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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 399 mal aufgerufen
 Christentum
Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

21.02.2017 08:19
Der Krieg der Engel antworten

Der gefallene Engel ist fürwahr kein richtiger Engel mehr. Ein anderer Engel, der bis heute einer geblieben ist, hat ihn im Zweikampf besiegt und auf die Erde herabgeworfen. So jedenfalls steht’s im letzten Buch auf den letzten Seiten der Bibel, hat mir der alte Prediger mal zum Schmökern mitgegeben, ein irres Buch mit tausend rätselhaften Bildern, Schreckensgesichten und grusligen Gestalten. Und der Luzifer, Satan, Diabolus, Pferdefuß, Stinkstiefel und Teufel kommt da drin auch öfter mal zur Sprache. Unter anderem eben, als er von Michael, seinem himmlischen Ex-Gegenüber und kommenden Gegner, zum Widersacher degradiert wurde, zur Schlange und zum Versucher.

Micchaäl ist hebräisch und bedeutet soviel wie „Wer ist wie Gott?“ Und Luzifer heißt eigentlich nichts anderes als „Lichtträger“. Weil der Luzifer früher Shamael oder so ähnlich hieß, vor Gottes Thron herumstand und eine große hell leuchtende Flamme auf einem Leuchter in Händen hielt, die das ewige Licht darstellen sollte, das Licht schlechthin, also alles Helle und Gute eben, in gewissem Sinne Gott selbst, ist ihm diese exponierte Stellung irgendwann zu Kopf gestiegen, und er wollte daselbst auf dem Thron sitzen und mal ein wenig Gott spielen, also genau genommen wollte er genau so allmächtig und allwissend sein wie dieser und kein englischer Kronleuchter mehr. Was ihm nun nicht so gut bekommen ist, denn als der Michael angeflogen kam und den Schlingel auf dem göttlichen Thron der Herrschaft sitzen sah, - Gott war gerade anderweitig beschäftigt und schuf, soweit ich weiß, die Eva aus einer Rippe des schlafenden Adam, was im Nachhinein zu dieser seltsamen Verknüpfung der beiden unabhängig voneinander stattfindenden Ereignisse führte, sprich irgendwie war plötzlich die Eva an allem schuld, wie das eben in Männerhierarchien manchmal so läuft - also als der den Möchtegerngott da thronen sah, wurde er ziemlich ungehalten, packte ihn am noch weißen Kragen und die beiden haben sich heftig geklopft und vermöbelt, wobei ihnen die jeweiligen Anhänger blitzartig zur Seite sprangen und kräftig mitmischten, man kennt derlei wundersame Vermehrungen und Vermengungen ja hinlänglich.

Eigentlich war der Luzifer der schönste, größte, stärkste und mächtigste Engel von allen, aber Michael entzündete kurzerhand und wild entschlossen sein Schwert an der Flamme des Leuchters, den Luzifer achtlos stehen hatte lassen, und drosch damit auf den vermessenen Emporkömmling ein, bis dieser schließlich das Gleichgewicht verlor und von seiner Wolke Sieben stürzte, ziemlich jäh und tief, und weil er über eine schier unwiderstehliche Anziehungskraft verfügte, all seine Fans gleich mit ihm. Und als Gott wiederkam und den zerrupften und angeschlagenen Haufen seiner geschwundenen Heerscharen sah, wurde er ziemlich heilig zornig, Michael petzte natürlich auf Teufel komm raus, und in seiner Raserei sprach Gott dem Luzifer sämtliche Privilegien eines Cherubim ab und ließ ihn für alle Zeit auf Erden schmoren. Als eigenen Wohnraum und Rückzugsort gewährte er dem Geschassten immerhin die eigens dafür geschaffene Hölle, weil er eben Gott ist, gütig und nicht nachtragend.

Soweit so gut, nur fühlte sich der fluguntüchtige und verkohlte Luzifer tief gekränkt und gedemütigt, schmollte fürchterlich und schwor dem Tyrannen da oben ewige Rache. Der Einfachheit halber und um sein Sturztrauma zu bewältigen nannte er sich fortan „der gefallene Engel“. Nebst unzähligen anderen Namen und Ehrenbetitelungen, eitel wie er nun mal ist. Und weil er einen Haufen Personal mitgebracht hatte, eine richtige Armee, fiel er ohne Zögern hemmungslos über die ahnungslosen Menschen her und versuchte sie mit allerlei denkbarer Raffinesse auf seine Seite zu ziehen, wobei ihm der ausreichend strahlende Rest seines Lichtscheins zugute kam, den er beim Sturz nicht völlig verloren hatte und immer noch mit sich trug. Er war so gesehen der erste Blender. Der Blender aller Blender sozusagen. Es ging im Grunde weniger um die zehn Gebote und deren Einhaltung, das brachte sowieso kein Mensch auf die Reihe, weshalb sich eine Verführung zu Gesetzesverstoß und Übertretung als unzureichend für seine Zwecke erwies, weil Gott gegensteuerte, andauernd am Vergeben und Verzeihen war, ihm so jeden Wind aus den Segeln nahm und das genaue Gegenteil dessen bewirkte, was ursprünglich in Luzifers Absicht lag, nämlich die Leute gegen seinen erklärten Todfeind aufzuhetzen. Also griff er auf die Taktik zurück, die ihm den ganzen Schlamassel eingebrockt hatte, er flüsterte dafür geeigneten Holzköpfen ein, dass sie selbst und kein anderer der liebe Gott seien, sprich schuf immer wieder mal eine Hand voll liebe Götter, denen in ihrem Status allwissender Allmacht alles erlaubt und genehm erschien, was ihren unanfechtbaren Standort ermöglichte, zur Schau stellte und zementierte. Völkermord, Unterdrückung, Terror, Eroberungskrieg, unverzügliche und vor allem diesseitige Erlösungsverheißung und dergleichen mehr, am überzeugendsten im Namen Gottes in die Wege geleitet und unter seinem Schutz und Schild ausgeführt, versteht sich.

Was die Auserwählten dann auch eifrig und beflissen in die Tat umsetzten, selbstredend gegen Ihresgleichen, die ihrerseits frevelhaft lästernd den gleichen Ehrenkodex für sich in Anspruch nahmen. Und Luzifer sorgte gleichzeitig mittels seiner Einflüsterungen und notorischen Lügen und Wahrheitsverdrehungen dafür, dass die Herrschaften auch über eine entsprechende Anzahl willenlos höriger Anhänger und Vasallen verfügten, die für gewöhnlich ihre Drecksarbeit zu verrichten hatten.

Das wurde Gott dann doch zu viel.

Der Allmächtige zitierte den Raphael zu sich, der war seinerzeit mit einem gewissen Tobit auf Erden gewandelt, um dem Burschen ein wenig unter die Arme zu greifen in einer Brautschauangelegenheit. Der hatte also bereits irdische Erfahrung gesammelt und war der geeignete Mann für die geheime Kommandosache und Mission Engelskrieg auf Erden. Und der zum General ernannte Raphael - Oberbefehlshaber blieb der dekorierte Michael - delegierte eine gewaltige Armee von Schutzengeln zu den Völkern, für jede Seele einen, also eine ganze Menge englischer Lichtgestalten, und es wurden immer mehr, je mehr Menschen geboren wurden. An der Wiege hing natürlich schon ein Spion des Luzifer rum, und die beiden stritten sich sofort unerbittlich gnadenlos und mit allen Tricks um die jeweilige kleine Seele, prügelten sich weiter, als diese größer wurde bis hinein ins Erwachsenenalter und bekriegten sich unablässig bis an die Schwelle des leiblichen Todes ihrer Schutzbefohlenen beziehungsweise Überzeugungsopfer. Vielleicht sogar noch hinterher, darüber gibt es keine verbindlichen Informationen, die einen sagen so die andern so, denkbar wäre es ohne weiteres.

So in etwa hab ich die Story verstanden, die mir der Prediger mal zum Thema Engel und gefallene Engel erzählt hat. Seiner Aussage nach hätte sich daran bis heute nichts geändert, kommt ein Kind zur Welt, geht's erst mal gewaltig zur Sache. Ziemlich rauflustige Gesellschaft wie es scheint, diese Engel.

KOLLEKTOR ( gelöscht )
Beiträge:

21.02.2017 13:10
#2 RE: Der Krieg der Engel antworten

Die Geschichte wird immer vom Sieger geschrieben, daher geniest der Engel einen Schlechten ruf! Ihr alle seid gefallenen Engel und der Sieger, hat euch belogen als er euch sagte das ihr seine Kinder wehrt, auch hat er euch belogen als er euch zum Affen degradiert hat!

Der Engel muss sich erheben und darf sich nicht alles gefallen lassen! Ihr seid der gefallene Engel, ihr müsst euch erheben!

Darum wird der gefallene Engel, immer als das Böse und Schlechte dargestellt wehrend sich dieser Gott immer als der gute inszeniert!


Gott, Allah, oder Jahwe ist der SATAN-der Antichrist der Teufel! Der Engel seid ihr alle !

KOLLEKTOR ( gelöscht )
Beiträge:

21.02.2017 15:36
#3 RE: Der Krieg der Engel antworten

„Ich sehe die Lüge des Krieges und seine Gesichtslosen Armeen, ich sehe die Lüge des Sieges und die erlogenen Taten mit den falschen Helden welche dafür stehen. Ich sehe die Schuld aller Namen dieser Welt, ich sehe die falschen Götter und ihren Schein der diese Menschen befällt. Ich sehe das große Chaos unter einer erzwungenen Hierarchie, aus Rache erfüllten Gesetzen und Regeln für eine genormte, eine geformte und unterdrückte Ordnung der göttlichen Dynastie. Jeder trägt die Uniform des Schurzes aus Stoff und Fell, jeder lebt von der Folter durch die eigene Sklaverei des Geldes, denn niemand kennt die Wahrheit und den Wert der Freiheit dieser Welt, nur eine Lüge die sich Arbeit nennt und dabei nur das Leben und den Geist, gar die ganze Welt verbrennt.“

„Ich sehe als das Ganze, das große Totenreich, gefangene der Seele in Gottes Unschuld Kleid, so sehe ich sie feiern den letzten Totentanz, sich an der Freude Unschuld klammern, in dieser gnadenlosen Zeit. So sehe ich auch das Verbrechen welch Gott den Menschen angetan, so sieht man auch die Sünde sprechen, denn sind sie alle selbst noch schuld daran. Nun sehe ich hier wieder alles rot, denn alle sind sie vor und nach dem Tode ewig Fleisch und von hier oben sind sie alle gleich, denn das Blut ist immer rot. Ich sehe wie das Fleisch hat ihren Weg verdorben und ihr süßer Durst nach Blut hat sie nun hierher verführt, doch haben sie dabei vergessen, dass sie sich dabei stets selber fressen.“

Und Gott sah, daß des Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag. (1. Buch Mose 6.5)

„Denn das Tier ist aus dem Mensch und der Mensch der wird bei Mond zum dem Tier. Doch im Rausch aus Blut und Lust, ist die Sünde ein Genuss, welchen es gilt rituell zu pflegen und mit beten zu belehren. Ich sehe es ist die süße Fleischeslust, welcher man muss sich verwehren, denn sie gibt uns unseren Todeskuss und verwehrt uns nur die Liebeslust, welche man hat hier verteufelt und die Wollust mit vorheuchelt, denn mit dem Ring an deiner Hand, nehme ich dich als Herr mir an. So sieht man auch des Weisheit Erbe und was es ausmacht hier auf Erden, so denkt dabei man nur an sich und vergisst die ganze Welt um dich, denn des Weisheit Gabe ist die Lüge, die uns jeder Mensch verspricht und sicher dann auch wieder bricht. Nun ist der Mensch gewisslich tot und darüber bitter böse, denn sein Herz ist kalter Stein, und durch das Schwert aus Erz und Blut in viele Stücke nun zerbrochen. So sehe ich es sind eure Opfer, die dem Gott so lieblich riechen, doch wird er sein Schwert gegen euch erheben und euer Leben vom Blute fordern. Bei dem jüngsten Weltgericht, seid ihr dann sein Leibgericht, drum könnt ihr nicht das Wort erheben, euer Blut müsst ihr ihm dafür geben. Denn was er liebt ist euer Blut, drum ist er selbst der Sünde Wut, so wird er über euch nur lachen, wenn ihr nach seinem Namen ruft, drum wird er euch stets nur missachten, denn von euerm Leid bekommt er nie genug.“

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

21.02.2017 20:50
#4 RE: Der Krieg der Engel antworten

Naja. Wenn du wirklich der gefallene Engel wärst, würdest du es ganz bestimmt niemandem sagen.

Es ist schon seltsam, einerseits wetterst du gegen einen betrügerischen Gott, den es andrerseits auch wieder gar nicht gibt, gegen einen blutrünstigen Tyrannen, der wiederum längst tot ist, von Anfang an tot war. Wenn doch sowieso alles nur Betrug ist, was haben die Betrogenen eigentlich zu befürchten von einem Betrüger, der gar nicht existiert? Ihnen im Grunde gar nichts kann? Wenn du jetzt Kirche sagen würdest anstatt Gott oder meinetwegen auch Religion, dann könnte ich mir noch einen Reim draus machen, aber so? Du führst ja deinen Zorn selbst zum Absurdum, indem du ihn gegen eine Fiktion richtest, da du mit deiner Aufhebung des Dualismus und der Gegensätzlichkeit Beides gleichermaßen zum Nichts des Irrtums erklärst. Die Umkehrung ändert ja nichts an dieser deiner völligen Negierung, ganz im Gegenteil. Was bleibt denn da übrig, gegen das du zürnst? Du selbst? Ich jedenfalls fühle mich nicht davon betroffen, dazu müsste ich mich erst als nicht existent definieren. Theoretisch denkbar, andrerseits... nö, mich gibt's schon.

Aber Engel bin ich mit Sicherheit keiner. Gegen wen sollte ich mich also erheben? Gegen Gott, der in Wahrheit Satan ist? Ist mir zu blöd, ganz ehrlich. Wenn dem so wäre, dann kann der mich mal. Reicht völlig.

DieGeheimnisse Offline



Beiträge: 435

22.02.2017 08:32
#5 RE: Der Krieg der Engel antworten

Du scheinst ja durch und durch ein Satanist zu sein, ich habe bisher niemanden getroffen der den bis in alle Ewigkeit verfluchten Iblis, so sehr lobt und verherrlicht. Ist er denn der Einzige seiner Art, gibt es keine weiteren Geschöpfe, die von der Art her genau so erschafft worden sind wie er und vor allem noch, wurden diese alle Untreu und Ungehorsam ihrem Schöpfer gegenüber, du scheinst ja sehr Gut informiert zu sein, es hört sich fast so an als wärst du bei all dem was vorfiel dabei gewesen nun da du so vertraut mit all den Dingen bist eine weitere Frage, es wird ja offenbart dass der Mistgeschöpf aller Mistgeschöpfen, der allein dazu Fähig ist Einflüsterungen zu geben damit die Seinen diese vollbringen durch einen treuen Engel mit einer brennenden Kette an seiner Hand festgenommen wird und tausend Jahre an einem Abgrund festgebunden wird, meinst du das es der Mikael sein könnte, der ihn zur Gefangenschaft zwingen wird und wenn es soweit ist, was werden dann all die Teufelskinder auf der Erde für einen Auftritt hinlegen ?

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

22.02.2017 12:57
#6 RE: Der Krieg der Engel antworten

Satanismus geht anders.

Das hier ist mehr so Äonen-mäßig abgestuft. Propator, Apator, Gott gleichbedeutend mit Nichtsein. Die geschaffene Welt hingegen vom Demiurg gemacht. Was leider nur der verstoßene Engel durchblickt. Schräger Vogel, dieser Pfauenkönig der 'abede-i Iblis. Aber das mit den Shaitan-perest ist wieder was anderes und hat mit Satanismus noch weniger zu tun. Der Satanismus setzt die Existenz Gottes voraus als Begründung für seine Opposition und den erklärten Krieg gegen seine Getreuen. Aber wenn dieser bekämpfte Gott gleich Satan ist, würden sich die Satanisten ja selbst bekämpfen. Luzifer gegen Satan, Belzebub gegen den Teufel, ein in sich zerstrittenes Reich - das haut nicht hin. In der Gnosis schon, weil da eben der Demiurg die Zielscheibe abgibt. Aber auch hier sind die Schützen die Erleuchteten und keineswegs die Satan-Verehrer. Kain, Sodomiten und Esau sind Träger des Wissens mit erlösender Kraft, wohingegen "der Herr dieser Welt das Blut liebt", laut der Peraten jedenfalls. Und Judas ist kein Verräter, sondern erleuchteter Übermittler der Erlösung. Ophiten und Naassener verehrten die Schlangen Chnufis und Chnovmis in kultischen Zeremonien, Initiationsritualen und Mysterien als das feuchte Element des Ursprungs. Apokryphon des Johannes, Archonten, Urmutter, Sabaoth... steckt fraglos Alles drin, aber eben nicht nur. Der Vater der Lüge gegen einen Betrüger? Ergibt alles keinen rechten Sinn. Auch die germanischen Götter wissen da nicht so Recht wohin mit ihren Geeren.

Scheint eine neue Lehre zu sein. Nur für Eingeweihte verständlich.

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