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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 551 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Reklov Offline




Beiträge: 4.334

23.03.2018 16:16
#451 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Ach, das hatten wir doch schon mal! Und noch mal sage ich dir, dass das Überich menschliche Erfahrung ist - und keine Gottesschaltung! Du kannst nicht einfach Begriffe übernehmen und sie nach deinem Gustus neu konnotieren!

Gysi,

... es handelt sich hier ja lediglich um das von S.Freud entworfene Modell der Persönlichkeitsinstanzen (ES, ICH, ÜBER-ICH). Wie man diese durchleuchtet, bleibt jedem selbst überlassen.
Ich sehe z.B. im ÜBER-ICH das Gewissen, welches mit seinen, z.T. von der Gesellschaft aufgestellten moralischen Forderungen an jeden von uns auf bestimmte Weise herantritt. Nicht jeder unterliegt aber diesen Forderungen, sondern ist mehr durch sein ES gesteuert, in welchem (laut Freud) die Triebe und Verdränungen sitzen sollen.

Das sog. ICH soll den Persönlichkeitsanteil darstellen, mit dem der Mensch bewusst in Aktion tritt: Gedächtnis, Denken, Motorik.
Die ICH-Funktionen stellen somit den Persönlichkeitsanteil dar, mit dem der Mensch Kontakt mit der sog. realen Außenwelt aufnimmt.

Ob "Gottlose" Menschen, ich will das jedoch keinesfalls als Verallgemeinerung aufgefasst wissen(!), bei der Ausführung verwerflicher Handlungen evtl. weniger Hemmschwellen zu überwinden haben, vermag ich nicht zu beurteilen, weil ich selber nie "gottlos" war. Ich weiß auch nicht, wie ein Mensch seelisch drauf ist, der die Kabel zur "Gottesschaltung" abgetrennt hat. - Befreit sich aber einer von den gängigen Dogmen, ist das wiederum eine andere Sache.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.820

23.03.2018 17:44
#452  Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
... es handelt sich hier ja lediglich um das von S.Freud entworfene Modell der Persönlichkeitsinstanzen (ES, ICH, ÜBER-ICH). Wie man diese durchleuchtet, bleibt jedem selbst überlassen.

Ja, natürlich... ganz nach der Pippi-Langstrumpf-Philosophie, sich die Welt so zu machen, "wie sie - widdewitt - mir gefällt"... Hier geht es um WISSENSCHAFT, Reklov! Das Ausleben deiner Fantasie gehört in die Kunst, aber nicht in die Wissenschaft!

Zitat
Ob "Gottlose" Menschen, ich will das jedoch keinesfalls als Verallgemeinerung aufgefasst wissen(!), bei der Ausführung verwerflicher Handlungen evtl. weniger Hemmschwellen zu überwinden haben,

Gottglaube hemmt die natürlichen Aggressionen. Ist das gut? Ich glaube nicht. Enthemmt der Atheismus? Macht er unmoralisch? Als einer mit spezifischer Selbst- und Langzeiterfahrung als Gläubiger UND Ungläubiger sage ich dir definitiv: DAS IST QUATSCH! MORAL ist ein Leitfaden für gesellschaftliches Verhalten! Wer Moral als ein Verhalten zu Gott definiert, hat die Moral nicht verstanden und entgleist daher oft in seiner Aufgabe, moralisch - also gesellschaftskompatibel - zu sein! (Hatten wir aber alles schon mal gehabt. Nur deine Fehlschlüsse - die sind stoisch und lernresistent die selben geblieben... Als ob wir nie darüber diskutiert hätten. So machst du das ja gerne immer wieder. Das ist dein desinformatorisches Dialogformat. Schalte es ab!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.659

24.03.2018 08:13
#453 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Es gibt viele wissenschaftlich fundierte Untersuchungen darüber, ob Menschen die an "einen Gott" glauben, weniger anfällig für unmoralische Entscheidungen sind. Besonders schlecht schnitten bei diesen Untersuchungen "die westlichen Christen-Menschen" ab. Nur Moslems, im besonderen aus der Balkan-Gegend und "türkischen oder nordafrikanischen Großstätten", waren die noch etwas selbstgerechteren (kaltblütigeren) Kandidaten. Und gerade dort wo man es sich am wenigsten erhoffte, bei den europäischen und amerikanischen Atheisten, fanden sich die sozial-EHRLICHSTEN. Wobei es bei den Atheisten aus ÜBERZEUGUNG am allerwenigsten Arschlöcher gab/gibt und gerade unter den sogenannten Agnostikern, die meistens an einer fernöstlichen, bzw. esoterischen" Ersatzreligion leiden, gab/gibt es die "allergrößten".

Wenn das jetzt Nichts ist.. dann sind wir wieder um einiges klüger.

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Nur am Glauben kannst du drehen und schrauben. bis die Wahrheit die du glauben willst, dir auch passt..

Reklov Offline




Beiträge: 4.334

24.03.2018 21:06
#454 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Hier geht es um WISSENSCHAFT, Reklov!

Gysi,

... S.Freud selbst soll gesagt haben, dass ihm die Erfahrung mit einem Patienten/einer Patientin wenig nütze, da er diese bei einem neuen "Fall" nicht verwenden könne, weil jeder Mensch nun mal völlig anders sei. Er sei also gezwungen, stets von vorne zu beginnen. Inwieweit sich also S.Freud seine "Sicht auf den Menschen" zurecht legte, kann nicht genau untersucht werden, da wir ja weder seine Patienten, noch die Sichtweise des Seelendoktors auf sie kennen. Ich meine, dass S.Freud sich als Pionier berechtigte Verdienste erwarb, die komplizierten Seelenlandschaften der Menschen systematisch zu untersuchen und aufzunotieren.

Zitat
Gottglaube hemmt die natürlichen Aggressionen. Ist das gut? Ich glaube nicht.

Das sehe ich anders, - denn mit dem "Gottesglauben" ist ja auch eine bestimmte Sicht auf die Mitmenschen verbunden, d.h., jemand, der seinen Gottesglauben (nicht irgendein vorgekautes Dogma) ehrlich und tief (er)lebt, haut dem anderen z.B. nicht den Schädel ein, sondern sieht in ihm zunächst einen Bruder (eine Schwester), dem (der) es zu helfen gilt - mit fördernden Taten oder entsprechenden Worten.

Zitat
Als einer mit spezifischer Selbst- und Langzeiterfahrung als Gläubiger UND Ungläubiger sage ich dir definitiv: DAS IST QUATSCH! MORAL ist ein Leitfaden für gesellschaftliches Verhalten!

Und ich sage Dir definitiv, dass Du gespalten bist, weil Du vermutlich in keiner der beiden Weltsichten (D)eine Heimat finden konntest - und -, was Deine "Langzeiterfahrung" als Wertmuster hergeben kann, ist mir nicht zugänglich, da ich Dich nicht persönlich kenne. - Ich kann also nur über meine "Langzeiterfahrung" mit "Gott" sprechen und die kann ich als "wundersam" bezeichnen. Dass Du die Wortformel "Gott" ablehnst, man könnte sagen, >wie der Teufel das Weihwasser<, kann nun aber auch nicht zu meinem Problem werden.

Für mein Leben hat sich u.a. ein Psalm Davids bewahrheitet:

>> Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grüner Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. <<
Als Kind habe ich diesen Psalm, besonders den Ausdruck "um seines Namens Willen" natürlich nie recht verstanden. Rückblickend sehe ich aber, wie "wundersam" ich über all die Jahre "geführt" worden bin. Vielleicht auch deshalb, weil ich immer mit "oben" im Gespräch blieb. Von nötigen Konsequenzen für entsprechende Entgleisungen wurde ich aber deshalb keinesfalls verschont! - Als ich aber Fehler reumütig einsah, öffneten sich auch wieder neue Türen, denn "Gott" ist nicht nachtragend, lediglich gerecht - im Gegensatz zu den meisten Menschen.

Zitat
Wer Moral als ein Verhalten zu Gott definiert, hat die Moral nicht verstanden und entgleist daher oft in seiner Aufgabe, moralisch - also gesellschaftskompatibel - zu sein!

Für mich hat Moral stets mit beiden zu tun; mit "Gott" und dem Menschen. Wer meint, er könne lediglich auf eine "gesellschaftskompatible" Moral setzen, wird sein Fähnchen auch stets nach herrschenden Moralvorgaben/Vorstellungen und dem damit oft verbundenen Paragraphenwind hängen. Solche Moral ändert aber, wie unsere Historie ja deutlich zeigt, auch schnell mal ihre Richtung! Das Wertesystem einer Gesellschaft als Maßstab für die eigene Moral zu nehmen, ähnelt also mehr einer schwankenden Dschungel-Brücke, die über einen Abgrund führt. Moral, Ethos oder Sitte sind Veränderungen oft auch bewusst gelenkten Beeinflussungen unterworfen. Der Einzelne ist also aufgefordert, sein Gewissen zu befragen. Das Problem hierbei ist aber, dass viele ihr Gewissen über Bord gekippt haben und dabei nicht nur ihr Rückgrat völlig verbiegen. - Der Einzelne steht also der schwierigen Aufgabe gegenüber, sich zwischen den eigenen ethischen Maximen und denen einer Gesellschaft zu entscheiden. Dabei kann ihm auch sein Gewissen helfen, wenn er denn die Möglichkeit hatte, ein solches zu entwickeln.

Im Krieg galt es z.B. stets als "unmoralisch", seine Truppe im Stich zu lassen, sich also aus dem wahnsinnigen Schlachtgetümmel zu entfernen, weil dort ja bereits jede Moral in den Schützengraben gekippt worden war. - Die heutigen großen und kleinen moralischen Vergehen, im Privatleben wie auch in der Industrie, zeigen ja mehr als deutlich, dass Moral eine inflationäre Währung geworden ist. Ich meine, auch deshalb, weil viele Verblendete jeden Bezug zur Spiritualität aufgegeben oder unterwegs verloren haben.

Zitat
Das ist dein desinformatorisches Dialogformat. Schalte es ab!

Auch als selbsterwählter Zensor solltest Du keine solche diktatorischen Forderungen stellen! (Internet: Censor, Inhaber eines hohen römischen Staatsamts. Eine Person, die Informationskontrolle ausübt, siehe Zensur (Informationskontrolle) - ein unbewusster Regulator (Reizschutz) in der Psychologie Sigmund Freuds.) Keinesfalls werde ich etwas "abschalten", nur weil mein "Dialogformat" nicht in Dein Weltbild passt. - Mit der Redefreiheit eines jeden musst Du schon klar kommen, zumal ich ja von Dir auch keinerlei Änderung Deines Dialogformates verlange.

Ich habe hier und da "informatorisches" abgeliefert, habe mich aber auch nie beklagt, wenn selbst einfache Logik-Begriffe (von Dir und anderen) nicht "verstanden" werden wollten. - Also halte den Ball doch besser etwas flacher!

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.820

25.03.2018 09:37
#455  Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
Und ich sage Dir definitiv, dass Du gespalten bist, weil Du vermutlich in keiner der beiden Weltsichten (D)eine Heimat finden konntest

Doch. Der Atheismus ist meine spirituelle Heimat, und das habe ich hier auch immer wieder erklärt! Der Glaube machte mich unglücklich, der Unglaube befreite mich. Meine Argumente werden von dir argumentationslos weggewischt. Und stehen bleibt dein abfälliges Billigurteil! Mann, wie dünn...

Zitat
Auch als selbsterwählter Zensor solltest Du keine solche diktatorischen Forderungen stellen!

Nee - die Stellung gebührt doch einzig dir.

Tipp: Meinem "Diktat" kannst du entgegen, indem du das Forum verlässt...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.916

25.03.2018 14:29
#456 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #454
[quote]
]Das sehe ich anders, - denn mit dem "Gottesglauben" ist ja auch eine bestimmte Sicht auf die Mitmenschen verbunden, d.h., jemand, der seinen Gottesglauben (nicht irgendein vorgekautes Dogma) ehrlich und tief (er)lebt, haut dem anderen z.B. nicht den Schädel ein...


Zitat von Reklov im Beitrag #454
[quote]
Für mein Leben hat sich u.a. ein Psalm Davids bewahrheitet:
>> Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grüner Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. <<
Als Kind habe ich diesen Psalm, besonders den Ausdruck "um seines Namens Willen" natürlich nie recht verstanden. Rückblickend sehe ich aber, wie "wundersam" ich über all die Jahre "geführt" worden bin. Vielleicht auch deshalb, weil ich immer mit "oben" im Gespräch blieb .


Weißt Du denn nicht, wie viele Gläubige angeblich mit „oben“ in Verbindung standen und gerade deshalb die grauenvollsten Taten begangen haben?

Das entlarvendste Wort von Dir in diesem Zusammenhang ist „geführt“. Nach meiner bisherigen Lebenserfahrung mit Religionen haben Gläubige eine Sehnsucht nach „Führung“. Sie neigen daher dazu, sich irgendwelchen obskuren Ideen unterzuordnen, wenn diese angeblich „von oben“ kommen. Die eigenen Taten begründet man dann gerne mit „Gott will es!“, dann kann man die menschenverachtensten Taten begehen. Alles ist ja „von oben“ abgesegnet.

Was ich Dir schon mehrfach vorgehalten habe, ist Dein nach angeblich langem Überlegen gefundener Glaube. Du führst regelmäßig Jesus als Vorbild an, zitierst oft aus der Bibel und berufst Dich in Deinem Post auf „Der Herr ist mein Hirte“ als Beleg für eine wundersame Führung. Du bist einfach ein verkappter Christ, der sich wegen seiner eigenen Eitelkeit den Glauben an ein vorgekautes, christliches Weltbild nicht eingestehen will.

Reklov Offline




Beiträge: 4.334

25.03.2018 14:45
#457 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Der Atheismus ist meine spirituelle Heimat, und das habe ich hier auch immer wieder erklärt!

Gysi,

... schließen sich denn "Atheismus und "Spiritualität" nicht aus? - Wenn nicht, wie sind sie vereinbar?

Zitat
Der Glaube machte mich unglücklich, der Unglaube befreite mich.

Dein innerer Weg, auch ihn begleitende, gar verderbliche Störfaktoren sind mir unbekannt, deswegen kann ich Dein "Unglück" auch nicht nachvollziehen. Ich konnte im Gottesgedanken (nicht im katholischen!) meine Heimat finden und wurde dabei glücklich. Ich will aber nicht übersehen, dass das "Geschenk", mich frei zu entwickeln und mit meinen Anlagen in der mich umgebenden Gesellschaft ohne gesundheitliche oder finanzielle Sorge leben zu können - maßgebliche Anteile an meinem "Glück" haben. - Ich bedanke mich noch heute "oben" dafür und kann auch jeden Profi-Kicker verstehen, der sich in seinem harten Knochen-Job vor jedem Wettkampfspiel bekreuzigt, denn ehrlich erbetener Beistand wird auch gewährt. Das ist jedenfalls meine persönliche Lebenserfahrung.

Zitat
Meine Argumente werden von dir argumentationslos weggewischt. Und stehen bleibt dein abfälliges Billigurteil! Mann, wie dünn...

Keinesfalls wische ich Deine Argumente weg - nur - ich kann sie nicht als Leitfaden für mein Leben anerkennen oder gar verwenden. Das wäre nur mit einer glatten Selbstverleugnung möglich. - Nicht nur Du konntest ja schon öfter lesen, dass ich öfter gerne anmerke: "Jeder wie er mag und kann." - Dass müsste als Toleranzbezeugung eigentlich genügen können.

Zitat

Meinem "Diktat" kannst du entgegen, indem du das Forum verlässt...

Diesen Tipp kann man nun wirklich als "dünn" oder schon mehr als "hilflos" bezeichnen. Deinem Diktat kann ich auch leicht entgehen, indem ich es zwar registriere, es aber dann auch entsprechend einzuordnen weiß.
So wirst Du auch weiterhin mit meinen Zeilen klarkommen müssen. - Außer Dir und PQV - ist ja auch kein anderer user bisher daran verzweifelt!

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 1.865

25.03.2018 15:14
#458 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

@Gysi

Zitat von Gysi #455
Meinem "Diktat" kannst du entgegen, indem du das Forum verlässt..


Ich habe heute morgen darauf geantwortet, vermisse aber diese Stellungnahme. Hast Du sie gelöscht und hier nicht entsprechend kenntlich gemacht?

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Reklov Offline




Beiträge: 4.334

25.03.2018 15:48
#459 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Weißt Du denn nicht, wie viele Gläubige angeblich mit „oben“ in Verbindung standen und gerade deshalb die grauenvollsten Taten begangen haben?

Blackysmart,

... die Geschichte der Menschheit, sowie der Auftritt von vielen gläubigen Unholden ist mir gut bekannt. - Für innerlich verfaulte, oder gar dem Wahn unterliegende Psychostrukturen kann nun aber keiner von uns beiden. - Unter vielen historischen Beispielen kann man sich u.a. das Schicksal des "Nazareners" vor Augen führen. Auch er wurde, wie viele andere vor und nach ihm, von der selbsternannten Elite, von Schriftgelehrten und Pharisäern verfolgt, die alle glaubten, eine besonders "fromme" Rolle in ihrer Gesellschaft vorzuleben.
Der italienischen Priester (Dichter, Philosoph und Astronom) Giordano Bruno erlitt durch die kath. Obrigkeit ein ähnliches Schicksal.

Zitat
Das entlarvendste Wort von Dir in diesem Zusammenhang ist „geführt“. Nach meiner bisherigen Lebenserfahrung mit Religionen haben Gläubige eine Sehnsucht nach „Führung“. Sie neigen daher dazu, sich irgendwelchen obskuren Ideen unterzuordnen, wenn diese angeblich „von oben“ kommen. Die eigenen Taten begründet man dann gerne mit „Gott will es!“, dann kann man die menschenverachtensten Taten begehen. Alles ist ja „von oben“ abgesegnet.

Nein - so funktioniert nun aber keine Führung "von oben". Das entlarvt wiederum Deine einseitige Denkperspektive! - Man bekommt bei solch einer Führung schließlich kein Zaumzeug umgehängt, sondern geht frei seinen Anlagen nach. Sind diese auch für andere förderlich und man erbittet sich dabei führende Hilfe, so gerät man nicht in die Fallen und Sackgassen, welche regelmäßig in Verzweiflung oder verstörter Ratlosigkeit enden. -
Sind die Handlungen von Menschen verbrecherisch gefärbt, so unterliegen sie zunächst dennoch dem höchsten Gesetz im Kosmos: Dem freien Willen des Einzelnen.
Dennoch, auch das zeigt die Geschichte der Menschen an vielen Beispielen, folgen dann auch entsprechende Konsequenzen, flattern früher oder später entsprechende Rechnungen ins Haus. Die Skala der Variationen, mit der dann die Heimsuchungen auftreten, dürften Dir ja auch bekannt sein.

Zitat
Was ich Dir schon mehrfach vorgehalten habe, ist Dein nach angeblich langem Überlegen gefundener Glaube. Du führst regelmäßig Jesus als Vorbild an, zitierst oft aus der Bibel und berufst Dich in Deinem Post auf „Der Herr ist mein Hirte“ als Beleg für eine wundersame Führung. Du bist einfach ein verkappter Christ, der sich wegen seiner eigenen Eitelkeit den Glauben an ein vorgekautes, christliches Weltbild nicht eingestehen will.

Man sieht, nicht nur an Deinen Vorhaltungen, dass Du zwischen Jesus und dem Christentum (noch) nicht recht zu trennen weißt. - Jesus wäre das Christentum ein Gräuel gewesen! Er hatte auch nie vor, eine "Kirche" zu gründen. Er sah das Leid in der Welt und heilte, wo es ihm möglich war. Dass aber die ersten Bischöfe und Päpste sich gerade ihn als Galionsfigur vor ihren "Werbekarren" spannten, zeigt, wie perfide alle Machtmenschen vorgehen, wenn sie eine Chance sehen, die Volksmasse mit der Idee des Guten für ihre Zwecke einzuwickeln. Und - das ist ja zur Genüge bekannt - endet dies in der Regel immer mit strenger Bevormundung und vor allem auch mit dem Eintreiben von Geld.
Es besteht also ein gewaltiger Unterschied zwischen dem "Nazarener" und den heutigen Kirchenkonzernen!
Somit ist auch Dein Bild, welches mich als einen "verkappten Christen" darstellen soll, leider daneben geraten. - Macht aber nichts, schließlich hat nicht jeder hat Talent zum Malen!

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 1.865

25.03.2018 16:02
#460 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

@Gysi

Kommando zurück, habe alles in der Streitarena gefunden...

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.820

27.03.2018 10:43
#461 Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
.. schließen sich denn "Atheismus und "Spiritualität" nicht aus? - Wenn nicht, wie sind sie vereinbar?

Für dich ist Geist ja auch gleich Gott. Für mich ist Spiritualität Geist, Seele, Mentales, Intuition.

Zitat
Dein innerer Weg, auch ihn begleitende, gar verderbliche Störfaktoren sind mir unbekannt, deswegen kann ich Dein "Unglück" auch nicht nachvollziehen.

Dochdoch, ist dir bekannt. Hab' ich extra eine Biografie zu geschrieben.

Zitat
Ich bedanke mich noch heute "oben" dafür und kann auch jeden Profi-Kicker verstehen, der sich in seinem harten Knochen-Job vor jedem Wettkampfspiel bekreuzigt, denn ehrlich erbetener Beistand wird auch gewährt. Das ist jedenfalls meine persönliche Lebenserfahrung.

Du bist nicht so toll, wie du meinst und uns dauernd erzählen musst...

Zitat
Keinesfalls wische ich Deine Argumente weg - nur - ich kann sie nicht als Leitfaden für mein Leben anerkennen oder gar verwenden. Das wäre nur mit einer glatten Selbstverleugnung möglich. - Nicht nur Du konntest ja schon öfter lesen, dass ich öfter gerne anmerke: "Jeder wie er mag und kann." - Dass müsste als Toleranzbezeugung eigentlich genügen können.

Du brauchst in unserer Diskussion aber nicht so tun, als gelte nur deine Ansicht. Und der Rest ist nicht erwähnenswert... Dein "Leitfaden" interessiert mich nicht. Mich interessiert die Philosophie, die uns thematisch weiterbringen kann.

Zitat
Diesen Tipp kann man nun wirklich als "dünn" oder schon mehr als "hilflos" bezeichnen. Deinem Diktat kann ich auch leicht entgehen, indem ich es zwar registriere, es aber dann auch entsprechend einzuordnen weiß.
So wirst Du auch weiterhin mit meinen Zeilen klarkommen müssen. -

Muss ich nicht.

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Reklov Offline




Beiträge: 4.334

27.03.2018 11:45
#462 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Dochdoch, ist dir bekannt. Hab' ich extra eine Biografie zu geschrieben.

Gysi,

... sag doch bitte noch mal, wo das nachzulesen ist.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.334

27.03.2018 11:52
#463 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Du bist nicht so toll, wie du meinst und uns dauernd erzählen musst...

Gysi,

... jeder Mensch ist auf seine eigene unverwechselbare Weise "toll" - sowohl positiv, wie leider auch negativ. -
Wenn Du Deine "tollen" Seiten noch nicht alle kennengelernt hast, dann fahre fort, Dich weiter zu entdecken.

Zitat
Dein "Leitfaden" interessiert mich nicht. Mich interessiert die Philosophie, die uns thematisch weiterbringen kann.

Spinoza, Hegel oder Kant hatte ich hier ja schon mal ins Spiel gebracht. Allein diese Namen tragen zu >Atheismus vs. Religionen< genügend Stoff bei.
Man muss sich damit allerdings, wie z.B. der user seneca, tiefer auseinandersetzen wollen.
Deinen "atheistischen Leitfaden" brauchst/solltest Du dann aber auch nicht wie eine Fahne vor Dir hertragen, wenn es Dir ernsthaft um Philosophie geht. Allerdings konnte diese Geisteswissenschaft das Geheimnis unseres Daseins auch nur sprachlich umkreisen, bisher aber noch keinen Landeplatz finden. Der griech. Begriff bedeutet ja "Liebe zur Weisheit", nicht zur "Wahrheit". Die Wahrheit zu treffen, maßte sich bisher noch kein Philosoph an!

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.820

27.03.2018 13:35
#464 Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
.. sag doch bitte noch mal, wo das nachzulesen ist.

Was mich von der Religion und der Angst vor dem Tod befreite - Mein Weg zu einem lupenreinen Atheisten

Zitat
Deinen "atheistischen Leitfaden" brauchst/solltest Du dann aber auch nicht wie eine Fahne vor Dir hertragen, wenn es Dir ernsthaft um Philosophie geht.

Dein Gottesgedanke wird in der Philosophie immer blasser, je moderner sie ist. Ernsthaft. Und es ist auch nicht die Philosophie, die dich interessiert - dich interessiert nur Gott! Und die Bestätigung deines ewigen Lebens. Dem Sinn deiner Existenz. Und die Bestätigung der Wahrhaftigkeit deiner hehren Gedankenwelt...

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Reklov Offline




Beiträge: 4.334

27.03.2018 19:19
#465 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Was mich von der Religion und der Angst vor dem Tod befreite

Gysi,

... aufgeschlossene, moderne Christen (soweit ich deren Unterhaltungen hier und da entnehmen konnte) haben auch keinerlei Ängste vor dem Tod. Dazu braucht man also nicht unbedingt ein von der Religion "befreiter Atheist" werden. Es sei denn, man ist gedanklich im Mittelalter hängen geblieben und stellt sich eine Hölle vor, in der ein großer dampfender Feuerkessel auf Sünder wartet, die über eine "Rutschbahn" direkt hinein gleiten, nachdem sie von Petrus "beurteilt" wurden - oder - man hat einfach zu viele Bilder vom Maler Hieronymus Bosch gesehen.

Zitat
Dein Gottesgedanke wird in der Philosophie immer blasser, je moderner sie ist. Ernsthaft. Und es ist auch nicht die Philosophie, die dich interessiert - dich interessiert nur Gott! Und die Bestätigung deines ewigen Lebens.

Erstens ist das Gottesthema nicht das Hauptthema im philosophischen Denkbemühen und zweitens kann keine Religion das ewige Leben "bestätigen", jedenfalls auch nicht mehr, als Dein Atheisten-Glaube an einen ewigen Lebenskreislauf in einem ewigen Kosmos.

Nein - mich hat an der Philosophie hauptsächlich die historische Entwicklung von der "Sicht auf die Welt" und die damit verbundene Sprachstilistik (als Interpretation) interessiert. Die Logik nimmt zwar in diesem Fach eine wichtige, aber dennoch keine alles tragende Rolle ein.
Der "Gottesgedanke" mag auf der Zeitschiene im Ab und Auf der Kulturen hier und da verblassen - wird aber seine Stellung nie völlig verlieren, auch wenn die Naturwissenschaften immer mehr über die Materie und den Raum herausfinden, denn die tieferen Fragen verstummen ja nicht automatisch mit dem Anwachsen naturwissenschaftlicher Bildung.

Zitat
Dem Sinn deiner Existenz. Und die Bestätigung der Wahrhaftigkeit deiner hehren Gedankenwelt...


Nicht nur für mich ist die "Sinnfrage" mit die wichtigste, denn über sie ist alles verbunden. Meine Gedankenwelt unterscheidet sich zwar von Deiner, Bestätigungen bekommen wir aber beide für unsere "Denk-Modelle" vorerst noch nicht.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.820

28.03.2018 08:31
#466 Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
... aufgeschlossene, moderne Christen (soweit ich deren Unterhaltungen hier und da entnehmen konnte) haben auch keinerlei Ängste vor dem Tod. Dazu braucht man also nicht unbedingt ein von der Religion "befreiter Atheist" werden.

Mag ja sein. Ich habe meinen Weg des religiösen Leidens beschrieben und den Weg der Befreiung aus ihr. Ist doch nicht verkehrt, auf die hinzuweisen, oder? Und was mir half und hilft, kann auch anderen helfen. Dir fallen auch nur Nörgeleien und überzogene Relativierungen in meine Richtung ein. Was ist das? Neid?

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Reklov Offline




Beiträge: 4.334

28.03.2018 13:18
#467 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Was ist das? Neid?

Gysi,

... Neid war mir zeitlebens vollkommen fremd. Ich kannte/kenne höchstens nur "Bewunderung" für Leute, die es drauf haben. Allerdings weiß ich aus eigener Erfahrung, wie viele Übungsstunden nötig sind, um sich selbst zu "wundern", dass man (wo auch immer!) ein anspruchsvolles Niveau erreicht hat.
Dein im Atheismus gefundenes "Glück" sei Dir also "neidlos" gegönnt. No problem.

Wenn aber einer mit geschwellter Brust behauptet, es gäbe keinen "Gott", so fühle ich mich schon aufgefordert, auf seine Behauptung und der damit verbundenen, von uns nicht überschaubaren Gedanken-/Geisteswelt einzugehen. Im besten Falle kann dann ein interessanter und für beide Seiten förderlicher Dialog entstehen - ganz ohne Rechthaberei.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.820

28.03.2018 15:01
#468  Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
... Neid war mir zeitlebens vollkommen fremd.

Fremd? Vollkommen? Und du meinst, dass das dir jemand glaubt? NOTORISCH siedelst du dich in den höchsten moralischen Gefilden an. Das macht niemand, der wirklich so rein und edel ist...

Zitat
Wenn aber einer mit geschwellter Brust behauptet, es gäbe keinen "Gott",

Dafür sind aber Leute wie ich die Angeber: Guck mal, neben mir gibt es keinen Gott - ich bin selber das Höchste... Atheisten derart zu verhöhnen, zu verhetzen und zu disqualifizieren - ist das charakterlich einwandfrei? Es ist für dich ja ein FREVEL, Atheist zu sein! Das ist das Rechtsempfinden aus dem finstersten Mittelalter vor der Aufklärung. Wenn es eine Geburtenkette gibt, warst du in einem Vorleben ein Inquisitor gewesen... Deswegen hast du es ja auch mit der modernen Philosophie so schwer...

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Reklov Offline




Beiträge: 4.334

29.03.2018 13:50
#469 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Fremd? Vollkommen? Und du meinst, dass das dir jemand glaubt? NOTORISCH siedelst du dich in den höchsten moralischen Gefilden an. Das macht niemand, der wirklich so rein und edel ist...

Gysi,

... wie gesagt - ich habe andere stets nur bewundert, vorausgesetzt, sie hatten etwas, was ich noch anstreben wollte. Neid auf ihr Können oder ihren Besitz war mit fremd. Viel eher habe ich versucht, auf meinem Instrument, oder mit meiner Malerei, ihr Niveau zu erreichen. Das ist aber etwas völlig anderes. (Tja, so etwas gibt es auch, ob es Dir nun gefällt oder nicht. Mit "rein und edel" hat dies auch nichts zu tun, denn niedere Anfechtungen oder Aggressionen sind mir keinesfalls fremd, schließlich bin ich Mensch.)

Zitat
Dafür sind aber Leute wie ich die Angeber: Guck mal, neben mir gibt es keinen Gott - ich bin selber das Höchste... Atheisten derart zu verhöhnen, zu verhetzen und zu disqualifizieren - ist das charakterlich einwandfrei? Es ist für dich ja ein FREVEL, Atheist zu sein! Das ist das Rechtsempfinden aus dem finstersten Mittelalter vor der Aufklärung.

Auf was für einer Bewusstseinsstufe bist Du denn eigentlich hängen geblieben, um so zu denken? - Mir ist es wirklich völlig egal, welchen inneren Weg einer geht und zwar aus einem einfachen Grund: Er muss diesen ja schließlich auch alleine gehen. Irgendwelche Wertungen sind von mir dazu überhaupt nicht vorgesehen. Mit welchem Recht sollte ich mir also solches herausnehmen?
Scheint mir aber so, dass Du, genau wie PQV, von irgendwelchen Komplexen geplagt werdet. Dass kann nun aber auch nicht zu meinem Problem werden. Wäre ich z.B. Atheist, wäre das für mich kein Frevel, denn ich hätte mich ja selbst für diesen Weg entschieden. Ob mir dabei Zweifel kämen, oder ob ich gar "glücklich" wäre, vermag ich auch nicht zu beurteilen, weil ich nun mal "meinen Weg" gehe und dabei sehr zufrieden bin.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.820

29.03.2018 14:07
#470  Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
Auf was für einer Bewusstseinsstufe bist Du denn eigentlich hängen geblieben, um so zu denken?

Ich bin rhetorisch in deine Rolle geschlüpft. Das ist ironisch gemeint. Aber du merkst deine eigene Erhöhung als Gottgläubiger und deine Verachtung gegenüber den Atheisten nicht! Das hat doch nichts mit meinen "Komplexen" zu tun! Das hat was mit deinem eigenen Mangel an Selbstwahrnehmung zu tun! Wer sich selbst nur loben und nie kritisieren kann, der leidet per sé darunter! Hat dir das noch niemand erzählt?

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 4.334

29.03.2018 18:00
#471 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Aber du merkst deine eigene Erhöhung als Gottgläubiger und deine Verachtung gegenüber den Atheisten nicht!

Gysi,

... ein entsprechendes Zitat von mir - die eigene Erhöhung betreffend, wäre jetzt schon hilfreich. Irgendetwas musst Du ja dazu liefern können, was den Anschein hat, ich würde Atheisten "verachten".

Zitat
Das hat was mit deinem eigenen Mangel an Selbstwahrnehmung zu tun! Wer sich selbst nur loben und nie kritisieren kann, der leidet per sé darunter! Hat dir das noch niemand erzählt?

Wir alle liefern hier lediglich Infos oder persönliche Überzeugungen ab. Wollte man aber diese von vorneherein auch gleich noch mit Selbstkritik bestücken, wäre dies ja hirnrissig, denn Kritik liefert ja in der Regel der Leser mit seiner Antwort Es genügt mir also vollkommen, wenn ich meinem Gitarrenspiel und meiner Malerei als größter Kiritker gegenüberstehe.

Zitat
Ich bin rhetorisch in deine Rolle geschlüpft.

Na wenn's Spaß macht!? - Besser ist aber der jeweilige Original-Ton.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.820

29.03.2018 18:12
#472  Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
Wenn aber einer mit geschwellter Brust behauptet, es gäbe keinen "Gott", so fühle ich mich schon aufgefordert, auf seine Behauptung und der damit verbundenen, von uns nicht überschaubaren Gedanken-/Geisteswelt einzugehen.

Aus so einem Satz entstand früher der Vorwurf der Häresie. Ein Ungläubiger darf nach dir auch offenbar heute noch von vornherein mit negativen Charaktereigenschaften belegt werden. Daraus folgt auch die ARROGANZ des Gläubigen.

Hast du doch erst vorgestern geschrieben! Vergisst du deine Sätze wirklich so schnell, oder führst du ganz bewusst den destruktiven Kommunikationsstil, um mich mürbe zu machen? Erinnert mich ein wenig an Putins "Diplomatie"...

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Reklov Offline




Beiträge: 4.334

30.03.2018 11:33
#473 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Aus so einem Satz entstand früher der Vorwurf der Häresie. Ein Ungläubiger darf nach dir auch offenbar heute noch von vornherein mit negativen Charaktereigenschaften belegt werden. Daraus folgt auch die ARROGANZ des Gläubigen.

Gysi,

... "Häresie" ist die Abweicheung von einer anerkannten Lehre. Da ich aber selber von dieser Lehre schon lange abgewichen bin, trifft Dein Vorwurf ins Leere. Also: Erst sorgfältiger nachdenken, dann schreiben.

Zitat
Hast du doch erst vorgestern geschrieben! Vergisst du deine Sätze wirklich so schnell, oder führst du ganz bewusst den destruktiven Kommunikationsstil, um mich mürbe zu machen? Erinnert mich ein wenig an Putins "Diplomatie"...

Hoffe, dass Du Deine seltsamen Vermutungen noch etwas überdenkst, wenn Du meinen ersten Satz annehmen kannst.-

Mit Putin möchte ich auch nicht so gerne verglichen werden, denn von dessen Machenschaften trennen mich Welten.
Was wenigen bekannt ist: Putin (auch nur ein Mensch), soll einmal versucht haben, der hübschen US-Schauspielerin Sharon Stone, ernsthaft den Hof zu machen. Sie aber habe seine galanten Versuche ignoriert, denn Putin sei ihr "als Mann einfach nicht sexy genug", wie der Weltstar einst in einem Interview unverhohlen bekanntgab.
Man sieht - auch ein mächtiger Staatspräsident kann nicht alles bekommen, was er sich so erträumt.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.820

30.03.2018 11:39
#474 Gab es ein "NICHTS"? antworten

Du weichst ab, du weichst aus - und mit deinen Rechtfertigungsarien gehst du nie auf das Wesentliche ein. Alles wie gehabt. Und ich habe mal wieder keine Lust darauf, mit einem rhetorischen Destrukteur meine Zeit zu verschwenden.

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Reklov Offline




Beiträge: 4.334

30.03.2018 11:46
#475 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Ein Ungläubiger darf nach dir auch offenbar heute noch von vornherein mit negativen Charaktereigenschaften belegt werden.

Gysi,

... dann mal konkreter: Wo habe ich einen Ungläubigen jemals mit negativen Charaktereigenschaften belegt?
Jetzt darfst Du zu Deinen Vorwurf, ohne auszuweichen, Stellung nehmen.

Gruß von Reklov

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