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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 120 Antworten
und wurde 5.716 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5
Reklov Offline




Beiträge: 5.085

22.03.2017 12:41
#26 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat
War irgendwann Mitte der Neunziger, wie die Zeit vergeht. Weltliteratur... darüber hab ich mir keine Gedanken gemacht,

Desperado,

... es gibt im Internet mehrere Portale, welche die besten (oder wichtigsten?) 100 Bücher der Weltliteratur benennen. Sicher ist nicht jede Platzierung dem Geschmack des einzelnen Lesers angepasst - aber, es wundert z.B. keinen, wenn darunter die großen, bekannten Autoren zu finden sind. Wie ich meine - zurecht, denn über die Hälfte davon habe ich gelesen.
So erreicht z.B. kaum einen der vielen historischen Romane die erzählerische/sprachliche Qualität von G. Flauberts Roman SALAMMBO. (Ein echtes Meisterwerk des großen Franzosen, dem Vater des modernen Romans, an dem er über 8 Jahre gearbeitet, dabei auch die Schauplätze, das alte Karthago, länger besucht haben soll.)

Hier nur ein link von vielen:

new.php?thread=4868&forum=3&reply=1&replyid=3206682

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.375

22.03.2017 15:14
#27 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #25
[quote]Wenn Du angibst, die "Konstruktion" einer Libelle sei durch etwas "Geistiges" erfolgt und deshalb selbst "Geistiges", befassen sich Wissenschaftler durchaus und ständig mit "Geistigem". Die vermeintliche "Exklusivität" Deiner Weltsicht würde zusammenbrechen wie ein Kartenhaus.
Blackysmart,

... eine "Form" kann zwar etwas über den "Geist" seines "Schöpfers" verraten, ist aber selbst lediglich "Materie". Leben ist nicht nur Materie, Reklov.
Die Form des Lebens wird durch Selektion zufälliger Mutationen und Vererbung geschöpft, wie wir aus der Züchtungslehre wissen, Reklov. Alle heute lebenden Hunde-Rassen stammen vom Wolf ab - ist heute mittels fortschrittlichster Technologien der Genanalyse unwiderlegbar nachgewiesen. http://www.n-tv.de/wissen/Ursprung-endli...le11727436.html
http://www.spektrum.de/news/hunde-sind-europaeer/1214108
Es gibt also keinen "Schöpfer" von Lebensformen, da die Formen des Lebens von den sehr manigfaltigen Umständen der Überlebens- und Fortpflanzungsbedingungen des jeweiligen Überlebensraumes "geprägt" werden. Und deine Fehleinschätzung dazu kommt daher, dass du glaubst, ohne intelligenten Informanten gäbe es keine Information.

Tatsächlich aber, ist "ALLES was IST" Information. Und entscheidend dabei ist das Vorhandensein des "Sensors" und die Auswertung. Ohne einen solchen Sensor mit Auswertung, ist Alles was IST ohne Bedeutung. Es mag zwar als Information vorhanden sein, aber nichts da ist, das die Informationen wahrnimmt und auswertet, dann sich kann das Universum noch viele weiter Milliarden Jahre um sich selbst drehen, ohne dass davon jemals Notiz genommen hätte.





Zitat von Reklov im Beitrag #25
[quote]
So ist z.B. die Karosserie eines Porsche-Modells noch nicht "Geist an sich", sondern lediglich geformte Materie!



Du hast sie wirklich nicht "Alle" Reklov!
Genauso könntest du behaupten, dass alle Bilder die du gemalt hast, nichts anderes sind als Materie. Da sie ja letztendlich aus nichts anders bestehen, als aus Pigmenten, Bindemittel und Trägermaterial in Breite mal Höhe.

Die Entwicklungsgeschichte von Stahl, Karbonfaser, Kunststoffen ist nicht einfach nur formen von Materie. Dahinter stecken tausende Jahre Erfahrungen von Versuch und Irrtum, weitergegeben als nützliche Informationen. Die Entwicklungsgeschichte der Werkzeuge, bis hin zu tonnenschweren Pressen, inklusive aller kleinen technischen Nebensächlichkeiten, wie galvanischen Korrosionsschutz, Licht-resistenter Farbpigmente.. usw. usf. Stahl liegt nicht einfach so als Materie in der Gegend herum.

Die Karosserie eines Porsches hat eine lange währende "Entwicklungsgeschichte" (Evolution) hinter sich und die auch nicht einfach nur linearen Verkettung verlaufen ist, sondern in vielen von einander völlig unabhängigen Parallelen.

Es ist schon erstaunlich, mit welch dümmlichen Übermut du anderen Leuten ständig vorwirfst, sie würden viel zu kurz denken, während du dich selbst ständig also "Ober-Art-Dirketor aller Kurzdenker beweist.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

22.03.2017 20:51
#28 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat
Die Welt ohne Schöpfergeist oder sonst irgend einen Gott zu erklären, erfordert um ein vielfaches mehr geistige Leistung, als der bequeme Glaube an Wunder.


Im Gegenteil!
Der Schöpferglaube ist der Glaube an das Überwunder.

Seltsamer Gedanke:
Der Schöpfer grübelt über den Bauplänen von Bandwürmern, Leberegeln, Pestbakterien, Malariaerregern u.s.w.
Dann doch eher durch Thermodynamik erzeugte Wirbel.
Ein Schöpferglaube kann absolut nichts erklären - versucht er es doch, so wird er monströs und erreicht den Gipfel aller Absurditäten.
Der Schöpferglaube ist (falls man bereit ist ihn wirklich ehrlich zu hinterfragen) nichts anderes als vollkommen absurd...

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.398

22.03.2017 21:41
#29 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat von Lukrez
Seltsamer Gedanke:
Der Schöpfer grübelt über den Bauplänen von Bandwürmern, Leberegeln, Pestbakterien, Malariaerregern u.s.w.
Dann doch eher durch Thermodynamik erzeugte Wirbel.
Ein Schöpferglaube kann absolut nichts erklären - versucht er es doch, so wird er monströs und erreicht den Gipfel aller Absurditäten.
Der Schöpferglaube ist (falls man bereit ist ihn wirklich ehrlich zu hinterfragen) nichts anderes als vollkommen absurd...

In der Tat: Seltsame Gedanken.


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Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

23.03.2017 08:04
#30 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #29
In der Tat: Seltsame Gedanken.

Stechmücken nicht zu vergessen!

Aus irgendwas muss Leben ja bestehen, das Ganze ist ein faszinierendes und überwältigendes Wunderwerk, ob mit oder ohne schöpferischen Geist und Ursprung, und auch wenn Frank Zappa das Gegenteil behauptet, sind wir nicht aus Plastik. Allerdings dabei, die Weltmeere zu vermüllen damit. Würde ein Steinzeitmensch in unsere Gegenwart purzeln, bedürfte es keiner unbekannten Erreger, seinen Aufenthalt zu verkürzen, die Gifte, mit denen wir Luft, Wasser und Nahrung verpestet haben und uns weitgehend immunisiert, würden ihn in kurzer Zeit töten. Da ist so Einiges irreversibel, wofür uns unsre Nachfahren nicht lieben werden, so sie denn die Kurve noch kriegen und ein Weiterleben auf unserem Planeten überhaupt ermöglichen, dessen Kapazität und Belastbarkeit nun mal begrenzt sind, ob uns das passt oder nicht. Und ob uns die Natur dafür straft oder Gott, dürfte sich auf dasselbe hinauslaufen.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.398

23.03.2017 09:04
#31 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat von Desperado
Da ist so Einiges irreversibel, wofür uns unsre Nachfahren nicht lieben werden, so sie denn die Kurve noch kriegen und ein Weiterleben auf unserem Planeten überhaupt ermöglichen, dessen Kapazität und Belastbarkeit nun mal begrenzt sind, ob uns das passt oder nicht. Und ob uns die Natur dafür straft oder Gott, dürfte sich auf dasselbe hinauslaufen.

Irreversibel triffts ziemlich gut. Ich würde daher mein Vertrauen nicht auf Menschen und ihre Bemühungen setzten, wenn es um die Erhaltung des Planeten als Lebensgrundlage für die Schöpfung geht. Wir nutzen jetzt schon mehr als einen Planeten was den Verbrauch von Ressourcen betrifft, wobei die Industrienationen mitsamt ihres modernen Kolonialismus den Löwenanteil für sich beanspruchen. Was für den Umweltschutz getan wird, ist Augenwischerei. Wer sich im Umfeld von Umweltverbänden auskennt wird wissen, dass auch dort wirtschaftliche Interessen und Kungeleien den Ton angeben. Was übrig bleibt sind ein paar Renaturierungsflächen, mit denen man das Stimmvieh bei Laune halten kann, ohne die eigentlichen Ursachen der Probleme an der Wurzel anzupacken. Denn dazu müsste man beim eigene Lebensstandart zurückschrauben. Aber ein T-Shirt für 3-5 Euro - Läuft doch! Und 150 PS sind nunmal besser als 60 oder 80 PS Und das sind noch Peanuts. Nee, der Mensch bekommt das Ruder nicht mehr rum. Am Ende kann er denn immerhin sagen: "Naja, es ist eben Evolution!". Und die verfolgt nunmal kein Ziel.


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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.375

23.03.2017 16:03
#32 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #31

Zitat von Desperado
Da ist so Einiges irreversibel, wofür uns unsre Nachfahren nicht lieben werden, so sie denn die Kurve noch kriegen und ein Weiterleben auf unserem Planeten überhaupt ermöglichen, dessen Kapazität und Belastbarkeit nun mal begrenzt sind, ob uns das passt oder nicht. Und ob uns die Natur dafür straft oder Gott, dürfte sich auf dasselbe hinauslaufen.
Irreversibel triffts ziemlich gut. Ich würde daher mein Vertrauen nicht auf Menschen und ihre Bemühungen setzten, wenn es um die Erhaltung des Planeten als Lebensgrundlage für die Schöpfung geht. Also weiter machen wie bisher, Snooker?



Also weiter machen wie bisher, Snooker? Die Menschheit ist gerade dabei künstliche Intelligenz zu vervollkommnen. Maschinen, die selbstständig Probleme erkennen und lösen und in mancherlei Hinsicht dem Menschen tausende Male überlegen sind. Zudem ist die Behauptung, dass die vom Menschen verursachte Umweltverschmutzung bis in alle Zukunft nicht mehr reversibel sei, genau der selbe Schwachfug wie die Behauptung, es gäbe keine vom Menschen verursachte Klimaerwärmung. Das ist nämlich das viel größere Problem. Und noch das größere Problem sind "Dummschwätzer" die "glauben" wollen, dass nur sie die einzig wahren Guten sind, weil sie die Bibel, den Koran oder sonst eine prähistorische Heils-Lehre richtig auslegen... und dann auch noch den Menschen einreden, dass man bei allem dem sich ruhig nur auf Gott verlassen darf, der uns dann ja eine neue Welt zur Verfügung stellt.

Es werden fast täglich neue Mikrobenarten entdeckt, die selbst härtesten Plastik und Reifengummi nicht verschmähen. In Erkenntnis dessen, dass wir auch immer besser die Technologien beherrschen, um damit Pflanzenarten und Mikroben dahingehend umzuprogrammieren, Umweltgifte effizienter zu verdauen, haben wir noch alle Chancen offen. Nur die ewig gestrigen die mit ihren Steinzeithirnen ewig leben wollen und glauben, dass es Wunder gibt, die ihnen das ermöglichen, sind das wirkliche Problem dieser Welt.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

23.03.2017 16:23
#33 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #32
... und dann auch noch den Menschen einreden, dass man bei allem dem sich ruhig nur auf Gott verlassen darf, der uns dann ja eine neue Welt zur Verfügung stellt. Nur die ewig gestrigen die mit ihren Steinzeithirnen ewig leben wollen und glauben, dass es Wunder gibt, die ihnen das ermöglichen, sind das wirkliche Problem dieser Welt.

Echt? Das sind die führenden Köpfe der Weltkonzerne? Naja dann...

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.398

23.03.2017 16:26
#34 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat von Perquestavolta
Also weiter machen wie bisher, Snooker?

Na - ist doch alles Evolution.... Da stellt sich die Frage doch überhaupt nicht.

Dass du dich über die Gläubigen so aufregst - alles Evolution Dass wir Gläubigen uns darüber amüsieren - alles Evolution. Du musst nur aufpassen, dass du nicht selbst irgendwann der Evolution den Vortritt lassen musst.

Hau rein, Perquestavolta ... bis zum nächsten Mal!


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Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

23.03.2017 20:42
#35 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Jedenfalls war der "Schöpfer" nachweislich ein wirklich übler und ganz fieser Bursche!
Eigentlich ist Qualzucht ja verboten.
Der "Schöpfer" darf seine Kreaturen natürlich grausam mit Finesse quälen und nutzt dieses auch weidlich aus.

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(Lukrez)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.398

24.03.2017 08:00
#36 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat von Lukrez
Jedenfalls war der "Schöpfer" nachweislich ein wirklich übler und ganz fieser Bursche!

Es hat schon so viele Vorstellungen vom Schöpfer gegeben, in denen er nachweislich ein wirklich übler und ganz fieser Bursche ist, je nachdem, welches Statement man politisch oder gesellschaftlich gerade vermitteln wollte. Für einen Atheisten muss Gott ja schon zwangsläufig und nachweislich wirklich ein übler und ganz fieser Bursche sein, wenn er denn existiert.

Und ansonsten ist es eben die Evolution, die dazu geführt hat, dass Menschen ein Empfinden für die Finesse der Qualen entwickelt haben, mit der sie andere Menschen bzw. Teilhaber der Natur quälen. Es ist eben doch alles Evolution


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Reklov Offline




Beiträge: 5.085

24.03.2017 10:46
#37 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat
Soll ich nun dagegen halten, dass sie Dir in der evangelisch protestantischen Kirche "vielleicht" auch nur das Gehirn geschädigt haben? Immerhin musstest du ja aus der Kirche austreten. "Vielleicht" haben sie Dich da ja auch nur hinaus geworfen.

Perquestavolta,

... wie meistens, liegst Du mit Deinen Vermutungen weit daneben! - Schon während des Konfirmationsunterrichts merkten mein damaliger Pfarrer und ich, dass ich wohl kein geeignetes "Schäfchen" der Gemeinde werden kann. Der Austritt kam dann später - und war freiwillig. Man versuchte zwar, mich mit einem Brief umzustimmen, darauf antwortete ich jedoch nicht.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.085

24.03.2017 11:08
#38 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat
Dass Frauen damals "Begatter" bevorzugten, die von den den Mächten des Schicksals bevorzugt schienen,

Perquestavolta,

... moderne Frauen suchen sich in jüngeren Jahren die Männer meistens nach anderen Kriterien aus, als in reiferem Alter.
Psychologen meinen, das erste "Voneinanderangetansein" (Sympathie) passiere bereits in den ersten Minuten einer Begegnung. Diese ersten positiven Signale müssen sich dann aber im Alltag noch unzähligen Prüfungen stellen.
Ob sich z.B. eine "Höhlenbewohnerin" ihren Mann nach seinen Jagdfähigkeiten oder anderen Vorzügen ausgewählt hatte (auswählen konnte?), oder von ihm einfach zur Frau "genommen" wurde, ist heute nicht mehr nachzuvollziehen. Ob sie dabei an die "Mächte des Schicksals" dachte oder mehr an praktische Dinge, kannst Du also nicht beurteilen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.085

24.03.2017 12:26
#39 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat
Und deine Fehleinschätzung dazu kommt daher, dass du glaubst, ohne intelligenten Informanten gäbe es keine Information.

Perquestavolta,

... Deine Fehleinschätzung liegt nun daran, dass Du glaubst, es gäbe eine "Information ohne einen Informanten"! Dies widerspricht jedoch der gesamten menschlichen Erfahrung. Aber - glaube, was Du möchtest (oder kannst) - es ist ja Dein Gehirn und Dein Leben.

Zitat
Ohne einen solchen Sensor mit Auswertung, ist Alles was IST ohne Bedeutung. Es mag zwar als Information vorhanden sein, aber nichts da ist, das die Informationen wahrnimmt und auswertet, dann sich kann das Universum noch viele weiter Milliarden Jahre um sich selbst drehen, ohne dass davon jemals Notiz genommen hätte.

Anstatt sich als "Sensor mit Auswertungen" zu verstehen, solltest Du Dir besser Gedanken machen, warum ein bewusstloses Universum wohl Wert darauf gelegt haben sollte, ein Wesen hervorzubringen, das von ihm "Notiz" nimmt! Doch nicht etwa aus Eitelkeit oder aus praktischer Gutmütigkeit?
Solchen Fragen gedanklich nachzugehen und nicht nur allein auf evolutionäre Entwicklungen zu blicken, welche in der Lage sind, Informationen auszuwerten, ist ebenfalls von "Bedeutung"! - Informationen spiritueller Art haben zudem eine ganz andere Eigenart, als jahrhundertelang gesammelte Informationen über Materialeigenschaften.

Zitat
Du hast sie wirklich nicht "Alle" Reklov!
Genauso könntest du behaupten, dass alle Bilder die du gemalt hast, nichts anderes sind als Materie. Da sie ja letztendlich aus nichts anders bestehen, als aus Pigmenten, Bindemittel und Trägermaterial in Breite mal Höhe.

Erst denken, dann schreiben und vor allem - stets besonnen bleiben! - Ich sagte ja in #25 unmissverständlich: Eine "Form" kann zwar etwas über den "Geist" seines "Schöpfers" verraten, ist aber selbst lediglich "Materie".

Um dies an einem Beispiel verständlicher zu machen:
Würden Aliens einer Lichtjahre entfernten Galaxie ein von uns gebautes unbemanntes Raumschiff in der Tiefe des Weltraums "auffischen", könnten sie zwar unser technisches know how und unsere damit verbundenen geistigen Fähigkeiten ordentlich einschätzen, - nur - vom eigentlichen Wesen eines "Erdenbewohners" hätten sie genauso wenig zutreffende Ahnungen/Informationen, wie sie z.B. eine Religionsgemeinschaft (oder Du!) von der Wortformel "Gott" haben kann.

Zitat
Es ist schon erstaunlich, mit welch dümmlichen Übermut du anderen Leuten ständig vorwirfst, sie würden viel zu kurz denken, während du dich selbst ständig also "Ober-Art-Dirketor aller Kurzdenker beweist.

Erstaunlich bleibt Dein Unvermögen, außerhalb Deines angelernten Bücherwissens, den Gedanken des EINEN nachzuvollzihen. Warum konnte z.B. der Glaube an "viele Götter"
sich nicht überall halten? Warum EINER?
Erstens wegen des Ranges seines Seins. Nur das EINE hat nichts außer sich. Daher ist der eine Gott nicht das numerisch Eine, denn dann könnten mehrere sein; nicht das Eine, dem ein Anderes gegenübersteht oder von IHM ausgeschlossen wird, denn dann wäre es nicht allumgreifend EINER.
Der EINE ist in seiner Einheit rationaler Denkbarkeit unzugänglich, weil, was immer wir denken, wir auch unterscheidend denken, als das Eine und das andere, und sei dieses das NICHTS.
Der EINE ist darum die in keiner Denkbarkeit zu begrenzende und zu erschöpfende Chiffer der Transzendenz.
Zweitens wegen der Zeiger auf das EINE aus den Grundcharakteren des Weltseins. Das Weltsein ist zerrissen, aber doch kann sich in dieser Zerrissenheit alles begegnen. Jedes Weltsein ist unvollständig und weist auf ein Anderes, das es ergänzt, und weiter ins Unabsehbare.

Das Weltwissen ist nicht abschließbar und die zerrissenen Weltbilder sind angewiesen auf ein Anderes und den sich dazu auftürmenden Fragen. Die Grenzen des Wissbaren finden in den Antinomien (Unvereinbarkeit von Gesetzen) keine Lösung, aber sie alle zeigen auf das, was im transzendierenden Sprung als das EINE gedacht wird.

Wenn Dir solche Sprache nichts "sagen" kann, dann bleibe bei den nachzumessenden Werten der Naturwissenschaften. Da bist Du evtl. besser aufgehoben und auch sicherer eingebettet.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.085

24.03.2017 12:35
#40 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat
Jedenfalls war der "Schöpfer" nachweislich ein wirklich übler und ganz fieser Bursche!
Eigentlich ist Qualzucht ja verboten.
Der "Schöpfer" darf seine Kreaturen natürlich grausam mit Finesse quälen und nutzt dieses auch weidlich aus.

Lukrez,

... fies sind höchstens manche Menschen, die, obwohl unwissend, sich zu Vertretern des "Schöpfers" aufblähen, um dann mit grausamer Finesse ihre Gegner zu quälen.
Mir scheint, Du verwechselst hier alttestamentarische Literatur mit einem Wissen über die Wortchiffre "Gott". (Ein Fehler!)

Ich jedenfalls wurde von diesem "ganz fiesen Burschen" noch nie gequält. Im Gegenteil - ich fühlte mich stets geleitet. Wenn Du diese Lebenserfahrung selbst noch nie machen konntest, kann ich es Dir auch nicht auf die Schnelle vermitteln.
So läuft eben jeder von uns in seinen speziellen Schuhen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.085

24.03.2017 13:33
#41 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat
Maschinen, die selbstständig Probleme erkennen und lösen und in mancherlei Hinsicht dem Menschen tausende Male überlegen sind.

Perquestavolta,

... das Programm einer Maschine ist lediglich so gut, wie ihr Programmierer. - Dass sie in vieler Hinsicht dann tausendmal schneller/besser agieren kann, als ihr Programmierer, ist für mich lediglich der Sieg des menschlichen Geistes über die bewusstlose Materie. "Probleme" wird eine Maschine nur "erkennen", wenn sie dafür vom Konstrukteur ausgelegt ist.

So kann z.B. ein hochentwickelter Schachcomputer zwar alle Gegner schlagen und dennoch ist auch ein solches Gerät zunächst mal auf eine allumfassende Programmierung aller möglichen Schachzüge (und den dazu nötigen Gegenzügen) angewiesen.
Trenne aber eine Maschine vom Stromkreis und schon steht sie still! Es sei denn, sie wäre in der Lage, sich eine eigene Stromquelle zu (be)schaffen. Würde die Maschine z.B. einen techn. Schaden erleiden, wäre sie ohne den Service eines Technikers ebenfalls sofort funktionsunfähig, es sei denn, sie wäre in der Lage (ohne die Hilfe des Menschen!), entsprechende Reparaturen an sich vorzunehmen oder gar die nötigen Ersatzteile selber zu bauen - bis hin zum Schöpfen entsprechender Rohstoffe und ihrer Weiterverarbeitung.

Angenommen die Menschheit würde wegen einer weltweiten Epidemie ganz von der Erde verschwinden, müssten die hochentwickelten Maschinen nun auch in der Lage sein, sich alleine weiter zu entwickeln, d.h., sich kreativ ständig neu zu verbessern, mit all den dazu gehörenden Detailarbeiten, welche bisher vom Menschen geleistet worden waren. Nur wäre ihre Arbeit dann auch sofort "sinnlos", denn kein Mensch würde ja die Maschinenarbeit "brauchen" es sei denn, die Maschinen entwickelten eigenes "Bewusstsein" und produzierten/fertigten nun lediglich eigene "Nachkommen". Dann aber wären sie irgendwann auch den gleichen Fragen ausgesetzt, wie wir Menschen es heute sind und würden sich wahrscheinlich auch fragen: "Wer eigentlich hat denn seinerzeit die ersten einfachen Programme/Entwürfe zu unseren ersten "Maschinengenerationen" geschrieben und wahrscheinlich würden die Maschinen über die unterschiedlichen Ansichten zu ihrem Programmierer/Konstrukteur/Ingenieur genauso streiten, wie es in diesem Forum geschieht.
Wären die Maschinen aber dazu dann doch nicht in der Lage, würden sie, wie bisher, irgendwann als funktionsunfähige Rostbeulen enden, ohne dass sie ein Schrotthändler abholte.

Aber solche weitergetriebenen "Vorstellungen" führen dann doch schnell zu einer Art technischem Aberglauben, wie er in manchen Science Fiction Filmen angeboten wird, in denen Menschen gegen Maschinen kämpfen.

Gruß von Reklov

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

24.03.2017 17:28
#42 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat
Und ansonsten ist es eben die Evolution, die dazu geführt hat, dass Menschen ein Empfinden für die Finesse der Qualen entwickelt haben, mit der sie andere Menschen bzw. Teilhaber der Natur quälen. Es ist eben doch alles Evolution


Also hat die Evolution die ansonsten wunderbare und perfekte "Schöpfung" vergurkt?
Evolution als unerwünschtes Schadprogramm das dem Schöpfer permanent dazwischenfunkt?

Wieso werden Menschen von Religionsanhängern immer in ganz besonderer Weise miesgemacht und ihnen die Verantwortung für alle Übel der Welt zugeschoben?
Ohne Menschen wäre diese Welt durchaus kein gemütlicherer Ort und mit genügend Übeln für die lebenden Kreaturen geschlagen.

__________________________________________________
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Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

24.03.2017 19:06
#43 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat von Lukrez im Beitrag #42
Wieso werden Menschen von Religionsanhängern immer in ganz besonderer Weise miesgemacht und ihnen die Verantwortung für alle Übel der Welt zugeschoben? Ohne Menschen wäre diese Welt durchaus kein gemütlicherer Ort und mit genügend Übeln für die lebenden Kreaturen geschlagen.


Ganz einfach, weil sie die Verantwortung dafür tragen, ohne den geringsten Zweifel, ob nun für Religionsanhänger oder Aliens, das hat nichts mit Menschenverachtung zu tun, sondern ist simple Tatsache. Das Übel für die lebenden Kreaturen ohne Menschen steht in keinem Verhältnis. Nicht ansatzweise. Vergleichsweise paradiesisch, unumwunden.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.375

24.03.2017 20:25
#44 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #36

Zitat von Lukrez
Jedenfalls war der "Schöpfer" nachweislich ein wirklich übler und ganz fieser Bursche!
Es hat schon so viele Vorstellungen vom Schöpfer gegeben, in denen er nachweislich ein wirklich übler und ganz fieser Bursche ist, je nachdem, welches Statement man politisch oder gesellschaftlich gerade vermitteln wollte.



Du stehst immer noch auf dem Kopf, Snooker? Seit wann kritisieren Atheisten einen Gott, bei den viel Gottesbildern die es eh schon gibt?
"Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde". Das wahre "Arschloch" ist also hier auf Erden.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.375

24.03.2017 20:41
#45 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #41

Zitat
Maschinen, die selbstständig Probleme erkennen und lösen und in mancherlei Hinsicht dem Menschen tausende Male überlegen sind.
Perquestavolta,

... das Programm einer Maschine ist lediglich so gut, wie ihr Programmierer.

Du kannst nicht mal 6 Bilder ins Forum stellen, Reklov.
Wie war das noch mit deiner Behauptung..? Wer selbst nie Fußball gespielt hat, sollte darüber gar nicht erst darüber reden. Dein Sohn spielt Klavier, Reklov. Und meiner macht gerade seine Master in Informatik an der TU München. Thema: künstliche Intelligenz. Intelligente Maschinen sind zwar Programme die zuerst mal von jemandem ausgeklügelt werden, die sich aber dann verselbstständigen, Reklov, und die dann auch dazu in der Lage sind, andere Maschinen ohne zutun menschlicher Hilfestellung selbstständig zu verbessern. Maschinen die durch lernen dazu in der Lage sind, Objekte zu erkennen, zu kategorisieren, zu sortieren und wieder richtig zuzuordnen.
Die Entwicklung solcher Maschinen ist schon relativ weit fortgeschritten und wird in den kommenden Jahrzehnten die menschliche Intelligenz in vielen Bereichen um den Faktor zigtausend überholen. Vorteil solcher Maschinen, man kann sie nach getaner Arbeit ausschalten und ins Regal stellen.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.375

24.03.2017 21:12
#46 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #41


So kann z.B. ein hochentwickelter Schachcomputer zwar alle Gegner schlagen und dennoch ist auch ein solches Gerät zunächst mal auf eine allumfassende Programmierung aller möglichen Schachzüge (und den dazu nötigen Gegenzügen) angewiesen.
So etwas kann jeder Informatiklehrling schon im ersten Semester, Reklov.
Moderne Schachcomputer benutzen komplexe Algorythmen, die selbstständig nach der besten Lösung eines Problems suchen und das ist nur möglich, wenn sie lernfähig sind. Sie passen sich an die Spielweise ihres menschlichen Gegners an und korrigieren ihre Datenbanken selbstständig. Von daher ist es heutzutage kaum mehr möglich gegen einen Schachcomputer zu gewinnen. Schachcomputer hatten früher mal die Schwachstelle, dass sie taktische "Opfergaben" und fingierte Flankenschwächen nicht besonders gut durchschauten. Heute wissen sie schon beim zweiten Spiel mit welchem Spieler sie es gerade zu zu tun haben, welche Spielfiguren er bevorzugt und gesperrt werden müssen.

Nur ganz nebenbei noch erwähnt, sind Schachcomputer eine meiner "Leidenschaften"...




Zitat von Reklov im Beitrag #41

Trenne aber eine Maschine vom Stromkreis und schon steht sie still!



Das ist eben der besondere Vorteil von Maschinen überhaupt. Intelligente Maschinen sollen Arbeiten erledigen, für die unsere Sinne und unser Körper nicht ausgelegt sind. Danach sollen sie uns aber keine Probleme schaffen. Maschinen können im Infrarotbereich sehen. Sie können Umweltgifte aufspüren. Den Verkehr regeln. Als Nachtwächter arbeiten. Gesichter erkennen. Sie können mit spezifischen "Geruchssensoren" ausgestattet werden, die Umweltsünder in "flagranti" erwischen. Sie können in tausenden Meter Tiefe des Ozeans sorglose "Altlasten" entschäfen.. welche dort hingelangt sind, als man noch glaubte "Gott wird uns die die Welt schon irgendwann erneuern"!

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.398

25.03.2017 07:09
#47 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat von Lukrez
Also hat die Evolution die ansonsten wunderbare und perfekte "Schöpfung" vergurkt?
Evolution als unerwünschtes Schadprogramm das dem Schöpfer permanent dazwischenfunkt?

Also entweder - oder! Entweder Schöpfung oder Evolution. Und wenn man von Evolution spricht kann man konsequenterweise nicht von "vergurken" sprechen. Denn was soll "vergurkt" worden sein? Bei der Evolution gibt es ja kein Konzept, keine Planung, kein Ziel. Das sagen gerade Evolutionsvertreter mit einer beeindruckenden Vehemenz, um sich von der Schöpfung, bei der ein Plan umsetzt wird und die ein Ziel verfolgt, abzuheben. Demnach ist alles, was geschieht, Evolution. Egal was und vor allem egal wie es geschieht. Das ist konsequent.

Zitat von Lukrez
Wieso werden Menschen von Religionsanhängern immer in ganz besonderer Weise miesgemacht und ihnen die Verantwortung für alle Übel der Welt zugeschoben?
Ohne Menschen wäre diese Welt durchaus kein gemütlicherer Ort und mit genügend Übeln für die lebenden Kreaturen geschlagen.

Zunächst einmal sitzen Religionsanhänger und Vertreter der Evolutionstheorie in einem Boot, wenn man den Planeten Erde so nennen möchte. Die Vertreter beider Sichtweisen sind Menschen. Dass immer die anderen Schuld an den Problemen sind ist ein Phänomen, das so alt ist wie die Menschheitsgeschichte. Die Gründe für dieses Verhalten mögen unterschiedlich bewertet werden - Fakt scheint aber zu sein, dass der Mensch in seiner aktuellen mentalen Konstitution im Allgemeinen mehr schlecht als recht dazu in der Lage ist, Verantwortung für ein bestimmtes Fehlverhalten zu tragen. Das können wir nahezu jeden Tag im Alltag erleben. Wenn der Mensch das Resultat einer Evolution ist - dann ist das eben so - und man brauch sich letztlich nicht zu fragen warum. Es ist, wie es ist - Evolution. Die Frage nach dem Warum stellt sich allerdings sehr wohl, wenn der Mensch von einem Schöpfer geschaffen wurde. Aber auch hier ist die Antwort der heiligen Schrift nicht für jeden nachvollziehbar.

Hinsichtlich der Welt ohne die aktuelle Ausbaustufe Mensch, bin ich ganz der Meinung von Desperado. Ein Mensch, der sich als Produkt einer planlosen, ziellosen Evolution versteht, kann der Planet offensichtlich nicht mehr lange ertragen. Die Natur wäre in dieser Situation ohne den Menschen tatsächlich besser dran, weil der Mensch ja seiner Verantwortung der Natur gegenüber in keiner Weise nachkommt. Das sieht man schon alleine, wenn man die Autobahn entlangfährt und mal rechts und links auf die Hinterlassenschaften in der Böschung schaut. Besonders schlimm ist das an Auf/Ausfahrten. Das sind noch nicht mal die Superreichen, die Magnaten, die Tycoone, die hier im Alltag die Natur verdrecken. Das sind ganz normale Menschen, denen das Bewusstsein für die Verantwortung der Natur gegenüber abhanden gekommen zu sein scheint. Aber es steht ja ein größeres Update an. Dann wird man sich wieder an die neuen Gegebenheiten anpassen müssen.


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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.398

25.03.2017 07:24
#48 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat von Perquestavolta
Du stehst immer noch auf dem Kopf, Snooker?

Solange du das so siehst, bin ich ganz zufrieden.

Zitat von Perquestavolta
Seit wann kritisieren Atheisten einen Gott, bei den viel Gottesbildern die es eh schon gibt?

Um sich von den Theisten abzusetzen und sich als etwas Besseres zu fühlen. So wie du das hier vorbildlich demonstrierst:

Zitat von Perquestavolta
Ihr seid alles Versager und abscheuliche Lügner und dass euch das Leben dafür immer öfter und heftiger in den Arsch tritt, sollte euch eigentlich nicht wundern.



oder hier:

Zitat von Perquestavolta
Du bist im technischen und naturwissenschaftlichen Verstehen und Denken "blond", wie eine Ackerscheuche, der nur Stroh unterm Hut wächst.




Zitat von Perquestavolta
"Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde". Das wahre "Arschloch" ist also hier auf Erden.

Schön, dass du das so ehrlich zugibst. Aber wie dem auch sei: Es ist alles Evolution.

Hau´ rein, Perquestavolta, bis zum nächsten Mal und vielen Dank für den heiteren Start in den Tag!


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Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

25.03.2017 07:39
#49 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Der Umgangston lässt zu wünschen übrig, da beißt die Maus keinen Faden ab.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.398

25.03.2017 07:42
#50 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus Antworten

Zitat von Perquestavolta
Die Entwicklung solcher Maschinen ist schon relativ weit fortgeschritten und wird in den kommenden Jahrzehnten die menschliche Intelligenz in vielen Bereichen um den Faktor zigtausend überholen. Vorteil solcher Maschinen, man kann sie nach getaner Arbeit ausschalten und ins Regal stellen.

Ich freue mich schon auf die Entwicklung eines "Theisten-Beschimpfomats", der dann nach deiner Zeit deine Rolle hier übernimmt. Das ist doch bestimmt eine Maschine in deinem Sinn. Die Umsetzung wirst du doch bestimmt fördern und dein Sohn hat das nötige Know-How. Dann klappt das bestimmt auch mit der Intelligenz!


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