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Atheismus vs. Religionen  


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Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 79 Antworten
und wurde 3.449 mal aufgerufen
 Christentum
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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.134

06.02.2019 19:25
#76 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Zitat von seneca im Beitrag #75
Zitat von Perquestavolta im Beitrag #74
Wenn man sich allein nur deine ganzen "persichen" "Vergleiche" mal so ansieht..und die ganze Flut von Fake-News die du diesbezüglich produzierst, kann man sich sogar ganz sicher sein, dass Gläubige schon immer nur gesehen haben was sie je nach dem und passend zu welcher Laune zu sehen meinten. Glaube ist die Gewissheit der selbstgerechten Oberflächlichchkeits- und Aufmerksamkeits-Schlampigen..wenn man dich als Muster-Beispiel eine Gläubigen nimmt.


An deiner gewohnt-gehässigen Blitz-Antwort ersehe ich, dass du meinen kritischen Post nicht gründlich gelesen und den Inhalt nicht verstanden hast. Erstens bin ich kein Muster-Beispiel eines Gläubigen, sondern ein atheistischer Philosoph mit christlichen Anwandlungen.

Du selber bist aufmerksamkeits-schlampig, denn sonst hättest du an meiner ironischen Formulierung "katholisch-christliches Zentralkommitee" (sc. Konzil von Nizäa) gemerkt, dass meine theologische Abhandlung der ganzen Geschichte um die Natur von Jesus und dem hl. Geist durchaus religionskritisch ist, indem ich, auch mit der Beschreibung von Kaiser Konstantin, herausgearbeitet habe, dass die ganze Glaubens-Geschichte Menschenwerk ist.





Gehts dir noch gut seneca? Ich habe auf Reklovs Beitrag geantwortet. Deine Beiträge lese ich eher selten oder manchmal auch gar nicht. Also obacht und mal genauer hinschauen, wen ich da zitiert habe.

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Trolle sind zum jagen da und nicht zum füttern.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.134

06.02.2019 20:11
#77 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Zitat von seneca im Beitrag #75


Im Gegensatz zu dir bin ich nicht (im Südtirol) katholisch erzogen worden sondern eher nebenbei evangelisch, und habe keinen Hass gegen die Kirche und den Glauben zu kompensieren, wie du es seit Monaten oder Jahren machst.
Ich denke nicht, dass mich das was angeht wie du erzogen wurdest, Seneca. Ich persönlich hatte nun mal das Pech nicht evangelisch erzogen worden zu sein, dafür aber das Glück die meiste Zeit in Südtirol zu leben.

Zitat von seneca im Beitrag #75

Über den Mithras-Kult musst du mir nichts sagen.

Wenn du vielleicht nochmal genau nachschaust, an wen mein Post adressiert war, dann merkst du bestimmt, dass das auch gar nicht meine Absicht war. aber weil wir schon mal gerade dabei sind, kann ich dir auch mitteilen dass mich deine Monologe auch sonst herzlich wenig interessieren, seneca. Zeit ist ein physikalisches Phänomen. Natürlich dürfen sich damit auch die Philosophen auseinandersetzen und was ich diesbezüglich in deinem letzten Beitrag darüber gelesen habe, geht es dir auch hier ... wie bei vielem Anderem im selben Beitrag... nur um die Verlöblichung deiner eigenen geschmacklichen Vorlieben.

Wie gesagt..seit du dich geoutet hast, der Wissenschaftsphilosophie eines gewissen Herrn Kirchhof zugeneigt zu sein, nehme ich mir kaum noch Zeit für deine schwerlasitgen monologen Beiträge. Ich kenne da nämlich ein paar Südtiroler Bauern die mir in drei Sätzen wenigestens das Gleiche und wahrscheinlich sogar noch etwas mehr sagen.

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seneca Offline

religiöser Atheist


Beiträge: 653

06.02.2019 22:56
#78 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Ad per questa volta: Verlöblichung meiner eigenen geschmacklichen Vorlieben; haha das gefällt mir. Den Post über die göttliche Natur von Jesus wollte ich schon lange schreiben. Als ich nach dem Speichern eine Ergänzung machen wollte über das Schisma von 1054 ging es nicht, da schon eine Antwort erfolgt war, von dir auf Reklov, was ich nicht geschnallt habe, sorry.
Reklov schreibt zuweilen interessante Dinge, die manchmal kompliziert und wahrscheinlich nicht von ihm sind. Er gibt aber die Quelle nie an, ausser seinen Spinoza. Du copy und pastest von wikipedia. Also, ich habe den Text zusammen gefasst und mit eigenen Anmerkungen versehen.

Die Zeit als solche ist kein physikalisches Phänomen. An einer Bewegung eines Körpers zum Beispiel sehen wir zwar einen Zeitablauf. Aber so einfach ist es nicht. Ebenso gut wäre der Raum ein physikalisches Phänomen, wenn sich etwas ausdehnt, z.B. bei einer Explosion.

Ja, ich schätze Prof. Jochen Kirchhoff als einen hoch gebildeten Naturphilosophen und Metaphysiker, insbesondere auch durch seine angenehme unprätentiose Art. Seine Thesen mögen recht esoterisch daher kommen, aber das ist mir egal. Er hat den Mut zu unkonventionellen Meinungen, die man teilen kann oder nicht.

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RELIGION IST HEILBAR! (Buch von J. Hochstrasser, Ex-Priester)
Denken ist eine Anstrengung; Glauben ein Komfort (Ludwig Marcuse).
Das Leben ist eine mißliche Sache; ich habe mir vorgesetzt, es damit hinzubringen, über dasselbe nachzudenken (Schopenhauer). - Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde (Nietzsche, Zarathustra).

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.134

06.02.2019 23:36
#79 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Jaja seneca.. nur berührt mich das alles überhaupt nicht. In den 2 Vorträgen die ich von diesem Kirchhof gehört habe, redet der Mensch am allerliebsten über sich selbst und die seine eigene spirituell orientierte Vollkommenheit und den Rest der Zeit verbringt er damit, die etablierten naturwissenschaftlichen Erkenntnistheorien in Zweifel zu stellen. Genau das was gekränkte Narzissten unter den Amateurphilosophen und die ganzen noch etwas bescheuerteren Verschwörungstheoretiker am allerliebsten hören. In einem Satz zusammengefasst dreht sich in der Natur-Philosophie dieses Kirchhofs als um das menschliche Ich als Mittelpunkt der Welt.

Aber in diesem Thema, hier im RF ging es ja darum ob Jesus eine Legende ist, oder nicht. Und in meinem Beitrag vertrat ich die Überzeugung dass im Christentum schon seit jeher mit allen Kulturen, Traditionen, heidnischen Kulten.. und sogar von ethnischen Temperamenten... mit welchen es in Berührung kam.. eine starke Vermischung stattgefunden hat. Und schon unter den ersten Christen in Rom gab es diesbezüglich große Unstimmigkeiten..


Dies wollte mir Reklov unbedingt ausreden..

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Reklov Offline




Beiträge: 4.654

07.02.2019 17:38
#80 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Zitat
Genau das was gekränkte Narzissten unter den Amateurphilosophen und die ganzen noch etwas bescheuerteren Verschwörungstheoretiker am allerliebsten hören.

Perquestavolta,

... "gekränkt" kann nur derjenige sein, der sich im Glauben an irgendein Dogma "aufgerüttelt" sieht. Von Dogmen aber halte ich genauso wenig wie Du.

Viele meinen, der Weg nach innen (zu Gott) führe über abgekapselte, klosterähnliche meditative Wege. Dem ist aber nicht so. Würde einer in einer klösterlich sterilen Atmosphäre egozentrisch vor sich hinbeten, würde er in seiner Versenkung immer weniger liebesfähig, weniger empfänglich und sensibel für andere Mitmenschen werden. In dem Fall - da hast Du recht - vergrößerte sich auch sein Narzissmus. Entscheidend ist für mich also auch, dass der "innere Weg" einen für die Mitmenschen sensibler macht.
Die entscheidende Größe, die für mich letztlich zählt und um die es nach meiner Überzeugung auch letztlich in der Beziehung zum Gottesgedanken geht, ist die Gotteserfahrung, der man in der Tiefe der Seele und in der Wirklichkeit des Alltags begegnen kann. Ohne eigene Erfahrung ist, auch hier, dem anderen keine wirksame Aussage zu vermitteln.

Viele menschen haben Angst, in sich hineinzuschauen, weil sie meinen, dort nur ihrem eigenen Chaos zu begegnen - oder dem Bösen. Deshalb halten sie sich lieber an den Gott, den sie bitten, sie vor dem Bösen zu bewahren. Das ist durchaus legitim.
Für mich führt der Weg zu "Gott" immer auch über die eigene Wirklichkeit. Wenn ich in mich hineinhorche, stoße ich eben nicht nur auf meine eigene Lebensgeschichte mit ihren Mustern, sondern auch auf den Grund all dessen, was man das Unberührbare, Reine und Stille nennt, zu dem kein Gedanke vordringt. Dort sitzt mein wahres Selbst unverfälscht von den Einwirkungen des geschäftigen Treibens meiner Umwelt, die mir makelbehafte Bilder vermittelt.

Die Menschen haben stets versucht, "Gott" für ihr Glücksgefühl, ihre Seelenruhe oder Selbsterhöhung gegenüber anderen zu vereinnahmen. Andere fielen/fallen über IHN her, weil sie nur Leid und Zerstörung in der Welt sehen/erleben, dabei auch ihre innere Freiheit verlieren.
"Gott" ist kein Beruhigungsmittel für vagabundierende Ängste, auch kein mythischer Seelenverzauberer, kann dem Menschen auch nicht seine psychologisch-ästhetischen Paradies-Unschuldsvermutungen bestätigen.

So geht es z.B. bei dem Gedanken >>Gott ist Liebe<< zunächst um unsere eigene Liebesfähigkeit und die harte aber klare Aussage, dass Gottesliebe ohne Bruder- und Schwesternliebe ein Ding der Unmögglichkeit ist. So muss jedes Wort von Christen als ein Hohn klingen, die anscheinend mit gutem Gewissen in den Krieg zogen/ziehen. - Solange aber jemand keine Liebe erfahren hat, er über keinen Nährboden verfügt, der ihn empfänglich macht für die Idee einer bedingungslosen Liebe, läuft er Gefahr, sich lediglich mit Spiritualität vollzustopfen.

Man sollte aber auch begreifen, dass "Gott" kein Kuscheltier ist, sondern dass man von IHM auch herausgefordert werden kann. Gott kann Helfer und Verfolger, auch das gegenteil von Liebe und Güte sein. Wer also meint, Leidensvermeidung allein durch Glauben zu erreichen, der irrt gewaltig.
Dem Menschen ist mit den Jahrhunderten eine ungeheure Macht der Zerstörung in seine Hand gegeben worden und die Frage ist, ob er dem Willen, sie zu gebrauchen, widerstehen, - ihn mit dem Geist der Liebe und Weisheit bändigen kann.

Wenn einer den Gottesgedanken ablehnt, kann er sich aber dennoch als ein Teil der Natur erleben, eine tiefe Verbundenheit mit dem Wald, der Luft, dem Boden, dem Meer und dem Himmel spüren, sich als ein Teil der Schöpfung erfahren, mitten im Jetzt vom Ewigen umfangen sein. - Ein Blick zu den Sternen, ein Spaziergang durch den Wald kann mehr innere Türen öffnen, als das Glockenläuten in einem Kirchturm.
In jedem von uns ist (so meine Meinung) in seinem Seelengrund ein innerer Raum der Stille, ein Raum reinen Schweigens, der nur von Gott "bewohnt" wird und nicht von Menschen, auch nicht von ihren Überlegungen, Sorgen, Ängsten, Leidenschaften und Emotionen. Über IHN kann man nicht verfügen. ER entzeiht sich meinem Zugriff, auch dem Zugriff jeder spirituellen oder wissenschaftlichen Methode.-



Zur heiß diskutierten Frage: Ist JESUS eine Legende?

Nun - wie auch immer - durch ihn kam etwas in die Welt, dass es vorher so nicht gab und sich auch nicht ohne Grund in vielen Menshenherzen festsetzen konnte, auch wenn nicht verschwiegen werden darf, dass das Christentum hier und da mit dem Schwert eingeführt wurde.

Einige Argumente aus dem Net, die für Jesus sprechen (könnten):

>> Es exisiteren auch außerbiblische Quellen: Lest mal Tacitus, Sueton, Flavius Josephus...<<

>> Es ist höchst unwahrscheinlich, dass die Nazaräer-Bewegung ohne zentrale Person einen solchen Einfluss-Schub bekommen hat. Solche Erkenntnisse geschehen, trotz der Vorlaufzeit und tiefen Verankerung im damaligen Judentum, nicht einfach explosionsartig. <<

>> Viele Menschen, die vor allem als Weisheitslehrer in Erscheinung traten, sind überhaupt nur durch Aufzeichnungen ihrer Anhänger für uns greifbar (siehe Sokrates). Das mindert das Argument, dass man notwendigerweise "säkulare" Quellen bräuchte, erheblich. <<

>> Der früheste Autor ist Paulus in seinen Briefen. Wem hat er diese Briefe geschrieben? Rethorische Frage: Natürlich bereits existierenden Gemeinden, denen die Einzelheiten bereits bekannt waren, warum sollte Paulus das also nochmals alles wiederholen? Dieses "Argument" für eine Nichtexistenz Jesu ist eines der hanebüchensten, das ich je gelesen habe. <<

>> Eine solche Person wird schon sehr früh in römischen "säkularen" Quellen genannt, und kein Römer widerspricht dem Faktum der Kreuzigung dieser, obwohl man dieses leicht hätte widerlegen können. <<

>> Die Erzählungen des Neuen Testaments nehmen nicht für sich in Anspruch, Berichte aus erster Hand zu sein.
Dann die Frage: wozu sollten die Menschen so was schreiben? Nur als Märchen wäre viel zu langweilig.... für die Kinder besonders. Leute! Bitte logisch denken! :) <<

>> Jetzt kann man behaupten dass entweder die Geschichte nach der Bibel nachgebaut wurde, oder dass die Bibelabschnitte immer erst nach Ereignissen niedergeschrieben wurden. Nun "Gott sei Dank" gibt es die bekannten Funde der Qumran-Rollen. - Diese "beweisen" nach Stand der aktuellen Wissenschaft dass
1. das Alte Testament seit mind. 2150 Jahren nicht verändert wurde und
2. dass alle Prophetien bereits (zum Teil viele Jhdt.) vorher detailiert niedergeschrieben wurden. - Das ist FAKT!
Den einzigen Einwand den ich damals hatte war dass die ganze Qumran-Geschichte ein klug inszeniertes Schauspiel ist um den 3 Weltreligionen den Rücken zu stärken. Darum hab ich Alexander Schick kontaktiert um mir von ihm persönlich ein Bild zu machen und aus erster Hand zu erfahren ob die Geschichte wahr ist - und, JA, sie ist wahr! Hätte er mich anlügen können? Theoretisch schon, aber erstens ist er ein Christ und zweitens bin ich ehemaliger Pokerprofi und wurde 2 Jahre geschult um einen Lügner augenblicklich zu erkennen. <<

>> Ich vermute dass die meisten die hier gegen Jesus, bzw. die Bibel wettern Atheisten sind.
Es ist doch ein viel größerer Glaubensakt an die Evolutions"theorie" zu glauben als an die Kreation und einen Schöpfergott.
Es gibt viele bekannte Wissenschaftler die ungefähr dasselbe aussagen:
"Der erste Schluck der Naturwissenschaft macht Atheistisch, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott!" (Walter Heisenberg) <<

>> Nun wie kann man behaupten es gibt keine Aussagen über Jesus ausserhalb der Bibel?
Wo er doch erwähnt in den Schriftrollen von Qumran? <<

>> All diese vielfältigen Kommentare und Meinungen, ob Jesus wirklich lebte und Wunder wirkte, wären völlig überflüssig, wenn Jesus in der heutigen Zeit gelebt hätte und nicht ausgerechnet vor 2000 Jahren.
Es gäbe Fotos, Audioaufzeichnungen, Fernsehinterviews, Videos von Ihm. Irgendein Jünger hätte die Himmelfahrt mit dem Smartphone aufgenommen. Die Verbreitung der Lehren Jesus und des Christentums wären durch TV und soziale Medien schnell in alle Welt verbreitet worden. Die Bibel hätte sofort verständlich gedruckt werden können.
Kreuzzüge, Glaubenskriege, Hexenverbrennungen usw. wären erspart geblieben. <<


Ich persönlich habe schon seit jeher unterschieden: zwischen dem "historischen" Jesus und dem Inhalt, welche durch die Bibeltexte in die Welt kamen. Man kann diese Texte nun ablehnen oder auch als Aufforderung verstehen, sich mit der eigenen Existenz auseinanderzusetzen.

Gruß von Reklov

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