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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 120 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.225

26.03.2017 20:28
#76 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Athon im Beitrag #75
@Perquestavolta

Zitat
Und dann nach einem Halben Jahr mal nachschauen wie viele Jehova gerettet hat.

Jehova schafft es ja nicht einmal, Kinder vor Missbrauch zu schützen...


Und jetzt soll auch noch "die Krankenkassa/öffentliche Hand" die Entschädigungen zahlen.

Ab ins "Paradies".. mit seinen Anhängern.. 6 Monate ohne Kleidung und Technik.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.225

26.03.2017 21:29
#77 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Die Argumente der Anhänger "parawissenschaftlicher" Sichtweisen. http://ag-evolutionsbiologie.net/html/20...ge-leugner.html


Textprobe:

1. Unterstelle, dass es eine Verschwörung gibt. Behaupte, dass der wissenschaftliche Konsens durch betrügerisches Einverständnis oder durch weltanschauliche Präferenzen statt durch Anhäufung von Evidenz zustande gekommen sei.

2. Ziehe vorgetäuschte oder fachfremde Experten heran, die aufgrund ihrer Weltanschauung oder ihrer Interessen voreingenommen sind, um deine Darstellung zu stützen und ihr Autorität zu verleihen. "Leugnung beginnt immer mit einem Kader von Pseudoexperten, die auf einen gewissen Leumund verweisen können und eine Fassade der Glaubwürdigkeit schaffen", so Seth Kalichman von der University of Connecticut.

3. Suche dir passende Daten (evidence) nach Belieben zusammen. Posaune hinaus, was deinen Fall zu stützen scheint und ignoriere den Rest oder erkläre ihn für irrelevant. Verweise immer dann auf Ergebnisse der Naturwissenschaft, wenn sie brauchbar erscheinen, und verdamme sie als Ideologie, wo ihre Ergebnisse nicht in das Konzept passen. Beharre darin, vorgeblich unterstützende Argumente vorzubringen, auch wenn sie entkräftet worden sind.

4. Setze Maßstäbe für deine Gegner, die sie unmöglich erfüllen können. Fordere von ihnen beispielsweise den Beweis durch Augenschein, wo die Sachverhalte nur theoretisch erschlossen werden können. Begegne ihren Antworten mit weiteren Fragen auf der jeweils nächsten Ebene der Erkenntnis. Beharre darauf, dass die Erklärungen keine Erklärungen seien, solange die Herkunft der Randbedingungen bzw. die Voraussetzungen dessen, was erklärt wird, nicht ebenfalls vollständig erklärt worden sind. Verkompliziere den zu erklärenden Sachverhalt durch die Forderung, alle Abhängigkeiten im System müssten gleichermaßen in der Erklärung berücksichtigt werden, andernfalls lägen unzulässige Vereinfachungen vor. Behaupte grundsätzlich, dass die vorliegenden Daten nicht ausreichend seien und es mehr Daten bedürfe. Wenn dein Gegner mit eben den Daten und Erklärungen aufwartet, die du verlangt hast, lege die Messlatte höher oder verlagere den Streitpunkt.

5. Mache Gebrauch von logischen Fehlschlüssen. Hitler war gegen das Rauchen, folglich sind Maßnahmen gegen das Rauchen des Nazitums verdächtig. Die Zeugen Jehovas sind in der Nazizeit verfolgt worden, also ist Kritik an ihrer Argumentation mit den damaligen Verfolgungen vergleichbar. Stelle den wissenschaftlichen Konsens falsch dar oder kritisiere antiquierte Vorstellungen und schlage dann den so aufgebauten Strohmann nieder.

6. Fabriziere systematisch Zweifel. Betone offene Detailfragen über Gebühr und suggeriere, dass die Theorie deiner Gegner dadurch an Plausibilität verlöre. Stelle entgegen den Tatsachen die Wissenschaftler als derart uneinig in ihrer Meinung dar, dass es voreilig wäre, ihre Theorie als wohlbestätigt zu bezeichnen und praktische Maßnahmen auf ihren Ratschlägen aufzubauen. Bringe Außenseitermeinungen gegen den "mainstream" über Gebühr in Position und zitiere ihre Arbeiten so, als handele es sich dabei um weithin anerkannte Lehrmeinungen. Beharre darauf, dass "beide Seiten" gehört werden müssten, und schreie lauthals "Zensur", wenn "nichtkonforme" Argumente oder Experten zurückgewiesen werden.

Es ist unnötig zu betonen, dass sich all diese Strategien mit unterschiedlicher Gewichtung auch im Schrifttum der (deutschen) "Evolutionsleugner" wiederfinden, so dass die obenstehende Liste eine praktische Hilfe bei der Identifikation pseudowissenschaftlicher Texte sein mag. Überdies ist die starke ideologische und personelle Überschneidung zwischen verschiedenen "Leugnergruppen" offenkundig, vor allem in den USA. Wer die genannten Strategien "in Aktion" sehen möchte, wird jedoch auch im deutschen Sprachraum leicht fündig werden. Hierbei können die bekannten "Darwinismusleugner" oder "Evolutionsleugner" naturgemäß auf eine noch längere, institutionalisierte, argumentative Tradition zurückblicken als beispielsweise die Leugner der Ursachen des Klimawandels oder der Schädlichkeit des Rauchens, Passivrauchens, Feinstaubs usw.

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SnookerRI Offline

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26.03.2017 21:33
#78 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Perquestavolta
Wenn Snooker (als Zeuge Jehova) davon abrät, sich auf jene Menschen zu verlassen, die da um einiges Klüger und intelligenter sind, als die Leitende Körperschaft seiner Organisation, dann sollte man ihn doch dafür verprügeln, wenn er meint, andere Leute auch noch für dumm verkaufen zu müssen, weil sie die Dinge ganz anders sehen als er,

Genau! Nur ruhig feste drauf prügeln - auf die ganzen unbequemen Querdenker mit ihren anderen Sichtweisen... Du machst mir Spaß! Wenn das nur mal alles nicht nur heiße Luft wäre...


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SnookerRI Offline

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26.03.2017 21:37
#79 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Perquestavolta
Zeugen Jehovas leugnen den von Menschen verursachten Klimawandel... Das tun auch noch viel andere Religioten. Mein Vorschlag wäre, sie nacheinander weit draußen in der Wildnis (im Paradies), nackt und ohne jedes technische Hilfsmittel auszusetzen.. Probeweise.. versteht sich. Und dann nach einem Halben Jahr mal nachschauen wie viele Jehova gerettet hat.

Na dann... Hopp hopp mal ran an die Umsetzung deines Vorschlags...Auf die Evolution willst du dich dabei ja wohl nicht verlassen!


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SnookerRI Offline

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26.03.2017 21:41
#80 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Athon in #72
Wie wäre es denn mit einer reinigenden Sintflut? Hat doch schon einmal geklappt... Man sehe mir meine Ironie nach.

Geht schon klar. Aber ich weiß nicht was PQV von deiner Idee hält... Es könnte sein, dass er sich dabei doch zu sehr wie ein Plagiator vorkommt! Naja, vielleicht schafft es der Vorschlag ja doch noch auf den erweiterten Aktionsplan!


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SnookerRI Offline

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26.03.2017 21:43
#81 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Perquestavolta
Die Argumente der Anhänger "parawissenschaftlicher" Sichtweisen. http://ag-evolutionsbiologie.net/html/20...ge-leugner.html


Textprobe:

Ein sehr anschauliches Selbstportrait der Kritiker an den Kritikern der Evolutionskritik...I like!


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SnookerRI Offline

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26.03.2017 21:49
#82 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Athon in #75
Jehova schafft es ja nicht einmal, Kinder vor Missbrauch zu schützen...

Wie war das doch noch gleich mit der "Verschiebung von Verantwortlichkeiten"


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SnookerRI Offline

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26.03.2017 21:58
#83 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Reklov
... jedes einzelne Individuum wird diese lange Strecke (auch in Zukunft!) immer nur als Mini-Zeitausschnitt "erleben", vorausgesetzt, wir vernichten uns nicht schon vorher selbst

Ja, diese Ansicht mag als momentanes Ergebnis deiner Denkarbeit rund um diese Thematik feststehen. Interessant finde ich dann deine Schlussfolgerung:

Zitat von Reklov
Deine Aussage ähnelt also mehr einer tröstend abwartenden Sichtweise. Zur "Wahrhreit" über Mensch und Kosmos kann sie jedoch nichts beitragen. Die Genesis ebenfalls nicht.

Das impliziert, dass du nicht nur behauptest, meine Sichtweise in vollem Umfang verstanden zu haben (Beweis?), sondern auch, dass du einen allgemeingültigen Maßstab hast, nach welchem du dir hinsichtlich meiner Sichtweise ein derartiges Urteil erlauben kannst. Was ist das für ein Maßstab?


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Desperado ( gelöscht )
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26.03.2017 22:40
#84 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #78
Genau! Nur ruhig feste drauf prügeln - auf die ganzen unbequemen Querdenker mit ihren anderen Sichtweisen...

Mich darf man gern nackt in der Wildnis aussetzen, in Deutschland müsste das ein Naturschutzgebiet sein oder ein Nationalpark und würde allenfalls ein paar Stunden Weg bis zur nächsten Siedlung bedeuten, um so eine dünn besiedelte Gegend überhaupt erst mal zu finden, muss man lange suchen. Aber das mit der Wildnis dürfte ein Querschläger in meine Richtung sein, nun, ohne meine Waschmaschine fehlt mir was, eine der besten Erfindungen überhaupt. Ich hab die Frauen noch Wäsche waschen sehen am Bach und kochen im großen Bottich, kenne noch das hölzerne Plumpsklo mit Sickergrube, das fließende Wasser aus der Pumpe in der Kammer neben der Küche, den Holzofen mit dem Backrohr und dem kleinen Grand, das im grimmigen Winter unbeheizte und eiskalte Schlafzimmer... Kann nicht unbedingt sagen, dass ich das vermisse. Ich sag's ja, ich bin Teil des Desasters und trage redlich zur Klimakatastrophe bei, jeden Tag liefere ich mein Scherflein ab.

Es ist vollkommen egal, ob wir die Natur Schöpfung nennen oder Zufallsprodukt der Evolution oder Beides - wir versündigen uns an ihr. Das ist es, was wir tun. Wir machen uns schuldig. Und Zank wird nicht das Geringste ändern daran.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

26.03.2017 22:59
#85 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Desperado
Es ist vollkommen egal, ob wir die Natur Schöpfung nennen oder Zufallsprodukt der Evolution oder Beides - wir versündigen uns an ihr. Das ist es, was wir tun. Wir machen uns schuldig. Und Zank wird nicht das Geringste ändern daran.

Das ist richtig. Ganz so egal ist es allerdings nicht unbedingt. Ein Evolutionist kann immer sagen, dass das, was geschieht nun mal der Verlauf der unplanbaren und ziellosen Evolution ist, welche ja nicht unbedingt auf den Erhalt von Lebensressource oder Arten zählt, wodurch ja ein Ziel impliziert würde. Sprich: Einem konsequenten Evolutionisten kann die Schändung der Umwelt völlig egal sein. Der Evolution ist sie ja auch egal - muss es sogar sein.

Dem Vertreter des Schöpfungsberichtes ist diese Misere rund um den Menschen in seinem degradierten Zustand und seinem schadhaftem Umgang mit dem Planeten grundsätzlich alles andere als egal. Er erkennt aber auch den Fakt, dass sich der Mensch alleine nicht aus diesem Fiasko befreien kann.


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Athon Offline




Beiträge: 2.168

27.03.2017 07:44
#86 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

@Snooker

Zitat von Snooker #85
Einem konsequenten Evolutionisten kann die Schändung der Umwelt völlig egal sein. Der Evolution ist sie ja auch egal - muss es sogar sein.


Richtig, weil die Schädigung der Umwelt durch den Menschen mit (biologischer) Evolution nichts zu tun hat. Zitat Wiki: Evolution ist die allmähliche Veränderung der vererbbaren Merkmale einer Population von Lebewesen von Generation zu Generation. Möglicherweise ist ein gleichgültiges Verhalten vererbbar. Vorstellen kann ich mir dies allerdings nicht.

----------------------------------------------------
Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

27.03.2017 08:26
#87 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Athon in #86
Richtig, weil die Schädigung der Umwelt durch den Menschen mit (biologischer) Evolution nichts zu tun hat.

Und trotzdem ist "der Mensch" schon als Mängelwesen beschrieben worden. Nicht nur hier im Forum. Und das gerade von Evolutionisten. Wenn der Mensch das "Produkt" biologischer Evolution ist, dann ist er dies vollständig - also auch was sein mentales Wirken betrifft. (Gerade von Evolutionisten werden u.A. "Gefühle" ja schlichtweg als rein bio-chemische Prozesse im Gehirn beschrieben.) Ob und inwieweit sich psychologische Traumata auf die Gene auswirken wird inzwischen diskutiert. Was könnte außerhalb der Evolution der Ursprung eines letztendlich selbstzerstörerischen Verhaltens sein, welches der Mensch mit der ihn umgebenden und erhaltenden Umwelt pflegt?


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Desperado ( gelöscht )
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27.03.2017 08:55
#88 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #87
Was könnte außerhalb der Evolution der Ursprung eines letztendlich selbstzerstörerischen Verhaltens sein, welches der Mensch mit der ihn umgebenden und erhaltenden Umwelt pflegt?

Na, Habgier zum Beispiel. Profit. Mammon. Die fundamentalistischen "Christen" in den USA betrachten Reichtum als Segen Gottes und als Beweis ihrer Erwählung. Bei derlei himmlischer Bevorzugung kann einem das Umweltbewusstsein schon mal abhanden kommen. Umweltbewusstsein, soziale Intelligenz... Begriffe, die lediglich belegen, was dem Menschen so alles an Selbstverständlichkeit verloren gegangen ist.

Es bringt doch nichts, einander den schwarzen Peter zuzuschieben. Ihr sagt: Der Herr wird's schon richten, wir bekommen eine bessere Welt; und ihr sagt: Evolution, Recht des Stärkeren, Auslese, alles ganz natürlich. Gedankenlosigkeit und Rücksichtlosigkeit sind konfessionslos. Genau so wie es in beiden Fraktionen "Umweltaktivisten" gibt, Naturschützer und Mahner. Tierschützer schlagen sich bestimmt nicht mit Glaubensfragen herum, wenn es im Verein etwas auf die Füße zu stellen gilt. Mit Ethik und Debatten über Empfängnisverhütung, wenn es um die Sterilisation von Bauernkatzen geht.

Die letzten Einträge sind ein recht anschauliches Beispiel dafür, wie lähmend und destruktiv der Streit um Gottvaters Rauschebart unter Umständen sein kann. Ich frag mich bei sowas immer nur, wer dabei als Sieger hervorgehen soll? Unsere Erde bestimmt nicht.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

27.03.2017 09:41
#89 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Desperado
Na, Habgier zum Beispiel. Profit. Mammon. Die fundamentalistischen "Christen" in den USA betrachten Reichtum als Segen Gottes und als Beweis ihrer Erwählung. Bei derlei himmlischer Bevorzugung kann einem das Umweltbewusstsein schon mal abhanden kommen. Umweltbewusstsein, soziale Intelligenz... Begriffe, die lediglich belegen, was dem Menschen so alles an Selbstverständlichkeit verloren gegangen ist.

Habgier, das Streben nach Profit und "der Mammon" bekommen allerdings erst duch den Menschen eine Wertung. Insofern ist das nichts, was außerhalb der Evolution für das "Produkt Mensch" (als Resultat einer biologischen Evolution) verantwortlich gemacht werden kann. Bei der Wirkung der von dir angeführten Merkmale (vor allem auf die Natur/Umwelt) bin ich ganz deiner Meinung!)

Zitat von Desperado
Es bringt doch nichts, einander den schwarzen Peter zuzuschieben. Ihr sagt: Der Herr wird's schon richten, wir bekommen eine bessere Welt; und ihr sagt: Evolution, Recht des Stärkeren, Auslese, alles ganz natürlich. Gedankenlosigkeit und Rücksichtlosigkeit sind konfessionslos. Genau so wie es in beiden Fraktionen "Umweltaktivisten" gibt, Naturschützer und Mahner. Tierschützer schlagen sich bestimmt nicht mit Glaubensfragen herum, wenn es im Verein etwas auf die Füße zu stellen gilt. Mit Ethik und Debatten über Empfängnisverhütung, wenn es um die Sterilisation von Bauernkatzen geht.

Naja, Es zeigt zumindest, dass beide Seiten die Probleme sehen, die der Mensch durch sein Verhalten heute verursacht. Über Ursachen und Lösungen ist man entsprechend der jeweiligen Überzeugung unterschiedlicher Ansicht. Mir persönlich zeigt es zudem, dass die Bibel recht hat, wenn sie sagt:

Zitat von Psalm 146:3
Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle
Noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt



Zitat von Jeremia 10:23
 Ich weiß wohl, o Jehova, daß nicht beim Erdenmenschen sein Weg steht. Es steht nicht bei dem Mann, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten.



Zitat von Desperado
Die letzten Einträge sind ein recht anschauliches Beispiel dafür, wie lähmend und destruktiv der Streit um Gottvaters Rauschebart unter Umständen sein kann. Ich frag mich bei sowas immer nur, wer dabei als Sieger hervorgehen soll? Unsere Erde bestimmt nicht.


Im günstigsten Fall die Wahrheit, denn zumindest eine der beiden Sichtweisen muss sich korrigieren lassen. Wenn die Wahrheit gewinnt gewinnt auch unsere Erde.


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Reklov Offline




Beiträge: 4.838

27.03.2017 10:14
#90 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat
Das impliziert, dass du nicht nur behauptest, meine Sichtweise in vollem Umfang verstanden zu haben (Beweis?), sondern auch, dass du einen allgemeingültigen Maßstab hast, nach welchem du dir hinsichtlich meiner Sichtweise ein derartiges Urteil erlauben kannst. Was ist das für ein Maßstab?

SnookerRI,

... um Deine Sichtweise in vollem Umfang verstehen zu können, müsste ich mehr über Deine Erziehung, Deine Ausbildung etc. und die damit verbundene Sicht auf die Welt erfahren können. Wie bekannt, lernt man ja einen Menschen nie vollkommen kennen, da sich manche auch nie vollkommen "öffnen".

Mein "Maßstab", den ich z.B. bei der Betrachtung von individuellen Weltvorstellungen anwende, kann sich auch nur aus dem "speisen", was mir bisher im Leben als "Information" (be)greifbar werden konnte. Wenig ist das nicht, wenn natürlich auch nicht vollständig.
So bleibt eben das Gespräch, als Instrument zum Austausch von Infos - ohne dabei rechthaberisch aufzutreten, auch wenn man dabei mit seiner rein persönlichen Meinung beim Anderen aneckt. Das aber ist nun mal die Würze in einem konträr geführten Meinungsaustausch und "streut" sogar auch auf andere passive Forum-user etwas ab.
Von einer "religiösen" Sichtweise kann/darf man natürlich keine "Beweise" erwarten, sonst wäre sie ja nicht mehr im Glaubens- sondern im Wissensbereich angesiedelt.

Gruß von Reklov

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

27.03.2017 11:57
#91 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #89
Naja, Es zeigt zumindest, dass beide Seiten die Probleme sehen, die der Mensch durch sein Verhalten heute verursacht. Über Ursachen und Lösungen ist man entsprechend der jeweiligen Überzeugung unterschiedlicher Ansicht.

Über die Ursachen mag man meinetwegen streiten bis zum Abwinken, die Lösungen jedoch dürften unterschiedslos dieselben sein und müssen gemeinsam in Angriff genommen werden. Wenn die Wahrheit sich darin erschöpft, dass wir ausnahmslos mitverantwortlich sind für die Zerstörung und Vergiftung der Natur und durch unsere Lebensweise persönlich an ihrer Ausbeutung beteiligt, erübrigt sich auch die Frage nach dieser. Den belanglosen Rest betreffend könnte man guten Gewissens Pilatus zitieren: Wahrheit? Was ist Wahrheit?

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

27.03.2017 12:49
#92 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Reklov
So bleibt eben das Gespräch, als Instrument zum Austausch von Infos - ohne dabei rechthaberisch aufzutreten, auch wenn man dabei mit seiner rein persönlichen Meinung beim Anderen aneckt. Das aber ist nun mal die Würze in einem konträr geführten Meinungsaustausch und "streut" sogar auch auf andere passive Forum-user etwas ab.

Gut, diese Erklärung hilft mir, deine Äußerungen besser einzuordnen.

Zitat von Reklov
Von einer "religiösen" Sichtweise kann/darf man natürlich keine "Beweise" erwarten, sonst wäre sie ja nicht mehr im Glaubens- sondern im Wissensbereich angesiedelt.

Beweise im naturwissenschaftlichen Sinne erwartet wohl auch niemand von den Geisteswissenschaften. Zudem sind naturwissenschaftliche Beweisverfahren ja nicht die einzig verfügbaren Verfahren, sonst könnte der Mensch tatsächlich nur das "beweisen", was sich durch die Naturwissenschaft gerade aktuell beweisen lässt - wenn man in diesem Zusammenhang überhaupt von Beweisen im allgemeingültigen Sinn sprechen kann.


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SnookerRI Offline

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27.03.2017 12:58
#93 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Desperado
Über die Ursachen mag man meinetwegen streiten bis zum Abwinken, die Lösungen jedoch dürften unterschiedslos dieselben sein und müssen gemeinsam in Angriff genommen werden.

Es würde sicherlich helfen, wenn sich der Aktionismus nicht allein darauf beschränkte, die Mühen des jeweiligen Gegenübers (oder die Person selbst) zu verachten. Meiner bisherigen Erfahrung nach unterscheiden sich die Lösungen, die von beiden "Lagern" angeboten werden, entschieden voneinander. Was käme denn für dich persönlich als praktikabler Lösungsansatz in Betracht?

Nachtrag:

Zitat von Desperado
Wenn die Wahrheit sich darin erschöpft, dass wir ausnahmslos mitverantwortlich sind für die Zerstörung und Vergiftung der Natur und durch unsere Lebensweise persönlich an ihrer Ausbeutung beteiligt, erübrigt sich auch die Frage nach dieser. Den belanglosen Rest betreffend könnte man guten Gewissens Pilatus zitieren: Wahrheit? Was ist Wahrheit?

Die Frage ist hierbei meiner Meinung nach inwieweit man persönlich bereit ist, die Wahrheit an sich heranzulassen.


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Desperado ( gelöscht )
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27.03.2017 13:46
#94 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #93
Was käme denn für dich persönlich als praktikabler Lösungsansatz in Betracht?

Die Frage ist hierbei meiner Meinung nach inwieweit man persönlich bereit ist, die Wahrheit an sich heranzulassen.

Zuallererst einmal radikales Umdenken...

Was ich so mitbekommen habe, bist Du überzeugter Zeuge Jehova. Deine Wahrheit steht also fest wie Stahlbeton, du berufst Dich auf eine spezifische Bibelauslegung und die daraus hervorgegangene Lehre, an dieser ist nicht zu rütteln und ich habe kein Interesse daran, mich dahingehend auf einen Disput mit Dir einzulassen, der über allgemeingültige Fragen jenseits religiöser Ausrichtung hinausgeht. Einer religionsgemeinschaftlich gebundenen Fixierung, die ich persönlich dann doch eher als beengend denn befreiend empfinde, weshalb ich keinerlei Veranlassung sehe, sie an mich heranzulassen. Ich denke, Du hast das meinen bisherigen Beiträgen schon entnehmen können, da die ZJ von den Nazis verfolgt wurden und viele von ihnen im KZ umgekommen sind, bin ich bezüglich selbst noch so berechtigter Kritik eher zurückhaltend.

Was nun die Verachtung betrifft, die Dir entgegengebracht wird, müsstest Du sie zum einen gewohnt sein und zum andern mitbekommen haben, dass ich sie nicht teile, weil keine persönlichen Gründe dafür vorhanden sind. Mich stören die Königreichsäle nicht, für mich sind die ZJ so weit weg wie Warwick. Da Du diese direkte Konfrontation aber ganz offensichtlich selber suchst und dabei Recht behalten willst, vielmehr musst, kannst Du Dich letztendlich auch nicht über Ablehnung beklagen. Ich an Deiner Stelle würde mir das nicht antun - wobei das sowieso undenkbar ist für mich - rein theoretisch jedenfalls könnte ich getrost darauf verzichten.

Aber gut, das musst Du ganz allein für Dich selbst entscheiden.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

27.03.2017 15:17
#95 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Das ist jetzt ein durchaus interessanter Exkurs:

Zitat von Desperado
Was ich so mitbekommen habe, bist Du überzeugter Zeuge Jehova. Deine Wahrheit steht also fest wie Stahlbeton, du berufst Dich auf eine spezifische Bibelauslegung und die daraus hervorgegangene Lehre, an dieser ist nicht zu rütteln und ich habe kein Interesse daran, mich dahingehend auf einen Disput mit Dir einzulassen, der über allgemeingültige Fragen jenseits religiöser Ausrichtung hinausgeht.

An der biblischen Wahrheit ist meiner Meinung nach tatsächlich nicht zu rütteln. Ebensowenig würde ein Atheist an den Grundlagen seiner Überzeugung rütteln. Das erwartet auch hoffentlich niemand, der in die Konfrontation zwischen den "Lagern" eingreift. Das Verständnis dieser Wahrheit wächst allerdings weiter. So kommt es regelmäßig zu Änderungen, sonst wären ZJ ja noch beim Stand von 1870 geblieben.

Zitat von Desperado
Da Du diese direkte Konfrontation aber ganz offensichtlich selber suchst und dabei Recht behalten willst, vielmehr musst, kannst Du Dich letztendlich auch nicht über Ablehnung beklagen. Ich an Deiner Stelle würde mir das nicht antun - wobei das sowieso undenkbar ist für mich - rein theoretisch jedenfalls könnte ich getrost darauf verzichten.

Ich denke, jeder der sich hier etwas tiefgreifender in die Thematik einlässt erfährt eine gewisse Ablehnung der pers. Überzeugung. Du hast es hier schon selbst erlebt, wenn ich da an die Auseinandersetzung mit "Lukrez" denke. Auch "Gysi" schien nicht mit allem einverstanden zu sein, am wenigsten wohl mit der Art und Weise deiner Präsentation des Federhuts. Dieser Kritik bist du ebenfalls nicht ausgewichen, sondern hast dich darauf eingelassen. Schon die Betreffzeile des Forums legt ja nahe, dass es zu Konfrontation und Ablehnung der jeweils gegensätzlichen Ansicht kommt. Mich interessieren in der Konfrontation eher die Gemeinsamkeiten der unterschiedlichen Überzegungen als denn ihre Unterschiede oder ob ich Recht behalten muss. Dass meiner persönlichen Überzeugung indes Ablehnung und Verachtung entgegengebracht wird, kann ich nicht verhindern. Es wundert mich auch nicht - immerhin wird dieses Forum klar von Atheisten dominiert. Beklagenswert finde ich meine Situation allerdings nicht - im Gegenteil. Bei manchen Vertretern des Atheismus freue ich mich wirklich über ihre Verachtung, mit der sie mir begegnen.

Back to topic:

Zitat von Desperado
Zuallererst einmal radikales Umdenken...

Wie sollte sich dieses radikale Umdenken äußern?


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Desperado ( gelöscht )
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27.03.2017 16:25
#96 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #95
Back to topic: Wie sollte sich dieses radikale Umdenken äußern?

Zum Beispiel dadurch, in ein Religionsforum, das von Atheisten dominiert wird, ellenlange Mythen aus der Glaubenswelt der Natives Nordamerikas einzustellen - also einer hochintelligenten Völkerschaft, die über Jahrtausende in vergleichsweise harmonischem Einklang mit Natur und Tierwelt zu leben imstande war im Gegensatz zu den Europäern, und deren so gut wie vollständig ausgelöschte Kultur von diesen bis heute herablassend in die Steinzeit befördert wird, obgleich es sich bei ihren Nationen zweifelsohne um eine vielfältig ausgeprägte Hochkultur handelte mit ethischen und moralischen Wertvorstellungen, die sich mitnichten hinter denen der Christen zu verstecken brauchten - auch auf die Gefahr hin, deshalb als Ethnofaschist verdächtigt und in die Wildnis geschickt zu werden.

Ist ja nichts Neues für mich, diese anfängliche Skepsis, es wird zu viel Schindluder getrieben damit, der Indianer bis ins Unerträgliche verkitscht, zudem wissen die Meisten sowohl zu wenig über die Völker der Natives als auch über die ungeheuerliche Abscheulichkeit ihrer gezielten Ausrottung. Woher sollten sie's auch wissen? Selbst im Netz wird dieser finstere Teil jüngerer Geschichte beschönigt, verharmlost und ins Gegenteil verkehrt auf Teufel komm raus, grade so, als würden die Amis das Geschehen bis heute mit einer Informationssperre belegen. Immer noch haben diese unzivilisierten Wilden ihre Ermordung selber heraufbeschworen, immer noch war diese "unvermeidlich", das ist der Tenor dieser widerwärtigen Lügen und verzerrenden Halbwahrheiten, die jede ehrliche und selbstkritische Geschichtsaufarbeitung bis heute korrumpieren. Da übertreibe ich leider mitnichten, die Folgen dieser Verweigerung und Verfälschung geschichtlicher Fakten wurden mir auch hier bestätigt, und ich kann sie Niemandem vorwerfen, weil diese schamlos einseitige und durchaus abwertend falsche Darstellung bis heute Allgemeingültigkeit besitzt. Ich hatte einfach nur das Glück, in jungen Jahren das richtige Buch in die Finger zu bekommen, und Bestseller war das mit Sicherheit keiner. Eher schon Richtung Index...

Irgendwann habe ich mich außerdem auf die Seite der Wildtiere geschlagen, und bist du mal drüben, gibt es kein Zurück mehr. Es ist besser dort im wahren Leben, wie ich es nenne, auch wenn deine Vernichtung durch das falsche nur eine Frage der Zeit ist.

Alles ist eitel.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

27.03.2017 16:58
#97 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Desperado
Irgendwann habe ich mich außerdem auf die Seite der Wildtiere geschlagen, und bist du mal drüben, gibt es kein Zurück mehr. Es ist besser dort im wahren Leben, wie ich es nenne, auch wenn deine Vernichtung durch das falsche nur eine Frage der Zeit ist.

Wie äußert sich das in deinem Alltag?


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

27.03.2017 17:02
#98 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #97
Wie äußert sich das in deinem Alltag?

Freiberufliche Aufzucht und Auswilderung von verwaisten oder verunglückten Wildtieren meist noch im Säuglingsalter. Die Knirpse haben mich mit hinüber genommen in ihre Welt. Ich hatte nie davor in meinem Leben in so kurzer Zeit soviel Neues gelernt, das ungläubige Staunen nahm kein Ende. Mein Denken änderte sich grundlegend und umwälzend, der Erfahrungsschatz kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, ich möchte ihn niemals missen.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.225

27.03.2017 18:52
#99 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

Zitat von Desperado im Beitrag #96
Zitat von SnookerRI im Beitrag #95
Back to topic: Wie sollte sich dieses radikale Umdenken äußern?

Zum Beispiel dadurch, in ein Religionsforum, das von Atheisten dominiert wird, ellenlange Mythen aus der Glaubenswelt der Natives Nordamerikas einzustellen - also einer hochintelligenten Völkerschaft, die über Jahrtausende in vergleichsweise harmonischem Einklang mit Natur und Tierwelt zu leben imstande war im Gegensatz zu den Europäern, und deren so gut wie vollständig ausgelöschte Kultur von diesen bis heute herablassend in die Steinzeit befördert wird, obgleich es sich bei ihren Nationen zweifelsohne um eine vielfältig ausgeprägte Hochkultur handelte mit ethischen und moralischen Wertvorstellungen, die sich mitnichten hinter denen der Christen zu verstecken brauchten - auch auf die Gefahr hin, deshalb als Ethnofaschist verdächtigt und in die Wildnis geschickt zu werden.

Mord, Totschlag, emotionale Überreaktionen, Unzufriedenheit mit dem eigenen Schicksal, beleidigten Stolz, Schmähung, Geringschätzung von Schwächen/Schwächeren... gibt es überall. Auch und vor allem bei Naturvölkern.
Solange es zwischen den Individuen ein Gleichgewicht der Kräfte gibt und untereinander keine all zu großen Unterschiede bei den Möglichkeiten zur Selbstdarstellung und vor allem auch ein Gleichgewicht der technischen Mittel zur Erschließung von neuen Ressourcen vorherrscht, welche das Überleben einzelner Gruppen und ihres unmittelbaren Genpools bevorteilen und somit eine deutliche Vergrößerung der eigenen Population ermöglichen.... Lebt sich in der Steinzeit den Umständen entsprechend recht friedlich.

Das einzige was man Ethnofaschisten vorwerfen kann, ist ihr Hang zur leidenschaftlich irrationalen Idealisierung von Geschichtsfälschungen und der Verklärung von Tatsachen, die, um dem Bild einen schöneren Glanz zu geben, gern oft sträflich vernachlässigt werden.











Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.225

27.03.2017 20:15
#100 RE: Leitbild: Evolutionärer Humanismus antworten

In der Steinzeit hatten die Menschen alle einen gemeinsamen Feind und das war die Unberechenbarkeit der Natur. Hunger, Kälte, überdimensionierte Raubtiere, Witterungsanomalien und vor allem Geister und Dämonen, die wir heute in Form von Krankheitserregern und Keimen mit hochgiftigen Stoffwechselabsonderungen kennen. Parasiten, Mückenschwärme, giftige Insekten, Reptilien und sogar extrem giftige Wassertiere, die, als die Natur noch besonders "heil" war, auch überall lauerten, wo es ein besonders reiches Nahrungsangebot gab. Und als "Die Sintflut" kam, weil es durch das verhältnismäßig rasche Abschmelzen der eiszeitlichen-Eismassen zu einem Anstieg der Meeresspiegel um mehrere Meter (bis zu 70 m) kam, lagen plötzlich die am leichteste zugängliche Nahrungsquellen, Kilometer-weit vom Strand entfernt weit unterhalb des Meeresspiegels.. Gegenden, die man früher noch trocken Fußes erreichte, waren nun Inseln, die hunderte Kilometer weit draußen auch immer kleiner wurden....solange der Meeresspiegel stieg.

Der "Garten Eden" lag an den Küsten der Weltmeere....Salz, Eiweiß, Fett, Ballaststoff-reiche Pflanzennahrung (Kohlenhydrate).. In den Gezeitenzonen der Küsten fand der Ur-Mensch alles was er zum Leben brauchte, wie sonst nirgends. Die riesigen Mündungsgebiete der Zuflüsse versorgten ihn mit Trinkwasser...

Doch dann stiegen die Temperaturen... zuerst sehr langsam, da vulkanisches CO² schon in unvorstellbar riesigen Mengen in Atmosphäre gelangen müsste, um ein plötzliches Abschmelzen der Eismassen zu bewirken, welche damals fast die ganze nördliche und weite Teile der südlichen Hemisphäre bedeckten. Nein.. da gab es noch etwas... das die die Eismassen in die Weltmeer geschoben hatten und sich unterhalb von 400 m unter dem Meeresspeigel zu "Methanhydrat" verfestigte. So kam es, dass im Garten Eden Tags über immer heißer wurde und man war nicht nur gezwungen, sich wegen dem steigenden Wasserspiegel immer weiter ins Landesinnere zurückzuziehen, sondern auch dem dem sich immer schneller zurückziehenden Eis nach Norden zu folgen. Möglicherweise auch deshalb, weil die Zuflüsse der Weltmeere ziemlich viel Schlamm mit sich führten und Eis für lange Zeit noch die einzig brauchbare Trinkwasserquelle war. Ganz abgesehen davon, dass dieser Schlamm in Küstennähe auch alles Leben unter Wasser erstickte... Als nun die Ur-Menschen ihre Nahrung landwerts beschaffen mussten und die Ressourcen viel weniger Ertrag lieferten, um dass auch immer alle satt davon wurden, begannen sie sich aufzuteilen und immer weiter aufzuteilen.. mit einander und gegeneinander Kriege zu führen, bei denen es viel mehr um die Weiber und um Fortpflanzung ging, als um sonst was... und das hat sich bis heute kaum geändert.

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Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

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