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Dieses Thema hat 44 Antworten
und wurde 1.142 mal aufgerufen
 Christentum
Seiten 1 | 2
Reklov Offline




Beiträge: 2.969

19.05.2017 17:32
Ist JESUS eine Legende? antworten

In diesem Forum wurde neulich behauptet, Jesus sei eine Legende. Mal abgesehen von der biblischen Darstellung dieser Person, geht es also hier mehr um die Frage, ob der jüd. Wanderprediger denn überhaupt gelebt hat, denn - eine Legende ist zwar mit der Sage verwandt, doch nicht selten mit realen historischen Grundlagen verwoben.

Außerbiblische Berichte/Anmerkungen zur Person Jesu wurden in der Regel von Personen verfasst, die kein großes persönliches Interesse an dem Mann aus Nazareth hatten.

Dazu einige Beispiele aus dem Internet:

>> Als Testimonium Flavianum bezeichnet man den 93 n. Chr. verfassten Abschnitt im Buch 18, Verse 63–64 aus den Antiquitates Judaicae des Flavius Josephus:

Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann, wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf. Er vollbrachte nämlich ganz unglaubliche Taten und war der Lehrer aller Menschen, die mit Lust die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und auch viele Heiden an sich. Dieser war der Christus. Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu. Denn er erschien ihnen am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorhergesagt hatten. Und bis auf den heutigen Tag besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort. <<

>> Publius Cornelius Tacitus (55-ca.117 n. Chr.), der bedeutendste Historiker des römischen Kaiserreichs, Senator, Prokonsul und Statthalter über Kleinasien, erläutert in seinen Annalen XV.44, wo er den Brand Roms im Jahr 68 behandelt, den Begriff "Christen":
Dieser Name stammt von Christus, der unter Tiberius vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden war. Dieser verderbliche Aberglaube war für den Augenblick unterdrückt worden, trat aber später wieder hervor und verbreitete sich nicht nur in Judäa, wo er aufgekommen war, sondern auch in Rom, wo alle Greuel und Abscheulichkeiten der Welt zusammenströmen und geübt werden… <<

>> Lukian von Samosata (120-180 n. Chr.) war ein griechischer Satiriker. Er beschreibt das Lebensende des Peregrinus:
"Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte... Denn diese armen Leute haben sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich werden und in alle Ewigkeit leben würden: Daher kommt es dann, dass sie den Tod verachten und viele von ihnen ihm sogar freiwillig in die Hände laufen. Überdies hat ihnen ihr erster Gesetzgeber beigebracht, dass sie untereinander alle Brüder würden, sobald sie den grossen Schritt getan hätten, die griechischen Götter zu verleugnen, ihre Knie vor jenem gekreuzigten Sophisten zu beugen und nach seinen Gesetzen zu leben"

>> Gajus Plinius Caecilius Secundus (61-113 n. Chr.), amtet nach 110 als Prokonsul der Provinzen Bithynien und Pontus (heute Türkei). Der berühmte Autor beschreibt Christen, die in ihren Gottesdiensten vor Sonnenaufgang Christus als Gott besingen.
Plinius erbittet von Kaiser Trajan Anweisungen, wie er die Christen behandeln soll. In einem langen Brief (X,96) beschreibt er ausführlich die Verhöre, die regelmässig einen „perversen Aberglauben“ an den Tag brachten. Plinius erläutert, dass er Männer wie Frauen, Jungen wie Mädchen hat töten lassen. Es wurden so viele hingerichtet, dass er sich fragt, ob er weiterhin jeden töten soll, der als Christ entdeckt wird. Wer der Kaiserstatue und den römischen Göttern huldigte und Christus verfluchte, wurde freigelassen. <<


Was zeigen diese Belege?

Frederick F. Bruce, Professor für Theologie an der Universität Manchester, gehörte zu den besten Kennern des 1. Jahrhunderts. Er schlussfolgerte: "Die Geschichtlichkeit Jesu ist für einen unvoreingenommenen Historiker ebenso unumstösslich wie die Historizität Julius Cäsars. Wer von einem Christus-Mythos spricht, ist kein Historiker."


Frage: Welche Meinungen gibt es hierzu unter den usern dieses Forums?

Gruß von Reklov

Lukrez Offline




Beiträge: 5.442

19.05.2017 17:52
#2 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Zitat
Frederick F. Bruce, Professor für Theologie an der Universität Manchester, gehörte zu den besten Kennern des 1. Jahrhunderts. Er schlussfolgerte: "Die Geschichtlichkeit Jesu ist für einen unvoreingenommenen Historiker ebenso unumstösslich wie die Historizität Julius Cäsars. Wer von einem Christus-Mythos spricht, ist kein Historiker."


Für einen voreingenommenen Historiker ist die Historizität von Jesus unumstößlich.
Tatsächlich gibt es keinerlei beweiskräftige Belege für seine Existenz.
Und seine "Biographie" im Neuen Testament ist sowieso nur Literatur und hat nachgewiesenermaßen mit der Realität absolut nichts zu tun.

Jesus lebt nicht:
http://www.wissenbloggt.de/?p=18711
Die exegetische Forschung ist sich einig, dass die Evangelisten, genannt Markus, Matthäus, Lukas und Johannes, weder Augen- noch wenigstens Zeitzeugen von Jesus – falls dieser überhaupt gelebt hat, was ja absolut nicht sicher ist – waren. Es ist bewiesen, dass wir die wirklichen Namen der Evangelisten nicht kennen.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 15.980

19.05.2017 18:03
#3  Ist JESUS eine Legende? antworten

Zitat von Reklov
In diesem Forum wurde neulich behauptet, Jesus sei eine Legende. Mal abgesehen von der biblischen Darstellung dieser Person, geht es also hier mehr um die Frage, ob der jüd. Wanderprediger denn überhaupt gelebt hat, denn - eine Legende ist zwar mit der Sage verwandt, doch nicht selten mit realen historischen Grundlagen verwoben.

Doch, dieser Jesus von Nazareth hatte gelebt. Und er ist auch ca. 33 Jahre nach seiner Geburt ans Kreuz genagelt worden. Er war eine historische Nummer, meine ich schon. Sonst hätten sich nicht über 70 Peoples darum bemüht, ihm - nach seinem Ableben (oder nach seiner Flucht) - ein Evangelium zu widmen. Aber ausgebildete Journalisten waren das alle nicht. Sprich: Sie nahmen es mit der Wahrheit nicht immer so genau.

Einige historische Behauptungen sind bereits widerlegt, andere unwahrscheinlich.
Widerlegt ist seine Geburt in Betlehem im Jahr 1. Widerlegt ist der Besuch der Seher (die KEINE "Könige" waren!)
Unwahrscheinlich ist sein Gang über's Wasser. Auch "Tote" wird er nicht wieder zum Leben erweckt haben. Auch nicht Wasser in Wein umgewandelt - den trinkfreudigen Evangelisten ist da ein schöner Wunsch zu einem Realreport mutiert... Die Bergpredigt scheint nachgeschoben worden zu sein - sie hat nicht stattgefunden. Kurz vor seinem Tod so ein Hammerevent hinzulegen - so cool war dieser Jesus nicht. Auch die Wiederauferstehung von den Toten war nur ein damals beliebtes Gerücht, das man etlichen anderen Leuten ebenso angedichtet hatte. Wie auch die Jungfrauengeburt.

War Jesus eine Legende? Ja.
Oder hatte Jesus real existiert? Doch - auch!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.442

19.05.2017 18:06
#4 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Die Evangelien besitzen so viel Authentizität wie Hitlers Tagebücher!
Die sogenannten Evangelisten kannten Jesus überhaupt nicht!
Hat Jesus tatsächlich gelebt, dann sind die Evangelien trotzdem nichts als Märchen.

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(Lukrez)

Reklov Offline




Beiträge: 2.969

22.05.2017 16:33
#5 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Zitat
Die sogenannten Evangelisten kannten Jesus überhaupt nicht!

Lukrez,

mit was untermauerst Du Deine Behauptung - und - gilt diese (Deiner Meinung nach) auch für den Evangelisten Johannes, den sog. Lieblingsjünger Jesu?

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 2.969

22.05.2017 16:49
#6 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Zitat
Doch, dieser Jesus von Nazareth hatte gelebt.

Gysi,

... schon die ersten 2 Personen (Du und Lukrez) geben zu dem neuen Themenblock eine unterschiedliche Meinung ab!?
Mal sehen, was sonst noch alles dazu gesagt wird.

Zitat
Auch nicht Wasser in Wein umgewandelt - den trinkfreudigen Evangelisten ist da ein schöner Wunsch zu einem Realreport mutiert...

... daz konnte ich einst lesen, dass Jesus hier wahrscheinlich Wasser in die noch nicht ganz leeren Schläuche nachgießen ließ und auch die darin enthaltenen Kristalle noch eine Art verdünnten Wein hergaben. - Tote mag der auch körperlich heilende Wanderprediger nicht erweckt haben, aber vielleicht sog. "hoffnungslose" Fälle wieder so aufgepowert haben, dass ihre zunächst ihre seelischen "Blockaden" gelöst und demnach auch ihr Körper wieder ins Leben "gerufen" wurde. - Bis heute soll es ja Menschen geben, die wegen unverkraftbarer Erlebnisse "tot" sind, obwohl sie noch atmen!

Zitat
Aber ausgebildete Journalisten waren das alle nicht. Sprich: Sie nahmen es mit der Wahrheit nicht immer so genau.

Das hättest Du nun besser nicht schreiben sollen, weiß doch jeder, dass auch ein "ausgebildeter" Journalist entweder ganz bewusst oder auch nur schlecht informiert, Unwahrheiten in die Öffentlichkeit zu posaunen in der Lage ist!

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 15.980

22.05.2017 17:10
#7 Ist JESUS eine Legende? antworten

Zitat von Reklov
Das hättest Du nun besser nicht schreiben sollen, weiß doch jeder, dass auch ein "ausgebildeter" Journalist entweder ganz bewusst oder auch nur schlecht informiert, Unwahrheiten in die Öffentlichkeit zu posaunen in der Lage ist!

Oh, man kann ein Teufel seines Faches sein, wenn man sein Handwerk teuflisch versteht... Man ist aber kein Qualitätsreporter, wenn man es gar nicht versteht... Zum Unsinn daddeln braucht man kein Diplom. Aber auch mit ist man kein Heiliger, klar.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.442

22.05.2017 20:09
#8 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Zitat
mit was untermauerst Du Deine Behauptung - und - gilt diese (Deiner Meinung nach) auch für den Evangelisten Johannes, den sog. Lieblingsjünger Jesu?


Das sog. Johannesevangelium stammt ziemlich eindeutig nicht vom gleichnamigen Jünger und wird auf 90–100 n. Chr. datiert.
Heutzutage datieren Vertreter der historisch-kritischen Schule das Johannesevangelium aus inneren Gründen meist auf das Ende des ersten Jahrhunderts. Als frühestes Datum kommen für viele Exegeten die Jahre nach 80 in Frage, da das Johannesevangelium eine fortgeschrittene Entfremdung vom synagogalen Judentum dokumentiere und auf den so genannten "Synagogenausschluss" für Abtrünnige historisch zurückblicke.
Im Johannesevangelium wird (nach Udo Schnelle) die Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 bereits vorausgesetzt.

Ob Jesus gelebt hat bleibt strittig.
Unstrittig ist aber, dass die Evangelien kaum etwas wesentliches mit seinem Leben zu tun haben können.

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(Lukrez)

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.532

22.05.2017 21:07
#9 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Bevor wir hier zu diskutieren anfangen, versuchen wir uns erst mal darauf zu einigen, was denn eine "Legende" sein soll. https://de.wikipedia.org/wiki/Legende

Die Jesus-Legende:
Eine erfundene oder geänderte Biographie zum Zwecke der Handlungsbegründung.

In den Zeitaltern vor der sogenannten "Aufklärung", galten Unfälle, Krankheiten, Epidemien, Unwetter, Naturkatastrophen und Schicksalsschläge überhaupt, gemeinhin als Heimsuchung böser Geister, Dämonen, gekränkter und beleidigter Ahnen, oder gar als Strafe der Götter. Die Fantasie der Menschen kannte keine Einschränkungen, Gründe, Ursachen, Erklärungen für das Unheil zu liefern. Nicht nur bezüglich der eigenen oft harten Schicksalsschläge, sondern vor allem über die möglichen Zusammenhänge hinter den Schicksalsschlägen anderer wurde spekuliert. Traf jemand ein Unheil trotz vorbildlicher Tugendhaftigkeit, Frömmigkeit, Unschuldigkeit, so konnte er/sie/es nur den Verwünschungen, dem Zauber eines jemand anheim gefallen sein, der mit dem Bösen Unzucht trieb.

Es wurde gedichtet, erdichtet, getraatscht, verleumdet, denunziert und Unmengen unschuldiger Mücken in große "böse Elefanten und Drachen" verwandelt.

Man erzählte sich Geschichten von wundersamen Errettungen aus allem misslichen Situationen, Notlagen und Glücks-in Unglücksfällen. Und wenn man eine Erkältung überlebte, dann nur, weil man 200 "Vaterunser" gebetet und sich die geweihten Hoden eines Wollpertingers unter Kopfkissen gelegt hat.

Auf diesen Grundlagen wurde Jesus Christus erschaffen.




http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42621108.html

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Nur der eitle Narzisst ist sich sicher, dass wenn er mal etwas nicht versteht, könne nur ein Gott es geschaffen haben.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.532

22.05.2017 22:02
#10 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Wenn die Evangelisten Jesus selbst noch persönlich gekannt haben, wie lässt es sich dann erklären, dass es schon unter den ersten Christen zu Streitigkeiten und Spaltungen kam? Wie lässt es sich erklären, dass es bereits im 1 und 2.. Jahrhundert an die 50 verschiedene Evangelien/Apokryphen im Umlauf waren..

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Nur der eitle Narzisst ist sich sicher, dass wenn er mal etwas nicht versteht, könne nur ein Gott es geschaffen haben.

Athon Offline




Beiträge: 1.200

23.05.2017 10:14
#11 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

@Reklov

Ich bin überzeugt davon, dass Jesus gelebt hat. Aber, aus meiner Sicht nicht als jungfräulich geborener Sohn "Gottes" und nicht als jemand, der von den Toten auferstehen konnte. Von den zwischenzeitlich vollbrachten "Wundern" erst gar nicht zu reden. Er war vermutlich ein ausgesprochen charismatischer Prediger, dessen Umfeld aus seiner vermuteten Aussage, er sei ein Sohn Gottes, das spätere christliche Leitbild, er sei der Sohn Gottes, geprägt hat. So einfach könnte diese Legende entstanden sein...

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Reklov Offline




Beiträge: 2.969

23.05.2017 12:47
#12 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Zitat
Wenn die Evangelisten Jesus selbst noch persönlich gekannt haben, wie lässt es sich dann erklären, dass es schon unter den ersten Christen zu Streitigkeiten und Spaltungen kam? Wie lässt es sich erklären, dass es bereits im 1 und 2.. Jahrhundert an die 50 verschiedene Evangelien/Apokryphen im Umlauf waren..

Perquestavolta,

... in der Antike gab es noch nicht die uns heute zur Verfügung stehenden Medien, sondern das "erzählende" Element gab nun mal den jeweils verfärbten, prägenden Charakter einer Story wieder.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 2.969

23.05.2017 12:57
#13 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Zitat
Von den zwischenzeitlich vollbrachten "Wundern" erst gar nicht zu reden.

Athon,

... die "Wunder" haben nicht nur den narrativen Charkter orientalischer Geschichten, sondern deuten auch auf eine Symbolik hin. So ist z.B. das "Seewandeln" des Petrus eine bildhafte Schilderung, wie jemand, der wankelmütig zweifelt, nicht fest im Glauben ist, "untergehen" kann - und zwar innerlich! Das kann z.B. auch der Glaube an sich und sein Leistungsvermögen sein. So schießt z.B. ein Fußballer ohne rechtes Selbstvertrauen öfter vor dem Tor daneben, als ein selbstsicherer Schütze.
Die Herrschaft Jesu über Sturm und Wind, über Dämonen und den damit "verbundenen" Krankheiten sollen andeuten, dass man dem "einen Allmächtigen" die Herrschaft über solche Erscheinungen zutrauen kann/darf!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 2.969

23.05.2017 13:10
#14 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Zitat
Er war vermutlich ein ausgesprochen charismatischer Prediger, dessen Umfeld aus seiner vermuteten Aussage, er sei ein Sohn Gottes, das spätere christliche Leitbild, er sei der Sohn Gottes, geprägt hat. So einfach könnte diese Legende entstanden sein.

Athon,

... wie ich lesen konnte, soll im alten Judentum jeder als "Gottessohn" bezeichnet worden sein, der ein frommes und gottgefälliges Leben führte. Die Kirche machte dann später daraus ihre Wortschöpfung "Sohn Gottes".
Wer aber ernsthaft an "Gott" glaubt (die Bedeutung dieses Platzhalterwortes ist ja nicht geklärt), der kann sich auch vorstellen, dass das sog. "Göttliche" seine von ihm konzipierten Lebensformen auch mal selbst "erfahren" wollte und demnach problemlos in das atomare Schwingungsfeld eines menschlichen Körpers "eintauchen" konnte.
Wie heißt es doch so schön: >> Nichts ist unmöglich << (oder sollte zumindest nicht voreilig als solches abgetan werden).

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 2.969

23.05.2017 13:21
#15 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Zitat
Man erzählte sich Geschichten von wundersamen Errettungen aus allem misslichen Situationen, Notlagen und Glücks-in Unglücksfällen. Und wenn man eine Erkältung überlebte, dann nur, weil man 200 "Vaterunser" gebetet und sich die geweihten Hoden eines Wollpertingers unter Kopfkissen gelegt hat.

Auf diesen Grundlagen wurde Jesus Christus erschaffen.

Perquestavolta,

... ich verkneife mir mal die Frage, was denn Du unter Deinem Kopfkissen liegen hast , weise lediglich darauf hin, dass mir schon öfter auf "unerklärliche Weise" große Hilfe zur Seite eilte - und zwar immer stets im rechten Moment. Auch die von mir voreilig als misslich und unglücklich eingestuften persönlichen Lebenslagen entpuppten sich später als rechtzeitig eingerichteten Rettungswege.
Aber - jeder hat da seine eigenen Erfahrungen (oder auch nicht!). Wenn Du Deine Augen offen hältst, wirst Du evtl. ähnliche >Markierungen< auf Deinem Lebensweg entdecken können. (?)

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.532

23.05.2017 16:13
#16 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #12

Zitat
Wenn die Evangelisten Jesus selbst noch persönlich gekannt haben, wie lässt es sich dann erklären, dass es schon unter den ersten Christen zu Streitigkeiten und Spaltungen kam? Wie lässt es sich erklären, dass es bereits im 1 und 2.. Jahrhundert an die 50 verschiedene Evangelien/Apokryphen im Umlauf waren..
Perquestavolta,

... in der Antike gab es noch nicht die uns heute zur Verfügung stehenden Medien, sondern das "erzählende" Element gab nun mal den jeweils verfärbten, prägenden Charakter einer Story wieder.


Das Problem bei mündlich weitergegebenen Storys ist, dass sie von Hörenden immer nach seinen eigenen "Visionen" verstanden werden.
Wie das auch z. B. bei Dir immer der Fall ist.............. und dabei kommunizieren wir hier sogar schriftlich. Man redet spezifisch von etwas bestimmten und du bringst es jedes mal mit deinen "Visionen" von etwas ganz anderem in Zusammenhang.

Die Evangelien und Erzählungen über Jesus, beinhalten viele Beispiele, die niemand beobachtet hat. In denen Jesus allein als Protagonist anwesend war. Sein einsames Fasten in der Wüste und alle damit verbundenen Ereignisse, welche ja für seine Gläubigen besonders wichtig sind.

Jesus soll Blut geschwitzt haben, aber alle die dabei waren schliefen schon..
Das ganze Alte und Neue Testament ist voll von solchen Schilderungen, die sich jemand ausgedacht hat.. Moses und der brennende Dornbusch der brannte aber nicht verbrannte..

Moses soll 5 Bücher geschrieben haben, als er schon 500 Jahre tot war. Wenn aller Erzähler ihre Visionen in die Bibel mit einfließen haben lassen, dann war Moses und Jesus "Mücken".

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Nur der eitle Narzisst ist sich sicher, dass wenn er mal etwas nicht versteht, könne nur ein Gott es geschaffen haben.

Reklov Offline




Beiträge: 2.969

24.05.2017 12:04
#17 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Zitat
Man redet spezifisch von etwas bestimmten und du bringst es jedes mal mit deinen "Visionen" von etwas ganz anderem in Zusammenhang.

Perquestavolta,

... alles hängt miteinander zusammen. Es gibt also nichts "ganz Anderes" und ein Springen zu einem anderen Gesprächszweig sollte schon hier und da erlaubt sein.

Zitat
Die Evangelien und Erzählungen über Jesus, beinhalten viele Beispiele, die niemand beobachtet hat. In denen Jesus allein als Protagonist anwesend war. Sein einsames Fasten in der Wüste und alle damit verbundenen Ereignisse, welche ja für seine Gläubigen besonders wichtig sind.

Abgesehen davon, dass sich jeder Gläubige aus dem Neuen Testament seine besonders favorisierten Textstellen wählt, kann keiner von uns wissen, ob denn Jesus seine Erfahrungen in der Wüste nicht einem, oder gar allen Jüngern erzählt hat???

Zitat
Jesus soll Blut geschwitzt haben, aber alle die dabei waren schliefen schon..
Das ganze Alte und Neue Testament ist voll von solchen Schilderungen, die sich jemand ausgedacht hat.

Wie die Kette der einzelnen Erzählungen zu den Evangelisten weiter gereicht worden war, entzieht sich jeder Nachforschung. Du darfst das Ganze aber getrost als "ausgedacht" ansehen.

Zitat
Moses und der brennende Dornbusch der brannte aber nicht verbrannte.

Diese "Symbolik" sollte jemand schon einordnen können. Außerdem muss die Bibel auf dreierlei Art gelesen werden: Historisch, psychologisch und philosophisch -
also weder, wie ein Fachbericht, noch wie ein Roman, noch wie eine Tageszeitung.

Die Symbolik des "brennenden Dornbusches" musst Du also mit Deiner eigenen Fantasie deuten und, der Antike entsprechend, auskleiden (können).

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 2.969

24.05.2017 12:23
#18 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Zitat
Moses soll 5 Bücher geschrieben haben, als er schon 500 Jahre tot war. Wenn aller Erzähler ihre Visionen in die Bibel mit einfließen haben lassen, dann war Moses und Jesus "Mücken".

Perquestavolta,

...Der Talmud behandelt die dargestellten Ungereimtheiten unter der Annahme, dass der ganze Pentateuch aus der Feder Moses entstanden sei, und kommt zu dem Schluss, dass einiges (etwa der Bericht von Moses Tod und Beisetzung) wahrscheinlich später von Moses Nachfolger Josua hinzugefügt sei.
Die Autorschaft Moses wird von der traditionellen Lehrmeinung folgendermaßen begründet:

>> Im Buch selbst wird Mose ausdrücklich als Autor bezeichnet (Kapitel 1,1 LUT, Kapitel 29,1 LUT, Kapitel 31,1 LUT).
Spätere Bücher beziehen sich auf das 5. Buch Mose, und bestätigen dadurch, dass jenes älter ist. (Buch Josua Kapitel 8, Vers 31; 1. Buch der Könige Kapitel 2, Vers 9; 1. Buch der Könige Kapitel 14, Vers 6; 2. Buch der Chronik Kapitel 23, Vers 18; Kapitel 25, Vers 4; Kapitel 34, Vers 14; Esra Kapitel 3, Vers 2; Kapitel 7, Vers 6; Buch Nehemia Kapitel 8, Vers 1; Daniel Kapitel 9, Verse 11 und 13.)
Orthodoxe Juden sehen Moses Autorschaft im Mischna und Talmud bestätigt.
Christen sehen Moses Autorschaft im Neuen Testament bestätigt. (Evangelium nach Matthäus Kapitel 19, Verse 7 und 8; Evangelium nach Markus Kapitel 10, Verse 3 und 4; Evangelium nach Johannes Kapitel 5, Verse 46 und 47; Apostelgeschichte des Lukas Kapitel 3, Vers 22; Kapitel 7, Vers 37; Brief des Paulus an die Römer Kapitel 10, Vers 19.)

Der Talmud behandelt die dargestellten Ungereimtheiten unter der Annahme, dass der ganze Pentateuch aus der Feder Moses entstanden sei, und kommt zu dem Schluss, dass einiges (etwa der Bericht von Moses Tod und Beisetzung) wahrscheinlich später von Moses Nachfolger Josua hinzugefügt sei.

Außerhalb jüdisch-orthodoxer und christlich-fundamentalistischer Kreise wird heute fast einmütig ausgeschlossen, dass Mose das Deuteronomium verfasst hat. Zur genauen Entstehung findet man verschiedene Hypothesen, welche die Entstehung des gesamten Pentateuch behandeln. Insbesondere wird heute aus der Bedeutungsverwandtschaft zwischen einzelnen Abschnitten, z. B. (Dtn 13,2–10 EU), (Dtn 28,15–68 EU) und Abschnitten aus den Vasallenverträgen Asarhaddons mit medischen Fürsten geschlossen, dass eine Urfassung des Buches in der Zeit König Joschijas von Juda abgefasst worden sein müsse (vgl. 2. Kön. 22,8); denn es handele sich um eine förmliche Aufkündigung der Treue zum assyrischen König nach dem Tode Assurbanipals durch den Eid auf Jahwe (Eckart Otto).[4]

Aus dem Vergleich mit prophetischen Büchern des Tanach schließen andere Forscher (Gustav Hölscher), das 5. Buch Mose sei in frühnachexilischer Zeit verfasst worden. Die Quellen, die die Schreiber bei der Verfassung der uns heute bekannten Form des Buches verwendet haben, sind jedoch zweifellos sehr viel älter.

Seit Martin Noth wird das Deuteronomium auch als Bestandteil des Deuteronomistischen Geschichtswerks angesehen. << (Quelle: Internet)

Man sollte die Personen aus der jüd. Geschichte nicht gleich als "Mücken" abtun wollen, denn immerhin konnte die Aussagekraft ihres Vermächtnisses die vorherigen Götzenkulte überwinden und eine neue Betrachtungsweise über das sog. "Göttliche" einläuten. - Wie lange sich die alten Texte werden halten können, muss jedoch die Zukunft erweisen.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.532

24.05.2017 18:41
#19 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #17

Zitat
Man redet spezifisch von etwas bestimmten und du bringst es jedes mal mit deinen "Visionen" von etwas ganz anderem in Zusammenhang.
Perquestavolta,

... alles hängt miteinander zusammen. Es gibt also nichts "ganz Anderes" und ein Springen zu einem anderen Gesprächszweig sollte schon hier und da erlaubt sein.

Zitat


Dass alles mit allem Zusammenhängt ist eine reine Vision deinerseits und entbehrt jeglicher Möglichkeit der Überprüfung. Des anderen wurdest du schon öfter von der Forumsleitung darauf hingewiesen, dass deine "Sprunghaftigkeit", alle Themen ständig mit anderen Gesprächszweigen zu zerhacken nicht erwünscht sind, so wie es auch für andere User überaus ärgerlich ist, damit immer wieder aus der eigentlichen Diskussion gedrängt zu werden.


Zitat von Reklov im Beitrag #17

Die Evangelien und Erzählungen über Jesus, beinhalten viele Beispiele, die niemand beobachtet hat.
Also sind sie frei erfunden. Von Erzähler zu Erzähler immer weiter ausgeschmückt worden und von armen Geiste unkritisch, als wahre Begebenheiten akzeptiert.

Zitat von Reklov im Beitrag #17

Abgesehen davon, dass sich jeder Gläubige aus dem Neuen Testament seine besonders favorisierten Textstellen wählt, kann keiner von uns wissen, ob denn Jesus seine Erfahrungen in der Wüste nicht einem, oder gar allen Jüngern erzählt hat..
Wie auch genau so niemand wissen kann, ob es den so gewesen ist.

In Anbetracht dessen, dass du selbst ja auch an übernatürliche Fügungen, alles umfassende Wahrheiten, unerklärliche Wunder glaubst... obwohl du in einem Zeitalter lebst, in dem Krankheiten schon lange nicht mehr als Besessenheit durch böse Geister, Dämonen, gekränkte und beleidigte Ahnen gesehen und verstanden werden und auch Naturkatastrophen, Unfälle und Unglück nicht mehr als Strafen der Götter gedeutet werden, kann man sich gut vorstellen, wie sich die Menschen von damals die Welt erklärten. Auch deine Feststellung, dass Gläubige sich ja immer nur "favoriserte" Textstellen aus dem NT aussuchen, die genau zu ihren zirkelschlüssigen (egozentrischen) Weltmodell passen, lässt erahnen, wie die Jünger damals "Jesus" interpretiert haben.. als sie von ihe hörten

Und ob es diese Jünger überhaupt gegeben hat und sie nicht erst später unter den gleichen weltanschaulichen Voraussetzungen besonders begeisterter Visionäre des Glaubens überhaupt erst erfunden wurden, lässt sich auch nicht mehr sicher sagen, Reklov. Ich nehme Dich hierfür einfach mal als Vergleich. Du behauptest oft haarsträubende Unwahrheiten, die du dir aus irgendwelchen dubiosen und nur von dir selbst favorisierten Informationsquellen selbst zusammen zusammenreimst..
So, wie sich Gläubige halt ihre favorisierten Textstellen in der Bibel aussuchen.. mit denen sie ihren "Glauben" füttern.

Zitat von Reklov im Beitrag #17

[quote]Jesus soll Blut geschwitzt haben, aber alle die dabei waren schliefen schon..
Das ganze Alte und Neue Testament ist voll von solchen Schilderungen, die sich jemand ausgedacht hat.
Wie die Kette der einzelnen Erzählungen zu den Evangelisten weiter gereicht worden war, entzieht sich jeder Nachforschung.

Ach tatsächlich? Du als Gläubiger suchst dir ja auch immer die eigene Wahrheit aus favorisierten Textstellen zusammen. Heißt das dann nicht anderes herum, dass etwaige Nachforschungen gar nicht erwünscht sind?

Zitat von Reklov im Beitrag #17

Du darfst das Ganze aber getrost als "ausgedacht" ansehen.
Und was ist mit all denen, die unter der Fuchtel von Leuten stehen, die das ganze wahre Begebenheit ansehen? Was ist mit den Frauen, die nach christlicher/muslimischer/jüdischer Überzeugung dem Manne untertan sind. Was ist mit jenen Kindern, die nicht zur Schule gehen dürfen, die keine weltlichen Freunde haben dürfen, die ständig in Angst leben müssen, von Gott, oder ihren im Gotteswahn verrücktgewordenen Eltern bestraft/geschlagen/gedemütigt zu werden? Nein Reklov.. DU darfst.. Ich für mich, nehme mir einfach nur mein Recht.




Zitat von Reklov im Beitrag #17

Moses und der brennende Dornbusch der brannte aber nicht verbrannte.
Diese "Symbolik" sollte jemand schon einordnen können. Außerdem muss die Bibel auf dreierlei Art gelesen werden: Historisch, psychologisch und philosophisch.

So musst du die Bibel lesen. Ich nicht.



Zitat von Reklov im Beitrag #17

also weder, wie ein Fachbericht, noch wie ein Roman, noch wie eine Tageszeitung.
Wie eine Kranken- und Kriminalakte, wäre mein Vorschlag.


Zitat von Reklov im Beitrag #17
Die Symbolik des "brennenden Dornbusches" musst Du also mit Deiner eigenen Fantasie deuten und, der Antike entsprechend, auskleiden (können).

Warum denn mit "meiner" Fantasie Reklov? Jesus ist doch schon von der Fantasie jener erschaffen worden, die den brennenden Dornbusch mit ihrer Fantasie ausgelegt und gedeutet haben.

Und du weist doch, dass ich mir von dir weder vorschreiben lassen möchte, was ich muss, was ich soll noch was ich darf. Du behauptest nämlich so oft Unsinn und Unwahres.

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Nur der eitle Narzisst ist sich sicher, dass wenn er mal etwas nicht versteht, könne nur ein Gott es geschaffen haben.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.532

24.05.2017 20:00
#20 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #18

Zitat
Moses soll 5 Bücher geschrieben haben, als er schon 500 Jahre tot war. Wenn aller Erzähler ihre Visionen in die Bibel mit einfließen haben lassen, dann war Moses und Jesus "Mücken".
Perquestavolta,

...Der Talmud behandelt die dargestellten Ungereimtheiten unter der Annahme, dass der ganze Pentateuch aus der Feder Moses entstanden sei, und kommt zu dem Schluss, dass einiges (etwa der Bericht von Moses Tod und Beisetzung) wahrscheinlich später von Moses Nachfolger Josua hinzugefügt sei.
Die Autorschaft Moses wird von der traditionellen Lehrmeinung folgendermaßen begründet:

>> Im Buch selbst wird Mose ausdrücklich als Autor bezeichnet (Kapitel 1,1 LUT, Kapitel 29,1 LUT, Kapitel 31,1 LUT).
Spätere Bücher beziehen sich auf das 5. Buch Mose, und bestätigen dadurch, dass jenes älter ist. (Buch Josua Kapitel 8, Vers 31; 1. Buch der Könige Kapitel 2, Vers 9; 1. Buch der Könige Kapitel 14, Vers 6; 2. Buch der Chronik Kapitel 23, Vers 18; Kapitel 25, Vers 4; Kapitel 34, Vers 14; Esra Kapitel 3, Vers 2; Kapitel 7, Vers 6; Buch Nehemia Kapitel 8, Vers 1; Daniel Kapitel 9, Verse 11 und 13.)
Orthodoxe Juden sehen Moses Autorschaft im Mischna und Talmud bestätigt.
Christen sehen Moses Autorschaft im Neuen Testament bestätigt. (Evangelium nach Matthäus Kapitel 19, Verse 7 und 8; Evangelium nach Markus Kapitel 10, Verse 3 und 4; Evangelium nach Johannes Kapitel 5, Verse 46 und 47; Apostelgeschichte des Lukas Kapitel 3, Vers 22; Kapitel 7, Vers 37; Brief des Paulus an die Römer Kapitel 10, Vers 19.)

Der Talmud behandelt die dargestellten Ungereimtheiten unter der Annahme, dass der ganze Pentateuch aus der Feder Moses entstanden sei, und kommt zu dem Schluss, dass einiges (etwa der Bericht von Moses Tod und Beisetzung) wahrscheinlich später von Moses Nachfolger Josua hinzugefügt sei.

Außerhalb jüdisch-orthodoxer und christlich-fundamentalistischer Kreise wird heute fast einmütig ausgeschlossen, dass Mose das Deuteronomium verfasst hat. Zur genauen Entstehung findet man verschiedene Hypothesen, welche die Entstehung des gesamten Pentateuch behandeln. Insbesondere wird heute aus der Bedeutungsverwandtschaft zwischen einzelnen Abschnitten, z. B. (Dtn 13,2–10 EU), (Dtn 28,15–68 EU) und Abschnitten aus den Vasallenverträgen Asarhaddons mit medischen Fürsten geschlossen, dass eine Urfassung des Buches in der Zeit König Joschijas von Juda abgefasst worden sein müsse (vgl. 2. Kön. 22,8); denn es handele sich um eine förmliche Aufkündigung der Treue zum assyrischen König nach dem Tode Assurbanipals durch den Eid auf Jahwe (Eckart Otto).[4]

Aus dem Vergleich mit prophetischen Büchern des Tanach schließen andere Forscher (Gustav Hölscher), das 5. Buch Mose sei in frühnachexilischer Zeit verfasst worden. Die Quellen, die die Schreiber bei der Verfassung der uns heute bekannten Form des Buches verwendet haben, sind jedoch zweifellos sehr viel älter.

Seit Martin Noth wird das Deuteronomium auch als Bestandteil des Deuteronomistischen Geschichtswerks angesehen. << (Quelle: Internet)

Man sollte die Personen aus der jüd. Geschichte nicht gleich als "Mücken" abtun wollen, denn immerhin konnte die Aussagekraft ihres Vermächtnisses die vorherigen Götzenkulte überwinden und eine neue Betrachtungsweise über das sog. "Göttliche" einläuten. - Wie lange sich die alten Texte werden halten können, muss jedoch die Zukunft erweisen.



Reklov, nur für dich und dein Welt-Wahrheitsmodell sollte man nicht, dürfte man nicht und muss man immer.. Tatsache ist aber, dass Glaube und Wahrheit nichts miteinander zu tun haben. Dass jeder der nach ehrlicher Wahrheit sucht, zuerst immer an dem zweifeln "sollte" was er sich selber nicht beweisen kann. Nur dann kommen wir alle gemeinsam der Wahrheit eine gutes Stück näher.

Vom Moses der Bibel gibt es keine außerbiblischen Spuren.. Es gibt keine ägyptischen Aufzeichnungen, die auch nur annähernd das bestätigen, was die Bibel über das von Moses in Ägypten gegründete "Volk" Israel und über ihn selbst behauptet. Man weis nicht mal, unter welchem Pharao sich denn genau die Geschichte mit den Plagen ereignet haben solle.. Obwohl Moses, wenn er denn seine 5 Bücher selbst verfasst hätte, ziemlich genau darüber Auskunft hätte geben können.

Israel ist seit seinem Bestehen umgeben von anderen Völkern, die zumindest von einigen Begebenheiten, wie sie von der Bibel dargestellt werden, etwas gewusst haben müssten. Diese Völker haben mit Israel Handel betrieben, Kriege geführt, kulturellen Austausch betrieben. Gesichtshistoriker und Archäologen die einfach mal unvoreingenommen an die Sache herangingen, haben bis dato keine einzige Spur gefunden, die auch nur annähernd die Erzählungen der Bibel untermauern könnte. Archäologische Artefakte, die von den Helden der biblischen Mythologie in Massen hinterlassen worden sein müssten, wurden nie gefunden, oder immer wieder als Fälschungen des Kunsthandels entlarvt. Örtlichkeiten, die in der Bibel als groß und bedeutsam dargestellt werden, stellten sich den Archäologen als Hofstellen und Hirtencamps zu Überwinterung heraus und die kulturellen Beifunde, wie Stautetten, Brandopferaltäre, Stehlen ... als Mischmasch aller möglichen kulturellen Einflüsse und Hintergründe. Nichts von dem, was die Bibel erzählt, ob im alten oder neuen Testament, lässt sich wissenschaftlich - (unvoreingenommen) nachweisen.

Moses und Jesus sind nichts anders als irgendwelche Mücken gewesen, die von der Fantasie ihrer mündlichen Überlieferer zu über-ge-wichtigen Elefanten gemacht wurden.

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Nur der eitle Narzisst ist sich sicher, dass wenn er mal etwas nicht versteht, könne nur ein Gott es geschaffen haben.

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

26.05.2017 15:04
#21 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Viele Moses. Mehrere Generationen. Hundert Jahre, dreihundert, vielleicht mehr, vermutlich sogar. Ein halbes Jahrhundert? Dürfte hingehen. Kontinuierlich weiterentwickelte Geistesströmung mit dem Ziel klar definierter Religionsgründung, vor allem als Hilfestellung zur Identitätsfindung einer vergleichsweise fragilen und kaum strukturierten Volksgemeinschaft. Um sich unter dieser "außerordentlichen Gemeinsamen" zu einer "Nation" zusammenfinden zu können. Die sich nicht nur durch ihre Herkunft von anderen unterscheidet, sondern vor allem durch den damals revolutionären Monotheismus aus den "überlegenen" Kulturen des Vielgottglaubens hervorhebt. Vollkommen zeitgemäß, als "Speerspitze" damaliger Entwicklung sogar wegweisend. Viele Moses.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.532

26.05.2017 17:41
#22 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Gar kein "Moses" ist ebenso "wahrscheinlich. Nomaden und Halbnomaden der Sianihalbinsel, die bedingt durch plötzliche klimatische Veränderungen - verursacht durch den katastrophalen Ausbruch des "Santorin" (Vulkan) - ihre Herden nicht mehr zum "Übersommern" ins Nildelta treiben dürfen/können und immense Mengen ihrer Tierpopulationen verlieren. Ägypten hat selbst Probleme. > "die Sieben mageren Jahre und noch mehr Plagen" zu ertragen.
Um zu überleben, schließen sich Nomadengruppen zusammen und "verwüsten" alles was ihnen unter die Finger kommt. Nur die Weiber nehmen sie überall mit.. Sie sind in dieser Zeit selbst eine der größten Plagen Ägyptens. Mann will sich mit ihnen politische einigen und ihnen ein Stück Land in einer kleinen abgelegenen Randprovinz überlassen, welches die Bibel "Kanaan" nennt. Das "gelobte" Land. Gelobt von wem auch immer. JHWE ist zu dieser Zeit noch einer von vielen Götter/Mächten des Schicksals, die für alle nur erdenklichen Gebrechen und Probleme um Beistand angefleht wurden. Bei den Nomaden gilt das Faust- und Ehren-Recht.
Keine guten Voraussetzungen für ein friedliches Abkommen und alte Gewohnheiten lassen sich nicht von Heute auf Morgen einfach abgewöhnen. (Auge um Auge, Zahn um Zahn)
Die Nomaden haben bei den zivilisierten Ägyptern kein besonders gutes Ansehen. Ihr "barabrisches" Rechtssystem noch weniger. Ihnen wird zudem noch Hexerei und Zauberei nachgesagt. Gibt es irgendwo Probleme, für die natürliche Erklärungen nicht ausreichten - für die damalige Zeit nichts Ungewöhnliches - waren die Hexer und Zauberer der Nomadenstämme dafür verantwortlich, die auch gelegentlich sogar eines ihrer eigenen Kinder den Götter opferten. > Siehe den Stammvater dieser Nomaden. Abraham/Ibrahim.

Die auch für die Ägypter unangenehmen Folgen des Vulkanausbruches (Santorin) zogen sich über mehrere Jahre hin und waren mitunter verantwortlich für den einen oder anderen Seuchenausbruch, von welchem auch die Familie des Pharao nicht verschont blieb.

Krankheiten waren damals nicht einfach nur Krankheiten, sondern galten als Besessenheit durch böse Geister, Dämonen, gekränkte oder beleidigte Ahnen. Eine der häufigsten Ursachen für Krankheit, waren böse Verwünschungen und Zauberei.

Selbst der vernünftigste ägyptische Pharao hätte sich unter diesen Umständen nicht dauerhaft seinem professionellen Hofstaat von "spirituellen Beratern" widersetzen können. Wie diese auch andersherum, nicht dem immer stärker aufkeimenden Volkszorn. Der Beruf des "spirituellen Beraters" war damals in Ägypten der bestbezahlteste Beruf überhaupt... Und der Phahrao, welcher als der oberster Mittler zwischen Unterwelt, Mittelwelt und Überwelt galt, schien weder etwas gegen den mangelnden Integrationswillen der desperaten Nomaden-Guerrilieros ausrichten zu können, noch gegen die vielen unannehmlichen Plagen, die seit dem großen Vulkanausbruch im Mittelmeer das Land heimsuchten. Jedenfalls war man sich unter den spirituellen Beratern "absolut sicher, dass der Vulkanausbruch im Mittelmeer und die von vielen > Tsunamis begleiteten Erdbeben, nicht durch natürliche "geologische" Ursachen zu erklären seien.. sondern etwas mit einem der Gottheiten der Integrationsunwilligen zu tun haben könnten, die ihrerseits auch überzeugt waren, dass es wohl so sein muss. Ein Vulkan-Gott, der die Ägypter in die Knie Zwang...Den großen Pharao in Schwierigkeiten versetzte.. Seuchen und Elend und Tsunamis über das Land Ägypten brachte. Mit so einen Gott galt es einen Vertrag zu schließen... Die Zehn Gebotes.. als Mindest-Anstandsregeln ergaben sich irgendwann und irgendwie von selbst. Sie gelten auch in größeren Wolfdudeln und werden auch dort nicht immer gerne eingehalten, sondern notgedrungen. Un wenn man keine rühmliche Vergangenheit hat, dann bastelt man sich eine. Ein Vorgang, der nicht nur bei den Israeliten üblich gewesen ist. Sondern auch bei den Nachkommen der Germanen "eine zeitlang" so betrieben wurde.

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Nur der eitle Narzisst ist sich sicher, dass wenn er mal etwas nicht versteht, könne nur ein Gott es geschaffen haben.

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

26.05.2017 18:06
#23 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Die nicht vollzogene Opferung in der Abraham Geschichte ist denn auch mit einer generellen Ächtung und Abschaffung zumindest von Menschenopfern gleichzusetzen. Das sind so die üblichen Prozesse wachsenden Sozialempfindens, humanistische Wurzeln sozusagen. Kriegerische Auseinandersetzungen freilich fielen nicht darunter. Wäre das der Fall gewesen, hätte Mohammed keine Chance gehabt mit seiner "neuen" Lehre. Und der Bemooste im Körbchen... Flussanrainer eben, allein schon geographisch die übliche Lebensform. Einfache Leute, die irgendwann gegen die ausbeuterische und versklavende Dominanz des dekadent gewordenen Ägyptens aufbegehrten. War bei den Maya nicht anders. Und ihr Gott musste nicht nur mächtiger sein als der Sonnengott der herrschenden Kulturträger, sondern ihren gesamten Götterhimmel für Null und Nichtig erklären, ja für abgöttisch und dämonischen Ursprungs. Dabei kam ihnen so Einiges entgegen an klimatischen Schwankungen und Naturkatastrophen, wofür selbstredend ihr einziger Gott verantwortlich zeitigte.

Vielleicht hat es auch wirklich einen Moses gegeben, die eine oder andere Gestalt hebt sich immer hervor bei derlei umwälzenden Veränderungen, und so wurde sein Name einfach für die ganze Epoche verwandt und ihm allein all das zugeschrieben, worin er nur einer von Vielen war, aber eben ein Besonderer, vermutlich in der Endphase anzusiedeln. Würde sich mit anderen Gestalten anderer Kulturkreise decken. Einer für alle sozusagen und alle für einen. Vereinfacht die mündliche Tradierung erheblich.

Lukrez Offline




Beiträge: 5.442

26.05.2017 18:21
#24 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Zitat
Die nicht vollzogene Opferung in der Abraham Geschichte ist denn auch mit einer generellen Ächtung und Abschaffung zumindest von Menschenopfern gleichzusetzen.


Da irrst du dich aber gewaltig!
Es wird die bedingungslose Unterwerfung unter Gott gefordert.
Daher ist das auch DAS zentrale Element im Islam und wird mit einer Schlachtorgie gefeiert.
Wenn Gott etwas fordert, dann zählst du selbst oder deine Mitmenschen ABSOLUT NICHTS mehr!
Genau das ist auch die Rechtfertigung für den Terror der Islam-Junkies.
Das ist das üble menschenverachtende Urelement des gewalttätigen Islam!

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

26.05.2017 18:45
#25 RE: Ist JESUS eine Legende? antworten

Kann man so sehen. Die jüdischen Tieropferungen blieben über lange Jahrhunderte barbarisch, gar keine Frage. Aber das Menschenopfer verschwand aus dem rituellen Kanon des (späteren) Judentums. Bei vielen "überlegenen" Dynastien und ihren Religionen indessen nicht. Zu damaliger Zeit war der Monotheismus der semitischen Nomadenkultur so revolutionär wie verhasst wie gefährlich. Sollte man der Fairness halber nicht vergessen, waren eben andere Zeiten. Hexerei und Zauberei gab's trotz wiederholter Verfolgung auch weiterhin, in den Schriften der Kabbala mit Namen und Geschichten verbunden als fester Bestandteil jüdischer Kultur. Die Anbetung des Goldenen Kalbes beinhaltet sogar einen Bürgerkrieg zwischen den Anhängern der neuen religiösen Lehre und den Vertretern der alten traditionellen Form, den offenbar die Erneuerer für sich entscheiden konnten. Totale Unterwerfung... Highway 61... ist halt so eine alte Geschichte, die Interpretation steht jedem frei. Manchmal steht der Mensch vor absolut entsetzlichen Entscheidungen, wenn es um die Aufrechterhaltung der Glaubwürdigkeit von bis dahin Errungenem geht, und wenn er Glück hat, bleiben sie ihm erspart. So in etwa deute ich das Gleichnis.
Ist ja nix passiert. Armer Widder, klar...

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