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Dieses Thema hat 12 Antworten
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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

06.10.2016 19:48
Zeugen Jehovas und die Juden Antworten

Zeugen Jehovas sind bei Juden nicht besonders beliebt, was besonders an der Missionierungswut der ZJ liegt und auch an deren Einbildung, die die einzig wahre Religion zu sein und also berechtigterweise andere Glaubensvorstellungen und Weltanschauungen rücksichtslos übergehen zu dürfen.

Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht. Hier ein diskussionswürdiger Artikel über Zeugen Jehovas und Juden: http://www.onlinezeitung24.de/article/1987

Hervorzuheben ist der Kommentar des Autors: "Zeugen Jehovas" drehen sich nicht nur die Geschichte wie es ihnen danach ist, sonder sie bilden sich auch wirklich ein, direkt von Gott inspiriert zu sein, wenn sie Tatsachen und Relationen so darstellen, wie eigentlich gar nicht sind.

Reklov Offline




Beiträge: 5.378

07.10.2016 14:38
#2 RE: Zeugen Jehovas und die Juden Antworten

Zitat
Zeugen Jehovas sind bei Juden nicht besonders beliebt, was besonders an der Missionierungswut der ZJ liegt und auch an deren Einbildung, die die einzig wahre Religion zu sein und also berechtigterweise andere Glaubensvorstellungen und Weltanschauungen rücksichtslos übergehen zu dürfen.

Perquestavolta,

... das kann ich mir gut vorstellen, zumal bekannt ist, dass das Judentum eben nicht missioniert - sondern lieber unter sich bleiben will.
Allerdings haben auch die Juden den Makel, zu glauben, sie allein seien das "auserwählte Volk Gottes"!

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 2.938

09.10.2016 15:33
#3 RE: Zeugen Jehovas und die Juden Antworten

@Reklov

Zitat
Allerdings haben auch die Juden den Makel, zu glauben, sie allein seien das "auserwählte Volk Gottes"!


Von der früheren DDR-Führung wurde das von der damaligen Bundesrepublik wahrgenommene Recht, für alle Deutschen zu sprechen, als "Alleinvertretungsanmaßung" bezeichnet. Insofern sehe ich Parallelen.
Wenn man nun aber sämtliche Religionen der Welt (und die Befürworter eines "göttlichen Ur-Grundes...) noch zu ZJ und Juden hinzurechnet, die von sich behaupten, einzig und allein im Besitz der Wahrheit zu sein, erhöht sich die Zahl derer, die sich dann logischerweise "auf dem Holzweg" befinden müssen, drastisch. Ein Argument mehr für uns Atheisten...

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

09.10.2016 16:13
#4 RE: Zeugen Jehovas und die Juden Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #2

Zitat
Zeugen Jehovas sind bei Juden nicht besonders beliebt, was besonders an der Missionierungswut der ZJ liegt und auch an deren Einbildung, die die einzig wahre Religion zu sein und also berechtigterweise andere Glaubensvorstellungen und Weltanschauungen rücksichtslos übergehen zu dürfen.
Perquestavolta,

... das kann ich mir gut vorstellen, zumal bekannt ist, dass das Judentum eben nicht missioniert - sondern lieber unter sich bleiben will.
Allerdings haben auch die Juden den Makel, zu glauben, sie allein seien das "auserwählte Volk Gottes"!


Die Juden missionieren nicht.. sie erfinden ihren Gottglauben nicht ständig neu, sie sind nicht daran interessiert, dass die ganze Welt ein jüdischer Gottesstaat wird. Der Makel den die Juden haben, ist der einer Mafia. Aber zum Glück sind die meisten Juden recht liebenswerte Mafiosi.

Reklov Offline




Beiträge: 5.378

09.10.2016 21:24
#5 RE: Zeugen Jehovas und die Juden Antworten

Zitat
Wenn man nun aber sämtliche Religionen der Welt (und die Befürworter eines "göttlichen Ur-Grundes...) noch zu ZJ und Juden hinzurechnet, die von sich behaupten, einzig und allein im Besitz der Wahrheit zu sein, erhöht sich die Zahl derer, die sich dann logischerweise "auf dem Holzweg" befinden müssen, drastisch. Ein Argument mehr für uns Atheisten...

Athon,

... das gründliche Untersuchen und Abwägen der jeweiligen Argumente und Gedankenmuster ist im Grunde philosophischer Natur, denn "Beweise" für die Richtigkeit der jeweiligen Annahmen können beide "Lager" nicht auf den Tisch legen. Wie sollte das einem beschränkten Menschengehirn auch möglich sein?!?!?
Beide Seiten können gewichtige Gründe für Ihre Ansichten angeben. Wer die entsprechende Literatur (sie füllt ganze Bücherregale!) zu diesem Streitthema kennt, weiß dies.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.378

09.10.2016 21:39
#6 RE: Zeugen Jehovas und die Juden Antworten

Zitat
Die Juden missionieren nicht.. sie erfinden ihren Gottglauben nicht ständig neu, sie sind nicht daran interessiert, dass die ganze Welt ein jüdischer Gottesstaat wird.

Perquestavolta,

... das ist mir bestens bekannt, denn mein Urgroßvater war Jude. - Sein Sohn (mein Großvater) heiratete damals jedoch eine echte deutsche "Arierin", konvertierte auch zur ev. Kirche! Mein Vater, ein sog. "Mischling" war den Nazis jedoch bereits "gut genug", um im 2. Weltkrieg als Pilot Versorgungsflüge für die Truppen von Kreta nach Nordafrika zu riskieren. Er starb wenige Jahre nach Kriegsende an den Folgen vieler winziger Granatsplitter in seinem Körper, welche man zu spät entdeckte und die mit den damaligen techn. Mitteln nicht mehr entfernt werden konnten.

Zitat
Der Makel den die Juden haben, ist der einer Mafia. Aber zum Glück sind die meisten Juden recht liebenswerte Mafiosi.

Kann ich so nicht beurteilen, denn ich kenne weder die Abgründe innerhalb der verbrecherischen Maffia-Organisationen, noch habe ich Kontakt zu Juden.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 2.938

10.10.2016 10:07
#7 RE: Zeugen Jehovas und die Juden Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #5
... das gründliche Untersuchen und Abwägen der jeweiligen Argumente und Gedankenmuster ist im Grunde philosophischer Natur, denn "Beweise" für die Richtigkeit der jeweiligen Annahmen können beide "Lager" nicht auf den Tisch legen. Wie sollte das einem beschränkten Menschengehirn auch möglich sein?!?!?


Ich versuchte darzulegen, dass von beispielsweise 1000 Ansichten Gläubiger über "Gott" - ganz unphilosophisch betrachtet - maximal eine einzige die zutreffende sein kann. 999 dieser Überzeugungen entsprächen somit nicht den tatsächlichen Gegebenheiten. Daraus allein sollten sich schon erhebliche Zweifel am behaupteten Wirken eines "Gottes" ergeben, ohne dass dies aus meiner Sicht abgewägt oder gar bewiesen werden müsste. Dies sagt mir mein beschränktes Menschengehirn...

Gäbe es nur eine einzige Anschauung von Gläubigen über "Gott", wäre das Verhältnis zwischen dessen Existenz oder Nichtexistenz - rein mathematisch betrachtet - fifty/fifty. Und die Argumentationslage würde sich drastisch zu Ungunsten der Atheisten verschieben...

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Reklov Offline




Beiträge: 5.378

11.10.2016 09:09
#8 RE: Zeugen Jehovas und die Juden Antworten

Zitat
Daraus allein sollten sich schon erhebliche Zweifel am behaupteten Wirken eines "Gottes" ergeben, ohne dass dies aus meiner Sicht abgewägt oder gar bewiesen werden müsste. Dies sagt mir mein beschränktes Menschengehirn...

Gäbe es nur eine einzige Anschauung von Gläubigen über "Gott", wäre das Verhältnis zwischen dessen Existenz oder Nichtexistenz - rein mathematisch betrachtet - fifty/fifty. Und die Argumentationslage würde sich drastisch zu Ungunsten der Atheisten verschieben...

Athon,

... von Gläubigen eine Anschauung über ein "Wesen" zu verlangen/erwarten, >über das Höheres hinaus nichts gedacht werden kann<, ist mit unserer Sprache nicht zu erreichen, denn wir arbeiten nur mit Begriffen, welche wir "ergreifen", damit auch "begreifen" können!
Mit dem Wort "Computer" hätte z.B. noch vor 200 Jahren kein Mensch irgend etwas anfangen können, selbst wenn man ihm einen diesbezüglichen Konstruktionsplan (aus der Zukunft) vorgelegt hätte. Ein socher Plan wäre vollkommen verständnislos angestarrt worden und auch sprachliche Erklärungen hätten nur nebulöse Vorstellungen erzeugen können.

Deine logischen Bemühungen hinsichtlich der Argumetationslage sind also schon im Ansatz unzureichend. Aber - Nachdenken lohnt sich immer auf diese oder jene Weise - auch mit einem beschränkten Menschengehirn.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 2.938

12.10.2016 09:56
#9 RE: Zeugen Jehovas und die Juden Antworten

@Reklov

Zitat
... von Gläubigen eine Anschauung über ein "Wesen" zu verlangen/erwarten, >über das Höheres hinaus nichts gedacht werden kann<, ist mit unserer Sprache nicht zu erreichen, denn wir arbeiten nur mit Begriffen, welche wir "ergreifen", damit auch "begreifen" können!


Aber, Reklov, mit "Anschauung" meine ich doch nicht, dass Gläubige zutreffend definieren könnten, wer oder was (ihr jew.) "Gott" ist oder nicht ist. Eine solche differenzierte Beschreibung wäre auch nicht zwingend, wenn alle Gläubigen nur an den einen "Gott" glaubten, meinetwegen an den "Gott" der Bibel, so wie ihn beispielsweise die Zeugen Jehovas sehen.

Und wenn Deiner Ansicht nach die menschliche Sprache als unser hauptsächliches Kommunikationsmittel nicht ausreicht, warum gibt der Mensch dann nicht einfach auf, "Gott" begreifen zu wollen...?

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Reklov Offline




Beiträge: 5.378

12.10.2016 18:33
#10 RE: Zeugen Jehovas und die Juden Antworten

Zitat
Und wenn Deiner Ansicht nach die menschliche Sprache als unser hauptsächliches Kommunikationsmittel nicht ausreicht, warum gibt der Mensch dann nicht einfach auf, "Gott" begreifen zu wollen...?

Athon,

... diejenigen Religionen, welche bisher mitsamt ihren Traditionen "überleben" konnten, machen ja auch nicht den Versuch, "Gott" zu begreifen. Sie predigen lediglich ihre jeweilige Botschaft. Damit ist aber keinesfalls auch nur ein Schritt gemacht, welcher uns gar näher ans "Begreifen" heran führen würde. Eine Gegenposition kann deshalb von Atheisten auch nur gegen die bekannten religiösen Lehrmeinungen eingenommen werden, aber (und das ist wichtig!), niemals gegen einen Gedanken über ein Wesen über das Höheres hinaus nichts gedacht werden kann. - Die berechtigte Gotteskritik der Atheisten kann sich also lediglich gegen die relig. Traditionen (z.B. gegen die 3 monotheistischen Religionen) richten, niemals aber sich aufschwingen und ein "Höchstes Wesen" anzweifeln oder gar in Abrede stellen. Dazu fehlen ebenfalls die gleichen Beweise, wie sie auch den religiösen Menschen nicht möglich sind!

Stellt sich einer nun auf den Standpunkt, es gäbe dieses "Wesen" nicht, landet er, mangels anderer "Bilder" natürlich schnell wider beim Menschen und dieser ist, wenigstens auf unserem Planeten, zur Zeit das unangefochtene "Höchste Wesen", welches greifbar ist. Die Problematik dieses Geschöpfes ist aber, dass es sich nicht recht definieren kann, da sowohl seine Herkunft wie auch seine Zukunft von ihm nicht eingesehen werden kann. Auch das Wissen, dass wir uns aus einer Ur-Bakterie im Wasser entwickelt haben sollen, führt uns zwar eine lange und beachtliche Evolutionskette vor Augen, kann aber die eigentlich entscheidende Fragen, WAS IST DER MENSCH?, WAS SOLL MAN UNTER "GOTT" VERSTEHEN?, nicht in vollem Umfang beantworten!

Dass unsere Sprache dafür nicht ausreicht, beweisen z.B. die Abhandlungen vieler heller Köpfe aus den Bereichen der Geistes- und Naturwissenschaften! Wir alle sind also auf Modifikationen der unterschiedlichsten Deutungen angewiesen, wenn es zum "großen Thema" kommt.

Glaubt einer, er könne diese Fragen lösen, dann darf er ja mal gerne die user dieses Forums mit seiner Deutung überraschen.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

13.10.2016 19:09
#11 RE: Zeugen Jehovas und die Juden Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #8


... von Gläubigen eine Anschauung über ein "Wesen" zu verlangen/erwarten, >über das Höheres hinaus nichts gedacht werden kann<, ist mit unserer Sprache nicht zu erreichen, denn wir arbeiten nur mit Begriffen, welche wir "ergreifen", damit auch "begreifen" können!
Verstehst du den Stuss den du da faselst eigentlich selber noch?



Zitat von Reklov im Beitrag #8

Mit dem Wort "Computer" hätte z.B. noch vor 200 Jahren kein Mensch irgend etwas anfangen können, selbst wenn man ihm einen diesbezüglichen Konstruktionsplan (aus der Zukunft) vorgelegt hätte.
Die Idee für den Computer gab es schon vor zweihundert Jahren. https://de.wikipedia.org/wiki/Computer [i]Charles Babbage und Ada Lovelace gelten durch die von Babbage 1837 entworfene Rechenmaschine Analytical Engine als Vordenker des modernen universell programmierbaren Computers,[/i
Die Maschinensprache, das Binärzahlensystem, gibt es übrigens schon länger. Auch die sogenannte Boolesche Algebra, die grundlage der Verknüpfungs-Logik ist schon seit Anfang neunzehntes Jh. Standard jedweder Programmiersprache. Die Steuerung der ersten industriellen Webstühle, arbeitete auf de selben und gleichen Grundlage wie jeder heutige modern Computer.

Also schwelg nicht wieder in maßlosen Übertreibungen.

Abgesehen davon gibt es den Begriff "Gott" und seine übernatürliche Bedeutungshoheit schon viele tausend Jahre. So, wie aber vor 200 Jahren die Eigenschaften eines Computers nicht vorstellbar waren, so ist andersherum auch ein Gott ohne Eigenschaften nicht denkbar. Tatsächlich aber ist alle Vorstellung über die Eigenschaften von Götter nur Einbildung und Wunschdenken, das über keinen Glauben und keine Idealisierung des eigenen Egos hinausreicht.

Reklov Offline




Beiträge: 5.378

14.10.2016 14:52
#12 RE: Zeugen Jehovas und die Juden Antworten

Zitat
Die Steuerung der ersten industriellen Webstühle, arbeitete auf de selben und gleichen Grundlage wie jeder heutige modern Computer.

Also schwelg nicht wieder in maßlosen Übertreibungen.

Perquestavolta,

die ersten funktiontüchtigen Computer wurden aber später gebaut! Eigentlich wollte ich ausdrücken:

z.B. wäre Leonardo da Vinci, der ja die ersten, mir bekannten Ansätze zu Flugapparaten zeichnete, vermutlich mit den Konstruktionsplänen zu heutigen Jets überfordert gewesen.

Zitat
Abgesehen davon gibt es den Begriff "Gott" und seine übernatürliche Bedeutungshoheit schon viele tausend Jahre. So, wie aber vor 200 Jahren die Eigenschaften eines Computers nicht vorstellbar waren, so ist andersherum auch ein Gott ohne Eigenschaften nicht denkbar. Tatsächlich aber ist alle Vorstellung über die Eigenschaften von Götter nur Einbildung und Wunschdenken, das über keinen Glauben und keine Idealisierung des eigenen Egos hinausreicht.

Frage: Wie sollte ein Mensch dabei gedanklich auch über sein Leistungsvermögen hinaus wachsen können?

Die Eigenschaften eines gedachten "Gottes" zeigen sich uns höchstens "indirekt" - z.B. in der Schöpfung, - ungeachtet der Meinung, dass diese sich von alleine, aus dem NICHTS, ins Dasein katapultiert haben könnte. Solch eine vermutende Ansicht enthält genau so viele Fragwürdigkeiten, wie eine althergebrachte Glaubenstradition!
Da brauchen wir uns nichts schön zu reden.

Gruß von Reklov!

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

14.10.2016 20:52
#13 RE: Zeugen Jehovas und die Juden Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #12

Zitat
Die Steuerung der ersten industriellen Webstühle, arbeitete auf de selben und gleichen Grundlage wie jeder heutige modern Computer.

Also schwelg nicht wieder in maßlosen Übertreibungen.
Perquestavolta,

die ersten funktiontüchtigen Computer wurden aber später gebaut! Eigentlich wollte ich ausdrücken:

Käse Reklov, es geht hier nicht um Computer.
Du hast behauptet, dass wenn vor Zweihundert Jahren jemand von einem Computer geredet hätte, hätte sich niemand etwas darunter vorstellen können. Tatsache ist aber, dass, der Begriff Computer aus dem Englischen stammt und man sich damals unter einem "Computer" sicher alles Mögliche vorgestellt hätte. Vor 50 Jahren noch stellt sich der Alltagsmensch von der Straße eine allwissende Wundermaschine darunter vor. Ich selbst kann mich noch gut an solche Computerwitze in Illustrierten erinnern.

Zitat von Reklov im Beitrag #12

z.B. wäre Leonardo da Vinci, der ja die ersten, mir bekannten Ansätze zu Flugapparaten zeichnete, vermutlich mit den Konstruktionsplänen zu heutigen Jets überfordert gewesen.
Ein sinnloser und blödsinniger Vergleich. Lenardo glaubte an die Möglichkeit, Flugmaschinen zu bauen. Sicher hätte er zu seiner Zeit mit dem Begriff Jet nichts konkretes anfangen können. Aber im Italienischen und somit seiner Muttersprache, hätte er sicher was unter dem Begriff "una macchina volante molto molto veloce" (eine sehr sehr schnelle Flugmaschine) verstanden. Das ist das Selbe was wir heute unter einem "Jet" verstehen.
Zitat von Reklov im Beitrag #12

Zitat
Abgesehen davon gibt es den Begriff "Gott" und seine übernatürliche Bedeutungshoheit schon viele tausend Jahre. So, wie aber vor 200 Jahren die Eigenschaften eines Computers nicht vorstellbar waren, so ist andersherum auch ein Gott ohne Eigenschaften nicht denkbar. Tatsächlich aber ist alle Vorstellung über die Eigenschaften von Götter nur Einbildung und Wunschdenken, das über keinen Glauben und keine Idealisierung des eigenen Egos hinausreicht.
Frage: Wie sollte ein Mensch dabei gedanklich auch über sein Leistungsvermögen hinaus wachsen können?



Gibt es Gott? Gibt es irgendwelche konkreten Hinweise auf einen ganz bestimmten Gott? Wenn es solche gibt, wie sehen diese konkreten Hinweise aus?
Gläubige, die sich ihren Gott allwissend und allmächtig vorstellen, können nicht erklären, warum es in unserer Welt so viel Leid gibt, das überhaupt nichts mit uns Menschen selbst zu tun hat. Auch Tiere werden von Parasiten, Krankheitserregern, Witterungsanomalien und anderen Naturkatastrophen heimgesucht. Millionen Kinder kommen unter extrem widrigen und chancenlosen Lebensaussichten zu Welt.

Warum sind wir Menschen anatomisch ziemlich den Tieren gleich?.. Wir müssen gleich pinkeln und kacken wie diese. Unsere Fortpflanzungsorgane unterscheiden sich überhaupt nicht von anderen Säugetieren, auch das Gebären nicht..... und der ganze Paarungsakt.. Wir sind anfällig gegen heimtückische Krankheitserreger, wie Tollwut, Tetanus und andere extrem gefährliche Keime und Mikroben. Überall lauern tödliche Gefahren..Im Wasser in der Erde und sogar in der Luft.

Die Menschen waren seit jeher all diesen Widrigkeiten ausgesetzt. Erst die Naturwissenschaften haben unser Leben relativ sorglos und sicher gemacht. Dass die Menschen sich im vor-wissenschaftlichen Zeitalter, Herrscher (Götter) über das unberechenbare Schicksal ausdachten und die man zu beeinflussen können meinte, kommt also nicht von ungefähr.. Dass sich aus diesen Vorstellungen von den vermeintlichen und erhofften Herrschern über das Schicksal im Laufe unserer Entwicklungsgeschichte immer komplexere Gottesmodelle mit allem Drumherum und endlosen neuen Lagerfeuergeschichten heraus kristallisierten, kann man gut nachvollziehen und auch an Hand der vielen unterschiedlichen Entwicklungslinien der Göttermodelle rund um den Erdball, aus allen dem auch herauslesen, dass es nur so gewesen sein kann und wohl gewesen sein muss. Der Gottesplacebo ist in seiner Wirksamkeit ja wissenschaftlich nachgewiesen.

Mit dem Gottglauben unserer Tage, hat das ganze aber kaum noch etwas zu tun. Vielleicht gerade noch in abgelegen Bergdörfern und abseits der Zivilisation auf alten Bauernhöfen. Auch für Menschen welche psychische oder gravierende physische Problem haben, mag der Gottglaube noch jene Bedeutung haben, die er einstmals hatte.

Nur aber für die Zivilisationsschmarotzer und opportunistischen Realitätsignoranten, welche zwar alle Vorzüge unserer von den Naturwissenschaften geschaffen "Zivilisations-Ordnung" und mit deren existenziellen Sicherheit profitieren, muss oder brauch man in Sachen Gottesfrage kein Mitleid gelten lassen..


Und dann, gibt es noch die, die zufällig einen schweren Unfall Überlebt haben und darin einen Beweis für die Existenz Gottes erkennen.. Dass aber Millionen andere nicht das Glück und nicht selten auch nur unglaubliches "Pech" hatten, ignorieren sie einfach.

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