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Athon Offline




Beiträge: 1.330

08.03.2017 15:29
#151 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

@SnookerRI

Ich weiß nicht, ob Du meine folgende Frage hier im Forum beantworten möchtest: Was hast Du als erstes empfunden, als Dir Missbrauchsfälle innerhalb der kath. Kirche bekannt wurden, und deckt sich dieses Empfinden mit demjenigen bei der Kenntnisnahme von gleichen Vorgängen innerhalb der ZJ-Gemeinschaft?

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

08.03.2017 16:38
#152 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Athon in #151
Ich weiß nicht, ob Du meine folgende Frage hier im Forum beantworten möchtest: Was hast Du als erstes empfunden, als Dir Missbrauchsfälle innerhalb der kath. Kirche bekannt wurden, und deckt sich dieses Empfinden mit demjenigen bei der Kenntnisnahme von gleichen Vorgängen innerhalb der ZJ-Gemeinschaft?

Es ist für mich immer betrüblich, wenn Gottes Grundsätze in Sachen Moral missachtet werden. Dabei spielt es keine Rolle um welche Konfession es sich bei den Fällen handelt oder ob es Fälle außerhalb jeglicher Konfession sind.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

09.03.2017 11:36
#153 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #152
Es ist für mich immer betrüblich, wenn Gottes Grundsätze in Sachen Moral missachtet werden. Dabei spielt es keine Rolle um welche Konfession es sich bei den Fällen handelt oder ob es Fälle außerhalb jeglicher Konfession sind.

Wenn er denn nur um moralische Wertvorstellungen ginge. Kindesmissbrauch ist neben Mord das schlimmste aller Verbrechen, weil seine Abscheulichkeit irreparable seelische Schäden anrichtet. Heißt denn auch völlig zu Recht "Seelenmord". Ein Grenzbereich, der meine strikte Ablehnung der Todesstrafe ins Wanken bringen kann. Lebenslänglich mit anschließender Sicherheitsverwahrung bis zum Tode wäre das Mindeste.

Erfolgt er durch Vertrauenspersonen, ist er besonders katastrophal, handelt es sich noch dazu um geistliche Leitfiguren, ist der Totalschaden der Opfer zwingend. Jedwedes Vertrauen ist unwiederbringlich zerstört. "Wer eines von diesen Kleinen zum Bösen verführt, für den ist es besser, dass er mit einem Mühlstein um den Hals im Meer versenkt wird." Wenn sogar Jesus die Todesstrafe bzw. Verdammnis als gerechte Bestrafung anführt, darf das der Christenmensch auch, und das guten Gewissens. Die Vertuschungsversuche der katholischen Kirche bestätigen lediglich ihre unverzeihliche Mitschuld sowie die weite Verbreitung des absoluten Übels in klerikalen Kreisen und kirchlichen Einrichtungen.

Die Austrittswelle ist so konsequent wie christlich.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.636

09.03.2017 12:07
#154 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Desperado im Beitrag #153
Zitat von SnookerRI im Beitrag #152
Es ist für mich immer betrüblich, wenn Gottes Grundsätze in Sachen Moral missachtet werden. Dabei spielt es keine Rolle um welche Konfession es sich bei den Fällen handelt oder ob es Fälle außerhalb jeglicher Konfession sind.

Wenn er denn nur um moralische Wertvorstellungen ginge. Kindesmissbrauch ist neben Mord das schlimmste aller Verbrechen, weil seine Abscheulichkeit irreparable seelische Schäden anrichtet. Heißt denn auch völlig zu Recht "Seelenmord". Ein Grenzbereich, der meine strikte Ablehnung der Todesstrafe ins Wanken bringen kann. Lebenslänglich mit anschließender Sicherheitsverwahrung bis zum Tode wäre das Mindeste.

Erfolgt er durch Vertrauenspersonen, ist er besonders katastrophal, handelt es sich noch dazu um geistliche Leitfiguren, ist der Totalschaden der Opfer zwingend. Jedwedes Vertrauen ist unwiederbringlich zerstört. "Wer eines von diesen Kleinen zum Bösen verführt, für den ist es besser, dass er mit einem Mühlstein um den Hals im Meer versenkt wird." Wenn sogar Jesus die Todesstrafe bzw. Verdammnis als gerechte Bestrafung anführt, darf das der Christenmensch auch, und das guten Gewissens. Die Vertuschungsversuche der katholischen Kirche bestätigen lediglich ihre unverzeihliche Mitschuld sowie die weite Verbreitung des absoluten Übels in klerikalen Kreisen und kirchlichen Einrichtungen.

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Wir haben es hier aber mit den Missbrauchsfällen bei den Zeugen Jehovas und deren biblischen Argumenten zu tun, nicht mit der staatlichen und weltlichen Rechtsordnung zusammenarbeiten zu wollen..

-----
Ich habe nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine davon ab, dass man an einen Gott/höheres Ideal glaubt.

Athon Offline




Beiträge: 1.330

09.03.2017 12:26
#155 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

@SnookerRI

Zitat
Es ist für mich immer betrüblich, wenn Gottes Grundsätze in Sachen Moral missachtet werden. Dabei spielt es keine Rolle um welche Konfession es sich bei den Fällen handelt oder ob es Fälle außerhalb jeglicher Konfession sind.


"Betrüblich" ist das wohl für jeden, der klaren Verstandes ist. Bist Du sicher, dass dies Dein erster Gedanke war und nicht so etwas wie "das darf doch nicht wahr sein"?

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Desperado ( gelöscht )
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09.03.2017 13:00
#156 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #154
Wir haben es hier aber mit den Missbrauchsfällen bei den Zeugen Jehovas und deren biblischen Argumenten zu tun, nicht mit der staatlichen und weltlichen Rechtsordnung zusammenarbeiten zu wollen..

Das geht natürlich gar nicht.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.636

09.03.2017 16:21
#157 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Es geht eben alles... wenn man es mit der Bibel oder sonst irgend einer göttlichen Rechtfertigung entschuldigt. Wer sich auf Gott beruft hat immer Recht.

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Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

09.03.2017 17:44
#158 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #157
Es geht eben alles... wenn man es mit der Bibel oder sonst irgend einer göttlichen Rechtfertigung entschuldigt. Wer sich auf Gott beruft hat immer Recht.

Ich hatte vor ewigen Zeiten drei(!) Verhandlungen als Wehrdienstverweigerer, bevor ich doch noch anerkannt wurde, der einzige Kommentar des Staatsvertreters in der dritten war der, dass religiöse Gründe laut Paragraph XY keine Relevanz und Gültigkeit besitzen als Begründung für die Verweigerung des Dienstes an der Waffe. Klar hatte ich auch Aussagen aus den Evangelien herangezogen, man nimmt, was man findet. Da frage ich mich doch, was da für eine scheinheilige Doppelmoral am Werke ist. Meines Erachtens bedarf die schlampig gewährte Religionsfreiheit sowieso einer gründlichen Konkretisierung und nötigenfalls Einschränkung, nicht nur den Islam betreffend. Lebenswichtige Blutspenden oder Operationen von Schutzbefohlenen verweigern aus religiösen Gründen - das kann und darf doch nicht wahr sein! Wo leben wir denn?!

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.636

09.03.2017 22:14
#159 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Desperado im Beitrag #158
Zitat von Perquestavolta im Beitrag #157
Es geht eben alles... wenn man es mit der Bibel oder sonst irgend einer göttlichen Rechtfertigung entschuldigt. Wer sich auf Gott beruft hat immer Recht.

Ich hatte vor ewigen Zeiten drei(!) Verhandlungen als Wehrdienstverweigerer, bevor ich doch noch anerkannt wurde, der einzige Kommentar des Staatsvertreters in der dritten war der, dass religiöse Gründe laut Paragraph XY keine Relevanz und Gültigkeit besitzen als Begründung für die Verweigerung des Dienstes an der Waffe. Klar hatte ich auch Aussagen aus den Evangelien herangezogen, man nimmt, was man findet. Da frage ich mich doch, was da für eine scheinheilige Doppelmoral am Werke ist. Meines Erachtens bedarf die schlampig gewährte Religionsfreiheit sowieso einer gründlichen Konkretisierung und nötigenfalls Einschränkung, nicht nur den Islam betreffend. Lebenswichtige Blutspenden oder Operationen von Schutzbefohlenen verweigern aus religiösen Gründen - das kann und darf doch nicht wahr sein! Wo leben wir denn?!


https://thejesterswords.wordpress.com/20...mgewehr-gottes/ mal ganz abgesehen davon dass die Christlamisten immer schon mehr Muslimische Zivilisten killten, als "echte" Islamisten, betrachten Muslime die Bibel ja auch als Wort Gottes.

Auch bei den Zeugen Jheovas gibt es Mord und Totschlag..Diebstahl, Vergewaltigungen, Diskriminierung, Rangordnungskämpfe, Rassismus, Sadismus, Alkoholismus, Amts- Medikamenten- und Kindesmissbrauch und vor allem jede Menge soziopathisch fanatische Idioten, denen das makellose Erscheinungsbild der Organisation nach außen wichtiger ist, als der Schutz und eine maßgerechte Hilfe für die Opfer. So werden z.B. Opfer die sich selbst helfen, in dem sie die Organisation verlassen, sozial isoliert, diskriminiert und wie Aussätzige behandelt, die nicht mal von Familienangehörigen gegrüßt werden dürfen. Was das für ein ehemaliges Sektenmitglied bedeutet, das über Jahrzehnte hinweg von allen sozialen Kontakten mit den von Satan geleiteten Weltmenschen isoliert und abgeschottet wurde, kann sich jeder halbwegs psychologisch gesunde Mensch auch selber ganz gut vorstellen.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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10.03.2017 08:52
#160 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Athon in #155
"Betrüblich" ist das wohl für jeden, der klaren Verstandes ist. Bist Du sicher, dass dies Dein erster Gedanke war und nicht so etwas wie "das darf doch nicht wahr sein"?

Als Redewendung passt diese Formulierung auf alle Missbrauchsfälle. Wie du schon sagst: Es ist für jeden, der klaren Verstandes ist, ein Unding, so etwas zu tun. Wo "darf" sowas schon wahr sein? Nirgendwo!


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Desperado ( gelöscht )
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10.03.2017 15:42
#161 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #159
Mord und Totschlag..Diebstahl, Vergewaltigungen, Diskriminierung, Rangordnungskämpfe, Rassismus, Sadismus, Alkoholismus, Amts- Medikamenten- und Kindesmissbrauch und vor allem jede Menge soziopathisch fanatische Idioten.

Überall. Das Böse ist immer und überall, manchmal kommt Satan als Mann des Friedens daher, hab ich so gehört. Seelenfänger und Betrüger, wohin du schaust, Zynismus und Menschenverachtung an allen Ecken und Enden. Der Sog und Strudel der Macht, Macht über andere Menschen, Gruppen, Völker, Kontinente, darum geht's. Irgendwo ist immer Krieg. Das ist leider wahr, auch wenn's nicht wahr sein darf. Lösung hab ich keine im Ärmel, nicht einmal Antworten. Alles in Allem sind wir ein verlorener Haufen. Auf das Gute schauen? Warum nicht? Gibt wenig genug davon. In den Medien so gut wie gar nichts mehr. Angstmache als probates Instrument der Steuerung, Unterdrückung und Ausbeutung. Wann stirbt der letzte Elefant? Das letzte Nashorn? Hornpulver als Potenzmittel für chinesische Superbonzen. Aber wehe du sagst "Schlitzaugen".

Manchmal bin ich etwas müde.

Desperado ( gelöscht )
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10.03.2017 21:33
#162 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #159
So werden z.B. Opfer die sich selbst helfen, in dem sie die Organisation verlassen, sozial isoliert, diskriminiert und wie Aussätzige behandelt, die nicht mal von Familienangehörigen gegrüßt werden dürfen. Was das für ein ehemaliges Sektenmitglied bedeutet, das über Jahrzehnte hinweg von allen sozialen Kontakten mit den von Satan geleiteten Weltmenschen isoliert und abgeschottet wurde, kann sich jeder halbwegs psychologisch gesunde Mensch auch selber ganz gut vorstellen.

Das ist bei konservativen Muslimen keinen Deut anders.

Die Tochter, die einen Ungläubigen heiratet, wird von der eigenen Familie verstoßen, sie hat die Ehre insbesondere des Vaters verletzt und gilt diesem als Hure. Auch der sogenannte Ehrenmord wird vorwiegend religiös begründet. Man kann den fundamentalistischen Islam ohne Umschweife als die größte Sekte der Welt bezeichnen. Die Welt der Ungläubigen gehört Satan, Freundschaft mit Ungläubigen ist im Koran ausdrücklich verboten, sich mit ihnen zu verbünden, kommt einer Beleidigung Allahs gleich, die Verbindung mit einem Ungläubigen einem Glaubensabfall. Die Abschottung vollzieht sich vielleicht nicht so sichtbar, weil vor allem innerlich aufrecht erhalten, dafür umso radikaler. Die in muslimischen Parallelgesellschaften vorherrschende Isolation ist so gottbefohlen wie erwünscht, potentielle Abweichler werden kontrolliert und überwacht, Überläufer mit dem Tode bedroht, "Eindringlinge" bedroht und vertrieben. Alles das findet mitten in Deutschland statt und im Herzen von Europas Demokratien, die diese unerträglichen Missstände mittels gewährter Religionsfreiheit schützen und im Namen der Toleranz fördern.

Wer Mitglied der Zeugen Jehova wird, hat seine Gründe und sucht Schutz vor Problemen, die mit einem Austritt drastisch verschärft werden, die seelische Verfassung potentieller Selbstgefährdung ist nachvollziehbar. Wer als Muslim geboren und erzogen wird, lebt im festen Zusammenhalt einer muslimischen Welt, die sich als dem Rest der Welt überlegen und von Allah bevorzugt versteht, verlässt er diese, ist die Gefahr lebensbedrohlicher Folgen durch gläubige Verwandte akut, seine Verstoßung gottgefällige Pflicht. Der "Renegat" braucht sehr viel Mut und Kraft, das durchzuziehen und durchzustehen, kein Sektenbeauftragter steht im dabei zur Seite und keine Anlaufstelle. Denn der Islam ist eine Weltreligion und als solche sakrosankt. Auch wenn er sich in seiner "wahren" Form in Nichts von einer radikalen und militanten Sekte hochgradig fanatischer Ausprägung unterscheidet.

Die Masse macht's.

Athon Offline




Beiträge: 1.330

19.03.2017 07:50
#163 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #160
Es ist für jeden, der klaren Verstandes ist, ein Unding, so etwas zu tun


Nicht nur, "so etwas" zu tun, ist ein Unding. Auch das Wegsehen und das Ignorieren strafrechtlich relevanter Vorschriften, das Zurückziehen auf biblische Vorgaben und einer damit verbundenen Fehleinschätzung der rechtlichen Gegebenheiten gehören dazu. Nicht zuletzt deswegen ist die Wachtturm-Gesellschaft im Jahre 2012 in einem Fall sexuellen Missbrauchs von einem kalifornischen Gericht zu einer Entschädigungs- und Bußgeldzahlung von 2,8 Millionen Dollar rechtskräftig verurteilt worden. Dies ist nun bereits rd. 5 Jahre her und hat seitdem offenbar niemanden innerhalb der ZJ-Gemeinschaft dazu veranlasst, über "Versäumnisse" ernsthaft nachzudenken.

Ich bin überzeugt davon, dass die LK nunmehr zu dem Schluss kommen wird, dass die Zwei-Zeugen-Regelung im Falle sexuellen Missbrauchs künftig nicht mehr anzuwenden ist. Dies würde bedeuten, dass diese biblische Vorgabe mehr als 130 Jahre lang unzutreffend ausgelegt und von der jeweiligen LK ebenso unzutreffend propagiert wurde. Dies wirft in mir die Frage auf, ob Du die Zwei-Zeugen-Regel ggf. ebenfalls als nicht anwendbar ansähest? Und wie Du ohne Vorgabe der LK dazu stehst.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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19.03.2017 08:42
#164 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Athon in #163
Dies wirft in mir die Frage auf, ob Du die Zwei-Zeugen-Regel ggf. ebenfalls als nicht anwendbar ansähest? Und wie Du ohne Vorgabe der LK dazu stehst.

Meine Meinung zur Anwendbarkeit der Zwei-Zeugen-Regel habe ich nicht nur in diesem Thread mehrfach dargelegt und begründet. Allerdings scheint es dir bei der Beantwortung deiner Fragen nicht um meine Meinung dazu zu gehen.


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Athon Offline




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19.03.2017 18:09
#165 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #164
Meine Meinung zur Anwendbarkeit der Zwei-Zeugen-Regel habe ich nicht nur in diesem Thread mehrfach dargelegt und begründet. Allerdings scheint es dir bei der Beantwortung deiner Fragen nicht um meine Meinung dazu zu gehen.


Richtig, in #127 hast Du Dich zuletzt dazu geäußert und die Anwendung dieser Regel als richtig bezeichnet:

Zitat
Die Zwei-Zeugen-Regel kann aber erst dann entsprechend ihres Sinnes angewendet werden, wenn alle Möglichkeiten zur Klärung eines Falles und seiner Umstände in Betracht gezogen werden.


Wenn ich mich richtig erinnere, hat die Zwei-Zeugen-Regel aus Deiner Sicht den Sinn, jemanden vor falschen Beschuldigungen zu schützen. Dies dürfte in den vor der RC behandelten Fällen aber wohl nicht zutreffen.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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20.03.2017 08:14
#166 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Athon in #165
Wenn ich mich richtig erinnere, hat die Zwei-Zeugen-Regel aus Deiner Sicht den Sinn, jemanden vor falschen Beschuldigungen zu schützen. Dies dürfte in den vor der RC behandelten Fällen aber wohl nicht zutreffen.

Ganz genau. Wenn es dir also bei der Beantwortung deiner Fragen um meine Meinung ginge, hättest du dir die Fragen schon lange beantworten können, bzw. nicht erneut aufwerfen müssen.


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Athon Offline




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21.03.2017 12:45
#167 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #166
Wenn es dir also bei der Beantwortung deiner Fragen um meine Meinung ginge, hättest du dir die Fragen schon lange beantworten können, bzw. nicht erneut aufwerfen müssen.


Danke für den Hinweis...

Nun sehe ich das aber so, dass Deine Ansicht zur Zwei-Zeugen-Regelung offenbar von der RC nicht geteilt wird und deshalb eine diesbezügliche Befragung von LK-Mitgliedern und Ältesten stattfand. In dieser wurde festgestellt, dass vier von fünf befragten Ältesten angaben, gedruckten Richtlinien gefolgt zu sein und deswegen an die Vorgehensweise gebunden waren. Deren Grundlage sei die Anwendung der Zwei-Zeugen-Regel.

Wäre Sinn und Zweck der Zwei-Zeugen-Regel lediglich der Schutz vor unberechtigten Beschuldigungen, hätte es das Verfahren vor der RC so nicht gegeben. Insofern bleibt festzuhalten, dass Deine persönliche Ansicht zur Zwei-Zeugen-Regel offenbar von der "offiziellen" Auslegung abweicht, Du aber damit keine Probleme zu haben scheinst. Und das wundert mich wiederum insofern, als Du in einem früheren Beitrag angegeben hast, stets mit der durch die LK vorgegebenen Auslegung biblischer Aussagen konform zu gehen. Ich sähe aber eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Vorgaben durchaus im Sinne selbständigen Denkens als vorteilhaft an.

Dies erscheint mir in Anbetracht der vielen Tausend weltweiten Fälle sexuellen Missbrauchs (auch außerhalb der ZJ-Gemeinschaft) auch mehr als angemessen. Ich würde mich als ZJ schon fragen, warum meine gesammelten Spendengelder in Millionenhöhe in Entschädigungszahlungen an Missbrauchsopfer fließen müssen und sicherlich auch noch fließen werden...

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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21.03.2017 17:58
#168 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Athon in #167
Nun sehe ich das aber so, dass Deine Ansicht zur Zwei-Zeugen-Regelung offenbar von der RC nicht geteilt wird und deshalb eine diesbezügliche Befragung von LK-Mitgliedern und Ältesten stattfand. In dieser wurde festgestellt, dass vier von fünf befragten Ältesten angaben, gedruckten Richtlinien gefolgt zu sein und deswegen an die Vorgehensweise gebunden waren. Deren Grundlage sei die Anwendung der Zwei-Zeugen-Regel.

Inwieweit würde es denn überhaupüt eine Rolle spielen, ob die RC meiner Ansicht zur Zwei-Zeugen-Regel folgt? Auf der anderen Seite hast du ja in #137 darauf hingewiesen, dass biblische Grundsätze im Interesse der Opfer völlig außen vor bleiben müssen.

Zitat von Athon in #167
Wäre Sinn und Zweck der Zwei-Zeugen-Regel lediglich der Schutz vor unberechtigten Beschuldigungen, hätte es das Verfahren vor der RC so nicht gegeben. Insofern bleibt festzuhalten, dass Deine persönliche Ansicht zur Zwei-Zeugen-Regel offenbar von der "offiziellen" Auslegung abweicht, Du aber damit keine Probleme zu haben scheinst. Und das wundert mich wiederum insofern, als Du in einem früheren Beitrag angegeben hast, stets mit der durch die LK vorgegebenen Auslegung biblischer Aussagen konform zu gehen. Ich sähe aber eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Vorgaben durchaus im Sinne selbständigen Denkens als vorteilhaft an.

Möglicherweise besteht der Grund für diese Unterschiede auch lediglich in den offenbar unterschiedlichen Interpretationen. Bei Gerichtsverhandlungen im Allgemeinen treffen die unterschiedlichsten Interpretationen von Richtlinien und Gesetzen aufeinander. Selbst bei einem Urteil wird in den meinsten Fällen noch eine Revision zugelassen.

Zitat von Athon in #167
Dies erscheint mir in Anbetracht der vielen Tausend weltweiten Fälle sexuellen Missbrauchs (auch außerhalb der ZJ-Gemeinschaft) auch mehr als angemessen. Ich würde mich als ZJ schon fragen, warum meine gesammelten Spendengelder in Millionenhöhe in Entschädigungszahlungen an Missbrauchsopfer fließen müssen und sicherlich auch noch fließen werden...

Und wer kommt außerhalb von Religionsgemeinschaften für die Entschädigung von Opfern auf? Auf welche Weise kann man sich vor solchen Verbrechen "versichern", sodass man nicht Opfer wird? Mal abgesehen davon, dass kein Geld der Welt den eigentlichen Schaden auffangen kann? In dem Maße, wie Geld helfen kann, soll es helfen. Man spendet ja auch für Menschen die anderweitig durch menschliches Versagen in Notsituationen gekommen sind.


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Reklov Offline




Beiträge: 3.215

22.03.2017 13:01
#169 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat
Wenn er denn nur um moralische Wertvorstellungen ginge. Kindesmissbrauch ist neben Mord das schlimmste aller Verbrechen, weil seine Abscheulichkeit irreparable seelische Schäden anrichtet.

Desperado,

... an die vielen unaufgedeckten Kindesmissbräuche, zurückreichend bis ins tiefste Mittelalter, wagt man erst gar nicht zu denken, weiß man doch, dass in der Regel der Aussage eines Kindes weniger geglaubt wurde, als einem honorigen Pfarrer, welcher ja, neben dem Bürgermeister, stets einen äußerst ehrenwerten und unantastbaren "Ruf" innerhalb der Gesellschaft hatte.
Dieses Thema ist und bleibt eine traurige und beschämende Angelegenheit!

Im Mathaeus-Ev. findet man folgendes Jesus-Zitat: >> Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Wer aber ärgert dieser Geringsten einen, die an mich glauben, dem wäre es besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft werde im Meer, da es am tiefsten ist. <<
Hier wird also schon in der Antike gefordert, was die Gesellschaft erst viel zu spät als Gesetz zum Schutz von Kindern erlassen hat.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.092

22.03.2017 14:50
#170  Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Reklov
Im Mathaeus-Ev. findet man folgendes Jesus-Zitat: >> Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Wer aber ärgert dieser Geringsten einen, die an mich glauben, dem wäre es besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft werde im Meer, da es am tiefsten ist. <<

Und die, die nicht an ihn glauben? Die darf man getrost in den Feuerofen schieben... Kinder sind seine prägefähige Reservearmee. SO kann man das auch sehen, Reklov. Aber ich will diesem Jesus nicht ans Bein pinkeln. Zu seiner Zeit wäre ich - so wie ich heute gestrickt bin - wahrscheinlich auch sein Anhänger gewesen - als Partisan gegen die Römische Besatzung und deren jüdischen Kollaborateure. Was mir nur auf den Zeiger geht, ist nicht Jesus von N., sondern es sind die Christen heute, die ihn dermaßen zu einer Leitfigur für alle Regionen und alle Zeiten überhöhen.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Athon Offline




Beiträge: 1.330

22.03.2017 15:55
#171 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #168
Inwieweit würde es denn überhaupüt eine Rolle spielen, ob die RC meiner Ansicht zur Zwei-Zeugen-Regel folgt? Auf der anderen Seite hast du ja in #137 darauf hingewiesen, dass biblische Grundsätze im Interesse der Opfer völlig außen vor bleiben müssen.


Wir hatten unlängst bereits übereinstimmend festgestellt, dass unser beider Meinung für die Entscheidung der RC und das weitere Verfahren irrelevant ist.

Zitat
Möglicherweise besteht der Grund für diese Unterschiede auch lediglich in den offenbar unterschiedlichen Interpretationen.


Für sich unterscheidende Interpretationen, die konträre Auswirkungen nach sich ziehen, ist "lediglich" nicht die zutreffende Bezeichnung...

Zitat
Und wer kommt außerhalb von Religionsgemeinschaften für die Entschädigung von Opfern auf? Auf welche Weise kann man sich vor solchen Verbrechen "versichern", sodass man nicht Opfer wird? Mal abgesehen davon, dass kein Geld der Welt den eigentlichen Schaden auffangen kann? In dem Maße, wie Geld helfen kann, soll es helfen. Man spendet ja auch für Menschen die anderweitig durch menschliches Versagen in Notsituationen gekommen sind.


Kann es sein, dass Du mich nicht verstehen willst? Rein rechtlich ist für die Zahlung einer Entschädigung, eines Schmerzensgeldes oder ähnlicher finanzieller Leistungen an die Opfer immer der Verursacher "zuständig", also prinzipiell der jew. Täter. Bei den von mir angesprochenen Opferentschädigungen in Millionenhöhe handelt es sich aber hingegen um Leistungen, die die Organisation der Zeugen Jehovas entweder aufgrund eines geschlossenen Vergleichs zur Vermeidung eines Gerichtsverfahrens oder aufgrund richterlicher Entscheidung erbringen musste. Diese Entscheidungen beruhen auf der Tatsache, dass anzeigepflichtige Straftaten den für die Strafverfolgung zuständigen Behörden seitens der Organisation der ZJ nicht zur Kenntnis gebracht wurden und der eigentliche Täter somit seinerzeit nicht belangt werden konnte. Insofern sind diese "Versäumnisse" als eigenständige Tat zu betrachten und entsprechend zu verfolgen. Wenn sich aus diesen "Versäumnissen" Zahlungen ergeben, die aus mühsam gesammelten Spenden getätigt werden müssen, würde ich mich als "einfacher" ZJ-Angehöriger schon fragen, ob diese "Versäumnisse" nicht hätten vermieden werden sollen...

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

22.03.2017 17:25
#172 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Zitat von Athon in #171
Wir hatten unlängst bereits übereinstimmend festgestellt, dass unser beider Meinung für die Entscheidung der RC und das weitere Verfahren irrelevant ist.

Ja, also warum erwähnst du es dann trotzdem weiterhin in diesem Kontext?

Zitat von Athon in #171
Für sich unterscheidende Interpretationen, die konträre Auswirkungen nach sich ziehen, ist "lediglich" nicht die zutreffende Bezeichnung...

Vor allem, wenn wenn man einer bestimmten Wertung, die sich aus den konträren Auswirkungen ergeben, den Vorrang einräumt, nicht wahr Athon?

Zitat von Athon in #171
Kann es sein, dass Du mich nicht verstehen willst?

Wenn du das so interpretierst - Andersherum gefragt: Muss ich dir zustimmen, damit ich dich verstehen will? Es entsteht der Eindruck als hättest du ein Problem mit anderen Sichtweisen.

Zitat von Athon in #171
Insofern sind diese "Versäumnisse" als eigenständige Tat zu betrachten und entsprechend zu verfolgen. Wenn sich aus diesen "Versäumnissen" Zahlungen ergeben, die aus mühsam gesammelten Spenden getätigt werden müssen, würde ich mich als "einfacher" ZJ-Angehöriger schon fragen, ob diese "Versäumnisse" nicht hätten vermieden werden sollen...


Welches "Versäumnis" soll denn nicht vermieden werden? Auf diesem Niveau können wir auch über die Millarden Steuergelder (Pflichtabgaben!) sprechen, die jedes Jahr verschwendet bzw. veruntreut werden. Was kannst du denn effektiv zur Vermeidung solcher Versäumnisse beitragen? Wie sieht dein Handlungsspielraum aus? Immerhin haben diese Versäumnisse ja auch Auswirkungen auf dich... es sollte also in deinem Interesse liegen.


In Memory of Soul-Society

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Beiträge: 2.636

23.03.2017 15:30
#173 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Sollen jetzt auch noch die Weltmenschen in Schadenshaft genommen werden, dass bei den Zeugen Jehovas Pädophile unbehelligt im Paradies leben?

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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23.03.2017 16:35
#174 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

Na, du kommst ja auf Ideen... hätte ich jetzt nicht von dir gedacht!


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Athon Offline




Beiträge: 1.330

25.03.2017 07:31
#175 RE: Die Zeugen Jehovas - Noch offene Fragen antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #172
Ja, also warum erwähnst du es dann trotzdem weiterhin in diesem Kontext?


Weil Du mich in #168 entsprechend gefragt hast...

Zitat
Andersherum gefragt: Muss ich dir zustimmen, damit ich dich verstehen will? Es entsteht der Eindruck als hättest du ein Problem mit anderen Sichtweisen.


Du bist also -wenn Du mir nicht zustimmst- der Ansicht, dass seitens der ZJ-Mitglieder gesammelte Spenden für Entschädigungszahlungen an Missbrauchsopfer gut angelegtes Geld ist? Wäre es nicht sinnvoller gewesen, diese finanziellen Mittel in vorbeugende Maßnahmen zu investieren, statt diese abscheulichen Verbrechen jahrzehntelang intern behandeln zu wollen? (Um es nicht "Vertuschung" zu nennen). Denn sowas kommt von sowas... Wenn dies Deine Sichtweise ist, habe ich damit wahrlich ein Problem.

Zitat
Welches "Versäumnis" soll denn nicht vermieden werden?


Da ist wohl ein "nicht" zuviel...

Zitat
Auf diesem Niveau können wir auch über die Millarden Steuergelder (Pflichtabgaben!) sprechen, die jedes Jahr verschwendet bzw. veruntreut werden. Was kannst du denn effektiv zur Vermeidung solcher Versäumnisse beitragen? Wie sieht dein Handlungsspielraum aus? Immerhin haben diese Versäumnisse ja auch Auswirkungen auf dich... es sollte also in deinem Interesse liegen.


Snooker, Du hattest schon bessere Vergleiche. Denn eine ungesetzliche Handlung wird ja nicht automatisch dadurch "besser" oder legal, wenn man sie einer anderen ebenso ungesetzlichen oder fragwürdigen Handlung gegenüberstellt.

Zitat
Vor allem, wenn wenn man einer bestimmten Wertung, die sich aus den konträren Auswirkungen ergeben, den Vorrang einräumt, nicht wahr Athon?


Soll mich mein Gewissen plagen, wenn ich das Verhindern strafrechtlicher Verfolgung als "nicht so schlimm" ansähe? Du selbst hast dieses Vorgehen seitens der ZJ unlängst als "Versäumnis" bezeichnet. Womit hast Du also ein Problem?

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