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Dieses Thema hat 57 Antworten
und wurde 1.959 mal aufgerufen
 Judentum
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Reklov Offline




Beiträge: 2.982

08.03.2017 11:21
#51 RE: Ist dies ein Gebot an die Kinder Israels solange die Erde steht ? antworten

Zitat
Der "Allmächtige" hat nach meinem Vernunft und Erkenntnis nach wie vor keinen Sohn bzw. Tochter. Adam, der Erste seiner Art war kein Sohn Gottes, Mohammed der letzte Prophet Gottes ist ebenso wenig ein Sohn Gottes. Alle die dazwischen auserwählt und entsandt worden waren, sind keine Kinder Gottes.

DieGeheimnisse,

... die Frage, welche sich nun hierzu und zu allen anderen "Glaubensvermutungen" erhebt ist, wie weit denn Deine Vernunft und Erkenntnis überhaupt ausreicht, um die Sprachakrobatik religiöser Dogmen-Autoren ordentlich zu sezieren!??

Der Koran, die Bibel und andere religiöse Schriften sollten stets auf 3 Arten gelesen werden: historisch, psychologisch und philosophisch.

Am Aufbau Deiner Sprache kann man unschwer erkennen, dass Du die Texte des Korans und der Bibel "buchstabengetreu" auslegst, ohne die nötige Sprachkritik anzusetzen. Dieser Mangel könnte aber auch damit zusammenhängen, dass Du gar nicht weißt, wie man so etwas (z.B. mit Logik) bewerkstelligt, es evtl. auch gar nicht willst/wagst, weil die "Hüter" Deiner Religion Dein Denken schon seit Deiner Kindheit mit unsichtbaren Seilen "gefesselt" haben.
Dieses Problem ist aber nicht nur im Islam weit verbreitet. - Merke: Wer immer nur eine Zeitung liest, bekommt auch stets nur die Meinung der dort angestellten Redakteure zu hören!

Gruß von Reklov

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

08.03.2017 12:00
#52 RE: Ist dies ein Gebot an die Kinder Israels solange die Erde steht ? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #50
[quote]Dem im jüd. Volksglauben eigeflochtenen Dybbuk sollte man nun aber auch nicht alle Verfehlungen der Menschen auf die Schultern laden wollen.

Um Himmels Willen nein! Ganz im Gegenteil, mir sind sie sehr sympathisch, die Wanderseelen. Das Grauen mit ihren Augen sehen können... dieses Grauen, das jeder vernunftbegabte Mensch teuflisch nennt, ohne deshalb an diesen glauben zu müssen. Die Moderne tut sich sehr schwer mit einer Personifizierung des Bösen, dabei hätte sie doch genügend Beispiele zu Verfügung, grade im letzten Jahrhundert. Sehen aus wie "ganz normale" Menschen. Schwere Psychosen können wirklich derlei entsetzliche Erscheinungsformen haben, um hier faule Ausrede von Wahnhaftigkeit unterscheiden zu können, ist vor Gericht die Psychiatrie gefragt, die Forensik ist auch eine Art von Gefängnis. Bei den Nazis kann man nicht davon reden, in den oberen Etagen gab es hochintelligente und gebildete Leute, Schreibtischtäter und Befehlsempfänger hatten einen tadellosen Leumund. Erdogan ist grade dabei, ein Regime dieser Ausprägung zu errichten. Die Banalität des Bösen eben, der Mephisto ist dagegen geradezu spektakulär, fast schon faszinierend. Das ist die eigentliche Mär, die dem Bösen allzu gerne angedichtet wird: Sein angebliches Faszinosum. Sind Menschenhändler und Schleuser faszinierend? Sogar die Nazis sind nicht über abartige Massensuggestion hinausgekommen, wozu sie eines gigantischen Propagandaapparats bedurften.

Man sieht den Leuten ihre Bösartigkeit nur in den seltensten Fällen an.

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

09.03.2017 09:51
#53 RE: Ist dies ein Gebot an die Kinder Israels solange die Erde steht ? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #51
Der Koran, die Bibel und andere religiöse Schriften sollten stets auf 3 Arten gelesen werden: historisch, psychologisch und philosophisch.

Sie können auch analytisch gelesen werden und durchaus spirituell. Also gläubig. Und gerade unter aus diesem Blickwinkel relativiert werden und als Prozess verstanden, als Dokument verschiedener Entwicklungen und fortschreitender Bewusstseinsstufen, auch bezüglich monotheistischer Reflexion. Das AT belegt diese Veränderungen, Kriegshäuptling David etwa darf den Tempel nicht errichten, weil er "Blut an den Händen" hat. Spätere Bücher wie etwa Daniel haben sich Welten vom archaisch kriegerischen Rachegott der Genesis entfernt, die Brücke zum NT könnte mühelos geschlagen werden, weil sie stimmig ist und folgerichtig.

Es geht einfach darum, zu sieben. Was überholt sich ganz von selbst und wird aufgehoben durch Neues, und was hat bleibenden Wert und zeitlose Gültigkeit. Nicht nur der antike Mensch neigt dazu, seine egoistischen Interessen und sogar Verbrechen mittels Projektion auf Gott zu legitimieren, indem er sie zu dessen Willen erhöht und mit Gewalt zu gottgewolltem Tun stilisiert. Der klassische Selbstbetrug auf religiöser Ebene, kompensierte Gewissensbisse durch Berufung auf höhere sprich göttliche Gewalt sind im Theismus besonders stark ausgeprägt. Der Mensch macht sich ein Bildnis, das ihm in den Kram passt. Leider Gottes hat diese absonderliche Art von Frömmigkeit und Gottesfurcht im Koran fast noch deutlicheren Niederschlag gefunden. Die Identifikation des Verfassers mit dem Allmächtigen geht so weit, dass er seine sehr diesseitig orientierten politischen Bestrebungen zu denen Allahs macht und zu dessen ausdrücklichem Willen, ja Befehl erklärt. Dabei passt er Gott seiner hochgradig militanten und fanatisch rechthaberischen Gesinnung an auf eine unmittelbare und ausschließliche Weise, wie sie selbst in den alten Büchern des AT nicht zu finden ist. Allah ist groß - auch oder gerade diese symptomatische Gebetsformel kann nicht vertuschen, dass der Koran Allah klein gemacht hat: Gott muss den Glauben an sich mit Gewalt erzwingen und seine Herrschaft mit den selben Mitteln errichten und aufrecht erhalten wie ein Kaiser oder dergleichen weltliche Macht. Ziemlich mickrig bei genauer Betrachtung, so ein "vermenschlichter" Allweiser. Dem Christentum weiß Gott kein Fremder, aber eben grade nicht anhand seines heiligen Buches wie beim Islam. Dafür hat man sich einfach beim AT bedient.

Der schriftgläubige Muslim bedient sich am Koran, also an dem Buch, das in seiner Religion eine adäquate Bedeutung hat wie es das NT für den Christen haben sollte. Und genau das ist die Krux. Während sich das AT durch das NT in sehr vielen und vor allem wesentlichen Bereichen mühelos als überholt und nicht mehr maßgeblich verstehen lässt als mühsamer Weg voller Irrtümer hin zur Offenbarung des Gottessohnes, wird gerade der gewalttätig aggressive Charakter des biblischen Jahwe im Koran nicht nur bestätigt, sondern durch absolutistische Gehorsamspflicht Allah alias Mohamed gegenüber extrem verschärft. Während also die namen- und zahllosen Verbrechen der Christenheit in direktem Widerspruch zur Botschaft ihres Christus stehen, sind die des Islam die Entsprechung des Koran und die Umsetzung der darin enthaltenen Vorgaben seines Propheten. So gesehen könnte man dem fundamentalistischen Muslim gar keinen Vorwurf machen. Könnte wohlgemerkt, denn gerade die Kritikfähigkeit und Vernunft seiner aufgeklärten Glaubensbrüder und Schwestern sprechen das Urteil über ihn, dass er zweifelsohne verdient.

Religiöse Fanatiker sind einfach nur denkfaul.

Reklov Offline




Beiträge: 2.982

09.03.2017 13:38
#54 RE: Ist dies ein Gebot an die Kinder Israels solange die Erde steht ? antworten

Zitat
Um Himmels Willen nein! Ganz im Gegenteil, mir sind sie sehr sympathisch, die Wanderseelen.

Desperado,

... die nicht nur von Dir vermuteten "Wanderseelen" müssen aber vorläufig schon noch im Bereich der spekulativen Annahmen untergebracht werden! Es sei denn, man würde die vererbten Anlagen (Gene) innerhalb der einzelnen Familienstammbäume als "Wanderseelen" bezeichnen wollen!?

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 2.982

09.03.2017 13:47
#55 RE: Ist dies ein Gebot an die Kinder Israels solange die Erde steht ? antworten

Zitat
Sie können auch analytisch gelesen werden und durchaus spirituell. Also gläubig.

Desperado,

... "analytisch" entspräche meinem "philosophisch" und "gläubig" oder "spirituell" neigt sich meinem "psychologisch" zu.
Will nun einer auch "historisch" korrekt infromiert werden, muss er sich bei den versch. Quellen entsprechender Fachleute einlesen, denn unsere Lebenszeit reicht nun mal nicht aus, um alle Disziplinen des Wissens selbst zu praktizieren.
Die unter Menschen schon früh in Kraft getretene Arbeitsteilung beweist dies auch im Alltag sehr deutlich.

Gruß von Reklov

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

09.03.2017 16:32
#56 RE: Ist dies ein Gebot an die Kinder Israels solange die Erde steht ? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #54
... die nicht nur von Dir vermuteten "Wanderseelen" müssen aber vorläufig schon noch im Bereich der spekulativen Annahmen untergebracht werden! Es sei denn, man würde die vererbten Anlagen (Gene) innerhalb der einzelnen Familienstammbäume als "Wanderseelen" bezeichnen wollen!?

Im Bereich der Psychoanalyse gibt es tatsächlich diesbezügliche Forschung, die sich mit "vererbter Schuld" beschäftigt, mit dem sogenannten Fluch, der auf manchen Familien zu lasten scheint. Traumatische Erfahrungen und negative Prägungen, die sich über Generationen erstrecken und das Leben der Nachkommenden beeinflussen, ohne dass diese sagen könnten, woher ihre Schuldgefühle und Ängste kommen. "Gott straft die Sünden der Väter bis ins dritte Glied". In der Bibel steht so Manches, was es wohl immer schon gab. Ich habe nie etwas darüber gelesen, nur davon gehört.

Der Dybbuk hingegen braucht weder Gene noch Generationen, er sucht sich die Leute aus, deren Seelen er besetzt, weil es noch etwas zu erledigen oder rächen gibt. Man sollte immer vorsichtig sein beim Betrachten verblichener Fotographien lange Gegangener, vor allem, wenn sie eines gewaltsamen Todes gestorben sind. Da könnte flugs was herausgesprungen kommen und in einen fahren...

Reklov Offline




Beiträge: 2.982

10.03.2017 10:26
#57 RE: Ist dies ein Gebot an die Kinder Israels solange die Erde steht ? antworten

Zitat
Man sollte immer vorsichtig sein beim Betrachten verblichener Fotographien lange Gegangener, vor allem, wenn sie eines gewaltsamen Todes gestorben sind. Da könnte flugs was herausgesprungen kommen und in einen fahren...

Desperado,

... wie kannst Du uns hier im Forum nur so erschrecken!????

Zitat
Im Bereich der Psychoanalyse gibt es tatsächlich diesbezügliche Forschung, die sich mit "vererbter Schuld" beschäftigt, mit dem sogenannten Fluch, der auf manchen Familien zu lasten scheint.

Das wäre ja nun eine kosmisch perfekte "Ungerechtigkeit", würde dies so "funktionieren", denn - keiner von uns konnte sich ja (nach heutigem Wissensstand!) seine Familie selber aussuchen!?

Im Neuen Testament wird eine diesbezügliche Aussage dem "Nazarener" zwar als Zitat untergeschoben, aber wir alle wissen ja: Papier ist geduldig und - vom jüd. Wanderprediger gibt es leider keine einzige selbst verfasste Zeile!
Skepsis ist also auch hier mehr als angebracht!

Gruß von Reklov

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

10.03.2017 11:52
#58 RE: Ist dies ein Gebot an die Kinder Israels solange die Erde steht ? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #57
Im Neuen Testament wird eine diesbezügliche Aussage dem "Nazarener" zwar als Zitat untergeschoben,

Meines Wissens stammt die aus dem Alten. Aber da ist das Papier ja noch viel geduldiger. Auf alle Fälle entspricht diese Behandlung diverser Studien der Lehre vom Karma. Die "Familienaufstellung" gibt es ja auch, sie geht in ähnliche Richtung. Mir persönlich sind meine Vorfahren leidlich egal, allein schon ob des Tausendjährigen Reiches. Für das ich als Unschuldiger auch so genug zu büßen hatte.

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