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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 120 Antworten
und wurde 4.972 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

25.03.2017 07:57
#51 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #47
Ein Mensch, der sich als Produkt einer planlosen, ziellosen Evolution versteht, kann der Planet offensichtlich nicht mehr lange ertragen. Die Natur wäre in dieser Situation ohne den Menschen tatsächlich besser dran, weil der Mensch ja seiner Verantwortung der Natur gegenüber in keiner Weise nachkommt.

Die Frage, wie lange die Erde den Menschen noch ertragen kann oder will, stellt sich genau so für die Gläubigen. Macht euch die Erde untertan... nun, was ist von einem Regenten zu halten, der seinen Untertanen den letzten Lebensraum raubt, sie gewissenlos ausbeutet und entsetzlich grausam schindet, ganze Populationen an den Rand der Ausrottung mordet aus purer Gewinnsucht, sie zum entwürdigenden Opportunismus zwingt, damit sie überhaupt noch eine Überlebenschance haben, und sich dann auch noch über ihren "Terror" beklagt usw. usf. etc. pp... In welchen Lebensraum auch immer der Mensch eindringt, beginnt das Artensterben.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.109

25.03.2017 09:04
#52 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Desperado
Die Frage, wie lange die Erde den Menschen noch ertragen kann oder will, stellt sich genau so für die Gläubigen. Macht euch die Erde untertan... nun, was ist von einem Regenten zu halten, der seinen Untertanen den letzten Lebensraum raubt, sie gewissenlos ausbeutet und entsetzlich grausam schindet, ganze Populationen an den Rand der Ausrottung mordet aus purer Gewinnsucht, sie zum entwürdigenden Opportunismus zwingt, damit sie überhaupt noch eine Überlebenschance haben, und sich dann auch noch über ihren "Terror" beklagt usw. usf. etc. pp...

Von so einem Regenten ist nichts zu halten. Zu Bedenken ist allerdings, dass der Auftrag Gottes, sich die Erde untertan zu halten, vor der Abkehr des Menschen von Gott gegeben wurde, und sowohl Adam und Eva diesem Auftrag bis zur Sünde auch vollkommen nachkommen konnten, weil sie die Anweisungen des Schöpfers beachteten. Mit dem Sündenfall - das heißt der Rebellion gegen Gottes Anweisungen - änderte sich das allerdings zu Ungunsten des Menschen und der Schöpfung, deren Teil er ja ist. Fortan konnte der Mensch den Auftrag Gottes, sich die Erde untertan zu halten nicht mehr ausführen. Von den Tieren wird zum Beispiel berichtet, dass sie nach der Flut Furcht vor den Menschen entwickelten. Offensichtlich trat also nach der Flut eine Justierung ein, die ganz deutlich macht, dass der Mensch ohne die Anweisungen des Schöpfers mit dem Planeten und der Schöpfung nicht entsprechend umgehen kann. Das zeigt sich heute an dem, was du anführst: die Ausbeutung von Mensch und Natur, das Artensterben, und natürlich auch Gewalt und Terror "Mensch gegen Mensch", sei er religiös oder politisch (meistens beides) motiviert.

So kann und wird es natürlich nicht ewig weitergehen: Die Natur könnte ohne den Menschen, der Mensch aber nicht ohne die Natur. Deswegen lautet auch eine Prophezeihung aus der Offenbarung:

Zitat
Und die Nationen sind zornig gewesen, und dein Zorn ist gekommen und die Zeit der Toten, dass sie gerichtet werden und dass du den Lohn gibst deinen Knechten7, den Propheten, und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und die du verdirbst, welche die Erde verderben.

Eine deutliche Ansage an alle Menschen, als Warnung aber besonders an diejenigen, die heute zu denen zählen, die die Erde respektlos behandeln und sie verwüsten.

Der Planet als solches wird bestehen bleiben. Und das ist die Kategorie von Menschen, die auf der Erde leben werden: Ps. 37:11

Zitat
Die Gerechten werden das Land besitzen und für immer darin wohnen.

Generell ist Psalm 37 sehr lesenswert, was die Zuversicht für Mensch und Planet Erde betrifft.


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Reklov Offline




Beiträge: 4.481

25.03.2017 10:29
#53 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat
Zu Bedenken ist allerdings, dass der Auftrag Gottes, sich die Erde untertan zu halten, vor der Abkehr des Menschen von Gott gegeben wurde, und sowohl Adam und Eva diesem Auftrag bis zur Sünde auch vollkommen nachkommen konnten, weil sie die Anweisungen des Schöpfers beachteten.

SnookerRI,

... man sollte von der Genesis nicht so sprechen, als sei sie ein Tatsachenbericht. Nicht nur meiner Meinung nach, ist sie eine Allegorie, also ein "Sprachbild", mit dem sich der Mensch der Frühantike eine Weltentstehung "malte".

Zitat
Von den Tieren wird zum Beispiel berichtet, dass sie nach der Flut Furcht vor den Menschen entwickelten.

Wie Du es ja bereits ausdrückst: ... "es wird berichtet". - Nun ist es am Einzelnen, zu fragen, inwieweit er diesen Berichten folgen möchte/sollte/kann.

Zitat
die Ausbeutung von Mensch und Natur, das Artensterben,

Ein Artensterben gab es auch schon zu Zeiten, als der Mensch die Natur noch in keiner Weise ausbeutete. Wie es Fachleute erklären, sterben manche Arten nicht einfach aus, sondern "wandeln" sich nur stark in Größe und Form. Aber - die heutigen Nachrichten über das Aussterben mancher Tierarten sind alarmierend. So sind z.B. die nützlichen Bienenvölker in manchen Gebieten völlig verschwunden und manche Obstplantage "mietet" sich deswegen einen Unternehmer mit großem Bienen-LKW, der im Frühjahr bei ihnen vorfährt, seine Bienenvölker ausschwärmen lässt und somit für eine hinreichende Befruchtung der Obstbäume sorgt.

Zitat

Der Planet als solches wird bestehen bleiben. Und das ist die Kategorie von Menschen, die auf der Erde leben werden: Ps. 37:11


>> Aber die Elenden werden das Land erben und Lust haben in großem Frieden... << - verspricht der Psalm. Er redet aber nicht von dem Untergang, welcher unserer Erde und ihren Nachbarplaneten bevorsteht, wenn der große Gasball SONNE seinen Wasserstoff/Heliumvorrat (in etwa 4,5 Milliarden Jahren) verbraucht haben wird.

Gruß von Reklov

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

25.03.2017 11:43
#54 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat
Das Übel für die lebenden Kreaturen ohne Menschen steht in keinem Verhältnis. Nicht ansatzweise. Vergleichsweise paradiesisch, unumwunden.


Eine wirklich sehr romantisch kitschige Sichtweise.
Allerdings fernab jeder Realität!
Naturkatastrophen haben Flora und Fauna oft global bis an den Rand des Untergangs gebracht.
Bisher ist das den Menschen aber noch nicht gelungen.
Von der Brutalität der Natur hast du offensichtlich keinerlei Vorstellungen!
In der Natur sterben nämlich die meiste Nachkommen ziemlich bald elendiglich nach der Geburt oder dem Schlupf!
Der Mensch macht da dank seiner kulturellen Errungenschaften eine Ausnahme von der man nicht auf die Natur an und für sich schließen kann.
Und bezüglich Massentierhaltung - auch die Natur betreibt Massentierhaltung für die Prädatoren!
Zusätzlich auch massive Überproduktion von Nachkommen als "Futter" für die Auslese.
Was den Menschen gefährlich und besonders macht ist ausschließlich seine schiere Menge und nicht seine bösartige Art oder sein bösartiges Verhalten!
Der Mensch erdrückt und zerstört die Natur durch seine Menge und eben nicht durch seine Bösartigkeit!
Auch invasive Tierarten können durch Massenausbreitung Lebensgemeinschaften kollabieren lassen.
Auch hier ist der Mensch keine Ausnahme!

Wer den Menschen Bösartigkeit unterstellt und zu "paradiesischen" Urzuständen zurück will, der muss konsequent jeden technischen oder medizinischen Fortschritt ablehnen!
Dann muss der Mensch wieder zurück in den Kreislauf der natürlichen Auslese durch die Natur.
Dann hätte das Mängelwesen Mensch aber nichts mehr zu lachen.
Ihr glaubt tatsächlich das wäre dann das Paradies?
Naive, romantisch kitschige Vorstellung!

In einer Zeit in der ein fehlendes Smartphone schon als regelrechte Amputation wahrgenommen wird erst recht lächerlich.

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De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.109

25.03.2017 12:15
#55 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Reklov
... man sollte von der Genesis nicht so sprechen, als sei sie ein Tatsachenbericht. Nicht nur meiner Meinung nach, ist sie eine Allegorie, also ein "Sprachbild", mit dem sich der Mensch der Frühantike eine Weltentstehung "malte".

Das ist deine Herangehensweise und diese sei dir auch vollumfänglich belassen. Wie du es aber selbst ein paar Zeilen später sagst:

Zitat von Reklov
Nun ist es am Einzelnen, zu fragen, inwieweit er diesen Berichten folgen möchte/sollte/kann.

...hoffe ich darauf, dass du deine eigenen Worte ernst nimmst und auch so meinst, wie du es schreibst

Zitat von Reklov
Ein Artensterben gab es auch schon zu Zeiten, als der Mensch die Natur noch in keiner Weise ausbeutete.

Konkret ging es hier allerdings - so ich denn Desperado richtig verstanden habe - um das Artensterben, welches durch den Eingriff des Menschen in die FFH (Fauna/Flora Habitate), also die Lebensräume der einzelnen Tiere und Pflanzen verursacht wird, sowie die durch den Eingriff des Menschen entstandenen und entstehenden Konsequenzen für die Ökosysteme.

Zitat von Reklov
Aber - die heutigen Nachrichten über das Aussterben mancher Tierarten sind alarmierend. So sind z.B. die nützlichen Bienenvölker in manchen Gebieten völlig verschwunden und manche Obstplantage "mietet" sich deswegen einen Unternehmer mit großem Bienen-LKW, der im Frühjahr bei ihnen vorfährt, seine Bienenvölker ausschwärmen lässt und somit für eine hinreichende Befruchtung der Obstbäume sorgt.

Das als Beispiel.

Zitat von Reklov
Er redet aber nicht von dem Untergang, welcher unserer Erde und ihren Nachbarplaneten bevorsteht, wenn der große Gasball SONNE seinen Wasserstoff/Heliumvorrat (in etwa 4,5 Milliarden Jahren) verbraucht haben wird.

Lass uns erst mal dahinkommen, Reklov. 4,5 Mrd. Jahre sind zwar im Verhältnis zur Ewigkeit ein kurzer Zeitraum aber für uns doch zunächst einmal eine Spanne, die individuell erlebt werden will.


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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.109

25.03.2017 12:22
#56 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Lukrez
Wer den Menschen Bösartigkeit unterstellt und zu "paradiesischen" Urzuständen zurück will, der muss konsequent jeden technischen oder medizinischen Fortschritt ablehnen!
Dann muss der Mensch wieder zurück in den Kreislauf der natürlichen Auslese durch die Natur.
Dann hätte das Mängelwesen Mensch aber nichts mehr zu lachen.
Ihr glaubt tatsächlich das wäre dann das Paradies?
Naive, romantisch kitschige Vorstellung!

Warum ist das dann deine Vorstellung vom "Paradies"? Wer erzählt denn was von der Ablehnung jedweder Wissenschaft und Technik ausser denjenigen die diese Abgrenzung brauchen, ums ihr Verständnis des "Kreislaufs der natürlichen Auslese" zu untermauern?

Wenn es so käme, wie du es dir vorstellst, würde das womöglich sogar dem "Mängelwesen" Mensch seine Gefährlichkeit nehmen. Das wäre doch mal ein Ansatz. Bist du bereit, einen solchen Ansatz konsequent zu unterstützen?


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Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

25.03.2017 14:06
#57 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Lukrez im Beitrag #54
Eine wirklich sehr romantisch kitschige Sichtweise. Allerdings fernab jeder Realität!


Überhaupt nicht. Überlebenskampf inklusive, Naturkatastrophen inklusive, Seuchen inklusive. Alles ein Klacks gegen die Bedrohung durch den Menschen und seine "Errungenschaften". Alles im Gleichgewicht, alles im steten Kreislauf der Natur und ihrer Jahreszeiten, alles in der Freiheit wilden Lebens. Was uns als grausam erscheint, ist für sie unausweichlicher aber fester Bestandteil ihres Alltags, Wildtiere, die zum Beuteschema von Fleischfressern gehören, erfahren ihre Lebenswirklichkeit nicht als andauernd unablässig bedrohlich, das Fressen und gefressen Werden gehört zu ihrem Dasein wie die Luft zum Atmen, entsprechend natürlich und selbstverständlich ist ihre Wachsamkeit. Und auch Wehrhaftigkeit, je nachdem. Die Trauer über den Verlust eines Jungtieres oder Partners ist zweifellos vorhanden, aber ebenso wenig anhaltend. Ihre Überlebenskunst gibt ihnen alles, was sie zur Daseinsbewältigung brauchen, die bei Weitem nicht nur die Stärkeren überleben lässt, wie viel zu lange irrtümlich angenommen, sondern die Anpassungsfähigen und schlicht und einfach Glücklicheren. Allein die Fortpflanzung betreibt bei vielen Gattungen eine gewisse Auslese, die trotz intensiver Bemühungen der jeweiligen Männchen mitnichten ausschließlich ist, evolutionäre Spezialisierung ist unter anderem auch Folge von Mutation, sprich der Weitervererbung von keineswegs "vollkommenem" Genmaterial. Alles in allem ist bei allen Gefahren in der Regel für alle gesorgt, was der Tierwelt vollkommen reicht für ihre Zufriedenheit, ihre innere und äußere Gesundheit und erstaunliche Energie, die man bei noch so nüchterner Betrachtung als ungebrochene Lebenslust und pure Lebensfreude bezeichnen kann. Sie sind wahre Meister des Existenzialismus und leben so gut wie ausschließlich im Augenblick, sowohl Freud als auch Leid betreffend. Eine Romantisierung der Natur hingegen ist mir allein auf Grund meiner Nähe zu ihr unmöglich. Taucht aber der moderne Mensch auf in ihrer unberührten Welt, ist Schluss mit lustig.

Es gibt Belege, dass Wölfe(!) in Gebieten, die noch nie ein Menschenfuß betreten hat, nach recht kurzer Zeit geradezu zutraulich werden, sich den Zweibeinern auf alle Fälle neugierig und verspielt annähern, sicher anfangs scheu, aber ohne erkennbare Angst. Ihre ansonsten unsichtbares Leben im Verborgenen wurde ihnen von uns Menschen anerzogen vielmehr aufgezwungen. Aus Erfahrung wird man klug...

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.844

25.03.2017 16:59
#58 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #56

Zitat von Lukrez
Wer den Menschen Bösartigkeit unterstellt und zu "paradiesischen" Urzuständen zurück will, der muss konsequent jeden technischen oder medizinischen Fortschritt ablehnen!
Dann muss der Mensch wieder zurück in den Kreislauf der natürlichen Auslese durch die Natur.
Dann hätte das Mängelwesen Mensch aber nichts mehr zu lachen.
Ihr glaubt tatsächlich das wäre dann das Paradies?
Naive, romantisch kitschige Vorstellung!
Warum ist das dann deine Vorstellung vom "Paradies"?

Weil das "Paradies von dem @Lukrez meint, eine weglose und unzugängliche Wildnis war. Weil die Vorstellung, dass der Mensch damals vollkommen gewesen sei, ein an den Haaren herbeigzogener Blödsinn ist.





Zitat von SnookerRI im Beitrag #56

Wer erzählt denn was von der Ablehnung jedweder Wissenschaft und Technik ausser denjenigen die diese Abgrenzung brauchen, ums ihr Verständnis des "Kreislaufs der natürlichen Auslese" zu untermauern?
In einer unzugänglichen Wildnis gibt es keine Technik und keine Wissenschaft. Dafür braucht es nämlich eine Menge "Energie" die nicht erst nachwachsen muss. Technik uns Wissenschaft wie wir sie heute kennen ist erst möglich, seit wir fossile Brennstoffe erschließen. Man kann kein Eisen und keinen Stahl herstellen, wenn man alleine auf nachwachsenden pflanzlichen Kohlestoff angewiesene ist. Das Paradies wäre in kürzester Zeit ab gefackelt. Eisen, Stahl und die daraus gefertigten hocheffizienten Werkzeuge sind die Grundvoraussetzung aller heutigen Technik und Wissenschaft.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #56

Wenn es so käme, wie du es dir vorstellst, würde das womöglich sogar dem "Mängelwesen" Mensch seine Gefährlichkeit nehmen. Das wäre doch mal ein Ansatz. Bist du bereit, einen solchen Ansatz konsequent zu unterstützen?
Natürlich sind wir das.. aber dazu muss man bereit sein nach vorne zu schauen. Mann muss bereit sein zu akzeptieren, dass "Nachkommen wie Sand am Meer" das eigentliche und wirkliche Problem sind. Ein Mensch alleine kann der Natur keine Schaden zufügen. Wenn aber zehn-fünfzehn Milliarden Menschen gleichzeitig auf dem Planeten leben, dann genügt schon ein Kilo Seife pro Kopf und Jahr, alle Ozeane der Welt in kürzester Zeit in eine giftige Dreckbrühe zu verwandeln. Wir müssen also nach vorne schauen.. Lösungen für all das finden! Solange aber auf dem Planeten Massen von Idioten leben, die immer noch glauben, die Welt sei allein für uns Menschen "erschaffen" worden und auch noch immer mehr neue dazu kommen..werden wir selbst die besten Lösungen nicht rechtzeitig genug umsetzen, bevor unser Planet nur noch eine giftige Müllhalde ist, in der alles Leben erstickt.

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Religion vergiftet die Welt

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

25.03.2017 19:25
#59 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat
Es gibt Belege, dass Wölfe(!) in Gebieten, die noch nie ein Menschenfuß betreten hat, nach recht kurzer Zeit geradezu zutraulich werden, sich den Zweibeinern auf alle Fälle neugierig und verspielt annähern, sicher anfangs scheu, aber ohne erkennbare Angst.


Ja - und diese Wölfe ernähren sich dann auch streng vegan!
Du bist ein hoffnungsloser Romantiker fernab jeder Realität.
Deine romantischen Vorstellungen idealisieren tatsächlich eine wahre Hölle des Fressens und gefressen werdens.
Die Welt ohne Menschen ist durchaus KEIN Paradies!

Wenigstens Perquestavolta hat das tatsächliche Problem erfasst:

Zitat
Mann muss bereit sein zu akzeptieren, dass "Nachkommen wie Sand am Meer" das eigentliche und wirkliche Problem sind. Ein Mensch alleine kann der Natur keine Schaden zufügen. Wenn aber zehn-fünfzehn Milliarden Menschen gleichzeitig auf dem Planeten leben, dann genügt schon ein Kilo Seife pro Kopf und Jahr, alle Ozeane der Welt in kürzester Zeit in eine giftige Dreckbrühe zu verwandeln.


Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet...
Genau das ist das Problem!

Die Gerechtigkeit der Welt:
http://www.brand-noo.de/postkartencat/po...futter/a-69994/

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(Lukrez)

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

25.03.2017 21:05
#60 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Lukrez im Beitrag #59
Du bist ein hoffnungsloser Romantiker fernab jeder Realität.
Deine romantischen Vorstellungen idealisieren tatsächlich eine wahre Hölle des Fressens und gefressen werdens.
Die Welt ohne Menschen ist durchaus KEIN Paradies!

Wenn Du meinst.

Und soll ich Dir was sagen - Deine Fehleinschätzung meiner Wenigkeit ist mir völlig egal. Ich bin sehr viel mehr Wildtier denn Technikgläubiger, Fortschritt ist pure Illusion, die Menschheit dreht sich unablässig im Kreise. Ich weiß nur, dass der Mensch diese Welt für die Tiere zur realen Hölle gemacht hat. Aus Größenwahn, Rücksichtlosigkeit, Habgier und Gedankenlosigkeit, weil er immer nur an sich und an sich ganz allein denkt und ich deshalb nicht allzu viel von ihm halte. Auch nicht von mir, gehör ja zu dem Haufen. Weshalb's denn auch legitim ist, ihn als Fehler zu betrachten. Ob nun der Fehler eines Schöpfers oder der der Evolution, der Mensch ist ein schwerwiegender Fehler.

Ungefähr drei Jahre lang ist er lieb und liebenswert, schon als Kind ist er... naja, grade eben noch so, allerspätestens als Teenager aber wird er richtig nervig, eitel, wichtigtuerisch und lächerlich. Seine weitere Entwicklung könnte getrost abgehakt werden, er lernt vor allem lügen, das ist keine weitere Erwähnung wert, aber ohne die Hilfe von Erwachsenen wären die hilflosen Kinder ja verloren. Also wurstelt er sich halt so durch seine gewaltsam verdrängte Sinnlosigkeit. Wäre keine Problem, wenn er sich nicht auch noch groß dabei vorkommen würde, bedeutend, unersetzlich und wichtig. Tut er aber, weil er sich die Wahrheit über seine Nichtigkeit nicht eingestehen kann und will. Würde ihm vermutlich den Lebenswillen rauben, glaubt er jedenfalls, keine Ahnung. Nicht dass ich ihn deshalb nicht mögen würde, so isser eben, ich verurteile ihn nicht dafür, irgendwo hat er mein Mitgefühl und Bedauern, mehr aber auch nicht.

Ich würde den Menschen nie über die Natur stellen. Wieso, weshalb, warum? Damit er sie benennen kann? Hat Adam im Paradies schon erledigt. Seitdem macht er sie kaputt, systematisch, zielstrebig und mit unvergleichlicher Idiotie. Ich weiß nicht, ob und was die Erde verbrochen hat, verdient hat sie ihn jedenfalls nicht. Uns nicht. Bin ja einer davon. Wurde nicht gefragt.

Ist es verboten, so zu denken? So unromantisch? Ich denke nicht.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.109

26.03.2017 08:15
#61 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Perquestavolta
Weil das "Paradies von dem @Lukrez meint, eine weglose und unzugängliche Wildnis war. Weil die Vorstellung, dass der Mensch damals vollkommen gewesen sei, ein an den Haaren herbeigzogener Blödsinn ist.

Das ist natürlich die Wertung, die für das Verständnis welches ihr vertretet besser passt. Aber wie sagst du es selbst immer in Bezug auf die Wertungen:

Zitat von Perquestavolta
Es geht immer um Idealisierungen und Wertungen und in diesen Wertungen will man sich selber in seinen eigenen Mehrwert wiederspiegeln. Man projiziert Idealisierungen, für die man sich selber zum Maßstab macht..

Ich erwarte selbstverständlich nicht, dass du diese Haltung irgendwann aufgeben wirst - Da ist dir dein Spiegelbild im Mehrwert echt wichtiger.

Zitat von Perquestavolta
In einer unzugänglichen Wildnis gibt es keine Technik und keine Wissenschaft. Dafür braucht es nämlich eine Menge "Energie" die nicht erst nachwachsen muss. Technik uns Wissenschaft wie wir sie heute kennen ist erst möglich, seit wir fossile Brennstoffe erschließen. Man kann kein Eisen und keinen Stahl herstellen, wenn man alleine auf nachwachsenden pflanzlichen Kohlestoff angewiesene ist. Das Paradies wäre in kürzester Zeit ab gefackelt. Eisen, Stahl und die daraus gefertigten hocheffizienten Werkzeuge sind die Grundvoraussetzung aller heutigen Technik und Wissenschaft.

Ach was du nicht sagst.Freut mich ja, dass du darüber im Bilde bist. Was hast das aber mit den unterschiedlichen Vorstellungen über das Paradies zu tun? Menschen gibt es in beiden Fällen und "Energie" die Technik und Wissenschaft ermöglicht besteht auch in beiden Fällen...

Zitat von Perquestavolta
Natürlich sind wir das.. aber dazu muss man bereit sein nach vorne zu schauen. Mann muss bereit sein zu akzeptieren, dass "Nachkommen wie Sand am Meer" das eigentliche und wirkliche Problem sind. Ein Mensch alleine kann der Natur keine Schaden zufügen. Wenn aber zehn-fünfzehn Milliarden Menschen gleichzeitig auf dem Planeten leben, dann genügt schon ein Kilo Seife pro Kopf und Jahr, alle Ozeane der Welt in kürzester Zeit in eine giftige Dreckbrühe zu verwandeln. Wir müssen also nach vorne schauen.. Lösungen für all das finden! Solange aber auf dem Planeten Massen von Idioten leben, die immer noch glauben, die Welt sei allein für uns Menschen "erschaffen" worden und auch noch immer mehr neue dazu kommen..werden wir selbst die besten Lösungen nicht rechtzeitig genug umsetzen, bevor unser Planet nur noch eine giftige Müllhalde ist, in der alles Leben erstickt.

Ja da haben wir es wieder. PQV´s typische Haltung gegenüber Andersdenkenden:

Zitat von Perquestavolta
Dei Bösen sie sowieso immer die andere Hälfte.



Nun vielleicht ist die Evolution aber gar nicht bereit "nach vorne" zu schauen. Sie verfolgt ja kein Ziel und auch Rückschritte (je nach Wertung) sind möglich - das sagt ihr ja selbst! Du musst deinen Apell also in erster Linie an deine Evolution richten Was ist denn jetzt wenn die Evolution genauso ist, wie du es letztlich beschreibst:

Zitat von Perquestavolta
Es geht einzig und allein um eine opportunistischen Erfahrungsoptimierung der Gene.. Das ist naturwissenschaftlich so sicher bewiesen, wie dass es auf dem Mond kein Leben gibt.


Zitat
Das richtige Leben ist eben keine heile Welt, sondern ein grausamer und im Ernstfall sogar rücksichtsloser Wettbewerb, bei dem die einen mehr Glück als die anderen haben.



In diesem Fall ist die giftige Müllhalde in der alles Leben erstickt ja auch ein Ergebnis der Evolution. Und du bist selbst ein Teil davon.

Wenn du der Überzeugung bist, dass Nachkommen wie Sand am Meer das eigentliche Problem sind stellt sich durchaus die Frage, warum du überhaupt Nachkommen in die Welt gesetzt hast. Wenn du schon solche Ideologien verfolgst, solltest du mit gutem Beispiel vorangehen. Möglicherweise hat das aber auch was mit der von dir angeführten "opportunistischen Erfahrungsoptimierung der Gene".. zu tun.

Vielleicht hilft es ja schon, die Seife abzuschaffen. Nee Spaß beiseite. Was willst du machen? Wie schaut dein Konzept für die Zukunft aus? Alle Religioten hinrichten? Oder zumindest kastrieren? Damit sich nur anoch atheistische Gene opportunistisch in ihren Erfahrungen optimieren können? Tu´ mal Butter bei die Fische


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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.109

26.03.2017 09:34
#62 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Desperado
Ich würde den Menschen nie über die Natur stellen. Wieso, weshalb, warum? Damit er sie benennen kann? Hat Adam im Paradies schon erledigt.

Zu Bedenken wäre möglicherweise, dass die Zeit in der Adam seinen Auftrag gemäß dem Willen Gottes nachkam relativ gering war im Vergleich zu dem, was an Menge zu bennenen wäre. Ihm fehlte überdies auch noch die Technik um Bestandteile von Lebewesen wie zum Beispiel Zellen und ihren Aufbau zu analysieren und zu benennen. All das ist erst in jüngerer Vergangenheit möglich geworden aber auch heute noch längst nicht abgeschlossen. Leider ist es momentan so, wie du es sagst: Noch bevor der Mensch etwas bennen kann, zerstört er es schon.


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Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

26.03.2017 10:16
#63 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #62
Noch bevor der Mensch etwas benennen kann, zerstört er es schon.

So schaut das aus.

Reklov Offline




Beiträge: 4.481

26.03.2017 11:24
#64 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat
dann genügt schon ein Kilo Seife pro Kopf und Jahr, alle Ozeane der Welt in kürzester Zeit in eine giftige Dreckbrühe zu verwandeln. Wir müssen also nach vorne schauen.. Lösungen für all das finden!

Perquestavolta,

... die "Lösungen" für die Müllbekämpfung sind leider in einigen Ländern nicht gut vorangekommen, in anderen ist aber das entsprechende Bewusstsein nun auch bei den dafür verantwortlichen Ämtern wach geworden.
Rio de Janeiro macht z.B. erst seit Kurzem Ernst. Angeblich hat die Stadt denjenigen, die Straßen vollmüllen, den Kampf angesagt – mit harten Strafen. Wer etwa eine Zigarettenkippe oder eine Getränkedose auf den Boden wirft, zahlt nun umgerechnet 50 Euro Bußgeld. Bei schlimmeren Verunreinigungen drohen
bis zu 1000 Euro Strafe.
All das ist festgelegt im Programm „Null Müll“ („Lixo zero“), mit dem vor allem die Großstädte ihre Bewohner zum Umdenken bewegen wollen. Knapp 200 Mitarbeiter wurden laut Medien allein in Rio angestellt, um durch die Straßen zu streifen und Müllsünder zu erwischen.
Selbst am Strand patrouillieren die Männer, gut zu identifizieren anhand ihrer Armbinden mit der Aufschrift „Lixo zero“. Im Stadtzentrum wurde ein riesiges Banner mit der gleichen Aufschrift an einer Hausfassade aufgehängt.
Die Botschaft: Ab jetzt wird die Müllbekämpfung bei der Stadt groß geschrieben.

In einigen Ländern, wie z.B. Afrika oder Indien herrschen teilweise aber immer noch katastrophale Zustände!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.481

26.03.2017 11:35
#65 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat
Lass uns erst mal dahinkommen, Reklov. 4,5 Mrd. Jahre sind zwar im Verhältnis zur Ewigkeit ein kurzer Zeitraum aber für uns doch zunächst einmal eine Spanne, die individuell erlebt werden will.

SnookerRI,

... jedes einzelne Individuum wird diese lange Strecke (auch in Zukunft!) immer nur als Mini-Zeitausschnitt "erleben", vorausgesetzt, wir vernichten uns nicht schon vorher selbst! - Deine Aussage ähnelt also mehr einer tröstend abwartenden Sichtweise. Zur "Wahrhreit" über Mensch und Kosmos kann sie jedoch nichts beitragen. Die Genesis ebenfalls nicht.

Gruß von Reklov

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

26.03.2017 11:54
#66 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat
Und soll ich Dir was sagen - Deine Fehleinschätzung meiner Wenigkeit ist mir völlig egal. Ich bin sehr viel mehr Wildtier denn Technikgläubiger, Fortschritt ist pure Illusion, die Menschheit dreht sich unablässig im Kreise. Ich weiß nur, dass der Mensch diese Welt für die Tiere zur realen Hölle gemacht hat. Aus Größenwahn, Rücksichtlosigkeit, Habgier und Gedankenlosigkeit, weil er immer nur an sich und an sich ganz allein denkt und ich deshalb nicht allzu viel von ihm halte.


Du verbreitest hier eine zutiefst menschenfeindliche Ideologie!
Der Mensch als einziges Fehlprodukt der Evolution.
Der Mensch ist für dich nichts als ein Höllenwesen das eine Höllenmaschinerie in Betrieb setzt.
Ideologisch verbohrtes und geistiges Flachdenken.
Sich selbst auch noch als Wildtier zu bezeichnen zeigt schon den Gipfel der Realitätsverweigerung.

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Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Reklov Offline




Beiträge: 4.481

26.03.2017 12:50
#67 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat
Wenn Religion das Opium fürs Volk sein soll, kann sie von schlechten Eltern nicht sein.

Desperado,

... jede "Vernebelung" des Gehirns ist abzulehnen, denn man erkennt ja, z.B. an den traditionellen Opium-Höhlen des "alten" Chinas, wohin
so etwas führt. - Wenn aber gar eine Religion zum Opium werden kann, so nur, weil sie von ihren Anhängern nicht tief genug durchdacht wird.
Religionen müssen sich also der Untersuchung, z.B. durch die Philosophie, stellen, - ansonsten laufen sie Gefahr, im Aberglauben hängen zu bleiben.
Erst das Zeitalter der "Aufklärung" hat diesen Gedanken gesellschaftsfähig machen können. Immerhin - ein Fortschritt der Vernunft.

Nun gilt es jedoch - die dazu weiterhin zahlreich bestehenden Fragen miteinander fair zu bearbeiten, aber bitte ohne selbstverliebte Rechthaberei!

Gruß von Reklov

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

26.03.2017 14:02
#68 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #67
... jede "Vernebelung" des Gehirns ist abzulehnen...
Nun gilt es jedoch - die dazu weiterhin zahlreich bestehenden Fragen miteinander fair zu bearbeiten, aber bitte ohne selbstverliebte Rechthaberei!


Keine Bange, Reklov,

meine Signatur ist ein doofer Scherz und ich bin definitiv kein Menschenfeind. Weshalb ich auch keinen Grund sehe, die nötige Fairness zu vergessen. Und wenn ich mal Recht habe, heißt das noch lange nicht, dass ich deshalb Recht haben will. Ich bin Menschenkenner und kein Menschenhasser, weil ich mich kenne, selber Mensch bin und demzufolge auch mich hassen müsste. Menschenhasser kennen sich nicht, sonst würden sie damit aufhören, die Menschen zu hassen. Ich sage nur, was ich denke, auch wenn's nur ein Aspekt ist von vielen in der Vielschichtigkeit menschlicher Existenz. Der Mensch kann selbstverständlich auch gute und schöne Sachen zustande bringen, er tut es nur viel zu selten und viel zu wenig, weshalb sich auch nichts Entscheidendes ändert. Ihn jedoch dafür zu verachten wäre selbstgerecht, ich hab ja auch nicht geändert an der Misere. Ich stelle nur fest.

Sonntagsgrüße
Desperado

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 16.940

26.03.2017 15:43
#69 Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Desperado
Der Mensch kann selbstverständlich auch gute und schöne Sachen zustande bringen, er tut es nur viel zu selten und viel zu wenig, weshalb sich auch nichts Entscheidendes ändert.

Was wäre denn z.B. "etwas Entscheidendes"?

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

26.03.2017 15:53
#70 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Lukrez im Beitrag #66

Der Mensch ist für dich nichts als ein Höllenwesen das eine Höllenmaschinerie in Betrieb setzt.

Also das halte ich jetzt schon für reichlich übertrieben.

Wenn auch die Rodung der Regenwälder nur mithilfe einer Höllenmaschinerie zu bewerkstelligen ist und für die Tiere inklusive Menschenaffen sicherlich eine solche bedeutet. Auch wenn es in meiner Kindheit Blumenwiesen gegeben hat mit unerschöpflich scheinender Vielfalt und Fülle, Schmetterlinge und Marienkäfer, Schwalbenschwärme und Singvögel-Choräle... wo heute nur noch ödes "Immergrün" langweilt nebst braungelben Maismeeren. Ich kann mich einfach nur erinnern, wenn mir die einsam gewordene Amsel was zwitschert. Was für eine entvölkerte Agrarwüste hinterlassen wir da unseren Kindern?

Womit auch die Frage nach Entscheidendem zumindest exemplarisch beantwortet ist.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.844

26.03.2017 16:01
#71 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #64

Zitat
dann genügt schon ein Kilo Seife pro Kopf und Jahr, alle Ozeane der Welt in kürzester Zeit in eine giftige Dreckbrühe zu verwandeln. Wir müssen also nach vorne schauen.. Lösungen für all das finden!
Perquestavolta,

... die "Lösungen" für die Müllbekämpfung sind leider in einigen Ländern nicht gut vorangekommen, in anderen ist aber das entsprechende Bewusstsein nun auch bei den dafür verantwortlichen Ämtern wach geworden.
Rio de Janeiro macht z.B. erst seit Kurzem Ernst. Angeblich hat die Stadt denjenigen, die Straßen vollmüllen, den Kampf angesagt – mit harten Strafen. Wer etwa eine Zigarettenkippe oder eine Getränkedose auf den Boden wirft, zahlt nun umgerechnet 50 Euro Bußgeld. Bei schlimmeren Verunreinigungen drohen
bis zu 1000 Euro Strafe.

Das ändert nichts am Problem, Reklov und ist alles ästhetischer Natur. Und.... du hast auch wiedermal überhaupt nicht verstanden was ich damit ansprechen wollte. Es geht nicht nur um Müll, sondern darum, dass nicht Milliarden Menschen gleichzeitig auf dem Planeten leben können, wenn nicht ständig neue fossile Energie-Ressourcen erschlossen werden, immer ertragreichere Ernten eingefahren.. und dabei aber immer mehr in den natürlichen, sich selbst regulierenden Kreisläufe der Natur eingegriffen wird, welche sich über Hunderte Millionen Jahre Evolutionsgeschichte so eingependelt haben, dass alle System die ein Leben auf der Erde - wie wir es kennen und dessen Teil wir selbst sind - überhaupt erst ermöglichen. Die Zusammensetzung unserer Atmosphäre deren wichtigster Anteil nicht nur Sauerstoff ist, sondern vor allem auch jene Gase, die Wärmestrahlung zurück auf die Erde reflektieren und somit auch die Durchschnittstemperatur unseres Planten über lange Zeiträume hinweg stabil halten, hängen von diesen "lebenden" Regulierungskreisläufen. Photosynthese stabilisiert die großen Kreisläufe der Klimadynamik unseres Planeten.. Photosynthese produziert den Sauerstoff, den alles höhere Leben für die Energieumwandlung des Kohlenstoffs aus der Nahrung braucht.. und dabei gelangt wieder das Kohlenstoffdyoxid in die Atmosphäre, aus dem pflanzliches Leben seine "Kalorien" bezieht und wieder den daran gebundenen Sauerstoff an die Atmosphäre abgibt. Damit gleicht pflanzliches die schnellen Temperaturschwankungen unsere Planeten aus und regelt auch die Gaszusammensetzung der Atmosphäre, die für alles Leben Grundvoraussetzung ist. Ein paar hundert Millionen Menschlein, machen diesen sehr großen Regelkreisläufen kein all zu großes Problem.. Da sind Vulkanausbrüche und mächtige Meteoriteneinschläge schon um einiges wirksamer.... Weswegen es auch immer wieder große Massensterben in der Lebensgeschichte unseres Planeten gab.. die dafür sorgten, dass es über Millionen Jahre nur noch in einigen wenigen Ritzen und Winkeln des Planeten sehr genügsame Spezies des Lebens gab.






Zitat von Reklov im Beitrag #64

All das ist festgelegt im Programm „Null Müll“ („Lixo zero“), mit dem vor allem die Großstädte ihre Bewohner zum Umdenken bewegen wollen. Knapp 200 Mitarbeiter wurden laut Medien allein in Rio angestellt, um durch die Straßen zu streifen und Müllsünder zu erwischen.
Und was soll das außer einer rein optischen Korrektur bringen, die zudem nur gerade soweit reicht, wie die Auflösung unseres Sehvermögens? Solange ständig neuer Müll produziert wird, dessen eigentlich gefährliches Potential nicht mal in seiner Erscheinungsform steckt, sondern in seinen Bestandteilen, solange immer mehr unsichtbare Giftstoffe in die Mehre gelangen, welche die eigentlichen "Lungen" und Thermostaten unseres Planeten sind.. - über 2 Drittel der gesamten Photosynthese unseres Planeten - findet im Wasser statt - Überschüssiges CO² bindet sich dort mit gelösten Mineralien und fällt als Sediement aus...

Merkst du nicht langsam, dass Religioten die gefährlichsten aller Idioten sind. Reklov? Was nützt uns Philosophie, Transzendenz, Schöne Kunst, ein sauberes Dorf- und Stadtbild, wenn die Massen von Ignoranten der hl. Verehrung des geistigen Narzissmus und der wahnhaften Selbsttäuschung die eigentlichen Fakten gar nicht erkennen?

Wenn Snooker (als Zeuge Jehova) davon abrät, sich auf jene Menschen zu verlassen, die da um einiges Klüger und intelligenter sind, als die Leitende Körperschaft seiner Organisation, dann sollte man ihn doch dafür verprügeln, wenn er meint, andere Leute auch noch für dumm verkaufen zu müssen, weil sie die Dinge ganz anders sehen als er,

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Religion vergiftet die Welt

Athon Offline




Beiträge: 1.997

26.03.2017 16:55
#72 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #61
Was willst du machen? Wie schaut dein Konzept für die Zukunft aus? Alle Religioten hinrichten? Oder zumindest kastrieren? Damit sich nur anoch atheistische Gene opportunistisch in ihren Erfahrungen optimieren können? Tu´ mal Butter bei die Fische


Wie wäre es denn mit einer reinigenden Sintflut? Hat doch schon einmal geklappt... Man sehe mir meine Ironie nach.

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

26.03.2017 17:43
#73 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Athon im Beitrag #72
Wie wäre es denn mit einer reinigenden Sintflut? Hat doch schon einmal geklappt... Man sehe mir meine Ironie nach.


Das wäre insofern nicht biblisch, dass Gott dem Noah nach der Flut zugesagt hat, die Menschen nie mehr mit einer solchen zu strafen. Wohingegen in der Johannesoffenbarung ein Komet namens Wermut ins Meer plumpst und sein Wasser rettungslos vergiftet. Was sich durchaus mit der wissenschaftlichen Erkenntnis der Astronomie deckt und mit den Mutmaßungen über das schlagartige Aussterben der Dinosaurier. Wenn so ein Ding geflogen kommt, wird's verflucht eng. Irgendwo in der Bibel steht denn auch, dass Gott die Welt mit Feuer strafen wird, wenn er's irgendwann mal wieder für nötig hält. Da wird es dann allerdings zu keiner Feinunterscheidung kommen zwischen Religioten und Atheisioten, fürchte ich.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.844

26.03.2017 19:04
#74 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #61


Vielleicht hilft es ja schon, die Seife abzuschaffen. Nee Spaß beiseite. Was willst du machen? Wie schaut dein Konzept für die Zukunft aus? Alle Religioten hinrichten? Oder zumindest kastrieren? Damit sich nur anoch atheistische Gene opportunistisch in ihren Erfahrungen optimieren können? Tu´ mal Butter bei die Fische




Zeugen Jehovas leugnen den von Menschen verursachten Klimawandel... Das tun auch noch viel andere Religioten. Mein Vorschlag wäre, sie nacheinander weit draußen in der Wildnis (im Paradies), nackt und ohne jedes technische Hilfsmittel auszusetzen.. Probeweise.. versteht sich. Und dann nach einem Halben Jahr mal nachschauen wie viele Jehova gerettet hat.

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Religion vergiftet die Welt

Athon Offline




Beiträge: 1.997

26.03.2017 20:01
#75 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

@Perquestavolta

Zitat
Und dann nach einem Halben Jahr mal nachschauen wie viele Jehova gerettet hat.


Jehova schafft es ja nicht einmal, Kinder vor Missbrauch zu schützen...

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