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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.789

09.04.2018 21:12
#376 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Athon in #374
Wenn also diese beiden Faktoren für Dich keinen Zirkelschluss begründen, müsstest Du sie logischerweise als unabhängig voneinander betrachten.

Wenn davon auszugehen wäre, dass beide Faktoren abhängig von einander zu einem Zirkelschluss führen würden, ja.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Athon Offline




Beiträge: 1.664

10.04.2018 09:35
#377 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #376
Wenn davon auszugehen wäre, dass beide Faktoren abhängig von einander zu einem Zirkelschluss führen würden, ja.


Und davon gehst Du nicht aus?

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Reklov Offline




Beiträge: 3.954

10.04.2018 12:01
#378 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat
Geisteswissenschaften sind Ökonomie, Soziologie, Politologie, Psychologie. Ob die Philosophie in den Kreis dieser Wissenschaften mit einbezogen werden kann - darüber streiten sich schon die Geister. Aber die Theologie mit ins Boot der Geisteswissenschaftler zu wuppen - das wollen dann nun doch nur die Theologen und ihre Freunde selber tun...

Gysi,

... bei Deiner Aufzählung hast Du die Mathematik außen vor gelassen. Warum?

Der Begriff Geisteswissenschaft(en) ist in der deutschsprachigen Denktradition eine Sammelbezeichnung für aktuell rund 40 unterschiedliche Einzelwissenschaften („Disziplinen“), die mit unterschiedlichen Methoden Gegenstandsbereiche, welche mit kulturellen, geistigen, medialen, teils auch sozialen bzw. soziologischen, historischen, politischen und religiösen Phänomenen zusammenhängen, untersuchen. (Wikipedia)


>> Die Naturwissenschaften befassen sich mit dem Äußeren, dem Fassbaren; Thema der Geisteswissenschaften ist das Innere, das innere Erleben des Menschen. Methodisch suchte man die Verschieden- heit von Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften so zu charakterisieren, dass es in den Naturwissenschaften um Erklären, im geistigen Erleben um Verstehen gehen soll. Diese Antithetik von Erklären und Verstehen führte in der Folgezeit zu einer fatalen Entgegensetzung der jeweiligen Methodik.

Eine Besinnung auf das, womit sich Geisteswissenschaften beschäftigen, führt also zur Wahrnehmung einer verwirrenden Vielfalt. Deswegen sind in einer philosophischen Fa- kultät bis zu sechzig Disziplinen zusammengefasst. Wenn man überdies die neu aufgekommene Bezeichnung Lebens- wissenschaften, life sciences, einbezieht, so ist zu betonen, dass Lebenswissenschaften keineswegs nur naturwissenschaftliche Disziplinen sind. Auch Geist und Kultur sind Phänomene des
Lebens!

Daraus ergibt sich die Frage: Ist die Theologie eine Geisteswissenschaft?

Ein Theologe kann dieser Frage gar nicht ausweichen. Es muss sogar daran erinnert werden, dass die Pneumatologie, die Lehre vom Geist, vom Heiligen Geist, nach wie vor ein zentrales Teilstück christlicher Lehre ist. Dabei geht es in diesem Lehrstück nur nebenbei um die Substanz, das Wesen des Geistes; im Mittelpunkt stehen vielmehr die Wirkungen, das Werk des Geistes Gottes. Und solche Wirkungen sollen vermittelt werden, durch menschliche Zeugnisse, christliche, religiöse Handlungen und das Wirken der Kirche insgesamt, also durch Handlungen.

Theologie ist von Anfang an eine auf kirchliche Praxis ausgerichtete, eine positive Wissenschaft gewesen; das teilt sie mit anderen praxisbezogenen Wissenschaften wie der Rechtswissenschaft und der Medizin. Selbstverständlich verwendet die Theologie als Wissenschaft geisteswissenschaftliche Methoden. Aber sie wird als Geisteswissenschaft zu eng verstanden.

Erst auf dem Hintergrund der Problematisierung des Begriffes Geisteswissenschaften lässt sich die Frage beantworten: Was leisten die Geisteswissenschaften für die Gesellschaft? Stiften sie Orientierung, antworten sie auf die Frage nach dem Warum unserer Zeit und Gesellschaft? Es leuchtet nämlich ein, dass sich ein messbarer, in Zahlen fassbarer Ertrag nicht beziffern lässt.

Wie kann man denn Kultur überhaupt messen? Aber es ist auch zu wenig, wenn man den Sinn und Zweck von Geisteswissenschaft auf die Kompensation individueller und kollektiver Sinnverluste reduziert und beschränkt. Sie sind ja nicht nur für Museen und Ausstellungen unersetzlich und unverzichtbar. Es geht nicht bloß um eine Kompensationstheorie, um den Luxus, dass eine Gesellschaft sich auch noch ein wenig Kultur leisten sollte. Nein, sie sind auch für die Orientierung in der Lebenswelt, als Hilfe zur Deutung von Tradition und Kultur unerlässlich.

Geisteswissenschaften dienen jedoch nicht nur der Vermittlung von Werten, und sie machen einer Gesellschaft nicht nur ein Angebot von Orientierungsmustern, sondern sie leiten auch zur Selbstreflexion einer Gesellschaft an. Zugleich ist ohne sie ein Dialog mit anderen, fremden Gesellschaften und Kulturen gar nicht möglich. Dazu gehört stets mehr als lediglich der Erwerb von Sprachvermögen.

Keine Wissenschaft verfügt über die Kenntnis und Deutung der gesamten Wirklichkeit. Eine totale Wirklichkeitsdeutung ist somit nur einer Weltanschauung oder Ideologie möglich. Denn zur Wissenschaftlichkeit gehören Unabgeschlossenheit, Offenheit für neue Erkenntnisse und die Annahme von Kritik, also die Wahrnehmung der Grenzen der eigenen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Dass Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften keinen Gegensatz bilden, habe ich schon eingangs in den Grundsatzerwägungen betont. Dies ist nochmals aufzugreifen. Es ist grundsätzlich fragwürdig, Natur als das Vorgegebene von Kultur als dem von Menschen Gemachten, dem von Menschen mithilfe des Intellekts Hergestellten, radikal zu unterscheiden und beide voneinander zu trennen. Auch Natur will ja zuvor verstanden und mithilfe der Sprache gedeutet werden. Aristoteles und Darwin waren gerade als Naturwissenschaftler Beobachter. << (M. Honecker)

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.575

10.04.2018 13:36
#379  Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Reklov
... bei Deiner Aufzählung hast Du die Mathematik außen vor gelassen. Warum?

Weil ich sie vergessen habe.

Zitat
Ist die Theologie eine Geisteswissenschaft?

Wissenschaften bemühen sich in ihren Theorien um nachvollziehbare Parameter. Und das tut die Theologie eben beharrlich NICHT!

Aber wir haben den Themenrahmen verlassen. Zugegebenermaßen habe ich dich dazu verleitet. Trotzem: Wir müssen zurückrudern. Oder einen neuen Thread aufmachen.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.789

10.04.2018 19:38
#380 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Athon in #377
Und davon gehst Du nicht aus?

Nein... Wenn dich das verwundert, könnte es an den unterschiedlichen Wertungen liegen


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Athon Offline




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10.04.2018 20:17
#381 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

@SnookerRI

Du bist also, wenn ich das richtig "bewerte", der Überzeugung, dass "Gott" real existiert und somit kein Deinem Glauben entsprungenes gedankliches Konstrukt darstellt. Und dafür ziehst Du u. a. als Beweis sich erfüllende biblische Prophezeiungen heran.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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11.04.2018 19:52
#382 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Athon in #381
Du bist also, wenn ich das richtig "bewerte", der Überzeugung, dass "Gott" real existiert und somit kein Deinem Glauben entsprungenes gedankliches Konstrukt darstellt. Und dafür ziehst Du u. a. als Beweis sich erfüllende biblische Prophezeiungen heran.

Ja.


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Athon Offline




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15.04.2018 16:56
#383 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

@SnookerRI

Hast Du einen Überblick, wie sich das Verhältnis von erfüllten Prophezeiungen zu unerfüllten Prophezeiungen darstellt?

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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15.04.2018 18:35
#384 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Athon in #383
Hast Du einen Überblick, wie sich das Verhältnis von erfüllten Prophezeiungen zu unerfüllten Prophezeiungen darstellt?

Für den Fall, dass du mit deiner Frage auf die biblischen Prophezeihungen abzielst: 100% zu 0% Das wirst du als Antwort wohl so erwartet haben...


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Athon Offline




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15.04.2018 18:58
#385 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #384
Für den Fall, dass du mit deiner Frage auf die biblischen Prophezeihungen abzielst: 100% zu 0% Das wirst du als Antwort wohl so erwartet haben...


Deine 100zu0-Antwort war tatsächlich vorauszusehen, denn "Gott" kann sich ja nicht irren.
Er könnte allenfalls seine prophezeiten Absichten wie im Falle Ninive (Jona 3/1-4) ändern. Allerdings ließen sich mit einer solchen Argumentation sämtliche Prophezeiungen relativieren. So auch wohl der mehrfach angekündigte Weltuntergang...

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.575

15.04.2018 19:18
#386 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Das erste Weltende hatte ja Jesus himself noch zu Lebzeiten seiner Zeitgenossen angekündigt...

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.789

15.04.2018 20:16
#387 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Athon in #385
Er könnte allenfalls seine prophezeiten Absichten wie im Falle Ninive (Jona 3/1-4) ändern. Allerdings ließen sich mit einer solchen Argumentation sämtliche Prophezeiungen relativieren. So auch wohl der mehrfach angekündigte Weltuntergang...

Wenn es in diesem Fall zu einer tatsächlichen Umkehr der Menschen zu Gott käme, bräuchte es kein Har-Magedon. Wie im Falle der Stadt Ninive kam das Urteil aufgrund der Schlechtigkeit ihrer Handlungen. Als die Niniviten zu Gott umkehrten und begannen an ihn zu glauben, wurde die Vollstreckung des Urteils unnötig. Das Beispiel der Niniviten verdeutlicht, dass Gott keinen Gefallen daran hat, dass ein gottloser Mensch stirbt, sondern dass sie alle zur Reue kommen (vgl. 2.Pet. 3:9)Auch Jona selbst hatte zunächst kein Verständnis für die Entscheidung Gottes das Urteil über Ninive nicht zu vollstrecken. Leider fielen spätere Generationen der Bewohner Ninives in ihre Schlechtigkeit zurück, weswegen Ninive ca. 200 Jahre später tatsächlich eingenommen wurde und ihren Status und Ruf in den folgenden Jahren und Jahrzehnten mehr und mehr verlor. In beiden Fällen erfüllte sich die Prophezeihung also.


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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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15.04.2018 20:20
#388 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Gysi
Das erste Weltende hatte ja Jesus himself noch zu Lebzeiten seiner Zeitgenossen angekündigt...

Was auch 70 u.Z. eintraf, als die Römer unter General Titus Jerusalem eroberten. Das jüdische System, was bis zu diesem Zeitpunkt bestand (wenn auch schon unter dem Protektorat Roms) fand ein Ende. (Vgl. Jesu Prophezeihung über das "abscheuliche Ding" das Verwüstung verursacht...)


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Athon Offline




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16.04.2018 07:46
#389 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #387
Als die Niniviten zu Gott umkehrten und begannen an ihn zu glauben, wurde die Vollstreckung des Urteils unnötig. Das Beispiel der Niniviten verdeutlicht, dass Gott keinen Gefallen daran hat, dass ein gottloser Mensch stirbt...


Dieses Beispiel zeigt aber auch, dass "Gott" die Rückbesinnung der Neviten zu ihm wohl nicht vorhergesehen haben kann und daher ein Urteil ohne Berücksichtigung dieser Tatsache fällte. Oder sollte das Ganze lediglich als Drohung anzusehen sein?

Auch das nahe Kommen des Herrn bzw. Ende aller Dinge ist innerhalb der letzten 2000 Jahre nicht eingetroffen. Aber, dies wird wohl daran liegen, dass der Begriff "nahe" von uns vermutlich unterschiedlich interpretiert wird...
Und die Israeliten, die nach Ägypten zogen, um dort zu wohnen, sollten durch Schwert, Hunger und Pest sterben, dass niemand übrig bliebe (Jeremia 42,17). Stattdessen haben sie in Alexandria ein Kulturzentrum errichtet, und deren Nachkommen leben dort noch heute.

Solche Beispiele gibt es noch viele...

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Gysi Offline

Atheist


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16.04.2018 08:07
#390  Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Snooker
Was auch 70 u.Z. eintraf, als die Römer unter General Titus Jerusalem eroberten. Das jüdische System, was bis zu diesem Zeitpunkt bestand (wenn auch schon unter dem Protektorat Roms) fand ein Ende.

Ach so. Und dann? Kamen dann das Jüngste Gericht, Harmagedon, das Ende und das Königreich Gottes?
Wenn du die Realgeschichte den Prophezeiungen so anpasst, kannst du auch sagen, dass die beiden Weltkriege Harmagedon waren und die EU das Königreich Gottes. (Naja...)

Glaubst du an Nostradamus? Warum nicht?

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Reklov Offline




Beiträge: 3.954

17.04.2018 11:28
#391 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat
Das erste Weltende hatte ja Jesus himself noch zu Lebzeiten seiner Zeitgenossen angekündigt...

Gysi,

erstes Weltande??? - Abgesehen davon, dass viele der alten Volkssagen bereits vor Jesu Zeiten einen Weltuntergang beschreiben, war Jesus nicht zu entlocken, gar ein genaues Datum zu nennen. Er soll (laut den Evangelisten) gesagt haben, dass das genaue Tag nur dem "Vater" bekannt sei. Die Menschen aber sollten sich lediglich "bereit" halten. - Der alte Spiritual-Song >PEOPLE GET READY< hat diese Bibelstelle textlich aufgegriffen.

Der Song wurde von vielen Interpreten gesungen (u.a. von Rod Stewart).
Hier nur die ersten Zeilen des Spirituals:

People, get ready
There's a train a-coming
You don't need no ticket
You just get on board
All you need is faith
To hear the diesels humming
Don't need no ticket
You just thank the Lord...

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 3.954

17.04.2018 11:42
#392 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat
Wenn du die Realgeschichte den Prophezeiungen so anpasst, kannst du auch sagen, dass die beiden Weltkriege Harmagedon waren und die EU das Königreich Gottes. (Naja...)

Glaubst du an Nostradamus? Warum nicht?

Gysi,

... der 1. Weltkrieg war hauptsächlich eine Schützengraben-Front-Schlacht und nur dort tödlich, wo die Kugeln pfiffen, da es ja noch keine flächendeckenden Bombardements gab, unter denen die Zivilbevölkerung in den Städten zu leiden hatte, obwohl die deutsche Luftwaffe bereits schon im 1. Weltkrieg Flugzeuge einsetzte.
Auch im 2. Weltkrieg gingen z.B. viele Amerikaner an ihren Stränden zum Baden, bestellten ihr Land, gingen ihren Tätigeiten nach - und - sogar hier in Deutschland erzählte mir ein Einheimischer aus Oberstdorf (im Allgäu), er habe in seiner Gegend als Junge kein Flugzeug gesehen, noch Schlachtenlärm gehört.
Nein - unter einem Harmagedon darf man sich noch weit Schlimmeres als einen Atomkrieg vorstellen.

Nostradamus hat viele seiner Prophezeiungen so geschickt formuliert, dass man ihn nicht "direkt" festnageln, seine Aussagen allenfalls als annähernde Bilderdeutungen heranziehen kann.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.575

17.04.2018 13:09
#393 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Reklov
Nein - unter einem Harmagedon darf man sich noch weit Schlimmeres als einen Atomkrieg vorstellen.

Und? Hat der damals stattgefunden, noch zu Lebzeiten von Jesus' Zeitgenossen - so wie der Meister himself prophezeite?

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.789

17.04.2018 20:16
#394 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Athon in #389
Dieses Beispiel zeigt aber auch, dass "Gott" die Rückbesinnung der Neviten zu ihm wohl nicht vorhergesehen haben kann und daher ein Urteil ohne Berücksichtigung dieser Tatsache fällte. Oder sollte das Ganze lediglich als Drohung anzusehen sein?

Die Entscheidungen eines Menschen sind nun mal nicht von Gott vorherbestimmt. Außerdem wussten die Niniviten auch nicht, ob ihre Reue eine Abwendung des Urteils zur Folge hätte.

Zitat von Athon in #389
Auch das nahe Kommen des Herrn bzw. Ende aller Dinge ist innerhalb der letzten 2000 Jahre nicht eingetroffen. Aber, dies wird wohl daran liegen, dass der Begriff "nahe" von uns vermutlich unterschiedlich interpretiert wird...

Wenn der Zeitpunkt dann gekommen ist, wird es den meisten auch nicht recht sein. Mit langen Zeiträumen und kurzen Phasen innerhalb dieser Zeiträume, die ins Verhältnis gesetzt werden, müsstest du dich ja auch auskennen.

Zitat von Athon in #389
Und die Israeliten, die nach Ägypten zogen, um dort zu wohnen, sollten durch Schwert, Hunger und Pest sterben, dass niemand übrig bliebe (Jeremia 42,17). Stattdessen haben sie in Alexandria ein Kulturzentrum errichtet, und deren Nachkommen leben dort noch heute.

An wen waren die Worte des Propheten denn gerichtet? An die gerade existente Generation oder deren Nachkommen? Dass Ägypten nicht der "Unterstützer" war, den die Israeliten in dieser Generation erhofften, haben sie sehr wohl zu spüren bekommen. Ägypten bot nicht die Sicherheit vor dem Schwert, dem Hunger und der Pest, welche sich die Israeliten erhofften.

Zitat von Athon in #389
Solche Beispiele gibt es noch viele...

Aber selbstverständlich...


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SnookerRI Offline

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17.04.2018 20:29
#395 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Gysi
Ach so. Und dann? Kamen dann das Jüngste Gericht, Harmagedon, das Ende und das Königreich Gottes?

Nein, aber das war auch nicht angekündigt. Die Christen, die in der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts lebten erkannten, was mit den Prophezeihungen Jesu gemeint war.

Zitat von Gysi
Wenn du die Realgeschichte den Prophezeiungen so anpasst, kannst du auch sagen, dass die beiden Weltkriege Harmagedon waren und die EU das Königreich Gottes. (Naja...)

Interessanterweise gibt es durchaus solche Interpretationen. Ich halte das allerdings nicht für überzeugend. Wenn es so wäre, könnte ich ja auch gleich Atheist werden...

Zitat von Gysi
Glaubst du an Nostradamus? Warum nicht?

Seine Vorraussagen überzeugen mich nicht.


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Gysi Offline

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18.04.2018 07:25
#396 Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Snooker
Nein, aber das war auch nicht angekündigt. Die Christen, die in der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts lebten erkannten, was mit den Prophezeihungen Jesu gemeint war.

Tja, danach weiß man immer, wie es gemeint war...

Zitat
Interessanterweise gibt es durchaus solche Interpretationen. Ich halte das allerdings nicht für überzeugend. Wenn es so wäre, könnte ich ja auch gleich Atheist werden...

Keine schlechte Idee.

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Reklov Offline




Beiträge: 3.954

18.04.2018 12:53
#397 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat
Hat der damals stattgefunden, noch zu Lebzeiten von Jesus' Zeitgenossen - so wie der Meister himself prophezeite?

Gysi,

... was soll Deine Frage? An welcher Bibelstelle soll dies der "Meister" prophezeit haben? - Davon abgesehen, wird Jesus stets nur zitiert, da er uns leider keine einzige selbst verfasste Zeile hinterlassen hat.

Soweit mir bekannt, wird das Wort >Harmagedon< in der Bibel nur ein einziges Mal erwähnt, nämlich in der Offenbarung des Johannes, Kapitel 16, Vers 16. -
>> Viele Ausleger sehen Harmagedon nicht nur als Ort der Versammlung der Könige, sondern auch als Ort der endzeitlichen Entscheidungsschlacht. Sprachlich ist dies aber nicht zwingend, denn vom endzeitlichen Kampf ist an der Stelle und ihrem Kontext nicht die Rede. So kann mit Harmagedon der Versammlungsort der Könige bezeichnet sein, der Kampf selber aber auch woanders – z. B. nahe Jerusalem – stattfinden (vgl. Offb 14,20 Luth und Sach 14,2 Luth). << (Quelle: Internet)

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


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18.04.2018 13:38
#398 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Reklov
An welcher Bibelstelle soll dies der "Meister" prophezeit haben?

"Wahrlich, ich sage euch, dass diese Generation auf keinen Fall vergehen wird, bis alle Dinge geschehen. Himmel und Erde werden vergehen... (Matthäus 24:34-35).

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.229

18.04.2018 14:20
#399 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Ein Gott kann sich nicht irren. Wenn er Propheten oder Messiase schickt die genau wissen was mal sein wird und aber das Prophezeite dann doch nicht in Erfüllung geht,
weil sich irgendwelche Faktoren ändern, dann ist Gott eben halt auch nur ein Gläubiger, der seine eigene Qualität an der Schlechtigkeit der Schöpfung misst.

Ob Theisten alle gewaltig einen an der Waffel haben weis ich nicht, aber bei denen die für jede nicht eingetroffene Prophzeihung eine Ausrede kennen, liegt der Verdacht wohl ziemlich nahe.

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Humor ist die wahrscheinlich die allerbeste Strategie, hinter das Wesen der Dinge und ihrer Zusammenhänge zu schauen

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.229

18.04.2018 14:45
#400 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Merkwürdig, sogar äußerst auffallen merkwürdig, ist auch noch der "Fakt", dass sich niemand mehr vor "Hahrmagedon" fürchtet, als die Theisten selbst.
Wirklich lustig dazu sind die Illustrationen in den "Fachzeitschriften" der Zeugen Jehovas. Strahlend lächelnde Gesichter, welche wohl treue Wachturmanhänger symbolisieren, inmitten des Weltuntergangs. Umrahmt von Unmengen an Statisten die entweder mit schreckverzehrten Gesichtern ganz- oder halbtot am Boden herumliegen, oder gerade von herabstürzenden Trümmern getroffen werden...

Oh...mann.. bin ich froh ein Atheist zu sein.

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Humor ist die wahrscheinlich die allerbeste Strategie, hinter das Wesen der Dinge und ihrer Zusammenhänge zu schauen

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