hier nicht so recht als Vergleich herangezogen werden, auch wenn sie thematisch hier und da Parallelen aufweisen.

Das christl. Dogma hat allerdings mehrere Schwachstellen. - Gleich zu Beginn stellt es uns z.B. in der jüd. Genesis einen Gott vor, der einer "sprechende Schlange" in seinem privaten Garten EDEN nicht nur Redeerlaubnis gewährt, sondern auch zuschaut, wie diese als Versucher gegenüber dem ersten Menschenpaar auftritt. -
Auch das Pflanzen des "Baumes der Erkenntnis" ist eine zweischneidige Sache, denn man geht ja davon aus, dass ein "allmächtiges Wesen" den Ausgang des darauf folgenden Menschen-Tests bereits kennen müsste, vermag "ES" doch auch Zukünftiges zu "sehen". Wenn nicht, wäre "ES" ja selbst der Zukunft ausgeliefert, könnte demnach nur reagieren, jedoch nicht im Vorfeld lenkend agieren.-

Vertreter der christl. Lehre weisen auch gerne darauf hin, dass der Weg und die damit verbundene Entwicklung des Menschen nur über das Leid und die bittere Erkenntnis gegangen werden sollte und konnte, weil wir nur über entsprechende "Lektionen" unseren Erfahrungsschatz erweitern können. Wären wir also im Paradies geblieben, wären z.B. Erfahrungen mit dem "Bösen" und die damit verbundenen harten Lektionen und Prozesse der Selbsterkenntnis so nicht möglich geworden. Ziel dieses Leidensweges ist also der Mensch, welcher eigenverantwortlich und richtig zu handeln vermag!

So bleibt auch der freiwillige Opfertod "des Besten", mit nachfolgender Auferstehung, nur den Gläubigen eine Wahrheit; den anderen erscheint er unglaubwürdig.

Ich persönlich bin der Ansicht, dass ein, als absolut gerecht gedachtes, "Überwesen" die Konsequenzen einer Handlung stets nur auf die Schultern des Verursachers legen und nicht alle Vergehen der Menschheit, als auszulösendes Pfand auf der Schulter seines "Sohnes" akzeptieren würde.
Dieser Gedanke wird aber von Vertretern der Kirche damit begründet, dass wenn, überhaupt nur ein gänzlich "reiner" Mensch sich vor dem Gottesthron als Verteidiger aller Sünder präsentieren kann und darf.
Da aber jeder von uns, auf die eine oder andere Art, nicht völlig schuldlos im Leben bleibt, hat die KK bereits sehr früh erkannt, wie sie über diese psychologische Fessel ihre "Schäflein" an sich binden kann, indem sie jedem verspricht, er sei erlöst und begnadigt, vorausgesetzt, er nimmt die Lehre an und glaubt ehrlich.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.225

28.09.2016 13:47
#84 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #83

Zitat
Götter sind schon seit ehedem dafür erfunden worden. Das Christentum hat hier nichts neues erfunden.
Perquestavolta,

... neu sicher nicht - aber - vollkommen anders, denn im Christentum wird ein religiöses Bild gemalt, das einen Gott zum Menschen werden lässt.



Ob sich deswegen das Christentum zu einer Verbrecherorganisation entwickelt hat?

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.225

28.09.2016 13:51
#85 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #83

So bleibt auch der freiwillige Opfertod "des Besten", mit nachfolgender Auferstehung, nur den Gläubigen eine Wahrheit; den anderen erscheint er unglaubwürdig.




Die besten von den Guten sind die, die sich selber in der Pfanne braten und auf den Teller legen. Dir ist also wohl klar, dass die Christen dies immer von anderen verlangen?

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Reklov Offline




Beiträge: 4.838

29.09.2016 13:07
#86 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat
Ob sich deswegen das Christentum zu einer Verbrecherorganisation entwickelt hat?

Perquestavolta,

... überall, wo Macht und Geld zusammenkommen, schleicht sich auch das sog. "Böse", in Form entsprechend gepolter Menschen, ein! Sei es nun ein kirchliches oder industrielles Machtzentrum!

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.225

29.09.2016 15:52
#87 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #86

Zitat
Ob sich deswegen das Christentum zu einer Verbrecherorganisation entwickelt hat?
Perquestavolta,

... überall, wo Macht und Geld zusammenkommen, schleicht sich auch das sog. "Böse", in Form entsprechend gepolter Menschen, ein! Sei es nun ein kirchliches oder industrielles Machtzentrum!


Daran zu scheitern ist aber nichts anderes, als die eigene opportunistische Dummheit als WERTvolle Klugheit zu bejubeln.
Du schwelgst überaus gerne im philosophischen Idealismus, nur aber hat der gar nichts mit der Realität zu tun.

Deswegen ist auch dein quantenmechanische Erklärung des U-Rgrundes, nichts anderes als die Dejubelung deiner Defizite. Warum das so ist liest du hier. http://scienceblogs.de/hier-wohnen-drach...ingergleichung/

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Reklov Offline




Beiträge: 4.838

30.09.2016 12:21
#88 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat
Deswegen ist auch dein quantenmechanische Erklärung des U-Rgrundes, nichts anderes als die Dejubelung deiner Defizite. Warum das so ist liest du hier.

Perquestavolta,

... die Erklärungen sind, auch für Laien, interessant. Ähnliches wurde aber hier bereits über einen link zu einem Video bei youtube einsehbar.

Dazu erlaube ich mir, anzumerken:

Wissenschaft hat drei unerlässliche Merkmale.
Sie ist methodische Erkenntnis, ist zwingend gewiss und allgemein gültig. Aber - wissenschaftliche Sachkenntnis ist nicht Seinserkenntnis. Wissenschaftliche Erkenntnis ist partikular, auf bestimmte Gegenstände, nicht auf das Sein selbst gerichtet. Wissenschaft bewirkt daher philosophisch gerade durch Wissen das entschiedenste Wissen um das Nichtwissen, nämlich das Nichtwissen dessen, was das Sein selbst ist! - Wissenschaftliche Erkenntnis vermag keinerlei Ziele für das Leben zu geben. Sie stellt keine gültigen Werte auf. Sie kann als solche nicht führen. Sie verweist durch ihre Klarheit und Entschiedenheit auf einen anderen Ursprung unseres Lebens.
Wissenschaft vermag keine Antwort zu geben auf die Frage nach ihrem eigenen Sinn. Dass Wissenschaft da ist, beruht auf Antrieben, die selbst nicht wissenschaftlich als wahre und seinsollende bewiesen werden können.

Übrigens: Deine Vermutung, ich sei wissenschaftsgläubig, kann ich nun gar nicht recht einordnen!?!?

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.838

30.09.2016 12:34
#89 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat
Deswegen ist auch dein quantenmechanische Erklärung des U-Rgrundes, nichts anderes als die Dejubelung deiner Defizite.

Perquestavolta,

... Quantenmechanik kann den Ur-Grund, den Ur-Sprung, die Ur-Quelle (welchen Begriff dafür auch immer) in keiner Weise erklären! Wie sollte ich das also bejubeln oder bewerkstelligen wollen?
Bleibe also bitte sachlich, dann kann sich ein vernünftiger Dialog entwickeln.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.838

30.09.2016 12:34
#90 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Fehler!

Reklov Offline




Beiträge: 4.838

30.09.2016 12:39
#91 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat
Ob sich deswegen das Christentum zu einer Verbrecherorganisation entwickelt hat?

Perquestavolta,

... so krass und verallgemeinernd würde ich es nun nicht ausdrücken wollen, bedenkt man, wie viele sich uneigennützig in dieser Organisation für ihre Mitmenschen engagieren.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.225

30.09.2016 19:37
#92 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #88

Zitat
Deswegen ist auch dein quantenmechanische Erklärung des U-Rgrundes, nichts anderes als die Bejubelung deiner Defizite. Warum das so ist liest du hier.

... die Erklärungen sind, auch für Laien, interessant.
Oh ja, für Leute die zum IS wollen unbedingt. Für aggressiv missionarische Christen, die in todesverachtend in Kriegsgebiete reisen, um die dortigen Muslime zum Jihad zu provozieren, auch.


Zitat von Reklov im Beitrag #88

Dazu erlaube ich mir, anzumerken:

Wissenschaft hat drei unerlässliche Merkmale.
Sie ist methodische Erkenntnis, ist zwingend gewiss und allgemein gültig.
Nein, Wissenschaft ist nicht allgemein gültig und sie ist auch nicht zwingend gewiss. Wissenschaft ist im Eigentlichen auch keine methodische Erkenntnis. Eine solche Vorstellung von den Naturwissenschaften hat man aber, wenn man "wissenschaftsgläubig" ist!

Wissenschaft ist methodischer Erkenntnisgewinn. Wissenschaft besteht aus vielen Teilbereichen und kann von daher auch nicht allgemeingültig sein. Der Erkenntnisweg der Naturwissenschaften besteht aus vielen kleinen Schritten die sich wie in einem Puzzle zu einem immer umfangreicheren Bild der Realität zusammenfügen und schon deswegen kein zwingende Gewissheit sind, nicht sein können!

Zitat von Reklov im Beitrag #88

Aber - wissenschaftliche Sachkenntnis ist nicht Seinserkenntnis.
Es gibt keine Seinserkenntnis.. Sein ist Leben und Nichtsein ist Nichtsein. Alles dazwischen ist einfach nur Sinngebung und das können die Naturwissenschaften genauso, wie jede andere Weltanschauung auch. Naturwissenschaftler erleben ihre Arbeit mit Gefühlen, Emotionen und Begeisterung, Reklov!

Zitat von Reklov im Beitrag #88

Wissenschaftliche Erkenntnis ist partikular, auf bestimmte Gegenstände, nicht auf das Sein selbst gerichtet.
Das ist eine blödsinnige Behauptung, Reklov!
Wenn dem so wäre, wären alle Errungenschaften unseres inzwischen recht annehmlichen Seins, zusammenhangslose, partikuläre Einzeldinge. Tatsächlich aber sind sie ein großes zusammenhängendes Puzzle, welches seit den ersten einfachsten Werkzeugen immer größer und umfangreicher wird.


Zitat von Reklov im Beitrag #88

Wissenschaft bewirkt daher philosophisch gerade durch Wissen das entschiedenste Wissen um das Nichtwissen,
Oh Mann, Reklov! Philosophisch ist Nichtwissen Glaube und also Glaube entschiedenstes Wissen um das Nichtwissen. Naturwissenschaft ist aber ein endloses Puzzle, das in vielen kleinen Schritten immer umfangreicher wird und nach außen wächst.


Zitat von Reklov im Beitrag #88

- Wissenschaftliche Erkenntnis vermag keinerlei Ziele für das Leben zu geben.
Das ist eine schwachsinnige Behauptung! Wir verdanken den Naturwissenschaften, dass wir heute in einer Welt leben, in der wir unserem Sein (Leben) selbst einen Sinn geben können und nicht ständig in totaler existenzieller Ungewissheit leben, wie unserer Vorfahren vor noch wenigen Jahrhunderten. Dir persönlich mag der naturwissenschaftliche Erkenntnisweg keinerlei Sinngebung bieten, aber Milliarden anderen Menschen tut er es ganz sicher!

Zitat von Reklov im Beitrag #88

Sie stellt keine gültigen Werte auf.
Für Dich ganz sicher nicht. Du schwelgst dich lieber in deiner eigenen selbstbeweihräucherischen (wertenden) Narzissmuspflege.

Zitat von Reklov im Beitrag #88

Sie verweist durch ihre Klarheit und Entschiedenheit auf einen anderen Ursprung unseres Lebens.
Und welcher wäre dann der bessere?
Die Naturwissenschaften erklären das Leben als einzigartige, weil sehr vergängliche Kostbarkeit. Der Ursprung selbst ist dafür nicht entscheidend. Anders herum treten gerade die Religion diese Kostbarkeit nicht selten mit Füßen und stellen den Wert der Sinngebung durch übernatürliche Erklärungsmodelle über den Wert des Lebens!

Zitat von Reklov im Beitrag #88

Wissenschaft vermag keine Antwort zu geben auf die Frage nach ihrem eigenen Sinn.
Reklov!?



Dass Wissenschaft da ist, beruht auf Antrieben, die selbst nicht wissenschaftlich als wahre und seinsollende bewiesen werden können.

Übrigens: Deine Vermutung, ich sei wissenschaftsgläubig, kann ich nun gar nicht recht einordnen!?!?

Gruß von Reklov

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Reklov Offline




Beiträge: 4.838

01.10.2016 11:48
#93 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat
Wenn dem so wäre, wären alle Errungenschaften unseres inzwischen recht annehmlichen Seins, zusammenhangslose, partikuläre Einzeldinge. Tatsächlich aber sind sie ein großes zusammenhängendes Puzzle, welches seit den ersten einfachsten Werkzeugen immer größer und umfangreicher wird.

Perquestavolta,

... Du sprichst hier vom "Dasein", nicht vom "Sein" selbst. Im "Dasein" sind wir und all die uns umgebenden Materie-Teilchen.
Alle Gegenstände haben ein bestimmtes temporäres "Dasein" und treten so auch an uns heran. Dieses "Dasein" steht in Bezug auf anderes, von dem es unterschieden ist und auf uns, dem es als gedacht gegenüber steht! Es ist aber nicht alles, und es steht, sei es auch noch so groß, in einem umfassenderen "Sein", es ist also nicht das Ganze! Das Sein selber ist nicht als Gegenstand aufzeigbar.
Das Sein zu denken, z.B. als Materie, als Energie, als Geist, als Leben usw. - alle denkbaren Kategorien sind versucht worden -, zeigt uns am Ende stets, dass wir eine Weise bestimmten Seins, die im Ganzen des Seins vorkommt, schon zum Sein selbst verabsolutiert haben.

Zitat
Und welcher wäre dann der bessere?
Die Naturwissenschaften erklären das Leben als einzigartige, weil sehr vergängliche Kostbarkeit. Der Ursprung selbst ist dafür nicht entscheidend. Anders herum treten gerade die Religion diese Kostbarkeit nicht selten mit Füßen und stellen den Wert der Sinngebung durch übernatürliche Erklärungsmodelle über den Wert des Lebens!

Der Gedanke des Ursprungs mag für viele nicht entscheidend im Vordergrund stehen, ist aber dennoch das eigentliche Gedankenziel, auf welches sich alles hinstreckt, denn gesammeltes Wissen allein, bleibt sonst "totes" Wissen.
Dass alle Religionen mit ihrer "Weltdeutung" u.U. total schief liegen können, hatte ich hier ja schon öfter vermerkt. Die versch. Dogmen verschanzen sich aber, für die Gegenwart so auch "unangreifbar", hinter ihren in der Zukunft liegenden Glaubensvorstellungen.
Was aber z.B. am "Jüngsten Tag", der für die Astrophysik das Implodieren der Sonne darstellen mag, genau passieren wird, entzieht sich jeder menschlichen Meinung/Vorstellung - sei diese nun religiös oder naturwissenschaftlich untermauert.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.838

01.10.2016 12:19
#94 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat
Daran zu scheitern ist aber nichts anderes, als die eigene opportunistische Dummheit als WERTvolle Klugheit zu bejubeln.
Du schwelgst überaus gerne im philosophischen Idealismus, nur aber hat der gar nichts mit der Realität zu tun.

Perquestavolta,

>> ... es gibt ein Denken, das nicht im sinne der Wissenschaft zwingend und allgemeingültig ist, dass daher auch keine Ergebnisse hat, die als solche in Formen der Wissbarkeit Bestand haben.
Dieses Denken, das man als philosophisches Denken bezeichnet, bringt den Einzelnen zu sich selbst, hat Folgen durch das mit ihm vollzogene innere Handeln, macht Ursprünge in ihm wach, die auch der Wissenschaft erst einen Sinn geben.
Daher kommt es darauf an, Wissenschaft zu ihrer möglichsten Reinheit als einem ihrer Methoden bewussten, zwingenden und allgemeingültigen Erkennen zu bringen und ihre Ergebnisse als solche aufzufassen. Zugleich aber kommt es darauf an, das philosophische Denken, das nicht gegen Wissenschaft, sondern stets mit ihr im Bunde ist, das auch nicht Überwissenschaft ist, sondern ein dem Sinne nach radikal anderes Denken vollzieht, ebenso rein herauszuarbeiten.

Der Ernst der Verantwortung für die Reinheit der Wissenschaft ist unlösbar von dem Ernst des mich zu mir selbst bringenden Denkens der Philosophie. << (aus "DENKWEGE" von Karl Jaspers)

(Über dieses Thema müsste man aber einen extra thread eröffnen!)

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.225

01.10.2016 15:57
#95 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #93

Zitat
Wenn dem so wäre, wären alle Errungenschaften unseres inzwischen recht annehmlichen Seins, zusammenhangslose, partikuläre Einzeldinge. Tatsächlich aber sind sie ein großes zusammenhängendes Puzzle, welches seit den ersten einfachsten Werkzeugen immer größer und umfangreicher wird.

Perquestavolta,

... Du sprichst hier vom "Dasein", nicht vom "Sein" selbst.

Und du redest (wiedermal) unlogischen Blödsinn Reklov. Was für dich Dasein und Sein unterscheidet, erschließt sich mir nicht. Wenn man nicht da-sein tut, dann erübrigt sich auch jegliches Sein.


Zitat von Reklov im Beitrag #93

Im "Dasein" sind wir und all die uns umgebenden Materie-Teilchen.
Ich habe aber vom Sein selbst geredet und nicht von dem was IST.

Zitat von Reklov im Beitrag #93

Alle Gegenstände haben ein bestimmtes temporäres "Dasein" und treten so auch an uns heran.
Auch das ist leeres Gefasel, Reklov. Gegenstände treten nirgendwo hin.

Zitat von Reklov im Beitrag #93

Dieses "Dasein" steht in Bezug auf anderes, von dem es unterschieden ist und auf uns, dem es als gedacht gegenüber steht!
Was du denkst und dir nur als gedacht gegenübersteht, hat nichts mit UNS und WIR zu tun. Es ist nur dein Gedachtes!



Zitat von Reklov im Beitrag #93

Es ist aber nicht alles, und es steht, sei es auch noch so groß, in einem umfassenderen "Sein", es ist also nicht das Ganze! Das Sein selber ist nicht als Gegenstand aufzeigbar.
Wie sollte für jemand anderem aufzeigbar sein, was du in dich selbst hinein fantasierst?


Zitat von Reklov im Beitrag #93

Das Sein zu denken, z.B. als Materie, als Energie, als Geist, als Leben usw.
Du kannst dir ja denken und zusammenfantasieren was du magst Reklov...

Zitat von Reklov im Beitrag #93
- alle denkbaren Kategorien sind versucht worden -, zeigt uns am Ende stets, dass wir eine Weise bestimmten Seins, die im Ganzen des Seins vorkommt, schon zum Sein selbst verabsolutiert haben.[quote] Von welchem Ende redest du? Deinem?


[quote="Reklov"|p3202878]
Der Gedanke des Ursprungs mag für viele nicht entscheidend im Vordergrund stehen, ist aber dennoch das eigentliche Gedankenziel, auf welches sich alles hinstreckt, denn gesammeltes Wissen allein, bleibt sonst "totes" Wissen.
Warum redest du dauernd diesen Schwachsinn, der nur dein eigenen Wirklichkeit betrifft? Es gibt kein gesammeltes Wissen jenseits dessen, was du dir selbst nach deinen eigenen Vorlieben gesammelt hast. Wie oft muss man es dir noch erklären, dass es in den Naturwissenschaften nicht um Wissen allein geht! Wissen ist Erfahrung. Der Erkenntnishorizont der Naturwissenschaften ist ein Puzzlespiel an dem Milliarden Menschen beteiligt sind. Es sind Menschen mit Gefühlen, Emotionen, Begeisterung.. und sie haben neben ihrem Interesse dafür, wie die Welt wirklich funktioniert (= Verstehen) meist noch viele andere Interessen und kleine und große Leidenschaften.

Du bist ein egozentrisches Schwarzweiß-Hirn Reklov.. Naturwissenschaftler können sich außerdem auch irren.. ihre eigenen Erfahrungen falsch interpretieren und noch mehr die Erfahrungen anderer Naturwissenschaftler. Deswegen besteht wirkliches Wissen aus hauptsächlich den Erfahrungen, wie es nicht funktioniert und nicht IST (Falsifikation). Dieses Wissen ist lebendig, im Gegensatz zum Glauben/ Nichtwissen von einem übernatürlichen Ur-Grund, von dem man überhaupt nichts weis, und den man nur in sich hinein fantasiert.



Zitat von Reklov im Beitrag #93

Dass alle Religionen mit ihrer "Weltdeutung" u.U. total schief liegen können, hatte ich hier ja schon öfter vermerkt.



Genauso, wie auch DU mit deiner "Ur-Grund-Religion komplett daneben liegen kannst. Ein Gott ist nämlich ohne Eigenschaften gar nicht denkbar. Und das aber heißt anders herum auch, dass man alles was man in seiner Fantasie mit göttlichen Eigenschaften ausstattet, zum einem Gott vergöttern kann. Aber auch nur dann wenn man IST und also sein-tut. Denn wenn man nicht sein-tut, dann erübrigt sich auch das ganze Universum und jeder wahrscheinliche oder unwahrscheinliche Gott.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Reklov Offline




Beiträge: 4.838

02.10.2016 17:58
#96 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Perquestavolta: Was für dich Dasein und Sein unterscheidet, erschließt sich mir nicht. Wenn man nicht da-sein tut, dann erübrigt sich auch jegliches Sein.

Reklov: Also so schwer kann das nun auch nicht sein mit Deinem "erschließen"???

Einfaches Beispiel: Als z.B. unser Sonnensystem noch gar nicht "da" war, waren andere Sonnensysteme in Aktion. Als unsere Sonne mit ihren Planeten in Aktion, also ins "Dasein" trat, erloschen wiederum andere. Das Sein bleibt davon unberührt. Vor hundert Jahren war Perquestavolta noch nicht im "Dasein" und in hundert Jahren wird er auch nicht mehr im Dasein agieren. Das reine Sein bleibt von den Aktionen der Materie unberührt. Also, nur weil Perquestavolta (und auch ich) in hundert Jahren sicher nicht mehr "da sein" werden, sind die Aktionen und Reaktionen im Sein deswegen noch nicht ausgelöscht.

Dass due Möglichkeit besteht, Denken ohne Erkennen zu vollziehen, verschärft die Fragen nach der Beziehung von Denken und Sein. Dazu tauchen folgende Fragen auf:
Gibt es unabhängig vom Gedachtwerden ein Sein?

Gibt es unabhängig von jedem Sein ein bloßes Denken?

Lässt sich trennen das Denken vom Gedachten, das Erkennen von der Wirklichkeit?

Was wäre ein Sein, ohne gedacht zu werden, ohne je gedacht werden zu können? - ein Sein, das niemand weiß und niemand wissen kann und das sich selbst nicht weiß?

Was wäre ein Denken, das auf kein Sein trifft?

Was wäre eine Wirklichkeit, die nie erkannt werden könnte?

Wird das Sein im Gedachtwerden, die Wirklichkeit im Erkanntwerden verändert?

Sind Denken und Sein, Erkennen und Wirklichkeit derart trennbar, dass das Eine ohne das Andere dasselbe bleibe?

Ist Denken selbst ein Sein?

Ist das Denken, statt trennbar zu sein, dem Sein vielmehr derart innewohnend, dass das Denken selbst ein Sein, Erkennen ein Wirken, die Wirklichkeit erst im Denken ganz Wirklichkeit ist?

Hier breche ich bewusst (zunächst!) ab, denn die ersten Fragen sollten ausreichen, um wenigstens ein Gespür für den Begriff "Sein" zu entwickeln.

(Meine Zitat-Funktion wollte nicht mehr funktionieren!? Deswegen diese Art der Darstellung. - Kann mir jemand hierzu einen Rat geben?)

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.225

02.10.2016 18:30
#97 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #96
Perquestavolta: Was für dich Dasein und Sein unterscheidet, erschließt sich mir nicht. Wenn man nicht da-sein tut, dann erübrigt sich auch jegliches Sein.

Reklov: Also so schwer kann das nun auch nicht sein mit Deinem "erschließen"???
Wir reden vom Sein, Reklov! Alle die, die nicht sind, sind nicht. Für alle die nicht sind, gibt es kein Sein, keine Gedanken darüber, keine Informationen... Nichtsein ist das Nichts.
Zitat von Reklov im Beitrag #96

Einfaches Beispiel: Als z.B. unser Sonnensystem noch gar nicht "da" war, waren andere Sonnensysteme in Aktion.
Das ist auch jetzt so. Neben unserem Sonnensystem sind allein in unserer Milchstraße noch mindestens 100 Milliarden andere Sonnensystem in Aktion. Aber keine die nicht sind.

Zitat von Reklov im Beitrag #96
Als unsere Sonne mit ihren Planeten in Aktion, also ins "Dasein" trat, erloschen wiederum andere.
Ach das ist ein allgegenwärtiger
Wandel allein in unserer Milchstraße. Aber SEIN bedeutet nun mal Einmaligkeit. Jedes Sein hat nur seine eigene einmalige "Biografie". Selbstverständlich kann es daneben noch viele sehr ähnliche "Parallelbiografien" bei anderen Sein geben. Trotzdem ist das SEIN ein einmaliges "Da-Sein". Du wärst nicht DU und du wärst kein SEIN und hättest auch kein DA-SEIN, wenn eine anderes Spermium nicht genau diese eine Eizelle deiner Mutter befruchtet hätte.

Zitat von Reklov im Beitrag #96

Das Sein bleibt davon unberührt.
Das ist Quatsch! Was nicht ist, ist nicht und damit basta. Ende des Ereignishorizontes.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Reklov Offline




Beiträge: 4.838

02.10.2016 19:00
#98 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Perquestavolta: Das ist Quatsch! Was nicht ist, ist nicht und damit basta. Ende des Ereignishorizontes.

Reklov: Hey, Du reagierst ja genauso ungehalten, wie ein verärgerter Pfarrer, dem ich die Mängel am christl. Dogma zu erklären versuchte.

Macht aber nichts. Würdest Du mir z.B. einen komplizierten Konstruktionsplan (oder einen Schaltplan) von einem medizintechnischen Gerät zeigen und ihn mir auf die Schnelle nahe bringen wollen, wäre ich genauso überfordert, obwohl dieser ja als reales Objekt vor mir läge. - Richtig "verstehen" könnte ich ihn nur, würde ich Deine Ausbildung auf diesem Gebiet erst mal Schritt für Schritt nachvollziehen. Das aber würde viel Zeit kosten.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.838

02.10.2016 19:19
#99 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Perquestavolta: Auch das ist leeres Gefasel, Reklov. Gegenstände treten nirgendwo hin.

Reklov: Die Subjekt/Objekt-Spaltung ist Dir ja sicher bekannt?

Die Objekte werden von jedem Menschen individuell und dementsprechend anders gesehen und empfunden, indem sie uns auf ihre Weise "gegenüber treten". Ein Gehirnforscher bestätigte dies unlängst im TV.

>> "Bewusstsein überhaupt" und "Gegenstand überhaupt" sind keine Wirklichkeiten, sondern Grenzen! - Sie zu denken, bedeutet einen Sinn, der in allem Erkennen gegenwärtig ist, gesondert zu denken.
Indem das Denken sich nicht nur im Gegenständlichen vollzieht, sondern sich selbst darin seiend weiß, ist ihm das Sein seiner selbst und das Sein des Gedachten unergründlich verschlungen. Das darf nicht vordergründig aufgefasst und banalisiert werden. Es handelt sich nicht etwa um die Bezogenheit zweier gegenständlicher Seinsgebiete, etwa meines empirischen Daseins als eines denkenden Wesens und des empirischen Daseins der Dinge in der Welt. - Auf eine umgreifende Weise ist alles Sein so mit dem Denkenden und dem Gedachten verknüpft, dass die Frage, was Sein sei, unlösbar bleibt von der, was Gedachtsein und Denken sei. <<
(Karl Jaspers)

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.225

02.10.2016 19:55
#100 RE: Jenseits von Gut und Böse antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #99
Perquestavolta: Auch das ist leeres Gefasel, Reklov. Gegenstände treten nirgendwo hin.

Reklov: Die Subjekt/Objekt-Spaltung ist Dir ja sicher bekannt?[/quot] Warum? Bist du eine gespalten Persönlichkeit?

Wie oft habe ich dir schon erklärt, dass die Wirklichkeit seinsbedingt ist. Jede Lebensform (existierende SEIN) ist und hat ihre eigen Wirklichkeit, die es nicht gibt, wenn die Lebensform, das existierende Sein nicht ist. Die Realität existiert auch unabhängig davon und in dieser treten Gegenstände nirgendwohin.


[quote="Reklov"|p3202899]
Die Objekte werden von jedem Menschen individuell und dementsprechend anders gesehen...Nein Reklov.. Das ist falsch. Aber du meinst mit gesehen: sie werden anderes bewertet.
[quote="Reklov"|p3202899]
und empfunden.. nicht unbedingt, Reklov. Man kann die Eigenschaft eines Dinges durchaus gleich empfinden, wie jemand anderer auch. Zudem gibt es immer auch viele Koinzidenzen beim Geschmack...

[quote="Reklov"|p3202899]
indem sie uns auf ihre Weise "gegenüber treten". Ein Gehirnforscher bestätigte dies unlängst im TV.
Dein Interpretationen von TV-und anderen Wuellen-Informationen kennen wir. Da werden schon mal aus einem einzigen Wissenschaftler der von der Entwicklung der Atombombe ausgestiegen ist, VIELE.. usw. usf.

und all das andere ist auch blabla...

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
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