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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 551 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Reklov Offline




Beiträge: 3.838

16.03.2018 10:56
#426 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Oh, so meinte ich das nicht. => Für meine Theorie ist sie unerheblich. Wenn die QM aber die Urknall-Theorie irgendwann mal kippen sollte, dann müssten wir alle umdenken.

Gysi,

... die Menschheit wird noch viele ihrer angesammelten Vorstellungen kippen - und gewaltig umdenken müssen, weil über die "Vermessung der Welt" lediglich mathematische, physikalische oder chemische Wahrheiten aufzustellen sind. Die hier im Forum mit unserer Sprache unzureichend bearbeitete >Ur-Quelle< bleibt davon noch völlig unberührt. Die ersten Rätsel und Schwierigkeiten tauchen ja bereits auf, wenn man z.B. den Menschen lediglich naturwissenschaftlich "erklären" möchte.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.531

16.03.2018 12:45
#427 Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
Die ersten Rätsel und Schwierigkeiten tauchen ja bereits auf, wenn man z.B. den Menschen lediglich naturwissenschaftlich "erklären" möchte.

Ohne Naturwissenschaften hatten es die Menschen leichter, an einen Gott zu glauben... https://www.youtube.com/watch?v=ZRXGsPBUV5g

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Athon Offline




Beiträge: 1.620

16.03.2018 13:30
#428 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #426
... die Menschheit wird noch viele ihrer angesammelten Vorstellungen kippen - und gewaltig umdenken müssen, weil über die "Vermessung der Welt" lediglich mathematische, physikalische oder chemische Wahrheiten aufzustellen sind.


Richtig bemerkt. Dies sind Wahrheiten...

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Reklov Offline




Beiträge: 3.838

16.03.2018 17:20
#429 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Ohne Naturwissenschaften hatten es die Menschen leichter, an einen Gott zu glauben.

Gysi,

... das ist richtig. - Durch die naturwissenschaftlichen Einsichten in die "Abläufe der Welt" haben sich zur "Gottesfrage" jedoch noch mal völlig andere Fragestellungen aufgetan. Einige davon werden ja auch hier engagiert "beackert".

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.531

16.03.2018 17:35
#430  Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
Durch die naturwissenschaftlichen Einsichten in die "Abläufe der Welt" haben sich zur "Gottesfrage" jedoch noch mal völlig andere Fragestellungen aufgetan.

Stimmt. Zum Beispiel die, ob ein Gott für ein geschlossenes Weltbild überhaupt nötig ist.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 3.838

16.03.2018 17:40
#431 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Richtig bemerkt. Dies sind Wahrheiten...

Athon,

... es gibt z.B. auch das große Feld psychologischer Wahrheiten. Nicht alles ist also über Zahlen zu definieren/erfassen! - Da wäre z.B. die Wahrheit im Erkennen oder im Handeln. Es gibt auch ein Erwachen des Wahrheitsbewusstseins durch philosophische Logik. Manche Wahrheit fällt ab, weil sie nur isoliert betrachtet Gültigkeit hat.
Wir alle befinden uns noch auf dem mühsamen Weg des Wahrwerdens im unvollendbaren Ganzen und unsere Wahrheiten sind auch an Kommunikation gebunden. In der Welt scheitern viele "Gestalten der Wahrheit", - auch im Ergreifen der sog. Transzendenz. Viele Wahrheitskriterien in unserem Dasein orientieren sich z.B. an der Brauchbarkeit einer Idee. Scheint diese nicht brauchbar, wird sie auch schnell über Bord gekippt.-

Zur Zeit regiert in vielen Bereichen die sog. "kaufmännische Wahrheit" und manches hervorragende Produkt muss vom Markt, nur weil es nicht genügend Käufer findet. So unterliegt die Wahrheit oft auch nur einem uneingeschränkten Willen von Machtkreisen.
Besonders aber an den "Grenzfragen" entzündet sich leicht heftiger Streit. So behaupten manche, die Klimaerwärmung sei menschengemacht, mir aber erzählte ein Astrophysiker während eines Sylt-Urlaubs, dass es die sehr unterschiedlichen Stärken der Sonnenwinde sind, welche unser Klima hauptsächlich beeinflussen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 3.838

16.03.2018 17:47
#432 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Stimmt. Zum Beispiel die, ob ein Gott für ein geschlossenes Weltbild überhaupt nötig ist.

Gysi,

... ein "geschlossenes" Weltbild ist leider (noch immer) auch ein höchst unvollständiges, denn unsere dazu formulierten Einsichten sind nun mal äußerst beschränkt. Wer wollte sich aber damit schon identifizieren?
"Nötig" ist Gott für niemanden - "notwendig" wird er aber, wenn philosophsiche Gedankenwege beschritten werden!

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.118

16.03.2018 22:38
#433 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Athon im Beitrag #425
@Perquestavolta

Zitat von PQV #423
Für Aliens, die z.B. auf einem Planeten leben, welcher die 3fache Anziehungskraft unserer Erde hätte-- sähe der "ideal" golden Schnitt ganz anders aus.

Schon möglich. Aber, das mathematische Verhältnis wäre immer noch das gleiche...

Zitat von PQV #422
Hoffe. .dass hier selber Weiterdenken auch hilft


Wie Du siehst...





Also.. Mathematik ist eine von uns Menschen für uns Menschen erdachte Sache. Die Natur braucht keine Mathematik.
Ebenso ist es mit dem Verhältnis des Goldenen Schnittes.

Oder ein Meter - kennst du die Geschichte, wie das Meter zustande kam ?

Meinst das ein Meter auf dem Mond gleich groß ist.. oder ob es den Mondmännchen dort scheißegal ist, was für uns ein Meter ausmacht?


Aliens die auf einem "anziehenderen! Planeten wohnen, wo die Bäume einen viel dickeren Stamm haben und auch sonst nicht so in die Höhe wachsen, weil sich das auf die "Statik" eher ungünstig auswirkt - (die beste Gewichtsverteilung geht immer in die Breite und die Evolution entscheidet sich von daher immer für das Brauchaberste) - haben ein anderes golden Schnittverhältnis als wir. Ganz abgesehen davon dass dieses Verhältnis rein Subjektiv ist und eben damit zusammenhängt, dass bei uns die Proprtionen der "ausschließlich lebendigen Natur" an an die Schwerkraft unseres Planeten angepasst sind.

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Humor ist die wahrscheinlich die allerbeste Strategie, hinter das Wesen der Dinge und ihrer Zusammenhänge zu schauen

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.531

17.03.2018 08:59
#434  Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
... ein "geschlossenes" Weltbild ist leider (noch immer) auch ein höchst unvollständiges, denn unsere dazu formulierten Einsichten sind nun mal äußerst beschränkt.

Für die einen ist das Glas halbvoll und für die anderen halbleer. Für dich ist es stets ganz leer... Denn du erwartest darin etwas, was nicht da ist. Für dich sind die Ozeane ohne Wasser, weil sie (realitäts-)versalzen sind...

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Reklov Offline




Beiträge: 3.838

17.03.2018 11:57
#435 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Mathematik ist eine von uns Menschen für uns Menschen erdachte Sache.

Perquestavolta,

... nun, auf diese von Menschen erdachte und praktizierte mathematische Wahrhreit ist für manche die absolute Wahrheit - und sonst nichts! - Dass aber nicht allein Menschen mit Zahlen arbeiten, ist bei der Betrachtung mancher Naturerscheinungen zu beobachten. - Tatsache ist, dass die Zahl 6 z.B. bei der Konstruktion von Bienenwaben vorkommt, wie auch bei Eis- und Bergkristallen, die alle ein hexagonales Achsensystem vorweisen.

Sechsecke entstehen in der unbelebten und in der belebten Natur überall dort, wo gleichverteilte Kraftquellen gegeneinander wirken.
Wie ist also die Zahl 6 vom Menschen gedanklich zu durchleuchten, anstatt sie lediglich als eine Mengenangabe auffassen zu wollen?

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 3.838

17.03.2018 12:12
#436 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Für die einen ist das Glas halbvoll und für die anderen halbleer. Für dich ist es stets ganz leer...

Gysi,

... nur für Pessimisten ist das Glas stets ganz leer. - Nun mag man mir ja viel andichten wollen, - aber sicher keinen Pessimisten, denn wer Glaubenswege beschreitet, muss auf jeden Fall positiv und optimistisch gestimmt sein, sonst bricht er, mangels Vertrauen, auf solchen Pfaden schnell ein.
Deine Betrachtung und das damit verbundene Urteil über einen Dir unbekannten user ist also (mal wieder) voll in die Hose gegangen. Hier ähnelst Du PQV, der sich als Amateurpsycholge ja auch gerne Schuhe anzieht, die ihm viel zu groß sind.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.531

17.03.2018 14:35
#437  Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
... nur für Pessimisten ist das Glas stets ganz leer. - Nun mag man mir ja viel andichten wollen, - aber sicher keinen Pessimisten, denn wer Glaubenswege beschreitet, muss auf jeden Fall positiv und optimistisch gestimmt sein, sonst bricht er, mangels Vertrauen, auf solchen Pfaden schnell ein.

Oder er akzeptiert die Realität. Und ihr Boden ist fest!

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Reklov Offline




Beiträge: 3.838

17.03.2018 17:05
#438 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Oder er akzeptiert die Realität. Und ihr Boden ist fest!

Gysi,

... die "Realität" (wie wir sie bisher kennenlernen konnten!) hat einen nur temporär begrenzten festen Boden. Selbst diese Sicherheit trügt, denn würde sich z.B. ein Schwarzes Loch unserem Planeten nähern, oder die Erde ihm, so wäre unser Zuhause binnen kürzester Zeit regelrecht verschlungen oder zerrissen. (Quelle: SPIEGEL online)
Selbst Einschläge großer Asteroiden könnten keine solch alles zerstörende Wirkung entfalten. Auch wenn unsere Erde aber keinen vorzeitigen kosmischen Tiefschlag hinnehmen muss, bleibt ihre Existenz letztendlich vom Brennstoffvorrat unserer Sonne abhängig. Uns bleiben also noch etwa 4,5 Milliarden Jahre, um der dann eintretenden "Realität" zu entkommen.

Gegen solch brüchigen Boden, gegründet auf dem Trug menschlicher Lehre über die Welt, stehen z.B. die Worte Jesu: "Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht!“

>> Bis vor einigen Jahrzehnten hatte man für diese Aussage von Jesus nur ein müdes Lächeln übrig. Weltuntergang? Ende? Nichts als Angstfantasien rückständiger Typen, Hirngespinste abergläubischer Köpfe. Hat nicht die Materie ewigen Bestand? Sind wir nicht dabei, unsere Erde nach und nach positiv zu verwandeln? Der Fortschritt ist unaufhaltsam.“
Das sagt heute keiner mehr. Das Ende, von dem Jesus spricht, ist denkbar geworden. Das bestätigen uns nicht nur die Physiker. Die Signale von vielen Seiten sind unübersehbar: Das Ruinieren der Umwelt hat globale Ausmaße angenommen. Kein Wunder, wenn bei vielen nachdenklichen Menschen entsprechnde Sorge ausbricht. Jesus redet jedoch nicht nur vom Vergehen. Er spricht zugleich von dem, was über alles Vergehen hinaus wirklich hält. So weckt er unsere Lebensgeister. Denn alles Vergehen ist nur die eine Seite der Medaille. << (Quelle: Internet)

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.531

17.03.2018 17:57
#439 Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
... die "Realität" (wie wir sie bisher kennenlernen konnten!) hat einen nur temporär begrenzten festen Boden. Selbst diese Sicherheit trügt, denn würde sich z.B. ein Schwarzes Loch unserem Planeten nähern, oder die Erde ihm, so wäre unser Zuhause binnen kürzester Zeit regelrecht verschlungen oder zerrissen.

Hätte, hätte, Fahrradkette. Das ist immerhin die Realität. Und im Verhältnis zu den Fantasia-Wolken, in dem dein Gott wohnt, ist unsere gute Mutter Erde eine stabile Hütte. Du bist eben nicht zufrieden mit dem, was dir das Leben gegeben hat und gibt. Ich bin auch immer für eine bessere Welt. So gesehen bin ich auch nie zufrieden. Aber nach realen Plänen eine bessere reale Welt zu bauen ist immer noch was anderes, als einer Fata Morgana nachzufiebern...

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Reklov Offline




Beiträge: 3.838

18.03.2018 11:47
#440 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Und im Verhältnis zu den Fantasia-Wolken, in dem dein Gott wohnt, ist unsere gute Mutter Erde eine stabile Hütte.

Gysi,

... "Gott" wohnt eben nicht in den von Malern über die Jahrhunderte so dargestellten "Himmelswolken", umflattert von kleinen Engel Putten. Das ist "Fantasia". Hier stimme ich Dir zu.
Auch, dass unsere Erde eine stabile Hütte ist, bleibt bisher unbestritten. Allerdings nur temporär. Sie wird, wie alle Materie, vergehen!

Zitat
Du bist eben nicht zufrieden mit dem, was dir das Leben gegeben hat und gibt. Ich bin auch immer für eine bessere Welt.

So reichlich, wie ich vom Leben "beschenkt" wurde, darf ich überhaupt nicht meckern, auch wenn ich links und rechts Missstände sehe. Die kurze menschlihce Lebensstrecke ist aber nicht alles, auf die man seine Achtsamkeit richten sollte, denn unser geistiges Wesen streckt seine Bewusstseinsfelder weit über unsere "körperliche Zeitspanne" hinaus.

Von der "Welt" sollte man in dem Zusammenhang nicht sprechen, denn damit meinte das altgriech. Wort weit mehr als nur unsere Erde, nämlich den ganzen Kosmos. Auf unserer Kugel ging es leider selten überall "gut und gerecht" zu, weil auf ihr stets auch negativ ausgestattete Psychen ihre Ansprüche und Ideen beharrlich verfolgen und letztendlich (oft nur mit Gewalt oder List) durchsetzen konnten. Dies gelang ihnen aber nur deswegen, weil spirituelle Menschen, von ihrem Wesen her, weder an Machtpositionen, noch an der damit oft verbundenen Kraft-/Gewaltanwendung interessiert sind. Zudem verlangt der "innere Weg" Konzentration auf ganz andere Felder. - Als man z.B. seinerzeit Platon ein hohes Amt im Athener Stadtrat anbot, soll er freundlich dankend abgelehnt haben. Er wusste warum.

Zitat
Aber nach realen Plänen eine bessere reale Welt zu bauen ist immer noch was anderes, als einer Fata Morgana nachzufiebern...

Das mag Deine Sichtweise sein. Ich dagegen sehe mehr die vorübergehende Zeitspanne unseres Sonnensystems als "Fata Morgana" und sehe ihren Sinn allein darin, dass wir hier lernen sollen, uns zu helfen und zu respektieren. Von Liebe oder Nächstenliebe will ich dabei noch gar nicht zu sprechen anfangen.
Schaut man auf all die Ereignisse, wie sie uns unsere Geschichtsbücher, bis hin zum Heute, überliefern, so bemerkt jeder unschwer, dass Verbesserungen nur so lange genehmigt/geduldet werden, solange sie das Macht- und Finanzsystem, hinter dem sich die zahlenmäßig dünne Oberschicht verschanzt hat, nicht gefährden. Das war und ist die Realität, in der wir leben, welcher sich der Einzelne jedoch nicht mit Haut und Haaren ausliefern muss. Es bleiben ihm noch viele andere Wege offen.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.531

18.03.2018 12:22
#441  Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
Das war und ist die Realität, in der wir leben, welcher sich der Einzelne jedoch nicht mit Haut und Haaren ausliefern muss. Es bleiben ihm noch viele andere Wege offen.


Ja, die Flucht in die Religion!

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Reklov Offline




Beiträge: 3.838

18.03.2018 21:01
#442 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Ja, die Flucht in die Religion!

Gysi,

... sei doch nicht so ätzend fantasielos! -

Es gibt schließlich noch viele Themen, die einem das Leben anbietet.
Z.B. die Vertiefung in künstlerische oder wissenschafltiche Fachgebiete, in ein Hobby oder den Sport - immer vorausgesetzt, der Einzelne bringt dafür die nötigen Anlagen und das nötige Interesse mit.
Wer sich für Religionen interessiert, der soll Theologie studieren, denn dabei lernt er ja nicht nur die Geschichte des Christentums näher kennen.

Zu Deiner Bemerkung: "Flüchten" kann sich einer überall hin. Er wird dabei aber nicht sehr weit kommen, denn jede weiterführende Vertiefung erfordert nun mal Zeit, Aufmerksamkeit und innere Anteilnahme. Alles andere ähnelt dann doch mehr einer Beschäftigungstherapie, mit der man vor sich oder der Stille zu fliehen versucht.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.118

19.03.2018 14:26
#443 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Nochmal zurück zum goldenen Schnitt: http://www.golden-section.eu/kapitel2.html
Hat das was mit dem Thema zu tun ?? - Ja ganz sicher.
Es ist in etwa das selbe wie: existiert das Universum auch wenn Ich nicht existiere? Oder stellt sich dann die Frage gar nicht.
Wenn der Goldene Schnitt das "Schonheits-Ideal" der Proportionen ist - dann wohl nur für den der existent ist. Aber eben dann auch nur subjektiv und also bezogen auf das Empfinden.

Warum empfinden wir das Verhältnis des goldenen Schnittes als schönstes Ideal für Proportionen - naja.. ? Weil es sich überall in der ausschließlich Lebendigen Natur wieder findet und sich das eigentlich nur auf den Winkel unseres eigenes Sichtfeld bezieht.

Das heißt schlicht und einfach, dass der Goldene Schnitt für sich selbst gar nicht existiert. Ob das auch für das Universum gilt.. Wer weiß.

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.531

19.03.2018 16:59
#444 Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
"Flüchten" kann sich einer überall hin.

Und man flüchtet von was! Vor Arbeit und geistiger Anstrengung. Lieber Gott die Arbeit machen lassen. Hände zusammenfalten, dem Herren Honig um den Mund schmieren, und dann macht er schon, was dir beliebt... Die Gläubigen glauben wirklich, dass ihr Gott einen an der Marmel hat. Und ein bisschen Zuspruch braucht wie ein kleines Kind.

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Reklov Offline




Beiträge: 3.838

19.03.2018 17:56
#445 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Und man flüchtet von was! Vor Arbeit und geistiger Anstrengung. Lieber Gott die Arbeit machen lassen. Hände zusammenfalten, dem Herren Honig um den Mund schmieren, und dann macht er schon, was dir beliebt...

Gysi,

... wer "Gott" die ganze Arbeit machen lassen will, wird schnell merken, dass sich nichts bewegt. - Erst, wenn man ordentliche Eigeninitiative entwickelt, sich anstrengt, darf man evtl. Hilfe erwarten! Aber auch nur dann, wenn die persönlichen Absichten positive Ziele verfolgen.
Der uns geschenkte freie Wille erlaubt aber auch negative Zielausrichtungen, nur sind dann die darüber einflatternden Rechnungen (Konsequenzen) oft bitter.

"Honig um den Mund schmieren" funktioniert schon mal aus 2 Gründen nicht: Erstens ist kein Mund vorhanden und zweitens gilt hierzu immer noch die alte Weisheit: >Hilf dir selber, dann hilft dir Gott.<
Wir Menschen sind zur Aktivität angelegt und nicht zum Faulenzen.

Zitat
Die Gläubigen glauben wirklich, dass ihr Gott einen an der Marmel hat. Und ein bisschen Zuspruch braucht wie ein kleines Kind.

Man sollte besser nicht verallgemeinernd reden, weder über Gläubige, noch über Ungläubige, denn in jeder dieser Gruppen gibt es große Abstufungen.
Ich gebe aber zu, dass manche Gottesvorstellungen schon recht "naiv" anmuten. In dem Fall ist aber auch das Gemüt des so über "Gott" denkenden Menschen kindlich geblieben. (Ist aber an sich auch kein Schwerverbrechen. Da gibt es schon weitaus Schlimmeres auf unserer Erde zu verzeichnen.)

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.531

19.03.2018 19:16
#446 Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
Erst, wenn man ordentliche Eigeninitiative entwickelt, sich anstrengt, darf man evtl. Hilfe erwarten! Aber auch nur dann, wenn die persönlichen Absichten positive Ziele verfolgen.

Woher weißt du das? Aus der Bibel? Oder von einem guten Onkel aus der Kirche, der seine ihm anbefohlenen Kinderlein doch gar nicht anlügen kann? Woher weiß ein Gott, der Völkerschlachten befiehlt, Kindesopfer - und Todesstrafen für Beleidigungen gegen seinen Bruder und was weiß ich wen (NT!) - was "positive Ziele" sind?

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Reklov Offline




Beiträge: 3.838

20.03.2018 13:38
#447 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Woher weißt du das? Aus der Bibel? Oder von einem guten Onkel aus der Kirche, der seine ihm anbefohlenen Kinderlein doch gar nicht anlügen kann?

Gysi,

... als Kind ist man völlig unbedarft und ist den Erklärungen jedes "guten Onkels" ausgeliefert, weil man den Bibeltext ja weder historisch, noch philosphisch aufzunehmen imstande ist. Die Schwierigkeit liegt aber hier mehr auf dem "guten Onkel", denn für Kinder ist der Bibeltext nun mal nicht verfasst worden. Er ist ein Zeugnis antiken, religiösen Bewusstseins aus dem Orient. - Mit heutigem naturwissenschaftlichen Verständnis allein, darf man diesen Text nun aber auch nicht aufnehmen/lesen wollen.

Woher ich das weiß: Nun, ganz einfach - aus den auf meiner persönlichen Lebenstrecke gemachten Erfahrungen. Andere mögen völlig verschiedene gemacht haben und können sich zu den meinigen nicht recht "einfühlen". Die indianische Redensart "Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gegangen bist" kann hier auch nicht so recht zum Tragen kommen, denn die "seelischen Wege" sind noch mal anders gepflastert, als die praktischen Wege des Alltags (mit Ausbildung, Beruf, Familie und Hobbies).

Zitat
Woher weiß ein Gott, der Völkerschlachten befiehlt, Kindesopfer - und Todesstrafen für Beleidigungen gegen seinen Bruder

Du kritisierst hier zurecht die Autoren des ALTEN TESTAMENTS. Ihre literarischen Arbeiten haben jedoch mit dem "Gott", wie ich ihn denke und fühle, nichts zu tun. - Mit der Person Jesu kam jedoch eine neue Sichtweise auf das sog. "Göttliche" unter die Menschen. Diese Sichtweise ("vor Gott sind alle gleich") war jedoch in den damaligen Sklavenhalter-Gesellschaften explosiver politischer Sprengstoff und wurde demnach nicht ohne Grund von den Herrscher-Klassen gewaltsam unterdrückt und blutig verfolgt!

Zitat
und was weiß ich wen (NT!) - was "positive Ziele" sind?

Mit Deiner Lebenserfahrung (Erlebnisse, Ausbildung, Literatur etc.) ist auch Dein Bewusstsein für so etwas gewachsen, ansonsten hättest Du Dich ja ständig an falschen Quellen und Vorbildern orientiert. Dein Forum ist z.B. "positiv" zu sehen, denn damit bringst Du einen Gedankenaustausch zwischen Menschen in Gang, der so sonst nicht möglich wäre. -

Bei Kindern muss die Sensibilisierung für "positive Ziele" rechtzeitig in Gang gebracht werden, sonst meinen sie, der Tag sei nur dazu da, sich über PC-Kriegsspiele mit anderen Kameraden zu messen.
In meinem Bekanntenkreis hat gerade ein 13-jähriger diese Sucht entwickelt und die Eltern müssen stark dagegen angehen. -
Das Problem dabei war und ist u.a., dass viele zwar schon früh eine Führerscheinprüfung ablegen, für die Erziehung von Kindern jedoch keinerlei Ausbildung angeboten bekommen. Gerade die wichtige Phase des Heranwachsens ist jedoch nicht selten ausschlaggebend dafür, wohin die spätere Lebensstrecke führt und wie sie ausgestaltet wird/werden kann.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.531

20.03.2018 13:55
#448 Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
Woher ich das weiß: Nun, ganz einfach - aus den auf meiner persönlichen Lebenstrecke gemachten Erfahrungen.

Du hast deine Erfahrungen in das anerzogene Muster gepresst. Und siehe da - es passt! Meine guten Erfahrungen geben mir mehr SELBSTvertrauen - statt GOTTvertrauen. Kommt am Ende das selbe bei 'rum.

Zitat
Ihre literarischen Arbeiten haben jedoch mit dem "Gott", wie ich ihn denke und fühle, nichts zu tun. -

Na, da haben wir es doch: Der Maßstab aller Bibelexegesen bist - du!

Zitat
Das Problem dabei war und ist u.a., dass viele zwar schon früh eine Führerscheinprüfung ablegen, für die Erziehung von Kindern jedoch keinerlei Ausbildung angeboten bekommen. Gerade die wichtige Phase des Heranwachsens ist jedoch nicht selten ausschlaggebend dafür, wohin die spätere Lebensstrecke führt und wie sie ausgestaltet wird/werden kann.

Da gehe ich voll mit dir d'accord. An sich. Aber was hat dieser Satz mit meinen Vorwurf, dass Gott kein Maßstab für "positive Ziele" sei, zu tun? Dauernd diese Ablenkerei, diese Nebelkerzen! Dein Diskussionsstil ist nicht in Ordnung, Reklov...

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Reklov Offline




Beiträge: 3.838

21.03.2018 12:52
#449 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Meine guten Erfahrungen geben mir mehr SELBSTvertrauen - statt GOTTvertrauen. Kommt am Ende das selbe bei 'rum.

Gysi,

... SELBSTvertrauen ist, laut dem Autor Neal Donald Walsch, mit GOTTvertrauen über verschiedene Ebenen verbunden, da wir, seiner Ansicht nach, aus dieser "göttlichen" Ur-Quelle stammen. Spricht also einer mit sich selber, so spricht er auch mit "Gott oder, wenn es einer will, mit seinem "Über-Ich".

Zitat
Na, da haben wir es doch: Der Maßstab aller Bibelexegesen bist - du!

Es gibt viele Bibelexegesen! Einige davon kenne ich. Manche sind ausgezeichnet, andere weniger. - Wenn man sich aber zu der einen oder anderen Sichtweise geneigt fühlt, ist das noch lange kein gültiger Maßstab, - so wenig, wie z.B. manch atheistischer Maßstab, der seine Argumente mit wissenschaftlichen Fakten zu untermauern versucht.

Zitat
Aber was hat dieser Satz mit meinen Vorwurf, dass Gott kein Maßstab für "positive Ziele" sei, zu tun? Dauernd diese Ablenkerei, diese Nebelkerzen! Dein Diskussionsstil ist nicht in Ordnung, Reklov...

Meiner Ansicht nach kann sich der Mensch zwar stets persönliche "positive" Ziele setzen, die Frage nach "Gott" bleibt aber dabei stets im Hintergrund. Setzt sich jemand, wie z.B. der Boxer C. Clay (Muhammad Ali), schon früh das Ziel vor Augen, auch wegen motivierender erster Erfolge, der "Beste" in seiner Gewichtsklasse zu werden und berücksichtigt dabei nicht, wie fein sein Körper eigentlich aufgebaut ist, so bleiben ihm als Ansporn nur "weltliche" Ziele: Ruhm, Geld etc.
Hätte sich z.B. C.Clay seinerzeit verstärkt ins Bewusstsein gerufen, was sein Fleiß und seine Ausdauer, die vielen Trainings- und Kampfeinheiten und die damit verbundenen Kopftreffer für sein empfindliches Gehirn bedeuten, wäre er keinesfalls diesen "Weg" gegangen. Wissensaufnahme über den eigenen Körper ist also auch eine Art "dringender Dienst" und ist schon in jungen Jahren mitentscheidend über Heil oder Unheil auf dem Lebensweg. Im Falle des "erfolgreichen" Boxers bemerkte ein Gehirnchirurg, dass die feinen "Fäden", welche das menschl. Gehirn mit der Schädelinnenwand verbinden, bei Boxern unweigerlich nach und nach reißen und zu entsprechenden Störungen führen.
Der Start zu einem "positiven" Ziel kann u.a. auch mit einer Anfrage "nach oben" beginnen, und diese bleibt stets mit einer ehrlichen Selbstbefragung verbunden.

Immanuel Kant formulierte dazu im Zeitalter der Aufklärung drei Grundfragen:
Was kann ich wissen? (Erkennen)
Was soll ich tun? (Handeln)
Was darf ich hoffen? (Glauben)

Diese 3 Fragen bilden bis heute eine Art Weichenstellung vor jeder persönlichen Entscheidung, bei der ein "positives" Ziel verfolgt wird.
Bei meinem herausgezogenen Beispiel, C.Clay, (eines unter vielen!) wurde also nicht rechtzeitig "erkannt", wohin ein zunächst "positiv" gefühltes und auch so angepeiltes Ziel führen wird/könnte - und - was es noch für zusätzliche Lasten und Abhängigkeiten (z.B. von anderen Menschen) in sich birgt. Ob das "Ziel" des bekannten Boxers nun aber als "positiv" zu werten ist, unterliegt auch den Bewusstseinsstufen, die einer in sich aufgebaut hat. Und wieder sieht man: Der persönliche "Maßstab" unterliegt auch der persönlichen Entwicklung und diese kann man von den 3 Fragen des Philosophen aus Königsberg nicht trennen.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.531

22.03.2018 09:34
#450  Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
Spricht also einer mit sich selber, so spricht er auch mit "Gott oder, wenn es einer will, mit seinem "Über-Ich".

Ach, das hatten wir doch schon mal! Und noch mal sage ich dir, dass das Überich menschliche Erfahrung ist - und keine Gottesschaltung! Du kannst nicht einfach Begriffe übernehmen und sie nach deinem Gustus neu konnotieren!

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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