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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 551 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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SOL demiurg Offline




Beiträge: 733

13.01.2018 22:10
#101 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #98

Wenn ich dich frage, warum die Ergebnisse geistiger Leistungen in unseren Nachkommen weiter existieren, während sie allen Anschein nach mit dem Gehirn dieser Leistungen bei seinem Tod zu Staub zerfallen - lassen wir die physikalischen Vorgänge dabei mal ganz außer acht - dann wäre es wohl offensichtlich, dass es sich beim Leben vor und nach dem Tod um einen ganz natürlichen regenerativen Recyklingprozess handelt!!?

Wie können Ameisen im Schwarm eine Geist hervorbringen, der jeder einzelnen Ameise geistige Fähigkeiten verleiht, die sie selber gar nicht besitzt? (damit befasse ich PQV mich tatsächlich selbst wissenschaftlich]

Bei dieser Frage würde ich gern mit einsteigen. Würdest du, in einem anderen Thread, ein kurzes Statement deinerseits abgeben um die Frage näher zu erläutern?

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.410

14.01.2018 11:38
#102 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #101
Zitat von Perquestavolta im Beitrag #98



Wie können Ameisen im Schwarm eine Geist hervorbringen, der jeder einzelnen Ameise geistige Fähigkeiten verleiht, die sie selber gar nicht besitzt? (damit befasse ich PQV mich tatsächlich selbst wissenschaftlich]

Bei dieser Frage würde ich gern mit einsteigen. Würdest du, in einem anderen Thread, ein kurzes Statement deinerseits abgeben um die Frage näher zu erläutern?


Mit einem Kurzen Statement ist da nichts getan.. Ich beschäftige mich schon seit fast 10 Jahren mit dem Phänomen.
Unter der Bedingung, dass wenn jemand Gott, Göttliches und rein geistiges Sein als eine zwingend/notwendig Gegebenheit für bestehende Ordnungsmuster in der Natur voraussetzt, dann fehlt diesem Jemand schon mal die grundlegend notwendige Begabung, Problemstellungen von einem rein imaginären Hilfsstandpunkt außerhalb des Problemes selbst zu überschauen.


Ordnung ist nicht unbegreiflich und das ist ja das Schöne daran. Chaotische Zustände enthalten alle Ordnungsmuster, welche mit den am dynamischen Chaos beteiligten Teilen möglich sind.
Besitzen diese Teile viele unterschiedliche geometrische Eigenschaften, dann werden diese Teile mit der Zeit alle Strukturen welche mit diesen Eigenschaften überhaupt möglich sind hervorbringen, ohne dass aber diese Strukturen jemals wirklich vollkommen sind. Dass diese nie ganz vollkommen Strukturen nur zeitliche befristete Erscheinungen sind, dürfte wohl klar sein.
Besitzen die Teile nur wenige unterschiedliche geometrische Eigenschaften und sind vielleicht noch einige darunter, die sich vollkommen von den anderen unterscheiden, dann bilden sich mit der Zeit immer wieder kleine Strukturinseln, die scheinbar vollkommen sind.. wie z.B. die Gitterstruktur von Kristallen.

Lebende Zellen, die "ihre Gitterstruktur" immer wieder selbst replizieren und dabei nie vollkommene Replikate hinkriegen, weil die Umgebung in der sie das tun einfach nicht "ruhig" genug ist.. (deterministisches Chaos) werden über Zeit alle möglichen Strukturen und Eigenschaften hervorbringen, die mit den Teilen aus denen sie bestehen möglich sind. Vereinfachen wir diese Eigenschaften "imaginär" auf Geometrie. Die Geometrie dieser Zellen, welche ihre Lebensenergie nicht selbst herstellen können, sondern durch "chemische Reaktion" mit anderen Teilen, wird über die Zeit komplexe Lebensformen bilden, die am besten an die vorherrschenden chaotischen Ramenbedingungen angepasst sind.

Und wenn du das jetzt meinst verstanden zu haben.. dann machen wir in einem anderen Thread weiter. Wenn nicht, dann kannst du dich einfach nicht von deiner göttlichen Zwangsvorstellung loslösen und ich würde nur Perlen vor die Säue werfen und dabei auch noch sinnlos viel Zeit vergeuden, die ich lieber der Unterhaltung mit meinen Ameisen widme.

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Nur am Glauben kannst du drehen und schrauben. bis die Wahrheit die du glauben willst, dir auch passt..

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.410

14.01.2018 12:44
#103 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Gott würfelt nicht. Tatsächlich aber würfelt die Natur unablässig und das liegt daran, dass die vielen Teile aus denen die Natur besteht, nicht einem irgendwelchen übergeordneten Plan, sondern der ihres eigenen Impulses in Abhängigkeit ihrer eigenen Geometrie (Eigenschaft) folgen und dabei jede Menge Zufallsstrukturen bilden, wenn sie einander nahe kommen. Die Menge dieser Teile in allen Größen und im Kleinsten, die da alle im Universum unterwegs sind, mit unterschiedlichem Energieimpulsen, dem alleine die Gravitation als Naturkonstante etwas Einhalt in ihrer Eigenwilligkeit entgegen zusetzen hat.. und je nach dem, auch besonders leichte Teile einzufangen im Stande ist, ohne dass die dabei gänzlich kaputt gehen...um sie dann wenn die eingefangene Menge/Masse so groß und schwer ist, unter dem eigenen Gewicht mit einander zu verschmelzen, wobei eine Menge Energie in Form von Elektromagnetischer Strahlung freigesetzt wird, die über das gesamte Frequenzspektrum reicht.. und chaotisch mit der Schmelze wechselwirkt... so dass diese noch heißer und chaotischer zu bluppern anfängt...

Warum sollte ein Gott Versuch und Irrtum nötig haben, der so allmächtig ist, ein ganzes Universum aus dem Nichts zu zaubern..????

https://www.weltderphysik.de/gebiet/theo...stisches-chaos/

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Athon Offline




Beiträge: 1.784

14.01.2018 13:25
#104 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

@Perquestavolta

Zitat von PQV #98
Wie können Ameisen im Schwarm eine Geist hervorbringen, der jeder einzelnen Ameise geistige Fähigkeiten verleiht, die sie selber gar nicht besitzt?


Das ist ein interessantes Thema für einen neuen Thread. Würde mich beteiligen, aber wohl mit mehr Fragen als Antworten...

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Reklov Offline




Beiträge: 4.256

14.01.2018 14:28
#105 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Gott würfelt nicht. Tatsächlich aber würfelt die Natur unablässig und das liegt daran, dass die vielen Teile aus denen die Natur besteht, nicht einem irgendwelchen übergeordneten Plan, sondern der ihres eigenen Impulses in Abhängigkeit ihrer eigenen Geometrie (Eigenschaft) folgen und dabei jede Menge Zufallsstrukturen bilden, wenn sie einander nahe kommen.

Perquestavolta,

Meine Ansicht dazu:
"Eigenschaften" entstehen nicht einfach mal so, sondern müssen den Dingen "einprogrammiert" werden. Ist das erst mal erledigt, kann gewürfelt und nach dem Zufallsprinzip, wie auch immer, gemixt werden. Die vorher programmierte Anziehung oder Abstoßung einzelner chem. Stoffe/Moleküle wird/kann dann stets nur zu einer vorher vorgesehenen "Ordnung" führen, egal wie heftig der kosmische "Cocktailbecher" auch von Nebenstörungen und Turbulenzen geschüttelt werden sollte.

Die geometrische ORDNUNG in einem Molekül kann man z.B. mit dem Gillespie-Modell bestimmen:

Wo landen die Elektronenpaare eines Atoms, wenn sie sich möglichst weit voneinander entfernen ? Sie kommen an den Ecken eines Polyeders an.

Und was für Polyeder sind das ? Das kommt darauf an, wieviele Elektronenpaare vorhanden sind:

2 Elektronenpaare stehen einander gegenüber. Das Molekül ist linear gebaut.
3 Elektronenpaare zeigen zu den Ecken eines gleichseitigen Dreiecks.
4 Elektronenpaare zeigen zu den Ecken eines Tetraeders.
5 Elektronenpaare zeigen zu den Ecken einer trigonalen Bipyramide.
6 Elektronenpaare zeigen zu den Ecken eines Oktaeders.
Bei mehr als 6 Elektronenpaaren gibt es mehrere Möglichkeiten, die nicht ohne Weiteres vorhergesagt werden können.

Bereits in der kleinsten "Welt" herrscht also ORDUNG! - Warum soll also der Gedanke von einem unkontrollierten Chaos in unseren Köpfen Vorrang erhalten?

Solche "Ordnungen" können (nicht nur meiner Meinung nach) sich nicht einfach aus dem NICHTS selber "aufstellen", "programmieren" oder untereinander "absprechen" - es sei denn, die Kommunikation der kleinsten Teilchen fände auf einer Ebene statt, die uns niemals zugänglich werden wird (?)

Zitat
Die Menge dieser Teile in allen Größen und im Kleinsten, die da alle im Universum unterwegs sind, mit unterschiedlichem Energieimpulsen, dem alleine die Gravitation als Naturkonstante etwas Einhalt in ihrer Eigenwilligkeit entgegen zusetzen hat.. und je nach dem, auch besonders leichte Teile einzufangen im Stande ist, ohne dass die dabei gänzlich kaputt gehen...um sie dann wenn die eingefangene Menge/Masse so groß und schwer ist, unter dem eigenen Gewicht mit einander zu verschmelzen, wobei eine Menge Energie in Form von Elektromagnetischer Strahlung freigesetzt wird, die über das gesamte Frequenzspektrum reicht.. und chaotisch mit der Schmelze wechselwirkt... so dass diese noch heißer und chaotischer zu bluppern anfängt...

Du beschreibst hier Vorgänge, welche der wissenschaftlichen Beobachtung zwar zugänglich sind, ohne jedoch die eigentliche "Quelle" der Gesetzmäßigkeiten orten zu können, deswegen fängt es in Deinem Köpfchen auch immer "heißer und chaotischer zu bluppern" an.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.410

14.01.2018 15:37
#106 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Jaja Reklov, altes bekanntes Schulwissen, was du da erzählst und das sich übrigens als falsch herausgestellt hat. Das Atommodell das du hier beschreibst, ist ein reines statisches Anschauungsmodell und nicht so ganz die Wirklichkeit.
Auch stimmt die Behauptung, Wissenschaft könne Elektronen im Atom genau beobachten gar nicht. Die reale Eigenschaft der Materie ist auch den Wissenschaft nicht ganz zugänglich. Aber man weis heute ganz sicher, dass Elektronen Ladungsträger sind und sobald man an einem Stück Materie ein bisschen Energie anlegt, dann tun die Elektronen-Paare nicht mehr das, was sie nach unserer Vorstellung eigentlich tun müssten.

Alles Krampf und Dummsinn den du da zum Besten gibst, Reklov.

Potentialdifferenzen entstehen erst durch durch Gegenüberstellung von Atomen mit verschiedener Anzahl von Ladungsträgern (Elektronen). Beispiel Chemische Elektrizität. Und das heißt, dass Elektronen überhaupt nicht "programmiert" sein müssen. Sondern dass die Anzahl der jeweiligen äußeren Ladungsträger in der Wechselwirkung mit der Anzahl der Elektronen anderer Atomen deren scheinbare Geometrie bewirkt Da steckt kein Programm dahinter. Alle Materie die wir heute kennen, entsteht "A" durch Kern-Verschmelzung und "B" durch radioaktiven Zerfall. Dabei gehts überaus chaotisch zu und nicht nach irgend einem Programmplan. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Atommodelle

Aber was mich am meisten ärgert ist deine verbohrte Behauptung, dass ich wissenschaftliche Vorgänge beschreibe, die der Wissenschaft zugänglich sind und offensichtlich selbst keine Ahnung davon hast, was der Wissenschaft zugänglich ist und was nicht. Ich beschreibe Modelle, die der Wissenschaft nicht direkt zugänglich sind.. die man auch nicht einfach nachmessen kann.

Ich weis nicht wo du diesen Blödgeist hernimmst, Wissenschaft würde einfach nur nachmessen, was eh schon evident und bekannt ist. Wissenschaft sucht nach brauchbaren Modellen, die Natur so vollständig wie möglich zu beschreiben und da in der Natur Ordnung etwas anderes ist als du dir da mit deinem mickrigen Kunsttalent auf das Einfachast zusammenspinnst und es da nicht eine einfache Kette von Ursache und Wirkung gibt. Es gibt deren unendlich vielen, die sich ständig dazwischen kommen, sich überlagern.. völlig neue unerwartete Erscheinungen hervorbringen.. usw. usf. Sich damit zu beschäftigen, nach Gesetzmäßigkeiten zu suchen, mit denen man möglichst gut vorhersagen kann, was als nächstes kommt.. Das ist Wissenschaft.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.410

14.01.2018 16:42
#107 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #106
[quote]Eigentlich findet Geist/Information immer zwischen den SEINSFORMEN statt. Und du selbst sagtest doch auch schon, dass das Gehirn die Stätte des Geistes ist. Wie nun auf einmal die Behauptung, dass der Geist die Stätte des seienden Gehirns ist?

Du hast behauptet das der Geist die Stätte des Seins ist. Das Seinserleben ist ist aber fest in unserem Gehirn verankert und wenn dieses Gehirn nicht da ist, dann gibt es auch keine Seinserlebnise. Also behauptest du, dass der Geist, die Stätte des Gehirns ist, Reklov.


Zitat von Reklov im Beitrag #106

... ich sagte einst, dass unser Gehirn als ein "Statthalter" des Geistes (zumindest eines Teiles davon) betrachtet werden kann - nicht aber schon der GEIST selbst ist! Dass aber GEIST die Stätte des seienden Gehirns ist, habe ich so nie geschrieben. GEIST kann sich (meiner Meinung nach) in einem funktionierenden Gehirn niederlassen, um mit diesem, für ihn optimal geeigneten "Werkzeug" zu leben, zu arbeiten, zu gestalten, zu erfinden etc.



Dieser Gehirn-Geist alleine bringt noch lange kein optimal geeignetes Werkzeug zustande. Die Geschichte der Werkzeugentwicklung fängt mit Versuch und Irrtum an und nicht mit einem einzelnen kreativen Geist. Mit dem Probieren mittels eines Steines die Nuss zu knacken. Und wenn kein kleiner Hand-gerechter Stein zu Verfügung steht und der viel zu große Stein die Nuss ständig so platt macht, dass Kern und Schale nicht mehr zu unterscheiden sind, dann probiert irgend einer der schlauesten und geschickteste unter den "Affen" den Stein kleiner zu machen. Das erste selbst gemachte Werkzeug. Mit einem Grashalm kann man toll Termiten aus dem Nest hakeln. Wenn kein geeigneter Grashalm zu Verfügung steht, dann versucht einer der schlauesten und geschicktesten der Affen - auch einige Vögel schaffen das - es mit einem Hölzchen, das er sich noch ein bisschen handlicher zupft. das 2. Werkzeug. Alle anderen schlaueren Affen machen im das nach.. und weil diese etwas geschickteren Affen die bessern Überlebenschancen haben, als die weniger geschickten, geben sie ihre Begabung ein bisschen geschicktere Finger und das etwas hellere Gehirn zu haben, häufiger an die nächste Generation weiter. Die dann auch die das 1. und zweite Werkzeug übernimmt..und nach und nach viel andere solche einfachen Werkzeuge durch probieren und irren erfindet. Natürlich ist es dann auch von Vorteil ein etwas größeres Gehirn zu haben, um sich den Geist seiner erfolgreicheren Mit-Affen aneignen zu können. Da das Futter nicht immer für alle reicht, sogar ein sehr großer Vorteil... Je größer das Gehirn, um so schneller ist man.. ganz nebenbei kann man mit einem größeren Gehirn auch noch Irrtümer anderer Affen erkennen und muss sie nicht selber begehen..

Über 2einhalb Millionen Jahre sind seit her vergangen, Reklov. Dass wir uns heute noch immer den Geist unserer Mitmenschen zu eigen machen können, ist der Grund dafür, dass wir viel Freizeit für Kunst und Kultur haben.

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Athon Offline




Beiträge: 1.784

14.01.2018 16:46
#108 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #106
GEIST kann sich (meiner Meinung nach) in einem funktionierenden Gehirn niederlassen, um mit diesem, für ihn optimal geeigneten "Werkzeug" zu leben, zu arbeiten, zu gestalten, zu erfinden etc.


Nachdem nun wieder einmal wie üblich vom eigentlichen Thread-Thema abgewichen wurde, muss ich aber trotzdem einiges dazu sagen: "Geist" lässt sich in keinem Gehirn nieder, Reklov. Und schon gar nicht in einem, dass bereits funktioniert. Er wird -so meine Ansicht- bereits mit der Entwicklung des Gehirns gebildet und war bis dato nicht vorhanden. Ob, wann und inwieweit der Geist dann nutzvoll eingesetzt werden kann und wird, liegt dann im weiteren Fortgang der Entwicklung des Gehirns begründet. Oder willst Du jetzt hier behaupten, dass ein Neugeborenes keinen Geist besitzt?

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Reklov Offline




Beiträge: 4.256

14.01.2018 20:03
#109 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Nachdem nun wieder einmal wie üblich vom eigentlichen Thread-Thema abgewichen wurde, muss ich aber trotzdem einiges dazu sagen: "Geist" lässt sich in keinem Gehirn nieder, Reklov. Und schon gar nicht in einem, dass bereits funktioniert. Er wird -so meine Ansicht- bereits mit der Entwicklung des Gehirns gebildet und war bis dato nicht vorhanden. Ob, wann und inwieweit der Geist dann nutzvoll eingesetzt werden kann und wird, liegt dann im weiteren Fortgang der Entwicklung des Gehirns begründet. Oder willst Du jetzt hier behaupten, dass ein Neugeborenes keinen Geist besitzt?

Athon,

... unser menschliches Gehirn kann mit zunehmender Synapsenverbindung mehr lernen und speichern, jedoch ist, meiner Meinung nach, alles GEISTIGE schon vor der Erscheinung des Menschen da gewesen. - In der Genesis werden ähnliche Gedanken geflochten, denn die Erde war zunächst wüst und leer, und es war finster in der Tiefe, aber der Geist Gottes schwebte bereits auf dem Wasser... - Sicher, dies ist nur ein antikes >Sprachbild<, aber es skizziert einen Geist, der noch nicht mit allen Ausführungen seiner "Ideen" fertig ist.

Ein Neugeborenes mag eine Seele besitzen, aber noch keinen "ausgebildeten" Geist. Diesen muss es sich erst nach und nach durch Erkennen und Lernen aneignen. Die Ordnungen innerhalb der atomaren Welt sind ein nicht zu leugnendes Werk eines Geistes, von dem wir uns während unserer Lebenszeit einige Wissenssplitter aneignen und mittels unserer "Zeichen" notieren können.
Das Thema des hier angesprochenen NICHTS hängt auch mit der Sicht auf den Begriff GEIST zusammen, denn daraus bildet sich ja der Einzelne auch sein Weltbild, so gut er es eben kann oder will. Demnach ist das hier auch keine Abweichung vom Thread-Thema - schon deshalb nicht, weil alles miteinander verknüpft ist, also zusammenhängt!

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 1.784

14.01.2018 20:11
#110 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #112
Ein Neugeborenes mag eine Seele besitzen, aber noch keinen "ausgebildeten" Geist. Diesen muss es sich erst nach und nach durch Erkennen und Lernen aneignen.


Richtig. Ich habe aber auch keinen "ausgebildeten" Geist bei einem Neugeborenen erwähnt, sondern den "Geist" an sich angesprochen. Die logische Konsequenz aus Deinem Statement: Wenn ein Neugeborenes keinen "Geist" besäße, könnte auch nichts "ausgebildet" werden.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.410

14.01.2018 21:19
#111 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Athon im Beitrag #104
@Perquestavolta

Zitat von PQV #98
Wie können Ameisen im Schwarm eine Geist hervorbringen, der jeder einzelnen Ameise geistige Fähigkeiten verleiht, die sie selber gar nicht besitzt?

Das ist ein interessantes Thema für einen neuen Thread. Würde mich beteiligen, aber wohl mit mehr Fragen als Antworten...



Ich versuch mal im Philosophie und Wissenschaftsabteil eine halbwegs Monologfreie Einleitung zusammen zu basteln. Im Netz gibt es auch viel über dieses Phänomen der Schwarmintelligenz zu finden.. die bei uns Menschen mehr und eher zur Schwarmdummheit führt...

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Athon Offline




Beiträge: 1.784

15.01.2018 16:39
#112 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

HEUREKA!

Im vermeintlichen NICHTS verstofflichten sich virtuelle Quantenteilchen durch erhöhte Zufuhr von Energie und bildeten Materie. Materie benötigt Platz, und so entstand zugleich der Raum. Weil die Materie sich im Raum ausdehnte und somit bewegte (Urknall) entstand Zeit. So geschehen vor knapp 14 Milliarden Jahren und andauernd bis zum Aufflackern des letzten Wasserstoffatoms und dem Versinken des Universums in absolute Kälte. Ist doch ganz einfach. Ich werde nun losziehen und einen Flug nach Stockholm für den 10. Dezember buchen.

Nun muss nun noch mit der logischen Konsequenz umgegangen werden, dass ein bis zur Entstehung der Welt schon ewig existentes NICHTS sein plötzliches Ende gefunden hat. Ergo kann's auch keine Ewigkeit geben, oder wie...?

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.714

15.01.2018 17:15
#113  Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Athon
Nun muss nun noch mit der logischen Konsequenz umgegangen werden, dass ein bis zur Entstehung der Welt schon ewig existentes NICHTS sein plötzliches Ende gefunden hat.

Neenee: Das NICHTS ist ja zeitLOS und deshalb EWIG! Es hört nicht auf, wie es auch nie angefangen hat. Es ist ja das NICHTS! Nur das, was es produziert (die Universen), das hat Anfänge und Enden. Da die Produktion der Ewigkeit eben letztendlich die UNENDLICHGKEIT (unendliche Anzahl) aller ENDLICHKEITEN schafft, ist alles irgendwie unendlich! So (meine) Theorie. Muss ja nicht stimmen.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Athon Offline




Beiträge: 1.784

15.01.2018 17:32
#114 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

@Gysi

Zitat von Gysi #128
Das NICHTS ist ja zeitLOS und deshalb EWIG! Es hört nicht auf, wie es auch nie angefangen hat. Es ist ja das NICHTS! Nur das, was es produziert (die Universen), das hat Anfänge und Enden. Da die Produktion der Ewigkeit eben letztendlich die UNENDLICHGKEIT (unendliche Anzahl) aller ENDLICHKEITEN schafft, ist alles irgendwie unendlich! So (meine) Theorie. Muss ja nicht stimmen.


Klingt ja auch irgendwie logisch. Aber: Das NICHTS ist ja eben (aus meiner Sicht) kein NICHTS, weil in "ihm" virtuelle Quantenteilchen auftauchen und wieder verschwinden oder eben zur Bildung von Materie führen. Und wenn die Materie erzeugt wurde, wo ist dann das ewige NICHTS geblieben? Das sind die Problemstellungen, die mich daran hinderten, Astrophysik zu studieren...

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Reklov Offline




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16.01.2018 11:20
#115 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Neenee: Das NICHTS ist ja zeitLOS und deshalb EWIG! Es hört nicht auf, wie es auch nie angefangen hat. Es ist ja das NICHTS! Nur das, was es produziert (die Universen), das hat Anfänge und Enden. Da die Produktion der Ewigkeit eben letztendlich die UNENDLICHGKEIT (unendliche Anzahl) aller ENDLICHKEITEN schaf

Gysi,

... man könnte für das NICHTS auch das Wort SEIN einsetzen. Dies wäre dann die Grundlage/Bedingung, auf der dann das DASEIN der Dinge entstehen können.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.714

16.01.2018 11:33
#116  Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
... man könnte für das NICHTS auch das Wort SEIN einsetzen. Dies wäre dann die Grundlage/Bedingung, auf der dann das DASEIN der Dinge entstehen können.

Das NICHTS ist das SEIN, aha. Was soll das? Damit du dem Nichts deinen Gott unterschieben kannst. DAS ist mal wieder keine logische Argumentation. Das NICHTS ist vielleicht die "SUBSTANZ". Die Substanz des Seins. Aber bestimmt nicht das Sein selbst! Du drängst mal wieder zur Begriffsverquasung, um den Verstand zu vernebeln. NEBEL ist der einzige Zustand, der den Glauben an Gott erträgt...

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Gysi Offline

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16.01.2018 13:16
#117  Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Athon
Und wenn die Materie erzeugt wurde, wo ist dann das ewige NICHTS geblieben?

Das NICHTS ist das NICHTS und kann nicht wegbleiben. Als Nichts ist es immer da.

Aber zu erklären, wie aus dem Nichts was entsteht, ist schon ein Problem... Genauso ein Problem, wie die Ursache der Quantenteilchen zu erklären... Mit meiner Theorie habe ich das Problem nur verschoben: Die Erste Ursache ist nicht mehr das Problem. Wohl aber die Folgewirkung. Wir verstehen da generell etwas nicht...

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SOL demiurg Offline




Beiträge: 733

16.01.2018 13:44
#118 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #116
Das NICHTS ist das SEIN, aha. Was soll das? Damit du dem Nichts deinen Gott unterschieben kannst. DAS ist mal wieder keine logische Argumentation.

Eine "logische" Argumentation über das Nichts führen ist unlogisch...ein Paradoxon.

Sobald du „das“ Nichts als Substantiv in seiner Schreibweise wählst, holst du es ins "Sein". Man könnte das Nichts mit -Noch-Nicht-Sein- definieren. Ein absolutes Nichts existiert nicht.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.714

16.01.2018 13:58
#119  Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von SOL demiurg
Sobald du „das“ Nichts als Substantiv in seiner Schreibweise wählst, holst du es ins "Sein". Man könnte das Nichts mit -Noch-Nicht-Sein- definieren.

Das ist gut logisch definiert!

Aber

Zitat
Ein absolutes Nichts existiert nicht.

Woher weißt du denn DAS? Ist das NICHTS, dass du grade noch definiert hast, nicht ein "absolutes Nichts"? Etwa ein relatives? Was unterscheidet ein "relatives" vom "absoluten" Nichts? Richtig: nichts!

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pebret Offline



Beiträge: 5

16.01.2018 14:00
#120 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Ich glaube nicht, dass es so etwas wie ein Nichts gegeben hat, woraus hätte denn dann alles entstehen sollen? Bzw. da ist wohl schon der Begriff der Entstehung falsch und unpassend, da wäre wohl eher der Begriff der Veränderung angebracht.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.714

16.01.2018 14:08
#121 Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von pebret
woraus hätte denn dann alles entstehen sollen?

Wir haben ein Problem mit der Ersten Ursache. Wenn du alles auf eine Ursachenkette legst (auf eine Zeitschiene), kommst du irgendwann an ein Teil, das du nicht ursächlich erklären kannst, weil es keine Ursache hat! Oder du erklärst die Zeit und die Dinge (in all ihren möglichen Metamorphosen) für unendlich. Dann ist aber die Big-Bang-Theorie obsolet.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.410

16.01.2018 15:11
#122 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Athon im Beitrag #112
HEUREKA!

Im vermeintlichen NICHTS verstofflichten sich virtuelle Quantenteilchen durch erhöhte Zufuhr von Energie und bildeten Materie. Materie benötigt Platz, und so entstand zugleich der Raum. Weil die Materie sich im Raum ausdehnte und somit bewegte (Urknall) entstand Zeit. So geschehen vor knapp 14 Milliarden Jahren und andauernd bis zum Aufflackern des letzten Wasserstoffatoms und dem Versinken des Universums in absolute Kälte. Ist doch ganz einfach. Ich werde nun losziehen und einen Flug nach Stockholm für den 10. Dezember buchen.


Klar entstand dabei unsere Zeit.. nur muss es vorher auch noch eine andere gegeben haben. Irgendwo müssen Quanten ja fluktuieren können und ganz ohne Zeit und Ort geht das wahrscheinlich auch nicht.
Es ist auch bei einem Gott nicht anders....Wenn nichts größer ist als Gott - nehmen wir das Nichts als das Nicht-vorhanden-sein von ETWAS - dann muss sich Gott in der Ewigkeit selbst ziemlich zu ENG gewesen sein.. bis er es vor 13,8 Milliarden Jahren nicht mehr aushielt.
Zitat von Athon im Beitrag #112
H
Nun muss nun noch mit der logischen Konsequenz umgegangen werden, dass ein bis zur Entstehung der Welt schon ewig existentes NICHTS sein plötzliches Ende gefunden hat. Ergo kann's auch keine Ewigkeit geben, oder wie...?
Ewig dauert alles was einem sehr lange dünkt.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.410

16.01.2018 15:13
#123 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #121

Zitat von pebret
woraus hätte denn dann alles entstehen sollen?
Wir haben ein Problem mit der Ersten Ursache. Wenn du alles auf eine Ursachenkette legst (auf eine Zeitschiene), kommst du irgendwann an ein Teil, das du nicht ursächlich erklären kannst, weil es keine Ursache hat! Oder du erklärst die Zeit und die Dinge (in all ihren möglichen Metamorphosen) für unendlich. Dann ist aber die Big-Bang-Theorie obsolet.



https://www.weltderphysik.de/gebiet/astr...nlich-aehnlich/
Die Hypothese einer einzigen Ursache ist möglicherweise/sehr wahrscheinlich mehr ein Schaltung-Problem unseres Hirns beim simulieren von Mittelerde.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.410

16.01.2018 15:26
#124 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Jetzt wissen wir, warum es nur alle viele Milliarden Jahre eine Urknall gibt.
https://www.focus.de/wissen/weltraum/ast...id_3577766.html

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SOL demiurg Offline




Beiträge: 733

16.01.2018 17:38
#125 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #119

Zitat von SOL demiurg
Sobald du „das“ Nichts als Substantiv in seiner Schreibweise wählst, holst du es ins "Sein". Man könnte das Nichts mit -Noch-Nicht-Sein- definieren.
Das ist gut logisch definiert!Aber

Zitat
Ein absolutes Nichts existiert nicht.

Woher weißt du denn DAS? Ist das NICHTS, dass du grade noch definiert hast, nicht ein "absolutes Nichts"? Etwa ein relatives? Was unterscheidet ein "relatives" vom "absoluten" Nichts? Richtig: nichts!


Ein absolutes(Adjektiv) Nichts hat keine Existenz, da es „nicht allein“ betrachtet werden kann. Das Absolute, ist etwas Abgeschlossenes und würde durch diese „Ursache“ ein losgelöstes Ideal werden, nach deren „Verwirklichung“ man strebt. Und ich strebe da lieber nach Etwas als nach Nichts…

Ein absolutes Nichts kann nicht definiert werden, da eine Definition die Bestandteile des zu definierenden Ausdrucks zerlegt und somit eine Herleitung zur Feststellung des Sinns voraussetzt.
Das relative Nichts kann als Spekulation definiert werden. Eine Betrachtung, die durch Hypothesen den empirischen oder praktischen Erkenntnissen „unterstützend“, das „Wesen“ der Dinge erläutern soll.

Das Nichts ist also nur durch Sprachgebrauch definierbar und kann nicht als existent „angenommen“ werden. Aus diesem Nichts heraus eine Ursache definieren zu wollen setzt voraus, dass man das Nichts als „Etwas“ bezeichnen muss das „Wesen“ (Bestandteile) besitzt.

Aus dem Nichts wird Etwas…z. B. das „Sein“

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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