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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 69 Antworten
und wurde 11.620 mal aufgerufen
 Christentum
Seiten 1 | 2 | 3
Reklov Offline




Beiträge: 4.399

15.07.2018 11:54
#26 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat
Also nochmal: Gott schickt Propheten.. die zukünftige Ereignisse vorhersagen. Gott weis also schon, wie es ausgeht. Er schickt den Israeliten den Messias und weis aber, dass nix draus wird..... Nun stellt sich dir Frage, ob sich Gott auch irren kann, wenn er dazu in der Lage ist Propheten zu schicken. Im Normalfall ist es ja so, dass durch das genaue Wissen um die Zukunft, - die ja von Propheten als Beweis für dieses Kenntnis angekündigt wird - sich die Dinge gar nicht mehr anders ereignen können.. denn sonst würde Gott sich ja irren können und damit auch die Prophezeiungen der Propheten nicht mehr Bedeutung haben, als jeder Zufall auch.

Perquestavolta,

... nun, auch manche Eltern schicken ihre Kinder in alle möglichen, teuren Ausbildungskurse, obwohl sie vom entsprechenden Lehrer rechtzeitig erfahren, dass es nicht viel bringen wird, der Ausgang ihnen also bekannt ist! - Es geht hier, wie dort, wohl auch mehr um eine "Chance", gute Angebote zur Weiterentwicklung zu nutzen oder zumindest etwas Neues, Förderliches kennenzulernen. - Auch aus manchen menschlichen sog. "Sünden" (von "absondern") kann ja der Betroffene oft mehr lernen, als aus lediglich theoretischen Warnungen/Ermahnungen.-

Wäre das Christentum nicht seinerzeit auf die Bühne der antiken Welt getreten, hätte sich wohl mancher barbarischer Götzenkult viel länger halten können und hätte - wie z.B. dem Gott MOLOCH - Menschenopfer in seinen Tempelstätten dargebracht, als sei dies so selbstverständlich, wie das Töten von Tieren in heutigen Schlachthäusern. Ich räume aber gerne ein, dass dies nur (m)eine vage Vermutung darstellt.
(Internet: In der rabbinischen Tradition ist „Moloch“ als eine Bronzestatue dargestellt worden, die mit Feuer erhitzt wurde. Die biblisch-rabbinische Überlieferung von diesem Menschenopfer ist vielfach auch von Kommentatoren wiederaufgegriffen und in Verbindung mit den von altgriechischen und lateinischen Autoren berichteten Opferungen von Kindern für Kronos-Baal in Karthago gebracht worden.)

G. Flaubert (franz. Erzähler von Weltrang) hat solch eine Opfer-Szene in seinem großen antiken Roman SALAMMBO in einem der bestechend modern geschriebenen Kapitel literarisch bearbeitet. (Lesenswert!)

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.741

16.07.2018 10:03
#27 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #26

Zitat
Also nochmal: Gott schickt Propheten.. die zukünftige Ereignisse vorhersagen. Gott weis also schon, wie es ausgeht. Er schickt den Israeliten den Messias und weis aber, dass nix draus wird..... Nun stellt sich dir Frage, ob sich Gott auch irren kann, wenn er dazu in der Lage ist Propheten zu schicken. Im Normalfall ist es ja so, dass durch das genaue Wissen um die Zukunft, - die ja von Propheten als Beweis für dieses Kenntnis angekündigt wird - sich die Dinge gar nicht mehr anders ereignen können.. denn sonst würde Gott sich ja irren können und damit auch die Prophezeiungen der Propheten nicht mehr Bedeutung haben, als jeder Zufall auch.
Perquestavolta,

... nun, auch manche Eltern schicken ihre Kinder in alle möglichen, teuren Ausbildungskurse, obwohl sie vom entsprechenden Lehrer rechtzeitig erfahren, dass es nicht viel bringen wird, der Ausgang ihnen also bekannt ist! - Es geht hier, wie dort, wohl auch mehr um eine "Chance", gute Angebote zur Weiterentwicklung zu nutzen oder zumindest etwas Neues, Förderliches kennenzulernen. - Auch aus manchen menschlichen sog. "Sünden" (von "absondern") kann ja der Betroffene oft mehr lernen, als aus lediglich theoretischen Warnungen/Ermahnungen.-



Also ist Gott auch mit der menschlichen Unzulänglichkeit eines möglichen Irrtums zu vergleichen.


Oder bist du, Reklov, einfach nur ein peinlicher Schwachkopf, der auch noch zu doof dafür ist, es einfach mal einzusehen, dass er das Spiel so nicht gewinnen kann.

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Religion vergiftet die Welt

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.741

16.07.2018 13:37
#28 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #26


Wäre das Christentum nicht seinerzeit auf die Bühne der antiken Welt getreten, hätte sich wohl mancher barbarischer Götzenkult viel länger halten können und hätte - wie z.B. dem Gott MOLOCH - Menschenopfer in seinen Tempelstätten dargebracht, als sei dies so selbstverständlich, wie das Töten von Tieren in heutigen Schlachthäusern. Ich räume aber gerne ein, dass dies nur (m)eine vage Vermutung darstellt.




Hast du schon mal die ganzen Menschenopfer der Christen zusammengezählt, die sie - die Christen - seit ihrem 1. Auftreten auf der Weltenbühne so alle ihrem eigenen Götzen des Glaubens dargebracht haben, Reklov? Die Barbaren haben diese Menschenopfer immer nur dann ihren Glaubensgöttern dargebracht, wenn sie in existenzelle Not gerieten, deren Ursache sie nicht selbst verschuldet haben.

Und worin besteht der Unterschied der Massen an Menschenopfern, welche die Christenheit ihrem eigenen Götzen des Glaubens dargebracht hat, um in dessen Einverständnis überall auf der Welt, Besitz und Machtverhältnisse zu eigenen Gunsten umzuverteilen, Reklov? Wusstest Du, dass sich gerade auch die "deutschen Christen" in diesem hinterlistigen Zusammenhang zu allen Zeiten als die größten "Schweine" unter den menschenartigen Schweinen hervorgetan haben?

Eigentlich wirklich schade dass es keinen biblischen Gott gibt, der bis in die dritte und vierte Generation Vergeltung übt.

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Religion vergiftet die Welt

Reklov Offline




Beiträge: 4.399

16.07.2018 13:59
#29 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat
Hast du schon mal die ganzen Menschenopfer der Christen zusammengezählt, die sie - die Christen - seit ihrem 1. Auftreten auf der Weltenbühne so alle ihrem eigenen Götzen des Glaubens dargebracht haben, Reklov?

Perquestavolta,

... die Verblendung, einen Gott/Götzen mit Menschenopfer besänftigen zu wollen, ist genauso pervers, wie die Meinung, in seinem Namen töten zu dürfen - z.B. Andersgläubige. - Darüber und über den "kriminellen Pfad" des Christentums brauchen wir ja nicht zu debattieren. Die großen Fehler sind ja alle historisch fixiert worden.
Ich wiederhole zu Deiner berechtigten Anklage lediglich die Aufforderung Jesu in der Bergpredigt: >> Ich aber sage euch - liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen... <<

Hätte das Christentum die Kraft und den Anstand gehabt, diese Worte seines "Meisters" auch entsprechend zu verinnerlichen, wieviel unsägliches Leid wäre der Welt erspart geblieben? - Stattdessen bekam nicht selten eine seiner anderen Mahnungen ihre tragische Bestätigung: >> Wer das Schwert nimmt, der soll durch das Schwert umkommen. <<

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.399

16.07.2018 14:03
#30 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat
Eigentlich wirklich schade dass es keinen biblischen Gott gibt, der bis in die dritte und vierte Generation Vergeltung übt.

Perquestavolta,

... manche "Sünde der Väter" setzt sich als "Vererbung" bis ins dritte oder vierte Glied fort. "Das Gesetz von Saat und Ernte" kann einer auch als göttliches Gesetz "verstehen". - Es ist nicht gleichgültig, was unsere Großeltern und Eltern getan haben, was sie gesät haben. Wir und die Enkel und Urenkel müssen das ernten. Wenn in unseren Familien z.B. Befürwortung des Nationalsozialismus, Judenhass, Kommunismus, Streit, Ehebruch, Abtreibung o.ä. war, liegt auf uns und unseren Kindern ein negatives Erbe". Die Liste der Sünden (von "absondern") mit negativem Erbe wird dann noch um okkulte Praktiken, Jähzorn, Bitterkeit usw. verlängert. (Internet)

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.911

16.07.2018 14:15
#31 Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat von Reklov
Hätte das Christentum die Kraft und den Anstand gehabt, diese Worte seines "Meisters" auch entsprechend zu verinnerlichen, wieviel unsägliches Leid wäre der Welt erspart geblieben?

Ach, wenn man sich die Geschichte der Hexenverbrennungen, der kolonialen Landeinnahmen usw. anschaut, hat man schon den Eindruck, dass die Jünger "dem Meister" sehr wohl folgten. Die haben nämlich nicht nur die zwei, drei Wohlfühlzeilen der Bergpredigt gelesen sondern die ganze... Oder: Auch mit der halben Wahrheit kann man lügen...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.741

16.07.2018 18:28
#32 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #29

Zitat
Hast du schon mal die ganzen Menschenopfer der Christen zusammengezählt, die sie - die Christen - seit ihrem 1. Auftreten auf der Weltenbühne so alle ihrem eigenen Götzen des Glaubens dargebracht haben, Reklov?
Perquestavolta,

... die Verblendung, einen Gott/Götzen mit Menschenopfer besänftigen zu wollen, ist genauso pervers, wie die Meinung, in seinem Namen töten zu dürfen - z.B.



Natürlich.. nur haben die Christen da um einiges mehr an diesbezüglicher Perversion in ihren gläubischen Genen. Es fängt ja schon damit an, dass ihr Gott sich den eigenen Sohn selbst geopfert hat, um sich zu besänftigen.

Und ganz abgesehen davon hast du natürlich wiedermal gar nicht verstanden, was ich dir mit diesem "Gleichnis" begreiflich machen wollte.

Du sagst, Gott sei ein mit der menschlichen Logik nicht begreifliches Wesen. Dann aber willst du an Hand von menschlichen Fallvergleichen und den menschlichen Vorgehensweisen bei der Umsetzung der eigenen kreativen Ideen, jene in der Natur überall vorkommenden Widersprüche in der göttlichen Schöpfungs-Plan-These aus dem Weg räumen.

Ab hier stellt sich dann aber die Frage, welche Motivation hinter solchen schwachsinnigen Überzeugungsversuchen steckt, wenn du doch in deinem Gott-Glauben schon voll und ganz mit dir zufrieden sein könntest?!

Und es wirft natürlich auch Fragen über die psychologischen Hintergründe von Leuten auf, die sich in ihrer Würde als Mensch persönlich herabgesetzt meinen, wenn die Rechtfertigungsgrundlage ihres sich im Glauben selbst zugewiesen "heheren" Autoritätsanspruches angezweifelt wird.

Hätten die Christen sich genau an die Lehren Jesu gehalten - welche sich in ihre biblischen Gesamtheit auch selbst schon auf schizophrene Art und Weise widersprechen und auch nachweislich nicht von ihm selbst niedergeschrieben wurden.... und noch nicht mal von seinen eigenen Zeitzeugen... denn wäre die Geschichte genau gleich verlaufen. Weil nämlich der biblische-abrahamitische Gott der Gott der menschlichen Dummheit und des menschlichen Eitelkeiten ist und sich gerade auch aus diesem Grund sehr der menschlichen Veranlagung anpasst, sich im eigenen Selbstbild ein paar Konfektionsgrößen besser, schöner und bedeutsamer wahrzunehmen, als es denn tatsächlich darum bestellt ist.

Ich hab es ja schon öfter angeschnitten und sogar mit einem eigenen Thread versucht. Gott ist der selbe primitive "Hoden-Hormone-Trieb" der auch Hammel und Hirsche gegeneinander um die Vorherrschaft der eigenen Gene im Rudel antreibt.

Aber lassen wir es einfach mal gelten, dass Gott ein "Glaubensprozess" ist und dass es keinen nachweisbar weiteren Gott über diesen Glaubensprozess hinaus gibt. Damit kannst du jetzt zufrieden nach Hause gehen, Reklov.

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Religion vergiftet die Welt

Reklov Offline




Beiträge: 4.399

17.07.2018 12:27
#33 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat
Natürlich.. nur haben die Christen da um einiges mehr an diesbezüglicher Perversion in ihren gläubischen Genen. Es fängt ja schon damit an, dass ihr Gott sich den eigenen Sohn selbst geopfert hat, um sich zu besänftigen.

Und ganz abgesehen davon hast du natürlich wiedermal gar nicht verstanden, was ich dir mit diesem "Gleichnis" begreiflich machen wollte.

Perquestavolta,

... bevor Du glaubst, hier bei biblischen Themen mitreden zu können, solltest Du zunächst mal den Bibeltext genauer kennen, ihn wenigstens einmal gelesen haben!

Z.B. Joh. 10, 17: >> Der Vater liebt mich, weil ich mein Leben hingebe, um es neu zu empfangen. Niemand nimmt mir mein Leben, ich gebe es freiwillig. Ich habe die Macht und die Freiheit, es zu geben und zu nehmen. Das ist der Auftrag, den ich von meinem Vater bekommen habe. <<

Du wirfst ja hier anderen gerne des Öfteren vor, sie redeten über Dinge, von denen sie keine Ahnung haben. Nun darfst Du in den Spiegel schauen und Deine eigene Unwissenheit bewundern. Wenn es zu den Texten der Bibel kommt, solltes Du also besser nicht so unqualifiziertes Zeug daherplappern, schließlich wohnst Du ja in einem Landstrich, wo man unschwer an Bibeltexte herankommt.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.399

17.07.2018 12:35
#34 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat
Die haben nämlich nicht nur die zwei, drei Wohlfühlzeilen der Bergpredigt gelesen sondern die ganze... Oder: Auch mit der halben Wahrheit kann man lügen...

Gysi,

... kannst Du hierzu auch zwei, drei bibl. Text-Beispiele anführen, oder bleibt es nur bei Deiner "Wohlfühlmeinung"?

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.911

17.07.2018 12:42
#35  Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat von Reklov
.. kannst Du hierzu auch zwei, drei bibl. Text-Beispiele anführen,

Das Thema hatten wir doch schon mal. Geht in das eine Ohr rein und in das anderere wieder raus. Lies die Bergpredigt einfach bis zum Ende, und nicht nur die ersten acht Verse. Dann hast du gleich das Original. Vom "Heulen und Zähneklappern" (Gehenna) bis zu Todesurteilen gegen Tunichtgute, die ihren Bruder beleidigen... Das Großherz deines Heilands fordert gnadenlose Unterwürfigkeit! Da ist er nicht viel anders als dieser Mohammed.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.741

17.07.2018 18:40
#36 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #33
[quote PQV]Natürlich.. nur haben die Christen da um einiges mehr an diesbezüglicher Perversion in ihren gläubischen Genen. Es fängt ja schon damit an, dass ihr Gott sich den eigenen Sohn selbst geopfert hat, um sich zu besänftigen.


[quote="Reklov"|p3211971]
... bevor Du glaubst, hier bei biblischen Themen mitreden zu können, solltest Du zunächst mal den Bibeltext genauer kennen, ihn wenigstens einmal gelesen haben!

Z.B. Joh. 10, 17: >> Der Vater liebt mich, weil ich mein Leben hingebe, um es neu zu empfangen. Niemand nimmt mir mein Leben, ich gebe es freiwillig. Ich habe die Macht und die Freiheit, es zu geben und zu nehmen. Das ist der Auftrag, den ich von meinem Vater bekommen habe. <<




Wenn ich ich dich jetzt etwas näher an mich heranziehen könnte, könntest du die nächsten zwei Wochen nicht mehr sitzen, Reklov. Das paar Schuhe würde ich gerne mal dafür opfern.


Ja sag mal...Reklov.. gehts überhaupt noch dümmer und doofer ??? Oder hast du möglicherweise noch mehr von solch arrogantester Blödheid in Petto?

Da steht in diesem von dir zitierten Bibelvers, dass Jesus von seinem Vater den Auftrag erhalten hat sich ihm selbst zu opfern. (Bei einem grausam blutigen Ritualmord peinigen und zu Tode quälen zu lasen=
Oder war Jesus einfach nur eines dieser Vatersöhnchen, die ihren alten Porsche an die die Wand fahren, um dafür nach drei Tagen gleich wieder den neuesten Ferrari zu kriegen?

Reklov lass dich eingraben!! Ein dümmerer alter aufgeblasener Depp als du, ist mir mein ganzes leben noch nie begegnet, Ohmann..

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Religion vergiftet die Welt

Reklov Offline




Beiträge: 4.399

17.07.2018 20:12
#37 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat
Wenn ich ich dich jetzt etwas näher an mich heranziehen könnte, könntest du die nächsten zwei Wochen nicht mehr sitzen, Reklov. Das paar Schuhe würde ich gerne mal dafür opfern.

Perquestavolta,

... da ich in meiner Jugend jahrelang versch. WingtsunSchulen trainiert habe, wärest Du, samt Deinen Schuhen, schnell kampflos am Boden liegen und das Sitzen dann erst wieder unter Schmerzen langsam lernen.

Zitat
Da steht in diesem von dir zitierten Bibelvers, dass Jesus von seinem Vater den Auftrag erhalten hat sich ihm selbst zu opfern.

Das ist von Dir schon korrekt gelesen, die Betonung liegt aber dennoch auf: >> Niemand nimmt mir mein Leben, ich gebe es freiwillig. Ich habe die Macht und die Freiheit, es zu geben und zu nehmen. << - >> Das ist der Auftrag, den ich von meinem Vater bekommen habe... << bezieht sich auf die Verkündigungen, die Wiedererweckungen, Heilungen und andere bibl. Szenen, welche so in diesem Buch vermerkt sind. (Ob nun aber einer daran "glaubt", steht noch mal auf einem anderen Blatt!)

So blöd waren die damaligen Juden nun auch nicht, um ihre Heilsbotschaft allein auf einen vom Vater verordneten Kreuz-Tod zu stützen.

Zitat
(Bei einem grausam blutigen Ritualmord peinigen und zu Tode quälen zu lasen=
Oder war Jesus einfach nur eines dieser Vatersöhnchen, die ihren alten Porsche an die die Wand fahren, um dafür nach drei Tagen gleich wieder den neuesten Ferrari zu kriegen?

Du legst Dir die Dinge ja vollkommen dilettantisch zurecht, denn - der Tod am Kreuz war damals alles andere, als ein "Ritualmord", sondern eine oft praktizierte, übliche röm. Todesstrafe. - Hinrichtungen durften in Israel zu Zeiten Jesu auch nur mit Zustimmung der damaligen röm. Besatzungsmacht ausgeführt werden. Deswegen schleppte man Jesus ja auch vor Pilatus. Ansonsten hätten ihn seine Gegner auch schnell, nach alter jüd. Rechtsprechung, ohne viel Aufhebens gerne selbst gesteinigt. -
Setz Dich also besser noch mal hin und sammle etwas Geschichtswissen über jene Zeit an jenem Ort, bevor Du hier den starken Mann markierst, Dich dabei nur lächerlich machst, auch mit seltsam geistlosen Vergleichen von "Vatersöhnchen und Porsche" nur peinlichen Unsinn produzierst.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.399

17.07.2018 21:15
#38 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat
Dann hast du gleich das Original. Vom "Heulen und Zähneklappern" (Gehenna) bis zu Todesurteilen gegen Tunichtgute, die ihren Bruder beleidigen... Das Großherz deines Heilands fordert gnadenlose Unterwürfigkeit! Da ist er nicht viel anders als dieser Mohammed.

Gysi,

... Ich kenne die ganze Bergpredigt. - Mit "Bruder" ist z.B. der Mitmensch und nicht der Verwandte gemeint! Jesus predigt mit einer zugegeben fordernden Sprache zu den gewaltbereiten Mitbürgern seiner Zeit, aber er spricht sich dabei lediglich leidenschaftlich für das friedliche Miteinander unter den so verschieden gearteten, nicht selten gewaltbereiten Menschen aus.

Auch das Mittelalter hätte die Bergpredigt besser verinnerlichen sollen, denn damals trug fast jeder Mann ein Messer im Gürtel und es kam (nicht nur in Wirtshäusern!) immer wieder zu den übelsten Messerstechereien, wie in histor. Berichten zu lesen war. Dem "Bruder" das Messer im Streit eigenhändig in den Bauch zu stoßen, war damals noch nicht von so vielen Skrupeln blockiert, wie heute, denn der Umgang mit Schwert und Messer war altes kulturelles Erbe.
Sieh Dir hierzu nur mal Darstellungen der berüchtigten >Bartholomäusnacht< an, oder andere zeichnerisch festgehaltene Greuel - z.B. aus dem 30jähr. Krieg. Das Töten war damals noch mit dem eigenen Arm zu erledigende "Handarbeit". - Eine aus großer Entfernung abgefeuerte Kugel verlangte später bei manchem da schon weniger "direkten" Einsatz.

Zu den Drohungen Jesu könnte man also auch sagen: Harte Zeiten verlangen entsprechend harte Androhungen an gewissenlose Zeitgenossen. Und die Antike, mit ihren großen, direkten Feldschlachten, ihren Räuber- und Piratenbanden war nun mal eine "harte" Zeit - und das aus einem einfachen Grund: Kriminalfälle konnten damals nur sehr schwer ordentlich untersucht, demnach auch sehr viel besser "vertuscht" werden.

Die ersten Anfänge der deutschen Kriminalpolizei sind in Berlin zu finden. Im Jahre 1799 wurden in Berlin sechs Polizeibeamte dem Berliner Kriminalgericht zugeordnet und durften alle zur Aufklärung von Verbrechen und Vergehen erforderlichen Ermittlungen und Vernehmungen durchführen.

Nun kann sich jeder vorstellen, dass es vorher vielfältige Möglichkeiten gegeben hat, dem Richterspruch auf diese oder jene Weise zu entschlüpfen. Zudem machten auch noch viele umherziehende Banden über Jahrhunderte viele Gebiete in Europa zu unsicheren Landschaften - zu Land und zu Wasser! Ohne entsprechende Eskorte konnte ein Reisender schnell mit durschnittener Kehle im Gestrüpp landen und deswegen war es auch üblich, dass z.B. Kaufleute sich bei ihrem langen Zug über die Alpen stets zu größeren Gruppen zusammentaten - nicht selten ihre Waren durch Bewaffnete eskortieren ließen.

Der seinerzeit "erfundene" Scheck war ein Resultat dieser unsicheren Zeiten, denn nun brauchte man sein Vermögen nicht im Reisegepäck mitschleppen, sondern konnte z.B. ein in Florenz ausgeschriebenes Wertpapier im Wams einnähen und es dann, Wochen später, wieder in Augsburg zu Geld machen. - Das sog. Böse fand aber auch hierzu seine entsprechenden "Lösungen".

Jesus ging also stets, wenn es sein musste, auch vehement, gegen das Böse an! Was willst Du ihm also vorwerfen?

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.741

17.07.2018 22:29
#39 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #38

Zitat
Dann hast du gleich das Original. Vom "Heulen und Zähneklappern" (Gehenna) bis zu Todesurteilen gegen Tunichtgute, die ihren Bruder beleidigen... Das Großherz deines Heilands fordert gnadenlose Unterwürfigkeit! Da ist er nicht viel anders als dieser Mohammed.
Gysi,

... Ich kenne die ganze Bergpredigt. - Mit "Bruder" ist z.B. der Mitmensch und nicht der Verwandte gemeint! Jesus predigt mit einer zugegeben fordernden Sprache zu den gewaltbereiten Mitbürgern seiner Zeit, aber er spricht sich dabei lediglich leidenschaftlich für das friedliche Miteinander unter den so verschieden gearteten, nicht selten gewaltbereiten Menschen aus.



Ich fass es nicht... Reklov, du musst wohl schon in jungen Jahren eine ziemlich "hohle autistische Nuss ohne Hirn" gewesen sein, sonst hättest du nie so alt werden können. Tut mir leid Reklov.... Ich weis zwar dass Norddeutsche manchmal einen ausgeprägten Hang zur vollblöden Schulmeisterlichkeit haben, die einfach nur noch peinlich ist, aber du übertriffst sie alle.

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Religion vergiftet die Welt

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.911

18.07.2018 08:28
#40 Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat von Reklov
Jesus ging also stets, wenn es sein musste, auch vehement, gegen das Böse an! Was willst Du ihm also vorwerfen?

Gar nichts. Ich werfe lediglich seinen (nachgeborenen) Jüngern vor, aus ihn (immer noch) mit halbseidenen Beschönigungen (und albernen Überinterpretierungen) einen Gott zu machen! Der "Feuerofen" Jesus' und der "Feuersee" (der Offenbarung des Johannes) haben ihre historischen Verwirklichungen in den Hexenverbrennungen und später dem Holocaust. Der Satz: "Gehet hin in alle Welt..." findet seine Fortsetzung in dem Selbstverständnis, als Kolonialisten die Urbevölkerungen mit "Führung" und Missionierung zu beglücken... Man ist ja eben was Besseres... Jesus war ein Kind seiner Zeit, seiner Weltsicht und politischen Umstände. Die sind nicht ins Heute zu übersetzen. Auch nicht als Ursprung des Humanismus, indem man das Inhumane einfach weglässt... SCHULD an den Verbrechen, die (nach frühkindlich irreversibler religiöser Prägung) im Namen des Herrn begangen worden sind, ist natürlich nicht Jesus, sondern es sind die Mega-Verbrecher selbst!

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.741

18.07.2018 15:20
#41 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Und dass es da nicht nur zu Überinterpretation sondern auch zu eigenwilligen Uminterpretationen gekommen ist, mit denen Jesus alles in den Mund gelegt wird, was er gesagt und gemeint haben soll, beweist ja der Christ Reklov am allerbesten selbst. Sein besonders "kreative" Interpretation von Aussagen, die meist überhaupt nichts damit zu tun haben, was er verstanden haben will.. wie z.B. in einer Erwähnung, dass es im menschlichen Hirn (auch möglicherweise noch einiges) nicht Messbares gibt, müsse man eine solche Erwähnung zwingend dahingehend verstehen, als dass der Mensch somit doch einen vom Gehirn unabhängigen Geist und eine Seele besitze. Wenn auch vielleicht nur zunächst, und was man zuerst mal voraussetezen sollte.

Auch dass die "Bergpredigt" wohl gar nicht von Jesus selbst stammt, sondern von den Evangelienschreibern selbst zusammengestückelt wurde und mit einer solch lockeren Übereinstimmung, dass man zunächst mal schon ganz sicher davon ausgehen kann dass die Evangelien-Schreiber Jesus selbst überhaupt nie begegnet sind und dass auch ihre Informations-Quellen sich nicht mehr so ganz sicher waren was Jesus genau gesagt hat. Oder aber, noch viel wahrscheinlicher, auch selber nur jemanden kannten, der jemanden kannte, welcher meinte Jesus noch selbst gekannt zu haben, ist man sich selbst unter akademischen Theologen so ziemlich sicher.

Außerdem weis man aber auch von "Sektenanhängern" unserer Tage, dass sie sehr dazu neigen, sich nicht für den eigentlichen Inhalt von Aussagen zu interessieren, sondern welche schöne neue eigene "Hose" sie sich daraus für sich selbst fertigen könnten.

Von daher auch mein berechtigter Verdacht, dass Reklov schon in jungen Jahren nicht sonderlich helle auf der "Platte" gewesen sein kann, weil in dieser Zeit lernt man nämlich die Grundlagen des strukturierten kritisch-logischen Denkens, welches einem dann auch besonders im "an Lebenserfahrung behafteten Alter" besonders behilflich ist, Fake-News auch ganz sicher als solche zu erkennen.

Als Beispiel die Bibel:

Obwohl die Evangelienschreiber ganz unterschiedliche Erinnerungen an die geschichtlichen Ereignisse im Zusammenhang mit Jesus haben und sich sogar gegenseitig oft widersprechen, halten Gläubige den Wortlaut dieser "Bibelzitate" die von Jesus selbst stammen sollen, doch für authentische Überlieferungen.

Der kritisch-logsich denkende Mensch erkennt die Diskrepanz, die da zwischen dem schlechten Erinnernerungsvermögen der Evangelienschreiber und der von ihnen als historisch verbürgten Textzitaten Jesu besteht. Der kritisch-logisch denkende Mensch erkennt, dass auch diese biblische Textzitate allesamt von solchen Menschen konstruiert worden sein müssen, die Jesus selbst nie gekannt haben. Aber in ihrer leidenschaftlichen Selbstbzogenheit, welche sogar über den eigenen leiblichen Tod hinaus bis in alle Ewigkeit hinaus Bestand haben solle, glauben woll(t)en, dass Jesus genau das gesagt haben will, was er gesagt haben soll, weil sie es so verstanden haben wollen.

Es verwundert dann auch nicht, dass es noch nicht mal außerbiblisch ernstzunehmende Erwähnungen von Jesus selbst gibt. Jesus war also mit aller Wahrscheinlichkeit noch nicht mal ein Frieden-verkündender Wanderprediger, sondern ein auffällig charismatischer Dörfler, der eher ein politischer Aufwiegler gegen das gut bürgerliche Etablissement gewesen ist, das nachweislich (historisch verbürgt) gar nicht schlecht von den Verhältnissen profitierte, welche die römische "Kolonialherrschaft" Judäas so mit sich brachte. Es gibt außerbiblische Aufzeichnungen, die belegen, dass die jüdischen UR-Christen.. seine 1. Anhänger. in einer art Kommune - kommunistischen Gesellschaftsstruktur - zusammenlebten..und damit hoffnungslos gescheitert sind.


Politik und Religion waren zu Zeiten Jesu noch sehr eng miteinander verwoben und auch "Jesus" wird natürlich immer wieder den mosaischen Patriotismus beschworen haben. Aber er war nichts anders als ein "Aktivist" wie viele andere zur damaligen Zeit auch. Hätte er Che de Guerava geheißen, welcher auch eher ein gestörter psychischer Neurotiker gewesen ist, als jener fast schon "Gottesartige" Held, den seine Anhänger - die ihn persönlich gar nicht gekannt haben - aus ihm gemacht haben..

dann müsste ich mir jetzt selbst was unangenehmes eingestehen.

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Reklov Offline




Beiträge: 4.399

19.07.2018 16:56
#42 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat
SCHULD an den Verbrechen, die (nach frühkindlich irreversibler religiöser Prägung) im Namen des Herrn begangen worden sind, ist natürlich nicht Jesus, sondern es sind die Mega-Verbrecher selbst!

Gysi,

... gut, wenn jemand zwischen Dogmen, sog. "heiligen Büchern" und dem Gottesverständnis Jesu zu trennen bereit ist.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.911

19.07.2018 17:11
#43 Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat von Reklov
... gut, wenn jemand zwischen Dogmen, sog. "heiligen Büchern" und dem Gottesverständnis Jesu zu trennen bereit ist.

Hä? Meinst du MICH? Jesus war zu Zeiten der Hexenverbrennungen, des Holocaust und der Kolonisationen schon lange tot! Er hat nichts mit diesen Menschheitsverbrechen zu tun! Das hat nichts mit meinem "Gottesverständnis", sondern mit meinem RECHTSverständnis zu tun! Darf ich dich - zwecks Verständnis meiner Argumente - darauf hinweisen, dass ich ATHEIST bin?

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.741

19.07.2018 21:09
#44 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #42

Zitat
SCHULD an den Verbrechen, die (nach frühkindlich irreversibler religiöser Prägung) im Namen des Herrn begangen worden sind, ist natürlich nicht Jesus, sondern es sind die Mega-Verbrecher selbst!
Gysi,

... gut, wenn jemand zwischen Dogmen, sog. "heiligen Büchern" und dem Gottesverständnis Jesu zu trennen bereit ist.




Dazu bist du offensichtlich selber nicht fähig, Reklov. Du selber bist derjenige, der da ständig hin und her hüpft und dann auch wieder den "Spagat" zwischen beiden macht, wenn du sonst nicht mehr ausweichen kannst.

Jesus ist ein Legende Reklov. Und in allen Legenden werden die größten Spinner immer zu heiligen Helden gemacht. Das Körnchen Wahrheit dass dann noch übrigbleibt ist nicht mehr mehr wert, als das Körnchen Scheiße, das bei jedem Furz mit dabei ist.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.741

19.07.2018 21:23
#45 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Das Christentum hat alle Verbrechen begangen, die man auch begehen kann, wenn man kein Christ ist.

Aber diese christlichen Verbrechen wurden immer in der Überzeugung begangen, damit Rechtes und Gutes zu tun und weswegen die ganze Christenheit erst durch die Aufklärung gezwungen werden konnte, die eigenen Fehler endlich mal einzusehen. Reklov. Und gar manche Christen würden auch heute wieder sofort damit losschlagen, wenn die politischen Voraussetzungen dafür günstig wären.

Auch deswegen wollen und dürfen wir dem bösen hochinfektiösen Geist des Gottesgedanken keine Chance lassen, Reklov. Weil glauben ist weniger anstrengend und um einiges bequemer als logisch zu denken. Und man muss noch nicht mal rationale Argumente vorweisen können, um etwas mit dem Willen Gottes rechtfertigen zu können, was menschlich nicht mehr zu rechtfertigen ist.

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Religion vergiftet die Welt

Reklov Offline




Beiträge: 4.399

20.07.2018 00:15
#46 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat
Weil glauben ist weniger anstrengend und um einiges bequemer als logisch zu denken. Und man muss noch nicht mal rationale Argumente vorweisen können, um etwas mit dem Willen Gottes rechtfertigen zu können, was menschlich nicht mehr zu rechtfertigen ist.

Perquestavolta,

... ernst gedachter Glaube ist anstrengend, denn gerade ein solcher führt ja unweigerlich auch zu den bekannten Logik-Problemen.
Mit der Logik der Zahlen oder der im Alltag angewendeten Methodologie oder der formalen Logistik kommt man dabei allerdings nicht weit.
Die menschliche Logik kennt Begriffe. Sie hat Charaktere, eine Gliederung, Aufgaben und Wirkungen. Sie hat eine Geschichte und Richtungen, die sich u.a. im philosophischen Denken zeigen, deren Quelle die Vernunft ist. Mit Logik versucht man auch die Überwindung der Unwahrheit auf allen Stufen und in allen Richtungen zu fördern. Aus der Quelle der philosophischen Logik ist die methodische Kritik möglich, die die Vernunft vollzieht. Die Frage bleibt nun, wie weit man der menschlichen Vernunft überhaupt trauen kann/sollte. Unsere Vergangenheit, sowie die Gegenwart lassen hier und da berechtigte Zweifel aufkommen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.399

20.07.2018 11:22
#47 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat
Auch deswegen wollen und dürfen wir dem bösen hochinfektiösen Geist des Gottesgedanken keine Chance lassen, Reklov.

Perquestavolta,

... sprich fairerweise aber auch in dem Zusammenhang vom "hochinfektiösen Geist des Atheismus", denn:

>> Dass "gute ChristInnen" nicht unbedingt auch "gute Menschen" sind, ist kein Geheimnis. Gerade diejenigen, die sich besonders stark um eine buchstabengetreue Umsetzung der biblischen Botschaft bemühen, sind selten in der Lage, tolerant und liebevoll auf ihre (oft andersgläubigen) Mitmenschen zuzugehen. Auch die rigorosen Verfechter des Korans und der Thora fallen nicht unbedingt durch ihre grenzenlose Nächstenliebe auf. Selbst der ewig lächelnde Dalai Lama hat - glaubt man den Darlegungen der in der letzten Zeit sich mehrenden Buddhismuskritiker - so manche Leiche im Keller.

Die Kriminalgeschichte des Atheismus

Es gibt sicherlich nicht wenige AtheistInnen, die die "moralische Überlegenheit" ihres Denkansatzes mit einem schlichten Verweis auf Deschners "Kriminalgeschichte des Christentums" begründen. Doch: So richtig es auch ist, die frohe Botschaft des Christentums an ihren wenig erfreulichen Früchten zu messen, ein solcher Schuss kann durchaus nach hinten losgehen: Viele AtheistInnen übersehen nämlich allzu gerne, dass zahlreiche "Staatsatheisten" in der Vergangenheit kaum ein besseres Bild abgaben als z.B. der Initiator des ersten Kreuzzugs, Papst Urban II.

Joseph Stalin beispielsweise, der sich bekanntlich im Theologischen Seminar von Tiflis zum überzeugten Atheisten mauserte, ging als einer der größten Schreibtisch-Massenmörder in die Geschichte ein. In der Zeit des "Großen Terrors" (1936-38) ließ er breit angelegte "Säuberungsaktionen" durchführen, die u.a. auch das Ziel hatten, die "letzten Reste der Geistlichkeit zu liquidieren". Hierzu heißt es in einem der besseren Aufsätze des insgesamt durchaus problematischen Sammelbandes "Schwarzbuch des Kommunismus": "Tausende von Priestern und nahezu alle Bischöfe fanden sich in den Lagern wieder, und dieses Mal wurde ein großer Teil von ihnen hingerichtet. Von den 20.000 Kirchen und Moscheen, die 1936 noch für religiöse Zwecke genutzt worden waren, standen 1941 nicht einmal mehr 1000 für den Gottesdienst offen. Die Zahl der amtlich registrierten Geistlichen wurde Anfang 1941 mit 5665 angegeben [...] 1936 waren es noch mehr als 24.000 Geistliche gewesen." << (Internet)

Dies ist aber nur ein Beispiel aus der negativen Serie atheistischer Handlungen! - Die Aussicht aus Deinem Fenster, scheint ja doch weitaus beschränkter zu sein, als Du uns hier ständig vorzugaukeln versuchst.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.399

20.07.2018 11:36
#48 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat
sondern mit meinem RECHTSverständnis zu tun! Darf ich dich - zwecks Verständnis meiner Argumente - darauf hinweisen, dass ich ATHEIST bin?

Gysi,

... Deine "Rolle" ist schon lange klar und bedarf keines zusätzlichen Hinweises. - Was immer Du Dir auch vorstellst, zu sein, - Dein Rechtsverständnis ist gar nicht so verschieden von den Forderungen der 10 Gebote, auch wenn die Moderne heute einige davon nicht mehr beachtet.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.911

20.07.2018 12:09
#49  Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat von Reklov
Dein Rechtsverständnis ist gar nicht so verschieden von den Forderungen der 10 Gebote, auch wenn die Moderne heute einige davon nicht mehr beachtet.

Na, die ersten drei z.B., die den faschistoiden Charsakter Gottes hervorheben. Schlimm? Ich werfe den Altvorderen Israels nichts vor, denn die wussten nichts von Demokratie. Aber ich werfe den modernen Menschen vor, noch derart unkritisch an dem Juden- und dem Christentum zu kleben!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 4.399

20.07.2018 13:09
#50 RE: Werden alle Sünden vergeben ? antworten

Zitat
Na, die ersten drei z.B., die den faschistoiden Charsakter Gottes hervorheben. Schlimm? Ich werfe den Altvorderen Israels nichts vor, denn die wussten nichts von Demokratie. Aber ich werfe den modernen Menschen vor, noch derart unkritisch an dem Juden- und dem Christentum zu kleben!

Gysi,

... da stimme ich Dir zu, aber -

>> Das zentrale Problem ist die Religion - nicht der Theismus!

"Theismus und Atheismus sind die beiden Enden einer Wurst." Ich gebe zu: Früher habe ich mich über diesen Ausspruch ziemlich geärgert. Er schien mir ohne jegliche Begründung, zwei höchst unterschiedliche Phänomene in einen Topf zu werfen. Außerdem hielt ich ihn für eine schlecht getarnte Ausrede für Menschen, die sich den zentralen, existentiellen, aber mühsam zu bewältigenden Fragen des Lebens einfach nicht stellen wollten.

Im Laufe der letzten Jahre traf ich aber im freigeistigen Spektrum eine beachtliche Anzahl von Menschen, auf die der Satz dummerweise doch erschreckend zutraf: Atheisten, die so religiös fanatisiert über Atheismus sprachen, dass sie auf mich den Eindruck missionierender Wanderprediger machten, freigeistige Märtyrer, die das Misslingen ihres eigenen Lebens ausschließlich auf das Wirken klerikaler Seilschaften zurückführten, Menschen, die alle Katastrophen der letzten 2000 Jahre der katholischen Kirche anlasteten und deren Kirchenhass das Einzige zu sein schien, was ihrem Leben noch Halt zu geben vermochte.

Ich hatte den Eindruck, dass diese Menschen, die in der Regel der christlichen Religion entflohen waren, zwar ihren Gottesglauben verloren, das entscheidende Problem aber nicht gelöst hatten: Sie waren religiös geblieben, überzeugt von der unumstößlichen Wahrheit ihrer Glaubenssätze. So fest sie zuvor glaubten, Gott existiere, so waren sie nun davon überzeugt, dass er (sie oder es) nie existiert habe. Ihre Propheten der Wahrheit hießen nun nicht mehr Markus, Matthäus, Lukas und Johannes, sondern Nietzsche, Marx und Feuerbach. Widerrede war verpönt wie eh und je, die Schwarz auf Weiß gedruckte Wahrheit durfte nicht in Frage gestellt werden.

Die Konfrontation mit dieser Art religiöser Atheisten rief mir immer wieder zu Bewußtsein, was mir eigentlich schon seit Beginn meines Ausstiegs aus der Religion klar war, nämlich dass das entscheidende Problem nicht der Theismus ist, sondern die Religion. Schon in dem ersten religionskritischen Aufsatz, den ich jemals veröffentlichte (8), war dies die Grundthese. Ich plädierte dafür, den traditionellen Begriff der Religion zu erweitern: er müßte sowohl die theistischen als auch die atheistischen Heilsgeschichten umfassen.


Religionen brauchen keine Götter

Dass Religionen nicht unbedingt Gottesbilder aufweisen müssen, dürfte jedem klar sein, der sich schon einmal mit den Ursprüngen des Buddhismus beschäftigt hat. Buddhas ursprüngliche Konzeption kam ohne Götter aus und für traditionelle Buddhisten besteht insofern auch kein Gegensatz zwischen Atheismus und Religion. Wie problematisch die automatische Kopplung von Theismus und Religion bzw. Atheismus und Religionsfreiheit ist, zeigen aber auch andere Beispiele. So ist es mitunter problematisch, gewisse pantheistische Vorstellungen eindeutig zu klassifizieren. Wenn man wie Spinoza den personalen Gottesbegriff aufgibt, Gott als "Summe allen Seins" begreift, ist das nun Theismus oder Atheismus, Religion oder Philosophie? Zweites Beispiel: Wenn man wie viele New Age-Apostel den Begriff "Gott" durch den Begriff "Schicksal" ersetzt, handelt es sich dann um ein religiöses oder ein philosophisches Aussagensystem? Drittes Beispiel: Wie ordnen wir die sogenannten "Stammesreligionen" ein, die häufig auf die Vorstellung eines Gottes bzw. mehrerer Götter verzichten, aber ihren Ahnen magische Kräfte zusprechen? Sind das keine "Religionen", nur weil sie auf die Rede von "Gott" verzichten?

Ich denke, es wäre überaus problematisch, den Religionsbegriff weiterhin an der Existenz klar umrissener Gottesbilder festzumachen. Denn erstens würden wir damit (s.o.) zahlreiche traditionelle Formen der Religion ausklammern. Zweitens würden wir verkennen, dass religiöse Grundmuster auch in scheinbar säkularen Zusammenhängen von zentraler Bedeutung sein können. Damit meine ich weniger die Verehrung gewisser "Fußballgötter" oder "Popidole" (obwohl auch dies ein spannender Gegenstand religionssoziologischer Betrachtungen sein kann) als das erst in letzter Zeit wieder entdeckte Phänomen der "politischen Religion". (Dr. Michael Schmidt-Salomon) <<

Gruß von Reklov

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